Der AMum-Vulkan. kioman von St. Gr. White und S. H. Adams. Nrrtorisi-erte Uebesietzung. — Nachdruck verboten. (Fortsetzung.) „Was glauben Sie, Herr?" fragte Thrackles den Assistenten. „Teufelsflammen!" erwiderte Darrow kurz. „Auf der Insel geht's nicht mit rechten Dingen zu!" „Derbelflammen!" schrie der Nigger entsetzt. „Ja, Teufelsflammen, und auch Teufel dazu, soviel ich weiß, aber ganz sicherlich Vampire, Habt Ihr schon mal was von Vampiren gehört, Doktor?" wandte sich Darrow mit ernstem Gesicht an den Nigger. „N—nein .. „Na, Vampire sind also Weiber, wunderbar schöne Weiber. Sie haben leuchtende graue Augen und kirschrote Lippen. Trefft ihr sie, so sprechen sie euch an und begleiten euch nach Hause. Aber wenn ihr schlaft, reißen sie mit ihren scharfen Krallen ein kleines Loch in euren Nacken und saugen euch mit ihren roten Lippen Pas Blut aus. Manchmal nehmen sie auch die Gestalt von großen Fledermäusen an." Das harnrlose Gesicht, mit dem er sich wie zufällig nach nrir umdrehte, lvar so famos gemimt, daß ich ihn am liebsten vor Vergnügen in den Rücken gepufft hätte. „Ucbrigens, Eugen, sind Ihnen nicht an den letzten Menden die großen Fledermäuse drüben an der Klippe aufgefallen?" „Wenn ihr nächstens wieder einmal große Fledermäuse seht, Doktor," wandte er sich wieder an den Nigger, „müßt ihr dicht 'rangeh'n und ordentlich aufpassen. Haben sie schwarze Äugen, dann sind es richtige Fledermäuse; haben sie aber graue Augen mit roten Räubern, dann sind's Vampire. Erzählt mir, wenn ihr welche gefangen habt! 's interessiert mich!" „Ich nicht 'rangeh'n an Fleddermausen!" knurrte der Nigger. „Wo ist Selover?" fragte Darrow. „Er bleibt an Bord, weil er das Schiff mcht ohne Aufsicht lassen will," sagte ich. „Das ist vernünftig. Und was haben Sie gemacht?" „Schiff gereinigt. Gestern abend sind wir gerade damit fertig geworden." „Und jetzt?" „Wir wollen das „Goldene Horn" abwracken." „Sehr richtig. Wenn Sis-Hilfe bei den Maschinen oder dergleichen brauchen, so rufen Die mich nur!" Er stand auf und steckte seine Laterne an. „Hoffentlich geht es Ihnen gut dort oben. Herr?" Hüskierte Handy .Sälomon in einschmeichelndem Tone zu fragen. „Danke sehr, ausgezeichnet!" antwortete Perey Darrow trocken. „Vergeßt mir nicht die Vampire, Doktor!" Damit schwenkte er die Laterne und ging davon. Wir konnten das Lichtfünkchen verfolgen, bis eS in der Schlucht verschwand-. Am nächsten Tage machten wir rrns an das „Goldene Horn". Born befand sich eine verrostete Maschine, die wir auseinandernahmen und wied-kr zusammensetzten. Das war keine Kleinigkeit; denn alle Teile mußten zuerst gereinigt werden, und mit Ausnahme von Pulz und Perdofa, die wenigstens eine Ahnung von der Sache hatten, verstanden wir alle gar nichts davon. Ohne Perey Darrow wären wir niemals damit zustande gekommen. Ms wir ihn das erstemal zu der Klippe führten, lachte er kaut los. „Kinder! Wie habt ihr es bloß angestellt, einfach alles verkehrt zu machen!" wunderte er sich. Er belehrte uns mit ein paar Worten, denen Pulz, Perdosa und ich aufmerksam lauschten; die andern, von der Aussichtslosigkeit der Sache überzeugt, hörten aar nicht einmal hin. Natürlich nnßriet uns bei den nächsten Versuchen noch so manches, aber Darrow kam dreimal wöchentlich herunter, und so arbeiteten wir nns allmählich ein. Auf diese Weise lernten wir den Affistenten nach und nach besser kennen, obgleich er uns in mancher Hinsicht stets ein Rätsel blieb. Niemand wußte recht, lvas man eigentlich von ihm halten sollte. Nicht allein, daß er die Leute nicht fürchtete, sie waren ihm offenbar äußerst gleichgültig. Und dennoch bewies er ein gewisses Interesse für ihre Angelegenheiten und Bedürfnisse. Seine Kenntnisse in praktischen Dingen waren ungemein vielseitig. Ich erzählte Ihnen schon, mit welcher bis ins kleinste gehenden Genauigkeit er die Vorbereitungen für das Laboratorium getroffen hatte. Mit gleichem Scharfblick fand er allerlei Verbesserungen heraus, mit denen wir uns das Leben angenehmer gestalten konnten. Kapitän Selover kehrte er die Bereitung von Schmierseife aus einer bestimmten Art Seetang und mich weihte er in die Kunst des Angelus mit einein Knochenköder ein. Unser ganzes Lager baute er auf wissenschaftlicher Basis neu auf, so oaß wir weniger Rauch, dafür aber schmackhaftere Speisen genossen. Dabei brachte er diese Belehrungen stets in ernem leicht belustigten Tone vor, als ob sie eigentlich viel zu einfach rvären, um überhaupt der Erwähnung zu bedürfen. Endlich war die Maschine gereinigt und auf der Spitze der Klippe wieder zusammengesetzt. Der Nigger brannte ein Feuer darunter an, der Kapitän spendierte Grog und mit Hurrageschrei fetzten wir sie in Gang, aus purem Vergnügen am Drehen der Räder. Unsere nächste Aufgabe bestand darin, Pfosten einzn- rammen, um die wir unsere Taue schlangen, dann zogen wir das „Goldene Horn" stückweise auf die Klippe. Die Ladung war durch die Nässe stark beschädigt, es befand sich zum Glück aber kein Alkohol darunter, wofür 490 — ich bem Himmel im stillen dankte. Wir öffneten die Kisten, probierten die verschiedensten darin befindlichen Kleidungsstücke und eigneten uns allerlei Krimskrams an. Auch einige Waffen entdeckten wir, doch lvar die Munition verdorben. Pcrdosa erzielte nach vierzig- bis fünfzdamaligem Versagen ein schwaches Ausblitzen und einen fürchterlichen Krach, mit dem daS Geivehr in tausend Stücke sprang, so daß ihm nur der Sck>aft in der Hand blieb. Gin S aar Konserven in Blechbüchsen waren noch genießbar. inen Hausen Hartholz, ctiva tausend Fuß Aukerkette und eineil ziemlich guten Anker konnten wir als Prachtstücke unserer Au-beute betrachteli. Mer auch den unbrauchbaren Nest hißten wir herauf, bis nichts mehr übrig blieb. Dann verstauten wir die Maschine, und waren fertig... ?übt Monate lang waren lvir auf diese Weise ganz glücklich und zufrieden gelvesen! Bisher pflegte Kapitän Selover wenigstens einmal des Tages an Land zu kommen, blieb aber meistens abseits! stehen. Ich belnithte mich dagegen, den Allschein 511 erwecken, als ob ich mit ihm verhandelte, um die Leute in dem Glauben zu erhalten, daß ich irur seine Befehle cuisführte. Während der letzten Tage deS Abwrackens hatte er feine Besuche eingestellt. Beunruhigt rllderte ich bei nächster Gelegenheit zum Schiff hillüber, wo ich ihn Ivie gesvöhulich untätig am Hauptmast lehnend antraf. „Wir sind sertia," sagte ich. Schweigend blickte er mich an. „Wollen Sie nicht 'rüberkonrmen und sich die Sache ansehen, Kapitän?" „Nee — ich geh« nicht mehr an Landl" „WaZ?" .Lch gehe überhaupt nicht mehr an Land," wiederholte er starrköpfla, „nun wissen Sie'ö! DaS halt' ein anderer au-l Tun Me. waS Sie wollen. Sehen Sie, wie Sie mit der Baude fertig werden! Ich bin ein Schiffskapitän, aber kein Dockaufleher. Ich tu* es nicht — um keinen Preis der Welt!" Voller Entsetzen starrte ich den total zusammengebrochenen Mann an. „Mein Gott, Mann! Sie müssen aber — Sie müssen!" schrie ick. ,Zch will aber nicht! Damit basta!" Svrach's, drehte ^ich schwerfällig auf dein Absatz um, und verschwand in der Niedergeschlagen ruderte ich au Land, fand aber nach Ueberleaung meine Ruhe leidlich wieder. Mhließlich hatte ich mit den Leuten acht Monate lang zusammen gelebt, und tn der ganzen Zeit waren sie brav Nne Schuljungen gelvesen. Ohne zu murren, hatten sie schwer gearbeitet und sich am Lagerfeuer aust beste vertragen. Mein erster Eindruck hatte sich verwischt. Wenn ich jetzt mit einem, wie ich annahm, klareren Ucberblick über die Zwischenfälle während der Fahrt nachdacht«, fand ich sie nicht-sagend — erklärliche Aufgeregtheiten, durch den abergläubischen Nigger hervor- aerufen, ein bißcl-eu Großsprecherei — was bedeutete das schließlich! Denn sicherlich würde nickt jede Marmschalt acht Monate lang so harte Arbeit verrichtet haben, ohne sich dagegen aufzuleyncn. Hierin täuschte mich meine Unerfabrenheit. Später erst begriff ich. welch« wunderbare Macht Kapitän Selover zugleich mit seinen leeren Branntwein flaschen über Bord warf. Mochten di« Leute auch unten im McnrnschaftSraume murren und Komplotte schmieden: wenn Kapitän Ezra Selover ihnen befahl, zu arbeiten, so arbeiteten sie! Acht Monate hindurch hatte er eS getan und sie, ihrer früheren bösen Erfahrungen eingedenk, hatten pünktlich gehorcht. Nun war ich plötzlich meiner Hauptstütze beraubt. Ein Schurke war Kapitän Selover freilich immer gewesen, aber ein erfolgreicher und mutiger. Die tollsten Sachen hatte er gewagt und die gefährlichste Mannschaft im Zaume gehalten. Wer konnte sich denken, daß ein winziges Stückchen Land und sechs Monate StillliegenS ihn so verwandeln würden? Doch ich glaube, es gibt mehr derartige Fälle im Leben. Ein Mann und seine Arbeit bedeuten zusammen unter Um- ständen viel: getrennt sind sie oft beide unbrauchbar. DaS Bindeglied fehlt — Der erst« Akt meines Regierungsantritts war die Der- Vtndiguna von Feiertagen Ich hoffte, daß di« Insel den Leuten jü» eine Weile Zeitvertreib bieten würde, che ich ihnen w-iLcrq Arbeit geben könnt«. Me schlugen sofort einen »usstrg tn$ Innere vqr. Wir begannen mit der Westküste. Nach einem beschwerlichen Marsche von drei bis vier Meilen an wild zerklüfteten Felsen entlang, wo wir tiefer und breiter Einschnitt« wegen oft große Umwege machen mußten, gelanalen wir zu einem andern, ebenfalls nur kurzen Strande, dem eine Reihe von Sandbänken vorgelagert war, auf denen sich Hunderte von Seehunden sonnten. Unser Anblick schien sie nicht zu erschrecken, vielmehr kam ein alter, narbenbedeckter Burscke gerade auf uns los. Wir ließen ihn in Frieden, erstiegen die Klippe und sahen ein breites, liebliches Tal vor uns. das sich weit ins Innere erstreckte. Hier war der jüngere Lavastrom ab- aeflossen Nur ein paar schroff emporragende rote Felssrücke erinnerten noch an den ursprünglichen Ausbruch. Eine bereits mit Gras belvachsene Erdschicht deckte das Gestein. Hier und da standen vereinzelte Bäume auf der grünen Fläche. An den Abhängen mischten sich in das dichte Unterholz Kakteen und arckere halbtropischr Ge- Ivüchse. Bei unserm Nahen flatterten eine Anzahl farbenschillernder Vögel auf. Plötzlich stand Handy Salomon, der uns voraus war, still und wies nach dem Gipfel des Hügels, wo man deutlich Tiere sah. „Wenn das nicht Hammel sind," sagte er, „dann ist der Deuwel 'n Priester." „Schafe!" schrie nun auch Thrackles. „Wo kommen die her?" „Vom „Goldenen Horn", meinte ich. „Erinnert ihr euch noch des großen, leeren Decks vorn? Dort waren sie wahrsck>einlich untergebracht." Nach frischem Fleisch begierig, versuchten die Leute nun, die Schafe einzukreisen. Mer diese waren scheu wie Rehe geworden, und es sah uneirdlich komisch aus, als die Jäger mit offenem Munde, das Messer in der Faust, den Tieren nachstarrten, die behende zwischen ihnen durch- schlüpsten. „Lassen Sie sich von Alten eine Flinte geben!" schlug Pulz vor. „Damit lvir mal was anderes als Pökelfleisch und Fische zu essen bekonrmen." Ich nickte. Bei der Rückkehr schlugen wir den Weg über das Oberland und die Schluchten ein, wobei wir plötzlich das Tal mit Doktor Sck)ennerhorns Lagerplatz gerade unter uns sahen. Der D-ampf, der aus den vulkanischen Wzugslüchern drang, gestattete nur ab und zu einen Blick auf die Gebäude. Jekt entdeckten wir auch Percy Darrow, der in Pumphosen und mit aufgekrempelten Aermeln geschäftig eine Retorte zu einem der Miniaturkrater trug, dort niederkniete und eine auf die Entfernung nicht erkennbare Prozedur vornahm. Meine Gefährten drehten sich fast die Hälse aus und starrten wie hypnotisiert nach ihm hin. Als er nach einigen Augenblicken fertig war und mit der Retorte vorsichtig nach ' dem Laboratorium zurückkehrte, richteten sie sich seufzend auf. „Man könnte ganz gut dort hinunterklettern," sagte Pcrdosa endlich. „Wozu?" fragte ich scharf. „Quien sabe? wer weiß..." antwortete er achselzuckend. Auf dem Rückwege sprachen wir kein Wort. Der Anblick Darrows und seiner geheimnisvollen Beschäftigung hatte uns alle daran erinnert, daß unsere Expedition einen Zweck hatte, der uns noch immer unbekannt lvar. Mich nahm das aufregende, abenteuerliche Leben und die dringende Not der Stunde derart in Anspruch, daß ich ganz vergessen, hatte, weshalb ich eigentlich hier war. Doktor Schermcr- horns Absichten ivarcn mir bis jetzt genau so unergründlich geblieben, wie im ersten Augenblick. An jenem Abend wurde kein Garn am Lagerfeuer gesponnen. Im Sck-ein der Flammen sahen des Niggers mur- rtfrfje Züge ivahrhaft unheildrol-end aus, und Pulz' blasses, nervöses Gesicht war eine echte Berbrecherphyswgnomie. Thrackles' grobe, bulldoggenähnliche Züge trugen einen Ausdruck verbissener Wut. und bei Perdosas mexikanischem ölesich^schnitt rnuftte man sofort an wohlgezielte Messerstiche in den Rücken denken. Handy Salomon aber sah, wie er so die Ellbogen aufgestützt, lang ausgestrcckt dalag, mit seinem roten Kopfputz, dem geringelten Haar, der Habichtsnase, den flackernden Augen uno der Hakenhand wie ttn Seeräuber aus alten Zeiten ans . . . Rauchend, mit weltentrückten Augen starrten all« tnS Sener, bis mix die Stille aus die 2 krven fiel und ich \bv geduldig aufstand, intt ein Stück am Strand entlang zu wandern, wo die Sterne sich in den Wasserlachen spiegelten. Die schwarzen Umrisse der Hügel zeichneten sich undeutlich gegen den nächtlichen Himmel ad. Der weihe Schaum der Brecher leuchtete aus dem Dunkel und von der „Lauahina Laß" glitzerte ein Lichtfünkchen. Da entdeckte ich plötzlich dicht vor irreinen Füßem einen Gegenstand, den die Wellen an Land gerollt hatten. Ich hob ihn auf. Es war eine leere Bra n ntwern fla s che. (Fortsetzung folgt.) Lin Zliegerkampf. Bon Wolfgang Martin. Bit bcm dieser Aagc gemeldeten Heldentods des Fliege» lentnants Mul-er geht uns die nachstehende Sckßtderung zu: Vor der Lorettohöhe. Wir liegen in Ruhestellung. Es ist Abend: ich stehe unter der Haustür und unterhalte mich mit der Tochter meiner französisck-en Quart ierwirtin. Gerade über dem Tors, kaum tausend Meter l-och, zieht ein englischer Flieger seine Kreise: gelassen erwarten wir den obligaten albend fegen. Unsere Artillerie tyÜt hinauf, natürlich vergebens. Plötzlich stürzt hoch oben aus einer Wolke ein kleiner Silbervogel von der Gattung „Kampffokker" niie ein Falke auf den Engländer herab, schon ist er fünfzig Meter über ihm, — lach tack, tack, liämmcrt sein Maschinengewehr. Jetzt erst wird der Brite den Feind gavahr. Sofort gibt er Tiefensteuer, stürzt auf fünfhundert Meter \jrcab, um ou3 dem F^ucr bereich des Gegners zu kommen — umsonst, der FokLer stürzt nach. Ein wahnsinniges Wenden, Steigen, Sichüberstürzen, Derab- Kausen beginnt. Ztvilbevölli'nmg iniü Soldaten eilen aus den Häusern, das. schwindelnde Schrnspicl zu verfolgen. Verzweifelt müht sich der Engländer ab, um ans der Garbe des Teutsck-cn zu kommen, ihn vielleicht in die eigene zu bringen. Alles ver- gebens! Der Fvkker läßt sein Opfer nickst mehr los. Immer hat er den äuHeren Kreis, immer schneidet er dem Rotring den Weg ab, Ivenn er ansbrcchen will, immer knattert sein Maschinengewehr. Wir hören die Gesck>osse durch das Gestänge prasseln, hell ans den Motor ainschlagen? Ta brickst ans dem Hinterteil des Engländers eia,e lange Stichflamme hervor: ter Penzinkessel brennt! Die Weiber und Kinder auf der Straße schreien, weinen, beten und gebärden sich wie wahnsinnig: wir schwenken unsere Mützen: „Hurra!" Ter ganze Schwanz des Flugzeugs steht in Rauch und Flammen, trol» dem ergibt der zäl>e Solm Albicn sich nicht. Alle Hockrachtunjrl Längst hat der Fvkker das Feuer eingestellt, nun schraubt er sich wieder hoch und fliegt der Front zu. Steil stürzt der Engl Ln dev jetzt herab: er wird mitten auf die Torfstraße fallen. Ta — kaum dreißig Meter hoch, fängt er sich nieder und setzt im Gleitslug völlig brennend hart auf die Wiese. Wir, so schnell uns die Beine tragen, darauf los. Tas wäre uns aber beinahe schlecht bekommen. Auf einmal begann der brennende Apparat zu puffen und zu bullern *-zischend scktrirrte es uns um die Köpfe: infolge des Feuers begannen die Mafchinengewiehrpatronen 'zu explodieren. Teufel, wenn der Bornben bei sich hat, müssen sie ja im nächsten Angel» blick krepieren! Und schleunigst nahmen wir in einem freundlicherweise gerade anwesenden Straßengraben Deckung. Aber da vernahmen wir verzweifelte Hilferufe. Das Feuer hatte den Führersitz des Farmanapparates ergriffen und die Insassen mühten sich loszukommcn. Dem Führer »vor nicht mehr zu helfen: der Schütze hatte sich abgcschnallt und entstieg, an den Beinen brennend, den» Flugzeug, mackste einen Schritt, taumelte und fiel mitten in die Flammen. Aber jetzt zum Kuckuck mit Bomben und Patronen! Wie der Blitz waren wir dort, packten den Mann und schleiften ihn in den Graben. Er hatte einen Lungen-, Bauch- und Beinschuß und starb uns unter den Händen. Er war höchstens achtzehn Jahr aalt. Der Apparat verbrannte bis auf den rechten Flügel. Am nächsten Abend meldete der Tagesbericht: Leutnant Mul-er schoß gestern bei Lens sein neuntes Flugzeug ab. Line Tragödie auf dem Grunde des Meeres?) „Es war der 1. Februar des Jahres 1851, ein trüber, düsterer Tag, düsig. wie ja Ihr Seeleute sagt. Da fuhr der „Küstenbrander", wie Bauer sein Boot genannt hatte, hinaus, um in die Tiefe der See zu tauchen und sich aus ihr zu erheben. Ein schweres Bangen ging durch die wenigen, die dem Schiff das Geleite gaben. Blerch, stumm war Bauer, der sowieso pne ein Asket aussah, in sem Boot gestiegen. Er hatte ein Recht bleich zu sein, denn das Schiff war nickt annähernd so gebaut worden,, wie er es beabsichtig- Latte. Man batte geknapst. man wollte nicht so viel Geld auf eine so unsichere Sache riskieren. ,, J? ** OT bei Otto Janke, Berlin, erschienenen Bücher ^U-Deutsck;lands yiM" von Dr. yritz S kowro n nek^ So war er gezwungen gewesen. Um überhaupt bauen zu könNett, schwächer zu bauen, als es nach seiner Berechnung nöttg war. DaS Wasser mußte nicht, aber eS konnte die Platten und Planken seines Schiffes durchbrechen und es brach durch, denn unglücklicherweise! war Bauer gerade noch an die Stelle gegangen, wo die Förde am tiefsten war, 50 Fuß. Das Wasser drückte allmählich die Planken ein. ES sickerte irr das Boot, strömte ein und überflutete alles. Er Und seine z»vet Begleiter sahen sich einem drei fackln Tod gegenüber: Ersticken, Ertrinken oder von dem Wasser zerdrückt und zermalmt zu werden, Bum Ueberfluß kam noch der schwere Eisenballast infolge der schielen Lage des Bootes ins Rutsck^n und drohte, die Insassen zu erschlagen ! ^Mörder. Mörder," schrien die beiden Begleiter dem unglückliches Etrsiuder zu und der eine sprang auf ihn ein, um wahnsinnig vor Aimst und Wut, ihm fern Äldesser ins Herz zu! stoßen. Mit seinem Terzerol, das zum Ueberfluß gar nicht geladen war, hielt Bauer diesen ersten Meuterer unter See von sich ab: .Lasst doch, narrtet dock)," rief er den beiden zu, „spürt Ihr nicÄ, wie das Wasser die Luft zusammenpreßt.tvißt Ihr nicht, daß diese Luft unser Gefängnis sprengen und so das Wasser, das uns bedrängt, zu unseren! Befreier werden läßt. Wartet und betet." Da lallten und stammelten die beiden, die nicht mehr hint- knien konnten, tvcil ihnen daS Wajffer bis über die Brust ging, mit herausquellenden Augen und keuchender Brust ihre Qtebcte. Aber beten allein tat es nicht, man mußte selber noch helfend Man stieß und stteß und stieß, und endlich nach drei gualvottenj Stunden gelang es, die Luke nach außen tu stoßen. In demselben! Augenblick lvurden die drei vom Wirbel erfaßt und schnellten/ empor. Oben hatte man aus das Auftanchen des II-Bootes anastvoll gelvartet. In einer Viertelstunde wollte es an die Oberfläche zu> rückkehren und nun gingen Viertelstunden und halbe und ganz« Stunden vorüber, eine namenlose Angst faßte alle, und als di« dritte Stunde vorüber loar, da n«r mit ihr ancb die letzte Hoffnung begraben. Was konnten die zur Rettung herbeigeeilten Boot« noch nützen? Ratlos stand nran der Katastrophe gegenüber. Schließlich versammelte Professor Christiansen, Bauers Freund, die Boote um sich. Alle die Seeleute und alle, die da versammelt waren, um dem so entsetzlich mißglückten Versuch bcizuwohnen, entblößten ihr Haupt und El/risticrnsen, am Bug seines Bootes stehend, hielt den drei Toten dort in der Tiefe, den Nachruf. Da mit einemmal ein Glucksen, ein Sprudeln und Schäumen und die von der Druckluft aus dem Boot förmlich Geschossenett tancksten mitten zwischen den Booten auß alle drei lebend, alle drei ivie durch ein Wunder gerettet. Das Boot aber selbst blieb 30 Jahre in der Tiefe noch Kragen und wurde erst als vollständig mit Muscheln und Tang überzogenes Wrack geborgen. ,^Jch will," sagte der Professor, der unter atemlosen Schweigen seine Erzählung bvendet hatte, „nicht durch langatmige Ausführungen ermüden. Interessieren dürfte es Sie aber doch, falls Sie es vergessen haben, daß dieses Wrack hier in Bremen in den neunziger Jahren auf einer SchiffahrtsauSstellung gezeigt und späten vom Kaiser angekauft wurde. Jetzt ziert es meines Wissens den Hof des Instituts der Meereskunde in Berlin und sollte von RechtD wegen das Mekka, der Wallfahrtsort, aller unserer U-Bootslcuttr werden." Unsere Uriegskoft. Den Blättern für biologische Medizin entnehmen wir die folgende bemerkenswerte Erklärung: Tie Bolksnahcung in, Kriege sott sein einfach, aber nahrhaft und gesund. Alle verfügbaren Nahrungsmittel sotten in möglichst natürlichem Zustand verwendet werden, nicht durch Künsteleien entwertet und verteuert. Trotzdem werden wir im Winter viel Tauer- kost (Konserven) nötig fyaben. Im Frieden waren wir an eine großstädtische Ernährungsweise mit viel Fleisch, Eiern, Milch. Feinmehl, Zucker und Fett gewöhnt, in Verbindung mit einer sonsttgen verweichlichenden Lebensweise, Jetzt hingegen müssen »vir uns halten an grobes Brot, Grütze, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Gemüse, Käse und Obst, mit sehr wenig Fett und Fleisch Diese Kvst, wenn lanasam gegeffen und gut gekaut, ist der Gesundheit durchaus förderlich. Sie verträgt sich aber nicht recht mit unserer bisheriaen Lebensweise, da sie vom Körper sozusagen erst .^erarbeitet" werden muß, wozu ein verstärkter Kraft- und Stoffwechsel gehört. Deshalb erfordert sie eine Veränderung unserer gesamten Lebensweise, nämlich eine stärkere Muskelbetäti- aung, Abhärtung der Haut durch Wasser, Luft und Licht, häutige- Tiefattnen in möglichst reiner Luft. Die meisten Menschen müssen also jetzt umlernen und sich umaewöhnen. Kleine Kinder gewöhnen sich besonders schnell an eine derbere, pflanzliche Kost, ein Beweis dafür, daß sie durchaus naturgemäß ist. Mit etwas guter Milch, die der gesunde Erwachsene nicht benötigt, gedeihen sie in gesunder Luft und bei guter Pflege meist vorzüglich Im allgemeinen gilt es also, die Ernährungs- und Lebensweise unserer Voreltern nneder anzunehmen, bei welcher sie auf dem Lande gesund und stark geworden sind. Dabei wird man auch bald heraus- sinden, paß alkoholhaltige Getränke, starker Kaffee urtb viel Tabak leichte^ entbehrt werden können, ohne da^ unser Lebensgenuß im geringsten geschmälert wird. Im INegenÜeil! ritt zü nehmendes Gesundheitsgaflihl, frne wir e£ früher faicnt für möglich gehalten hätten, ist erfahruirgsgcmötz die Ailge, ruft alle noch schlummernden lund sonst gebvndmvtt körperlichen imd seelischen Energien auf den Plan und steigert Lebensmut. und Tatkraft bis zu den äußersten INvenAM, wir es heute die Lage der Nation erfordert. Vernaschtes. * Einen großen Künstler entdeckt hat, wenigstens für sehr weite Kreise unseres Vaterlandes, Dr. Franz Seröses in feinem Aussatz im Septemberheste von VelHagen L Kkasings Monatsheften. Es ist der Maler Fritz B oeh le in Frankfurt. Jeder Mode grüße lauft man heute nach, von Fritz Boehle aber ist, außer einer kleinen Gemeinde, die jedes feiner Blatter auskaust, bei den künstlerischen „Wettermacherrck wenig und mir mit einem ae- wissen Achselzucken die Rede. Dabei hat alles, was Boehle schafft, künstlerische Qualität und einen geradezu starren Eigencharakter, laurer Eigenschaften, die mau sonst zu schätze,: versteht. Aber Boehle ist nicht „interessant-, denn er ist gesund, kokettiert nicht mit Nerven und ist nicht ein bißchen pervers. UeberdieS ist er so deutsch, daß es schon beinahe anstößig wirkt. Mit Tyonra, mit Trübner, mit Kltnger, von denen ihn doch wieder manches trennt, ist Boehle zu nennen; auch mit Lei bl und MaröeS, und erst recht mit Dürer und Hohlbein. Was bei diesem Künstler stets von neuem packt, ist die Größe und Redlichkeit seiner Auffassung, ist die Wucht seiner Darstellung. Gleich in den frühesten Radierungen tritt daS hervor und ist des Künstlers Kennzeichen geblieben bis ans den heutigen Tag. Geradezu plastisch ist bei ihm die Wirkung von Tier und Mensch. Seine Pferde und Bullen prägen sich besonders ein. TaS ist ein Geschlecht wie ans Urweltzeiten, wohlgenährt, mit mächtigen Köpfen und starken Gliedmaßen, tragsählg und zugkräftig und wie von einem Gefühl persönlicher Würde erfüllt. Vor allem liebt Boehle, wie ehemals Wonvermann, den Schiinmel. So wenig Boehle bisher in weite Kreise gedrungen ist, so groß wird daS Erstaunen dereinst sein, wenn inan einmal den beträchtlichen Umkreis seines Schaffen? zu überschauen vermag. Heute ist dies nur annähernd bet den Radierungen der Fall, deren Zahl über sechzig beträgt, und den Lithographien, die man ans zwanzig bis dreißig schätzen darf. Alls diesem Gebiete ist der Erfolg des Künstlers bereits gesichert. Aeltere Radierungen, die man ehemals für dreißig bis fünfzig Mark erwerben konnte, werden heute, wenn sie überhaupt erlangbar sind, mit tausenden ausgewogen. Dies ist sehr wohl begreiflich. Steht doch Boehle unter seinen heutigen Genossen wahrhast als ein auch den Größten gleichgeordneter Heros da. Und wenn überhaupt im letzten halben Jahrhundert der Marktwert der Graphik allseitig gestiegen ist, so ist es nicht mehr als gerecht, daß Boehle an dieser sich hebenden Nachfrage und Wertschätzung feinen bedeut- sainen Anteil hat. ES wird geradezu Pflicht unseres Voltes sein, meint Dr. Franz ServaeS zum Schluß seines Aussatzes in Del- hagen L Klasings Monatsheften, diesen Künstler, der einer ihrer echtesten Söhne und monumentalsten Begabungen ist und in dem unsere glorreiche Vergangenheit wie in einein neu lodernden Brennpunkt wieder auflebt, mit vollem Bewußtsein sich anzueignen und in seiner vorbildlichen Bedeutung zu erkennen. Und mag es nicht ohne persönliches Verschulden des eigenartigen ManneS geschehen sein, daß er jetzt sozusagen im Winkel sieht, sein Schaffen jedenfalls darf nicht länger im Schalten bleiben: Fritz Boehle gehört an die freie Sonne! Die ältesten zoologischen Gärten der Erde. Die ältesten zoologischen Gärten der Welt befanden sich, wie die neuesten zusammenfaffenden Untersuchungen ergeben haben, in Aegypten. Vor 3500 Jahren, unter den Pharaonen, zur Regte- rungszeit Totmes I., wurden die ersten zoologischen Gärten gegründet. Und zwar war es eine Frau, die Tochter des Herrschers Totmes, der man diese Tat verdankt. Die Prinzessin hatte eine Expedition inS Somali-Land gesandt, die eine Sammlung fremder, jeltfamet Tiere mit brachte, wie sie im Dunkel der Zeiten noch niemals die heiligen Tempelgärten der Pharaonenwelt betreten halten. Das Jntereffe galt damals aber sicherlich weniger der zoologischen als der religiös-mystischen Bedeutung des Unternehmens. Nach der feierlichen Einweihung wurde ein Tempetfest veranstaltet, bei dem 60OOO Tiere vor den Götterstatnen vorbeiziehen mußten, was beweist, daß die alten Aegypter nicht nur großzügig im Bau ihrer Pyramiden und Sphinre waren, sondern auch bei ihl-en Festfeiern, und wo es galt, neue Institute ins Leben zu rufen. * * Für die Küche. Wie uns mitgeteilt wird, geben die Blatter der Roterübeu, wenn sie wie Spinat zubereitet werden, ein vorzügliches und wohlschmeckendes Gemüse. Sie verlieren beim Kochen die rote Farbe und werden grün wie gekochter Spinat. * Die Kohlrübe und ihre Verwendung Eine unserer anspruchslosesten Getnüseart-en ist die Kohlrübe, auch wohl Wracke genannt. Wir Hausfrauen schätzen sie schon allein ihres verhältnismästtg stets niedrigen Preises, wegen. Freilich erst in den letzten Zähren hat sie die ihr znvoinmende Stelle in unserem! Haushalt bevomrnen. Tre Kohlrübe, die jm April gesät, im Juli ausgLpflanzt ist, erreicht bis Oktober in nicht gar zu magerem . Boden eine stattliche GröHe. Man kann sie in. luftigen Lagev, räumen im fpo ft fw fen Keller ober irr enter Erdmiete ohne vkE Mühe übenvmtern. Ittr Nährwert steht die Kohlrübe den Wurzel genüssen gleich. Sie enthält 1,0 Prozent Eiweiß und 6,0 Prozent Kv-hlehydraLe. Ihre Verwerdmtgsmiigiltchkeit ist sehr groß, ganz besonders als Zugabegemüs« und in Suppen aller Art. MvhrrübeH Kohl, Erbsen, Bohnen, Linsen, Sellerie lassen sich wie sclbstredenL Kartoffeln sehr tvohl mit der Kohlrübe Knsamuren t-Mveuderr., Ebenfalls eignet sie sich in gleicher Zusammenstellung für Suppen aller Art. Aber mich als Zusatz für Marmeladen ist die Kohlrübe ön empfehlen und leistet auf dem Gebiete dasselbe wie ihre Verwandte, die Mohrrübe. Da der Preis der Kohlrübe auch in diesem! Jahre ein niederer sein widr, kann man möglichst große Bea>, Wendung Kur Streckmrg der anderen Gemüscarteu, zur Streckung unserer Obstmarmelade nur sehr empfohlen werden. * Deutscher Reis. Diesen Namen verdient die Hirse, welche berufen ist, den ausländischen Reis in weitein Maße zu ersetzen. In richtiger Zubereitung schmeckt sie ebenso gut wie ReiS; am Nährwert übertrifft sie ihn bei weitem. Hirse enthält geschält: Eiweiß . . . . 11,3 v- H-, Reis nur 8,0, Fett.3,6 , . „ 1.0. Iahrsalze ... 2,3 „ . 1,0, Kohlehydrate . . 67,3 , „ _ 76,5, Master . ... 11,3 „ . u 13,0. Dem Ueberfchnß an Kohlehydraten im Reis sieht der viel wertvollere Mehrgehalt der Hirse an Eiweiß, Fett und Nährfalzen gegenüber, während zugleich ihr Wassergehalt geringer ist. Alkes in allem ist sie also ein wertvolleres Nahrungsmittel als Reis und ebenso leicht verdaulich. Hirse sollte deshalb in Zukunft wieder viel mehr angebaut werden und wieder wie bei unseren Voreltern zu Ehren kommen. Danil khnnen wir auf Reis gut vernichten. Hirse faim in der Küche zu allen Zweckeil >vie Reis verwendet werden. Ihren, schwach bitterlichen Beigeschmack entfernt man durch schnelles Abbrühen. In Waffer gekocht, quillt sie rasch und allSgiebig und behalt ihre körnige Form, ,vas vielen angenehm ist. Milch dagegen wirkt verhärtend aus Hirse. Sie gliillt darin schwer auf. wie übrigens auch Reis, und sollte deshalb stets in Waffer halb weich gekocht werden, ehe man Milch zusetzt. Juden, ,sl Hirse außer- SF* ergiebig; für vier Personen ergibt ein Viertelpfund eine oicTe Suppe; ein halbes Pfund mit einem Pfund Aepfel ein Gericht, das Aepfelreis an Wohlgeschmack vielleicht übertrifft. Der hohe Eliveißgeyalt der Hirse macht sie für fleischlose Mahlzeiten hervorragend geeignet. _ Gießener Harrsfrauen-Vereiu» W o ch e n - 5k ü ch e n z e t t e l. Sonntag: Jomatensnppe, Kalbsbraten, Kartoffeln mch Zwetfchemnus. Montag: Kartoffelsuppe, Weißkraut, Kartoffeln, Bratens restc. Dienstag: Hafermehlsuppe.*) Zwetschenknödeln. Mittwoch: Bvhniensnptpe, Kartoffelpuffer, Apselnrus Donnerstag: Knorrs Königinsitppe, Grießmus, Himbeere tuiike. Freitag: Grünkentflockensuppe, Hering und Kartoffeln, Gurre. Samstag: Brodfuppe, Kartoffelgemüfe. *) Zweisckmrknödeln von Kartoffelteig. Gekochte Kartoffeln auf dem NudÄdrett heiß zerdrückt, 1 Ei oder Eiersatz, etwas Salz- Llr-eyl sovtel als die Kartoffeln annehtn-en und ein feiner Teig gemacht. Knödeln geformt, drückt malt m die Mitte eine frische Zwetsche, kocht sie in Salzivasser und mit Semmelbröseln bestreut. §cherzrätsek. Als neugebackener Rekrut, Die erste Nacht in der Kaserne, Verlor ich allen Uedermut: Zum Kamps sehnt' ich mich in die Ferne. Die fremden Menschen rings umher. Das sind tum deine »ersten beiden*. Daran gewohnt ich mich nur schwer, Doch traf mich bald ein größ'reS Leiden: Sie holten mich beim Kerzenschein Nachts auS dem Bett, trotz uteiner Bisten, Und lacheitd weihten sie mich ein Mit jenem fürchterlichen „Dritten". Das war zwar keine Seligkeit, Doch weil wir für „eins-zwei" nun gasten, So haben wir seit jener Zeit DaS Ganze treulich uns gehalten. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Logogriphs in voriger Nmttmer« Stein, Stern. SchrMettuna: Fr. R. Zenz. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversitätS-Buch-und Steindruckerei. R. Lange. Gießen.