Der Radium-Vulkan. Roman von St. Gr. White und S. H. Adams. Autorisierte Uebersetzung. — Nachdruck verboten. (Fortsetzung.) Da dieser merkwürdige Ort der Schauplatz vieler Ereignisse werden sollte, will ich ihn näher beschreiben. Kahle, buntfarbige .Hügel unrschlossen den fast kreisrunden Talkessel, aus dessen Boden mit zischenden: Geräusch Dampf entwich, der sich zwischen den umherstehende:: Fichten verteilte und an den Hügeln emporkräuselte. Nur dann und wann wurde an der einen Seite eine breite, ansteigende, tiefrot und blauschwarz gefärbte Schlucht sichtbar, die in den Kegel eines rauchenden Vulkans auslief. Die andere Seite schien durch die außerordentlich steilen Hügel vollkommen abgeschlossen zu sein; und der Weg, auf den: wir gekommen waren, bildete offenbar den einzigen Zugang. Vielleicht hätte man, allerdings nur mit größter Vorsicht und Besonnenheit und nach längerer genauer Prüfung, einen Aufstieg Über die scharfkantigen und zackigen Wände wagen können. Ich selbst arbeitete mich später eine kurze Strecke hinauf, nur unr mir die wunderbaren Färber: in der Nähe anzu- sehen. Sie ähuelter: in nichts der glatten, glänzenden Farbe gewöhnlichen Gesteirrs, sondern: war er: ungemein mannigfaltig und weichgetöut, dabei pastös und fett, wie die Farben aus einer Malpalette. Es gab Rot in allen Schattierungen, von: lichten Scharlach bis zum dur:kelsten Purpur, Grün vom zarter: Seegrün bis zurr: satten Smaragd, verschiedene Arten von Blau und ein seltsames, unbeschreibliches Purpurviolett. Der Totaleffekt war prächtig, aber ein wenig barbarisch, so daß lvir beim erster: Anblick vor Erstaunen mit offenem Munde stehen blieben. Darrow allein blieb gleichgültig, schritt ruhig weiter und — verschwand im nächsten Augenblick hinter eirrer Dampfwolke. Thrackles und Perdosa wichen murrend zurück, erst bei einem scharfen Anruf meinerseits rafften sie ihrer: Mut zusammen und drangen ebenfalls weiter vor. Wir entdeckten, daß der mit einem scheußlichen Gasgeruch verbundene Qualm aus einen: Miniaturkrater, dessen Rand mit einer dicker:, weißen Kristallkrufte bedeckt war, herausquoll. Jenseits, dicht an: Fuße des Hügels, befand sich noch ein zweiter, urrd zwischen den beider: stand Percy Darrow, wartend. Eir: spöttischer Mick aus seir:en schläfrigen Augen streifte uns, als wir rüiherkamen. „Ihr habt wohl befürchtet, die ganze Geschichte geht in die Luft?" fragte er ironisch. „Na, sie wird schon nicht! Dieses ist die Stelle, tvo rvir uns für eine Weile niederlassen werden," warrdte er sich an mich. „Sie und die Leute müsse:: nun eine Anzahl von jener: Fichten zum Hausbar: fällen. Guche:: Sie lieber kleine aus vor: drei bis vier Zoll Durchmesser, sie sind leichter zu handhaben. Mittags bin ich wieder zurück." Vor: krachendein Donner umtost, im wirbelnden Dampf, der uns gänzlich einhüllte, bald unsere Umrisse ins Riesenhafte verzerrte, dann wieder inmitten der imposanten Umgebung als winzige Zwerge erscheinen ließ, machten wir uns an die Arbeit. Bei Darrows Rückkehr hatten wir bereits einen Haufen junger Bäumcher: aufgestapelt. In seiner Begleitung befand sich der entsetzte und schlver mit Eßwarer: und Kochutensilien beladerre Nigger. Der Assistent hatte ihm unterwegs allerhand Spuk- urw Geistergeschichten erzählt. 7. Kapitel. Kap itän Gelover versagt. Vor Tagesanbruch toaren wir auf den Beine::, und die ersten Sonnenstrahlen fanden uns bereits unterwegs, um mit der Arbeit zu beainnen, ehe die Hitze einsetzte. Drei Leute arbeitete^ am Bau der Gebäude, die übrigen bildeten eine Art Güterzug, indem sie unablässig alles Mögliche vom Strande in das Hochtal hinaufschleppten. Sie murrten über die schwere Arbeit, aber Kapitän Gelover trieb sie an, ohne in: geringsten auf ihre Gefühle Wcksicht zu nehmen. „Ihr kriegt doppelten Lohn!" sagte er. „Verdient ihn euch!" Das taten sie auch wahrlich in jenen drei Wochen. Außer den umfangreichen wissenschaftlichen Apparaten und den Kisten voller Chemikalien :var alles Erdenkliche von dem Assistenten vorgesehen worden. Nachdem wir ein langes, niedriges Gebäude errichtet hatten, kamen Fenster, Bretter, Abzugsrohre, Hähne, Brenner zun: Vorschein, gut ausgepaßt und mit den dazu gehörigen Schrauben, Nägeln, Klammern und Röhren versehe::. Als das Ganze fertig war, ftaich in verkleinertem Maßstabe ein vollkommenes Laboratorium da, bis aus den Steinpfeiler zur Unterlage für schwierige mikroskopische Experimente und die Leitung für heißes und kaltes Wasser aus den Quellen. Dabei waren wir in solchen Arbeiten ganz ungeübt. Percy Darrow mußte alles angeben. Nach Fertigstellung des Laboratoriuins wurden für die beiden Männer Schlafräume mit geräumigen, aut verschließbaren Veranden und ein großer viereckiger Vorrats- schuppen eingerichtet. Am Schluß der dritten Woche waren auch diese Baulichkeiten fertig. Mit Begeisterung hatte sich Doktor Scherrnerhorn an das Auspacken der Chemikalien gemacht. Nach Beendigung des Gütertransportes war er mit seiner kostbaren Kiste aufgetaucht und hatte dieses Mal auch — seltsanverweise l — Darrows Hilfe angenommen. ?lber er lvar nicht zu bervegen aetoesen, ben Ort, an dem sich sei:: Kleinod befand, zu verlassen, und kampierte in enrein Zelte. Darrow blieb der Sicherheit halber bei ihm. Er schien seine Leute zu venrren Jetzt, als alles fix und fertig war, erschien der Dokto« plötzlich auf der Bild fläche. ..Percy, lvir nrüssen die Verschanz ung bauen." 486 Damit führte er uns zu dem schmalen Teil der Schlucht dort, wo sie sich zu dem Niveau des Tales erhob. „Hier werden wir die Barrikaden errichten!" be- stimmte er. Darrow und ich starrten einander an. „Wozu das, Herr Doktor?" fragte der Assistent. „Ich bin hierher gekommen, um ungestört zu sein und ich will auch nicht gestört werden!" erklärte der Doktor Darrow zog ihn beiseite und sprach eifrig auf ihn ein, kehrte aber nach einigen Minuten achselzuckend zurück. „Nichts zu machen!" sagte er in seinen! alten gleich gültigem Tone. „Also Barrikaden! Am besten aus 14 Fuß langen, schräge verbundenen Pfählen. Lassen Sie einen Graben ziehen, rammen Sie die Pfähle in 3 bis 4 Fuß Abstand hinein und verbinden Sie dieselben an der Spitze. So hat er's angeordnet." „Aber was in aller Welt hat das für einen Zweck? Damit bringen Sie die Leute ja «erst recht «auf die ;Bermu.ürng, daß Sie etwas zu bewachen haben!" „Weist ich. Ist aber höherer Befehl!" Wir errichteten also die Barrikaden und kehrten dann zur früheren Arbeitsstätte zurück. Nur noch bei drei Gelegenheiten, von denen ich Ihnen finiter erzählen werde, habe ich das Tal wiedergesehen. Am nächsten Tage hielten wir groste Wäsche und marschierten dann mit unfern Sachen zur Küste hinab. „Ich behalte die Kerls nicht an Bord," erklärte Kapitän Selover. „Ich iverde das Schiff gründlich reinnrachen lassen." Er selbst ging jedoch nicht mit an Land. „Reinmachen!" knurrte Thrackles. „Ach, du großer Gott!" . „Lieber ums Kap segeln!" stöhnte Pulz. „Lieber gelbes Melker kriegen! Sechs Wochen dauert die Geschichte wenigstens. Besinnst du dich noch auf die letzte Generalreinigmig?" wandte er sich an Handy. Salomon. „Und ob! Es war da unten am Aequator bei der kleinen Sandinsel. Blut Hab' ich geschwitzt!" Den ganzen Tag lang ruderten wir zilvischen Schiff und Bucht hm und her, um den Inhalt des Schiffsraumes an Land zu befördern. Zum Glück brauchten wir wenigstens nicht die Sachen Wer die Landenge zu schassen; denn gerade oberhalb des kiesigen Strandes befand sich eine breite Fels- platte, auf der wir die Borräte anfstapelten. Abends ruderte Kapitän Selover wieder an Bord, während wir ein Kamp an Land aufschluaen. Vorher roa er mich beiseite und fnntP • orher zog er mich beiseite und sagte: „Eaaen, ich lasse Sie bei den Leuten zurück. Einer von uns muß da sein. Ich aber bleibe an Bord. Dieses verdammte Sandknirschen unter den Füßen ist mir in tiefster Seele zuwider! Solide Eichenplanken, das ist der richtige Fußboden für 'neu alten Seebären!" Hastig, fast verlegen, verabschiedete er sich. Ich hatte den Eindruck, als ob er niedergeschlagen sei. Mir kam der Mann verändert vor, doch fand ich nichts, woinit ich diese Wahrnehmung hätte begründen können. Todmüde, luie ich war, verspürte ich auch nicht die geringste Lust, darüber nachzu- oenkeu. Himnttl! War das ein Reinmachen! Wir nahinen alles vou dem Schiff herunter, was nicht Niet- und nagelfest war, bw es als nackter Rumpf hoch aus dein Wasser ragte. Sogar me Spuren und die Takelage lagen an Land. Dann gingen mr dem Schiffskörper buchstäblich mit der Nagelbürste zu Leibe, ^etzt begriff ich das Geschimpfe der Mannschaft. Zuerst sä-euerteu wir die „Laughing Last", dann wurde sie ange- .strlcheu das stehende Gut") gekleidet und geteert, das lmr- rvr r* rr l r* ) die Blöcke verivahrt und eingefettet. Schließlich wurde sie gekielholt und der Schiffsboden ae- Wff uu ? gestrichen Ms wir damit fertig waren, erhielten wir die Ankerkette fadennieise zum Reinigen und Mutzen zugeteilt. Menüs zündeten wir nach Seemannsart ein großes Feuer an, um das wir uns lagerten und schweigend unsere Plaudern^lcht^i' ® 0V ^"d'gkelt verging uns die Lust zum Eigentlich hätten Kapitän Selover und ich die Mende zusammen verbringen müssem Tatsächlich aber geschah das sehr selten. Bel Anbruch der Dunkelheit ruderte der Kapitän ^ Ffe?, * ur bei Mosteu, Stengen und Raaen dienend« Tagwerk (Stagen, Pardunen, Hoftaue usw.). ' ) Bedienung der Segel n-forderlickie Tauwerk. unweigerlich zu seinem Schoner zurück. Was er dort trieb, weiß ich nicht. Wir koiinten das Licht seiner- Laterne bald aufblitzen sehen. „Er putzt ihr die Zähne," behaupteten die Leute. Thrackles' Prophezeiung traf ein. Sieben volle Wochen hindurch dauerte die schtvere Arbeit. „Fertig!" meldete ich eines Morgens. Kapitän Selover sah mich mit gerunzelten Brauen an. „Fällt Ihnen nichts mehr ein, lvas man noch tun könnte, Eaaen?" quietschte er. Lachend reckte ich mich in deck Schultern. „Haben Sie uns noch nicht genug gezwiebelt.? Wenn Sie nicht gerade die Kojen vergolden lassen wollen, wüßte ich nicht, was es noch zu tun gebe." Er musterte mich nachdenklich. „Und Sie wollen ein Seemann sein?! Begreifen Sie denn nicht, daß die einzige Möglichkeit, die Bande ruhig zu halten, darin liegt, sie unausgesetzt zu beschäfttgen? Ich habe meinen Hirnkasten mehr angestrengt, als ihr eure Knochen, nur mir immer wieder etwas 9deues auszndenken. Jetzt weiß ich nichts mehr — und der Teufel wird bald los sein! 's ist eine liebliche Sorte, meine Mannschaft!" Mein Mut sank.. Das war ein neuer Gesichtspunkt, aber auch ein neuer Kapitän Selover. Wo war sein altesj Bertrauen in die Kraft seiner Fäuste geblieben? „Auf dem verfluchten Land fühle ich mich nicht sicher," fuhr Selover fort. „Hier ist's nicht wie an Bord, wo man die Kerls beständig unter Augen hat. Sie können sich zerstreuen, sogar verstecken. Ich wünschte, wir wären erst wieder glücklich im Hafen von Frisko-" „Sie sind doch früher mit den Leuten fertig geworden!" sagte ich bedrückt. „Aber nicht an Land!" „Richtig — aber das wissen sie nicht. Lassen Sie die Leute um Himmels willen nicht merken, Kapitän, daß Sie auf einmal Nerven bekommen haben!" Er zuckte nicht einmal zusammen bei dieser Behauptung. „Zeigen Sie ihnen eine eiserne Stirn! Könnten Sie nicht das „Goldene Horn" abwracken lassen? Ich glaube nicht, daß sich das Bergen lohnt — aber es ist eine Beschäftigung!" „Ausgezeichnet!" rief er in wirklicher Freude und schlug mir auf Die Schulter. „Daran habe ich ivahrhafttg nicht gedacht!" ' frer- Das kann nicht schaden und hat den Vorteil, jdaß noch mehr Zeit dabei totgeschlagen wird." „Richtig! Gut!" „Noch eins! Sie wissen, ich bin kein Faulenzer und scheue mich vor keiner Arbeit, aber lassen Sie mich lieber aus denk Spiel! Dann bleibt fiir die andern mehr zu tun." „Stimmt!" sagte er. Kapitän Selover war Wer Nacht ein anderer Mann geworden. Ich erkannte ihn nicht wieder! Seine Bewegungen waren unsicher - sein Mut geschwunden — seine Ent- chloflenhelt ängstlichem Zaudern gewichen. Wo er sonst selbstherrlich und stark geschaltet und gewaltet hatte, hörte er jetzt aus den Rat anderer. Cr, der Tyrann des Schiffs horte ängstlich auf meine Ratschläge! Am nächsten Abend stattete uns Perctz Darrow seinen ersten Besuch W. „Hallo, Jungens! Seid ihr hübsch fleißig gewesen?" redete er uns an. K. a $ tc f? ün ^ Salomon zurück. -Großer Gott, Maaten, seht dorthin!" o Unsere Blicke folgten der Richtung seines Zeigefingers. Worden glanzte am Mendhiminel ein bogenförmiger phosphoreszierender Schein, aus denr regelmäßig wie Puls> -ichtgarbeu auflchosseu und wieder zurück- anken. Wohl ein halbes Dutzend mal hintereinander wiederholte sich die Lichterscheinung, bis sie nrit einer Plötzlichkeit erlolch, alv habe man einen Gashahn abgedrccht. „Was war das?" schrie Thrackles. . ,,Ncwdlicht!" behauptete Pulz. „Beinahe ebenso sah es tu der Behringstraße aus." ' „Jawohl, Nordlicht!" hohnlachte Handy Salomon. „Da ?ml n - nn or er ?Ä ,£ l fixa6 r e l-hon, aber nicht so weit südlich und im August. Da kannst du Gift drauf nehmen!" (Fortsetzung fol^t.) 487 Die landwirtschaftliche Ausstelling in Eaitze. Uff ere landwirtschaftliche Vesammling iß beschlösse worn, im Herbst e groß Airsstelling in Gäiße veranstalle. Ausgestellt selltc wern große Krauähäpt>er, Kolstrabe, Dickworzel, KadoffÄ, Kerbis, Aeppel un Biern. Aewer fier alle Ding, fett Väih. — De Borjemester hats greßt Maul, he tvoar de reichst Moa weit un breit, sei Gerste woar noch emol so schwir tväi däi vo annern Leut. Er iß aach ins Komidee gewählt worn un sollt de Vier- sitzende sei. Es wur beschlösse Anfang Oktober sollt die Ausstelling eröffnet wern. — De Doag wor ebeigekomme. De Borjemester wor Aur UffstelliUg e Poar Tag defter noch Gäiße gefahrn un doat genaa vaugäiwe Wäi de Sache uffgestallt sollte wern, daß alles gaud zau sehe woar. Wunnerschee sahks aus, Blummefträuß un Kränz doalste jedd Sorde oabdale. Es woar e Pracht, des Herz im Leib hott jeddem gelacht ders sahk. — De Vorsemester hoat e Sau erarrs gemäß vo wingst 600 Pffmd, e Mordsdier. Däi Wur uffen Wahn gebiioacht der woar deck inet Stroh ausgelegt un met Blummefträuß geschmickt. De Doag fier de Ausstelling meßt de Knächt, de Hannes, langsam met dere Sau fortfahrn, e Teck nohme met, daß erschg uoachts zaudecke könnt. — De Borjemester un sei Fraa sei met de Eisenbahn nachmittags nachgefahrn. Wäise in Gäiße oankomme, woar de Hannes scho doa. Er hot de Wahr: in e Scheuer ge- fckjsi)li>e im de Sau gaud zangedeckt, de Hamres hot sech e Loager im Hei zaurächt gemoacht. Wäi de Borjemester sahk, daß de Hannes sei Sach so gaud genroaM hot, hote sihr zefridde met denk Kopp genickt un hotem e schee Trinkgeld vesproche. — Etz hote met seiner Fraa e Noachtguatier gesucht, äwer net des llänst Kämmerche woar ze kräiche. De Borjemester Hot gemaant ihm kennts net gefehlt un Hot net im Vieraus bestallt. In aam Gasthaus woar ganz owe un- nerm Dach e Kämmerche met aam Bett, wannse doa enuff steige wellte, sellt noch aa Bett uffgeschlan wern. Des lvoarnse gern ze- fridde. Iäni Äver noch ää Bett uffzestelle, moßt en Glasschrank, der in de Kammer ftunn, fiers Fenster gestallt wern, wodorchs stockdunkel drin wur. Wäi däi Zwu awends enuff koarne, honse dadevo naut woahrgenomme. Des Licht honst nebigs Bett uff e llaa Desch- che gestallt un e rotgewerfelte Bettkisseiwerzug, wuse Worscht un Brot un Kauche drin hoattc, Hot de Fraa uffen Stauhl gelegt. — Se sei baal igeschloafe un sei net uffgewacht de lang Noacht. Wäi se emol wach wurn, uwars noch dunkel Nacht, do saad de Moa, mer wolle noch ewink geschloafe, mft hon heint en haaße Doag. — No. deß doahtese aach. Aewer es hoat net lang gedauert, do woarn se unddei- wach. Do nüaant d? Frcw. „naa woas äwer in Gäiße de Nächt so lang dauern, eich kräig baal Hunger". Jhrni Moa gungs Zroad so. Do honse des Licht oangefteckt, hon sech ihr gewerfelt Bettkesse gelangt un hon Worscht un Brot erausgver de Dier vom Gloasschrank, un saad, „es ist noch ganz dunkel, kaa Sternche iß zau seh. Dem Borjemester sei Auer woar aach steh gebliewe, so bläib naut weiter iwerig, se moßte tvidder schloafe. Se sei baal Widder nffgewacht, äwer innner noch woars stockdunkel un Hunger boattese aach. Do honse sech zur Abwesseling jedes e orndlich Steck Rauche oabgeschniede un hons gesse. Des Ischlofe hoat goar hoart gehaale, se hon sech ätver doch net getraut Lärm zu mache. Wäis gor net ineh gung, saad de Moa, — „Fraa mach Äniol ganz hamlich de uff un lur emol". Se macht lech aus ent Bett, gung barwes ?u de -vier un mächtse uff. — Hellichte Doag un goldene Sonne- schm leuchter engege„Borjemester," kresch de Fraa, „woas soll des bEe?! Waaßte woas, uns Kamin er hot ka Fenster, wamer nor net de MlsstÄllng veschloafe hon!" Woas woar he so hurtig aus em -üett. Ongevohn woarn se aach baal un dann gungs äwer, so schwmn se nor laufe konnte, de Trepv enobber. — Woas Hot de Wert un de Hausborsch äwer en Schrecke wäi däi Zwu onkoame! — vegesse sernse worn do mve unnerm Dach. Zwn Dag un zwu Nacht honse geschioafe. — De Ausstelling woar veriwer un de Haaotinva hot gefehlt! De Bolezei woar uffgebodde wonr, äwer nergends woar de Borreiwster- met seiner Fraa zu sinne. — Wäre dev am gehrrt Hot, kroack-e an Zarn, ba Die Verfasserin der Viiggelsberger Schnurren lwt eben ein Bandchum ..groad zanni dutlache" erscheinen lassen Wrr verreisen auch auf die Anzeige vas haltbarmachen von Gemüse und Gbst. Von Oberregienrngsrat Tenge. Lest, b«ß ich als Vorsitzelrder der „Reichsstelle für Gemüse und Obst über das Haltbarniachen von Gemüse und Obst schreiben Uhu, wird sicher annehmen, daß ich eine Lanze einzuleuen beabsichtige sur möglichst eifriges, umfangreiches Konservieren von Gemüse und Obst rm Haushalt und in allen kommunalen und sonst vermerntlrch geeigmten Betrieben. Wer so schließt, irrt sich. Im Gegenterl, uh wrll warneir vor mrvorsichtigem Einmachen und Konservieren. Wer cs versteht, Gemüse mrd Frischte durch Einmachen u,w haltbar An machen, wer sicher ist, daß alle Vorbedingungen ber ihm gegeben sind, der mag sich der Mühe unter-, ziehen. Aber wer versteht denn die Sache wirllich, wer hat dre Garantre daß dre Vorbedingungen erfüllt sind? Ich fiirchte. Nicht viele. Manche HausfrMi mag unter gewöhnlichen VerlMt- En bcrm Ernkvchen, beim Eimvecken glänzende Erfolge erzielen, ihre Marmeladen, ihre Konserven mögen in ihren Bekannten- rregen berühmt sein. Und doch -uuh sie gewarnt werden. .Es fehlen ^n letzt so rmrnche der gewogten Vorbedingungeri. Der Messingfrnchtkessel ist dem Vaterlande mvpfert, die Verrvmdmrg ^Ersatzkesseln ist sogar sehr gesundheitsgefährlich, ledenfalls wird daran gekochtes Mus schnell verderben, die Gumnri- rmge mr dre Weckavt>arate sind mäßiger Güte und unhaltbar, der Mucker steht rn geringer Menge zur Verfügung, auch die Rohstoffe, dw züchte und Gemüse werden nicht in gewohnter Güte aus den ? - ^ gebracht. Mles Umstände, die geeignet sind, die Garantie des Erfolges zri untergraben. Und doch soll man nur danii an die Haltbarmachung von Gemüse und Obst — nebenbei, das geht mich zwar nichts an, ich muß es aber erwähnen, auch bei Fleisch und Geflügel — Nur dann Herangehen, tgxnn man sicher ist, den erwarteten , Erfolg zu erzielen. Wer des Erfolges nicht sicher flt, lasse die Finger vom Emmachen. Tenn es ist nichts bedenk- w r bester Absicht — dazu beizutragen, daß Lebens- mittel verderben Es i)t geradezu eine Sünde an unserem Heer und Unserer Volksgejamtheit, ein Verbrechen, das in erriem Kriege m den: unsere ffeundlichen Vettern jenseits des Kanals ihre be- sondcre Hoffnung auf untere Aushungerung setzen, niemand begehen dchff Täglich leie ich Dutzende von — meist unbegründeten — wenunzia.tronen, daß dies oder jenes verdorben sei, und ebenso leie ich täglich viele Tntzeilde von nwlilcwmeinteii Ratschlägen, tvie mmi auch unter den heutigen Verhältnissen Gemüse und Obst haltbar mackun könne. Oft von densellwn Menschen. Mich schaiiderck lchvn.Fürchte ich doch, daß die Ratschläge- ^rden, und daß die Folge der Verderb vielen ivertvolteu r- 'Lvar eine giite Gemüseernte und, wenigstens bu vielen Fruchten, auch eine gute Obsternte, ober so Und wir nicht gestellt, daß wir rislleren könnten, viel sit t>er- berben. — Natürlich müssen wir für den Winter Vorsorgen, aber das können wir Mir, wenn wir denjenigen die Konseroierung uberlassen, die dazu tn erster Linie befähigt siird. das sind vor allem ^s^^Egerichteten Fabriken. Jbnen Rohstoffe ziiznMhren, muß unsei Hmiptzrel sein, damit unsere prachtvollen Triippen an der bannt unsere in der Heimat mit dem'uns Hungersnot wünschenden Femd känipfende Bevölkerung im Winter und Fänh- tabr genug zu essen hat. Es ist daher auch gar-nicht zu verstehen M ^ 7 vielen Zusendungen und Zeitungsartikeln die ?lukäufe ber ^uservenfäbriken getadelt werden. Selbst rvenn sie Gemüse und Obst dem imfif.marft entziehen, müssen die Bestrebungeu der Fabrcken nnterstutzt werden. „Spare in der Zeit.-so hast du in der ^ altes, wahres Wort. Und immer muß man sich wiederholen, daß Raubbau trerbt, wer darauf hinnnrkt. daß wir jetzt verE. daß wir für die Zukunft zu sorgen. ^mwi-waren Erstellen, nicht ZU viel essen, und lver haben. Daß die Fabriken,'die _____ UIU81 _ met dem Fiuschmarkt Entziehen, dafi'ir will ich als Bevollmäckststster de- Reichskanzlers bei den w-rsclnedenen Kriegsgesellsckxfften fü/die Gemme und Obst verarbeitenden Industrien schon sorgen Der Frrsllnnarkt wiro so leicht nicht entblößt werden Er ist sogar, dev über einen Wochen markt geht, feststellen kann, rerchllch beschickt, und es ist zu hoffen, daß bei der vwlen Ziifuhr vkme behördliche Eingriffe mich die Preise sinken werden. — Feten- vor falls hüte man sich vor Verschivmdung mit Leb ms Mitteln. 488 allem auch mit Gemüse und Obst. Prüfe jeder, vor allem jede Hausfrau, aber auch jede Gemeinde, jeder Kommunal verband, bevor sie an das Einkochen, Dörren, Ein salzen, Einsäuern gehen, ob sie -auch die Garantie für guten Erfolg haben. vermischte». * DaS Kochbuch derAliierten. Die Alliierten fetzen nach wie vor Himmel und Hölle in Bewegung, um die Amerikaner SU Sympathiekundgebungen zu veranlassen, mit denen sie dann in anderen neutrale): Ländern für sich Reklame zu machen suchen. Natürlich gelingt ihnen dies auch manchmal; doch die mit so heißer Mühe erlangte»: Sympathiekundgebungen stehen in keinem rechten Verhältnis zu dem Jubelgeyeul, mit dem sie empfangen werden, und zn der angeblich hochwichtigen politischen Bedeutung, die man ihnen beizulegen sucht. Sehr merkwürdiger Art aber ist die neueste Sympathiekundgebung von amerikanischer Seite, über die das „Journal des DSbats* voll unbändiger Freude ist. „Die Liebe für die Alliierten," schreibt das Blatt, „ist in Amerika so groß, daß man sich dort den originellsten Ideen hingibt, um dies Gefühl zu deutlichem Ausdruck zu bringen. So wird neuerdings zur Unter- stützm:g der aus Nordfrankreich vertriebenen Bauer«: in New Port unter dem Titel „Das Kochbuch der Alliierten" ein Kochbuch herauS- gegeben, das sich ausschließlich aus echte«: e«:glische«:, französischen, italienischen, belgischen und russischen Kochrezepten zusamu:ensetzt. Das Buch ist künstlerisch a««sgestattet und zeigt auf dem Einband die Fahnen der Alliierten." Diese Meldur:g erscheint im ersten Augenblick nicht gerade sehr bedeutungsvoll, doch vei «:äherer Betrachtung wird man auf eine Merkwürdigkeit al,fn:erksa«n. Man bemerkt >:än:lich, daß unter den angeführten Kochrezepten die serbischen und «nontenegrinischen vollkoininen fehlen. Die Frage ist nu«:, ob die Alliierte«: die Serben und Montenegriner nicht mehr recht als Bur:desbrüder betrachte«:, oder ob sie fürchten, daß ein Genuß von Speisen nach serbischer nndmontenegrinischer Art einen Stimmungsumschwung i«: Alnerika herbeizuführen vermag. * E i n e z e i t g e «n ä ß e Erinnerung. In einer im August 1671 erschienene«: Novelle „Niniche" von Ludovic Halövy findet sich die folgende Stelle: „Papa Millionär! daß ich das erlebe«: soll! Vorgestern sagte er zu »nir: „Wenn wir das Glück haben, daß der Krieg noch sechs Monate dauert, ist «neine Millio«: voll!* Er hat nämlich die ausgezeichnete Idee gehabt, Armeelieferant z«: werden, für Hafer, Getreide und Fourage aller Art. Paul liefert Waffen u«:d Nniforinen. Sie habe«: Verträge und be- stimlne«: die Preise. Papa versteht sich nuis Geschäft. Ein Spanier und ein Aiuerikaner sind seine Kompagnons. Uebrigens sagte er, daß es u«:ter alle«: Negieru«:gssorn:ei: iinmer ebenso gewesen ist." Diesen letzten Satz fügt der Dichter «vohl hinzu, u«n die nenge- backene Republik keine«: Vorwürfen auszusetze«:. Die Genfer „Semaine Literaire“, die diese zeitgeinäße Eri«n:erung auffrischt, meint, daß sie „les aoavsanx riebes" beruhigen würde, jene schamlosen Kriegslieferanten, die in der Zeile«: Not sich die Taschen füllen. Solche gibt e§ ja leider nicht nur in Frankreich. vüchertisch. — Ludwig Ganghofer. B e i den Heeresgruppen Hin den bürg und Mackensen. Preis steif geh. Mk. 2.Stuttgart, Verlag von Adolf Bonz L Eoinp. - In einen: »neifterhaft schildernden und ergreifend zu lesenden Buche legt der Dichter, der dem deutschen Siegeszug im Osten folgte, seine Eindrücke von: Geschauten und Miterlebten nieder. Ein starker, aber auch mitleidvoller Mann hat es geschrieben, deffen Empfinden das erfahrene Grauen nicht absturnpfte, der es um: aber einmal nicht lasse«: kann, selbst unter solchen Verhältnissen noch mit dem Auge des Dichters zu schauen; das Gesehene hält er i«: einer Art künstlerischer Impressionen fest, i«:dem er uns außerordentlich wahre Augenblicksbilder vo«: den Karnpfstätten dieses Krieges entwirft. Der Erzähler hat deu Kriegsschrecken bei Gelegenheit seiner anstre«:gende>:, recht strapaziösen Frontreise aus unmittelbarer Wirklichkeit, «ncht bloß hinter der Feuerlinte stehend, kennen gelernt. In einer Anzahl vo«: Kapiteln, in: ganzen dreizehn, schildert Ganghofer seine packenden Erlebnisse, welche den Leser auf polnisch-russische«:, serbischen, bulgarischen und zuletzt noch türkischen Kriegsschauplatz führen. Was sich alles zusan:mendrä'ngt in den verschiedenen Abschnitte«:. Einen: ei,:leitenden gemütlich- ernsten Zusammensein mit Feldmarschatt Hindenbnrg, das den berühmten Feldherr:: von der freundliche«:, >ne«:schlich gewinnenden Seite zeigt, folgt als nächstes die drainatisch belebte Darstellung des wilden Straßenkampfes in Grodno., I«: Tagebuchblättern, die a«:ch sein malende Sze«:erie>: der Natur' u«:d Landschaft enthalten, führt der Berichterstatter uns weiter nach Koivno, der wundervoll gelegenen Stadt, nach Insterburg. Eingestreute kleine Bilder vom friedlichen Treiben der Feldgrauen, dein Leben der Bevölkerung wirke«: als Oasen. * Ein Wort an die unten u >: d d i e oben! Innerer Hader, trotziger Eigens:,::: oder', Mißgu«:st, Rechthaberei bis zur Selbfverstörung haben im Gegensatz zu slawisch welcher Willenlosigkeit und roinanischem Herdensinn nur zu oft das deutsche Volk trotz großer Kraft und Tüchtigkeit um seine«: Erfolg betrogen. Soll auch heute in diesem allerschwersten Zeitpunkt unseres volksgeschicht- ltchen Daseins Zwietracht, Zerrissenheit, Selbstentäußerung oder unklare Schwärmerei die Wucht des gezückten Schwertes hemmen oder das Ziel verrücken? Diesem urdeutfchen Unheil strebt mit Macht zu wehren „Ein Wort an die unten und die oben" von einem deutschen Sozialdemokraten (24 S. Groß-Oktav, Preis 30 Pfg. Stntthgrt, 1616, Franckh'fche Derlagshandlung), das klug und kräftig, klärend und «veifend das eine zeigt, daS not tut, und alle, alle, von unten und obe«:, von rechts und links sammeln will, in der Erkenntnis, daß sie den unerbittlichen und schlangenklugen Feind England nur dann niederringen können, wein: ein Wille, ein Tun sie alle beseelt und eint. — „Die Kunst", Monatshefte für freie u«:d angewandte Kunst (F. Bruckmann A.-G. München, Preis vierteljährlich Mk. 6.—), leitet ihren neuen, XVIII. Jahrgang (Oktober 1916 bis September 1917) mit ihrem eben erschie«:e«:en Oktoberheft ein, welches, was Gediegenheit deS Inhalts soivie Geschinack bei der Auswahl und Reichtum und technische Volle«:dung des Abbildungsmatertals betrifft, den langjährigen Ruhmestitel der Zeitschrift, eine unserer schönsten und wertvollsten zu sein, aufs neue glänzend bestätigt. So unterrichtet uns über die in den letzten Jahren unter Leitung des Generaldirektors Dör«:höffer erfolgten Neuerwerbungen der Neuen Pinakothek in München ein vorzüglich illustrierter Aufsatz, dem ein reizvoller Farbendruck «:ach einer Landschaft Hans Thomas beigegeben ist. Die Radierkunst ist durch Arbeiten eines unserer ersten Künstler auf diesem Gebiete, HanS Meid, vertreten. Die Kunst Karl Albikers, der als einer der ersten in den Reihen der Plastiker genannt wird, führt uns ein weiterer Aufsatz eindringlich vor Augen. E«:dlich nennen wir ,:och eine un:sai:greich illustrierte Abhandlung über Bruiw Pauls Haus Hainerberg im TaunuS, eine der reifsten kü«:stlerische>: Leistu,:gen eines Architekten und Raumkünstlers allerersten Ranges. — Velhagen L Klasings Monatshefte haben soeben ihren 31. Jahrgang begonnen. Seit drei Jahrzehnten ist diese Zeitschrift nun bereits der : «mer wieder gern gesehene Freund und Hausgenosse in vielen Tause«:den deutscher Fainilien. Kei«: Wunder, ist doch der Bilderschmuck dieser Hefte so geschnmckvoll ausgewählt und so mustergültig gedruckt, daß ihre Bezieher gewissermaßen eine Bildergalerie in: kleinen ihr eigen ne«:ne«:, und sind doch eine ganze Reihe der berühintestei: Ron:ane unserer Zeit in ihren Blättern zuerst erschie«:en I — Auch das neue Septemberhest steht ganz auf der Höhe, bringt es doch Erzählungen und Romane °von erste«: Autoren. Alan braucht nur die Raine«: Ernst Zahn, Harms vo«: Zobeltitz, Jakob Wassermain: und Emil Ertl zu nenne«:, so ist damit gerrug gesagt. Daneben enthält es aber iroch eine fast überreiche Zahl von gediegenen und wirklich iirteressanten Aufsätzen. Reizvoll ist gleich die wohl zuerst i,:S Auge falleirde, mit bunte«: Bildern geschmückte Schilderung Willy Norberts über das entzückende Rokokoschlößchen Wilhelmstal bei Kassel, u«rd für jeden Kunstfreund anziehend ist auch die Studie vo«: Dr. Franz Servaes über den Frankfurter Maler Fritz Boehle, einen uiwerdient noch recht wenig bekannte«: Küirstler, der eine große Zukunft besitzt. Gern lese«: rvird man auch die Eriinrerungen von Josef Kainz, dre Ferdinand Gregori de«n verstorbene,: berühinte«: Freunde widn:et, und die Plaudereien aus den: Zähriirger Lairde, die der Freiburger- Max Bittrich aus dem Schwarzwald „i«r Hörweite des Weltkrieges" sendet. Der furchtbare Kampf, in den: «vir jetzt iminer noch stehen, drängt sich ja i«: alles hinein. Ihn: sind übrigens noch zivei besondere Aufsätze dieses Septeinberhestes gewidinet: Graf Karl Scapinelli zeichnet ein farbe«:satles Bild des Krieges in Tirol, und Prof. Dr. Otto Hoetzsch, der Berli«:er Historiker, schildert den „Baralong"-Geist in der englischen Politik, der kalten Herze«:s durch Strön:e von Blut geht, wenn nur England ein Geschäft dabei macht. Ganz besonders jcffelnb und gehaltreich sind außerden: noch zwei historische Abhandlungen dieses Heftes. Die eirre vo«: Prof. Dr. Otto Seeck über den rölnifche«: Kaiser Augustus und die andere von Pros. Dr. Max Le«:z, der das Zeitalter der französischen Revolution und ihre Weltkriege in: Vergleich zur Gegenwart zeichnet. Der wirklich reiche und interessante Inhalt des ersten Heftes läßt von den weiteren Beiträgen des neue«: Jahrganges von Velhagen & Klasings Monatsheften das allerbeste erwarten. Logogriph. Mit i hälts schwer, es zu erweichen. Mit r kann es kein Mensch erreichen. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Magischen Quadrats in voriger Numn:er: I B I 8 8 0 L A I L K A 3 A A R Schriftlellung: Fr. R. Ze«:z. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindrucke:ei, R. Lange, Gießen.