Der Hsdium-Vuiksn. Wotttan von St. Gr. White und S. H. Adams. Autorisier de Uebersetzung. — Nachdruck verboten« (Fortsetzung.) Kapitän Selover genoß an Bord dem denkbar größten, Unbedingtesten Gehorsam. Ließ er sich einmal herab, höchstselbst einen Befehl zu erteilen, jo flogen die Leute förrw< lich. .Hieraus entnahm ich, daß er seine Autorität bereits bei früheren Gelegenheiten nachdrücklich durchgesetzt haben Mußte. Liebe brachten ihm die Leute keineswegs entgegen, nein, gewiß nicht! Im Gegenteil, sie fürchteten ihn gewaltig! Eines Tages bumnlelten wir in gemächlicher Fahrt dahin, alles war in schönster Ordnung, und sämtliche Schifssinsassen, der Doktor Schermerhorn ausgenommen, genossen au Deck den Sonnenschein. Ich war zu meinem Privatvergnügen auf den Ausguck geklettert, während Kapitän Selover nach gewohnter Weise umher streifte, um mit dem scharfen Blick der ordnungsliebenden Hausfrau lin »allen Winkeln herumzustöbern. So fand er denn auch glücklich wieder Spuren des ominösen Auswürfs, und da ihm Perdosa gerade in die Quere kam, entlud sich die SchaVä seines Zorns über den trn glücklichen Mexikaner. Vergebens beteuerte Perdosa, daß er von nichts wissender Kapitän wie immer, wenn sein kostbares Deck beschmutzt war, in höchster Wut, hörte gar nicht hin. Schließlich wurde der Mexikaner ärgerlich und wandte sich Kum Gehen, als ob er das Geschinrpse satt habe. Im nächsten Augenblick aber hatte ihn der Kapitän schon zu Boden gerissen, und mm Hagelten die brutalsten Fausthiebe und Fußtritte erbarmungslos auf Gesicht und Kopf des verzweifelt um Gnade winselnden Menschen herab. Unter der herzudrängeuden Mannschaft entstand ein Gemurmel, bis Thrackles sich ein Herz faßte. „Sie werden ihn umbringen, Herr Kapitän," tvagte er in respektvollstem Tone eine Vorstellung. „Er hat genug." „Meinst du?" kreischte Selover. „So nimm du, tvas noch übrig geblieben ist!" " Seine schwere Faust traf Thrackles gerade über dem Auge. Eine kurze, atemlose Dause, dann stürzten sich Thrackles, Putz, der Nigger und Perdosa gleichzeitig auf ihreil Gebieter, der aus diesen Angriff nicht gefaßt wav Und der Länge nach aufs Deck stürzte. Mit einem Satz war ich in der Takelage und hastete hinab, doch bevor ich noch unten anlangte, stand Kapitän Selover bereits wieder auf den Füßen und schüttelte die vier Männer, die sich wie Hunde an ihm förmlich verbissen, mit einem Rucke ab. Ehe ich dazwischen kommen konnte, hatte er mit jeder Hand einen Cosfey-Nagel*) ergriffen mrd jagte die Leute vor sich her, von achtern nach vorn und' von vorn nach achtern. *) Eiserner Pflock zum Festmachen des Tauwerks. „Also meutern wollt ihr?"' schrillte er, „ihr armseliges Gelichter! Ihr habt wohl ganz vergessen, wer euer Kapitän ist? Der heißt ^ra. Selover. Von eurer Sorte, da müß- ten's mindest schon ihrer achte sein, um ihn unterzukriegen!" Nach jedem Hiebe floß das Blut. Schließlich tauchten die Gehetzten in der Luke zur Pack unter wie Kanincheir in ihren Höhlen. „So! Marsch, ihr Gesindel! Nun geht euch verbinden!" schrie Selover hinter ihnen her, „dann aber an Deck und macht rein, was ihr besudelt habt! Mr. Gagen," warrdte er sich an mich, „beordern Sie die Mannschaft zum Scheuern!" Handy Salomon, der sich an der Affäre nicht beteiligt hatte, begleitete mich ins Vorderkastell. Wir fanden dort die Leute in jämmerlicher Verfassung, blutüberströmt und mit Beulen und Wunden bedeckt vor. „Schau, schau! Seht ja reizend aus!" meinte Salomo n, sie mit höhnischen Blicken musternd. „Also, den Alten wolltet ihr verwamsen? Ha, ha! Manchem rnuß wirklich erst das Fell tüchtig gegerbt werden, eh' er klug wird. Wolltet euch wohl mal 'n kleines Späßchen machen, wie? Was glaubtet ihr denn damit zu erreichen? Das frag' ich euch bloß! Ihr seid wahrhaftig wie die Wickel- kiuder. Als ob ihr nicht schon einmal mit dem Alten angebunden und den Kürzeren gezogen hättet! Erinnert ihr euch noch an die „Petrel", he? Ihr seid und bleibt doch allesamt kcnnplette Narren." Niemand antwortete. In finsterem Schweigen halfen die Leute einander und machten: sich dann sofort an oiv Arbeit. Ngch dieser Probe seiner Gewaltherrschaft genoß Kapitän Selover absolute Ruhe im Schiff, und lange Zeit verfloß, ohne daß sich das Geringste ereignete. 5. Kapitel. Der Stein der Weisem Eines Abelchs saß ich fim Schatten der auf dein Oberdeck befestigten Reservejolle und muß, da erst kurz vorher Vollmond gewesen tvar, auf jenem Plav so gut wie uw- sichtbar gerochen sein; denn der Neger, c>er ungefähr drei Fuß von mir entfernt staich, ahnte bessimmt nichts von meiner Gegenlvart. Ich hörte, wie unten im Raum eins Tür 'geöffnet lmrrde, und gleichzeitig tönten Bruchstücke eines Gespräches vollkommen deutlich herauf. „Sie sind also fertig damit?" fragte die Stimme des Doktors. „So, das ist schön —*' Papiere raschelten und knisterten. „Und das Resultat — ab, stimmt ja ganz genau. Percy, mein Sohn, das ist die Krönung des Experiments. Jetzt haben wir den chemischen Prozeß —" „Ich sehe lwch nicht gcurz klar, Herr Doktor," erwiderte Percy Darrows Stimme in leicht erregtem Tone. „Na- Mrlich kann ich dem Gedanken gang des Experiments folgen — wie ich etwa der Logik eines Msslugs nach dein Monde 478 folgen Bann. Aber wenn es därauf mrkommt, es prav- tisch auszuführen, — wie in aller Welt wollen Sie das Reagens erlangen? Bis jetzt ist noch keine Methode be kannt —'". „Die habe ich ja eben gefunden," uirterbrach ihn der Doktor. „Pardon, mein lieber Junge, es ist das erstemal, bäß ich ohne Ihren Beistand arbeitete. Ich wollte Sie damit überraschen. In kleinen Quantitäten habe ich das fehlende Ingrediens, das eine vollständige Unterbrechung des Stromes Hervorrufen wird, bereits produziert. Jetzt —" „Wollen Sie damit etwa sagen," keuchte Percy Darrow säst, , daß es Ihnen gelungen ist, das Element aus der metallischen Verbindung All isolieren —" „Ja!" „Aber, dann können Sie ja —" „Alles," Lrnterbrach hier der Doktor. „Die Möglich Veiten sind unbeschränkt." „Und Sie könnten es wirklich in größeren Mengen Herstellen?" „Ich denke doch; wir müssen es eben versuchen." Erst nach längerer Pause erklang wieder Percy Dar rows Stimme, in der jetzt tiefe Ehrfurcht vibrierte: „Mit fünfzig Zentigramm schon — könnten Sie jeden Stoff Umwände ln könnten überhaupt machen, was Sie ge- — Diese ganze Kiste voll Äamanten! Da rabe wollten! _ hätten Sie ja den Steil! der Weiser: gefunden!" „Diamanten? — gewiß, — auch," entgegnete der Dok tor in wegwerfendem Tone, „doch das lohnte ja kaum der Mül-e. Aber bedenken Sie die große wissenschaftliche Wich»- ttgkeit, die —" In diesem Augenblick holte das Schiff über; jeine Tür schlilg Au, und die Stimmen erstarben. Ich konnte gerade in das Gesicht des Riggers sehen, dessen weit vor- gestreckten Kopf der durch die Türspalte dringende Lichtschein beleuchtete. Die mürrische Maske war gefallen. Zähnefletschend, die wulstigen Lippen halb geöffnet und mit wild- rollenden Augen stand er da. Jede Sehne in dem kraftvollen Körper straffte sich lvie ein gespannter Bogen. Als die Tür ins Schloß fiel, schlich sich der Mager fort. In diesem Augenblick wurde die Wache abgelöst, und gleich darauf befand ich mich ifcit meiner Koje. Ein paar Minuten später platzte der Mgger, den der Kapitan noch ausgehalten hatte, hinein. Seine ungewöhn- licl-e Erregung genügte schon, die Au stirer ksamkeit der Leute AN erwecken; trotzdsin schlugen die fast gebrüllten Worte: „Ich geftmdten dem Schah, ich wissen, wo er ihm haben »"■ wie etnc Bombe ein. Handy Salonian und Pirlz sprangen wie Besessene ans ihn zu und schüttelten ihn, als wollten sie aus ihm heransgnetschen, was er wußte. Er stammelte, mischte verworrene alchimistische Ausdrücke in sein ErKählen, bis es sinnlos und lmverständlich wurde. „So er sageir, er gestruden Stein der Weisen und er ihm verwal/ren in das schwere Kist', was wir ihm sahn tragen, er nix machen Gold damit, er nrachen Diamanten, viele, viele Diamanten, ganze Kiste voll!" Die von heftigen Gestikirlationen begleiteten Ausrufe plötzlich. Sechs Augen in tL 0 'ing«il°feit Gesichtern richteten sich mit starrm Blicken argwöhnisch mrf mich- Bis jetzt hatte ich mich mit den Leuten ziemlich aut gestanden von nun an zogen sie sich ganz von mir zurück. deutlichsten Zeichen dafür war der vermehrte Re- JffJk >'e niemer Stellung zullten. Es ivar, als ob sie dtirch strikten Gehorsain eine scharfe Linie zwischen sich und "nr ziehen wollten. Während sie sonst in meiuA Gegcnw.n-t sici von der Leber gesprochen batten Imirden Privatunterhaltungeu jetzt nur noch im Flüsterton geführt, so ras; ich mrch daran nrcht mehr beteiligen konnte. So-^ fl ai * ^t? e Vorlesungen während oer Hundewache erfuhren önterbrechungen — weirigstens immer an den Tagen wo ich mich Unten rm Marmschaftsraunr befand. Doch über- vaschte ich zwermal den Rigger und Handy Salomon dabei wie sie die Kopse über dem Alchimiebuch Kusamnrensteckten^ Ich überlegte, ob ich Kapitän Selover meine Wahr- nehmungen mttterleir sollte oder nicht. Was mickl davon »uriWlelt, war der Umstmrd, daß ich über die Msichten Mannschaft nichts Bestimmtes mußte und daß wir vom ?°'^BoLr^ck 3f9CU ^ m UnbEiffneten ikin Zwischenfall brachte die Entscheidung. Der Abwechselung halber tauschte Kapitän Selover gelegentlich! die Wachen aus, so daß ich jetzt Handy Salomon und Perdosa bekam. Der Nigger in seiner Funktion als Koch grng keine Wache. Eines Abends erwachte ich voir einem heftigen Wortwechsel. „Dir schmieriger Säufans!" schnarchte Handy Salomon. „Du Mißgeburt von einem Paqur! Ich werde dich lehren, mir auf die Füße zu treten. Den Wanst schneid' ich dir auf, du Kanaille!" „Ra, da nimm dich man in acht, daß du dir dabeij nicht die Finger abschneid'st!" höhnte Perdosa, während sie rangen. Anfangs hielt ich den Streit für echt, doch allmählich konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, daß die ganze Koniödie nur ein Scheinkampf und extra für mich in Szene gesetzt worden war. Aus welchem Grunde ahnte ich freilich nicht, doch die Tatsache selbst sprang in die Augen. Es kam zwischen den beiden zwar nicht ivieder zir Tätlichkeiten, oft aber zu finsteren Blicken, gemurmelten Verwünschungen und feindlichen Anrempeleien beim Vorbeigehen an Deck. Perdosa machte seine Sache nicht schlecht; als Mexikaner hatte er Anlage zirnr Komödianten. Handy Salomon aber wirkte zunr erstenmal, seit ich ihn kannte, direkt lächerlich. Um jene Zeit gerieten wir häufig in Gewitter. Eines Llbends bemerkten wir kurz vor Einbruch der Nacht eine schwere, dunkle Wolke am Himmel, und da inan nie genau wissen konnte, was sie in sich barg, rief ich alle Mann au Deck, ließ Fock- und Stagsegel wegnehmen, das Großsegel reffen und wartete der Dinge, die da konnnen sollten - wie es das rauhe Seemannshandwerk init sich bringt. Ich hatte zwar alle Hände voll zu tun, vernahm aber doch ganz deutlich Handy Salomons Stimme hinter mir: „Wart' bloß du Schmierfink! Hab' ich erst die Händ' ftei, dann bring' ich dich um! und die gemurmelte Erwiderung des Mexikaners. ... Kllrze Zeit setzte der Sturm uns hart zu, mäßigte sich dann aber zu einer steifen Brise. Bald darauf begann es iedoch zu regnen, und damit war die Gewalt des Wetters gebroä-en. Ich beugte mich gerade herab, um das Stagsegel zu losen, als mich jemand von hinten umklammerte und an die Bordwand drängte. Natürlich sträubte ich mich nach Krusten und wandte dabei einen Trick an, den die Ja- paner ber eurem Ueberfall von hinten gebrauchen. Es war der Samurai, die sich von dem landläufigen Dschm-Dschitsu aber wesentlich unterscheidet. dem japanischen Adel ungehöriger Freund hatte a^.rrr !! 9 r f c rö ) r? mir ^tzt vorzüglich zustatten kam. Znfallrg half eine Schwankung des Schiffes auch noch mit, so daß rch rm rmchsten Augenbtick frei war, Perdosa dagegen ferne Gliedmaßen vom Deck aufsammelte. ,w>rw>? C ^xÜ , fi r ÜDmödie gefaßt, müß aber zugelang der Ausdruck des Erstaunens großartig 5^'" keuchte er. „Saerosante Maria! Ich dachte, ivaren Salomon! Verzeihung, Senor, Versuchung! Habe rch Sre verletzt?" a Fast kriechend näherte er sich nrir. Ich hätte über den Schurken und sem durchsichtiges Getue iaut heraus lackieu mögen. Denn die Verwechslung nieiner Person mit Handv SÄomon war natürlich ebeuso vorgespiegelt wie eine gebliche Feindieligkeit gegen letzteren. Wütend, vielleicht "Ä, Ilk erschreckt, ergriff ich einen Bootshaken und trieb den Halunke^ dmnit bis in seine Koje. «■ ^te >ch mir die Sache überlegte, desto weniger tt. ^ niemand von den Berschwjösrern ein' Schiff Ä fuhren verstand, mußte ich geschont werden. ^ tf Ä (Fortsetzung folgt.) 479 Die Emden auf der ttaperfahrt. Von Herwann Oesterwitz.*) Nach längerer Fahrt wurdcnr die belebten Straßen der Foking Wrd der SunLainseln erreicht. Die vielen hier anzutreffenden kleinen Segler und Fischerfahrzeuge konnten der „Emden" gefährlich »Verden, denn die Nächte waren mvndhelt, und der Kreuzer war selbst auf ziemlich weite Entfernung hin leicht als deutsches Kriegsschiff zu erkennen; seine Anwesenheit hätte den Feinden demnach zienüich leicht verraten werden können. Da ließ Korvettenkapitän! von Ddüller stoppen und während der Nacht einen vierten ^>chvrn- stcin einbauen, um dadurch sein Schiff Welliger erkenntlich zu machen. Dieser provisorische Schornstein wurde gleich hinter der Strikte vor dein vordersten Schornstein hochgehißt. Von der Seite gesehen tourde der Schornstein täuschend nachgemacht, von vorn war seiir Aussehen allerdings sehr fragwürdig, denn seine Brüder tvaren Viel dicker. Für die Nacht mochte er genügen, u!m das Schiff zu maskieren; aber am Tage '»würde man wohl die Nachahmung aus Segellappen erkannt haben. Am folgeliden Tage lvurde denn auch eine bessere Täuschung hervorgezaubert: einige Latten wurden als Holzkreuze zusammen genagelt llnd mit Segeltuch umspannt. Das Gerüst lvurde gleich den ailderen Schornsteinen grau gestrichen, vom vorderstell Mast bis zuul Hocheisen des ersten richtigen Schornsteins wurde ein Drahtseil gespannt der stellvertretende Sckwrw- ffein hocl>gezogeil: er zeigte jetzt die richtige Form und Stellung mnch seinen Brüdern. So lvar die Möglichkeit gegeben, das Aussehen des Scküffes je Nach Notlveudigkeit durch Hochziehen des vierten Schornsteins zu ändern. Am Ende der ersten Woche des September traf die .Milden" in dem ihr bestimmten Operationsgebiet, dein Golf von Bengalen, ein, uln ihre Kaperfahrt zu beginnen. Mtten in der Nacht des 10. September ertönten plötzlich auf delu Schiff sämtliche Alarmglocken, das bekannte Zeichen für die Mannschaften „Klar Schiff zum Gefecht!" Vom Ausguckposten imi vordersten Mast, ebenso im Scheinwerfcrstand, wurde weit hinteil am Horizont ein Licht gemeldet. Nun ging es still und geräuschlos ckuf die Spur. Von der Brücke ertönte das Kommando durch das Sprackwohr zur Maschine: „Dampf auf in allen 12 Kesseln!" und schon nach llvenigen Augenblicken zitterte uird bebte der ganze Schiffskörper; mit äußerster Kraft ging es vorwärts. Nach einer Wnle lvar das verfolgte Schiff in rasender Fahrt cingebolt: es wurde in rveitem Bogen llingangeu, so daß es durch die „Emden" lmmer von achtern („hinten") aufgeholt wurde. Jetzt kain das 'Kvmlnandv durch das Sprachrohr zur Vtascksiue: „Volldampf vor- iff, das als ein Handelsdampfer erkannt wurde, der ganz heimlich dllrch die Nacht semerr Weg suchte. Nun ging durch ein Mikwphon denk feiildlick-eu Dampfer der Nuf zu: „Stoppen Sie; funken Sie nicht, wir sckstcken ein Boot an Bord!" Der frenide Danlpfer gab keine Antwort, er Mochte wohl feinen, Ohren nicht tarnen, denn nach Anirabme der Eiigländer konnte doch lm lndrscheu Ozean kein deutsches Kriegsschiff mehr sein; er fuhr also rilhig weiter. .Da erging von der Brücke das Kommando: „Fertig, Feuer!" ulld eine Granate setzte die feindliche Besatznng voll der wirklichen Anwejsenhett eines deutsck-en Kriegsschiffes in sremltnls. Jetzt stoppte das Schiff, ulld seine Danchssirenen heulten saiauerllch in die finstere einsame Nacht hinaus. Voil der „Emden" ging sofort die Kutterb^esatzung^ soivie das Prisenkoimnando mit emem Pnsenosfrzier, ebellso ein Deckoffizier mit der Sprcnggruppe und ernem Sigiialgast (Matrosen) in das Boot, das an den fremden Dampfer heranfuhr, dessen Besatzuilg sofort das Seefallreep ausbrachte, mit das Schiff dem Prisenkommaildo sreizugeben, sollst gab es, nach seemännischem Ausdruck, „dicke Luft"! Da blitzte nun das Licht desSigualgastes auf dem fremden Schiffe auf; er morste wlgendes: „Hier em griechischer Danipfer „Pontoporus" i4049 O weh! das war ja ein neutraler Dampfer," so ging es bei der Emden-DdaNnschiaft von Mund zu Mund, und jeder war gespannt auf die »vetteren Signale, denn ein neutraler Dampfer toimte seines Weges weiter ziehell. Mbier schon am folgenden Tage wäre es rm ganzen llldischen Küstenla'.rde bekannt gewesen, daß ein deutscher Kreuzer dem neutralen Schiffe seineil Besuch abgestattet habe^und erlgllsche Schiffe Mrdeu sich schnell bei der ,-Emden" »U-V 7 'U.chgebaden wld die Aussicht aus fette englische Kaperbeute si» heraus, daß das grie- chlsche Schiff von Rangun nach dem Bengalischen Meerbusen unter- .Ärmlich für englische Schiffe bestimmte Schiffe als sehr erwünschtes Nahrungsmittel fttt dre Maschinen zugute kommell sollten. Allein ^ Kohlen, die als zu fein für die „Emden" nicht in Danlpfer wurde nicht versenkt, son- derll mußte der ^Emden' lm Kielwasser folgen. Er wurde später vom englischen Kreuzer „Darmuth" aufgeftmden. Wochen ir^r die,-Emden" nun schon in See, ohne einen Hafen anzulauftn. Es fehlte bereits dieses und jenes) nicht allein Schilderung dem fesselnd geschriebenen ne£ß ÄlSfÄ Wesh«". Erlebnisse ^i7«s Teil- M^chs WEanns Berlag und Buchdn>ckerei. Seife zum Waschen, sondern auch Pirvviaut, so daß sich die t-ig. o 0 ^ 011t>n öu Portiönchen verminderteir. Es wlirde daher ' ö LS! Tt ? t ,^ten Fang Darum fuhr die „Emdell" im Bmga- lleerbusen kveuz lind quer, ein Dreieck ziehend von Rangun nach Kalkutta^und Mädras. Acht englische Krellzer tvarerk dabei Jckgb, um, loie in bcn englischen Zeitungen angefiiudigt niu.rde, dl^e.n deutsckien Kverizer zu „ketchen". Sie Ä """' ** *****&' s° dab die _. t wÜ ta £ beS /~ 11 - St ! rte 5! iet «schien udn sechs Uhr früh Dampfer. Die Besatzunq hielt die ,-Emvcu nnt den wer Sck-ornsteinen für einen englischen Kreuzer l-ion die Uagtze: sofort Wte die dusche Flagge uild lud das feindliche Schiff freund- ^E^.Berblerben elN. Es lvar der Dampfer „Üovat", tr mtÄhff 1 '!!? besttmmt für einen englischeil Truppen- transport von Kolombo ivach Frankreich. Das ganz neue Schiff FJJf **51 ^ a ^ re ^d04 hatte 6102 Tonnen Frachtraum und war auf ^ ^nd- die Mannschaft der „Euchen" fte notweichlg brauckKe: Fleisch, Mehl, Zucker, Milch, At^btten und buc ia erwüifiihte steife. Stundenlang gingell die Boote hin und her, um dle.Vorräte auf der „Emdeil" zu bergen wurde DarnHfer verscnkt. rmchdem seine Besatzung mit- samt ihrem Hab und Gut auf den gekaperten Griechen ,Ponto- veÄwchit w^r Di« Flagge des „Lovatt' wurde wie Bei auen gekaperten Schiffen als Slegestrophäe auf die „Emden" go nommell. f $SP ab fmg das Geschäft des Kckperns für die „Emden" zu bkuhell an, gefördert dadlirch, daß urancher englische Kapitän ET*hinter ihm ein anderer Dampftr folgte, der dann leicht aufgebracht wevden konnte Lrhebliche Verringerung der Schadenfeuer auf dem Lande. 3 citmifl hat, veranlaßt durch die tu»»-, rn 'thrL s s b ' 1 : ® e , r 1 !^' t ’ n f i bie Schadenfeuer auf dem Lande Ä m r,e 6 J l ? »ugeuomuien hätten, eine entsprechende (t™ rAi s be t V Magdeburgtschen Landesseuersozität gehalten, ^gebnis bieftc Belragung ist ein außerordentlich ersrenlicheö, C t § fx 1118 "^/..wieder, ,vie sich unsere Landbevölkermig ihrer schweren Psilcht, für die Ernährung des deutschen Volkes aNes u! ö f ! n , 5 ren ^^"en steht, voll bewußt ist. Nicht ganz ""Oerechtsertlgt mögen die Befnrebtnngen sein, daß z. B. von den * b b