Der Nsdium-Vulksn. Roman von St. E. White und S. H. Adams. Autorisierte Uebersetzung. — Nachdruck verboten. (Fortsetzung) Zweiter Teil. Die eiserne Kiste. Die Geschichte, die Ralph Sladc den Offizieren des Bereinigten Staaten Kreuzers „Wolverine" erzählte 1. Kapitel. In San Franzis ko. Es 'war in San Franzisko. Eines Llbends trat ich aus einer dunklen Gaffe ctuf die Barbarh Eoaft hinaus. Sre kennen ja jene Straße dicht am Wasser mit ihren: babylom- sckwn Svrachengeivirr, das de«: Wirrivarr in: Hafen von.M .Said noch weit nbertrisft. Das verschiedenfarbigste Gesuwel aus aller Herren Länder gibt sich dort ein -stelldrchenr. Ich tvar auf der Suche nach einem Manne, der vor einigen Tagen von einer zweijährigen Fahrt auf einem Walsisch- fänaer zurückgekehrt war. Ein Hasenlotse hatte nur d:e Geschichte erzählt. Der Mann war aus den Wal fisch fan ger verschleppt worden, ninßte die ganze Reise Mitarbeiten, kam ohne einen Cent in der Tasche an "Land, und fand tu San Franzisko keinen Menschen, der ihm glaubte oder :hn: auch nur den Kredit für ein Telegramm gewährte. Der Mann war nämlich zu Hause Millionär! Den suchte :ch afto. Gerade an: Ausgang der Gasse wäre ich beinahe zwei Männern in die Arme gelaufen. Da es anf der Barbary Eoaft nicht ratsam ist, aus engen: Wege an Unbekannten vorüberzugehen, ohne sie s:ch vorher ein tven:g vnzusehem trat ich schnell zurück — und hörte zw me:nem Erstaunens eine wohlbekannte Stimme — Sie alle haben sicherlich schon von Doktor Karl August Schermerhorn und seinen großartigen Leistungen gehört. In seinen: Kopf spukten nock) großartigere Ideen. Vor einiger Feit hatte ich seine Bekanntschaft gemacht, weil mich ferne Experimente auf dem Gebiete der Telepath:e und drahtlosen Telegraphie schon von Berufs lvegen interessierten. Er zeigte mir einmal — doch das ist eine andere Geschichte. Tatsache war jedenfalls, daß besagter ehrenwerter, mit Haut unb Haaren der Wissenschaft ergebener Doktor Schermerhorn sich um Mitternacht in ei,:er dunklen Gasse auf der Barbarh Eoaft in Dan Franzisko hernmtrieb und sich mit einem mehr ulS zweifelhaft aussehenden Individuum unterhielt! Mein Berufsinstinkt erwachte schleunigst. Ich drückte mich an die Wand und horchte. Zuerst konnte ich nichts verstehe!:, dann kau:en die beiden Gestalten näher, und rch hörte deutlich eine schrille Fistelstinrme, die in so komischem Kontrast zu dem vierschrötigen Körper ihres Besitzers stand, daß ich beinahe taut aufgelacht hätte — „Da haben Sie recht, Mister! Ich bin der Kapitän! Der Besitzer auch! Bin ich!" . „Man sagte mir, Sie würden den Schoner vern::eten! sagte der Doktor. . , , „Ver—mieten!" spöttelte die Fistelstimme nachahmend. „Na, meinetwegen! Beim Teufel — ich will Ihnen das Schiff also vermieten!" „Das scheint also zu stimmen!" murmelte der Doktor, der offenbar mit seiner praktische:: Lebenskunde zu Ende war, ziemlich ratlos vor sich hin. „Wie lange? Wozu? Wohin?-Ueberhaupt — wer sind Sie?" ,Hch bin Doktor Schermerhorn." „Hab' in den Zeitungen von Ihnen gelesen." „Wie aroß ist Ihre Mannschaft?" __ . - „ „Ich, der Steuermann, der Koch und vier Matrosen. „Und Sie könnten bald reisefertig sein?" „So bald Sie wollen — wenn ich überhaupt fahret ,Lch inöchte am liebsten morgen schon abveisen" „Wenn ich die Mannschaft zusammen kriege. Ab«r lvarum bleiben wir im Dunkeln stehen? In der Bor, dorß an der Ecke, könnten wir bei einem Glase Grog d:e Sachs bequemer besprechen." , ., . . , ~ „Nein! Nein! Dort könnte vielleicht jemand unser Gespräch belauschen," lehnte der Doktor zu meiner Freude hastig ab. „ . Meine Neugierde war im höchsten Grade erregt; denn Doktor Sck>ermerhorns wissenschaftliche Undernehmuugen erwiesen sich meistens als eine wahre Fundgrube für sensa„Wohin soll es geheil?" ftagte der unbekannte Koloß gespannt. „Das niöchte ich nicht sagen." „H—m! Und wie lange soll die Reisedauern?" „Ich möchte Ihren Schoner liebst Mannschaft auf un- bestimmte Zeit miete::. Solange es mir gefallt." „H—m! Unbekannte Fahrt nach unbekannten Häsen! Segen Sie nrat, was ist da faul?" ^ ^ .... „Nein! Nein! Ganz und gar nichts! Es ha::delt sich rtur um meine eigenste persönliche Angelegenheit." Nicht, daß ich mir etwas daraus machte," brummte der andere leichthin. „Nur muß solche riskante Geschichte natürlich auch extra bezahlt werden." „Es ist keinerlei Risiko dabei." „Vielleicht Perlenfischerei? Da sind in den letzten Ähren die Iapanzer mit ihren Kakionenbooten wie der Teufel hinterher, sage ich Ihnen. Macht nichts, ich bin ihnen schließlich früher a::ch entwischt." ^ , „Wieviel wollen Sie also für Ihr Schift haben?' Ich konnte mir's fast ausmalen, wie der Unbekannt«! jetzt überlegte, bis zu welcher Höhe er seine Forderungen wohl^ra^en^dürfte. ^ ^ h^e keine Achmng. wo Sie hinwolle:: und wann Sie zurückkominen — :n:d dann die 462 Sauoirenboote — na alfo — sind Ihnen 1L5 Dollars monatlich zuviel?" „Verdoppeln Sie die Sunrine; auch der Mannschaft will rch doppelte Löhnung geben, aber es müssen zrwcrfläffige Leute sein, die den Mund halten können." „Für den Lohn holen sie Ihnen den Teufel aus der Hölle!" „Milo abgemacht! Alles Wtige besorgen Sie bei Adams & March! Sagen Sie nur, es sei für mich. Borräte auf drei ^zahre ungefähr. Und halten Sie sich morgen zur Abfahrt bereit!" „Die Flitt kommt um acht Uhr abends." „Morgen früh schicke ich etwas Gepäck." „Alles gut und schön, Herr Doktor," sagte der Mann zögernd. „Wer wenn Sie nun morgen mrderen Sinnes geworden sind —" „Ausgeschlossen. Mein Plan steht fest —" „Gewöhnlich wird 'ne Anzahlung gemacht —" , „Ach, natürlich! Ich vergaß — Ich werde Ihnen einen va>cck geben. Kommen Sie in die Bar, von der Sie vorhin sprachen!" Damit gingen sie fort, und ich wagte nicht, ihnen zu folgen aus Furcht, der Doktor könne mich bei Licht erkennen. Was hätte ich nicht darum gegeben, den Namen des Schoners vd^r des Kapitäns zu erfahren! Ich wartete, bis die beiden wieder herauskamen, worauf sie noch eine Weile in eifrigem Gespräch draußen stehen blieben. Hastig betrat ich mm auch die Bar — ' _ „Haben Sie die beiden Männer, die am Mittellisch saßen, gesehen?" fragte ich den Besitzer. „Gewiß!" „Kennen Die die Leutes „Hab' sie noch nie vorher mit Augen gesehen. Der Alte sah wie ein Hühneraugenoperateur aus, der andere war irgend ne Teerjacke." haben^^'" war ich, ohne das Bier angerührt zu Draußen schalt ich mich einen Esel: denn die beiden waren inzwischen verschwunden, und ich hatte die Geteaen- chlgen^^^ ^ CL * ntän heimlich bis zu seinem Schiff zu Die Sache iilleressierte mich gewaltig. Mso Doktor Scher- S^hatte eine lange Reise vor, und ich, der ich mir dläne der Leute, die gerade im Brenn- VnulLtÜ* öffentlichen Interesses standen, stets auf denc S,^^ndenöU sern, mußte unbedingt hermtsbekommen, um f ^ hchen ober doch wie eben abgeseist curSsah Staunend betrachtete ich dieses Wunder, das bei einem kalifornischen Fahrzeug schon mrs Ueberimtürliche grenzte. Die Mannschaft hatte alle Hände voll zu tun; ein Schwarm von Schiffsstauern schleppte haufenweise Vorräte und Materialien, Spieren und Segeltuch in den Räum, während der «teuerinann mit großein Stimmenaufwand wie wild herumkomniandierte. Da plötzlich hörte ich neben mir das bekannte schrille Qiliekcn, wandte mich um und sah gerade den Kapitän die Hintere Laufplanke hinaufsteigen. Einen wüster aussehenden Menschen erinnere ich mich nicht, je gesehen zu habeil. Langes, wirres Haar uiid ein gewaltiger Bart bedeckten das Gesicht. Die kolossalen Schilltern, an denen affenähnlich lange Arme mit mächtige,: Pranken hingen, waren gebeugt. Auf dem Kopfe saß ein ehemals weißer Lernenhut, das verblichene, einst braun und weiß gestreifte Banmwollhemd stand auf der haarigen Briist weit offen, und die blauen -Hosen starrten von Flecken. Einen größeren Gegensatz zu dem blitzsaubereii Schiff formte mau sich nicht gut denken. Ueberigens ging er die Laufplanke mit so festen Schritten enipor daß mein ursprünglicher Argwohn, er habe einen hinter me Binde gegossen, vollkonnnen schwand. Nachdem er die hm- und herrenneirden Stauerleute mit einem beobachtenden Blick gessieift hatte, begab er sich aufs Hinterdeck, wo der Steuermann über die Reeling hinweg fluchte und wetterte Hier machte ei' einen inspizierenden Rund- gang, nahm dies und das in Augenschein, wobei er einmal stehen bneb, um auf das Fernrohr zu hauchen und es mit reiben^ en ^ e ^^ lc ^ schmutzigen, roten Taschentuch blank zu anyksierte sein Gebaren; und der gewalttge Unter- m • rl?- i” feinen persönlichen Gewohnheiten und der Peinlichkeit^ die er den Dingen seiner Umgebung gegenüber mJ e 9 te ' interessierte mich außerordentlich. Charakter ^ U C uamlich aus eilten imgewöhniulfen «TJL tC icf l'.l üic ber massige Körper erstarrte. Die Affenarme strafften sich und der zottige Schädel streckte tDlc der Kopf einer Schlange, die sich auf ihr Lpfer stürzen will. Mir einem durchdringenden Schrei der dw «lauer bei ihrer Arbeit erschreckt innchalten ließ, svrana er auf den Steuermann los und packte ihn an der Schal.er. Dieser fuhr unter dem schmerzhaften Griff der ungeheuren Pranken mit emer wütenden Frage herum Was er sagte sonnte lch nicht verstehen, aber die Fistcltöne des Kapitäns schrillten deutlich zu mir herüber. ^ • bis zur Bordwand, du Kanaille?" quietschte der Kapitän Erstauntes Gemurmel war die Antwort. „Gut. Ich will cs dir sagen, du Schivein! bo^i Meter brönckiü T, fEhsk. gcnmi zivei Meter, und wie lange -jett brauchst du, iun hm- und zurnckzugehen'? Noch nicht sechs Sekunden! Du konntest dir wohl nicht so viel Vt nkmZ ZU gehen, um über Bord zu spucken? Jh, be- Du mußtest ausgerechnet aufs Achterdeck spucken'" Wieder murmelte der Steuermann etwas ~ f a f kehlte noch! Du wirst niemand von,der Mann- ‘ C!,/ mtrft ^ne,, Schrubber nehmen und cs selbst aufwischen, und zwar mit einem Harwschiubber auf Knien und Ellenbogen. Ich werde dir T^ine machcu'" ' Der Steuermann entgegnete ettvas. lft 6ariz egal, ob wir in Fahrt sind oder nickrt bas hat gar mchts damit zu tun. Das Achterdeck soll ^^bbr sein, auch wenn es das Borde'rdcck nicht ist. KVin anderer als so ’n gottverlassenes Nilpferd wie du iv rbc überhaupt aus Deck spucken." (Fortsetzung folgt.) ver Zturm. Von Waldemar Bonscls. hio studierte beim nächtlichen Laaersen« und zu m seine erstarrten Härrde^d »vehrte bei- !"mn Kameraden und Waffenbruder Nituschka ab lvr in b'l^r Erwartung inuner wieder ein G^präch unzu! kuupsen suchte. Obgleich Wasilkow erst nach einem Krieaosabi- aus !n^!s^o^obors -u Waksen einb.-rufen worden war, batte er lebt Reicht ^.ii^^^berung rum Offizier-Stcllvnkreier reot, vretlncht weü er fytj freiwillig mis der Reserve des Drusckiua, n "ufäulüich zuerteilt uwrdeu ivar, rn die N'ell,en der Front so ldateu gemeldet hatte Der große llmschimiug in 463 VnichauMlgen, den alle erleben, die van den Wohltaten der gesicherten Heimat in den verwirrenden Sturm der Kriegshandlungen verschlagen werden, hatte sich unter Widerspruch und Erstaunen) bald rn ihm vollzogen. Bki allen Bedrängnissen fühlte er sich Mute, im Licht seiner neuen Erfahrungen, stärker und erleichtert. Ein klein wenig verachtete er jetzt die Anschauungswelt der Heimat, die den Sieg immer noch für selbstverständlich, Rußlands Macht sür unüberwindbar imb die Feirrde für eine Harde voii Barbaren und Heiden erklärt?. Nuir, wie seine Augen wieder und wieder die Karte prüften, die nn verwundeter Kosakenhauvtmann ihm vermacht hatte, schüttelte er nachdenklich den Kbps über das ungeheure Stück Heimatlandes, baä die Deutschen seinem heiligen Rußland abgerungen barten. Eine Geländekarte hatte er zu lesen gelernt, aber den vorliegenden Verhältnissen traute er nicht ganz, umsoweniger, als seine allgemeine Bildung auf den verzrveigten Gebieten des Kriegshandwerks sich in jener Uebcrhitzung vollzogen hatte, die die er- regende Flucht seiner menschlichen und praktisckZen Umgestaltung ulit sich gebracht hatte. Er blinzelte hinüber nach Westen, an den dunklen, schmalen Hügelrcihen des Horizonts lagen die Deutschen, Nichts verriet in dieser hellen Nacht ihr Dasein, ihre Macht, ihren Willen und iene seltsame Geschlossenheit als Ganzes in Absicht und K'rast, in der die Phantasie den Feind jenseits der Todes! mie zu erleben pflegt, die der Krieg zwischen zrvei feiirdlichen Heeren zieht. Sein Kamerad war cnblicf» eingeschlaien, der helle Himmel mit seinen Sternbildern spannte sich m Stille und Herrlichkeit über das wie in erstarrtcii Wogen ruhende Meer der Hügellandschasl aus, der Linneiide mußte sich aufrafscn, um es seiner Vorstellung glaubhaft zu mackZen. daß dort drüben die mit (Tifcu gespickte Erde, von Todeswillen fckuvaiiger. mit der yereinlnecheiiden Morgen lxllig- kett zur Holle lverdei, sollte. Ihm erschien das Kriegsherr der 4.ci,nd>cn ww eine Gemeinschaft von eigensinnig und beivußt ge- fchlonener Ein bei t,-er hatte nur den eineir Namen, nur den einen «Nvinn für Ite: die Deutschen. Es ivar Aiwcr, sich vvm Fcüid< vvr- zustellen. daß seine Her res Massen, wie die des eigenen Volkes, 'ich aus einer ungezählten Schar von geschiedenen Einreiten zusammen- setzte, nein, dort dniben schien ein jüxw llmr von jerrem Willen be- scelt, den er dem großen Ganzen beimaß. Denken jene dort in rvrcn Gräben, itrte ich von ihlien denke? sann er W lag Grund zu einiger Naclchcnklichkcit vor. derm che es hell wilrde, würde ihre Artillerie einsetzeii und niit den ersten ^onncnitrahlen begann der Sturnr. Nichts beruhigte tiefer, alS dke Erinnerung an die unübersehbaren Massen von Soldaten die mtt ihm aus ich Geschick warteten und auf Rußlands Kraft bauten Er vegriff un,rcher, daß tvohl ein Zweifel nwglulr sein, ob die Menge stets dasselbe bedeute wie die Kraft, und ob nicht vielleicht £f r Mut des Einzelnen durch das Opfer voii Hunderten bezahlt wuide. Aber diesem Gedanken hing er nickt imch, dciin e>> lag seineni Wesen ruckt, sich die hockrgesinnte .Entsck/ossenl-cit zum Acubersten durch Ziveifel arr jener Autorität der Führung zu trüben, die sür ihn ctivas von der lveisen Allmacht der' Vorsehung hatte. , .. ^9 °* n Ruhetag sür ihn genxn'en war, halte er ms zur Llbenddantmerung gesckKascn. und es erschien ihm genußreich und erbe'eiid nun zu ivachcn und seiner Pflicht aus Eigenem ein Opfer lnnzuzufügen. ^lber je näher der Morgen heran- ruckte. umso eigenartiger bewegte der Schritt der- Zett sein Gemüt und seine Gedankcrr Die Bilder tauchten rucklreisc und mit merk würdiger Teutlickkcit vor ihm auf. -iuweileii war ibm zu M'ut als erlebt er als ein Andererden ZusSand seiner selbst. Mile S^ckierhitt. dachte er. rch atme, denke und befinde mich der vernuiistiyen und mutigen Erwägungen, aber bann plötzlich, wne uad) emer Umschaltung, foiu ihin in den Sinn: r ? c F ■^? { L cr , r ^ £ “ t'or. ,Lst cs denn das erstemal heute, daß ick ^.^be' er l«tt. .oder sollte eS das letztemal le,n. gerade je^t und heute das letztemal?" ihii aus s^nen Gedanken. als ein Ruf it>u traf. Die Bilder der^ Heimat. das Zinvwer der Eltenr. die freundlichen 0^ ^te die Sonne aus den Gesimsen und die Misere Stimme seines Bruders, der Lehrer rm Dorf war, alles versank unter diesem Liucus. Es nxrr bell geivorden. Und rvas von iiun ab geschah. , er es. ahI säße er noch tun Feuers unb f&me, als erzählte cS ihm ein Andvrckr, den er sckwn vost Rniib «uf foliute, der solcherbare Andere in der eigenen Brust. Vrem^l 'E und nahm teil an sich, mtc am Geschick eines .. -^un g ing er den Zug seiner Leute im Graben bnrrf>. weit bin^u: Aren tobte die Alrttlleric ber Fyren, das leer ein M- BraU len. dessen gereizte Hast das Blut stillte. ^?"«?^erschied kauin noch ernzelne Schläge. Andwjef gab er und Qcrabc jetzt? Es ist 'raM. v^rchte er, ich liebe ihn. genügt das nickst, ibm die Hand zu reichend 'M dachte er dann plötzlich fast ,mr Gefühls - ?t chuldigen. daß er dem Aufwallen eines c£2? , I n af^ährt halte. Stc mami in einem der vorderen ffl' fr -!r f!l '^ogte eS heran, unsichtbar den Augen, Rur hin und imeder war einem Masse ^umnt. Da tarnen Ä 6 ^ lvba l »mbcnuKn, ccneut, endlich, mm galt es' ^rde er gewahr, daß sein Qkböv auf eine inerb twirbtac Art zi. venagen .'chica. er kannte diesen Zustand von ändc ren Sturnraugrisfeii lyex. Alles versckiwamm zu eine.:: Ugen gxdlai Sausen, wie ihm das Mieerwasser geklungen . er als Knabe zum erstenmal tauchte. Man mutze sich krampfhaft, wie bei halber Bttvussthett, an seine Absicht halten, ihr Sinn war cm- sa?. es hieß, vorwärts. Seine eigene Stimme hörte er nicht, sondern er suhlte sie. als eure befreiende Erschütterung. Um ihn her streifte ; tn diesem heißen, singenden Streifen, nrie blasses. Hl arme» treuer, wurden die Kameraderi dahingerissen, ihm rvar. als anken ,re nicht zu Boden, sorrderii als risse ein glüMnder Sturm sw nach hmten zurück. Ein eigensinniger, brennender Stolz erhob l ~ U ?ohen des Lebensbcwus-tseins, die er vorher nic.nals g.ahnt hatte, rhin war pft, als flöge er und kreiste zugleich, sein >?aupt 'cknen ihm hoch über den Körper erhaben, groß und voll '^merz- haster Klarheit. ,7.^.dlödlich gab es eine Stockung. Er begriff ihr Grainnhafles nicht, sondern riur ihr Hindernis. Eine Schär der eigeiien branoere UE- War er mit semcm Zug deiin Nicht mehr an der Sritze ^ Rablings oegriss er: die Drahtverhaue. Um ihn ber sprrnie -u-m Schaum und nasser Lehni. Der Boden schien erhöbt und aufgev'' E^ nwr Fleisch, über das er stainpste, reichte es denn bis g';. t - »Vwrrf »mdernttscs?,. Sein Sufi «litt aus. er lachte m« H l d S 5 \ nd > en der Srgrrneiiheu und des Entsetzens, aber sein nnlde- «Zehre», voran ,u lomnn-n. verminderte sich nicht, sondern ward gesteigert .Aoch aus den .sturen, ,'ah er sich um. ein I-r-in- drohiwiides Meer von verzerrten Memckiengesichtern trieb ihn öur. Er ivars den ^abel rort und ergriff ein Bazonett. das vor ihm ^'nvT 1110 j 5 Vjrt g^^g ?0N dem nassen, warmen Ztzolbeii :'.,S. aii >en er sich klammerte, im Gefühl, einen ganz neuen, umH \ wmdbaren Halt gefunden zu habeir. Die Waffe scknen ibn mit ■u ^ntzen. als glühte nock, der SiegksnnUc des Toten in ihrem Schaft. Es gmg steil lwrgan. Zersplitterte Balken und lange gewundene Erdgraoen. zum Teil rroch von Rasen und Holz über- ?? tc '^brn er sah Er begrifs. daL der erstq Tkrrll» m rr^udcs gciwmmcn lvar. irgent. etwas von ihm 'eyle lählings zu erner rast arglosen Besinnung aus. als wa^c ein raseiid ablauscndes Uhrwerk in Stillstand geraten. Wo waren l üx £ j nai Augenblick vor, als sei die t, aMr ichc. hier, dort, neben ihm tauchten sic au», taumelnd, aber rn rener rastlosen Gebärde dvs srnkvrdcn Muts, che ihr erstes wieder erlrmchtcs Bewußtsein rhireii ein- etwas schllc. nun verstand er, der Zusanrurenhang. ^..r aus sener mächtigen Masse diese arme Sckar Vereinzelter cu.eerocn, aus lenen leideu.'chaitlicken Helden nur ihrer blutigen £ lC } ( hlI J ,ü i ni "^'lder am Ziel? Er brüllte einen Bc ^ ■ ^lnchcnacker. niemandem zugnvaiidt und von h nl 1 5 I n?; tn!n s i ;' n H !C s' ^ 01 H daß die Frucht der stirckt- davn ..tubc rcrXrrb. Und che noch dre Zieger ihren Sieg be- grisse:!, tauchte es rasch und in böser Geschlossenheit vor ihircu auf. wn au^.' dem durcknmhltcn Boden getvachsdn. in einer Verderb-- iSfl * 11 lOTC rt>ri 0071 blitzenden Spitzen der Bajonette Snwe, Rastlosigkeit verkchne sich in sinnlose Wut als er cmcil Teil ferner Kameraden ihre Waffen neu rwn fick werfen erheben sah. Das sollte das Ende fern? Er ' eb U das Baionett unter den Arrir. als sollte es auf ewi.r nnt ei nein Leib venoachstm, und sttlrmtc gebeugt vor, ingriiumig sich keiner anderen Tatsache beivußt. alGs'eines Siegs Bor S,EE aus dcn ,'ndlnchtm Reihen vor. n,tt!Mv erfaßte er ihren Ztirus. man wollte ihn schonen, aber brüllt m. snampfte er werter wern Feind, der einzige, wie c - r'un Z w bi^rWelt des Irrtum- und der Schmach noch ^ ^'?^rade und schrie ihm etwa- entgegen. '!pr nuchts vermochte mehr den ^lurm zu bannen, der ihn voran Ä. ^stlmd etN'av UnMhenerlickres. loomrt diese rnbrgc Statue : - c sck)n^'^! ,Ä^ il)n xot an ' ciTT idh ” Trennen 'vcr- ii« ^ 00010 "ilt.eurer rasckwrr. kreisender' o-.: ster- ausgerissene Stirn, im Sinken grub &• k krampfhaft mit der Retinen an gepresst y:\t i”.^e ihn eine kleine Weile, so daß es den enveckte, a.s grübe er mit melancholisch hauende in Kopf nach dem schätz 1 einer letzten Rulx'. dann fiel er zur Seite in einen scherzen Abgrund, der nicht endete. Unser Heimatdichter Rudolf Dietz. Wiesbaden. Verfasser der lustigen^riegSbeste in nassairischer Mundart. .Pefferniß' und Slwmksacke veröffentlichte m einer der letzten Rumniern der Münchener ,F»>gend da§ nachstehende Erntegedicht: vie deutsche Lrnt Aetzt guckt nor, wie se schaffe, fec schaffe im die Wett; Sogar drei gehle Affe Ans Japan schaffe met. Fran,lise dahte säe, Die Belgier hunn geeggt: stetzt ^dnbn die Rnffe mähe. Der Scheiitelmen, de' recht. 464 — Mer sollte dut uns darwe, Hie is die Antwort druff ; Der Jean bind't unS die Garwe. Der Charley stellt se uff. Verhungern und verzage, Des wor e' schlechte Dram: Der Henry lädt de Wage, Der Edward fährt 'n Ham. In Ost un West die Bresche Se wollte schlage vorn; Uns kunnte se nit dresche, Se dresche unser Korn. Un wie e' sah die Kelwer, Hot Aaner laut gelacht: Der Herrgott hot sich selwer Uuff unser Seit gemacht. Do klappt's, des will ich meine, Wie der do zu unS stund; E' ließ die Sunn uns scheine Su heiß, als wie e' kunnt. Un wie uns' alder Schimmel Do ham de Wage zieht, Do klingt vom Helle Himmel Ganz leis e' JriedenSliedl ^Jugend" Nr. 34. R u d o lf Di etz. vüchertisch. — BiSmarcks Friedensschlüsse von Prosessor Dr. Johannes Haller („Weltkultur und Weltpolitik": Deutsche Folge 10, Verlag F. Bruckmann, A.-G., München, 1916). Preis 2 Mk — Bismarcks FriedenSschlüffen ist es eigentümlich, daß sie ein Programm waren, aus lange Jahre hinaus Europa und der Menschheit den Frieden zu sichern. Go kommt eine Schrift wie gelegen, die aus dem weitschichtigen Material knapp und klar die Leitlinien herausarbeitet, die Bismarck bei seinen Friedensschlüffen eingehalten hat. die Grundsätze, von denen sein Handeln bestimmt wurde. Die glänzendste Leistung BiSmarcks war es danach, daß es ihn: glückte. Oesterreich an die schleswig-holsteinischen Interessen zu ketten, wodurch er die neutralen Großmächte, vor allem England, vor einer Einmischung in eine rein deutsche Angelegenheit, die leicht europäische Bedeutung gewinnen konnte, fernhielt. An dem Friedensschluß des Jahres 1866 lernen wir vor allem die Gabe Bismarcks bewundern, mit hellseherischen: Blick in die weitere Zukunst au schauen, und damit, daß er Oesterreich schonte, für Jahrzehnte die europäische Politik in seinen: Sinne festzulegen und zu bestin:n:en. Nur im Frankfurter Frieden hat Bismarck sein Ziel, die deutsche Einheit dadurch zu behaupten, daß er Frankreich seines vorfprmgenden Glacis beraubte, nicht ganz erreicht. Es mag dahingestellt bleiben, welche Gründe ihn schließlich bewogen, aus Belsort endgültig zu verzichten. Vermutlich war es die Sorge vor einer europäischen Jirtervention, die ihn veranlaßte, von dem Maß seiner ursprüngliche:: Forderungen das nicht unwesentliche Stück sollen zu lassen, wie ja überhaupt der Alpdruck vor einer Ein- Mischung dritter Mächte sich wie ein roter Faden durch alle Entschlüße der Bismarck'schen Politik zieht und ihr Dogma in dem Satze gipfelt: Unter Vermeidung des Dazwischentretens Neutraler rasch zu einer Einigung mit den: Gegner zu gelangen und zwar aus der Grundlage eines Maximums des Erreichbaren. Für die Gegenwart aber kommt die Schrift notwendig zu der Frage: Was täte Bismarck heute nicht? Daraus gibt Haller auf Grund der Ergebniffe seines Buches die Antwort: „Erwürbe sich nicht danach u'msehen, was andere täten oder getan haben, er wüßte von allen: Anfang, was er zu tun hätte. Bismarck- Friedensschlüsse sind gerade darum solche Meisterwerke, weil er sie selbst gemacht hat. Sie sind die seinen nicht nur, weil er sie unterschrieben hat. Wissen, was man braucht, und wißen, was man will — das ist die große Lehre, die aus seine:: Friedensschlüssen wie aus allen seinen Taten spricht." — .Bühne und Welt". Das soeben erschienene Septemberheft der Zeitschrift bringt einen in der Theatersache besonders bemerkenswerten Aufsatz von Dr. Artur D i n t e r, dem Verfasser der bei I. F. Lehmann in München erschienenen Broschüre „Weltkrieg und Schaubühne". — JohS. Schlaf ist mit einer bedeutenden philosophischen Abhandlung, die sich mit der Zukunft unserer Wissenschaft und unseres geistigen Lebens befaßt, vertreten, lieber „Die Ziele sittlicher Lebensführung im Spiegel deutscher Dichtungen" schreibt Professor Dr. L. Huber, Wien. - Eine besondere Bedeutung enthält dieses Heft durch die darin veröffentlichte Dichtung „Hermoders Ritt" von Eberhard König. Fritz Droop ist mit einer Würdigung des gefallenen Malers HanS Meckelburger vertreten, von dem ein Selbstbildnis in dem Hefte wiedergegeben ist. — Preis des Heftes Mk. —,60, HalbjahrSbezug Schr:stle:tung: Fr. R. Zenz. - Rotationsdruck und Verlag der Br 3,50 Mk. — Durch jede Buchhandlung, die Post und den Verla von „Bühne und Welt", G. m. b. H., Hamburg 36. — Heilen und Helfen. Von Dr. Hermann Tekker. MU zahlreichen Abbildungen nach Originalaufnahmen. Preis geheftet 1 Mk.. gebunden Mk. 1,60. Stuttgart. „Kosmos", Gesellschaft der Naturfreunde, Geschäftsstelle: Franckh'sche Verlagshandlung. — Kulturgeschichte des Krieges. Von Professor Dr. K. Weule, Geh. Hofrat Dr. E. Bethe, Profi Dr. B. Schmeidler, Pros. Dr. A. Doren und Prof.' Dr. P. Herre. (II und 118 S.) 8, („Aus Natur und Geisteswelt", Sammlung wissenschaftlich-gemeinverständlicher Darstellungen. 561. Bändchen.) Preis geheftet Mk. 1,—, gebd. Mk. 1,2b. Verlag B. G. Teubner, Leipzig und Berlin 1916. — „Die Kriegsschauplätze auf der Balkan' Halbinsel und im Orient." Als eine der besten un» neuesten en:pfehlen wir die bei BrockhauS in Leipzig zum Preise von 7b Pfg. erschienene Karte „Die Kriegsschauplätze auf der Balkanhalbinsel und im Orient". Sie hat das Formal von bl: 69 Ztm. und ist in sechs Farben ansgeführt. Die Hauptkarte umfaßt nicht nur den ganzen Balkan einschließlich Rumänien, sondern auch Siebenbürgen, einen großen Teil von Ungarn und Südostgalizien mit der Bukowina. Auf vier größeren Nebenkarten sind Vorderasien mit dem nordöstlichen Afrika, der kaukasische Kriegsschauplatz, Mesopotamien und Unterägypten mit dem Snezkanal dargestellt. — Von deutscher Art. Von Prof. Dr. Dietrich Schäfer, Berlin-Steglitz. (Im Buchhandel nicht erhältlich.) Sonderdruck aus: Der Krieg 1914/1916. Werden und Wesen des Weltkrieges, dargestellt in umfassenderen Abhandlungen und kleineren Sonderartikeln. Unter Mitwirkung hervorragender Fachmänner herausgegeben von Dietrich Schäfer. Mit melen Karten, Plänen, Kunstblättern, Textbildern :md Beilagen. Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien I. Band gebunden 10 Mk. (Unter der Presse.) - Neue Frauenkleidung und Frauenkultur. Organ des Verbandes für Deutsche Frauenkleidung und Frauenkultur. Schriftleitung: Klara Sander, Else Wirminghaus, be:de in Köln. Verlag der G. Braunschen Hoibuchdruckerei in Karlsruhe. Jährlich 10 Hefte in Hoch°Quart mit zahlreichen Abbildungen und Zeichnungen auf Kunsldruckpapier, sowie Schnitt mu st er- bogen. Preis fürs Jahr 6 Mk., fürs Halbjahr 3 Mk. Probehefte unberechnet und portofrei. Aus den: Inhalt des Septemberheftes : Kriegsbekleidung. — Stadt und Land. — Ein Buch über Atemgymnastik. — Einige Zuschriften zur deutschen Frauenkleidung und was dan:it zusanunenhängt. - Künstliche Blumen. - Verschiedenes: Motto. — Ein Erlaß des Kultnsininisters gegen die Modetorheiten. - Von: Verband Deutscher Kinderhorte. — Die Kunst in der weiblichen Handarbeit. — Stimmnuaen. — Mit oder ohne Draht? — Der Schißbruch der Deutschen Mode '? — Eine Verordnung des Gouverneurs der Festung Köln. — Gesu,:derhaltung — eine sittliche Pflicht. — Ter Kriegswerl unmoderner Kleidung. — Bncherbesprechungen : Das Kleid der Frau als Ausdruck deutschen Wesens und deutscher Kultur. — Die neue Nadelarbeit in der Volksschule. — Die Beratungs- und Auskunftstelle der nationalen Frauengemeinschaft Köln. — Sprechsaal. — Preisausschreiben. — Vereinsinitteilungen. — Beschreibung der Kleider. — Schnittmusterbogen. _ Silbenrätsel. a, a, a, con, dolf, &ra, he, in*;, köpf, li, wob, na, nit, ra* rac, ren, 8a, snl, ?ar, wer. AuS vorstehenden Silben und Buchstaben sollen acht Wörter gebildet und derart untereinander gesetzt werden, daß die Anfangsbuchstaben von oben nach unten und die Endbuchstaben von unten nach oben gelesen den Namen eines Komponisten und den Titel einer Oper desselben bezeichnen. Es bedeuten aber die einzelnen Wörter folgendes: 1. Ein Konditorei-Erzeugnis. 2. Männlichen Vornamen. 3. Afrikanischen Volksstamm 4. Hohen Stcratsbeamten im alten Rom. b. Geistiges Getränk. 6. Eine GesteinSart. 7. Ehemaliges Königreich. 8. Ein Gewürz (Auflösung in nächster ydummer.) Auflösung des Ergänzungsrätsels in voriger Nummern Wenn die Rosen aufgeblüht, Geht der Lenz zu Ende; Wenn die Sonn' am höchsten glüht, Naht die Sonnenwende. Rückert. 'scheu Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.