Der KMmm-VlMan. Roman von St.. E. White und S. H. Adams. Autorisierte Ueberühmrg. — Nachdruck verboten. (FortsMmg.s Zn dieser Nacht träumten die Offiziere der „Wolverine" von Lichterscheinungen und Erdbeben. Als gegen Morgen der Nus „Segel ahoi!" ertönte, fuhren sie Lusnshmslos in die Kleider. Sonst pflegen Marineoffiziere nicht gerade an Deck zu stürmen wie neugierige Schulmädels, aber die Wette mit Edwards diente ihnen als Vorwand für ihr ungewühickiches Erscheinen zu einer Strurde, da die Dienstfreien von ihnen gewöhnlich noch im tiefsten Schlafe lagen. Sie fanden Carter, der die Deckwache hatte, im besten >Zug, den Ma Kosen vom Ausguck gründlich zu rüffeln. „Nein, Herr Leutnant/' verteidigte sich der Mann. „Das Schiff hat kein Licht gezeigt, sonst hätte ich es schon eine Stande früher sehen müssen." - „Schon gut," sagte Carter unwillig. „Wer löst Sie ab?" „Bennett." „Er soll antreten. So! Elstern Sie auf, Bennett!" Als der Gemaßregelte verdrossen nach unten schlich, Murmel te Aarnett: „Auf mein Wort! Ich würde mich gar nicht wundern, wenn der Mann recht hätte. Da ist irgend etwas nicht in Ordnung an dem Ding. Sehen Sie nur, wie es sich an stellt!" Das etwa drei Meilen luvwärts befindliche Schiff war zwar ein Schoner von dein ans dem Stillen Ozean üblichen Zweimaster typ, manövrierte aber so merkwürdig, wie es weder auf dem Stillen noch auf sonst einem Ozean gebräuchlich ist. Während Barnett noch sprach, legte sich das Schiff über und schoß in den Wind, daß alle Segel losramen, fiel dann ad und luvte, als es von neuem Fahrt betau:, wieder langsam in den Wind. „Ganz sonderbare Manöver !" murmelte Edwards. „Mir scheint, es steuert sich selbst." „Mr gut, daß der Schoner luvgierig ist," erklärte Jves, der sich aufs Segeln verstand. „Das Pflegen übrigens die meisten von dieser Sorte zu sein. Sonst wäre sie bei solcher Segelei bald ihre Masten los." Kapitän Parkinson erschien auf Deck und beobachtete dass seltsame Fahrzeug längere Zeit eingehend durch sein Mas. jemand an Bord zu sehen?" schrie er zun: Ausguck hinauf. „HLein, Herr Kapitän," antwortete Sennett. „Mr. Carter, wollen Sie den Quartiermeister mit den Signalflaggen an Deck beordern-!" „Jawohl, Herr Kapitän." [ 1 „Was? Wir werden ihn reicht anlausen?" fragte Mc Guire, sich überrascht zu Edwards wendend. „Soll ec uns etwa mit seinem verrückten AmoTausev ein Loch in unsere schön gemalte Bordwand stoßen? Das fehlte gerade noch!" Nachdem der Quartiermeister die entsprechenden Befehle empfangen hatte, entspann sich eine allerdings einseitig geführte Unterhaltung in der knappen, aber ausdrucksvolle« Flaggenspcache. „Was für ein Schiff?" Keine Antwort. „Seid ihr in Not?" fragte der Kreuzer weiter. Aber die Großsegelsgaffel des Schiffes blieb immer noch leer und stumm. „Dreh' bei!" verlegte Onkel Sam sich jetzt aufs befehlen! Ohne Resultat. „Na, dann wollen wir mal ein bißchen deutlich mit ihm reden!" sagte Kapitän Parkinson. Ein scharfer Kanonenschuß — und die Kugel sauste vor dem Bug des Seglers vorbei. Als ob er jetzt gehorchen wollte, machte der Schoner bei einem Windstoß eine Wendung luvwärts. „Aha! Nun kommt er uns!" lief es durch die Reihen der aus dem Achterdeck Versammelten, aber nach einigen Augenblicken folgte der Schoner einem alleren Windstoß und siel wieder weit ab über den andern Bug. „Wrack!" sagte Kapitän Parkinson. „Scheint aber rwch in gutem Zustande. Doktor Tvendon, bitte!" Der Arzt trat zu dem Kapitän heran, mij) die anderen Härten ÜHt auf eine Frage, die sie nicht verstanden, in seiner knappen Sprechweise antworten: - „Sckwu uröglich. Vielleicht Beri-Beri. Wahrscheinlicher Pocken. Aber ein paar müßten doch wenigstens an Deck sein." „Oh jel Ein verseuchtes Schiff!" seufzte Billy Edwards. „Das wäre Pech, wenn gerade ich Befehl kriegte, cm Bord zu gehen." Er schauderte leicht zusammen. „Ha^n Sie Angst, Billtff?" fragte Jwes. Edwards draufgängerischer Mut war so allgemein bekannt, daß man sich diesen Scherz erlauben durste. „Na, angenehm war' mir's gerade nicht, wenn meine Schönheit durch Pockennarben entstellt würde," meinte der Leutnant mit einem gewinnenden Lächeln. „Außerdem habe ick) eine Ahnung, daß diese Begegnung uns kein Glück bringt." „Und ich habe wieder eine Ahnung, daß Ihre Ahnung falsch ist. Für wie lang halten Sie das Fahrzeug dort'?" Mil prüfenden Blicken n:aß Edwards den Schoner, dem die „Wolverine" sich unterdessen bis auf eine Seemeile genähert hatte. „Achtzig bis neunzig Fuß." . _ . . „Sagen wir also 150 Tons. Und em Zweimaster ift eS auch, nicht wahr?" fuhr Jves fort. „Allerdings." — 446 „Sehen Sie! Ich habe nämlich eine Ahnung, daß jener Schoner ein außerordentlich wertvoller Fund für jedes Schiff ist, ganz besonders aber für das unsrige." „Heiliger Brahma!" stieß der Leutnant hervor; „Sie glauben doch nicht etwa, daß wir die „Laughing Laß" gefunden haben?" Wie ein elektrischer Schlag durchzuckte es die Gruppe der Ofsizere. Alle Ferngläser richteten sich auf den Schoner, der wieder eine .Schwenkung machte. Aber die Spannung loste fick) in einem Ausruf der Enttäuschung — der Name am Bug des Fahrzeuges war übermalt! „Berd . . . ammt!" murmelte Edwards. „Aber ich will auf ein zweites Diner weiten, wenn —" ,,Mr. Edwards!" rief der Kapitän. „Sie werden mit dem zweiten Knitter an Bord des Schoners gehen und eine Untersuchung vornehmen." „Zu Befehl, Herr Kapitän!" Der Kreuzer dainpfte noch eine halbe Meile näher an das treibende Fahrzeug heran und setzte dann ein Boot aus. Alle Kameraden beneideten den jungen Offizier, der in deill von Timmins, einem alten erfahrenen Bootsmanns- rnaat, gesteuerten Kutter sich rasch dem fremden Segler näherte. Man sah Edwards an Bord klettern, während das kleine Boot unter der Gillung des Sclioners festgemacht wurde. Gleich darauf beobachtete man, wie die Fockschot aiv- eWff bor den Wind gelegt wurde; dann lullte sich das Focksegel, und nun wurde das Steuerrad so gelegt, daß der Schoner stetigen Kurs beibehielt. Mit geheimem Bangen sahen die Kameraden Edwards imt dem Bootsmann unter Deck verschwinden, nach einer Wecke aber wieder auftauchen. Ihren Höhepunkt erreichte die Spannung, als unmittelbar darauf das ausgesandte Boot sich der „Wolverme" wieder näherte. Aus Billy Edwards Gesicht vermochte niemand recht klug zu werden; es glühte vor Erregung, aber in der Stirn waren tiefe Falten grübelnden Staunens. . >Vr\2 n ' Edwards?" fragte der Kapitän mit einem vergeblichen Bersiich, ferner Stimme einen völlig gleichl- gültigen Klang zu geben. „Es ist die „Laughing- Laß", Herr Kapitän. BollkonÄ- Bord!""^ 0 unö m outer Ordnung! Aber keine Seele an der Kapitän^" mit na ® unten, Mr. Edwards," befahl 3. Kapitel. Das Todesschiff. Nach einer Halden Stunde erst kam Billy Edwards wie- {£«2! Neue Falten waren auf feiner Stirne und sein WZ! : J°Ü uns, als sei ihm' in der Kapitänskajüte ger^rdo sofort ^ u^enehmes widerfahren. Die Offiziere umringten ihn amAliSiS’" - mrn to "Donnerwetter!" rief Barnett. „War's so toll?" ' „Was wollte er nicht glauben?" drängten die andern. „Und ich kann cs ihm nicht verdenken!" murmelte Ed- SSSiTiStSS^t-z, 1 * *. c. suld folgende: Da drüben liegt wirklich ouöh^ng Laß ; cut ivenig initgenommen vom Wetter s “Äi'tS'r'Ä ÄS fÄpiÄfÄtÄf Wl i fUd) .vorhanden?" fragte Jves. genügt ' Gig, und zwei Landungsboote! Ist das nicht „Getoiß!" .Schiff ganz genau an non innen und L» SIS »»»»J Ä tuü; |a 9 ltt - di« Sache macht mir Kopfschmerzen!" „Panik!" meinte Fves. „Wie uns Forsythe gestern abend eine schilderte! Ganze Mannschaft erschrak vor irqeiid drein^"— nannte davon — mit bem Teufel hinter ihr -^ffsinannschaften können nicht aussteigen, um die nächste Ecke laufen und sich verstecken!" brummte Barnetk. . freilich," gab Jves zu. „Vielleicht jagte eine vulkaulsche Eruption den Leuten solchen Schreckeii ein, daß sie ansrissen —" „Höchst unglaublich!" sagte Edwards. „Nicht unglaublicher als die Tatsachen, die Sie UnZ soeben erzählten!" „Auch wahr," knurrte der junge Offizier, „War es vielleicht eine Epidemie?" rief Barnett. „Wäre J 11 ?*' Möglich, daß die Mannschaft allmählich wegstarb und der letzte Ueberlebende, nachdeur er die Körper dev Toten ms Meer versenkte, ihnen im Fieberdelirium nachsprang?" , ''Wenn der Herd in der Kombüse noch heiß war, nein!" sagte Doktor Trendon kurz. „Bei einer Epidemie geht es übrigens ganz anders zu." „Sahst bu nach dem Steuerruder, Billy?" fragte Jves'. „Selbstverständlich! Damit hat es auch wieder eine eigene Bewandtnis. Am Ruder war alles in Ordnung, der Kompaß aber total verdreht, gerade so, als ob alles der* hext wäre!" „Und was sagte das Schiffsjournal?" „Nirgends zu finden! Suchte oben und unten, vorn' und achtern, in jedem Winkel danach. Nur in einer ae- wnltigen elsenbeschlagenen Kiste noch nicht, die ich in der Kapltanskabine fand.. Sie war nicht anfzukriegen." „Sicherlich Doktor Schermershoriis Kiste," rief Barnetl aus, „denn er war ja an Bord." . "Svo? Na, jetzt ist er jedenfalls nicht an Bord," er- &e s Vk Offizier verdrießlich, „Wenigstens nicht in ftch!e'er plöAch hinzu, ^ ^ Schichte Msst< «.toAWl 0“”*'" sagte Barnett ruhig, „es fehlt noch etwas Oder hat Ihnen der Kapitän befohlen, bie Sache als Dleiistgeheimms zu behandeln?" ‘ * M^.'-Eapttan Parkinson legt meinem Bericht nicht so viel Wichtigkeit bei, daß er mir verboten hätte, darüber zu sprechen, antwortete Edwards mit einiger Bitterkeit nicht glaube!" wirklich so, daß ich ste selbst „Vielleicht glauben wir daran!" „Meinetwegen!" sagte Edwards. „Mit dem Schoner da drüben ist es nicht ganz aehener." -^oner ~ ^it hattest wahrscheinlich schon starkes Fieber, ehe du an Bord stiegst," neckte ihn Jves. bac ^!? tr P r . auch. Ich würde es jetzt iwcht Jft, öe ” n \ d) bcr , blnzrge gewesen wäre. Alberiier An- ^ von Vorahnung! wurde ich gesagt haben. Mer die Begleckmannfchaft spürte es auch! Die Leute drängten sich s? zusammen Nne erschreckte Schafe, und einen von ihnen horte ich zu fernem Nebenmann sag>eu: „Du Bouey ist uls ob jemand auf deinen Nerven wie auf ner Fiedel rnmkratzt?" Nun sag' mir ein Mensch- Wie konunt 'ne Teerjacke zu Nerven?" .Wig „Die Sache mit deni Kompaß ist seltsani aenua " w* Barnett langsam. Der nnsrige ist j'etz! wi^er^in LdnuL Offenbar muß der schöner dem Ort der elektrischen Störnim £ utsrö,« 1 ;. 6l8 ”" i ‘" t 3 .»<«äsks - »-« - „Und der Kapitän war von dem Resultat deiner Re- Ed'wards" Setak Ct6,1Ut? " fca9te feinenIre® ,,Er meinte, ich hätte den Kern der Sache nicht beraub gefunden, antwortete der junge Offizier dem hnftpt ^Int ms Gesicht schoß. „Na, vielleicht findet er selbst mehr ja schon."^^^lls wird er den Versuch machen — da ist er erschie?^ ^^rendon," rief der Kapitän der soeben an Deck erschien, „wollen Sie mich, bitte, zum Schoner begleiten!" seinenHSLhebeL *** "asch von (Fortsetzung folgt.) — 447 — Anloq. Ein Besuch des ersten Schlachtfeldes der 116er. Von Ernst Muth. (Nachdruck verboten.) Ein Aarbläuer HimüMl wölkt sich über das badische Land. Vom wavMen Sonnenschein über gossen gliedern sich breit gähnte Dachflächen aneinander, im! Schniucke reifender, wogender Getreidefelder, frischdriftenden Heues, stolzer Wälder und rot-grün schimmernder Heidefläck^en, wo üppig wucherndes Farnckraut urrd vielfach mannshoher Muster um den Vorrang wetteifern, ohne dem Heidekraut einen Platz an der Sonne gönnen zu wollen. In drahtunt- zäunten Weideplätzen grasen schwarz-tveist-scheckige Kühe in Gesellschaft Meckenrder Gaise. Ein Bild reinsten Friedens. Urrd doch fährt es sich ffoum! zum zweiten Male, da furchtbare Schlachten sich über dieses Land wälzten. Hier schon die Spuren. Links der Straße, int Ginstergestrüpp verborgen, erhebt sich ein weißes Holzkreuz mit dem Worte: „Franzosen". Rotbraun schillernde Gräser, Ginster sprossen ans dem Grab wie ringsum. Jetzt streckt sich auch rechts ein Kreuz aus der Heide und wieder eins und abermals eins. Sie nliehvm sich. Sogar im Walde, im Dome schweigender Tannen findet man die Toten stätten. So zeigt sich einem heute das Schlachtfeld Von Anloy, wenn wchn sich von Süden her nähert. . Wald lichtet sich schnell und rechterseits erschließt sich der Blick auf die Gegend. Ter Höhenzug dacht sich hier sanft ab. Um! renseits wieder zu einer neuen Höhenkette anzuschivellen. Und drüben, mitten aus dem! dunklen Walde schimmert ein marmor- weißer Prachtbau, das Schloß Roumlont. Diesseits aber, vom Waldsaunre an bis Munter ins weite Dal, leuchtet eine Unzahl weißer Kreuze, die fernliegenden nur als Punkto /Wrivii v» Ci 11. v » J ....... . . '/ r-, , /»t erkennbar. Auf diesem! Felde entdeckt man zuweilen verrostete Ge- / unförmige Patronenhülsen, halbfaule Tornisterfetzen, wchrläuse.. 0 _ . Jü Schuhsohlen Und schriümelige Läerriemen. Eine Seltenheit war das langspitze, rostige Sprimgstück einer Feldgranate zur Seite eines Grabes. Zur Straße zurückkehrend sehe ich bald Anloy in der Talmülde rM Baumgewirr versteckt liogen. Ta ftoßss ich auch beiderseits des Weges auf die ersten Gräber ,,von tapferen Kriegern des Infanterie- Regiments 116". Wie mir das durch die Seele zieht . . . alles Kleben dieser zweier Jahre durchzuckt blitzschnell das Gehirn und alle Gedanken venveilen in Erinnerung an jene ersten Kriegstage. . ,Rechts, in einer von Hecken umreihten Wiese ki'tudet eineKäeuz- mschrift. daß hier HauptMann von Normann und drei Soldaten der I. Kompagnie 116 ruhen. Ein ausgeblühter Rosenstock, Ber glßmeurnicht und ein abgestorbener Kranz ehren die Stätte. . . Gleich vielen Ardernnendörfern zieren auch Anloy die charakte- rrstrschen hochstämrnigen Eschen. Tannen und Rotbuchen. Kleine, weiße Häuser schmiegen sich, wie geduckt, dicht beieün ander die Straße hinunter. Hier hat der Kämpf kerne merklichen Spuren hinterlassen, anders Mitten im Dorfe, wo lange Häuserfluchten dem Unheil zum Opfer! fielen. Kahle, groteske Mauerreste glotzen einem, loie gräßliche Berwurrdete mit stieren Au gm und ent- stelltm Zügen, entgegm, die in ihrer ergreifenden Traurigkeit ein beredtes Zeugnis von der Furchtbarkeit jenes blutigen Tages ab^- legm. Beinahe schon muten eiirem diese TrümMer rnrd Manerfetzen, auf deren Rärrdern Moos und Unkraut ein neues Leben treiben und rn deren Oede Sperlinge kreischen, wie die Ruinm stolzer Burgen aus längst vergessener Zeit an. > , , >Es ziehen muntere Mädchen vorüber, in dm landesbräuch-, lrchen hellkrassm Farben gekleidet und mit schneeweißm Schuhen angetan: fte treiben Kühe zur Weibe. Mm wähnt nicht in einem Dorfe von ungefähr 150 Seelen zu sein, denn in Deutschland hält ^ eröl ^9^ Kleidung mit dem Lande ftir unvereinbar Mtt einem, Männe der auf einem Klotze fitzend seine Smse dengelte, habe ich em Geispräch angesponnen. Im Nu horcht die ganze Nachbarschaft und nähert sich langsam, bis ein ganzer Rat versammelt ist. O, sie erzählen rächt gern von jmmt grausigeni Tag. Was gibt es da zu sagm? Soweit sie nicht im Verborgenen steckten sowie mit Ausnahme von ivenigen Alten und Kindern, cmi-. anx * . unttm im Dorfe zusammengetrieben uiid die jungen Männer in einem Häufe gesondert verwahrt worden. Sie erzahlm, daß insgesamt 33 Häuser zerstört wurden und 49 Einwohner umkamm. M^tt UnterMtwtg tritt die FriedeiiSsehnsucht zutag«. ..... W tra^S-traung . . . Wird es nicht bald Frieden >ver- fe Mtt breimcnd-dr Augen fragt es die Mte. die -n Jxtnn gclegericn Kirche heruwsühirt. Letz- rj* W S. n ichiefergetafelter, innen mit reichein SchmUckwerk ver- sehmer Bau. M® RuLstätte stir manchen 116« ge- Itiorben. Rechtz hinten befinden sich an einein! lauschigen Plätzchen Leutnants Lardenbach und Jmmele. vereint lieaen 30 Soldaten gebettet, zum Opfer gefallene Einwohncr beerdigt, vevtreterre Gräber, die ein umgestürztes Nolzrrmz tragm, erregen mein Erstauiien. .. /-.Die sind schsir sehr, sehr alt," bringt das Frauchen als Euch, scyuioignng vor. Die Daus« Aulohs snrd in d« Hauptsache an zwei Straßen, ^lLnst die eine m d« Richtikng des TaleinschnittÄ« Westen, die zweite schvenkt mitten im Orte nach, Süden ab. Süolrch, parallel der erstgenannten Straße erstreckt sich fe b w Cl Pxi??S? nt r C HölMibuckel. Den hatten die Franzosm be-> ^r Straße, die nach Westen, dem Dorfe Maissin führte L? Sn ^LK rjcm die nach Süden bergan geht, scheint dev Känlpf seinm Anfang gefunden zu haben. Straße »lohnende Frau erklärte, daß die Deutschen mtlang dem Wog hinter Maliern und Heckerr gedeckt lind hi? n A\* t0h<:n EildcSrand gelegen hätten. Sie wies aus die UUgelspnren air ihrmi urassiven Steiuhaicke kleine LöMer einem ?'vhr« verursacht. "(Sine Granate war durck)k Ä ieiate EÄicherweis« ein Ausbläser. Sie LKttch! über den Gräbern der schlafendm Helden dep Schlack'tmdonner Nicht verstunmim. Schwach, fern zittert und Ä; S;f Öt0C ^¥^ rrmn ftch un-sÄÄe schwüle Rollen als ein Rusen deutm. Hort, ihr Beiider, hört, die Bahn, die ihr gebrochen, wir schvertm sicher darauf lveiter! ' Purpurrot ist der HiMmel im Westm übermalt, als wäre es der Bäderschern des Blutes, das Taiisende, und müssei^^b bem Wtar des Vaterlandes opfern Mußtenl Line mathematische Nutz. In Nr. 109 nuse^s Familienblattes brachten wir eine Be- wonach gefunden werden kann, auf welchen Wochentag e n bestimniter Tag, z. B. die Schlacht bei Sedan, gefallen ist. Aus unserer Leserschaft wird uns mitgeteilt, daß für Schaltjahre eine andere Berechnung angesetzt werden muß: Beachtuu ' bCr bd ber Vision bleibende Rest erfordert ^ 8. Für g e w ö h n l i ch e I a h r e entsprechen die Reste 1 bis 6 ^n^Wochentagen Sonntag bis Freitag; 0, also kein Rest, bedeutet an 2 ) J üv Schaltjahr r entsprechen die Reste 1 bis 6 den Freitag ^gen ^anistag bis Donnerstag; 0, also kein Rest, bedeutet Es gilt also das Sche»na: Gewöhnliches Jahr: Rest: 1 Sonntag, u 2 Montag, „ 3 Dienstag, . 4 Dtittwoch, „ 5 Donnerstag, » 6 Freitag, , 0 Samstag. Schaltjahr: Rest: 1 Samstag, * 2 Sonntag, » 3 Montag, „ 4 Dienstag, u 5 Mittwoch, * 6 Donnerstag, * 0 Freitag. vüchertisch. ® i 5 ma rck s 100. Geburtstag wird infolge des Krieges am 1. April ohne große äußere Kundgebungen geleiert werden. Um so mehr dllrste jeder gute Deutsche das Bedürfnis ÜW stch und seine Kinder sozusagen ein ^onderdenknml des größten Deutschen m seinem Hause zu errichten. „Das Bismarck- Buch des deutschen Volkes" von Dr. Alfred Funke ist dazu besonders gcelgnet. In ungcinein fesselnder Weise schildert Dr. Alfred ' Funke, das Leben und Schaffen des „Eisernen Kanzler" itub zeigt un§ die Gestalt Bismarcks, wie sie dauernd iin deutschen Volke fortleben wird. Zahlreiche Originalzeichnungen und Bilder, die tellwelie ganz unbekaynt finb, schmücken den Text, ferner sind farbenprächtige Kunstbcilagen, soivie origtnaltreue Nachbildungen wichtiger Briefe und Dokumente beigefügt. Das „BiZmarck-Buch ori Volkes" wird etwa 1200 Textseiten mit ,nebr als 800 UbbitdlNigeli unb über 40 Kunstbeilagen enthalteii. Die be- quenre Beziigsrveise iu 32 vierzehntägigen Lieferungen zu je 50 Pfg. 448 gestattet jedermann die Anschaffung dieses MonumentaliverkeS deutscher Geschichte. -Bestellungen uechmen alle Buchhandlungen entgegen, wo eine solche nicht bekannt ist, 'bestelle man beim Verläse W. V.obach L Co-, Leipzig. — N o 1 reDa n: e d e Pari s. Ro,uau non Victor Hugo. Bibliothek der Romane im Insel-Verlag zu Leipzig. In Leinen 3 Mk, in Leder 5 Mk. In der belamNen Ausgabe der Bibliochrk der Romane ist nun Victor Hugos Not re Dame de Paris er- schien-en. Das Meisterwerk der französischen Nonrantik wird in der vorzüglichen Uebertragimg von t£. von Schorn zu einem nicht n,w litcrarischchistorischen, sondern auch kn nstlerisckMN Genuß. Der Roman ist ja gepfropft voll von Ölbschweiinngen und Abhandlungen, zu denen sich Hugo bei jedweder Gelegenheit verlocken läßt, aber in der guten deutschen llcbertragung sind auch diese Abschweifungen, die ein charakteristisches Merkmal des ronwnti- schen Geschmackes sind, lesbar. Die Handlung, die estvas durstig nrrd gejucht ist, kann als bekannt vorausgesetzt werden : die Kunst der Schilderung gehört auch nicht der Handlung, auch nickst den Charakteren, die nur .selten schars hervortveten, ebensowellig den lebendiger gezeichneten verwirrenden Volksmengen, sondern dem Paris des XX. Jahrhunderts und der Kathedrale, die luie ein lebendes Wesen über den schwarzen dlmeiseuhausen der Stadt ihren Schatten wirft. stlotre Dame von Paris ist das einzige Wesen, das tu diesen: Dionuui wahrhaft eine Seele hat. Su ist der MsttelpnE, um den sich alles drelst in dieseln seltsamen Buche, das ein visionäres Bild der gewaltigen Kathedrale von Paris gibt. In der gleichen Öiusgai>e ist von dem Verfasser »Dill llileu- spiegels" Charles De Taster ein Band V l ä m i s ch -e Mären erschienen, der eberrfo solche Vorzüge der lebendigen Schilderlwg hat, wie die Geschichte von Dyll und Lamme Goed- zack. Wer den einen Band gelesen hat, wird auch mit Freude nsch den: andern greisen, der das Lebens werk des Dichtet so ziemlich -ausschopst, und er wird iricht enttäuscht fein. Ue-bertrager: sind die Mären wie der Dyll -von Albert Wesselski, dessen DiM- Uebertragnng sich besser erweist, wie manche spätere. Die ^Gediegenheit der Ausgade divfer Ronranbibstothek arrs dern Insel- Verlag bedarf keines besonderen Hinweises rnehr. — „Die K n n-ftttz Monatshefte Nr freie und angewandte Kunst (Verlag T. Bruckmann A.-G, München) vMen-det mit de-rn foebe»: erschienenen Septemderheft ihren lausenden Jahrgang. Wern: -mm: diesen mm polfftäirdigen z-kveiteuMregs^rgang drrrch- bläUert, so muß tntn gestehen, daß es kaum gtanblich erscheint, daß eine derartige, ausschließlich der Knust gewidmete Zeitsckirift zwei volle Kriegsjahre hindurch unverändert rn so mnstrergMiger Weife weiter erscheinen konnte. EE ist dies gewiß der schönste Beweis, wellt) anßerordeutlich hot-er Wertschätzung in den Meisen des kunstliebenden Pnbliknnls sich ^Die Kunst" erfreut. - Ans den: Inhalt des Septemberhestes erwähnen wir: Reich und -vielseitig illustrierte Aufsätze über das Schaffen des jetzt von Stuttgart nach Frankfurt a. M. dernsouen VMlerS uud Zeichners Johann Vtncenz Cissarz, sowie über die „Ausstellung der Künstlervereinigung Dresden I016" xonb einen sehr lesenswerten Beitrag van Josef Berrchart „Skrumvung in Mtalerei und Zeichnung", ferner ans dmn Gal>iete der angewandten Mmft die Wissätze „Gm Mudlicl-vr Wohrrfitz van LE-win Heurpel'", „Mdwirkerelen van Wanda Bibrowicz-SchreiberlMck forme endlich über den Wierser Tlrchi- tekten rmd Kunstgewerlbter Dagobert Peche. — Eine ZeckfchrW wie ,Die Kunst", die gerade in diesen Zeiten die Umerslührmg der rvvitesten Kreist verdient, füllte in keinem gebitdeteri derckschen H«ttst fehlem, und ustr empfehle» dal-er ihren neuen Iahrgamg, cms dem jeder eine Fülle von Schönheit uub künstlerischer AotD6g»mg schöpfen wird, auis angelegKnkstchste. — D ie Schönheit. Brrnd Xllll., Heft H. Bevlag der Schönheit Dresden-Öl. 24. Ölns denr Inhalt: Erimrerrurg, Gemälde von Hugo Gugg. Die Woge *xcm Fo-rdevger. Dskar Zwintscher. Bon Dieter - Gortcnhof mst Ll'bblld.uuge»r rraob Ge- nralden Zwmtscki-er's. Strichzeichnungen von -Hugo Gugg nrit textlichen Erläulerrmgen. Dhanatos Vermählung von Maulbecker. Die Schönheit in: urodermen Porzellan, sowie gute NMtva,uv:cchmen und die Beilage Ltcht, Lrlst, Leben. Einzelhell 1 Mt. — Der werteste Band der bekannteil Sammlung iillnstrierter Volksbücki«r (Verlag von Velhag-en L Klasing in Bielefeld m:d Leipzig) belMrdelt rmseren große!, Seesieg, die Sees ch la ch t v o r d e ur Skagerrak. Der Verfasser, E. von Hersseld, schildert mit einer Anschaulichkeit lind Klarheit, die allch dem Laien ohne weiteres verständlich ist, die Ereignisse des 31. Mai und 1 Juni, die unserer jungen, iatetr^rol>en Flotte zun: ersten Male Gelegerchvit gaben, sich mrt Englands weit uberlegen-er Streitinacht zn unchen und fve ompfitldlich z:: schlagen. Gill besonderes-Merkmal auch dieses Volksbuck)es ist der herworvvMend schölle, nnt viel Ge- schnlack arlsgewählte Bildevschumck, der allch eiilige farbige Kmlst- dr-rulr ans weist. Bei den: sehr billige»: P-reife ivird allst) dieser Band im wahren Sinne des Wortes bald ein VolWörich iverden. — Deutschland und d er We l t m a rkt Vor» Professor Dr. Parll Arildt, Frcuckslrrt a. M. (Delstsche Feld- und Hennat° bucher, Baild 14.) Gch. Mk. — /40. Verlag von B. G. Dellbrrer, Leipzig rnrd Berlirl. lDlß. — er Vö lk erkr i eg" (Verlag von Jlllius Hofsincuu» in Stuttgart, herausgegeben von C. H. Buer) -enthält in der: eben erschienenen Hellen 91 unb 92 (je 30 Pfg.) die große feindliche Offeilsive von: September 1915 in Wort und Bild zllverlässig und packend dargestellt. Es sei iloch darauf hingewiesen, daß diese Dar- stelluilg ungervollt das Varställdilis des gegerlll.u'irtigen feindlichen Angriffs in vielen Dingel» ivesentlich anshelU. — D i e K r i e g s s n h r 1 e h S. M. S. „K a r l S r u h e*. Von Kapitänleutnailt '21 it st. Mit b Abbildlmgel» und 1 Karte. Karlsruhe 1916. G. Brallilsche Hosbuchdrllckerei itnb Verlag. Preis ge- l>estet Dck. 1.—-, geblindeil Ätk. 2.—. Wie die „Enrdetr" glorreichen Gederlkens, so hat allst) die „Karlsruhe" durch ihre kühnen Taten die KegeisterlUlg des delitschen Volkes erweckt. Jede neue Kimde ließ llllsere Herzeil hoher schlagen ruld stärkte uns im Glallben an den Sieg und iin Trotze gegen unsere Feinde. Und imn:er noch ist die llngeivißheit nicht erhellt, die um die Kriegssahrten lind das Schicksal diescs Krellzers schwebt. Kapitänlelltilailt Aust von der „Karlsruhe" bejchreibl mttt hier nach seinenl Tagebllch — dem einzigeil, das gerettet lvlirde was sie getan hat seit Kriegs- allsbrilch unb wie das Geschick sie ereilte, eine wirkliehkeitsgetrelle, jvatfeube Schilderung, woll Humor lind Abentelwrlust, verarlschau- licht dllrch eiue Allzahl photoMaphifck)er Au'nahnleil. Wer greift nicht mit größter Spa-nnlmg nach diesenl Buck>e I Ui:d lver lacht ilicht nrit, wem: z. B. die „Karlsruhe" beuil Besllch eines neutrale»: Häsens erfährt, sie sei gestern von den Eugländerll' ^captnred" (erobert) worden. Was die Tater: der EKarlsrnhe" in uns weckte»:, in diesen: Buche lebt es wieder ans und stärkt uu§ wieder im Glauben an den Sieg, in: Trotze .gegen unsere Fest:de. — Das literarische Echo. Halblnoilatsschrdll für Lste- raturfreunde. Verlag: Egon Flelschel L Co., Berlin W. 9. DaS zweite Septemberhest ist soeben llstt folgendem Jrchalt erschie::en : Hans Knndsen: Theaterphilologie; Nikolaus Weller: Paul Friedrich; Paul Friedrich: Autobiographische Skizze; Max Meyerlelb: Bosies OsMump; FM H u n z i k e r : Neue Keller- Briest ; Georg W i-tko w sk i: Goethe^Bücher in: Weltkriege 11 — Echo der Zeitungen. — Echo der Zeitschristen. — Echo des lasches. - Kmrze Wnzelgen. ^ Psckro ne«hn lfrm a uS Papi e r. Der fch:oeizerifche JmAerrienr M. U. Schoop hat ein Metallisi-eruilgsve-riahren er- sander:, das es errrroglicht, bremn- unb explodierbare Stoffe aller Art, z. B. Holz. Papier, Tücher', Spitze»: ec. durch direktes Ueber- fpritzer: nnt einer beliebiger: Atetaklschicht zu versehe,:, die -selbst bei eine»: hlindertstel Milli»:eter Stärke allßerordentliche Widerstandskraft -besitzt, :sp daß beispi-elstEfe MetallE Patro>:eichülsen d::rch nEtal Werte Pap-ierhülsti: e^'setzt werde:: kön-nei:. Ile der diese gerade im gegernvä-rtiger Zeit höchst wichtige Erfi-ndnng bringt die rreue Nluniner S6 der „Schiveizer Jllnstriertel: Zeitung" (Verlags- crnskalt Rmgier L Eo., Zofulge») eineu interestauien Artikel mit eäl-äuteulderi Llbbildullgen a:rs der Feder des Prosessors Dr. A. Kü«g. — Allch sonst enthält die neue Ruinwer der „Schiveizer J'llrlstrierter: Zeitung^ bildlich und textlich viel Jrsteressaltt^ m:d Aktuelles, das ihren guter: Ruf in hol-em Grade rechtfertigt. Das ölbonnerneut ist bestens zu ernpschlen, es tostet Mk. 5.- per Halbjahr (26 tziudnurerri), Künzell:uu:in.er 25 Pfg. Alle Buchharrdlaugen und Postäuster -nehuler: BesEungen eiltgegeu. — K ii rlchners B ü ch e r s ch a tz. Band Nr. 1079: D o r a- l ine. Roman vor: Lotte Gubalke. So Seiten Unrsang. — Preis 20 Psg. — Hermann Hillger Verlags Berlin Y? 9, Potsdamer Stnatze 124/W. _ Krehenei' HarLsfratten-BereLn. Wochea-Küchenz eitel. "" G o n n 1 a g: FaMlinsSsaiPpe .aus WLrM», H.a!seickraien Mjit Mrrtofstln und Rotkraut. M ontag: Kartoffel suppe, Heriidge mit Bohneugepstist. Diensteg: Sai»er-arnpsersuppe, Spinat mit Nühcei pckd UaptMÄ»:. Mittwoch: HaferflAckeirstchpe, HaseM-efser nud Kartosteln. Donnerstag: Gebrannte Mchlstch»pe, M chlpstamkuchen mit gSkochtem DW. Urei ta g: Genuifesuppe, SchMifÄ mit KarEäln and Serkst tunke. Samstag: BohnertsnbPv, Witsmg'koteleM Mit Uartofstlrk und grlmem Salat. RsgNckLZ (ZrisdraL. <$i\ -die Felder uebenstLhelldv»: Quadrats sind die Buchstaben BBBEEEEEILOOBEBE derart einzutragen, daß die wagerechten uild senk- rechten Reihen gleichlaichend .folgendes bedeuten: 1. Jlllß bi Spanien. 2. Würziges -Getränk. 3. Kine Kn sturpflanze. 4. Russlsche Stadt. Auslösung in nächster Nummer, f ' A ;> Llstflosung des 'Vexierrätsels in Voriger Nummer. Eiche (Eiche), Eichel, Leiche. ] Scheitle rtung: Fr. R. Zenz. — Rotationsdruck :n:d Verlas der Brüh loschen Uit ioersttMs -'Buch- u»ib Stoi^vuckevei, N. Lange, Gießer:.