Schicksale. Roman von Heinrich Korn selb. (Nachdruck verbotet.) (Nrn«r1kani1che- Copyright by Carl Vunckrr 1914.) (Fortfetzung.) Alphonse de Marsillargnes hatte Schluß St. Chamant vor Tau und Tag verlassen. Mcht in einem jähen Aufwallen von Verbitterung, von Feindseligkeit - darüber ivar er jetzt hinaus > W nz kaltblütig hatte er sich morgens um fünf Uhr ertyob ?n, sich an ge Neidet, seine wenigen Sachen in die beiden .Handtaschen gepackt; seinen Chauffeur geweckt. Und als der Krastumgen^ ratternd und schnarrend bereit stand, da schnallte er die Handlasll-en ans heni heruntergelassencn Kofsergestell fest, stieg ein, warf den Schlag hinter sich zu und ries ein kurzes „Allons"! Während der 60pferdiae Brasier donnernd die Chaussee dahinjagte, Kilometer sraß und mit jeder Minute sich in rasender Fahrt Paris mehr und mehr näherte. . . lehnte, Alphonse de Marsillargnes im Fond des Wagens und dachte eigentlich an garntchts Tausend ivirre wüste Pläne und 0-edanken, Entwürfe und Projekte loareu in der letzten Nacht du eck) sein Gehirn getollt. Jetzt aber nicht nrchr. Jetzt lag das altes hinter ihm. Jetzt sah er nur noch ein Ziel vor sich — seine Absicht zu erreichen. Das Oberkommando der XI. dentsck>en Armee durfte St. Clmmant nicht lebend mehr verlassen! So lautete die eherne Formel, die er sich als Ergebnis der letzten schlaflosen Nacht ins Gehirn gehämmert. ! Nichts weiter vorläufig; nur dies: — das Oberkom- mundo der XI. deutschen Armee durste Schwß St. Chamant nicht lebend mehr verlassen! Und trotzdem — während der 60vserdige Brasier in windender Fahrt dahinstürmte, während die steil ragenden langweiligen, von Staub und Schnmtz gran überkrusteten Papch'ln blitzschnell vorbeihnschten, lv ährend Kilometer um Kilometer unter den Pneumatiks des Wagens znrückblieb . . schmiedete sein Hirn doch unwillkürlich wieder an der Kette der Kombinationen. - Das Oberkommando der XI. deutschen Armee durfte Schloß St. Chamant nidyt lotend mehr verlassen — gut. Mm aber weiter: Gelang es ihm, die Katastropl^' in der beabsichtigten Form heranfznbeschivüren . . . dann — daun . lvar die junge Marquise de St. Chamant in Frankreich unmöglich geworden. Dann würde eine sveitgel^ende Untersuchung der französischen, vielleicht sogar der deutschen Militärbehörden einsetzen. ttngeahnde Venvicklnttgsmö-glichdeiten schlummerten in der Zukunft Alle die Freunve des verstorbenen Marquis Rens de St Ehamant, die diente noch seiner Witloe huldigten, würden sich kalt und feindselig von ihr abnieud^n und vielleicht - vielleicht lvar dann die Zeit gekommen,, die Jutta damals hohnlachend ins Reich der Fabel verwiesen k— die Zeit, daß sie glücklich und dankbar sich in div schützenden Arme ihres Cousins Alpl>onje de Marsillargnes! flüchtete — des einzigen Menschen, der in dieser dunklen Zeit des Unglücks treu zu ihr gestanden. Zu dieser Entwicklung mußten die Ereignisse mit zwingender Logik treiben. Und um sie erst einmal in Fluß zu bringen, um sie in die richtige Bahn zu leiten, galt ems als Boraussetzung: — das Oberbommando der XI. deutschen Armee durste Schloß St. Ehamant nicht lebend mehr vei> lassen! Ein SchnrlensnSch^ der blühende Menschenleben dahiu- .jnähte. Eine Infamie, die das Leben einer hilfloser! jungen Frau kaltblütig in den Schmutz trat. Alphonse de Maisillargues beschönigte nichts vor sich selbst. Aber was Sentimentalitäten in einer Zeit, da die Welt in Flammen stand, bet Bintgeruch zum Himmel dunstete. da alle Jnstinkte^hohe und niedrige— da alle Leidenschaften, edle und erbärmliche, miteinander rangen! Der Schluß der Pariser Börse hatte Alphonse de Mar* sillargnes zu einen! Bettler gemacht. Mehr noch — zu einem Briganten, einem Schnappsack, einem Buschklepper. Er würde noch Mittel und Wege finden, für die nächsten Monate seine Existenz zu fristen, den Schein aufrecht, zu erhalten. Diese nächsten Monate aber mußten auch zu-> gleich die Wiege sein, ans der ihm eine neue Existenz aus- wuchs. Jetzt war er ein Korsar, den: der Schicksalssturm. sein Ranbschifs zertrümmert -- jetzt klammerte er sich au treibeude Planken — .jetzt gab es keine Rücksicht mehx. Ueberdies — er hatte die Witwe seines Cousins Renö nie geliebt — er hatte überhaupt noch keine Fran geliebt — er hatte sich selbst einen Narren und einen sensiblen Kretin gescholten, wenn eine Frau je vermocht hätte, über ihn Gewalt zu gewinnen. Figuren ans dem Schachbrett des Lebens . . . diese Rolle mochten sie spucken Darüber hinaus aber nichts inehr. So entsprach es seiner Philosophie. Sv blieb er sich selbst treu; so würde er auch handeln. , ^ Vae victis! Und wer hilflos am Boden liegt, über den rollt zermalmend der Wagen des Schicksals hinweg. Ex aber — Alphonse de Marsillargnes — er wollte ausrecht stehen. Er wollte dem Schicksalswageu mit starker Faust in die Speichen fallen. ^ _ Er ln:saß eine Consine — Jutta Marquise de L>t. Chamant; und ihre Millionen würden das Sprungbrett sein, das er brauchte, würden das Relief sein, daraus sein Leben und seine Lebensführung angewiesen. So arbeiteten seine tzX'danten. Und der VOpferdige Brasier raste unter dröhnendem Drmn-een dalün und rings lag flimmerndes Herbstsonnenigold auf de-n abgeernteten Weizen- und Roggenschlägeu; Gottes frieden atmete die 410 Frühherbststitte unb die Welt war die strahlende Verkörperung des ewig! unvergänglichen Stirb und Werde.- 1 Alphonse de Marsillargues war nach Paris zurück- gekehrt. Die nächsten Tag!? füllte eine fieberhafte Geschastig? keit. Das Erste war, daß er seinen Ktafttvagen verkaufte. Danach folgte eine öffentliche Versteigerung seiner kostbar eingerichteten Junggesellenwohnnng, deren erlesen geschmackvolle Möbel im Verein mit alten Fayencen, Stahle stichen, historischen Waffen ein bedeutendes pekuniäres Ergebnis zeitigten. Uni) als dies erledigt, als Mphonse de Marsillargues in ein kleines Hotel auf dem Boulevard Haußmann überae siedelt war, machte er es möglich, die in seinem Portefeuille befindlichen Wertpapiere unter der Hand losznschlagen. Ergab solch Verkauf a tollt prix auch nur ein unverhältnismäßig bescheidenes Resultat — a£8' er vierundzlvauzig Stunden später Paris verließ, besaß er in seinem Portefeuille dock immerhin den Betrag von 30000 Frauken. Das Letzte, oas'Allerletzte, was' er aus dem großen Niederbruch an sich gerissen. Diese 30000 Franken bildeten eine säst lächerliche Folie zu oem Alphonse de Marsillargues der Friede ns zelten — zlu dein eleganten Pariser Flaneur, *u dem Helden der Überkullivierten Lebeweltlokale, zu dem unbestrittenen ehemaligen Führer der tollen übermütigen Montmartre-Mächte. Mochten sie — Mphonse de Marsillargues besaß für die nächsten Monate immerhin noch genügen 0 Geldmittel, sich lcher Wasser zu halten. Daran ließ er sich geniigen. In der Zukunft lag die Entscheidung: und diese Entscheidung nach seinem Willen, nach seinem Plan zu lenken und Herbeizuführen — das war einzig Sache der Energie, der Rücksicht^ losigkeit, der Gei stesige<)en wart. Achtundvierzig Stunden später tauchte in Vatry — einem verschlafenen winzigen LandstMtchen, zwei Weg? stunden vom Schloß St. Ehamant entfernt — ein bescheiden aussehender Fremdling ans, nahm im Fentral-Hotel, dem a en Gasthofe des Städtchens, zwei Zimmer' des dritten ! zur Wohnung, legte der Polizei seine Papiere vor Und begann tagtäglich in die ziemlich reizvolle Umgebung ausgedehnte Ausflüge Und Spaziergänge zu unternehmen. „Ein Pariser, der wie so Tausende seiner Mitbürger der Verödung des Seiue-Babels entflohen ist, der in der Einsamkeit und Weltabgesckiedenheit dieses Städtchens Erholung sucht; einer der zahllosen Pariser' kleinen Rentner, der sich vor den Gräueln des Krieges, vor den Schrecken der über Paris fliegenden Zeppeline in die ländliche Eirr- jamkeit zurückgezogen hat!"... so urteilten die guten Einwohner von Vatry, wenn sie den Fremdling langsamen Schrittes rntb den rechten Fuß ein wenig nachziehend durch die Hauptstraße wandern, wenn sie ihn in den Wald ein- vteaen sahen. Nnd keine acht Tage waren vergangen, da hatte man sich an die Erscheinung des Fremdlings, an seine zurückgezogene Lebensart, an seine regelmäßigen Spaziergänge gewöhnt, ö Niutch der Wirt und Besitzer des Zentralhotels. Dieser Monsietrr de Marsillargues bezahlte pünktlich ferne Hotelrechnung, siel niemandem zur Last, hatte keinerlei ertravaganke Manieren, wünschte offenbar in absoluter Zur ilckgezogen heit zu leben... eh bien — der Monsieur stÄ^arn'höchs^'der des Zentral-Hotels, schätzte solche Gäste großer war seine Ueb'erraschung^ als chn eines Mittags dieser Monsreur de Märsillaraues zum kleinen Fenstert,sch lManbat, an den, er stets sein Men nehmen pflegte. " Au „Wollen Sie mir nickt das Vergnügen machen, Monsreur, einmal ent Glas Wein mit mir zu trinken?" Monsieur Bourdin beeilte sich, sein gesticktes kleines Käppchen vom Kopf zu rerßen und einen Kratzfuß zu sckMeu wisse hU ^rsicheru, daß er diese Ehre wohl zu So iJattt es, daß die beiden Männer sich eine Minute Vater friedlich an dem kleinen Tisch gegeuübtzrsaßen, daß sie mit den Gläsern aneinander klinkten und sich aeaew fettig h,e hervorragendste Gesundheit wünschten, die man sich in dieser Zeit des Schreckens nur irgend denken konnte ^^n^iaens war dieser Pariser Herr garuicht so zuge- knöpst und reserviert, wie er sich den Anschein gegebE. ^'gbnteij — er nahm bald keinen Anstand, das Gespräch gus persönliches Gebiet hinüberzulenken; indem er aus eine vorsichtig informierende Frage des Wirtes freimütig erklärte: „Ich habe Vatry keineswegs ausgesucht, Monsieur Bourdin, um dem! dolce sar niente zu fröhnen. — mich ver- aulaßteu vielntehr hierzu sehr reale Tatsachen." „Monsieur haben wohl drüben in unseren Schntzcw gräben am Rhein-Maruc-Kanal irgendeinen lieben Bcr- loandten, den Sie besuchen »vollen?" „Dies nicht, Monsieur Bourdin; vielmehr handelt cs sich um rein kaufmännische Fragen." „Und darf man indiskret sein. . ." Alphonse de Marsillargues fuhr mit der Hand glättend! übler das Tischtuch. „Weshalb' nicht? Zur Gegenteil es wäre mir recht lieb, wenn ich mit einem in dieser Gegend Ansässigen einmal vertraulich unter vier Augen sprechen könnte." Monsieur Bourdin beeilte sich zu versichern,, daß er gerade hierfür die geeignetste Persönlichkeit wäre: denn er sei seit seiner Fügend nicht von Vatry lveggewmmen und kenne sozusagen jedes Mauseloch auf hundert Meilen in der Umgegend. Worauf Alphonse de Marsillargues eine neue Flasche bestellte, mit dem Stuhl näher zum Tisch heranrückte und gedämpft zu sprechen begann. Kurz und gut — es handelte sich darum- daß Monsieur de Marsillargues — wie tatsächlich in ganz Vatry vermutet ein Pariser Rentner sei. Infolge des seit Monaten stagnierenden riesigen Froutalkampscs. der sich, von der Küste bis herab zur schweizerischen Grenze zog, feierten: die um Vatry hernmliegenden Steinbrüche, waren von ihrer Belegmannschaft, von ihren Verwaltungsorganen verlassen, waren zum Teil sogar ersoffen. Zweifelhaft, ob nach Beendigung des Krieges all diese Gruben wieder in Betrieb genommen werden würden. Sicher war, daß sie gegenwärtig zu lächerlich billigen Preisen zu verkaufen standen, wer also äföut und Initiative genug besah, einen derartigen Steinbruck) in diesen Zeiten zu kaufen, besaß immerhin Aussicht, später erheblichen Nutzen daraus zu ziehen. Und Monsieur de.Marsillargues trat nun als Käufer auf. Merdings, allzuviel flüssige Mittel standen ihm im Augenblick nicht zur Verfügung, immerhin wäre er kapitalkräftig genug, erforderlichenfalls auf einen kleineren Steinbruch die entsprechende Anzahlung zu leisten. Nun handelte es sich darum, ob Monsieur Bourdin in der Lage war, ihm ein derartiges nicht zu umfangreiches Objekt, das zUm Verkauf stand, uainhaft zu machen. Das ungefähr war der Inhalt des Vortrages, den Alphonse de Marsillargues gedämpften Toues deur Wirt des Zentral-Hotels hielt. Monsieur Bourdin wiederUnt hatte schon längst ein eiliges breites Lächeln um die Lippen, und käum, daß sein Gast zu (Sitbe gesprochen, erklärte er sich unter betäubendem Wortschwall sofort — sofort bereit, Monsieur de Mar- slllargues aus dem Handgelenk gleich ein Dutzend derartiger Objekte zu nennen. Und zum schlagenden Beweise, daß der Monsieur de Marsillarau.es nicht an einen Charlatan, soudern tatsächi- lich an einen Sachkenner geraten sei, begann Monsieur Bourdin aufzu^ählen: Ein Steinbruck) bei Clamanges. Ein anderer bei Verttls> ein dritter und vierter und! fünfter bei Mally, bet Huiron ber Eooyes, — letzterer allerdings schon in bedenklicher Nahe der Kampfronten am Rhein-Märne-Kanal. Eben daselbst ein weiterer, der hinsichtlich Größe und Ergiebigkeit dem Monsieur de Marsillargues allerdings wohl am meisten Zusagen würde — der Steinbruch „Bon espoir", eine halbe Wegstunde abseits eines gewissen .Schlosses St. Ehämant. ^ ^MVl>nse de Marsillaraues war gewiß ein Mansch von Selbstbeherrschung; war ständig igewöhUt, jede Muskel, jeden Nerv zu kontrollieren. Und doch — als Monsieur Bourdin von dem Steinbruch „Bon espoir" spracht zackte die Hand des Gastes, die schon um den Fuß des Weinglases lag, str den Bruchteil einer Sekunde zurckkck. lleibtigens hatte Alphonse de MarsÄargurs sofort wieder seine Beherrschung zurückgewonnen. Nicht das leiseste SAwanken, nicht die schatten^sitest^ Färbung lag tn ferner Stimme, <üs er sein , sichtlich dieses Steinbru bat. Angaben Jjtlifr (Fortsetzung folgt.) 411 Zur Geschichte der Naturtheaters. Von Karl Höcker. Naturtheater. Freilichtbühnen oder wie man sie nennen mag, Werden bald an diesem, bald an jenem Ort eröffnet. Auch hier in Gießen besteht ja seit 1909 eine solche Bühne, die uns scholl viel Schönes geboten hat und noch bieten lvird. Vielleicht dürfte eS daher von Interesse sein, einiges Geschichtliches über das Naturtheater Lu bringen. Daß man überhaupt auf den Gedanken kam, Ml Freien Theater zu spielen, ist weiter nicht verwunderlich, erinnert man ftch doch, hierbei der ältesten Zeiten, als die Kunst noch Gottesdienst Unter freiem HimMel war. Zweimal haben sich im Lmrfe der literarischen Entwicklung dramatische Gebilde organisch aus rultischen Handlungen irgeildwelcher Art herausgehoben, ans gnechrschem Boden, wo dse attische Tragödie sich aus den eleu- smischeii Mysterien gebildet hat, und in den kirchlichen Mysterien des chirtstlrcheu Mittelalters. Im Verlaufe einer langen Tradition sind in beiden Fällen ähnliche und doch in vieleni wieder unendlich. perschiedene Gebilde entstanden, die in venoickelter, gegen- «eiliger Beeinflussung für das moderne Drama nnd besonders für seine Aufführung in der Natur entscheidend geworden sind. Gerade die Passionspiele, derben erste Anfänge wir in der Miestlsturgie des Ostersormtags und der Praixs seines Vortrages zu suchen haben, Iwr-beu noch heute im Freien gespielt. Genaues läßt sich bis jetzt über die Geschichte des NarurthocuerH ptcht bringen, da es an Literatur sehr mangelt. Das hier Gebotene kann mithin nur lückenhaft sem und vielfach inüsfen wir Ikns! mit Vermutungen begnügen. Im Jahre 1907 konnte man auf der Mannheimer Spusstellung Line alte Naturbühne aus! den: 16. Jahrhundert sehen. Sie war Beter Behrens errichtet. Ter Misdruck „Naturbühne" ist allerdings hier- nicht am Platze. Es war weiter nichts als ein anmutiger Gartenschmuck. Eine kleine Bühne, guf beiden Seiten je ichei Heckenknlissen, ein Prospekt und gegenüber der halbkreisförmige, vertiefte Zu schau erraum . Solche Gartentheater findet man noch heute in verlassenen Parks, es sind die sogenannten „th^Ltres de veidüre" („Theater im Grünen") des 16. Jahrhunderts. Unwillkürlich denken wir da an Frankreich, war doch Frankreich gerade ftn 18. Jahrhundert, was Gartenarchitektur anbelangt, für ganz Europa inaßgebend. Wir wissen, daß unter Ludwig XIV. oft int Freien Komödie gespielt -wurde, man denke nur an die Moliere- Ausftchrungen im Park von Versailles (Georges Dandin 1668). Ob wir aber Frankreich, als Ursprungsland des Naturtheaters be- reichnen dürfen, ist sehr fraglich, denn die Gartentheater-, die wir tioch Leute womerhalten in italienischen Villen vorfinden, stammen -tim Teil aus dem 17. Jahrhundert. Der Engländer Jnigo Triggs erwähnt in seinem Buch über die Gartenarchitektur m Italien (London 1906) folgendes': Im Garten der Villa Cvllodi ber Pescia (Arnotal), ferner im Garten der Billa Gori bei Siena, in der Billa Sermrrdi her Siena und endlich das größte Naturtheaker Italiens! im Garten der ,Villa Castelnuovo bei Palermo, Nock) dadurch interessant, daß als Prospekt eine riesige Stückwand mit gemalter Szenerie dient. — Wir werden demnach Italien als Ursprungsland der Naturtheater anzusehen haben, und wahrscheinlich ist von da die Bewegung zu uns nach Deutschland gekommen. In einem alten Werke über Gartenarchitektur von Matthias Diesel, der- tm Anfang des 18. Jahrhunderts lebte und die Stellung eines „Ingenieurs der- Sommerpaläste" am bayrischen Hof bekleidet haben soll, ftndet sich! der Entwurf eines Naturtheaters nebst Zuschauerraum, und zwar ist dies das heute noch gut erhaltene Naturtheater im Salzburger Mirabellgarten. Möglich ist, daß es das erste derartige Theater in Deutschland var, wo gerade zu dieser Zeit in Salzburg italienische Architekten ahlreich vertreten waren. Ob Diesel selbst der Erbauer war. wissen vir nicht. Aus dem Grundriß in Diesels Werk sehen wir, daß die vühne noch nicht in der später üblichen Form erbaut ist, sondern re scheint vielmehr in schon vorhandene Lanbengänge hin ein g e- chnittm tvorden zu sein, so daß z. B. die dritte Gasse die Bühne im Mtzen Winkel trifft. Die Bühne verjüngt sich nach hinten sehr stark, orn rechts und Uitfe 1 sehen wir zwei Lölven, neben denen! Treppen hinunterführen. Weiter wissen wir von einer großen Naturbühne, die zur Feier der Krönung Karls VI. zUm König von Böhmen 1723 im Schloß- Karten dn Kaiserlick-en Burg zu Prag errichtet wurde, die 1757 her der Belagerung der Stadt durch die Prckußen in Flammen ausging. Der Erbauer dieser Kühne lvar der berühmte italienische Theaterarchitekt Giuseppe Gatti-Bibiena (1696—1757). Die genaue Beschreibung Und Abbildung dieses Bauwerks, dessen Maße ganz riesig gewesen sein müssen fnrden lpir bet Hammitzsch, Der Uwderne Theaterbau I. Teil S. 153 sf. Bei der Uraufführung von pCostanza e Fortezza" wirkten allein 100 Sänger und 300 Diusi- ler ntff, der ZuschauerrcüNn konnte narf) H. etlva 3000 Zuschauer aufnehmerr Der ganze Bau inüß künstlerisch vollendet gewesen sein: .Ueppigkeit, Phantastik, seine Pracht und Großartigkeit feieni Wl bu^ch nneii edlen Geschmack geführt, höchste Triumphe." — vüilSEi 1 7^ 8 rn Bayreuth, wo die Jnrrenausstattnng des cherrchmrses unter ferner Leitung beendet wird; bei dieser Gelegen- ^tBlyerftch vaS heute noch Aut erhaltene, sogenannte ro- wantsche Theater in der Eremitage nach Gallis Angaben enichtet. Die Markgräfin Wilhelminc schreibt darüber in ihren Memonmvt ,wn y peut rouer un opsra en Plein air." — Von Bayreuth kam Galli nach Dresden, wo er seit 1747 in Drensten August III. stand. Hier wurden zwei Naturtheater nach fernen Plänen erbaut, das inr sogenannten „Großen Garten" und un Park von Groß-Sedlitz. Im Jahre 1754 trat der Künstler A oie Dienste Friedrichs des Großen und starb 1757 in Berlin. Är t" üiHeinsberg noch erhaltene Naturtheater wurde wahrschein- nch n Gärten em großer, meist erhaben angelegter Platz, der ab- wechselnd unt Fontänen und Statuen reichlich geziert ist. Es dient ein solches Theater, dem Garten selbst ein angenehmes Ansehen zu machen, und wird dadurch dasselbe um so vielmehr vermehret, wenn sich n,i Wasserfall in dessen Prospekte präsentiert." Cs ist also möglich, daß man hier Und da frilhere „th^akres de Vevdur»" auch zjn solchen Zwecken gebrauchte. — Die in den siebziger Jahren des 18. Jahrhunderts ern-dringende englische Gartenvaukunft zerstörte das Jnterr-esse an den „tlMtres de verdiire vollständig, und gar manches Von ihnen mag danials spurlos ver-schwnnden sein. — .. Erst in neuerer Zeit hat wiederum eine Natnrtheaterbelvegnng mächtig eingesetzt. Doch diese Bühnen unterscheiden sich sehr von den glteu „Tl-eater Grünen". Jene „dienten nur dem Amufernent einer kleinen aristokratisck-en Gesellschaft^, die jetzigen .stehen jedermarm offen. Auf dem Zuhörerranm wird sechst verstau dl ich größerer Wert gelegt, da er möglichst viel Menschen fassen soll. Damit alle verstehen können, sucht man sie meistens anrphrtheatrallsch zu setzen, wie bei dem antiken Theater. Ms Bühne rmrd dann der Platz vor dem Zuschauerraum acuommeN, deu man möglichst ul seiner natürlichen Verfassung läßt, nur, wo es nötig ist, wird man dustch Sträucher und Gebüsch die Zugänge zu verdecken suchen. In manchen Theatern hat man auch feste Gebäude auf der Bühue ernchtet, um darin etlva Zim- r *-^üjjnj m ' gele^ uai» Hjziyu/txiici , XJX. /a'tiajlLTö. u» 1UU> m OCTt letzten Jahren allein in Deutschland etlva 100 Nakurbühnwr erstanden; greifen wir die bekanntesten her-aus. Da lvaren zu Minen: DaS große Waldtheater in Zoppot hex DaN zig, wo auch besonders Openr und Operetten gegeben lverden, die lwüirutt« Freilichtbühne zu Oetigl-eim in Baden, wo jedcm Somnrcr Schillers unter Mitwirkung der ganzen Einn.whnersckmft ausaeführt wird, das Natur-theater in der Schloßncine zu P>rdeli>veiler rm Schwarzrvald, die Waldtheater in Trilxwg, Friedrichrc^i, K^cnz nach, .Marbach u. a. Vielfach lpurden ganz bestimmte Jesispiele "üoestzeim, die Nasfguischen vorgesührt; Die Rhein sagen spiele zu Ri Festspiele auf der ScknnnMllg, die Mubürg bei Heidelberg, die SommersMeke aus .ele ans Stift er i-den h ur g 412 frei Dürkheim. die beutfdjeu ^einuitf^tc in PotÄxrm, die Hünen- ringk'stspiele zu Detmold, die Hnssitn»spiele zu Bernau i(. ö Die Beurteilung ber Naturtheater und der dort statts»uden der» Aufführungen ist i natürlich verschieden. Immerhin, muh n^n ?or einer allzu großen Ucberfchätzung und einem allzu wilden „Fre»i»ch- btthnenenthlksiasnnls" entschieden tvarneu Das Tlxmter ist nun . einmal eine Welt des Scheins, und diese verträgt das zu grelle Tageslicht nicht immer, -an- davon abgesehen, das; bei>n Naturtheater so viele Momente zum Gelingen bezw. Mlßrmgen m»E- wirken, wie Temperatur, Witterung nsw^, sodaß allem dadurch jede Aufführung in Frage gestellt werden kann. — Vüchertisch. — Demi »n Verlage von O^toElsner,Berlin 3.42, erscheinenden Buche. „Die kämpfenden Flotte n', ein Verzeichnis sämtlicher Kriegsschiffe der kriegführenden Staaten mit 'Angabe der Verluste feindlicher Kriegs- und .Handelsschiffe nach dem Stande von Ende Juli 1916 von Kontreadmirnl Kulan vom Hofe (100 Seiten, Preis 1 Mark), zuiolge beläuft sich mit Einschluß der hmzugetretenen Neubauten und Stnkäri'e oder Beschlag- nähme in England für irenide Staaten im Ban befindlich gewesener Kriegsschiffe am Ende des zweiten KriegsjahreS der „buchmäßige' Bestand der englischen Flotte ans: 38 Dreadnoughts.mit einer Tonnage von 877 200 t 43 ältere Linienschiffe » » „ » 622 200 , 10 Schlachtkreuzer . . . . „ , » „ 240 000 , 32 Panzerkreuzer. ,, » » „ 412 400 „ 31 Geschütztei f . . n . « r(mi#r llg / 232000 „ 81 Leicht« / "e»ne Kreuzer 112^ , » » " 314 300 „ 2 Küstenpanzerschiffe slür Nor,vegen im Bau) t » 9 300 , 219 Zerstörer. • * 183 090 „ 58 Torpedoboote. v » 200 „ 50 Unterseeboote 50 e (nur für Haien- und Küstenschutz) und eine größere Zahl von Monitoren, Kanonenboote,'. und Spezialschiffen.mit etwa 225 000 , zusammen auf 3 129 ÖOU t Von diesem Bestände werden als mit größter Sicherheit in Verlust gekommen und infolgedeffen in dein Buche „Die kämpfenden Flotten' rot durchstricheu, in Abzug zu bringen sein: 1 Linienschiff (Dreadnought).mit 27 000 t 9 Linienschiffe älterer Art.. 131 200 „ 3 Schlachtkreuzer.. 70 000 „ 13 Panzerkreuzer.. 161090 , 10 Kleine Kreuzer . ... 42 000 „ ferner 31 Zerstörer, 4 Torpedoboote, 20 E-Boote und eine größere Zabl von Schiffen, deren Namen und Klaffe nicht absolut sicher feststeht, mit einer Tonnage von etwa. . 01 OOP * fo daß der Totalverlust der englischen Flotte auf ^ ! 482 SöÖ t mindestens zu stehen kommt. Es beträgt also der Verlust 15 Prozent der Geiamttonnage, zweifellos ein hoher Prozentsatz für eine Flotte, die ängstlich bemüht gewesen ist, ihre wertvollen Schiffe zwei Jahre in Untätigkeit zu halten und möglichst sicher zu verstecken. — AlfredDoblin,Die drei Sprünge des W a n g- l u n. tS. Fischer. Verlag. Verlm.) Geh. 5 Mark, geb. 6.50 Mark. Es ist bekannt, daß es in der jüngeren deutschen Schriftstellerwelt seit ein paar Jahren wieder gärt, daß >nan etwas Neues sucht und experimentiert. In solchen Zeiten scheint es immer nach viel Geschrei und wenig Wolle auszusehen. Aber attmahlich wird es doch deutlich, daß Wolle da war und daß 'gesponnen wird. Die wirklich zum Gestalten Begabten ziehen sich allmählich auf sich selbst zurück, und eines Tages find wieder Leistungen da. Der Roman von Döblin ist eine solche Leistung. Er spielt in China, und man kann nicht anders, als mit Bewundernng von der phantasie- volle»» Kraft der Emführuna sprechen, mit der ber Verfaffer die fremde, seltsame Welt durchorungen hat. Aller liest sich wie aus erster Hand: Landschaft, soziales Lebem Familie, Formen des Denkens und des Gefühls, und sogar im Stll versucht der Verfasser mit Glück, die Besonderheit seiner Welt, die überraschenden, fremdartigen, und doch durch ihre inenschlichen Ursprünglichkeiten vertrauten Beziehungen eiuzufangen. Es konunt hinzu, daß Döblin nicht etwa aus erotischen'. Behagen schreibt. Sein Buch schildert das Entstehen einer jener slürinisch religiösen Bewegungen, dle von Zeit zu Zeit das chinesische Volk erschüttern; und wenn hierdurch schon für »ins, die wir ja dergleichen Stur,ne erlebt haben und ihre Folgen noch vor Angen sehen, ein »»»»mittelbar pol,t,scheS und kulturgefchtchtltches Interesse erregt wird, so nehmen wir noch inehr, nämlich mit yerz und Geist, an dem Sichtvarwerden religiöser Urkräfte teil. N ' Das Reich von morgen. Roman von Karl F, g d o r. (Verlag von Ullstein & Co., Berlin. — Drei große Schauplätze hat der Noinan: das von zerfallenen Kanälen durchzogene. einer neuen Fruchtbarkeit entgegenharrende Mesopotarnien, Siambul mit seinen Moscheen und Gärten, seinen Türinen und Bastionen, mit oen schönen Ufern des Bosporus, und das Berlin des Sonuners 1914 Abendland und Morgenland eint das farbenreiche, in starken» Tempo geführte Werk. Ein junger deutscher Ingenieur, froh von stürmischer Hoffnung, und eine blonde, junge Deutsche sind die Hauptgestalteu des Roiuans. - B o n g s i l l u st r i e r t e Kriegsgeschichte „Der Krieg 1914/16 in Wort und Bild". 91.-93. Heft. (Preis je 30 Pfennig.) Deutsches Verlagshaus Bong & Co., Berlin W. 57, Potsdamer Straße 88. - Im K r i e g s - A l b u m der ,.W o ch e" (Verlag August Scherl, G. m. b. H., Berlin, Preis des elegant gebundenen Bandes 3 Mark), von dein soeben der vierte Vaud erschien, wird den Lesern u. a. eine vollständige Sammlung der Heeresberichte der verbündeten Mittelmächte geboten. Aber nicht nur diese authentische Geschichte des Kriegsverlaufes ist es, die uns das Krtegs- Albuiu wertvoll macht, sondern vor allein auch die große Aus- wahl guter Bilder — in jedem Band mehrere Hundert — die uns lebendig und anschaulich das Leben und Treiben der Soldaten ai, unb hinter der Kampffront, die großen Tater, uirserer Heere und der Marine, ihre Führer imb ihre Kampfmittel schildern. — In der neuesten krümmer der Leipziger »Illustrierten Z e i t u iij* (Verlag I. I. Weber, Leipzig) gibt Oberbürgermeister Koch (Kassel) eine scharfe Beleuchtung der KriegS- wirtschast mit ihren Leistungen und Mängeln in einem Artikel »Etwas über die Lehren des Krieges für die Ernährung-frage". Nicht geringeres Interesse beanspruchen die Ansführnngen von Professor Dr. Richard Sternfeld (BerliiE über „Deutsche Forschungen zur Geschichte des Kriegsausbruches". Die Arbeit des „Deutschen Studentendienstes" während des Weltkrieges, von der die Oefsent- lichkeit noch wenig erfahren hat, würdigt'Fritz Droop. lieber das „Institut für ostdeutsche Wirtschaft" und seine Ausgaben für die Zukunft der schwergeprüfte!» Proviirz Ostpreuße»» gibt Dr. Kari Ergana (Königsberg i.Pr.) eischövsend Auskunft. Seine Erlebnisse „Auf Patrouille" schildert der Kriegsfreiwillige Paril Kräh a»»f, Grund seiner Tagebuch-Aufzeichnungen in spanne»,der Weise. Auch der bildliche Teil dieser Ntwuner »ff ,nieder recht iuteressanl — Ein m a ch e n ohne Z u « e r wird in »»nserer zuckerarmen Zeit vielfach für eine Unmöglichkeit gehalten, und daher bildet die Haltbarmachung der überreiche,» Obst- und Gemüsevorräte eine der drmgendsten Haussrcniemorgei» Cs ist daher ka»lin verwunderlich, daß Frau An»tSrat Rose Stalles 310 Rezepte für das Einmachen der Früchte und Gen»üse, soivie für die Bereitmig vor» Fruchtjäften, Gelees, Marmeladen, Obst- mib Beere»»-Weine»» ohne Zucker oder mit möglichst eingeschränktem Znckervcrbrauch inrrerhalb iverriger Woche»» in 35 000 Ercmplareu abgesetzl »unrbeu. Soeben erschie!» die 9. verbesserte Arrslage des g»»t illustrierten Buches, das Frau Johanna Schi,e»der-To>»uer uuter Berücksich- tigrmg der Zrickerkuappheit »reu bearbeitet hat. Neben der Billigkeit, die bei allen Rezepte,» durch die Versafseriu beobachtet »uuö. zeichnet sich das nach derer» Angaben Cingemachte dadurch besonders ans, daß bei ihm insolge der Znckerersparnis der prächtige natürliche Jr»»chtgeschmack erhalten bleibt Rose Stolle'« 310 Etnlnache-Rezepte kosten 1 Ml., Porto 10 Psg., falls direkte Zusendnng von» Verlag Wilhelrn Möller, Oranienburg Berlin, gewünscht wird. Gietzencr Hausfrauen-Berein. Wochen- 5k »"»jb e u z e t t e l. Sonntag: Einlauffuppe von K'uock>enbrühe, Sck>morln'ate< Salzkarbosststn und Saiat. Pflalmr-enkom-uott. Montag: Gr-t-eßfuppe, Wirsing mit Mrboffeln. Dienstag: Würfelsuppe, grüne Bohnen Mit Ka»Toffeln »mV neuen Heringen. M i t t lv o ch: Gemüst'stuppe, Apfel PfannÜiLMn. Donnerstag: Rindfleisch st» ppe. SaNerkrani mit KE»Toffel buet und Suppenfleisch. E rcitag: GrLup.usnpPe, Fisch4>»»dding und.KartvMn. a »ns tag: Grüne Bvln»^miü4>Pe. Haferkoteletts mit MV toffelsalat. _ Girichkiang Rätsel. Fürs Liebchen zum Schuruck a»»S de»u Schoße der Erde Schafft »nich der Berg»nann, der »vackre, herbe». D»» siehst »nich auf Bäumen erglühen, nun iverde Ich plötzlich zur bitteren Arzenei. Doch nehnl' ich auch oft die Gestalt des süße»», Des trefflich bereiteten Z»»ckers an. Wer davon kostet, m»»ß grarisan» es biißen, Deiri» Tod »ind Perderbei» bringe ich dann. (Auflösung in nächster Nummer.) Auflösung der Königspromeirade in voriger Numlnexr Nie kaurpslos ,v»rd dir ganz Da8 Schöne in» Leben geglückt sein. Selbst Dta»na»»te»»glanz Will seiner Hülle entr»»ckt sein, Und »vtndest du ei»»en Krauz: Jede Bluure daz»» »vill gepflückt sei,». Bodenstedt' Schlistteitulig: Aug Goeh. - Rotationsdruck »»nd Verlag der Brühllchen UniversttÜtS-Buch- und Steindruckecei, R. Lange. Gieße»».