Schicksale. Roman von Heinrich Kornfeld. (Nachdruck verboten.) (Amerikanisches <^c>p>rizkt by darf Duncker 1914 ) _ >,Kann ich sonst 'noch irgend etwas für dich tt:n, Mama?" ^ Die alte Dame bewegte verneinend d-en Kopf. Trotz t^ec sechzig Jahre zeigte ihr Gesicht noch immer Spure?: lener einstigen Schönheit, die ans den Pariser Boulevards den FlaneurD des zweiten Kaiserreiches so oft Gelegenheit zu hitzigen Debatten gegeben. „Nichts, mein Kind. Geh nur hinunter. Älphonse wird sicherlich bereits im Speisezimmer ans dich warten." Die junge Frau richtete sich von dem Krankenbett der Greisin hoch. Ein schwer zu deutender Zng überrann ihr Gesicht. „Mag er, Mama. Für mich ist es wichtiger, das; du alle Bequemlichkeiten hast, deren du bedarfst, als das; Vetter Ättphonse ein paar Minuten weniger auf mich ivartet." Die Witwe des eheinaligenFrnanzministers, des Marquis d-e St. Chamant, sah ihrer Schwiegertochter mit leiser Spannung in das schmale, oval geschnittene Gesicht, dessen zarte, fast noch mädchenhafte Farben seltsam gegen das lodernde Altknpsergold ihres .Haares kontrastierten. „Der gute Älphonse hat es sich nicht nehmen lassen/ Jutta, die umständliche und gefährliche Reise von Paris bis hier an die Marne zu unternehmen — einzig zu dein Zweck, um mit dir über wichtige Dinge Rücksprache zu nehmen." Die junge Witwe stand schon dicht an der Tür. Jetzt verhielt sie noch einmal den Schritt, wandte sich zn dem Krankenbett zurück. In ihrer Stimme war eine leise kühle Schärfe, als sie ientgegnete: „Ich wüßte nicht, Mama, welche Sorgen Vetter Al- phonse mit mir gemeinsam haben könnte." „Vielleicht gibt es doch einige, mein Kind." „Möglich, Mama. Aber dann bin ich zumindest nicht wißbegierig, sie kennen zn lernen." D:e welken .Hände strichen aus den: Plu-nean des Bettes ruhelos hin und her. „Jutta — du bist erst sechsundzwanzig Jahre, in diesem Alber gibt man noch leicht augenblicklichen Stimmungen nach." * „Ich tat es nie, Mama. Und wenn dieser Vorwurf vielleicht auf meine Mädchenjahre zutreffen sollte — vergiß nicht, daß ich zwei Jahre glücklich verheiratet war und in Rens einen Mann gefunden hatte, zn dem ich in allen,' Dingen als dein Besseren und Klügeren aufblicken durfte." „Er war mein einziger Sohn und hat stets gewußt, was er den Traditionen seines .Hauses schuldig war!" < flüsterte die alte Dame. Dann raffte sie sich auf, zwang die jählings wieder anfbrandende Trauer um den dahingeschiedenen Sohn gewaltsam nieder, lächelte gütig- „Nun aber geh, mein Kind. Und vergiß nicht, daß Herr de Marsillargues ein naher und lieber Berwanoter Unsere- Hauses ist, zu dem ja mich öu gehörst." _ Die junge Marquise de St. Chamant verließ auf leisen sohlen das Krankenzimmer, stieg die gewundene Freitreppe hinunter, die aus den oberen Räumen des Schlosses St. Cba-- Mant zum Parterre hinabführte, betrat noch einmal für einen fluchtigen Augenblick ihr Antteidegemach, prüfte mechanisch und gedankenlos vor deni großen Spiegel des FrisiertischeS ihren Anzug. Sto dauerte es doch 'fast noch eine Viertelstunde, bis ihr im Speisezimmer.der Vetter Älphonse die Hand küssen durfte. „Ich bin entzückt, Cousine, Sie unverändert jung und reizend wiede rzufehen." Das war so feine ständige Redensart während der fünf Jahre, wo er in ziemlich regelmäßigen Zwifchenränmeu aus Schloß St. Chamant seine Besuche abzustatten pflegte. Allerdings — in den drei Witwenjahren, seit der Marquis gestorben, waren seine Besuche seltener geworden. Früher dagegen hatte sich sür ihn als passionierten Jäger oft Ge^- kegenheit gesunden, der jungen Marquise die Fingerspitzen zu küssen und den Vetter Renö seiner unveränderten herzlichen Freundschaft zn versichern. „Ich habe um Entschuldigung zu bitten, Alphouse, daß ich Sie etwas warten ließ." „Und^ doch hätten Sie dies nicht Lun dürfen, teuerste Cousine. Sie kennen doch das Sprichwort, nach dem Pünktlichkeit die Höflichkeit der Könige ist. Und Sie sind ja die, wahre Königin dieses entzückenden alten Ranbritternestech das Ihr hartnäckig „Chateau Chamant" nennt." „Ich bin Ihnen, Älphonse, für die guten Absichten, die in diesen Komplimenten liegen, selbstverständlich dankbar. Aber vergessen Sie nicht, daß wir Frauen ans dem Departement Marne keinesfalls so unbescheiden sind, die Ansprüche der Pariser Schönheiten zu den unsrigen zu machen." In den großen dunklen Angen des Herrn de Mar- sillargues blitzte es flüchtig auf. „Jetzt haben Sie sich selbst gefangen, teuerste Cousine. Denn Sie gehören weder zu den mehr oder minder anfechtbaren Schönheiten von Paris noch zu den Frauen des Departements Marne — Sie sind eine Deutsche, die einzige Tochter des verstorbenen Regierungsrats von Asperg, und stehen als solche außerhalb jedes Vergleichs und jeder Konkurrenz. Und sehen Sie, Jutta, gerade das hat mich bet unserer ersten Begegnung auf Ihrem Hochzeitstage — wo ich Sie zum erstenmal sah — so wahnwitzig gereizt. Eine- Deutsche, die Tochter eines hohen deutschen Verwaltunas^ beamten, und besaß den kaltblütigen Mut, einen französischen Marquis zu heiraten." „Cs war weniger kaltblütiger Muh als — und das wissen Sie ja selbst am besten — als herzliche und ansrichtige Zuneigung zu meinem Gatten." Aber 5>err de Marsillargnes beachtete diesen Eknwurj 338 Er fuhr fort — immer mit seiner etwas gedämpften, Einschmeichelnden Stimme: _ . „Eine Deutsche, die den Mut besaß, einzig ihrer Ner- Unq und ihrcnl persönlichen Empfinden zü gehorchen. Erne rüsche noch dazu, die den Charme einer Vollblutparrsertn mit dem Stolz einer Spanierin und dem Geist einex Schwedin vereint." „Wollen wir nicht zu Tisch gehen, Vetter?"... unterbrach die junge Marquise mit kühler Freundlichkeit. Der Pariser Gast bot ihr galant den Arm und führte sie zu ihrem Platz, hinter dem bereits ein Diener wartend stand. Aber während sie die heiße Schildkrötensuppe vorsichtig aus ll-einen Täßchen tranken, nahm er hartnäckig sein Gesprächsthema wieder auf. Daß der Diener fortwährend ab und zu ging, daß der Haushofmeister von der riesenhaft breiten Kredenz her das Servieren und den Verlauf t>«$ Soupers überwachte... Alphonse de Marsillargues kümmerte es nicht. ( Was Domestiken! . . . Notwendige Begleiterscheinungen des täglichen Lebens . . . aher nimmermehr Menschen, deren Gegenwart man berücksichtigen muß. Er hob das Glas. Der schwere Bordeaux funkelte wie Herzblut. „Teuerste Jutta — lassen Sie mich Ihnen für die Gastfreundschaft danken, die Sie mir seit vieruudzwanzig Stunden erweisen. Lassen Sie mich trinken auf die Schönheit!" Die junge Marquise de St. Chamant duldete es nachsichtig lächelnd, daß er mit seinem Glase leise klingend das ihre streifte. Duldete ohne Gegenwehr seinen Trinkspruch. Und hielt die Unterhaltung während der ganzen Dauer der Tafel ans der gleichen unverfänglichen Höhe — bis der Mokka serviert wurde und der Haushofmeister sich mit dem Diener zurückzog. Da fragte sie, kaum daß sich die Tür geschlossen: „Man sagte mir, Alphonse — Sie wünschten mich in einer wichtigen Angelegenheit zu sprechen?" Diese ruhige Offenheit schien den Pariser Gast etwas zu verwirren. lEr hob rasch den Kopf und sah seine schöne deutsche Cousine eine Sekunde scharf an. „Gab Ihnen die alte Dame Einzelheiten, Jutta?" „Durchaus nicht. Sie wies nur darauf hin, daß Sie 1e unbequeme und gefährliche Reise von Paris bis hier in te Champagne einzig zu dem Zweck unternommen hätten, mich in wichtigen Dingen zu sprechen." „Ich muß Ihnen allerdings auch offen gestehen, Alphonse, daß Ihr Besuch — so angenehm er mir natürlich ist — mich doch etwas überrascht hat." „Und weshalb? . . ." fragte er schnell. „Weil ich vermutete, Hie seien irgendwie durch ein öffentliches Amt in Paris festgehalten oder befänden sich bei der Armee." Aber kaum, daß die junge Marquise das ausgesprochen, bereute sie es schon wieder. Ueber 'das stets verbindliche bartlose, etwas verlebte Gesicht ihres angeheiterten Vetters flog ein dunkler Schatten. Und die Stiinme tränkte leise Bitterkeit, als er erwiderte: „Bei der Armee? Cousine, was sollte ein Krüppel wohl in den Reihen der glorreichen französischen Armee zu suchen haben?" „Schämen Sie sich, Alphonse, Sie versündigen sich!" Der Pariser batte sich etwas über den Tisch gebogen, in seinen dunklen Augen flackerte unstetes Licht. „Ich verkündige mich nicht, teuerste Cousine — ich mache mir nur das Herz schwer, wenn ich wieder an diese abgetanen Dinge rühre. Und doch ist vielleicht gerade heute der Augenblick, davon zu sprechen." „Sehen Sie, Jutta — die Marsillargues sind ein altes Ofsiziersgeschlecht, das sich seinen Adel unter dem großen Korsen in den spanischen Feldzügen gegen Wellington erkämpfte. Wen kann es da wundernehmen, baß auch ich auf der Schule nur dem einen einzigen Gedanken nach^ träumte, Offizier zu werden. Und mein Vater begünstigte diesen Wunsch in wder Form, ließ mich schon als Schüler Rettunterricht nehmen und jeden Sport betreiben, der dazu geeignet war, meinen Körper zu stählen und abzuhärten. Und das ging so lange, bis eines Tages im Bois de Bon»- kogne mein Pferd vor einem ihn anspringenden Hund scheu wurde und mich abwarfl, der ich darauf nicht vorbereitet gewesen. Nun, dieser kleine Zwischenfall schadete mir nicht weiter, als daß ich mir den rechten Schenkel zweimal brach. Ich Hab' dann Wochen um Wochen im Gipsverband gelegene Als ich endlich wieder aufstehen konnte, da war mein rechtes Bein etwas kürzer geworden und jede .Aussicht auf den Ofsu* ziersberuf zum Teufel." Er hatte ganz kühl und leidenschaftslos gesprochen. Aber vielleicht gerade diese Resignation wirkte auf die junge Witwe so stark, daß sie ihm herzlich die Hand auf den Arm legte., „Ich bedauere Sie, Alphonse; denn ich kann Ihnen nachfühlen, wie bitter Sie es empfunden haben müssen, diesen Ihnen liebaewordenen Gedanken an den Offiziersberuf auszugeben. Aber trösten Sie sich — erstens sind Sie ja in der glücklichen materiellen Lage, auch ohne Beruf leben zu können; und dann — ich kannte Sie schon viele Monate, ehe ich überhaupt merkte, daß Ihr rechtes Bein etwäZ kürzer ist." Der Pariser Gast hatte mit behutsamer Zärtlichkeit die schmale kleine Frauenhand von seinem Arm genommen und beugte sich über sie. „Sie sind ein Engel an Güte, Jutta. Ich habe nie eine Frau gekannt, die Herzensgüte und Schönheit in so harmonischer Form zu vereinigen weiß. Der gute Rene hat sicherlich nicht die blässeste Ahnung gehabt, an wessen Seite er da zwei Jahre leben durfte." ^EiU Klopsen an der Tür ließ sie beide aufhorchen. Ein Lakai trat ein. „Was ist, Frederic?" „Frau Marquise — unten im Hof hält ein deutscher Offizier mit einigen Soldaten und begehrt den Herrn oder die Dame des Hauses sofort zu sprechen." Ein deutscher Offizier! Wie Meiterschlag schmetterte dies Wort, dieser Begriff in die behagliche Ruhe des hochgetäfelten Speise zimmerst in den Gedankengang der beiden Menschen, die sich beim Mokka gegenübersaßen und sich so ganz in persönliche Sorgen vertieft hatten. Ein deutscher Offizier! Fast mußten sie sich gewaltsam erinnern, daß draußen die weiche Frühherbstnacht nicht über friedlichen Menschen träumte, sondern über langgezogeneu, zickzackförmig durcheinanderlaufenden Schützengräben, in denen hinter Repetierbüchsen und Maschinengewehren endlose Ketten feldgrauer: deutscher Infanterie sich eingenistet hatten; über Anhöhen und Waldlisieren träumte, wo sich deutsche Schnellseuerss' batterien in guter Deckung eingegraben, um im blassen Frühlicht des nächsten Morgens wieder ihre tödlichen Feuerschlünde auf den Gegner zu richten. Eilt deutscher Offizier! Bis an die Marne bereits hatte sich der klirrend^ Eisenwatl deutscher Armeen vorgeschoben, rang er den Verbündeten Schritt um Schritt ihrer heimatlichen Erde unter Strömen von Blut ab. In die Defensive gedrängt die Armeen des Generalissimus Jossre, der verbündeten belgischen und englischen Hilfstruppen — ihnen gegenüber flatterten trotzig die ruhüv- gekrönten sieggewohnten Standarten deutscher Regimenter Was da in verwichenen Augusttagen das' unglückliche Belgien gesehen... ein wüster, hirnzerfressender Fieber- traunr — eine dröhnende gigantische Orgie von zertretenen Landschaften, eroberten Städten, zerschossenen Festungen^ vernichteten Brigaden. Ein grauenhaftes Starfgericht Über eines Zaunkönigs Land, der gewagt hatte, mit vermessenem Wahnwitz den deutschen Riesen yerauszufordern. Seit Tagen schon — wenn die junge Marquise de Sk Chamant auf die Terrasse des Schlosses hinaustrat undj an der steinernen Ballustrade lehnte und hinausschaute in die blühenden Niederungen der Champagne — dann wehte von drüben, wo in hundert Kilometern Entfernung der Marne vielgewundener Laus der Stadt Chalons zustromte> ein seltsam dumpfes Dröhnen und Bvausen zu ihr herüber, Wie ein gedämpftes Riesenorchester, dessen Töne wirr durchß einanderbrausen. jUnd oft hatte sie darüber nachgedacht, oft hatte sie den Haushofmeister und die übrig gebliebene Dienerschaft nach ;enen seltsamen Tönen befragt. Doch niemand hatte es gewagt, iylr Auskunft zu geben; niemand hatte es gewägt, der schönen jungen Frau zu gestehen, daß die deutsch^ Armeen sich schon bis dicht an den Rhein-Marne-KanaL herangekämpft hätten. (Fortsetzung folgt.) 339 Der selige Gnkel. Eine kleine Eh^geschichte von Felix Frhr. v. Steil gl in. > (Nachdruck verboten.) Man kommt ohne Weltklughert nicht aus. Ich versuchte es, «aber meine Frau hat ganz recht, es geht nicht. Sie ist mir! rn dieser Beziehung mit Erfolg vorangegangen. Dadurch, daß sie weltklug ist, bin ich in den Augen der Welt ein ganz anderes Mensch als in Wirklichkeit, und das ist sehr gut, bemt sonst könnte man mit mir keinen Staat machen, und wir müßten aus mancherlei Vorteile verzichten. Natürlich erlebt man dabei Ueberraschungen. Ich erfahre zun, Beispiel Tinge, die mit mir geschehen sind, ohne daß ich es ahnte. So wußte ich gar nicht, daß, ich neulich eines gefährliche Influenza hatte. Meine liebe Frau hatte mich wegen meines Ausbleibens bei Verwandten mit dieser Tatsache entschuldigen wollen, und ich selst hörte erst davon, als man mich! zu meiner .Wiederherstellung beglückwünschte. Damals sagte ich meiner Frau, ob fie 0 nicht vielleicht doch zu weit gegangen sei> und ob es nicht genügt hätte, zu sagen, daß ich beschäftigt war. — Aber heute sehe ich ein, daß man Wältklugheit braucht, und zwar auf Grund meiner eigenen häuslichen Erfahrungen. Meine Frau hatte nämlich einen seligen Onkel. Tie Autorität des Vetters Egon — der, nebenbei gesagt, zweimal durchs Nefercndar-Examen gefallen ist — zieht doch nicht immer, und da muß Onkel Willy herhalten, der ohne Zweifel ein Manu von großen Verdiensten lvar, als fürsorglicher Verwandter wie als angesehener hoher Beamter. Meine Frau hat zum Beispiel den dringenden Wunsch, daß ich zu einer Gelegenheit den schwarzen Anzug anziehe, und um d,esen, Wunsch mehr Nachdruck zu verleihen, sagt sie mit jenem gewissen Ernst, den sie in solchem Augenblick entfaltet — einem Ernst, durch den die Wehmut über den Verlust des guten Onkels hindurchschimmert: „Mein seliger Onkel.Willy zog in solchem Falle immer den schwarzen Anzug an." Eine ganz harmlose Bemerkung, wie es scheint, die aber doch das Unerfreuliche Gefühl in mir auslöste, neben Meiner Frau noch einen anderen, Unsichtbaxen Widersacher mir gegenüber zu haben, dem ich nicht beikommen konnte. Ein anderes Mal iveigere ich mich, einer Däme, die wir besuchen, Blumen mitzubringen. Zwar bin ich ein großer Blumenfreund, aber es geht mir das Bestreben ab, mir das Wohlwollen anderer Leute gewohnheitsmäßig durch dergleichen äußere Höflichkeiten zu erwerben: wenn ich Blumen mitbringe, so soll das ein Zeichen meiner besonders herzlichen Empfindung sein, wvs hier nicht zutras. Ick diesem Fäll mischte sich dem sittlichen Ernst ein gut Teil mitleidiger Herablassung bei, als meine Frau erklärte, der selige Onkel würde es nicht unterlassen haben, der Dame des Hauses einen Strauß zu überreichen, wie er überhaupt ein Mann von so liebenswürdigen Manieren gewesen sei — nun, daß man dergleichen heute über-- Haupt nicht mehr begreife. Mit den an eine Mahnnua streifenden Aeußcrungcn über den Onkel wechselten solche der Erinnerung ab. Wir haben uns zum Beispiel an einer Wanderung erfreut und sind im Gasthaus eingekehrt, als meine Frau die glückliche Stimmung damit unterbricht, daß sie mir die Hand ans den Arm legt, mich! mit umflorten Angen ansieht und bewegt äußert, als ob sie meines innigsten Anteils gewiß sei: „Gott, der gute Onkel Willy! Wie reizend war er immer, wenn er mit Mütterchen und mir. ausging!" Natürlich wurde daraufhin n,eine Miene etwas ernst. Ich habe Onkel Willy nie gekannt, ich halte ihn für einen Ehrenmann — — aber schließlich bin ich doch auch reizend, wenn ich mit meiner Frau ausgehe! So lebte der selige Onkel mit uns fort, drängte sich in unsere freudigen und weniger^freudigen Momente und verließ uns eigentlich nur ausnahmsweise. Längere Zeit lvar ich geduldig — obwohl ich damals schon das Gefühl hatte, es Wäre besser, wenn der Onkel noch lebte, da ich ihn, dann Aug? in Auige hätte gegennbertretenl können. Ich hoffte, daß meine Frau, Wenn sie einmal alle guten! Eigenschaften des Onkels genügend beleuchtet, alle Momente, in denen er als Beispiel dienen konnte, hervorgehoben, alle Gelegenheiten der Erinnerung eine gute Zeit lang ansgekostet haben würde, endlich in der Bekundung ihrer- Berohrung eine gewisse Ruhepause eintreten lassen würde. Als das aber nicht geschah, wurde es mir zu viel. Ich litt geradezu. Es kam dahin, daß ich dies durch Seufzen bekundete, worauf dann meine Frau besorgt mrd ahnungslos fragte, ob mir etwas fehle? Ich schüttelte mir wehmütig den Kopf. Sie drang in mich, ich blieb standhaft — bis eines Tages (wir waren nun schon mehrere Jahre verheiratet) mir 'ne Laus über die Leber lief. Meine Frau erzählte mir wieder etwas beispiellos Vorbildliches vom seligen Onkel, und da platzte ich mit der etlvas ärgerlichen Bemerkung heraus: „Jä, das kann er ja nun nicht mehr!" Damit hatte ich aber etwas sehr Uebles angerichtet. Meine Frau sah mich erst eine Weile entgeistert an Und antwortete daraus mit vernichtendem Ansdruck: „Nein, allerdings, das kann er nicht mehr, da er tot ist." Ich kam mirunä glaublich roh vor uud beschloß, so etwas nie wieder zu tun. In dieser Zeit besuchte ich ein Freund, den ich lange nicht gesehen hatte, und der mich denn auch lveidtich nach meinen Ehe- ersahrungen ausfragte, als wir nach Tisch bei einer Zigarre in meinein Zimmer saßen. „Deine Frau macht wirklich einen sehä angeuehmcn Eindruck," sagte.er, „sie hat mir sehr gefallen," „Ja, ja," antwortete ich, „mir gefällt sie auch — vielleicht bis aus eins. . . ." „Ta bin ich neugierig — was ist denn das?" „Ja, sie hat nämlich einen seligen Onkcl," erklärte ich. Mein! Freund sah mich verblüfft an. Nun, da schilderte ich ihm denn^ wie der selige Onkel sozusagen der Dritte in unserer Ehe sei. Ich schüttete ihm mein ganzes Herz aus und gestand, daß es furchtbar schwer sei, ihr den Onkel abzugewöhnen, ohne unzart zu sein. Mein Freund lvar von jeher durch seine kühiren Ratschlag« bekannt. Er ist nie verheiratet gewesen und behauptet, gerado deshalb ein gründlicher Kenner der Ehe zu sein. Vielleicht hat er in gewissem Sinne garnicht so unrecht, da er der Ehe als Unparteiischer gegsnübersteht und nicht von Sentimentalität^ rücksichten — wie er es nennt — angekränkelt ist. Er sann eine Weile nach, dann hob er die Hand und machte große Augen- wie wenn er sagen wollte „Ich hab's!", und äußerte endlich, es gebe nach seiner Meinung ein eiufaches und psychologisch unanfechtbares Mittel, ich; müsse mic* eine selige Tante anschaffen. Es sei sehr wichtig, bei allen T-ingen au die Wurzel zu gehen und tief zu schürfen (ein Lieblingsausdruck von ihm), und er verspräche sich nur Erfolg, wenn ich den Mut hätte, die Sache psychologisch! zu erfassen. „Ich verstehe Dich," antwortete ich, und mußte das Logische seines Gedankenganges anerkennen, ohne mich doch einstweilen mit der praktischen Ausführung befreunden zu können. Doch sein halb mit Scherz gegebener Rat wirkte in mir nach. Es war an einem Abend, als wir uns zum Theater zurecht-' machten. Meine Frau hat die Eigenschaft, sich schw-er für euren bestimmten Schmuck zu entschließen, und wienn sie sich endlich entschlossen hat, ganz bestimmt doch noch einen ganz anderen zu nehl- men. Als sie mich nun zweimal uM meinen Rat gefragt und jedesmal diesen mißachtet hatte, besaß ich die unglaubliche Kühnheit, die Bemerkung hinzuwerfen: „Meine selige Tante pflegte zu sagen? Wer lange wählt, stiehlk sich unb anderen die Zeit!" Zunächst schien es, als ob meine Frau dies gar nicht gehörl habe, sie probierte ruhig werter, bis sie plötzlich aufblickte und etwas erstaunt fragte, was denn das für eine Tante sei, von dev ich ihr noch nie erzählt habe? Das kleine Examen, das sich nun entwickelte, bestand ich unter Zu Hilfen ahnte meiner Phantasie recht aut, bis sich denn meine selige Tante Emma als ein Wesen von Hohen Geistesgaben und tiefem Gemüt aus' diesen Erörterungen herauskristallisiert hatte. Ich gab zu, sie längere Zeit aus demi Gedächtuis verloren zu haben, betonte dann aber, daß sie neuerdings bei verschiedenen Gelegenheiten mit besonderer Deutlichkeit lvieoer vor mir aufgetancht sei. Seitdem standen wir unter dem Zeichen der seligen Tante. Ich wurde ihr ordentlich gut, denn ich konnte so Manches unter dieser Flagge sagen, was geradezu ausgesprochen wahrscheinlich weniger Eindruck gemacht haben würde. Mahnung und Erinnerung reichten sich die Hand, um das teure Wesen in immer hellere Erscheinung! treten zu lassen, bis bami eines Tages Meine Frau, als ich tvieder den Schatten Tante Emmas heraufbeschwor, die Aeußerung machte, diese Tante sei anscheinend eine unausstehliche alte Jungfer gewesen. Ta Märkte ich, daß ich auf dem Wege war, mein Ziel zu! erreichen. Seitdem vermeide ich es etwas mehr, in den Erinnerungen an die selige Tante zu wühlen, und lasse sie nurchin und wieder einmäl austreten. Der selige Onkel aber ist fast ganz zurückgedrängt, da! meine Frau sozusagen gar keine Zeit mehr hatte, sich seiner zu erinuern. So glaube ich, daß m!ein Freund mir wirklich einen guten Rat gegeben hat. Und wenn sie den Zusammenhang herausbe- koMmt? Das würde, hoff ich, auch nichts schaden, denn sie hat zur Genüge erkannt, wies tut, und das ist doch imimer die Hauptsache. Ich hätte wirklich nie gedacht, daß ich der: seligen Onkel-auf so gute Manier loswerden würde. Ich habe nichts mähr gegen ihn und gönne ihm die Erinnerung im Herzen meiner Frau, ja ich komme sogar selbst hin und wieder auf ihn zu sprechen. Es! scheint mir zwar, als ob sie in solchen Augenblicken schnell abbräche, wahrscheinlich, weil sie den Schalten der seligen Tante fürchtet. Ich sehe es kommen, daß ich diese nur noch in Reserve zu halten brauche. Ja, und was ich eigentlich sagen wollte: Dergleichen erreicht man doch schließlich nur durch Weltklngheit. Darin bin ich jetzt durchaus der gelehrige Schüler Meiner lieben Frau. vermischte». * E i n c höfliche Art, Krieg z u s ü h r e n. Die Wandlung in der Art der Kriegführung, die sich im Laufe der Jahrhunderte vollzogen hat, wird in drastischer Weise veranschaulicht durch einen Bericht über die Schlacht von Fontenoy, in der sich Engländer und Frauwsen gegenüber standen. Die Engländer gingen, wohlgerichtct trr Linie, langsam und gemessenen Schrittes, wie es die damalige Kriegskunst unbedingt forderte, gegen die französische Garde vor, die den Angriff mit Gewehr bei Fuß erwartete. Tie französischen Offiziere standen einige Schritte vor der Front^und begrüßten die Engländer durch Abnahme der Kops- &40 bedeckung. Der englische Kommandeur lies; auf 5l) Schritt von den Franzosen das Regiment halten uub forderte den französischen Kommandeur aus, das Feuer zu eröffnen. »Bitte, nach Ihnen/ war die höfliche Antwort, „die französische Garde schicsit nie zuerst!" Aber auch die Engländer wollten ihren Gegnern an Höflichkeit nicht uachsiehen, und so verging eine kostbare Viertelstunde, ehe sich der englische Kommandeur dazu entschließen konnte, fcmi'Cf) Eröffnung des Feuers den blutige,; Reigen zu eröffnen. Man möchte diese Geschichte nicht für möglich halten, wenn sie nicht von glaubhafte,; Schriftstellern versichert würde. * Wie die Frauen von Washington Kriegsübungen a b h i e l t e n. Jüngst kamen die Frauen der vornehmen Gesellschaft Washingtons zu der Ansicht, früher oder später könne ihr Land einmal in einen Krieg verwickelt werden, und so beschlossen sie, sich auf den Kriegsdienst vorzubereilen. Wie sie das taten, schildert in ergötzlicher Weise ein Brief an das „Morgen- blndet" : 200 junge Mädchen und Frauen aus den reichsten Kreisen bezogen ein „KriegsübungslagexA in den; die Kriegsübungen abgehalten wurden. Das Lager,'"ans Zelten bestehend, die jedoch außerordentlich groß und gut ausgestattet waren, wurde auf einer Wiese aufgeschlagen, die einen; der vornehmsten Sportklubs Washingtons gehörte. Es versieht sich von selbst, das; die Frauen sich tleidsanre Uniforinen angeschafft hatten: kurze, fußsreie Khakiröcke, dunkelblaue Blusen und breitkrempige Hüte. Gleich nach den; Beziehen des Kriegslagers stellten sich die ersten Schwierigkeiten heraus: wer sollte kochen? Keine der Frauen wollte das, und so blieb nichts übrig, als aus Washington ein paar Koche koinincn zu lassen. Dazu kam von außen eine unerbetene Hilfe: das vornehmste Wirtshaus Washingtons eröffnete nämlich für die Zeit der Kriegsübungen ein Zweiggeschäft uninittelbar neben den; Zeltlager und machte, wie sich denken läßt, gläinende Geschäfte, denn es bezogen von ihm nicht nur die kriegSübenden Dainen allerlei Eß- und Trinkbares, sondern an; Abend kainen auch Väter, Brüder und Fretinde der amerikanischen Ainazonen, die natürlich auch nicht htingern und dursten wollten. Und dennoch führte die Magensrage zu etwas Fürchterlichen;: während der Kriegsiibungen herrschte große Hitze; in den Kücheuräumen des Kriegslägers war die Hitze begreiflicherweise noch größer, und so zogen sich die Köche ihre Röcke aus ; daran nahinen die vornehinen Taiuen von Washington Anstoß; sie fanden es zuerst unanständig im. höchsten Grade, fanden sich aber schließlich damit ab, daß die Frau in; Kriegsdienste auch den Anblick nackter Männerarme ertragen inüßle. Ter demokratische Grundsatz der Gleichheit ließ sich unschwer durchführen, da es sich nur utn Angehörige der besten Kreise handelte, und da im übrigen die körperliche Größe für die Reihenfolge maßgebend war, konnte sich keine der Damen beschweren. Unangenehm empfanden sie es aber, daß nur aus je fünf Dainen des Kriegslägers ein Spiegel kau;, und noch schlimmer war es, daß zwischen den; Weckzetchen an; Morgen und den; Frühstück nur wenige Minuten ur Benutzung des Spiegels vorhanden waren. Allein inan wußte ich zu Helsen, inden; man Kleiderbürsten mit blankpoliertem Silberbeschlag einführte. Die eigentlichen Kriegtzübungen konnnen in den; norwegischen Briefe sehr kurz weg, was wohl daran liegt, daß sich die Damen nicht allzu viel damit abgegeben haben; es wurden ein paar Vorträge über Ernährung und ähnliche Dir,ge gehalten, es wurde Unterricht in der Behandlung Leichtverwundeter erteilt — das war alles. Im ganzen aber waren die Damen Washingtons nach Ablauf der Kriegsubungei; sehr damit zufrieden, daß sie 14 Tage lang Uniforinen getragen hatten und in Reih und Glied zu der; Mahlzeiten inarschiert waren. Sprachecke des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins. — Wegwarte (Z i ch o r i e). Nun leuchtet sie wieder mit 'yren lichtblaue,; Augen den; Wanderer draußen entgegen, die schlanke Wegwart — in Wahrheit eine Warte des Weges. Wie hätte die sagenbildende Sinnigleit des „Volkes der Dichter" nicht auch ttn; sie ihr Geflecht winden sollen! Natürlich geht sie dabei von den; Worte warten aus. Ter Volksglaube des 16. Jahrhunderts läßt die Pflanze urspriiuglich eine Jungfrau sein, deren Liebster in die Ferne gezogen ist. Cie hat nun Tag für Tag an; Wege gestanden und mit ihren große,; blauen Augen sehnsüchtig hinausgeschaut, um den Heimkehrenden zu erspähen. Allein nimmer hat er sich zeigen wollen, und zuletzt hat inan — wahrscheinlich der unvermeidliche harte Vater — in sie gedrungen, doch endlich den; Weinen, Härinei; und Warten ein Ende zu niachei; und ihr Herz einer neuen Minne zu öffnen. Da aber soll sie in Tränen zerfließend ausgerufen haben: Eh' als ich laß das Weinen stehn, Will ich lieber ans die Wegscheid gehn, Ein' Feldblun;' dort zu werden. Uwb siehe, die Gottheit erbarmt sich ihrer und verwandelt sie in unsere Wegwartblunw. < Vergessen hat sie der wilde Knab, Und ivo sie gewartet, da fand sie ihr Grab, % Ein Blümlein sprießet an; Wege, Wegwart, Wegwart! Auch als Blume schaut sie mit ihren blauen Augen sehnsüchtig die Straße entlang in die Ferne, als ob sie noch immer de? Geliebten warte. Dein;, sobald er heiinkehrt, wird sie entzaubert werden und zu neuen; Menschenleben erwachen. Vergebens!. Der Sonnner kommt und der Sonnner geht, Der Herbstwind über die Heide weht, Das Blümlein wartet am Wege — Wegwart, Wegwart! (Scheffel.) __ Sohns (Hannover). vüchertisch. . ~~ Major E. Moraht: „Tage des Krieges". Militärische und politische Betrachtungen, 1914-1916. Band II. Mit fünf großen farbigen Karten und 30 Kartenskizzen im Tert (Hutten- Verlag. Berlin SW 11). Preis geh. Mk. 5,—, gebd. Akk. 6,—. Den; ersten Bande feiner „Tage des Krieges" hat Major Moraht sehr schnell den zweiten folge,; lassen. Der zweite Band setzt n;it den; großen Mardnrchbruch in Westgalizien ein und schließt ab mit Januar 1916, mnfatzt also wiederum einen Zeitraun; von nahezu neun Monaten. Der Eindruck des ersten Bandes verstärkt sich noch liber der Lektüre des zweiten: Hier haben wir ein Kriegswerk vor uns, das bleibenden Wert beanspruchen darf. — Vogesen macht. Erlebnisse und Schilderungen ans dem Kriege 1914 — 16 des Schweizers Herinann Kurz. Mit 16 Bildern von; Kriegsschauplätze. Preis 2 Mk. (Deutsches Verlagshaus Bong L Co., Berlin W 57.) Erinnerungen und Schilderungen eines Schweizers sind in ihn; vereinigt, eines Schweizers, der hellen AugeS und marinen Herzens den Kämpfen an der Vogesen- front beiwohnte, eines Dichters, der zugleich Militär ist. Der Raine Hermann Kurz ist uns Deutsche,; laugst als der einer starken dichterischen Persönlichkeit bekannt. - Unartige Musen linder. Ein buntes Sträußchen lustiger Pflanzen, ans Treibhausbeeten alter und neuer Zeit gepflückt und gewunden von Richard Zoozinann. Rene, durch- gesehene und verbesserte Auflage. Elftes bis zwanzigstes Tausend. Leipzig, Hesse L Becker Verlag. 563 Seiten. 2,50 Mk., gebd. 3 Mk. (Feld-Ausgabe in zivei Teiler; leicht kartoniert 3 Mk.) — Diese unartigen Musenkinder sind lebenskräftig — daran ist gar kein Ziveisel: schon nach wenigen Monaten war die erste Auflage von 10 000 Exemplaren vergriffen. Die neue Ausgabe ist kein bloßer Netidrnck, sondern iveist gegenüber der alten erhebliche Verbesserungen auf: so manches schwächere Gedicht ist vcrschwunden und durch ein wirkungsvolleres ersetzt, so manches, wem; auch geringfügige, Versehen beseitigt. Der große Beifall, den das reichhaltige Werk — es enthält etiva 1000 Gedichte! — bei den Kriegern gesunden hat, bestimmte die Verlagshandlung, neben der einbändigen eine zweiteilige Feld-Ausgabe herzustellen, die bequem in? Feld gesandt werden kann Gietzener Hausfrauen-Vereitt. 4 W o ch c n - K ü ch e n z e L t e l. Sonntag: Haferflocken sich pe, Schweinebraten mit Erbsen und Karotten, Kartoffeln, R-otegrütze. Montag: Gemüsesuppe, Nudeln mit Obst. Dienstag: Grünkernsuppe, Mischgemüfe oder Spinat nA gebackenen Eiern. Mittwoch: Bohnensuppe, Wirsingkotteletts mit Kartoffeln und Salat. Donners ta g: Kartoffelsuppe, Schellfisch mit Kartoffeln und Senftunke. Freitag: Grüne-Erbsensuppe, Reisbrei mit Zucker und Zinck. - Samstag: Fleischbrühe, Suppenfleisch mit Wirsinggemüse und Kartoffeln. Magisches Guadrar. In die Felder nebenstehenden Quadrats sind _die Buchstaben AAA 000 PPPPSSS8 Y Y derart einzutragen, daß die wagerechten u. -senkrecht.Reiheil gleichlautend folgendes bedenten: I. Ein Mineral. -2. Eine Arzneipflanze. _3 Figur ans einem Schitler'schen Drama. 4. Stadt in Ungarn. Auslösung in nächster Nummer, Auflösung der Skat-Ausgabe in voriger Nummerf Abkürzungen : tr —Treff, p -. Pigue, c — Coeur, car = (Sarnau trB = Treff-Bube, pA = Pique-Aß, cD — Coeur-Dame usw. Vorhand drückt trZ und carZ. Mittelhand besitzt trK, tr9, tr8 rt7, pA, pZ, cZ, c8, carA, car9, Hinterhand den Rest. Gang de» Spieles: 1. V. trB M. pZ H. p7 = 12. 2. V. pB M. pA H. frf) = 16. 3. V. trA M. tr7 H. trD = 14. Vorhand erhält nichts weiter, hat aber zusainmen init den gedrückten 20 Augen das Spiel mit 62 gelvonile»;. Lchristleitung: Aug. Goetz. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Stemdrückerei, R/Lange, Gießen.