Mittwoch, drn 5. Zuli Der weitze Jäger. Skizze von Max Preis. (Nachdruck verboten.) Ueber den Altstadter Ring zu Prag kroch die Dämmerung. Zog «einen braunen Bor bang vor die zarte und ernste Silhouette der Teynkir-ck.e, schob sich tuie eilt unruhiges Geheimnis vor die Heimlichkeiten des Rathauses und schritt mit abenteuernder Bedächtigkeit in die kleinen dunklen Gassen und Hose rings um den seltsam unwirklichen Platz, um dort das letzte Flüstern des Tageslichts ganz Tu ersticken. Bor bent Wunderwerk der alten ^Uhr des Altstadter Rathauses standen Soldaten. Leute, die alle Spuren des Krieges in verwitterten oder kränklich blassen Gesichtern trugen. Feldgraue Burschen, die, schon genesen, den letzten Ungehorsam -erschossener und wieder heilgewordener Glieder noch ein wenig mühselig durch den lauen Abend trugen: deutsche Krieger, die hier int Bundesland Erholung nach schweren Tagen fanden, stämmige ungarische Husaren, Tiroler Jäger, ausrecht und allen Wettern trotzend wie die Schirmtanne vor dem Hos in der fernen Hemmt. Alte Sprachen wirrten ineinander, l-undert Farben sänftigten nch unter den milden Händen der frühen Dämmerung, und ern letztes, kaum mehr vernehmliches Echo des großen Krieges stockte, oor den Wahrzeichen der uralten Stadt. . ' In die seltsame, init allerlei Mysterium verschnörkelte Uhr am Altstüdter Rathanse kam Bewegung. Sie geht nicht mit der Zeit, fiimmert sich nicht mit den eiligen Rhythmus der Gegenwart: sie, die um die Schatten astrologischer Verborgenheiten weiß, chlagt ihre eigenen Stunden. In feierlich ernsteut Zug, mit all der Sckaubudenwürde von Marionetten ziehen die Gehalten aus den kleinen Fensterchen. Der Tod macht sich mit seiner Glocke zu «aws- fen, und ein heiserer Hahn kräht aus Berus. Tre Smubrldlichkeit des Mechimislnus dieser alten, kostbaren Spielerei findet bet den Soldaten unten dankbare Zuschauer. Das ist ein ^>past — nach diesen, heißen, grausaineu Monaten alten Uhren und ihrem verworrenen Geheimnis folgen ztt dürfen. Die braven Jnugens, die so Arges hinter sich haben, glauben sich im Theater, und es fehlt Uicht viel, so würden sie dem kreisck)endeu Hahn, dein ewigen Wächter aller Zeiten, Beifall klatschen. Leute mit seltsamem Mienenspiele steigen nun durch den Abend; elegante Frauen kommen, Offiziere, polnische Flüchtlinge. Ja, es ist ein Leben letzt in Prag!'Und alle gucken nach der Uhr unduachdem helleren Hahn. Do steht auch ein österreichischer Jäger und sieht in das Spektakel. Ein junger Offizier. Um die rechte Schulter hastet ihm ein Berband. Sonderbar, alles an dem Mann m Kraft, Sonne, Jugend Nur die Ailgen, die dem Spiel der Uhr folgen, Und he ist trank und wissend. Und sein Haar ist weiß) gebleicht. Ergreifend ist'dies Bild — so viel stolze Mämilrchkeit unter ,o greisen hastem Hanpl. Was mag der Mensch erlebt haben! Einige weichen ihm scheu ans, Gespräche iverdeii stumm ans Rücklicht und Ber- legenheit, lind manche flüstern: ,^Ter weiße Jäger!" . . Hinter den Lauben, wo dre Prager Golchchmrede Juwelen Teil halten öffnet sich die dunkle Melantrichgasse. In ihrer schützenden Enge verschwindet still, weltfremd dahinschreitend, der weihe ^^Jch bin ihn: gefolgt und l>abe ihn kennen gelernt. Seine. Brnstwlliide war so gut lvie geschlossen, darum brauchte er auch wick't mehr iiis Lazarett und kontite mir schon nach wenigen Tagen bei einem Glase Wein die Geschichte erzählen, wie es kam, das; sein Haar erbleichte. Eine Geschichte, in der die Wucht des. Krieges und ebenso stille urib unfaßbare Tinge musizieren. Nach den, Verlegenheiten der ersten Viertelstunde erzählte der Oberleutnant, ohne einen richtigen Auftakt oder Uebergang von den Nebensächlichkeiten des Gesprächs zu suchen, so, als hätte er daraus gewartet, sich durch ein Bekenntnis zu befreien, seine Geschichte „Sie haben iliich wohl vor der Uhr am Altstadter Rathaus zuerst gesehen? Und mein iveißes Haar, das fiel ^hnen ivohl auf? Na, ja, es ist ja auch sonst nickst die Art junger Leute, ntu einem schneeuwißen Schädel herumzulaufeii. Tie glaubeii^nämlich alle, müssen Sie wissen, ich sei draußen an der Front vor schrecken oder Grauen plötzlich weiß geivorden. Wie, das haben <2ie auch geineint? Aber, ich denke ja gar nicht daran Krieg ist Krieg, das wird sich doch ein richtiger Soldat nicht so zu Herzen nehmen, daß er sein braunes Hanptl-aar verändert. Urrd, ich bitte, eS toar nämlich sehr schön braun, ein paar Innsbrucker Mädels - tfU lag lange in Tirol in chirnisou — l>aT>cn sich regelrecht dannnt vergafft. Wie ^meinen Sie? Na, ja, ich glaube ja selber, daß ich ein bisserl gewaltsam Witz zu machen versuche. Mau chenkt lststt nianchmal, es ist altes so wie früher einmal. Aber, bei Gott, ich bin froh, wenn ich keine Witze machen brauche Prosit, übrigens. Ja, angefangetl hat es oben in Galizien. Ein schöner, pstillich-r Herrensitz war's. Merkwürdig sauber das ganze Schloß. An eine tiefe, ruhige Kastanieuallee, die von der zerfahrenen und vom Munitioustransporte zerschundenen Landstraße zum Der ren sitz führt, mlist ich oft denkeu. In dieser Allee hatte ich nach den furchtbaren Attacken der voraufgegangeuen Wochen zum erstenmal ioteder das Gefühl: Tn hist doch Mensch. Oh, diese weltfremde Stimmung, diese wunderbare Abgeschiedenheit! Nur voll ganz fern her, über niedrigen Wald hallend, die Kanonen der Unseren. Vielleicht auch, das ich an diese Allee daritin so oft denken must, weil ich hier die Schlostsrau kennen lernte. Kühl und teilnahmslos, als würde sie der Krieg nickst im geringsten berühren, saß sie au> einer Bank, den Blick in ein herbstliches Blumenheet verloreti. Lässig, Mit einer wundervollen Herablassung uahur sie meine Borstellnug und die Bitte, alle Unannehmlichkeiten zu entschuldigen, entgegen. 'Bann bat sie mich und uod> drei meiner Kameraden zum Abendessen. Ich sage Ihnen, mau vergisst i» solchen Augenblicken wirklich, daß es ringsum au? Leben und Tod geht . ...... Ich entsinne mich, ich war glücklich, ihr das sranzomch Buch das sie ans der Bank hatte liegen lassen, in den Speisesaal Nachträgen zu dürfen. Schölt war die Frau, Herrgott noch einmal? Wissen Sie: Kultur, Rasse! Ueberlmupt: das ganze Schloß: Geschmack, uugeivollte edle Eigenart. Unten im Tors der Lärm der Mamischaft. Man war ja weit vom Feind. Und hier oben, inrt dem Blick in die traurige Herbstlands cha ft, das Abmdesien todmuc-er, von Geflüg i den Augen einer schönen Frau augefeuerter Offiziere. Blumen, ^Zlügel, Früchte, Wein. — Sie begreifen es ja garurcht, wie erlesen dies alles ist nach den namenloseti Strapazen. Na, und« die Vorstellung: Du wirst heute einmal in ouicnt nckstigen Bett schlafen . . .! Ich will Sie nicht aushalten Mit Malerewn. auch schon heraus haben: noch am «elben Abend war rch m Frau Musja Orlowska verliebt. Bon einer tollen Sehnsucht ergrifsen nach ihren Lippen — es war im K>rieg und der echte Rausch nach hundert Tagen unbeschreiblicher Arbeit des Gehirns und des ^ Meine drei Kameraden waren zu Bett gegangen, in der K'a- stanienallee patroniUierben die Posten, und ich küßte .Nucta^ 334 - * Orlowska die sbditbtr. Die ersten Fraumhände nach hundert Tagen. Habe ich gesagt, daß mich mein Unteroffizier meiner Kompagnie gewarnt hatte, die Orlowska stünde im Verdacht, russophil Kn sein? Ich schlug die Warnung in den Wind. Teufel ucdji mal, so verrückt macht mich kein Weib, dass ich nicht wachsam bliebe und im Moment der G.ch.hr lvüßte, was ich zu tun habe. D^i Tage waren wir im Schloss Drei so gottselig ruhige Tage. Wie wenn es keinen Kriegs mehr gäbe. Ja, ich war glücklich mit dieser Frau, aber am dritten Tage kam doch die Sehnsricht nach Bewegung und Taten über mich. Morgen sollten wir fort. Wieder an den Feind. Ich nahm Ab^ schied von der Orlowska. Sic rezitierte polnische Gedichte. Dann gab sie mir einen Rosenspätling. ilnb zum guten Ende lasen wir in der Bibel. Sie hatte oft so verstiegene Einfälle. Weist Gott, wie es kam, in einer weichen, lächerlichen Stimvttmg, vielleicht aus dem Gefühl heraus: Du wirst nun lange nicht mehr neben einer schönen polnischen Aristokratin sitzeil und von heißen und sentimentalen Tin gen reden, sagte ich. wohl auch, weil mir die Warnung des Unteroffiziers einsiel, plötzlich: - „Musja, ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verraten haben!" Ich vergesse nie die All geil, die mich nach diesen Worten trafen. Ich habe ihren Sinn damals nicht verstanden:! heute weist ich, das; sie die Angst vor dem allfgedeckten Geheimnis, das: sie Beherrschung und Verzweiflung, Schwanken, Rene und Festigtcit ausdrückten und — vielleicht auch Liebe — ja, auch ein bißchen Liebe. Musja Orlowska küßte mich, auf die Stirne uub sagte nur ein Wort: ,,Ich Hab dich wirklich lieb — ick) kann nicht, anders» . . . ." Dann ging sie, und wir sahen sie diesen Abend nicht wieder. „Ich kamt nicht anders. . ." - Herr ich habe über dieses Wort nachgedacht und konnte leinen Sinn finden. Heute verstehe ich es. Damals wies ich jeden Verdacht von mir, und letzt stand ich in der stillen Allee und sah nach dem Fenster dev Orlowska. Müßige Sorge. Eine Viertelstunde noch blieb e# hell in ihrem Schlafzimmer. Ein ruhiger gleichmäßiger Schein. Nein, die gibt keine Lichtsignale. Dann fällt das sanfte Licht in sich zusammen. Alles still, alles dunkel. Ich höre die Uhr in, Ziwmer der Orlowska eine Stunde anzeigen. Ich wundere mich noch einmal darüber, dast eine so kultivierte Frau ein so geschmackloses Spielzeug duldet. — Sie müssen wissen, bei jedem Stundenschlag krähte und piepste ein Hahnerlschrei ans den, Uhrwerk. Na, mir kann's gleich sein, und schon will ich ins Dorf hinaus zur Truppe. Morgen! geht's ja los. Ta — tausche ich mich — aus dem Zimmer der Orions kcv wieder das vermaledeite Hahnengekreische. Nanu? Ich halte den Atem an. Nach etwa 10 Minuten wieder das Hähnengeschrei. Deine Uhr geht mir etwas zu rasch, polnisches Weib! Ich stürze in ihr Zimmer, gar nicht bemüht, Meine Schritte zu dämpfen., hastig, mit den Sekunden ringend, stürze ich hinauf, trete die Tür ein — da sitzt die Orlowska, schaut ins Dorf hinunter, sieht! jede Bewegung der Truppen, hat die verflixte Hahnenuhr vor sich und läßt eben den Hahn in einen abgehobenen Telephon Hörer irgend cin verabredetes Signal krähen. Wir wußten natürlich nichts von der heimlichen Telcphoulcilung. Musja ist garnichit erschrocken, sie sagt ganz still: „Ich muß — aber Ml Hab dich lieb, schone mich!" Ich nehme den Revolver. Sie sieht mich fassungslos an: „Tu lieber, brauner Bub .... ich bin noch so jung. . . . Tann knall ich einen Alarmschuß los. Sie begreift es nicht, daß ich sie preisgebe. Der erste meiner Leute ist an der -Dille. Ta schreit die Orlowska kreischend um* der Hahn aus der Uhr: „Ehe der Hahn zweimal kräht, werde ich dich dreimal verraten haben - - brauner Bub. . . M ~ .-^„Orlowska wurde als Verräterin erschossen. Es gab keinen Strick für — für — ah ihren, schönen Hals. Eine Stunde! später nach der Szene in, Schlafzimmer überfielen uns die Russen von dem niedrigen Walde her. Es war eine "harte Arbeit, sie znrückznschlagen. Später habe ich noch ein paar Gefechte mitgemacht. Nächt- Ucherlvene c-\t in Dörfern, so um das Morgcnlgrancn, Hab ich gehorcht, ob Mj leinen Hahn krähen höre. Es krähte kein Hahr, der Drlvwsta nach niir. 9iie - ich habe nicmals dort oben einen Hahn gehört, ^n den Karpathen wnpde ich verlvnndet. Nicht schlimm, ^rnstfch-nß Be,nahe ganz heil wieder. Ich ran, nach Prag ins Lazarett. Und — nun ko>nmt das Tollste. Horchen Sie gut zu. Einen Schluck zuvor. Profit! xSfi, in Prag also. Ich kannte die Stadt nicht. Hatte nrich oft gefreut darauf, einmal in all die Romantik hineinschauen zu! dunen, von der man so vom Hörensagen, aus Romanen und auch vom .Milo per ttieiß. ^5-0 e,n Schuß Romantik warna immer iw uftr. Aber, daß es so verworrene Dinge geben könnte Sie dmren mrch darum nicht für einen Träumer halte!,, ich hao wirk- trch nur ans der Kadettenschnle ein Dutzend blödsinnige Gedichte gemacht — also; wie ich zum erstenmal spazieren gehen durfte, ließ ni ben, Hradsehin führen, buiniwelte durch das Älch,in,stengäschen, wo d,e Puppenhäuser so winzig sind, daß man f,e an ihren -Schornsteinen um den Hals nehmen kann, und lvie es lang,an, Abend wurde, da kam ich ans den Alistädtec Ring Ich S am Rathaus ansehen, von der män °V^"bstbnch was hört. Hab ich Ihnen das schon Kühen ÄW lC Ä K,t nach der Orlowjs'ka keinen Hahn wie der aä sie^ek ^ Ihnen gesagt. .Es war so ein Abend IW wenb kennen lernten. E>,n ganz unwirklicher Abend. Ich also schau mir ine hundert andere Gaffer die alle Spielerei nhr an: freu mich über dre Mchpen, sehe zu, ime der lwlzgeschnitzte Tod läutet, und —> na, ich Hab' im Kugelregen gestanden, Sie dürfen nicht glauben, daß ich weich bin — auf einmal sehe ich, wie das! dunlliw Hähnchen da oben sich bewegt. stdun ging cilteS blitzschnell. Der wird doch nicht krähen, denk ich noch, und es! wird Mir eiskalt. Aha, die Munde-doch wieder Fieber! Und da kräht daA Biest schon. Ganz deutlich. Der erste Hahnenschrei! In dieser Sekunde springt — Herr, ich bin nicht verrückt, ich hab'S deutlich gesehen — springt die Orlowska vor mich. Sieht mir mit qualvollen, gemarterten Augen ins! Gesicht, und das eine Sfnge ist döse Urne die Pest. Dreimal tanzt das Weib rasend schnell vor nnr Mn und her. Jedesmal gibtK mir einen Stich tm! Kbps. 'Das dritte Mal hör,ch sie yanz deutlich lachen, und ihr Lachen nimint der Hahn auf und kräht zum zweitenmal. Und, was' glauben Sie, kräht er? „Brauner Dnb", kräht er. Dann ist der Spuk ans. x-,e, bte tote Orlowska, war in Prag, und ehe der Hahn zweimal krähte... Ta packt mich ein Kamerad am Arm: „Mensch," schreit er, „was ist denn mit dir?" Er führt mich über die Straße. — Unter den Lauben sah ich einen Spiegel, darin mein Gesicht, gelb wie eure Zitrone, und mein Haar — weiß wie Schnee —, mein braunes Haar — weiß — weiß — weiß. Glauben Sie, war eä 1 die Orlowska? Oder kam es von der Wunde? Wie seltsam, seit der Zeit höre ich vor der Uhr den Hahn nicht mehr krähen- Oder — oder war es, weil es gerade, in Prag geschah? Prag —'Romantik? WaS glauben Sic? Die vorsorglich rimiebärb.') Der Anne Bärb ihr Mann ,oar krank, Un bccs erschien sei Leide, Er klagt viel iwer Adeinnot Un Steches in der Seide. »Du Liesche, laaf zum Dokter cmal, Gleich mißt er awer kumme." »Das gleich, das' kost e Extramark" Deht zwar de Doklec brumme. Doch macht er wirklich aus de Weg Sich gleich ohn lang Besinne Un siehlt de Puls dein Palient Un horcht ein vorn un hinnc. Er schreibt ivas gege 's Iieber auf Un auch ivas sor zum Leese. Dann will er grad zur Dihr euaus Un ividder in sei Scheese. Er hat schon giidcn Dag aesacht, Da fällt sein letzter Blick Ein uff eu Korb mit Eier, Gewiß an hunuert Stick. Un iveil bei seiner Iran er sicht Gar gern e froh Gesicht, So denkt er: ei, was die wohl lacht? Wann se die Eier kricht. »Mit da dein Kerbche Anne.Bärb, Braucht sie net lang zu lause, Ich gebb ehr, ivas se hawe ivill, Ich will die Eier kaufe." Da schnüffelt laut die Aune-Bärb Unn flennt wie net gescheit; Starr deut se ans ihrn kranke Mann Un spricht in großem Leid: „Herr Dokter, nee, das bitte Se Mer wirklich zu net mute, Da licht mein Hannes kraut im Bett, Der lieive Mann, der gute. Mer iveeß in seiner Krankheit net, Bleibt er aach ivohl heriiviver, Bei so ein hohe Fieiver Geht einer leicht eniwer. Jedoch, geht er eniwer" — So ruft se schmerzlich aus - »Braach ich nachher die Eier Doch selbst beim Leicheschmaus.- °s>P" J '-T'-t-' m> ^ ! k k'.S p a ß.E Ziveites Heft: Vom Fritzche Wo* ^^rtha Frohwein-Buchuer. R. G. El,veil Verlag, Marburg. “ ) Geschichren vom $ölöt. Ter Salat tu feinen mannigfachen Gestalten und Formen hat an imserer KvkegÄtasel eine besondere Bedeutung gewonnen und bient m diesen Zeiten, da wir auf eine einförmigere Kost als früher gestellt sind, inehr denn je zur Belebung- und Verfeinerung Der Speisekarte, erscheint als das beseelende Element der Küche, ass das iW die EMüstler aller Zeiten begeistert gepriesen haben. Ter Salat, idteseA eigentlich so unscheinbare Gericht, ist von alters- her der Liebling der Feinschnrecker gewesen, die ihn in zahllosen Lobreden feierten. Haben doch schon die alten Philologen aus einer! Stelle des Lncian den Schluß gezogen, daß die Götter Griechenlands außier ihrent Nektar und Ambrosia noch Salat genossen, ja daß Hebe darin gern des Guten zu viel tat; bei Plantus rechnet ein Kenner das „Kraut mit Essig und Salz" zu den „königlichen Speisen", während der Philosoph Aristoxenos von Cyrene alltäglich der Mutter Erde für den „grtinen Kuchen" dankte, den sie ihm in ihrer Güte als höchsten Genuß spendet. In der Renaissance fand der Dichter Mölza keinen würdigeren Stoff für ein episches Gedicht als den Salat, als dessen Erfinder er Adam im Paradiese preist und von dem er sagt, Lorbeeren, Myrthen unb alle anderen gefeierten „Gemüse" müßten ihren Ruhm an den Salat lfiugebcn, der mehr Glück uub Freude bereite als sie alle. Ganz besondere Kräfte freilich wies der sprichwörtlich gewordene „Salat des Papstes Sixtus V.' ; aus, den dieser eiueuk armen Freund als Heilmittel sandte und der auf feinem Boden eine mit Zechinen gespickte Börse enthielt. Zu allen Zeiten erklingt das Preislied des Salates. Da sdudet ein Philosoph in der Köstlichkeit dieser Speise den besten Belrwis süx die Notwendigkeit^ des vegetarischen Lebens, und Rousseau, der den Salat nur von den zarten Händen eines Mädchens zwischen 15 und 20 Fahren bereitet wissen wollte, sieht in seiner Vertilgung ein Hauptnnttel gegen Grausamkeit und Blicke gier. „Was gibt es Köstlicheres als einen grünen, frischen und schmackhaften Salat," ruft Ton Quixote aus, als ihn Cervantes so weise Bemerkungen über die Kunst der Mich?, machen läßt. Wie sehr sich bereits unsere Altvorderen mit dieser „Speise der Speisen" beschäftigten, geht aus den Angaben eines der ältesten deutschen. Kochbücher hervor, dem des Marx Rumpolt .vom Jahre 1501. 50 twrschiedeue Salate werden hier angegeben, neben den mannigfachen Arten des Lattich, der eigentlichen Salatpflanze, Gurken, /Rapunzel, Endivien, Kresse, Sellerie, Spargel, Bohnen, Kartoffeln, rote Rüben, Sauerampfer usw. Ein besonderer Salatverehrer, der Freiherr v. Biedenseld, hat in einem dicken Werk, so wie ein Kunstfreund den Katalog feiner Sammlung darbietet, die reiche Fülle von Pslanzen zusammengestellt, die die gütige Natur zur Bereitung der mannigfachsten Salate uns schenkt. In Frankreich, dem klassischen Lande des Salates, wo es heißt, daß ein guter Franzose mir zwei Speisen nötig habe. Suppe nnb Salat, haben sich große Gelehrte über die beste Zubereitung dieses Nationalgerichtes den Kopf zerbrochen, und es kam zu einem 1 edlen Wett- focit zwischen den beiden berühmten Chemikern Fourcroy und Ehaptal, Pier das beste Rezept angäbe. Ch.iptal siegte. Ter gefeiertste Salatkilustler aber war der „große Gaudet". der den MiltuS dieses Gerichtes während der französischen Rebolntiou nach England brachte. Als blutarmer Emigrant flüchtete er nach London: der vornehme Aristokrat konnte nur eins: nach der damaligen ffanzösischen Mode den Salat miss' schmaekhafteste und zierlichste zu bereiten. Diese Kunst begeisterte die Briten so, daß fie ihn wie eilt Wunder anstauuleu. Im eigenen Wagen fuhr er von Diner zu Diner, erhielt fiir die Zubereitung einer einziges Portion Salat 10 Guineen und war so beschäftigt, daß er sich aue . wenigstens eine Woche früher erbitten utußtc und auf orese Wet,e zum reichen Manne wurde. Auch Deutschland hat damals seine „Salatiüustlerin" gehabt. Es war die schöne Madame Drake, die Wirtin des Hotels zur Stadt Rom, des besten GasthofeS in Berlin um 1790: jedes Tischgespräch an ihrer vielbesuchten Tafel verstummte und machte der Belvunderuna Platz, wenn sie die langen lvcißen Handschuhe, in denen sie gegessen hätte, ablegte uud nnt deutschem Ernst bat, mau möge sie nicht stören, denn solle der Salat glücken, daun müsse sie sich ganz ungeteilt seiner Bereitung widmen. Der Baron Baerst, ein Feinschmecker, dem mir 1 eine lauge gelehrte Abhandlung über den Salat verdanken, ist geneigt, ru der Verbreitung uud Verehrung dieser Speise bei einem f Volke einen Maßstab für seine Kultur zu suchen. Nach dieser kuhueu Behauptung wären wir Deutschen im Kriege viel weiter gekommen denn der Salat l-at sich bei uns immer mehr ringe-, bürgert. Jene letzten Tiefen der ,/Salatlünst" freilich werden nur wemge erreichen, von denen Baerst sagt: „Mit allem Geiste, den man haben mag, ist ment ebenso wenig, wie mit aller Weisheit auem imstande, einen guten Salat zu bereiten; es gehören grund- eigen tu ml ich hierzu durchaus .vier Menschen: ein Verschwender der das Oel gibt und gießt, ein Geizhals fiir den Essig, ein Weiser züm Salz und ein Narr zum Wenden und Mengen der view Elemente." - ^ vermischtes. 0 ! verwertuIIg! IInd Fettmang«r. Jil »weiter d-rMt noch mim er die M,sicht, dok G!«Me »»«- Xrtt zu. ui» da inng n„>„ vielleicht a» dir in ^'bland vielfach üWch«e Art der GemilsezUbepstiung denken, um mau sich an dem Abkochen der Gemüse in Salzwasser genügen läßt, '''ccm verzichtet daher bei dem zurzeit bestehenden Fettmaugel lieö-i auf deii Genuß von Gemüse,' eine bereits zur Spargelzcit gemachte häufige Beobachtung. Es besteht heute die Gefahr, daß auch dif. demnächst iir Massen aus den Markt kommenden frischen Ge.uüst wie Erbsen, gelbe Rüben, Bohnen, Kohlrabi usw., nicht in genügendem Maße znm Verbrauch herangezogen werden. Demgegenüber nupß immer ivieder darauf hin gewiesen werden, wie iwtwe.idig eine restlose Ausnutzung aller Lebensmittel ist. Es ist als besonders verwerflich zu bezeichnen, lediglich infolge Geschmacks Verwöhnung ivcrt- volle Nahrnugsmengen zu verweigern, die dazu geeignet sind, oen Verbrauch knapper Lebensmittel, z. B. des Fleisches, zu entlasten und reiche Abwechselung in die tägliche Kost zu bringen, die aber, luemi nicht alsbald verbraucht, dem Verderb aus gesetzt sind. Es sollten oaher schon ans Gründen der sparsamen Verwendung knapper Lebensmittel und der möglichst restlosen Ausnützung der uns reich- lich zur Bersügung stchcnden Nährstoffe die Gemüse möglichst vollständig vom Konsum ausgenommen werden. Daß. das möglich ist unter gleichzeitiger Berücksichtigung des Genußwertes der Gemüse und Ersparnis lüapp vorhandener Lebensmittel, zeigt folgender Vorschlag zur Bereitung von Gemüsen, den mir der Zeitschrift für „Ob,t- und Gemüseverwertung" entnehmen: Zn Erbsen und Wurzelgemüsen gibt man statt Fett ein bis zwei Siipvenwiirwl oder man kocht etnras Knochen oder frische Schwarte ein paar stunden in wenig Wasser, gießt dies durch ein Sieb und kocht oann m der Brühe das Gemüse weich. Fünf Minuten vor dem Anrichten eme rohe geriebene Kartoffel hin ein gegeben, macht das Gemitse sämig. Ein Eigelb den Gemüsen beigerührt, macht diese auch ohne Fett schmackhaft. . . -- -- ~ v, .v■ i i v V i m ii n; i t i ui w i III. U | t u u 11. Alv Notwendigkeit, die Felder und Gärten durch Nach- und Zwischen- gem’üjc noch ausgiebiger als bisher auSzunutzeu, ist in diesem Jahr besonc ers dringend. Kein Garten- und Feldbefitzer sollte die ac- radc.letzt noch geeignete Zeit versäumlen und sich Pflänzlina.' ver- Kbnnon, — zur Aussaat ist es bereits zu spät —, um' sie als Nach- -wcr ZüPchcnrrncht anzubauen. Nach Wintergerste. Frühroggcn, Eib.cn, ^rllhkarotten, Frühkartoffeln, Frühkohl und Zwiebeln kön- ueu noch andere Fruchte angebaut werden. Zum Anbau eignen sich h ?■ besonders Kbohl- oder Steckrüben, die ebensowohl gls mcnsch- liches Nahrungsmittel me auch als Biehsntter in Betracht kommen, Blatter- oder Grünkohl. Die Pflanzung kann noch den ganzen ^nn evtl, ckugust hindurch vorgcnomüien werden und auf abgcerntc- teu Feldern unb. Beeten bereits durchgeführt oder auf demnächst abjuerntenden als Fw'.ichcrffrucht gesetzt werden. Da bisher der -ei-vendung von Zwischenfrüchten im Garten-, sowie ich Feldgc- mupoan, Ulm. genügend Aufmerksamkeit geschenkt worden ist. so kann auf drere Notwendigkeit gerade in diesem Jahre nicht oft l^!^LLu^r:e,cu werden. Ist den Bohnen, Früh- und Spät- .c.^.f ein genügend Nc».)enabltand gegeben, )o ist es lehr zu cmp- \ r ; ; .!V lex: zwischen diese die jungen Pflänzchen der Späl- gcittulc auszupstanzen. Bei der Aberntung ist zwcrr etlvaS Vor »!rw anrererferts aber der Vorteil erreicht, daß die jetzt wützten Pstanzucn ,ich lrättig entwickelt haben und eine gute und wl.ige Cnite ücr ; prra;c n . s.as Auspflanzen von Nach- und Zlvi- Ichcngemusen gestattet eine wesentlich intensivere Wirtschaft. Es ’S 1 r° 1 ' ~ 1; ^ Ernteerträgnisse und es ist daher ein.»> d.r erfolgreichsten Mrttel, die Erzengung zu steigern. (<■ ° r a\° 11 'r ^ 0 11 ' n i ch ale n. Die „Bossisch-e Zeitung" l.iaclu aus dre Vcrweuoung der Lchotenschalen zur Suppeubereitung alismerksam. schreibt: Eine erfahrene Hausfrau teilt uns mit: JOM altem Heriomtueil töst mau die grünen Erbsen aus den »ulseii und purst tue schaleu dann in den Mülleimer, oder viel- bw Lonne Für, Viehfutter. Aber diese Schalen des lvsttichen Fuuhjnhivgemuies smd sehr gut für menschliche Nahrung sU verwerten. Man entferne die Stiele, koche die Schoten, die gut gewaschen fern müssen, stne-Stunde in Wasser aus scharfem F-eiler UNO rühre fie dann durch ein Haarsieb, es ergibt sich dann ein Olcker Brei, nur die harten Bestandteite der Schoten bleiben. «rei. mit Waskr. Butter Salz nni> etwa^ Zuaer vcrrocht, gibt eme köstliche Suppe, die man, wenn N.'UGt bündig^genug sein sollte, mit etwas Mehl verdicken kann. E-l uian die ^uppe besonders fein haben, so tut man noch eine ^amvotl giuue Erbsen dazu, oder richtet sie mit gebräunten. >2untmithictcneit an Doppelte Bmvertung des Gemüses und eine it.miackhafie und sättigende Suppe an fleischlosen Tagen sind geioiß nicht acrmg zu schätzen. Junge Schotcuschalen sind auch dinckt dem Schotengemüse zuzufichen uud.erhöhen seine Nälnckrast und seinen Wohlgeschmack. Bei dieser Gelegenheit sei daraus aufmertiom geniamt. daß -die Verwendung der Blätter von jungem Kohlrabi und Kohl m viel nuutergeheuder Weise erfolgen kann, als cs l'a 1d] u ’? r ' v ?. rc t können fast restlos für die Gemüselwr- itellnug Verivendung smden. -"Verwert»,,,., de§ R » «f n t f fo nt -J auf ben Fvl. Lsrn' B;'Bovftd,ciiN' ffli-iroibtvnih' bu-ict Srlca.-nheit. aus«,«- Emrichtnng hmzuweisen, die es ermöglicht, das bei der Ernte aui diN'. Feldern ailsfallende Korn noch dor Produktion nutzb" ist machen. Es bandelt sich darum, eine Mögliebkeii zu schaffen, das (Keilügel auch ans m weiterer Entfernung vom Hose liegend^ Stoppelfelder zu stchaffen, um ihni hier Gelegenlwit \n bieten das meift sehr reichlich ausgefallene Korn aufznpicken. Viele .neßere 336 !und mittlere Güter haben sich z-n bievem 3n:ct au ( eiirsur alterbnW inchr felddienstsähigen Wagen mit Hilfe aller Bretter nrw des Stellmachers ein deines Hansäien errichitet, dieses mit SpchstangM und Nestern versehen. an der Schmalseite die berühnite Hühnerleiter, die zu einem kleinen durch Falltür verschließbaren,1ach fuhrt, angebracht und fertig ist eine Einrichtung. die gewiß wie kaum eme -weite in der Landwirtschaft geeigir-et ist, das geringe Anlagekapital als das beste zu verzinsen. Will man der Benutzung dieses .Ge- slügelwagens Unannehmlichkeiten vermeiden, so gewöhne inan das Geflügel schon aus denl Hofe einige Tage vor dem ersten tfetN dienst an seine Benutzung und mau mrd furden, daß sich das Geflügel. gedacht ist in der Hauptsache an' Enden und Hühner, so an sein Heim gewöhnt hat, daß eure Beaufsichtigung gänzlich un^ nötig ist Morgens »vird der Wagen von den in der Nahe arbeitenden Gespannen mit hinaus genommen mrd abends mit he im gebracht: ein Stehenlassen im Felde wäl-rend der Nacht töiurte leicht zu Diebstählen verleiten. Das Geflügel findet auf abgeernteten Kornfeldern unter allen Umständen eine mehr als ansreichende Nahrung, welche selbstverskändlich die Eierproduktion aus das Günstigste beeinflussen »vird. Wie erwünscht aber eine Vermehrung der Eiererzeugnng ist, braucht hier wohl nicht betont zu werden. Wer sich einen derartigen Wagenbau hält, vergesse nicht, ausreichendes Trinkwasser mit zu Felde zu schicken, inan stellt es am besten unter den Wagen in den Schatten. Wo die! Dreschmaschine auf dem Felde gearbeitet hat, sind die Verhältnisse natürlich besonders günstig. Man fahre den Geflügelwagen, auch ruhig oder erst reckst noch auf den Schlag, wenn der Schälpflug schon die Stoppel bricht, auch er bringt noch manch euren wertvollen Futterhappen für das Geflügel au die Oberfläche. Da es eine andere Verwcrtnugsinöglichteit für das Streukorn wie die Ausnutzung durch das Geflügel nicht gibt, wäre die ausgebreitetste Einführung der vorgeschlagenen Einrichtung dringerrd erwünscht. Ungezählte Zentner Korn, die sonst nutzlos verloren gehen, könnten hierdurch Ernährungszwecken erschlossen werden. vücherlisch. - BongS illustrierte Kriegsgeschichte »DerKrieg 1914/16 in Wort und Bild". 84.-8S. Heft. (Preis je 30 Pfennig.) Deutsches Verlagshaus Bong & Eo., Berlin W. 57, Potsdamer Straße 88. — Der Kunstfreund. Zeitschrift der Vereinigung der Kunstfreunde. Ad. O. Fritsch Verlag Berlin-Schöneberg. Inhalt: Walther Sturm: Madonnen, Erlist Möller: Farbe»: und Farbstoffe, Edith Bruner: Mohammed, Theodor Gartz: Soldate>»lieder, Eberhard Büchner: Kriegschronike»». - Die E h a p a g n e - H e r b sl s ch l a ch t. Zusammeu- gestellt und herausgegeben von» Arinee-Oberkournlaudo 3. Mit einem Geleitlvort von» Oberbefehlshaber in der Chan»pagne, Exzellenz v. Eine u». Preis steif geheftet 80 Pfg., in Leinen gebunden 1 Mk. 40 Pfg. Verlag von Albert La»»ge»» in München und Leipzig. — Unter die größten »n»d e»»tscheide»»dste»» Ereig>»isse des Weltkrieges gehören die Herbstschlachte»» des Jahres 1915 in der ChampagnL und in» Artois. Die Einheitlichkeit der Vorbereit»n»g, die W»»cht der Durchführung, die Schwere der möglichen Folge»» stelle»» das Ringe»» i>» der Champagne in den Vordergrund. Es war das erste Mal, daß die Nahkämpfe d»»rch ei»» tagelanges Artilleriefe»»er voi» bisher unerhörter Stärke und Dauer eingeleitet würben. Die Schilderung dieser Ereignisse a»»s ber»»fei»ster Feder »md durch die Stelle, die über eine volle Uebersicht »md die größte Vollständigkeit der U»»terlagen verfügt, gibt den» B»»che einen besonderen »n»b dauernden Wert. Er »vird durch die Tatsache »»och erhöht, daß der Oberbefehlshaber in der Chanipagne den» Buche ein eigenes Geleitlvort vorangesetzt hat. — Der Reinertrag des B»»ches ist ohne jede»» Abzug für die Hinterbliebene»» der während der Herbstschlacht in der Ehamvagne gesalle>»en Kan»eraden bestimmt. Darum hat das Armee-Oberkommando 3 die Herstell»u»g itnb den Absatz in» Heere selbst tit die Hand genommen, »vähre»»d der Vertrieb in der Heimat de»»» Verlag von Albert Langen übertrage»» »vurde. Dem guten Zweck des Buches, für den jeder Käufer auch sein Scherflein hergibt, wird eine schölle Su»»»»»»e zugesührt werden können; mußte doch die erste A»»flage mährend des Druckes a»»f 500 000 Exen»plare erhöht werden. -Freiherr v o n Schlicht, Der GefechtSesel, Meiers Hose. Zwei Bändchen a»»sge»vählte Militärhumoresken mit Umschlagzeichnungen voi» CSbnarb Thon»). Preis jedes Bär»d- cheni geheftet 1 Mark. — Vertag vo»» Albert Lange»» in München. ^ I»» diesen beiden i»»» Verhältnis zum Preise sehr reichhaltigen und hübsch auSgestatteten Bändchen sind a»»s den früher zahlreich im Langensche,» Verlage erschienenen Militä'rhum.oreSken des Arei- herri» von Schlicht die besten a»isge»vählt, nnb so si»»d zivei Ailcher e»»tftandei», die heutzutage, »vo »nilitärische Dii»ge jeder»»»ann berühren und im Miltelpui»kt des Interesses stehe»», sicher vielen Leute»», nainentlich auch »»»»seren Soldate»» im Felde, große Fre»»de machen werden. — F r a»» e»»s ch n e i d e r G»»t s ch »n i d t. Roinan voi» Otto von Gottberg. (Verlag vo>» Ullstein L Co., Berlin). Mit kühler Sachlichkeit schildert der Verfasser das Berlin der Kriegszeit, dessen m»r»higes Weltstadtgetriebe trotz allen» fortgeht. Aber sei»» beob-- achtender Blick dringt tiefer; Menschenzüge enträtselt er, und eine ernste, andachtsvolle Stimmung durchweht die letzten Kapitel. - Die Weltliteratur. Jeden SamStag ein Werk. Die besten Romane unb Novellen aller Zeiten und Volker. 10 Pf. di4 Nummer. Vierteljährlich 1.20 Mk. Nr. 27, Shakespeare, Der Kaus- »nann von Venedig. Verlag: Die Weltliteratur. München 8, Färbergraben 24. — Die Leipziger .Illustrierte Zeitung" (Verlag I. I. Weber) hat mit Nr. 3809 a»n 29. Juni ihre hundertste Kriegs- stummer hera»»dgegeben. Sie wird eröffnet d»»rch eine stimmungS-- volle Zeichliung von der Tra»»erfeier für den verstorbenen Generaloberst v. Moltke in der Jnvalide»»kirche zu Berli»» von Walter Hammer. Dann folgen interessante Bilder vo»»» westlichen Kriegsschauplatz: „LeitnngSsticken im Granatfener vor Verdun' von Martin Frost, „Straße in Neuve-Chapelle nach de»,» Kampfe" von Professor Hans W. Sch»nidt, „Ein von den deutschen Tr»»ppen in der englischen Stellung bei St. Elo» gesprengter Minentrichter" (Doppelseite) von May Porschmann, reizvolle Aufnahmen von eine»»» Sportfest unserer Feldgra»»en vor Reims u. a. »n. Weitere Ausnahmen zeigen »»ns die Erfolge österreichisch-ungarischer B»»»»des- genossen aut dem italienische»» Kriegsschanplatz. Die spannende Serie „Vo»» Belgrad bis Ceti»»je" führt Richard Aß»i»a>»»» i»» drei brillante»» Zeichnungen zu Ende. De»» Heldenkampf unserer Schnk- truppe »»» Kamerun schildert ein dreiseitiger, reich iCIuftrievter Beitrag. Die Festspiele i»n Berliner Stadion und die Ausstellung „Das wirkende Rote Kreuz in Hannover" führe,» n»»s treffliche Ans- nahmen vor A»»ge>». Von de»»» textlichen Inhalt des Heftes verdient der Leitartikel „Der Weltkrieg als Krisis des Idealismus" von Dr. Heinrich Scholz besondere Beachtung. Mit einer »vichtigen Zukunftsansgabe beschäftigt sich der Aufsatz „De»»tschlai»ds Spende für Säuglings- und Ki»»oersch»»tz" von Kabinettsrat Dr. v. Behr- Pin»»o»v. Die Leist»n»gen des Reichsversichernngsaintes werden anläßlich des 60. Geburtstages seines Präsidenten Dr. Pa»»l Kans- mann voi» Dr. Franz ServaeS gewürdigt. — In der Zone des Kugelreg e»»s liegt das Städtchei» Aglicourt. Es ist fast vollständib znsan»»»e,»geschossen. Auch die Kirche liegt in Trümmern; nur ein paar Heiligenbilder, die fast unversehrt geblieben si»»d, rage»» unter den» Schutt der zusammen- gestürzten Mauern en»por. Es ist ei,» ergreifendes, a,»klage>»des Bild, das die .Schiveizer JN»»strierte Zeit»mg" in ihrer neuert Nummer 26 darbietet. — Für die Zerstörnngsge»valt der Seekriegs, vasfen gibt die A»»fnahn»e eines englischen Schiffes aus der Seeschlacht in» Skagerrak e»»» Beispiel, und ein Blick in die Kon- strnktionswerkstütte e»i»es Torpedobootzerstörers unb aubere schiffs- technische Darstell»»ngen entfprechen den» d»»rch die große Seeschlacht ,vachger»»sene>» J,»teresse für derartige Di,»ge. Auch so,»st bietet diese N»nnn»er viel des J»»teressa»»tei» und schriftstellerisch Wertvolle»». Sie kostet einzeln 25 Pf. - Das HalbjahreSabonneinent kostet Mk. 5.-. — Der Bez»»g durch deutsche Postäntter ist gestattet. Aber a»»ch alle Buchhaudluilgen kö,»nen die „Schiveizer Jll»»strierte Zeitung" liefern. — „S ch ,v e i z e r I l l u ft r. Z e i t n n g". Von der Ankunft tonkinesifcher Schutzen aus der französischen ostasiatischen Kolonie in Paris bringt die neue Nunnner 27 der „Schiveizer Illustrierten Zeitung" (Zofingen) eine interessante Aufnahme. Wie viele dieser armen gelben Burschen »verden ihre Hei»i»at »viedersehe»» ? Verdun »vird »vohl für die »»eisten vo»» ihnen das Grab »verden. Zivei Bilder des Verdun vorgelagerten Forts Donamnont zeigen die dort angerichteten Verivüslnngen: fein Fleckchen Erde ist un- getroffen geblieben! Die Gegend von Verdun »vird der au Monumenten reichste Teil der „Via sacra", der Gräberstraße vorn Pas de Calais bis z»»r Schweizergrenze, »verden. Dieser englischen Idee rmbmet die „Schiveizer Illustrierte Zeitung" z»vei Seite»» mit neun Bildern eigenartiger Soldatengräber. Bis aber der Frieden kommt, der diese Idee verivirklichen könnte, »vird in» Weste»! und Osten noch viel Blut fließen. Die neue russische Offensive, von der drei Ansnahnien gebracht »verden, hat die Hoffnung a»»s Linen Sonderfrieden zerstört,' und die Sorge und Not »vächst auch bei den Neutralen beständig: ein Bild ans Amsterdam von den dortigen Protestdemonstrationen gegen die Verteuerung der Lebens- mittel zeugt davon. 5la1-Aufgabe. Karte: + .+ + 4* 4 - 4 - <>o<> 0^0 Sie to»»rniert Pique-Neun und findet noch Earreau-Sieben. Das Spiel »vird gelvonne,». - Wie mußte gespielt »verden und tuie standen die übrigen Karten? (Auflösung in nächster Nunnner.) 1 t, ' * 'J Auflösung des Logogriphs in voriger Nummer. Koffer, Kaffer, Kaffee. ^Hristleitung: Aug. Goetz. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.