■ä m 1 Die arme Prinzessin. Koman von Fedor von Zobeltitz. (Nachdruck verboten.'» (Fortsetzung.) Während der Regen unaufhörlich aufs Verdeck des Wagens herniedertrommelte, sprach .Harro weiter. Er hatte Dombach geerbt. Aber er dachte daran, es seinem Bruder zu verkaufen, der die Besitzung in die FideikommißgüLer aufnehlnen wollte. Harro besaß gar kein Heimatsempsin- den. Er erklärte auch knrzwea, daß er sich den deutschen Verhältnissen -entfremdet fühle. Er wav ganz Engländer geworden, sprach sich über England selbst aber doch immer in sehr reservierter Weise aus, wie denn überhaupt alles, was er sagte, den Eindruck einer gewissen kühl vornehmen Zurückhaltung machte. Schließlich "sprach er auch von den ijxnen, außerordentlich umfangreichen Kohlenlagern, die auf Gotterncggschem Gebiete gesunden worden waren, und schlug Lilian vor, bei der Erschließung seine Firma zu beteiligen. „Ich würde ohne lveiteres dafür sein," entgegnete die Fürstin, „aber ich fgrchte, man wird wieder über mich hersallen, w-enn ich nicht heimische Kapitalkräfte heranziehe Gerade weil ich selbst Amerikanerin bin, habe ich mehr Rücksichten zu nehmen als andere. Km übrigen ahnst du gar nicht, wie schwerfällig Bolko in derlei Fragen ist." „Apropos Bolko," fiel Harro ein; ich möchte nicht ausdringlich sein, Lilian, aber du kannst dir denken, daß mich sein Schicksal lebhaft interessiert. Geht es ihm immer noch nicht besser?..." Wohl eine Minute lang schwieg Lilian. Sie hatte sich in die Polster zurückgelehnt und ließ die Pompons an dem Zugriemcn des Wagenfensters in mechanischerSpielerei durch ihre Finger gleiteil, während sie die Augen gesenkt hielt und ein Schatten über ihre Stirn ging. „Äesser?" wiederholte sie endlich „O, Harro — um ihn sorge ich mich eigentlich nicht, aber um uns — um uns beide..." Und dann fuhr sie leiser mit schwerem .Ttznfseufzen fort: „Wir hieben zu spät eingesehen, daß wir nicht fiftehtcmbei* geschaffen fiitb ..." Der Mafknickte, und auf sein kluges, glattes Gesicht, das ttur selten die Regungen seiner Seele widerspiegelte, trat ein >Zug aufrichtigen Mitgefühls. „Arme Lilian," sagte er und hauchte einen Kuß auf ihre Hand. „Ich ahnte so etwas... ich ahnte es längst... Und Sn liebtest ihn doch!" „Fa," gab sie zur Antwort, „ich habe ihn sehr geliebt... Kch nxljj wohl: Hunderte haben gesagt, mich locke nur seine Krsne. Harro, ich hätte nicht ein Mädchen sein müssetz, wenn nicht auch eitel «westn wäre. Gewiß — ich freute mich Wer den Titel Durchlaucht lute üder eine hübsche Spielerei, Mer ein ZWnluAstück oder ein neues Kleid. Aber ich Mtte meinem Vater zum Trotz nein gesagt, wenn ich keine Neigung zu ihm gehabt hätte. Und war er denn nicht auch liebenswert?" „Gewiß, Lilian — ich verstehe alles. Eine glänzende Erscheinung, von strahlender Liebenswürdigkeit, gutmütig, wevaleresr — ganz der Mann, ein Mädchenherz zu fangen. Ganz so wie Kola Bura-edoin! . . ." „Nein," entgegnete Lilian nach kurzem Besinnen, „doch anders, Harro. Annemarie lebt in einem einzigen großen Rausche des Entzückens — und ich gönne es der Kleinen- ich wollte, das Glück hielte an. Aber schau Kola in die Augen und schau in die Bolkos — da siehst du den Unterschied der beiden. Hinter dem dunklen Samt im Auge Kolas liegt immer etwas wie Tücke; es ist, als schlummre ein Raubtier Zarinnen — ich möchte sagen, etwas von der Bestie der Unkultur. So empfinde i ch es —, aber ich kann mich täuschen. In Bolkos hübschen Augen liegt nichts. Und dieses ertötende Nichts — das trieb uns auseinander. . . Wieder nickte der Graf. Genau so hatte er es voraus- gesehen. „Es war eine Torheit, daß er den Abschied nahm," sagte er. Lilian zuckte leicht mit den Schultern. „Vielleicht. Aber er schwur darauf, der Frontdienst öde ihn an. Ich fand es im übrigen ganz begreiflich, daß er nach dem langjährigen Interregnum di-e .Herrschaft endlich irr eigene Verwaltung nehmen w»Ute. Ich freule mich sogar darauf, denn ich hofsttz. die Arbeit auf seinem Grund und Boden würde ihm Spatz machen, zumal er — verzeih, wenn ich das erwähne — nunmehr in der Lage war, mit großen Mitteln wirtschaften zu können-Lieber Harro, daß er nicht zu rechnen weiß, datz er unpraktisch ist — alles das ist gleichgültig, denn ich stehe neben ihm, und mein Plebejerblnt verleugnet sich nicht, wenn seine Hand allzu lycker wird. Aber daß er nicht imstande ist, sich aus seiner Schlaffheit emporzureißen, daß er nichts — nichts weiter ist als ein weichlicher Genußmensch, das hat mich, die ich selber eine tätige Natur bin, oft genug zu? Verzweiflung gebracht. Und übrigens — das ist ja nicht alles ... die Menschen sind verschieden — auch das hätte ich ertragen . . ." Sie brach ab, strich mit der Hand über ihre Stirn und sagte klanglos: „Ich weiß, daß er mit seiner.Geliebten in Venedig ist." Harro fuhr aus. „Aber das ist ja empörend!" stieß er hervor. „Vielleicht beurteilt man die Eskapade andererseits milder," entgegnete Lilian. „Ich selbst habe ihm anfänglich viel verziehen. Er langweilte sich hier; ich riet ihm, auf ein paar Tage nach Berlin zu fahren. Das wurde zur Gewohnheit; Paris folgte und Monte Carlo. Dazwischen lagen nur die großen Jagden in Gotternegg. Dann begann er über seine Gesundheit zu klagen. Er fühlte sich nervös, ewig müde und abgesprnnt; aber ich glaube nicht, daß er körperlich leidend ist. Er ist nur eine unglückselige Natur — und. was das Schliminste ist: cs hat ihm immer an Selbstzucht gefehlt." „Das ist es," fiel Harro ein: die strenge Hand fehlte, die er brauchte. Bei der Haltlosigkeit seines Charakters und der Zerfahrenheit seines Wesens hätte es erzieherischer Energie bedurft, das Gute in ihm zu lvecken und auszubauen. Es ist schade um Volko: ich'habe in der Tat gehofft, daß die Ehe ihn günstig beeinflussen würde. „Lieber.Harro, ein solcher Einfluß ist immer nur unter dein Empfinden gegenseitiger Achtung möglich." „Was heißt das, Lilian? — Wagt es Bolko —" Sie hob die Hand, um seiner raschen Frage vorzubeugen. „Laß," sagte sie, „ich will nicht klagen... Es hat manche häßliche Szene gegeben. Da bin ich still geworden, und er ging allein seiner Wege. Das kommt vor — bei Vernunftheiraten und auch bei Liebesehen. Es kann vor- übergehen. Man wird älter, man tobt sich aus. Du siehst, ich bin ganz verständig. Ich hoffe nicht viel, aber ich verzweifle auch,nicht, liebet den großen Kummer bin ich hinaus. Ich habe mein Kind und meine Arbeit — die füllen mein Leben aus.. Der Wagen vielt unerwartet. Harro beugte--sich aus dein Fenster, riß dann den Schlag aus und sprang hinaus. Kutscher und Diener waren vom Bock gestiegen; bei dem Viergespann war einer der Verbindungsriemen zwischen den Vorder- und den Stangenpferden gerissen. Der Kutscher entschuldigte sich, er war außer sich; er begriff iiicht, wie das hatte Vorkommen können. Die Pferde waren unruhig; sie hörten hinter sich das Wiehern anderer Gäule. Harro ließ die nachfolgenden Wagen voran fahren. Es war eine ganze Reihe: die Gesellschaftsdame der Fürstin mit dem Hofchef Grafen Artern, Reschke mit seiner Tochter, Jost mit Velten; noch mehr schlossen sich an: Madame Balfour, Beyfuß und seine Frau, die Wagen der Beamten, des Pastors von Gotternegg, des Rentmeisters Kappstein. Auch Graf Artern hatte halten lassen und eilte zur Hilfe herbei. Aber es war nicht so leicht. Die Vorderpferde bäuinten, warfen die Köpfe und bedeckten das Gebiß mit Schaum: auch die Stangenpferde wurden nervös. Dabei stellte sich heraus, daß dem Kutscher der Hilfsriemen aus dem Wagenkasten abhanden gekommen war. Nun fluchte .Harro, und Artern fluchte mit. Inzwischen war auch die Fürstin aus dem Wagen gesprungen und stand im strömeilden Regen neben den Pferden, beklopfte und streichelte ihnen den Hals und zur Not Riemen und Strick ersetzen. Ter Kutscher drehte den Schleier zusammen und kroch vorsichtig zwischen das unruhige Getier. Währenddessen hielten der Diener und Harro die Stangenpferde am Gebiß, und Artern ftanb mit der Fürstin zu Häupten der Vorderpferde. Lilian war blaß, aber ganz ruhig. Sie hatte den Gaul mit nervigen Händen an die Kandare gepackt; er riß sie hin und her, wollte steigen und bedeckte das Kostüm der Fürstin mit weißen Schaumflocken. Der Regen strömte auf sie herab; vom Hutrande lief über ihr' Gesicht ein graues Wasser. Harro schaute besorgt zu ihr hinüber; sie sah es und nickte ihm lächelnd zu. „Fertig!" rief der Kutscher. Mau stieg wieder ein „Mein Kompliment, Lilian," sagte Harro halblaut. Artern bemühte sich, die völlig durchnäßte junge Frau in Decken zu wickeln. Die Pferde zogen an. — „Was war denn da los?" fragte der Burgmüller in seinem Wagen die neben ihm sitzende Grete. . „Ich weiß es nicht, Papa," antwortete diese, „es muß irgend etwas am Zaumzeug in Unordnung sein Sie unterhielten sich nicht viel. Reschke lug in der Wagenecke und rauchte, das hatte Grete erlaubt- in ihren kleinen Salon wagte sich der Alte iiicht mit der brennenden Zigarre hinein. Grete führte das Regiment im .Hause; der &ater stand vollständig unter ihrem Pantöffelchen und ließ es sich gefallen. Man merkte ihm an, daß ihm die gewohnte Bewegung fehlte. Er war sehr stark geworden; der'Havelock aus feinem Tuch umhüllte riesige Glieder. Das Gesicht war em wenig gedunsen, aber immer lioch frisch in den Farben- nur das Auge war leerer geworden. Grete starrte durch die tropfenden Fensterscheiben in den rnegen hinein. Nun gab es Trauer in Gotternegg, lind ein langweiliger Winter stand bevor. Das wären trübe Aussichten sur die überschäumende Lebenslust der Kleinen Sie hatte jo gern einmal eine gaifott in Berlin oder PariH dnrchtobt; aber der Vater wirr zu schwerfällig, Um derlei; Wünsche zu berücksichtigen. Aiis Gotternegg hatte sie ihü noch nicht herausbekommen. Sie hatte im übrigen so ziemlich alles erreicht, was sie wölkte. Im Müllerschlösse herrschte ein großer Train; vom Alten war nicht viel mehr übrig geblieben, als die große Linde vor dein Portal und Schiimv- zerl, der Kettenhund. Aber auch der hatte ein neues Heim erhalten, eine stilisierte Hundehütte, in der er sich unbehaglich fühlte; er kränkelte, wurde struppig, und immer heiserer, und wenn er freundlich mit dem Schwänze wedeln wollte, so sah dies sehr wehmütig ans. Selbst die Spatzen ärgerten ihn nicht mehr>; sie spielten vor seiner Hütte fyetum und nisteten sich zuweilen iit seinem Stroh ein; Schnauzerl schaute ihnen mit blinzelnden Augen zu uiid bewegte höch? stens einmal unmutig die Ohren, ©t war recht alt ge- worden. Das war auch der Burgmüller. Uebrigens wünschte Grete iiicht, daß inan ihn noch also benannte. Man titulierte ihn also „Herr Reschke", und das kam den meisten befremdlich vor. Der Diener hatte es sogar mit „gnädiger Herr" versuchen müssen; da wurde Reschke rot und verbot sich das. Sonst war er geduldig und fügte sich willig der: Launen seines Töchterchens. Er tat nicht mehr viel, bekümmerte sich wenig um die Wirtschaft, ging täglich an das Grab seiner Frau urtb konnte stundenlang über der Zeitung sitzen. Da weckte Grete den Ehrgeiz in ihm. Er »rußte sich in den Kreistag als Vertreter des mittleren Grundbesitzes wählen lassen und wurde Staiidesbeainter. T-as machte ihm Spaß. Nun sollte er im nächsten Jahre auch für ben Landtag kandidieren. Aber das war ihm zu viel. Er erinnerte sich jüngerer Tage; da hatte inan ihn schon einmal als Kandidaten der bereinigten nationalliberalen, und freikonservativen Partei proklamiert, unb bei einer Versammlung war er mit dem Gegenkandidaten heftig zusammengeraten und harte ihn im Eifer der Sache gehörig verhauen. Die Gerichte hielten dies nicht für zulässig und verurteilten Herrn Gottfried m einer hohen Geldbuße. Von dieser Zeit ab war Reschke die politische Tätigkeit verleidet. Aber am ärgerlichsten war Grete darüber, daß der Vater iiicht reisen wollte. Er hatte schweigend zugesehen, mic das Burg lehn „herrschaftlich" wurde. Doch die' Scholle verließ er iiicht. Der Gedanke, wochenlang dem Grabe seiner Frau fern bleiben zii sollen, war ihm unerträglich. Das fesselte auch Grete an die Heimat. Im Sommer ließ es sich hier schon leben. Da fehlte es nicht au Abwechslung. Sie stand in regem Verkehr mit dem Schlosse drüben, wo häufig Gäste iveilteu; sie war unter Arterns Anleitung auch eine siriup Reiteriii geworden und saß viel im Sattel — jedweder Sport machte ihr Freude. Aber der Winter war langweilig. Grete war ausfallend hübsch geworden, eine Brünette mit matt gebräuntem Teint und zarter Blutfärbung der Haut, mit prachtvollen Augen und etwas kecken, aber in der Gesamtheit sehr reizenden Zügen; sie hatte vor allein cineu schön gezeichneten Mund und eine gute Figur. Das Dralle hatte sich ausgewachsen und war zu schlanker Fülle geworden. Da aber die Mode der Magerkeit und der „Linie" voir Eiiglaiid herübergekommen war, so hungerte Grete, betrieb eifrig Gymnastik und beneidete im ftiUeit Eva Storni; die batte einen durchaus wackern Appetit und blieb doch knabenhaft zierlich. Grete steckte voll eitler Schnurren — wie damals als Kiiid. Aber die Mutter lebte nicht inehr, die sie ihr aus- zntreiben verstand, die sie in den Knhstall schickte und an die Buttermaschine und sie am rosigeil Ohrläppchen nahw, wenn der Hochmutsteufel sich regte. Der Vater war schwach geworden in der Vergötterung des Kindes. Otto pfefferte seine Briese mit Sarkasmen; er mokierte sich bitter über die „neue Aera" im Burglehn. Aber das geschriebene Wort wirkte nicht. Da blieb Gras Artern der einzige, der Grete noch zuweilen die Wahrheit sagte. Er tat das in seiner luftigen, durchaus nicht von festen Prinzipien angelrankelteil Weise. Er ärgerte sich, wenn Grete einen Brillantschmuck trug, der nicht zil ihrer Jugend! paßte, und machte seine Bemerkung über die Kniestieseln aus rotem Juchten, die unter dem Reitrock des Mädchens sehr niedlich, über herausfordernd kokett hervorschanten. Er hatte gewöhnlich irgend etwas an ihr auszusetzen. Er gab sein Urteil über ihre neuen Kostüme ab; sie gefielen ihm feiten, und wenn er die Preise hörte, sagte er, es sei ein Skandal/ (Fortsetzung folgt.) — 291 LrnShrMg5§orgen und fleischloser Tag in - England. Einer Londoner Drahttnetdnng zufolge teilte kürzlich ein hoher Regiernngsbeamter, d-essen Namen dos Blatt nicht nennt, der „Times" mit, es würde eine Einschränkung im Nahrungsmittelverbrauch in Großbritannien sich nicht länger mehr hinausziehen lassen, um der riesigen Preissteigerung einen Damm zu setzen und um zu verhindern, daß die Nese'rvevorräte angegriffen werden müssen. Man müsse mit der Beschränkung in der Zufuhr der Lebensmittel rechnen: denn das britische Reich verfüge für bie Einfuhr von Nahrungsmitteln und Rohstoffen nur noch über 3 A der Handelsflotte vor dein Kriege. Der betreffende Negierungsbeamtc besprach auch die Vorteile, die die Einführung fleischloser Tage in England mit sich bringen würde. In ähnlicher Weise brachte auch vor einigen Tagen die „Times" ein „Eingesandt", das deutlich und mehr als alle bisher aus England vernommenen Nachrichten die Bedrängnisse und Lebensmittel- nöte erkennen und darauf schließen läßt, wie England die uns«zu- gedachte Aushungerung immer mehr am eigenen Leibe verspüren muß. Das Schreiben, das von einer dlnzahl hervorragender Persönlichkeiteil, wie den Bischöfen von London, Birmingham und Burnham, dein Minister McKcnna und dem Schriftsteller H. G. Wells unterzeichnet ist, verlangt, daß in England wöchentlich je ein fleisch- mnd alkoholloser Tag eingeführt werde. Die „Times", die sich zu diesem Vorschläge stellt, als ob er bereits Gesetz geworden lväre. stellt eilfertig ein ganzes Muster v«u Speisekarten für den fleisch- und alkohollosen Tag zusammen und setzt in nicht zu verkennender Absicht auseinander, daß der Genuß von zu vielem Fleisch und Alkohol höchst gesundheitsschädlich sei, und daß jeder Bürger für eine derartige liebevolle Vorsorge dankerfüllt sein müßte. Die ernährungspolitische Anregung für einen fleischlosen Wochentag war schon am Ende des vorigen Jahres zum erste,t Male in der „Daily Mail" aufgctaucht und für wünschenswert erachtet, einmal aus dem Grunde, um das Preisniveau der wichttg- sten Lebensmittel h-erabzudrücken, außerdem und hauptsächlich, um Zahlungsbilanz und Wechselkurse zu bessern. Daß inzwischen die Lebensmittelverhältnisse Englands infolge der erheblichen Schiffsverluste und des vermehrten Frachtranmmangels nicht besser geworden, find, könnte durch zahlreiche, in der letzten Zeit in der englischen Presse erschienene Artikel belegt werden, die samt und sonders denselben Notschrei, die Warn,mg vor der Gefahr der sich sichtbar nähernden Hungersnot enthalten. Alle können nicht umhin, ihrer Angst, wenn auch vorsichtig gewunden, Ansdruck zu geben. „Daily Mail" sieht d,e Gefahr schon vor der Türe; Milch koste 50 Pfennig pro Liter und n>erde bald teurer sein. Leinöl sei um 130 v. H. gestiegen, und Butterfässer, die früher 22 Mark kosteten, kosten jetzt 40. Das Blatt weist immer wieder lobpreisend aus die deutschen Na h r u n cz s ka r t en hin und möchte am liebsten für England sofort wenigstens die Milchkarte eingesührt sehen, von denen sie ein Exemplar aus Schöneberg wiedergibt. Wenn nian bei diesen Veröffentlichungen bedentt, daß diese eigentlich gegen den Preßerlaß verstoßen, der Mitteilungen oder Besprechnngen^von Nahrnngsmittelstcigerung strengstens verbietet, und daß die Schriftleiter riskieren, dafür verhaftet zu werden, so kann daraus geschlossen werden, wie groß die Gefahr und die Angst um eine bald nicht mehr genügende Versorgung der Bevölkerung mit den wichtigsten Lebensmitteln für England tatsächlich sein muß vermischtes. * F r a „ z ö si s ch e s M e „ e t e k e l i n - Spandau! Seit Kriegsbeginn gefällt sich die französische Phantasie immer wieder in, Ausgraben inehr oder minder alter Prophezeiungen, die mit untrüglicher Sicherheit dein französischen Volke den endgültigen Sieg der großen Nation und den Untergang des Hanfes' Hohen- zollcrn verkünden. Co macht jetzt auch der „Merenre de Avance* seine Leser ans ein kleines Sammelwcrkchen aufmerksam, in dem solche wichtigen Voraussagen ausgezeichnet sind. Nachdem der Verfasser dieses Büchleins aus die bekannte Straßburger Prophe- zeiung hmgedeutet hat. nach der Kaiser Wilhelm II. der letzte König von Preußen sein wird, erzählt er, daß die Weiße Frau im Berliner Schlosse im Juni und Juli des Jahres 1914 sich nicht weniger als drein,al sehen ließ, gewiß ein Zeichen dafür, daß eö mit dem Hause Hohenzollern zu Ende geht. Noch viel Schlnnmeres aber begegnete dem Kaiser in, Juni 1914 bei seinein Besuch in Spandau. Gerade besichtigte er das Cchatzgewölbe des Juliusturn,eS, da erschien plötzlich, von unsichtbarer- Hand geschrieben, in französischer Sprache die drohende Inschrift: „Es wird nicht lange dauern, dann wirb über die Festung das gleiche Los hereinbrechen. wie im Jahre 1806 !* Totenblässe überzog das Gesicht des deutschen Jm- vcrators und mit eilenden Schritten verließ er mit seinen zitternden Begleitern den unheilschwangeren Ort!. * DaL läutende Wrack a u k d e m M e e r e s g r u n d' Das Anssindcn gesunkener Schiffe ist selbst bei scharfer Eingrenzung de§ in Betracht kommenden Meeresgebietes wie jedes ergebnisvolle Suchen größtsnteils Glückssache. Trotzdem läßt sich durch ein systematisches und geduldiges Abtasten des Meeresgrundes in diesem Gebiete die Wahrscheinlichkeit mch ctuclj die Schnelligkeit der Auffindung sehr erhöhen. Meist läßt man von Schleppdampfern ein möglichst großes Netz über den Grund schleifen, dessen Verhallen und Widerstand den gesuchten Schiffskörper von anderen Hindernissen noch sehr wohl unterscheiden läßt. Tann bleibt aber noch immer die genauere Fixierung des Ortes übrig, an dein die Hebearbeiten begonnen werden sollen. Gerade diese Arbeit erfordert viel Geduld und Zeit, da jetzt mit wenigen in das Wasser gelassenen Tauen für einen engeren Bezirk dasselbe Hin- und Herkreuzen vor- zunehrnen ist, das Austreffen der Drahtseile aus den Schiffskörper aber einen weniger auffälligen Widerstand hervorruft. Von der amerikanischen Marine wurde für diesen Teil der Bergungsarbeit eines bei Honolulu gesunkenen Tauchbootes, das in 90 Meter Tiefe lag, ein sehr praktisches Verfahren benutzt, das auch zur Bergung aller unter Zuhilfenahme von Metall hergestellten Gegenstände, wie Drahtseilkabeln usw., anwendbar ist. Man ließ, nach einer Mitteilung der „Technischen Rundschau", zivei Sonden, an deren Bleigewichte noch lange metallische Nadeln befestigt waren, über die fragliche Stelle gleiten. Die beiden Nadeln waren die offenen 'Ausläufer einer elektrischen Leitung aus dem Schiffe, in die eine Klingelanlage geschaltet war. Berührten nun beide Nadeln den Panzerkörper des Wracks, so wurde der Stromkreis geschlossen und die in Tätigkeit gesetzte Klingel gab den Erfolg der Ansfindungs- benn'ihungen laut kund. 'Was im Kriege wertvoller ist als Gold. Dem Herzog von Braunschweig, einem der hervorragendsten Feldherren Friedrichs des Großen im Siebenjährigen Kriege, bot einst ein Alchimist, der behauptete, er habe den Stein der Weisen gesunden, ein Mittel an, um Gold aus Eisen zu aewinnen. „Gold habe ich genug/ erwiderte der Herzog, „und Eisen brauche ich, um gegen die Franzosen kämpfen zu können. Wenn Sie aber Ratten und Mäuse in Ochsen und Schweine verwandeln können, so sind Sie mein Mann, denn jenes Ungeziefer verursacht mir in meinem Getreidemagazin großen Schaden, Schlachtvieh aber habe ich nie im Ueberstuß/ * D i e Katze in der Munitionsfabrik. „In de" Kriegs,verken von Puteaux an der Seine", schreibt der „Gaulois", „herrscht, wie man weiß, Tag und Nacht eine fieberhafte Tätigkeit- In endlosen Hallen werden unzählige Waffen und Geschoffe her- gestellt, und es gibt keine Viertelstunde, in der auch nur ein Teil der Arbeit ruht. Doch in einer der letzten Nächte, es war bereits nach Mitternacht, gingen plötzlich in allen Werkstätten von Puteaux ohne erkennbaren Grund die Lichter auS. In sämtlichen Abteilungen herrschte tiefstes Dunkel und man geriet begreiflicherweise in keine geringe Aufregung. Was konnte der Grund dieser unvermuteten Lichtlosigkeit sein? Handelte es sich um eine einfache Betriebsstörung, um einen feindlichen Akt oder war ein Zeppelinangriff gemeldet worden? Man äußert die verschiedensten Besorgnisse, man telephoniert von einer Abteilung zur anderen, die Arbeiter harren untätig in der Dunkelheit, und so verstreicht eine volle Stunde. Die Ingenieure untersuchen die Leitungen und können keinen Fehler sinden. Plötzlich aber entdeckt ,nan neben dem Haupt- schaltapparat auf der Erde den Körper einer toten Katze. So fand eine höchst dramatische Begebenheit eine fast lächerliche Erklärung: die Katze war in unglückseliger Weise auf den Schaltapparat gesprungen und hatte einen Kurzschluß hervorgerufen, der sie selbst "das Leben kostete, die französischen Kriegswerke aber zwang, fast zwei Stunden lang die Anfertigung von Geschossen zu unterbrechen. Immerhin wollen wir uns diesinal in unseren, Argwohn nicht zu der Behauptung versteigen, daß es sich um eine deutsche Katze handeln müsse I" * Au s den Flugschriften jur Volksernährung: Wie konserviert ntan am beften Gemüse? M o r- che ln: Das äußere Eude des Stieles wird abgeschnitten, die möglichst 'sandfreien Morcheln werden ungewaschen durchgestochen, aus starken Faden gezogen und die Morchelkette in der Sonne ganz ausgetrocknet. ,Alle kleineren Pilze können in gleicher Weise getrocknet werden. Steinpilze: Die Pilze werden in Scheiben geschnitten, damit sie schneller austrocknen, und aus locißem Papier unter Umwenden in der Sonne getrocknet. Auch die anderen fleischigen Eßpilze ,verden frisch gepflückt, sauber geputzt, aber nicht ge,naschen, in mäßig dünne Scheiben geschnitten, auf starkem Papier ansgebreitet und möglichst an der sonne, sonst bei trübem Wetter in der lauwarmen Ofenröhre oder ans der Hürde getrocknet, in Papiersäcke gefüllt und an einem kühlen, trockenen Orte auf- bewahrt oder in Steintöpfe gelegt, die mit Pergament Papier zu gebunden werden. Ans „Unsere eßbaren Pilze in natürlicher Größe". Zum Trocknen eignen sich besonders der Steinpilz, Eierpilz, Champignon, die Morchel und Lorchel, aber auch der Stockpilz, Kapuziner, Ring Pilz, die Ziegenlippe, der Parasol und der Ziegenbart, in Ermangelung dieser auch die übrigen eßbaren Pilze. Zur Anfbewahnmg über den Winter hinaus wähle man am besten Steinpilze und Eierpilze. Die zum Trocknen bestimmten Pilze wäscht man mit Ausnahme der Mor cheln und Lorcheln nicht, sondern reibt sie, wenn möglich mit Zitronensaft ab. Dann schneidet man sie in Scheiben und reiht diese an Fäden auf, oder inan legt sie ans Packpapier oder aus Holzgeflechte ,md trocknet sie an lustigen sonnigen Orten, oder am mäßig warmen, nicht heißen Ofen, oder an, Herd. und „Franzpjenbri^e* von Mk. 1,— (Wieland-Verlag, vilcherLLsch. — D i e 5k u n ft. Immer wieder muß die erstaunliHe Tatsache hervorgehoben werden, daß, während beispielsiveise d,e sran- zösischen Kunstzeilfchrüten seit dem Ausbruch des Krieges ibr Qx* scheinen überhaupt eingestellt haben, unsere deutschen Kunstzeitschriften ;! nur weiter erscheine», sondern mid) in gleich vorbildlicher le, nnt gleich gediegenem Inhalt, mit oIetc£;cm Rum an glänzend ausgeführtem und sorgfältig, geivahllein Abbil un -material wie im Frieden. Zeuge bcffeu ist wieder daS eben er ienene Juniheft der Münchener Zeitschrift „Die Kunst* (Derrag Bruck- mann, München), gegenüber den» Opfermut der VerUger, der zur Durchhaltung solcher Unten,ehmungen in Zeiten wie jetzt nötig ist, hat das Publikum, den, an der Pflege deutscher Kultur liegt, die Pflicht, diese Zeitschriften zu unterstützen. Wer es tut und sie abon- nierl. wird es nicht bereuen, denn in jedem Heft der geirannten Zeitschrift „Die Kunst* bietet sich „r.S eine Fülle von Schönheit und Anregung; und iver wäre nicht froh, heute aus solcher Schöu- heitsquelle die Möglichkeit zur Ablenkung von all dem Schweren und von der gewaltigen Nervenanspannung, die unsere Tage uns bringt, zu finden. — Aus dein Inhalt des Heftes erwähnen wir kurz: Malereien von Theodor Hagen. — Graphik von Edvard Munch. — Plastiken von."Bernhard Hoetger. — Raumkunst von Runge & Scotland in Bremen. — Architektur von Karl Moritz, Köln. — Glasmalereien F. A. Pfuhles, Danzig. — Kriegsdenkmalsentwürfe von Rich. Berndl u. a. — Heft 2 des „Wieland*, JahrgangII, bringt ein Titelblatt vor, Ludw. Kainer, ferner farbige Origmalarbeittm von 83. J ,c: »Das Maschinengewehr", Erich Büttner: „Scmpper beim sen*, L. Schilling; „Kind und Kirchhof* und Josef Wackerle: lmg in Tirol*. Ferner Schivarzweißarbeiten von F. teinert, Willi Geiger und G. W. Löß»,er eine farbige Orlgiual- zeichnung und drei Schwarzwerßarbeiten zu seinem ÄAatz: „Bulgarienreise*. Der literarische Teil bringt Gedichte vo>, Max Fleischer und Konrad Ferdinand Meyer; die Skizzey: „KindeEschichken" vonÄansLeifhelm, „An der Grenze* von Franz Theodorßjö?ot', „Renö- der Held" von Berta Teich und die Allssätze: „BI»m,eu" von L. von Mendelssohn-Bartboldy mit einer Vianette mtd Z^chrmng von E. Gcricke und „Vom Hausgarten" von Marie Luise (Ml^ln mit 4 Zeichnungen von E. Scherz. Das Heft schließt mit den Glossen „Der Preußische Stil* von Otto Zoff Leopold Martens. Preis des Heftes D Berlin 8. 9, Lennestr. 9. — Ladislaus St. Reymont, Der Vampir, Roman. Einzige berechtigte Uebersetzung aus dem Poluischen von Leon Richter. Umschlag von O. Lendecke, Einband von Felger. Preis gehestet 4 Mk., gebunden in Leinen 6 Mt., in Leder 15 Mk. Verlag von Albert Langen in München. — Der volnische Dichter Ladislaus St. Reymont hat in Deutschland einen großen küiisNerischen Erfolg mit dem bei Eugen Diederichs irr Jena erschieilenen vier'osürdigen Romanwerk „Die polnischen Ballern" errungen. Sein neuer Roman „Der Vampir* spielt in einer ganz anderen Welt. Die Gestalt eines indischen Mahatma, dessen Jüngern, die schölle, vampirhaste MIß Darsy ist, geht räüelhaft durch die Erzählung. Man hat das Gefühl, als wäre die okkulte Wissenschaft der Inder so etivas rvie eine Waffe, durch die sich dieses unterdrückte Volk an seinen Peinigern rächt. Kaum jemals ist die Wirkung seiner uralten Gebeimlehren auf den Europäer so packend geschildert worden wie ip diesem Roman. So bietet dieses Werk mehr als fpauncnbc Unterhaltung — es mag manchem, der sich in spielerischer Neugier mit den Problemen des Okkultismus besaßt, eine Warn,mg sein. Daß dieser Stoffkreis heutzutage auch in Deutschland weite Kreise interessiert, hat der große Erfolg von Gustav Meyrinks „Golem" bewiesen. Die Leser dieses Buches werden gern auch zu Reymonts „Vampir* greifen. — Eine wertvolle Bereicherung und eine ernste Reform unserer Literaturkritik stellen die von der „Fichte-Gesellschaft von 1914* herausgegebenen „Deutschen Bücherbriefe" dar. Sie erscheinen in dem vorliegenden Maiheft der „Bühne und Welt" (Herausgeber Wilhelm Kiefer) erstmals. Ihr Herausgeber spricht in dem Äegleitaustatze aus, daß er »«n diesem Unternehmen eine „Sicherung des literarischen Urteils- schlechthin erwarte, ein Wunsch, von dem ,nan nur hoffen kann, daß er sich erfülle. Die Bücherbriese wollen eine genaue, gleichermaßen nach ästhet,scheu als auch ethischen Gesichtspunkten gehaltene Uebersicht über die Erscheinungen deS Bücher-,narkteS geben, ein literarischer und kultureller Ratgeber also in MonatSfslgen. Es ist nicht zu leugnen, daß ein derartiges Unternehmen segensreich wirken kann lmd vollste Unterstützung ver- di in. Das Machest der „Bühne und Welt" verdient schon um die Bekanntschaft dieses literarischen Unternehmens in allen gebildeten und vor allen Dingen nationalen Kreisen Einaana zu finden. Preis des Einzelheftes 60 Pfg., Halbjahrsbezug 3,53 Mk. Xa§ literarische Qtdjo. Halbmonatsschrift für Lite- ratucsrenndL. Verlag: Egon Fleischet & (io., Berlin V7. 9. Das . rst seeben mit folgendem Inhalt erschienen: Richard Müller-Freremels: Der Dichter in der Literatur; C. Th. Kasmps: Ball,''.. -: arlotte Lady Blenneehassett: Der franziisifche ml« Leutsck'and im Urteil eines Franzosen von 1913; Hans . Jcon S hott: Diene Kriegöbi che ; Äug Echo der myi MstL Z. v. Zabeltitz: Zu Niebergalls Lustspielen. Bühnest. - Echo der Zeitungen. — Echo der Zeitschriften ufw. — Band Nr. 1C65 von Kürschners Bücherschatz: Das M ö n d- k i n d. Das S ch ö n st e und d a S Schrecklich ste. Zwei Novellen von Ilse F r a p a n - Akunian. 91 Seiten Umfang. — Preis 20 Pfg. — Hermann Hillger Verlag, Berlin W 9, Potsdamer Straße 124/125. — „8 000 Kilometer mit der Gards-Kavallerie* heißt ein geschmackvoll aysgestattetes Buch, das in der vielgelesenen oammlunß: „AuS den Tagen deS großen Krieges* bei Vclhagen L Klasing in Bielefeld und Leipzig soeben erschienen ist. Der Pots- dainer Hofprediger Dr. Vogel schildert hier die Tätigkeit der Garde-Kavallerie-Divisisn, deren Stnb er als FelddivisionSpfarrer angehört, auf dem westlichen Kriegsschauplatz. Tie Darstellung cr- schöpst sich nicht in langatmigen Schilderungen allgen,einer kriegerischer Vorgänge, sondern greift interessante Episoden und Einzel- gekechte heraus, die ja für das Wesen des Rciterkampses so charakte- rlslisch sind. Sehr zu statten kommt dem Buche eine klare übersichtliche Karte des westlichen Kriegsschauplatzes, cmi der die Ereignisse bequem zu verfolge!, sind. — »An der Kampffront in S ü d t i r o l". Kriegsbriefe eines neutralen OjfizierS. Dies Buch schließt sich alL drittes bei, früher in dieser Sammlung erschienenen Kriegsberichten deS bekannten Schweizer Oberst Karl Müller an und bringt est,e fesselnde Darstellung jener Gebirgskämpfe, in denen unsere BundeL^enoffen nun schon seit einen, Jahre ihre Grenzen gegen bip italienischen Angriffe verteidigen und neuerdings so große Er- errungen hav«. «vch wird vornehmlich alle Freunde aL na,neulich die Aingliever des deutsch-österreichischen Alpen- vereins ntterefsieren. — Z u r K r i e g s z e i t um d i e W e l t. Zehn Monate in, feindlichen ynd neutralen Auslande. Boii W i l h e l n, W e st e d t. Leipzig, Heffe & ÄeFer Verlag. Mit Bildbeigaben. 1 Mk. Sicherlich eintz der interessantesten und eigenartigsten Kriegsbücher! Nicht w)rsätzlich hatte der Verfasser, ein Hamburger Kaufmann, diese Weltresie unteren,men. Auf einer Fahrt nach Japan begriffen, Hort er auf ruMchent Gebiet plötzlich vorn Ausbruch des Krieges. Es gelingt ihm, der russischen Kriegsgefangenschaft zu entgehen und über Hapcm Tsinotan zu erriuchen. Dort kämpft er als Kriegsfreiwilliger in den Reihen der Deutsche», und macht die schweren Tage der Belagerung mit. Nach dein Falle der Kolonie schlägt er sich nach Chiim unv voi, dort nach Amerika durch. In New Orleans besteigt er ejnen neutralen Danrpfer, und obwohl ihn, die Engländer c,ui ber Spiit sind, glückt es ihn,, Gothenburg zu erreichen. . . Wie das alle^ö fan,, das wird so spanne»,d erzählt, daß es niemanden gereuen wird, das Buch gelesen zu haben. — Was lehrte uns d e r K r i e g? H ä u S l i ch e K rankenpflege in Kriegs zeiten. Von vr. meä. Anna Jischer-Tückel- „rann (in Zürich proinov.). Verlag des Süddeutschen Verlaas-Jn- slltutS in Stuttgart. Preis 2,20 Mark. ' — Der deutsche Eichbaum u»;d seine Heilkraft. Mit Benutzung deS gleichnamigen Werkes von Dr. med. Zivierlein. Preis 20 Pfg. Verlag von Wilhelm Möller,^Oranienburg. — Rheumatisinus. Gicht und andere Erkältungs- krankheiteru Von Or. med. Wellen, prakt. Arzt. "Mit 6 Abbildungen. Preis 20 Pfg. Verlag von WzlhellN Möller, Oranienburg. — 2 6 0 E i n m a'ch e-Rezepte ohne Zucker oder bei möglichst eingeschränkten, Zuckerverbrauch enthält das illustrierte bewährte Einn,achebuch von Frau Aintsrat Rose Stolle, das bereits in 21000 Exemplaren als bester Ratgeber für das Eimnachen vo», Früchten, Gemüsen, Einkochen von Marrneladen, Öbstpasten und Bereiten von Obst- und Beereniveine», vo>, vorsorgenden Hausfrauen gekauft wurde. Soeben erschien die 7. Auflage von Rose Stolles Einmachebuch, das die reichhaltigste Ausgabe darstellt und nur 60 Pfg. kostet. Porto 10 Pfg., falls direkte Zufe»,düng von, Verlag Wilhelm Möller, Oranienburg-Berli»,, geivünscht wird. Magischer Quadrat. In die Felder nebenstehe»,den Quadrats sind die Buchstaben AA AABBEELL R8TB U X derart einzutragcn, daß die wagerechten u fe»rirecht.Reil,en gleichlautend folgendes bedeuten: 1. Ein Musikinstrument. 2. Er» Gebirge. 3. Weibliche Anverwandte. 4. Abkürzung eines männlichen Vornamens. .Auflösung in nächster Nummer. Auflösung der Schach-Ausgabe in von'ger Nummetl Weiß. 1. 1,63 — 56 2. a 5 — a 6 9. L b 0 — c 7 4. L c 7 — f 4 5. Lfd — b2f und Matt. Schwarz, o 6 — o 5 b 7 nimmt »6 a 6 — a 6 k 5 — a 4 Schrrstleitun-: Dug. Goetz. - RotatroirSdruä und^Äaa der Ä^M'en ^irlverMZ-Buch- und Sleludruckerei, R. Lanae. Gießen.