Die arme Prinzessin. Ötomau von Fedor von Zobeltitz. (Nachdnlck verboten.'» (Fortsetzung.) Ob-eik fragte Jost »rach der Schwester. „Da-? Getollter zieht weiter, -es ist keine Gefahr mehr," sagte er. „Den wundervollen St. Julien schenken wir dem Jägerwirt, und sonst bleibt ruis nichts mehr guut Geniesten übrig. Also radeli? wir wieder fröhlich von dan.ll.en. Wo ist Anuemie?" Sie trat soeben ein, blaß mtb ein wenig verstört. „5)ede, ich habe es mit der Sorge bekommen," begann sie. „Ich ängstige lnich doch. Wenn die Knigge den Streich erfährt! Darm lveiß es. auch die Prinzessin, und sicher, sie schreibt's deinen Eltern nach Darmstadt." „Ach All-nacht," stöhnte die Komteß verängstigt. „Mir ist so bange," fuhr Annemarie fort. „Ich möchre, ich wünschte, ich will... Weißt du, wgs wir inaaT>en? Wir fahren nach Berlin zurück und nehmen den Nachtzug nach Gotternegg. Daun haben wir die Wahrheit '.nieder ans den Damln gebracht." „Ach ja," sagte die Komteß. Jost, räsonnierte. Er sprach von Angsthasen, von eitler schmählich unterbrocheneil Partie, von schnödem Imstichlassen: aber Velten lvar anderer Meinung. „Wir milffeu den Wunsch Annemaries respektieren," sagte er, „ich war sowieso »licht ' recht für die verschleierte Wahrheit. Die Damen fcab nach Gotternegg beurlaubt; ich schlage vor, wir begleiten sie itub legen die letzte Strecke ans dem Rade zurück." „Aber unsere Koffer'" klagte die Komteß. „Und meine Eltern!" ries Eva „Es gibt Telegraphen und Postbeamte, meine Damen. Vorläufig lassen Sie »lns die Wiederkehr der Sonne be nützen llnd nach der nächsteil Station radeln. Weitere Gut- schlösse planen wir nliterwegs_" Die Räder lvnrden vor die Tür geführt, der Wirt staild mißmutig daneben: die eine Flasche St. Julielch für sechs Gäste imponierte ihm nicht. Annemarie zögerte einen Moment, als sie an der Gaststube vorüberschritt. Drinnen stöhnte wieder das Orchestrion, Helles Gelächter erscholl, ein paar Stinlmell riefen Bravo: dann klang das Klirren eines zerbrechenden Glases. Ein flackerndes Not lief über die Mangel! Annemaries. Sie trat ins Freie. „Warum hast bu es nur so ans einmal mit der Angst bekommen?" fragte sie Hede Berkuhu leise. Die Prinzeß zuckte init den Schultern. „Ich lveiß nicht," antwortete sie, mir ist so bange..." 11. Kapitel. Die Fortsetzung dessen: lvas ein Kuß vermag. Der Herzog hatte seinen eigenen Wagen nach Gottern- eoa geschickt, um Velten holen *n lassen. Es lvar noch immer die „Digestions-Karrete" mit der tedergepolsterteik, in. Gur- tell hältgen.den Sitzbank, und Bozenhardt, der Vokabel- klltscher, fuhr. Er war schweigsamer geworden, der Alte, lind sah grimmiger aus denn je, nlld es dauerte lange, ehe er unterwegs aufzutauen begaim uird die Fragen Veltens eingehender beantlvortete. Er lvar nicht rrrehr zufrieden rnit seinem Herrn. Früher lvar er nicht nur der herzogliche Leibkutscher gewes. sondern auch, der einzige Diener tut Schlosse zu Dombacv. Mer seit der Herzog zu kränkeln begonnen hatte, lvar ihm allf Wunsch des Erbprinzen ein Kam inerd jener zur Seite gegeben lvorden, der zugleich geprüfter Krankenwärter war. Das machte Bozeichardt wütend. „Herr Velten," sagte er, „dieser Mann ist ein V6uwn8 piger. Er scharwenzelt um Seine Dlkrchlaucht herum, aber er tut. nichts tun. Er sagt, er massiere den tz>errn, reibe ihn ab, gebe ihm: Knieduschen und betreibe schwed- ländisch? Heilgrimnastik mit ihm. Das ist allens Munkpitz. Er ist eilt asmus, er ist ein schlechter Kerl. Früher wenn Durchlaucht mal ihren Anfall hatten, ging ich zur alten Böttschcrn, die kochte ihm ihren Kräutertee, und das Hali immer. Und wenn der Herr sein Reißen hatte, kam ich mit Arnika und Opodeldok und habe ihn tüchtig ein gerieben Und das Katzenfell bremf gelegt, und dann dauerte es noch 'n paar Tage, und dann war's weg. Maunigmal auch nicht, aber meistelks. Jetzt hat der fremde Mensch alle möglicheil lleuen Manieren ein geführt uub wiegt ihn täglich und Paßt cruf, was er ißt, und' lvas er alles nachsieht, es ist nicht zu sagen uub dabei wird unser Herr alle Tage kläglicher, und ich kann mich nicht nral getrauen, mit ihm zu sprechen. Neulicb habe ich mir nur mal ertaubt, ihm zu sagen: „Durchlaucht sehen so grün ans" — da hat er mich ' a\\U geschnauzt und geschrien: „We,ln du so viel Eisen fressen mußt wie ich, läilfst du auch grün an!" — Rw sag' ich gar nichts mehrst ich seh' ihn ja a»lch kaum nach: ex 68t..." Und dann hieb Bozenhardt lvütend ans seine Pferde ein, nlld Belten spürte all dem fröhlichen Rütteln, das; er aus der Digestions-Karrete saß, die jede Unebenheit des Weges uub jede Wurzel, die über die Landstraße kroch, dem Insassen des Wagens auf gesunde Weise fühlbar machte. Der alte Herzog erwartete Belten bereits unter der Veranda des Schlosses. Er saß da in einem Lehnstuhl, in seiner urewigen Lodenjoppe, aber die Beine mit Decken um wickelt, den Rübezahlbart noch länger berabivallend als früher und das schwarze Schnnrrbärtchen aus der Oberlippe wie sollst gefärbt und anfgespitzt: doch das Gesicht grau umschattet und elend, und auch wirklich etwas lvie einen grün lichen Bronzeton du den schweren Tränensäcken unter den Augen. ,,'n Tag, Herr von Velten," ries er bem rasch die Verandatreppe Hinaufspringenden entgegen, „entschuldigen Sie, daß ich Ihnen nicht entgegenkomme, aber ich hab's in den Pfoten — Neuralgie sagt mein Kammersritze, der alle Weisheit Salomonis geschluckt hat es wird indes lvohl eine aesunde Wassersucht sein... 'n Tag. lieber Belten ich freu' mich von Herzen, daß ich Sie mal wieder sehe, ich .freu' mich aufrichtig . . er wandte sich zu denl hinter ihm stehenden, immer höchst besorgt ausschauenden Diener „Sie können verduften — ich habe mit dein Herrn allein zu verhandeln — halt — nein die Mamsell soll für Frühstück sorgeu — und von der Zeltinger Auslese . . „Durchlaucht, Vergebung," sagte der Kammerdiener einsallend, „darf ich Durchlaucht gleich einen Teller Viranim bereiten lassen?" ,,Schicken Sie mir 'rauf, was Sie wollen, Mann Gottes — ich gehe unter Ihrer Pflege ja doch bald vor die Hunde. . . nee, sein Sie wieder gut, Sie sind ein Prachtmensch und eine brave Seele — aber ge'hn Sie mir bloß aus den Augen, ich kann Ihr erbarmungswürdiges Gesichte nicht mehr sehen! . . . Vellen, nehmen Sie mir mal die Decken von den Beinen; ich möchte die linke Schere gern ein bißchen ausstrecken, und der Mensch hat mich eingewickelt, daß ich wie eine Granate in einer Panzerplatte stecke. So — ich danke . . . und nun setzen Sie sich mir gegenüber, lieber Freund, und wenn der Wein konrmt, trinken Sie feste — ich für meine Person darf höchstens noch an den: Proppen riechen . . Vellen sagte ein freundliches Wort von der Hoffnung ans Besserung, aber Herrfurth wehrte energisch ab. „Gibt's nicht mehr, Velten — das Oes geht zu Ende — die Maschine wird langsam stillesteh'n! Ich Hab' ja auch lange genug gelebt. Ich habe mit dem lieben Gott meinen Frieden- gemacht und auch mit den Menschen. Bloß dem Bozenhardt, dein hätt' ich noch gern einmal eins über den Buckel gezogen und ihn ein paar Seiten aus dein Terricinium lernen lassen, der Kerl sauft wieder, seit ich nicht mehr mit dem Knüppel hinter ihm stehe! . . . Velten, ich habe ganz zufällig gehört, daß ihr allsamt in Gotternegg seid —" „Wollten uns auch dieser Tage erlauben, bei Euer Durchlaucht vorznsprechen —" „Schon gut — das könnt ihr immer noch... nun hat mich gestern aber auch ein andrer Besuch heimgesucht, ein weniger erfreulicher, ist gottlob gleich wieder abgerntscht, aber... Kennen Sie den jungen Fürsten Bura-eddin?" Velten dachte zunächst an ^ den „Kaukasier", wie der Herzog seinen Schwiegersohn scherzend zu nennen pflegte, entsaun sich aber, daß er auch dessen jüngeren Bruder gelegentlich der Hochzeit des Fürsten Bolko flüchtig kennen gelernt hatte. Der Alte nickte. „Nun also," sagte er, „der war hierzwischen zwei Schnellzügen. Und was wusste er? — Um die Hand der Prinzessin Annemarie anhalten!..." Velten fuhr vor Staunen fast von seinem Platze empor. Er fühlte auch, wie alles Blut plötzlich aus seinen Wangen wich. Er fühlte einen krampfartigen Druck in seinem Innern, als presse eine Eisenfaust sein Herz zusammen. „Fürst Bura-eddin?" stammelte er tonlos. „Ja!" schrie der Herzog lebhaft, „jawohl — Fii.rst Nikolaus Gawrilowitsch — Fürst Kola! Sagt, er habe die Annemarie hie und dort in Berlin geseh'n — habe sich toahnsinnig in sie verliebt und hoffe zum Donnerwetter aus Gegenliebe!" „Auf Gegenliebe," erwiderte Velten mechanisch. Jetzt formte sich in seinein Gedächtnis die Erinnerung an den - bildschönen kaukasischen Fürsten, der mit feinen 'samtenen Augen die Frauen so frech zu mustern wußte; er sah ihn deutlich vor sich - wie er bei der Trauung Bolkos in der Schloßkapelle stand und sein Blick die Gestalt Lilians gleich, smn ui heißer Kosung umfaßte.... Und er hoffte auf Gegenliebe bei Annemarie, so hatte er dein Herzog gesagt. Also mußte sich schon etwas wie eine Einigung zwischen den beiden vorbereiten.... Velten begriff das nicht- Nichts — nichts im Wesen Annemaries schien ihm darauf hin zuweisen. Der Diener brachte das Frühstück. Herrfurth ließ sich die Flasche geben und musterte das Etikett. . „>zst recht," knurrte er. Dann schickte er den Diener wieder von der Veranda und wandte sich an Velten zurück. „Na also, Velten — was sagen Sie dazu?" Der Angeredete zuckte mit den Schultern; er schwieg. , e ü l 5 ^lUttwrt ist auch eine Antwort," sagte Herr- filrth. „>;ch verstehe dies Achselzucken. Sie meinen, Annemarie sei noch zu jung. Gewiß. Aber schließlich - das ist j r öie Hauptsache. Die Hauptsache ist, daß der Kola eüiverdammtiaer Lump ist, dein ich das Mädel nicht L^ WOe ^sicht, daß bis zu 45 Prozent der jährlichen ^Überzeugung durch zweckividrige Behandlung der Ernte dein meiilchlichen Gttmsse verloren geht. Bei Gemüse sind die Zustände ganz so schlimm, aber auch noch mancher Verbesserung fähig. TtrÄfii\W nwt unlangt, so ist begreiflich, daß die iiichtgewerbs- sind in der Mehrzahl — in der k besonderen Vorkehrungen für die zweckmäßigste Verwertung der Einte treffen. Lie begnügen sich mit der billigsteil und öZ^Len Llrt der Ailfbewahrung, dem einfachen Mschütten rj r lf t 6f y ' Bon dem aufgeschütteten Obst ivird dann je nach vbs^Ä ?u tl vA a tr Dre,e Frrjchaufbewahrung von Keru- un^ „^s^Eichkert nur dort zu empfehlen, wo für eine genaue und regckmai.ige Ueberwachung der Vorräte Sorge getrageri ist. Nicht nur darauf an die aiigeschlageneii und wUrnr- S!/ fp l Brrnen täglich auszulesen imb den sofortigen Verbrauch znzufuhren, sondern es niüssen auch die verschiedenen ?uf l^ren Reffezustand gehn".ft werden. Wo das < '^kschicht, ^ind erhebliche Verluste iknd Wertminderungen an den Vorräten ganz unvermeidlich. J an . Wenn sich bei edlen Kernobst-Sorten, für die ja auch in Friedende,len gute Preise gezahlt werden, die Fr ischaufbe Wahrung v i'elüt s''^bene Methode der Verwendung und Verwertung emp? ppehlt, jo ist dagegen bei allen weniger edlen Obstsorten die Kon- krvieruiig als Kompott Mus oder Dörrobst ins Auge zu fassen Die Kompottbereitung ijt ai; ziemlich viel Vorbedingungen geknüpft ^ ^ipschlensrvert erscheinen lassen, diese Art der' Obstbehand- br iva i eu Haus ha ft u ug zu überlassen. Anders ist es mit bfm Dorren des Obstes. In fast alleir Dörfern finden ich noch hl eU - ? ¥ n ^ u N.r einen zweckmäßigen Dörrbe trieb, «rssua „..Bei beut bittigeil Steinobst kommt die Frischaufbcwabruna aa,- P XQ W' ,dre Verarbeitung zu Kompott auch nickst erheblich br, ihm kann es sich, in der Hauptsache also nur um Dörret oder ka 7 ^ubelii. Mr das Dörren gilt 'das eben ®troSe Mr ®? f t Muskocher, ftnd indessen besondere Vorbereitungen nötia sösaittrarAft' gS^tSWÄ’STÄ'tfiääs KpJImI 10 r- l ?* n ihre Arbeit durch den Verkauf der Druckte nicht O auf die ganz rationelle Verwertung der 3 @^® 5 SIS sonst ,,l he, -msachen Kvche emc große Rolle spielen kan» ' tocfeMi ^rbrdingimg für rin Gelingen der Mus- SNMWMWtz PLDLLVSZWM rechtzeitig geeignetes Kochgeschirr für werden, riflwÄ U B f « f «*Ain ! f" l Änef .^Äs'un M.n Schwr^ Mt Kocha'nlaqr'^wtckniätzM^mit' ® eT ^ 1 ‘". f| lieht. wird erfab'rungägtmitß* Ä,7 dalls nicht die Gemeinde die gerinnen ^Nrttltmtg^äS?^ ^ * llWT,d!fi3e Nur wen» die B-orbereitimgen 311 einer rationellen Muskocherei IteJfL « nf i umwngreicHen Bereitung von Törrvbst rechtzeitig LNs^.Eben, können wir auf 'Me günstigste Verwertung etnti hoftentlich recht reichen Obsternte zählen. Seid aus Rauch. s«s und gab zn vielen Scherzen Anlaß. Eines Tages .Ee!e er Elisab>-tT dar er sogar das Gewicht seines Rauches bestiMnIen könne, nnd er gcivann, indem er zuerst den Tabak und m m die Asche wog und das Fehlende als das Ge,vicht des Rnuckres bestrnitnte Die Königen aber zahlte m!it den Worten: „Andere lu-ÄÄk’aÄI}^"' ** E Iw Geld aus Rauch C*”# 1 'cÄ 01 ? zu machen. Der Gedanke lag ja so nahe, ^ lange verabscheuten und verdammten „HölleN- krautes wenig stens recht teuer zu gestalten. In Deutschland ist man * w-uL^orl 1 rf>t r net * r ai l l gelindesten verfahren, und wenn anch letzt hohore Aogaben aatf den ^abak gelegt werden, so bleiben wir AEer dem zurück, tvas alte und neue Zeiten den Rauchern <^^ 5 .^"r.^legt haben. Frühere Regierungen l-atten ch' ttanzösischen Arztes' Jean Rico- n die euro2 Menschheit, ftch nnt Gold aufwiegen zu last gaben sie ooch vor, damit ein fromwes und se^ensreickes Werk z?. rrllbrinqen. ^elt danials.das Rauchen nicht nur ftir eine zum Lode chnderu auch für eine Todsünde. Mnig ^akob l. voii England unternahm daher mie für alle Staaten ge- Dat. als er m seinem r.MisocapiUls" das RauÄn als eme Ausgeburt der^volle und den Raucher als eineil Höllew- N"Sem ^ohn Karl I. zog aus den väterlichen Lehren Schluß. daß er an dieser „Unsitte" wenigstens etwas .lub'Ae die erste Besteuerung des gesamten flsn! *Ir S . e l n/ ,ntvcm n von dem eingefnhiten Tabak ,^olle erhob und gleichzeitiig die Erlaubnis zur Tabakfabrikatiort DabaHandel verkaufte In Frankreich hatte man schon lÄtr^y k \ r besckw,tte 1 : her lvnrde der Tabak 162tz wrt einer Abgabe belegt, und na ^ e n er dann eine Zeitlang völlig verboten war, wußte ihn Ludwig XIi . zu einer einträglichen Gin- derngestalten. Portugal rVr ging allen anderen Län- d aEt voran, daß, re» lb64 das L abakmonopol ein führte, die Dabaks also von Staats ivegen befolgte Wie gluckliü> man i,lwr diese Lösung der schioieriaeu Frage ^^„bewerst .dre Anllv-ort, die die portugiesische Akademie der ^^bnschaften auf dre ^rage gab: ^Welckies Glied ist dein Sta-tte mif i inir mXmrdm'trfm' ü“””- 1 ' ‘" lS nii1 " 1 ' bfl dir Einst,hr'nukErbvndett ;s 1 ?. Jr l allen Svottvs und aller Verachtung rasch beliebt de ^^s OlU'.. kounteu den Wahlspruch führen, den man früher auf den ^ abaknackchen aus Vierraden bei Scknvedt las: „Rur Mnt der ^rnmiffche Tabak raucht sich gut.," Schon im 19. Jahrhundert ^ahr?rntinn' U u ^ } . au ^l des ungarischen Tabaks bei der Zahnkatioil, und em Mitarbeiter der Ieuaischen Allgemeinen ^ite- laut sich 1 ^96 darüber vernehmen: „Bei der eintreten- amenke.inscheu Schiifahrt durch französisch^ )X % ^"ds^ "Nt ungarischem Tabak merklich ge Holum e. bei 77 -at kann s,ch der deutsche Raiicher durch den (SHmf* nspare^"^'^ ^baks den viel teureren überseeischen Knaster Um 1900 l^atte Deutschland 190 große Tabakfabrik-n ,,„d lll > ^Ukl-er" lingt ihm deshilb folgendes Loblied' „So verdanken viele Tausende M'n,sck)c,i deninach ihre irdisH Snb- 276 sistenz einem Krauts das zum nrchtlgen und sp'.elertden Rauche mer beit soll, und so befördert unser Rauch die Betnebsamkeit, den Geldumlauf, den Wohlstand, die Bevölkerung. rechnllng, der für eine umfassende Tabaksteuer auch in Deal,ch cn eintvat, crlyielt der König von Frankreich 1740 durch den ^adak 2 Millionen Reichstaler, der Kvnm von Vorttlgal 1753 2-2 Mül» onen Maria Theresia 1770 fast 1 Million, o ttt» hat sich in der Geschichte des Tabaks der Genuß am Ranchen slärker erwiesen als ^eHüMäN auf den Geldbeutel, nub mcim Lndlvrg Bamberger bn der Tabaksteuerdebatte int Reichstag ^78 das geflügelte Wort sprach: ,Fünf Zigarren hicheuten mehr als zehn, so wrrd chm kcM Rancher der Welt darin recht geben. vüchertisch. — Die Säuglingspflege. Leitfaden für den Unterricht in der Säuglingspflege in den Mädchenschulen. Bon Professor Dr. Erich Peip-r, Geh. Med.-Rah Direktor der kiiiw.-Rindettliiiik zu Greifswald. Mit 22 Abbildunge»! iinText. PrelS kart. 2,20 Mk. Ratsbuchhandlung L. Bamberg, Greifswald. — Dürers ch u l e. Zeitschrift des Bundes Durerschule, Mitteilungen aus derDürerfchuleHochwaldhausen. BerlagFr. Ehreuklan, Lauterbach (Hessens Jährlich vier Hefte groß 8 0 je 1—2 Bogen. 2 Mk.. Einzelhest 0,50 Mk. — Neben den »Büchern der Durer- fchule- (Verlag B. G. Tenbner) gibt G. H. Neuendorff zum Zweck der Verbreitung der pädagogischen Neformbestreönngen der Dürer- schule Hochwaldhaufeu - Oberhessen (Reform - Erziehungsschnle für Knaben und Mädchen) diese Vierteljahrsschrift heraus. Das vorliegende, würdig ausgestattete erste Heft bringt neben zwei Nb- handlungeii über die Ausgaben unb Ziele des Blindes Durerfchule eine auf die Praxis der Anstalt gegründete Auregimg über eme passende EinleitiUig der Tagesarbeit der Schule. Ein Aufsatz • Dr. Müller - Lyers, des Verfassers der „Entwickelnngsstnfen der Menschheit" (Dü'ulchen 19l0 ff.), über die Umwandlung des Geschichtsunterrichts in einen soziologischen Unterricht schließt sich an. Unter dem Kennwort „Die neue deittfche Kulturbewegung werden besonders wichtige Neilerscheinungen aus den Gebieten der Politik, Schule und Kunst besprochen; Kritiken neuer, breitere Kreise interessierender Werke erzieherischer Art schließeil das Heit ab.. -Heldengräber in Südbelgien nennt sich ein jüngst vorn Militärgouvernement der Provinz Luxemburg heraus- qegebenes, geschmackvoll ausgestattetcs Album, das in Wort lmd Bild die Stätteii schildert, wo llnsere Krieger, die in den August- tagen des Jahres 1914 in den südbelgischen Käiiipfen beu Heldentod fanden, zur letzten Riihe gebettet sind. Das Werk ist alis dem Gedanken entftanben, „den ruhmvollen Regimentern, die auf Belgiens Boden kämpften, unb den Angehörigen der Gefallenen eine bleibende Erinnerung au ihre Helden, zu bieten, soivie die stnnnne Sprache dieser Gräber auch aus lveitere Kreise im deutschen Vaterland wirken zu lassen." Vortrefflich konliilt dieser Gedanke zllNl Ausdruck. In sechs Abschnitten, nach Schlachtfeldern znsammcn- gefaßt, geben die photographischen Ausnahmen - es siild ihrer im ganzen 250 - eine Auswahl der am schönsten gelegenen und besonders denkwürdigen Gräber wieder. Jedcnl Abschilitt ist ein übersichtliches Kroki des betreffende»! Schlachtfeldes vorangestellt, a»ls .de»n die Anmarschstraßen, die Richtungen der Angriffe unserer Truppen und die Lage der in dein Abschnitt abgebildete»! Gräber zu ersehen sind. Bei jedem Bilde befindet sich eine k»»rze Beschreibung des Grabes, mit Angabe der Namen der darin Bestatteten, soweit sie »bekannt sind, mit einer kurzen Orientierung über die Lage des Grabes, die Landschaft, die das Bild zeigt, oft auch mit knappen Hinweisen auf den Gang des Gefechts, in welchem derjenige den Heldentod geflindeu hat, desseil Ruhestätte im Bilde wiedergegeben ist. Ein besonderer Reiz der Bilder besteht darin, daß sie die Gräber nicht für sich allein zeigen, sondern so, wie sie eingebettet sind in die mannigialtige, anmutig ernste Larldschaft der Provinz Luxemburg, auf den Höhen ihrer Hügel, am Rand der klaren Bäche, in Wäldern und Wiesentälern, tut Park der Schlösser imb im Bauerngarten. Diese Ausschnitte der Landschaft ivecken zusamiilen mit den kurzen Gesechtsangaben auch das mili- tärische Interesse. Verzeichnisse der im Albun, erivähntcn Regi° nlenter und der in den abgebildeten Gräbern bisher festgestellten Gefallenen beschließen den Band. Allen denen, die auf dem Boden Südbelgiens gekämpft, allen, die dort einen ihrer Angchörigen ruhen haben, allen, die feit der Okkupation tit diesem Lande leben und arbeiten, ivird das Werk eine ivertvolle Gabe sein. Es ist vom Militärgouvernement der Provinz Luxembllrg in Arel (Arlon) zunr l reise von 4 Mark zu beziehen. Der Reinertrag lvird der Nationalstiftung für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen überiviesen iverden. — Waldeinar Bonsels: Tie Heimat des Todes. Empfindsame Kriegsberichte. Verlag Walter Schmidkllnz, München, Leopoldslraße 77. Preis 1 Mark. — 5/7. Heft von „Wie wir unser Eisern Kreiiz erwarben". Selbsterlebniffe nach persönlichen Berichte,! von Inhabern des Eisernen Kreuzes 1914, bearbeitet voll General- feutnant Friedrich Freiherr von Dmcklage-Eampe. (Deutsches Verlagshalis Bong & Eo., Berlin W 57. Preis des Vierzehntage- Heftes 50 Pfennig.) — F r e ln d e n l e g i o n ä r K i r s ch. Von Kamerun^ in den deutschen Schützengraben. Von H a n 3 P a a s ch e. Mit 15 Bilde» tafeln und einigen Tcxtbildern. Verlag August Scherl, G. in. b. H. , Berlin. Preis geheftet 1 Mk., külMerifch gebunden 2 Mt. — Wäre unsere eiserne Zeit nicht allem Romanhaften und Phantastischen abhold, so konnte man die Abenteuer und Erlebnisse des Frenldenlegionärs Kirsch für die Ausgeburten einer kühnen Einbildungskraft halten. Aber andererseits muß es uns mit berechtigtem Stolze erfüllen, daß es unter unseren jungen Landsleuten echte Männer gibt, die Gefahr und Entbehrung, Not und Tod nicht scheuen, ,venn es gilt, dein bedrängten Vaterland zu Hilfe z»l eilen. Allein, ohne Hilssnlitte! irgendwelcher Art, machte er sich auf den Weg durch den afrikanischen Busch, bis er erschöpft niedersank, von Neger,! aufgefllnden wurde und in französische Gefangenschaft geriet. Hier gab er sich als Schweizer aus unb trat, als er keinen anderen Ausweg ,nehr sah, in die französische Freindenlegion ein. ES ist ein interessantes Blich, packend von der ersten bis zur letzten Zeile, es ulacht uns bekannt mit den Schrecknissen der afrikanische,! Wildnis, den Zuständen in der französischen Freindenlegion und der srallzösischen Armee überhaupt. — Das literarische Echo. Halbmonatsschrift für Lite- ratllrsrelinde. Verlag: Egon Fleischel & Eo., Berlin W. 9. Das I. Jnnihest ist soeben ,nit folgenden! Inhalt erschienen: Charlotte Lady B l e n n e r h a s s e t: Der französische Einfluß auf Deutschland im Urteil eines Franzosen von 1913; Han,!s Johst: Timm Kröger; Maria Ai ares ch: Die polnischen Messianisten; Bertha Badt: Georg Försters Briese; Fedor v. Z o b e l t i tz : Biliophile Chronik. — Echo der Bühnen. - Echo der Zeitungen. — Echo der Zeitschriften. — Echo des Allslandcs. — Kurze Anzeigen usiv Gieszeuer Hausfrauen-Berem. W o ch e n - K ü ch c n z e t t e l. Sonntag: Grün kernsuppe, Schweinekotetetts mit Spaegel und Kartoffeln. Montag: Kartoffelsuppe, Bohnengemüse mit Hering und Kartoffeln. Dienstag: Grießsuppe, Karloffelklöße mit Backobst. M itlwoch: Bohnensuppe, Spinat mit gebackenen Eiern und Kartoffeln. Donnerstag: Spargelsuppe, Schellfisch mit Senftunke und Kartoffeln. Freitag: Erbseuinppe. Mehlpfannkuchen mit Kopfwlat Samstag: Gemü'esuppe, Spargeigemüse mit Rühre,. Cinmachen ohne Zucker. In der pharmazeutischen Zeitung befaßt sich Fr. G. Sauer mit der Frage des Einmacheus ohne Zucker. Die Ausführungen sind geeignet, die Bedenken, die «ich für das Einmachen an den Zuckermangel knüpfen, zu beseitige». Der Verfasser führt a,ls: Das Einkochen von Früchten ohne Zucker ist nicht nur möglich, sondern bringt sogar noch mancherlei Vorteile, denn znnächü vergrößert der Zucker die Eiukochwenge, also auch den Bedae- an Gläsern, dann aber sollen die Früchte ihre natürliche Form ihre ursprüngliche Farbe und ihren Duft und Geschmack besser behüten als die mit Zucker eingekochten. Auch zum Einkochen der Früchte ohne Zucker kann man sich der üblichen Konservengläser, soweit otr Gummiringe noch brauchbar sind, bedienen. Für kleinere Fnichle sind auch alle Flaschen, die durch Korke verschlossen werden, ve nutzhar. Zwecks gründlicher Reinigung werden Gläser, Flaschen und Korke in Wasser mit I Prozent Salzsäure geweicht. Ebenso sollen sämtliche Früchte einige Minuten in solchem säurehaltigen Wasser liegen, denn hierdurch iverden die in den Schalen hastenden Bakterien zerstört. In die Gesäße wird zunächst 2 Zentimeter hoch gut abgekochtes, erkaltetes Wasser gegeben und nun die rohen Früchte recht fest eingeschichtet. Die ofsen.cn Gläser werden in einem Kessel mit wenig kalte,» Wasser gesetzt und diese langsam ans 70 Grad Celsius erwärmt. Dann werden» die Gesäße vollständig verschlossen und nun etwa eine Stunde in Waßer von 65 Grad Celsius erhitzt. Vor der Verwendung gießt man den Fruchtsaft ab, löst darin den Zucker unter Erwärmung und legt i,l den warmen Zuckersaft die Früchte,- die mach dem Erkalten gleichmäß g süß schmecken. Will man statt des Zuckers Saccharin verwenden, so ni'nß man bedenken, daß das Saccharin ein Erwärmen nicht verträgt, da es sich dabei zersetzt.__ Logogriph. Siehe den Alten mit „i", sein Hündchen mit ihm zur oeity?; Sprich, wer der Alte ivohl ist und wie das Hündchen wohl heilst. (Auflösung in nächster Nummer.) Auflösung des Kreuz- und Quer-Rätsels in voriger Nummer: Güter Boden Ballen stedt Scbristleitunq: Ana. Goetz. — Rotationsdruck und Verlaa der Brübl'schen Universitäts-Buch- und Sleindrnckerei, N. Lanae. Gießeu-