Die arme Prinzessin. Roman von Fedor von Zobeltitz. (Nachdruck verboten.'» (Fortsetzung.) Annemarie saß neben Otto. Sie unterhielt sich gut, obwohl der etwas skeptische junge Gelehrte häufig ihren Widerspruch reizte. Bei einer gelegentlichen Gesprächswendung ergab sich, daß Otto nie einem Korvs angehört hatte. Sie wunderte sich darüber, er zuckte mit den Schultern und sagte nur: „Ich bin ein Gegner des Korpswesens, Durch?- laucht." Er hatte zuweilen arg demokratische Ansichten, so fand Annemarie. Aber das tat ihr nicht weh; sie parierte mit Geschick, wo es anging, und amüsierte sich damit, ihn ein wench zu necken, was er sich wiillig gefallen lieh. Auch Grete und Artern standen noch auf dem fröhlichen Kriegsfuße von einst. Sie scherzten wie ein paar Kinder miteinander und ergötzten sich an allerhand kleinen Albernheiten. Von dieser Tischseite herüber ertönte unausgesetzt ein heiteres Kichern und Lachen. Sie schnitt ein Gesicht in die Schale einer Apfelsine, das sollte Fürbringer sein; er fc inte ein Männchen aus seiner Serviette; sie zerschnitzelte einen Haselnußkeru und fabrizierte ein Mäuslein daraus, er knetete aus Brot ein Mbild des Schwanschlitteirs. Dann aßen sie ein Vielliebchen miteinander. Es sollte etwas Ungewöhnliches sein. Artern schlug vor, man sollte sich du und mit dem Vornamen nennen; wer Sie sage, habe verloren. Grete dünkte dies Spiel zu vertraulich; aber gerade das reizte sie. „Schön," sagte sie, „nur darf es keiner merken. Man denkt sonst Dummes. Ich will probieren, ob ich es kann. Gideon, du hast eine rote Nase, du trinkst zu viel.. „Grete," antwortete er, „du hast einen roten Mund, so wie reife Erdbeeren. Reife Erdbeeren esse ich gern... Nun erschrak sie; das ging so nicht, die Männer werden allzu leicht stürmisch. „Herr Graf," entgegnete sie, „ich meine. Sie sino ungezogen ..." Sie verlor das Vielliebchen mit Msicht. Sie wollte ihm ein paar Morgenschuhe sticken, grasgrün mit violetten Streifen und knallroten Punkten; so etwas haßte er, da konnte er sich ärgern. — Bein: Kaffee fanden sich Gras Harro Herrfurth und Velten allein vor dem Kamin des Jagdzimmers zusammem Sie streckten sich in die großen ledernen Sessel, rauchten ihre Zigarren mrd sprachen über dies und das. Graf Harro fand es klug von Jost, daß er seiner Neigung gefolgt und nicht gleich ihm in den diplomatischen Dienst getreten war. „Der Laie hält ihn gewöhnlich für interessanter, als er tatsächlich ist," sagte der Gras. „Jedenfalls muß man eine besondere Veranlagung dafür haben, Sinn für die Intrige, für das Erlauschen von allerhand Klatsch, für kleine Mittel und krumme Wege. Die ehrlichen Makler kommen nur selten zum Ziel. Herr von Velten, zum Politiker muß man geboren sein; man muß einen sehr breiten Buckel haben und ein flexibles Rückgrat; man muß sich daran gewöhnen, n^cht immer geradeaus gehen zu wolle::, auch von der Hintertreppe ist allerhand aufzulesen. Es kann nicht jeder. Es gibt große Geister, für die das ränkevolle Nebenbei Kinderspiel ist; andere zermürbelt es. Ich habe in Athen einmal einen Papierkorb ausleeren müssen, um den Fetzen eines Schriftstücks nachzuspüren, und mußte mich in Konstantinopel mit dein Obereunuchen einer intriganten Prinzessin anfreunden, um hinter die Schliche seiner Gebieterin u kommen. Manchem mag so etwas Spaß machen; mir fehlt as rechte Geschick für die diplomatische Seiltänzerkunst." „Warum wehrten Sie sich nicht gegen den Beruf?" ftagte Velten. „Lieber Herr von Velten, es läßt sich so schwer gegen das liebliche ankämpfen. Mein Bruder hat das Fideikommiß zu verwalten, da blieb mir nur die Wahl zwischen Offizier) oder Diplomat. Das alte Vorurteil gegen andere Berufszweige, gegen die sogenannten bürgerlichen, beherrscht doch noch immer unfern Adel. Ich glaube, sogar mein eigner guter Vater würde, obwohl er erheblich aufgeklärter denkt als die Magnaten ringsum — ja, ich glaube, er würde etwas verwunderte Augen gemacht haben, hätte ich ihm gesagt, eS lüste mich, Kaufmann zu werden. Man schimpft so viel auf die Engländer — das ist Empfindungssache, es gibt manches da drüben, was auch mir nicht sonderlich sympathisch ist: aber das eine steht fest, törichte Vorirrteile kennen sie nicht. Törichte, sage ich. Mein Gott, müssen wir nicht alle erwerben? Ist nicht auch mein Sekretärsgehalt, so kärglich es ist, ein Erwerb? Tut es meinem Mel. Abbruch, wenn ich auch einmal mit andrem Handel zu treiben suche, als mit Pferden, dem Vieh meiner Ställe und dem Getreide auf meinen Feldern?" „Gewiß nicht," entgegnete Velten, „aber..." er unterbrach sich, um lächelnd fortzufahren: „Ich entsinne mich, wir fanden nerckich unter den Büchern der Mengelsdorffschen Bibliothek einen selten gewordenen Abdruck von Rothes „Ritterspiegel". Ein Thüringer Chronist, Johannes Rothe aus Kreuzburg, verfaßte das kleine Opuskulum um 1400; er - schildert in poetischer Form Brauch und Recht des Rittertums; er sagt manches Gute und manches, das sich anhört, als habe es Kleist-Retzow oder Herr von Betow gestern ur:d vorgestern gesprochen. Der alte Rothe erörtert da auch, an welchen Einnahmen sich ein Rittersmann beguügen soll. Bringt ihm sein Erbe zu wenig, so darf er Pferdehaiwel betreiben, um seine Viehzucht sorgen, darf seine Ernte Einbringen helfen und seine Büchsen gießen. Er darf sich keines Handwerks annehme::, wenigstens nicht selber; wohl aber ist ihm erlaubt, sich einem andern zuzugesellen, der Handel treibt und aus fremdem Lande Güter bringt; in diesen Gütern kann er seinen Anteil am Geschäft nehmen, unbeschadet seiner ritterlichen Ehre. Es ftitb fünfhuiwert Jahre her, als der „Ritterspiegel" diese Grundsätze aufstellte; haben sie sich in dem halben Jahrtausend geändert?" 254 „Nein," sagte Graf Harro, „sie sind so ziemlich dieselben. geblieben. Immer noch ist der Edelmann, will er nicht aus der Nasse fallen, auf den Erwerb aus seiner Scholle angewiesen; den Pferdeschachcr und die Ferkclzucht verübelt ihm heute kein ritterlicher Genosse, wie es damals war. Aber der landlose Adel hat sich ausgebreitet. Nicht jeden kann der Staat erhalten, nicht jeder eignet sich zürn Offizier intb Beamten. Es ist, als habe Ihr alter Nothe so etivas vor?- geahnt; er läßt dem Adel ein Hintertürchen zunr Kausmanns- stande offen. Ein Hintertürchen nur und nur eine Spalte breit: schon der Adel des fünfzehnten Jahrhunderts „darf" sich mt den Geschäften Bürgerlicher beteiligen. Vergessen wir nicht, daß der Großhändler damaliger Zeit oben und unten, beiin Ade! wie im Volke, rvenig beliebt und angesehen war. Noch war das Mißtrauen wach, das die Germanen den schlauen Römern entgegenbrachten, die fremde Silbermünzen gegen die Produkte des Landes umtauschten; das »ganze Lehnswesen des Mittelalters beförderte die Zurücksetzung des Handels, der Kaufmann, der seinen Adelsbries mit schwereul Gelde bezahlte, wurde verlacht, war nicht Fisch nicht Vogel, rein ehrlicher Rittersmann und kein Bürger mehr. Aber schon nach dem dreißigjährigen Kriege begann für den Adel cm wichtiger Uebergang; gewiß, an den Grundzügen ihres „^ntteripiegels" hielt man noch fest, immerhin fanden sich auch schon Stimmen, die das Mittelalter vergessen wollten. Lesen Sie einmal Hohbergs „Adliges Landleben" und Loens L' ?5 n ? Vlbel"; da werden ernsthaft Fragen wie über me Eheschließung armer Edelleute mit reichen Bürgermäd- chen erörtert; Loen empfiehlt sie wohlmeinend, erwähnt auch ^ »ajXIßfleWäfte — sie gäben zwar einen kleinen „Makel , doch es sei töricht, viel darauf zu achten. Alles entwickelt sich, Herr von Velten, aber es kam etwas, das meiner Ansicht nach der Entwicklung gerade unseres Adels hemmend entgegentrat: seine Hoffähigkeit." ^Nichtig!" ries Velten. „Oben auf dem Götzen, cs war an einem sonneiidurchslammten Herbsttag, es war in der Zeit, über die amerikanische Heirat verhandelt wurde, da sprach ich einmal mit dem Fürsten Bolko über das gleiche Lhema. ^ch riet ihni, zurückzukehren auf die Scholle seiner Vater, mein Herz sprach, da ich neben dem Erben stand, mtb imten dehnte das alte Zand der Gotterncggs sich aus. Ich wertz, M) habe damals manches gesagt, was dem Fürsten Mißfallen mochte; aber ich bin ehrlich gewesen. Der höfische Dlenjt erschien mir imnier wie ein groteskes Zerrbild der Konigstreue unseres Adels. Im höfischen Dienst verlor er seme Männlichkeit — du lieber Gott, er verlor mehr! Daß er den gewalttätigen Gelüsten kleiner und großer Potentaten cm gejchmeldlger Lakai wilrde, das war das Schlinimste uoch Nicht. Denken Sie daran, wie tief sich unser Adel erniedrigte elbst einem Napoleon und einem König Jeröme gegenüber, o tief, daß aus seinen eigenen Reihen um. jene. Zeit das Mahnwoit erscholl: bleibt daheim auf euern Gütern und laßt eure Frauen und Töchter nicht an verlotterten Höfen vererben! Ah;a, die Höfe haben viel verschuldet, sie raubten dem ^del das, was tüchtig war an ihm, sie erniedrigten ihn zu unterwürfiger Bedientenhaftigkeit, sie leerten seine fassen — ;a, fte entsittlichten ihn. Sicher, cs ist anders ge- daß es anders wurde, ist nicht zuni wenigsten der preußpchen Soldatenzucht zu danken; der blaue Rock hat gewirkt, das höfische Drohnenleben aufgehört, ttiü» doch, Herr Graf: viel zu viel Kraft entzieht auch heute unserem Adel. Eine Prätorianergarde svll der Schranzen s ^ fe,n ' a6er mt ein Troß von _ niu 'i e ' so ist es. Herr von Velten," ent- "’ < §, tc ’^ e durchaus Ihre Ansicht, vielleicht in m°3r ^lu X l X rrorm als Sie. Sie haben vor der Welt Ihren r B + r lieben ihn noch mit schwärmendem folgten einer harten Notwendigkeit, als Sie sich ^hies Freiherrntitels entaußerlcn, der Ihnen hindernd war,, Ihr tägliches Brot zn suchen. Ich - ja s ch würde °us ^Eutschlmse auf Titel und Adel verzichte» wenn nilch die Rucks,cht auf nieine,i alten Vater nicht bände Ich vollendeter Demokrat geworden ... ah. lieber Freund ich sehe, wie Sie ziisanimci,zucken, Sie erschrecken sörnilich vor dem gefahilichen Wort! Aber w-.r sind unter uns. Nur E" ^ner zagen Heuchelei; sie ilt n,qt hiibscl.. sie ist Mannes unwert, aber ich kann den ™f e 'Lr Sehen Sie, er ist ein Typus, er steht ^'lchen hemmend« Tradition und Fortentwicklung, dicht nebeneinander ruhen die Widersprüche in seiner Seele. So muß es kommen: einen liberalen Adel gibt es nicht; wer in seiner Weltanschauung auf freiheitlicherem Boden steht und nährt noch immer Reste der tteber- lieferung, her wird zum Dualisten, er wird immer schwanken zwischen Rückwärts und' Vorwärts, und kommt er vorwärts, bann ist es ein mühseliges Schreiten wie bei den Springern zu Echternach. Nur zweierlei gibt es, und diese große Scheidung wird tonrmen, verlassen Sie sich darauf: die Gruppe der alten Feudalen und die demokratische. Jene rvird dermaleinst der letzte Wel bleiben, und diese wird sich ans- lösen im Bürgertum..." Velten hatte sich erhoben. Die Unterhaltung begann ihn lebhafter zu interessieren und noch mehr der, der sie führte. Unwillkürlich glitt sein Blick prüfender über den Grafen, der bewegungslos und lang ansgestreckt in dein niedrigen Sessel lag, in: Munde eine große dunkle Havanna, die er dein eigenen Etui entnommen hatte. Es war in. der Tat merkwürdig, wie sehr dieser junge Herr einem Engländer glich, wie rasch und auffallend er sich den: Wesen des Landes, in dem er lebte, angepaßt hatte. Es lag dies nicht allein in den Aeußerlichkeiten der Toilette, auch im Tonsall der Sprache, man konnte behaupten, sogar in der Eigenheit des Gesichtsschnittes. Es war ein offenes, freies, sehr sympathisches Gesicht mit klugen Augen und einer schönen Wölbung der Stirn; aber es waren unverkennbar angelsächsische Züge, ein merkwürdiges Spiel individueller Anpassung, und der kleine röttiehbloude, nicht aufgewirbelte, sondern glatt abwärts gebürstete Schnurrbart verstärkte den Eindruck. Velten war kopfschüttekn einmal durch das Zimmer geschritten, kopfschüttelnd blieb er vor Harro stehen. „Nein, Herr Graf," sagte er, „nein, Herr Graf, ich bin. nicrjt Ihrer wie ...,-, demokratisch — es sind'im Grunde genommen nur politische Schlagworte, Etiketten für unsere Parteischablonenr der Odern der Geschichte zer- bläst das ttinsiliche Genist unseres Fraktionswesens. Die meisten unserer sogenannten freisinnigen Institutionen sind aus der Ständevertretnng des allen Adels hervorgcgangen, dre Keime des modernen Parlaments schlummern in 'der Verfassung der adligen Ordens verbände, das eigentümliche genossenschaftliche Leben des Burgabels war ein durchaus soziales Gebilde. Erst das neuzeitliche liberale Zeitungswesen hat diese historischen Tatsachen zn zerstören versuchtes ist eure Fälschung, die freie ständische Gliederung als em Kastensystem zu bezeichnen. Auch .Hutten, der große Reformier, hat sie aufrecht erhalten wollen; so schrieb er an Kaiser Karl, und wenn die Demokratie von heute Hutten als einen der ihren feiert, so vergißt sie geflissentlich, daß der Freiheitsgedanke erst vom Adel aus in das Bürgertum getragen wurde— Nein, Herr Graf, nicht die Feudalen werden künftighin unfern Adel bilden; es wird zn keiner Scheidung, zn keiner Zersplitterung kommen. Aber der Adel wird wachsen, wenn er mehr als je an seiner Seßhaftigkeit festhalt, dw für seinen sozialen Beruf eine Notwendigkeit bildet, wenn er sich nicht in unhistorischem Sinne absperrt, sondern seine Burg zu einem Hort der nationalen Freiheit macht — wenn er als versöhnendes Bindeglied zwischen, oben und unten wirkt: liberal ja — liberal, aber nicht im Geiste unserer modernen Fraktionspolitik, vielmehr von hoher Warte herab und aus großer Seele! Haften wir nicht am Worte. Lebte Stein heute noch — er hätte sich sicher nicht aus die Seite der Nörgler und Reichsrerdrosteuen gestellt und sich dennoch liberal genannt.. Der Graf lächelte. „Ich freue mich über Ihren Feuereifer Herr von Belten. Aber dennoch: auch Sie gehören zu dein Typus des Zweiseelenadels, gerade so lvie mein Bäte'«- Sie bilden sich Wunder was ein auf den Liberalismus flhrer Weltanschauung, und, Liebster, Sie stecken in Wahrheit noch [ xe f un 6-eudalen. Kommen Sie mir nicht mit der Lehre bev Geschichte, sie ijst trügerisch. Hutten war ein tollkühner ^büolutionar wie Florian Geyer, und Stein, dem unter öder A. kl sch er Freisinn Kränze flicht, lvar so befangen vom Geiste der Vergangenheit, daß er in jeiuer vielgerühmten V besondere Staudesgerichte plädierte. Alles Geschichtliche i|t Vergangenheit, altes Vergangene ist tot, ist Verwesungsprodukt. Jedes neue Geschlecht hat auch neu zu bauen, und es ist nie gut, wenn man morsch ge^ wordene Fundamente benützt. .Sie singen de.r Seßhaftigkeit -F 265 — Anse res Adels ein Preislied, Herr von Velten; Sie sind cSso ein Verteidiger der Fideikommisse, der ungerechten Verteilung des Erbes unserer Väter. Wo bleibt da der historische Mick? Er hätte Sie belehren müssen, daß die Bindung des Besitzes nur eine Förderung des adligen Proletariats bedeutet." (Fortsetzung folgt.) Alfred Rethel. (8u feinem 100. Geburtstage, 15. Mai. r» ^ roetyr als die übliche Huldigung, tvenn das deutsche V 5 er r e r V 1 bte,er Zeit des 100. Geburtstages Mfred Rethels aedentt.' besteht doch heut unter Forschern und Kennern völlige Elusttmungkert darüber, daß Deutschland in ihm den größten Ge- schiichtsmaler besitzt, den seine Kunst im 19. Jahrhundert hervorge- orackt^hat. doppelt ergreifend gestaltet sich die Betrachtung seines ^eben^, wen es w hell und glänzend begonnen und so tragisch geendet har. Rethel, bekanntlich ein Sohn der alten Kaiserstadt Aachen, war ein Wunderkind, dessen Begabung sich früh unwidcr- wrechlrch bekundete, der noch als ein halber Knabe in der Düsscl- oorfer Akademle Ausnahme faud und dort durch Talent, Geist und persönliche Anmut alles bezauberte. Er war erst 16 Jahre alt, als er m. lentent ersten Oelgemälde, einem heiligen Bonifacius, einen: unzwerdeutigeu Beweis seiner künstlerischen Originalität gab. Wie gunze ai ui rcLbccfet Krmst, so war auch dieser Sohn der Rhein- .^/Erelse der Romantik ausgewachsen, allein sehr bald wuroe ey benthef), daß er von der herrschenden Richtung der Düssel- Lorler Schule imrucr schärfer abzuweichen begann. Tie Schadow- ^a)ule frei gerade damals immer mehr der Süßlichkeit anbeim und erl.Lrrte tn einem sich immer wiederholenden Mechanismus ro- '“?« luAge Rethel mar aber eine SS*Hwmltdje Natur die das Kraftvolle, ja selbst das Herbe Uia u. und bevorzugte, und lebendige Beobachtung und Uebung £m W £2 er umigen Fühlung mit der Natur, die ihn vor Schema bewahrte. So war es ganz natürlich, daß der , Sezestion" gehörte, die im Jahre 1836 der /Kunststadt Valet tagten. Er wandte sich damals nach N^anksurt a. M., wo er »ich an Philipp Veit anschloß. In Frankfurt hat eine Reige^seiner bedeutendsten Werke ihren Urjprung ge- rwmmen. Hier malte er den Kaisersaal mit den charaktervollen Mgurcn der deutschen Kaiser aus; hier entwarf er den großartigen ^ er er ^endlich im Jahre 1840 beu heiß- ersehuten Auftrag zur 2!usma1ung des 2lachener Rathaussaales, nor aUem die Kraft, mit der Zwei Krieger. Jniiges Grün und weiße Blüten Ki'cüiscln sfch ums Törfchen wieder, Lluf bau Farbeumeer der Frühe Spnideln Helle Frühlingslieder. Herrlich wie der junge Morgen Geht ein Mädchen durch die Saaten, Uiif der Schulter wiegt im Schritte .Glitzernd sie den blanken Spaten. Und in ihrem Herzen wogen Tie Gedanken um den einen. Dem dieselben Sonnenstrahlen Hell ans blanke Waffen scheinen. Dorn im drahtbewehrten Graben Wird er nach dem Feinde spähen, Doch sein Herz wird Schleich Patrouille Her zur lieben Heimat gehen. Für dein Volk nimmst du die Waffen, Kriegerpaar, beim Morgengraiien — Mögest dii im' Schutz des Reiches Glücklich einst dein Hüttchen bauen! roßen-Linden. F. Bach. Vermachtes. IN crn großen Ereignis» en drin, die er schildert, durchlebt sie' selbst hiY= w-f Cr r l ?' tC mi t‘ /Ja Ottos III. Besuche int Grabe Karls ist hoher Genialität gesteigert. Zugleich aber ver- Rethel das einmalige gescyichtliche Geschel/en in den Kreis Theben, das Besondere zum allgemein Meilsch- lwl.en auszugestalten und dadurch im weitesten Maße darstelluugs- So erklärst sich leicht die Fülle natürlicher und wirkungsvoller Motiveund Tarstellirugsmittel, über die ^ 1 :^? 75 ,^ aLt nh H - er Behandlung geschichtlicher Szenen gebot. Als den Gipßlpunkt seiner Leistungen auf diesem Gebiete §? r T t ^eut zum künstlerischen Haus schätze des deutschen Volkes gehörigen „Totentanz" ausehcn. der jedenfalls unter f^rrl Ä^ 11 r . .^clhre 1848/49 entstanden ist, obwohl es zweifelhaft b.eibt, ob die Revolution selbst oder später ihr kläglicher Phantasie entscheidend angeregt hat. Das uralt- Totentanzmotrv :)t hier mit dem sichern Instinkte des S'Lw'Jr ^.unmittelbare Gegenwart übertragen. Zeitgenössi- Geschehen ist gleichsam spielend in große geschichUiwe Persvek- s-^-O^uckt: die Eremnrpe sind uns erschreckend nah und doch stehen Kein Wirkung künstlerischer Objektivierung ist. bckeii. blecbt Uns erspart, aber eine ernste Weib" löst ,\na Zeitliche ins Zeitlvs-Eivige ein Daß !xr Schöpfer dieses Werkes wenige Jahre später zum bili- ^sen Kinde werden mußte, das müssen wir noch heut als einen' tteffm Umu, ^ Zeichnen, bn die _ntob«w Kunst hat " T er verbotene Bart in der englischen Armee. Tie verheirateten Männer in England sind wirklich zu bedauern. Ziierst wurde ihnen von Asquith versprochen, daß sie überhaupt nicht ßii dienert brauchten, was riicht wenig Jiinggesetlen zur Airs- gäbe ihrer bisherigeli freien Leberislveise veraiilaßte. Dann schwor der Rekriltierrlrrgslord Derby hoch und heilig, daß die Verheirateten wohl auch herangezogeu rverden fönufen, doch nicht vor der Einziehung säintlicher ledigen rnilitärpflichtigen Leute. Schließlich aber ging ailch dieser schöiie Traum dahiri, und die Verheiratetet: rnüssen stch nun bcquenicti, das von ihlien nicht gerade angeschwärmte Khaki anziiziehen. Doch dauiit sind die Schrecken r:och nicht beendet, uiid wer glaubte, daß die Skala der trübseligen lieber- raichungen erschöpft sei, v.inßte bald seinen Jrrtrim erkennen. Die neueste Verordnung besagt nämlich, daß es nicht genügt, in die Armee enizutreteii, sondert: daß niar: riebst so vielern änderet: den etivaigen Bart, den, man besitzt, zu opfern hat. Dieser letzte Schlag hat ein wildes Aitsflarnmet: des Zorires in den Reihen der Verheirateten hervorgerilfen. Denn wie, so fragt der auf seinen Bart j stolze ^oudoner Ehemann, iverden die Gefühle meiner Frau :nir gegenüber sich gestalten, wen,: sie tnich, den sie seit der Verlobnngs- «nmer mst Bart gekannt hat, plötzlich durch das Rasierinesser so völlig verändert erblickt ? Wer garaiitiert mir dafür, daß sie mir unter solch netten Bedingungen ihre Liebe bewahrt? Auch auf dieje Fragen, wie auf so viele andere, weiß die Regierung keine Antwort zu gebet:, und so werdei: die Verheirateten sich ungetröstet :n ihr bartloses Dasein fügen rnüssen. > • Die Schmerzen der englischen Automobil- besitz er. lieber die finatizielle Krise, die der Krieg in gewissen Bevolkerilugsschichteli Eiiglands hervorgerufen hat, unterrichtet eine sehr bemerkenswerte Tatsache: man kann jetzt in Englarrd für Spottpreise Autoinobile haben. Co und so viele Leute, die sich früher selbstverstäudlich den Luxus leisten konntet:, sind heute nicht niehr in der Lage dazu, um so mehr, da die ungeheure Verteuerung der notwendigen Betriebsstoffe und des Bedienungs- perwnals sehr stark ins Gewicht fällt. Diejenigen, die an: Kriege sehr viel Geld verdient haben, sind zun: größten Teile Leute, die schon vor dem Kriege ein schönes Teilchen Geld im Trockenen und daher ihr Autoirwbtl hatten. Aus englischei: Fachzeitschriften er- fahrt inan die rnedrigen CuttMien, die heute gelegentlich für Automobile bester und leisttlngsfühigsler Marken gezahlt werde::, selbst wenn die Llutonwbile nur ga,:z kurze Zeit in: Gebrauch waren, tfin: 1000—2000 Mk. kann man schon sehr hübsche und gilte Wagen erhallen. In englische,: Sport- ui:d Jndustrickreisen hat n:an schon vor tangerer Zeit Beratungen darüber gepfloge::, wie man Maßnahmen treffen könnte, um diese Verschleuderung teuerer Automobile aufzuhalten. Llber sie scheint wirklich unaufhaltbar zu sein. "Die B l u :n e n k o h l - P f! a n z n: a s ch i n e. Nur Leute denken beun Verzehren deS bestebten Bl::n:enkohls an d.. muhevolle Arbeit, die zur Zucht dieser nützlichen Pflanze erwrdcr- l:ch :st. tatsächlich weiß jeder Landinann, daß der Bluinenkobl zwar einerseits sehr widerstandsfähig und zäh ist, andererseits aber auch ziemlich viel Ansprüche stellt und große Sorgfalt verlangt. Da d:e Blumeickoblvsianzen in möglichst genauen Abständen und groper Austnerksainkeit eingesetzt werden rnüssen, gehört diese Arbeit zu der man sich meist des Setzholzes bedient, zu den wichtigsten::: der ganzen Blurnenkohlkultur. Darum wird man in den interessierte,: Kreisen mit Recht die Aufmerksamkeit einen: Apparat zu wen den, der das A,:pflanzen deS Blunreiikohls wesentlich erleichtert und veschle. m t. Es handelt sich urn eine sog. Blinneiikoblpstain maschme, deren man sich in A>netnka, ganz besonders auf Lang Irland und in Buffalo bedient. Die von zivci ^st'^de^: gezogne wenige die 263 Blumenkohlpflanz,naschiiie, deren Konstruktion ebenso sinnreich wie prunilro ^rst, besteht nach einer. Schilderung von M. Meyjes in der Deutschen Landwirtschafstichen Presse in der Hauptsache aus einem Wassersaß, das aus einer zwenädrige» Wagenachse befestigt ist. Hinter dem Faß sind sehr tief am Boden Aiuet Sitze für Lue Pflanzer angebracht, die die Pflanzen bündelweffe aus ihrem Schoß bereit halten. Die Maschine wird -in, Schritt vorwärts bewegt, und währenddessen gräbt der unter den, Faß sitzende Pflanzer eine Furche in das Erdreich. Ein gezahntes Rad schlägt nach je zwei Fuß Entfernung au, im selben Augenblick hält der Pflanzer die Bluinei,kohlpflanze in die Furche, das schräg gestellte Faß spendet automatisch Wasser, und zwei hinter dein Pflug befestigte Gewichte drücken die Pflanze ein und schließen die Furche wieder. Hierdurch werden die Entfernungen zwischen den Pflanzen völlig regelmäßig, und die Saat ist besonders lebensfähig. Tie Blumeukohlpflanz- maschine steigert also die Aussichten auf die Güte der Ernte und inacht zu gleicher Zeit die Arbeit einfacher und weniger anstrengend. vücherLisch. - Hans H i l d e b r a n d t: Krieg und K u n st. Mit 40 Abbildungen zeitgenössischer Kunstwerke. Geheftet 10 Mk., gebunden 12 Alk. München, R. Piper & Co. Verlag. — Vorlesungen, die der Verfasser im Wintersemester 1914/15 an der Technischen Hochschule Stuttgart gehalten hat, gaben die Veranlassung zur Niederschrift dieses Buches, das den aktuellen Fragen, wie der Weltkrieg auf die zeitgenössische Kunst einwirken muß, nachgehen und zugleich eimühreu will in die Beziehungen zweier einander scheinbar so wesensfremder Welten. Diese Zusammenhänge sind weit vielfältiger, als inan auf den ersten Blick vermutet, und verdiene,, weit inehr Beachtung als man ihnen bisher geschenkt hat. Ten'Ausgang der Untersuchung bildet das Verhältnis des schaffenden Künstlers zr, den Erscheinungen des Krieges. Den unmittelbaren, sofort spürbar werdenden Wirkungen des Krieges — den kunst- zerstöreuden und kuusterzeugenden — widmet sich der erste Teil. Der zweite klärt über die versteckteren, aber viel nachhaltigeren mittelbaren Beziehungen aus. Einflüsse historischer Kriege auf die Kunstentwicklung, die oft erst nach Jahrhunderten sich geltend machen, werden nachgewiesen. Wichtig vor allem ist die Feststellung, daß über die Rückwirkung aus die Kunst der streitenden Völker nicht das politische Ergebnis des Kampfes, sondern ihr künstlerisches Kräfteverhältnis entscheidet. Untersuchungen über die starken Einflüsse, die von der bloßen Tatsache, daß es Kriege gibt, aus die Kunst überströmen, schließen sich an: die Wirkungen aus den Städtebau - die Anregungen, die Maler und Plastiker durch Kampf und Kampfrüstuug einpsangen — der Anteil des Kunstgewerbes an der Waffe iverden in großen Zügen behandelt. Ten Abschluß des zweiten Teiles bildet der Nachweis der schweren wirtschaftlichen Nachteile, die für die Kunst aus der Notwendigkeit erwachsen, daß jede Nation jederzeit zum Kriege gerüstet sein muß. Breiter durste der letzte, aktuelle Teil behandelt werden, der sich mit den Einwirkungen des Weltkrieges aus die Kunst unserer Tage befaßt. Nach einer scharfen Kritik der kulturellen und künstlerischen Zustände vor Ausbruch des Krieges wird ein Ueberblick über die bisher erzeugten Kunslschöpsungen gewährt. Abbildungen nach meist unveröffentlichten Werken uwderner Künstler - wir nennen nur Na,neu wie Barlach, Beckrnann, Derain f, Gulbranson, Heine, Hettner, Jost Hoff,nanu, Klemin, Kubin, Lieberinann, Macke st, Reinhardt, Ccbarff, Seckendorfs st, Unold st, Weisgerber st — unterstreichen die Wichtigkeit dieses Abschnitts. Das Buch klingt aus in der Erkenntnis, daß die künftige Führung der europäischen Kunst aller Voraussicht nach der deutschen Rasse zusteht, weil ihr allein schon vor dein Kriege eine aus dein heutigen Fühlen erwachsene Baukunst zu eigen war, und weil eine künstlerische Gesamtkultur nur unter der Leitung einer wahrhaft zeitge,näßen Architektur sich entfalten kann. - Die neueste Nummer des .Wieland*, Nr. 1 des I I. Jahrgangs, bringt ein Titelbild von Emil Orlik, ein interessantes allegorisches Doppelblatt „Die Kolonien" von Bruno Vaul, eine politische Karikatur von Schilling. Zu dem Gedicht „Die Rose" von Erika Nheinsch zeichnete Werner Schmidt eine Illustration. Ferner bringt die Nummer 9 Theaterfigurinen von Ernst Stern, ineistens zu Aufführungen der Reinhardtschen Bühnen („Der blaue Vogel", „Tie deutschen Kleinstädter", „Ter eingebildete Kranke", re.), zu denen Edgar von Schmidt-Pauli eine Plauderei geschrieben hat. Außerdem bringt der literarische Teil als folgende Beiträge die Skizzen: „Wenn der Kuckuck ruft" von Johann Bojer, deutsch von Else v. Holländer, „Von Erde zu Erde" von Georg Hirschkeld, ein Gedicht von Cäsar Flaischlen, und Artikel von Wilhelm Bode, Lotte v. Mendelssohn-Bartholdy und Isolde Kurz, Glossen re. Preis des reichhaltigen Heftes Mk. 1. — S t r o m ü b e r g a u g. Dramatisches Gedicht von Rudolf Herzog. I.—10. Tausend. In seinem Pappband Mk. 1. -, I. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart und Berlin. Rudolf Herzog, dessen offenes Auge und offenes Herz seit Kriegsbeginn an allen Fronten Bild um Bild ausgenommen haben, bietet in dieser dramatischen Dichtung eine Szenenfolge, die in, besten Sinne — das heißt in, Stil und in der inneren Forn,, ohne jede Nachahmung - an „Wallenstetns Lager* erinnert. Tiefer Ernst und drastische Komik sind glücklich gemischt, ein lebhafter dramatischer Schwung verspricht einen starken Erfolg auch a,si den Bühnen, und daß das Ganze erfüllt ist von vaterländischer Begeisterung, versteht sich bei diesem deutschen Dichter von selbst. - Grundriß der Musikwissenschaft. Von Professor vr. et mus H. R i e m a n n. 2. vermehrte und verbesserte Auflage. 169 Selten. (Wissenschaft und Bildung, Bd. 34.) In Leinenband Mk. 1.25. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. — Wie unseren Feinden nichts gelingen wollte. Herausgegeben von Ernst Walter. 1. Teil: Franzosen und Belgier, Engländer.- Preis 1,80 Mk. Verlag A. Mehlhorn, Verlin-Char- ^ttenburg. — Die Schrift bringt in fesselnden Ausführungen ein Bild der Pläne, Hoffnungen, Erwartungen und Enttäuschungen unserer Feinde aus militärischem, politischen, und wirtschaftlichem Gebiet. Sie sollte in jedem deutschen Hause Eingang finden, besonders in dieser Zeit des Bangens und der Sorgen, wo immer wieder neue Gefahren austauchen, wo nur zu oft Zweifel und Verzagtheit sich einzuschleichen suchen. Auch dem Zweifler und dem Zagenden wird auf Grund der Tatsachen das Vertrauen wiederkehren. Das lehrreiche Kriegsbuch wird zufolge der anschaulichen Darstellung des Mißlingens der Vorhaben und Anschläge unserer Feinde jedermann herzerfrischende Stunden und Fröude bereiten. — Charakterbildung. Von Pros. Dr. Th. Elsen- hans. 2. verbesserte und verinehrte Auflage. 144 Seiten. (Wissenschaft und Bildung, Bd. 32.) In Leinenband Mk. 1.25. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. — K r o n e n - B ,'i ch e r, B a ,ud 2 4: „M u t t e r Bertha". Roman von Will). Hegeler. Preis 1 Mark. (Kronen-Verlag G. m. b. H., Berlin SW. 68). — D i e italienische Kinderstube. In Heft 75 der Zeitschrift „D e r V Ü l k e r k r i e g" (Herausgeber Dr. C. H. Baer, Verlag von Julius Hoffmann, Stuttgart; jedes Heft 30 Pfq.), bringt u. a. spannende Schilderungen der zahlreichen See- und Lustkämpfe des österreichisch-italienischen Krieges. In Heft 76 wird das Thema: „Italien und der Vatikan während der ersten Kriegsmonate" u. a. init einer gründlichen Darstellung der Ereignisse in Libyen fortgesetzt. Das dann beginnende Kapitel „Der türkische Krieg" bringt eine vorzügliche fachmännische Darstellung der Dardanellenverteidigung, auch für den Laien von größtem Interesse. In der ergreifenden Skizze eines türkischen Dichters „Der Weintraubenverkäufer" wird uns das türkische Volk und sein Schicksal in glänzender dichterischer Konzentration vorgeführt. - D e r H a r z k l u b hat auch in diesem Jahre seine allseits bekannte H a r z k l u b - R o u t e n k a r t e im 28. Jahrgang erscheinen lassen. Preis mit Porto 35 Psg. 'Auf der Rückseite findet der Wai,derer die neuen Sommer-Fahrpläne aller Harz-Bahnen, der in keinem Kursbuch stehenden Automobil-Omnibus-Lmien und die Zusammenstellung der Sonntagskarten nach dein Harz. — Das neue W ü rf e l - T ä „ z e r - S p i e l, ein neues Unterhaltungsmittel für den Schützengraben, für Lazarette und Daheim. In hübsch ausgestatteter Pappschachtel, Preis 60 Psg., für Liebesgabe,, ins Feld 6 Stück für 3 Mk., 10 Stück für 4.80 Mk. Verlag von August Beil, Stuttgart. Der Tänzer trägt auf seinen 8 Seitenflächen die Symbole der kriegfül)renden Staaten. Wir finden da den stark zerzausten gallischen Hahn, den stolzen deutschen Aar, den sehr verstimmten schottischen Hochländer, den sieggetrönten österreichischen Motor-Mörser, den verwundeten russischen Bären, die liebliche bulgarische Rose, Herr», Cadornas Regenschirm und dei, türkischen Halbmond n,it Stern, alles in fernem lithographischen, Farbendruck dcrrgestellt.^ Das unterhaltende Spiel hat den Vorzug, daß es bequem in der Tasche mitgetragei,, sowie an jeden, Ort, zu jeder Zeit und bei den einfachsten Verhältnissen unter Teilnahme einer beliebigen Spielerzahl getrieben werden kam,. ttreuzraLsel. In die Felder nebenstehender Figur sind die Buchstaben - aaaaaaccdeeeeeee eeehh ii1 llnnnnn nnn I 00 sstttttt -derart einzutragen, daß die senkrechten und wagerechten -j— Reihen gleichlautend folgendes _ 1 1 ergeben: 1. Einen Baum. 2. Teil von Asien. - 3. Eine Gewürzpflanze. —1—_I Auslösung in nächster Nummer. Auflösung der Königspromenade in voriger Nummer: Nie stirbt ein großer menschlicher Gedanke, Wie tief ihn auch des Lebens Wust begräbt, Stets kann er brechen seines Lebens Schranke, Wenn er nur noch in einer Seele lebt. Raupach. Schristleitung: Aua. Goetz. - Rotatwnsdrnck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.