Die arme Prinzessin. Roman von Fedor von Zobeltitz. (Nachdruck verboten.^ (Fortsetzung.) „Da bin ich anfaestanden und habe gesagt: „Fräulein von Hüningen, entschuldigen Sie, ich finde dieses Gedicht entzückend." Was antwortet mir die lange Latte? „Prinzessin, wenn Sie erst älter sind und Ihr Geschmack geläuterter geworden, werden auch Sie fühlen, daß durch die meisten jener Volkslieder, die gewissermaßen ein U-eber- bleibsel des in Roheit versunkenen Minnegesangs sind, ein Zug unreinen Empfindens geht." — Ich frage die Welt! Grete, ist das nicht zum Radschlagen! Klopstock liebt sie sehr, und den Nathan nennt sie ein mißlungenes Tendenzdrama, wogegen ich nichts habe, meinetwegen; dann lobt sie wieder die Gruppe Jung-Stilling, Jacobi, Hamann und die Stol- bergs bis in die Puppen, was mir schleierhaft ist, und an Heine läßt sie lein gutes Haar. Sie erzählt Gräßliches von ihm, und dabei muß ich immer denken, wie oft wir zwei mit dein Buch der Lieder in den Wald gegangen sind. Daß ein Schandkerl so schön wie er dichten konnte! — „Grete, ich will nicht gerade sagen, daß ich mich im Stift unglücklich fühle; das wäre übertrieben. Mer ich fühle mich deplaciert, es kommt mir vor, als gehöre ich eigentlich gar nicht hierher. Woran liegt das? Vielleicht an meiner Armut, vielleicht an der wenig „aristokratischen" Erziehung int alten Hause. Zuweilen hält uns die Oberin eine längere Rede. Sie fängt jedesmal an: „Bedenken Sie, meine jungen Damen, daß Sie einst —" „Ich bedenke aber gar nichts. Doch: ein Bedenken habe ich; ich graule mich vor der Hofdamenkarriere. Prinzeß Irene ist unsre Protektorin, das weißt Dir. Neulich war sie hier: eine reizende junge Frau, hellblond, mit einem Madonnengesicht; hinter ihr her ein Hofmarschall, zwei Palastdamen und ein Jäger mit einer Marzipantorte. Letztere war für uns, und es geschah, daß diese Torte uns mehr erfreute als der ganze Besuch. Tini Erdmann futterte sofort die Mittelfrucht ab, worauf die Tempel ihr einen Klaps gab und sagte: „Komteß, Sie sind ein verfressenes Geschöpf," worauf die Berleberg rief: „Schweigen Sie bloß still, Sie dämliches Judenbalg!" Die kleine Tempel wurde puterrot und hat dann schrecklich geheult; die Berleberg ist zu gem«n. „Mich hat die Prinzeß Irene besonders bevorzugt, sprach lange mit mir und hat mich zu Sonntag zum Diner go- laden. Das gab nun wieder allgemeine Eifersucht und spitze Redensarten wegen meiner Toilette (Sonntags dürfen mir tragen, was wir wollen). Aber ich mache mir nichts daraus; sie können reden, was ihnen in den Mund kommt. Hohe Besuche empfangen wir öfters, so neulich den einer russischen Großfürstin. Da war der Gesandte mit und seine Frau und weißt Du, wer noch? Der junge Fürst Bnra-eddin, Kola. mein.Vetter, der auch auf Volkos Hochzeit war, der hübsche Tatarenhäuptling mit den feuchten schwarzen Augen, die wie Samt schimmern und so niederträchtige Blicke werfen können. Er begrüßte mich vetterlich, und beim Abschiede sagte er ganz berlinerisch: „Adje, Mieze, jib mir einen Schmatz!" — So eine Frechheit. Ich habe einfach kehrt gemacht. Ich werde dem Ekel gerade einen Kuß geben. Ich muß bei ihm immer an die wilden Völkerschaften im Panoptikum denken. Nee, mein lieber Kola, bet is nich! — „Von Volk» fant eine Ansichtskarte aus Monte Carlo, von Lilien eine Kiste mit kandierten Früchten aus Nizza, bloß so, ohne eine Zeile; auf dem Abschnitt der Pakctadresse stand: „Im Aufträge Ihrer Durchlaucht der Frau Fürstin von Gotteruegg." Buh! Aber die Früchte waren fein. Ich habe acht Tage laug alle Abend davon geknabbert, bis mir schlecht wurde und ich sie nicht mehr sehen konnte. Den Rest habe ich den andern gegeben, die sich luie die hungrigen Löwen darauf stürzten, besonders Tini (sie kaut sogar an ihrem Gummi, ich bitte dich, pfui Geyer!). „Am amüsantesten sind die Turn- und Tanzstunden, letztere mit Reigenmärschen, bei denen wir kleine Keulen aus poliertem Holz schwingen, um uns in der Grazie zü üben. Dabei benimmt sich die Berleberg wie ein Elefant; sie wuchtet umher, es ist nicht zum Ansehen; wie eine dicke Magd, Grete, ich möchte wissen, wo bei der das adlige Blut steckt. Sehr ulkig sind die sogenannten Anstandsstunden der Oberin. Da wird der gute Ton frisch vom Faß verzapft. Die Gräfin trägt vor, wie sich eine mit allein Komfort der Gegenwart ausgestattete junge Dame der vornehmen Gesellschaft zu benehmen hat, bei Hofe wie auch daheim und den Untergebenen gegenüber. Zum Beispiel (aber lache nicht): Die Untergebenen sind immer »wohlwollend' zu behandeln und.leutselig'; jede Vertraulichkeit zu einer Zofe ist von: Uebel; beim Coiffuren soll man nicht viel reden, vor allem nicht klatschen; kein Mensch ist diskret, besonders keine Zofe. Mit Wohlwollen muß immer eine gewisse Strenge gepaart sein; man sorge für seine Domestiken, sondern verwöhne sie nicht. Man hüte sich vor »irrationellen Affekten', zum Beispiel vor Spott (das ist gut); man feile auch in der Intimität des Hauses beständig an Sprache mro Ausdruck; man zeige nie seine Tränen: man sei nicht abergläubisch, verschließe sich aber der modernen Aufklärungswut, die auch das Heiligste nicht schont. Grete, die gute Gräfin könnte einen neuen Knigge herausgeben. Es ist manches nett und verständig an dem, was sie sagt, und manches so schrecklich kleinlich und engherzig. Oder bilde ich mir das nur ein? Es ist möglich. Ich höre der Gräfin gern zu; sie reizt mich zu manchem heimlichen Widerspruch. Aber das macht mir Spaß. „Des Sonntags gehen die meisten aus. Ich bleibe gewöhnlich zu Hause, bringe meine Sachen in Ordnung, schreibe Briefe und schmökre. Letzten Sonntag holte mich Onkel Herr- furt ab; er ist in Berlin, während das.Herrenhaus tagt oder der Reichstag, ich weiß nicht. Wir dinierten im .Hotel Bristol, sehr fein, mit Champagner: dann wollten wir in ein Theater. Aber da war guter Rat teuer. Onkel Rübezahl ließ sich eine Zeitung geben, um die Vorstellungen durchzugehen; schließlich sagte er: „Liebes Kind, das sind lauter Stücke, in oie du nicht gehen darfst. Es bleibt nichts anderes übrig: wir müssen ins Opernhaus, da wird der Freischütz gegeben; höre ordentlich zu, ich setze mich indessen in die Logenecke und schlase ein bißchen." — Na, weißt Du, der Freischütz zog mich auch nicht gerade begeistert an, so schlug ich denn den Zirkus vor, wo es auch ganz hübsch war und wo.wir eine Masse Bekannte trafen, natürlich wieder Kola, der immer im Stallgauge stand urrd wie zu Hause tat. Ich hörte, -wie einer von Bolkos Ulanen deni Onkel ins Ohr flüsterte: „Passen Durchlaucht nral auf Kolas Augen auf, wenn Miß Nelly reitet." — Verstehst Du, Grete? Die Männer sind greulich. ,i,A, Du, das darf ich nicht zu erzählen vergessen; wen traf ich vor etwa vierzehn Tagen, als ich zürn Zahnarzt fuhr? (Einer Plombe wegen, aber Backenzahn, man sieht's nicht.) Wen traf ich? — Otto! Er sah mich nicht, ich fuhr, er ging, . aber ich beugte mich aus der Droschke heraus und schrie, daß alle Leute auf dem Trottoir stehen blieben. Da sprang er an den Wagen heran, und da habe ich eine grobe Taktlosigkeit begangen. Ich lud ihn ans und fuhr mit ihm bis zum Zahnarzt. Ich glaube sicher, es war taktlos, aber ich hatte wich so schrecklich gefreut, ein Burgmühtengesicht wiederzn- sehen, und er freute sich auch, ich merkte es ihm au. Er sieht sehr gut aus, ich möchte sagen elegant, gar nicht wie ein Stubengelehrter, und erzählte mir von seinen Heldentaten im anatomischen Museum Und seiner Dissertation, Du bannst mich totschlagen, wenn ich noch ahne, über was. Es war irgend etwas Unappetitliches von Gelenkverkrümmungen oder dergleichen, aber er-schien äußerst stolz darauf zu sein. Er ist ein sehr lieber Bursche, wollte mich auch noch bis in das Sprechzimmer bringen, aber da sagte ich doch nein und trug meinen hohlen Zahn allein die drei Treppen hinauf. „Von Jost habe ich schon zwei Briefe bekommeil. Es geht ihm brillant; er bewohnt mit Velten, zusammen eine „Bude", ist einem Korps beigetrcten, ich glaube der „Saxonia" (was wich wundert, denn er war früher dagegen), h'at a le mög- lichen „Publica" und „Privata" belegt und schreibt seyr vergnügt, aber in einem Studentendeutsch, das mir mannigfache Rätsel uird Rebusse zu lösen auserlegt. Tini Erdmann hilft mir dabei; ihr Bruder ist auch Korpsstudent, sie weiß alles und ist plötzlich auf die Idee gekommen, auch bei uns einen Korpsverband zu gründen, dem natürlich nur die Erlauchteren angehören werden. Das ist nett, die Vorbereitungen werden in großer Heimlichkeit betrieben, Hede Ber- kuhn hat schon ein paar Füchsinnen gekeilt, in der Korpskasse liegen sechzehn Mark. Gegen die Aufnahme der Berleberg habe ich Einspruch erhöben, aber sie schmeichelt sich ein, hat Schokolade verteilt und an einen: angeblichen Geburtstage ihrer Großmutter ein Kaffeekränzchen gegeben; ihre Rezeption steht daher nahe bevor, ©in Band haben wir auch, schon: schwarz-weiß, die preußischen Farben, es wird über dem Korsett getragen. Ich schreibe Dir im nächsten Briefe mehr über unsere Verbindung, aber Du mußt den Brief gleich verbrenneil (nicht zerreißen), voeil Mitteilungen nach außen hm statutarisch eigentlich verboten sind und das Ge- hemmis nicht gelüftet werden darf. Für heute küsse ich im Gedenren an Dich meinen Glückspfennig und ende Dir taufend liebe Grütze, meine Grete, als Deine getreue Freundin Annemarie." Auf diesen Brief antwortete Grete folgendermaßen: „Meine heißgeliebte Mie! „Dein langer Brief ist mir eine sehr große Freude gewesen m der Trostlosigkeit dieses Daseins. O Himmel, was wäre das Leben, wenn nicht die Freundschaft bestände, die uns über oen Erden staub erhebt und den grauen Alltag mrt freundlichem Sonnenschein füllt. Während der Lektüre Demes lieben Briefes hatte auch ich meinen Glückspfermig hervorgeholt und habe ihn oft geküßt; ich trage ihn an emem kleinen goldenen Kettchen aus Mntters Nachlaß auf dem bloßen Halse. Liebe Me, ich habe. Dir ja noch so viel ru erzählen. Die Zeit nach Mntters plötzlichem Tode war er* schreallch, der Vater war ganz verzweifelt und wollte mich aar sticht fortlassen aber Otto bestand darauf; er sagte, es sei eine Notwendigkeit für mich, ein bißchen „gedrillt" zu werden zu dmnm — und ich sei hier doch nun einmal angemerdet. Also, es hals alles nichts. In beit ersten Tagen tzabe id) Wo# geweint. S9 ist entsetzlich streng, Änuemie Du machst Dir gar keinen Begriff; man verliert alle Lebens- ? fremde, ich bin mager geworden und habe Salz faß che n an den Schultern, und meine Kleidung schlottert wie bei der ersten Livree des grünen Max. Daran darf ich gar nicht! denken; wenn ich an Gotteruegg denke, wird mir ganz, anders. Wenn ich an Gotteruegg denke, schießt mir das Wasser in die Augen, aber ich will mir das Heimweh natürlich nicht merken lassen; dann setze ich mich hin und dichte. Ich habe drei Gedichte gemacht, eins lege ich bei; bei einem andern, das so anfüngt: „Mein Heimatwald, gehab dich Wohl", kriege ich die letzte Strophe nicht heraus. Gedichte ohne Reime gelingen mir immer besser. „Warum mußte es gerade eine Herrnhuterpension sein, o Gatt? Die Mutter wollte es, ihre Schwester und zwei Schwestertöchter sind auch hier gewesen, es ist so Sitte in der Familie, daß den Backfischen bei den Herrnhutern der letzte Schliff gegeben wird. Ein schöner Schliff! Annemie, na'— ich will lieber ruhig sein Aber das will ich doch sagen: ich behaupte ebenso wie Du,ich gehöre eigentlich gar nicht hierher. Nämlich, es sind ja ganz nette Mädel hier und mit einigen läßt sich auch verkehren, aber im allgemeinen stehen sie mir doch nicht gesellschaftlich gleich Otto würde sich natürlich darüber lustig machen, wenn er das hörte, und mir wieder Hochmut vorwerfen, aber das ist mir ganz egal. Meist sind es Töchter gns besseren Bauernfamilien oder e-was höher, so zwischenGauer und Gutsbesitzer stehend, oder auch von kleinen Beamten, ich will nicht sagen, daß sie gerade mies sind, aber der rechte Unrgang ist es auch nicht. Nur eine voii Adel ist hier, Dorothee von Gabler, ihr Vater ist Geheimrat im Kultusministerium, an die hätte ich mich ,in:i ,pu.|uu'i um imuijum, ujc narer ijat in der Lausitz ein Gut und ist Amtsvorstcher, es sind frische Mädchen, wenn auch ein wenig bäurisch in ihren Ansichten; denke Dir, sie müssen zu Hause melken. Einen Todesschreck kriegte ich, als ich bei meiner Ankunft M?oline Jannasch sah, «die Docker eures Gotterneggschen Oberförsters, das Schielauge. Sie hatte natürlich gleich meinen ganzen Lebenslauf veroreitet und die anderen aufgehetzt, und da kam in der ersten Stunde jede einzelne zu mir heran und fragte: Ist es Wahr, dein Vater ist Müller? — Anfangs erzählte ich wahrheitsgemäß, daß die Burg-nühle ein in> altes Lehn sei und Vater außerdem an zwölfhundert Morgen unter dem Pfluge habe und siebenhundert Morgen prachtvoll geschonten Wald, und daß wir Rittergutsqualität hatten seit dem Ankauf der Burgheide; aber wie ich den Lokus merkte, sprang ich einfach auf und schrie: „Fragt mich noch mal wer, was mein Vater ist, der kann sich auf eine gefaßt machen, daß es nur so knallt!" — Die Drohung nlit der Küallschote wirkte denn auch; aber intrigiert wird immer noch heimlich gegen ntich, sie ärgern sich, daß ich mehr vorstelle als wie sie, verstehst du,Mie, und da versuchen sie imn, rmch au, alle mögliche Weise zu uzen, und die Müllerei jvielt dabei natürlich immer die Hauptrolle. Es ist wie ein Verhängnis Und als sollte es mir einig nach hängen; Otto meint zwar, wir hätten allen Grund, stolz darauf zu sein, daß wir Qav der Burgmühle inv Leben gerückt sind, aber ich habe imn mal meinen eigenen Stolz, ich kann nicht dafür. Das Bauer! iMBurgerliche liegt mir nicht; ich weiß schon, Du wirst auch „kleines Schaferl" sagen, wenn Du dieses liest: meinetwegen. „Ach Mi« das ist ein Leben! Burrr! Wir tragen Serge- klerder, es }teftt schauderhaft aus, und unsere Lehreirnnen Hanbeii wie die Nonnen. Sie gehören alle der Brüdergemeinde als Schwestern an und haben blaßrosa Bänder an den Hauben, wenn sie unverheiratet sind, die verheirateten blaue wer Witwe rst, trägt weiße Bänder. Aber das muß man sageu, es sind prachtvolle Frauen und wandeln wirklich ww dw Heiligen durch dies irdische Jammertal. Es ist hier nämlich eine ganze Herruhuterkolouie, und bloß in unserer Pension werden Mädchen ausgenommen, die nicht der Ge- Euide an gehören. Aber es qibt auch noch eine zweite Er- Mhungsanstalt für kleinere Kinder, der gehören eine Menae Mädchen aus den fremdländischen Kolonien an, sie werden hierhergejchillt, aus Jömaikä und Kanada und soaar aus Ostasrika und weiß Gott woher. Auch Missionare kommen u.^d predigen, neulich einer, der bei den Kaffern war, ein bildschöner Mann, mau ntußte ibn immer wieder anseben- es kouute also ganz interessant sein, wenn, es nur nicht eine fr 11 strenge Zucht wäre. Von der peinlichen Ordnung! und Lauberreit bet uns -nächst Du Dir gar keinen Begriff'; das 235 Staubwischcn ist zur reinen Manie geworden, das müssen wir nämlich selbst tun, und so fuhrwerke ich denn v'on früh bis spät in meiner Zelle, wollte sagen meinem Zinnner- chen umher und schwinge den Staublappen wie eine Fahne. Bleibt auch nur ein ALömcheu liegen, schwapp hat man seine Nase weg. Ich werde überhaupt viel gerüffelt, Mie, namentlich von Schwester Agnes, die mich vor „Ueberhebung^ bewahren und Kur Einfachheit zurückfühiren will. Wenn das nur so rasch ginge. Aber die ruchtge Gemessenheit hier und das feierlich Ausgeglichene, das Sanfte und doch wieder Herbe macht mich ganz rabiat. Ich sei ein schreckliches Welt- kind, sagte Schwester Agnes, ohne Zorn, immer mit mildem Lächeln. Ich glaube, sie hat recht. Ich kann nicht stillsitzen. Manchmal, in der Betstunde, übertommt inich freilich eine mächtige Rührung; idamr werde ich igariZ zierbnirscht und weh- rnütig und heule wie ein Schloßhund und muß au Muttern denken und nehme mir fest vor, meinen Sinn '.nehr aus das Geistige $u richten und meinen Hochmut fahren Ku lassen. Mer schon eine Stur de später möchte ich am liebsten tanzen inch singe statt eines Liedes von Zinzendorf irgend einen Rüpel Vers und kneife die Jan nasch, wo es sich nicht hiuge- hürt, und treibe allerhand Unfug. Es ist so schwer, sich zu bessern. Namentlich hier, wo die Freiheit beschränkt ist, ach wie sehr, und der Mutwille gerade darum einmal die Fesseln sprengen möchte. Siehst Du, Mie, ich kann mir nicht helfen: ich habe allen Respekt vor den Herrnhutern, den muß man haben, aber über den Formelkram uub das unerschütterliche Gleichruaß nnd auch! über dies tief demütige Wesen komme ich nicht fort. Ist das wirklich etwas Großes? Ich erinnere mich, was Belten uns einmal gesagt hat: die Größe wohnt nur in der Freiheit des Geistes, und hier umschnürt mau alles, hier ist alles geregelt Tun und Lapsen 'vnb selbst das Denken. Auch «der Frohsinn hat etwas Seltiererhastes, soll ich Abgeklärtes sagen? Man lacht nicht, höchstens lächelt man matt, als dulde man nur eontre coeur bte aufsteigei^de Heiterkeit als etwas schwer abKuwehrendes Menschliches. Ich will aber ordentlich jubeln und jauchzen können, wnll vor Lust einmal schreien, bis mir der Atem vergeht. Ich weiß nicht, es ist hier doch manches wider die Natur, jedenfalls gegen die ineine. Aber die mag auch nichts taugen. » ^ (Fortsetzung folgt.) Aus diesen Tagen. Von H erm ann Wag n e v Das Opfer. Der alte Theodor Pisst pflogt von sich zu sagen, daß er nichts, rein nichts besitze. „Ich! habe nur eine Freude, und das ist am Nachmittag mein Skat." Er war Htmestolz, 63 Jahre alt, lang und dürr und mürrisch. Er be^og die Pension eines mittleren Beamten. Er lebte, weil er nochi nicht gestorlren war, Und er lebte freudlos. Er hatte weder Eltern noch Kinder, weder Brüder noch Schwestern, weder Onkel noch Tanten. Er hatte nur am Nachnnttag eines jeden Tages seinen Skat. Sonst nichts. Aber aur Nachnnttag blieb Pisst bei diesen! Skat aus. Ob er kraul ist?" fragte verwundert die Runde. Auch am zweiten Tag erschien Pifsl nicht. Ta wich das «Staunen dem Gefühl eines leisen Unbehagens. „Gott." sagten Unbestimmt die von der Runde, „Leute in seinein Alter Und als Pifsl auch am dritten Tage nicht erschien, da stand es bei der Runde fest: Pisst war gestorben! llinso größer war das Erstaunen, als man den Vermißten evnge Tage später allein auf einsm einsamen Spaziergang traf. w 0 ' 5rm ^ ^öt das? Warum kommen Sie nicht mehr zunl .Skat?" Ta gab Pisst in, seiner nrürrischcn Art Auskunft, indem er sagte: „Ach sptele nacht mehr. Nein, solange der $Meo bauert, AA. Es i,t wahr, es ist Meine einzige Freude. Wer gerade des- halb. Ich null dre Freude nicht. Nein, solange dev Krieg dauert, fcml tet)' keine Freude." „3tf, &a*e nid»," fonnte Thwdvr Pissl von di-sem x-ige Rocht sagen, „n*, rem nichts. Sttcht einrnvl meinen, .Wer er fegte es nicht, sondern senkte mir heimlich uni» daMe: „Hergott, loenn ra> inng wäre! Jung!" > * k K l e i n e T r a g ö d i e. ZS kaum jemals einen VeschicnÄneren Mlmschcn gegeben, «s .vrttz Temut eS war, von dem, wenn man eimnal über ihn Mach, ev rtwach hieß: ah --- der kleine Demut [ Es gibt Menschen, die es gelernt haben, zu lächeln, sie leiden. Es war nicht nur eimnal geschehen, daß man Fritz Dennft bvutal und nicht ohne Höhn gefragt hatte: „Wie, Sic sind nicht Soldat? Man hat Sie nicht angenoninren?" Und noch ein jedesmal hatte es Fritz Dcmur fertig gebracht. Unter Lächeln zu erwidern: „Nein, ich bin zu schwach." Es war das Tragische in seinein Leben, daß er „zu schwach^ war. Schon in der Schule hatte er das erfahren, wenn er bei dev lauten Fröhlichleit seiner Mitschüler verschüchtert abseits stand, Und dann später im Lehen, als er wahrnahm, wie von seinen! Alters- und Berufsgenossen einer nach dem andern sich rühmen; durste, die Gunst irgend eines schönen Mädchens zu besitzen.. So wahr allmählich eine müde Resignation über ihn gekommen, die aber von seinem Wesen doch nur die .Hülle war. Unter dieser Hülle pochte ein lckutes und heißes Herz. Dieses Herz machte den harten Marsch der eisernen Tage mit, hörte das dumpfe Grollen ber Geschütze, erlebte den roten Rausch der vielen Siege. Es war wie ein feierliches Schreiten durch einen nie endenden großen Traum. Und doch, war es ein Bild, das viele Leute, die zufällig gut gewachsen waren, zu entern Mutigen Witz hinriß, wenn der kleine TrtnUt selbstvergesset! vor einem Bericht der Heeresleitung! stand und diesen mit heißen Augen las. Mißte mau, daß ein solcher Witz den kleinen Temut vielleicht schwerer traf, ochs ettva da draußen im Felds eine Granate einen tap-ereu Soldaten? Ter kleine Tentut war nicht tapfer. Er duckte sich, wenn ein solcher Witz angestogen kam, lächelt« schwach, antwortete nicht und schlich davon. Denn sein Kampf war aussichtslos. Tie Uebermacht, gegen die er ihn hätte führen müssen, hätte ihn erdrückt. Und so rettete er sich in seine Träume. . - - * Der Granatsplitter. Ter Sohn hat den Seinen regelmäßig ans dem Felde geschrieben, richtige Soldatenbriefe, bald sehnsüchtig, bald heiter, oft voll Ungeduld, Manchmal voll erhabener Bangigkeit und wie in Erwartung von etwas' Dunklem Großem . . . Aber mit einem Male blieben die Nachrichten von ihm aus. Zuerst Tage, daun Wochen. Bis die in Angst .Harrenden endlich die Ankunft eines kleinen Paketes überraschte, welches neben einem Brief ein kaltes und schmutziges Stück Eisen enthielt. In dem Brief hieß es: „Ich liege im Lazarett. Beifolgenden! Grattatsplitter hat der Arzt aus meinem rechten Oberschenkel entfernt. Nun geht es mir schon besser." Ter Grattatsplitter wanderte aus einer Hand in die andere. Er war recht schwer, sah unförmig und plump aus, gar nicht! wie ein „Splitter", und machte überhaupt den Eindruck von etwas Rohem und Kalt-Grausamem. „T-ieses ist der Feind," sagte der Vater, indem er das Eisen mit recht befangener Miene in den Händen wog, „der, welcher Uns ans Leben will." Tie Mutter bestel ein leises Zittern. Sie war nicht mehr imstande, das Eisen anzugreifen. Tie Braut d-O verwundeten Soldaten schüttelte den Kopf. Sie Nahm das Eisen in ihre Hände Und besah es und legte es auf den Tisch zurück. „Das ist nicht der Feind," sagte sie. „Ter Feind ist nicht so bös wie dieses Eisen. In den! Feinde sind Leben, Seele, Leiden- schaft. Es ist Haß, aber auch Liebe in ihm. Aber dieses Ensen ist tot. Und es kann Unedernm nur töten. Keine Barm herz igkeik ist in ihm." Ter Granatsplitter blieb von all den Reden völlig unberührt Und lag trotzig, schvwr und roh auf den' Tisch Mit keiner Wimper zuckte er, nicht um den tausendsten Bnichteil eines Millimeter rückte er von der Stelle. „Ihr könnt mir —!" dachte er. Solches Verhalten mißfiel dem jüngeren Bruder des verwundeten Soldaten, einen! neunjährigen Knaben. Er packte den Granatsplitter, niarf ihn ohne viel Federlesens in einen Winkel und sagte veräckttlich: „So'n dreckiges Stück Eisetr!" vermischtes. ' Der gegenwärtige Z u st a n d der Bagdadbabn. Die ungeheuer ausgedehnte Strecke der Bagdadbahn, die dank den Siegen der Deutschen und ihrer verbündeten Truppen heute ganz durch unter Herrschaft der Zentral,nächte und der Türkei stehendes Gebiet verläuft, befindet sich gegenwärtig in einen, Zustand des Ausbaues, den, zur endgültigen Vollendung nur noch die technisch« Fertigstellung einer Linie in Länge von 633 Kilometer fehlt. Da diese Strecke, die zu den, Stück von Haidar-Pascha (Konstaminoml) bis Bagdad gehört, erst „ach de»n Kriege fertiggestellt werden loch nt, wie im .Pro,„elhens" davgelegt wird, die Arbeit an diese,u 3ceisenun!ernehmen, das m jekitt Art ohne Bekspiei Gesicht. zu einem vorläufigen Abfchlrlß gelangt. Die letzte der während deA Krieges und selbst zu Beginn deS Jahres 1916 noch im Bau befindlichen Teilstrecken, nämlich die Strecke Jslahie-Mamure, wurde bereits Anfang Februar dieses Jahres dem Verkehr übergeben. Da von der gefaulten Länge der Linie Haidar-Pascha bis Bagdad, die 2435 Km. nutzt, nunmehr 1802 Km. in Betrieb stehen, ist der gesamte Bau bis auf das genannte, nach dem Kriege zu vollendende Fehlstück von 633 Km. Länge endgültig durchgeführt Der Grund für das Ausschieben der restlichen, verhältnismäßig kleinen Arbeit besteht in den gegenwärtig naturgemäß gesteigerten Schwierigkeiten in der Beschaffung des erforderlichen Materials, auch ist die Ueber- windung des Geländes mit mancherlei Hindernissen verknüpft, die vor altern in der Durchquerung einer ganzen Anzahl beträchtlicher Bodenerhebungen bestehen. Das Fehlstück verteilt sich auf zwei Linien, nämlich auf die Linie Haidar-Pascha—Aleppo, von der iiocf) die 42 Km. durchmessende Strecke von Dorak nach Karabuna zu bauen ist, sowie auf die Linie Aleppo—Bagdad, von der »roch daS Teilstück Ras-el-tin nach Samara technisch fertiggestellt werden nnrß. Aber auch diese geringen Fehlstücke bieten heute dem Ver- kehr im ganzen keine ernsthaften Schwierigkeiten, da sie vorläufig durch außerordentlich gut angelegte und gesicherte Straßen ersetzt werden. * Eine niederländische K o r n nui cf) e r | a q e. In verschiedenen alten niederländischen Schriften wird eine Sage erzählt , die jetzt nicht ohne zeitgemäßen Beigeschmack ist: In Gorinchem lebte um das Jahr 1316 ein Mann namens GeroncuS, ein sehr reicher Kornhändler, der, da eine Hungersnot in Holland ausbrach, seine Speicher, die voll mit Feldsrüchten aller Art lagen, verschloß, denn er wollte warten, bis die Teuerung aufs höchste gestiegeu, um alsdann seine Waren zu recht hohen Preisen ab- setzen zu können. Arme, die au seine Tür klopften, um ein Stückchen Brot zu erhalten, schrie er an und jagte sie fort. In derselben Stadt aber lebte auch eine gottessürchtige Witwe Elisabeth Henriks, die ungernein milde gegen Arme war und stets mit fröhlichem Herzen das Korn von ihrem Söller gab, ohne zu bedenken, was eines Tages aus ihr selbst werden sollte. Als sie nun einst mit ihrem Gesinde bei der Mahlzeit saß, kam ein armes Weib mit vieleir Kindern und bat um Brot. Die Witwe nahm voller Mitleid die Armen auf, sättigte sie und befahl dem Dienstmädchen, vom Speicher einen Scheffel Korn zu holen für diese Armen. Das Mädchen aber murrte, es „feien nur uoch drei Scheffel Korn da; wenn die verzehrt seien, was sollte dann werden." Doch die Witwe sagte: „Gehe im Namen des Herrn und tue, mie ich dir geheißen l" Das Mädchen ging und schimpfte auf der Stiege noch über die armen Leute, -bie die Gutmütigkeit der Witwe ausbeuteten. Als sie aber an den Speicher kan, und die Tür öffnen wollte, vermochte sie dies nicht, bis sie erkannte, woran dies lag : der Speicher war ganz voll mit Korn. Als sie ein Spättchen von der Tür endlich aufhatte, strömte ihr das Korn entgegen. Laut schreiend vor Freirde lief sie zur Herrin, und die ganze Bewohnerschaft des Ortes strömte zusammen, um das Wunder, das Gott an seiner auserkorenen Freundin getan, zu schauen. Und die sronnne Wohltäterin teilte mit vollen Händen von ihrem Reichtum auS, so daß plötzlich alle Not ein Ende hatte und der reiche Geroneus mit seinen gefüllten Speichern nichts allzufangen wußte, da er gar keinen Absatz fand. Als er aber endlich nun seine Speicher öffnete, um das Korn billig loszuschlagen, vernrochte er selbst das nicht: es war dumpfig geworden in den ängstlich verschloffenen Speichern und gab einen so üblen Geruch von sich, daß weder Menschen noch Tiere davon genießen mochten. 'Das katzenfreundliche London. Wer sich bisher versucht fühlte, den Bürgern Albions Herz itnir Gemüt abzusprechen, wird durch die Kunde, die gegenwärtig durch die englische Presse über die Katzenfreundlichkeit in London verbreitet wird, eines Besseren belehrt. Wie der .Daily Ehronicle" berichtet, . zeichnet sich die letzte in England abgehaltene Versaminlung der Gesellschaft zur Verhütung von Grausamkeiten gegen Tiere durch die flaminende Rede des Parlamentsmitgliedes G. Greenwood aiis, der sich zinn Verfechter für das Geschlecht der Katzen aufwarf. Da Herr Greenwood darüber trostlos ist, daß inan ost in England Katzen findet, die sich in einem jämrnerlichen Zustand befinden oder gar mit dem Hungertode ringen, schlägt er nichts Geringeres als einen Parlameiitsbeschluß vor, dahingehend, daß alle Katzen in London und in größeren Städten Großbritanniens durch gesetzliche Verfügung mit eineni Halsband versehe,! werden sollen, auf dein der Name und die genaue Adresse des Besitzers verzeichnet sind. Aus diese Weise sollten die Besitzer von Katzen, die die Tiere verkommen laffen, zur Rechenschaft gezogen werden können, während dem Dasein einer Unzahl herrenloser Katzen und Kater ein Elide b-reitet werden soll. So rührend und von Herzen kommend dieser Vorschlag des englischen Parlamentsmitgliedes erscheint, so hat er doch nach echt englischem Prinzip einen durchaus praktischen Hintergrund, der auch einen argen Mißftand im öffentlichen Gesundheitswesen Englands verbirgt. Schon öfter drangen während der testen Kriegsmonate beunruhigende Nachrichten in o\c Oeffentlichkeit, die besagten, daß unter den Katzen Englands infolge Berwahrlofimst verschiedene ansteckende Krankheiten grassieren, die de,anders die ärmere Bevölkerung und vor allen, die Kinder bedrohen. Ta trotz der verschiedensten Maßnahmen — darunter Schristleitung: Aug. Goetz. - Rotationsdruck iiub Vertan der Brr auch dem wahllosen und wenig tierfreundlichen Zusammenschiiß-N der Katzen - diese Mißstäude nicht beseitigt werden konnten und der immer zunehmende Aerztemangel in England die Lage noch kritischer gestaltet, erklärt sich die Tierfreundltchkett deS englischen Paria,nentarierS auf weniger ideale und für das englische Sanitätswesen nicht gerade schmeichelhafte Weise. ' Der Munitionsverbrauch im gegenwärtigen Kriege. In einer Ansprache gelegentlich der Ausstellung von Gegenständen der Kriegsmetallsammlung in Wien bemerkte der österreichische Kriegsminister Feldzeugmeister Krobatin, nach einem Berichte des „Prometheus", es sei unmöglich, die Masse der verfeuerten Munition festzustellen. Von dem österreichisch-ungarischen Heere seien in siebzehn Monaten harten Ringens rund 15 Milliarden Infanterie-Patronen und 12 Millionen Schliffe aus Geschützen der verschiedenen Kaliber verfeuert worden. Der Verbrauch an Infanterie-Patronen ist 500mal so groß, wie der der deutschen Infanterie im Kriege 1870/71, während die aus Geschützen abgegebene Schußzahl nur 14mal so groß ist wie die von der deiitschen Artillerie in jenem Kriege abgegebene. Es hat also, wie Streffleurs Militärblatt ausführt, die österreichisch-ungarische Infanterie ebenso viel täglich verfeuert wie die deutsche in dem ganzen Kriege 1370/71, näinlich 30 Milliorlsn. Das Geschoß der österreichischen Gewehre ist 10 Gramrn schwer; für die Herstellung der verfeuerten Patroiien sind 150 000 Tonnen Hartblei, also etwa 130 000 Tonnen Blei verbraucht; für die verfeuerten Schrapnells finb noch etwa 50 000 Tonnen zu veranschlagen. Der gesamte Verbrauch an Blei ist in einem Friedensjahre für Oesterreich - Ungarn auf etwa 170 000 Tonnen zu schätze«. vüchertlfch. — Neuerscheinungen ausHesseS Volksbücherei. Jede Nummer 20 Pfennig. Hesse & Decker Verlag, Leipzig. — Nr. 1062: Das graue Leid und andere Erzählungeil von Ilse Frapan. Nr. 1063: Und draußeil war Krieg, KriegSnovellen von Grete Maffö. Nr. 1064: Die Liebesgabe uno andere Erzählungen von Robert Heymann. Nr. 1065: Die Versorgungsansprüche der Kriegsteilnehmer und ihrer Angehörigen. Ein Merkbuch von Dr. Hans Berthold. Nr. 1066: Vüil der Saale zur Aisne. Kriegs- Tagebuchblätter von Alfred Wirth, Hallptiuanu d. L. Nr. 1067 : An der Aisue. Bilder aus dem Stellungskamps von Alfred Wirth. Nr. 1068: (sin Barbarenstückchen und andere Erzählungen aus dem Weltkrieg von Gustav Schröer. Nr. 1069: Das Nubiu- halsband llild andere Erzählliilgen voll Grete Masj'6. Nr. 1070: Heimat und andere Erzählungen voil Ilse Frapan. Nr. 1078: Nachdenkliche Geschichten von Alfred Friednlanil. Nr. 1079: Kasernen-Allotria. Lustige Soldateilgeschtchtell von Joh. Terch. Nr. 1080: Graf Zeppelin, der Eroberer der Lust, von Haus E. Schlüter. — Die Bändchen eignen sich in ihrer handliche«! Ausgabe ganz besonders zum Verschicken iirs Feld. — Kriegsre ch t. Gemeinversläildliche DarstettlUlg der wichtigeren Kriegsgesetze und Kriegsverordulmgeu. Von Ober- laudesgerichtsrat A. Freymuth. Preis 1 Mark. Verlag Richard Oester, Berlin SW. 29 A, — Das literarische E ch o. Halbmonntsschrist für Lite- ratuifreunöe._ Verlag: Egon Fleischet & Co., Berlin W. 9. Das 1. Machest lst soeben mit folgendem Inhalt erschienen: A. vor, Gleichen-Rußwurm; Marie v. Ebner-Eschenbach; Anselma Heine: Zwei neue Bücher von Theodor Däubler; Her,na,ln Wunderlich: Friedrich Dusels Verdeutschungen; S. Rudniansly: Aus un- bekannten Briefen Turgenjews; Julius Bab: Die Kriegslyrik von heute V; Artur Brausewetter: Die Rätsel der Unsterblichkeit. — Echo der Bühnen. - Echo der Zeitlmgen. — Echo der Zeitschriften. — Echo des Auslandes. — Kurze Anzeigell. SübenratfeL ar, bei, da, ei, el, en, es, eben, gri, laub, me, ne, ni, ni, ra, in, to. Aus vorstehenden Silben und Buchstaben sollen sechs Wörter gebildet und derart untereinander gesetzt werden, daß die Anfangsbuchstaben von oben nach unten und die Endbuchstaben von unten nach oben gelesen den Namen eines Polarsorschers und das Fahrzeua desselben bezeichnen. Es bedeuten aber die einzelnen Wörter folgendes: 1. Hochland in Vorderasien. 2. Einwohner der Philippinen. 3. Männlichen Vornamen. 4. Ausländische Münze. 5. Schnstgelehrten des alten Testanlents. 6. Teil eines Baunles. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Gleichktangrätsels in voriger Nummert Strauß. 'schon Universitäts-Buch- und Steiudruckerei, R. Lange, Gießen»