Die arme Prinzessin. Btoman uoit Fedor von Zobeltitz. (Nachdruck verboten.'» (Fortsetzung.) Sie standen lurter der Esche; schräg fiel das Rotlicht der scheidenden Sonne durch das knorrige Astgehänge, rmd obeit zwitscherten die Vögel. Der frohe Lärm der Gäste schallte gedänp't uub wie abgerissen y rüber, ein leiser Wind be- v-egte die Ztveige. Sie'standen oicht am Stamm mtd hatten die Hände ineitianver verschränkt. „Gott, Grete, es wird mir so schwer," sagte Annemarie, mühsam igegen die Tränen kämpfend, „es wird mir so schwer, mir ist immer, als wäre es ein Abschi ed für ewig. Mir ist so, ich weist nicht, wie mir ist. Es ist ein großer und feierlicher Dag: erst die Einsegnung und dann die Hochzeit, und morgen geht es hinaus in das feindliche Leben. Es ist ein unvergeßlicher Dag. Ich wollte, dn könntest mit in das eklige Stift." „Das geht doch nicht, »veil ich nicht adlig bin. Ach, das ist ein elendes Leben! Meine süße Mie, nicht wahr, »vir vergessen uns nicht, — 'uns sind die Standesunterschiede Wurscht, nicht wahr?" „Ganz Wurscht, Grete, wir bleiben immer Freundinnen. Wenn ich nur einen Ring hätte, den ich dir als Andenken geben könnte, aber ickj habe keinen. Wenn ich nur wüßte, »ras ivir als Erinnerungszeichen miteinander anstnuschen könnten —" „Halt," rief Grete und kramte in ihrer Tasche; „ich weiß was. Vater hat mir zwei blanke Pfennige geschenkt, eben geprägt; von diesem Jahr, fnnk'elnagelneu, sie glitzern wie Gold. Den einen behalte ich, den andern schenke ich dir; mir lassen ein Lock durchschlagen und tragen ihn um den Hals." „Ja," sagte Annemarie und nahm das kleine Geldstück, „das soll uns ein Glückspsennig sein. Wenn mir ihn sehen oder fühlen seinen Druck, vann denken »vir aneinander. Mein Gott, ich habe gar keine Tasche in meinein Kleide, ich stecke ihn in den Strumpf; er kratzt, aber es schad't nichts. Wer schlägt mir denn nun ein Loch hinein? Vielleicht lasse ich lieber ein Henkelchen dran machen; ich werde in Berlin zu einem Goldarbeiter gehen, ich bekomme ja nun Taschengeld. Grete, zu Michaeli sehen wir uns wieder, und Weihnachten feiern ivir im alten Hause, ich habe es Madame versprochen. Ach, mie wird alles werden!" „Wirst bit mir schreiben?" „Aber ja. Alte acht. Tage, ausführlich, dn mtefj. Lebe wohl, Grete, es ist der letzte Kuß für lange —" „Wir wollen nicht weinen, Arme »nie —" „Nein, mir wollen nicht weinen, man guckt uns sowieso immer so frech ins Gesicht. Aber ich konnte schon heulen, heulen könnt' ich — Grete, adjö, sonst geht's doch »roch tos. Adjö, liebe, liebe Grete!" „Adjö, Mie, adjö, liebe, liebe Mie! . . ." Sie umschlangen und küßten sich Anneinarie schluckte an ihren Tränen, Grete war tapferer. Im Busch schlug der Hänfling, dunkler wurde das Rot der Sonne, und die erfieit Schatten fielen. Noch einmal umarmten sich die Mädelchen. „Wir wollen uns ewige Frenndsckaft schwören," flüsterte Annemarie. „Bei allem, was uns heilig ist," wisperte Grete zurück; „ewige Freundschaft! . ." „Ewige Frenndsckwft? . . ." Dann huschten sie davon. Einmal noch blieb die kleine Prinzessin stehen; der Glückspfennig im Strumpfe kratzte arg. Aber das machte sie glücklich. — Mit der Dämmerung begann die Illumination des Parks. Feuerwerk krachte in die Lust, bengalische Lichter erglänzten: Fürbringer marschierte mit seiner Schule an, alre Kinddr trugen Papierlaternen, man sang eine feierliche Weise. Dann kam der Kriegerverein und brachte einen Fackelzug: die Heiler aus den Gruben bei der Himmelsleiter folgten mit Magnesiumlichtern und schritten 'zu seiten des Zuges der Knechte und Arbeiter aus allen Bezirken der Herrschaft: sie trugen Sensen und Feldgerät und führten Ochsengespanne, die Wagen und die .Hörner der Zugtiere menen mit Tannen grün umwunden, die Lenke trugen ihr Festgewand; von Zeit zu Zeit riefen die Vogte und Meier im Vorüöersch reiten zur Terrasse herauf: „Wir grügeu die gnädige Herrschaft . . ." Es sah hübsch ans Don hier oben; das fürstliche Paar saß auf Samtsesseln unter einem Baldachin, rechts von Volke» stand Graf Ariern, links Betifuß.' wie ein Gefolge umgab die Hochzeitsgesellschaft die Neuvermählten. Unten flimmerten die Linien der Lichter; in den Baumwipfetn hingen gelbe Ballons wie große Goldorangen, die Bosketts und die Blumenrabatten umgaben Girlanden kleiner Flämmchen, in der Ferne verglühten die Leuchtfeuer; auf der Höhe des Gotzeubergs gleißte beständig ein weißes bengalisches Licht, tiesschwarz stand der Tannenkranz gegen die Helle. „Ein Teufelskerl, der Ariern," sagte ein königlicher Kammerherr halblaut zu seinem Nachbar; „hat er das nicht geschickt arrangiert?" — Der Nachbar war Fürst Nikolaus Bnra-eddin; er gähnt« und meinte: „Potemkinsche Dörfer . . Der Festzng war lang; Bolko begann unruhig zu werden. „Ariern, »vir müssen fort," sagte er, den Kopf zu dem neben ihm Stehenden hebend. „Nock elf Minuten, Durchlaucht: die Förster beschließen den Zug. Das Gepäck ist besorgt, ich habe das Anspannen beordert, die Salonwagen warten auf der Station. . . Eine Viertelstunde später donnerte eine Reibe von Equipagen durch das Dorf. Mit dem jungen Paare, das nach der Riviera abstchr, verließ auch eine Anrabl von Gästen das 230 Schloß. Andere blieben über Nacht. In der großen Halle spielte eine Zigeunerkapelle; da tanzte man-;, ^uf der Terrasse waren im linden Frühlingsabend die Soupernsche aus- geschlagen; die Windlichter brannten. — Der Burgmüller, seine Frau, Otto und Grete gingen zu Fuß nach Hause. Im Parke verlosch die ^llummatron. Glanz um Glanz verlosch, die Schatten wuchsen und spannen sich aus. Wie sonst huschle über die Wiese em Nebelgestreis, an dem Wehr rauschte^ die Wasser. Die Heimchen. Al^pien und es schrien die Frösche. Voin Schlosse her klangen noch die Geigen der Zigeuner; allerhand Töne gingen durch die Die weiße Weste des Burginüllers glänzte. „Bon sage ich," so erklärte Herr Gottlieb. „Nicht alles gelang; manche^ Gesicht mißfiel mir; unser Schwiegervater aus Amerika hat eine infame Visage; sah ich den neuen Kammerdiener, so kribbelte:: mir die Finger. Aber es war doch em würdiges Fest. Beyfuß schritt uncher, als habe er em Lmeal verschluckt. Ich glaube, ich habe zu viel getrunken, Kinder. Da war em Burgunder, wie hieß er? Ich weiß nicht, der hatte es in sich. Aber die Schwalbennester! Nein, Kmder, das war Jux. Es sah aus wie Lehmbrühe, und es schwamni etwas darin, habe es nicht gegessen. Grete, hebe den Rock auf, es fallt b^^Grete, hast du die Ueberschuhe an?" fragte Frau Tilde. Der Burgmüller schnellte den Kops hoch. „Was piepst du so, Mutter? Ist dir nicht recht? Tut dir das Herz wieder weh?" ,, _ . . „Ja," klagte Frau Tilde mit befremdender stimme, „mir ist so . . . die Digitalis hat auch iiichts genützt; ich werde wohl drauf geh'::. . - . * Seit Winterbegiun klagte die Burgmulwr:::; der Arzt befürchtete nahende Wassersucht imb hatte Vorbeugungsmittel verschrieben; drohende Gefahr sei nicht vorhanden, die Patientin sei rüstig, alles könne sich geben. Otto stützte die Mutter, Grete nahm ihren anderii Arm. „Mutter, weißt du," sagte der Burgmüller, „koch dir noch deinen Tee. Der tut dir immer gut." „Ich werde wohl drausgeh'n," sagte Frau Tilde ichwach. „Pfui, Mutting!" rief Grete, „versündige dch nicht!.. ." Otto fühlte, wie der Arm der Mutter plötzlich schwer wie ein Eisenbarren auf dem seinen lag. Als man an der Sägehalle vorüberschritt, stieg oben nur dem Götzen eine Raketeugarbe auf, durchzischte und,durch- flamnite die Liift und verrauschte wie ein Sternschnnppen- heer. Auch das weiße Licht erlosch; finster lag der Gotzen- berg in der Nacht. Schnauzerl heulte in seiner Hütte. Im Wohnzimmer hatte die Magd schon die Lampe angesteckt; ein gelber Schein fiel durch die Herzausschnitte der geschlossenen Fensterladen ins Freie. Mauske, der Vogt, saß unter der Linde, das Schlüsselbund vor sich auf dem Tische; er rauchte seine Pfeife und erwartete den Herrn. Da sah er, daß die Burgmüllerin hintenüber siel; Otto und der Alte singen sie auf, Grete schrie laut. „Tilde — Mutter — Herrgotts... was ist?.—" Reschke stierte ihr in das jach verbleichende Gesicht. Das Herz zog sich ihm zusammen; er spürte aus einmal, wie sehr verwachsen diese harte und zänkische Frau mit seinem Leben geworden:. Otto winkte ihm. „Tragen wir sie zu Bette, Vater! — Schicke zum Arzt! Ich sehe indessen zu, was ich an Medizi nen finde „Grete, her Karl soll zum Doktor! Anspannen lund fort!" „Der Karle ist drüben im Schlosse," jammerte Mauske; „alles ist weg — auf der Tenne ist Tanzsest — kein Mensch ist hier; kann ich nicht fahren?" „Daß Euch die Schockschwer...! Mauske, mit Euren: steifen Arm! Herrgott, soll mir die Frau denn sterben!" ,,Vater, ich fahre!" rief Grete. „Ich nehme die Füchse, hie geTj’n von alleine. Ich ziehe hohe Stiefeln an mrd deinen Ftauschrock. Mauske, anspannen helfen! In einer .Stunde bin ich zurück..." Aber vorher schon kam der Tod. Frau Tilde wachte nicht mtf)t aus. lieber die weiße Weste des Burgmüllers rannen die Tränen; Otto kniete erschüttert am Sterbebett. Draußen verdunkelte sich die Nacht, der Mond ging unter. Auch in: Schlosse taten die Hellen Fensteraugen sich ju, eins nach dem anoern, und das Geigenspiel verklang, ie Nacht schritt vor und der Frieden kam. % 0. Kapitel. Zwei Mädchenbriefe und ein fröhliches Weihnachtsfest in der alten Heimat. So schrieb Annemarie eines Tages an Grete: „Liebe Grete! „Seit meinem letzten Briefe ist längere Zeit verflossen; ich wollte immer schreiben, aber ich kam nicht dazu, \ay Tratte gräßliches Heimweh, und wenn ich ben Briefbogen vornahm und die Feder in die Tinte stippte, dann kamen auch schleunigst die Tränen. Nun geht's mir schon bester; Hede Berkuhn (das ist die nettste von allen) sag:, :ch fei dereUÄ männlicher geworden, ich müßte nur noch etwas wehr nur den Beinen ausschlagen, teils nach hinten, teils rechte und links, ein bissel Leichtsinn hülfe am besten über fMvedes Herzenswehweh fort. Hede Berkuhu ist eine große Range, und dann folgt in der Raugenorduuug (nicht etwa Raug- orduuug zu lesen) Elisabeth Waltrodeu und Zun Erdmnuu. „Liebe Grete, dies Elisabethstift ist vorerst einmal ein Institut zur Pflege der Langeweile. Es ist so eine Art von weiblicher Ritterakademie; bürgerliches Blut verirrt sich hierher nicht, die Vorsteherin ist eine Gräfin Langeuhuysen (holländischer Adel, aber keine flämische Fülle), und selbst die Lehrerinnen sind uieistens Von. Das schließt nicht au„, daß sie meist greulich sind; eine angenehme Ausnahme bildet eioentlich nur die Tanzlehrern:, eine Französin, jung, hubfch und drollig, Mademoiselle Meriguac. Was soll ich Dir sagen, einzige Grete, es ist ein Leben nach der Uhr, es :)t eine große Schablone, nach der wir erzogen werden, immer von: Standpunkte adliger Grundsätze aus, die mir langsam zun: Halse herauszuwachfeu beginnen. „Ich bin nicht die einzige Prinzessin in diesem aristokratischen Zirkel, aber die ärmste. Hub da ich aus iiichts andres stolz sein kann, so protze ich mit meiner Armut Es macht iuir Spaß, die hochnäsigen Pute:: durctz die Erzählung unsres Tageslaufs im lieben alten Hause daheim gehörig in Erstaunen zu setzen. Ich trage recht dick auf, mit Absicht; einmal schilderte ich, wie ich mir die Stieseln allein geputzt hätte, mit Wichse und Spucke, da ist die ganz seine Ernestine Berleberg („Prinzessin" Berleberg, versteht sich) beinahe tu Ohnmacht gefallen. Denke Dir, die Unverschämtheit: als ich von Dir sprach als meiner besten .Herzensfreundin, rumpst diese dunime Person die Nase (eine lauge Nase m:t Sommersprossen) und sagt: „O mein Gort, ein Baueenmädchen ist Ihre Freundin?" — Ich hätte ihr am liebsten gleich eine Watsche gehauen. Sie kriegt auch noch eine. ' „Ich bin froh, daß ich Kraft habe. Vorgestern abend hat inan mir einen Schabernack spielen wollen und eine Strippe an meine Bettdecke bebuuden, und wie ich mich nun hinlegte und eben beim Einschlafen war, ging es zupp- zupp und die Decke war herunter. Ich merkte aber, woher es kam: von links, da schläft Tiui Erdnlann. Da sprang ich auf, und nun ging die Kabbelei los. Erst Bombardement mit Kopfkissen, daiin sausten die Morgen schuhe, aber die Gemeinheit war, daß Hede Berkuhn anfing, mit Wasser zu spritzen, wir waren naß wie gebadete Katzen. Bei solchen Gelegenheiten ist's mit dem adligen Standpunkt natürlich vorbei, da regiert die rohe Faust; ich kann Dir sagen, bei mir regiert sie feste. Gefallen lasse ich mir nichts. „Gott, was hätte ich alles zu erzählen, aber ich bringe das meiste durcheinander, die Disposition fehlt mir, Du wirst's wohl nicht übeluehmeu. Es ist merkwürdig, wie mit der Erziehung zum Hochmut eiue gewisse Schlichtheit im Aeußeren Hand in.Hand geht. Unsre Haustoiletteu sind alle von demselben Stofs und nach den: gleichen Schnitt gearbeitet, und wahrhaftig, die Stiefeln haben keine Absätze. Aber das ist doch rein äußerlich, denn zum Beispiel Wäsche können wir tragen, was für welche wir wollen, auch seidene und mit Spitzen, da fragt keiner danach. Aufs Aeußere ist überhaupt alles gestellt, es ist eine lächerliche Wirtschaft. Es ist eine hier, die findet das auch und meint, ich hättei eine gesunde Anschauung: eiue Baronesse Tempel, aber ganz junger Adel, der Vater ist Bankier. Das ist ein uetteÄ frisches Mädel, so etwa wie Hede Berkuhn, bloß weniger ungezogen. „Gelernt wird nicht allzu heftig, hauptsächlich Fraw zösisch und Englisch. Im Italienischen lesen wir bte Pro- messi sposi“, einen klassischen Roman, bei dem mau Gähw- krämpse kriegen kann. Deutsche Literatur lehrt Fräulein von Hüniugeu, aber anders wie Belte::, es ist zum Wälzen. Weißt Du noch, wie schön Velten vorzutragen verstand, da 231 ging einem förmlich das Herz ans. Und nun Z-raaleur von Höningen, erbarm dich! Als Beweis für den Verfall des Volkslieds im sechzehnten Jahrhundert ließ sie uns das herzige Liedlein rezitieren: „2lch Elslein, liebes Elselein, . . Wie gern war'ich bei dir, So sind zwei tiefe Wasser K < Mo hl zwischen dir und mir . . .' < "" (Fortsetzung folgt.) Der Zirkusreiter. Ein Kriegserlebnis. Von allen Landwehrleuten meiner Kompagnie war Vemrrch Walldorf der seltsamste und der lustigste. Schon ff u f \ a von den breitschulterigen, hochgewachsenen -Hesfensohnen Gewalt g ab, die unter dichtet, blondem Haar mit blauen Augen treilherzig in die Welt sahen. Er war schmal, beinahe fchmachttg, hatte - Ufr schwarze Haare, flackernde Augen und einen ganz atMalligen, w- dernden Gang, der ungemein läckwrlich wirkte. Und auch alle,, was er tat und sagte, hatte etwas Komckches, so dav er «ont e« Augenblick an der Spaßmacher der Kompagnie war und zugkich auch der beste Sck-ütze. Ta er nicht befonders gut LU Fuß war, sollte er zunächst in der Garnison bleiben, aber er bat so dringend, gleich mit hinaus zu dürfen, daß er als Radfahrer mitgenommen wurde. Hier bewährte er sich glänzend, und lveim er einmal gerade keinen besonderen Auftrag hatte dann strampelte er neben der Kompagnie her, erzählte Witze, Anekdoten und Schnurren machte auch einmal ein Kunststück auf dem Rad, und brachte selbst dann noch die Leute zum Lachen, wenn sie un glühendsten^Sonmnbra d vierzig und mehr Kilometer hinter sich hatten. ~-a er lahrelang den Osten Frankreichs und Belgiens mit einem 2sskus bereis l atte, in dem er als »Spaßmacher, Kunstreiter, König aller Schutzen nsw. cm gestellt geivesen lvar, so kannte er die Gegend sehr genau und auch fast überall ein paar Leute, bte ihn als le bet mm freundschaftlich begrüßten. Durch diese Bekanntschaften war es lhmmög- lich, mancherlei Aufträge, die für andere sckpvierig und gesal)rlich geivesen wären, spielend zu erledigen, zumal er sich schon in der elften Schlacht ein Roß erbeutet hatte, auf dem er siegevgewrß bis zur Marne zog. Ms der Stellungskrieg begann, warf Belann, wie er bald allgemein genannt wurde, einen Rückblick auf. die vergangener- Wochen, aber nicht von der Warte seines berühmten Namens-. Vetters Belamy, sondern ans der Berdrußecre oes Schützengrabens, aber bald hatte er seine gute Laune wieder gesunden und hals intt seinem Witz, der manchmal sogar an Humor grenzte, übermütig über manche schwere Stunde hinweg, tarn unaufhörlich „besnnt- ten" uns die Franzosen mit schweren Granaten. Glücklicherweise hatten sie eine Menge Blindgänger. , * Seit etwa vierzehn Tagen mochten wir nun Ruhe gehabt haben, denn rmsere Artillerie hatte sich vorzüglich eingeschossen imd brachte den „Karo", ivie unsere Soldaten die französisches Batterien mit ihrem viertönigen, bellenden Salvenfcner nannten, stets rasch zum Schweigen; nun aber trommelten sie seit zwer Tagen wieder wie toll ans unsere Stellung, ohne daß es uns gelungen sväre, die neue Stellung zu fassen. Wir erhielten deshalb den Auftrag, Patrouillen vorzuschicken und aufzuklären. Tas war feine leichte Aufgabe, und unter den zahlreichen Freiwilligen mußte deshalb scharfe Mnfterung gehalten werden, svenn das 'tollkühne Unternehmen, das hinter die französische ^nsanterie- stellnng führte, einigermaßen Aussicht ans Erfolg haben sollte. Walldorf, der Zirkusreiter, der inzwischen Gefreiter geworden war, hatte sich als Erster gemeldet: „Wozu gübs denn ein.Eisern Zrieuz, wenn ichs nit kriegen sollte!" sagte, er lachmd. Mit dem sinkenden Mend kletterten die Leute lautlos über die Grabenränder und verschwanden in der dunkelen Nacht, die voll war von dem Donner der Geschütze und dem Heulen der Granaten. t In aualvolter Ungeduld vergingen uns bie stunden: unendlich langsam. Als der Tag dämmerte, kam eine Patrouille mit blutigen Köpfen unverrichteter Dinge zurück, etwas später kam die zweite und bald darnach stellten sich auch zwei Leute von Walldorfs Patrouille ein, aber der Gefreite fehlte. Nach den Aussagen dcr Leute hatte er sie an einer Waldecke znrückgelassen und war allein weiter gegangen. Seiner Weisung gehorchend, hatten sie zehn Minuten gewartet und waren ihm dann gefolgt, aber trotz allen Suchens UllO UUIU SjtlUlUjLIC.l I Lt- luiut v n, uiw Rückweg abznschneiden drohten. Da hatten sie sich zurückgezogen. Das war eine üble Geschichte: die Patroilten vergebens und der tüchtigste Gefreite gefangen oder gar tot. Es blieb uns nichts anderes übrig, wir mußten neue Patrouillen vorschicken, wenn sie auch am lichten Tag noch weniger Aussicht auf Erfolg hatten, ob schon ein ziemlich dichter Nebel über dem Blachfeld lag. Vorsichtig schoben sich die neuen Patrouillen vor, um in weitem Bogen den Wald anzugehen, der die gefährlichen Batterien verbarg In tödlicher Spannung harrten wir und lauschten. Da, gegen Mittag, als die Sonne den Nebel fast niedcrgerungen hatte, schlugen am linken Flügel unseres Grabens frohe Rufe auf, die rasch näher kamen und immer lauter anschwolleu. Neugierig traten sie aus dem Unterstand heraus . . . und vor uns ilano m Ofsizierskäppi und Mantel mit lachendem Gesicht der vefreite Walldorf. . ■ „Batterie gefunden!" meldete er kurz und schlug klirrend die Hacken zusammen. „Außerdem scheinen wichtige Papiere m dieser ^ Er überreiebte dem Kompagniefiih.er eine Satteltasche, d e dieser in fliegender Hast musterte. „Sie sind ja ein Prachtkerlstieß er hervor und stürzte an den Fernsprecher, um die Meldung zu machen. Gleich darnach schickte er die Satteltasche ab. „ r .. .. 4 „Nun erzählen Sie, Walldorf! Wo haben sie geheckt, wo haben Sie die Satteltasche her?" Und Walldorf erzählte, Und erzählte nicht anders, als ob es sich um eine harmlose Schnurre handele. An der Waldecke hatte ich meine Kameraden zurückgelassen und pürschte mich vorsichtig an die Drahtverhaue he rau. Ich war vielleicht tausend Meter vorwärts gekommen, als ich m einiger Entfernung einen dunklen Fleck gewahrte und raneben etnera ' leuchtenden Schein. Langsam schiebe ich mich heran, und Nnr e einen toten Franzosen, der eine Radiumuhr an oem Handgelenc trägt So ein Ding hatte ich mir schon lange gewünscht und ich nahm sie deshalb vergnügt ab, um sie selbst anzuzrehen. L.a nun wieder ein Wa!dstück kam, ging ich aufrecht werter und freute mich an der schönen Uhr. Plötzlich — es lvac grad zehn Mmitten nach 8 _ weicht der Boden unter meinen Füßen und ich stürze ut eine Grube, wie ein nasser Sack. Rasch wollte ich wieder auf, aoer da waren schon ein paar Rothosen über mir her Mid rangen mich nieder „Ta l^ist du die Bescherung!" dachte ich und streckte alle Biere von mir. aber als ich merkte, daß sie mir Nicht ans Leben wollten, sagte ich ihnen in tadellosem Französisch: Guteii Abend, und ließ mir einen Schluck Wein geben. Lachend willfahrten sie meinem Wunsch und brachten mich dann nach ihrem Graben, wo ich von einem Offizier ansgefragt wurde. Ich log das Blaue vom Himmel herunter, aber er schien sehr zufrieden, denn er schenkte nnr emj paar Zigaretten, ehe ich weiter abgeführt wurde.. Ich wurde nun nach einer Batteriestellung geführt, offenbar die, die wir auf- spüren sollten, denn sonst siel im ganzen Umkreis kein Kanonenschuß, und von einem Offizier verhört, der rauchend und schreibend in einem et>va 200 Meter vor der Batterie gelegenen Unter,tand saß. Nachdem er mich nach allem Möglichen gefragt hatte, nahm er mir meine Sachen ab, mein Messer, meinen Kompag, meinen Brustbeutel und sogar meine schöne Uhr, die ich kaum erst gesunden hatte. Ruhig, als ob sich das so gehörte, schob er alles rn seine Satteltasche, die neben ihm an einem Balken hing, legte eine Pistole neben sich und befahl mir dann, mich auf einem ^troh- bündel schlafen zu legen. Ich werde noch von einem anderen Offizier vernommen werden. Ta lag ich nun lvie rin Daniel in der Löwengrilbe und ärgerte mich über meine Dumniheit. Und ein klein wenig niehr Vorsicht und ich wäre noch ein freier Mann gewesen. Ich hätte mich tot ärgern können. .. -• Heber mir in der Satteltasche tickte die Uhr: ich horte ne ganz deutlich, wenn das Feuer der Geschütze einen Augenblick schwieg, und jedesmal, wenn ich das Ticken hörte, gabs mir einen Stich in. das Herz, daß ich die schöne Uhr emgebützt hatte, >zä) wollte mich aus andere Gedanken bringen, aber so oft ich es auch versuchte, immer wieder schlug mir das Ticken ans Ohr und ich mußte denken: Da oben, da hängt sie! Und immer wieder: Ta oben, da hängt sie. , . . c , , ... f u Ich überlegte, wie ich ,ie wieder bekommen könne, aber alle Mühe schien vergeblich; der Offizier verließ keinen Augenblick den Raum, verwandte nicht einmal den Rücken. Ich wollte an die Patrouille denken, an den mißglückte Auftrag. Zwar sitzt du jetzt ganz schön bei der Batterie, dachte ick. aber leider kannst du keine Meldung mehr machen Und dann wieder: Ta oben hängt sie! Da oben hängt sie! Wenn die da drüben wüßten, daß ich hier dicht bei der gesuchten Batterie säße. . . Aber wieder: Da oben hängt sie . Es war fast wie eine sche Idee: Ta oben hängt sie. . Ich kam gar nicht mehr davon los. O. ich hätte den Kerl, der ne nnr abgenommen hatte, umbringen können. . Da durchfuhr mich blitzschnell der Gedanke: „Ei, es nt ,(t Krieg! Das ist ja ein Feind." Und eh' ich noch auögcdacht bitte, war er mir in die Hand gefahren, und ich batte den Ossiziee mit einem Lattenstück zu Boden geschlagen. Ich ra,ch feinen Mannt um, sein Käppi aus, die Satteltasche in die Hand und zum Unterstand hinaus. Der Nebel kam mir zu statten . . . ich kam ungesehen bis an die Schützengräben. Hinter einem Busch kauerte ich mich nieder, durchsuchte die Satteltasche. nahm lächelnd die schöne Uhr heraus, zog sie wieder an, nahm dann meine anderen Sachen an mich und wartete dann ruhig. Als das Essen ausgegeben wurde und alle nach der Feldküche strömten, ging ich keck vorwärts, fragte einen „Pioupiou", ob vorn noch vorgeschobene Posten säßen, und ging, als er verneinte, ruhig weiter, ohne daß er «erdacht 232 Kannte. Als icki in eine Mulde kam, zog ich rasch tvieder meinen 5xlmbczng aui den Kops und lief, hast du, was kannst du. aus die deutschen Gräben zu. So iam ich her, und nun bin ich da und bleib ich da. denn meine Uhr Hab ich ja wieder und die Batterie dazu. Beehr kann man an einem Tag nicht verlangen." Ein paar Tage später, die französische Batterie war schon weg- geblasen, wurde Malldors mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Er hieß von diesem Tage an aber nicht mehr bel ami, sondern „Ta-obeu-hängt-sie" . . . und bald nur noch Hängt-sie. Inzwischen hat Hängt-sie auch die Hessische Tapferkeitsmedaille erhallen, durch einen ähnlichen Streich. Wie das zugegangen ist, werde ick, ein andermal erzählen. Ocririiscbtes. * D i e französische Zensur als ^cv bereits traditionell gewordene und durch O ste r g e s ch e n k' den gegenwärtigen Krieg nur verstärkte Zorn aller Kreise der französischen Beoölke rung gegen die französische Zensur faab selbst tvähretld der Ostertage keine Ruhe. Die Pariser Zeitungen ltesten es sich nicht nehmen, iir ihren mehr oder weniger voetischcn Osterbetrachlungen höchst nnvoetischeAngripe auf die Zensur einztlstechlen, und selbst die verschiedenartigen Ostergeschenkartikel in den Läden ans beu Bottleva rds blieben von spöttischen Andenlnngen, deren Opfer die Zensur ist, nicht frei. Eia regelrechtes Osterzcnslirgeschenk aber stellte, wie das »Journal des DäbatS" ooll kaum verhehlter Schadenfreude belichtet, eme Pariser Schokoladensirma ans. Es bestand ans rarem mit Süsti ffecken 511 füllenden Karton, der die Form eines storentinischen Brunnens hatte. Auf dem Brunnenrcknde sah eine alte, fftrchlbar häßliche und voll Hinterlist wütend drein blickende Iran, die natürlich niemand anders als die Zensur versinnbildlichte. Sie hielt in der einen Hand einen Korb, aus dein die Zettnngsnachrichten in Form kleiner Ostereirten entflatterten; in der anderen Hand aber schwang sic eine mächtige Schere, mit der sie einem ,einzigen Enlleiir, das die Aufschrift »Die Wahrheit* irrig, derr Hals durcdschnitt. Weint die französische Zerrsur, ihrer bisher geübten Gewohnheit getreu, dein Temperament ihres Rache' gestihls die Zügel schienen läßt, so rvird der Schokoladettiabrikant, der als so kühner Streiter für die Wahrheit auftrat, bald auch die Schaufenster seines Geschäftes jedesmal den Zensurbeamten vor- »vetfen rnüssen, bevor er sie enthüllen darf. 'Die mechanischen Dienstboten - ein englischer Traum. Der Mangel nn dienstbaren Geistern in England, der in ummterbrochener Zitnahme nunmehr bereits alles Dagewesene überschritten hat, veranlasst die Briten, und nam.ent- lich die Hausfrauen, zu sehnsüchtigen Betrachtungen über eine neue Methode, die diesem unhaltbaren Zustand abznhelfen vermöchte. Auch die Fratten, die früher dank i ner finanziellen Stellttng über die alltäglichen Sorgen des Haushaltes erhaben waren, merken henke von dem Alp dieses Gespenstes bedruckt. Run sucht die »Daily Mail* die hoffnungslose Trauer der männlichen unb weiblichen Gemüter zu erhellen, indem sie ans den sog. mechanischen Haushalt, wie er in Amerika üblich ist, hinweist und ihn zur Nachahmung empfiehlt. Ztt diesem Zwecke wird das» Bild eines modernen Haushaltes ans der anderen Seite des Ozeans entworfen. Nlles wird hier mtf mechanischetn Wege getan, die Arbeit des Koche,»s und Reinigens besorgt die Elektrizität. Der elektrische Strom bereitet die Speisen, hält die Milch der Kinder wann, heizt die Stuben und reinigt das Hans vom Boden bis zum Keller. Schon das Frühstück am Morgen wird ohne Bemühung einer Köchm durch einen elektrischen Heizapparat zubercitet. Ein eigener Eierkocher steht auf dem Tisch, zu dem eine Anzahl elektrischer LeltungSdrahte führt. Mittag- imö Abendbrot werden auf b-e gleiche Weise hergerichtet. Ebenso gibt cs elektrische 'Apparate, die das Teppichreinigcn und Staubwischen auf das gründlichste besorgen. „Auf diese Weise,' ruft die phantasiereiche »Daily Mail' voll Begeisterung atis, „vermag inan Mühe, Sorge und auch Geld zn spare:,. Was aber „drüben" möglich ist, must auch in England dlirchführbar sein. Darmn tue jeder schleunigst das Seine, um den Haushalt mechanisch einznrichten. Auf diese Weise ist das Problem des kiilischen Dienstbotenmangels am bester, und bequemsten aus der Welt geschafft. . . So schön und verlockend die,er mechanisch-wirtschaftliche Traun, den Ohren der bekümmerken engltjchcn Hausfrauen auch klingen inag, so nnansiiihrbar erscheint er gerade unter den gegemvärtlg in England obwaltenden Umstanden. Dein, erstens haben die englischen Arbeiter mit der Herstellung der notdürftigsten Munition und dringendst gebrauchten Waffe 1 übergenug z,t tun, um sich nicht noch mit der Erzeugung von mehr oder weniger koinplizierten Koch- und Reinigungs- apparalen zn beschäftigen; und zweiter,s wird niar, sich in England, wo ni':, aus sehr triftigen Gründen jedes kleinste Quäntcheis elett'ijchen Stromes zu sparen sucht, wohlweislich davor hüten, durch e neu so gesteigerten Stromverbrauch die ohnedies schon hohen Elektrizitätskosten noch zn vern,ehren. Darum lägt auch dieses so wohlgemeinte Traumbild des Londoner Blattes die Tienst- boleickrage ungelöst und die Engländerinnen in ihren häuslichen Sorgen nnqetröstet. vüchertisch. — Unser Seelenleben in, Kriege. Psychologisch« Betrachtungen eines Nervenarztes. Von Dr. ,„ed. Wilh. Stekei. Preis 2 Mk. Verlag von Otto Salle in Berlin \V. 57. — 91 e ii e B a h u e n zur Heilung nervöser Zustand e. Von Dr. n,ed. I. M a r c t n 0 ,v s k i. Preis 1 Mk. 50 Pfg. Verlag von Otto Salle ii, Berlin äV. 57. Gießener Hausfrauett-Berein. W 0 ch e n - K ü che u z e t t e l. Sonntag: Grünkernsuppe, Schmorbraten. mit Kartoffeln und Salat. _ ..Montag: Hafersuppe. Kartosftlbällcheu mit Obst eventuell Fle,,chresie. Dienstag: Sarwrampfersuppe, Spinatpudding mit tvsfeln. Mittwoch: Reissuppe mit Kartoffeln un- Quarknudeln.*) Kari Donnerstag: Rhabarbersnppe *» Fleischflösie, Kartoffeln. ), Schwarzwurzel mit Ire i tag: Mehlsuppe, geschmorter Seefisch mit Senftunke*). Samstag: Bohnensuppe, Sparäpftlspeise „ _ Kochamveisungc». qnnr] G “ VljV 1 b ? 1 n ' " bcr Form: Mott FixT’t 250 bis 600 Gramm sekbstbcrcttete oder gekaufte Nudeln in Tctcf't qesolzEm fer gar, aber ,a nicht zn weich, gießt das Wasser ab und labt die Nudeln abtwpfen. E-ne feuerfeste Auflar,ffvrni streicht man mit Butter ans, legt eine Schicht Nudeln hinein, darauf streicht """eine schickt Quarttä,e, wieder Nudeln, wieder Quark, «beit- aus Rudeln. Wenn man es haben tan», beträufelt man jcda Quark,chickrt mit etinaS Butter, Tie »berste Nndelschicht wird mit genebener Semmel bestreut, dann läßt man die Speise V» 6» lin , ' Im Ostn zu gelber Farbe backen unz^üreut beim An- richten etwas geriebenen Schweizerkäse darauf.^^ fl ,fl &ßr& e rf i| *De: Ein paar schöne Stiele junger Mürber werdA m «e».c Würfel geschnitten, die man mit un- gescihr _ Liter Waffer, etwas Zitronenschale und ein paar altbackenen SemmelAnrtten weich kochen läßt und dann durch ein Sreo rMt. Dte Suppe muß nach Bedarf gesüßt und noch einmal ausgekocht werden. , *) Geschmorter Seefisch mit Scnftunke: Ter sehr gut gereinigte, ausgenontmenc, gehäutete, entgrätete und in Stücke zerlegte, leicht gesalzene Seefisch jvird in wenig Wasser mit einer zersck'mttenen Zwiebel, einem halben Lorbeerblatt, etwas Geivürz ', nkrkvrnern weich gedämpft, dann in einer erwärmten -L-chüslel warm gelirlten, bis die Däiwpsbrüh.' durch ein Sieb gerührt, nnt gelblicher Mehlembrcnue und ein paar Löffeln Suff verfocht und nut etwas Zucker oder Zitronensaft gewürzt ist. Diese Tunke wnd über die Fstmststcke gefüllt, sie soll gut seimig sein, bannt sie aus den rNstystuckeu hasten bleibt und nicht gleich wieder davon herunterläuft Mau kann an paar einfache Scmmelklöße in ctneni Teck der Frschbriche gar kochen lassen und mit den Fisch- ltuckeu milchen. Das Gericht wird dadurch etwas ausgiebiger w Spar-Apfel speise: Man schält eine Anzahl guter Aepscl, schneidet ,,e in Sckxuben und feine Stückchen, wobei'man das Kernhaus entfernt und stellt sie, mit Zucker bestreut, und mit etwas Rum oder Weißwein besprengt, für eine Stunde beiseite, ^uzwitcheu hat man eine beliebige Anzahl altbackener Zwiebacke lau gestoßen und liut etwas feinen, Zimt und Zucker vermischt. Erue feuer.este Schüssel oder eine einfache, runde Auflausform von -oica; wird mit etwas Butter oder Kuttstbu.ter ausgestrichen, dann legt mrur eine Schicht Zwieback hinein, daraus eine Schicht Aevfel und einige Korinthen, lvieder Zloieback. nochmals Aepfel und obenauf Zwieback. Tie oberste Zwiebackschicht wird mit 1 bis 2 Lös- rel flüssig gemachter Butter (Kunstbutter, beträufelt, daun läßt man die Speise eine gute Stunde im Ofen backen Wenn es keine frische Aepfel mehr gibt, tauu man auch eiugeweichte Ringäpfel nehmen Die Speise wird itt der Form aufgetragen. Man kann natürlich keine glattat Stücke abstechen, sie bröckelt etwas, da alle Binden'ittel, Milch, Ei und Butter, fehlen. Greichkialig-Rätsei. Ein Federvieh, ein Heist' Gefecht, Ein finniges Geschenk für Tauten, Ein Tonfetzrneister — rate recht, Du nennst sie alt' mit einent Namen. (Auflösung in nächster Nummer.) Auflösung des Magischen Quadrats in voriger Nummer: B | L | B L Y | 0 ** B 0|R| N A N j N A h Echnstleitung: Aug. Goctz. - RoicttiouSdrucl und Berlag dir Brübi'schen Univ-r-sllätS-Buch. und Sremdruct«ri>, R. Lange, «legen.