Die arme Prinzessin. Sioman von Fedor von Zobellißl (Nachdruck verboten.^ (Fortsetzung.) Ariern konnte zufrieden fein. Es ging altes mic am Schnürchen. Der Trauung folgte die Gratulationskur in logenannten Galerie und dann das Diner in drei f vermählte Paar zwischen der Fa- u l.e Herrfurlh und gegenüber saßen die Brautjungfern -mit ^".pbrreu: Anneruarie mir dein Fürsten Kala, und zwei amerikanische ßadvs mit einem alten General und deni Re Botkos.- die Ladys hatten vorstehende ..>ah e und zu kurze Oberlippen: die Offiziere radebrechten ^^^rzwerseltes Englisch und verfluchten heimlich ihre Nur".. ^ltteu Saale speiste neben allerhand jirngem unter dem sich auch Belten befand, die FamilieReschke. Der Bi.rgmuller war gut gelaiint, ließ keine Schüssel vor- ubergeheil und trank voll jedwedenr Wein, den mau ihm reichte, nach dem vierten Gange rutschte seine weiße Weste hoher, ohne daß er sich Mühe gab, sie wieder in die gehörige Ordnung zu bringen: nach dem-fünften Gange begann er selner Tischdame, der Madame B.alfour, hagebüchene Schmei- chelnn, zu sagen. Um diese Zeit Hörle die Madami derlei gerne. Ihre Sängclöckchen waren in aiimiitS- volU> Bewegung nnd deuteten auf anhaltend schönes Wetter- ^rb^meckte der Crvmant rosöe. den die Diener unauf- hotüch in d,c Spitzglaser der Damen füllten, ohne das Aus- Sr 0 ^ 11 ?“ 1 Achiz wie bei Hofe. Dann und wann, l ickte s,e Grete freundlich zu, die ihr schräg gegenüber saß und einen blutiungen Ulanenleutnant als Nachbar hatte Sic amüsierte sich königlich; sie dachte nicht an die He?nihucker- £ tf? r L ' el ' genoß den Augenblick. Neiu, was machre ihr Nachbar für Witze! Was !var sur eru famoser Kerl! Was wuAe der alles zu er- ^ahlmi. Er lvar mit Auekdoten geladen, er hatte eine lose Bu.lge, seine charmante Bosheit verschonte niemand. Aber c-iiimal kam er doch in Verlegenheit. „Seheil Sie 'mal, gnä' Fräulein," wisperte er, die fmifte, dre sechste Dame von unten, was £?£* E den Hals? Erbarmen, ist das eine Sktaven- rerre, ist das eine nicht uiehr benutzbare Sardinenbüchse ist die-. Geboinmel nicht fidschiinsulanerhaft?. np.-r» fnflt £ ® rete und errötete, „das ist ein sehr altes die Dame ist meine jjtntfcei. . . Baff! Der Leutnant erschrak Mid stammelte und IN Grete erwachte plötzlich ein edler Trotz. „Sia tr iKÄ et ' wiederholte sie, „und da sitzt mein Vater. Er ist der Burgmüller. Die Burgmühle ist schon seit 1308 in uitferm Besitz" — die Zahl fiel ihr gerade ein — unb Sn regieren, so lange regieren wir oruven. Deshalb duze ich mich auch mit der Prinzeß Anne- • trüber Otto duzt sich mit dem Prinzen Die Gotterneggs und die Reschkes gehören sozusagen zusammen," schloß sie mit Aplomb. ' 4 ' 9 n . [ln ,f r sagte „Aha", wurde ein wenig verlegen. lnt?' ann J > [ r ueigte sich zu Grete herüber und äußerte^ „Cs lebe die Vurgmuhle! Auf das Wohl Fhrev Frau Mutter! ^eien Sie mir nicht böse. Ich sehe jetzt? das Geschmeide ist uralt, ich bin ein törichter Spottvogel, es ist sicher ein Erbstück von 1402 bis 4 . . ." Daiiu schwieg er. Man vernahui: iin großen Saale hielt ^'uand eme Rede, alte Herzog hatte auf das Braut- bcrnr geioaftet, gur-ft Jazrk sprach auf die Prinzessin Anue- 2}®*?*' noch einmal nahm auch Pastor Fresenius, der bei Beginn der Tafel das Gebet gesprochen, das Wort, um seine kleinen Konfirmandinnen zu feiern. Hurras und Hochs brausten durch die Räume: es war ein großes Rauschen Gra/ Arte^i| 1! | e / llf ^ !I , Gläserklingen. Unaufhörlich empfing hp/Ä?. Telegrannne. Er gönnte sich wenig vom Genuß ^ e ^V ec ^ ar bakd hier, bald dort, und immer sah man neben ihm, etn getreuer Schatten, die Gestalt des Herrn Schloßmteiidanten auftauchen: natürlich en grand tenu die Urform war nagelneil, die alte hatte zu lange im Schranke gehangen, sie paßte nicht mehr. Es tarnen Telegramme von C m r - €l ^>en Herrschaften, vorn Prinzen Karl Eduard, vom Prinzen Joachim und Ernst Joseph: aber die Freil^ war groß als auch ein Drahtglückwnnsch aus dem neuen Palars emtraf : Kaiserliche Majestät gratulierten dem „Leut- nant Bollo . Für den schneidigen .Herrenreiter mib sehr tucl;tigcu Fron tos fixier hatte der Kaiser, der im Ofsiziers- türp- der vierten Gardeulanen jeden einzelnen persönlich Saunte, viel übrig: den liederlichen Leutnant hatte er gelegentlich gehörig gerüffelt. Man erzählte, der hohe Herr habe bei der Nachricht von der Verlobung Bolkos zustimmend geäußert: „Sehr vernünftig, da rangiert er sich wieder- der giwßte Strick hat das größte Glück. . . ." John Francis Simpson Evgu. ließ das kaiserliche Telegramm unbemerkt in feme Taschen wandern: das wollte er mit über daö Wasser nehmen: das lvoltte er Bill Watson unter die Rase halten und auch dem laugen Egerton Thumb: das sollte sie ärgern bis )\c grün wurden, diese großschnäuzigen Old Fellows, die sich wunder was embildeten, tveil der eine einen italienischen ^olUb nnd der andere einen französischen Edetmanil mtfc zweiselhafteni „de zum Schlviegersohn hatte. John Francis schinnnzelte: er war rasiert, er sah miiider struppig aus als l 0TI »V b.r trug auch ein farbiges Bündchen im Knopfloch, und fragte ihn dieser und jener: „Wo haben der Herr Obers- gedient? so antwortete er kopfnickend: „Unter General ~ ee ~ yes - • • •" Auf Einzelheiten ließ er sich nicht ein. Es wurde rasch serviert. Lennox, der erste Kammer- oiener, ersetzte den noch fehteiiden Haushofmeister, und auch er machte seine Sache gut. Er kommandierte mit den Augen und winkte mit dem kleinen Finger: die Lakaien flogen. Aber er war nicht zufrieden mit beit Anordnungen des Hof- chesv. Durchlaucht hatteri zwar Wünsche laut rverdeu lassen. 226 doch man hätte ihnen respektvollsten -.orderstand entgegen- setz'en müssen. Es war unglaublich, daß sich qllerhaich Personal an eineni der Tische zusammenfand, i^ersonal, werg Gott: der Nentnreister, die Inspektoren, die Volontäre, die Oberförster. . . Gehörte sich das? Das war demokratisch, das war ein plebejischer Zug,«das war eineo Beyfuß würvig. Lennox fletschte die Zähne, wenn er VthsUtz sah; ^en Icann haßte er. Er haßte auch Artern; er trug viel Saß un Busen. Es war draußen noch ganz hell. lieber den Rasenflächen, den Vlun.ienparterrcs, dein jungen Wipselgrün lag leuchtender Sonnenschein. Man nahm den Kaffee cm, der Parr- terrafse. In das Bild kam Watteaustim'.nung. Man setzte sich auf die Sandsteinstufen der Freitreppe, ein paar kecke junge Herren streckten sich in das Gras, man griff schon wieder zum Reifenspiel, die lichten Röcke der Damen flatterten Bolko rief Jost heran, den er mit Velten im bunten Gewühl entdeckte; er zog ihn in die. Säulenhalle des Portikus. /.Lieber Junge," sagte er, „ich habe dir noch gar nicht so recht von Herzen gratulieren können, daß du glücklich durch das Examen gekommen bist. Und nicht bloß glücklich, auch glänzend. Leuchte der Gotterneggs, du eröffnest eine neue. Uera! Bis in die graue Vorzeit hinein hatten die Gotterneggs einen Horror vor jedweder Prüfung. Run ist der Bann gebrochen. Zieht es fest, willst du nach Göttingen?" „Es steht fest, Bolko, und Velten kommt nur." „Bravo; dann bin ich beruhigt. Sonst würde ich mich doch ein wenig sorgen, weißt du —" , Jost lachte. „Bolko, seit wann denkst du meiner so väterlich? Seit du 'Ehemann geworden bist? Du kannst wirklich beruhigt sein, du kannst es. Sieh, wie gesund ich bin. Es war kein Winter des Mißvergnügens, sondern der Abhärtung. Manchmal warf es mich hin, aber ich stand wieder aus; ich glaube, es ginge nicht weiter, Velten half mir auf die Beine; ich bin nacktfüßig im Schnee nlarschiert, ich stand ohne Mantel im Sturm, ich badete bei grimmiger Kälte. Gesegnet sei das Wasser, es lebe der Pfarrer Kneipp! Spüre meine Muskeln: wollen wir boxen?" „Es muß nicht gleich sein. Du hast dich sichtlich erholt, Jost, das ist zweifellos. Es hätte anders kommen können, aber ich beuge mich der Tatsache. Du siehst vortrefflich aus. Ich habe auch nichts gegen Göttingen; du wirst vernünftig sein und dein Telemach ist bei dir. Ich wollte dir etwas andres sagen. Es ist selbstverständlich, daß ich nunmehr, wo mir reichliche Mittel zu Gebote, stehen —" Eine rasche Handbewegung Josts unterbrach den Fürsten. „Pardon, Bolko — ick weiß, was du sagen willst. Es ist nicht nötig. Onkel Herrfurth hat aus einer alten Erbschasts- regulierung, ich glaube noch von der Mutter her, eine Art Leibrente für mich herausgeschlagen. Sie genügt mir vollständig, ich brauche nicht mehr —" Bolko fuhr ein wenig nervös auf, und seine Fingeü zupften an den blonden Schnurrbartspitzen. „Was heißt das — eine Art Leibrente? . . . Davon müßte ich doch auch wissen. . . . Aber — aber selbstverständlich, ich zwinge dir nichts auf; wenn du meiner bedarfst, schreibe mir — eine Zeile genügt —" „Sehr gütig, Bolko. . . Jost nickte ihm freundlich zu und zog sich rasch zurück; ihm lag daran, dies Gespräch abzubrechen. Er suchte Otto, den er schließlich hinter einem! Pfeiler entdeckte, im Begriff, sich eine Zigarre anzuftecken. „Mich roochert," sagte Otto; „aber die fürstlichen Havannas sind mir zu schwer; da tobake ich mir in aller Heimlichkeit ein eigenes Kraut an. O Jost, welche Herrlichkeitt Mir schwirrt mein armer Kops. Ich habe beim Diner Dinge gegessen, die mir noch nie vor Augen und Mund kamen; ich cheiste das Dessert von silbernen Tellern; die Diener flüsterten mir Weinmarken in das Ohr, daß ich mich innerlich vor Hochachtung verbeugte. Ich komme mir unendlich adlig vor." „Spotte nicht," antwortete Jost finster. „Mich ekelt das alles an. Ich weiß nicht, warum. Es kommt mir wie Blendwerk vor. Vielleicht, weil der Glanz nur Reflex ist, vielleicht auch, weil ich ihn nicht liebe und er mich unbehaglich stimrnt. Aeh — diese, diese Frau, die ich Schwägerin nennen soll —" „Jost, übertreibe nicht: sie ist eine prachtvolle Erscheinung V' „Sie ist die geborene Bühnenprinzessin, die Operettendiva, wie sie im Buche steht. Dch kann sie nicht leiden, sela. Äir haben drei Worte miteinander gesprochen, wir verstanden uns. Wir werden nicht warm werden. Lassen wir das! Ojto, mein Junge, übermorgen geht es nach Göttingen! Velten hat schon durch einen Freund ein Quartier besorgen lassen; zwei Schlafzimmer und ein gemeinsames Wohn- gemach. Otto, ich juble vor Freude. Keine Fürstenkrone, aber ein Stück goldener Freiheit. Sakri, da fällt mir ein: m habe deinem Vater bat alte Hausbuch noch nicht wicder- gegeben —" . ... /,Du sollst es behalten, solange du willst: es lex in guten Händen bei dir, läßt er dir sagen —" „Schön. Ich nehme es mit. Ich wittre Interessantes dahinter, ein Unikum, irgend ein verschollenes^Druckwerk. Hain führt es nicht an, ich finde es in keiner der Bivlio^ graphien. Aber die Untersuchung will Zeit haben. Wann reist du wieder zurück?" ^ „Morgen früh. Wir haben eine neue Sammlung topographischer Präparate bekommen, deren Einreihung eilt. Dann andere, pathologische, ganz wunderbare, Jost, die noch behandelt und gefirnißt werden müssen; das ist in e i ne Arbeit, und sie interessiert mich so, daß ich kaum die Zeit erwarten kann, wo ich wieder den Kittel überziehe. Aber man ruft dich. Heut bist du noch fürstliche Gnaden, übermorgen der Student. Leb' wohl, Jost, sollten wir uns nicht Wiedersehen. Und, lieber Kerl, die Heimat bleibt dir: ist's nicht das Schloß, so ist's die Burgmühle. Da finden wir uns immer wieder..." Sie drückten sich die Hände. Mister Lennox kam, schaute Otto über die Achsel an und meldete Jost Unterwürfig: Seine Durchlaucht der Herr Herzog wünschten Seine Durchlaucht zu sprechen. — " Ein paar hundert Schritt weiter sagten sich noch zwei Lebewohl. Annemarie war von einem ganzen Rudel jungen Offiziere, Diplomaten und Gutsbesitzer umschwärmt. Der Strom der Gesellschaft ilmflutete sie. Man brachte ihr einen Stuhl, ein Fußkissen, Kaffee, Liköre, Zigaretten. „Befehlen Prinzessin einen Curassao?" — „Wie viel Zuckerles, Durchlaucht? Eins, zwei, drei, vier?" — „Durchlaucht, diese Fußbank ist bequemer; eine Kyriazi, Durchlaucht, oder eine Laserme?" — „Durchlaucht, meine Schwester war auch im Elisabethstist; sie sagt, da wäre es ganz famos, aber Schuhe .e und glatten Scheitel, und wer Sonntags aus ohne gehen will, kriegt seinen Urlaubszettel..." ES schwirrte um' sie her. Sie sah lustige Augen, aufgewirbelte Schnurrbärte, Epaulettenmonde und farbige Magen; sie hörte das Durcheinander zahlreicher Stimmen und hörte eigentlich gar nichts. Sie war wie ein verschüchtertes Lämmchen in ihrem weißen Kleide und mit dem aschblonden Strudel über der Stirn. Was fragte man sie denn alles? Was sagte man denn alles? Die ganze Terrasse mit ihren Farbenflecken und ihrem schillernden Hin und Her schien sich plötzlich drehen und kreiseln zu wollen. Da siel ihr Auge auf Grete. Die drängte sich nngeniert zwischen den Gruppen hindurch, hatte die Hand erhoben und winkte ihr. Ohne weiteres sprang Annemarie auf uird gab der bequemen Fußbank einen kräftigen Stoß. „Untertänigst — das war mein Schienbein," sagte ein schlanker Rittmeister. „O — Pardon.. „Keine Ursache, Durchlaucht, es war dennoch ein schönes Empfinden..." „Wo wollen Durchlaucht hin?..." „Darf ich Durchlaucht begleiten?..." Aber sie war schon auf und davon. „Eine Feldrose," sagte der Rittmeister. „Sie wird sehr hübsch werden," meinte ein ariderer. „Roch zu viel bsautö äs äiabls und zu viel Waise von Lowood," urteilte ein Kanlmerherr und wiegte seine Glatze. „Ein süßer Fisch, diese neue Cousine," bemerkte Fürst Kola; „gibt es denn hier keinen Kognak?...." und er winkte einem der Diener. Grete und Annemarie flatterten die Treppe hinab. Man wich den jungen Damen respektvoll aus, ein paar Fragen tönten ihnen nach. Sie hörten nicht. „Komm," wisperte Grete, „in die Bosketts und dann rechtsab unter die große Esche..Ihre Füße stampften den Kies, die kleinen weißen Stiefelchen knirschten über den Sand. „Ach, Grete," stöhnte Annemarie, „ich bin tot! Wenn das die Gesellschaft ist, wenn das ebenso 'geht bei dev Prinzeß Irene — das halt' ich nicht aus. Die Leute reden a nicht, sie schwabbeln. Sie fangen Sätze an und beenden ie nicht, lind alle lächeln; wenn sie etwas ganz Ernsthaftes agen, sie lächeln." „Das ist der gute Ton," entgegnete Grete belehreich. „Ich habe mich sofort hineingefunden. Ich habe mich ans- 227 «gezeichnet amüsiert. MH hatte einen Leutnant als Tttschf- nachbar, einen Freihevrn auf "ih ober Witz, ö«as war ein frecher Dachs. Einmal, gab ich es ihm, gehörig, sage rch dir; er erstarrte; es satz. Aber es war ein unterhaltsamer Mensch, nur frech. Das scheinen sie vielfach ru sein. Annenne, meine Mie, ich fahre ja morgen schon; Otto bringt mich bis Neuhaus; morgen ist alles zu Ende, wann werden wrr uns Wiedersehen?..." (Fortsetzung folgt.) eingebaut, allein das half nur wenig. Die Pfade und Wege waren Schlamm und Lehm. Knüppelwege wurden angelegt, Wege ans dicken Baumstämmen und Balken. Ueber diese Wege muhte alles geschleppt werden, Nahrung, Munition, Trinkwasser, Post, Sprengladungen nnd Wurfminen. Tausende 'und abertausende schwerer Granaten mußten zu den Batterien, auf Kuppen und in Schluchten, geschafft werden. Tie Anstrengungen waren ungeheuer, eisern war der Dienst. Ein paar Waldbahnen wurden im Laufe der Zeit durch den Wald gebaut und erleichterten die Transporte.. Und der Wald poltert, rumort, trommelt und hallt. Tag und Nacht. _ _ Die Musik der Rrgomren. Aus dem weben im Verlag von Julius B a r d, Berlin, erscheinenden Buche von Bernhard Keller mann „Der Krieg, im Argounerwajld". Mit Geleitwort und Orieutierungs- tarte von S. K. H. dem Kronprinzen. Znm Besten der Hinterbliebenen der im Kriege Gefalleinen. Preis geb. I,o0 Mk. «Eine Armee, die angesichts solcher Schwierigkeiten nicht verzagt, die, mähr als das, noch vom lebeirdigen Millen, vorwärts zu dringen, durch glüht bleibt, hat Anspruch auf unsterblichen Ruhm in der ^ C] Me* Armee liegt im -Kampf, Tag unb Nacht, Wochen und Monate. Es gibt hier keinen Sonntag, keinen Feiertag. Donner kracht im Wald. Es sind Granaten, die cmichlageu. Es sind Geschütze, die feuern. Das Echo poltert in den Schluchten. Gewehrschüsse knallen. In der Ferne im MIald hustet der Widerhall. Das Maschinengewehr prasselt wie das fürchterliche Zähneklappern eines Waldutigeheners. Die Granaten ziehen heulend nnd ttageiw über die düsteren Höhen. Tag und Nacht lärmt es gespensterhast in den Waldkiippcn. Im Dickicht trommelt der Tod. Tie Artillerie liegt im Walde versteckt. Mit sechs, aast Pferden wurden die schweren Geschütze über die lehmigen Holzpsade geschleppt, hundert harte Fäuste griffen in die Speichen puh. wälzten die grauen Erzungeheuer in Stellung. Der Schwelst stürzte irt Bächen über das Gesicht des VLanncs. Feuern sie, so zerreistt ihr Krachen beit Berg, und die Granaten gurgeln und rauschen laut heulend über die Wälder. Antwortet dev Feind, so splittern und krachen Aeste und Bäume. Das ist die Musik der Argon ne n. Ohne Pause, ohne jedes Atemholen gehen die Kämpfe heiter. Es sind die fürchterlichsten, blutigsten, die die Geschichte aller Kriege kennt. Es ist der ecschöpfeitdste Kampf, der sich, erdenken läßt. Die offene Feldschlacht ist Rausch, Sieg und Tod in einen Tag gedrängt, in ein paar Tage. Der Mann gibt sein Letztes, sie äst vorüber. Triumph, Atemholen, neue Quartiere, neue Erlebnisse, neue Gegenden, neue Menschen. Der Grabenkcunpf dauert Monate, b^er Mann gibt sein Letztes, er ist nie zu Ende. Strapazen, Gefahren und Entbehrungen jeden Tag und jede Nacht. Kein weithin sichtbarer Erfolg, kein berauschendes Vorwärtsstürmen, keine neuen Quartiere, Gegenden, Menschen. Hier ist der Graben und davor liegen die Drahtverhaue und die Toten. Es ist immer das gleiche, gleich anstrengend, gleich ruhmvoll und der Tod in jeder Sekunde gleich nahe. Uebernieuschliche Anstrengungen stellt der .Grabenkantpf an Offizier und Manu. Züge und Kompagnien, Bataillone, Regimenter fressen sich langsam durch den Wald, Schritt für Schritt. Sappe um Sappe, Graben um Graben müssen int blutigen Kampf genommen werden. Der Feind macht wütende Gegenangriffe und wird wieder und wieder geworfen. Zwischen den Drähten liegen die Toten tu Häufen. Anfangs untren die Gräben nichts als Liese Rinnen im Waldboden. Sie wurden mehr und mehr ausgebaut. Je gewaltiger die nur mit dem flacheu Dach aus dem Boden ragten und bombensicher eingedeckt waren. Sie lagen versteckt im Gestrüpp, es waren unsichtbare Forts. Fort um Fort wurde ihm entrissen, aber fünfzig Meter dahinter hatte er seine neuen Festungen. Nur der zäheste Wille wurde hier nicht nuttlos! Man erwog den Gedanken, den Wald in Brand zu stecken und, günstigen Wind vorausgesetzt, den Feind mit Feuer und Rauch zu verjagen. Aber das nasse Holz brannte nicht und die Windströmäugen im zerklüfteten Waldgebirge waren zu launisch und unberechenbar. Also blieb cs beim Grabenkampf. Die Gräben sind zerweicht.' Vom Fust bis zum Kops ist der Mann mit Lehm beschmiert. Es regnet, tagelang, und das Wasser steht, vis an die. Knie in den Gräben. M-an bringt Roste aus Knüppelholz au, aber das hilft nur wenig. Schlamm und Lehm ist die Behausung des Mannes, und selbst in den Unterständen dringt die Feuchtigkeit bis auf die Haut. Durchnäßt steht der Mann am Gewehr, am Ausguck. Cingewickell in den lehmigen Mantel schläft er in der nassen Erdnische, die schmutzigen Stiefel an den Füßen. Das Laub wurde welk und braun und begann zu fallen. Man versprach sich eine bessere Sicht, aber Dickicht und Dornen bliebest üahezu gleich undurchdringlich. Nun kam der Winter. Die Bäume brausten im Sturm. Es schneite. Aber der Schnee blieb nur wenige Tage liegen. Dann regnete es wieder. Und es regnete wochenlang ohne Pause. Die Gräben schwammen. Bis an die Hüfte stand der Mann zuweilen in Wasser und Schmutz. Pumpen wurden von krietzstechrnschrn Memigieiten plaudert Tr. Georg Stumm in Nummer 28 der beliebten Zeitschritt UeberLandundMeer (Deutsche Verlags Anstalt, Stuttgart,-. Wir entnehmen dem lehrreichen Aufsatz folgendes: Von der Reichhaltigkeit der unmittelbar hinter der vorderen Linie im Laufe des Stellungskrieges entstandenen Pionierlager macht sich der Laie kamst einen richtigen Begriff. Ausbläser feindlicher Geschosse müssen häufig dazu dienen, die Pfähle für die Drahthindernisse in den Boden zu rammen. Ehe besonders geeignete Zangen und ltarkc lederne Handschuhe zum Verlegen des Stacheldrahtes angeliefcrt tverden konnten, waren Verletzungen der Hände an der Tagesordnung. Nachdem aber die Leute gelernt hatten, das stachelige Material, anstatt es mit bloßen Händen anzufassen, zwischen zwei, Hölzchen zu klemmen und in dieser Weise zu verlegen, kamen selbst in dunkler Nacht keine Verletzungen mehr vor. Viele zum Teil recht drollig« Einfälle sind bei der Anlage von Alarmvorrichtungen, die den her- anschleichenden Feind beizeiten ankündigen sollen, zur Anwendung, gekommen. Wo keine Miltenglöckchen aufzutreiben sind, werden lerre Konservenbüch-sen durchbohrt, mit ein paar Steinen gefüllt und in gewissen Abständen, auf Draht aufgereiht. Diese Drähte werden vor dem Drahthindernis in mehreren Reihen hintereinander kreuz und quer als Stolperdrähte auf kleinen Mücken nahe, am Boden verlegt. Die geiingfte Berührung verursacht ein weithin hörbares Klappern und macht den lauschenden Wachtposten aufmerksam. Sehr groß ist die Zahl der Drahischereukonstrukttonen, um ein rasches! Durchschneiden auch des stärksten Siacheldrahles zu ermöglichen. An Stellen, wo die beiden Gegner oft nur wenige Meter voneinander! entfernt sind, wo ein Arbeiten außerhalb des Grabens auch bei Nacht nicht mehr möglich ist, müssen mit Stacheldraht umwickelte Walzen, Spanische Reiter, an Stelle der fest in den Boden gerammten Pfähle als Träger des Drahthindernisses vertvendet werden, die hinter der Linie fertiggestellt und dann aus den Gräben! nach vorne herausgeworfen und verankert werden. Da gelingt es! denn nicht allzuselten, das feindliche Drahthindernis zu angeln. Ein beliebtes Ziel für Scharfschützen sind aus nahe Entfernungen die Gucklöcher in feindlichen Stahlschutzschilden. Um diese Gefahr zu verringern, haben unsere Gegner versucht, Gewehre so auszugr- stalten, daß der Schütze ruhig unten im Graben in voller Deckung stehen und dennoch zielen und schießen kann. Eine Spicgelvorrich- tung, in geeigneter Weise hinter dem Gewehrkolben angebracht,, läßt Visier und Ziel dem in Deckung steheirden Mann deutlich erscheinen, und eine Schnur führt zum Äozng, der mit der Hand nicht mehr unmittelbar erreicht werden kann. Reichlich find die Truppen der vorderen Linie mit allerhand Schutzmitteln gegen die Wirkung! betäubender Gase ausgerüstet; es gewährt einen grotesken Anblick, eine Gruppe solcher Rüsseltiere vor sich zu sehen. Für Patrouillen, die sich unbemerkt möglichst nahe an die feindliche Linie heranschleichen sollen, sind allerhand Uebcranzüge vorhanden, deren Farbe je nach der Jahreszeit und Farbe der Umgebung verschieden ist. Seit den Angriffen unserer Luftwaffe auf die Hauptstädte unserer Gegner suchest diese ihr Luftsignalwesen nach Kräften auszubauen. So sind in der Umgebung von Paris eine Menge Horchposten eingerichtet worden, die das Herannahen deutscher Luftfahrzeuge rechtzeitig erkennen sollen. Große Schalltrichter, die leicht beweglich in einem Gestell nach allen Richtungen gedreht werden können, sollen dem phr das Geräusch übermitteln. Am Ende der Schrill- trichtcr sind empfindliche Mikrophone eingebaut, von denen aus Hörrohre zu den Ohren des Beobachters filhren. vermischte». * Das r e i ch st e K i r ch e n v i e r t c l der Welt. Für „Rekords" haben die Bereiniaten Staaten von jeher geschwärmt, aber aus keinen sind sie stolzer, als ans den, den sich das New Porter Millionärsviertel an der Fünften Avenue geleistet bat. Dort liegt nämlich, wie der „Boston Transeript* entdeckt hat, das reichste Kirchenviertel der Welt. In nächster Nähe beisammen stehen da vier große Kathedralen und unterschiedliche kleinere Gotteshäuser, die durchgängig zahlreiche Millionäre zu ihrer Gemeinde zählen,: die katholische St. Thomaskirche, die St. Bartholomäuskirche, die preSbyterianische Kirche in der Ecke der Fünften Avenue, die reformierte St. Nikolauskirche usw., die sämtlich je 160 000 lns 240 000 Mk. jährlicher Unterhaltungskosten verschlingen und über ungeheure Einkünfte verfügen. War es doch z. B. der St. Thomas- Gemeinde vor wenigen Jahren möglich, sich eine Kirche für 15 Millionen Mark zu bauen! Die vier- bis achtfache Höbe der Erhaltungskosten spenden die MillionärSgenteinden für Misstons- zwecke; in Jahren, wo die St. Thomaskirche 200 009 Mt. für sich gebraucht hat, hat sie 800 000 bis 1 600 000 Mk. für wohltätige Zwecke gezeichnet. Allein die Episkopalkirchspiele an der Fünften und an der Madrson-Avenue geben für Missionszwecke in den Ost- vrerMn der Riesenstadt jährlich eine Million aus. Bei alledem rilltet sich jetzt die St. Bartholomätlsgemeinde noch zu einem Neu- bau ihrer Kirche: die Fainilie Banderbilt hat ihr nämlich seilierzeit zuiir Gedächtnis für Eornelirrs Baiiderbilt ein prachtvolles Portal ur roinluilscheiii Stile gestiftet, und da dieses beibehalten werden soll, so soll fozilfagen iun dies Portal herum die ganze Kirche romanisch ueugebaut werden. Ter New Yorker Architekt Bertram ooo^ue hat bereits die Entwürfe z,r der „eilen Kathedrale feitiggesiellt, deren Kosten die für die St. Thomaskirche aufgewandten Summen noch ilbersteigen dürften. ' Mit I uw eien g e s ch m ückte Zähn e. Bei den vor eur ger Zeit m der uralten Ruinenstadt Eoban in der Republik Pondmas Angestellten Nachforschungen wurden auch viele alter- tunmche Grabstatten geöffnet. Man fand diese Stätten der ewigen , n " pW Nierkivürdigen Plätzen, wo man sie rm allerwenigsten (et hatte, nämlich - unter dem Pflaster von Höfen und unter dein Fundament der Häuser. Sie bestanden ohne Aus,lahme a b "emen, ganz vorziiglich geinanerten Kammern, deren Dach wenig gewölbt >var und meistenteils aris einer groben Steil,- ptal^s bestand, die gut schließend über die vertikalen, ziemlich starken v s U !£ l r' Jede dieser Kainmern enthielt ein, auch zwei EkUette, dre iedoch Der der leisesten Berührung zu zerfallen drohten. • vl’f" offenbar nur in Leichentücher gehüllt und ’ e " unterirdischen Gewölben beigesetzt, indem man sie in ^Uer Lange ,anf den Boden legte. Leider ließen sich an diesen festst-llen 0 Vi-" y/OEn Lebens ferne besonderen Kennzeichen mehr MsNe'i, die Ausschluß über bte physische Beschaffenheit jener Menschen gegeben hatten. Doch eine Tatsache von großem In- fnm sJh . flll f die Lebensgewohnheiten der allen Urbewohner el lf 'die Sitte, ihre Vorderzähne mit echten S f .Obwohl man nicht an allen Gebissen Verzierungen mahrnehmen konnte, so ließ konstatieren, daß zenes Verfahren ziernlich iveit verbreitet gr.veien itt. B5 herrisch. «' p s i g e r „Il lustrierte Zeitung" gibt in ihrer Nr. 37S8 wieder, mit allen Vorzügen der modernen Mn- sirationStechnlk arrsgestaltet, ein ebenso anschauliches wie ivahrheits- getrelies Bild von dem schwereii Ringen draußeii in Feindesland Aorzug der Kriegshefte bildet die Mitarbeit zahl- fnho ?wsitler btc entiuebec als Kriegsteilnehmer mit der Waffe Ehlr$n lb "der als ^onderzerchner im Dienste des Blattes den Geschehnissen auf dem Fuße folgen. Sie geben in ihren immer ?Ä»ß* rjaF rc reproduzierten Bildern stets den Niederschlag persönlichen Erlebens. J»n vorliegenden Heft sind u. a. Fritz Grote- -ey- Hermann Sonrell, Professor Hans W. Schmidt, Berthold Adolph Georg Schöbet, ^elix Schrvormstä'dt, Wilhelin Schreuer Hnn r f} o J^ aCC0 ' ^ urt m^bich und Kurt Hassenkamp, alles Maler ,mt zahlreichen Zeichnungen ittid Skizzen veitreten. Ev ist schwer, ans der Fülle dieser Arbeiten eiinoe feS!!? 1116 ' 1 ' erster Linie springen in die Augeii die farbigen oon einem Flrrg über die englischen Stellungen in Flandern sowie vom Brande von Tschanak-Kale Ende April 1015 anläßlich derenglisch-sranzosiichen Dardanellen-Off'ensive. Weiter sei hin- gewlesell auf eine zweifarbige Doppelseite von Felix Schwormstädt ^ ''wlerische Szene aii Bord eines Großkampfschiffes iväl rend ^^^?hlemrbernahine zeigt. Professor Georg Schübel schildert in 15 Blelstiftzelchnnngen eine Reihe interessanter Szenen aus einer auf dein westliche,i Kriegsschauplatz. Mit dem Werk/st', die Kaniera des Lichtbildners, dessen Unter ^"..Zettilng" ebenfalls gilt vertreten sind. 6 x lc J . e r n 1 "Beiträgen der vorliegendei, Nilminer fesselt besonders der z.verseitiae, reich illustrierte Aufsatz vou D r P Dirr über die Genter Hochschrrle. Professor Dr. W. Dtbel.us behandelt ebenfalls von Jtlrrstrationen unterstützt, das jetzt so zeitaemäne ^f^"b!s'V7,°7"' nad> b f m °n»lischcn Text revidiertz mit 9to- fTIeif» i,? ^"ZfeNnngen versehen von Pros. Dr. Wolsqang Keller. Todes a. Za L-m-nb->„d«n Äk. 11,50. - Zum dreihnnderlsten siändffe" 7, ""er Dramatiker erschein, diese neue, voll- B bli°",bek^7in^°"-Auzgabe „i „Pongs Goldener Klassiker- Erde tobie'is. k . .n' ^em gewaltigsten Krieg, der je übe! die nein kei-in entstanden, diese von echt deutschem Gelehrten- keinen ^-Orobe Gesaintansgabe des britischen Dichter?! 'Aber me ^ Shakespeare ist langst Besitz „nscre, Volle? ge>vorden DNbtee i^r eigen, als Eigentnin der Engländer. Deutsche Dichter haben seine hehre Grütze entdeckt, seit himdertundsiinsna Briten"bemüb/ 77'?° Shake,pearesorschung sich um den großen «uteit bemüht, ivle ferne andere in der ganzen Welt- Deuts.-b^ Dichter haben ihn immer ivieder übersetzt, aus seinen Werke», die ?^6eln der dramatischen Kunst abgeleitet; deutsche Scharrspielcr der Bübne Le, -7 j°"'^«M'd°r Psychologie seinen Gestalten nu? ^eben m fleisch und Blut gegeben. Tie Kellerickie tV °t ° a l r Volkstümlichkeit eine' stre-ng wisse,ischastlich, neu!?™ , lfH e " be ■^! ^ 0A' ^ T^ ed)lef,ntHe^eccn^ v^aen,nan neueren Veisuchen sich an tue Schlegel.Tiecksche Uebersetzung aehalten und nur iii.t groben, Gesclsick da verbessert und ergch . ?vo off D T Ueae "- 7* dieser Fora, lebt nun einmal Shake- [penre? Geist unter uns, und darun, soll i»a„ an ihr, die ja Iiohe wer °i7d,> !7°" , M '7' '. ,icf,t f 1 , 1 * 1 "* Vielleicht am dänkeus- wertesten ist bte Beigabe der kaum bekannten beide,: Epen Shake- imb R oniS " r^ufretia-, soivie der Sonette, wohl das Persönlichste, was der Dichter uns hinterlas,en hat. D,e Even gemahnen m der Pracht der Farben und Bilder an köstliche alte Gobelins; d,e Sonette aber neben uns in Wahrheit erst den ganzen Achter, d,e Persönlichkeit, den Menschen. Eben u,n dieser ^" ben anderel, Shakespeare-Ausgaben größtenteils die Gesamtausgabe in „Bongs Goldener Klassiker- -Bibliothek" ihren Itang sich »vahren. r 7r , a , ~ 1 0 n ft 1 e 91 u n b f cf) a n", Zeitschrift für deiltsches ©eiftesrebeu (Herausgeber M. Rogge. Verlag Georg Gornitzka Berlm-Wil>nersdorf, Motzstraße 49). Einzelnummer H ^eben erschienene Heft 9 leitet in äußerst fesselnder Weye wiederum eine zeitgemäße „Rundschau" ein, die sich in der mi der polttisilien Lage und der wichtigen Nahrungs- nnttetfrage beschäftigt, Em Lauptteil des Heftes ist den Zeiten dev 0 roßeir Piecißenkomgs Friedrich geividmet. Ter bekannte Dr. Bolz behandelt in eingehender und allgemein vers andlicyer Art „Friedrich des Großen historische -Schriften i n U E.der modernen Foi-fchinig", während des Königs prächtiges Ratb'im z ^•!TT Pe 111 erstmaliger Uebersetzung von Wilhelm Rath uns Friedrich II von der leichten literarischen Seite zeigt Enten eigenartigen Gedeiiktag ruft uns sodann Dr. Emil Schllltz m seinem ost fast dramatisch packenden Anssatz „Eonrrieres" s 5°b«. Em Nachrns stir den ersten Mitarbeiter de? Z^ I schau'bWtz-7 das s-sk' dochhnnnner. und eine Bücher- Julius Hoffmann in Stuttgart, heransgegebe!/von°Dr/E,ch'Bae?>' schildern d,e Kampfe an der kärntnerischen Grenze und die drei Zsonzoschlachlen. Jeder Leser der glänzend geschilderten Ereignisse wird erstal.nen über das, ,vas nufere Bnndesgenossen an der italienischen Front an Entwicklung höchster kriegerischer Vorzüge f^ten und gern bekennen, daß chre Taten am Jsonzo den glänzevd- sten Erfolgen unserer eigenen Heere gleich zu werten sind. Bei solcher Lektllre sind uns dre schönen photographischen Bilder eine um,o liebere Zugabe, als sie uns gleichsam zrr Besuch führen Zil den Kanipiern, die wir so sehr lieben und hochachten gelernt haben er er T ■ u C, „J.7 der „Welt - Lite r a t u r" (Verlaq W rlther C. F. Hlrth, München), die ivöchentlich zu IO Psg. erscheint brinat einleitend eine Selbst-Bivgraphie desNn.länqst in Münche, v - storbenen Herausgebers der.Lugend', Dr. Georg Hirth, sowie eine Auswahr aus dem rerchen Schatz seiner hinterlassenen Werke die leider nur zu wenig bekannt sind. ' — Band Nr. 1058 von Kürschners Bücherschatz- m ^ N orhar.se/' Nornarr von E. Gräfin von Baudijsin. - 11° Seiten Unisang. - Preis 20 Piennig. - Hermann Sillaer Verlag, Berlin W 9, Potsdamer Straße 124/125. v 9 c Mansche; Quadrat. . . Zu die Felder nebenstehenden Quadrats sind die Brrchstaben AA A BB ELLN N NNOO ? y ^urt einzutragen, daß die wagerechten u. fenkrecht.vcerhen gleichlarrterid folgerides bedeuteri- 1. Insel im Mittelländischen Meere. 2. Französische Handelsstadt. 3. Stätte der Erqnickrrng. 4. Weiblichen Vornanten. Auflösung in nächster Nummer.