Mittwoch, den ly. April Die arme Prinzessin. Noman von Fedor von Zobeltitz. (Nachdruck verboten.'» (Fortsetzung.) her Ü5ir?. m V ^ fa! " Ärt . Einern Sturmtage und machte auf ofraF^tirn n F 6efurf> nlten Hause. Gideon ! ,!l [ ! ■ f lc[ ) 6« den Durchlauchten Prinzessin Anne- hnmev m b M tln K ? 0ft '"Olden. Er war ein bildhübscher am'n braungebranntem brünetten Gesicht und k n ® 1 ' erzählte, er komme soeben aus Da« sr ^0" Schutztrnppe, ^r habe den Dienst quittiert. Das Klima ^ bekomme ihm nicht, auch habe er beim Kn- sein SW.*«* be f Mankfurter Kreditbank Knall er L Homairn Verloren. „Es war nicht viel, Durchlaucht," erzählt, er lachend, aber es >var mein Alles. Diese Bande hat einfach verschluckt, es ist nichts übrig geblieben, als AfIopvtnu'nmernt und davon kann man auch im dunkelsten leben. Uebrigens eigne ich mich wenig zum ^"^urtrager Nun will ich es einmal als Hofchef versuchen. Durchlaucht der Kurst kennen mich aus dem Kadettenkorps ^ l)ab f so'" Anerbieten dankend akzeptiert. Ich habe nicht einmal überlegt; wenn man die Wahl hat zwischen S,® Batleepet in ,9Jet» York und einem Hofchef bei d^en S * ölcht man das letztere immer vor. Freilich t "S recht, ime ich mich zu benehmen habe. A'rchlaucht der Fürst sagten mir, ich solle mich nur an den alten Salbei wenden, her wisse alles. Aber zunächst wollte !Z ^ Sohorsamste Aufivartung erlauben; nun suche rch den alten Salbei auf..." ' Man belehrte ihn, der Mann heiße Beyfuß „Richtig," rief Graf Ariern, „tausendmal Pardon es »var eine Pflanzenart, ich verwechselte nur den Namen " Zn seiner Frische hinterließ der neue Hoschef einen guten Eindruck im alten Hause. H Annemarie fand seine Erscheinung ritterlich. „Aber war- um h/'ßer Gedeon?" sagte sie. „Darunter denke ich mip stotz^b „ lisches. An diesem Vornamen nehme ich An- .. nehme an mancherlei Anstoß," meinte Jost mit finsterer Miene. „Glaubt Bolto, daß ich hier bleibe, wenn drüben das neue Leben beginnt, so irrt er sich, Die Nachbarschaft gefallt mir nicht. Belten, wir besuchen mitsammen die Universität; es drängt mich hinaus; ich möchte am lieb- fÄ? “' ehe Amerika Einzug hält, ich mischte mir am liebsten die Hochzeit schenken. . ." Sein Widerwille gegen die nachbarliche Prachtentwicklung wuchs, je näher diese dem alten Hause rückte. Er scheute sich, 'den alten zu betreten; überall stieß man auf .Haufen von Ar tetert mal o .V g". tun, üu. war unn OT f 15nn 2S entgegengetreten, hatte ihn mit artoganter Miene gemustert und gefragt: „Heda, was sucht mau hier?" m.,/ J ; id, i bie ß' r " ße l nber der unverschämte Tonfall und da» Vonoberiherab in dem Bullenbeißergesicht des Kammer- Mitten Jost geärgert, und so war denn feilte Ant- fc elDC tyi "E>eda, nehm' Er die Mütze vom Kopfe, ^u Er mich anzureden wagt!" - Nun wußte Lennox natürlich, daß in dem hochgiebligen Hause am Parkende» me „arme Verjvandtschaft" hauste, und als er den An- stynauzer vernahm, dachte er sich wohl, daß so nur dev Bruder semes durchlauchtigsten Gebieters reden könne, knictte- in die Knree und stammelte etwas sehr Ergebenes, gleichgültiger Vorfall, aber er hatte w>ch etwa^ Typisches für Jost. Es wehte eine fremde Luft über internationale Gesellschaft nahm von der .Heimat Besip, ^oft kam es vor, als dulde man ihn nur noch r,®£ U S ‘ sollte fort; er fühlte sich gesundet genug', nach dem Examen die Universität zu besuchen. , war glücklich über den neuen Hofchef. Das eine verstand Graf Artern jedenfalls: er fuhr mit einem ge- m^^Donnerwetter in das Schloßgetriebe hinein und wußte sich ui Respekt zu setzen. Mister Lennox verlor ihm gegenüber seinen Hochmut, die Lakaien flogen, wenn er sich nu * ^lgle Madame Louison wurde demütig. Es war ein S r « breser kleine von der Sonne Afrikas gebräunte Graf. Am ersten Abend saß er bis in die Mitternachtsstunde ^nou' bei Beyfuß in der Stube. Fron Beyfuß hotte ihm ein Butterbrot geben müssen, dazu trank er einen Krabbel- z nb ?hn. „Es ist ein Schnaps, dem man anmerkt, daß er mit Liebe erzeugt worden ist," sagte er- er $ fabrikmäßig hergestellt, er ist Flasche für Mascha destilliert worden, zarte Francnhand Hut die Kräuter getrock- net, und ich wette, um die Mischung zu stände zu bringen, auch ein gehennnisvoller Spruch von nöten, gemurmelt bei Mondaufgang und unter dem Zeichen des Kreuzes. Es ist eigentlich eine, wohltätige Medizin. Lieber Herr Beyfuß, schenken oxt mir noch einmal ein und dann »vollen wir verständig initemander reden. Es ist nötig, daß Sie mich dev Lange und der Quere nach über das Terrain informieren, auf dem sich mein Geist entfalten soll. Sie sind ein Ein^ gesessener und waren hier schon von höfischer Art, als ich noef) einer Amme bedurfte, Sie haben bereits dein verstorbenen^ Fürsten gedient, der ja auch einen Hofchef hatte, ich Werst, es war der lange Tiessenhosen, der das r nicht aus^ sprechen fomite • also weihen Sie mich ein. Nehmen Sie an, ich sei ein wrgbegieriger Schicker; die Funktionen kenne ich ja so ungefähr, aber nicht die Details, ich kenne das Wesen der Sache, doch nicht die Gliederung. Nun los! ." Da erzählte Beyfuß denn, wie früher alles gehandhabt worden sei, und auch H-rau Beyfuß flocht ihre Bemerkungen ein und Gras Artern machte sich seine Notizen. Er spürte, mit diesem alten beyfuß mußte man sich stellen, er war eine Perle, er wußte in allen Dingen'Bescheid, er verstand auch zu rechnen. Das aber, erklärte der Graf, sei seine schwache. Seite, dao sei aucy seine Angst: er sollte die Hofschatulte sichren und konnte nicht rechnen. „Oh," sagte Beyfuß, „das vaoen wir hier gelernt. Wir haben einen noch immer gläw» 218 »enden Loshall geführt und hatten nur wenig mehr als hunderttausend Mark im Anno zur Verfügung, und freilich, nachher wurde es immer weniger, und die letzten Hundertz- tausend brachten den seligen Herrn in die Grube. Herr Graf, wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf: natürlich kostet alles Geld, aber gerade in so einem Hofhalt können grotze Summen verläppert werden, wenn man nicht zu rechnen versteht. Es bleibt vieles kleben, da und dort, man mutz sich um die Einzelheiten kümmern, selbst um die Nachtlichter und um die Seife in den Fremdenzimmern, aus kleinen Lummen werden große, und ein Defizit ist bald gemacht, ob man nun hunderttausend Mark zur Verfügung hat oder das Vierfache. Herr Graf, unter dem Herrn von Tiessenhosen, namentlich später, als er asthmatischer wurde, da habe ich so ziemlich das Ganze geleitet, besonders das Schriftliche, das Rechnungswesen und den Etat; ich stelle mich auch dem Herrn Grafen gern zur Verfügung, denn niir ist das Leben, und je mehr Arbeit ich habe, desto glücklicher bin ich . . „Topp," sagte der Graf, „ich bin für möglichst wenig Arbeit, ich ziehe die Faulheit vor, Beyfuß, und gegen alles, was Rechnung heißt, habe ich einen ererbten Widerwillen. Es ist die sogenannte Belastung, der nach neuester Wisseu- schaft keiner entgeht. Also bin ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir das innere Departement erleichtern helfen; um so lebhafter werde ich mich um das Acußere kümmern, um den Pserdestall, um den gedeckten Tisch, um freundliche Repräsentation und um beit Weinkeller. Wie steht's Mit der Jagd hier? Zu stark geschont, was? — In den Eichenheistern, das sah ich beim Durchfahren, hat das Viehzeug höllisch gewirtschaftet, da ist viel ruiniert worden . . Nun kam der Graf aus Jagdgeschichten. Unten in Afrika hatte er das Unglaublichste geschossen; „er schneidet furchtbar auf," sagte sich Beyfuß, „aber in netter Weise, er lügt amüsant, er ist der geborene Hofchef." Taß Artern schneidig ans Werk ging, sah man in den nächsten Tagen. Er revidierte Schloß, Nebengebäude, Park, Ställe von oben bis unten; wie ein Feldwebel seinem Kompagniechef, so folgte ihm Bey- suß mit einem großen Notizbuch und gespitztem Bleistift. Er schaute überall hinein, schnauzte Herrn Lennox an, faßte eine der Zofen unter das Kinn, strich über die Segnen der neuen Reitpferde und sprach sich mit Mister Knautsch über die Paddocks aus. Er ließ sich den Weinkelter öffnen und das Silber vorlegen, musterte die Vorlageii für die neuen Livreen, verhandelte mit dem Architekten, ging mit Frau Beyfuß durch die Wäschekammern und die Porzeltanstuben, verteilte die Mumie für die Dienerschaft und schnauzte Herrn Lennox abermals an, weil er noch ein besonderes Ankleide- kabinett beanspruck)te. Er kroch durch die Vorratskeller, besprach mit einem Techniker die Anlage einer elektrischen Beleuchtung, empfing den Rentmeister und die Inspektoren, probierte ein paar Pferde, begann einen Juckerzug einzufahren und schnauzte Herrn Lennox zum dritten Male an, weil dieser sich nicht bückte, als ihm cut Handschuh zur Erde gefallen war. „Auguste," sagte Beyfuß nach einigen Tagen zu seiner Frau, „ich achte den jungen Grafen Artern. Es vereint sich in ihm Noblesse der Geburt mit vieler Natürlichkeit und einem guten Herzen. Er fragt, was die Arbeiter zu essen bekommeii, er hat dem lahmen Christian eine Mark geschenkt, er fährt diesem Lennox in die Parade, daß es nur so eine Art ist. IWir haben in dem jungen Grafen Artern, scheint mir, eine vortreffliche Akquisition gemacht. . . ." Auch im alten Hause machte sich Artern rasch beliebt. Er freundete sich mit Velten an und sagte der Madame Artigkeiten. Aus Wunsch Josts wurde er dann und wann zu Mittag eingeladen; er brachte Annemarie Feldblumen mit und einmal einen jungen Star. Er war auch immer lustig, erzählte gern Räubergeschichten aus Afrika, und sein hübsches Auge lachte, wenn er die Prinzessin graulich machen konnte. Als er aber einmal Gräßliches von einer Sklavenjagd ber den — alle afrikanischen Namen sprach er sehr undeutlich au g _ berichtet hatte und Annemarie darob Tränen in die Augen schossen, erschrak er sehr. „Um Gottes willen, Durchlaucht," rief er bittend, „bedenken Sie immer: wenn ich von Afrika erzähle, ist höchstens die Hälfte wahr und selbst an dieser sind noch Zweifel ertaubt. Ich bitte untertänigst, mich in Bezug auf meine afrikanischen Forschungen wie einen anf- geschlagenen Roman betrachten zn wollen, bei dessen Lektiire man auch nicht die große Frage des Landpflegers Pilatus stellt; aber sonst bin ich in allem und jedem ein höchst wahrheitsliebender Mensch..." Im Dorfe kannte ihn bald alle Wett. Nur Grete konnte ihn nicht leiden. Bei ihrer ersten Begegnung mit ihm hatte sie ich tödlich erschreckt. Er setzte mit seinem Pserde über einen Ackerwagen, der auf der Straße stand; Grete kam daher und chrie laubt auf. Da rief der Graf: „Dumme Göhre, Hab' * dich man nicht!" — Das vergaß Grete nicht. „Wie kann er mich du nennen?" sagte sie zu Annemarie; „ivie kann er sich unterstehen, mich dumme Göhre zu benamsen? Was fällt diesem Menschen ein? Annemarie, ich warne dich. Er macht immer so zärtliche Augen, wo er uur etwas Weibliches sieht. Er hat Nasenlöcher wie ein junger Tiper und Wolfs- zahue. Er ist ein Bampyr. Weißt du, was ein Vampyr ist? Sie tauchen in allerlei Gestalt aus; ich habe ein Buch, es spielt im vorigen Jahrhundert, eine Vampyrgeschichte, Spindler heißt, der Verfasser, es ist grausig, es soll aber so etwas immer noch Vorkommen. Und denke, er war lange in Afrika. Vater sagt, da kriegt man den Tropenkoller. Manchmal merkt man's nicht, aber dann bricht er auf einmal wieder aus. Die Leute, die den Koller haben, beißen ohne weiteres zn. Ich sage dir bloß, sei vorsichtig. . . ." , Du bist verrückt," antwortete Annemarie, „er wird mich nicht beißen. Aber zärtliche Augen hat er. Er ist der erste Mann, der mir gefällt . . „Pfui," erwiderte Grete und ging fort. Sie war den ganzen Tag über sinnig und in sich gekehrt. Heimlich wurmte es sie, daß dieser Graf ihrer herzlieben Freundin geftel. Und obschon es kam, daß auch sie ihn im Laufe der Zeit! netter fand, je mehr sie ihn kennen lernte, so blieb sie ihm gegenüber doch immer kriegslustig, auf dem Standpunkt der Verteidigung, der aber auch gelegentliche Angriffe nicht ausschloß. Artern hatte natürlich, als er in das Verhältnis der Burgmühle zum Schloß Einsicht bekommen, bet dummen Göhre wegen respektvoll um Verzeihung gebeten und auch das Tu in die verfeinerte Anredeform umgewan- delt; doch war es ersichtlich, daß er das Müllermädelchen nicht so recht für gesellschaftlich voll nahm — und wiederum empörte dies Grete sehr. Es ergrimmte sie um so mehr, als man dem Grafen Hochmut und Standesvorurteile keineswegs nachsagen konnte; er spielte sich durchaus nicht auf den Exklusiven auf, plauderte mit dem Burgmuller über Politik, stand sich mit den Bauern auf gutem Fuße und vetterte sich gemütlich mit Fürbringer an. Ja, der spartanische Kantor hatte ihn so in sein Herz geschlossen, daß er ihm zu Ehren ein neues Sck)lachtendrama in Szene setzte: den Krieg Gideons, Sohn des Joas von: Stamme Manasse wider die Midianiter. Voran ging die Ausrottung des Baalsdienstes im Lande Israel durch Gideon; das Bild des großen Götzen war ein Klotz, der sonst zum Holzzerspalten diente und der auf einen, für die Wafchleinen im Hofe stehenden Pfahl gesetzt wurde; unter jurchtbarem Geschrei wurde der Götze von seinem Sockel gestürzt und dann ging es auch gleich gegen die Midianiter zu Felde, die am Nachtwächterhäuschen eine Schanze errichtet hatten. Der kleine Ifaaksohn, der beim Burgmüller zu tun hatte^ geriet versehentlich mitten in die Kämpfenden hinein. „Hier, Israel!" schrie Fürbringer,'„Isaaksohn, hier sind Ihre Leute, hie Jerubbaal, hie Gideon!" Aber da hatten die Midianiter schon den Händler umringt und wollten ihn gefangen nehmen. v „ fJ „Auf, Israel!" schrie Fürbringer, „befreit Abnnelech> zerstreut den Feind! Hoch Gideon!" ... Es war ein gewaltiger Kampf. „Meschugge," sagte Jsaaksohn. — Die Welt wurde wieder grün. Es begann ein siegreiches Sprossen und Keimen, der Lenz zog seinen holden Schleier über die Natur. Am Waldrande leuchteten die lichten Triebe der Tannen, und die Birken wiegten ihr junges Laub. An der Schleuse blühten die etfteit Veilchen auf, stärker rauschten die Wasser, und Grete empfand ein dringendes Bedürfnis, zu dichten. Eine Zeile hatte sie schon zu Papier gebracht: „Wie bist du so schön, o du junger Lenz," aber fte fand keinen Reim daraus. Da ließ sie es und wandte sich wieder mehr geistlichen Dingen zu, denn die Konfirmation stand vor der Tür. Grete ging um diese Zeit viel allein spazieren und wurde weitab gewandter, sie seufzte häufig, zerzupfte Sternblümchen und betete herzhafter als sonst in ihrer Kammer, und wenn sie Artern traf und dieser sie fragte- „Warum so träumerisch, Donna Marguerita?" dann sahj fte ihn wehleidig an, und der Graf brummte: „Verflixte (Fortsetzung folgt.) 219 Sründonnerrtagr-Lrinnenlngen. Der Gründonnerstag, der Anfall der Osterfeier, ist im Jahre 692 vom Papst Leo II., zur Erinnerung an die Einsetzung des Wendmahles, als dies coenae Tomini, in den christlichen Festkalender eingeführt worden und an das Abendmahl gemahnt auch hie weihevolle Zeremonie, die noch heute im^ Mittelpunkte des katholischen Gründonnerstags-Gottesdienstes steht: dre Fußwaschung. Es ist ein Brauch aus dem Morgenlande, der ftch damit in das christliche Osterfest hinübergerettet hat; denn rm Oriente war es uralte Sitte, einkehrenden Gästen vor Beginn der Mahlzeit durch Sklaven die Füße waschen zu lassen. Tie Fußwaschung, die nach der schönen Erzählung des Evangelisten Johannes Christus an seinen Jüngern vornahm, hatte bekanntlich eine symbolische Bedeutung; „Wenn ich dich nicht netze, hast du keinen Teil an mir"; so antwortet ja der Herr der Weigerung des Petrus» sich von ihm derr Fuß waschen zu lassen. Es ist wohl aus diese symbolische Bedeutung des Vorganges zuruckzmuhren, daß die griechische Kirche die Fußwaschung sogar zum Lakramente gestempelt hat. Als sinnbildlicher Brauch hatte sich dre Fußwaschung auch bei den Frühchristen gehalten, die sich nicht allein zum Zeichen ihrer Demut gegenseittg die Füße wuschen, sondern diese Zeremonie auch an Fremden, vor allem aber an den Neugetauften, zu vollziehen pflegten. Nicht leicht aber hat der Brauch Eingang in die katholische Kirche gesunden. Nachweislich ist die Litte der Fußwaschung jahrhundertelang ganz außer Pflege gekommen, bis sie Ende des 12. Jahrhunderts wieder erneuert wurde. Seit damals pflegt der Papst regelmäßig nach der Messe am Gründonnerstage die Fußwaschung vorzunehmen, und zwar an dreizehn Armen, an deren Stelle in neuerer Zeit dreizehn weißgekleidete Priester getteten sind. Wenn aus der ursprünglichen Zahl zwölf im Lause der Zeit dreizehn geworden sind, so hat dies vielleicht seinen Grund in der frommen Legende, die erzählt, daß zur.Zett Gregors I., der täglich zwölf Arme speiste, sich diesen Zwölfen eines Tages ein Engel als Dreizehnter beigesellte. Tie Fußwaschung, die früher in der Clementinischen Kapelle der Peterskirche vollzogen wurde, findet feit 1870 in den inneren Gemächern des Vatikans statt und entzieht sich so dem öffentlichen Anblicke. Wer aber ie im Chore einer altehrwürdigen Kathedrale am Gründonnerstag den Bischof bei der Zeremonie der Fußwaschung sah, während leise Orgelklänge durch die hohen Hallen dahinschweben: der wird dies tveihevoll-schöne Bild nie vergessen. . . . _ Wie in allen Osterüberlieferungen, so spielt auch in den Erinnerungen des Gründonnerstags der Verräter Judas eine bedeutende, wenn auch nicht gerade schöne Rolle. Viele Jahrhunderte lang hat die Kunst bei der Schilderung der Einsetzung des Abendmahls den Verräter schon dadurch an den Pranger gestellt, daß sie ihn von der Gesellschaft der anderen Jünaer absonderte. Auch heut noch muß der Erzschelm in mancherlei Gründonnerstagserm- nerungen seinen schwarzen Verrat körperlich büßen. So z. B. bei den Gründonnerstagsprozessionen, die in Südspanien stattfinden und bei denen Wagen mit lebendigen Bildern durch, die Straßen geführt werden. Das eine davon stellt dann regelmäßig das letzte Abendmahl dar und dabei muß ein ganz besonders häßlicher Kerl den Jirdas Jschariot spielen. Gut hals der arme Teufel nicht; denn während des Umzuges erfährt er zahlreiche Beweise der allgemeinen Verachtung, und nach seinem Abschluß tut er gut, sich in aller Sttlle zu drücken, da er bei der frommen Erregung dieser temperamentvollen Bevölkerung sonst seines Lebens und seiner Wohlfahrt nicht ganz sicher ist. Auch in P o l e n pflegt sich der Haß der Bevölkerung gegen den Verräter des Herrn tn einem erinnerungsreichen Brauche Lust zu machen. Das ist das „Gildas gericht". Es nimmt seinen Anfang, sobald das Glockengeläut nach bekanntem Brauch auf drei Tage abgestellt ist. Beim Orts Vorsteher findet die Bevölkerung eine ausgestopfte Figur, die den Judas darstellt und über die alsbald alle mit Peitschen und Stöcken hersallen. Schon in mitgenommenem Zustande wird sie dann auf eine Fahne gesteckt und zum Friedhofe getragen, wobei ein Bursche dem Zuge voran eine Katze trägt. Wahrscheinlich soll die Katze die Falschheit des Erzschelms versinnbildlichen. Wer dem Zuge begegnet, ruft der Puppe Schimpfworte nach und bewirft sie mit Schmutz und mit Schiiee. Endlich wird der Kirchturm erklettert und die Puppe sowohl wie die Katze werden von seinem, höchsten Stockwerke zur Erde geworfen. Tiesergestalt erleidet Judas jedes Jahr im Polenlande von neuem die verdiente Strafe. Modejammer und politische Reise. (Nachdruck verboten.) Aus dem 1. Aprithest des „Deutschen Willens" (KunstwartN Deutsche Mode? Nein, davon reden nur noch unverbessm- licke Ideologen. Es gibt nur eine Mode: die internattonale. Es fragt sich! nur, wo sie entsteht. Ihr Bcunnquell war bisher Paris. Mir wiinschen, daß er in Zukunft in Deutschland oder weurgstms in Mitteleuropa sprudeln möge. Berlin, Wien, Frankfurt be^ arbeiten daher eifrig ihre Böden mit der Wünschelrute. , Wir stellen an diese internationale Mode deutscher Fabrr kttion keine Anforderungen der Vernunft der Hygiene, des reinen Geschmacks. Das Sck)eusal Mode wird geistigeren Mfpruchen allezeit unzugänglich- bleiben. Es kann wohl edle uiid vernünftige Kleidung, nie aber edle und vernünftige Mode geben. Jene wird stets Sache selbständiger und vorutteilsfreier Frauen bleiben, bii Mode aber wird stets das Herdenglück der Hunoerttau sende bilden. Hiermit glauben wir den Modemachern alles zugestanden zu haben, was sie nur wünschen können. Wir fordern weder Hygiene noch Sitllichkeit noch Geschmack von ihnen. Und doch inten wir die Mode, die sie jetzt eben gemacht haben, skandalös. Nicht weil sie häßlich ist — man gewöhnt sich bekanntlich an alles. Nicht weil sie mit hohen Hacken und hohen Halskragenj unhygienisch ist — es ist selbstverständlich, daß man sich den Hals, nachdem man ihn eine Weile bloßgetragen, wieder einpackt. Wir wollen niemanden mit unserer persönlichen Vernunft und unserm besonderen Geschmack behelligen. Aber die neue Mode ist volkswirtschaftlich unverantwortlich. Wir leben nämlich, meine Damen, wie Ihnen eigentlich bekannt ein sollte, in einem Abschnitt der Weltgeschichte, dessen Hauptkennzeichen nicht nur der Krieg, sondern der Wirtschaftskrieg ist. Wir müssen sogar mit der Möglichkeit rechnen, daß der Krieg garnicht auf dem üblichen militärischen, sondern aus wirtschaftlichem Weg entschieden wird. Engländer und Deutsche müssen nicht nur um die Wette Granaten fabrizieren und Schisse bauen, sie müssen auch um die Wette sparen. Geld sparen und Material sparen. Ter Staat, der Kaiser, jeder Bürger, jeder Arbeiter muß sparen. Auch jede Frau. Mimi, die holdselige Ver- käufettn aus dem Warenhaus, Fanny, das „süße Mädel", dem sie verkauft, und sogar Frau Kommerzienrat, ihre Mutter, nicht ausgeschlossen. Also verlangt das volkswirtschaftliche Gewissen, daß man eine Mode cinbürgere, die erstens, möglichst an Stoffen spart, vor allem an knapp werdenden Stoffen, und die zweitens den ärmeren Volksschichten, die sich trotz ihrer Dürftigkeit doch der „Mode" nicht entziehen können, nicht unnütz Geld aus den Taschen lockt. Wenigstens wäre das als Ziel anzustreben. In Wirklichkeit hat man das Entgegengesetzte angestrebt. Mau hat uns eine ausgesprochen verschveriderische Mode beschett. Jedes weibliche Wesen soll zu einem wandelnden Zeugballen gemacht werden. Nur die Füße läßt man srtt. Warum? Damit die Frauen gezwungen sind, elegante Stiefel zu zeigen. In der Zeit der Wolleteuerung stopft man in jedes Kleid Stoff für drei, in der Zeit der Lederteuerung sucht man die Frauen zu zwingen, hohe Lederstiesel zu tragen. Man muß denen, die für die Mode verantwortlich sind, den schweren Vorwurf machen, daß sie sich keineni Deut um die Gesamtlage und das Gesamtnwhl gekümmert, sondern: daß sie nur an ihre Geschäfte gedacht haben. Aus der Fratze dieser Mode bleckt uns der 'freche, kalte Mammonismus an, dem alles gleichgültig ist, außer der Unternehmer-Kassce. Darum ist diese Mode nicht bloß häßlich wie die meisten früheren Moden auch waren, sondern im innersten gemein und niederttächtig. Kein Wunder, daß hier und da ein Generalft)mmcmdo, zunächst väterlich warnend, gegen die neue Mode auftritt. Jü>er wird es in der Ordnung finden, ivenn baldmöglichst durch militärischen Machtspruch der Stoff- und Lederverschwendung ein plötzliches Ende bereitet wird. Es scheint, anders tun wirs nicht. Es scheint, das volkswirtschaftliche Verantwortungsgefühl der Frauenwelt selbst setzt sich nicht durch. Unsere „Frmienbewegung" will unsere Frauen zu verantwortungsbewußten Gliedern der Staats- und. Volksgemeinschaft erziehen. Von Mfklärung und Protest von dieser Seite haben wir aber bis jetzt noch nichts gehört. Und doch hätte schott die politische Klugheit die Frauen, die das Stimmrecht erstreben, zu energischer erzieherischer Arbeit unter ihren Geschlechts-; genossinnen auch in Modesachen bringen sollen. Tenn wenn es zur Entscheidung iiber ihre politischen Forderungen kommt, wird man sie ja vor allem fragen: was habt ihr getan, das eure Reifq als Mitverantwortliche im Volksganzen beweist? vermischtes. * Wie Bismarck s ü r e i n S t ü ck B u t t e r und Käse verkauft wurde. Auch im Jahre 1870 litten die Belagerer von Paris an Buttermangel, und derjenige, der damals Bismarck für Butter und Käse verkaufte, wenn auch nicht in persona, so doch die Gelegenheit, den großen Mann zu sehen, war der bekannte Geheime Regierungsrat Tr. Stieber, der Leiter der deutschen Feldpolizei in Versailles. Er erzählte das drollige Vorkommnis m einem Briese an seine Gattin: „Eine feine Dame wollte nu Gewalt den Comle Bismarck sehen, ich spielte wieder den Schlauen und sagte: „Sie sollen Bismarck sehen, Cie sollen sogar dicht ber ihm stehen, aber schaffen Sie mir eni Stiick irische Butter und Käse." Nichtig, sie ging mit uns (b. h. mit Stieber und einem Stabe in ein unscheinbares, verschlossenes Haus, und wir erhielten aus einem kleinen Hose vier Stühle unb einen Tisch, L uttcr, Käse und Wein. Brote hatten wir >nit. Nach Wochen war dies die erste frische Butter und Käse. Wir haben herrlich gesruhstnckt und unseren Bismarck leben lassen. Ein Stück Butter und Käse war er schon wert. Ich habe mein Wort redlich gehalten., die Dame hat sich den Bisinarck ganz genau angesehen. Uebngens kann ich versichern, die Dame war nicht mehr ,jung. Ware sie selbst jilng gewesen, ich hätte frische Butter und Käse jeder anderen Münze „„ 0 * . I , c , „ b ,, * e ft « „ t o Vielleicht bringt dieser Sommer einen Entschluß im Kanton Graubunden zustande, der sich mit dcni modernen Geist eher vereinigen lavt als der frühere Zustand. Tenn bis heute darf kem Automobil den geheiligten Boden des KantonS Graubünden befahren, und die ge- strengen Bürger deS KantonS haben sich nie bestimmen lassen, von diesem Entschluß abznirren. Mit der Zeit zeigt eS sich doch, daß verschiedene Beschwerden für beit Verkehr der Fremden, die doch jahraus, jahrein de,i Reichtum in das Land bringen, damit im Zusammenhänge sichen. Schließlich kam es auch, daß während der Mobilmachung in Gottes Namen eine Ausnahme geinacht wurde, indem in verschiedenen Gegenden deS Kantons die Heeresleitung nicht ohne Automobile auskommen koiinte. Run haben tu (ygur, ^avos uiid St. Moritz Volksversammlungen mit anschließenden umianarelchen Diskussionsabenden siattgesniideir, die die Atlfhebmig dieses Verbotes u»id die Erlaubnis eines eingeschränkten Antoinobil- verkehrs zmn Ziele hatten. Unter der Einschränkung wird man wahrscheinlich das verstehen, daß man die Erlaiibnis nur auf bestimmte TageSstnndeii allsdehnt, ein Gebrailch, der iu verschiedenen Gegenden Europas in Anwendung gebracht wird. Auch in der Schweiz sind viele Straßen nur zu bestinlinteu Tagesstunden mit ^Ui os befahrbar. L>o fft beispielsiveise die ausgezeichuete Auto- mobilstraße, die von Luzern nach Brienz über den Brttnig führt, die sogenannte Brünigstraße, vor: 6 Uhr abends bis 6 Uhr morgent geschlossen. * Gehororganschützer für die Artillerie. Da es nn Felde nie zui vermeiden ist, daß den einzeliien Soldaten bei ^?^^onen feindlicher Geschosse, Muren ns,v. die starken Luft- unvorbereitet treffen, der gewöhnliche geübte Schlitz mit Wattepfropfen aber ganz bedeutungslos ist, so könnte eine wirksame Schrltzvorrichtung, die beliebig lange getragen »verden rann, ohne die Hörkraft bedeutend 511 vermindern, sehr segensreich a ®if 4 3 aö1 ^ ec Verletzungen des Gehörorgans durch solche plötzlichen Steigerungen deS Lnftdrncks ist ,licht uubebeutenb imb oet selbst gilnstige.n Ausgang fuuftionenc Störu.igen zurück- laUcn, Dre unmittelbare Folge selbst besteht meist in Mittelohr- emanfuimeit uiib in Labyrintherschütterungen, die mit und ohne Drommelfellzerreißungen auftreten. Eine schciirbar sehr einfache Schutzvorrichtimg gegen solche Verletzungs- ^Eh»^an.»Nat Dr. A. Eufell nach seiner eigenen Konstruktion ln der Münchener Medizinischen Wochenschrift be- r 7^. u .^"^er besteht aiis ^zivei kugeligen, verschieden Hi* A ,c aneinandergefchrallbt in ihrer LängS- si"d. In dem dojensörmigeil Hohlramn n * ln * Metallventilklappe, die bei normalem Druck die Schallwellen ungehindert darchläßt, mit zunehmender Stärke des äußeren Ueberdruckes, aber in der kleineren „Olive" die Klappe Zin die Oeffnnng, drückt und diese dicht ab- Damit ist eine Schädigung der Gehörteile, nach dem Er- ^Eilten Berichten aiis dem Felde, so gut wie unmöglich ?? B Äri b lS abaerundete Gestalt der beiben Stücke und L rt 5 ~ die Gesamtlänge beträgt ungefähr 2 cm — tft ein sichere- und unmerkliches Tragen gesichert. ~ \ ^ *i u t ^^ägyptischer Heeresbericht. Unter bca. Soldatenbrieseii des Altertums darf ein Brief besonderes Interesse mSH?* be, ^^r Qr L- ! eine,u ganzen Charakter nach als den ersten offiziellen Schlachtbericht bezeichnen köniite. Dieser Brief stammt aus dem Kriege des PtoloniäuS III. Euergetes von Aegypten s‘Ä \ IU \ {um r 250 v. Chr ). Aller Wahrscheinlichkeit der nicht Unterzeichnete Brief vo,i König Ptolomäiis selbst ^ tt ? b K an JS c 9 c lc 0 i ;ptev gerichtet, beireu er darin den Swliw ©erlauf ber Kampfe gegen Syrien ineldet. Mit großer ^rfa*nrM erbe " Bewegungen der Flotte darin knudgetau, mit ©olksgeistes werden besonders anssuhrlich die geschildert, mit denen die Beivohner von Antiochien Land,ni^! u le - «»npfinflen. Die Schilderung der ^andung ui Selueia lautet folgendermaßen: .Bor Tagesanbruch wir auf so vielen Schiffen, ,vie nur möglich, im Hafen von fene Ix acht Ut'r ÜCrmd)t . ete r n *> lc Ostung, Posidone genannt, und acht Uhr morgens legten wir uns vor Anker. In be^' -des nächsten Tages segelten»wir weiter imd landeten bei ^eluc.a selbst. Die Priester, die Behörden, die dre Offiziere und Soldaten tanien uns bis zum Hafen e„t° gegen und unterließen mchtö, was zur Bezeugung ihrer Smnvatbl? und Freundschaft für uns beitragen konnte." * «... * ,D er versteuerte Schla, tu der exalische,, ^.re Unzahl neuer Steirern, die in England durch de, a«ber°rdcntl>ch hohen Kr.egSuerlnauch notwendig werden tt ema ^d"e'r"Ä/^nZeppelinnn-iriffen ha^ Hanotgcsvrnchs. bCl Oeffentlichkett Großbritanniens. Und tatsächlich sind m ? inn "i? e l el f er - n zahlreich und mannigfaltig ae- ÄÄ. «P«n b,c ^bensgewohnheiten der englischen Bürgeratter S (tl ^ emgudriiigen, unb so dein Insel- verlektt^n l^ner traditionellen Lebensführung u„. 0'aubte. den Krieg m sehr greifbarer Weise vor Augen zil nihren. Auch der Eisenbahnbetrieb erfährt insofern eine Ber- Bequemlichkeiten, die nicht gerade zu den Selbst- Verständlichkeiten e uer Eisenbahnfahrt gehören, als „Ltirns" mit 5‘ n JJL ^tonderen KnegSsteuer belegt werden. So iverdcn die Fahr- karMi für die unter deui Namen Pulluiau-Wagen beka,inten Salou- Kfjlfi” ni s Bahnstrecken in England mit einer bI;spndere,l Steuer ne rei 'GesdnnÄ.n'^^^ entgingen nicht der überall naef) | neuen Geldquellen fahndenden englischen Regieruirg. So ist selbst 1 in Großbrita.inlen zu einer Erscheinun- Worden, die den Besonderheiten des Kriege« unterliegt, und w,t Ich in diesen auch für Eiigland nicht gerade lieblichen Zetten ein Schlafwagenabteil göimeii rvill, muß der Regierung daffir seinen besondere,i Obolus für Kriegszwecke entrichten. vüchertisch. ^ ^ Von Pros. v. Hermann Gunkel ist soeben im Verlaä von Bandenhoeck u. Ruprecht in Güttingen ein Schriftchen er- MMnen, das wir auch rn diesen teuren Kriesslänften mit gutem ^^wrssen zur Anschaffung empfehlen können (1,50 Mk.tz Es trägt ^n zettgemaßen Titel: „Israelitisches .Heldentum und §rlegS frömnirgkert int Alten Testament". Tie zwei Aufsätze zu lesen und geistig in sich aufzunehmen, ist in jedev Werse em Genuß. Der gebildete Laic wird reiche Belehrung und ttest Anregung aus ihnen schöpfen. Prof. Gunkels Bemühung, rn Herders Gerst dre Schörrheit und den religiösen Gel-alt des Alten Testaments unserem Geschlecht ivieder unl-e zu bringen, durste auch m diesem seinem neuesten Schriftck-eu von Erfolg'gekrönt seru Gerade in unseren schweren und doch großen Tagen! durste uns Pros. Gunkel wieder einmnl gezeigt haben, daß auch dre Menschen vor Jahrtausenden nicht anders fühlten und dachten als wcr heute. Sie liebte,: und haßten, sie käinpfbeu und sehnten . sich nach Fr reden, sie hingen am Leben und wußten doch zu sterben I !ü r ioas mehr ist als diese vergängliche Welt, für ihre Ideale, ' silr rhr Volk, ihre Rettglou, ihren Gott, der für sie im heiliges Kampfe stritt und sie nicht im Stiche ließ. ' n cv, u erschein u ngen d er U n i v e r sa l -> B i b l i 0 t he k. 5831--5834. Die Männer im Fe.ue rosen. Roman ^"w^7°^gsLe,t von Kurt Ara.n. [424 S.s In Leinen Mk. 1.20. -Nr.o335. ^arl Stiel er, Gedichte. M.t einer Einleitung. und Wörterverzeichnissen herausgegeben von Fritz G uidlach. 2. Band: Weil's >m freut! Gedichte in oberbayrischer S l n T r ' fT6 0 ~ Nr- 5836. Kriegskalender 1915. der Besitznahme von Biest-Lilowsk, bis l b Jr 3a l rc§ . 19 ,}. 5 - ?'"e übersichtliche Zusammenstellung -Ä^'E'gen Ere,gni„e auf de,, verschiedenen Kriegsschauplätzen. Bearbeitet von Generatteutnant z. D. Metzler. l80 S.s -- Nr. 5837. Brunhrld. Eine Tragödie aus der Nibelungensage Bon Emanuel Geibel. (87 ©.] - Nr. 5888. K ü n st l e r s p e s e n und Ä" vellen. Von Karl Graf Scapiuelli. s92S.j- u% eV 1 V u^nalfälle. Nach dem Neuen ^"ellen Herausgegeben von Dr. Maz- !f&i uff f ©erbrechen russischer Revolutionäre und Polizesipitzel: Die Beraubung de§ Neuteigebäudes in Cherson l879). - D,e Ermordung des Inspektors der Petersburger Ge- l 'T 'ft 1 S rL l i b ä f n ^3)- Aus den, Russischen übertragen von ^ d.I -7 Nr. 5840 K r i e g 8 n 0 v e l l e n. 6. Band. n Tir VOn J'^’ ^eaulieu. E. Dauthe.chey, X. Kappus, l. ' Weiskirch' Cambcec ^' m ‘ Proskauer. H. Uuger, -Ha n d b u ch d e r K u n st,v i s s e n s ch a f t. Herausgegeben MM ) l ÄrhFritz Burger, München. Mil^irka A'm,Gierungen »'N Abonnement z Mk. 1.50, ^"^er^lboniiemeut 2 Mk. (Akademische Verlagsgesetlschaff, Neu- K?.ns Äs 9 Ciel H 9 ; 3, Wulff. Altchristliche und byzantinische ^^. Hef S Auch die vott,egende L.eieru.ig, in welcher Pro- Kr D':. Wulff feine Darltettung der altchristlichen und byzan- s? " öl ’ !e!3 f fließt s'ch, geschmückt mit 35Abbildungen, ivurdig den früheren Heften an. Die Weltliteratur Nr. 16 bringt jeden Saurstaa rar'™*™ befte \. ai °"' a " e ">'d Novellen aller Zeile» n»d BölK EI- Mewiia die Rnminer. Die vorliegende Nu,inner enthält ’ m. m.rV 1 , 1 !b 'V r^r' R"bin Meine Kindheit. Der Schneider- "ieister Nepomuk Schlage! ans der Freudcujagd. v f . r §!at Aufgabe. Vorhand spielt Pigue-Solo auf folgende Karte: ♦ ♦ v> ♦ + 6 ö ch ch ch.ch ch ch Das Spiel geht verloren. - Wie waren die Karten verteilt und wie mußte gespielt iverden? neuern (Auflösung in nächster Nu min er.) Auslosung des Arithmogriphs in voriger Nummer: drille - «kga - Igel — ILi/Ie — Larra - Papagei* — Aegiv — Ragaj — Liege - Lrle — Rigi: ^ r i l l p a r z e r.