Die arme Prinzessin. Roman von Fedor von Zobeltitz. (Nachdruck verboten, l (Fortsetzung.) ,,AH gewiß . . . immerhin wär' es verständiger geivesen, du hättest mir zuerst brieflich deine Absichten mitgeteilt und dann die Anzeigen verschickt. Ich meine, ich hätte es wohl verdient, in einer so wichtigen Frage uin meine Meinung ge hört zu werden. Aber lassen wir das. Du weißt, Bolko, daß deine Heirat mit Miß Lilian Simpson die Bestimmungen des Hausvertrags wie desFideikommißkodex verletzen würde. Ich habe mir die Mühe gemacht, die Akten noch einmal von A bis Z durc^usehen. Die Familiensatzungen wurden 1853 neuerdings bestätigt, sie haben also rechtliche Kraft. Sie enthalten die gleichen Bestimmungen über die Erbfolge, die der Majoratsvertrag von 1692 aufführt; zu diesem sind in späteren Jahren wiederholt Zusätze gemacht worden, die aber das, was dich angeht, nicht berühren. Der springende Punkt ist die „ebenbürtige" Ehe. So lange euer Geschlecht besteht, ist für den jeweilig Erstgeborenen der Paragraph des Eheschlusses noch nicht in Frage gekommen; ich habe also Wer die Grenzen der Ebenbürtigkeit in juristischem Sinne erst Erkuiidigungen einziehen müssen. Herr von Velten hat wir das besorgt—" Er machte eine Bewegung zu dem Kandidaten, ihn gleichsam zum Sprechen aussordernd. Diese Bewegung hatte eine gewisse, zu dem sonstigen Sichgeben des Herzogs durchaus im Widerspruch stehende Feierlichkeit; es machte den Eindruck, als bemühte der alte .Herr sich sichtlich, den Ernst des Augenblicks zu betonen. Auch Velten blieb sehr ernst. „Ich kann mich kurz fassen, Durchlaucht," sagte er. „Das Einsührungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch, Artikel achtundfünfzig, laßt in Ansehung der Familienverhültnisse und Güter des alten reichsständischen und des ihm landesgesetzlich gleichgestellten Adels die sogenannten Hausrechte unberührt. Damit ist dem hohen Adel eine Autonomie in Anordnung seiner Familienverhältnisse und der Disposition über seine Güter gewähr- leistet, das heißt, die dldelsvorrechte aus dem Artikel vierzehn der alten deutschen Bundesakte bleiben bestehen, soweit ie sich nicht auf die Privatgerichtsbarkert beziehen. Sie ileiben vor allem in bezug auf den Grundsatz der Ebenbürtigkeit bestehen, der nur durch anderweitige hausgesetz- tche Bestimmungen oder auch durch entgegenstehendes Herum men ausgeschlossen werden kann. Fm übrigen läßt "sich darüber streiten, ob dies Vorrechte oder — Pflichten sind." „Recht und Pflicht haben die gleiche Grundlage," warf der Herzog ein. Velten verzog keine Miene und fuhr in ruhigem Tone, wie ein Vortragender oder Belehrender fort: „Im Haris- und Erbgesetz oer GotterneggS wird die Ebenbürtigkeit beim Eheschlüß, ohne nähere Definition des Ansdrncks,. als Notwendigkeit für die Erbfolge aufgeführt. Ebenbürtigkeit ist Gleichheit des Geburtsstandes; der regierende Fürst von Gotternegg" — einen Augenblick pausierte der Sprechende — „dürfte, wollte man den betreffenden Paragraphen rigoros auslegen, also nur mit einer Dame aus fürstlichem Geblüt vermählt sein. Aber in der hausrechtlichen Judikatur der nicht souveränen Fürstengeschlechter sind Abschwächungen der Bestimmung vorgesehen; die Ebenbürtigkeit wird auf den gesamten „hohen" Adel ausgedehnt und umfaßt auch die ehemals reichsständischen Grafenhäuser. Die Ehe mit einer Bürgerlichen würde aber unter allen Umständen als — Mißheirat auszusassen sein und die Erb- unfahigkeit der Deszendenz nach sich ziehen." Er schwieg und griff wieder nach der Zigarre, die er inzwischen fortgelegt hatte. „Das ist klar," sagte der Herzog. „Hast du eine Erwiderung, Bolko? Ist es auch dir klar, daß dir im Fälle einer Ehe mit Miß Simpson von der Erbfolge zurücktreten müßtest?" Bolko hatte den Erörterungen Veltens schweigend zugehört. Er steckte sich die vierte Papyrus an; seine Hand zitterte dabei, er war sehr nervös. Er knippste mit den! Fingernägeln und zwinkerte mit den Augen. Plötzlich stand er auf, mit Hast und voll Unruhe, und entgegnete: „Fa, Onkel. Es ist mir alles klar, ich habe mir das vorher; überlegt. Aber auch andres. Wir Gotterneggs stehen auf vier Augen. Fost ist kränklich, ist zum mindesten sehr zart. Es ist fraglich, ob er je heiraten wird. Seine Neigungen weisen ihn auch auf andre Gebiete als auf die Verwaltung der Herrschaft, auf Hof- und Militärdienst, auf Repräfen- tation. Und da dachte ich . . . also kurz: ich habe die Absicht, Seine Majestät zu bitten, mir durch Kabinettsbeschluß nieine Heirat zu gestatten und die Ehe als voll wirksam anerkennen zu wollen." „Du vergißt, daß Majestät in euer Hausgesetz nicht ohrre weiteres eingreisen kann." „Doch, Onkel, er kann es," rief Bolko eifrig. „Er kcnnr es, wenn alle Agnaten sich damit einverstanden erklären —" „In diesem Falle allein der Prinz Jost," fügte Belten langsam hinzu. Bolko trat an den Tisch heran. Von der Zigarette, die er zwischen den schlanken Fingern hielt, stieg eure feine gerade Rauchwolke auf; ihre lichtblaue Farbe verlor sich ur dein grauen Dampf der Holländer. „Lerr Velten," rief Bolko, „ich will Jost noch ein Zugeständnis machen. Ich schlage ihm ein Privatabkommen vor, dem der König seine Zustimmung gerade in diesem Falle nicht versagen wird. Er beläßt mich in Stand nnd Würden; er verzichtet nnr für seine Person auf die Bestimmungen des Hausvertrags. Mer nach meinem Tode treten sie wieder in Kraft, falls bis dahin Jost nrännliche Nachkommen hat. Es würden dann also nicht meine Söhne erbfolgeberechtigt sein, sondern HostS — angenonnnen natürlich, daß er eine ebenbürtige Ehe schließt. . . ." Er wnrde wieder eifriger, sein Gesicht rötete sich, er gestikulierte lebhaft. Onkckl, die Sachlage liegt doch so einfach! Jahrhuirderbelange Mißwirtschaft hat unfern Besitz schließlich unter Administration gebracht. Nun kann ich helfend einspringen. Ich kann die Schulden abWen und mit großen Mitteln ein neues Regime beginnen. Ich will beii Dieüst quittieren und mich mit Ernst und Eifer der Verlvaltnng der Herrschaft widmen. Das habe ich auch alles schon mit meiner Braut und meinem Schwiegervater besprochen. Mister Simpson ist ein verständiger Mann und eine praktische Natur; er hat drüben selbst große Besitzungen; ich habe tnanche industrielle Neuerung vor, die glanzende Erfolge verspricht... kurzuin, ich möchte das Erbe der Väter wieder anfbauen und ausbauen. Das Erbe der Väter, Onkel! Das klingt wie eine landläufige Phrase, aber es ist mir bitter ernst damit. Betrachte mich doch nicht immer alK den leichtsinnigen Leutnant, weil ich eine gut sitzende Krawatte und hübsche Gäule liebe! Ich sage dir, ich gehe nicht nur mit warmem Herzen, sondern auch mit sehr kühlem Kopf in diese Ehe hinein. Was soll sonst werden? Denke doch auch an die Zukunft, Onkel! Wenn wir das Letzte verlieren, wie sollen Jost und Annemarie sich durch das Leben schlagen? vLuch für sie möchte ich sorgen!...'" Er trat vom Tische zurück und öffnete das Feilster. „Erlaubst du, Onkel? — Es ist eine drückende Hitze—" „Hm," machte der Herzog. Cr sah dem abziehenden Zigarrenrauch nach und starrte in den Ahornwipfel vor dem Fenster. Es war ersichtlich, daß die Worte Bolkos manchen Widerklang in seiner Seele fanden, daß sie auch sein Urveil Über ihn zu dessen Gunsten verschoben. Trotzdem zuckte ev tnit den Schultern. „Mein lieber Junge," sagte er, „ich Ü-ill einmal offen sein. Ich habe deine Berlobungsanzeige fvÄtend zerknickt und in oen Papterkorb geworfen. Ja, das tat ich. Nichts ist mir greulicher, als diese Parforcejagd Mseres Adels nach dem Dollar. Pfui Deubel, das ist schandbar und schamlos— Aber gut — ich glaube dir: ich will anneKnen, daß neben dem kühlen Kops auch das warme bei dir mitaesprochen hat. Ich will annehmen, daß du esssr bist, als ich fürchtete. Ich will auch versuchen, mich in öine Lage zu versetzen. Das Hausgesetz ist imn einmal gegen dich. Aber nichts hindert dich, trotzdem für Gotternegg und für Heine Geschwister zu tun, was dich aut dünkt. Auch wenn Jost Chef des Hauses wird, kannst du mit feinem Einverständnis die Verwaltung übernehmen und das EOe der Väter, ich wiederhole deinen Ausdruck, bewahren üsth mehren. Es wird dir eine liebe Beschäftigiung .sein, und ich glaube in der Tat, du hast recht, wenn du sorgst, daß die persönlichen Neigungen Josts sich in ganz anderer Richtung bewegen... Hm_" Es glitt ein boshafter Zug über das weiß umbuschte Gesicht. Bolko sah ihn nicht: er wandte sich hastig zurück, und ein rascher Blick streifte Velten. Onkel," sagte er, „das, was ich jetzt anszusprechen genötigt bin, verlangt Diskretion. Bleiben Sie sitzen, Velten, wenn ich bitten darf; Sie gehören zum Hause; ich habe keiire Geheimnisse vor Ihnen. Euch beiden kann ich sagen, was mir sonst verdammt schwer fallen würde. Mister Simpson hat seine Zusage zu meiner Heirat von der Beibehaltung meines Fürstentitels abhängig gemacht. Kleinliche Eitelkeit, meinethalben. . . jedenfalls steht es so: seine Tochter soll Durchlaucht werden. Ich habe keinen Augenblick gezögert, ihnl bei meiner Verlobung die ehrenwörtliche Versicherung zu geben, daß ich meinen Titel behalten imd daß der Titel auch auf meine Gattin übergehen würde —" Velten schnellte empor. „Durchlaucht," rief er, „die »hrenwörtliche Versicherung — ?" Auch Herrfurth schaute auf. „Das war — unüberlegt," sagte er hart. „Es war mein Recht!..." Das Auge Bolkos schaute fast drohend ans die beiden herab.... „Ich kenne das Haus- gesetz wie ihr. Man kann tnir die Erbfolge streitig machen, aber nicht den Fürstentitel'" „Die Fürstenwürde hängt an der Primogenitur, Bolko. Dre Nachgeborenen sind nur Prinzen und Prinzessinnen, im zweiten Grade Grasen und Gräfinnen." „Richtig..." ein häßliches Lächeln spielte blitzschnell um fernen Mund.... „Aber ich würde es auf einen Prozeß ankömmen lassen. Ich habe juristischen Rat gesucht. Ich kaMi die Rechte der Erstgeburt abtreten, so wert sie materieller Natur sind; ich könnte es auch nicht verhindern. Wenn Jost als Besitzer von Gotternegg den Fürstentitel am rtegmcn würde. Es würde dann zwei Fürsten dieses Namens geben; denn mir kann man diesen Titel auch nach meiner Heirat nicht rauben. Eta Präzedenzfall aus dem hohen Mel liegt vor. Fürst Mcnffred Usingen hat ein Fräulein von Tecklenburg geheiratet; er trat zugunsten seines Bruders von der Erbfolge zurück, behielt aber seine Fürstenwürde, weil sie nicht materieller Natur war, sondern an seiner; Person hing; denn Erstgeborener blieb er auch nach Abtretung seiner Erbrechte."' „Ich entsinne inich des Falles," sagte Velten: „er wurde durch einen Schiedsspruch des Prinzregenten von Bayern geordnet. Aber Euer Durchlaucht können sich nicht auf diese Entscheidung berufen; es wurde der Nachweis gesührt, daß die Tecklenburgs ehemals dem Reichsadel als Grafen von Soundso angehört haben — ich weiß den Namen nicht mehr. Endgültig beschleunigte auch ein privates Abkommen die Einigung. Hier liegt der Fall anders. Ihr Hansgesetz geht allerdings auf Einzelheiten nicht ein, es spricht nur von der Ebenbürtigkeit. Aber der Grundsatz der Ebenbürtigkeit haut sich nicht jaus rechtliche Vorschrift, sondern in dev Hauptsache auf die Tradition, aitif das Herkommen auf, so daß das Herkommen schließtW zu Gesetzeskraft wurde. Von dieser Auffassung ausgehend, die in der Deutung der Ebenbürtigkeit meiner Ansicht nach die einzig maßgebende ist, auch-in juristischem Sinne, würde Euer Durchlaucht sogar die Verpflichtung erwachsen, für den Fall Ihrer Ehe mit Miß Simpson den Fürstennamen Gotternegg abzulegen und dafür einen der Beinamen Ihres Geschlechts anzunehmen." Bolko lachte kurz und heiser auf „Was nicht noch?!" ries er, und ein böser Blick traf Belten; där junge Fürst witterte in dem Kandidaten den Gegner, der auch Jost beeinflußt zu haben schien. „Zeigen Sie mir im Hausgesetz den Paragraphen, auf den Sie Ihre Ansicht gründen! Gewiß — auch mir ist bekannt, daß bei Mesalliancen zuweilen eine Namensänderung erfolgt; aber es gehen in solchem Falle immer bestimmte Vereinbarungen voraus, wie i ch sie schnurstracks ablehnen würde. Wir sind' nicht mehr souverän, trotz des erhebenden Aitels eines „Regierenden" — Sie können mir also auch nicht eine Ehe zur linken Händ Vorschlägen! Mein Gott, was ist das im Grunde genommen für ein törichter Streit! Leben wir denn in der Gegenwärt? Können wir uns nicht mit gesundem Menschenverstand über antiquierte Vorurteile hinwegsetzen?" Der Herzog lächelte. „Sieh da, Bolko," sagte er. „Das klingt ja ganz liberal! . . ." Im Ton der Stimme war eine leichte Mocquerie unverkennbar. . . . „Nun — lieber Himmel — ich bin schließlich auch nicht verrannt in meine Feudalität und bin kein Traditionssimpel — ach nein, gar üicht — gar nicht! . . . Aber . . . ja, mein guter Bolko, es handelt sich hier einfach um Gesetz und Recht. Hm das Hausrecht der Gotterneggs, das durch die Landesgesetze anerkannt worden ist. Ich gebe dir zu: über die Notwendige keit des Namenwechsels würde sich streiten lassen, keines!- wegs aber über die Erbfolge und über den Verzicht auf den Fürstentitel. Hat dich dein juristischer Beistand anders belehrt, so befindet er sich meines Erachtens im Irrtum. Die Fürstenwürde hängt durchaus von dem Besitz von Gotternegg ab, und mit der Abtretung deiner Erstaebnrts- rechte würde auch der Tikel auf Jost übergehen, den du von da ab nicht mehr führen dürstest. Ich kann also nur noch einmal wiederholen: es war unüberlegt von dir, wenn du deiner Braut und deinem Schwiegervater die Versicherung gabst, du würdest die Fürstenwürde nicht verlieren — ja, das war unüberlegt! . . ." Der alte Herr hob bei diesen letzten Worten einen Briefbeschwerer aus Malachit auf und stellte ihn mit hartem Aufschlag, als solle dies eine Bekräftigung! sein, wieder aus den Tisch zurück. Er nahm dabei die Zigarre nicht aus dem Münde; er paffte stark, und die grauen Ranchgirlanden zogen schiefe Schleifen um seinen Kopf und zerslatterten dann, sich in streisigen Dunst auslösend, der langsam aus dem offenen Fenster entwich. (Fortsetzung folgt.) vie Schlangen des Sirs Musa. Skizze von H a n nK W o hl b o l d. / (Nachdruck verboten.) Als der Krieg zwischen der Tmkei und den Engländern anÄ- brach, hatte sich der^Schlangunbändiger Muhammed es Said znt- sammen mit seinem Sahne Ibrahim z-nr türkischen Armee gemeldet. 163 Irr Unebenheiten durchzog er mit einem Korb voll Schlangen, denen er die Giftzähne ansgebrochen hatte, die Straßen Kairos und ließ die unheimlich anssehenden Reptilien zum angenehmen, Grausen europäischer Damen vor den Hotelportalen zum Klang der Pfeife tanzen. Seine Kunst gemährte ihm ein gutes Eiw- -dmmen, das er noch bedeutend dadurch zu steigern wußte, daß er einen ausgedehnten Handel mit Schlangen trieb. Wenn die Fremdensaison in der Hauptstadt vorüber war, streifte er mit seinem Sohne nicht nur nilaufwärts durch die libysche Wüste, er kam bis hinüber nach Jerusalem und Damaskus und südwärts bis Medina. Jenseits des Suezkanals .auf der Sinaihalbinsel, in Nordwestarabien und in Syrien kannte er die Wüste wie kaum ein anderer, jeder Weg, die Lage jedes Brunnens war ihm vertraut. Man nahm ihn daher gerne als Führer bei den türkischen Trirppen an, die gegen Aegypten marschierten, und sowohl er als sein Sohn leisteten wiederholt wichtige Dienste, da sie. mutvolle, kühne Männer waren und sich, gerne zu den schwierigsten und gefährlichsten Erkundungsdiensten verwenden ließen. Bon einem Patronillenritt, den er, schon ganz in der Nähe des Suezkcw.ales, unternommen hatte, kehrte Ibrahim nicht zurück. Muhammed es Said begab sich, als einige Zeit vergangen war, auf die Suche nach dem Sohn und mud ihn in einer furchtbaren Lage. Der junge Araber war in die Hä '.de der rLngländer gefallen, hnd diese hätten ihn, vielleicht weil er sich weigerte,»als Verräter vuszutreten, in der Wüste bis an bc.i Hals cingegraben und dann verfassen. Wie lang er sich in diesem Zirsljand befand, ließ, sich nicht seststellen. Als sein Vater auf ihn stteß, war kr ein Sterbender. Das blutrünstige, vereiterte und verschwollene Gesicht war nichts weiter mehr als ein unförmiger Klumpen, von bem sich Schwärme von Mücken erhoben, als Muhammed es Said sich näherte. Erhielt den Sohn für tot, grub ihn aber so schnell als möglich ans. Dabei kam dieser für einen kurzen Augenblick zum Bewußtsein. Es schien, als ob er den Alten erkenne und als Muhammed sich zu seinen Lippen beugte, flüsterten diese noch einen Namen. O'Neill el Qattl. Dann starb Ibrahim. Ter Vater bestattete ihn in der Wüste und machte sich auf, Rache zu nehmen. Drei Tage später, als er, von Müdigkeit übermannt, hinter einem Felsen in der Glut der Mittagssonne eingeschlasen war, fanden ihn ein Dutzend Engländer, und dann stand er dem gleichen Mann gegenüber, dessen Name das letzte Wort seines Sohnes gewesen war — O'Neill el Qatil. Die Wüste atmet Glut. Blaugrau, wie geschmolzenes Blei, wölbte sich die Kuppel des Himmels aus dem dunstigen Horizont Und hoch im Zenit flammte die weiße, erbarmungslose Sonnenscheibe, von der es wie sengendes Feuer heruntersloß. So weit das Aug ereichte, dehnte sich der gelbweiße Sand, ans dem nur da Und dort spärliche, verkrüppelte Mimosen die dünnen, stacheligen Zweige streckten, ein Glanz ging von ihm ans, der das Auge blendete und die erstickend heiße Luft schwang in zitternden Wellenbewegungen Über der endlosen Fläche. Ein kleiner Trupp von Engländern saß hinter denn gleichen schwarzen Felsblock, bei dem sie Muhammed es Said gefunden hatten. Sie waren am Verschmachten gewesen, denn sie hätten den Weg verloren. Aus dem Wasserschlanch, deu der Gefangene mit sich führte, löschten sie erst den Tiurst, und nun hielt der Offizier, der hier den Oberbefehl hatte. Gericht. Trotzig trat ihm der Araber gegenüber. Aus seinen dunklen Augen flammte die Witt, als er in das hagere mmenverbrannte Gesicht des englischen Kolonels sah, und ohne 'ich eine Sekunde zu besinnen, warf er ihm den Schiinpsnamien! ins Gesicht, den jener bei den Türken trug und mit dem seine eigenen Soldaten ihn unter sich nannten, wenn er außer Hörwette war — O'Neill el Qattl. „O'Neill der Mörder" hieß der Kolonel, seitdem man wußte, daß. er alle Gefangener!, die er machte, wie Hunde niederschießen ließ. Er zuckte nicht mit der Wimper, als der Araber ihn so anredete. Die fast farblosen, wasserblauen! Nanbtierangen sahen unter halb geschlossenen Lidern verächtlich VUf den Alten, der waffenlos und gebunden vor ihm im Sande lag. „Du hast recht, ich bin O'Neill el Qatil," sagte er kühl, ^,Mid dn wirst mich kennen lernen. Ich gebe dir 10 Minuten Zeit mir Ucberlegung, ob du mir sagen willst, wo die Türken liegen. Verweigerst du die Antwort, so grabe ich. dich bis zum Hals, gebunden wie du bist, in die Wüste und lasse dich verschmachten." „Wie meinen Sohn," sagte Muhammed es Said." „War das dein Sohn? Wer bist du?" 0 „Ich bin ein Haui, ein Schiangenbändiger ans Kahira. Du wirst mich nicht morden, obgleich du el Qatil bist." „Nicht? Woher weißt du das?" sagte O'Neill höhnisch. „Du brauchst einen Führer zum nächsten Brunnen." Einen Augenblick schwieg der Kolonel. >Du kennst den Weg?" fragte er dann. Der Hattt nickte. „Wie heißt der Brunnen?" examinierte ihn der Offizier. „Es ist der Birs Musa." O'Neill war über diese Ylmtwort befriedigt. „Dorthin wollten wtr, als wir uns verirrten. In welcher Richtung liegt er?" „Gegen Osten. Jtr einem Gewirr von Steinblöcken." „So reiten wir dorthin ohne dicht Wir finden ihn." Araber schüttelte den Kop-s. „Es gibt viele solche Steinblöcke überall in der Wüste. Du findest den Birs Musa nicht," sprach er bestimmt, „ich aber kenne ihn, kenne jeden Wüstenweg. denn ich habe hier seit dreißig Jahren Schlam _ will dich zu dem Brunnen süyreü." n gesucht. Ich Mit einem eigentümlich! lauernden Mick, der w entging, sah der Araber ihn an. Koloukl „Gibt es Schlangen am Birs Musa?" Der Haui kniff das rechte Auge zu und sein Mund verzog frn einem höhnischen Grinsen, während er, ohne den Frager anzUsehen, so wie er auf dem Rücken lag, gerade empor in den Himmel starrte. Tann sagte er langsam: „Nein, Herr!" Eine Viertelstunde später brach die kleine Karawane auf, trotz der furchtbaren Gluthitze, denn Muhammed es Said trieb zur Eile. Ter Weg war weit und heute noch, wußten sie den. Brunnen erreichen. Sie hatten keinen Tropfen Wasser- niehr, der Schlauch des Arabers war leer und auch die Kamele hatten lange nicht getrunken. jSie fingert bereits an, Zeichen dev Ermattung zu geben. Ter Führer mußte mit zwei Soldaten weit vorausreiten. O'Neill el Qatil traute ihm nicht und hielt es für mißlich, daß er sie in einen Hinterhalt führte. Zwar schien die Wüste leicht zu überblicken, aber die teils vereinzelten, teils in größerer Zahl zusammengeworsenen Felsblöcke boten Gelegenheit zum Versteck wenigstens für eine Harrdvoll Leute. Tuch nirgends zeigte sich- etwas, das den Verdacht bestätigen konnte. Ohne irgendwelche Störung verlief der stundenlange Ritt. In gleichmäßigem,Jviegen- dem Trott trabten die Kamele durch die Miste. Tie Schatten würden länger und die Menschen waren von Durst und Hitze so ermattet, daß sie sich kaum mehr im Sattel zu halten vermochten, als endlich, Fitrj vor Anbruch der Nacht, der Brunnen in der Ferne auftauchte. Er war ein wirres Chaos kleiner und großer Felsen, die der Sandsturm der Wüste spiegelglatt geschliffen hatte. Sträucher, denen die Feuchtigkeit des Bodens Nahrung spendete, wucherten dazwischen. Kolonel O'Neill ließ den Brunnen sorgfältig rekognoszieren, ehe er den Leuten die Erlaubnis gab, sich in das Steingewirr zu begeben, aber es zeigte sich bald, daß weit und breit kein Mensch verborgen war. Auch einen plötzlichen Ueber- fall brauchten die Engländer nicht zu befürchten, denn man konnte von hier aus stundenweit die Wüste überblicken. Tie Soldaten waren zum Tode erschöpft. Wie Säcke fielen sie teilweise aus b&tr Sattel, gierig schöpften sie das Wasser und tranken es, obgleich es trüb und schlammig aussah. Ter Arabech wurde wieder gebunden und neben den Brunnen in den Sand gelegte O'Neill verbot, ihm Wasser zu reichen. Eine lange Nacht hind>uvch> sollte er die Qualen des Durstes leiden, um' dann am anderen Morgen nochmals vor die Frage gestellt zu werden, ob er die Türken verraten wolle oder nicht. Muhammed es Said verzog keine Miene, als her Kolonel ihm das sagte. Zwei Wachen wurden ausgestellt, die Leute rollten die Kämelhaartücher ans, wickelten sich hinein und lagen bald alle in tiefem Schlaf. Eine Stunde lang rührte der Haui sich nicht. Er lauschte aus das leise Knirschen, das die Schritte der beiden Wachtposten im Sand verursachten, bis er plötzlich nichts mehr davon vernahm. Dann richtete er sich vorsichtig in eine halb sitzende Stellung empor und blickte sich um. Keiner von den Schläfern, in deren Mitte er lag, rülpte sich. Mit den Zähnen löste er die Fesseln, an den Handgelenken, es war leicht, die auf der Brust zusammen- gebundenen Arme weit genug zu heben. Zicketzt knüpfte er die Stricke au den Kuöcheln ans und dann stteg er gebückt über die Schläfer hinweg, gerade ans einen etwa doppelt mannshohen Felsen zu, der dicht neben ihnen aufragte. Er kroch mühsani an den glatten Wänden in die Höhe. Droben konnte er sich überzeugen, daß drüben ans der anderen Seite die beiden Wachtposten ün Sande lagen und schliefen. Er griff in die Tasche, holte eine Pfeife hervor und begann leise ans ihr zu blasen. Es mochte eine Viertelstunde später sein, als O'Neill el Qatil plötzlich halb erwachte. Ein leichter Stich, den er am rechten Hangelenk verspürte, war die Ursache. Mechanisch schüttelte er den Arm und er hatte den Eindruck, daß etwas von diesem herunter - siel. Aber noch war er halb im Schlummer und wußte erst nicht, wo er sich befand. Langsam kam er zu vollem Bewußtsein. Es war mondhell, sllbern glänzten die Stachelbüsche zwischen den glatten, dunklen Felsen, die violette Schatten aus die regungslosen Schläfer warfen. Tie Vollmondscherbe stand nicht hoch und neben ihr hob sich seltsam vor dem sternflimmernden Nachthimmel die Silhouette eines Menschen, der hoch ans einem schmalen Steinblock hockte. Dieser Mensch hatte die Hände zum Mund erhoben und blies eine eigentümlich glucksende, eintönige Meise. O'Neill sah das.Bild mit der etwas verwunderten, aber doch gleichgültigen Neugier des Erwachenden an, als sein Blick abirrte Und über seinen eigenen Körper hinglitt. Seltsam, es lagen Stricke aus ihm, kurze, gelbe Stricke. Sie lagen auch neben ihm Und ans den Soldaten. Jetzt fühlte er ettvas Kaltes am Halss Und dann einen kurzen, scharfen Slick. Und nun bewegte sich einer der Stricke über seiner Brust. Im Nu war er völlig wach uud stand auf den Füßen. „Schlangen, wacht auf, Schlangen," schrie er wild, und mm, da sein Bewußtsein völlig klar war, sah er, daß es ringsum gerade zu wimmelte von kurzen, gelben Schlangen. Mit Stößen Und Schlägen weckte er die Soldaten, wie ein Irr-sinniger tastete er mit beiden Händen setti Gewand ab Und riß die Reptilien weg, aber er blutete schon aus vielen kleinere Wunden, die nicht stärker 164 . Mdelstzche, von denen alter ein leichtes Brennen ^smerKten o's^-h durch den gnrrzen Körper verbreitete. auSging.^e Sä^an-genbLndiaer, der hier stets seine ergiebigsten Degehabt l-atte und wutzte, rvie man die Schlangen aus ihren lvckr. sprang vom Felsen, sobald der Ruf des KolonelS Lager olamierte. Er ritz ein Kamel am Zügel einpvr und sprang in den Sattel. Wie ein Sturmwind fegte er in die Wüste hinaus, aber niemand dachte Ml ihn. Heulend und schreiend rissen sich die Soldaten die Esa. die gesürchtetste Giftschlange der Wüste, die sie wohl kannten, vom Körper, aber es ivar keiner, der nickt nrehrere Bisse hatte, und schon singen beim einen und anderen die Glieder an, nnbetveglich und schwer werden, die Schmerzen, die auf die Giftbisse am ganzen Körper zu folgert pflogen, stellten sich ein. Muhammed es Said jagte triumphierend auf dem hechtgrauen ReitLunel O'Nelll el Quirls nordlvärts gegen das Lager der Türken, und um die Felsen des Mrs Mnsa rauschten schon di« Schwingel: des Todes. _ Ueder Prophezeiungen aus alter llnd neuer Zeit läßt sich Alexander Moszkowskl in der illustrierten Zeitschrift lieber Land und Meer (Deutsche Verlags- Anstalt, Stuttgart) und zivar in Nummer 21 vernehmen. Wir bringen einen kleinen Auszug, der sich auf die Weissagungen der Neuzeit bezieht: ... Ein unendlicher Zauber strahlt von den Zahlproportionen aus, dem sie alle wie hypnotisiert nachstarren, die reinen Wisienschaftler, die mit Werkzeug, Experiment unb Algebra die Zukunft zu errechnen trachteten — und in der Astronomie wirklich errechnet haben-nicht minder die träumerisch gerichteten Außenseiter, welche die Zahl mit magischen Elementen zusammen- quirlten und aus den: Gebräu neue Weisheiten aussteigen sehen wollten. Sehen wir rms einige wenig bekannte Beispiele all. Die als Unglückszahl zu unrecht befcörtene Primzahl 13 liefert den Schlüssel «um Leben mehrerer Großen; so ward das Dasein Richard Wagners voll ihr geradezu beherrscht. Nicht ganz frei von Willkür trat eine Zahlensymbolik auf, die in das Leben des ersten Deutscken Kaisers rechllerisch eindringen wollte. Sie fufet nämlich auf dem geschichtlich keineswegs ausschlaggebenden Jahr 182fy dem Hochzeilsjahr Wilhelm- I. und verfährt addierend, in- denl sie die einzelnen Ziffern fortgesetzt dem erzielten Gesamtdatum zuzählt. Danach ergibt sich folgendes: 1829 1649 1 1 6 6 2 4 9 9 1849 Bewältigung des Aus- 1671, Annahme der deutschen stairdes in der Pfalz und in Baden. Kaiserwürde. 1871 1 9 7 1 1888, Todesjahr. Die gan»e illnstäudliche Kabbala beweist also llichtS sonderlich UeberraschendeS, da sie allzuiveit ausholen lnuß, um zu den bedeutsamsten Geschichtswerten zu gelangen. — Nach einer anderen Methode verfuhren die Propheten, um im großen Völkerringen unserer Zeit den Frieden zu errechnen. Sie begannen, zunächst wiederum rückwärts blickend, mit den Geschichtszahlen 70 und 71, wobei eine doppelte Zusammenzählung das Ergebnis liefert: 18 71 37 41 3+7=10 4+1=5. v was auf den 10. Taa des 5. Monats hinleilet, also auf den 10. Mai (von 1371, wie stillschweigend vorausgesetzt wird), der tatsächlich als Datum des Frankfurter Friedens die deutsche Chronik ziert. Und nun schloß nian mit jener Zuversicht, die zum alten Rüstzeug der Symboliker gehört: stimlnt's für das Gewesene, dann wird's wohl auch fürs Kommende stimmen; also wagte man die schematische Fortsetzung: 19 14 19 16 33 29 3-1-8=11 2+9--11; in Worten: der 11. November 1915 sollte den Frieden bringen. Vom arithmetischen Standpunkt gesehen, war die Sache in bester Ordnung; aber die Geschichte ging ihren eigenen Weg und zermalmte das hübsche Exempei de» Zahlenwunders. vermischter. • Ein unbekannter deutscher Urwald. Daß es in Deutschland noch Urwälder gibt, kann man sich kaum vorstellen, und doch liegt ein solcher, wie die Zeitschrift „Braunschweigische Heimat" hervorhebt, am Fltße des Hartes in der Nähe deS braun- schweigischen Dorfe» Hohegeiß. Zwischen diesem Orte ltnd dem Wolfbachtale hetzt die Herzogliche Forstverwaltung einen etwa 1ö Morgen großen Naturschutzpark, der besonder- dadurch interessant ist, daß dort die größten und älteste'» Fickten deS HarzeS, 114 an der Zahl, zu finden sind. Die Fichten sind durchgängig ungewöhnlich hoch gewachsen, ihr Umfang beträgt inehrere Meter, der Durchmesser schwankt zwischen 1,10 und 1,45 Metern, während ihr Stamm etwa 50 Meter in die Höhe ragt. Eine der Riesensichten, die dicht an dem vom Wolssbachtale nach Hohegeiß führenden Fußwege steht, hat nach Angabe einer daran angeorachten Tafel eine Höhe von 46 Metern und einen Durchmeffer von 1,27 Meter. Jüngere Fichten. die sich zwischen diesen Baumrtesen erheben, erscheinen neben ihnen beinahe zwerghast, obwohl auch st« bereit« einen Durchmeffer von 80 Zentimetern aufweisen. Forstleute schätzen die ältesten Stämme des Urwaldes ans 260 bi» 290 Jahre; sie würden damit aus der Zeit des dreißigjährigen Krieges stammen, und wenn sie erzählen konnten, würden sie wahrscheinlich manches aus jener furchtbaren Zeit, die ja auch das Harzgebtet in ihre Kreise gezogen hat, »u berichten wissen. Am Nordrande deS Waldgebietes hat übrigen« kürzlich ein Sturm einen der schönsten Bäunle dicht über der Wurzel abgeschlagen, so daß er jetzt quer über dem Wege lietzt. • * Ei n elektrischer Mobelpolierer.. Die gewaltwe industrielle Entwicklung deS letzten Vierteljahrhunderts, die bie menschliche Arbeitskraft immer mehr in den Dienst der Maschine spannt, ist lim eine neue Erfindung reicher geworden, die den Weg von Amerika nach Europa sano. Es handelt sich um eine Maschine, vermöge welcher die schwere und zeitraubende Arbeit des Möbelpolierens ohne menschliche Kraft ausgeführt werden kann. Allerdings bedarf eS zur Führung der Maschine eines erfahrenen Handwerkers, der aber mittels der Maschine in einer Stunde das leiffen kann, wozu er sonst einen halben Tay verwenden muß, denn der Apparat kann etwa 400 Striche m der Minute, das sind 24 000 Striche in der Stunde, machen, eine Arbeit, die auch die flinkeste und die ausdauerndste menschl'che Hand nicht zu leisten vermag. Tie Maschine ist ungefähr folgendermaßen zusammengesetzt: Der Motor kann mittels jeder biegsamen Kabelverbindung an jeden Krastanschluß angefügt lind dann in Betrieb gesetzt werden. Der Apparat mit den Filzkissen, die auch mit anderen Stoffen oder Schmirgelleinen für entsprechende Zwecke überzogen werden können, ist so gestaltet, daß ein Polieren iti» in alle Ecken und Winkei möglich ist. vüchertlsch. — F. Seibert, Henriette, Prinzessin pon Nass au-Weilburg und Erzherzog Karl von Oesterreich. Wiesbaden. H. Staadt. 1916. 170 Seiten. — Mit dieser durch eine Reihe von Bildertafeln auSgestatteten gediegenen Schrift hat der Verfasser einen anziehenden Beitrag zugleich zur Geschichte deS naffauischen Landes und Fürstenhauses wie zur eindringenden Kenntnis des LebenSgangs des Siegers von Aspern geliefert, der am 14. September 1815 baS anmutige nassauische Fürstenkinb heimführte. Mit unermüdlichem Ester hat der Verfasser nach bisher unbenl'tzt gebliebenen Quellen geschürft, so daß sein Merkchen nicht nur von dem weitern Kreise der Freunde naffauischer Heimat- kuilde, an die er sich in erster Linie wendet, sondern auch von der Geschichtsforschung dankbar willkommen geheißen werden »vtrd. H. H. — Nr. 45 - 48 des .Wieland* (zweites Monatsheft) bringt ein Titelbild von Emil Orlik, ferner farbige Originalarbeiten von W. Schmidt, Ludwig Kainer und Schilling, außerdem Schwarz- weißarbeiten von G. W. Rößner, Kaiy H. Nebel, Orlik, Büttner. Drei Blätter von Bruno Paul. Der literarische Teil bringt die Gedichte von Franz Theodor Csokor, Gottfried Kölwel; ferner Beiträge von Felix Braun, Georg Brittina, Paul Barchan, Otto Zoff und Mechtild von Lichnowskn. Preis des Heftes Mk. 1,—, („Wieland"-Verlag, Berlin W. 9, LennSstraße 4.) ©Itter Rätsel. Zn bie Felder nebenstehender Figur sind die Buchstaben &&&&, e e e e e e e, g g g, i i, n n n n. o o, r r r r f. « «, tttt ttttttt, n a a a derart einzutragen, daß die senkrechten lind wagerechten Reihen gleichlautend folgendes ergeben: 1. Raubtier mit kostbarem Pelzwerk. 2. Deutsch« Resideilzstadt. 3. Symbole einer Vereinigung. (Auflösung in nächster NunWer.^ Auflösung des Mischrätsels in voriger Nummer Monade, Menado, Modena. Schriftleitung: Aug. Goetz. — Rotationsdruck rmd Verlag der Brühl'scken UniversitätS-Buch-- und Steindrnckerei, R. Lanae. Gießen.