Die arme Prinzessin. Roman von Fedor von Zobeltitz. (Nachdruck verboten.^ ' O (Fortsetzung.) Beyfuß ftaitb schon vor dem „alten Danse" und hatte neben sich, damit der Empfang stattlicher aussehe. Doch die Wirkung schlug fehl. Herrfurth wuchtete sich aus dem Wagen, nickte Beyfuß freundlich zu und sagte: „Äa, Alterchen, noch immer auf dem Posten?" — und starrte hieraus Max an, der mit bleichen Zügen und schier zusammen- gebrocheu vor Augst neben dem .Herrn Schloßintendanten seine grüne Livree schlottern ließ. Der Fürst machte große Augen und es zuckte um seinen Mund. „Wo habt ihr denn diesen Erdbewohner her?" fragte er.schiuunzelnd. „Es ist unser neuer Boy, Durchlaucht zu Gnaden", antwortete Beyfuß ernsthaft. Der Fürst schüttelte sich, so mußte er lachen. „Euer neuer Boy," rief er; „es ist nicht zu sagen! Junge, du iuußt dm) mal ausplätteu lassen! Kinder, wie kommt ihr aus die Idee dieses Boys! Und warum denn so grün? Er sieht ja wie eine Raupe aus, die noch nicht recht weiß, ob sie sich verpuppen soll oder nicht . . ." und als er sah, daß Maxens Gesicht sich immer ängstlicher verzog, klopfte er ihni auf die Backen und meinte begütigend: „Es schadet nichts, Grün ist eine ,ehr hübsche Farbe, kremple dir nur die Hosen iioch ^in bißchen auf und zieh den Gurt ordentlich an; du bist ein außerordentlicher Boy." Dann rief er: „Meine Mappe, Bozenhardt! — Bozenhardt spann aus; du gehst mir ilicht in den Krug, sondern lernst deine Vokabeln. Auf dem Rückweg überhör' ich dich. . . Der Kutscher brummte: „'fehlen, Durchlaucht," und holte aus dem Bockkasten eine dick gefüllte schwarze Ledermappe hervor, die er dein Fürsten reichte; dabei briiinmte er unaufhörlich ganz leise und unverständlich vor sich hin und machte ein wütendes Gesicht. Es waren inzwischen auch die andern zur Begrüßung erschienen. Velten und die Madame hielten sich zurück, die drei Geschwister aber umarmten den Onkel, und Annemarie küßte ihn herzhaft ab und rieft „Onkel, du hast mir ein neues Rad versprochen, wenn meine letzten drei französischen Aussätze fehlerlos wären. Frage die Madame, es war nrcht ein einziger Fehler darin. Wann kriege ich das neue Rad?" „Kleine," erwiderte der Fürst, „es soll nie des Guten zu viel sein. Ihr habt schon einen neuen Boy. Es wird wieder vornehm bet euch. Der grüne Boy ist der Anfang. Da kannst du nicht mehr radeln, es würde sich nicht schicken. Frage deinen ältesten Brulder. Bolko, deine roten Sttefel sind wundervoll. Wie ist die Adresse deüres Krawattew- Fabrikanten? Ich will mir auch einen blauen Schlips mit gelben Tüpfelchen kommen lassen. Entschuldige, daß ich ln der Joppe vorspreche. Ich trage sie schon sechs Jahre, aber Bozenhardt hat sie frisch gereinigt; sie riecht noch ein bißchen nach Fleckwasser, nimm es nicht übel. . . ." Nun wußte Bolko, daß der Alte in Kriegs stimmuug war; da mußte er verdoppelt liebenslvürdig sein. Er lachte und tat so, als sei der Spott des Onkels nur ein harmloser Scherz. Er nahm ihm die Mappe ab und Stock und Hut und fragte, ob der Ohm nicht ein bißchen frühstücken wollte. „Merci," entgegnete Herrfnrth, „nichts zu essen, aber... Beyfuß," brüllte er plötzlich, schon in der Flurhalle ide- Hauses, „Beyfuß, mir ist so, ich möchte einen KrabbelandieB wand!.. Bolko machte große Augen, und der ehrliche Beyfuß sah höchst beglückt aus. Er wisperte mit Madame, und Madame wisperte mit der Anschuß, und die Anschütz wisperte dem grünen Max etwas in das Ohr, und der grüne Max sauste faltenschlagend davon, und als er wieder zurückkehrte, trug er aus einem Teller ein großes Schnapsglas mit bräunlicher Füllung. Der Herzog, der Velten in eine Ecke gezogen hatte und mit ihm halblaut verhandelte, schmunzelte. „Kennst du das?" fragte er Bolko. „Nein, Onkelchen—" „Koste mal," unb der Alte gab ihm das Glas. Gehor- sanl kostete Bolko und schnitt ein entsetzliches Gesicht und begann krampfhaft zu husten. „Herrjöses," stöhnte er, „das ist. ja eine niederziehends Einreibung— Der Herzog lachte und schlug sich vor Vergnügen ans die Schenkel. „Eine ausgezeichnete Mischung ist das," sagte er> „das ist ein Wacholderschnaps, und es ist auch sonst noch allerlei drinnen. Aber das ist das Geheimnis von Frau, Äeyfnß; die komponiert und fabriziert ihn selbst. Es ist mein Jagdschnaps; er picht den Magen aus, wärmt gut und ist von erlösender Wirkung. Beyfuß, schickt mir mal wieder zwölf Flaschen nach Dombach!..." „'fehlen, Euer Durchlaucht," erwiderte Beyfuß und war glückselig: denn der Herzog bezahlte die Flasche seine- „Krabbelandiewand" (so halte er den Schnaps getauft) mit baren fünf Mark, nub das war eine erkleckliche Extraein»- nähme für den Schloßintendanten von Gotternegg. Herrsnrth schrttt mit Velten voran die breite Stein- treppe hinauf, die aus der kühlen gewölbten Vorhalle in den ersten Stock führte. „Also, Sie meinen, jvir ziehen den Prinzen vorläufig nicht zu der Unterredung?" fragte er. „Ich möchte mich dagegen aussprcchen, Durchlaucht. Prinz Jost muß doch noch vor Erregungen geschützt werden. Mer ich kenne seine Ansichten, und er yat mich gebeten, sie zu vertreten." „Gut so. Es ist mir recht, daß Sie der Konferenz beiwohnen, Herr von Velten. Wie steht es sonst mit dem Prinzen? Gesundheitlich und in literis?" „Geheimrat Vollbrodt hat ihn vor vier Wochen erst wieder gründlich untersucht, Durchlaucht. Der Prinz sei organisch absolut gesund; aber ungemein zart, blutaiM 158 lltib feinnervig. syrische Luft uud viel Milch; von jeder Vonderb ehandlung und Medizinalkuren rät der Gehe:rn- Vat ab." „Hm... Und wie denken Sie sich die Zukunft, lieber Velten_" „Durchlaucht, der Prinz ist so Hiervorrageud begabt, daß er im Frühjahr sein Abiturium glänzend bestehen wird —" „Alle Achtung! Das ist um so erstaunlicher, da Sie allein sich mit seiner Vorbereitung beschäftigt Haber: und zudem immer und immer auf seine Konstitution Rücksicht nehmen mußten. . . . Wir haben Ihnen.sehr viel zu danken, Herr von Velten." „Nein, Durchlaucht, nichts. Der Prinz ist mir ein lieber, lieber — Freund. . . ." Der alte Herr reichte Velten die Hand und drückte sie herzlich. Die andern waren zurückgeblieben; man wollte die Befehle des Herzogs abwarten; man wußte, daß er das liebte. Bolko hatte Annemarie zugeflüstert: „Mie, jetzt nimm dir den Jost vor!" „Er will ja nicht," flüsterte Annemarie zurück; „er sagt, unter vier Augen spräche er nicht mit mir; ich glaube, er weiß, was ich will: ich glaube, er hat Lunte gerochen. . . ." Bolko unterdrückte einen Fluch. Vor der Haustür wurde eS lebhaft. Man vernahm einen Jubelruf Josts und seine hell unb fröhlich klingende Stimme. Arm in Arm mit Otto Reschke trat er in die Flurhalle; Otto trug ein Paket, vorsichtig wie ein Wickelkiiid, an die Brust gedrückt und es festhaltend mit beiden Händen: die Hauschronik aus der Burg- Mühle. „Bolko, kennst du den noch?" fragte Jost strahlend. ^Na, was wird er denn nicht!" rief Annemarie. Bolko blinzelte durch sein Monokel zu Otto herüber, der sich verneigte und ihn: die Hand reichte. „Herr Reschke . . . nicht wahr?" „Otto genannt," sagte Jost. „Bolko, dein Monokel muß beschlagen sein. Das ist nicht Herr Neschke, sondern Otto. Derselbe Otto, der dich gehörig verhauen hat, als wir oben aus dem Götzen einmal Raubritter spielten und du ihm die Pflaumen wegnahmst. Besinnst du dich nicht?" Nun stieg Bolko von seiner fürstlichen Höhe herab und antwortete lachend: „Natürlich, Keile vergißt man nicht; aber Sie fielen mich von hinten an, Otto —" „Es war in der Notwehr, Durchlaucht, und lag mir bequemer —" Bei allem Freimut im Ton vergaß Otto nicht die Bewahrung einer respektvollen Haltung. Aber Jost und Annemarie erschwerten sie ihm; die Prinzessin legte ihren Arm in den Ottos, und Jost umfaßte seine Schulter. Zugleich erschien auch Velten auf der Treppe und meldete: „Durchlaucht, der Herr Herzog lassen Euer Durchlaucht bitten . ." und Jost rief: „Otto, wir gehen inzwischen auf mein Zimmer. Wir haben uns viel zu erzählen. Wir wollen auch einmal eure Chronik durchstöbern. Annemie, ich sage dir, wenn du uns störst - wehe!" „Buuuh," machte Annemarie, „bleib mir gewogen! —" Mit finsterem Gesicht stieg Bolko die Treppe hinauf. Er merkte wohl: Jost wollte sich nicht sprechen lassen; der nahm gegen ihn Partei. Das machte ihn wütend. Er kniff die Lippen zusammen und seine Augen wurden finster. „Gut," sagte er sich in seinem heißen Grimm, „tragt eure Krone weiter durch das Hungerland, ich bin kein Narr, ich wehre Mich gegen die Ohnmacht. Wollt ihr die Kugel am Fuß, so behaltet sie selbst; ich geh' meiner Wege, ich will frei sein!" Das sagte er sich, und seine Lippen schürzten sich verächtlich. Aber der Ausdruck wandelte sich, er ward anders. Es trat wieder die Sorge auf seine Stirn: und grub sich in Falten e:n. Nicht, daß es keine Freiheit war, die er suchte — nicht das beschwerte ihn. Aber ihm wurde ängstlich bei dem Gedanken, daß das erhoffte Glück ihn: entgleiten könnte, wenn man ihn zwingen würde, Namen und Titel zu entsagen. Im „alten Hause" wärest ständig zwei Räume für den Herzog reserviert, für den Fall, daß er in Gotternegg zu tun hatte. Der e:ne war das Archiv, ein saalartiges Zimmer mit Repos:tor:en an den Wänden, in denen Hunderte von Aktenstücken lagen, alte Dokumente, Lehn- und Fehdebriefe aus vergangenen Jahrhunderten, Patente und Prozeßschriften, Urkuiwen, T^tamente; man sah da vergilbte Pergamente mit ungeheuer:: Siegeln in bleiernen Kapseln, Schriftstücke auf dickem und grobem Papier, ganze Bündel von Briefschaften, zusammengeschnstrte Karten und Pläne, in Leder, Schweinsund Eselshaut gebundene Folianten und Rollen aus Blech, in denen Ernennungsdekrete steckten, neben kostbar ausgestatteten Mappen für Widmungen und Begleitschriften zu Geschenken. In diesem weiten Raume, zwischen den Fächern der Repositor:en und Wandschränke, lag eine glänzende und ruhmreiche Vergangenheit begraben. Der Geist der Geschichte aing durch den Saal, die Jahrhunderte berührten sich. Da sprachen die Zahlen: im ersten Schranke unten links war ein Pergament aufbewahrt, und aus dem Beizettel der Registratur stand „Tammo zum Götzen 1081". Das war der Ah:d- herr, mit dem die Stammreihe begann, und im letzten Schranke oben schloß sie mit einer bitteren Ironie; die Verwaltungsberichte der Administration lagen zwischen Kartondeckeln, auch die ein fleißiger Beamter in schöner Kurrentschrift die Worte gesetzt hatte „Regierender Fürst". Das sollte Bolko sein; aber es gab nichts zu regieren. Dies Archiv war ein Mausoleum mit vielen Epitaphen. Es häuften sich die Dokumente von Geschlecht zu Geschlecht; für den letzten waren nur Rechnungen da. Die Mäuse knabberten am Pergament, per Wurm bohrte seine Löcher in die Wasserzeichen des Papiers; die Rechnungen blieben unversehrt und ihre Last wuchs. Das Archiv zeigte den Lebensgang des Hauses: in aufsteigender Linie von Tammo bis zur Mitte des siebzehnten Jahrhmrderts, und dann ging es mählich bergab. So umschloß dieser Raum ein gewaltiges Auf und Nieder. Die Tür zum Nebenzimmer stand offen. Das war nur ein kleines Gemach, das Schlaskabinett des Herzogs- wenn er einmal nachtsüber in Gotternegg verblieb. Die Wände kahl bis auf zwei Silhouetten in ovalen Goldrahmen; ein eisernes Feldbett in einer Ecke, ein Waschtisch mrd ein langer Arbeitstisch und ein paar eichene Stühle: das war das Mobiliar. In der Fensternische lagen zwei eiserne Hanteln und ein Wolss- fell lag vor den: Schreibtisch. In der Tür zwischen den beiden Zimmern empfing Herrsurth den Neffen. „Komm, mein Junge," sagte er, „und laß uns in Ruhe reden. Was hast du zu rauchen da? Zigaretten — nee — aber genier dich nicht und glimm dir eine a::. Nur ertaube, daß i ch bei meinen Holländer-:: bleibe_" Er zog ein Etui aus Strohgeflecht hervor, bot Velten eine Zigarre an und nahm das Streichholz, das Bolko ihm reichte. Dann hüllte er sich in Dampf und ließ sich vor den: Arbeitstische nieder, aus dem er eine Anzahl Papiere aus seines Mappe ausgebreitet hatte. „Setz dich, Bolko," fuhr er fort: „Herr von Velten, hierher, wenn ich bitten darf' — er zeigte auf den Stuhl neben sich. „Lieber Bolko, ich muß zunächst die Frage an dich richten, ob ich die Verlobungsanzeige, mit der du mfe überrascht hast, als Urkunde aufzufassen habe. Du kannst natürlich machen, was du willst; aber ich bin als Vormund deines Bniders Jost zu der Frage gezwungen_" Bolko saß am Fenster. Er sah blaß aus; diese Frage des Oheims war nicht mehr und weniger als eine Lebensfrage. Ein Ahornwipsel verhängte draußen das Fenster; blaßgrün glitt der Sonnenschein in das Zimmer und legte seinen Widerschein auf die)Wangen Bolkos. Er nickte. „Gewiß, Onkel," antwortete er, „die Anzeige ist ein Dokument. Ich habe ihr, du wirst dich entsinnen, auch einen ausführlichen Brief folgen lassen." (Fortsetzung folgt.) Die drei Nahen. Heiteres Kriegsbild von Max Karl Böttcher-Chemnitz, l ~! (Nachdruck verboten.) Im dritten Hause rechts der Kirche wohnte der Bürgermeister Jean Malier. Er war von Beruf Eiergroßhändler und klug genug, über die seit Monaten in St. S. liegende deutsche Besatzung Freude Und Wolstgefallen zu heucheln, und er war bei seinen Mitbürgern, deren Oberhaupt er war, angesehen genug, daß sie ihm gern und willig gehorchten, und deshalb kamen Ortskommandant und Besatzung mit ihm und den löblichen Einwohnern recht gut aus. Seit drei Tage:: hing am Fenstersims der bürgermeisterlichen Küche ein Hase in freier Lust, ein richtiggehender, langlöfsliger Wald-, Feld- und Wiesenhase. Zwei Tage vor Kaisers Geburtstag ritt der Herr Bataillons- sichrer inst an dem Hanse vorbei, pnd er sah den Hasen da im - kühlen Morgenwinde baumeln. — Ganz kurz nur, aber auch gankurz gedachte er der Zeiten seligsten Friedens, da ih:n seine Frau wenn er zu Kaisers Geburtstage von der Pavoleausgabe heim kehrte, stets einen Hafen mit vogtländischen Klößen vorsetzte. — Was würde man übermorgen zu Kaisers Geburtstage hier in diesem elenden Reste verzehren können.? — Es war hundert gegen .eins 169 tu wetten: Äißfflcn&taten! Denn im Orte wohnte der Ziegen- züchter und Großhändler Jaques Mllage, dem man seitens einer hohen Intendantur schon Hunderte und tausende Zielen, gehörnt und ungehörnt, beschlagnahmt und geschlachtet hatte. Also der Kataillonsführer sah das Häslein, verhielt einen Augenblick seinen Gaul und warf einen einzigen Blick nach seinem hinter ihm reitenden Burschen mit dem ebenso seltenen als schönen Namen Prohibus. Und im Weiterreiten sagte er noch leichthin: „Da hängt ein Hase, Prohibus!" „Jawohl, Herr Hauptmann, — da hängt ein Hase!" wiederholte stramm der Bursche, zählte in Blitzesschnelle, denn der Hauptmann schlug ein kleines Linksgalöppchen an, um aus der Nähe des baumelnden Larnpe zu kommen, also Prohibus zählte mit Blitzesschnelle die Fenster und merkte sich, daß der Hase aM dritten Fenster von rechts im ersten Stockwerk hing, entdeckte auch: noch an der Hinkerwand des Holzschauers eine Leiter und — schmunzelte.^— Wenige Minuten später trat der Herr Stabsarzt aus der Revierkrankenftube des Ortes und bummelte, seine Zigarre schmauchend, die etwas reichlich klitschige Dorfstraße entlang. Ta sah auch er den Hasen. — „Verflixt nochmal, ein Hase!" rief der etwas lebhafte Herr aus und blieb vor dem Hasen stehen und betrachtete ihn wie eine seltene SchÄ-heft. Tann gab er sich einen Ruck tvie einer, der sich von einem^recht, rocht lieben Bilde trennen muß, und ging weiter. — In seinem Quartier nahm ihm sein Bursche Sauermanu Mütze und Säbel ab. „Na, Sauermann, toas gibt es heute Mittag zu essen?" „Ziegenleber mit Kartoffelbrei, Herr Stabsarzt." „Verdeckes! Schon tvieder?!! — Und beim Bürgermeister hängt wahrhaft'gen Gott's ein Has'." „Wo hängt der Has', Herr Stabsarzt?" „Beim Bürgermeister am Küche nfenster ! — Also her mit der Zickelleber!" Und während der Stabsarzt mit recht gemischten Gefühlen seine Ziegenleber speiste, kehrte Leutnant B. mit seinem Zuge vom Schanzen zurück. — Ms sie an der Bürgermeisterei vorbeimarschierten, schielten achtzig Augenpaare nach dem Hasen und achtzig Kehlen schluckten, und wohl mancher der Braven dachte an Muttern daheim, die ihm, ach, so oft, ein Hasenbrätchen vorge- setzt. Auch Leutnant B. hatte den Hasen gesichtet, noch schneller aber als er, sein Bursche, der seinem Leutnant, weil es geregnet hatte, den Gummimantel zum Schanzwerk gebracht. Leutnant B. sah Schippte an, und Schippke seinen Leutnant — und keiner sagte ein Wort. — Acht Monate hatten sie selbander im Felde gehaust, manche Not und Graus zusammen ver- und überlebt. Und Schippke las von den Augen seines Herrn, was dessen Seele bewegte. Und das waren just recht weltliche Dinge — uno daran war der Hase schuld. — Am Nachmittag des gleichen Tages saß Sauermann, ein Vogelteschin über dem Knie, aus dem Anstand. Ein Hof, eine kahle HeckM dahinter ein Hackstock und etliche Holzabfälle — und daneben kauerte Sauermänn, des Stabsarztes Bursche. — Da schleicht es durch den winterentblätterten Hag, sachte, sachte, und eine mollige, tigergestreifte Katze pürscht sich am Heck entlang, Marschrichtung: Scheune. — Ein kurzer, psisfartiger KUall, die Katze tut einen drolligen Hupfer und liegt dann still. — Ihr Katzenleben ist dahin. — Sauernmnn aber scharrte einen Haufen Laub aus und verbarg die Katze. Eine Stunde später trat Prohibus, der getreue Diener des! Bataillonssührers, in das Geschäftszimmer des Bürgermeisters Jean Malier. — Der Eiergroßhändler sprach leidlich deutsch und Prohibus hatte sich in der langen Kviegszeit ein gan§ hübsches Stämmchen Französisch angeeignet, und so kam eine zwar kauderwelsche, aber immerhin verständliche Unterhaltung zu Wege, etwa folgenden Sinnes. „Bei uns sind Mäuse, — und mein Hauptmann mag keine Mäuse leiden." „Soll ich sie fangen?" i „Nein, aber eine Katze sollen Sie mir borgen." „Kann geschehen!" Er ries nach der bürgermeisterlichen Schoß- und Hauskatze und steckte ihn, es 'war nämlich ein Kater, mit sicheren: Grift in einen Teckelkorb und Prohibus zog schmunzelnd mit seinen! Mäusesänger ab. — Daheim langte der Bursche vorsichtig in den Korb, brachte die Katze, die ihm ein paar lange, rote Striche über die Hand zog, vor sein kurzes Schwert und enthauptete sie in der Küche. Dann versteckte er ihre sterbliche Hülle unter einem großen, tönernen Asch. — Nachts 11 Uhr. — Im Dorf Stille. Nichts regte sich. Da schlich es langsam um die Ecke des bürgermeisterlichen Hauses. Es raselte 011 der Wand, eine Leiter schob sich am Mauerwepk enftwr, und eine dunkle Masse stand auf der obersten Sprosse und grift nach dem Hasen am Haken. Darauf ward vom Leibriemen der duuklen Masse eiu den: Hasen ähnliches Tier gelöst und au den Haken gehängt. Daun wurde abwärts gestiegen und versucht, die Leiter wieder wegzuschaffen. Da packte ihn eine harte Faust. „Mensch, gib meinen Hasen 'raus!" „Deine st Hasen.?" „Jawohl, ich muß ihn mopsen, — hörst du, ich muß ihn mopsen und habe mir schon eine Katze zurechtgemacht!" „So, ünd meine Katze hängt schon oben, und den Hasen bekommst du nicht. Wer bist du eigentlich?" „Ich bin Schippke, der Bursche von Leutnant B. — Und du?" „Ich bin Sauermann, der Bursche vom Stabsarzt DK. Niemann, und ich muß unbedingt den Hasen haben." „Ausgeschlossen! — Wir wollen den Hasen ausknobeln!^ „Nee, da Hab' ich immer Pech. Also leg dich in deine Kapsel Und träum dir einen Hasen. Servus!" Aber Schippke hielt ihn zurück: „Kamerad, wir wollen den Hasen teilen. Dafür gebe ich alles, was wir zum Braten brauchen. In meinem Quartier ist schon alles bereit." Damit erklärte sich nun Sauerwein einverstarrden, und so trollten die beiden Burschen querfeldein bis zur Wohnung Schipp- kes. — Da war in der Mchft fichon alles wohl viorbereile:!: Butter. Sahne, Gewürz, — und bald durchzog ein gar liebltckies Tüftlein die Küche. Und als nach langem, langen! Harren der Braten weich und gar, da Huben die beiden ein Kosten an, und das war das gute Recht der Köche. Verteufelt, das schmeckte gut!! Noch ein Stückchen und noch ein Stückchen fand seinen Weg in die verhungerten Burschenmagen, und nach einem Viertelstüudchen unüberlegten Schmaulens erkannten zu ihrem Schreck Schippke unfc> Sauermanu, daß das Häschen voll und ganz einen Stellungswechsel vorgenommen, eine Umgruppierung, aus den! Pfännlein in die Magen, — und das Pfännlein war leer. Mer auch jetzt ward Rat. — Schippke schielte in die Küchenecke. Dort lag ein unglücklich .Haustein, sein Tauschstück, jene Katze, die er, gleich seinen Kameraden, am Nachmittag erlegt, um sie an Stelle des Hasen dem Bürgermeister unter das Fenster zu hängen. — Und er sagte zu Sauermann: Du, in den Witzblättern liest man immer, daß Katze an Stelle des Hasenbratens gegeben wird. Katze schmeckt gerade wie Hase, wenn man'ö nicht weiß!" Und Sauermann nickte, und so ging es wieder an ein Enthäuten und Entweiden, an ein SchMorgeln und Braten, — aber jetzt ward nicht gekostet. — Als der Morgen graute, war der falsch« Hase fertig, war geteilt, und Sauermänn zog höchst befriedigt ab mit seiner Hälfte. Just zur selben Zeit, als das Hafenpsännlein zum zweitenmal ein enthäutetes Wesen in fkfr ansnahm, stand beim Bürgermeister wieder einer unter dem Hasenfenster und wunderte sich! baß, daß man ihn! die Sache so bequem gemacht und sogar schon eine Leiter hinzugetragen! Es war Prohibus, des Bataillonssührers Bursche. — „Oder sollte etwa gar schon ein. schlechter Mensch dagewesen sein und vor mir den Hasen gemopst haben?!" dachte er voller Bangen, als er die schwanke Leiter empörstieg. — Aber nein, da hing ja noch das gepelzte Tier. Zwar sehen konnte eres uicht, aber er fühlte es mit der Hand, „lilnd nun sollst du, geliebter Bürgermeister, auch dein Kätzlein, allerdings in einem etwas weniger lebhaftem Zustande, wiederbekommen!" murmelte er und hing die geborgte und enthauptete KUtze an Stelle des» beschlagnahmten „Hasen". — Tann stieg Prohibus talwärts und entsleuchte. — Ta er nicht die Küche seines Quar-trers ver- Unsaubern wollte, häutete er im Feldraine den „Hasen", schlug ihm im Dunkel der Nacht Kopf und Füße ab und trug das Tier heim, und nun Hub auch in des Bataillonsführers Küche ein Braten an, daß es nur so schmorte und duftete. Am andern Tag. Leutnant B. rüstete sich zum Dienst. — ..Herr Leutnant kommen doch pünktlich herm heute Mittag? Ich habe nämlich ein seines Brätchen?"- . . _ „Jong, Jang, mach mir den Mund nicht wässerig! Wirklich mal keinen Ziegenbraten?" „Nee, — Hase, Herr Leutnant, — een wirklich fernes Häschen." , ,, „Höre, alter Freund, du hast mir doch nicht etwa. ... „Aber, Herr Leutnarrt!" „Du, wenn das der Hase vom Bürgermeister rft, dann rg ihn wur gefälligst selbst!" # „Herr Leutnant, ich schwöre, dap der Braten, den ich heute Mittag für Herrn Leutnant habe, nicht der Bürgermnster-Hase ist!" beteuerte Schippke und machte dabei,, gewiß mit vollstem Rechte, das ehrlichste Und treuherzigste Antlitz der Welt. Auch beim Stabsarzt wurde das seltene Mittagessen schon früh verkündet und Sauermann mußte schwören, daß das Häschen keinesfalls der Küche des Bürgermeisters entstammte. Und auch er schwur mit dem besten Wissen und Gewissen. Und Prohibus? Er sagte vornweg garnichts, sondern überraschte einfach seinen Herrn mit dein dustenden Braten. „Nanu, Prohibus, was ist denn das?" rief der Häuptling und schob seine Nase fast in die Brühe. „Hase, Herr Hauptmann!" — Das war der glänzendste Augenblick in Prohibusens bisherigem Bnrschendasein. „Hase? Wo haben Sie den bloß her?" „Den? — Ja, was der Hase ist, Herr Hauptmann, das war nämlich so: Ta war da een Hase und da l>ab ich gedacht der täte Minen! Hauptmänn vürleW ooch schmecken, und da hah ich mir 160 yesagt, wenn den Hasen kriegen tatst, da täte sich der Hauptmanu freuen, und da Hab ich ihn gekriegt, — ja so warsch!" Hauptmann Wehstem ahnte, daß die Herkunft des Hasen doch etwas dunkel sei, aber da er aar so lieblich duftete, beschloß er, als vorsichtiger Maun, erst zu e,sen und dann wefter zu verhören, —« für alle Fälle urrd besser ist besser. Und so aßen alle drei Herren, Leutnant B. und der Stabsarzt nnd der Hauptmann „Hase" mit glänzender Eßlust, und aßen doch alle drei Katz. — Und wie der Bataillons sichrer so schmauste, trat der Herr Ortskommandant ein. — „Uh, wie schön, daß ich Sie treffe, bester Wetzstein. Ich wollte nur wegen der Wach- Verteilung etliches mit Ihnen besprechen. Aber da Sie gerade beim Speisen fiixb — Donnerwetter, was essen Sie denn da Duftendes?" „Hase, Herr Major, — imb da ich das ganze Tier so nicht allein vertilgen kann, so würden Herr Major mir eine große Freude ..." „Ich soll mitessen? Aber mit größtem" Vergnügen! Noe, bester Wetzstein, da machen Sie mir wirklich eine Freude!" — Und er setzte sich und speiste ttfii, Und so aßen jcht also viers Herren Hase und aßen doch alle Katz. * Ter Abend desselben Tages- — Im Geschäftszimmer der Ovtskommandantur standen die Feldwebel der Kompagnien und nahmen den Abendbefehl entgegen. — Ter Adjutant diktierte: „Punkt 4: Tem Bürgermeister des Ortes ist in vergangener Nacht vom Fenster seiner Küche ein Hase gestohlen und gegen eine Katze vertauscht worden. Das ist ein unwürdiges und strafbares Verfahren. Ta der Bürgermeister sich mit Ersatz des Hasen in der Höhe von drei Mark fünfzig begnügt, erwartet der Orts- rommandarü, daß sich der Täter Punkt 8 Uhr heute abend auf der Kommandantur, Zimmer 5, ineld-et, und es wird ihm Straflosigkeit ^gesichert, falls ec den Betrag von drei Mark fünfzig hinterlegt. Meldet sich der Täter nicht, wird strengste Untersuchung ein- geleitet linb der Schuld igs bestraft." * 8 Uhr abends. Fast gleichseitig traten in Zimmer 5 Schippke, Probibus und Sauermanu, — dicht hinter ihnen Leutnant B-, Stabsarzt Dc. Niemann und Hauptmann Wetzstein, — und zur anderen Tür Major F., der Kommandant. . ^„begrüßte mit sauersüßem Lächeln die Offiziere. „Einen Augenblick nur. meine Herren, ich will nur mit diesen Leutenl da em paar Worte sprechen." „Was wollen Sie?" wandte er sich nun an Schippke. p „Ich habe den Hasen ge—ge—kauft und hier sind die drei Mark fünfzig, Herr Maior." „So! — Und Sie?" ftagte er Sanermann. „Ach hKe beu Hasen auch ge—ge—kauft, Herr Major und . „Und Sw?" „Ach melde gehorsamst, daß ich den Hasen auch ge—ge—" .. . --^)lch gekauft, lmrs?" — Ter Major sah die drei Herren an, cre,e sahen sich und den Major an, und die drei Burschen grinsten übers ganze Gesicht und nur mühsam konnte die Lage noch gehalten werden. — denn drei Hasen heim Bürgermeister?" fragte nUn der Major. „Nein, nur einer, und den habe ich!" erklärte bestimmt Schippke. „Und die anderen?" fragte der Major lauernd. „Die haben die Katz," platzte Schippke heraus. Aber das wollten die anderen nicht Wort haben und es ward hm- und hergesprochen, jeher wollte den Hasen, keiner die, Katz haben. — Endlich fragte der Major: „Und wer hat denn nun ergentlich den Hafen gegessen?" ^ „Ich, Herr Major!" rief Leutnant B., „ich" ries der Stabsarzt und „nein, ich!" der Hauptmann. .„Ja, ünd ich habe bei Ihnen mitgegessen!" lachte nun der Mawr. — Da aber trat Schippke vor luib sagte: „Verzeihung, Herrl Major, ich kann es nun nicht länger verheimlichen: Den wirklichen Hasen haben Sauermann und ich gegessen'/- „Und wir vier?" „Katz — Herr Major!" vermischtes. k. ,. ? " ""beliebten e n g l i f ch e n K r i e g 8 fi l m s. T ^hwander wollen vorr den offiziellen Films des britischen Heer« J, te q, 1 ? t ßl ; a x u§ bringen, nichts wissen. Darüber kla ein Aussatz der „Dmly Mail", und er flnbet diese Tatsache beso ders bedauerlich, wer! man auf einen großen Gerviun hoffte. Du Emnahmequelle hat völlig versagt. Bisher hat sich unter 50 en U chen Llchtblldtheatern immer nur eins gesimden, das die Krieg films vor führte. Die FilrnS der erster» Serie - die zweite beain erst jetzt zu erscheinen - wurden nur 75mal verkauft. Also nur' h,wwsL 4 ?°? K"} 0 * in Großbritannien glaubten ihrem Piibliku die Helde»»taten ihrer Landsleute rm Lichtbild vorflihrerl zu dürfe Wenn nran bedenkt, daß die Aufnahmen des großen Fußball-Wett- kampk«S von 1914 200mal, dis des dieSjährigerr DerbnS ebenso okt in der ersten Woche ihres ErscheiiieriS verkauft wurden, so muß der Erfolg dieser KricgsftlmS wirklich als sehr bescheiden bezeichnet werden. Und noch schlechtere Erfahrungen machte man mit dem Vertrieb im Auslande. Die Kriegsbilder wurden nur viermal nach Kanada verkaust, rvo es 3000Kmos gibt, uno einmal nach Amerika, wo »die deutschen KriegsfilmS einen Markt finden bei den 22500 Lichtfpielbühnen, die eS in den Vereinigten Staaten gibt*. Eine Urnfrage bei den englischen Lichtspieltheaterbesitzern ergab die ernrnütige Feststellung, daß das Pirblikum überhaupt keine Films sehen will, die mit dem Kriege irgendwie Zusammenhängen, und verschiedene Fachleute sprachen sich dahin aus, daß diese offiziellen Kneysfilms überhaupt nicht interessant seien. Am ehesten sieht inan sich in englischen Kinos noch französische Kriegsfilnis an. Gietzener Hausfrauen-Berein. F^au Laih hat die Rezepte für die in ihren Kochvorfühi- rungen zubereiteten Speisen dem Verein zur Verfügung gestellt. Wir werden in der Folge diese Rezepte in dens Küchenzettel verwerten. Wochen - Küchenzettel. „ . S onntag: Pfannkuchen mit Spargel *(Rezept von FraU Lartz), Käsespeise*) (Frau Laih). Montag: Graupensuppe, Hcringskardoffeln. Dienstag: Kartoffelsuppe, Fisch in der Düte, Kartoffeln, Senftunke. Mittwoch: Bohnensuppe von V* Pfd. Bohnen i&tb 1 Pfund Kartoffeln, Apfelschnecken. Donnerstag: Suppe, Rindfleisch mit Kartoffeln und Meerettigtunke. , /ev ^reitag: Gemüsesülze*) und Kartoffeln, Grießspeise*) (Frau Lach). Samstag: Hafersuppe, gebackene Eier, Kartoffeln nnd Nuß- chensalat. Kochanweisungen. m d ! a n n k u ch e n m i t S p a r g e l für 5 Personen (Frau Laih) r Von 8 Löffel Mehl, 2 Eiern, Salz nnd Milch bereitet man emen Pfannkuchenteig. Aus dieser Masse backt man 4 Pfannkuchen. 2 Stück hiervon legt man auf eine emaillierte Platte, schüttet ein Spargelgemüse von einem Pfund eingemachten Spargeln darauf. Die beiden andern Pfannkuchen legt man auf das Geinüse. Nun bereitet man von 1 Schoppen Milch, die man zürn Kochen gebracht hat, 1 Eßlöffel Mondaminersatz. den mau mit etwas Wasser an- ruhrt, und etwas Salz eine dickliche Tunke, schüttet diese auf die Pfannkuchen, streut geriebenen Käse darauf, einige Butterst öckchen und backt diese Speise V 2 bis 3 A Stunden. Hierzu gibt mau Kartoffeln. Käsespeise für 5 Personen (Frau Laih): 2 Pfund Schmierkäse werden durch ein Sieb gerieben. Man fügt Zucker nach Geschmack hinzu, 6 Blatt aufgelöste roeiße Gelatine, mengt alles gut durcheinander und gibt es in eine Glasschüssel. Hierzu reicht man eingemachte Preißelbeeren. . A r ie ß spei se für 6 Personen (Frau Laih): 3 Tassen Wasser und 2 Dassen Erd beer- oder Himbeersaft werden zum .^kochen ge- bracht. Man läßt 5 gehäufte Eßlöffel voll Grieß unter stetem Rühren hineinlaufen, kocht dieses ungefähr fünf Minuten, schüttet dann die Masse in eine mit Wasser ausaespülte Puddingform und läßt sie erkalten. Hierzu gibt man Vanilletunke. Gemüsesülze: Lin Scheiben geschnittene Gelberüben, em paar Rosenköhlchen oder kleine Teile Blumenkohl werden in 74 Liter Salzwasser weich gekocht, zuletzt etwas Essig, eine feingeschnittene Salzgurke, 1 Maggibouillonwürfel hinzugefügt, 6 Blatt Weiße imb 1 Blatt rote Gelatine gut darin verrührt und aufgekocht. Das ganze wird in eine kalt gespülte Form gefüllt. l§4 braucht 10—12 Stunden zum Erstarren. Mischrätsel. Mich feh'n die Gelehrten in & Millionen Den Wassertropfen gemächlich bewohnen; Ob Pflanze, ob Tierchen — 's ist unerüschieden. Sie nennen mich griechisch, ich bin es zufrieden. Als „Einheit* zivar kennst du mich, doch mein Wort Ist teilbar, und mischst du bie Zeichen: sofort Hast Kaffee du, den rms die Holländer bauen, Auch eine Provinz in italischen Gauen. (Auflösung in nächster Nummer.) Auslösung des magischen Dreiecks in voriger Nummer 1 ESSEN SAAR SAN E R N Schnlll-itung: Aug. Boetz. - Rotatio»,druck und Verlag der BrühNchr» Uiüverfttätr-Buch- und Tleindruckerei. R. Lang«, ©te&en. 4