Die arme Prinzessin. Kontan von Fedor von Zobettitz. (Nachdruck verboten.^ ^Fortsetzung.) Prinz Jost Halte ein paar Tage krank gelegen. Das Herbstfieber war wieder einmal seiner Herr geworden, ein merlwürdiges nervöses Leiden, das mit einem leichten Frieselausschlag begann und sich nur durch absolute Ruhe bekämpfen liest. Aber es ging heute wesentlich besser, und Jost durfte wieder an die Luft. Er war glücklich darüber. Er stand in de^ Haustür und breitete die Arme aus und atmete tief, und in seinen hübschen braunen Augen lachte die Morgensonue. „Acln Velten, wie glücklich bin ich!" rief er. „Ich bin wieder gesund, ich fühle es. Der Anfall ist vorüber, und nachmittags können wir in den Wald. Wir müssen einnral einen langen Spaziergang machen; ich habe Luschunger und möchte den Herbstwald sehen." „Wir wollen radeln", sagte Annemarie fröhlich. „Wir stecken uns Butterbrote ein und soupieren draußen im Freien. Wir lagern im Walde, ich weist eine Stelle, die kennt ihr rwch nicht. Dicht bei der Oberförsterei, unten am See, da stehen hohe HaselstrLucher, die bilden so eine Art Laube; das iff 8an© famos." Velten hals der Madame beim Arran.gement der Blumenvase. Er brachte ein paar Astern herbei. „Prinzessin, schneiden Sie uns noch eine Georgine ab," bat er; „sie soll dies Werk krönen helfen; sie kommt in die Mitte und wird die Farbe «Harmonie vollenden. Und dann bewundert gefälligst das dekorative Geschick von Madame! Aber radeln — nein. Heute noch nicht. Erstens ist Jost noch immer Patient, zweitens warten wir Besuch und drittens: faitn Fürst Bolko überhaupt radeln und wo fänden wir ein Rad für ihn?" „Er kann nicht radeln," sagte Annemarie ärgerlich, „er meint/sogar, es fällt mir ein, wer Reiter fei, für den sei das Stahlrost eine Kläglichkeit. Jost, ich muß dich sprechen. Kann ich nicht einmal unter vier Augen mit dir reden? Es ist etwas Wichtiges." „Nein," antwortete Jost, „ich rede nicht unter vier Augen mit dir. Da hast du eine Dummheit vor, wie damals mit dem jungen Hasen, den du Frau Beyfuß mitten in den Kohl binden wolltest." „Oh," sagte die Madame, „das hör' ich jetzt erst! Annemarie, wo kam beim der junge Hase her?" Annemarie wurde rot. „August Jannasch hatte ihn mir gefangen, Madame. Es war auch nur ein junges Karnickel. Es war auch nur so eine Idee mit dem Anbinden. Jost tut immer so, als wenn er mich miterziehen müßte; ich wollte einmal eine Predigt von ihm hören. Wenn er mir eine Predigt hält, das ist zum Totschießen." ..Annemarie, wo ist dein Ohrzipsel?" rief Jost. Er versuchte seine Schwester zu sangen. Die lies lachend davon. Jost stürmte hinterher. Sie jagten sich um die Rabatten^ bis Velten mahnend rief: „Genug, Jost! Seien Sie vorsichtig. Sie haben acht Tage gelegen. . . Keuchend blieb der Prinz steh.em Es war zmn Verzweifeln. Er rang nach Atem. Er konnte sich nichts bieten. Er war ein schmächtiger, feingliedriger Bursche von nenn- zehn Jahren, er sah wie ein Knabe >aus. Auf dem solche blassen Gesicht lag seht die Rote der Erregmlg; dies Gesicht war von zartester Sckwrcheit, belebt durch wundervolle tiefte braune, wie Samt glänzende Augen. Da kam der Fürst, sehr elegant, in grauem Zivil mit roten Stieseln, farbigem Oxsordhemd und den: Monokel in der Slugenhühle. „Morsen!" rief er und streckte nach rechts und lirtkS die Leinde aus. „Morjen, Velten — morjen, brüderliche Liebe — meine Reverenz, Madame! Herrschaften, das ist ein Idyll! Ich wittre Heimatluft. Es ist hübsch hier. Die Sonneichlume mit dem Vollmondsgesicht erinnert mich an irgend eine Tante. Ach, und diese Friedensstimmung! Ihr seid viel glücklicher dran als ich in Berlin. . . . Aha, das ist der bereits angeknndigte Streuselkuchen! Morjen, gediegene alte Anschütz! Zum Mendbrot bitte ich um Speckeiertuchen mit Specksalat; recht knusprig der Speck. Lllte gute An schütz, ich gebe dir nrein Wort, daß mir deüre Kochkunst lieber ist als oie im Kasino und bei Uhl und bei Drossel. . . Er hatte etwas sehr Liebenswürdiges in seiner ganzen Art. Nur zuweilen nahm der leicht burschikose Ton, den er liebte, einen gezwungenen Beigeschmack an, zumal wenn er irgend eine sentimentale Wendung dazwisckjen setzte.^Er tat das gern, er posierte dann und wann, besonders Franerr gegenüber, für die er auch einen sehr hübschen Angenauf- schlag übrig batte, der seine langen dunklen Wimpern gut zur Geltung brachte. Die Anschütz war glücklich über die ihr gewordene Anrede. Sie knixte tief m\b wurde rot und freute sich übev das ganze Gesicht. Bolko hatte für jeden ein nettes Wort; er scherzte mit Velten und der Madcnne, faßte Annemarie an den blonden Zopf und nahm Jost um die Taille und rief schließlich: „Aber nun Frühstück! Mie ist ausgehungert; ich auch. Was gibt es? Kaffee — Gott sei Dank! Das Tee- gelabber ist mir zuwider. Setzen wir uns, Kinder! Ick kann euch gar nicht sagen, wie glücklich ich mich hier fühle! Das ist der Reiz des Gegensätzlichen. In Berlin haste ich mein Frühstück herunter; da wartet draußen schon der Reitknecht mit dem Gaule. Und dann die Land Luft — ttnfc das Grün ringsum — und die feisten Sonnenblumen, und dniben der Denkstein für die Höchsts elige Diana! Es ist gar zu hübsch. Madame, geben Sie mir ein bißchen .Honig, wemr ich bitten darf. Ob ich Wohl ein Glas Wasser gekommen kann? In Berlin verachte ich das Wasser: von wegen der- Bazillen und auch überhaupt. Aber das Wasser in Gotternegg schätze ich." „Max!" rief die Madame und winkte mit ihren ^öckcheu. Nun wurde auch der Fürst ans den neuen Donrestiken aus- 154 vierksam und war sehr verwundert. „I Gott bewahre," sagte er, „was ist denn das für ein Spiuathäufchen?" Alles lachte am Tische, und Madame gab eine Erklärung ab. „Durchlaucht müssen gnädigst Gedulo haben," fuhr sie fort, „er ist noch ein wenig ungeschickt und lebt uubegrün- oeterweise in beständiger Furcht; aber er gibt sich Mühe und ist auch sonst ein braver Junge." „Komm mal her, Grünling,"' sagte Bolko, „wie heitzt du?" Max zitterte heftig, knickte beinahe in die Kniee und seine Aeußerlichkeit schlug überall Falten. Aber er nahm sich zusammen und antwortete, daß er Max heiße; er tremo- lierte dabei unbewußt. Bolko war sehr gnädig. Max mußte ein Glas Wasser holen; es klirrte zwar etwas auf dem Präsentierteller, aber es ging doch unter den verängstigten Äugen von Madame alles ganz gut ab. Bolko schenkte Max einen Taler und lobte ihn dann Madame gegenüber. „Einen eingefuchsten Bedienten kann man überall bekommen," sagte er, „aber nicht einen so originellen. Wo habt ihr denn die hübsche Livree her? Der Schneider leidet an Weitsichtigkeit. Es schadet nichts. Es erhöht das Augenfällige. Ich hübe noch nie einen so faltigen Boy gesehen. Jetzt kommt der Streuselkuchen an die Reihe. . . Seine Lustigkeit steckte an. Ueber die bevorstehende ernste Aussprache siel kein Wort. Man plauderte und- lachte. Bolko erzählte mancherlei Schnurren vom letzten Manöver, von der Rennbahn und aus der Gesellschaft; er fragte auch viel: wie es beim Burgmüller aussehe, wie der Witdstand sei, ob der alte Jannasch noch lebe — er hatte hundert Fragen. Erfand, daß Jost sich trotz des letzten Anfalls sehr erholt habe; er sagte Velten Komplimente und der Madame ein paar schmeichelhafte Worte. Dabei trank er drei Tassen Milchkaffee. Er verhehlte, daß der Kaffee nach irgend einein Zusatz schmeckte, er sagte, der sei ausgezeichnet; aber die Krone des Frühstücks sei doch der Streuselkuchen. Dann bot er Belten eine Zigarette an, lehnte sich behaglich in den Garten- stuhl zurück und blies den aromatischen Rauch in die Luft. Velten sprach nicht viel. Er ließ sich auch nicht täuschen. Er spürte wohl, wie stark die innere Unruhe war, die den Fürsten beherrschte; er war selber unruhig und zerstreut. Er fürchtete für Jost. Jost hatte ihm freilich zugesagt, die Ordnung der FamUienangelegenheit ganz seinem Ohm tzerr- surth zu überlassen; aber es war möglich, daß der Herzog bei der Aussprache die Anwesenheit Josts wünschte. Und Velten kannte die Ansichten seines jungen Freundes und die nervöse Reizbarkeit Josts. . . . Annemarie hatte ein Stück Brot zerkrümelt und warf es den Boßeln hin. Die schienen mir darauf gewartet &u Mben Sie flogen zwitschernd herbei; Schwarzdrossel und Amsel hielten sich in schüchterner Ferne, die Spatzen waren zutraulicher, und ein dicker Star ließ sich dicht zu Aune- Füßen nieder und pickte die Krumen aus dem Kies. Ein heitzer Tag zog herauf. Schvn jetzt in der Frühe wurde ^e Sonne lästig Ter laue Morgenwind hatte sich gelegt, die Blatter hingen bewegungslos, die gelbeii Sonnenblumen karrten nt steinerner Ruhe nach ihren: Idol. Ueber den chmalen Fußweg zog ein Ameisenschwarm; es war ein .Z^^r.Faden auf gelbem Grunde. Eine Eidechse huschte chnellfußig über den Sockel des Denksteins für die selige Diana, die maii eines Morgens an dieser Stelle tot vor- ^ a ^ em sie fünfzehn Jahre lang eine treue Begleiterin ihres Herrn gewesen war. i.nd (L anb deyfuß in strammer Haltung und meldete: „Durchlauchr zu Gnaden, Seine Durchlaucht der Herr Herzog fntb soeben in den Park gefahren." 4. Kapitel. Mx Verzog von Emskirch fährt mit seinen: Vokabelkutscher vor und eine ernsthafte Unterhaltung beginnt. ir L 1n ^iner an, daß dies ein Herzog war. Er o!*° x 6 Ll lc ^ aug dein Titel, den ihn: die Huld des Landesherrn bei Gelegenheit des sünfhmidertjährigen Besitz- SÄÄ Emskirch verliehen hatte, und liebte ??!?s5nn m den Berichten seiner Untergebenen der Herzog €trtem Jilgdwagen fuhr er durch den von. Gotternegg, einem närrischen Vehikel, über das Eisenstangen ein Baldachin von grauer Lein- wand als-Sonnenjchuv spannte. Der Wagen schaukelte stark, und wer ans dem in Riemen hängenden, hart gepolsterten " S'tze thronte und nicht mit der Eigenart des Ge- vertraut war, der pflegte unsanft in die Höhe zu piegen, wenn es einmal quer über die ausgefahrene Laichs straße oder iur Walde über allerhand WurzefMrk gingt; Mer Fürst Herrfurth hatte das gern. In seinen Remisen; stand ein stattlicher Wagenpark, doch der alte Herr bevorzugte gerade diese schlecht federnde Jagdkarrete, die er sein« Digestionskutsche nannte, weil die schwedische Gymnastik, die sie von ihrem Insassen erzwang, seiner behaglichen Körperlichkeit lvohltat. Born saßdder Kutscher, ein ganz alter Manu mit weiß- grünem Schnauzbart und einer Nase, die mehr blau als rot war: Bozenhardt, der Leibkutscher des Fürsten. .Hinter ihm schwankte der Fürst auf einem Riemenbrett hin und her und freute sich jedesmal, wenn der Wagen über eine Wurzel ging und in allen Gruudsesten erzitterte: er hatte solche, dew Nerven zuträglichen „Schreckwirkungen" gern. Er war ein dicker Herr, über die sechzig hinaus, aber kernfest mtö erz- gesund. Das braunrote Gesicht mit den Hellen fröhlichen Augen umflatterte ein weißer Backen- Ulid Kmnoart, und! auch unter der Nase saß ein kleines Bärtchen, das war aber pechschwarz gefärbt, und seine zu scharfen Spitzen gedrehten Enden dräueten empor. Er trug eine Jagdjoppe und ein unscheinbares grünes Hütchen und uralte Handschuhe; sie' mußten früher einmal braun gewesen sein, jetzt wäret: sie von unbestimmtem Dunkel, und an dem Daumen des rechter: war eine Naht geplatzt; das war schon vor -acht Jahren geschehen und es blieb so. Nun hätte man diesen greisen Junker aber einmal bei festlicher Gelegenheit sehen sollen: im roten Rock der Johanniter, bei denen er die Würde eines Kommandators bekleidete, oder als Generalmajor, oder in seiner goldstrotzeiv, den Uniform als Oberschenk des kaiserlichen Hofhalts. Da sah der riesige Mann anders aus, der übrigens auch Ehrendoktor der Breslauer Universität war und nebenbei den Titel eines Paschas führte, weil er in jüngeren Jahreii einmal nach der Türket kommandiert worden war. Zu Hof kam er nur noch auf allerhöchsten Befehl; seit den: Tode seiner Gattiil hielt er sich ganz zurück und wohnte auf einem Jagdschlößchen, eine Fahrstunde von Gotternegg entfernt, während er die Verwaltung von Emskirch seinem ältesten Sohne,'dem Prinzen Emil, überließ, der seit drei Jahren mit einer Gräfin Hoteck vermählt war. Eilt zweiter Sohn, Graf Harro (die Nachgeborenen des Hauses führten den Gvasentitel), war der Botschaft in London attachiert; die einzige Tochter hatte eilten kaukasischen Fürsten, Bura-eddin- Bey, geheiratet und lebte in Petersburg oder auf den Besitzungen ihres Gatten. Da war denn der Fürst ein Einsamer geworden mit) fühlte sich doch nie einsam. Er war ein ganz seltener Mann. Schweifte er nicht, ein gelvaltiger Nimrods durch Wald und Feld, so saß er daheim und studierte —• Theologie. Er war im Leben ein schlechter Sprecher, aber er las fließend die Altlateiner, er verstand Griechisch, und in den Werken des Ehrysostomos und des Gregorios von Nazianz wußte er gut Bescheid. Ein seltener Manu war er; nahe der Sechzig hatte er, Zweifel zu lösen, die ihm doch nicht genommen wurden, noch einmal die Universität besucht. Er war von naiver Frommgläubigkeit und dabei ein tüchtiger Forscher, der auch einmal eine Broschüre über gewisse Jrrtümer in der Auslegung der Kirchenvater durch Jstdorus Hispaniensis veröffentlicht hatte; er war sparsam bis zum Geiz und hatte eine lockere Hand für die Wissenschaft — gar nicht für die freien Künste — und für wohltätige Bestrebungen; er konnte wie ein Lacedümonier leben und verstand sich mit seiner Zunge auf Küche und Keller. Er war ein Erzgrobiau und doch wieder weich wie ein Kind. Er prügelte Bozenhardt eigenhändig, wenn der Alte zu viel über den Durst getrunken hatte, und las ihm als Strafverschärfung drei Stunden lang etwas aus einem lateinischen Breviarium vor, und wenn eine Bäuerin krank lag, brachte er selbst ihr eine Flasche Bordeaux zur Kräftigung und setzte sich an ihr Bett. Er war ein warmer Menschenfreund und doch auch wieder ein Feind der Menschen; er war liberal in seiner Weltanschauung, dabet ein starrer Legitimist und eilt Paladin des Gottesgnadentums. So war er, der erste Herzog zu! Emskirch und vierte Fürst von Herrfurth, Otto Graf und Herr der Stadt rund Grafschcht Beissel und Freiherr von Gro- brtz, auch Herr auf Burg Ellern nebst Dombach und noch etlichen Schlossern und Dörfern. Mer er trug nichtsdestoweniger einen Handschuh mit geplatzten Nähten und fuhr lieber in seiner Diaestivnskutsche als vierelang in derStaats- karosse mit dem Wappen seines Geschlechts. (Fortsetzung folgt.) 166 „Empress of Britain.“ Skizze aus dein Seekrieg twn Hermann Treßler. (Nachdruck verboten.) Tie „Empreß of Britain" jagte durch die grünscküllernden Fluten des Ozeans. LLus drei Schornsteinen spie sie dicken Qualm, der in phantastischen Figuren träge am windstillen Himmel hängen blieb. Tie Pumpen stießen brüchiges Kühlwasser aus den Maschinenräumen. Ihr dumpfes Schluchzen /lang wie das Stöhnen eines Riesen durch die Wassenvüste. Ter Kapitän, Mister Valtly, stand in Pelz und Kovffckal eingehüllt auf der Kommandobrücke. Er hatte die einsame Fahrt satt Und freute sich auf ein paar Tage in Brest. Vorgestern hatte er: einen englischen Grönlandfährer auf hoher See angerufen. Der war in Brest angelaufen und hatte ihm versichert, daß es jetzt trotz der Kriegszeit dort lustiger sei denn je. Zum mindester: würde ec viel leichtsinnige Nnterhaltung finden, mit der er sich die Zeit vertreiben könnte. Das glaubte er gern, überhaupt waren die Amerikaner noch nie so entgegenkommend von den Franzosen behandelt worden wie jetzt. Die Frachten von jenseits des Ozeans waren ihnen ja auch besonders wichtig. Die Empreß of Britain von der Canadian-Pacific-Bahn brachte kostbare Ladung. Zweihundertfünfzigtausend Gewehre, mehrere Millionen Patronen und einhundertsechzigtausend Granaten waren an Bord verstaut, und diese Kriegsladung war unantastbar. Amerika war ja ein neutraler Staat und vor seiner Flagge mußten die deutschen N-Boote kehrt machen.- Je tiefer die Sonne sank, desto dicker wurde der Nebel, der vom Meere aufstieg. Erst flatterte er in leichten weißen Fetzen wie aufgescheuchte Vögel vom Wasserspiegel empor, dann wob er einen losen Schleier, der den Gesichtskreis enger umzirkelte, und schließlich stand er wie eine dichte, undurchdringliche Mauer um den amerikanischen Vtunitionsdampfer her und schlug seine nassen Tücher dem Kapitän vor die Augen. „Goddam!" fluchte Mister Valtly. Aber er tröstete sich sogleich wieder. In einer Stunde mußte man ja eines der Feuerschiffe erreichen, die vor dem Minenfelde der Bucht vor: Brest verankert waren. Dann übernahm der Lotse die Führung. Er freute sich im Stillen schon auf den kleinen quecksilbrigen Mann, der ihn iit seinen hastigen Bewegungen immer an einen Affen erinnerte. Und erzählen konnte er! Vom Krieg! Wie sich die Deutschen immer weiter jenseits des Rheines zurückziehen mußten! Ueberm großen Wasser erfuhr man ja rern gar nichts! Und dieser Krieg war doch sehr interessant! Ein Nervenkitzel, diese Massakres, von denen der französische Lotse immer zu berichten wußte! Und diese interessanten U-Boot-Abentei:er! — — Wenn Mister Valtly gewußt hätte, daß ihm ein solches deutsches U-Boot schon lange folgte, er hätte gern auf jeden Nervenkitzel verzichtet und tväre lieber schleimigst wieder umgekehrt! — Ter Kommandant des deutschen Tauchbootes hatte schon seit geraumer Zeit den Amerikaner gesichtet. Tie Empreß of Britain war ein Vierzehntausend-Tonnen-Dampser! Weiß Gott, wie viel deutsche Kameraden für diese Fracht wieder mit ihrem Blute zahlen mußten! v Er knirschte mit dm Zähnen. Diese «merikanischen Fabriken des Todes! Man wußte ja nunmehr, daß jeder Amerikaner, der nnt Kurs auf Brest fuhr, Kriegsladung an Bord führte. Wenn nian wenigstens das Recht gehabt hätte, diese goldgierigen Bankers auf den Grund zu schickm! Es war wirklich eine harte Prüfung, solche Dinge geschehen zu lassen! Der Kommandant behielt den Munitionsdampser in: Auge. Sem Gehirn arbeitete über einem Plane, die Empreß of Britain unschädlich zu machen, ohne die Weisungen seiner Regierung zu übertretm. Endlich hellte sich seine Miene auf. Er ließ alle Lichter an Bord löschen, gab Befehl, mit voller Kraft zu fahren und jagte seinen stählernen Haifisch durch das Nebelmeer, m:t Kurs auf Brest. Der Nebel war ihm heute ein be- wnders lieber Verbündeter. Er ersparte es ihm, mit großer Kursänderung die Empreß of Britain zu überholen. Das war wichtig. Er durfte keine Zeit verlieren, und wirklich ließ er den Amerikaner bald weit hinter sich. Die Stempel der Maschinen hämmerte:: ihren stählernen Rhythums. Am Kiel sprühten bei der saiarfen Fahrt die Wogen hoch auf und überfluteten das flache Deck Ter Kapitantcutnant stand hinter der Brustwehr des Turmluks. Er spähte scharf m der: wogenden Nebel, der einem andern als chm schreckhafte Rresmgebilde vorgetäuscht hätte. „...sollte denn noch nirgends das Licht irgmd eines der französischen Feuerschiffe auftauchen! So dicht auch der Nebel war, — diesen sprühende:: Flammengarben Fresnelscher Linsensätze mußte er auf einige Kilometer weichen. Kdt 77 da! — da glomm es durch den Nebel, ein schwimmen- * v 2 11 * roten ' gelb auslaufenden Rändern. Weg war es, doch sofort kehrte es wieder! Blinkfeuer! .. r,n“ 1) ! ,lt stellte die Zeitdauer der Unterbrechungen ^ der Uhr fest und wußte nun, daß er eines der Feuerschiffe der Brest-Minensperre vor sich habe. diirfte er sich nicht heranwaaen. Oft lagen vorgeschobene LchKonLLn^ichK'"' ^ ^bst waren ließ stoppe:: und gab Befehl, beit verlängerten Antennen^ mast auszuholen. Tann verließ er das Deck und ging mit dem Telegraphisten an den Apparat.-—- * Bon Bord des Feuerschiffes glühte unterdeß der Scheinwerfer gegen die dicke Nebelluft an. Seit mehreren Monaten waren in dieser Gegend der französischen Küste keine feindlichen Unternehmungen mehr erfolgt. Man fühlte sich deshalb ziemlich sicher. Ter Dienst war nicht schwer und ungefährlich. Freilich, auf dem Posten sein mußte man immer, Landurlaub gab es fast nie. Ten anstrengendste:: Dienst hatte eigentlich der Telegraphist, wenigstens mußte er stets bei seinem ßlpparat sein. Alle zwei Stunden mußte Meldung an die Hafenkommandan- tur gegeben werden. Oft liefen auch Funksprüche ein mit der Meldung, dieselben weiter an geben. Dany wieder einmal meldete sich ein auf hoher See liegendes Patrouillenboot mit irgend einer Nachricht. Hoch über den .Hauptmast streckte der Apparat Tag und Nacht seine lauscheiiden Llntennen aus, vielgliedrig und fein wie die empfindlichen Tastorgane des Sesamkäfers. Eben wieder knisterten die leisen, speichenden Funken in den Drähten herab. Die Fritterspäne vibrierten, und der Stift tupfte in geheimnisvollen Zuckungen. Sofort lag der Telegraphist über den Apparat gebeugt. „Tick-tack, tick-tack!" machte der und brachte Meldung. Eine Depesche in der: ftanzösischen Geheünchisfres. „Sofort — alle — Lichter — löschen — feindliche — Schiff« — in — Sicht — mit — Kurs! — auf »— Brest — Befehl — weitergeben -— Kommandeur!"- Ter Apparat blieb stumm. Ter Telegraphist wartete noch einen Augenblick. Vergebens! Ter Empfäuger schwebte wieder regimgslos über dem Elektro-, Magneten. Er sprang die Treppe hinauf zur Kajüte deS Kommandanten uird überbrachte der: Befehl. „Es ist gut! Geben Sie sofort die Weisung Wetter!" Er setzte die Mütze auf, stieg an Teck und gab Befehl, sofort das Leuchtfeuer zu löschen. i * Als der U-Boot-Kommandant wieder Mi Deck stieg, sah er zu seiner Freude, daß die List bisher geglückt war. Wo vor! wenig Miniiten noch das flimmernde Auge da aus der See auf-, geleuchtet hatte, war jetzt Nacht. Er wendete seinen Kurs und steuerte wieder in die See hinaus. Die „Empreß of Britain" jagte unterdeß ostwärts. Der Kapitän war fröhlicher Laune. Verdiente er doch an der Ladung ebenfalls ein hübsches Sttick Geld! Wie lange dauerte es denn diesmal, ehe man die Seezeichen der Feuerschiffe wahrnah:::?! Nach seiner Berechnung mußte er sie schon längst passiert haben! „Goddam! Ter Nebel!" Freilich, da konnte man schon fast mit der Nase anstoßen, ehe man das Blinklicht sah! Es half aber nichts, diese nasse Packung mußte man mtt in Kauf nehmen. Bald war ja die Fahrt zu Ende. Und dann — dann! — —i An Bord der Feuerschiffe standen die Offiziere mit dem Hörrohr an der Reeling und lauschten in die heimtückische Finsternis! der Nebelnacht hinaus. Jetzt! Klang es da nicht wie das Schlagen einer Schiffs-, schraube?! Nein, es war wohl Täuschung gewesen! Ter Nebel packte alles in seine dicke, dänrpfende Wolle. Aber jetzt war das Geräusch doch wieder da! Ganz deutlich! Tie Gesichter nahmen einen gespannten Ausdruck an. Das war der Feind! Tollkühnheit! Verrücktheit! In die Hafenbucht von Brest ettrdringen zu wollen! Ganz unmöglich! Das kostete Schiffe! Ganz gewiß? Ein dumpfer, langhinrollender Donner grollte auf. Durch die Nebelschwaden schien ferne eine schivefelgclbe Flamme zu sprühen, in deren Hölle schwarz und schemenhaft der Riesenrumpf eines Schiffes einen Augenblick lang sichtbar wurde. Kleinere! Detonationen folgten. Tie französischen Seeoffiziere schüttelten sich die Hände. „Viver la France!" Ein Funkspruch gab die Meldrmg an Land: „Feindlicher! Dampfer auf Miue geraten mid gefunken!" Die Zeittmgen brach- ten noch ein Extrablatt heraus, das der: Franzosen in fetten Lettern das Ereignis verkündigte. — -- Als der Morgen die Nebel zerstreute, trieben Schiffstrümmer an die Küste. Auch einige Rett::ngsringe waren darunter-, uitbl diese trugen den Namen eines längst erwarteten amerikanischen! Munitionsdampfers: „Empreß of Britain". — Meine Verschickung nach Sibirien. * r Aus dem schon angezeigten Buche „Erinnerungen und Erlebnisse emes Rigaschen Buchhändlers" von G. Jvnck, I. F. luanns Verlag München, bringen wir folgenden Auszrig. Zur 158 Erläuterung fei bemerkt, das; der Verfasser infolge schweren Rheu- matiSmus nicht imstande war, ohne &Ufe zu gehen. Am nächsten Morgen um 6 Uhr hieß es, die Sachen zu- sam men packen, es gehe weiter. Diesmal wurde es ein Transport von mehr als 300 Gefangenen, und die Untersuchung dauerte endlos lange. Es hatte geregnet und war herbstlich kalt geworden, der ungepslasterte Gefängnishof war mit eurem dicken Lehmbrei bedeckt, in dem man bis über die Knöchel versank. Um 12 Uhr etwa marschierte der Zug zunr Bahnhof, gefolgt von 6 La,twageir Kr das Gepäck, die Weiber, Kinder und Kranken. An den Arrsrnarschtagen gibt es im Gefängnis nichts zu essen, auch während der Bahnfahrt nicht, dafür erhält jeder Gefangene für jeden Tag 10 Kopeken (etwa 20 Pf.) in bar, wovon er seine Verpflegung bestreiten muß. Privilegierte Personen, wie Herr v. S., bekommen 15 Kopeken. Im Zuge befanden sich etwa 30 Zigeuner und 12 Chinesen, meist Weiber und Kinder, uttd ich hatte das Unglück, mit die,'eit überaus schmutzigen Leuten in demselben Wagen umhrcnd der dreitägigen Fahrt nach Samara zusamntenfein zu müssen. Die Chinesen verhielten sich ruhig und waren anspruchslos und gefällig. trugen auch immer eine lächelnde Mine zur Schau, jedes der Weiber hatte ein Kurd auf dem Rücken, andere führten sie an der 'Hand; nie habe ich bei ihnen Weinen und Schreien gehört. Ganz anders die Zigeuner. Das war ein quecksilbriges Volk, aufdringlich, streitsüchtig und intmer bettelnd. Selbst von den Soldaten verstanden sie Brot, Tee und Tabak zu ergattern. Unter den Weibern gab es fortwährend Streit, der zum genußreichen Schauspiel für die Soldaten bisweilen sogar in Tätlichkeiten ansartete. Wenn es dann gar zu toll wurde, so legten die Soldaten den schlmmrsten Weibern Fesseln an. Das machte ihnen nicht viel aus, wenn sie wieder losgeschlossen wurden, ging der Tanz von neuem los. , _ Auf der Strecke nach Samara trafen wir auf jeder Station mehrere Militärzüge, die nach dem Westen befördert wurden, es müssen mehr als hundert Züge gewesen sein, denen wir in drei Tagen begegnet sind. Die Soldaten waren in Güterwagen untergebracht, von denen 30 etiva einen Zug bildern: jeder Zug beförderte also mindestens 1200 Mann. Das Militär machte einen gilten Eindruck und war augenscheinlich ganz neu feldgrau einge- kleidet. Die Verpflegung untenvegs schien gut organisiert zu sein, auf allen Stationen waren riesige Kessel mit Suppe, Grütze und auch Tee bereitgestellt. Jeder Soldat trug an seinem Gurt einen Teekessel. Das waren alles Sibiriaken, die schon mehrere Wochen unterwegs waren, meist Lttere Leute, also wohl gediente Landwehr; sie waren durchweg ernst, ich habe sie weder singen noch lachen hören. Es hieß, daß in diesen Wochen fast zivei Millionen Mann aus Sibirien uitd dem Kaukasus nach Polen befördert wordeil seien, und ich zweifle nicht, daß es so ist, denn meine Frau und meine Lochter^die nur etiva eine Woche später auf einer andern Strecke nach Sibirien fuhren, waren ebenfalls unendlichen Militärzügen begegnet. Das Gefühl, das einen beschleicht, wenn man diese Menscheumassen sieht und sich sagen muß'. sie ziehen dahin, um dein Vaterland zu vernichten, kann ich nicht beschreiben, das Blut in den Adern könnte einem gefrieren. Als wir in Samara am Abend ankamen, regirete es. Nach stundenlangem Warten auf dem Bahnhöfe und dann wieder im Gefängnisyofe, der vollständig überschwemntt tvar, hatte man tatsächlich keinen trockenen Faden mehr am Körper. Aus dem Wagen hatte ich nicht sitzen und nicht liegen können, da hatte sich meiner ein jüngeres Frauenzimmer erbarmt, das, ebenfalls total durchnäßt, meinen Kops in seilten Schoß bettete: dafür bin ich ihm noch heute dankbar. Später erfuhr ich, es sei eine Kmdes- mörderin gewesen, die geistig nicht mehr ganz normal war. Mitternacht ivar wohl schon vorüber, als endlich alle Formalitäten erfüllt waren, und ich noch auf Herrn v. S. wartete, der wieder wegen eines eigenen Zimmers verhandelte. Ehe er aber noch damit zu Ende gekommen war, befahl einer der Wächter einem Chinesen, meine Sachen fortzubringen. Mein Einspruch half nichts, ich mußte folgen. Es ging eine Treppe hinaus, der Wächter öffnete eine Tür, und trotz meines Sträubens mußte ich in ein Zimmer hinein, aus dein niir ein Dunst wie aus einer Kloake entgegenschlug^ Der Dirnirn war schon überfüllt, er genügte kaum für 40 ÄLeuschm, und ich war der 79. Jedes Plätzchen war besetzt, die Pritschen fast doppelt, in der Mitte des Zimmers konnte inan keinen Schritt tun, überall lagen die Menschen dicht nebeneinander. Hinaus konnte ich nicht mehr, ich mußte die ganze Ruckst an der Tür, aus meinen Sachen kauernd, zubringen. Das war eine entsetzliche Nacht, von der Bahnfahrt übermüdet, von der Wageusahrt an allen Gliedern wie zerschla- gen, nie vorher, noch nachher habe ich mich so entsetzlich elend gefühlt wie damals. Das Gefängnispersonal in Samara benahm sich ganz außergewöhnlich roh. Als ein paar kleine Schisfsjlmgen von einem onerrcichlschen schiffe, das in Feodosia be«'ch!agnahrnt worden 2?/' an J Morgen beim Wecken nicht schnell genug ansstauden, schleuderte ste der Wächter, ein riesiger Atensch, mit seinen Füßen auseinander, daß sie mehrere Schrille weit flogen. Die armen Jungen verftcurden nur Italienisch. vermischte». * Ein Charakterbild des Generals Pätain' Unter der Unzahl französischer Generäle, die als Führer einzelner Armeegruppen hervorgetreten sind und zumeist rasch wieder verschwanden. taucht mm in den Kämpfen um Verdun ein neuer Nam« auf, der bisher auch im französischen Volke fast unbekannt war: der des Generals Pötain. Von seiner Persönlichkeit enlwirst der berüchtigte Leiter der englischen Hetzpresse, Lord Northcliffe, eine knappe Schilderung. Northcliffe hat es sich nicht nehnien lassen, bei der neuen großen Offensive der Deutschen selbst in dein Hauptquartier des Leitenden Heerführers anwesend zu fein, und er gibt einen sieben Spalten langen Bericht von den Kämpien, der nicht mir von den ihm gehörenden englischen Blättern, sondern auch vo»l der sklavisch unter feinem Einfluß stehenden französischen Presse mit größter Auszeichnung wiedergegeben wird. „Wer sind die Männer, die die große Schlacht ans französischer Seite leiten V schreibt er. „Laßt mich zunächst sagen, daß es junge Männer sind. General Pelain. eine der Entdeckungen dieses Krieges, der bis vor kurzem noch Oberst war, ist noch in den 50ern, und die meisten Mitglieder seines Stabes sind noch viel jünger. Man hört viel von dem Luxus, der in den Hauptqnattieren herrschen soll; ich habe nichts davon bemerkt. General Pötain trank Tee. als ich seine Gast- frenndschast genoß. Die ineisten seiner Offiziere begnügten sich mit Wasser oder mit leichtem Moselwein In der kurzen Zeit, die er sich bei Tisch gönnte, besprach der General die einzelnen Vorgänge der Schlacht, als wäre er nur ein interessierter Znsckumer. In seiner Erscheinung ähnelt er Lord Roberts, obwohl er von größerer Statur ist. Infolge der raschen Veränderungen, die die Franzosen im Oberbeichl lieben, ist sein Ausstieg so reißend schnell vor sich gegangen, daß man ihn in Frankreich wenig kennt; doll; genießt er das größte Vertrauen General JofsreS und der Regierung." vüchertijch. — Im Kaiserlichen Hauptquartier. Deutsche Kriegsbriese von Paul Schweder, Kriegsberichterstatter. Dritter Band: Von der Wer zmn Jionzo. Mit einem Titelbilvc und Buchschmuck von Karl^llexanderBrendel-Weimar, sowie 42 Bildbeigaben. Leipzig, Hesse & Becker Verlag. — Der Völker krieg, illustrierte Chronik seit dein 1. Juli 1914. Heft 67, 68. Preis 30 Pf. Heransgegeben von Dr. C. H. Baer, Verlag von Julius Hossmann, Stutlgatt. - I in Kampf mit b e m russischen Koloß. Von Oskar Usedom. Leipzig' 19 6, Hesse & Becker Verlag. — Hinter dem Decknamen Usedom verbirgt sich ein im Felde stehender höherer Offizier, der sich bereits als Romanschriitsicller bekannt gemacht hat- Seilie Kriegsberichte aus dein Osten sind zum größten Teil ans den Schlachtfeldern selbst geschrieben, immer aber unter dem lebendigen Eindruck des Erlebten. Das macht ihren Reiz und ihren eigenartigen Wert ans, und das erhebt sie >veit über die Schilderungen von Schlachtenbummlern, die sich meist mit Erzählungen aus zweiter Hand begnügen müssen. — Allah i l A l l a h. Mit den Siegesfahnen an den Dardanellen und ans Gallipoli. Bon E. Bleeck-Schlombach, Kriegsberichterstatter im Kaiserlich Osmanischen Hailpiquartier. Ein starker Band mit vielen Bildern von Werner Godow. Gebettet Mk. l. —, in Leinen Alk. 2.—. Verlag von Otto Gustav Zehrfeld in Leipzig. _ Magische Dreieck. I Jn die Felder nebenstehender Figur sind die Buchstaben aaaeeennn rrsssa derart enrzutragen, daß die einander ent- fprechenden wagerechten und senkrechten Reihen gleichlautend folgendes bedeuten: 1. Stadt in der Rhcinprovinz. 2. Nebenfluß der Achsel. 3. Nebenfluß der Weichsel. 4. Ein Fürwort. 5. Einen Buchstaben. (Aufl. in nächst. Nr.) Auflösung der Skataufgabe in voriger Nummer: (Abkürzungen: tr — Treff, p — Pique, c — Coeur, car — Carreau, trB — Treff-Bube, pA — Pique-Aß, cD,= Coeur-Dame u. s. f.) Im Skat liegen oarA und carK. Vorhand hat trD, trB, tr9, tr8, tr7, pZ, p8, cD, cZ, car7, Hinterhand den Rest. Verlauf des Spieles: 1. V. p8 M. p7 H. pA 2. H. cB V. cD M. c.9 3. V. pZ M. p9 H. P K Jetzt spielt Hinterhand pB ans, worauf Mittelhand mit pD überstechen muß. — Wenn versucht worden wäre, das Spiel in Earrean zu Fall zu bringen, hätte viermal Treff gespielt werden müssen, damit Hinterhand den earB los wurde. Inzwischen könnte aber Mittelhand ihre vier Carreanx gleichfalls abwetten. Schristleitung: Aug. Goetz. - Rotationsdruck uub Verlag der Brühl'fchen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lanae, Gießen.