Die arme Prinzessin. Vornan von Fedor von Zobeltitz. (Nachdruck verboten.^ .(Fortsetzung.) . Aber zu dieser Stunde, da kam doch ein gewisser Ernst über die Kleine; da flog etivas wie ein huschendes Nacktgetier an ihr vorüber und es fiel -ein Dämmer auf ihr Gemüt. Sie wurde nachdenklich. „Ja." wiederholte sie, „Bolto, das begreife ich schon. . . Daun sprang sie auf einmal auf und nahm wiederum die Photographie LAian Simpsons zur öaub und schaute sie lange an. Es mußte dabei ein Wandel des Empfindens in ibr Vorgehen, denn ihre Zuge wurden li-erber. Ihre klaren Wangen röteten sich ein wenig, als sie sagte: „Holko, eins möchte ich tvissen. Nimm nur die Frage nicht übet. Irgend wer h-at gesagt — ich weiß mä)t, tvar es der Burginütler, aber irgend wer soll gesagt haben, du heiratetest nur wegen der vielen Millionen. Ist denn das währ? . . „Mie." antwortete Bolko, „was soll ich auf solchen Unsiun entgegnen? Daß man über meine Verlobung viel klatschen würde, das konnte ich mir senken. Tie Zeitungen haben sogar darüber geschrieben, und eine brachte eine lange Zusammenstellung aller Ehen, die zivisck>en Abkömmlingen uliseres hohen Adels und den Töchtern amerikanischer Millionäre geschlossen worden sind. Es ist allerdings eine ganz stattliche Liste: übrigens überwiegt in ihr der französische Adel, nicht der deutsche. Aber das ist schnuppe. Nur eins will ich dir sagen, Annemie: ich würde mich Lilian nie genähert haben, hätte ich sie nicht lieb gewonnen. Freilich, auch das gestehe ich zu: ich würde in der Entfernung geblieben sein, wenn ich gewußt hätte, sie wäre arm. Denn em armes Mädchen hätt' ich nicht heiraten d ü r f em Ich kann mannigmal leichtsinnig sein, aber ich bin kein Dnmmkopf: meine Fürstenkrone ist meine letzte Chance. Und so traf es sich glücklich: Lilian ist reich — und ich habe ste von Herzen — ja wahrhaftig, Mie, ich habe sie von Herzen lieb! . . Da füllten sich plötzlich Annemaries Angen mit Tränen; dle tropsten mie schwere und große Perlen über ihre Wangen, ltnd Bolko meinte auch, er vernehme einen leise schluch- zenden Laut. Doch das Prinzeßchen schämte sich, wandte slch rasch ab und fuhr mit der .Hand über ihre Augen und zog dann ihr Taschentuch heraus und schnäuzte sich lebhaft, alles mit energischer Gebärde; aber ganz zurückhalten konnte sie ihr Empfinden doch nicht, sprang wieder mit Elnem einzigen „Ach!", in dem alles lag, tvas an reinem Gefühl und halb Klarem in ihr lebte, zurück an das Bett und umarmte den Britder und küßte ihn. „Ach Bolko." rref sie, ^chann ist ja alles gut — ach Bolko! Wenn du sie lteb hast, will ich sie auch lieben — und es soll mir noch einer kontmen mit io aemeinen Redensarten wie Geldheirat, den will ich schon fenstern! Ach Bolko, liebst du sie wirklich so sehr, und könntest bu rns Wasser gehen, wenn du sie nicht kriegtest?" Bolko biß sich auf die Zähne, denn er wollte um alles irr der Welt willen nicht lachen, und antwortete kopfnickend: „Jawohl, das könnte ich, Mie. Aber nun setz dich wieder hin und heule nicht. Kleine. Wisch dir die Nase, es.hängt noch ein Tröpfchen dran. Ich habe dir nun alles gesagt, Mie, und ich denke, du wirst Bescheid wissen. Es steht vrel ans dem Spiel. Nämlich, der Alte — nämlich mein Schwieger- vater ist ein bißchen eitel. Wenn mir der Fürstentitel genommen wird, dann liegt die Gefahr nahe, daß er im letzten Augenblick zurückzuppt. Es ist alles möglich. Die Amerikaner sind merkwürdige Menschen. Sie reden viel von der republikanischen Freiheit und sind dabei wild hinter schönen! Titeln und Namen her — und so was. Also, Nsaus, stecke dich einmal hinter Jost —" ^Hinter Jost — „Ja, Mie. Er hat in gewisser Weise den Ausschlag zu geben. Er ist doch der nächste Agnat. Er soll verMndra sein unb sich auf meine Seite schlagen. Er soll Onkel Herv- surth sagen, daß er ganz mit mir einverstanden ist/ Die Familienbestimmungen sind zu umgehen, sobald Lilian zur Freifrau gemacht wird: dafür werde ich schon sorgen. Damit ist auch >em Fideikommißkodex genügt. Acht Millionen sind doch kei i Pappenstiel!" „Es ist ein furchtbares Geld," sagte Annemarie. „Ich weiß im Augenblick gar nicht, mit wieviel Nullen sich das schreibt." „Mie, wenn die Geschichte zum Klappen kommt und es ist alles in Ordnung, schenke ich dir anck was Schönes. Was Nullit du! Was wünschest du dir? Einen Schmuck: den kannst du tragen, wenn du zum ersten Male zu Hofe gehst oder wenn du zur Prinzessin Irene kommst. Ein Hundehalsbarrd aus Perlen und dazu eine Toilette aus Paris. Und dazu) eine feine kleine Uhr, hinten mit Brillanten. Ich schenk dir auch ein Wägelchen, fertig bespannt, Ponys, Schotten, famose Traber, das Geschirr mit Silberbeschlag, und dazu einen Boy. Oder was willst du?" Annemarie saß wieder ans dem Stuhl am Bett, und streckte die Beine ans und schaute auf ihre Stiefeln, die Dorffchustcr geflickt hatte. Was gibt der Reichtum? Sie wußte es kaum. Aber eine Ahnung von der ungeheuren. Macht des Geldes überschlich sie doch: es war 'wie ein Schauer. Reich war auch der Burgnrnller; das war ein Tropfen gegen die acht Millionen. Acht Millionen! — Es rieselte kalt über ihren Rücken. Sie stand hastig auf und sagte: „Schenke mir nichts. Du kannst mir nichts schenkew Ich weiß schon, was ich tue. Ich rede mit Jost. Leicht wird es nicht sein. Er sprach nie vor mir über die Geschichte; er behandelt mich immer noch wie ein Kind. Wer ich hörte doch, wie er denkt; Herrn Velten gegenüber macht er kein Hehl." „Und was sagt der? Er führt ja wohl das große Wort 160 in dieser fürstlichen Einsiedelei? Er ist innner noch ener Mentor. Hat meine Wahl vor ihm wenigstens Gnade ge- Wnden?" Annemarie zuckte mit den Schultern. „Frag mich nicht aus. Sie sprechen nie von dir, wenn ich dabei bin. Es ist eine ewige Geheimnistuerei. Nun steh auf, Bolko. Wir Worten alle mit dem Frühstück auf dich, und ich habe einen Hunger zun: Umfallen. Die Anschütz hat Streuselkuchen gebacken, und der Burgmüller hat eine Wabe Honig geschickt. Mach, daß du aus der Klappe kommst!" Sie ging zur Tür und öffnete sie. Draußen stand Dey- fuß, im Begriff einzutreten. Er verbeugte sich vor Annemarie und verbeugte sich dann vor dem Mrstenbett und fragte mit seiner wie verrostet klingenden Stimme: „Befehlen Euer Durchlaucht vielleicht, daß ich Euer Durchlaucht behilflich bin?" „Guten Morgen, redlicher Beyfuß," ries Bolko zurück. „Ich danke. Wobei behilflich? Beim Anziehen? Beyfuß als Kammerdiener, nein, das geht nicht. . ." Er war wieder in bester Stimmung, sprang aus dem Bette und lief in seinem langen seidenen Nachtrock, fast mädchenhaft ausschauend, zur Badewanne. . . . „O Beyfuß, wenn Gott will und das Geheim kabinett und Koburg-Gotha und der Prinz Jost und noch jemand, dann werden auch für Euer Exzellenz wieder bessere Tage kommen! Neues Leben soll aus den Ruinen erblühen, und mein lieber Schloßintendant wird die alte Glorie wiederfinden und neue Hosen nebst einen: Frack mit gesteppten Nähten. Beyfuß wird wieder Beyfuß werden. Beyfuß wird zahlreichen Dienern befehlen können, das Schloß wird sich auftun, oben wird die Fahne flattern und unten kochen zwölf Köche eine Suppe von Schwalbennestern. Beyfuß, es wird glänzend. . . ." Er warf alles, was in der Gummiwanne lag, auf Stichle, Sofa und Bett und füllte die Wanne mit Wasser. . . . „Beyfuß, ich komme nachher hinüber ins Schloß, ich muß Ihrer Frau Guten Tag sagen. Jetzt will ich baden. Halt! Ich nehm' doch Ihre Dienste in Anspruch. Nicht als Fürst: als Mensch von reinlichen Instinkten. Ich bin bereit, mich bei Gelegenheit zu revanchieren. Nehmen Sre mal den großen Schwamm und tauchen Sie ihn in die Wanne und berieseln Sie meinen Rücken — wollen Sie?" Ob tBehfuß wollte! Er atmete erst tief auf: ein so ehrenvoller Auftrag war ihm lange nicht geworden. Dann kan: noch eine tiefe Verneigung und dann griff er vorsichtig nach dem Schwamm, mit höchstem Respekt und steifem Arm und auch mit einer gewissen Feierlichkeit, als handle es sich um die Zeremonie eines Großen der Krone beim Lever Ludwigs des Vierzehnten.- Hinter den: „alten Hause" hatte das ehemalige Rentamt einen kleinen Garten. Den hielt Madame Balfour in Ordnung. Hier war alles blank, sauber und zierlich. Eine Rabatte war mit blühenden Astern gefüllt; in der 'Mitte standen sechs Sonnenblumen und wiegten die Köpfe mit den großen gelben Gesichtern hin und her. Die schmalen Wege waren mit Kies bestreut, und die breiten grünen Blätter abgeblühter Rhabarberstauden faßten sie ein. Aus dichten: Gebüsch von Flieder, Veigelein und Spireen erhob sich ein Sandsteinpostament kn Sechseckform, darauf stand der Name „Diana"; eine Jagdhündin des seligen Fürsten lag hier begraben. Dicht an der hinteren Ausgangstür des Hauses war unter zwei alten Kastanien der Frühstückstisch gedeckt. . c> fil*9 beute förmlicher zu als sonst. Die Anschütz, d:e W:rtschaftsman:sell, stand in weißer Schürze neben dem Tische, zun: Bedienen bereit. Drei Schritte von ihr befand sich noch ein Domestik in kläglicher Haltung. Es war dies ein Junge von etwa vierzehn Jahrei: und hieß Max und war der Sohn des verstorbene!: Nachtwächters aus den: Dorfe; der war gutspslichtig gewesen, und die Herrschaft hatte für den Jungen zu sorgen. Run war Max von der Anschütz zu allerhand Botengängen, auch in der Küche für das Abwaschen und ähnliche Dienste anaestellt worden. Aber die Anschütz war streng, und Max leb'te in ewiger Angst. Heute kan: er aus einer ständig zitternden Bewegung nicht heraus. In Rücksicht auf etwaigen hohen Besuch hatte die Anschutz versucht, ihn im Servieren zu dressieren, mit unsäglicher Mühe, mit Kopfnüssen und Eierkuchen, gute,: Worten und herber Kritik. Und jetzt sollte die Probe auf das Exempel erfolgen. Beyfuß hatte eine alte Livree heraus- gesncht; sie war alt, aber hübsch, grün mit vielen goldenen Kugelknöpfen, und war die kleinste unter den vorhandenen gewesen. Dennoch paßte sie Max nicht recht. Max war ein winziges dürres Kerlchen, und hatte Madame auch eigeiv- härchig die grüne Jacke eiugenäht und die Beinkleioer verkürzt, es schlotterte doch in eigentümlicher Weise um Max herum, es gab unzählige Falten und es gab nirgends einen rechten Anschluß. Man hatte dem neuen Galonierten eüv- geprägt, er solle keine Furcht haben' er wöge Seiner Durchf- laucht nur ruhig, freundlich und sest in das Gesicht schauen- und wenn Seine Durchlaucht ein Glas Wasser befehle (was unwahrscheinlich war; doch dies Glas Wasser gehörte zu den Hebungen), so dürfe seine Hand nicht zittern. Aber Max hatte trotzdem entsetzliche Furcht; nicht nur seine .Hand zitterte: der ganze Max zitterte und das blonde Kurzhaar sträubte sich förmlich, nick) wenn Mamsell Anschütz ihn: einen aufmunternden Blick zuwarf, so erschauerte er ganz leise. Madame Balfour ordnete auf dem Frühstückstische eine Blumenvase. Sie glich einem Porträt aus der Zopfzeit. Das freundliche alte Gesicht rahmten zwei falsche Löckchen ein, die in drei Ringeln von ben Ohren herabhingen und in ihren Schwingungen die seelischen Bewegungen ihrer Trägerin zum Ausdruck zu bringen pflegten. Sie erzitterten nervös, wenn Madame böse war, und sie pendelten bei heiterer Gemütsverfassung anmutig hin und her. Sie waren für respektslose Leute im Hause auch ein vortreffliches Barometer; dem: stand Regen bevor, so zeigten die Löckchen eine auffällige Tendenz, spiralförmig zusammen zu schnurren, während sie sich bei anhaltender Dürre lang streckten und sie bei Gewitterluft etwas Hüpfendes bekamen. Für Annemarie waren diese Löckchci: Madames eine Fundgrube für allerhand kleine Ungezogenheiten. Im übrigen liebte die Prinzessin ihre alte Erzieherin, als sei es ihre Mutter. Madame Balfour war eine Schweizerin und hatte die Kinderfrau Annemaries abgelöst. Als der alte Fürst gestorben war und der Verfall begann, ,var sie geblieben und hatte die Führung des Haushalts übernommen. Es war für diese verarmte Fürstenfamilie ein großes Glück, daß sie in ihren drei Getreuen eine feste Stütze besaß. Velten und die Madame leiteten auch den Unterricht der Kinder, und beide waren vorzügliche Pädagogen. Beide hatten mit dem Leben nach außen hin abgeschlossen; sie hofften und erwarteten nichts mehr; aber es war keine stumpfe Resignation: die Liebe zu Jost und Annemarie gab ihnen Ersatz für manchen Fehlschlag und viele Entsagungen. Es war ein großes Glück für das arm gewordene Geschlecht, diese drei, die in seltener Opferwilligkeit eine Bergeslast auf ihren Schultern trugen; und wie hoch dies Glück anzuschlagen war, das wußte, tat er auch anders, keiner besser als der Fürst von Herrfurth, Herzog zu Emskirch, der „Alte vom Berge", wie Jost ihn nannte, „Fürst Rübezahl", wie Annemarie ihn hieß, der Oheim und Vornrund der beiden. (Fortsetzung folgt.) Achtung, Zeppeline!. Bon Alsr ed Bratt. (Nachdruck verboten.) Ter Hasen von Boulogne war abenddunkel, regnerisch undi voller Nebel. Die Meiseirden, die dem Pariser Zug entstiegen waren und die endlose, peinlich genaue Untersuchung in der englischen Agentur über sich hatten ergehen lassen, drängten, die Passierscheine der Regierung noch in den Handel:, nach dem schmalen Landungssteg, der an Bord des England-Dampfers „Coldrig" führte. Auf dem schlüpfrigen, von heftigen Sturmstößen i'iber- jagten Teck rumorte ein erregtes Durcheinaiwer, das aber durch ein allgemeines Gefühl der Unsicherheit in seinem Lärmen dämpft wurde. Es wurde in verschiede:^: Sprachen gesprochenhauptsächlich englisch und französisch, und hier und dort erklangen in den Unterhaltungen die schnell hingemurmelten Worte „Unterseeboot" und „Zeppelin" . . . Tie geölten Tamvinden drehten sich lawlos, der Propeller schäumte auf f nick> ohne Signal glitt der „Eoldrig" in die See, die ihn in eurem jäh entfachten Sturm wütend mit sich fortrilß Bor dem scharf schneidenden Br:g sprang das Wässer in rasenden! Schaumwirbeln hoch, die sprudelnd abglitten und zu beiden Seiten deS Schiffskörpers siedend in die eilende Fahrtrichtung zurtlch- flossen. Ter Sturmton johlte um' die Antenne:: des drahtlosen Telegraphen: er fuhr wütend in die schwarze Höhlung des Schlotes- aus der ihn: dickguellender Rauch entgegendrang: er platzte mit krachendem Hall an der glatte:: Holzwehr der Kommandobrücke: er jagte sprlchend über das Teck; er fünfte rüttelnd um die luftdicht verschlossenen Luke:: an den Bordwänden; er knatterte am Heck- Während er ohnmächtig das Fahrzeug vvranfliehen ließ, eine Sekunde hoch über dem Gischtschweist der Schrauben mrd stürzte dann breit aus die Wetten, dre türmend und versinkend über ihm & ^ Ter Fimmel war zerrissen. Ein kupferfarbener Mond beleuchtete düstere Wolkenfetzeri. Tie Wachtlicht-er an Backbord und Steuerbord, die sonst wie ein rotes und grünes Mge die Tampfer begleiten, waren wegen! der Kriegsgefahr auf See völlig abgeblendet. Ter Scheinwerfer in zweidrittel Höhe des Bordermastes starrte dunkel und blind in die dicke Finsternis. Tie Passagiere fasten und lehnten mit schützend zum Festhalten austzebreiteten Armen im Schiffssalon. Sie fliesten an die Wände, an die Tische und Ecksofas und folgten mechanisch jeder Bewegung des schvankenden Bodens. Die an die Decke geschraubten, mit dunklen Gazeschleiern sorgsam umhüllten Elektrizitätskörper zitterten unter der Erschütterung über bleiche Gesichter, tastende oder geballte Hände. Die Luft war ungefüllt von der verdunstenden Nässe der Tücher und Mäntel, vom Ledergeruch der Reisetaschen, von muffigen Samtbezügen, Möbelholz und Dumpfigkeit. Frau Choiseul säst ängstlich in eine Ecke gelehnt. Sie hielt auf den Knien eine tteine braune Reisetasche, die sie krampfhaft mit beiden Händen umklammerte. Neben ihr hockte in höchst unbehaglicher Verfassung die knochige Gesellschafterin. Und die vier klugen der beiden Damen waren starr auf die tteine brauna Reisetasche gerichtet. Frau Choiseul reiste nach England. Ihre Tochter hatte sich mit dem Sohn eines reichen Brauers in Edinburgh verheiratet. In der dicken kleinen Tasche aber befanden sich sämtliche Schmucksacheu, Gelder und Wertpapiere der guten Dame. Denn in diesen bösen KriegM-eiten nimmt man am besten seinen, ganzen Besitz gleich persönlich mit, wenn man von einem Land in das andere übersiedelt. Der Schiffösalon schränkte fürchterlich, Frau Choiseul drohte vom Sofa zu fallen, und cur histerisches Mädchen kreischte laut auf, dast sicherlich ein Unterseeboot sie alle erbarmungslos versenken würde. Mer es wurde keinerlei Angriff gemeldet, und Frau Choiseul glitt auch nicht von dem gepolsterten Bänkchen, da ein Herr zu ihrer Rechen sie int letzten Augenblick ritterlich roieder aufrichtete. Es war ein sehr liebenswürdiger Herr, breit und freundlich, mit leicht ergrautem Haar und roten Backen. Frau Choiseul dankte, die knochige Gesellschafterin grinste, wie ihr das in solcher Lage als ihre Pflicht erschien, und man kam bald in ein Gespräch, soweit das Unwetter dies gestattete. Der Herr war Engländer, er reiste auch nach Edinburg, wo er ein grostes Exportgeschäft besäst. Er beglücknmnschte Frau Choiseul zu der Heirat ihrer Tochter, sprach vom Kriege, bemerkte, dast Frau Choiseul in dem Gedränge einer so abenteuerlichen Reise auf ihre Effekten gut achthaben solle (ach ja, seufzte die Dame, die Tasche hier ser besonders wertvoll, darum lasse sie sie nicht aus den Händen), er streifte dos Thema der U-Bootangriffe und meinte, dast die Zeppelingefahr viel schlimmer sei. Und derweilen rüttelte imd stiest das verdammte Schiff schwingend weiter, als sei es selbst von der Seekrankheit befallen. Endlich war die Einfahrt des englischen Hafens erreicht. Man, drängte an Deck, glücklich, den dämonischen U-Booten für diesmal entronnen zu sein. Ter „Coldrig" bäumte sich ein letztes Mal. Der Sturm heulte auf und verhallte im Echo der Küste. Schwarze, triefende, gezackte Felsen wuchsen aus dem Wasser. Die salzige Luft wurde wärmer, eS roch nach Tang und Teer. Ein heftiger Stoß ging über den Rücken des „Coldrig". Tie Maschine stand still. Das Schiff senkte sich seitwärts und trieb dann schaukelnd an die Mole. Tie langen Waggons des' Zuges nach London, der auf den: Bahnsteig am Hafen lvartete, wurden erstürmt. Mit Hilfe des freundlichen Herrn mit den roten Backen wurden Frau Choiseul, die knochige Gesettschafterin imd die tteine braune Reisetasche in einem Abteil verstaut. Ter freundliche Herr zog schnell die Türe des Abteils zu, so dast man gemütlich attein blieb. Gedämpft tönte der Abfahrtriller, die Kuppelungen der Wagen ächzten knirschend unter der plötzlichen Anspannung, die Wcllblechwand des Bahnhofs glitt vorbei und der Zug dampfte die finstere! Strecke hinaus. \ Frau Choiseul setzte die Tasche zwischen sich und die Gesellschafterin, lehnte den Rücken gegen ein mitgebrachtes Luftkissen und faltete die Hände. Die Gesellschafterin lehnte steif da, hager und trocken. Der freundliche Herr fast den Damen gegenüber, tue dicken Hände auf die fleischigen Schenkel gelegt. Da trat der Schaffner ein, überzeugte sich davon, dast die Gardinen an den Fenstern herabgelassen waren — wegen der Zeppelingefahr —, und liest auch an der Gaugtüre die Gardine herab. Die Schienen knarrten unter den Wagen. Es »var ein eintöniges Klappern und Wiegen. So fuhr man eine halbe Stimde dahin und ein liebenswürdiges Reisegespräch war wieder im Gange. Der fremidliche Herr erzählte und sprach allerhand, und auch Frau Choiseul blieb nicht schweigsam. Allmählich aber zeigte her Herr eine merkwürdige Nervosität. Er wurde imruhig, ermannte sich, verlor wieder die Beherrschrmg und schielte manchmal beängstigend nach den verhängten Fenstern. Einmal verstummte er sogar mitten in einem Satz ÜMd neigte das Ohr, als lausche er einem dröhnenden Geräusch, Tie beiden Damen wurden von dieser Unruhe anaesteckt, und bald ftagte auch Frau Choiseul nach dem Grunde des sonderbaren Verhaltens. Der freundliche Herr wich zuerst jeder Frage mit einem erkünstelt ruhigen Lächeln aus, bis er schließlich eingestand, daß der Gedanke an einen Zeppelin ilM keine Ruhe lasse. Er berichtet« von den Schrecken der letzten Zeppelinangrifse, erzählte snrchthare Einzelheiten und schilderte, wie zwei Schnellzüge in voller Fahrt von Zeppelinbomben vernichtet worden waren. Frau Choiseul schauderte bei diesen Erzählungen am ganzen Leibe, und die knochige Gesellschafterin wurde noch dittmcr vor Angst. Eine Weile fuhr man schweigend dahin. Dann seufzte der freundliche Herr plötzlich tief auf: „Ach ja," stöhnte er, „das wäre entsetzlich . . . . „Was?" stiest Frau Choiseul zähneklappernd hervor. „Nun, wenn einer jetzt über uns käme, ein . . . ein . . . Zeppelin! . . „Mein Gott!" lispelte Frau Choiseul, „wäre das möglich?" „Leider ja," erwiderte der freundliche Herr bettommen. „Oder glauben Sie, dast diese Deutschen auf uns Rücksicht nehmen! würden?" Beklommenes Schweigen. Dröhnend ratterte der Zug durch die Nacht. * „Hören Sie?" . . . rief der Herr plötzlich, heftig atmend^ „dieses Sausen! . . . Ist. das der Wind, oder . . . ." „Herr im Himmel," stöhnte Frau Choiseul, „ich glaube, ich höre es! Es must der Wind sein . . „sagen Sie, daß es dev Wind ist! Ach Gott, es kann nicht sein, es darf nicht sein!... „Es kommt näher," keuchte der Herr. „Ta, da ... es saust und knattert. Wie Motore, wie Schrauben in der Luft. Propeller ..." Frau Choiseul wimmerte und lehnte sich an die harten! Knochen der zitternden Gesellschafterin. „Jetzt, jetzt," rief der Herr, „ich höre es ganz deutlich — kein Zweifel mehr möglich . . ." Er stürzte an eines der Fenster, lüstete ein wenig die Gardine, blickte hinaus, wich mit einem Satz zurück und murmelte mit heiserer Stimme: „Da ... da ... ein Zeppelin! . . Die Frauen wimmerten und schluchzten. „Die Lampe," rief der Herr, „die Lampe kann uns verraten! f ort mit dem Licht!" Er sprang aus die Sitzbank und drehte die ampe des Abteils aus. Der Zug fnatterte dröhnend über die Gleise. Frau Choiseul war einer Ohnmacht nahe. Sie hörte nur wie aus weiter Entfernung die abgerissenen Worte des Herrn, fühlte ein entsetzliches Sausen im Kops und in den Ohren und empfand einen Augenblick einen Stoß gegeir die Seite. Dann war alles still. Der Herr gab keinen Laut von sich. Nichts regte sich in dem stockdunklen Abteil. Da erhob Frau Choiseul sich zitternd von ihrem Platze. Sie bat den Herrn, sie zu stützen, fragte, ob der Zeppelin vorüber sei. Aber nichts antwortete ihr, als das .Angströckieln der Gesellschafterin. Mit schwachen Knien wankte sie nach der Türe und schob sie zurück. Mildes Licht strömte aus dem Gang in das Abteil. Anc Ende des Wagens standen einige Leute rauchend, im ruhigen Gespräch. Nichts war los, absolut nichts. Keine Unruhe, keine Bomben, von Zeppelinen keine Spur. Aber als Frau Choiseul in ihr Abteil zurückkehrte und mit ihrem Schirmgriff mühsam die Lampe wieder angedreht hatte, sah sie, daß der freundliche Herr fort »var. Und auch die kleine, braune, kostbare Reisetasche war verschwunden. Entsetzt säst die Gesellschafterin neben dem leeren Platz, hager und knochiger als je.. Die deutsche Mode. Ueber diese augenblicklich sehr zeitgemäße Frage, deren Lösung gegenwärtig von vielen deutschen Frauen und Männerm versucht wird, plaudert Dr. Georg Teecke in der jüngsten Nummer des „Vortrupp" (Verlag Alfred Janssen, Hamburg) in anziel^euder Weise, indenr er zunächst zeigt, wie es möglich geworden ist, di« deutsche Kleidung unter den Zwang der Mode des Auslandes zu stellen. Er macht zum Schluß dann die nachstehenden beachtenswerten Ausführungen: Wer eine derrtsch« Mode schaffen will!, der schaffe erst die deutsche Frau dazu, der mache, daß das Bild der deutschen Frau rein und groß und mäck-tig über unserem deutschen Baterlande ausgehe! Wer deutsche Frauen kl e i d u n g schaffen will, der schasse erst eine deutsche Frauen k u l t u r, der befreie und festige die deutsche Fraueir- seele, denn das Kleid verhüllt zwar den Körper, aber! die Seele soll cs dar stellen in einem würdigen und schönen Bilde. Ter mache diese Frauenseele zum Urbilde deutschen Wesens und zum edelsten Urbilde weiblichen Wesens aus 'der Welt, dann wird ihr Kleid die Frau und die Welt beherrschen. Alles andere findet sich von selbst, denn alles andere sind äußerliche Schwierigkeiten, die entivedcr längst erkannt und gelöst sind, oder die inan binnen kurzem zu meistern lernen kann. Aber wohlgemerkt: die Massenfitggestion, jenen Zwang und Zauber, von dem ich sprach, werden »vir nicht entbehren können, und man bedenke, dast das Eigentteid mit all seinen erwünschten imd ver-, ständigen Rücksichten aus die Gesundheit mrd Gestalt der einzelnen Trägerin z»var der Ausgangspunkt, aber nicht das Ziel einer neuen Mode, sein kann. Gott bewahr« uns! übrigens vor den 162 unzähligen Mißgriffen der in der Mehrzahl gcschmackliosen Ver fertig e rinnen, mtt denen wir überflutet würden. Tie Mode ist nun einmal eine Art Gleichmacherei, sie verlangt einen tonangebeid- den Mittelpunkt, und die Masse verlangt von ihr, daß sie ihr das eigene Nachdenken und Schaffen erspart, schon deshalb, weil sie das aus vDerlei Gründen einfach nicht leisten kann. Biel schwerer wird es sein, — und das ist bezeichnerch! —, eine deutsche Mann er mode zu schaffen, obgleich die Idee und das Bild des deutschere Mannes gerade jetzt bestimmter und leuchtender in die Erscheiirung getreten ist. Aber der deutsche Manu der Gegenwart ist Soldat, urrd über dessen feldgraue Kleidung entscheiden lediglich militärisch-praktische Gesichtspunkte. Ter deutsche Mann in Zivil ist ein Wesen ans einer anderen Welt, ^n früheren Zeiten war daö nickü so, da ivar auch die Mode der Männer' ein leichteres Problem. Mles in allein: die Frage der Ndode ist, wenn sie deutsch gelöst weichen soll, eine tief inne rl i che, ja im höchsten Sinne s i t t- licke Frage. Wer an ihrer Lösung erfolgreich arbeiten will, der sei sich dessen bewußt. daß man mit Aeußerl ich ketten, seien Ue auch noch so ausgeklügelt oder elegant, nickt zum Ziele gelangt! Er sei sich aber auch bewußt, daß jetzt die Zeit für ihn gekommen m. euren entscheidenden Anfang zu mackm, ehe — nach glücklich erreichtem Frieden — die ausländischen Modetorheiten sich wieder über uns ergießen urrd die schönen 5-offnungen aller Ernsten und Nachdenklrcherr zuschanden machen. vermischte-. r- K " nstli ch e Blitzschläge. Viele naturwissenschirflliche Entdeckungen, wie bte drahtlose Telegraphie, haben den Weg von klemerr, spielerisch erscheinenden Experiineliteu im Laboratorium zu jgrcr gvouc l vtiflen 9Iu§iuirfiui<} über ganze Länder hin genominen, jo daß uns diese Entwicklung nicht mehr allzu wunderbar erscheint, seltener und deshalb verblüffender und phautatieanregeuder ist es aber, wenn tatsächlich vorhandene Natrirerscheininigeu, die miserer -«acht entrückt scheinen, plötzlich mit allen wohlbekannten Merk- malen m Mlnmtiir in das Stildierzimmer des Gelehrlen gezogen sliid und dort seines Winkes harren. So iverden jetzt, >vie niis einer Arbeit Dr. Wächters in ben Mitteilungen über.Gegenstände des Gerne- und ArtiNeriewesens" zu ersehen' ist, in der „Zentralstelle für wltzenschaftliche und technische Uuteriuchungen" in Nen- Babelsberg ganze Gemittervorgänge in Arbeitsränmen horvor- aerrüen, denen es anch nicht an einer passenden Erdoberfläche mit Häuschen, rZluhen rurd feuchteir Seeil- rrnd Sunipistächeir kehlt ^lrif diese kleine Welt müssen die erzeugte,r Blitze einen schauerlichen Eindruck machen, da sie über 3 m das ^Himmelsgewölbe" durch- ziicken und iveder^Haus noch Menschlein zu scheuen brauchen. Die atmosphärischen Lpannmlgserjcheimmgen, die zu solchen abrripten Entladungen fuhren, können b:S ans ungeiähr 3 Millionen Volt anstergen mrd geberr damit dem Bruder in der freien Natur nur SfW c 5? rr J d > te * Die dräuende Wolke freilich, aus der Tor seine . Blitze schleudert, hängt hier feit und langrocilig als barnnelnde Bleikugel unmec am gleichen Fleck, auch der Horizont der noch be° drohteii Erde ist etwas hart und einförniig als ein großer Nina gespannt, der feine ganze hundertmal verkleinerte Well damit begrenzt rmd nicht einen Funken überspriligen läßt. Die Häuser sind aus Holz haben ost eme Metallbedachung, Zierrat jedolch er- scheint m der Zone ewiger Gewitter iinnötig, die Umgebling ist kahl und sandig dargestellt, nur sicker.ide Waffertropfen geben die Gewässer. Wird ein ganzes ausgeschnittenes Utuct Sandboden befeuchtet, so haben ivir Sumpf, Seen, Ueber- vor uns, wie der Zuschauer ,vill. Selbst ein wenig }^ r ^ em Antlitz der Erde in Form einer Metattplatte nn> gehestet, sie vertritt das Grundwasser; ivird sie mit emein Hau'e leitend verbunden, so ist das ebensoviel, als hätte das Grund- wasser sich bis znni Fundament des Hauses emporqesaugt Mit Hrlke dieser Versuche sott nun eine zweckmäßige Art. Blitzableitunaen zu bauen, gefunden werden, wobei die Anlage der Leitungen für. £“ lo K cr : und Munmonsmagazlne und Sprengstoff-Fabriken' uatur- Uch das besondere Interesse der ZentralunteilnchungSstelle in An- sollen Erfolg in der Ausbeute praktisch zu verwendender Erkenntnisse werden diese Experimente aber erst dann yaven, wenn sich an die künstlich vorgenommenen Blitzerschci !!?!!^" vergleichende Beobachtungen tatsächlicher Blitzschläge an- SÄ wieder durch syste.natische Behandlung des Z^enols, günstige Arrswahl gewitterreicher Landstrecken, enva in Sud-Dasinanen unb entsprechend gebaute Verslichrimuser die theoretische Arbeit der Zentratmitersilchungsstelle ergänzen. Siegesmedaille aus dem v>ayre 18 70. Wenig bekannt durste es fein, daß die Franzosen lieken^ n™ m h5 u5brud * Krieges 1870 Siegesmedaillen prägen ’! 0 " * ene *l emze^ne Exemplere in Münzsammlungen auch bS^^nlSSf? m ö ' e ,rQflen Bildn.ß Napoleons 111. und Ger.nan.ae 1870 • Natürlich wurde,» diese vorha!rde'ne n'^ CU f lln ^ " ad > der Schlacht bei Wörth sämtliche Zen 3Ä 3SÄ nm 9a " ä mC " i9e ' Ö ' e fid ’ b"rch ^ n- Vl n e *'J l A i VJ et h Osstzler, Junggeselle, der krank von Gallipoli hecmgekehrt ist, wäre glücklich für freies Angebot eine« Aiisenthaltes auf dem Lande, um sich bei kostenloser Gastfreundschaft in guter Liift völlig wiederherstellen zu fönnen. — Für eine Schule die wegen der Zeppelingekahr von der Küste fortziehen mußte ist geeignetes Haus in sicherer Gegend zu vermieten. — Welcher Patriot will die! Haftung für die Pflichten eines veilchuldeten jungverheirate- te.i Soldaten ubeniehmen? - Die Mutter eines Offiziers, völlig hilflos demKnegsuiiglück preisgegeben, suchtprivateHilfe. - Trommler u-,d Psei'er zur Unterhaltung forscher Stimmung unter den neuen Rekniten erbeten. Vüchertisch. 0 . r - Hochland. Inhalt des Märzhestes: Bon der wahren Liebe zum Vaterlande. Von Georg Fichte. - Zur Geschichte des ranzosischen Nationalismus. Von Dr. Hermann Platz. — Schneeschmelze. Gedicht von Max Pulver. — Judith. Non,an von Peter Dörfler. — soziologische Neuorientierung und die Aufgabe der deutschen Katholiken. Von Tr. Max Scheler. — Halis Psitzners ^.Palestrula". Von Universitätsprosessor Dr. Franz Schultz. — Nradoima. Gedicht von Leo Sternberg. - Noch einmal die Frage der Schulbildung m rassenpolitischer Hinsicht. Bon Mediä,mlrat ^r. Z. Graßl. — Leiden und ihr Eirde. Gedanken und Betrachtungen von Else Haffe. - Kritik: Kriegsliteratur. Von Theodor Brauer. — Neue Romane. Von Franz Herwig. — Rundschau: Krlegsbeirachtung. — Eil» mitteleuropäischer Staatenbund? — Schivaben im Osten. — Die Organisation der literarische>i Liebes- aaben. - Heinnch Federer. - Wandlungen. — Der Krieg auf der Buhne. — Verdis Beziehungen zil Deutichland. - Ein neues deutscher' Volkrstiederbuch. — Neues von» Büchermarkt — Unsere Kuustbeilagen. — Der Tür m e r (Kriegsausgabe). Herausgeber : I. E. Frhr Vierteljährlich (6 Hefte) 4 Ulf 50 Pfg., Ei.izelheft 80 Psi Probegest portorvet (Ltilttqart, Gretner & Pfeiffer). — Alls dem Inhalt des ziveiten Märzhestes: Freiheit dem Frau! Bon Dr. Frhrn. v. Mackay. — Das Kriegskind. Von Hans v. Kahlen- -^^oniien Ivir die Engländer in» eigenen Lande fassen? Bon M. C. Menghius. — Ein Heller und ein Batzen. Von Professor Tr. Ediiaro Heyck. — Militärische Jugenderziehung. Von P. S., Hauplniann d. R. — Franzosendienst aus deutschen Schuleii. — Tie Meinniuugen. — Die Schädlichkeit des elektrischen Lichtes - Bardengesang Von K. St. - Ter armenische Kniff. - KriegS- bilder- Alisitellung. Von Karl Storck. - Militärmusik. Von r - T7 ~ uc,ne ^ Tagebuch: Der Krieg. - Lluf der Warte. — Kimstbeilagerr. Zt, ? Vf 93 c? l J n a r b * ,T f c r ist nach wie vor Gegenstand der, lebha'testen Interesses, und die neue Ausgabe 1916 der F-ren- tag'scheii Karte nn Dkaße 1:1,«0,000 kommt daher um so mehr zurecht, als sie verschiedene Neuenrngen bringt: Darstellung des ganzen grieck)tschen Gebietes, sowohl auf dein Festlande, als auf deil >mseln des Archipels, die alle ausgenommen sind bis einschließ- uch. Kreta, Rhodos und Kasteloryzp: ferner des ganzen vorderen Klemasien und endlich Angabe der Grenzen der bulgarischen Ver- waltung in Serbien. Hübsche Ansflihrung in fünf Farben und »eicht verständliche gute Geländezeichmmg erhöhe» den Wert des 80:100 Zentimeter großen Blattes, das für Mt. 1,- (mit Vost- ziisendung Mk. 1,10) von ^eder Buchhandlung, wie vom Verlage G. ^reytag & Berndl, Wien VII. (Robert Friese. Leipzig, Seeburg- strave 96) zu bezieheii ist. ' - - ö i e h e n ,v i r am besten Ge m ü s e ? Von Pro- feffoc^r. Udo Dämmer, Kustos an» Königl. Botanischen Garten zu Berlm-Dahlem. Verlag von F. Fontane & Eo. in Berlin- Grwieivald. Preis 50 Psg. Zkat-Ausgabe. . . Hinterhand reizt aus Grand, .vorauf Mittelhand Null orivert spielt imt folgenden Karten: ♦ ♦ v ♦ ♦ ♦' v * Q 0^0 0^0 h 0+0 o o 0^0