Die arme Prinzessin. Roman von Fedor von Zobeltitz. (Nachdruck verboten.) 1. Kapitel. Fuhrt den Leser in einen stillen Winket der Mark und stellt ihm die Hauptpersonen dieser Geschichte vor; erzählt auch von allerhand Unstande sgemäßem. Der Burgmüller hatte den kleinen buckligen Jsaaksohn, der rym ein neues Gesparrn verkaufen wollte, bis vor die Haustür gebracht und blieb hier einen Augenblick stehen. Ein märkischer Spätsommertag ging zun Rüste, ein Tag v-ott-er Glut, an dem noch jetzt, zu beginnender Abendstunde, die Atmosphäre zu flimmern schien. Der Himmel mar klar, und in seine einförmige Bläue mischteil sich schon der Goldton und das reife Rot der sinkenden Sonne. Ueber den kleinen See wirbelte eine Wolke von Mücken. Die Fische sprangen im Wasser, und im Schilf stand der Storch, der oben auf der Hausfirst sein Nest hatte. Der Vurgmüller schob die Mütze von seiner Stirn. Gott, war das warm! Der Spätsommer schien nachholen zu wollen- was der Lenz gesündigt hatte. In der alten Linde vor der Tür bewegte sich kaum ein Blatt. Die Blätter hingen; es hatte lange nicht geregnet. Ader das war wiederum gut: da konnte man in aller Behaglichkeit die Errite einfahren. Zwischen Wohnhaus und Mühle schob sich der Hof, von Ställen und Scheunen umgeben. Da heulte urrd johlte Schnauzerl an seiner Kette, ein struppiges cholerisches Untier, dem die rote Katze und die Sperlinge viel Schabernack spielten. Jetzt jaulte er, iveil durch das offene Tor ein Wagen einfuhr, aus dem hochaufgepackt goldgelber Hafer schwankte. Die keuchenden Pferde trugen ein Kummet mit Messingbeschlag, und die Sonne funkelte über das Metall. _ Der Burgmütter stand jetzt mitten auf dem Hofe und rief dem Großknecht ein befehlendes Wort zu. Er 'war ein gefürchteter Herr und hatte die Augen überall. Befehlshaberisch war schon seine Erscheinung: die große massive Gestalt mit dem starken Bauernsästidel auf kurzem, trotzigem Halse. Das breite Gesicht war immer glatt rasiert und gewann dadurch an Charakteristik: eine ausgearbeitete Phy- jiognomie voll Intelligenz und Verschlagenheit, Starrsinn und auch einem Zug von Gutmütigkeit. Ein Gesicht voll malerischer Wirkungen, mit schweren Tränensäcken unter den Klagen, stolzen Lippen und von blühender Farbe, fast rosig und mit einem leichten bläulichen Schimmer an Kinn tm£> Wangen. Aber das sture, kurzgeschorene Haar war ganz weiß und sträubte sich voll und dicht wie eine Biirste. So stand er da und gab seine Befehle: gemessen und knapp — immer nur ein Wort warf er hin; doch es klang wie ein Kommando. Er hatte manches zu tadeln; aber er lobte auch. Nur war das, was er lobte, nicht mrs Menschen, Hand. Er zerbröckelte eine Aehre zwischen den Fingern und freute sich über die schweren Körner. Er zog einen Halm hervor, der war schon geschnitten irnd doch so lang, daß er ihm bis über die Hüften reichte: ein Haferhalm. Der Himmel hatte die Ernte gesegnet. Ringsum waren viele Wetter niedergegangen, Hagelfchlag und strömender Regen; die Felder lagen darnieder und das Getreide wuchs aus, und« dazu kamen der Rost und die Mäuse. Ringsum klagten die Leute, und es stand mancher vor dem Bankrott. Aber hier unten im Tal der Nuthe wohnte das Glück. Mühselig hatten die Vorfahren arbeiten müssen, die Moorstrecken für die Kultur zu gewinnen und die Sümpfe freizulegen, in deren Schilfumrandung und Binsengestrüpp sich einst zur Zeit der großen Slawenkämpfe die vor der germanischen Eisenfaust flüchtenden Sorben versteckt hatten. Man hatte mit fleißiger Hand gerodet und entwässert und der Mutter Erde ihren fruchttragenden Humus abgerungen, und nun reifte hier das Getrerde und neiate sich unter der Last der Aehren, und die Rübe wuchs, und auf den Wiesen weideten die Rinder. Und was die Hauptsache war; der Burgmütler hatte eine glückliche Hand. Ja, das war die Hauptsache; denn auch andere müheten sich, und doch blieb ihnen der Segen fern. Die Burgnrühle war ein stattlicher Besitz. Sie hieß so nach der alten Birrg Götzen, deren derbe, nnt gutem Verständnis restan-rierte Trü-mmermassen auf einem tannen, bewachsenen kegelförmigen Ausläufer des Fläming sich türmten. Sie hieß so seit undenklicher Zeit und hatte seit Jahrhunderten mit ihrem plätschernden Räderwerk die gleiche Familie ernährt. An Alter des Geschlechts ,muhten die Reschkes dem Fürstenhause fast ebenbürtig sein, das hier seßhaft war und zu dessen Leibeigenschaft sie dermaleinst gehört hatten. Der Burgnnlller besaß so eine Art geschriebener Chronik, die war einem in Schweinsleder gebun, denen Bibelfolianten beigeheftet, der glücklicherweise noch keinem findigen Antiquar vor Augen gekommen war. Denn wer etwas von alten Büchern verstand, hätte bald herausgefunden, daß der schweinslederne Einband einen der seltensten Wiegendrucke umschloß, und der Macht des baren Geldes konnte auch Gottfried Reschke nicht irnmer widerstehen. So aber ruhte der Foliant wohlverwahrt in einem Schubfach der Kornmode im Wohnzimmer und wurde nur zuweilen hervorgeholt, wenn der Kantor Furbringer einmal herüberkam und dem Burgmiiller half, die ungefügen verschnörkelten Schriftzeichen auf dem vergilbten Pap'rer der Chronikblätter zu enträtseln. Das war"nicht so leicht, denn fremdartig wie die .Handschrift mutete auch das verschollene Deutsch der Vorfahren an. Mer daß schon lange vor der Reformation auf diesem selben Fleck Erde die Burgmühle gestanden und ein Märten Reschke hier gehaust hatte, als dienstbarer und getreuer Mählmüller Seiner Gerechten des Burg- und Wildgrafen zum Gotzeneck: das hatte man doch heraus gefunden. Die Zeiten hatten sich gewandelt. Der älteste Burgmüller in der Chronik schrieb sich noch Reczee, ein Zeichen für die staivische Abstammung des Geschlechts, und di«. 118 Burg- uuL»' Wildgrasen des vierzehuken Jahrhunderts waren gefürstet worden und nannten sich heute Herren von Got- ternegg. So hieß auch die Herrschaft und das Schloß, und nur die alte Burg nannte man immer iwch den Götzen. Eine Götzenburg war sie vielleicht einmal gewesen: der Kantor sprach allerlei davon. War vielleicht in der Wenden- zeit errichtet worden, als ein Sturmbock wider die Slawen^ ffut Mer- man wollte auch wissen, es habe da oben einmal rn grauen Tagen ein deutscher Ritter gesessen, der habe den Heiland verleugnet und zu. Trialafs nno Czeruebog gebetet —\ und daher der Name der Burg. Das lvar dtzer romantische Version, die im Schwange war, und Prinz Jost und der junge Otto Reschke liebten sie am meisten, denn es wohnte etwas von heimlichem Märchenschreck in ihr, und wenn die beiden Kinder hinaufschauten zu dem grauen Gernäuer im Tannenkranze, daun nahm auch ihre Phantasie Mlerflng und stieg in luftige Höhe. Der Gotzeneck, der die Heiden bekriegen sollte mit Schwert und Feuers uiib statt dessen auf den Knien lag vor dern wendischen Idol mit den drei Köpfen: das lvar etwas für ihre jungen, so gerne in die blaue Wunderwelt schweifenden Geister. Was konnte den Ritter zu so Ungeheuerlichem getrieben haben, zu wilder Schändung des Heiligsten und daß er zu Göttern betete, vor denen ein Christenherz in Schauern verging? Jost und Otto wußten Bescheid: eine Wendenmaid hatte es ihm angetan, und wußten auch, wie wunderschön sie gewesen war, mit lang fließendem Haar und Augen wie goldene Sonnen, in denen ein Zauber wohnte, dem nie- mand widerstand. . . . Die Zeiten hatten sich gewandelt, während die Jahrhunderte vergingen wie Tage und Wochen. Von der Burgmühle des alten Märten Reschke stammte vielleicht nur noch die kolossale Unterinauerung aus Feldsteinen her, die das Wasser des Flusses jenseits der Schleusen eindämmte und die im Winter wie die starre Wand eines arktischen Eisbergs glänzte und sich von Lenzbeginn ab mit grünem Veuushaar bekleidete. Die heutige Mühle und auch das Wohnhaus drüben, mit seinem hohen und steifen Ziegeldach Und den Stilckschnörkeln über den Fenstern, lvar erst von Gottfrieds Vater erbaut worden. Und Gottfried selbst hatte ein übriges getan und für die Vervollständigung des Sägewerks uiid der Mühlenstuhlungen nach neuester Technik gesorgt und hatte das Holzgeschäft zur Blüte gebracht und den Landbesitz arrondiert und hätte sich auch Rittergutsbesitzer nennen können. Aber er blieb der Burgmüller. Er ging quer hinüber nach dem Holzhof, auf'dem es still war. Die Sonne brannte zwischen den aufgestapelten Bohlen, und auf einer Pyramide von Schlegelholz stand ein Hahn mit bunten Schwanzfedern und schaute auf seine weißgelbe Liebste hinab, die im Sande scharrte und sich wenig um den Gebieter künrmerte. Ein Zipfel des Sees stieß an den Hof, und hier lagen große Massen von Baumstämmen im Wasser, aus denen sich des Abends zuweilen die Frösche ein Stelldichein gaben. Der Burgmüller ging weiter; er wollte hinüber zum Sägewerk. Mer da traf er auf seine Ftau, die aus dem Kuhstall kam und stehen blieb, sich mit dem Micken der Hand die Schweißtropfen von der Stirne wischte und fragte: „Wo steckt denn nun wieder die Grete? Hast du sie nicht gesehen, Gottfried?" „Nein," sagte der Burgmüller, „aber wo tvird sie sein? Drüben in: Park." Frau Tilde Reschke schüttelte den Köpf. „Es ist gut, daß sie sortkommt. Und auch für die Anne- marre. Ach, laß man: ich weiß schon, du willst, daß ich Prinzessin läge oder gar Durchlaucht. Mer wir zwei haben uns doch nichts vorzumachen." „Es ist nur von wegen der Gewohnheit," meinte de Burgmüller^anft. Denn so herrisch er sonst auch lvar, e sanD ferner ^rau gegenüber immer ein begütigendes Wcw „Die Gewohnheit wird nrir schon kommen, wenn's a der rechten ^ert rst, Gottfried," antwortete sie. „Ich habe de Grete befohlen, sre solle dabei sein, wenn zum ersten Mal mrt der neuen Buttermaschine gearbeitet wird. Glaubst di sie hat es getan? Es ging ja auch so; aber befiehlt ma denn immer bloß, daß doch nicht gehorcht wird?" „Mutter," sagte der Müller, „wir wollen auf die letzte Wochen das Zanken lassen.. Es führt zu nichts, und wi machen das Krnd nur tückisch. Bei den Herrnhutern wir sie parreren lernen; da ist eine strenge Zucht. Und wen sie wiederkommt, lvird auch in Götternegg manches ander geworden sein. Kinder sind Kinder; aber weiin eine Prinzessin heranlvächst, kourmt soznsageu der natürliche Respekt von selbst." Er nickte wohlgefällig zu diesen Worten, und da er sah^ daß der lahme Christian, der bei ihür im Ausgedinge war, ntit einem Handwagen vorüberfuhr, ans dem ein Mehlsack lag, wandte er sich an diesen, indes die Frau weiterschritt., Der Burgrnüller hatte Wichtiges mit dem lahmen Christian zu besprechen, dem er die ausgeschriebene Nachtwächterstelle im Dorf zuschanzen wollte. Mer der alte Taglöhner war schon wieder betrunken und gab so konfuse Antworten, daß ein Unterhandeln mit ihm nicht möglich lvar. Da wurde Reschke ärgerlich. „Scher dich zum Geier, Saufaus!" rief er. „Mer bringst du mir den Mehlsack nicht heil auf den Boden, kriegst du'D mit rnir zu tun! Teufel Donnerwetter, kannst du denn nicht von dem ekelhasten Schnapse lassen! . . ." Christian grinste blöde und humpelte weiter, das Wägelchen gemächlich hinter sich herzieheud. Der Burgmüller aber pfropfte die Hände in die weiten Taschen seiner grauen Jacke und ging mit finsterem Gesicht in die Sägehalle, deren offener Holzbau, von vier Pfeilern getragen, nach dem Flusse zu durch ein Geländer abgeschlossen wurde, das! von wildem Wein und Geißblatt umraukt war. Ein metallener Ton zitterte durch die Luft. Der eine der beiden Burschen, die in der Halle arbeiteten, trieb einen ' eisernen Keil in den riesigen Baumstamm, der ans dem Blockwageu der Gattersäge lag. Er schaute auf, als er den Meister kommen sah, der langsam näher'trat und mit der Hand die Straffheit der eingespaunteu Sägen prüfte. „Fester ziehen," sagte der Bnrgmüller und dann deutete er auf den Stamm. „Ist das noch immer von Nummer dreiundzwanzig?" „Ja," antwortete der Bursche, „aber der letzte." Reschke nickte und sah zu, wie das Schaltwerk zu arbeiten begann, das den Block gegen die senkrecht stehenden Sägeblätter trieb. Die blitzenden Zähne knirschten in das Holz hinein, und leise rieselte das Sägemehl zu Boden und blieb! dort in sechs schnurgeraden weißen Streifen, liegen. Der Abend schritt vor. Im Westen glühte eine große Löhe auf, deren farbiger Widerschein das ganze Tal füllte. Aber der Burgberg mit seiner Tannenkrönnng lag schwarz in dem Meere von Licht, das sich wie in verschiedenes Strömungen gleichsam übereinander schichtete nnb in seinen Reflexen wechselte; doch herrschte noch ein orangefarbeiier Ton vor, der au Schatteustellen zu einem bleichen Opal wurde, lieber den Wiesen schimmerte es rötlich und auch schon blaß und dunstig vom ersten duftigen Gespinst des Nebels, und der ferne Wald stand blau zum Horizont. Nur dre Birkenreihe, die ihn begrenzte, bildete goldene Tupfen. Am Füße des Gotzenbergs erstreckte das Dorf sich in einer sanften Biegung, lauggezogen wie eine Kurveulinie, und dre kleine hölzerne Kirche mit dem daneben stehenden Glockenstuhl, das war gewissermaßen der Schlnßpnnkt ans der einen Seite, während auf der andern das Eisengitter des Schloßparkes beim Sonnenuntergang eine leuchtende Verzierung bildete. Vom Schlosse sah man wenig mehö als zwischen träge hängendem Wipfelgrüu ein Aufblitzen der Fensterscheiben; aber das „alte Haus" stand dicht an der Parkliflere wie ein zottiger und langweiliger Wächter, und auf seinem moosüberwucherten Mansardengiebel flim- merte ein roter Fleck, ein Stückchen Neudachung: — (Fortsetzung folgt.) Zwischen Urieg und Heimat. Aus den Siegestagen der 222 er. >5» ok) tn ^agen ein nüchtern erschienen, das viele unserer Heser gern m die Hand nehmen io erden. In lebendigen, aus eigenstem Erleben, und zwar nicht nur körperlichem, sondeni! auch seelischem Erleben, geschöpften Schilderungen spricht ein Offi- zier tzu üns, der als Leutnant und Kompagnieftjhrer vierzetftis Monate lang nn Westen und Osten Freud mit> Leid mit dem Re- fltmcnt geteilt hat, das mehr als jedes andere mit tamenb Fäden nufere engste Heimat geknüpft ist; das einst in stolzen Tagen — die „Bischwerler" nannte mmt damals feine feldgrauen Jungen nns — zumeist aus Gießener Bürgersölmen und Studenten bestehend, mich Flandern zog und seitdem überall dort dabei ist, wo das Vaterland von seinen Braven das Schwerste forderte Das kleine Buch ist von einer starten persönlichen Note getragen, welche die ernsten und heiteren Dinge des Krieges ver- 119 tieft iuttb verinnerlicht, sie in charakteristischer Besoirdecheit schaut Und in lebensvollem Bilderreichtum Und fesselnder Klarheit zeichnet. Die Seele des Soldaten zu erfassen, ist dem Verfasser wirksam gelungen, — sei es, Menu er uns in Kämpf und Sieg, Not Und Tod und tobenden Schlachtenlärm führt oder freundliche Erinnerungen und Empfindungen und Stimmungen ansklingen Läßt, die warme persönliche Airteilnahme erwecken und zu einen: tieferen Verständnis des gewaltigen Kriegsgeschehens anregen. Darüber hinaus aber spricht das Buch mit beredten: Munde von dem Leben der Pflicht dort draußen und ist durchweht von dem starken Glauben an das Deutschtum und den endgültigen Sieg, der den deutsche:: Fahnen beschieden sein muß. Aus dem Werk, das Unter dem Titel „Der Kaiser rief uns in das Feld" im Verlage von Fr. Zillessen, Berlin C. 19, zum Preise von 1 Mark «erschienen ist, gebe:: wir mit Erlaubnis des Verlags und des Verfassers, Leutnants Herbert Hertz, folgenden Abschnitt wieder, der gerade in den gegenwärtigen Tagen der Erwartung großer Diwe gelegen kommen möge: „Aus dem galizischen Sommer wurde der galizische Herbst, aus der Offensive der Stellungskrieg. Der Unrast des Vorwärts- drängenS wich des Schützengrabendienstes ewig gleichgestellte Uhr. Statt der Fliegen in den P anj eh litten plagten uns nun in den feuchten Gräben an der Strypa die Frösche; scharenweise hüpften sie des Abends in unsere Unterstände hinein. Kühler und frostiger wurden die Nächte, länger ward ihre Dauer. Die Armee des Grafen Bothmer bereitete sich inmitten der verbündeten österreichischen Truppen *um Ueberwinteri: vor. Mich aber brachte man nach vierzehn Kriegswonaten ins Lazarett. Wochenlang lag ich in dem Etappenort weit hinter der Front, war nicht im Krieg und war nickst daheim, las und schrieb mich über die Langweile der Tage und das Bohre:: der Schmerzen im Bein hinweg, geriet wohl auch in grübelndes Denken hinein. So mitte:: zwischen Front und Heimat, da lag es so nahe: bald waren die Gedanken hier, bald waren sie dort, bald wauderten sie rastlos, wägend und ver-i «gleichend, hin imb her . . . Mit Riesenschritten eilten wir schon deu: Jahre 1916 zu; Sinn dritten Male sollte seit Kriegsbeginn die Jahreszahl sich, ändern. Und iroch kein E:st>c des blutigen Ringens abzusehen! Sind sie kriegsmüde, die Truppen draußen? Sind sie kriegsmüde, die andren daheim? Und ich dachte der Flammen der Vaterlandsliebe, die im deutschen Volke empvrloderlei: in den Augustwochen des Jahres 1914. Sind sie verglommen? Sind sie gedämpft, oder erstickt gar in der Zeiten bluttgem Laus? Ist bei den Feldgrauen draußen die Stimmung noch stürmisch, dränge-, risch, wie sie uns beim Ausmarsch ins Feld beseelte?- So hoch und vermehrend flammt sie nicht mehr; doch sie hat einem würdigen, heilige:: Ernste Platz gemacht, ist gleichsam geläutert; eine Glut ist emporgewachsen, die nicht in laitten Aeußerungeu spontan emporloht, die auch nicht in verbissenem Ingrimm die Zähne erknirscheu läßt, aber die — bÄvußt oder unbewußt — in dem heiligen Gelübde sich erschöpft: Nichts würdig die Nation, die nicht ihr alles freudig setzt an ihre Ehre! Der rechte echte Geist des' Durchhaltens! Kriegsmüde? O nein! Wohl gern den Frieden erwartend und den: Tage entgegenharrend, da die Glocken von Turm zu Turm durchs Land erschallen im Jubelstnrm, — aber in bem selbstverständlichen Bewußtsein, daß der Friede eine Genugtuung sei für die dahin ge funke neu Kameraden und all die Opfer an Blut und Leben, die sie da draußen am tiefsten und besten ermessen können, wirklich und reichlich aufwoge. Ein Friede, der der Ehre des deutschen Volkes entspricht. Der den Feinden auf immer die Lust nimmt, meuchlings über uns herzufallen. Der das Vaterland schützt, wie sie jetzt draußen das Vaterland schützen. 'Kein abgestumpftes Verzichten: was hilft's, niemand kann dem Tode entfliehen, — sondern ein gläubiges, ersolgsicheres, starkes Wissen: und wem: die Welt voll Teufel war' und wollt' uns gar verschlingen, so fürchten wir uns U:cht so sehr, es muß uns doch gelingen! Wie heißt es doch in dem Weihnachtsgruß des Grasei: Bothmer an die deutsche Südarmee? Aus der tiefsten! Seele sprach der Feldherr seinen Soldaten: Ihr ftagt mich wohl: Wann wird der Friede kommen. Wann nrinft die Heimkehr uns zu Weib und Kind, Von deren Lttrgen, unser treu gedenkend, Mm Tag des Herrn die Träne niederrinnt? Ich will es euch mit entern Kaiser sagen: Noch ist die Stunde fern, die Friede bringt. S:e naht sich erst, wenn a u f d i e K:: i e n ied er Ihr Deutschlands, Oesterreichs-Ungarns Feinde Erst wenn sie bittcird ihre Hände heben, Die Mord und Tod in nus're Reih'n gesandt, Nicht eher legen wir die Waffen nieder. Dan,: wirst du ruhig sein, lieb Vaterland? Und lik'im sie schlägt, die froh begrüßte Stunde, T:e euch der: Lieber: in dkl Arrne führt, Vergeßt dann nicht in seligeru Frohlocken, Wen: euer Dank für dieses Glück gebührt. Tann sollt cu:ch, ihr die Krrie beterch senken. Nicht vor dem Feind, nur vor dem höchster: Gott, Ter nrit uns tvar, als eine Welt von Feinden Mit Unte:-garrg das Vaterland bedroht. Sv der Soldat! Und die daheim? Gewiß: auch dort vorherrschend der eisenfeste Wille: so lange wir um Haus und Hof kämpfen, geht uns der Atem nicht aus. Ter eiserne Wille zum Siege, zum Auf-die-Knie-zwingen der Feinde. Aber sind da nicht auch Kleingläubige am Werk, welche die Ehre des deutschen Reiches und Volkes hintanstehen lassen möchten hinter ihren Ueinlichen und nichtigen Sorgen des täglichen Lebens? Denen es wichtiger dünkt, ein Pfund Bjutter billiger zu bezahlen, als daß die unumgänglicher: Sicherheiten geschaffen werden für einen dauernden ehrenvollen Frieden, unter dem deutsche Arbeit rvieder gedeihen und deutscher Fleiß wieder emporstreben kann? Wie ist es möglich, daß solcher Geist daheim, wenn arrch Gottlob nur vereinzelt, aufkommen kann? Beginnt sich eine Kluft aufzutuu zwischen den: deutschen Volk in der Heimat und dem deutschen Volk, das draußen, mit der Waffe in der Hand, im feldgrauen Rock des Kriegers, die Heimat schützt und verteidigt?. Zwischen Krieg und Heimat liege ich hier und lausche hin und lausche her. Und es spricht zu mir: Jenen halben Seelen zu Hause geht es zu gut, sie meÄen zu wenig vom Kriege! Sie haben es noch gar nicht erfaßt, was es allein bedeutet, daß die deutschen Heere den Fettst) vom Vaterlande ferngehalten haben, daß nicht in deutschen Dörfern und Städten die Kriegsfnrie wütet und die Brandfackel der Kosaken sengt. Sie kennen kaum vom Hörensagen das unnennbare Elend zerschosser:er Dörfer, nieder- gebrannter Städte, von Haus imb Hof vertriebener Bürger, zerstampfter und zerwühlter Fluren. Um unfern Hof und um unser t aus geht der Kampf! Noch immer! Lernt das begreifen, ihr leingläubigen, fragt die ostpreußischen Bauern, über denen die stiussengeißel schwang! Ten Feinden die Möglichkeit zu nehme::, daß sie deutschem Haus und Hof je wieder zu nahe treten, das ist unser Kampf. Ten Frieden, den ihr meint, den habt ihr ja längft: in der Kneipe sitzen, essen und trinken und einen Walzer oder Gassenhauer anhören zu können, und daß nur ja das fette Wohlleben nicht gestört wird: fürwahr auch ein „Ideal"! Daß reiner Tisch gemacht werden muß, damit des deutschen Adlers Schwingen sich frei und ungehindert entfalten können, das begreift ihr tt: eurem kleinen Hirne nicht. Unverständig, selbstische Eiw tagsmenschen, meint ihr wohl, für das Geschlecht nach uns könne ja auch noch ein Teil Arbeit übrigbleiben. Als ob eö sich um die Arbeit selbst und nicht in erster Linie um den Erfolg, den) dauernden Erfolg der Arbeit handele! Und so mischt ihr euer Mißgetön hinein in die große einige (Stimme des deutschen Volkes, die doch dasselbe ruft wie die Stimme des Heeres im Felde. Eure Stimme darf wahrlich nicht zu hören sein, wenn anders wir mit Recht von einer Auferstehung be3 ! deutschen Volkes sprechen wollen. Man sagt wohl, die Mensche:: seien ein Produkt ihrer Umgebung, und in gewissem Sinne mag das zutreffen. Kommt es daher, daß die halben Seelen nicht im Felde draußen, sondern in der Heinrat zu finden sind? AW wir draußen zuerst in den« Zeitungen lasen, daß sich in Deutschland zur Kriegszcit, wie sonst, in Bier- und Wernhäusern eine ungezählte Menge dränge, die Auslagen und Verkaufsttsche der Warenhäuser dicht umlagert seien, daß die Reichshauptstadt in alter Uebersülle des Lichterglanzes erstrahle, Geigensang und Trommelklang aus de:: Kaffeehäuser:: in die nächtlichen Straßen hinausschalle, — da empfanden wir wohl zuerst etwas wie Stolz. Doch gar bald wurden wir des Mißklangs inne. Und in ketzerischen Stunden wünschte wohl der eine oder andere verstohlen, daß der Teufel dieses Völkleii: etwas fester beim Krage:: packe, auf daß es' ihn vielleicht spüre und von dem Ernste der Zeit merke. Ein seltsamer Mißkling schien es uns, daß :::an daheim Sektpfropfen fnatten lassen und Feste feierü könne, — in derselben Stunde und in derselben Minute vielleicht, in der draußen auf blutgetränktem Schlachtfeld Hunderte ihr Lebe:: dafür lassen und Tausende dafür bluten, daß man zuhause dem allen ungestört nachgehen kann! Wir faßten das einfach nicht. Und wir meinten wohl fragend, ob die zuhause sich dieser Zwiefältigkeit der Ereignisse bewußt seien? — — — — Fragen: ungelöst! Gedanken und Erinnerungen von: Krankenbette des Lazaretts! Draußen im Schützengraben verschwinden sie eben so schnell wieder, wie sie blitzartig nur austauchten. Dort draußen ist das Bild der Heimat rein und wundersam verklärt. Tie Heimat ist dem Soldaten das Voll- konnnenste, Schönste und das Ziel seiner Sehnsucht. In der Liebe zur Heimat wurzelt sein Soldatentum. Es ist kein Zufall, dvß unzählige von Soldatenliedern die Heimat besingen, daß aus den Unterständen des Schützengrabens wie aus deu Reihe:: der Marschkolonnen immer wieder das Lob der Heimat hundertfältig erklingt, das Lob der Heimat, die Liebe zur Heimat und die Sehnsucht nach der Heimat. Tie Heimat zu schützen, zogen wir hinaus: wett Urit sie erfolgreich schirmten, sind wir ferne von ihr. Und so grüßen und suchen Wir sie in Wlort und Lied, bis uns der Kaiser zurückruft. Ta:::: ist unsere doppelte Sehnsucht erfüllt: die Heimat ist sicher vor Feindesmacht unb -tücke, und die Heimat ist wieder unser, sie hat uns wieder. Und versonnen summt hl stiller Nacht aus einsamen: Posten der deutsche Soldat: O du Heimatftür, o du Heimatflur, Laß zu deinem sel'gen Rann: Ni ich noch einmal nur Entflieh:: im Traum . . . Was die Schwalbe sang. Die den Herbst und Frühling bringt, Ob das Dorf entlang Das jetzt noch klingt . . . ?" Vermischtes. * Hand ge in e n g e im Schützengraben. Sehr häufig lesen wir in den Berichten des Hauptquartiers von bem Eindringen des Feindes in einen deutschen Graben und von Nahkämpsen, die sich im Anschluß hieran entwickeln. Eine außerordentlich anschauliche, dramatische Schilderung des Verlaufes eines solchen Nahkampfes gibt ein Mitkämpfer der Schlacht von Arras (im Mai und Juni 1915»: „Am 16. 3«nt gelang es den Franzosen, auch in einen Graben eines bayerischen Jnfanterie-Regunenls östlich Arras hinein- znkommen. Möglich war das nur dadurch, daß kurz vor dem Angriff zwei Maschinengewehre durch Granaten verschüttet worden waren und nicht mehr rechtzeitig ausgegraben werden konnten. . . Was sich nicht vor ben eindriugenden Franzosen in Sicherheit ztl bringen vermochte, wurde von diesen uiedergemacht. Der Gegenangriff unsererseits setzte sofort ein, tun die' Eindringlinge wieder hmauszmversen. Der Anblick ihrer hingeinordeten Kameraden versetzte unsere Leute in eine derartige Raserei, daß das, was nun folgte, nur als Ausfluß höchster Erbitterliirg zu verstehen ist. Jedem blitzte das griffeste Messer in der Faust. Mit Handgranaten wurde der erste Raum geschaffen. Dann folgte im engen Graben das entsetzlichste Handgenrenge. Auf und nieder sauste die mit der blanken Waffe bewehrte Faust. Die Hinteren besorgten mit Handgranaten gröbste Arbeit, die Vorderen stachen ,lieber, was übrig blieb; mitunter besorgten sie auch beides zugleich. Die entsetzten Franzosen verbargen sich in den Unterständen. Mit Gewalt suchte man die versperrten Türen einzudrücken. Sie widerstehen, und die ein- gesihloffenen Feinde beginnen, durch die Türen durchzuschieben. Schnell entschlossen wird eine Handgranate vor die eine Tür geletzt. Sie sprengt sie auf. Und in den Haufen Dahinterstehcnder fliegt Handgranate auf Handgranate, alles zerfetzend.- die letzte Arbeit besorgt auch hier das Messer. Entsetzt versuchen an die 150 Feinde durch eine Sappe zu entweichen; die Maschinengewehre mähen sie nieder. Kaum drei vermögen zu entrinnen und die Kunde von dem grausigen Gemetzel ihren Kameraden drüben zu bringen." Solche Schilderungen sind freilich geeignet, den oft einförmig anmutenden Krieg an der Westfront in anderem Licht erscheinen und ahnen Au laffen, welche Fülle von Heldentum da drüben Tag für Tag bei unseren Kämpfern sich offenbart. Wir finden diese spannende Episode in Heft 65 der Zeitschrift „Der Vülkerkrieg" (herausgegeben von E. H. Baer, Verlag von Julius Hoffmann, Stuttgart) bei Darstellung der großen Frühjahrsoffensive der Engländer nnd Franzosen. Auch das soeben erschienene Heft 66 ist reich an lebendigen Schilderungen und zwar aus den Argonnenkämpfen im Juni und Juli 1915. Tie Ehronik bringt zu ihren Ausführungen immer Karten und zahlreiche Bilder. ch 2 Aundhölzchen 'in den Wiener Kaffees. Auch an den Wiener Kaffeehäusern sind die Stürme unserer Zeit nicht ftnrrlos vorübergegangen. Einmal nach dem anderen mußte K^eehm^desucher erleben, wie man ohne jede utuasichtnahine auf die bisherige Behaglichkeit seines irdischen Da- sern^ in seine ältesten Gewohnheiten eingriff. Nun droht ein neuer ble .-Marköre*, die etwa den Rang des norddeutschen Zählkellners mnehaben uub die, wenigstens im größten Teil der osterielchischen Kaffees, für die den Gästen zur Verfügung stehen- Streichhölzchen aufkommen mußten, weigern sich von nun ab, ihre letzt ohnedies so knappen Einnahmen weiterhin noch durch « e L e '9 u ^?? e r ä u verringern. Augenblicklich gehen zwischen den Kapeehausbesitzern und den rebellischen Markören die Verhandlungen vor uch. Aber es scheint, daß ein großer Teil der Wirte ihren - umstellten recht geben und nicht weiter darauf dringen werden, dao d,e Kellner auch jetzt während der Kriegszeit noch die Streichhölzer aus ihren Einnahmen bezahlen sollen. Doch schwingen sich die Herren Besitzer nicht zu dem Edel.nut empor, das Streichholz, vesen, mit dem allerdings von seiten des Publikums qeleqeut- lich recht viel Mißbrauch getrieben wird, in seiner bisherigen Form amrecht zu erhalten; sondern man wird es rvahrschcinlich so ein- ?° n ? M 1* , mi j Lwei bis drei Tischen ein Zünd- stem sieht, oder daß seitlich an den Wänden Dauerbrenner, wie man sie aus den Zigarrenläden kennt, angebracht werden. Dann haben ^® tcncc Kaffeehausbesucher noch mehr zu .raunzen" sch reibe rin neu als englische e , n V An die Verschwiegenheit der Frauen S.T" l P ?‘!9 lanl) unter keinen Umständen. Und da das streiche Maschinenschreiberinnen mit sind diese lungen Damen einfach als eine Art »Knegsge angeiie nn Ministerium interniert. Die Damen be- sie'unt» ^esiu.n0?i,n^^^osh beides sehr gut, doch hinaus dürfen •inen Un;rflanben, da man glaubt, sie könnten wichtige v ec \*n«f»ennniffe ausplaudern. Sie werden sogar streng bewacht können?^ QXld) fCme ^^dachtigen Briefe schreibe,i oder Zeichen geben Büchertisch. — Deutscher Wille (Kunstwart). Zweites Fe- bruarheft. (Kriegsausgabe zum ennäßigten Preis. 3 Mark vierteljährlich. Verlag von Georg D. W. Callwey, München.) Leitartikel des Heftes weist Ferdinand Avenarius die Angriffe zurück, die namentlich aus Münchener wirtschaftlichen und kunstgewerblichen Kreisen gegen das von der Dürerbnnd-Werkbunt^ Genossenschaft herausgegebene „Deutsche Warenbuch" gemacht wurden. Professor Dr. O. Wulff, Berlin, setzt sich in einem Auffatz „Gegen die Herabsetzung der Renaissance" mit den Anschauungen; Karl Schefflers über das Wesen der deutschen Kunst auseinander. Interessant sind die Ausführungen des niederländischen Ährers I. W. Gerhard „Gibt es Kulturvölker?" Er vergleicht die Grundlagen der Kültur Deutschlands mit denen seiner Gegner, besonders die Volksschule und die Volkskulturbestrebungen. Er erkennt Deutschland in beidem den ersten Rang zu. Ein Balte stellt m einem Auffatz über „Letten, Esten und Deutsche im Ballenland" das Verhältnis der Baltischen Deutschen zu der Urbevölkerung dar, toe <3 lrch. m den letzten Jahrzehnten gewandelt hat und in welcher Werse eine Lösung der Gogensätze zu erwarten sei. Wolf- gM Schumann bespricht in einer Fortsetzung der Aufsatzreihe „Bücher der Zertt eine Anzahl größerer Werke über die gegen- wartige Weltlage. Malzan zeigt, anknüpfend an die merkwürdige Erscheinung, daß in dem bekanntlich so unmusikalischen England gerade die Heilsarmee Hervorragendes in der Musik leistet, wie sich die wirtschaftlichen und sozialen Grundlagen, deren Eksund- heit dre Vorbedingung für das Gedeihen einer volkstümlichen Kunst und Kultur ist, in England seft dem Mittelalter zuungunsten des Volkes verschoben haben. Eine reichhaltige Rundschau be- handelt eine Anzahl von Themen ans den verschiedenen Gebieten der Kunst und Kultur. Dem Heft beigegeben ist die farbige Wieder- gabe eines Farbenholzschnittes von Walter Klemm. Außerdem! Abbildungen zu der Besprechung des neuen Werkbund-Jahrbuchs. — DasModell. Ronran von Richard V o ß. Pres 1 Mk , gebunden 1,75 Mark. Verlag von Otto Janke, Berlin SW. Im Mittelpunkt dieses Romanes steht ein Mädchen ans Saracenesco, .?^Eter die orientalische Herbheit und Zurückhaltung ihres Volksstammes beivahrt hat. Ein deutscher Maler, vom SchE sal rn diese Sarazenenkolonie verschlagen, ertveckt sie zmn Bewußtem ihrer großen Schönheit. Sie wird sein Modell. Die Kon- jlirte, dre sich hieraus ergeben, sind spannend und doch Vornehm. — Das U-93oot (Motor-Tanch-Schiff). Die technische Entwicklung und Anivendnng der Nnterseeboote, ihrer Motoren, Torpedos usw. m gemeinverständlicher, reich illustrierter Darstellnnq. Verlag Klasing & Eo., G. m. b. H.. Berlin. Breis kart. 3 Mk. -- > a§ t ^ ei: U-Boote, insbesondere über feindliche und neisirale Tauchboote bekannt geworden ist, darüber unterrichtet dieses neue Buch m emer erschöpfenden und jedem verständlichen Weise. Das m dem Buche znsammengetragene Material ist nicht etwa kärglich. 104 Großquartserten mit über 100 Abbildungen geben ein getreues Bild der Entwicklung des Tauchbootes von den geschichtlichen ersten Aniangen an bis aus die neueste Zeit. Selbst die letzten feindlichen und amerikanischen Tanchbootschöofungen, die teils ivährend des Krieges iertiggestellt werden, sind berücksicht gt. Besondere Ab schnitte sind dem 0-Boot-Molor, dem V-Boot Betrieb, den Fahrten und Erfolgen, den Hebe- und Mutterschiffen, Torpedos nnd der Abwehr gewidmet. Neben zahlreichen photographischen 'Ausnahmen und technischen Zeichnungen sind eS namentlich die airs englischen und amerikanischen Blättern übernommenen Bilder über den deutschen U-Boot-Krieg (Versenkung der .Lusitania", „Aboukir", "Areffy , „Hogue* n. a.), die mrs interessieren, weil sie zeigen, wie sich m den uns semdlichen und amerlkanisch-ner-.tralen Köpfen die Tätigkeit unserer U-Boote malt. — Band Nr 1050 von Kürschners Bücherschatz P r i n z-e s s i n Marias Lrebe, Roman von B. von der Lancken. 111 Setten Umfangs Preis 20 Pf. Hermann Hiltger Verlag, Berlin W 9, Potsdamer Straße 124/125. —__ Diamanträtsel. I". die Felder nebenstehender Figur sind die Buchstaben a e e e ee ea efgglllprrrssttwz derart einzutragen, daß die ivagerechten Reihen folgendes bedeuten: 1. Einen Konsonanten. 2. Sagenhaftes Wesen. 3. Halbinsel im Westen von England. 4. Deutschen Dichter. 5. Waffe der alten Deutschen. 6. Ein Mineral. , r . . 7 * Einen Konsonanten. Tle senkrechte nnd »vagerechte Mittelceihe ergeben da§ Gleiche. Auflösung in nächster Nummer. Auslösung der Schach-Aufgabe in voriger Nummer, Weiß. 1. Sef)-d7§ Schwarz. K nimmt Bauer. 2. Dg3 — b 8 f 3. D b ß — b 6 f 4. S d 7 nimmt c 5 f 5. Bauer seht Matt. 'scheu Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lanae. Gießern K b 7 —■ a 0 T nimmt D. K a 6 — a 5.