Mittwoch, den 9. Februar flm toten Lee. Roman von RobertKohlrausch. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „Gewiß, Herr Baron, gewiß. Der Wahrheit sollen wir überall die Ehre geben. Ich weiß nur nicht, — wenn ich mir überlege —" „Dabei ist doch weiter nichts zu überlegen. Haben Sie der Frau Baronin das Papier ausgehäudigt oder nicht? Ja oder nein." „Ja — ich glaube — ja, sie hat das Papier dortbehalten." „Und ich denke, — Sie sagten mir damals, mern verstorbener Vetter hätte Ihnen eine Belohnung in Geld für dieses Schriftstück versprochen gehabt, — ich denke, ferne Witwe hat im Sinne ihres verstorbenen Mannes gehandelt und Ihnen ausgezahlt, was er Ihnen zugedacht hatte." „Ich weiß nicht — ich kann es wirklich nicht sagen — ich habe ein so schlechtes Gedächtnis für irdische Dinge/ „Können Sie dem Gedächtnis nicht nachhelsen? Schreiben Sie die Ausgaben und Einnahinen für Ihr Leben nicht an?" ... . f „Allerdings, Herr Baron — ja, das ift wirklich so. Mail soll doch Ordnung halten in allen Dingen." „Nun, da sehen Sie einmal nach diesen Auszeichnungen." . ^ „Ja, das könnte ich tun — wenn der Herr Baron es nun einmal wirnschen — ich muß mit suchen — ja, da ist das Buch." , _ ~ Sie hatte die Schublade des Tisches, an dem sre saßen, aufgezogen und ein abgegriffenes, blaues Oktavheft hervorgeholt. In diesem begann sie mit Umständlichkeit in ihrer langsamen, zaudernden Art umherzusuchen, um endlich öiif einem Blatte Halt zu machen uiid zu sagen: „Ja, die Frau Baronin hat inir wirklich etwas geschenkt. Nicht etwa, daß ich es verlangt hätte, das liegt mir fern — aber sre hat nur fünfundzwanzig Mark als Belohnung angeboten, und rch habe mich für berechtigt gehalten, sie anzunehmen." „Ich hoffe. Sie werden auch von mir ein Geschenk annehnren. Wenn Sie mir genaue, zuverlässige Mitteilung über den Inhalt jenes Schriftstückes machen können, gehört Ihnen dieser Hmrdertnrarkschein." Er hatte einen blauen Schein hervorgezogen uiid rhu verlockend im Lickte der Lampe ausgebreitet. Als nächste Wirkung zeigte sich ein aufgeregtes Zucken in der nahe dabei aus denr Tisch ruhenden Hand der Barbara Zms- meister; auch bekamen ihre blassen Augen einen dunkleren Glanz. Wer sie sagte: „Das wäre ja viel zu viel für nnch, Herr Baron, auch wenn ich dem Herrn Baron wirklich die gew mischte Mitteilung machen könnte." „Nun also die Hairptfrage: kennen Sie das Schriftstück und seinen Inhalt?' Mit chrem ständigen Widerstreben gegen die deutliche, bestimmte Aussage zauderte sie auch jetzt noch ern wenrg, als wenn sie sich die Sache zuvor genauer überlegen mußt'U Dann aber gab sie langsam zu: „Ja, Herr Baron rch glaube, daß ich das ruhig sagen darf. Denn nnr war die Schrist ja doch gerade deshalb übergeben worden, damit ich den Inhalt kennen lernen sollte." „Gut. Und nun meine zweite Hauptfrage: handelt sichs in dem Schriftstück um meinen Detter, den ermordeten Baron Bassow?" Diesmal antwortete sie überraschend schnell. „Nein, Herr Baron, um den verstorbenen Herrn Baron handelt sich's in keiner Weise darin. Er wird in der Schrift überhaupt mit keinen: Wort ettvähnt." Bassow fühlte sich sehr enttäuscht,' mit Mühe zwang er sich äußerlich zur Ruhe. ,^Ja, wie sttmmt denn das mit Ihrer früheren Mitteilung, er hätte gern das Schriftstück haben wollen?" „Ja, Herr Baron, ich tveiß das wirklich nicht. Aber es lag ihm viel daran — offenbar sehr viel. Weil ich ihin das Schriftstück nicht gleich geben konnte, war er sehr ungel-alten damals. Ich hatte nämlich eine so lange auswärttge Pflege .gehabt, daß ich meine Wohnung hier aufgegeben und alle meine Sachen mitgenommen hatte — und sie waren noch unterwegs — mit' Fracht, iveil das billiger ift. Ja, ihm ag viel'daran." Ihre Augen hefteten sich wieder auf den Hundertmarkschein, als wenn sie fürchtete, daß er :n die Lasche des Besuchers zurückkehren könnte. „Aber zum Teufel — Pardon, das Flucheil ist hier wohl nicht erlaubt — sage,: Sie mir doch endlich um alles in der Welt, von wem das Schriftstück denn eigentlich handelt?" „Das — ach Herr Baron, ich verstehe mich so schlecht aufs Erzählen — ich glaube, das würden der Herr Baron selbst am besten sehen." .. .. „ ,Za, wenn ich's in Händen hätte, natürlich! Aber die Frau Baronin will ich, wie schon gesagt, nicht fragten. und „Das wäre wohl eigentlich nicht nötig." „Wieso?" r Schlvester Barbara hatte wieder ungewöhnlich rasch ^sprachen, jetzt aber zauderte sie dafür um so länger und tteb sich in Verlegenheit oder Unentschlossenhett die Hände in ihrem Kleide. Schließlich sagte jie dann doch: „Es gibt {■et noch ein anderes Exemplar." , ™ ^ „Ein zweites Exemplar existtert noch?" fragte Bassow überrascht die Schwester Barbara. „Und haben Sie das in Händen?" ^ .,, . ö „, „Es ist ja doch nichts Unrechtes, was rch getan habe, nicht wahr? Ich habe mir nämkich eine Wschrist davon gemacht — danrals, ehe ich das andere zu der Frau Baronrn getragen habe. Das Schriftstück mußte doch e:ne besondere Bedeutung haben, sagte ich mir, und ich dachte: besser rsd besser." Sie holte ein Papier aus der Schublade hervor „Der Hundertmarkschein ist Ihr Eigentum. Ich danke Ihnen, «Schwester Barbara." Sic trat nahe an den Tisch, magnetisch an gezogen von dem blauen Schein; aber sie zierte sich noch ein wenig. „ Jtü), Herr \3ai*ott, das ist ja viel zu viel. Ich tveiß gan nrcht, ob Ihnen die Schrift irgendwie dienen kann. Sie war doch nun einmal geisteskrank." „Geisteskrank — wer?" „Das heißt, nicht eigentlich geisteskrank. Sie lvar in reiner Anstalt und konnte frei Hern machen. Es genässte, dast eine Pflegerin bei ihr war, und so bin ich denn zu ilrr gekommen." 0 r „Sic sprechen von der Verfasserin dieser Aufzeichnun- S^^^t wahr'? Sagen Sie mir nun endlich, um wen sich S handelt, und wie sie hieß." das will ich gern tun, Herr Baron," sagte Sch mster Barbara und schob, während Bassvw einen ernsten, nuchngen Blick ans die auseinandergefalteten Papiere warf den Hnuderlinarisclp'in behntsain in ihre Kleidertasche. „Sie huj; Lunnue '.UviibcdF und war die Tochter uon einem reichen Knopfsabrrlauten in Augsburg. Das heißt, ihr Vater war sa>ok, lange tot, und sie selbst war ja damals auch nicht ^ aöe zu chm sie verrückt §e- woltte.^ ^ man ÜOTl ^rrncktheit bei ihr spreckjen „'vie scheinen sie nicht dafür angesehen zu lwben k°nn dm Wichtigkeit fein. Halten sl'l /Ä glanlchait, lvas hier aufgezeichnet steht?" ^ muri*! ® ci ' r .? rtm P*Wt mich zu viel. Sie war ru, weilen klar, zuweilen oerloirrt. Und das Gericht bat sie^a nicht für glanbl-aft gehalten." } * ,ie iü bricht? Ist es zwischen den beiden zu einer Bei Handlung vor <55^ricl>t gekommen?" ^ . gewiß. Das war es doch gerade tvas das ^ l'.rch bar ansregtr, und wcShaib sie auch das bi-k nir^ „Handelte sich's um Geld?" „Natürlich; sie belMiptete doch, sie batte ihm d.^ oa .rs niemals bekommen hätte er das Geld» „Das hat er getan?" -MLMR-W bei t^8mte?' r lf * ^ tr Ö0 " dEnbach noch einmal ipnen^Und "so ttmtti7es'mr fischen M.---LS 8 M 8L — ÜLÜ^ Weg, während Barbara mit ihrer Lamp« 7rUV.Troppnigelander stand und einen Lichtschein hin- in das kohldnftende Treppenhaus. Tmrchein- anderschießeilde Gedanken bedrängten ihn, die Papiere chm ailf der Brust. Gr hielt seine Hand auf sie wahrend er rm Automobil, das ihn erwartete, ^ ging er gleich auf sein Zimmer, w. m Wem kommen, ruckte sich den Tisch unter die Glühlichter des Kronleuchters. , „Der Wahrheit die Ehre in Etvigkcit — Amen," so begann die Schrift, um dann fortzufahren: „Ich weiß, daß ich nicht lange mehr leben werde. Gott L'fsgewottt, - hat es gewollt, - hat es gewollt. O. Ir* i^ ute öu mir hereinrufen könnte, die behaupten, es gäbe keme gebrocheneii Herzen mebr. Wenn wie77 7^ ^ ru f t aufreißen könnte und ihnen zeigen, ri sen' ~ ^rJL in lIjl ^lreht — zerbrochen, zertreten, zerrissen, rissen, — rissen, — rissen, — Amen. 7 mcil l Testament, aber ich vermache nur einem 7/7.7 L i;m ' l‘? b lcl) vermache nur eins. Meinen Fluch!!! 775^! dreimal bekreuzigten, dreimal gesegneten Fluch. Dir ^^6keit, Dir, Erich von Breiteitbach. Denn 2li bist eui Hund, ein Raubtier, ein Hund! Ich weiß was Mcktersttrb ?^^ aüf b f 11 Ängsten Tag vor den V//^'tuhl des Allmachttgeu mtd Ewigen. Weil die Ge- e i! r ff r ^*S 011 ioren und Blinden verwaltet werden urcht sehen köiinen, was Wahrheit und Irrtum ist Und ich werde vor ihn hintreten in meinem tveißen, -weißen- ^' ""d werde meine Hand erhebeii gegen werde sagen: da steht er, der größte Verbrecher n°id)t a m ^ Vn ' Horr, a8er vergib diesem r!t ' gekommen und bat mir seine Not geklagt und mich gebeten, ich soll ihm helfen. Und ich habe ge- U H b h bC gegeben, mehr als ich hatte geAnr dürfen. Er aber ]jat mich geküßt, - o, wie diese Msse noch heute auf meinen Lippen brennen, — wie sie brennen ^ WiQU V Si' sind aus d^r Hölle ge- weien, orese Ztuße, darum brennen sie so! Und er bat gesagt er will kommen und mich herraten, tvenn Xie blühen. Aber die Rosen haben geblüht imd sind verivelkt, und er ist nicht gekornmen. Und ich vermache ihm darrnn diesen dreimal gesegneten Fluch. Amen. oy. - ^nd mrn kommt das Aergste, — hör' es Allmä/btttTpi'» Wblneid, Meineid im fürchterlichsten Grad.'' Ich habe^die -^^sShnkespeare wieder und wieder aelesen % ^Oegrtffen von meinen Händen, und das Blatt ist vergilbt von meinen Tranen. Meineid, Meineid sä'i'sä'i sgÄw» xt k uumrals das Geld gegeben hätte,'das ich zurückfo?dert7 Und fte haben rbm geglaubt und haben mich abgewiesen' Mein^b 4S ÖCTt an meinen Tod^ e s war TrTrf.7 rf ein€ib im fürchterlichsten Grade! Erich von Breitenbach, Dir vermache ich meinen ^vdertsachen, hundertmal bekreuzigten Flrich'^Gott' Äy e !F H^vd von Dir abziehen und möge Dich dem Teufel überantworten, zu dem Du gehörst, und er mS ü. Ewigkeit"'Amen"^'' mü glühend«. Spieße 3 » Bassow sprang empor; es duldete ihn jetzt nickt mehr aarn, 77 t^SÄ- großen, gleichmäßigen Schritten be- 5J f m -. cr ^m Zunmer auf und nieder zu geben den gesenkt und seine Blicke unverwandt auf ^n Tevv ck deä Fußbodeiis gerichtet. Das alles was er oheu ntut * be t gedacht hatte, jtand ja nur indirekt in Beziebuna rn eigenen Forschungen und fielen Aber ? spulen res. Bedeutsameres. Der verstorbeue Vetter Patte7i!k S^t (Fortsetzung folgt.) 83 0 Das Gleichgewicht. Don Max Preis. < (Nachdruck verboten.) \ r rr. Fackel wurde um die Ecke geschrvenkt, und in dem-, selben Augenblick war es dunkel und alltäglich in der stillen, vornehmen Straße des Villenviertels. Der warme, etwas beißende Geruch der brennenden Fackeln blieb wohl noch eine Weile in der Xuft, stockte und klebte sich an die Mauern der Häuser, aber der ,G«rt-il, der den Atem! der Erde trug und die Herbheit des Herbstes, strich kühl und scharf durch die Straße; schasste gleichsam Ordnung und Ruhe nach all den aufgeregten Festlich- ketten, dre gar nicht m der stadtab geschiedenen, völlig leidenschafts- loien Einförmigkeit der Gegend passen ivollten. .. .Pr°fessor Christian Hufacker sah zwei, drei Herzschläge lang durch die Fensterscheiben snneS Arbeitszimmers. Sie waren mit elnein lnchteu Schleier be,chlag«n und täuschten den Blick so, als ins Endlme mnge, das keine Ufer hat. Gerade noch das letzte zuckende und glasende Winken der allerletzten Fackel konnte er auf. fangeii Und «n paar verroimene, eilige, hastige Ruse kamen aus ww T i zergingen E leichten Nebel der frühen Nacht. Pro- fcssor Hufacker ließ den leicht gelüpften Vorhäng über die Scheiben lullen und ging Niit erregten Schritten in die Tiefe seines Zimmers pirück. Es war em großer Tag, ja, das lieb sich wohl nicht leugnen Z5. ^ren eben dm Studenten gewesen. Sie hatten ihm einen Fackelzng bereitet und das Gaudeamus gesungen, und ihr Sprecher war ,n die Wohnung des Professors gekommen linb hotte mit hoch- et J le Ansprache gehalten: „Zierde der Wissen. !2 c ' V befeuerndes Vorbild der stiidierenden Jugend .... Bcrrner der Menschheit .... siegreicher Ueberwinder des ^ ' Gelöbnis, immer nach seinen Intentionen zu wir- FL";'; cv Sprecher hatte das alles mit soviel Funkener Jngendlichkeit gesagt, und unten schwenkten sie glühende Fackeln, Und begeisterter Zuruf brachte die stille, vornehme Straf;e mie Professor gewissermaßen nfm. Ban i C K Itf&e ßeben aug seiner gesetzesmäßigen Ord- Satte. So stand es wenigstens in der Adresse der Universität, die nun hier auf dem Schreibtisch des Arbeitszimmers ^ und das nionumental einfache Widmiingsblatt in den feinen, arüngoldenen Rahmen spannte. Allerdings: Die Ordnung des Elends war gestört. Krieg dem Tod! Triumph dem Leben ' atmete tief auf. Der erste, befreite Atemzug J Forschen und Mühen, nach zitterndem Hoffen Bangen. Es gehörte viel fester Glaube an sich k?? die.Idee, die große, erlösende Idee über alle Wider- Ün L^ l J }^/^ngen mit hingebungsvoller Treue und Enffchlossenheit durchzuführen. Nun war das SÄl rÄ 6 !? 1 '- Christian Hufacker hatte die Geschichte des •? n ^ile zerschnitten: in eine Jahr- Seucke^ bei^stst^- ' £ ie - den Verheerungen einer schwereii Seuche heimsuchte, und m em goldenes Zeitalter, das sich reich ™JL g r €91 \ et l \ bie - hinbreitete, da es diese Seuche kaum spr^ch^E-te und ttn kraftvolles Geschlecht auf festem Boden ver- aErJ&ta» S ohiiegleick-en rötete das Gesicht des ^^hrten der all snn Lebenlang abseits vom Alltag und seinen lärine.chen Anlß-erlrchketten gegangen war. Erst die Huldigungen, Wirllickkell^f^n £ c6 S ü)n dn ^hr der beredten . öffnen ™ ® cft m machte er aus dem Forschertraum Wd sah seinen Morgen von einer holden Gewißheit erhellt Er hatte dem ackernden Tode ein unendliches Gebiet abgearaben 'u dem nun das Leben pflügte, neue K^inw sät? und eine? & entgegenging. All die duuipfen Stimmen die L von Vorvaterzerten her in dem Blut der Geschlechter rumorten £n! Z? ie * me1 > r ^butsch auflachen. Eine Seuche war " n iL gebrochen, aus der Elendtafel bes ÄK ?öttliche Gebärde war es, mit bev S S n o run f * dcr -2 aS ^rk lemes Lebens nun vor seine fro§ ruckte und. wie aus ei nein Evangelium die ersten Worte las. „Im Anfang war das Leid." Und jene letzten Worte- hA" ^ rst das Leben." So begann und so schloß das d^ese^dm^Säk^d^^^ Nüssenschaftliche Arbeit, erhöht nur durch (SririfW^f * ^ die wie eine Legende klangen. In menschlicher ^ folgte der Forscher jede Phase dieses Kamvfes er'nicht^s^ b-'^rche grub'sich in feine fütn:t«e dies^sei^. L dresem Wer versäumt? War er nicht Lichter, alle Farben, all die festliche Unruhe des Taues wnrdk' finind lebendig, die Musik des Tankes hatte ^n paar Trlller^n d«s ernste Zimmer ge,treut, die aus den Ecken krochen und noch AV^emg ^musizierten. Ein sonderbares Gefühl der Schwäche zwang den Profestor (Ä-ristian Hufacker in seinen Lehnstuhl in dein Blick Machte durchioacht hatte. Und es zwang seinen w^WESiSSB tu emom ganz unbestimmten Schimmer wi ernseette Sstböi ttu erkennen. Dem Professor war es, als ob sich mls den Rew n selbst^?ÄÄ SffiS ^ SiF d'Silichkeif'^dichte^nnd?ilend^än7'chn !$«“ Natürlich, arg beschönigt. . et^as AspstZ n bie 3 i 5Ä n «»®f OB ’sollte eben bem Diener klingeln als ^ ~des Laboratoriums deutlich knarren hörte- und imft Retorten”,iS. ^• ert t, fJ naI > nl er,- so war es. wie ivenn stilp £ a fi hitzigen Gemengen sich verkilhlten Die Portier« L. dem Laboratorium schien sich wie von selbst zu raffen u^d trat unzw^sell-aft ein Herr in das Studierzimmer des Ge- if|5Ss!E‘“£ -m%lptisüsg .*""3? gsäS’.*®“ * rtWAtB ÄSÄ N . t — “x tr 1 -“ UL/CL uicitrn wert veriaumt ^ s . ^Niem Leben schuldig gewesen, es zu leben und nicht um K HäÄ Zierte zu stellen? tznsam stand er nun auf der ? ^ e J ^cige. der ganzen Menschheit hatte er ein Geilsten f ^ sein Name. Sein Werk fand Erben SpHÄ< SarÄ®* ÄÄrite in mfe^ rb£ - n waren, fanden per neigenden Nacht plötzlich em )päteä Echo, alle einen /v außerordentlichen Dienst zu leiste. We7 hätteVauch gedacht, vor zweihundert Jahren «och eine kurckstbare 2 C 7U { fT Äan ZnL Ind blicht^Lm SSSKCaFp 6n£ !,3a r , a6«5ta« , e u ,t kf fri 7 iflftCtl «äck.oünsch7"zn' & rtifteäelf’ Eine UnÄ?' unterließ es ganz, mich Ihnen vor- liiiilfsss aber'Ibe^LWcht^ mi * flwi& ' ©«r Doktor, . „Wie ich hier hereinkam, meinen Sie? Sehr einfast ist ©V 6 ? l ? d> angelaufenen Retorte und toartete bis lleinen" Är'l^f SS SfS äsä ssa&hd m creff,ert mich ,u sehr, wie Sie. so ganz von Ihrer Idee »still? am Leben vorbeigingen,- all die vielen Jahre. Ich wurde direkt N'"d. ®. erc Kollege. Ja. wenn Sst sich irnr ein wmig um da^ Leben ülckummert hatten, mir wäre die Geschichte lanaweilia geworden. Aber io brachte Sie mir eigentlich jede'r Tag näher Ich danke Ihnen sür so viel Anhänglichkeit." . Q * Professor Christian Hufacker griff sich an den Kovf ji-nimiff mit) Freber stießen hart aneinander in seinem schmerzenden Gehirn. °"dere aber steigerte sein Lächeln, das so kühl und überlegen war, M einem grausamen Kicherri: .Weil wir nun ,'stuui F^^unde smd, teuerster Herr Kollege, möchte ich Zhuen ? at,a cl >e - verschweigen, die Sie im Forsche« einfaste ^^ ne . n . £> ' verzeihen Sie, wenn ich. der id in der Stadt verstand sich aus dieses Handwerk illid es war auch liicht die geringste PrägevorrichtunH dafür vorhaiiden. Da war guter Rat teuer." Aber wauii hatte der alte Nettelbeck nicht Rat gewußt? Er erinnerte sich, daß er vor- nials im holländischen Amerika eine Art von Papiergeld, zur Er- leichteruiig des fteinen Verkehrs unter den Pflanzer»,, im Gange gefunden hatte. Das mnßte auch hier geheli. Nettelbecks Vorschlag, ähiitiche Müiizzettet aiiszilgeben, fand Beachtung und wurde durch eine zusammengesetzte Komiuissioii rvirklich ausgesuhrt. »Die Billetts, von zlvei. vier und acht Groschen im Werte und ans der Rück,eile durch den Stempel des Königl. Gouvernements-Siegels ailtorisiert. fanden willigen Eingang, wurden in der Folge emgelöst und viele als Denkzeiche»! der überstandelien Drangsale lnne- behalten oder, selbst über ihren Nennwert, als Seltenheiten an zu lilis hereingekomnieiie sächsische Osftziere und andere Freunde verkauft." . 'Die b i l l i g st e Z e i t u n g. Die Papiernot. die den eng- lischen Zeitungen so viel Kopfzerbrechen macht, läßt einen Mitarbeiter der „Daily Mail" an eine frühere Art der Nachrichlen- vernuttluna denken, die zilerst 1893 in Budapest zur Anwendung kani. Die Neuigkeiten wurden bei den Zeitungen m einem Zentralbureau gesamnielt iind von dort a»»s telephonisch an die Abonnenterr rveitergegeben, die für diese niüiidliche Nachrichtenvermittlung nur etwa 1 Pfg. pro Tag zu zahlen hatten. yüchertlsch. - Deutsche Feld- u n b Heimatbucher. Die Verdienste, die der ,R h e i n - M a i n i s ch e Verband für Volksbildung" sich schon seit Jahren um unsere Friedeuskultur erworben hat, sind bekannt genug iind bedürfen keines besondereii Lobes mehr, aber er hat in der Krieqszeit sich geradezu selbst ü b e r t r o f f e n. In vorbildlicher Weise hat er es verstanden, seuw Tätigkeit den veränderten Zeituinständen anzupassen. Ich weise u. a. nur hin aus das „Deutsche Theater in Belgien", das als Wandertheater für die Etappeli- und Fronttrilppen schon so Wertvolles zur seelischen Ausspannung und geistigen Erhebung unserer Brüder im Felde geleistet hat. Ich weise hin ans seine B tt ch e r s e n d u n g e n ins Feld. Welcher Liebesdienst damit unseren Truppen geleistet wird, dafür geben manche Dankesschreiben, die in dein Verbandsorgan, den „Gemeinnützlgen Blattern , abgedruckt sind, einen geradezu ergreifenden Beweis. Nun hat sich der Verband die weitere wichtige Aufgabe gestellt, eine besondere Sammlung handlicher Heitchen, die „Deutsche Feld- lind Heimatbucher" zu schaffen, die in einer jedem Deutschen zugänglichen Form ,bie Grundlage für das Verständnis der Kriegs- ereigmsse nach allen Richtungen bieten wollen". Sie setzen nur Volksschulkenntniffe voraus; sie wollen nicht einfach Netlgierde befriedigen. sondern qediegeiies Wiffen in knapper, faßlichster Darstellung bieten. Die erste Gruppe der Heitchen behandelt „D i e Naturwissenschaften im Kriege" (1. Mathematik, 2. Physik. 3. Ehemie, 4. Technik im Krieg, 5. Natur und Krieg); die zweite: „Freund und Feind" (6. Freund und Feind m der Geschichte, 7. Land und Leute unserer Gegner, 8. die Elttstehung des Weltkrieges, 9. das deutsche Heer); die dritte: „Die Heimat i m Kriege" (11. die Mobilmachung des Geldes, i2 . die Mobilmachung der Landwirtschaft, 13. die der Industrie, ^4. Deutschland und der Weltmarkt); die vierte den „Geist uer Zeit" (16. Krieg und Literatur, 17. Krieg und Kunst, 8. Krieg und Kultur). Jedes Heft kostet 40 Pfg. (bei Bezug von 0 Exemplaren 35, von 100 Exemplaren 30 Pfg.). Sie erscheinen im Verlage von B. G Teubner. Leipzig, und sind in jeder Buchhandlung erhältlich. Der Rhein-Main-Verband versendet seinerseits von jedem Heft 1000 Exemplare ins Feld. Es wäre innig zu wünschen, daß dieses Vorbtld recht vielfältige Nachahmung fände. Die Hestchen sind wirklich geschickt abgeiaßt; sie geben den Soldaten Antwort aus zahlreiche Fragen, die durch die Erlebnisse der Kriegszeil, durch Zeitttngslektüre und iin Gespräch sich ihnen auf- drängen. Die Heitchen bieten auch eine vortreffliche Unterlage für kleine Vorträge oder Lehrkurse in Etappen, Lazaretten, Genesungsheimen. Sie sind nicht in letzter Linie für »alle denkenden Leute in der H e i m a t", auch unsere Jugend bestimmt und wirfltd) geeignet. Möchten sie die weiteste Verbreitung finden! Mochte aber auch der V e r b a n d selbst, in dessen Mitgliederzahl der Krieg chon manche Lücken gerissen hat, neue »iM i l g l i e d e r z u w a ch s i n de n! (Geschäftsstelle: Frankfurt a. M^ Panlsplatz 10. Jahresbeitrag für Einzelne mindestens 3 Mt., für Körperschaften mindestens 10 Mk.) — Das literarische Echo. Halbmonatsschrift sur Ltte- raturfreunde. (Begründet von Dr. Joses Ettlinger. Herausgegeben vv .7 Dr. Ernst Heilborn.» Verlag Egon Fleische! & Co. Bernn W. 9. Das 2. Jebruarhest ist soeben mit folgendem Inhalt erschienen. O. Malzet: Schicksale des lyrischen Jchs I! ^rchur Eloesser. Kon- teiuplation; Anselma Heine: Potsdam; Ernst Liffauer: Rnckert- Auswahlen; Rudolf Fürst: Franenbncher; Fritz Böhme- Em Novellenplan Storms. — Echo der Buhnen (Hamburg, Biemen, Wien). — Echo der Zeitungen (Roinam RolkUnds Stelliing, Dichter und Politiker, Die Krankheit des Historismus. Intrige und Pw^o- logie im Drama, Verschiedenes). - Echo der Zeitschriften (Der neue Merkur, Die neue Rundschau, Die Tat, Die Hilfe, Der Merker). — Echo des Auslandes (Englischer Brie»). — Kurze Anzeigen. — Von glänzender Ausstattung und außergewohnlicber Viel- seitigkeit des Inhaltes ist wieder das soeben erschienene Februar- Heft der .K n n stE, Monatshefte für freie und angewandte Kunst (Verlag von F. Bruckmann A.-G.. Münchens. Berliner, Wiener, Münchener »lnd Darmstädter Künstler nnd Kunstgewerbler sind m bunter Abwechslung in diesem Heit vertreten. Da sehen wir eme reiche Ans.vahl der Malereien und Radierungen des Kunsttev- paareS Oskar und Eäcilie Graf-München, eindrucksvolle Plastiken von Ernst Wenck-Berliii, buntbelebte See-, Strand- und pafen- bilder von Ulrich Hübner-Berlin sowie - teilweise auch die besten Künstler a»«s der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts heranzlehend - einen Aussatz über die „Neuere Kriegsmalerer m Oesterreich mit Kviegsbildern ans den Kämpfen in Tirol 1809 und vielen anderen. Gute qediege.ie Münchener Baukunst lernen wir in ben Arbeiten von Eugen Honig und Karl Söldner kennen, deren Bauten die schönsten Straßen Münchens schmücken. Bon besonderem Netz in Forin und Art der Bearbeitung sind die Glaser, Basen und Dosen nach Entwürfen von E. I. Margold-Darmstadt, und echt österreichlichen Phantasie-Reichtum, verbunden mit Eigenart der Formen, zeigen die Villen, Gärten und Inneneinrichtungen von Otto Prutscher-Wlen. Als außerordentlich lehrreich imd ^e^mäß fei zum Schluß noch der Vortrag von Hermann Muchesius Heimatkunst inid Einheitsform", den Wiederaufbau kriegszerstörter Ortschaften behandelnd, erwähnt. Tafeln in Mezzotintogravure, Farbendruck und Mattätzuna schmücken das Heft. „ — „Während des Weltkriegs". Sknzen und Novellen einer Frau zur großen Kriegszeit, von E. Käthe König. BeAag von C. C. Meinhold & Söhne, Dresden. Käthe König fuhrt uns hinaus aus die Schlachtfelder, ins Kriegsgetümmel und ins einfache Sol- datenquartier. Schicksale, wie sie der Krieg dem Einzelnen und der Gesamtheit schafft, sind in diesem Buche zusammengefngt. Der Preis des broschierten EremplareS beträgt Mk. 1, des gebundenen Eremplares Mk. 1.50. , . - G. Ionck: „M eine Verschickung nachSibirien . Erinnerungen und Erlebnisse eines Rigaschen Buchhändlers. (I. cr 9Wlnn. München. Preis Mk. 1.—».) Ureuzralsel. In die Felder nebenstehender Figur sind die Buchstaben aa beeddeeee e*e egg hh iiii 1111 o rrrri 888B888ttnuvV derart einzutragen, daß die senkrechten und wagerechten Reihen gleichlautend folgende- ergeben: 1. Römischen Kaiser. 2. Einen Handwerker. 3. Ort in Oesterreich. Auflösung in nächster Nvmmer. Auslösung des Scherzrätsels in voriger Nummer: S e n s p f l a st e r. Schristleitung: Aug. Goetz. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen Universitäts-Buch- und Steiiidruckerel. R. Lange, Gießen.