Um toten See. Noman von NobertKohl rausch. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Auf den ersten Blick hatte Ba-ssow in dem zornigen Manne Herrn von Breitenbach erkannt, und auch die Worte waren so deutlich zu ihm geklungen, daß er jede Silbe verstand. Um so unklarer war die Antwort eines der Mannes; gleich aber schrie Breitenbach wieder auf das Wasser hinaus : „Das Boot soll nicht benutzt werden, ich habe das bereits ein paarmal verboten. Es ist undicht und hat gestern schon Unheil gestiftet. Ich will, daß kein weiteres Unglück passiert. Kommt sofort ans Land — aber sofort!" Er war so aufgeregt, seine Augen blitzten so scharf, sein Gesicht war so bleich, daß es Vasfow verständiger schien, den Wütenden sich erst ein wenig beruhigen zu lassen, bevor er ihm entgegentrat. So zag er sich noch etwas mehr hinter den Bannr zurück, dessen dicker Stamm ihn vollstärMtz nach jener Seite hin deckte, ihn aber beobachten ließ, lvas er sehen wollte. Links van ihm, rntr ungefähr zehn Schritte weit, führte ein hölzerner Steg in den See hinein. Dort ragte auch der Pfahl ans dein Wasser, an dem das Boot an gekettet gewesen war; dorthin lenkten die beiden Männer ans den Befehl ihres Herrn das Fahrzeug zurück. Der eine von ihnen kam schwerfällig zuerst heraus, tun es wieder anzuketten und festzuschließen, der andere blieb noch darin zurück und fing an, mit seinem alten Hut Wasser heraus- znschöpfen, das Vreitenbachs Aeußerung über die Undichtigkeit des Bootes bestätigte. Dieser war bis an den Anfang des hölzernen Steges herangetreten und fragte nun, ein wenig beruhigter, aber noch immer mit strenger, zorniger Stimme: „Was wolltet ihr auf dem Wasser? Wer hat euch den Schlüssel zum Boot gegeben? Redet!" Jetzt war der Mann, der zuerst ansAestlegen war, bis nahe zu Breitenbach her an ge kommen. Er hatte den Hut abgezogen und hielt ihn verlegen zusammengepreßt in den Händen. „Ja, bas ist so gelvesen, gnädiger Herr," begann er stockend. „Was mein ältester Junge ist, der Heinrich, der irst doch gestern abend hier ins Wasser gefallen —" „Ich weiß das. Weiter." ,Ma, ihn selbst hat ja der Ludwig Winter zum Glück wieder heraus gezogen, ehe daß es zu spät gewesen ist. Aber seine Mühe hat mein Heinrich bei der Geschichte verloren, seine uerce Mühe, die meine Frau vor vierzehn Tagens erst zu seinem Geburtstag gekauft hat. Und weil man doch hwei Mark fünfzig nicht gern einbüßt — so viel hat nämlich oie Mütze gekostet, es war ein gutes Stück —, darum bin ich heute früh gleich zum Herrn Verwalter gegangen und habe ihrr gebeten, ob er mir nicht den SchWsfel zuin Boot geben wollte. Zuerst hat er gesagt, der gnädige Herr hätten verboten, daß inan das Boot benutzte, — 1 ganz wie bet gnädige Herr selbst eben gesagt haben —, aber wie er bann gehört hat, um tvas es sich handelt, hat er mir doch den Schlüssel gegeben und hat mir gesagt, lvir sollten inan bloß vorsichtig sein, daß nichts fxrssiert." „Und haben Sie die Mütze gefunden?" „Nein, gnädiger Herr, bis jetzt leider nicht. Sie mag sich wohl voll Wasser gesogen haben und ist untergegangen oder auch der Wind hat sie irgend wohin getrieben, wohin mir noch nicht gekommen sind. Aber wie das manchmal so geht, wir haben was anderes gefunden, was lvir gar nicht gesucht haben." „Was denn — was denn?" „Ja, Philipp, gib mir mal das Dingsda her, das wir gefunden haben. Was es eigentlich ist, wissen wir nämlich selber iwch nicht, wir haben es noch gar nicht genauer angesehen, weil lvir doch nur darauf aus waren, meineiml Heinrich seine Mutze zu finden. So, bas ist es, gnädigem Der mit „Philipp" angeredete Arbeiter hätte ihm hergereicht, was bisher aus dem Boden des Bootes verborgen gelegen hatte, und der Vorarbeiter Ehristian Nissen h-relt nun den nassen, triefenden Gegenstand seinem Herrn ent> gegen. Breitenbach wich davor einen halben Schritt zurück, als weirn er fürchtete, sich zu beschmutzen, und sagte mit gleichgültigem Ton: „Ein^altes, nasses Tuch, — das werft nur wieder ins Wasser." ' „Ja, es ist aber schwer, es muH was darin seiu.^ „Was darin? Steine vielleicht." „Nein, so suhlt sich's nicht an, gnädiger Herr. Wir werden es aber gleich lvissen, wenlt ich es ausknoten darf." Brettenbach zuckte nur mit den Achseln und bewegte feinen Spazierstock ungeduldig hin und her, aber der Arbeiter nahm sein Schweigen als Erlaubnis utib löste bedächtig den Knoten, um dann mit einem Ausruf des Erstaunens die Gegenstände zu betrachten, die sich ihm zeigten. Ein goldenes Blitzen drang aus dem nassen, vom Scl)Lamm gebräunten Tuch hervor, und mit vorsichtigem Fingern XyoX> der Arbeiter eine goldene Uhr mit schwerer Kette zuerst in die Höhe. „Darf ich das auch einmal mit auschcßnen?" Es lvar Bas solo, der diese Frage tat. In seinenr Geiste h^tte sich eine Reihe von Schlüssen rasch aneinander geknüpft. Nock klangen die Worte der Baronin vom vergangener^ Abend in ihm nach: „Dort, woher dieser Schrei kam, ist mein Mann ermordet worden." Der Ursprnngsort aber des Schreies lvar inzwischen bekannt geworden; es fehlte nur noch die letzte Probe, die der in Bassows Hand blitzender Revolver leisten sollte. Und ans dem Gedanken, daß wirklich hier am toten See sein Vetter den -rod gesunden habe, solgte für ihn selbst — allen lrnwahrscheuUimketten zum Trotz — unwillkürlich die Verrnntnng, die gerade hier i gefundenen Gegenstände könnten in Beziehung stehen zu lener mörderischen Xat. Sein Wunsch, das Dunkel aufzw- Hellen, war «der viel zu groß, als daß er versucht hatte, nun erst sein Erscheinen hier vvrsichttg anzukündigen. vttrsch Und brüsk trat er mit seiner schnellen Kooge hervor. „Was — wer ist da?" Iah fuhr Breitenbach zu ihm herum; seine Worte klangen beinahe wie ein erstickter Schrei. Auch mußte die Aufregung von vorhin immer noch in ihm nachzittern; denn fern Gesicht war in diesem Augenblick totenbleich. Mit einem ttefen Atemzug aber gewann er schnell die Fassung zurück, erzwang ein Lächeln .nid sagte Mit ganz verwandeltem Ton: „Ah, Sie sind es, Baron, Das trifft sich gut, —i Sie kommen hier gerade recht zu einer interessanten Sache. Sehen Sie nur, was die Männer eben im Teich gefunden haben, — sie behaupten wenigstens daß eö hier im Wasser gelegen hat." „Sie haben es gefunden," sagte Bassotv rasch und fest. -„Ich Uhu* Zeuge davon." „Zeuge — wirklich? „Allerdings. Ich habe scholl eine Weite dort am Baume 'gestanden uiib ihnen Lugescliant." „Also ein lvenig Verstecken gespielt, Baron? ES war kein gutes Lächeln, womit er Bassolv betrachtete. „Wenn es Ihnen Vergnügen macht, es so zu nennen, Herr von Breitenbach, so steht dem nichts int Wege." nn- soül Ton war jetzt kalt und scharf geworden;. Aber gleich lenkte der Anblick der gefundenen Gegenstände seine Gedanken in andere Richttmg. „Mein Gottt" ries er aus, „ich glaube wahrhaftig, hier 8^ " Wir die Sachen, die meinenl Vetter geraubt worden stno! Eine Uhr, ein Portemonnaie, ein goldenes Falzbein—" Brettenbach schieii sich beit Fall noch zu überlegen: er sprach bedächtiger mib ruhiger als Bassow. „Wirklich — Sie können recht haben, es ist nicht unmöglich. Wem: ich mir die Sachen genauer ansehe —, ja, dieses Falzbeiii habe ich häufig aus dein Schreibtisch meines armen Freundes liegen sehen. Ub-r und Portemonnaie könnten immer lloch tauschen, aber dies Falzbein ist in der Tat ein Beweis. Wirklich wir haben hier die gestohlenen Sachen. Das ist crii wichtiger, sehr lvichtiger Fund!" Bas solo lvar nahe ä u bent Arbeiter herangetreten, der das Tuch vorsichtig ansgebreitet hielt, und hatte einen Zttchl davon genauer besichtigt. „Und sehen Sie die Decke lcmaitb hat mir erzählt, auch eine kleine Tischdecke sei mit verschwunden gewesen. Dies ist sie naiu Scrtimmt! Von dieser Stiekcrci mit ihrem Weinlaubmuster &?®$c a AGw " U " tWffCrt '” U '' lö0äU beC mtb ™ vedeüwl'L ÄÄ 3“"eÄ 0 r rn8t » u Anfang mit seiner überlegenen Bedachtsamkeit gesorvcl)en wre immer. Um so auffallender e /' ^! a ß er die letzten Worte nun jäh, wie voller IXpATA 0fft ’" l ’ ai ' U : aCen s^ne Nerven immer lachte ein wenig. „Sie erinnern mich, zur rechten u „V-,?r Dm habe», Herr von Brcitenbach, das lch beinalie mEl! hatte Gestatten Sie — wir sind hier aus Ihrem Stelle abschieße?"" ^ Wefen Revolver alt dieftr {tf) fr^cn"—“ 3I,Uen ® , * l& lotmim nicht? Aber darf ka vorläufig die Antwort daraus schuldig bleiben. Es handelt sich um ein Geheimnis "^oben Sre die Geheimnisse, Baron?'' "Eunter, — wenn sie den Zweck haben. NuKen nt lNMg'bttwn?'^ ^ Geheimnisses um Ihre Genehmh ■ rtYf ÄK ^ Ul \ und kalt klangen die beiden Silben ^alt rmd hart lvar der Blick seiner Augen. ' ha.k mich zufällig hier vorbeigesührt, weil ich liach den Stampen hinüber wollte. Uiid aus Ihre Sorgfalt kann ich mich in dieser wichtigen Angelegenheit ja »vohl verlassen." Bassow hob den Kopf. Unwillen blitzte in seinen blauen Angen aus. Der leise Zweifel in Breitenvachs letzten Worten hatte trotz der scheinbaren Höflichkeit sein Ohr verletzt. „Unbedingt. Herr von Breitenbach. Niemand ist froher als ich, wenn die dunkle, traurige Sache sich endlich aufklärt, und niemand würde lieber den Mörder seinen: verdienten Schicksal überliefern." "^antz wie Sie spräche ich selbst, wenn ich an Ihrer Stelle und Erbe der schönen Besitzung des Verstorbenen iväre. Den Man dort" — er wies mit einer Handbewegung auf den Arbeiter, der die nasse Decke hielt, — „werde ich Ihnen niitgeben, damit er Ihnen die Sachen hinubertrügt.^ „Ich danke für Jbre freundliche Absicht, Herr von Breitenbach. Aber ich möchte Ihnen gleich einen Belveis meiner Sorgfalt bei dieser Angelegenheit geben. J>ch vertraue beit Funo von diesem Augenblick ab nieliiandem an als mir selbst. In meiner Hut wird er bleiben, bis ich ihn dem Gericht überliefert habe." „Bravo, Baron! Ich sehe, die Sache ist in besten Händen. Und nun entschuldigen Sie, lvenn ich :nich Ihnen empfehle, meiiie Zeit ist heute leider sehr knapp. Und n:eine besten Grütze der Witwe meines Freundes." „Ich werde sie ausrichten." Bassow lüftete leicht seinen Hut und folgte noch kurze Zeit mit den Blicken Breiten dachs hoher Gestalt, wie sie, ohne umzuschauen, aus dem schmalen Pfad am Teichufer mit großen Schritten rechtshin einherging. Daun barg er den Revolver in der Tasche, ruid nahm von den: Arbeiter die Decke mit ihrem Inhalt entgegen. Behutsam die vier Ecken wieder zusammenfassend, gmg er nun eilig auf Schloß Garchim zu. (Fortsetzung folgt.) irr k cr rKüssow sah nicht ans ihn. Den Revolver bnckii- W «t .sä Wih& sj ss i$ ^us wäre geschehen. Und nun ist wohl das hndfe tißfte, daß auch bte Baronin von dem Fund erführt." das eben sagen " nnttvortete Breitenbackx feVJ 6 mit hinü^ergehen, — oder darf ich Sie bitten, Baron, die Botsck-att au^-urr icku eit? wS »cm rechtswegen Im AugonbK weni^ Mt.' Der Goiiger. Skizze von Val es kn Cusig (Güstrow)', (Nachdruck verboten.) Leise stieg die Nacht über die See. In tiefer Me lag, faie Hallig da, eingebettet in die weiche» Wellen wie em Mnd Mutterarm. In den Lüften war ein Brausen, das sich niit dem der Sce zii klangvollen Akkorden vermischte. Das ivar das Wiegenlied der Hallig. .. “ nb die Dunkelheit kam dahergeranscht wie eine Königm, d:e über bte Warften ihren Samtmantel breitete. Die Lencht- fcuer der Inseln waren wie mächtige Sterne darauf gestickt Nichts war zu hören'als das geheimnisvolle Brausen mdjtö zn sehen als diese königliche Finsternis Sigrid Boyen ging heim. Zun: erstenmal in ihren: Leben A?uerte ste ein rvenig betin ernsamen Wandern über die geliebte Hallig Aber ):e schüttelte die Zagheit ab. Die kam niir von den Schichten, bie sie bei Peer Hllirichsens erzählt Sie plauderte so gerne dort. Bei den: alten Peer Hin- nchsen und semer Frau Solve war es so heimlich wie auf -einer Warft. Darum fanden sich auch Winters und Som.ncrS leden lr gehört und dann eiir ler>es Pochen ani Fenster. Und als sie htnausgetrcten waren zn sehen, was cs gäbe, hatten fie in r cmc flcmc WAerlache bemerkt. Ta hchwn sie gewußt daü chr Sohn den Tod gesunden habe. Heute hatten sie bei Peer fit„- Sj]™ bwoit gesprochen. Slber merkwürdigerweise hatte sich der daumls zugleich nril einem frischen Brausen gemeldet wenn cmcr Hurra grschrien hätte war' cs bei ihm airi Fenster vorbeigesaust, und da hätt' er aleicki aeivuüt Harro den Engländern zmn Ovfer gefallen wär', erzählte ^an glincrle M ' e i Icn ®' u 3 en seltsam glänzte und . l>itt auch, wie er vor das Hatis getreten sei, eine Wasserlache im Weg gestanden. Dasselbe habe Svrn Jver en 76 erlebt. Und dann habe es ja der Pastor aus der Zeitung vorgelesen, wie all die frischen Jungens auf der „Scharnhorst" gut „Hurra" und „Deutschland, Deutschland über alles" in die Tiefe gegangen feien. Ja, es war doch gut, das; sie den Gonger hatten. Da konnten sie gleich ein Vaterunser sprechen, lange bevor die amtliche Nachricht gemeldet wurde. Wie sie an solche Geschichten glauben könnten — solchen Aberglauben, ereiferte sich Sigrid Boyen von der Tönnsenwarst. Ja, sie sei eine Neumodsche, eine, die auf dem Festland heruni- aekmnmen sei, entgeguete Jan Jeiisen, aber Peer Hiurichsen, der doaf noch em lvenig lveiter gesegelt sei — der glaube dran, nein, er Wissens, daß cs den Gonger gäbe. Und sie solle man nicht trotzen -- auch zu ihr könne er kommen stnd danii tvürde sie anders sprechen. Ja, das u-ürde sie, meinten alle anderen und auch Peer Hiii- lnchsen und Sölve nickten mit den Köpfen. Da hatte sich Sigrid verfärbt, daß sie bleich tvie eine Kald- Ivaiw geivorden lvar mrd ihre Füße hatten so gezittert, daß sie Nicht ansjtehen uiid herausgehen konnte, wie sie gerne getvollt. Und fonft mar sie doch die stärkste Frau auf der Hallig.' Sie hatte ihre Warft von den Geltem geerbt und bewirtschaftete sie allein. Wenn die Sturmflut kam, warf sie die vollen Sandsäcke auf den Brunnen und vor die Tür, was' mancher Mann nicht ohne Hilfe brachte. Sie war groß und hager und mich in ihr ein! Antlitz lag etwas männlich Derbes, aber wenn sie die Augen, die - k)uA mme ^ ^fcnft trug, aufschlug, leuchtete daraus weiche Milde uiid Güte. Selten loderten sie im Zorn auf. Wenn sie es aber taten, war es wie Wetterleuchten. Es hatte ihr an Bewerbern nicht gefehlt. Sie wählte unter allen einen, der jünger war als sie, den Hinnerk Boyen, der eben SS" n'c-A' So)lsf „Scharnhorst" gekommen »var, loo er seiner Ttenstpflicht genügt. Während ihres Verlöbnisses und kurze Zeit nach der Trammg hatte Sigrid nianchmal gedacht, das Glück müsse pe ^rschlagem Mer lange währte das nicht. Hinnerk Boyen war lilLora 8 r ? tüe 1U)d > längst nicht ausgetobt, als er |J im ^"ar schritt Ta fam es zu harten Kämpfen. Sigrid wollte lür sich haben, und Hinnerk schwärmte gern auf dem Festland und deii anderen Halligen umher, wenn etloas dort „los war . Sigrids Zorn losgebrochen wie ein Gewitter. Zum ersteri Male solange er sie besaß. So fand er sie schön und begehrenswert. Sie war zu weich gewesen — zu zärtlich bisher, ^as hatte ihn ermüdet. Jetzt — jetzt, wo ihre weichen, milden loderten — ;etzt luaUie er sie an sich pressen, aber sie stteßl ihn weg — sie wies nach der Tür und da — . UI sab ihn, wie sie jetzt einsam und bebend über die Hallig •l l . n Ö u)n, wie er damals zusammeugezuckt und erbleicht war. Grnen Au gm bl ick hatte er getaumelt — dann hatte er sich zu- jammengerlssen und war stolz und trotzig gegaiigen. Aber vorher hatte er sie noch mit einem Blick angesehen — mit einem Blick, oen sre ihr ic6m lang nicht/vergessen würde und wenn es hundert Jahre wahrte. Nun hatte sie ihn rufen wollen, aber die Stimme versagte ihr. Sie brach in die Knie — sie wollte schreien — und konnte nicht. <■ sie ihn gehen - die schöne hohe Gestalt aufgerichtet,' die Fauste geballt und m die Lust werfend, als mache er dam Himmel ein Gelübde. ,einnial sahen die blitzenden, blauen Augen zurück. Das hatte m>ch keiner gewagt — ihm die Tür zu iveisen! Und sre ftlhlte es, daß dieser Gedanke jetzt wild an ihm' nagte — suhlte es m breiiuender Reue. ^^'6ingeu - der Krieg kam. Da erhielt sie die kurze Nachricht, daß er mgezogen sei und auf einem U-Boot Dienst tue. Tvf* ,-WarL'^mit der Scheidungsklage. Vielleicht nimmt mich der blanke Danv und daun bist du auch so von der Kette erlöst, die du dir auferlegt hast," hatte er höhnisch geschrieben. .. ^U/Ee auf dich, und wrnn du heimkehrst, wird dich antwortet^ Ü empfangen," hatte sie ihm kurz ge- Z^ Seel« fühlte sich befreit, als sie sich so gedemütigt. U-Boot dlutrvort! Nur emmal kam etu Bild von seinem „Mein Weib," hatte er darunter geschrieben. So liebte er das Boot. W lie ihn in desto heißerer Glut, je trotziger er war. Und gestern abend — gestern, als sie allein in ihrer stillen Karnuker gesessen — allein vor seinem Bild, das Hinnerk'in seiner schmucken Seemannsuniform darstellte — da hatte sie Schritte ^i^!,.^meg vernommen ilnd bald daraus ein leises Pochen «.n lhreni Fmster. Und als sie mit ihrer Laterne in den Nebel wiod^eiue Wasserlache dort. Sie lehnte wie geschlagen an dem sn rnnft r ?^ n s'^rte sie Jan Jensrn sagen, „der Gonger kommt bu an ihn glaubst und deinem Liebsten einen Kranz in die ^iZellen geworfelt hast." Brari>^[{^ifainnVc° ^ ^ r/ un ^ drinnen in ihrer Kammer r ist's vorüber," jammerte sie, „jetzt ist er gegangen- ohne Versöhnung und ohne Verzeiheti — — —" utib sie rang die starken Hände, bis sie schmerzten. uach und nach kam Frieden über das verztvcifelte Weib. ^ er Gonger," flüsterte es. ff ßtn »emetö, das; Hinnerk Boyen lebte, wie alle b°n" mm sah er ihr. Uud sie dankte ihreni Gott, das; cs den Gonger gab. ■ Mabn Morgen schien hell die Sonne, und die Hallige mIÄ^^'lierteN: Ta ging Sigrid und pflückte die helleuchtende SZadbstabe und bie stlbeme HalliAwermut und wand davon einen, Ä,-. OMg sie zu Peer Hiurichsen mrd Jan Jensen undi sagte zu jedein, ihnen die Hand reichend.' ^Ten Gonger gibt's, und er war bei mir." gegan alcksts, und ehe sie antworten konnten, !var sie wieder aufgerichtet, singend schritt sie zum Priel an ihr Boot> I l 0| V § wrang hinein. Tann setzte sie die Segel bei und x in “r^ 1U orr bie I^ut. Ta sie das oft tat, lvunderte sich b ? ru& f cr - folgte ihr mit seinem Fernrohr. Sic. war ihm so merkwürdig erschienen. Aber sie blieb lange draußen, und er konnte sie nicht fort-, wahrend beobachten. Als gegen Mittag plötzlich ein Wind sich erhob und dunkle Wolken über die Hallig jagten warf er seinÄ derbsten Seemannsfluch in die Luft. 1 lTt o "°r d) uid)t zurück, mrd ihre Nußschale hält einen Sturm mcht aus, ' brummte er vor sich hin, währeich sein Fernrohr me &ce abluchte, ohne etloas zu finden. Mit seinem stnrnierprobdem weichen Herzen suhlte er, daß sich Filrchtbares vollzog. liatteu sie nicht lassen sollen." sagte er zil seiner Frau. „Sie kommt wieder," eutgegnete diese berilhigend. ,,Ja, aber wie," knurrte Jan. ans Land ^ die See auf und jagte weiße Schcmmkämme Voot trieb draußen in beit Welleii — leer — daneben der Kranz von Bondestabe und Halligivermut . Am nächsten Sonntag verlas der Pastor in dein lleiuen Hallig- dah auch der Dinnerk Boyen von der Tönnsenwarst den' Heldentod fürs Vaterland gestorben sei und daß ein Unglücksfall seinem Werbe das Leben genommen. Sigrid Doyens Boot \mt auf hoher See gekeiitert. Jansen wußte es besser. Aber es war doch gilt, daß Sigrid vor ihrem Tode noch an den Gonger glauben gelernt hatte. lnnausgetreteii war. halle sie nur eine kle ne Wa er lache au deni Wittert hatten und das Herz g?- W^-'.Z^Le riß sichauf.^Ts hatte am Tage ettvas geregnet M , N- ,:"i>el schlug Nieder. \ba war es ganz natürlich daß sich das Wasler m kleinen Vertiefungen ansammelte. '' hent bei Peer Hinricksen waren ja lächerlich! ie nic ^ ^an gtaiiben und warf den Kbps zurück, «rf, ^ !£ •l n jhre Haustür trat, hörte sie deutlich, wie ^ pickst und rasch entfernteii und einer leise ihren Namen tief. Und als sie näher auf den Kiesweg sah, stmid Brot und Stein. Von Alfred Richard M e t) e r, z>. Zt. int Felde. (Nachdruck verboten.) Abend in Gent. Man weiß inanchmäl nicht, ob man durch daS ^6- oder 17 oder 18. Jahrl-undert geht. Mer das fd>abct nichts. Man ist iebenfalls für me Stunde aus der Gegenivart herausgenommen. Und wäre das nicht schon viel, und sollte man deshalb mcht schon aufrichtig dankbar sein? Man geht über die Leie. Man steht plötzlich auf der Place Sainte-Pharailde. Hoch ragt über sein Geipann Neptun mit dem Dreizack — die monumentale Fassade des Fischmarkts. Rechts dauebeii die Renaissance des Hospiz Wene- maer nnt der vergoldeten Statue des heiligen Laurentius. Die Kirche, der Sckmtzpatronin von Gent aber, die Kirche der Heiligen Pharaildis —sie starb in einem Mer von 90 Jahren Anno 710-^ ihr Tag ist der 4. Januar — ist verschlvnndeii; einige wenige Reste sind in die Häuser zur Linken eingemauert. Wie ein zum Sprunge geducktes Ungeheuer wächst gegenüber das Schloß der Grafen von Flandern aus der Duukecheit. Was aber noch blieb, ist die Legende der Heiligen Pharaildis, wie sie Brot m Steine verwandelte Em Wunder-, das sich im 16. Jahrhundert zu Gent wlederholt haben soll. Eine arme kranke Fräu bat für ihr kleines Kind Brot von ihrer reichen und geizigen Schwester, die jenev lieblos erwiderte: „Nem, ich habe keines. Und wrnn ich Brot bei nur oder zu Hause int Kasten habe, so sott es geschehen, das; es slK men Stm verwandelt.". Man erzählt, daß dieses Gelübde allsogkeich furchtbare Wirklichkeit geworden sei, daß die reiche Geizige dann des Hnngcrtodes gestorben wäre, da sich jedes Brot unter ihren Händen tu einen Kieselstein vern-andelte, wie mau sie rwch heute m rner Ktrche bei Geiit aufbewahren sott, und daß es wiederum die Heftige Plmmildis gewesen sei, die in Gestalt de^ or ... X.“- oie in tait D( rnl^t'hab^ sanken imcr Reichen und Geizigen die Probe au a \ cr a( ^ ß mit uns und unserenr Krieg zu tun? • cr Ö2 in J m eiucn oder anderen. Was soll uns eine Legende tn diesen Tagen nacktester Wirklichkeit? Wir haben trotz 76 t_ aller Hinterlist der Feinde unser Brot. Wir haben Ehrfurcht vor unserem Brot. Wir wissen genau, daß Brot ebensogut eure Wusse ist wie Schwert rurd Kugel. Wir haben unser Brot? Wohl dem, der diesen Sah sagen kann. Wohl dem, der nicht weiß, daß gerade in diesem Kriege für nmnchen Kamerad audj einmal der Tag, die Sturrde da war, wo er nichts hatte, seinen schneidendsten Hunger zu stillen, wo es immer lauter und verzweifelter in ihm schrie: Brot, Brot! — Es war in Russisch-Polen. In einem Frühling, der mehr Winter als Sommer war. In Scheunen, deren Wände handbreit auseinanderklasstcn und die messerscharfe Wut der Weichselwinde und der Weichselkälte hereiuließen. Nächte, in denen wir fern iedenr Schlaf und Traum starr und steif dalagen, aus denen wir uns dennoch krampfhaft rissen, zu neuem Tag, zu neuem Tun an unserer Aufgabe: Weichselstellung II. Unsere Heere standen damals noch weit von Warschau. Weichselsteftung II, ntan erzählte sich von Hindenburgs Absicht, die Russen hier über den fast einen Kilometer breiten Fluß, zu locken und ihnen dann herab von den Höhen von E_das furchtbare, vernichtende Bad zu bereiten. Berge wurden abgetragen, um sie ait einer anderen Stelle wieder auszuhügeln. Wiildcr verschwanden, um eine Woche später linis oder rechts als Macken für die Feldgeschütze wieder ausgebaut zu werden. Unsere Aexte schlugen schmale Schneisen für den eisernen Flug der Maschinengewehre durch das Dickickit der jungen Buchen und Fichten. Harte Tage, besonders hart, lvenn einmal das Kommißbrot ausblieb und wir auf das Knabbern der eisernen Zwiebäcke angewiesen waren. Das bißchen heiße .Haferslockensuppe, mittags aus irgend einem Misthaufen oder am Straßengrabenrand gierig hernntergelöffelt, siegte nicht über den Hirnger. „Morgen vielleicht wird es tmeder Brot geben.!" Dieser Trost Mußte uns das Abeirdefsen ersetzen, denr wieder^die Nackt folgte und die Kälte und der Wind, nicht aber der Schlaf und der Traum. Und am anderen Abend war dann wieder statt des Brotes nur der nackte Trost'für uns da: „Morgen vielleicht wird es wieder Brot geben!" Morgcn, morgen, nur nickt heute! Eines Mittags war das Gerücht da, das Gerede, der Jude, der Krämer, dessen niedrige Stube mit den paar kleinen Päckchen Salz, Zucker, Streichhölzer, mit den paar kleinen Flaschen^ jungen Bieres man kaum einen Laden nennen konnte, habe Weißbrot, Weißbrot, das Stück für sechzig Pfennig, aus einigen weit von der Straße liegenden Dörfern zusammen ge kauft und. wer schnell laufe, erwische gewiß noch einen Laib. Unsere Korporalschast hatte das Gerücht, das Gerede, ein wenig zu spät erfahren oder vielmehr fast ein wenig zu spät, denn, ganz genau gesagt, ent Kamerad — es war ein junger Maurer aus der Nähe von Frankfurt an der Oder — hatte noch das namenlose Glück, das letzte Brot, das allerletzte Brot zu erlangen, für sich, für uns, so dachten wir. „Für mich!" so dachte jeder einzelne für sich: Korporal- sckurst — Kameradschaft. Jeder einzelne hätte gern den zehnfachen Betrag für einen Teil des Brotes hingegeben. Mochte der eine, der so viel schneller als wir anderen gelaufen war, verdienen, viel verdienen! „Bitte, gib mir von Deinem Brot!" Hier ist Geld! Zwei, drei Zoll von dem Brot genügen mir schon!" schrie der Hunger aus meinem hüpfenden Magen empor, dem anderen entgegen, dessen Messer schon hastig durch die knusprige Kruste säbelte. „Tüt nur leid," entgegnete jener hart. „Ich habe auch Hunger. Viel bleibt sowieso für mich znm Abend nicht mehr übrig oder für morgen früh und morgen mittag und morgen abend — denn wer weist, ob wir morgen abend wirklich wieder Brot bekommen." Ich sprach kein Wort. Ich mochte meine Bitte nicht wiederholen. Ich ging tvieder an meine Arbeit: Rasen stechen, Rasen tragen für die Brustwehr des ansgeschachteten Schiitzengrabens. Ich weiß nicht zu sagen, ob jener einem anderen Kameraden dieselbe Antwort noch gegeben hat. Ich sah nur, wie jener sein Brot — o, es war noch nicht um ein Viertteil kleiner geworden ! — in den nächsten Unterstand wie einen kostbaren Schatz trug, den er erst zum Vesper, sich zum Geirusfe, uns anderen zum Leide Und Neide wieder l-ervorholen würde. Die Arbeit wollte im§ für diesen Nachmittag so recht nickst schmecken. Vesper. Der Korporal pfeift. Zwanzig Minuten Pause. Man geht in den Unterstand, den Brotbeutel nach einer letzten Zigarette, Nach einem allerletzten Stück Schokolade, nicht aber — man loeiß, das ist vergebens ! —- nach einem allerletzten Stück Brot dnrchf- zuwühlen. Der Maurer aus der Nähe von Frankfurt Ml der Oder tritt kurz vor mir in den Unterstand. Ec weiß, was er finden wird. Ich weiß nicht ganz genau, ob ich wirklich noch ein Stückchen Schokolade finden werde. Man ist ein wenig wirr geworden durch die letzten schweren Tage, durch die letzten schweren Nächte. Man ist Zwischen der Arbeit nur immer um den einen kreisrunden Gedanken h erum gelaufen: Brot, Brot! . . . Ter von irgendwo da um Frankfurt an der Oder stößt plötzlich einen Fluch aus. Etwas Großes, Braunes, Quiekendes, Vierbeiniges ist ihm aus dem angeschnittenen, jetzt ganz ausgehöhlten und zerknab betten Brot, das bei der Berührung in einige nnansehir- liche Brocken zerfällt, herausgesprungen: eine Ratte, eine große rundgesressene Ratte, die. schon wieder irgendwo zwischen dem nassen Sande verschwunden ist. Einer sluckft. Einer wirft angeekelt die letzten Reste eines Schatzes fort, an dem er sich erfreuen wollte, jetzt, heute abend wieder, nrorgen friih vielleicht noch einmal. Ein anderer lacht. Mehrere lachen. Ich kann nicht lachen. Ich kann nicht sprechen. Ich denke an die Legende der Heiligen Pharaildis: Brot in Steine verwandelt, Brot in Staub verwandelt, jedenfalls Brot ist nicht mehr Brot. Ich erlebe eine Moral. Die gibt mir einen bitteren Geschmack aus die Zguge. Der von irgendwo da um Frankfurt % mi der Oder herum sieht mich ganz groß und , starr an. Er erwartet von mir Hohn, Schadenfreude, ein triumphierendes Lachen. Ich muß mich stumm abwenden. Ms wir abends zurückkommen, heim in unsere Scheunen am Räude des polnischen Waldes, ist Brot da, viel Brot, frisches Brot, Brot für uns alle. Aber auch die Feldpost ist gekommen, Pakete von den Eltern und von den Freunden. Wir haben Wurst mrd Schinken, wir haben wieder Schokolade und Zigaretten. Ganz oben jedoch ans den Paketen, die unsere eben noch so müden Arme jetzt ach wie gerne heimwärts tragen, liegt das Brot, unser Brot. Und ein Rauschen kommt uns ans denk Walde entgegen wie eine Stimme, die da spricht: „Nehmet hin und esset — Unsere Herzen sind voll vom Gesang.... Gietzeuer Hansfrarrett-Berem. Der Vorstand des Vereins nimmt alle für die gegenwärtige Zeit geeignete Rezepte in der Geschäftsstelle .dankbar entgegen. W och en-Kü chenzeite l. Sonntag: Suppe von Knochen mit Grießeinlage, Rotkraut und Kartoffeln, Rinderbraten in der Bratendüte gemackst. Montag: Suppe von Maggiwürfeln, Fleischpudding von Bratenresten mit Kartoffelgemüse. Dienstag: Hafersuppe, Kartoffel-Pastete?) Mittwoch: Rindfleischsuppep, Wirsing-Auslauf?) D o n n e r s t a g: klebrig geblieben? Rindfleischsuppc, Suppenfleisch mit Meerrettichtimke. Freitag: Reisauflauf mit gedämpften Aepfeln. Samstag: Suppe von weißen Bohnen, Graupen und Kartoffeln mit Fett geschmelzt. Kochamveisungen. 1) Kartoffel-Pastete. Von 200 Gramm. Mehl, 1 Kilogramm geriebenen kalten Kartoffeln, 100 Gramm zerlassenem Fett, einer kleinen geriebenen, im Fett gar gedünsteten Zwiebel, etwas Salz mrd geriebenein Käse wird ein derber Teig gewirkt, den man, nachdem er etwas geruht, 1 Zentimeter dick ausrvllt. Man legt Boden und Rand einer vorgerichteten Auflauf form danrit aus. Jetzt füllt man ein fertiges Rosenkohlgemüse Innern, legt einen Tergdeckel darüber, so daß die Ränder gut schließen. Bestreicht die Oberfläche mit Eiersatz und backt die Pastete. Als Füllung nimmt man auch Wirsinggemüse oder Rotkraut mit Aepfel. Sehr heiß anrichten. 2 ) W irsing-Anflauf. In Va . Liter Magermilch nebst 60 Gramm Fett rührt man y* Pfund Mehl und kocht da- oon, kräftig rührend, einen dicken Teig, den man erkalten läßt. Zwei Köpfe Wirsing kocht und hackt man fein, rührt 3—4 Eier (Eiersatz) in den Teig, dann den Kohl und Eierschneo (Ersatz), würzt nach Geschmack mit Pfeffer, Salz und Muskat, füllt die Masse in eine vorgerichtete Form rmd backt die Speise IV,—ly» Stunden, dazu Salzkartoffeln. Einfache Tunken, für in T ü t e n bereitete Speisen geeignet. M e e r r e t t i ch t n n ke (ohne Fett): 2 Eßlöffel Mehl rührt man mit Vs Liter kalter Fleisch-- oder Knochenbrühe glatt. Sodann gibt man das Deiglein in 3 A Liter kochende klare Fleischbrühe und läßt den Beiguß 15 Minuten kochen. Inzwischen schabt und reibt man eine halbe Stange Meerrettich, freit man, in bicj Mehlsoße gegeben, mit dem nötigen Salz, etwas Muskat und Zucker gewürzt iwch J-0 Minuten kochen laßt. > Selleries u n k e: 1 Sellerieknollen, 150—200 Gram nt schwer, svird -geschabt, gewaschen und in Vs Zentimeter große Würfest- chen geschnitten. 2 Eßlöffel Mehl rührt man mit etwas kaltem Wasser oder Milch glatt imd läßt das Teiglein in 1 Liter klare kochende Knochen- oder Fleischbrühe einlauscn. Nachdem mack deir Sellerie dazugegeben hat, wird die Soße Va Stunde gekocht. Nach Geschmack gesalzen, reicht man die Tunke zu Ochsenftcisch, Fisch und dergleichen. —--- Logogriph. Glücklich erscheinst du dir selbst, sobald du mit a mich gefunden Schwachen gebühr' ich mit u, schattängig bin ich mit ü. Auflösung in nächster Nummer. Auslösung der Königspromenade in voriger Nuinmexl Großer kein Herzeleid, Als in der Noseineit Einsam verkümmern. Lieber von Menschen iueit Im Alter verwimmern, Als in der Rosenzeit Einsam vertu mauern. Martin Greif. Schrtstleitung: Aug. Goetz. — Rotattousoruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Slemdruckerei, R. Lange, Gießen.