Montag, den Z\. Januar Um toten See. Roman von Robert Kohlrausch. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Ein Imbiß, der zur Nachhause fahrt stärken sollte, trennte die Baronin von Breiteubach. Sie bekam jetzt ihren Platz zwischen dem Kreisphysikus und seiner Frau, doch schien es Bassow, der von Breitenbach in ein lebhaftes landwirtschaftliches Gespräch gezogen wurde, daß die Baronin zerstreut sei und im Sprechen häufig die Blicke auf seinen eigener: Nachbar richte. Und vielleicht hatte das nun endlich auch Breitenbachs Braut bemerkt; wenigstens mahnte sie plötzlich, noch ehe die kleine Mahlzeit ganz beendet war, unter Hinweis auf den inzwischen drohend umwölkten Himmel zum Aufbruch. Sie blieb auch dabei trotz Breitenbachs Versicherung, daß es frühestens am späten Abend zum Regen kommen würde, und erklärte, lieber eine Zeitlang bis zur Ab fährt ihres Zuges auf der Bahnstation warten zu wollen, als während eines Gewitters, vor dem sie sich fürchtete, im Wagen unterwegs zu sein. Man trennte sich mit eiligem Abschied von den freundlichen Wirten, und auch Bass-ow bestieg an der Seite der Baronin den Wagen zur Heimfahrt. Aber wie sehr hatte sein Gemüt sich wieder verdüstert in den wenigen Stunden! So tief und schwer wie die graugelb ineinandergeschobenen Wolken am scheinbar zur Erde niedergesunkenen Himmel wogten seine Gedanken durcheinander. Er zweifelte nicht anehr daran, daß die Baronin Breitenbach, trotz dessen Verlobung, noch liebte, wenn ihm ihr offenes Zurschautragen dieses Gefühles nach allem, was geschehen war, auch seltsam, unerklärlich erschien. Nach allem, was geschehen war, — denn hinter der klaren Erkenntnis dieser Liebelei lauerte ja verborgen der viel häßlichere Verdacht, den er so gern aus dem Herzen gerissen hätte, der aber stets wieder mit warnender, drohender, mahnender Stimme zu ihm sprach Stumm, ohne nur den Versuch zur Unterhaltung zu machen, saß Bassow neben der Baronin. Solange der Wagen auf dem stoßenden Pflaster lärmte, schien es ihr nicht aufzufallen, daß er schwieg. Ms aber die glatte, leise Landstraße wieder unter den Rädern lag, schaute sie vorsichtig', mit halbgeschlossenen Augen zu ihm hin. „Sind Sie müde?" fragte sie. „drein, ich bin nicht müde," gab er kurz und hart zur Antwort, um gleich aufs neue in Schweigen zu versinken. Sie versuchte jetzt nicht mehr, seine verschlossenen Lippen zu öffnen. In tiefer, trauriger Stille saß er neben ihr, sah sie auch nicht an, sondern blickte starr, von ihr abgervandt, aus die Chausseebäume am Wege, die beim raschen Lauf des dem Stalle zueilenden Pferdes eilig an ihnen vorüberzogen. Eine glühende, von kurzen Windstößen gepeitschte Schwüle war in der Luft um sie her, eins glühende Schwüle war in seinem Herzen. Als der Wagen vor dem Schloßportale von' Garchim hielt, sprang Bassow zuerst hinab und hob die Hand, um der Bavonin behilflich zu sein. Aber es tvar etwas Gehemmtes, Widerwilliges in dieser Handbewegung, als. wenn eine unsichtbare Macht seinen Arm niederdrückte. Die Bavonin mußte dies liaum bemerkbare Zaudern auch wahr- gervommen haben, denn sie verschmähte die dargebotene Hilfe und stieg allein behend und sicher vom Magen. Wortlos gingen sie nebeneinander die Stufen zum Portal empor. Wortlos betraten sie den weiten, leeren Flur. Draußen war es noch ziemlich hell, hier aber schlich sich die Dämmerung bereits aus den Winkeln hervor.: schwarz, drohend hing die große, schmiedeeiserne Laterns in der Mitte des Raumes. Die Baronin blieb stehe::, als wenn sie mindestens ein Abschiedswort von Bassow erwartete. Doch er schwieg auch jetzt, schlug nur die Hacken zusammen und lüftete seine:: Hut. Da nahm sie das Wort, rasch, ein wenig atemlos. „Lassen Sie uns nicht so auseinandergehen, Baron. Der Tag fing so hübsch und heiter an, und ich hofft« schon, — Sie sind verstimmt aus irgend einem Grunde, von dem ich nichts ah:re. Darum brauchen wir aber doch nicht so fremd oder gar feindselig nebeneinander zu leben wie bisher. Ich gehe noch ein wenig in den Park. Es ist hier im Hause weit schwüler als draußen, — ganz unerträglich für mein Gefühl. Wollen Sie nicht auch hinauskommen?" Er kämpfte mit sich; es zog ihn an und stieß ihn zurück zu gleicher Zeit, doch es war ihm nicht möglich, nein zu sagen. „Ja, ich will." „Das freut mich. Dann also in zehn Minuten, n:cht wahr? Wir kö:rnen uns bei der Bank, unter meinen Fenstern, treffen. Da sind wir gleich wieder in Sicherheit, wenn ein Untvetter kommt. Also aus Wiedersehen." Sie ging rasch voran, die Treppe hinauf; er folgte langsam, den Kopf in Gedanken gesenkt. Auf seinem Zimmer blieb er nur einen Augenblick. Er hätte in seinen Eifersuchtsqualen dem Zusammensein mit der schönen Frau gern auch jetzt noch widerstrebt, aber sein Her^ trieb ihn gewaltsam zu ihr hin. Vor der bestimmten Zeit war er mt Park an der verabredeten Stelle. Eine sonderbare, von graugelbem Lichte geheimnisvoll noch durchleuchtete Dämmerung lag über dem Garten, färbte die dunklen Laubwände mit einem kranken Schimmer und schien eine Stimme zu gewinnen in den kurzen, von Pausen unterbrochenem! Windstößen, die jedesmal eine Glutwelle wie aus feurigem Ofen mit sich brachte. Mit hastigen, unruhigen Schritten ging Bassow vor der Steinbank an der finsteren Hecke auf u:ck> nieder, bis die Stimme erklang, auf die sein durstiges Ohr gewartet hatte. „Da sind Sie ja, — das ist schön von Ihne::." „Ich hatte versprochen, zu kommen, und ich pflege zu halten, was ich verspreche." 66 Die gab scheinbar nicht acht auf den finsteren, drohenden Ton, rn dem er sprach, sondern sagte schnell: „Wenn ich Die bat, noch hierher zu kommen, so war es nicht nur der Wunsch, noch ein wenig mit Ihnen zu plaudern, was mich dazu veranlasse, obwohl ich in dieser letzten Zeit sehr viel allein gewesen bin und häufig Sehnsucht gehabt habe nach einer Menschenstimme. Aber ich wollte vor allem eine best,miiite Sache ganz in Ruhe mit Ihnen besprechen, was unterwegs doch nicht möglich war. Es handelt sich darum, dasz ich hier geblieben bin trotz des Briefes, den Sie mir neulich geschrieben habeii." Ene schwieg einen Monieilt, als wenil sie erwartet hätte, daß er etwas erwidern sollte, doch er blieb ganz in sich versunken, hatte die Hände geballt und starrte vor sich hin. „Dct Ton dieses Brieses war derart, daß ich von Rechts wegen sofort hatte reisen müssen. Wenn ich trotzdem — zu Ihrem Erstaunen vermutlich — geblieben bin, so dürfen Sie glauben, daß ein Zwingender Grund mich zurückhielt. Ich haoe Sie hierher gebeten, um Ihnen das in aller Freund- lichkeit zu sagen, und ich bitte Sie, daraii festzuhalten, daß ™ 1 1 ? m dor Tat ein zwingender Grund war." . Auch letzt noch schwieg Bassow, doch seine Brust hob und senkte sich rasch, und plötzlich rief er in ausbrechender Leidenschaft: „Ich kenne diesen Grund!" „Sie kenneii ihn?" „Ich habe Augen, um zu sehen, Baroiiin. Und wenn gewesen Ware bis heute, so hätte ich doch an diesem K W Werden müssen. Ich kenne die Fessel, die Sie hier festhalt Sie bleiben nicht Garchim zuliebe. Sie hleiben, weil da drüben hinter dem toten See das Herren haus von Lünzin liegt." v „Was meinen Sie damit?" ^bsagt, daß ein zwingender Grund Sie hier °ber weiß, - an mir selbst habe ich es in un- sagbar schweren Stunden erfahren, — daß es feinen Zwinaen- beren ©ru.b ftir die Benschen gibt als die Liebe^J^bie S.'fJ’ 1 L%\ J OV l' abex läßt Sie nicht gehen, Sie möchten sich losreißen, aber Sie fühlen sich immer festgehakten,ich weiß, da.ß Sie bleiben, weil Sie diesen Herrn von Brertenbach lieben und sich trotz feinest M^b^ng nicht entschließen können, fortzugehen ans seiner sO nicht überlegt, welche Folgen seine Worte h^.u Lunten. Aber wenn er auch nachgedacht hätte b^r dw mögliche Wirkung seines Tuns, niemals würde sie so vor ihm erschienen sein, wie sie sich nun in Wirklichkeit ilnr, zngte. Die Baronin lachte! Nach einemganzkleinen Schwe7- gen der Ueberrajchung begann sie zu lachen, laut, herzlich klaren, reinen, melodischen Stimme, der sein Obr sb^uso schwer widerstehen konnte wie sein Herz. Dabei sah sie so freundlich auf ihn, wie noch nie zuvor und sagte' O Sie &c’wTebevbeMbiät^ b “ f ** aussprechen,'sonst'sfub „Sprechen Sie es aus'" 3ÄÄ g'“ SÄft so böie^Gesich babei doch, - machen Sie kein das Wa8 '«achen Sic mit mir, was bebeutet Männerklugheit auf einem ganz ganz kal L' Wege umhergeirrt ist. Und etwas will ÄÄu , kommen. Sie wissen, bah wir uns wa lten lcherb^n fassen, irrem Mann unb ich. Das aber wischn Me feÄE, k iÄt:Ä • rc ut des Herrn von Vreitenbach?" s&fr sw» ä 'Sä« s „34 weiß nicht — ich verstehe Sie nicht —" „Ueberlegen Sie ftch's in der Stille und Einsamkeit" * ÄÄSlJfaurs •— C ' $$ re letzten Worte hatte sie mit einer ganz besonderen, feierlich-geheimnisvollen Betonung ausgesprochen, jetzt aber kam die vorige Heiterkeit auf ihr Gesicht und in ihre Stimme zitruck. „Sie meinen, daß ich darum doch diesen Herrn von Brertenbach lieben könnte? Ja, Sie haben recht, es wäre so lächerlich — verzeihen Sie, wenn ich immer wieder darüber lachen muß." Wirklich lachte sie wieder, aber mit verärrdertem Tom war etwas wie Bitterkeit oder Zorn darin. Und plötzlich verstummte sie jäh mit einem abgerissenen Laut des ^knn es war gewesen, als wenn ihr Lachen ein häßliches, grauenvolles Echo geweckt hätte. Mitten hinein war ein Ton geklungen, schrill, angstvoll, r Ä ul . er . Hilferuf in Todesnot. Eine helle, doch halb erjtmte, schernbar kindliche Stimme hatte ihn ausgestoßen, und es war gewesen, als wenn dieser gräßliche Schrei un- inrttelbar neben ihnen wäre ausgestoßen worden. Als wenn er auv den Wänden des Hauses, aus einer der schwarzen Hecken, aus dem Boden, auf dem sie standen, hervorgedrnn- gen wäre. „Was war das?" Die Baronin sprach zuerst wieder, ganz leise, mit bebender Stimnie. „Ich weiß es nicht — o, hören Sie doch!" Zum zweiten Male war der Schrei erklungen, erstickter, gedampfter als das erstemal, aber scheinbar wieder aus unmittelbarer Nahe. Nun folgte tiefe Stille, nur uiiterbrochen von den einzelnen Stößen des glühenden Windes. Die beiden standen regungslos und horchten, aber kein Laut wurde wieder wach. ✓ r , IP'J 1 * damals," flüsterte die Baronin aus dem lastenden Schweigen heraus, „genau so war es damals —" unter'Jh7en Fenstern?" ~ ^ f °' ^ e§ 6iet „Ganz ebenso." suchend" mU ® in ber mi}€ 9elüefen ^in. Wollen wir liicht . „Ja, kommen Sie. Aber ich fürchte —Sie sprach F lt Handbewegung nur forderte sie Wfc w ä - m auf. Die Dämmerung war schon tief, bsZ das eigentuinliche Licht rn den gelbeii Wolkeii war noch Aschen und ließ sur aufmerksame und scharfe Augen a^ erkennen. Sie gingen rasch und stumm durch die be- nachbarten Gange des Parkes, rechts hin, links hin, eine ansehnliche Strecke weit, spähten in die Gebüsche hinein bcn J l ^ U Stämmen alter Bäume, doch war allev ebeiiso vergeblich wie an jenem Abend, als die Baronin Wf auch zu solchem nutzloien Suchen alarmiert hatte. Kerne Spur eines rnenschlichen Wesens war zu erblicken. (Fortsetzung folgt.) ‘ Kriegsberichterstatter Antoine. Eine Geschichte aus der vierten Dimension. Von Alfred B r a t t. Ganz Paris war seit Wochen in Aufregung. Man sprach davon m den Redaktionen der Tageblätter, man unterhielt sich darüber m den ^-alons der guten Gesellschaft, und selbst in beit begrenzten Krencn der Politiker kam inan im Gespräch des öfteren daran zuruck. Bekannte Schriftsteller schriebe,i Arlikel und kleim .^er das Problem, der Boulevard-Dramatiker Leb rav hatte bereits einen Einakter darüber in Arbeit, und die Reporter vwlen Klatschblatter waren mit aller Spitzfind igkcit und Elastizität auf den Beuren, um das Rätsel in seinen geleimen Zusammenhängen aufzustöbern. Endlich hatte man eine Sensen fett » m d« 'L«wen LA r? er < all die er Aufmerksanckeit und Bewunderung - ^ÄVunkt des öffentlichen JnteresteE der Mann de7 Tages war Antome, oder — wie man ihn allgemein nannte — der „Kriegsberichterstatter Antoine" ' öei ä= att sfSs ÄS“' £2 bie k'.ea-st«» KriegsnachrrchtL v e7 S undm unb tat drcr erngeHamterten Ausrufezeichen vcrstheu. fl ” 67 Man kann sich Vörstetten, daß dies« ebenso unerwarteten Me erstaunlichen Ankündigungen eine Wirkung hatten, die nicht ohne Berechtigung mit dem Platzen einer Bombe verglichen zu werden vermag. Wohl waren prophetische Männer und Frauen, ümunftsdeuter und Geisterbeschwörer in dein abergläubischen Paris nichts Neues, ganz besonders im Kriege, da dieses im doppelten Sinne dunkle Gewerbe in hoher Blüte stand. Man ließ sich das Wohlergehen der Verwandten und Fremide im Felde aus dem Satz in einer KaffeAasse deuten, man zitierte in spiritistischen Sitzungen dm Geist Napoleons, Um ihn über seine Meinung be- »effs des Weltkrieges zu befragen. Aber ein richtiggehender Kriegsberrchterstattergeist •— das hatten die kühnsten Gemüter, die gläubigsten alten Weiber und kindlichsten jungen Männer [idj mpt träumen lassen. Und nun war er wirklich in Erscheinung getreten, der kriegsberichterstattende Geist „Autoine", und seine ^brkündigunaen «mußten selbst den hartnäckigsten Zweifler zur Wt,sensck)ast der Geister, zum Kult der vierten Dimension bekehren. Denn — ganz wie eS auf den Anpreisungen zu lesen war — „vlntotne . erschien tatsächlich jeden Nachmittag pünktlich um vier Uhr rm Sitzungszimmer der geisterkundigen Herren Gaspard und Ferrol m der Rue de Rivoli, uiid jedermann, der zur Entrichtung von zwanzig Franks Eintrittsgeld bereit war (und das waren nicht wenige), konnte sich von der untrügerischen Wahrheit des Phänomens überzeugen. Denn die Kriegsnachrichten, die der in Mbelschleiern emportauchende Kopf des Herrn Antoine verkündete, entsprachen tatsächlich dem Kriegsbericht, der ganze vier Stunden später vom offiziellen Kriegspresseamt veröfeentlicht wurde. Die Leute, die des Glückes teilhaftig geworden waren, der unglaublichen Offenbarung beiznwohnen (wegen des außerordent- :An Andranges mußte man sich tagelang vormerken lassen), schilderten den Vorgang wie folgt: Die Teilnehmer an der Sitzung nahmen in einem recht eckigen Gemache Platz, dessen Wände mit schwarzem Samt aus Seschlagen waren. Sie setzten sich auf eine Reihe im Halbkreis auf- gestellter StWe und reichten einander die Hände, die sie während der ganzen Vorführuiig festhielten, damit der magnettsche Strom durchlaufen und so die für das Erschein eit und Verbleiben des Geistes unbedingt erforderliche Erhebung und Läuterung der Gemüter betrurkt werden konnte. Hierauf wurde der Raum verdunkelt, w daß nicht der leiseste Lichtschimmer zu sehen war, und eine Sphärenmusik (bte einige Ironiker allerdings als die Klänge eines' Harnroniums bezeichnet^) hob die Genttiter der Anwesenden in lene Abgeklärcheit, die einzig und allein die Materialisierung eines Geistes möglich nracht. Plötzlich, — Mitten in einem gedehnten Akkord — brach die Musik ab, und eine bange Sttlle ließ den schweren Atem nnes unsichtbaren Lebewesens vernehmlich werden Dann folgten einige rhhthmffche Klopftöne, und dann herrschte wieder Sttlle. Hierauf ging es wie ein kalter Hauch und ein Säuseln durch die Luft, die Wände des Raumes schienen zu zittern und zu ächzen, und dann wurde ein feiner, grünlichgelber Lichtstrahl sichtbar, der sich allmählich ausbreitete und wie eine dünne Wolke in der schwarzen Luft schwebte. Lang wallende weiße Schleier zerteilten diese Wolke, und Maischen ihüen tauchte ein fahler, schwarzbartiger Kopf entpor, der in langsamen, sehr deutlich zu verstehenden Sätzen den Kriegsbericht verkündete und nach dem letzten Wort auf ebenso Unerklärliche Weise verschwand, wie er gekommen war. Das grüne Licht ,erlosch, das Zim'mer wurde wieder Wl und die noch gebannten Zuschauer und Zuhörer blickten sich mit anfge risse neu Augen in die blassen Gesichter - V? L'bnn dann in den Abendblättern um acht Uhr der offtzielle Bericht er-schien, las man darin alle Neuigkeiten, die der Geist Ailtoine bereits bekannt gegeben hatte. w ^ war ein Wunder unerklärlichster, aufregendster Art. Und seine unleugbare, Währhafttakeit, Pünktlichkeit und Genauigkeit waren ft klar erwiesen, daß die Sensation hierdurch alles überbot ^brete beretts Dagewesene um ein gewaltiges Maß * ar ftü - rr ^ Staunen und Verblüffung. Am verblüfftesten aber ,var ein Mann — nämlich der Pariser Polizeipräfekt Mubarunaeii des Öernt Antoine, dem der geistige Be- sitz des offiziellen KriegspreffeaMtes eine selbstverständliche Kost In &,rhl rf) s en ' sonder Regierung alles eher als angenehm. Und f° ^^de denn der Herr Polizeipräfekt von sehr hoher Stelle mit der Untersuchung dieser mehr als verdächtigen Angelegenheit be- auftiagt. Es gab nur zwei Möglichkeiten: mtiveder man hatte es imt einem ebenso genebenen wie unerwünschten Schwindel zu tun °d« - es gab wirklich einen Geist/der sich seM der fran° zosischen ^Regrerung^ überlegen zeigte. Doch wenn die erstere MjW nicht weniger als einen Materialisier bm Geist handle. Der Polizeipräfekt fluchte, da es ihm unnröglich war, diese kecke Behauptung zu widerlegen. Das Einzige, was sperren hÄlr ' er „Hellseherinftitnt" behördlich Diese MaßnaKite aber erregte bei allen Beteiligten die größte Unzufriedenheit. Das neugierige Publikum war wütend, die Rc- "Nerung war unbeftiedigt, und Herr Piffet, einer der jüngsten polczeibeamten, erlaubte sich seinem hohen Vorgesetzten gegen-? über die Benrerkung, haß dies das sicherste Mittel sei, um den Zusammenhang memals aufzudecken. Er erklärte zugleich, daß er, wenn der Gelsterbetrieb in der Rue de Mvoli Meder ge-- stattet rvurde, sich verpflichtete, innerhalb drei Tagen das Rätsel zu tosen. . So wurden die Sitzungen wieder gestattet, und an: Tage der Mitten Vorführung betrat Herr Piffet, Maskiert als harniloser Kleinbürger und ausgerüstet mit allerlei in seinen Rocktasckven verborgenen Hilfsmitteln, den vielbesprochenen Sitzungsraum. Wieder wurde es dunkel, wieder erklang die Musik urck verstummte, und wieder erschien der Köpf Antoines in grünlichmagischem Lichte. Da plötzlich, mitten in der Verkündung, strahlte Raum hellauf, einen Aiigenblick nur, das Magnesiumlicht des pftfftaen Piffet zischte wie eine Feuerschlange, alles sprang i u '' im ^ bine unbekannte Hand schaltete die gewöhnliche Beleuchtung ein. Piffet erwischte noch im letzten Augenblick den Mit einer phosphorbestrichenen Gesichtsmaske, zwei lange Gaze- Meiern und einem kleinen Handscheinwerser ausgestatteten Herrn Gajpard, als dieser gerade durch einen Schlitz in der schwarz- wchteiieii Wandbekleidung entfliehen wollte. Zugleich packten zwei B xt ® erschienene Helfer Herrn Ferrol, der aiis ebendemselben Wandschlitz hervorgestürzt kam und nnt der Nase an Gaspard (alias Antoine) stieß. Ferrol hielt in der Mernden Hand einen Zettel, auf deni der Kriegsbericht säuberlich ausgeschrieben war . . . Die mm folgenden aufflärenden Erinittelungen und Gestand- nffje der beiden Missetäter ergaben in Kürze diesen Sachverhalt; Tie Taugenichtse Gaspard und Ferrol besaßen keinerlei Bekannt- schaft nnt der Geisterwelt, dagegen eine zweijährige Kenntnis des Pari,er Strafgefängnisses, das sie erst vvr Jahresfrist verlassen hatten. Außerdem waren sie mit einem Diener am Kriegs- nnuisterium, einem alkoholliebenden Männe namens Miguel, be- rreundet. Der offizielle abendliche Kriegsbericht langte stets um drei Uhr nachmittags aus dein Hauptquartier im Kriegsministerium em. Dort wurde er von einem Geheimschreiber auf einen besonderen Aktenbogen gesetzt, und dieses Dokument wirrde um ein Viertel nach drei Uhr durch deu Diener Miquel dem staatlichen Pres,eches ubergeben. Der pflichtvergessene Miquel nuu verfertigte gegen einen Judaslohn von täglich 50 Franks eine Abschrift, die et dem „Hellseherinstitut" durch Eilboten übersandte. So konnten Gaspard und Ferrol mit den leicht zu erratenden Mitteln ihres Gewerbes den Geist Antoine um vier Uhr seine Verkündigung aussprechen lassen, während der Original bericht im Kriegs presse amt Umredlgiert, Umstilisiert und gegen Uhr an die Zeittmgen gemeldet wurde, die ihn in den Achtnhrausgaben veröffentlichten. Als der Untersuchungsrichter in Gegenwart des Polizeipräfekten und des Chefs des Kriegspcesseamtes Mit seinen Ermittelungen ftrtrg geworden war, warteten die Herren schweigend, bis die drei Verbrecher ans dem Amtszimmer geführt worden waren. Dann sagte der Untersuchungsrichter: „Schade um die Burschen . . ." Der offizielle Pressechef fügte hinzu: „Sie sind klüger als die meisten unserer Polizeiorgane . . ." Worauf der Polizeipräfekt mit ernem ^eitenbück auf den Pressechef schloß: .. . „und fast noch amt^^ l^lgsrnchev als unser bewnndernsivertes Kriegspresse- Aus dem reden Friedrich Mckerts. Zu seinem 50. Todestage, 31. Januar. nicht Lutraf so ging man wohl Ä!«?'ö’ÄÄ ,W -"bntcndon Der dräsekt nahui sich mit großer Energie der Sackre mt Wscwichk und derart hiuum, dab sie alle /ealeu r unö Geister zur Hölle verfluchten Dock Lerren^Äs^, ?Äs^n stthrte zu nichts. Man gina zu den l lri l ^rrol. Man nahm sie ins Gebet, veranstaltete KjÄ e,T ^.^ch'wtpeinliches Kreuzverhör - alles unttonst un ^ behaupteten steif und fest daß sie tatsächlich magnettsche Kräfte besäßen, und daß es sich 'in Wahr- ( J^ ei ’ Verehrung ulid der vielen Freiindschaft, die Fried- rich Rückert genvsten hat, ist er im Grilnde doch'zeit seines Lebens em Einsamer gewesen und geblieben. Er ist seinen Weg fiir sich £5, n gegangen und hat nie Aiischluß an liter«rische Sippen ver- [ 7 ! c>der gefunden^ die größte Zahl seiner Lebensjahre hat er aus dem Lande, rm Schoße der von ihm über alles geliebten Natur oder aber doch m mittleren, vom Weltleben mehr oder weniges N^wrnten Stadteu zugebracht, und schließlich hat ihn auch feine Doppelwirk,amkeit als Geehrter und Dichter in eine gewisse gedrängt. Es prägte sich das Besonder-e seines aanzen Wesens schon m seiner äußeren Erscheimmg ans: in der hoben fast reckenhaften Gestalt nnt den langwallenden Lockeil und dem ftnsteren Blicke aus den tiefliegenden braunen .Augen In de'- l2Ä U v Ü ? n Rom.ergriff er einmal eine römische A.nme beim Anblicke dieser nordiich-wundersamen Erscheinung erschreckt die Flucht, rndom ,ie angstvoll schrre: „Wehe mir, Simon der ckan ^ ttchE^^^n^^äauberer!" So abergläubisch waren nun 'frei- lv\v? * e ,,Hellen Beiliiier nicht, aber wenn sie zu der um “ ^ r rE rj> e ii°^ ^..orientalisck^n Sprachen u,id Literaturen ^"cver,itat lmrkte, dem Dichter bei seinem tag Spaziergange über die Linden zum Tiergarten nachblickten Sraiffifnife n ‘ ,f iI,rC " Sl ' ae " * in N " 5 d-r Rückert war ein Frühreifer. Seine seltene Sprachbegabung bekundete sich schon int Gymnasium, imb bereits in frühen Jürrglingsjahren konnte ^r seine erste Niederernte halten. Zeit seines Lebens hat er die gleiche erstaunliche Leichtigkeit der Hervor- bringnng sich gelvabrt, die er schon damals bewährte. Sehen und Erleben, Hören und Empfinden: alles setzte sich ihm alsbald in Vers um, und seine Gedichte, selbst die längsten, schrieb er ans Blättern und Blättchen, wie sie ihm eben zur Hand waren, mit zierlicher Handschrift vollkommen druckfertig nieder, wobei er kaum jemals eine Verbesserung vorzunehmen nötig hatte. Wie seine Dichtung, so hat sich auch sein Charakter frühzeitig in voller Eigenart entwickelt. Rückert ist in denk, was er für recht und walw erkannte, immer unverrückbar fest gewesen und hat dabei auch vor Schärfen und Schroffheiten nicht zurückgescheut. In der, Unr- versitätschronik von Jena ist noch die Szene unvergeslen, die sich zu großer Sensation der ganzen Universität abspielte, als der junge fränkische Gelehrte sich dort habilitierte. Bei der Disputation, die aus Lateinisch abgehalten wurde, machte ihm der Professor den Borwurf: „Deine Behauptung ist verkehrt," worauf Rückert ebenso sprachgewandt wie schlagfertig erwiderte: „Meine Behauptung ist durch dich verkehrt worden, aber dein Satz ist in sich verkehrt." Lange huldigte Rückert einem Wanderleben, das ihrr ziemlich weit, bis nach Wien, Rom und Stuttgart herumbrachte, meist jedoch im Bannkreise seiner geliebten fränkischen Heimat sich bewegte. Allein, nachdem der Dichter sich ein eigenes Heim begründet hatte, reichte „nicht mehr der Blumenflor zum Futter meiner Jungen" und er entschloß sich zum Uebergange ins Berufsleben. So übernahm er die orientalistische Professur in Erlangen, um 1841 dem bekannten Rufe nach Berlin zu folgen, den bald nach seinem Regierungsantritte König Friedrich Wilhelm IV. an ihn ergehen ließ. Es unterliegt keinem Zweifel, daß der Dichter der „Geharnischten Sonette" und des „Liebesftühlings" auf dem Katheder nicht an seinem Platze war. Vor einer größeren Menge sich hören zu lassen, war seine Sache nicht, und in Erlangen! wußte er, rvenn sich zwei oder drei Studenten zu seiner Vorlesung gemeldet hatten, die Sache zuweilen so zu wenden, daß die Vorlesung schließlich nicht zustande kam. Ms er in Berlin seine Antrittsvorlesung hielt, war der Zulauf getvaltig. Cs war das erstemal, daß Friedrich Rückert vor einer dichtgedrängten Hörerschaft lehrte — und es sollte auch das letztemal bleiben. >Der Mann der init leiser, schon hinter den ersten Bänken kaum verständlicher Sttmme, gleichsam nur in sich hineinsprach, konnte unmöglich die Begeisterung wachhalten, die man Rückert als großem Dichter entgegenbrachte. Dabei war seine Gelehrsamkeit auf dem Gebiete der Orientalistik, ebenso wie sein Fleiß geradezu außerordentlich. Dickleibige Wörterbücher orientalischer Sprachen und zahlreiche Handschriften hat er auf das zierlichste abgeschrieben: und was stine Gabe zur Aneignung fremder Sprachen angeht, so hat Paul de Lagarde davon ein klassisches Beispiel erzählt. Ein nach Indien bestimmter Missionar sollte in Erlangen Sprachen, speziell Tmnulisch, lernen, und Rückert wurde angefragt, ob er diese Sprache lehren könne. Das war im Juni: er antwortete^ jetzt könne er Tumulisch noch nicht, aber der Mann solle nur kommen, im Okttbcr werde er sie ihm schon lehren... Nebrigens gibt Lagarde auch fesselnde Mitteilungen über Rückerts merkwürdige Art zu lehren, die er ,^ein Vorleben des Persischen und Arabischen" nennt. Er gab keine Regeln, er erklärte nicht, er sprach und verstand die Sprache gleichsam vor Ohren und Augen des Schülers, den er auf diese Weise mit sich zog. In Berlin hat sich Rückert bekanntlich sehr unbehaglich gefühlt: die verschiedensten Umstände vereinigten sich, um, tvie bei ihm, so auch bei den Berlinern die großen Erwartungen zu enttäuschen, die man an diese Berufung geknüpft hatte. „Aus der staubigen Residenz In den laubigen frischen Lenz . . . Aus der unendlichen Stadt Berlin Zu einem ländlichen Neuses hin" zu flüchten, war bald des Dichter-Gelehrten einziger Wunsch, der sich ihm denn im Jahre 1849 endgültig erfüllte. Von da ab bis zu'seinem Tode hat er in jenem Dichterhause im lieblichen Neuses bei Koburg gelebt, das so oft das Ziel begeisterter Verehrer gewesen ist und noch heut pietätvoll erhalten ist, so wie es Rückert gestaltet und bewohnt hat. Unürmüdlich dichtend imb forschend fand er hier, in ländlicher Stille, in den Freuden der Natur und des Familienlebens, Glück und Beftiedigung, wenngleich ihn manchmal wehmutsvoll das Gefühl einer gewissen Vereinsamung beschleichen wollte . . . Sanft ist er hier, von seinen Lieben treulich behütet, am 31. Januar 1866 entschlafen, nacktem zu seinem unendlichen Schmerze seine tteue, von ihm inniggeliebte Lebensgefährtin Luise ihm schon beinahe ein Jahrzehnt zuvor im Tode vorausgegangen war. vermischtes. * Der Kehricht i m V o l k s g l a u b e n. Der Kehricht ist in der Wirtschaft wohl so ziemlich das Wertloseste, was es gibt. Und doch spielt er im Volksglauben eine bedeutsame Rolle: er bedeutet Glück. In der in Lissa i. P. erscheinenden Zeitschrift .Aus dem Ostlande* bringt Pros. Otto Knoop eine Reihe volkskundlicher Beiträge über den Kehricht. So glauben in Kaziopole bei Rogasen und gewiß noch an vielen anderen Orten die Leute, daß derjenige, der aus dem Müllhausen etwas Wertvolles findet, tu seinem Leben viel Glück haben wird. In der Gegend von Meschen heißt es: Den Kehricht, der am Nachmittag aus der Stube gekehrt wird, soll man nicht ans den Düngerhausen werfen; denn damit würde man zugleich Glück und Segen aus dem Hause hinauswerfen. In Rogasen darf man das nicht nach Sonnenuntergang tum Andere wieder behaupten: Man solle das Gemülle nicht mit dem Besen über die Schwelle kehren, sondern Herüberwersen; sonst kehre man das Glück aus dem Hause heraus. In Brudzyn bei Janowitz ist man sogar der Meinung, das Haus brenne ab, wenn mau nach Sonnenuntergang den Kehricht aus dem Hause wirst. Und in Kujawien glaubt man, dann müsse jemand aus der Familie sterben. Auch für die Viehhaltung und Landwirtschaft ist der Kehricht von Bedeutung. Da nach allgemeinem Volksglauben am Tage vor Weihnachten nichts verborgt werden darf, da man sonst sein, ganzes Glück weggebe, bebalten die Frauen im Kreise Obornik den ganzen Tag den Kehricht im Hause; sonst könnte ihn jemand vom Hose nehmen, und dann würden die Hühner keine Eier mehr legen. In Polewo nehmen die Frauen einander den Müll weg, weil sie meinen, daß ihre Hühner dann mehr Eier legen. In Kaziopole trägt die junge Frau den Kehrieht am Tage nach der Hochzeit in den Schweinestall; unterläßt sie das, hat sie in der Schweinezucht kein Gluck. In Jmielno bei Pudewitz, wo viele Erbsen gebaut werden, sagt man, den Acker, auf dein man Erbsen säen wolle, dürfe man nur mit dem ausgesegten Kehricht düngen. Dagegen heißt cs im Kreise Obornik, daß man den Kehricht nie auf ein Feld hinausfahren soll, wo man Roggen säen will, da dann das Getreide, wenn es in Mandeln stehe»! soll, stets umgeworfen wird; die Erntezeit wird daun nämlich schlecht sein und es wird viel regnen. Was vom Kehricht gilt, hat im Volksglauben auch Gültigkeit für das ausgeiegte Spinnengewebe. Und worauf beruht nun dieser seltene Kehrtchtaberglaube? Nach Knoops Ansicht allein auf der wunderbaren Kraft des Besens, mit dem das Gemülle ausgekehrt wird. Tenn unter dem Besen ist stets der alte Birkenbesen zu verstehen; der neumodische Haarbesen besitzt diese glückbringende Kraft nicht. Die Birke aber ist ein heiliger Baum. * Der Trompete nbazillus. Auch unsere Blasinstrumente scheinen an Infektionskrankheiten zu leiden. Denn schon mehrere Bakteriologen, neuerdings Dr. K. E. F. Schmitz in Greifswald haben, wie in der Zeilschrist für Hygiene und Infektionskrankheiten mitgeteilt wird, in den Instrumenten neue, bisher unbekannte Baklerienarteu gesunden, welche die Eigenschaft besaßen, säurefest zu sein, d. h. in gefärbtem Zustande sich durch Zusatz von Säuren nicht zu entfernen. Diese Eigenschaft teilen sie mit den bekannten Tuberkelbazillen, sind mit ihnen aber dennoch nicht identisch. Wie sie in die Instrumente hineingelangen, läßt sich zurzeit noch nicht sagen. Vielleicht geschieht es beim Spülen und Einsetten. Reinkulturen der Trompetenbaztllen sind bereits gelungen; Jmpwersuche an Tieren sollen über die Art ihrer Wirk- samkeit im lebenden Körper Auskunft geben. Vüchertisch. — Orsanna. Erzählung von Sophie Junghans. 112 Seiten Umfang. Preis 20 Psg. Kürschners Bücherschatz. Hermann Hillger Verlag. Berlin IV. 9, Potsdamer Straße 124/125. — Im Verlage von Haus K e ß l e r, Trier, erschien soeben ein Soldaten- und Vaterlau dsliederbüchlein (Taschenformat) mit Noten, welches sowohl für Gesang, wie auch für Violine oder Mandoline benutzt werden kann. Einzelpreis 40 Psg. Das Liederbüchlein enthält 91 ausgewählte Lieder, welche von unseren Feldgrauen gesungen werden und deren Melodien man überall im Lande begegnet. Die Herausgabe mit Noten ist im Gegensätze zu den sehr zahlreich verttetenen reinen Textsammlungen sehr zu begrüßen und zu empfehlen. Besonders auch unsere Jugendwehren unb Schulen seien aus das Liederbüchlein aufmerksam gemacht. _ 5port-5ilberira1sel. cal, di, eh, gat, glied, 1er, lo, me, mit, nach, nen, plo, re, ren, ren, richte, ta, ter, nn, zllg. AuS vorstehenden Silben und Buchstaben sollen sechs Wörter gebildet und derart untereinander gesetzt werden, daß die Anfangsbuchstaben von oben nach unten und die Endbuchstaben von unten nach oben gelesen zwei gesundheitsfördernde Leivesübungcn bezeichnen. Es bedeuten aber die einzelnen Wörter folgendes: 1. Bezeichnung für Kampfspiele aller Sports. 2. Einen Ort, den die Anfänger fleißig besuchen sollen. 3. Den Stolz der Sieger. 4. Rang hervorragender Sportleute in den meisten Vereinen, b. Ein Kampsspiel zu Ehren Poseidons. 9. Leutchen, die bei allem sportlichen Festveranstaltungen zu finden sind. (Auflösung in nächster Nummer.) Auflösung des Arithmogriphs in voriger NumnMr Tuba, raub, Tua. Gchristleitung: Aug. Goetz. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steiudruckerei, R. Lanae. Gießen.