Donnerstag, den 27. Januar mmä Am toten Brr. Vornan von R o b e r t K o h l r a u s ch. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) - war herumgefahreu und stand rasch aus. ^>ar es Einbildung, wenn Bassow meinte, das; er m diesem Augenblick totenbleich vor ihm stand? War o". vas matt, Mtt grünen Reflexen vom Park hereindringcnde ^icht, das ihn täuschte? Aber nein! Er sah, wie langsam die Farbe ttt das volle, glatte Gesicht Breitenbachs zurück- fcljite, J 13 f, c - elIt öcT)ein den Ausdruck unverhvh.enen Schreckens dort abloste. Auch die Stimme klang ruhig und sicher, die nun sagte: „Sie haben mich fast erschreckt, Baron. Ich hatte sowieso ein leijes Einbrechergcfühl, als ich hier eindrang. Aber £>te werden mir zugeben, daß es ein erklärliches Verlangen von nur war, den Ort, wo mein armer Freund hat sterben müssen, einmal allein und in Ruhe zu betrachten." „Gewiß, das inuß ich zugeben. Aber haben Sie etwas verloren? Sie schienen am Boden umherzusuchen." „ -Nein, verloren habe ich nichts. Aber suchen tat ich allerdings. Ich bin empört über unsere Polizei, — sie scheint wieder einmal völlig im Dunkeln zu tappen, diesem Verbrechen gegenüber. Und weil sie so gar nichts ausrichtet bisher, trieb es inich mit Gewalt, niich einmal mit eigenen Augen zu überzeugen, ob nicht vielleicht hier an Ort und stelle doch noch eine Spur zu finden lväre. Die Damen — ich habe meine Braut meiner alten Freundin, der Baronin, vorgestellt — hatten allerlei Sachen zu verhandeln, wobei ich überflüssig war, da habe ich die Gelegenheit wahrgcnom- men und mich hier auf die Suche begeben. Ich bitte Sie als Hausherrn sehr um Entschuldigung für mein eigenmächtiges Verfahren." Bassow hörte, fühlte von all' den Worten hauptsächlich nur zwei. Das; Breitenbach von der Baronin als von seiner- alten Freundin sprach, tat ihm weh wie ein Stich. Er rneinte darin einen frivolen Beiklang zu hören, als wenn Breitenbach um ihr leidenschaftliches Gefühl für ihn wüßte. Dies Empfinden machte den Ton eiseskalt, in dem er antwortete- „Da ist Entschuldigung überflüssig." ®j n Schweigen folgte. Es lastete auf Bassow, und erfühlte das Bedürfnis, es zu unterbrechen. Darum tat er die Frage: „Haben Sie etwas gefunden?" „Nein, leider nicht." „Hatten Sie — wenn ich fragen darf — einen bestimmten Verdacht, weshald Sie gerade auf dem Fußboden suchten?" Ein Blick, in dem Bassow Mißtrauen zu finden glaubte, traf ihn aus Breitenbachs Augen. Dann aber ging wieder ern Lächeln über das volle Gesicht. „Ich wollte, ich könnte sagen, daß ich einen bestimmten Verdacht hätte. Aber davon Et keine Rede. Mir war nur der Gedanke gekommen, — in den Kriminalromanen, die nian liest, pflegen ja doch die Mörder meist etwas zu verlieren. Einen Hosenknopf oder sonst einen ähnlich interessanten Gegenstand. Und wenn es anch wohl sehr töricht von mir war, ich wollte sehen, ob nicht irgendeine Kleknigkeit am Ende doch den scharfen Augen der Herren vom Gericht entgangen wäre." ^ „"^bser Versuch war wohl von vornherein aussichts- „Ich gebe das zu, Baron. Aber man sieht immer gern mit eigenen Augen, — nicht wahr?" „Gewiß." „Und jetzt muß ich zu den Danien zurück. Wir wollen heute noch nach Barsten hinüber. Kommen Sie nicht mit in den Dralon? Ich hätte Sie gern mit meiner Braut bekannt gemacht, wenn ich auch noch nicht die Freude hatte. Sie bei mir begrüßen zu können." „Ich bitte dafür sehr um Verzeihung. Aber ich, — Sie können sich denken, wie viel Arbeit und Unruhe mir die (Übernahme dieses neuen Besitzes gemacht hat. Ich hole das Versäumte in den nächsten Tagen nach. Leider ist es mir auch unmöglich, in den Salon mitzukommen. Es liegen da Grunde vor, über die ich mich nicht äußern kann. Aber wenn Sie gestalten, bin ich cxuf dem Hofe bei Ihrer Abfahrt, um die Ehre zu haben, Ihr Fräulein Braut kennen zu lernen.^ „Sehr liebenswürdig. Wir fahren in zehn Minuten, — bannt ^>ie nicht zu warten brauchen. Ich darf also sagen .Auf Wiedersehen'?" „Auf Wiedersehen, Herr von Brcitenbach." Eine tiefe, höfliche Verbeugung von Breitenbach, eine kühle und knappe von Bassow, dann war er allein. Eine Weile stand er in Gedanken versunken. Er war ärgerlich über sich selbst und ließ es den andern büßen, indem er sich sagte, daß dieser Breitenbach ihm sehr unsympathisch sei. Aus plötzlichem Antrieb ging er dann zu dem Platz am Schreib- tisch, wo jener gekniet hatte, beugte sich tief hinab und forschte mit seinen scharfen Augen auf dem Fußboden umher. Aber nein, hier war keine Spur. Der Teppich, der den Parkettboden beinahe ganz überdeckte, war ebenso wie das Fell, das unter dem Schreibtisch lag, geklopft und gereinigt worden, — ne hatten nichts mehr zu verraten. Und als Bassow sich aufrichtete, waren seine Gedanken bereits nicht mehr bei dieser Untersuchung. Es war ihm durch den Sinn gefahren, daß die Baronin ihre Besucher vielleicht auch an den Wagen begleiten würde, daß er ihr dort gegenübertreten müßte, — zum ersten Male seit ihrem fremden Zusammenwohnen. Sein Gefühl verwirrte sich bei diesem Gedanken. Freude, Zorn, Eifersucht, Mißtrauen wogten rasch durcheinander, aber die verborgene Freude war doch wohl die stärkste der Enipfindungen. Sie trieb ihn eilig fort aus dem Zimmer und hinaus auf den Hof. Der Wagen war bereits bespannt, aber die Insassen ehlten noch. Ungeduldig mußte Bassow wohl noch fünf Minuten auf und nieder gehen, bevor lebhafte Stimmen aus dem Flur erklangen. Die Stimme der Baronin war unter 58 ihnen, das erkannte sein Ohr gleich beim ersten Ton. Wie vertraut war ihm dieser weiche, volle Klang, seit er ihrem Gesang verborgen so oft gelauscht hatte, lind da war sie selbst! Sie ging neben der Braut, einer überschlanken Dame mit weißblondem Haar und schönen, lockenden Augen, aber sie sprach nicht mit ihr, sondern mit Breitenbach. Ein Lachen war auf ihrem Gesicht, ein besonderer, heller Schimmer in ihren Blicken. Bassow trat an die Stufen der Freitreppe, die vom Eingang herabführte und begrüßte stumm die Kommenden. „Ah, da sind Sie ja, Baron!" rief Breitenbach. „Wir haben doch nicht warten lassen-? Ich würde mir das nie verzeihen. Und nun müssen Sie meine Braut kennen lernen." Er stellte Bassow der Amerikanerin vor, so daß er gezwungen war, ein paar höfliche Worte an sie zu richten. Aber es geschah mechanisch, mit halbem Bewußtsein; er hätte hinterher selbst nicht sagen können, was er gesprochen hatte. Während es geschah, suchten seine Augen die Baronin, die mit Breitenbach einige Schritte zur Seite getreten war und halblaut mit ihm sprach. Offenbar war sie erregt, ihr Gesicht war gerötet, und sie ließ ihre Blicke auf Breitenbachs Zügen ruhen. Aber nichts von Schmerz oder Enttäuschung war ihr anzumerken. „Welch eine Komödiantin!" mußte Bassow denken, doch sein Herz fügte wider seinen Willen hinzu: „Wie schön sie ist!" Nun mahnte Breitenbach zum Aufbruch, der Wagen rollte davon. „Aus Wiedersehen!" ries die Baronin, mit besonderer Betonung, wie es Bassow vorkam. Einen Augenblick blieb sie noch sieben und schaute «aus den davonrollenden Wagen. Dann traf ihn selbst ein halber, flüchtiger Blick, doch da er nicht sprach, wandte sie sich mit ganz leichter Kvpf- neigung ab und stieg langsam die Stufen hinauf. Bassow hob unwillkürlich den Arm, als wenn er sie halten müsse. „Baronin!" rief er mit unsicherer Stimme. Sie kehrte sich um, von oben auf ihn herunterblickeud. „Haben Sie mir etwas zu sagen?" Er kämpfte mit sich, er schaute zu ihr empor und versuchte, auf ihrem Gesicht zu lesen. Doch schien ihm dort nichts anderes zu wohnen, als ablelstrende Kälte. Halb geschlossen blickten ihre Augen herab. Sein Stolz bäumte srck auf. Nein, diese Frau war das Gefühl nicht wert, unter dem er litt. Mit jähem Wechsel der Empfindung sah er in ihr auf einmal wieder nur die Schuldige, die mit wohlstudierter Kunst ihre Umgebung täuschte. So gern sein Herz an sie geglaubt hätte, sein Verstand widersprach. Er fühlte aufs neue das Rächeramt, das auf ihm lag, das er, übernomlnen hatte zugleich mit dem Boden, auf dem er stand. Hoch sich ausrichtend, sah er ihr fest in die Augen. „Nein, Baronin, ich habe Ihnen nichts zu sagen." Sie lächelte ein wenig, bewegte die Schultern kaum bemerkbar, wandte sich um und ging in das Haus. Aber während er sich nun auch zur Seite wandte, sahen seine Augen etwas Anderes, Ueberraschendes. Auf jeder Seite der großen Eingangstür befand sich ein schmales, hol-es Fenster, um den Flur zu erhellen. Und an dem Fenster, links von der Tür, erblickte Bassow ein Gesicht, an das er nicht mehr gedackst hatte, das er aber sogleich erkannte. Das der fremden Krankenpflegerin war es, dickst an die Scheibe gepreßt, so daß die kleine Nase plattgedrückt erschien: mit seinen blassen Augen schaute das Gesicht offenbar in Spannung aus den Hos hinaus. Vielleicht hatte die Fremde ck-on die Abfahrt des Wagens beobachtet, jedenfalls war re wohl Zeugin der kleinen Szene zwischen ihm und der Baronin gewesen. Und als diese nun den Flur betrat, verschwand auch das Gesicht am Fenster. Durch die ofsen gebliebene Tür konnte Bassow beobachten, wie die beiden, schwarzeil I rauen gestalten einander begegneten. Zuerst schien die Baronin überlegend und mißtrauisch zu zaudern, dann aber, als die andere die Papierrolle in der Hand erhob unb etwas Unveruebmbares dazu sagte, machte sie eine lebhafte, offenbar zum Folgen einladende Bewegung und ging eilig voran, ans die Treppe zu, die nach oben führte. 8. Kapitel. Die Begegnung mit Breitenbach hatte Bassow die Pflicht ins Gedächtnis gerufen, seine Antrittsbesuche auf den benachbarten Gütern und in der Hauptstadt des Kreises endlich auszuführen. Er machte sich nun daran und war viel unterwegs. Obwohl mit Widerwillen, fuhr er auch nach Lünzm hinüber, traf aber zu seiner stillen Genugtuung den Besitzer nicht zu Hause. Merlei gelegentlich aufae- fangene Aeußerungen seines eigenen Personals, das die Langeweite des Landlebens durch reichlichen Klatsch verkürzte, hatten ihn schon erfahren lassen, daß der nun verlobte Nachbar für maßlos verliebt in seine Braut galt. Sie wohnte seit einem halbeii Jahre in Berlin, und Breitenbach war bei ihr, sobald es ihm seine Zeit nur irgend erlaubte. Dorthin war er auch an dem Tage von Bassows Besuch gefahren, der diese Verliebtheit im Hinblick auf die Baronin mit Genugtuung vernahm. Die Erntearbeiten waren gegenwärtig im vollen Gange, und auch die Wagenpferde für die Ausfahrten mußten mit heran. Des Barons Reitpferde nnx machten davon eine Ausnahme. Um die noch unerledigten Besuche in der Kreisstadt auf deu Gütern war er nun überall geivesen — schließlich auch abzumachen, hatte sich Bassow aber doch für einen be- stinlmten Tag ein Gespann reservieren lassen. Als er zur angesetzten Stunde ans den Hof kam, fand er auch einen Wagen bereit, aber es war ein leichter Einspänner, den er für seine Besuche nicht benützte. Der Kutscher debattierte gerade voll Eifer und scheinbar in Aufregung mit einem gleichfalls in Livree gesteckten Stallknecht, und als Bassow nach ihm rief, kam er in sichtlicher Verlegenheit heran. „Sürjahn, was ist mit meinen! Wagen?" fragte Bassow. „Ach, Herr Baron, mit dem Wagen wäre wohl alles in Ordnung. Mer eben, wie Hans die Braunen einspannen will, sieht er, daß der eine lahmt." „Das ist ja unangenehm!" „Ja, er hat in den letzten Tagen tüchtig herangemußt. Wenn er ein bißchen Ruhe hat, wird es wohl wieder werden. Ich bin gleich gegangen und habe ihn mir angesehen und —" „Es ist schon gut. Für heute können wir nichts daran ändern. Mer ich will jedenfalls fahren, und es ist mir recht, daß Sie mir diesen Wagen hergerichtet haben." Der Kutscher lachte ein breites Lachen der Verlegenheit. „Ja, Herr Baron, ich muß um Entschuldigung bilden, aber so eigentlich habe ich das nicht getan. Diesen Wagen hat nämlich die Frau Baronin für sich bestellt — sie will auch nach der Stadt." „Frau Paroniu? Das ist etwas anders. Dann bleibe ich zu Hanse." „Mer fahren Sie doch mit mir." Es war eine ganz andere Stimme als die des alten Sürjahn, die so unerwartet erklang. Eine Stirnme, lveich und leuchtend wie goldiger Samt, — Bassow hatte das häufig schon zu sich selbst gesagt, wenn er ihrem Klange verborgen lauschte. Die Stinime der Baronin, die geräuschlos aus dem Hause getreten war. Ueberrascht und verwirrt wandte Bassow sich um; das Blut schoß ihm ins Gesicht, und er wußte nur zu stam- nieln: „Sie hier, Baronin?" Ein Lächeln ging über ihre Züge und nahm ihnen den ernsten, zurückhaltenden Ausdruck, der zu anderu Zeiten darauf lag. Ueberhaupt kam es Bassow vor, als wenn etwas Heiteres, Gehobenes in ihr wäre. „Das ist eine sehr natürliche Sache, wie mir scheint," sagte sie, und ein leises Lachen war auch in ihrer Stinime. „Der Wagen steht für mich bereit, und ich komme, hineinzusteigen." „Ich aber —" „Sie warten hier, möchten fahren und haben keinen Wagen. Da versteht sich's von selbst: ich lade Sie ein, den meinigen zu benutzen. Sie wollen doch auch zur Stadt?" 0 „Ich hatte die Absicht, aber —" „Lehnen Sie meine Aufforderung ab?" Sie blickte ihm gerade ins Gesicht, und in ihren Augen, die sich dunkler särbten, las er die zweite Mage: „Mißtraust du mir noch immer? Wohnt in dir immer noch dieser abscheuliche Verdacht gegen mich?" (Fortsetzung folgt.) von der ttriegsstratze. Bon Kurt Mayer-Leiden. ,>Wieviel Kilometer noch?" Der Major sitzt iw Sattel wie vor vierzig Kilometern heute früh. Reitschulsitz: losgelassen und eisernfest zugleich. Sein mächtiger Rotschimm.'l ist müde, trabt mit schlaffem Hals, wirft gleichsam den Körper in die Beine. Der Reiter Hält ihn in zäher Klammer zusam-men. Ich ziehe die Mvechtg-^altete Karre ans dem Handschuh Diese Kiefern ecke -— jene Wegkeümmung. .. verdammt schweres Kurlen- lesen in Rußland! Sandrinnen sind alle Straßen, die Waldstücke elende, zerfressene Schöpse, wenig lanengemäß, verwunderlich wie das Haupthaar mancher Freunde, die man lange nicht sah. Oder aber das Kufchelngewir-r mit seinen hundert Jrrgängen lässt einen gar nicht mehr ans. Und die Trostlosigkeit dieses ödesten Toppeleinerleis : Kiefern, Sand — Sand, Kiefern, perslvrt dir ohnedies Herz und Sinn. „Fünf Kilometer. Ein Gutshof ist cingezeichuet." Gntshos: das ist, als Hütte man ein Gewinnlos gezogen, als sonnte man sich in einer ganz vWmbimkn Gnade. Das ist gar nicht Krieg, ist Manöver, ist beinahe Heimat, Kultur, Schönheit. Und beinahe f>at man etwas wie ein schlechtes Genüssen, in einem „Schloß" Nachtgnart-ier zrr begehen. Des Kriegs kategorische Alternative kennt auch hier nur die Ausmaße: Schloß oder Sanloch. ym Schloß waren weitere Besohle zu gewärtigen, wohin die Mstmtion, die in langen Kolonnen rückwärts gestaffelt war, vor- zusüHren sei. Der Llpparat deutscher Offensive arbeitet im Sturmstoß mit der Genauigkeit eines Mechanismus. Die vordersle Kampf-- ivelle spült die Gleise frei. Mir hatten auf das Signal „Einfahrt" zu warten. Das Würde Weile haben, denn noch verpufften überm erstrebten Nachtquartier mit nörgelndem Geknatter schweflige Nauch- bällchen, die Lüfte psiffeit auf hohlen Zähnen, und der Umkreis stand knurrend gesträubten Fells. „Werden uns die Schatobude angokeln," brumnrt's vom Rot- schimmel. Die Spätsonne blinzelt träg und trunken aufs blöde Oedland. Sog sie sich an rotem Menschensaft satt? Nun sinkt jie ins armselige Nadelbett der Föhren. Und auf einmal ist's kalt, Und die Welt, diese scknmßliche Welt vollends, wird zur Gruft. Biele, die der Tag erschlug, schlafen darin. Das ist wie natürlich. Das eigene Leben aber wird starr und fremd, unheimlich. Wie die Dämmerschatten fallen — in der russischen Steppe lösen sich Tages- wie Jahreszeiten mit sprunghafter Unmittelbarkeit ab —, kommt grau ein kleiner Trupp die tote Straße heran-, gekrochen. Die Szene hat historische Gesten; hinter dem kleinen grauen Wurm schwelt der Himmel, in Sodoms Branddunst liegt das Torf, ans dein jene kommen und in das wir gehen. Plötzlich verfällt eines Waldgehöfts verdummte Mgeschiedeuheit in Größenwahn, ioch der Mangel an Arbeitskräften die Erhöhung der Löhne, sowie die fortgesetzte Steigerung der Ver- sicherlmgsprämien zti neniien. vNchertisch — Kundgebungen unseres Kaisers im Kriege. AusammengesteNt von vr Jar.Fr. Everling. Volksschristeu z.mt große,! ****}» Pf, 10 St. l.50 Mk., 100 Stück 11 50 Mk. Berlin W, 35, Verlag des Evangelischen Blindes. ^“*5 sinke n d e S ch i s f. Roman aus der Ostmark von Fritz 'Vkowronnek. 112 Seiten Uiniang — Preis 20 Psa Hermann tzillger Verlag, Berlin ^V. 9, Potsdamer Straße 124/125' -Zu >n R h e i n, z u m d e u t s ch e n R h e i n ! Ein Vogesen- toman von Erika Grupe-Lörcher. Leipzig. Hesse & Becker Ierlag. Erika Grupe-Lörcher hat bereits vor fein Weltkriege aus LNuen Ersahrungen und genauer Kenntnis Land und r'eute im geschildert und dabet besonders die politische Stinunnug fest- gehalten. Nun hat sie m einem größeren Werke dargestellt. wie sich die Bevölkerung des Elsaß, unter der es noch immer Franzosen köpfe" gibt, bei Beginn des Feldzugs von 1914 15 verölt. n-!>l-/f??^.bremtut, den die Zuversicht auf Deutschlands Stärke das Ä''^?e«ut d'e Verfasserin, daß sich in so manchem Elf ffer das sranzösuche Blut wieder regte, als die Franzosen diesen ,»,d daß' d ie bre!5 p C 1 * bc l c ^J? u Z" gleicher Zeit betont sie aber. Roman .st fh t}Qe ü ? n Ä en T^cmzosen wiffenwill. D er Moman ist im übrigen eine gute Unterhaltungslektüre. w,.^^ilhelm Conrad Go molk, Im Kampf gegen Rußland. Letpztg, F. A. Brockhaus. 1916. 180 Seiten (in Uussattung der Soldatenausgaben von Hedins „Volk 42 Bern. ^^Wegeners „Wall von E.se.i und Feuer")', mi! ® r 2j f er ^lderatlas des Weltkrieges. Achte Lteferung: Polen. Nennte Lieferung: Galizien. - Serbien - '^strkei, Dardanellen. - Suezkanal. (Vetlag F. Britckmamt Ä.-G. Folwformat. Subskriptionspreis! der Lieferung M. 2.—, Einzelpreis M. 3.— : Lieferung 1/10 — ^ Getiten geh. M. 25.) — Die organische Gliederung dieses großen Werkes, das nicht willkürlich sondern planvoll angelegt ist m es mKwendigerweise mit sich gebracht, daß die Ruhmestaten nn.erer Verbündeten erst tn den späteren Lieferungen gebührend ge- wurdtgt werden kannten. Die nun vorliegenden Hefte 8 bis 10. mtt denen der I. Band abschließt, such fast ausschließlich imseren freunden gewidmet Galizien und Polen! Diese beiden Worte schließen alles tn sich, ivas -über Krieg mtd Kriegselend, über Sieg H"? «regessveude je gesagt und geschrieben iverdeu könnte. Wie zähe Ausdauer, gepaart mtt unermüdlicher Angriffskraft, diese beiden wtchttgsten Etnfallbove in den endgültigen Besitz der Zentral- machke gebracht haben das spiegeln Hunderte von authentischen lll! r? ,l \' ei c Öeftett 8 und 9 wider, die allgenteiner Anteil- "Ame bts in dte fernsten Zetten sicher sind. Dem Verständnis der O^enwarttgen Lage auf dem Balkan, die jetzt die Welt in Span /OU, dtent tn vortrefflicher Weise Lieferung 10, die den erste Tetl der Eretgittsse att den Dardanellen und am Suezkanal ' . }]x i a ^ l Ä^ r(m , großen mtb schönen Bildern aus Freund T T c?orMenwärtigt — Der hiermit vollettdetg ^Band des ,'Gwßen Btlderatlas des Weltkrieges" entspricht mit LS beTt Erwartungen, die man an tfnt mSr & rw mb r Btlderwerk ücr den Krieg zu stellen bereck>- W f c & r ausfuhrltches Namen- unb Sachregister am c n Begrtff von der Fülle des Inhaltes mtd ermöglicht das soforttge Aufsuchen jedes einzelmm Bildes. Als Zeit- spiegel und Urkundensammlung wird das Werk mit jedem Jahre an Wert gewtnnen. Vrt .T ^ § L-E erarische E ch o. Halbmonatsschrift für Lite" , lHerausgeoeben von Dr. Ernst vcilborn. Verlag f * f 0 -; ^^lin W. 9. Das 1. Februarheft ist soeben mit folgendein Inhalt erschienen: Martin Sommenelg: Der Schill- Gedichteer: Ueber Franz Werfel: Franz Werfel: Zwei W ir^i) e if' Dunsen: ..Der zunehmende Mond"; Arthur Babillo te. Novellen vom Krieg. - Echo der Bühnen. Echo llront fuhren uns lebensvolle Zeichnimgen vo>i Adolf G. Dormg, Gerhard Löbenberg. Ludwig Koch, ')llo,s Rat- ch.ller und A. Reich. Nebe.i den Taten der österreichism-lmga. " ierb , e " st"''b. die deutscbeu nicht vergebe,i. Marine- maler Povpe FolkeUS zeigt ln emer doppelseitig wiedergeqebene,' ZetchiUUig, wie en,e Feldwache der Marme-Insanterie Liber die Kcr in Stellung geht. Atolive ans dem Bereiche der Kronprinzenarmee m den Argo,inen bietet in meisterlichen Keichmmgen^der Knestsnm er Pro effor Georg Schöbet. Atit Genrelsildern aus dem S nil 'V llb °i ±™ct)e vertreten, mit Kriegsskizzen Erich Mall- Ä i L r ° e 7 ^ nüe '- Seine militärischen (hieb- I’ f., 1U - )nl r ^^ogsteilnehmer Albert Reich mit künst- ^nscheln Stift feitgehallen; nach dein Oben führen uns Professor Stotch und Hugo L. Braune. Allgemeinem Interesse iverden auch "orzligsich ansgewahlten Aufnahmen aus der „Deiltschen Krieas. aiis icllung ut Berlin begegnen. Reben dem illustraliven verdient auch der textliche Lest hervorgehoben zu werden. In seinem Rück- blick am das Krtegsiahr 19,5- gibt General der Jisianterie"^ D. von detBoeckeme sachkundige Ueberficht über das im abgelanünen Jahre Erreich e. Professor Edi.ard Engel schildert die do ,1 unb wirtschaftliche Bedcuti.ng des „Balkanznges". Graf Reven. ow J ie ^nst'hrnng der „Militärischen Dienstpflicht in l^roß- lritamuen . Zut Verordnung über die Eniluslnng der Gerichte macht Geh. Reg.-Rat I, Neuberg bemerkenswerte Aussühruuge». Rätsel. Kennst du die Ichlaute,, und prächtiaen Pflanzen des sonnigen Südens? Vnch thre Kronen: bn siehst lachende Fluren der Schweiz. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung der Skat-Aufgabe in voriger Nummer- Abkürzungen! t. -- Treff, p = Pique, c = boenr. ,ar = Earrea» trB = Treff-Bube, pA = Piqne-Ab, °v = Coeur-Dame ufro. Vorbaud rrhielt: carB pK pD p8 p7 carA carZ carM car8 car7 Hinterhand den Rest. In, Skat tagen p9 und c8. Gang des Spieles: " 1. V. carA, 2. V. carZ 3. V. pK 4. H. trD M. carD M. earK Nt. pA V. carB H- trK = - 18 Augen £>. eX — — 18 Ö. cB = — 17 M trZ — — 15 a.: — 68 Augen. Schriltlettuna! Aug. Goetz. - Rotationsdruck und Verlag der Brnlitlchen Unwerntäis-Buch- und "stemdruckere,. R. Lange. G.ebem