Um toten Lee. Roman von NobertKohlrausch. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Herr von Sieglitz nickte ein paarmal vor sich hin: bei der zurückgebogenen Haltung des Kopfes gewann cs den -Anschein, als wenn er den oben an der Decke abgemalten ruhenden Mars also begrüßte. Nach einenl kurzen Schweigeil tat er die Frage: „Haben Sie sonst noch etwas zu belnerkell, gnädige Frau? Haben Sie vielleicht irgendwelchen Verdacht gegen eine bestimmte Person?" „Nein." „Ist die Dienerschaft zuverlässig?" „Absolut." „Ist in der letzten Zeit keine verdächtige Persönlichkeit in der Nähe des Schlosses gesehen worden?" „Nein, sicher nicht." Sie gab gerade diese Antwort so lebhaft und rasch, daß der Staatsamvalt ihr durch die Gläser seines Kneifers einen kurzen, scharf beobachtenden Blick zuwarf. Doch Lat er keine weitere Frage, sondern sagte nur: „Damit wäre die Vernehmung vorläufig beendet. Ich danke. Ihnen, gilädige Frau." „Aber ich habe noch etwas zu bemerken. Sie fragten eben danach. Es ist eine wichtige Sache." „Reden Sie." „Nach meiner festen Ueberzeugung ist mein Mann draußen im Park ermordet worden unb nicht hier im Zimmer.". „Im Park?" x „Wie die Dienerschaft bezeugen wird, habe ich gestern abend unmittelbar unter meinen Fenstern einen Ton, einen Schrei gehört, der mich furchtbar erschreckte. Gleich gestern habe ich die Stimme meines Mannes darin zu erkennen geglaubt." „Sie haben doch gewiß gleich Nachforschungen angestellt?" „Gewiß. Der Park ist in meiner Gegenwart von der Dieilerschaft genau durchsucht worden." „Und was haben Sie gefunden?" „Nichts." „Nichts? Und hat jemand außer Ihnen jenen Ton — jenen Schrei gehört?" „Nein." „So? Kann der Schrei nicht auch aus diesem Zimmer gekommen und von Ihnen gehört worden sein?" „Ich halte das für völlig ausgeschlossen. Mein Wohnzimmer liegt im oberen Geschoß ganz am Ende; das einzige Fenster, das es nach dieser Seite hat, war nicht geöffnet. Auch hätte die Dienerschaft im Gesiudezimmer beit Schrei hören müssen, wenn er von hier gekommen wäre." Der Staatsanwalt kachelte ein maliziöses Lächeln. „Die Geschichte, die Sie mir da erzählen, gnädige Frau, ist obnL Frage sehr interessant, aber auch, wie Sie mir zugebenj müssen, ein tvenig romantisch. Vorläufig ist es ein ungelöstes und — vielleicht auch kaum zu lösendes Rätsel, das mir da von Ihnen aufgegeben worden ist." „Ich gestehe das zu. Auch mir ist die Sache vollkommen unerklärlich. Aber ich hielt mich für verpflichtet, Ihnen davon Mitteilung zu machen." „Gewiß, ich danke Ihnen. Und nun wären wir zunächst wohl wirklich zu Ende ..." Das eigentümliche Lächeln blieb ans seinem Gesichts während er sprach. Die Baronin, der es mißfiel, antwortete! nur mit einer leichten, fhtmmeit und stolzen Verbeugung. Sie hatte jetzt noch das Protokoll zu unterzeichnen, was in großen, männlichen Schristzügen geschah, ocnm konnte sie das Zimmer verlassen. Der Staatsanwalt ging ein päarnval auf und nieder, ohne zu sprechen - eine innere Bewegung färbte sein Gesicht röter und ließ den Schmiß auf seiner Backe stärker hervortreten. Daun rieb er sich voller Befriedigung die Hände imd sagte: „So, mm wollen wir die anderen Zeugen vernehmen." Diensteifrig sprang Referendar Widu.krnd auf und ver- anlaßte oas Erscheinen des Dienstpersonals. Einzeln betraten die Lertte das Zimmer und machten ihre Aussagen. Sie bestätigten die Angaben der Baronin, doch gaben alle zst Protokoll, daß niemand etwas von dem geheimnisvollen. Schrei gehört habe, daß die Durchsuchung des Parkes an den in Frage kommenden Stellen genau und sorgfältig, aber völlig ergebnislos gewesen sei. Auch sagten sie sämtlich ans, daß ihres Erachtens die Ehe ihrer Herrschaft in letzter Zeit eine unglückliche und vielfach durch Difserenzelt aller Art getrübte getveseu sei. Die letzte unter der Zahl der Vernommenen war das Hausmädchen Rosa, die mit größerer Unsicherheit als ihre Dieustgen offen vor den Staatsanwalt hiutrat. Seinem ge- schulten Blick entging ihre Verwirrung nicht. Ec mackste' sie zunächst aber sicherer und ruhiger durch scheinbar gleschgültige Fragen, um dann plötzlich die blitzenden Kneiser- gtäser scharf auf sie 511 richten. „Haben Sie jemals wahrgenommen, daß Ihre Herrist mit fvemden Personeu ins- geheint verkehrt hat?" Einen Augenblick schwieg das Mädchen, dann brach es in Schluchzen ans und rief: „Ach, die Frau Baroniit ist ja doch immer so gut zu mir gewesen? Ich darf es nicht sagen und kann es nicht sagen!" „Sie dürfen »rnd ntüssen! Ich verweise Sie anf die Gefahren der Eidesverletzung. Sie werden Ihre Aussagen beschwören müssen, und Meiiteid wird mit Zuchthaus bestraft." Ein Tränenstrom, von undenttichen Ausrufen begleitet, loar zunächst ihre Antwort. Daun über, als der Staatsanwalt mit Geschick einen väterlichen Ton anschlug, sie an ihre tot-e Mutter erinnerte und ihr sagte, daß eS twch völlig ungewiß erscheine, ob durch ihre Aussage der geigen Baronin irgendwelche UngelegenheiL bereitet würde, beguemte fie sich zum Reden. r bin paar Tage her," begann sie, doch unter brach sie der Staatsanwalt sofort. ,^Wieviel Tage? Sie müssen ganz'"genau sein. Bezeichnen Sie den fraglichen,Tag bestimmt. Heute haben wir Freitag —" „Ja, ich muß mich nur erst besinnen. Am Dienstag jalvohl, am Dienstag ist es gewesen. Ich weiß es, weil der Herr Baron an diesem Tage abreisten." „So, so!" .^ „Vormittags um zehn Uhr ist er fortgefahren, und nachmittags ist es gewesen." „Um welche Zeit?" . „Um vier Uhr — ja, so um vier Uhr wird es gewesen fern. Ls war ein Besuch gekommen, die Frau von Linker von Torchow, und ich suchte die Frau Baronin auf ihrem Zimmer, um den Besuch anzumelden. Der Diener war rm Augenblick nicht da. Und weil ich die Frau Baronin nicht fand, ging ich in den Park. Sie hat einen Lieblingsplatz, wo sie meistens sitzt, u?id eine von den weißen Figureü steht neben dein Platz. Ich war über den Rasen gegangen. Um rascher hinüberzukommen, und so hatte sie mich nicht Horen können. Denil sie war dort, wie ich es mir gedacht hatte, aber sie war nicht allein." „Nicht allein — so? Und wer war außer der Frau Baronm dort?" fragte der Staatsanwalt, v fremder Mann, den ich noch niemals gesehen hatte. Ein großer Mairn, der aber den Kopf gebeugt hrelt^" „War er jung oder alt?" . „So in mittleren Jahren, aber die Haare waren schon ein wenig grau, — er hielt seinen weißen Strohhut in der Hand. Das herßt, weiß war er eigentlich nicht mehr, und überhaupt sah der Mann ein wenig abgerissen und verkommen aus." „Haben Sie nicht gehört, was die Frau Baronin mit chm sprach?" alles'strgen^ <,00t ® otte nur ' ~ aä >’ mu & ict > das „Unbedingt! Sie werden vereidigt werden." x" o weiter habe ich aber wirklich nichts ge- hort: „Lassen Sie sick) nicht hier sehen, bis ich Ihnen aeschrie- solleiw"^ 1 ^ iann unb ^ Geld in Empfang nehmen „Und er, — was hat er gesagt?" „Nichts. In dem Augenblick sah mich die Frau Baronin 3 r ld)e < n r n l [t ber H^d, wohl, daß er schwei- aen sollte Mich aber schickte sre gleich wieder fort und sagte sie würde rn ern paar Minuten hinüberkommen." „Werter also haben Sie nichts gehört?" „Nein, ganz gewiß nicht." . „Und auch hinterher hat die Baronin über die Sache nicht mit Ihnen gesprochen?" ; „Nein, — aber —" „Aber was?" I ie ™ ir eine wunderschöne seidene Muse geschenkt, hellgelb, mrt Spitzen, ganz wie neu." ,,.^>at sre daber gesagt, Sie sollten schweigen über die Begegnung vom Nachmittags J „Nein, das nicht, aber —" vl lB - er ^e. haben das auch ohne Worte verstanden. Sie schönen mrr ern gescheites Mädchen zu sein -> „Ach, ich danke sehr!" ov* b ?x eiter ^ie nichts bemerkt, haben den Mann üom D re ns tag nrcht etwa noch einmal gesehen?' ., jSP'k ^^klrch nicht. Ich habe ganz genau rchwerß. Wenn rch nur der guten F-rau Büronin Un Gelegenheiten bereite!" m .sich, das dürfte kaum geschehen Die 9^ ft r d> 8e cS t§ harmlos aufklürem Urtfa mm feÄÄr nüd} eiJJ Wf jss wJJILÄ empfahl sich das Mädchen. Der ferne Wanderung durch das Zimmer aii a R H 1 ?? ^Ugen abermals den Mars an der Decke zu betrachten schreiten, Plötzlich blieb er dann vor dem Resereirdar Wrdnlind stehen, der ein wenig erschrak 2 et tn dieser Panse heimlich einen kleinen Taschenspieael seinen Schnurrbart ans korrekten Zustand „Nun, Herr Kollege, wie denken Sie über die Sache?" was amit keine /,Jch, wie denken Herr Staatsanwalt darüber?" „Haber Sie keinen Verdacht?" „In gewisser Weise, — so unbestimmt, — ganz in Ordnung scheint mir die Sache mit diesem fremden Manne wohl nicht." „Er war nur das Werkzeug. Tie geistige Urheberschaft für das Verbrechen haben wir anderswo zu suchen« Odereder: la komme!" „La femme?" . „Jawohl. Diese Frau, — diese frühere Theaterdame und letzt gewesene Baronin von Bassow!" 4. Kapitel. In dem Zuge, der auf einer Bahnlinie nördlich vört Berlin den stillen Sommertag mit seinem Lärm )törte>. befanden sich nur drei Kupees erster Klasse, und ein einziges von ihnen war bisher besetzt. Ein schwarz gekleideter Herr war in Berlin eingestiegen, ein blonder, fester Deutscher, von ernstem, gemessenem Wesen, gesundem Körper und langsamen Bewegungen. Aber wenn er die blauen Augen aufschlng, war ein helles, freundliches Licht in ihnen. Er hatte den Zylinder, den er beim Einsteigen getragen hatte, in das Netz hinaufgestellt und saß nun mit bloßem Kopfe, der unter einer Fülle von kurz gehaltenem, aber doch trausem Haar eine hohe, weiße Stirn über dem kräftig von der Sonne gefärbten Gesichte zeigte. Eine schwere Zigarre rauchend, saß der Herr auf dein Eckplatz am Fenster uitd sah mrt einer gewissen gespannten Aufmerksamkeit hinaus. Was er suchte, war aber offenbar nicht landschaftliche Schönheit. Er hatte keinen Blick für die zarten, verschwim- meiiden Farben uiid Linien der Ferne, für den Aufbau, der Dörfer in ihrem Baumschmuck, für die liebliche Spiegelung des Himniels in ab und an aufleuchtenden Seen. Sein Blick war immer nur auf die Nähe gerichtet, auf die Farbe des Bodens, ben Stand vorübergteitender Getreidefelder. Und wenn eins^von ihnen so recht in üppiger Erntefülle prangte, dann kam es wohl vor, daß er leise zu ihnr hinunternickte, als wenn er sagen wollte: „So stehst du recht." (Fortsetzung folgt.) 5uhne. Von Otto Mr a u N. Arumbach nicht spricht und sich nicht erholen or W c Artillerieleutnant fuhr mit der Hand über bk Augen. „Madels, rch sprech' nrcht gern davon. Aber schließlich Üts gut, wenn ^yr wißt, daß man ihn anders behandeln mun als unsereinen. Mit gutem Essen, und Trinken und Euerm lieben Lachen, Ihr Madels, ist es lerder Gottes bei ihm nicht getan" Die Zuhorermnen rückten zusammen und machten ernste Äugen, damit der junge Leutnant auch sehe, wie ehrlich sies mit dem krauten Lutz Krumbach memten. Der Leutnant aber begann: , "c? a *? an im Hochsominer im vorigen Jahre. Wir saßen aus Heckhausen vorm Herrenhaus zusammen. Wie schön, wie ^.^^brba.r schon e» auf Heckhausen sein kann, wißt Ihr:. Und wers nicht weiß, mags glauben. Der alte Krunrbach und seine Fraii und die drer Maldels und dre alte Dante und Lutz, Stavenhagen ühfr n°rr n p^^rf a l! bam *? U! \ bcr Umgegend und ich. Ein Abend so über alles Beschreiben zufrieden, wie sie eben nur auf Heckhausen zustande kamen. Die Rresenbowle mitten auf dem Tisch Drum herum blinkten matt dre grünen Gläser. Ah, Kinder wenn ich noch ^ b 'b samo,crl grünen Glaser denke — was haben wir damals — was, gehört mcht zur Sache! — Gretel spielte die Laute, d ^ herß rn die Augen, wenn ich dran benfc, wie mnT f Ist ja mal so: Wenns dem Deutschen K? ^ r Ä ? on H^ren wohl ist, singt er: Ich weiß nicht, was soll es bedeuten und derlei Tranenselrgkeüen. Na, und Gretel [??? bamop: Ade zur guten Nacht, nun ist der Schiust gcnucht Mckmnts ia — nrch wrr waren trotzdem alle mit uns und der We t rusrieden. Lachten mal und schrvieaen mal und sciifztcn mal und lachten mdm. Auch die Alten, Der Wind schwamm Id ganz langsam vom Dorfe herüber n,ü> tnig Heuduft mit gi !'■’r 9 ein< 7 Ziehharmonila, Weit hchten im Weiler, wo vre paar Hauser zusammenstehn, heulte ein verliebter Köter den Mond an die Linden dufteten schwer, de^ W^in wa! gut, Gluhwuruichen schwammen wie kleine grüne Sterncken der- dre Men und die Madels waren bezauLd - ich"hktte i'ä szrgxsrsi » Hoho, Weinte der alle Krumb ach, werde ftt Wohl so eilig nicht kein, morgen früh um 9 Uhr solle er wieder — , „Verzeihen der Herr Baron, es müßte wohjl heute schon lern — Ter Me guckt sich den Mann an, überlegt ftd&Ä unter dem -^wruck von dessen sonderbarem Gesicht und meint gemütlich: r,Mso schießen Sie loch Jürgens!" ."verzeihen der Herr Baron, aber was ich zu sagen habe, mochte ich dem Herrn Baron lieber unter vier Llügen Mitteilen." „Hotzdonnerwetter, nun wirds ^aber Tag! Raus mit der Sprache, Mann! Soll Wohl mit Ihnen in 'neu Beichtstuhl kriechen? Mocht mir doch ausbitten ►—" r • ^br Jürgens steht stocksteif und rührt sich nicht. Nur in seinem Gesicht — war ein hübscher Bengel, der Jürgens i— leitete «3 mächtig. Das sah man trotz der Dunkelheit. ^ */'rr 777 verzeihen der Herr Baron ich bitte um meine! Eiitlassung!" „Und dafür die /feierliche Ouvertüre, Mann? Und dies Tempo? — Segen Sie sich aufs Ohr und schlafen Sie nod) mal drüber, Jürgens!" „Bitte §Errn Baron, schon heute abend gehn zu dürfen —" Nun wurde es dem Men zu bunt. Jetzt wollte er wissen, was los war. So liest er nicht mit sich umgehn. .. , "Nun aber höchste Geschwindigkeit, Jürgens! Was stecke hinter diesem Busch?" „Ach, Papa," lästt sich da in seinem eiskalten Don der Lutz vernehmen. „Ist wohl kaum der Mühe wert, daß Du aufftehst. Den notigen Rüffel kannst Du übrigens mir geben, und zwar im Sitzen. Ich Hab vorhin der Hedwig, dem süßen Ding, meine Wertschätzung em bischen deutlich zu erkennen gegeben, und da mußte der Teufel die Geschmacklosigkeit besitzen, mir den — Jürgens m dre Quere z,U führen. Hat sich schlecht aufgeführt, der Mann, sprach von Brautlgain Und solchen Dingen. Sind ja wohl verlobt, die beiden wie? Last 'n laufen, Papa, und schick die Kleine gleich hinten nach, 'raus aus meiner gefährlichen Nähe. — Prost, Stavenhagen!" Jürgensuvar blast wie die Wand. „Daß muß - ich — mir — Ma!en lassen?" Er knirschte mit den Zähnen. Lutz pfiff ge- M'.itlich vor sich hm. Das brachte den Mann um seine Haltung. . V* a l£5 ^l e mi( b uoch heute gehn, Herr Baron, sonst könnts ein Unglück geben!" ^ „Was Sie nich sagen?" meinte Lutz wohlwollend. „Seien Aae doch vernünftig, Jürgens, und langweilen uns nicht mit Ihrer verunglückten Verlobung. Packen Sie Ihren Kram und nehmen GieDer den Blauen als Schmerzensgeld. — Ich, glaube Papa wird e}ie Nicht um jdeen Preis halten wollen. Eifersüchtige Augen sehen nicht scharf genug für einen hundertpferdigen Venzwagen —0 * „Der Chaufftur Echte zwei Schritte, als ob er Lud an die Keche wollte. Mit einem Satz, stand Satckff dazwischen „Down!" Lutz und zog der Dogge eins mit der Reitpeitsche über. „Satteln! schrie er über den Hof. Ein Rundkompliment uno weg war er. „Wenn Sie Wir ans Leben wollen, Jürgens," P e l uoch über die Schulter zurück, „— ich komme in andert- Mlb bis zwejl Stunden über den meisten Stein zurück." m -/^lürlick) war helle Aufregung. Dem Jürgens ging die Geichichte niast schlecht ans Herz. Tie Mten suchten den Mann zu veruhigen. Halten konnte man ihn nicht. Eine Stunde später zog er bosc mit seinen Sachen ab. ^ oyY '® a . r wirklich nicht hübsch, ivais sich der Lutz da eingebrockt hatte Mb er wre hat er dafür gebüßt!- Jedenfalls zeigte sich au dem Mend so recht, wie wir auf Heckhausen alle zur Familie gehörten. Wie Lutzorte geworden war — das und iioch manches andere wurde Mgehend besprochen Dre Baronin lveinte leise ins Taschentuch und es dauerte eine ganze Weile, ehe sie ihre klare Ruhe wieder- L ^ Richter, aber auch dem armen Jürgens galt mehr als em mitleidiges Wort. 9lacf) zwei Stunden — wir sastm imiiur rwch zusammen — schlug die Dogge an. Lutz kam ^tzte^sich^ ^ 1)0X1 emnnl ^bcht den Gaul abnehmen und „Bist du ihm noch begegnet?" war unsere erste Frage. Vowle^ein gleichgültig und schenkte sich ein Glas „Na, und — ?" irh £ r W UEogen lUid wollte handgreiflich lverden. Ta Hab ich chm den Weg gewiesen." Lutz ließ die Reitpeitsche pfeifen. ^.Äb^er nun bitte ern anderes Thema, ja? Schon wegen der Damen bitte^" für den Zwischenfall gehorsamft um Entschuldigung in ^ner hinreißenden Art. Wir schüttelten die Kopfe. Konnte man ihm böse sein? " vie DaS »Ar Mitte Juni gewesen. Wenig Wochen später waren unserer Batterie mitten im wüsten Ostpreußen Was da- wcirns aX SS r?* .ein verkeufekier Dag, ein ganz böser Tag. Wir mußten zurück. Ich will Euch nicht mit Schlachtenschilderungen kommen. Derlei könnt Ihr heute in jedem Familienölättchen le,en. Genug — wir sollten feindliche Artillerie zunr Schweigen bringen, und kern Mensch wußte, wo sie stand. Nur. daß sie da war, das stand feit* denn an unfern Geschützen schied lang- J lc &2 ^n Mann nach dem andern aus. Das ist das Entsetzlichste: Dem Gegner ausgeliefert sein und sich nicht wehren können. Wir, ichossen ingrimmig dennoch überall hin, wo man Niit irgend emer Wahrscheinlichkeit ein feindliches Geschütz ver-- konnte. Exzellenz bekam noch weißere Haare, als sie >cyon hatte. rrttt Ä wußten trotz der Kürze der Zeit Flieger ran. Wir telephonsrerten m alle Winde, die paar Meldereiter, die noch jappen konnten, wurden in alle Richtungen gejagt. Flieger. Haha! Zwei abgestürzt, zwei vermißt, der Rest ffmöglichen Aufträgen. Wenig oder gar keine *5?° ^ ec Rückzug mußte gedeckt werden. Schossen werter. Endlich kommt emer aus den Wolken gestoßen, orientiert sich iM Krersslug und saust dann herunter, daß wirs trotz, des Feuerlarms m den Spanndrähten heulen hörten. Schien ® taJ& feuert auf ihn zu. Er war ohne ?o^bachter. Sollte sich von uns einen mitnehmen, der wußte, um was lsichs drehte. Lutz war natürlich gleich dabei ^Ausgezeichnet, Niem lieber Krumbach!" Exzellenz klopfte aufwas^aukommt?^^ ^ Sie ,„r ^"hl, Exzellenz!". Lutz rafft Karten und Instrumente ^ mit Führer besprechen — steht plötzlich still — der Mann am Steuer fährt von seinem Sitz hoch — dre beiden starren sich einen Augenblick ohne ein Wort an - * ait ^L rn werden schon aufmerksanl — da gibt Lutz ruhig em plwr Anweifungen, fährt mit der Hand durch die Luft, legt Ubl Finger an die Mütze und schwingt sich in.deii Llppamt. ^br Motor donnert los und dre Taube gleitet davon Wißt Ihr, wer der Führer war? Jürgens! Die andern gaben sich in der Eile keine Rechenschaft über Liitzens,Zaudern. Der einzige,, der es verstand, war ich, und ich mn^ sagen, ich hatte einiges Herzklopfen. Nach langen, langen Stunden man gab die beiden schon verloren — tauchte iff wieder auf. Wenn wir inzwischen nicht schon um Kops und Kragen gekommen waren, lvaren es nur die H-emde schuld, denn das feindliche Feuer war merttoürdiger- w üe fast ganz. emgeschlafen. Aber wie sahen Lutz und Jürgens aus. Saß Gesicht zerkratzt und die Uniform zerrissen, als ob sie au» Nahkampf im Schützengraben und nicht ans der Luft kämen. Na, ans alle Falle brachte Lutz toertvolle Aufklärungen nut Fragen.konnte rch einstiveilen nichts, denn nun ging bei uns der ^Aüentlich erst los. Miinitionswagen rasten heran, miser Schnellfeuer setzte wie em Ungewitter nach dem nunmehr bekann- ^ ^lir, bre Luft bestand nur mehr aus Rauch, Flammen und berstendem Krachen. Ter Feilid wehrte sich gegen die Ueber- raichung verzweifelt. Mit verbissenem Grimm arbeitete bei uns alles an den Geschützen. Tie Offiziere schleppten selber Munttion, wo s notig war. Mitten in dem! tobenden Strudel reicht mir Lnß die Hand nnd sazt mit einem Lencht-m im Gesicht, das ich me verEsen werde: „Du. rch Hab mein Glück gefunden!" — „Waürbaftig?" x< *> U1 *. durchs Glas uiü> schreie: FünftausendseiWhimdert! schnell Kinder! - Feuer! - Sb, das' hat dich wohl der Jürgens gelehrt?" - Und Luh kurbelt an der Hauhchc nebenan, M^Ä.tz"^b^ckmtzwirkung und sagt: .Lta, der und — ein Mädchen ^.^Was , sag ich und helfe dem Wachtmeister, 0geschlagen hat, das Verbandzeiig aufreißen, r ^Radel? Tu bist wohl rrre, mein Sohn?" — „Zweites ^uer. — Bumm, so'n Tellfelsding von Granate fdrmettert ein paar Meter hinter uns ein und wirbelt uns Blatter durcheinander. ,^frre?" sagt Lutz und ruckt sich den Helm wieder gerade. „So wenig wie du!" Hub Hch wieder an seinem Geschütz zu schaffen. „Aber laß uns ^UsiL^oilen aushoren davon. Nachher erzähl' ich dir weiter Erst müssen wir sie klein kriegen." ■ Und wir kriegten sie klein. «Aberrds. saßen ioir zusammen. Lutz auf einem toten Gaul richten ^ """ zerschossenen Protze. Ta fing er an zu bc- H°b Mein Glück gefunden und, ich! fühl' es', auch mein Zch'asal. — Ach, schon wieder die senttmentatikät! Junge, eA hat euigeschlagen. Ich Mn verliebt," Das Spassen war ihlu nicht ernst. . r , "Ra," sag ich, „alles hüchch der Reibe nach. In der Luft vast du doch wohl zum Verlieben keine Gelegenheit gehabt" SchlöMMs°niedcr"’ W ° öiil ' aenä «i»g in der Stühe eine« »«-der, „Wieso seid Ihr denn ?. audet? Und wie seid Ihr denn aus dem Gebiet hinter der feindlichen scheinend habe er zusammen mit seinem Widersacher entweder in den Tod oder in die Gefangenschaft gewollt. Lutz. meinte gelassen, er habe ihn nicht gefragt, denn sie feien iefet wieder ein ioecj und eine Seele. ^ ^, „Na, schliestlich hatte ich ihn fest. War bei dem Geschaukel nicht so einfach. Gesessen haben wir auch ein bißchen aufeinander, da trifft der Unglücksmensch nicht mich, sondern den Benzinbehälter. Das Ende vom Liede war, daß wir schüeßlrch lueit hinter der feindlichen Front verhältnismäßig wohlbehalten! ans einer Weide I>criiuterfantat. Ich tat, als ob nichts vorgefullen sei, ließ Freund Jürgens, den ich vorsorglich an weiteren Dumnr- heiten verhindert lullte, los und machte m!ir an dem Apparat zu tun. Das machte ihn zuerst stutzig. Dann schnappte er rtach memer Hand und heulte los wie ein Schloßhnnd. Dann schoben Mr m der schönsten Eintracht unsere lecke Maschine auf das Schlößchen zu, das weiß und zierlich ans dem Wald lugte. Voll emem F-emde war weit und breit nichts zu sehen." , _ ,. , . Ueber die Teufelsfahrt war nichts weiter aus Lutz heraus zu bekommen. Ec atmete tief auf. Leise sprach er weiter. „Daun sah ich das Mädchen. Sie kam die Freitreppe herunter und sah uns mit großen, bangen Augen an. Wie das kam, weiß ich dir nickist mlehr zu sagen: Ich stand v-or ihr, hielt ihre .Hand, sah ihr in die Augen — wir sprachen kein Wort. Ich Muß in dem dkngseniblick wie ein Schulhüb ausgeschn haben. Ob die Geschichte inlit Jürgens meine Nerven etwas mitgenonrmen hatte — mag sein. Jedenfalls war mir vorerst wie im Träumt. Ich hörte Jürgens sagen, in zwei Stunden wurde er den Apparat wieder in Stand setzen können. Ich solle mach nur ausruhen. Ta sagte Lutz Plötzlich heftig. „Sieh dir dies Bild an. Und dann sag imir, ob ich Unrecht tat, wenn ich nicht daran dachte, daß ent deutscher Offizier jetzt andres zu tun hat, als einem Mädchen den Hof zu machen. , ... . ., Mit einer Weichheit, wie ich sie nie an ihm' geiehn, reichte mir Lutz eine Photographie. Ich sah ein unendlich süßes Gesicht Ntit tiefen schuldlosen Äugelt, die einen merkwürdigen träumerischen Zwang selbst auf dem Bilde ausübten. Ich konnte nicht anders. Ich sagte: „Ich verstehe dich." Lutz sah regungslos ins Feuer. . „Tann sind rvir langsam, als ob das so sein müßte, m den alten Park gegangen. Saßen zusammen unter einer himmelhohen Blutbuche, erzählten uns. Sie ist durch einen totkranken Vater an das Schloß gefesselt. Tn lveißt, was es heißt, zehn Kilometer hinter der Front zu warten, was die Schlachten bringen. Dann haben wir uns geküßt. Du Lieber, du Starker, hat sie gesagt, ich vertrau' auf dich? Gleich als ich dich sah, Hab ich denken müssen, daß der Himmel uns dennoch nicht ganz verlassen will. Ob du uns helfen kannst, weiß ich nicht, aber ich Hab keine, Furcht in deiner Nähe. Und sie hing mir am Halse und weinte und zitterte trotzdem. Darüber, daß wir durch eine Welt getrennt seien, wurde feilt Wort gesprochen. Als ob eurer dem andern nicht webe tun wollte. Das war die schönste Stunde meines Lebens. Uno bald ist Jürgens gekommen und hat gesagt, daß wir fahren ürußten. Wieder hat sie altes vergessend alt meiner Brust gelegen und and) ich kümmerte mich nicht unt den Zuschauer. Und da haben Nicht nur zwei, sondern drei Mertschen geweint. sie, ich und — Jürgens, der mir vor einer Weile noch ans Leben gewollt. Dann ging es fort. Ich kalln nicht weiter drüber sprachen. Was weiter kam!, ist nicht von Belang. Wir hatten Glück und konnten unfern Auftrag erfüllen. Lutz sprang ans und ging mit großen Schritten auf und nieder. „Ich bin, lveiß Gott, kein Fatalist und gcb' mich den Kuckuck mit solchem Schnickschnack ab. Aber heute ists mir unheimlich ge- winden. Merkst btr, daß diese Geschichte schon damals angefallgen hat, als-ich auf Heckhansen dem Jürgens beit dummen Streich gespielt habe? — Und nun sag mir ein vernünftig Wort. Ich bin ltnc aus dem Boden gerissen. Wie soll das enden? Ich sehe kein Vorwärts und kein Zurück!" Er blieb stehen und sah mich an. Ich fühlte, wie auch mir die Tränen kamen und könnt; ihm nur schweigend die Hand geben. Dann legten wir uns zum Schlafen nieder, Wenns damit auch nichts geben sollte. Mitten in der Nacht merkten wir, wie wir beide noch wachten. Da hatte er sich wieder in der Gewalt. „Xu, ich Habs durchgebissen," sagte er. „Ueber alles die Pflicht. Es ist »och nicht zu spät. Das dank ich Gott vor allem!" Margens in aller Frühe waren neue Nachrichten da. Gute. Der Feind war znrückgegangen und hatte neue Stellungen be-- zogen. Flieger hatten trotz der Dämmerung schon verläßliches Material hangen können. Exzellenz strahlte. Tie Batterien fuhren los. Eine nach der andern. Wir waren die letzte. Die Batlerw des Oberleutnants von Krumbach fuhr im frühen Morgen über die wind- und regengepeitschte Heide scharf nach Osten. Sie hatte den Auftrag, Schloß Schönhof und die anschließenden neuen Stellungen des Feindes Punkt 8 Uhr wrter schweres Feuer zu nehmen, wo der allgemeine Artillerien ngriff beginnen sollte. Ich ritt neben Lutz. Wollte ein Gespräch über irgend was mit ihm beginnen- denn sein Gesicht wollte mir nicht gefallen. Da sagte er mit seltsam trockener Stimme: „Gib Dir keine Mühe, lieber Kerl! Du weißt ja nicht, was ich tun muß. Ich sagte Dir gestern abend nicht, daß das Hans, wo ich Glück und mein Schicksal fand, — Sck)önhof heißt." Er gab seinem Gaul die Sporen und ließ mich allein. Kurz nach 8 Uhr ging das Schloß Schönhof in Flammen auf. Alle Wege standen unter Sperrfeiver. Der Feind mußte weichen^ Um die Trümmerstätte strich, als wir ankameu, kläglich eick kleines Windspiel und suchte immer wieder durch den Rauch zck dringen, als ob dahinter die d.Penschen seien, bei denen es Rettung aus dem Greuel finden könne. Von den Straßenbewohnern fand sich keine Spur. Nim wißt ihr — schloß der jnnge Artillerieleutnant, warn ick Lutz Krmrtbach nicht lacht und so wenig spricht^ Seid ihr ihm böse drum?" * vüchertM — C. G. R e u l i n g. Nr. 1042 der bekannten Roman- und NooelleN'Sammlnng „Kürschners Bücherschatz* - Hermann H i l l g e r Verlag, Berlin-Leipzig. Preis 20 P'ig. - »Von Helgoland bis Bagdad IE Geographisch wie historisch ist in dieser Formel der Kampf Deutschlands um seine Weltmachtstellung zufannnengefaßt. Helgolandvertrag nndBagdad- bahnpolrtik, zur gleichen Zeit in die Welt getreten, in der gleichen Weise von der deutschen öffentlichen Meinung falsch gedeutet als politische Schwäche. Maximilian von Hagen, durch verdienstvolle Unlersnchungen über die Politik Bismarcks bekannt, liefert in seiner soeben bei F. Brnckmann, München, erschienenen Schritt »Geschichte und Bedeutung des Helgoland-Vertrages" (1 Ml.) den Beweis, daß ohne den viel geschmähten Helgolandvertrag, wo wir scheinbar „einen neuen Anzug tür einen alten HosenknopsE hergaben, eine deutsche Weltpolitik nicht möglich geworden wäre. Warum Bismarck, obwohl er selbst als Reichskanzler den Erwerb Helgolands erstrebte, den Helgolandverkrag verurteilte, wie unser Kaiser mit klarem Blick die Erfüllung seines Jugendlranms, die Gewinnung Helgolands, tum Ausgangspunkt der deutschen Weltpolitik machte, wie sich unsere, aber auch die englischen sogenannten kolonialen Autoritäten über die Bedeutung des Vertrages täuschten, dies alles entwickelt der Verfasser mit Hilfe des besten Qnetlenmcllenals sachlich und überzeugeud. — Melanie Ebhardt: Glück uub Größe. Gedanken dcZ Trostes ilnd der ErkeimtuiS. — Verlag von Egon Fleischet & Eo., Berlin W. — Preis 3 M k. Was die Aufsätze, die Melanie Cbhardt unter dem Titel „Glück und Größe", Gedanken des! Trostes und der Erkenntnis, hat erschciitelt lassen, aus der Flut der Kriegsaufsätze so bem-erkenÄvert heraushebt, ist die große, Tatsächlichkeit mtb Wirksamkeit des Trostes, den das Buch Zit bieten hat. — Die Aufsätzse sind ohne Ausnahme, auch da, tvo sie mit einem! fast herben Ernst mahnen mtb warnen, Ocnt einem! unerschüllerlichat Glauben getragen. Immer wieder tri unk' phiert die gervisse Zuversicht, „daß. der Wog der Menschheit aus demi Dunkel ins Helle führt." — DiL ?6ufgctben deS deutschen Bottes sind mit voller Klarheit als die schlechthin höchsten Mettsctzlrchi- keitsziele überhaupt erkannt, und ans einem! festen Glauben heraus, der 'das Buch trägt, erlväcM mit voller Selbstverständlichkeit die Forderung unermüdlicher Selbstzucht, strengsten Verantwor- tungsbervußtseiiks für das denlsche Bolk llr feiner Gcffcmrtheit. — Ter tiefste Kern des Buches blocht aber die geradezu ivnnderbare Fähigkeit zu trösten, geboren aus der tiefen Erkenntnis, daß kein Leid vergebens sein kann, daß es fruchtbar wird, tntb daß die Segnungen dereinst erlittener Schmerzen fühlbar sind bis auf den heutigen Tag. — Der Siit der Aufsätze ist von größter Eindringlichkeit und oft Kühnheit, wie sie der Mut verleiht, Gedanken bis ans Ende zu denken. Bon d e r r u s s i s ch e n Grenze. Von Fritz Skowronnek. Verlag von Otto Janke, Berlin SW. Preis 50 Pig. Die wackeren Ostpreußen und Masnren sind der Schntzwall gegen unseren gefährlichsten Feind gewesen. Nahe der russischen Grenze spielen sich die Erlebnisse ab, die der „Dichter Masnrens" nns erzählt. BätjeL An eines Stromes schönem Strande Liegt die Stadt, die ich jetzt mein'. Zwei Zeichen tausch': ich ivär' imstande Und bäte gleich: „Schenkt davon eint" Auslosung in nächster Nummer. Auslösung des Gleichklangrätfets in voriger Nunitttttr Das Tor, der Tor. Schriftleitung: Aug. Goetz. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.