Donnerstag, den 9. Dezember Die vom Rauhen Grund.. Roman von Paul G r a b e i n. Gesetzliche Formel für den Schuh des Inhalts in den Vereinigten Staaten von ^merikia : Copyrielvf 1914 by Drethlein & To., G. m. b. H , Leipzig. . (NaÄ>ruck verboten.) (Fortsetzung.) Ihr Männer — besonders ernst und tief ist unsere Trauer an dieser Bahre. Der dort liegt, er ist der Letzte seines Dauses. Mit ihm erstirbt sein Geschlecht. Nur eine Frau ist es, in deren Adern noch weiter etwas fließt von seinem Blut." Ein Blick glitt hinunter zu Eke von Selbach, die ernst, aber mit Haltung in ihrem Stuhl saß. Ausrecht, dessen sich bewußt, was sie sich 'schuldig war als Hüterin der Fa- milientradition. Doch dann sprach Burgmaun weiter: „Aber diese Frau trägt einen andern Namen. Der Name derer von Grund sinkt ins Grab mit dem Letzten ihres Geschlechts. Ihr Männer — das will uns seltsam schwer ankommen. Die von Grund — das gehörte zu uns, das gehörte zur Heimat, wie draußen Wald und Berg. Und nun ist es damit vorbei — für immer. Ist ies su ns nicht allen, als trüge man mit diesem Toten ein Stück von uns selber zu Grabe?" Ein Zittern schwang hörbar aus der Stimme des greisen Priesters, auch wie er null fortfuhr, in innerster Bewegung: „Wahrlich, es ist vielleicht kein Zufall, daß Henner von Grn'.ld in die Gruft sinkt, und mit ihm sein Geschlecht, zur selben Stunde, wo all das um uns her zu versinken beginnt, an dem unsere Herzen gehangen haben mit unerschütterlicher Liebe. Wie ein Wahrzeichen ist es, daß jcoermanll offenbar werde: ,Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit!' --" Ein Verhalten der bebenden Stimrne, dann sprach Burgmann von neuem, doch fester nun. Etwas von der einstigen Wucht lag in seinen Worten: „Ihr Männer, es ist ein schwer Ding, zu leben all zweier Zeiten Wende. Uns ist es beschieden, das an uns zu erfahren. Wir sehen die Welt unserer Vorväter versinken, die unserem Fuß festen Halt gab. Solche Zeit braucht doppelt aufrechte Männer, um sestzustehen. Wir haben den Kamps ausgenommen gegen die neue Zeit, die «tut rücksichtsloser Gewalt ein gebrochen ist in unser stilles Tal, die uns den Frieden unserer Herdfeuer gestört hat. Wir haben gckänspft, so lange es iu unseren Kräften stand. Wir haben gekämpft und verloren. Ihr Männer, das ist bitter, aber es ist keine Schmach. Es ist nicht immer die bessere Sache, die siegt. Wir weichen einer Uebermacht, einem Gegner, an dem unsere Massen machtlos abprallen. Hocherhobenen Hauptes gehell wir von Gder Wahlstatt. Wohlall, so mögen sie uns denn unserer Väter Scholle nehmen — wenn es Gott nicht noch gefällt, in letzter Stunde sich unserer guten Sache zu erbarmen. Wir räumen das Feld in Ehren. Schmachvoll wäre es nur, beugten wir uns vor dem Sieger, vergönnten wir dein Geist der neuen Zeit, Besitz zu ergreifen auch von unserem Herzen. Aber das, ihr Männer vom Rauhen Grund," — gewaltig dröhnte jetzt die Stimme Burgmanns durch die weite Halle —, „das sei fern von uns! Uub darum laßt uns jetzt hier an dieser Bahre alle miteinander ein heiliges Gelübde tun: Treue zu halten, wie dieser Tote, uns selber! — Das walte Gott, Amen!" So klang es machtvoll hin über den Sarg Henner von Grunds, und dalin trugen sie ihn hinaus in endlos langem Zllge, hin zum Erbbegräbnis bei der Kirche am Unterdorf. Fromme Choräle spielten sie auf dem Wege zum Friedhof. Aber als das ernste Werk getan, als sich die Heimaterde wieder geschlossen über dem Leibe ihres Sohnes und der Zug nun zurückkehrte, da-schmetterten helle Klänge weithin durch die herbstliche Flur: „Im Wald und auf der .Heide —" und andere frische Jägerweisen. Die Kapelle der Grünen Gilde. Ein tiefblauer Himmel wölbte sich dabei über den abgeernteten Feldern. Weiße Wolken wanderten eilends, durch die Stoppeln pfiff der Wind. Und plötzlich flog, vom Geschmetter der Jagdhörner ausgeschreckt, aus dem Ackerstück dicht neben der Straße ein Volk Rebhühner auf, rnit scharfem Schwirren. Da sahen sich alle an und nickten sich zu. Wie wenn sie sagen wollten: Könnt' er's noch hören — so wär's ihm recht! Sv nahmen die vom Rauhen Grund Abschied vorn letzten Herrn des Adligen Hauses.- Am dritten Tage darauf wer es. Gerhard Bertsch kam heim von seiner Reise. Es war also nicht die Unwahrheit gewesen, als er den Kranz an Eberhard von Selbach hinuntergeschickt hatte mit den paar Zeilen, die sein Fernbleiben vom Begräbnis mit beruflicher Abwesenheit entschuldigten. Nur daß er die Fahrt nicht gerade auf diese Tage hätte zu verlegen brauchen. Gern hätte er auch Henner von Grund die letzte Ehre erwiesen. Gerade weil es hart auf hart gegangen war zwischen ihnen beiden. Er wußte den ebenbürtigen Gegner zu achten. Dazu war er selber zu sehr Sohn seiner Heimat. Mer durfte er Eke die stille Weihe dieser Stunde mit seinem Anblick stören? Also war er denn ferngeblieben. Erst heute kam er wieder zurück, wo die Kränze draußen auf dem neuen Grabhügel schon zu welken begannen. Nachdem er abgelegt, trat er zum Schreibtisch. Die Post, die in seiner Abwesenheit eingelaufen war, harrte dorr bereits seiner. Er sichtete die Eingänge. Ein Kuvert mit Trauerrand war darunter. Er erbrach es. Eine gedruckte Danksagung für die anläßlich des Tauerfalls erwiesene Aufmerksamkeit, erstattet von Eke von Selbach geb. Grund und Eberhard von Selbach. Sein Auge blieb auf dieser ttuterschrist hängen, mit einem starren Ernst. Da gshörte sie nun zu dem andern, eng und unauflöslich, die einmal sein eigen hatte werden "ollen. Jetzt lväre die Stunde dagetvesen, auf die sie damals o sehnsuchtsvoll gewartet hatte. Frei von jedem fremden — 762 Willen hätte sie an seine Seite treten können, vor aller Welt! Und nun? Hart lachte er auf. Mer die Hand, die das Blatt hielt zitterte. Dann warf er die Anzeige beiseite, zu dem Erledigten, und griff nach andern Eingängen. Es gab gleich zu tun. Wenn man einmal ein paar Tage fort war, sofort war es zu merken. Nun, es war gut so. Doch die Wirtschafterin störte ihn bald wieder: ein Besuch, Doktor Herling. Er stand auf und trat dein Freunde entgegen. Der begrüßte ihn mit frischer Stimme. Er sah überhaupt verjüngt aus, froh und zufrieden. Recht wie ein junger Ehemann soll. Im Februar hatte der Doktor nämlich beim Wintersport auf den: Astenberge ein Mädchen kennen gelernt, nicht ganz jung mehr und keine Schönheit, aber ein guter Kamerad; das hatte er sich nun heimgeholt vor ein paar Wochen. Und freute sich jeden Tag, den Gott werden ließ, von neuem dieses gescheiten Einfalls. Auch jetzt, wie er sich nach erfolgter Begrüßung Gerhard im Sessel gegenüber niedergelassen hatte. „Ich sage dir, alter Junge, es geht nichts über die Elie! Man wird ja erst richtig ein Mensch, wenn mdl sein eigen Haus hat, eine Frau darin. Ich versteh' dich nicht, wie du es noch immer so anshalten kannst.' Bertsch zuckte die Achseln. Er sah nicht auf dabei. Seine Hand ordnete wie gedankenverloren an dein Briefstoß vor ihm. Der andere aber ließ nicht ab'. „Du mußt auch heiraten! .Herrgott, ein Kerl wie du, der findet doch bald jemanden." „Gewiß, eine Frau zu finden, die einen heiraten will, das wäre wohl nicht allzu schwer. Mer — man muß doch auch sie wollen." „Ach so, die Liebe meinst du? Ja, mein- Bester, da will ick dir mal was sagen. Das mit der großen Leiden-! schast, das ist ja alles Überspanntheit! Braucht's denn das aut* Ehe? Wenn inan sich nur sympathisch ist und beiderseits den guten Willen hat, das genügt vollkommen. Das andere findet sich schon. Man gewöhnt sich aneinander und verwächst zusammen ganz von selbst." ,„3d) weiß nicht — ich denke da doch anders. Vielleicht bin ich recht altmodische aber eine Ehe ohne Liebe — nein! Mr den faden Haustrunk, den du mir da anpreisen willst, bin ich nicht zu haben. Die Frau, die ich in mein .Hans, in meine Arme nehme, die —" Mit steigender Erregung hatte Bertsch gesprochen, doch jäh brach er ab. Verwundert sah der Freund auf ihn. „Das hätte ich nie von dir erwartet. Ich hatte dich immer fiir ganz kühl gehalten den Frauen gegenüber. Nur einmal —" Er verstummte nachdenklich. Dann fragte er psätzlich: „Sag' mal: hast bu eigentlich nie daran gedacht, daß Eke von Grund wohl eine Frau fiir dich gewesen wäre?" „Eke von Grund? Nein — nie." Ohne Besinnen kam die Antwort. Mer wohl etwas zu hart und schroff. Der Doktor schwieg. Doch die klugen Augerr hinter der goldnen Brille ruhten beobachtend auf Ber-tsch, der sich jetzt tiefer über seine Briefe gebeugt hatte. Da trat ein Verstehen in des Arztes Blick, und ein Mitleid zugleich. Er ließ das Thema fallen. Von diesem und jenem plauderte er noch. Dann sah er nach der Uhr und erhob sich. „Abendbrotzeit — meine Frau wird mich schon er- warten. Ich muß heim. Mer, weißt du was ,komm mit!" . Ein Kopsschütteln. „Ich- will euer junges Gliick nicht stören." „Ach, Unsinn ,du störst Uns nicht. Im Gegenteil, meine Frau wird fich freuen." „Vielen Dank, mein Alter." Bertsch drückte dem Freunde dre Hand, „aber es geht wirklich nicht. Hier - du siehst ja, das will altes noch heute aufgearbeitet sein" Da gab Doktor Herling es auf. - „ ri'f'®, bu 'Elst- Nun, dann bald ei» andermal. Horst du?" Wohl nickte Bertsch aber als er den Freund hinaus- geleitet und wieder ms Zimmer zurtickkehrte, stand in seinen Ztlgen ein finster entschlossenes Nein. Allein sein, qnt - dannt wurde man fertig. Es mußte ja sein. Aber das Glück Zweier anderer mitansehen und dabeistehen mit leeren Mn- , V n L^ cr f n ba§ ' brennende Sehnen - ein, das konnte niemand verlangen! Gerhard Bertsch setzte sich wieder an seineil Schreibtisch; aber statt nach den Kr bearbeitenden Eingängen, griff die Rechte in dunkelm Zwang nach! dem Briefkörb : Erledigtes', und wieder starrte sein Auge auf den schwarzumränderten! Biogen. Eke von Selbach — die Frau dies andern. 9tie würde er es vergessen, nie verwinden können, daß sie einst ihm angelobt war, daß er sie verloren durch eigene Schuld'. Nie würde eine fremde Frau in diese Räume hier einzieheu§ die bestimint gewesen waren, sie als Herrin zn begrüßen- denn er — er liebte sie und würde nie aushören, siü zu lieben. ^ « November war es. Grau die Luft. Schwer flatterten die dunkeln Vögel mit mißtönendem Gekrächze über die Flur, ttnheilkündend. Und ebenso schwirrten im Rauhen Grunde Gerüchte. Schon seit einiger Zeit war ein Raunen umgegangen i Mit dem Reusch-Mannes stimmte es nicht mehr. Er Wirt-, schäftete hintenaus. Daran konnte all sein großartiges Auf-, treten nichts ändern. Das- Auto, der kostbare Pelz, der Sett bei jeder Gelegenheit. Mer nun sprach sich noch ein anderes herum: Auch mit seiner Gründung Reuschfelde und der ganzen Baugenossenschaft sollte es schlecht stehen — sehr schlecht sogar. Ta zog Unruhe und, Sorge ein in manches Hans im Rauhen Grund und immer häufiger kamen die Nachfragen in die Bureaus der Baugenossenschaft, aber sie fanden hier nur verlegene Gesichter, ein Achselzucken und stets den Bescheid, Direktor Reusch wäre nickfi da. Er sei auf einer geschäftlichen Reise. (Fortsetzung folgt.) Unter Hornvipern im blutigen ttarst.'» ! Boir R i f ü t Gozdovic P a scha. Tie Streifung War beendet. Noch vierundsiebzig Falken (Mow teuogriner) hatten wir aus ihreu Nestern gehoben, dacnnte« neun- L-ehn Weiber. Bei wahreren der letzteren fanden wir solche Beweise für die an unseren Soldaten verübten Bestialitäten vor, daß wir Offiziere Mühehatten, nufere Leute davon abzuhalten, diese Me-, gären sofort mit dem Kolben niederzuschlagen. Sie wurden an- emander gefesselt und blieben dem Feldgericht Vorbehalten Es war sieben Uhr abends und wir infolge der nberstandenen Aufregungen, des Steigens und Kämmens über die und zwischen 5" MEEasteln", der Tageshitze und des Höllendnrstes völlig erschöpft. Nur mit großer Not waren wir imstande, es den Len^ Ltcn zu verwehren, ans den Mrmer- und egelbevölkerten Zister-, nen, die nebstbei giftverdächtig waren, ihren Durst zu fällen. Nlchtsdestvwemger gelang es einigen, durch ihr schweißdurch- tranktes Taschentuch dieses ekle Naß einzusangen, welche Unvorsichtigkeit fte auch bald nachher mit einem Unterleibstyphus be-, zahlten. Kerner von uns, weder Offizier noch Mann, hatte ein ganzes Stück ferner Uniforni am> Leibe, viele hatten sich an den meßerscharsen Gesteinkanten die Sohle abgerissen und hinkten mit zerschundenen Zehen. In dieser Verfassung wollte der Kommandant sein Detachement nicht noch zum', Standort der Brigade zurückführcn, um so wen lg er, als bis dahin geschlagene fünfzehn Kilometer zurückzulegen gewesen wären. Was in diesen: Terrain soviel heißt wie ftinszrg Kilometer auf gebahntem Wege! Tie Nacht sank, wie es in: Karst zumeist der Fakt ist, ciskühl herein und der Tau setzte srch in alle Falten. Da in der Nähe ernrge mwersehrte, anscheinend leere Hütten, ,,Kutscha's", standen, beschlossen wir dort zn nächtigen, während die Mannschaft ihre Zeltblatter Zusammenknüpfte, um ohne viele Vorbereitungen än der Südherzegowina schon mehr als einen Mann für immer dienstuntauglich gemacht. Durch keinerlei Mittel aber sind hie Wanzen zu vertreiben, die dort als eine Art unvermeidlicher Hausfetisch geduldet, seit jeher in den Häusern eingenistet sind, sich mit unbeugsamer Energie vennehren und in diesen Breiten eine andernorts ungeahnte Größe erreichen. Von den Läusen will ich nicht sprechen, sie sind als Kops-, Kleider- und Hühnerläuse jedenr, der sich längere Zeit unter der Bevölkerung bewegt, nur zu gut vertraut. „ Eine einmalige Nebernachtung in einer Kutscha deckt den Bedarf auf lange Zeit. -- Unbedingt geboten erscheint es, will man sich wenigstens in einer Hinsicht schützen, vor dem Schlafengehen die Fenster — falls solche nicht durch scheibenlose Lücken ersetzt sind — zu schließen und das Licht zu verlöschen. Im Falle eines solchen Versäumnisses geht's bald„Ssssst", dem ein plötzlicher brennender schmerz folgt. Tann wieder „Sssssst", der Schmerz und so in schöner Folge weiter. Und mit dem Schlaf ist's nun vorbei, man zündet wütend das Licht neuerdings an, haut mit allem möglichen um sich und macht damit das Ding nur schlechter. Denn es sind die Moskitos, die nahezu unsichtbaren Papadatschi, die auf der einen Seite verscheucht, auf der anderen mit verdoppelter Wut über ihr Opfer herfallen. Sie suchen sich dabei mit Vorliebe das Gesicht und die Handgelenke aus, so daß man andern Tages ein getigertes Antlitz und zwei Armbänder aus Pusteln besitzt. Unser Unterschlupf schien ein rechter Ungezieferzwinger zu sein. Wir aber waren an Geist und Körper durch das heut Erlebte derart zerschlagen, daß uns alles ganz gleichgültig war, denn tvir trachteten nur dem markvereisenden Nachttau zu entgehen und um jeden Preis zu schlafen. Ms wird die Tür der Magaza öffneten, fanden lvir diese völlig leer, somit auch die Hoffnung auf einen verhältnismäßigen Ungeziefermangel, nachdeur die dort sonst aufgestapelten Pferdedecken, Säcke und Kleider fehlten. Aus diesem Grunde erwählte sie der Tetachementskommandant zum Schlafgemach, ich eine anstoßende, durch eine kleine Tür verbundene, gleichfalls leere Kammei-, wahrend im Traboschan unsere beiden Burschen nächtigen sollten. Ter meine — er führt den frommen Namvn Llgapith — war gerade daran, ein Zeltblatt auf den steingepslasterten Boden und darüber meinen Schlafsack zu breiten, als es zögernd am Türriegel heriimgriff und sich endlich stoischen Tür und der wimniernden Angel, ttefgebückt ein „Edelmann" hereinschob, die bis zum Boden gesenkte Rundkappe in der schmierigen Pranke. „Zivio, gospodine, zivio jos mnogaja Ijeta; — kako si?“ ch,Du sollst leben, Herr, sollst leben noch viele Jahre, wie geht es dir? ) — säuselte er in sklavischer Tenmt, und ein kriecherisches Feixen verzog sein verkniffenes Raubvogelgesicht zur vollendeten Fratze, woher seine Fuchslichter durch die offenstehende Tür der Magaza zu schielen versuchten. Ich hob den Revolver und sah mir den Kerl erst näher an. Sein Gcsrchtsschnitt gemahnte wohl in einigem an den des Herce- goveen oder Montenegriners, doch erschien es mir, als wäre er eher ein Nachkomme eines der alten Uskoken. Jur erdfarbenen Ge- stchte saß chm eine röuiische Nase mit beinahe durchsichtigen Flügeln, das Nasenbein schien die Haut durchdringen zu wollen. Um den bretten, schmallippigen Dkund stoppelte ein rötlicher Bart hervor und unter seiner pechschwarzen, zerzausten Mähne »völbten stch rote, harthaarige Brauen über tiefdunkeln, unstäten Augen. Entschieden eine Physiognoinie, die namentlich zur jetzigen Zeit den bespannten Revolver ratsam erscheinen ließ. Nachdem ich den widerlichen Eindruck seines Gehabens und Aeußeren überwunden >tte, fragte ich ihn kurz nach feiitent Begehr, während ihm die beiden Buschen den Rücken verstellten. Der Hauptmann lag daneben bereits rn tiefeur Schlafe. Und nun Hub! er mit einer von unzähligen Bückliiigen und Beteuerungen begleiteten Erzählung an, wie er als höchst ehrenhafter, karsntreuer Mamr uiid ehemaliger Angehöriger der österreichischen Kriegsmarine vöii den Montenegrinern seiner ganzen Habe beraubt worden und nun ein Bettler sei, ivas die geleerte Magaza bezeuge. Er versäumte dabei nicht, seinen Landsleuten das ganze, südslavische Schimpfwörterbuch, das au Reichhaltigkeit und eigenartigen Msdrücken nichts zu Müschen übrig läßt. S5t Distanz an den Kopf zu werfen. Nachdem er etwäs Atem ae- schöpft chatte, Nickte er schltehltch wit der Bitte toSSt uldtt £ feen fdm gestalt »u werden wvftir er Mitteilungen über die nächsten Absichten der Montenegriner zu^ kommeii lassen würde. a ö Ich wußte mir im Augenblick keinen rechten Rat, denn der Kerl gefiel mir gar nicht. Daß er weder bei unserer Kriegsmarine noch bei einer anderen je gedient hatte, sah ich. ihm an der Nasen- an, — ich roch also gewissermaßen Lunte, um so mehr uus Überlieferungen und, derzeitige Erfahrungen gelehrt hatten, dieser Sorte am allerwenigsten zu trauen, wenn sie am süßesten T' Den toomüden, eben erst eingeschlafenen Hauptmann wollte ich auch nicht wecken — also was nun ? s , ^ acf > einigem Ueberlogen eröffnete ich ihm kurz und bündig, daß er unter unseren Schutze sicher sei wie in Abrahams Schoße' daß er aber noch bei wertem sicherer in der abgesperrten Küche hinter vergitterten Fenstern wäre. Das weitere wollte ich dann am nächsten Morgen dem Entschlüsse des DetachenientskomMan- danten uberlassen. Der kaisertreue Maat war es unter blumen- reichen Ergebenheitsversicherungen zufrieden und verschwand in fernem Gewahrsam, dessen beide Eisenriegel ich selbst vorschob. „Mit dem do dnnnat daleb'n ma noch lvas, Herr Oberleid- mernte mein Bursche, und der andere nickte dazu. .... "^ohl möglich/ gab ich zur Antwort, „nun — vorläufig aber rn den^Schlafsack0— ** ec ^ C ^ m ^ nc Zermarterten Glieder ^ er rff°x^ ini 9 c fioi't und gestärkt, wenn auch von Insektenstichen zerfleischt, erwachten wir am andern Morgen Wir hatten derart, fest geschlafen, daß wir von dem Ueberfall derQuäl- gerster gar Nichts verspürt hatten. Ten Herren in den beiden andern Kutschas war es schlechter ergangen. Tie waren beim Licht ?.) längere Zeit im Gespräch beisammen gesessen, hatten dann ^senflugel an den Fenstern zu schließen unterlassen und auf diese Weise den Moskitos in zuvorkommender Weise Eintritt ge- ^ahrt. Zudem hatten sie in einem Winkel, in dem dürres Reisig auf geschichtet war, ern gut besetztes Skorpionnest entdeckt und es nach alledem endlich, vorgezogen, vor der Haustür zu übernachten iind tüchtig zu fneren. « dlls ich bent Tetachementskomiiiändaiiten über meinen Ge- Angencu Meldung rnachte ordnete er au, daß ihm eine Büchsenkonserve gereicht werde, und er in seiner Haft zu verbleiben habe. ,/Jch danke ihm bestens für sein Wohlwollen und alle Mit- ttilungen, sagte er, „aber er bleibt eingesperrt, damit er seine, lD0 anders anbringt. Morgen geht er mit, uiid das Brigadekommarrdo soll dann mit ihm' machen was es roitl" w ■ • lJ Verging mit der Mfklärung des Rückweges, der W affen re migung und der wenigstens liotdürftigen Wiederherstellung der Monturen und dK Schrihzeuges. Am Mend über- zerigten Nur uns, daß der Kaisertreue nod> festsaß und gingen! dann zur Ruhe. Es uwchte gegen ein Uhr nach Mitternacht sein, als nnch und die beiden Burschen ein lauter Schrei, der aus der Magaza er- sckioll, aus dem schlafe riß. Wir sprangeii auf und hinüber, ^ort stand der Hauptmann in einem Schrägstreifen falben Mond- lichtev, den Revolver in der Linken; mit dcni blanken Säbel schlug er wie wütend um sich. Jur ersten Augenblick dachten wir. er Ware verrückt geworden, denn lvir erblickten keinen Gegner. Rasch zog ich die elektrische Taschenlaterire hervor, knipste und leuchtete Boden und Ecken, ab. Hinter Mir reckteii die Burschen die Hälse. Da riß es uns, mit einem Male zurück, als wären wir miteinander an einen strick gebünden. Ter Anblick, der sich uns bot, war enr derart grauenvoller und zugleich ekelhafter, daß auch wir unwillkürlich hellauf schrien. In attert Winkeln wand fich's mit schleimigem Knistern iind aus allen Eckeii wälzte, schnellte und schlängelte sich's züngelnd und zischend hervor, die Leiber hoch aufgerichtet, als wäreii es die tanzenden Cobras eines indischen Fakirs. Die Luft des modrigen Raumes war erfüllt von durchdringendem Moschusgeruch, der lich schwer auf die Nerven legte. Hornvipern waren es, darunter Tiere von beinahe Meterlange, me mit ihren rhinozerosähnlichen Schnauzen gierig hin un> her pendelten; — die bösartigsten und giftigsten der Karstschlangen die sich da znm Angriff auf einen Menschen bereit machen. Mir wurtde int ersten Augenblick derart übel, daß ich ganz die Gefahr,vergaß, die mir selbst drohte. Ich stand wie betäubt und schloß die Äugen. Da brachte mich das Aufkliugeul trastiger Nagelschuhe auf dem Steinboden wieder zu mir. Es waren die beidrn Burschen, die mitten unter die Sippe gesprungen svaren und auf ihren Leibern einen regelrechten Schuhplattler tanzten, — ganz unbekümmert iwi da.s Gezisch und die aufklappenden Racheii ringsum. Und Tritte teilten sie aus, daß das Gewürm ilur so an die Wände klatschte. ohne den , . „. die den Hals zum Biß zurückbog. 'Da sah ich den Hauptmann wairkeii. Ich sprang herzu, umfaßte ihn und trug ihn ins Freie. Dbtt setzte ich ihn vor dis Türe uiid lehnte den Besvußtloseu an die Wand. Gebisseii lvar er zum Glück nicht. Da kamen auch schmi hie Biirschen. „Dös? dös Hot nur der Mlkott, der Lnnrp der ölendige, der friachete Hund vn gepicht? Owa wart, du kaißertreier Matros du, wann i bt in nt ei Hand frtag! Deine Schlangen stopf i dir dann in die Gurgel!!" . Ja richtig! Während des Hcmptmmms Bursche bei ihm blieb, eilte ich mit dem meinen zur Küche. Tie war fest verriegelt. Wir liefen ums frauS, und ich leuchtete durch das Fenstergittep Es war unversehrt, die 'Küche jedoch leer. Zurück! Als wtr dte Riegel schoben und eintraten: der Vogel crnsge flogen? Wir waren verblüfft. doch ging uns bald ein Licht auf. Denn neben der Feuerstelle gähnte eine O-eMung, die ins Freie führte, und neben ihr l-ag ein Mauerstein, der aus dem Gefüge genommen 'morden bvar. 'Nun ging uns,ern Zweites Licht auf. Der Biedermann, der bei uns Schutz gesucht hatte, war wahrscheinlich schon in der ersten Nacht durch dieses Loch entschlichst und in den Karst gewandert. Dort l>atte er nach Eintritt der Tageshitze die sehr häufigen Bipent, die sich im Gestein sonnten, zusammengefangen und in den Sack getan, den wir -moschusduftend später unter denk Fenster der Magazr vorfanden. Seine Bürde hatte er dann nn Schutze des zerklüfteten Terrains glücklich heimgeb rach^ und seine Klause wieder bezogen. Heute nacht aber hatte er den Sack durchs Gitter des Fensters, desscm Eisenflügel zu schlichen wahrscheinltch vergessen worden war, m die Magaza entleert und sodann das Weite gesucht- ^ ^ . .. Mir war der Schlaf gründlich vergangen. Wahrend drm die Burschen brennende Misigblindel unter die Reptile warfen und hierauf die Türe der Mügaza schlossen, hüllte ich mich tu tnetnen Mantel und setzte mich zum Häuptling hin. Der hatte einen kräftigen Zug aus seiner Feldflasch- getan, denn er war fttegenschwach. Mer seinen schwarz gelben Armeehunwr hatte er bereits wieder: „Du," sagte er, „eine verdammt romantische Gegend das, — wirklich! Wie nur diese Ludern gestunken haben, — romantisch, sag' ich dir! No — hast es ja selbst gerochen... De Pfeifend ecket (Offiziersburschert) kriegen jeder von mir einen Zehnkronenzettel, bis ich soweit bin, daß ich wieder in die Tasche greifen kann. Oder weißt was, — zieh mir's Börse! selber 'raus, — tu der Hinteren Hosentasche Hab' ich's .. „Ja!!" sagte ich aus vollem Herzen. — Unseren Schlangenbeschwörer haben lvir nacht mehr zu Gesicht bekommen. Wohl ihm, t— ich denke, kein Fetzen wäre von ihm übrig geblieben ! Menzel - Erinnerungen. Adolph von Menzel, dessen 100. Geburtstag tut Feuilleton bereits gewürdigt wurde, war nicht nur ein höchst individueller Künstler, sondern auch als Mensch eilte Persönlichkeit _ von originellster Eigenart. Er lebte ziemlich abgeschlossen, und seine ehrliche, grade, in ihrem Urteil oft rücksichtslose Natur war nicht geeignet, ihn dem lauten Gefellschaftsleben näher zlt bringen. Doch wenn er wirklich emmial Freundschaft geschlossen hatte, so dauerte diese fürs Leben. Eine solche enge Freundschaft verband Menzel mit dem vor Monatsfrist verstorbenen Maler Paul M eh erste tut. Aus einem Freunde des Vaters Melker heim wurde er £um Freund des Heranwachsenden Sohnes Paart, dessen künstlerische Entwick- lung er mit der größten Sorgfalt überlvächte und förderte. Als Wetzerheim für das Museum in Danzig ein Cbodowieckt-Porträt matte, wurde der um Vieles ältere Menzel sogar eines Nachts ztim Modell seines Bewuttderers und Schülers. Nach einer Gesellschaft bei Meperheim, die erst in vorgerückter Nachtsttrnde ihr Ende erreichte, sprach Menzel, der Zeit imd Form vergaß, wenn es stch tum Kunstdinge handelte, den Wunsch, aus, das Porträt zu besichtigen. Er tadelte die Zeichnung der Hände, setzte sich in seiner tm- pnlsiven Weife vor Meperherm hin und verlangte, daß dieser sofort eine Studie nach Adcnzels Händen mack)e. So saßen beide tm Frack in deän ungeheizten Atelier, der eine malend, der andere als geduldiges Modell. Menzel schlief öfter vor Müdigkeit ein und erkundigte sich beim Erwachen gewissenhaft, ob er noch richtig sitze. So wurde der Fehler an vem Bilde noch in derselben Nacht beseitigt. — <£in komisches Erlebnis hätte Menzel in Paris^ wo er 1867 auf eigene Faust neben der Weltausstellung eine Ausstellung seiner Werke errichtet hatte. Er besuchte den berühmten Cour bet und traf diesen an, als er gerade dabei war, ausznfegen, und gab ihm 1 Francs Eintrittsgeld, den der Franzose wortlos und mit ernster Miene einsteckte, ohne den Irrtum Menzels, der unter anderen Umständen hätte peinlich wirken können, auszuklären. — Menzel nahm Meyerheim stets zu den Hoffestttchkciten mit, um sich seiner als — Wandschirm zu bedienen. Menzel, der bekanntlich von sehr kleiner Gestalt war und daher bet dem Gedränge der .Hosversantmluitgen nicht alle Persönlichkeiten hätte studieren können, die ihn als Künstler interessierten, stieg nämlich in irgend einer Ecke zum Sehen und Zeichnen aus einen Stubch und Meyerheim mußte, sich davor stellen, um titit seiner Gestatt das bent Hoszere- moniell wenig entsprechende Gebühren der kleinen Exzellenz zu verdecken. — Als Menzel einmal kurz vor seiner Abreise nach Kis- singen, das er alljährlich zunt Kurgebrauch auszusuchen pflegte, eine Dame empfangen mußte, war er sehr in Verlegenheit, da seine Wohnung sich insolgle der bevorstehenden Abfahrt in großer Ilnordnnng befand. Daher führte er die Besucherin in sein wohlaufgeräumtes Schlafzimmer. 'AkS im Laufe der Unterhaltung der Blick der Besucherin wiederholt aus die beiden Photographien von Michelangelos „Moses" und „Meta" sieh äußerte Menzel: man muß am Morgen immer gleich etwas Gutes sehen. Dasselbe hat mir übrigens attch der Kaiser gesagt und führte mich in sein Arbeitszimmer im Neuen Palais. Und was sah ich: Mein „Hochkirch" — das meinte der Kaiser mit dem Guten." — Da er selbst alles Aenßerliche verachtete, machte Menzel sich oft über die ,,Mode" lustig, die seinen Arbeiten Verehrer schaffe, welche in Wirklichkeit den Kuckuck nach ihnt fragten. Besonders wählte er ei nett geriebenen Kunsthändler, der ihn stets nttter der Maske des Kunstfreundes aufsuchte, zum Ziel seines Spottes. Ter Händler berief sich inrmer auf seine tiefempfundenen Gefühle, um die Gemälde auf diese Weise nach Möglichkeit zu einem billigeren Pretse erstehen zu können. Oft sagte er: „Mein Herzblut gebe ich bin >ür diese Perlen der Kunst." Und däbei gelang es ihm stets, die Arbetteu mit einem Gewinn Don hundert Prozent weiterznver-- karlsen. Darum meinte Menzel — auf eine auch heute bei .den Fleischern an den Schlachttagen übliche Sitte anspielend —: ,.Der könnte oft die weiße Schürze heraushängen lassen, wenn er meine Arbetteu verkauft-: der Mann gibt ja immer fein Herzblut her." — Außerordentlich war Menzels künstlerisches Gewissen, das ihn stets weiter lernen ließ und ihn für seine früheren Arbeiten kritisch machte. Als jstm eine Dame einmal auf die erste Auflage der von ihm illustrierten „Geschichte Friedrichs des Großen" von Ktigler verwies — einige Jahre nach dem Erscheineit — prüfte der Meister die Blätter lange nird-nachdenklich und schrieb dann energisch aus das erste Blatt: „Vorliegendes war kein frohes Wiedersehen." Und z'u der Dante sagte er: „Hätte vteles besser machen müssen." ----— vücherttsch. . — Die Träger des deutschen Idealis in u s. Bon Ru doli E u ck e n. Santtnlttnq „Männer und Völker". (Verlag Ullstein & Eo.l. 1 Dlk. — Rudolf Euckeit, der Jeitaer Philosoph, der auch in oiesem großen Kriege begeisternd und mahnend als öffentlicher Sprecher hervorgetreten ist, wendet sich in dieser Schrift an das ganze deutsche Voll. Von Kant bis zur Gegenwart reicht der Abschnitt deutschen Werdens, den er behandelt. Er würdigt den Philosophen von Königsberg als den Lehrer der Pflicht, dessen herber, kräftiger Idealismus dann in Friedrich Schiller zu einem neuen Gefühl der Freiheit wurde. Er bringt uns Fichte nahe, den gläubigen Propheten von DeutschlattdS Wiedergeburt, in befielt unerschrockene Reden von der Berlitter Hauptwache her der bumpfc Schlag französischer Trommeln hallte. Er zeigt, wie durch die Nomantik die deutsche Vergangenheit auserstand, er erläutert Schellings Träume über Kunst und Natur, er läßt uns Schleiermachers Innigkeit lieben und Hegels umfassendes System bewundern, das mit der Entwickelung des deutschen Staatsgedankens zusammenging. So werden ihm die deutschen Philosophen zu un- sterblichett Zeugen der vom Haß unserer Feinde beschimpften deutschen Weltkultur, zu Bürgert einer Ztcknnft, die dieser letzte ungeheure Kamps, der schwerste von allen, uns erobern soll. — Deutsches 5k r i e g s - A - B - C. Preis in lttstigem Leinenlmnd Mk. 2,—. München. Hohlbein-Verlag. — Das soeben erschienene Büchlein schließt sich nach Art und Inhalt eng an den tu deinselben Verlag erschien eiten und rasch sehr beliebt gewordenen Kriegsstruwwelpeter an. Zumal die Zeichnungen sind außerordentlich witzig. Da ist ein jovialer Herr int weichen Klubsessel mit der Friedenspalme in der Hand, von Geschützrohren, Granaten und — Geldsäckeit umgeben. Die Unterschrift, lieber Leser, errätst du wohl. Sie heißt: „Amerika bleibt streng neutral." „Der Hkndenbnrg läßt Russen taufen", lehrt uns ein Bild, in desseir Hintergrund schattenhaft das iriarkante Antlitz des Marschalls dräuend blickt, während im Vordergrund zwei russische Kommis- ftiefel und die zugehörige Soldatemnütze und andere Teile hilflos aus dem „masurischen See" einporragen. Der Vers: „Die Qualle hindert oit beim Baden" ist illustriert dttrch ein kleines, bei unseren Feinden recht unbeliebtes Seenngetnnt, das den badenden Engländer durch seine Fangarme erschreckt. Und schließlich klingt das Büchlein in ein Verslein au§, das in aller Kürze die gewaltigen Ereignisse an unserer Ostgrenze wie int Spiegel zusammensaßl: „Der Zar'sitzt krampfhaft auf dem Thron", und als Gegenstück mit dem Vers: „DasZebra (blan-weiß-rot gestreift)" galoppiert davon, einem alten, gratlbärtigett Herrn, den man für Poincaro haltett könnte und der die Herrschaft über sein Tier zu verlieren int Begriff ist. . - Logognph. Mit m des Landes Stolz mrd Ehr, Mit h endverlel., hohl und leer. (Auflösung in nächster Munmer.s Auflösung des Magischen Quadrats in voriger Nuntitter: B A R T A R I E R I ß I T E I G Kchristleitung: Aug. Goetz. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'jchen Universitäts-Buch- und Cleindrnckerei. R. Lange, Gießen