Die vom Rauhen Grund. Roman von Paul Grabein. (Nachdruck verboten.) ^ (Fortsetzung.) >,9hm, Medizinmann, wie schaut's? Muß doch mal nach dir sehen/' Gutgelaunt trat Bertsch bei Doktor Herling ein. Eine Ungewohnte Heiterkeit strahlte ihm von den Mienen. Auch nun, wo er dem Arzt, der auf der Chaiselongue liegen blieb, kräftig^ die Schultern rüttelte. „Erhebe dich," du schwacher Geist. Es lohnt sich. Ich habe drüben im Hirschen einen guten Tropfen kalt stellen lassen! Na —> kann dich das and) nicht reizen?" „Nee — meine Ruhe will ich haben." „Die hast du nun lange genug gehabt. Schon fünf Uhr nachmittags." „Hast du eine Ahnung! Vor zehn Minuten bin ich gerade erst nach Hause gekommen." Und Herling setzte sich nun auf der Chaiselongue aufrecht. „Ein netter Tag heute. Erst oben die Frau Ebner —" „Ach richtig ,ja." Bertschs Züge wurden ernster. „Wie steht's denn?" „Ein schwerer Fall. Lunge und Brustfell schönstens entzündet. Ich Hab' stundenlang Packungen mit ihr gemacht." Doktor Herling putzte sich mit dem Taschentuch bedächtig die Brillengläser. „Na, aber ich denke, es wird noch mal werden." „Das freut mich für den Ebner. Ein zuverlässiger, ordentlicher Mensch."- Der Doktor nickte und setzte sich die Brille wieder auf. „Na schön, wie ich aber kaum aus dem Dicksten raus bin mit der F-rau, kommt ein Wagen ang-ejagt, drunten! vom Adligen Hause." „Wie?" Der Freund, der sich eben einen Stuhl heranzog, hielt inne. Mitten in der Bewegung. „Ja — der Herr wäre erkrankt, schwer erkrankt." Bertschs Brauen zogen sich zusammen. „Was lag denn vor?" „Wie ich hinkam, batten sie ihn schon ins Bett gepackt. Ein paar von seinen Leuten. Denn er selbst war unfähig, jich zu rühren. Völlig gelähmt, selbst die Zunge." „Doch nicht — ?" „Ja, ein Schlaganfall." .„Schlaganfall? — Wie kam er denn dazu?" . „Irgend eine Aufregung. Vermutlich wohl eine Familien angelegerch eit. Denn Fräulein von Grund verbarg nur schlecht eine starke Erregung," „So -" Bertsch wandte sich langsam ab. Die Hände auf dem Rücken zusammen gelegt, tat er ein paar Schritte iüs Zimmer hinein, aus dem Licht fort. Dam: aber blieb er stehen. „Und wie geht's jetzt mit ihm?" „Ich habe ihn wieder so weit. Natürlich noch immer sehr schwach. Ueberhaupt — ich sagte es auch seiner Nichte — er muß sehr geschont werden. Denn so etwas kann wiedev- kommen." „Hm — gewiß." Und Gerhard Bertsch nahm seine Wanderung wieder auf. Die frohe Helle war von seinen Zügen gewichen. „Ja — wie gesagt, es war ein recht angenehmer Somr- tag. Kannst nuit wohl verstehen, daß ich mich hier langgelegt habe für ein paar Minuten." „Vollkommen. Und du sollst auch weiter ausruhen. Tut mir leid, daß ich dich störte, aber ich hatte ja feine? Ahnung. Also — bis nachher!" „Aber unsere gute Flasche?" „Die läuft uns ja nicht weg." „Hast recht." Und der Doktor ließ sich gähnend von neuem auf sein Ruhelager fallen. Sich auf die Seite drehend, sunlmte er den Vers des Rodensteiners durch die Lippen: Acht jetzt, gut Nacht jetzt! Einst war ich nicht so brav, doch ehrbar wandeln ist das best! — Ich geh' ins Bett und schlaf." „Recht so." Mit einem flüchtigen Lächeln nickte Bertsch noch einmal dem Freunde zu und ging. Draußen aber wurde seine Miene gleich wieder ernst. So kam er nach Haus. Hier setzte er sich an den Schreibtisch und schrieb: „Meine liebe Eke! Eben höre ich von Herling, was geschehen ist. Ich mag nicht viel Worte machen. Das liegt mir nicht. Aber ich wünschte, ich könnte bei Dir sein. Dich in meine Arme nehmen! Was soll nun werden? Kann ich Dich nicht sehen? Wenn auch nur auf ein paar Minuten. Wie es auch kommt, stets Dein Gerhard."^ Er selber brachte den Brief zur Post. Er erhielt keine Antwort von Eke, auch am zweiten Tage noch nicht. Aber am dritten kam sie selber. Es war nichts Ungewöhnliches. Sie hatte ihn in Sachen des Frauenvereins schon wiederholt auf dem Werk aufsuchen müssen. Doch wie sie heute in sein Bureau trat, blieb sie an der Tür stehen. Bertsch, der sich schon erhoben hatte von seinem Arbeitstisch, sah sie betroffen an. Da lief sie plötzlich auf ihn zu. Fest warf sie ihm die Arme um den Hals. „Nein — ich lasse dich nicht!" Er verstand und drückte ihr Haupt an seine Schulter. „Es war wohl schwer?" Sie nickte nur stumm und schmiegte sich dichter an ihn. „Liebe, du." Sanft drückte er seine Lippen auf ihr Haar. So hielt er sie eine Weile schweigend an seiner Brust, bis er ihren Herzschlag ruhig werden fühlte. Dann fragte er: „Und nun?" 684 — Sie machte sich langsam auS seinem Arm frei. Klar blickten ihn ihre Augen an. „Es hilft nichts, wir müssen warten." „Wie lange?" „Bis ihm Aufregungen nicht mehr so schaden können." „Das kann lange dauern, sehr lange, Eke." „Und wenn, es muß sein." „Natürlich — die Rücksicht aus ihn geht ja vor!" Seine Miene verfinsterte sich. Da sah sie ihn an. „Gerhard, er hat mich an Kindes Statt genommen — ich bin ihm Dank schuldig." Seine Hand griff nach dem stählernen Vriesbeschwerer neben sich aus dem Schreibtisch. „Das heißt also: ich soll dich nicht mehr sehen?" „Oh — das doch nicht." Aber es klang bedrückt. „Wir werden ja auch weiter zusammenkommen — gelegentlich — durch den Frauenverein." „Genügt dir das?" Keine Antwort, nur das Haupt senkte sich ihr. Heftig warf er die Stahlplatte auf den Tisch. .Eine Wolke trat auf ihr stolzes Antlitz. „Es ist mir wider die Natur — alles Heimliche." „Nun gut, so folge deiner Natur. Aber ich weiß genug." Schroff wandte er sich ab. Da war sie bei ihm. „Das darfst du nicht denken — Gerhard!" Mit einer jähen Bewegung riß er sie an sich. „Ich kann nicht mehr sein ohne dich!" # Als sie sich aus seinen Armen löste, stand ein Entschluß in ihren Mienen. Aber ihre Augen blickten ernst. „Gut, so sollst du mich sehen — hin und wieder." „Ich danke dir, Eke! Ich weiß, was du mir damit gibst." Und er neigte sich verehrungsvoll über ihre Hand. * Eke von Grund hatte ihr Versprechen gehalten. Schon mehrfach hatte sie sich mit Gerhard getroffen. Aber diese flüchtigen, dem Glück gestohlenen Stunden gewährten seinem sehnenden Verlangen nach ihr doch nur wenig Genüge. Es war, wie wenn sich bei ihm nach den langen Jahren seiner inneren Einsamkeit ein um so größeres Bedürfnis nach einem vertrauten Sichgeben angespeichert hatte. Eke fehlte ihm. Nur zu tief empfand er es. Um sich darüber fortzuhelfen, stürzte sich Bertsch in seine Arbeit. Neue Pläne entstanden. Das Große zog noch Größeres nach sich — ganz Großes, Gewaltiges. Selbst in Köln war man betroffen. „Nun aber einmal halt!" hieß es. „Sie übernehmen sich, lieber Freund!" Doch sein Feuergeist rang mit ihrer kaufmännischen Bedachtsanikeit. Und bezwang sie schließlich. Ein Riesenprojekt — wohl wahr-. Aber doch nicht unausführbar. Und er hatte recht: Im Grunde nur die letzte Konsequenz des einmal Begonnenen. Gewissermaßen eine Notwendigkeit, wollte man nicht auf halbem Wege stehew- bleiben. So trat man denn dem kühnen Gedanken Vertschs näher, wenn natürlich zunächst noch mit aller gebotenen Zurückhaltung. Erst einmal handgreifliche Unterlagen haben für Durchführbarkeit imb Rentabilität! Mit all seiner stählernen Energie warf sich Gerhard Bertsch auf diese Vorarbeiten und brach sich Bahn, Schritt für Schritt. Aber es konnte ihm dabei geschehen, daß ihm mitten in den schwierigen statistischen Berechnungen oder Kostenanschlägen plötzlich der Gedanke an Eke kam. Und mit solcher Macht, daß er aufsprang, die Arme weit vorgereckt. Aber die, nach der sie griffen, war ihm fern. Und war sie wirklich einmal mit ihm zusammen, so war das doch auch nicht genug für sein Sehnen. Es hieß vorsichtig sein, stets beherrscht. ... . ®brachten Bertsch denn diese heimlichen Zusammenkünfte fast noch mehr Pein als Glück. Auch heute empfand er das, wie er mit ihr droben im Wald durch die Haus> berge ging. Als habe er sie zufällig getroffen auf ihrem Wege zum Buchenhof, einem abseits gelegenen Gehöft droben, wohin sie eine Fürsorgepflicht des öfteren rief. Diesmal kam ja auch noch etwas Besonderes hinzu, das ihn beunruhigte, schon seit mehreren Tagen. Sein verstimmtes Wesen siel Eke daher bald auf. Fragend sah sie ihn an. „Was hast du, Gerhard?" „Ach — nichts weiter." „Sprich doch, bitte!" . wenn du es willst — also, was soll eigentlich der Besuch da bei euch im Hause? Der Vetter, oder was er ist." „Natürlich ist's ein Vetter, der Eberhard. Meine Mutter war doch eine geborene Selbach. Aber ich glaube wahrhaftig —," und sie lächelte ihn plötzlich an. „Nein, Gerhard, daß auch du eifersüchtig sein kannst, das hätte ich im Leben nie gedacht." Er blieb ganz ernst. „Du irrst, Eke, Eifersucht kenne ich nicht. Aber trotzdem beunruhigt mich dieser Herr von Selbach." „Wieso nur?" „Hast du denn nicht auch das Gefühl, daß der Besuch deines Vetters einen bestimmten Zweck verfolgt?" „Durchaus nicht. Eberhard kommt ja fast alle Jahre zu uns zu Besuch." „Aber diesmal! Er ist doch auf Einladung deines Onkels gekommen?" „Natürlich, aber —" „Siehst du, das ist's ja gerade. Dein Onkel hat sicher seine Absichten dabei gehabt." Eke wurde nun doch nachdenklich. „Meinst du wirklich?" „Ganz gewiß. Er hält offenbar etwas von diesem Vetter, der ja wohl der einzige Verwandte ist, mit dem ihr noch Beziehungen habt?" „Das ist allerdings richtig." „Nun, da liegt die Sache eben sehr einfach: Es ist vermutlich ein alter Wunsch von deinem Onkel, daß ihr beide euch einmal heiratet, und jetzt, wo er weiß, daß ich —, jetzt will er Ernst machen." Eke schwieg betroffen. Endlich sagte sie zögernd: „Wenn ich so nachdenke — du könntest am Ende doch recht Haben." „Siehst du!" Aber da warf sie den Kopf wieder hoch. „Nun, und wenn's so ist? Ich habe doch auch noch ein Wort mitzureden." „So — und die Rücksicht auf den Zustand deines Onkels?" Eke von Grund zog die Brauen zusammen. „Es gibt da auch Grenzen. Mich opfern deswegen tu' ich nicht!" Erfreut fuhr es über seine Mienen. Llber gleich wurden sie wieder ernst. „Du unterschätztest die Situation doch wohl etwas. Dein Onkel hat auch noch ein anderes Mittel, dich zu zwingen." „Das möcht' ich sehen!" „Er kann dich enterben, wenn du dich weigerst. Und er wird es!" „So mag er!" „Sprich das nicht so leicht hin. Besitz macht unabhängig, gibt Rückgrat." „Das werde ich auch ohnehin stets haben, und wenn ich bettelarm sein sollte." Er schüttelte den Kopf. Da wandte sie sich ihm schnell zu. „Oder — möchtest du etwa keine Frau heiraten, die ohne jedes Vermögen ist?" „Eke!" „Verzeih'." Und sie drückte seinen Arm. „Ich meinte es ja auch nicht so. Aber jetzt einmal im Ernst: Wenn! ich wirklich vor die Wahl gestellt werden sollte, es könnte doch gar kein Besinnen geben. Gewiß wäre es ein schwerer Schlag, müßte ich auf all das vernichten, das mir einmal sonst zusiele, aber — würden wir darum weniger glücklich werden?" „Das ganz gewiß nicht," fest legte er den Arm um sie. „Nur — sieh, Liebste: ich habe noch nicht viel hinter mich gebracht. Passierte mir also einmal vor der Zeit etwas Menschliches — ich ließe dich schlecht versorgt zurück." (Fortsetzung folgt.) Das Auge des Iwan Sfobeleff. Von Adolf Konti. Vor ungefähr zwei Jahren weilte ich am Uralgebirge. Dort machte ich die Bekanntscl)ast eines Geologen, der sich Professor! Iwan Skobeleff nannte und behauptete, ein Mitglied der Akademie der Wissenschaften in St. Peterburg zu sein. Die Wahrheit dieser Behauptung konnte ich nicht naäMüfen, denn so lange ich mit dem Professor in persönlichen und später in brieflichen Beziehungen stand, hielt er sich in dem kleinen Orte im Uralgebirge auf.. Professor Skobeleff war ein echter Russe mit allen Fehlern Uitb leidlichen Eigenschaften dieses Volkes behaftet; zu den letzteren gehörten zweifellos seine ganz bedeutenden mineralogischen Kenntnisse, die in einer von ihm angelegten und viele Hunderte verschiedener Mineralien umfasseirden Sammlung zum Ausdruck kamen. Ganz besonders bewandert war er auf dem Gebiete der Kristallographie; diesen trockenen und nicht leicht zu bewältigenden Zweig der geologischen Wissenschaft hatte er zum Gegenstände eingehender Forschungen auserkoren, und muß es zweifellos darin zu einer anerkannten Autorität gebracht haben, denn er zeigte mir wiederholt an ihn gerichtete Briese und ihm verliehene Diplome von allen möglichen gelehrten Körperschaften aus allen Teilen der Welt. Nach meiner Abreise vom Ural korrespondierte ich mit dem Professor noch einige Zeit, bis der große Weltkrieg ausbrach. In seinem letzten Briefe äußerte er bereits Bedenken über die diplomatischen Treibereien, die gegen Deutschland gerichtet wären, dessen ausstrebende Macht in wissenschaftlicher und kommerzieller Hinsicht von den Konkurrenten mit Neid verfolgt wurde. Skobeleff war durchaus im Banne der deutschen Kultur, wenn auch die geringe Sorgfalt, die der Professor auf seine äußere Erscheinung legte, eher zur gegenteiligen Annahme berechtigt hätte. Er trug einen wenig gepflegten, langen, schwarzen Bart, einen mit Fettflecken älteren und jüngeren Datums reichlich dekorierten schwarzen Gehrock, Hosen und Schuhe, die in ihrer Dürftigkeit einem Almosenempfänger als wirksame Empfehlung gedient hätten. Seit Ausbruch des Krieges batte ich natürlich von dem Professor nichts mehr gehört; trotzdem sollte mir ein Wiedersehen unter ganz eigenartigen Umständen Vorbehalten sein. Das kam so: Durch ein kleines polnisches Dorf, wo ich mich dienstlich aufhielt, wurde ein russischer Gefangenentransport gebracht; es waren zumeist Schwerverwundete, die von den deutschen Sanitätssoldaten und Schwestern des Roten Kreuzes gepflegt wurden. Auf dem Wege zur Etappenstation erhielten wir jxdoch feindliches Feuer und mußten uns, so gut es ging, mit unseren Gefangenen durch Aufsuchen von Deckungen vor den einschlagenden Granaten schützen. Ungefähr zwanzig Schritte von mir entfernt warf sich einer der schwerverwundeten, gefangenen Russen Schutz suchend, zu Boden; zu meiner nicht geringen Ueberraschung erkannte ich in. ihm Professor Iwan Skobeleff. Als der feindliche Kugelregen aufgehört und wir uns vorn Boden erhaben hatten, um unseren Marsch fortzusetzen, näherte ich mich dem Professor, um ihm aufzuhelfen. Er schien mich nun einerseits auch erkannt zu haben; ein müdes Lächeln glitt über ein Gesicht, das in der Umrahmung des mächtig verwilderten, rurch urrd durch mit Kotspritzern beschmutzten Bollbartes bleich und abgehärmt anzusehen war. Seine Arme hingen wie leblose Gewichte an seinem Körper; er konnte sich nicht erheben, obwohl ich ihm anmerkte, daß er mir die Hand zur Versöhnung entgegenstrecken wollte. Seine Verwundung war sehr schwerer Natur; er hatte nicht mehr die Kraft, sich aufrecht zu erhalten, weshalb ich ihn auf eine Tragbahre bettete, um ihn nach der nächsten Station zu bringen. Ich bemerkte jedoch, daß sich der Zustand des Kranken durch den Transport verschlimmerte und machte meinen Kommandanten auf die höhere gesellschaftliche Stellung Iwans aufmerksam, so daß mir erlaubt wurde, ihn in dem nächsten von den Einwohnern verlassenen Hause am Wege unterzubringen, umsomehr, als der Abend hereinbrach, und wir kaum vor den ersten Nachtstunden die nächste Etappenstation erreicht hätten. Aus Gründen der Sicherheit wählte ich für mein Nachtlager den Keller, wo ich auch den Kranken auf seiner Bahre unterbrachte. Im Keller war es stockfinster. Ich verzichtete gerne auf den Luxus der Beleuchtung, da ich bald, nachdem ich mein Lager aufgesucht hatte, von Müdigkeit überwältigt, in tiefen Schlaf fiel. Tie jüngst überstandenen Schrecken des Krieges hatten sich aber tief in meine Seele eingegraben und ließen mein Gehirn nicht zur Ruhe kommeil. Bilder ungeheuerlichster Verwüstlmg wechselte:: blitzartig mit solcher: aller erdenklichen Zufälligkeiteil von Greuel und Verderben; alle Schauer und Schrecknisse des Krieges durchlebte ich im Traume, bis ich wie von einer mächtigen Explosion erschüttert, aus dem Schlafe emporfuhr. Es waren Uebermüdung und Nervosität, die niich aus den: Schlafe aufschrecken ließe::-oder hatte sich doch etwas in dem stockfinsteren Raume bewegt? Ich tappte in der undurchdringlichen Dunkelheit nach meiner elektrischen Taschenlampe, die ich neben mich an: Boden hingelegt hatte. Als ich mich von meinem Lager aufriichtete, bemerkte ich in weiter Ferne einen kleinen, leuchtenden Stern, der sich vom Boden erhob und im Raume umherschwebte. Donnerwetter -was war das —? ein winziger, leuchtender Stern, der silberhelle Strahlen aussandte, flimmernde Kreise erze:igte, die größer und größer wurden und langsam bis an mich herankamen, dann aber in der pechschwarzen, undurchdringlichen Dunkelheit zerrannen. Ich starrte a::s hm Mern hin und war wie gebannt; kalt überlief es m:ch, denn ich wußte ganz genau, daß nur ich und der totkranke Iwan in den Raun: her ein gekommen waren. Die Wände hatte ich am Abend vorher sorgfältig mit der Taschen- lampe abgesucht: sie waren dicht und konnten kein Lebewesen! durchlassen — die Türe war von mir fest verriegelt worden — das alles fdgoirrte mir durch den Kopf — da erhob sich dev flimmernde Ster:: wieder und schwebte durch die FinsterlliS bis dicht zu mir in greifbare Nähe — ich holle aus, griff mit deü Hand in die Luft — der Stern war entwischt — ich fiel vornüber auf den Boden und griff zu meinem Glück auf die Taschenlampe; nun erhob ich mich von meinem Lager, ging sachte an Jwaii heran und leuchtete ihm ins Gesicht. Er lag langausgestreckt — kreidebleich — und regte sich nicht — ich fühlte nach seinem! Herzen — es war still — der Mann war tot.- Ich ging zur Türe und wollte hinaus; sie war aber so fest! verschlossen, daß ich nicht öffnen konnte — ich rüttelte und stemmte mich mit ganzer Kraft dagegen; die Türe bewegte sich nicht. — Himmel — ich mußte also mit dem unheimlichen Toten allein in dem Raume blerben, bis der Tag anbrach, und meine Kameraden mich aus meinem unfreiwilligen Gefängnis befreien konnten. Ich zog dem toten Iwan die Decke bis an den Kopf, weiter reichte sie nicht — dann legte ich mich wieder auf mein Lager hin, drehte mich mit dem Gesicht gegen die Wand und nahm mir vor, mich nicht zu rühren, um wiüier die Müdigkeit wirken zu lassen- die mir den Schlaf bringen sollte.- Aber wie eine Schraube, die sich tiefer und immer tiefer in mein Gehirn einbohrte, plagte und quälte mich die Neugierde, was hinter meinem Rücken Vorgehen mag — ich spürte ein fortwährendes Greifen und Tasten am ganzen Körper und hielt es nicht aus — ich mußte mich umdrehen und starrte in die Finsternis — da war er wieder — der leuchtende Stern — größer^ Heller, silbriger, glänzender erschien er in der mich umgebenden tiefschwarzen Nacht — ich triefte vor Schweiß. Furcht und Entsetzen legten sich wie stählerne Reifen um meinen Körper — in? einsamer Nacht mit dem toten Iwan in einem sinsteren Raumej eingeschlossen zu fein — erschien mir schreckhafter als Nlitten auf dem Schlachtfelde de:n Walten der blindwÜttgen Kriegsfuria zu trotzen. Wieder entflammte ich die elektrische Tascheirlampe und trat an das Lager Iwans heran. Er lag bewegungslos und grinste mich mit seinem toten, wächsern-weißen Gesichte an* das eine Auge war geschlossen, während das andere tveit offen stand. Wie kalter, unerschütterlicher Hohn lag es auf diesem geisterhastlM Gesichte. Ich packte den Toten, zerrte ihn hin und her, schrie von Furcht geplagt: „Iwan — Iwan —! er grinste und hatte das eine Auge starr auf mich gerichtet und fiel schwer wie ein Sach als ich ihn losließ, auf sein Lager zurück. Ich kauerte mich in! eine Ecke nieder, mit meinen Blicken auf den Toten gerichtet/ um ihn genau zu beobachten — und wollte den Morgen erwarten. Karnn hatte ich die Lampe wieder verlöscht, als sich zu meinem! Schreck der flimmernde Stern erhob, jetzt schneller an mich beran- kam — imb hinter ihm deutlich eine Hand mit einem spitzen; Dolch zu sehen war, die mein Lebei: bedrohte, zielsicher, imaufa haltsam — von magischer Kraft getrieben — die Waffe in mein Herz stoßen wollte — ich schrie auf — riß meinen Revolver? von der Seite und feuerte auf den helle:: Lichtkreis — — der Schuß verhallte dumpf in dem Kellergewölbe --meine Kameraden hatten ihn aber gehört und befreiten mich. —- Am Morgen hatte ich Gelegenheit, imseri: Arzt zu sprechen, dem ich die Geschichte erzählte, :md den ich auf das eine noch immer? weit offenstehende Auge des toten Iwan Skobeleff aufmerksam! machte. Der Arzt betrachtete das Auge genau und erklärte mir, daß es das wrmdervollste, kitnstliche Auge sei, das er je gesehen habe. — — — Da erinnerte ich mich, daß mir Iwan Skobeleff immer von einem seltenen Mineral, das er an: Ural gefunden hatte, erzählter und das in der Nacht unheimlich Helle phosphoreszierende Strahlen verbreite. _ vermischter. * Englische Gewalttat gegen einen deutschen Forsch ungsreisenden. Von der deutschen Neu-Guinea- Exvedition, die unter der Leitung von Dr. W. B e h r m a n n sich die Erforschung des Kaiserin-Augusla-Stromes oder Sepik und seiner Nebenflüsse zur Ausgabe gestellt batte, war ein Mitglied, Tr. R. Thurnwald, während des Krieges zurückgeblieben und hat seine Arbeiten während dieser Zeit noch fortfetzen können. Wie Dr. G. Hornig auf Grund der Berichte des Gelehrten in der Naturwissenschaftlichen Wochenschrift milteilt, hat er dabei schone Ergebnisse erzielt. Er gelangte in: Sonnner 1914 von der Mündung des Oktober-- und Westflusses, in: Gebirge weiter vordringend, zu einen: Kessel von 20 km Brette und 40 km Länge, in den von allen Richtungen ber die Flüsse einmünden. Tiefer hohe Gebirgskessel, der sich 1500—2000 m emporhebt, liegt am Südwestsuße des als Viktor Emanuel-Gebirge bezerchneten GebirgSstockes, der aber in Wahrheit aus zwei verschiedenen Kelten besteht, von denen n::r die südliche den ursprünglichen Nan:en verdient. Ties Gebirgsland ist verhältnismäßig stark, mit etwa ^000 Seelen bevölkert. Der Ge- lebrte fuhr dann in: November 1914 den Sandfluß, einen Neben« fluß des Gelbflusses, hinauf und erforschte im Dezember den Nord- sluß bis z:i der Höbe des Küstengebirges hin. Auch dieses Land, das sich durch großen Reichtum an Kokosnüssen auszeichnet, ist in: Ober- und Mittellauf der Flüsse ziemlich stark bevölkert. Die Bewohner dieser Gebiete haben als charakteristische Tracht eine Art geknoteter Panzerhemden. Als Thurnwald in: Januar 1915 in das Lager der Expedition am Mäanderberg zurückkchrte, fand er dasselbe ausgeplündert vor und wurde auf der Reise stromabwärts 696 von den Eingeborenen angegriffen. Aber nickt nur von den Wilden, sondern auch von den Engländern erlitt er Gewalttat. Als er nach Ntägiger Fahrt Angorum erreichte, »nubte er der englischen Besatzung lern« Waffen und Munition übergeben. Durch das völkerrechtswidrige Verhalten der Engländer, das die schärfste Brandmarkung verdient, verlor er nicht nur seine Ausrüstung, sondern auch seine Sammlungen. Nur seine Auszeichnungen wurden ihm in Madang, wohin er auf einem Missiousdampier von der Station Param (Diarieuberg) aus kam, zum größten Teil zurückgegeben. 'Eine Stichprobe französisch er U ebersetz uugS- f ii it fl. Einer unserer Leser schreibt uns: In Nr. 11571 vom 2. November d. I. bringt daS bekannte Pariser Hetzblatt »Le Mali,/ folgenden kölnischen Beweis von Unwtssenbeit. wenu man — »vaS auch nicht abziiiveisen ist — nicht et,va böse Absicht annehmen will. Faksimiliert ist eine kleine Anzeige aus einer deutschen Zeitung, »velche lalltet: „Holzmehl, gar. glas- »mb säurefrei, allerbester Strenniehlersatz für Bäckereien ujiö. - Dieses übersetzt das Boulevardblatt »olqeiiberninfeeii: „Sciure de bois garanti, exeuipte de verre et d’acides, Jam^illeure substaiice pour reiupla cer la farine de paille dann la fabrieatioi) de pain“, auf deutsch: „Sägmehl glas- imb säurefret, bester Ersatz für Strolnnel.l in der Brotfabrikation." Dazu schreibt dann der schristgelehrte Boche-Bei tila er nach wörtlicher Uebersetzungr „Wir »vissen lange, daß sie (die De-tsBell) Stroh kauen, das ist übrigens fast so gilt als Klei?, dieses imeiitbebrli.tie Mastfutter für — Teiltonen. Aber Säamehll Die (Schweine) bei uns «vürden noch reiiles Wasser vorziehen." — Mit solchen Mitteln beiveisen die französischen Demagogen ihren kr>egsnn>den Lands- Leuten die angebliche Hungersnot und Kulturliefe in Deuts silaud. • E i li i r a n z ü s i s ch e r K r t e g 8 m a r k t in der Kampfzone. Der nach dein Westeil entsandte Berichterstatter deS „Journal", Georges Brade. ent'.vtrft die folgende lebendige Schilderung eines französischen SoldaieninarkteS tm KriegSgebiet. wobei die Preistreibereien der französischen Händler und du Ohmnacht der Gesetze in scharfer Wette beleuchtet werden: „Der große Alaiktplatz in L wimmelt von Mensche»,. Soldaten aller Waffengattnngen, Niilitarköche, Offiziere, die für einige Stunden aus den Schützengräben hierher gekommen finb, um sich selbst einiges etnznkanfen. Ueberall hört man laute Unterhandlungen und vergebliches Feilschen. Ich begegne eurem Parlier Bekannterl, der - als Regimentskoch eingezogen — einen großen Korb an, Arm, im Begriffe ist, (Her zu erhandeln. „Wie viel kosten Eure Eier, Diutter ?* „Zivei Francs 50 das Dutzend." „Was I Eure Hennen haben wohl das Kriegskrenz erhalten? Der hier gesetzlich voraeschriebene PreiS in zwei Francs/ „Allerdings, aber das hier sind besonders irische Eier." . . . Mein Bekannter erblickt mich und ,vir drücken uns die Hand. „Wie gelts?" „schlecht, man kann nichts kaufen be, diesen Schwindel preisen/ „Wieio? Die Preise find doch von, Kom- rnando vorgeschrieben" „Ja, aber nur ans dem Papier. st as hier ist das Tra»,inland der Schwindler. Hier beißt es wahrhaftig: Geld oder Leben. Die Einen ov'ern sich einige Stunden von hier im Kampfe, die Andern ovfern uns und unseren Geldbeutel. Hier, sehen Sie. sind die gesetzlichen Preise angeictnieben." Ich las. „Beben Sie " saate mein Führer, „daß die>e vorgeschriebenen Höchst- prei'e -war teuer, aber erschwinglich silid. 'Aber »vaS die Leute hier Handel nennen, ist reiner Betrug an den Soldaten, die für sie kämpfen und sterben. Kein A!e> sch hält sich an die Vorschriften ; es in geradezu Diebstahl. Sie haben meinen Handel mit den ' iern anaehört. Nun iverde ick Ihnen zeigen, tute der Schwindel gemacht wird." Wir gingen zu den Verkanfsständen. „Wie viel foueit die Artischoken t* „1 Francs 20." „Aber der Höchstpreis ist doch */. Francs?" „Ja, aber »vir haben nur ga>iz große Artlsckokeil. Die kosten 1 Francs 0." „Was kosten die Kartoffeln ?" „60 Centimes/ „Aber der gesetzlich« PreiS ist dock nur »bl* „Allerdings, dock dies sind besonders »eine holländische Kartoffeln.* „Holländische? Dann mußten Sie wobt zu Fuß um das von den Deiltschen besetzte Belai n herummarscbie»en?* Und so war es bet allen Verkan'S- ständen. Ter offizielle Tarif wird glatt umgangen. Die Gesetze sind nichts mehr als lote Buchstaben. „Jetzt." sagte mein Begleiter, „sollen Sie erst die Waren sehen, für dl? ke»ne Höchstpreis ■ beutm mt tvnrden. Da herrscht erst recht die Kvamerphantasie. Wir kau en zum Beisvrel zwei Töpfe Glrrken. Weiln eine alle Frau uns bedient, kosten die Gur'en 2 Francs 25. Ein hübsches junges Mädchen aber setzt ein verführerisches Lächeln auf und verlangt 2 Francs 75. DaS Lächeln der Jugend kostet hier b>> Eentinres Aufschlag * „Und werden diese unerhörten Preise bezahlt?• „Imn,er. Was »vollen Sie. der arme Soldat, der wochenlang nur seine»» Unlero'sizier betrachten konnte, gibt sein Geld >> illig für die geringste Kleinigkeit her. Und das nützen die Berkä.iser ans. Nach dem Kriege weiden sie sich als reiche Leute zurünziehen." Was ich hier b.'rt-tite, isi — so tmertjörl eS klingen »nag — nicht erfunden, sonder n gefe en und vollkommen wahr. Auf dem Felde wager» die Soldaten ihr Leben und hinter den Schützengräben müssen sie ihre Börse dein Schwiiidel und dem Diebftabl preisgeben. Auch das ill in grtnimiger Krieg. Und je »veiler inan vordrinqt, desto skrnvelloser werden die Preise m die Höhe geschraubt. Das nennt man Kriegshandel . . / Büchertisch. — 1914. Ein Tagebuch Das »»eueste Heit von Professor Eduard Engels im^Erscheinen begriffenem, schnell allgemein bekannt gewordenem kriegsgeschtchtlichem Werk „1914. Ein Tagebuchs < George Westerinann, Brannschwetg, Berlin, Hamburg) enthält folgende beinerkeiiswerte Ausführung: Bo>i der Deutschen Krankheit. Man bringe das Gespräch auf die von Rußland an uns — ilnd unsere Verbündeten — zu zahlende Kriegsentschädigung: voll zehn »vackeren Deutschen erklären nenn oder zehn: Rußland kann ja nichts zahlen; wie soll Rußland zahlen? Fragt »nanAlso die Mordticmden sollen Ostprelißen und Galizien umsonst ausgeniordet und allsgeraubt haben?, so bleibt es bet der Gegenfrage: Wie soll Rußland zahlen? Also das Nächstliegeirde ist für uns Deutsche, unsere Köpfe zli zerbrechen, ob und wie der ruchloseste Feind die Buße für seine Verbrechen zahlen kann! Ein Schurke will »ms ans Leben, wir verteidigen »llis, schlagen ihn zu Boden — »nid fragen ihn höflich: Sie sind doch hoffentlich nicht zu Schaden gekommen? Das Natürliche, das Gesunde ist: D»e Teilfelsbande soll zahlen; das Wie ist ihre Sache. Heer vermin- ,»rindern, Flotte abschaffen. Zölle verpfänden, Moiiopole verpfänden, Krongüter verkaufen, Zarengüter verkaufen, welliger stehlen, — ist ul»s alles eins, aber zahlen' soll sie! Tie Zinsen einer Anleihe vor» 50 Milliarden Mark betragen clende 2 Milliarden, die zu zahlen, an England, an Anierika, ist für Riißland eine Kleinigkeit Aber Kleinigkeit oder nicht, — zahlen soll es, imb wenn es soll und muß, so wird es zahlen. Es ist groß genug, u»n uns u»ld Oesterreich und der Türkei sichere Umerpsänder fürs Zalileii zu bieten. Maeterlinck in einem Gespräch mit dem Vertreter der Stockholmer TagenS Ryheter; „*Q, vielleicht 100 Jahre hindurch werden »vir die Deutschen zwinge»», gut Tilgung ihrer Kriegsentschädigung für »ins zu arbeiten. Das deutsche Volk soll der Sklave Europas iverde»,." Duniiu, aber an der Derltschen Krankheit leidet der nicht! Bei Hamburg fand an» 18. Juli das große Horner Sonlinerrennen statt. Wie hieß es? Deutsches Derb»)! Gott straf England! sagt der Hamburger zehnmal am Tage, aber jein heimatliches Pferderennen kann er mir mit un- ver> ländlichem Englisch bezeichnen. Deutsche Kra,»theit mit deutschem Derby. — Fünf M i l l i a r d e n jährliche Ersparnis a n Nahrungsmitteln würde es für Deutschland bedeuten, »venu u»»sere Ernährung »»ach wissenschaftlichen Gesichtspunkten geregelt »vürde. Ter Reformator unserer Ernährung, vr. wed. Hind- hede, hat nachgewlesen, daß noch erheblich größere Ersparnisse erzielt werden können und trotzdem eine gesündere Ernährung als bisher erzielt weiden kann. In de,»» soeben erschieneneil Buche „Praktische- Kochbuch zum System Dr. Hindhede" (Preis gebunden 2.60 Alk., Verlag von W. Bo ba ch & E o, Leipzig) gibt vr med. Hindhede der Hausfrau eine praktische Anleitung, iv»e sie eine billige und schmackhafte, gesunde lind nahrhafte Kost für wenig Geld schaffen kann. Sticht ivie bisher gedankenlos und nach Gutdünken. sondern mit Ueberlegnng kochen und die Zusammenstellung imb Zutaten der Speisen wählen, muß der Grundsatz jeder Hausfrau werden, _ Bausteine. Der Meister nimmt selbst die Kelle zur Hand — Gehilfen können's nicht schaffen — Er baut tm lohenden Weltenbrand, Baut zwischen Kugeln und Waffen. Ein neues Deiitschland, gröber und rein, Soll l» rollendem Donner erstehen, Ter Grund muß seist gemauert en Ta»i» mögen die Stürme »vehenl Ta taugen nur Steine, kernig und gilt, Sticht die morschen, nicht die mit Riffen: Deutsche Krieger, inil frohem Blut, Tie zu bluten, zu fieubeit wissen. So hält einen Stein er in prüfender Hand, Fügt fest i m ins Fundament — Ta »nacht eine Kugel in Feindesland Deines Sohnes Leben ein End'. Berta Schleich. Gleichklang-Rätsel. Als Faibstoff bin ich wohlbekannt, Doch auch als Fluß werd' ich genannt. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Rösselsprungs in voriger Nummer i Es ist auf Erden kerne Nacht, Die nicht noch ihren Schimmer hätte, So groß ist keines Unglücks Nt acht, Ein Blümlein hängt in seiner Kette. Ist nur daS Herz vom rechten Schlage, So baut es sich ein SternenbauS, Und schafft die Nacht zum hellen Tage, Wo sonst nur Asche, Schutt und KrauS. Keller. Schristleituna: Ang Goey - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversitälS-Buch- und Sleindrnckerei. R. Lange, Dleßei^