Die vom Rauhen Grund. Roman von Paul Grabein. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Wieder waren einige Tage hingegangen, voll innerster Spannung für Gerhard Bertsch. Noch immer kein Anzeichen, daß denen da drüben der Kampf leid wurde? Wohl trug er vor den Leuten stets ein sicheres Lächeln zur Schau, aber wenn er allein mit sich war, furchte sich seine Stirn schwer. Lange durfte es nicht mehr dauern! Sein Bankguthaben, mit dem er diesen Kampf bestritt, ging zu Ende. Diese wenigen Tage zehrten mehr an seinen Nerven, als die zehn schweren Arbeitsjahre drüben. Es bedurfte all seiner eisernen Beherrschung, um dabei immer noch nach außen seine Siegeszuversicht zu bewahren. Alles hing ja davon ab. Ahnte nur einer, wie es in Wahrheit stand, dann war das Spiel für ihn verloren. , So kam er auch heute abend von der Zeche heim. Im Kopf noch die Zahlen, die, drohende Schreckgespenster, durch sein aufgeregt arbeitendes Hirn hinzuckten — immer wieder. Aber als er jetzt ins Honoratiorenstübchen trat, wo gerade heute stärkerer Besuch war, trat er straff und elastisch wie immer über die Schwelle. „Guten Abend, meine Herren!" Sein scharfer Blick hatte sofort eine gewisse Betroffenheit wahrgenommen. Auch war das lebhafte Gespräch, das er noch vor der Tür vernommen, verstummt mit seinem Eintreten. Da sah er blitzenden Auges, mit seinem übermütigsten Gesicht, über die Tafelrunde Hill. „Aha! Eine wohllöbliche Gewerkschaft Erbstollen nahezu vollständig beisammen! Habt wohl euer Testament gemacht, Herrschaften? Na, recht so! Zeit war's für euch." Ilnd lachend ließ er sich an seinkM Platz nieder, an dem besonderen kleinen Tisch, wo ihm schon zum Abendbrot gedeckt war. Die aüderen schwiegen. Nur bei dein und jenem ein schwaches Auflachen. Aber es klang beklommen. Und bald standen sie auf. Einer nach dein andern verabschiedeten sie sich von dem Wirt. Schien es Bertsch nur so, oder tauschten sie dabei iiicht einen bedeutsamen Blick? Seine Sinne spannten sich. Da giilg irgeild etwas vor, das ihm galt. Doch was war es? Niir Hannes Reusch blieb allein noch im Zimmer. Er rauchte schweigend vor sich hin, ganz gegen seine gesprächige Gewohnheit. Bon Zeit zu Zeit ging sein Auge wie unschlüssig zu Bertsch hinüber, der offenbar mit bestem Appetit aß und ihn gar nicht beachtete. Ein paarmal räusperte er sich, als ob er zum Sprechen ansetzen wollte. Aha, nun? Und Bertsch war ganz Nerv. Aber es geschah doch nicht. Vielmehr erhob sich Reusch jetzt und verließ auch seinerseits das Zimmer. Mas lag hier tu der Lust? , Nun, ganz, allein mit sich, ließ er Messer und Gabel ! sinken. Die Stirn in die Linke gestützt, sah er vor srch hm. I In sprunghaftem Kombinieren. Doch es kam ihm keine be- friedigende Erklärung, wie aufgeregt auch seine Gedanken arbeiteten. _ . Zu dumm, so im Dunkeln zu tappen! Und ferne Rechte begann nervös auf der Tischplatte zu trommeln. Doch sofort brach er wieder ab — Schritte da drinnen im Familien- zimmer! Aufrecht saß er wieder da und mit heller Miene, anscheinend nur den Sinn auss Essen gerichtet. Marga Reusch war es, die eintrat: mit leichtem Gruß, den er ebenso erwiderte. Sie schien etwas auf dem Piano zu suchen, zwischen den Noten dort. Zwischendurch aber streifte ihr Mick zu ihm hinüber, und wie sie ihn so sitzen sah, ganz Sorglosigkeit, stockte ihre suchende Hand. Ein Zweifel trat in ihr Auge. . _ r Ob sie ihn nicht doch lieber warnte mit einem raschen Wort, ehe der Vater vielleicht wieder eintrat? Sie war ja vorhin durch Zufall Zeuge eines vertraulichen Gesprächs' hier am Tisch geworden. Nur eines Bruchstückes der Unterhaltung, aber sie hatte doch so viel herausgehört: Die. Krisis war da! Jetzt mußte es sich entscheiden — sie konnten nicht mehr weiter so. Wenn er nun in seiner Ahuungslosigkeit die Situation verkannte? Vielleicht verspielte! Dann war alles aus. Für ihn, wie auch für sie selber mit ihren geheimen Hoffnungen. Wie Marga so einen Moment unschlüssig am Piano stand, trat in ihre Angen ein erregter Glanz. An damals mußte sie denken — wie sie mit ihren Penftonsfreundiuneu in Frankfurt zum Rennen gewesen war und zum ersten Male in ihrem Leben am Totalisator gewettet hatte. Gariz so war es auch jetzt: Würde der, auf den sie gesetzt, auch wirklich Sieger werden? Oder hatte sie sich vielleicht doch in ihm getäuscht? Wie abwägend streifte ihn ihr Blick. Er gewahrte es. „Wünschen Sie etwas von mir, Fräulein Reusch?" Sie schiiitelte leicht das Haupt, das sie jetzt wieder ihren Noten zuwandte. „Ich suche nur etwas . aber ich habe schon gefunden." Sie griff nach irgendeinem Heft, entschlossen nunmehr. Nein — sie würde ihm nichts sagen! War er der, für den sie ihn hielt, so würde er ans Ziel kommen, auch ohne ihre Hilfe. Und mit einem Znnicken ging sie wieder. Nachdenklich verfolgte sie BertsM Blick. War da nicht eben etwas in ihren Äugen gewesen — ttrie ein geheimes Wünschen? Ueberhanpt il)r ganzes Wesen eben! Nervös zuckte es über sein Antlitz hin. Abermals suhlte er es: Um ihn herum ging etwas vor — etwas von Bedeutung. Wenn man es doch nur greifen könnte! Unruhig erhob er sich und ging, hinauf auf sein. Zimmer. Aber auch '.hier ließ es ihn nicht los. In qnälendjem 1$tüfteln schritt er hin nud> her. So verloren- in seine Gedanken, daß- er ein halblautes Klopfen überhörte, das nun von der Tür her scholl. Erst ein zweites, stärkeres Mn pochei^ weckte seine Aiiftnerksaniteit. „Herein!" Und schnell gab et sich wieder Haltung. Hannes Neusch trat Wer die Schwelle Der? Und zu so ungewöhnlicher Stunde? m zuckte es in Bertsch auf, mit hellseherischer Gewißheit: Die Schicksals stunde war da! Er fühlte sein Herz pochen, hoch bis zmn Halse hinauf, aber keine Miene an ihm zuckte, wie er jetzt scherzend sagte: „Na, lieber Rensch, was verschafft mir denn das Vergnügen? Sic brauchen wohl noch einen Manu am Spieltisch drunten?" ' ' „Doch nicht, Herr Bertsch, es ist nicht an dem." Alle Sinne gespannt, fühlte Gerhard Bertsch, lvie sich auch der andere bemühte, recht unbefangen zu scheinen. „Ich hörte nur alv eben, dast Sie auf Ihrem Zimmer waren, da wollt' ich die Gelegenheit mal wahruehmen, mit Ihnen etwas zu bereden." „So, so Nun, dann nehmen Sie Platz. Also — worum handelt es sich?" m m 15 ^gen der Streitigkeit zwischen unseren Grüften Rensch ließ, sich bedächtig Bertsch gegenüber am Sosatische nieder. „So kann das doch nicht weiterqehen." ^ „Warum nicht, lieber Neusch?" In aller Ruhe klappte Bertsch die Zigarrenkiste ans. „Oder wird Ihnen drüben die Sache etwa unbequem?" „Uns? I — fein Gedanke!" .. also! Da können wir ja doch beiderseits die ae- Uchtliche^ Entscheidung in Gemütsruhe abwarten. — Aber wollen Sie denn nicht nehmen?" „Doch, danke vielmals." Ein wenig hastig griff Rensch in die Stifte.- dazu, und das Lchnen ward ihn, -ur Gewißheit: Die drüben waren am Ende. Sie wollten 3* <■?“** 77 - f - e n ™£ ten! Jetzt nur kalt »lut bewahrt und sich nicht bluffen lassen. ’ So reichte er denn seinein Gast Feuer hin imd setzte sich .^ber die Zigarre in Branö. Behaglich lehnte er ich hieraiif in die Sofaecke zurück. fc „Ä® e ""' ä °lso auch bei Jhiwn nicht pressiert, lieber verstehe das^nicht recht " " " weiterqehen können? Ich . ^ ich meinte das auch nicht unsertwegen. Wir Gehrten können das \a ruhig mitansehen, aber unsere Leute Schade?,'" ^ wie unsere ^ die kommen fobet m -«stÄStÄssi xzjzzsyz.fr' - ”»*" —— u - ."^wiß, hoch nicht — das weiß ich wohl. Aber es £ uicht ansbleiben. Sie haben doch auch stark etnsch-ränken müssen und können auf die Dauer Ihre Leute nicht beschäftigen." T r, r , rt r"S er s^t Ihnen das, mein Bester? Hier!" Und Bertsch schob sein ent Besucher eilten Situationsriß hin, der vor ilun aus den; Tische lag, „Sie verstehen ja auch, so viel von der wiim^ ! m “ ®i e t ,d ? bas hier mal an. Aufschlie- Lorrichlungsarbeiten auf der elften und zwölf- €l, . t neuer Tagesschacht im westlichen Grnbcn- Unlage einer Preßluftleitung für maschinelle Bobrnna die ganze Grube, Bau einer elektrischen Wasserhaltung SÜ ?mZSi"SS'& - wV tÄsap“ - - fx Tio i • _ . 9' i 5 ian ? guifl ;* H 110 Deu ^audesbauk. Aber diese Ruhe machte ihn rrre. Und imn sagte er sich: In wenn's A < i uar ' 001,11 stand's freilich aussichtslos Nr die eiaene Sache. Dann war nichts mehr zu hoffen. 9 ° c . 5 sog-stark aii seiner Zigarre, damit der Dampf lerne Betroffenheit dem Gegner verhüllen möchte. Aber der tackelte schwelgend in sich hinein. Unbeweglich lehnte er tu der Sofaecke und blickte den Rauchkringeln seiltet Zigarre nach, als interessiere ihn das mehr als die ganze Unterhaltung. ' 3 0 Diese Gelassenheit entschied bei Reusch und besiegte seme letzten Bedenken. Ihre Sache war nun doch einmal verloren, wer durfte es ihm da verdenken, wenll er nun wenigstens noch seinen eigenen Vorteil wahrnahm? Und er sandte einen Blick zu Bertsch hin, vorsichtig, einstweilen nur sondierend. ,|t cu — wenn die Dinge so stehen — da ftaue ich >zhnen wohl noch etwas anderes zu sagen." „So? Haben Sie noch loas auf dem Herzen?" . "' s ?' 77 ^nttc Ihnen einen Vorschlag zu machen, der auch Ihr Interesse wahrnimmt." „Sehr freundlich, mein lieber Rensch, doch kaum nötig. Das besorge ich selber schon." „Hören Sie mich nur erst einmal an! Also —" und sich vorneigend, dämpfte Rensch die Stimiiie —, „was wurden Sie dazu sagen, lvenn sich unsere Gewerkschaft bereit erklärte, den Prozeß gegen Sie zurückzuziehen?" '/Das fände ich nur sehr vernünftig. Damit würden S,e sich viel Geld sparen." ... r 5 n ^buschs Gesicht spiegelte sich deutlich die Ente taufchung. Lar denn dem .andern gar nicht beizukommen? Aergerlich sagte er: . . "Sie sind Ihrer.Sache allzu sicher, Herr Bertsch. Noch haben Sie ja deu Prozeß nicht gewonnen!" ,''^, anun betonen Sie das immer wieder so anaeleaent- lrch? Für lnich hat die Sache wirklich nicht die Wichtigkeit, wie Sie cmzunehmen scheinen." fu . Y^ a 6?^ ^usch es endgültig auf, den Ueberlegenen zu sprelen. Gr war mir lioch der Mann, der sein Geschäft ins retne bringen wollte. So sagte er denn: ... lassen wir das auf sich beruhen. Aber eins könnerl (Sie mxx doch nicht abstreiten: Es wäre Ihnen von größtem Interesse, wenn die Streitigkeiten mit unserer Grube aufhorteu und statt dessen ein gemeinsames Arbeiten Hand iii Hmtd stattfände." y- . wäre mir das nur angenehm. Silid Sie viel- .lncht seitens Ihrer Gewerken beauftragt, mir hierüber Vorschläge zu machen'?" „Wenn auch das nicht grad —> aber ich wäre vielleicht tu der^Lage, Ihnen zu dieser Einigung zu verhelfen." mr irisch maß den andern mir mit einem großen Bl'ck. Da,m zuckte er die Achselw „Ja. wenn der Herr von Grund hier säße und nur das sagte! Aber Sie? Nee mein lieber Rensch!" 4 (Fortsetzung folgt.) Der verdacht. Emmi Kriegserlcbnis imcherzählt voll M ar g a r e t e^W o l f f - M e d e r. Diese cilisame, schwermütige Landschaft Weiter Suwv! und Wiesen. Hinter de» Wiesen ein k^egswünder b-l§ Verbrannter Wald. Ulid hier die Reste eines polnischen Dorfes ,^Pompell hatte irgendwer von den Soldaten es getauft. Am Eingang der Trummerstatte stand der Name mit schöner deutlicher Surrst auf nuem Holzbrett verzeichnet, und dartmckpdie W and Äompagrueuummer der Sieger, die hier gestürmt hattem Und so nannte nun jeder das Nest und dre Einwo£ ^ war den Soldaten immerhin leichter sprechen als der eigentliche polnische Name. * . Ä Schwertfeger sah mit seltsam tiefen, schauenden Auaeir m che Wecke Serne Kompagnie lag hinter dem Dorfe in eitieZ Schlos>e in Ruhestellung. Sie hatte gestern eine stars«» russtsche Feldbefestigung gestürmt, loar nicht mehr gefechtsstark £ ma $ Cte ?^-^üllung aus der Heimat. Da loeiter vorn E ^ststn und Feldern tobte der Kanipf. Die Russen ms Innere ihres Landes, brennende Dörfer säumten 0eu Gürtel. Dumpf grollend tönte Geschütz« rJ?- cc stieg bläulicher Abendnebel aus dem Erdreich und egte sich wie eine sanfte Hülle über das traurige Dorf bic EE Fe^/n «inhalier volniN^ aber stand in den imtete In Kh h ff f Jude tut langen Kaftan. Er hielt etwas m vano imd betrachtete es aufinerkwm. F-rik erkannte in heil, sS^ cl k r ® tno , clll , eu gebogenen russischen Säbel Der Alte wüstr die Klinge, schüttelte den Kopf, zog einen Wetzsteö' 7ns — 665 her Tasche und schärfte die Schneide. Dann bückte er sich nieder und mühte mit dem blitzenden Säbel die Halme. Fntz ging quer über einen Weg, der eine Chaussee sein sollte -u dein Alten hin. „N'Abend," sagte er. Der Alte fing heftig an zu zittern und ließ den Sabel falten. ma T c einen tiefen Bückling, sah aber Fritz aus düsteren glimmenden Augen feindselig an. r. r ein bißchen Korn mähen, es sei seilt Kornfeld. Er brauche Mehl für seine Tochter und ihre Kinder, sagte er in ge vrochenem Deutsch. (s. r^ r *L/* u ^ crte ' er ^oürde ihm gerne helfen, wenn er nur eine Sense hatte. a dllte schüttelte den Kopf, daß seine Korkzieherlocken flatter- Ware Nichts da. Kern Gerät . . . Gar keins ... Ein „Dait- K brauche ihm nicht zu helfen. Und Mieder staiid der hassende Ausdruck in seinen kleinen Augen. Schwertfeger ^^utschen ihm etivaö getan hätten, fragte Fritz hätten seiner Frau das Schlimmste angetan uird sie dann entochen. Er hätte sre, als er nach Hause gekommen märe, mit "/^öen deutschen Säbel in der Brust aufgefunden. „Ich selbst habe sie gesunden . . Ich". Er legte die rechte Hand beschwörend auf die Brust, dann legte er sie über die Augen und wernte. "Das glaube ich nicht", sagte Fritz. . Aber der Alte schmor tausend Eide, daß es so sei. Er habe früher nicht so was Schlechtes von Daitsche gedacht. Sei Freind von Daitsche gewesen. Aber jetzt nicht mehr. r k mit stillem, nachdenklichem Gesicht in das polnische Schloß zuruck. Außer seiner Kompagiiie tvar da noch> eine Feldtelegraphen- avteilung auf dem Durchmarsch. Das waren junge Leutchen aus der Heimat, denen nun zum ersten Male der Wind des Schlachtfeldes um die Nase wehte. Biele Berliner waren darunter. Die hatten ihre Pferde m der Vorhalle des Schlosses nntergebracht: deinl die Stalle waren zerschossen, während sie selbst sich mit ^nen Kameraden den großen Saal mit den Ahnenbildern als Schlafraum teilten. Einer saß da in einer Ecke an einem Tisch und schrieb Als er letzt fertig war, nickte er dem Bildnis der alten Polin, das ihm gegenüber hing, zu. „Na, Jroßmama, ick habe denen zu Hause dein ollet Schloß hier mächtig rausjestrichen.. Bon weien polnisches Jrafenschloß. Ick sage dir, en Berliner Haus Mit herrschaftlichen Auflang is mir lieber." Er lachte und auch über Fritz Schmertfegers ernstes Gesicht glitt ein Lächeln. Der fragte den jungen Kameraden, wie es denn dahinten in der Heimat wäre. Ob man noch guten Mutes sei. Wie die Ernte ausfalleii werde, und toas dergleichen so mehr war, was er aus dem Herzen hatte. Es sei dahinten in Deutschland alles in bester Ordnung, daß die immer guten Mutes blieben, dafür sorgten die Sieges- nachnchten. Seine Mittler hätte schon zum zweiten Male schwar- zen, weißen und roten Kattun gekauft und hätte eine neue Fahne genaht: denn die erste, mit der sie Lüttich, Antwerpen, Tannen-. berg und all die anderen Siege gefeiert habe, sei nun schon ver-c braucht, die zweite habe fte mit Jwangowd und Warschau ein^ aeivecht Ja, so ungefähr sei die Stiimnung überall in Deutschland. Zuversichtlich, gut und stolz. . faßte i^witz _Schwertfeger und schlug mit der flachen Hand dröhnend auf den Tisch, „stolz sind die zu Hause aus uns, das sollen fte auch sein . . . aber . . . aber ..." Er schluckte, als würge er etwas hinunter, schwieg sekunden- ang. Dann fuhr er grollend auf. „Uiid es ist nicht wahr ... Es ist Nicht wahr . . . Ich glaube es nicht." „Was denn?" fragte der junge Telegraphist verwundert Und auch einige von Fritzens Kompagniekameraden traten herzu und fragten, was denn los sei. Er zögerte noch ein Weilchen, dann, die Stinlme dämpfend, erzählte er sein Gespräch nitt dem alten polnischen Jrcden -und was der ernem deutschen Soldaten zuin Vorwurf mache f bn ' olle Ponipejaner. Wir sind doch keine Kosaken," schne der Wehrmann Krause. „Wer weiß, wie das zusammenhüngt," sagte ein anderer, der auf einem.mottenzerfressenen Polsterstuhl saß und bedächtig an seinem Komniißbrot intt Speck kaute „Vielleicht is er von die Russen gekauft. Die suchen doch mit Gewalt uns wav anzuhängen." Immer mehr Soldaten kameii herzu, umstandeil den Tisch und äußerten sich erregt zu der Verdächtigung des Alten Plötzlich ließ ein dumpfes Gepolter sie aufhorchen. Es hörte sich an, als wenn ein schwerer Gegenstand jenseits der Mond, vor Welcher der Tisch stand, niederfiel. . Eftnge stießen die Tür zuur Nebenramn auf, sahen sich in erneni schmalen Gang zwischen den ungeheuer dicken Türpfosten und gelangten danu erst m ein halbrundes, jedoch vollstäiidig aus- geraunttes .Zimmer. Kraust^ ^ dollerei nicht geweseii'" sagte der Wehruiann „Kinder," meinte ein anderer und klopfte mit dem Knöchel hart gegen die Wand, „diese dickeii Wände. Die sind lwhl Das ist ein Schornstein. Ein Stein wird rrmtergefallen sein."' .Mer w'.e ]ic wieder alle in den Saal znrücktraten, ertönte baäJBoltexn von neuem, unb diesmal stärker. Ter kleine Telegraphist sprang ans, zeigte auf das Bild der alten Polin und rief: „Jroßmama hat sich verbeugt." _ ^ohAaftlg, wie sie hinsahen, stalid der schwere schwarze Rahmen dev Bildes oben einige Zentimeter von der Wand ab, rrnihreud er unten »me eingeklemmt »var. „Eine Tür," sagte einer. - - l l\ lb drei, vier standen sogleich vor dem Bild uiid zerrten an dein Rahmen. Es war wirklich eine Tür. lind wie sie sich nun knarrend öffnete, polterte ein schwerer Körper heraus und den Soldaten vor die Füße. Eine steil aufsteigende Wendeltreppe zeigte sich m der dunklen Oeffmmg. *vr^ m r l! ff Ä ec Soldat lag zu den Füßen der jungen Telegra- phisteil und Wehrntanner. Er war tot. Ter Tod mußte schon vor Tagen eingetreten sein: deuii es machten sich bereits Verwesungszeichen am Körper bemerkbar. Der funge Telegraphist war ein wenig blaß geworden, die anderen aber, die den Krieg und seine Schrecken bereits kannten, hatten nichts als ein verwundertes Fragen in ben Angen. .. die Leiche auf den Hof, wo einige der Dorfbewohner Mit Schuf)eln und Töpfen standen, um aus der Feldküche Essen zu empfangen. Auch der alte Jude im langen Kaftan mit zwei iteinen, fchwarzauglgeu Mädchen war unter den Hungrigen. . Wie fte nun aber die Leiche sahen, drängten sie alle neu-c gierig herzu. Der im Kaftan fing an zu zittern, und mit den Finger auf den Toten zeigend, tagte er: „Von daitsche Soldat. Aber ich ihn kenne. Peter Sergen" Und nun sahen es auch die anderen, daß der Tote ein roh- ledernev Soldatenkoppel trug. Das Seitengetoehr aber fehlte. Fritz Schwertfeger war mit einem Sprung bei dem Alten und packte ihn hastig am Arni. „Mter, der, der da hat Deine Frau unigebracht." . Ee schien den Toten mit seinem finsteren Augeii zu durchbohren. Er legte die linke Hand wie beschwörend au die Brust, hob die rechte zur Faust geballt und murmelte etwas, was wie ein Schwur klang. Tann stürzte er, che es jemand hindern konnte, auf den Toten zu, riß ihm die Litewka auf und förderte em Kästchen zutage, ba§ mit Münzen und goldenen Schnnlcksachen angefüllt war. ^ Des Alten Augen glühten wie Feuerkugeln. Er drohte deni Toten mrt der Faust und niurmelte heftige Flüche. Tann hob er eine Goldkette Mit einem runden Anhänger in die Höhe und zeigte w den umhersteheudeu Dorfleuten. Sie erkaunteli das Schmuck- ttick als feiner ermordeten Frau gehörend, ebenso die anderen rn dein Kästchen befindlichen Sachen. „Hab daitsche Soldat unrecht getan. Verzeihung. Bin »weder Fremd von Tcutsche," fagte er zu Fritz Schwertfeger. Nach der furchtbaren Aufregung bebte er jetzt »vie Espeittaub, und Träne um Trane ^ rollte in feinen fangen Bart. Fritz Schivertfeger »var geradezu glücklich, daß diese schwere Bezichtigung sich so klar widerlegt hatte. Der Ofsizierstellvertreter iiahm das Ganze zu Protokoll. Sämtliche Dorfleute wurden als Zeugen aufgeführt. Dann wurde der Tote in einer Ecke des Schloßgartens begraben. Er »var offenbar in dem Turmzimmer, zu dein die persteckte Wendeltreppe führte, Hungers gestorben. Vielleicht hatte er sich erinattet bis an die Treppe geschleppt und tvar dann später alä Leiche abgestürzt. Der Mte aber rächte sich auf seine Weise. In der Frühe des nächsten Tages sah Fritz Schwertfegek me gesamten Dorsleute »nit dem Alten auf der Chaussee versammelt. Sie hotten Spaten in den Händen und schienen gearbeitet zu haben. ^ Fritz ging hinzu und erfuhr, daß sie den Russen iur Schloßgarten ansgegraben und unter der Chaussee eingegnrbeu hatten. „Die Füße von Menschen und Tieren sollen über ihn »veg- achen Er soll keine Ruhe baben uiid soll verflucht sein," sagte der Greis mit erhobener Stimme, unb seine asketische Gestalt erschien »oie die emes furchtbar zürneiideii Propheten ans dem Lllteii Testament. Vermischtes» 1 ® a ^ Konzert i nt feindlichen Schützengraben, gm Felgrauer schreibt uns: Es war in der Champagne, wenige Tage vor ben neuen großen Joffre-Offensive. Ruhig verträumt tauchte der Mond aus den Wolken unb eine helle, herrliche Herbst- nacht begann. Wir lagen dem Feinde ganz nahe gegenüber, trotzde,n fiel nur da nnb dort ein Schluß. Es »v>ar, als ob man auckfi rn den Gräben schliefe. Da hob drüben bei unseren Feindeii e i n e Stimme an, eine Stimme, deren Tonschönheit sich immer mehr entfaltete. Drüben gab es Kmtzert, und wir lonschten, als ob es für uns bestimmt wäre. Mit Taniihäusers Ht-mnns an den Abend- sterli begann es, unb die späteren Lieder belviesen uns, daß es ein Wagnersänger sein mußte, der, »ver »veis; »vie, den Franzosen als göttliches Geschenk m den Schützengraben hineingeschneit war Nun hallte keul Schuß mehr, nun schlief auch bei uns menmub und mochte er noch so »nüde sein. Wir spendeten dem Stimmbegnadeten unseren Beifall mit derselben Begeisternna, wie seine Zuhörer und Landsmänuer. Wir ließen unö von bem Zauber, den diese Stimme 656 ausströmte, just so gefangen nehmen, wie die anderen, die er gefangen nehmen wollte. Zwei Stunden vergingen, und nnr mit kleinen Pausen sang der süße, schmeichelnde Tenor von Liebe, Lust und Leid. Er machte aus uns rauhen Kriegern andere Menschen rmd nabm mit sich unseren herzlichen Dank, den brausenden Beifall, den Vielhundert Barbarenhände klatschten. * Ein beleidigter General. Es war im Jahre 1871 während der Belagerung von Paris: die Fensterscheiben in den Villen der Vororte um die belagerte Stadt »»raren durch den Luftdruck der krepierenden Geschosse häufig zersprungen, und die Soldaten, die in solchen Häusern einquartiert waren, hatten die Fenster verklebt. Da ging eiires Tages General von Henning vorbei. Der General, ivegen feines lderben, aber geniütlickwn Wesens sehr beliebt bei den Mannschaften, trug einen riesigen Stock in der Hand, mit dein er an der Scheibe eines der zugeklebten. Fenster so lange lierumstocherte, bis er sie durchstoßen hatte. In der Stube entstand dari'iber grober Lärm, ein Soldat ergriff drinnen den Stock imb rief: „Was ist denn das für ein infamer Schweinehuiid, last los, Hallunke!" Der General folgte dieser Weisung, liest den Stock los, begab sich aber in die Stube, wo die Soldaten erschreckt in die Höhe sichren, und fragte: „Wer hat mich eben hier Schweinehund und Hallnnke genannt?" Einer trat Atternd vor und sagte: „Zu Befehl, ich, Herr Geireral?" — „So!" sagte General Heirning, „das hat außer dir, mein Sohn, iwch nienvand gen^agt.. . . Darauf müssen wir zusammen einen Schnaps trinken!" Und General und Gemeiner gingen miteinander von dannen, uM den „Wageinut" des Soldaten zu beziehen. * Die Heimat deS „P f u i". Eine seltsame spracbltche Ge»volwhett ist den Dentichruffen KirrlandS eigen, wenn man den Schilderunqen Ludwig BrnuierS glauben darf. Dieser 1905 in Lübeck verstorbene Schri tsieller. der lange in den ruffi|ct»en Ostsee» Provinzen gelebt hat und verschiedene Bücher über Kurland und seine Bewohner hera»isqab, behauvtet, es wäre unmöglich, auf- zuzählen, wie oft die Deutschen der russischen Ostseeprovinzen an einem Tage, ja in einer Stunde „Wm* saaen. Aber dies ,Piut- töt eine ganz andere Bedetcknng als bet uns. Es macht zum Beispiel ein junger Deutscher bei seiner Reise »»ach Petersburg einem vornehmen Herrn in Milan seine Aufwartung. Der Herr erkundigt sich, in welchem Gasthof er adgestiegen sei. Der Reisende nennt den Gasthof. Da ruft der Mitauische Herr aus: »Pfui, aber warum auch dort?" Ter Reisende erschrickt, da diese Bemerkung ihn auf eine widerwärtige, ihm verborgen gebliebene Seile deS Gastho'eS schließen listt, meint: „Nun, dann ist es wohl geraten, in einen anderen Gasthof umzuziehen?E Der Mitauische Herr antwortet: „Pfui, sind S»e einmal da, so kleiden Sie nur getrost l" DaS erstemal wollte der Herr etwa sagen: „Aber warum fliegen Sie denn in diesem Gasthof ab?" Das zweite,nal sollte die Bemerkung etwa heißen: „Ei, nicht doch! So schlecht ist der Gasthof nicht, daß Sie eS dort nicht einige Tage sollten auShalten können!" Brünier selbst sprach einmal mit einem Gutsherrn, der einen sehr sparsamen Gebrauch von feiner Equipage machte. „Gewiß wurde»» Ihre Töchter glücklich sein," meinte Brünier, „wenn sie täglich einige Werst spazieren fahren könnten." „Pfui." a»»twortete der Vater, „sie machen sich gar nicht so viel daraus." Ein andermal fragte Brünier eine junge Dame: „Neun Meilen von Ihne»» ent» sernt wohnt Ihre Tante?" — Pfui, nur sieben!" lautete die Antwort. Beide Male bedeutete daS „Pl»n" ein starkes Rein. Uev- rigens verspotten die Kurländer zmveilen selbst die seltjame An- gewobnheit. Einer Knrländerin, die au! einen» Rheindampser ln lebhafter Unterhaltung das Ltebliugswort häufig gebrar»chte, stellte sich ein Herr, der eine Weile dem Gespräch gelauscht hatte, »nit de»» Worten vor: „Da Sre a»»s der Heimat des Pfui sind, so dars ich mich Ihnen »vohl als Landsmann vorstellen I* "Ein neues Zwergvolk. In Französisch-Kongo ist nach Mitteilungen des „Scientific American" ein neue« Zwergvolk entdeckt worden. Die Zwerge dieses Volkes sollen eine Größe von 1,50 Meter nicht überschreiten. Sie leben ganz abgefchlosseir im Bezirke von Mongimbo und baue»» ihre halbkugelförmigen Hütten in Gruppen von 5 bis 30 Stück mitten im Walde. Ihr Häuptling ist ein aller Ma»n», der absolut herrscht und aus seinem Geschlecht seinen Nachfolger bestimmt. Manche seltsamen Gebräuche befolgen diese Zwerge in ihrer Ernähr»»,»g: so lebe»» die Frauen von Wurzeln, die Männer aber von der Jagdbeute, — jene also vegetarisch, während die Fleischnahrung den» stärkeren Geschlecht Vorbehalten zu bleiben scheint. A»,ch in ihren Legenden »nachen sie zwischen Männern und Frauen einen scharfen Unterschied: die .Herkunft der Männer »vird von einer Kröte hergeleilet, während als der Ahnherr des »veiblichen Geschlechtes ein Igel gilt. Einige unsichere Vorstellungen von gut und böse sind bei bieiem Zwerg- volke vorhanden, das mit viel Frömmigkeit einen Toteuknllu- betreibt. In der Verteidlgung ihrer Freiheit und Unabhängigkeit zeigen sie sich sehr tapfer. Sprachecke des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins^ Gedankenlosigkeit. Wenn das Kind über etwas ganz Vernünftiges lacht, das ihm ungewohnt ist und deshalb „komisch" vorkommt, so halten wir ihm das zugute, »veil dies Lachen harmlos und unschädlich ist: lacht es aber über das Gebrechen eines Mitmenschen, so verioeisen lvir ihn» das mit Recht. Spott ist nicht an» Plaste, ivo des andern Mangel unser Mitleid erregen sollte. Und doch verlialten sich viele Erwachsene, die das Kind wegen! solcher Gedankenlosigkeit tadeln, ganz ähnlich. Oder was ist es anders als kindliche Gedankenlosigkeit, wenn gebildete Leute fick über falsche Ausstnache oder Schreibung von Fremdwörtern bei dem einfachen Mann a»»s dem Volke lustig machen? Der fran- ösische und der griechische Ausdruck, dessen Ursprung dieser nicht ennt, ist ihm lediglich eine Wovtmcrrke, die er von andern übernimmt, und er schreibt oder spricht ihn, so gut oder so schlecht er es vermag. Wer hat ein Recht, darüber zu lachen? Kann jener doch für die Fehler, die er nmcht, ebensowenig wie der arme Krüppel für den Buckel, wegen dessen ihm die Kinder auf der Tvrfstraste irachlanfen und ihn» Spottworte zu rufen. Mag er also statt Parterre Badähr sprechen, statt Lyzeum Listeum schreiben, mag er .Chauffeur^ »ind Coiffeur verivechseln, patriotisch und paritättsch, Krematorium und Koirservatorium, Feuilleton und Fauteuil u. a. nv. — es ist nicht seine Schuld, wenn er »richt so „gebildet" ist wie wir (lieber Himimel, die Kenntnis ausländischer Wörter „Bildung"!), und so sollten wir nicht darüber lächeln oder wistelr», sondern lieber bedenken, daß wir selber an seinen Verdrehungen schuld sind, indem wir Ausdrücke gebrauchen, me er nicht versteht. Anderer Leute Mängel sollen uns nicht zu Spott veranlassen — der ist billig l —, sondern zur Selbstprüfung: damit nüsten wir ihnen und uns selbst. Bemühen wiv uns, ehrliches Deutsch zu reden! Dann verstehen sie uns, und lvir selbst werden, indem wir auf den Ncsdruck achten, reifer und tüchtiger im Gebrauch unserer lieben Muttersprache. vüchertisch. — Der Kunst wart als „D e »»t s ch e r W i l l e" bat soeben sein ersieS Heft beransgebracht. (Georg D. W. Eall»vey, München.) Nach Aussehen und Stoff ist es den Heften deS vorigen „Kriegsjahrgangs" dtirchauS ähnlich. Voi» de>» sechs größeren Aufsätzen des ersten Teils beschäftigen sich drei mit künstlerischen Bestrebungen. Avenarius schreibt über das „Deutsche Warenbuch" der Dürerbund-Werkbu»»d-Genoffenschaft, das in» Oktober erscheint und den ersten groben Vorstoß für den Vertrieb voi» Wertivare bedeutet: Die Verbündung von Dürerbund »md Werkbund mit 160 großen Händlersiriuen zur Propaganda erlesener Ware — ein echt deutscher qroßarti »er OrganisatiouSveriuch, wie ihn kein ziveikeS Volk der Welt aufiveisei» kam». Gür ler »vendet sicb in einem Auf- sah über „Die deutschr^Musik in Gegen,vart und Zukunft" dagegen, daß Etra»»b zu sehr iit den Vordergrund gestellt wird, er »vendet sich dann allgemein gegen den allzu internationalisierende,» Zug in der Tonkunst und in unsrer öffentlichen Musikpflege. Wosigang Schumann erörtert die „Frage der Kricgslnrik". Tie übrigen drei Aufsähe behandeln ethische, politische und wirtschaftliche Themen. — Kriegskarten für die Balkan länder sind erschienen im Verlage von Oskar Eulist, Lissa i. P. (von dem bekannten Leipziger Kartographen C. Opist bearbeitet), und in der Kartograph. Anstalt G. Frey tag »»'. Berndt, Wien. — Ernst Schubert, R n hm. Ein Novellenkranz um Friedrich den Großen. (Grote'sche Sammlung von Werken zeitgenössischer Schriftsteller Band 122.) 836 Seiten 8°. Geheftet 3 Mk. (Berlin. G. Grote.) — Ein junger, »wch unbekannter Schriftsteller bietet hier in seinen Erstlingsnovellen das rein erschaute, plastisch gestaltete Bild des Zeitalters und der Heldengestalt Friedrich des Großen, wie es ihm in Nacherleben jener hehren Lage und Tate»» lvard. —- Hebels Nh ein l ändi sch er Hausfreund- Jahrgang 1916, ist im Verlage von I. H. Geiger (Moritz Schauenburg) in Lahr, Baden, soeben erschienen. Ter Jahrgang trägt sotvohl im Text als auch in den Illustrationen »mserer großen Zeit Rechnung. Neben den „Weltbeaebenheiten", in denen der Ursprung des Weltkriegs und sein Verlauf während des ersten Kriegsjahres übersichtlich geschildert wird, bringt der Kalender lehrreiche Aufsätze und viele unterhaltende Geschichten, teils mit, teils ohne Bez»»g m»f den Krieg. Krebsrätfel. Es ist der Schöpfung altes Rätsel, DeS Löf»u»g nicmaub noch ersann. Ein Strom, der jetzt durch Blnme»»wiesen Sich windet mio durch Klippen dann, Bald träae schleicht, bald ftürmt und brauset, Bis er versinkt ins »veite Meer. — Doch fite» t er rückwärts, dann verschleiert Er alle Dinge rings umher. (Aufl. i,» »»ächster Nr.) Auflösung der gahlenpyramtde in voriger Nummer: Ll 8 & c» 8 Sage Agnes Spange Schrijtleitung: Aug. Goetz. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversitälS-Dnch» und Cteindnickerei, R. Lgnge, Gießen