Donnerstag, den ft Oktober fehlenf M~) s lt llll U' 1 ' puyL n 1 JM PFl Die vom Rauhen Grund. Roman von Paul Grabein. (Nachdruck verboten.«) (Fortsetzung.) ^ ^ "IQ? ^uft Wasserader, die uns gefährlich zu werden drohte?" wandte sich Bertsch an den Aeltesten der Kameradschaft. „Hier. Der Mann deutete auf eine Stelle seitlich im k-estern. ,„Da muß sie sich läugsziehen — hinten drin." „W:e groß schätzen Sie die Mächtigkeit der Zwischenwand?" „Es ist nicht mehr als gut ein Meter, denk' ich. Wir imußten schon sehr Obacht geben beim Abteufen, daß wir sie Nlcht unversehens anschossen." „Um so besser. Also los — treiben Sie Bohrlöcher hier in den Stoß." Der Mann sah ihn verdutzt an. „Ja, ja — wir wollen das Wasser auzapfen. Nur zu!" , Da machten sich die Männer ans Werk. Der Fäustel trieb den Stahl ins Gestein. Hell sang sein metallisches Klingen durch die Stille. Immer tiefer fraß sich der Meißel ins Gebirge hinein. Bohrmehl stäubte heraus und setzte sich den Männern in.Haar und Bart, daß sie wie Grauköpfe aussahen. Und oben, aus der Grundstrecke der zehnten Sole, schichtete sich die Mauer auf, Lage um Lage. Bertsch war bald hier uild da, sah nach der Uhr und trieb zur Eile. So raunen die Stunden hin. Es ging dem Morgen zu. Droben über Tag krähten jetzt wohl schon die Hähne. Es war Zeit, daß sie hier fertig wurden. Da endlich eni lauter Ruf, drunten aus der Tiefe des Gesenkes. Eilend kletterte Bertsch, der gerade oben an der Mauer war, die Fahrten hinab. „Nun — ist's so weit?" Aber er brauchte keine Antwort. In weitem Bugen spritzte es aus dem Gestein heraus — ein blinkender Wasserstrahl. Da schoß es auch hell aus Bertschs Augen. „Brav, Kerls! Aber niir weiter! Es schafft noch nicht Aeuug. Dick muß es kommen, faustdick. Ersäufen wollen wir denen da drüben den ganzer! Pütt!" Null begriffen sie mit einemmal, und ihr rauhes Lachen dröhnte von den Felswänden nieder. Dunnerlittchen, der Bertsch — das war einer! Der stand dem Rotfuchs, dein Hannschmidt vom Erbstollen, nicht um ein Haar nach. Und die alte Kampslust derer vom Rauhen Grund kam ich er ie alte. Nichts herrlicher, als so dein Nachbar mal ordentlich eins altswischen, mit den: man einen alten Span hatte! Verdoppelt schafften die Fäuste, bohrten, wühlten itud rissen am Gestein, daß die Brocken nur so flogen. Starker, imlner stärker ward der Strahl, und immer höher hob sich aits dem Bodell des Gesenkes die schäumend wir- vellche Flirt. Stieg von -den Knöcheln der Männer empor bis zum Knie und immer höher uoef),, unaufhaltsam, Droben mtf der zehnten Sole aber schloß sich die Mauer, die das Gesenke nach dem eigenen Grubenftloe hin absperrte, und zeigte nirr noch ein Loch, gerade groß genug, daß die hier "Uten sich hiudnrchzwängen konnten, um dein drohend stei- gelcken Wasser $u entgehen in dem engen Felsenverlieh. Bertsch warf einen Blick dort hinauf und darn: zu der quirlenden Flut, die ihneu uun schon grerig um den Leib zit kreisen begann. Es loar Zeit zum Rückzug. Da befahl er: „Raus auß dem Berg!" Und die Seinen kletterten empor, einer nach dem andern. Er selber aber blieb noch. Mit wuchtigen Streichen schlug er mit der Keilhaue zu und riß noch ein paar gewaltige Brocken aus der Felswand, daß das Wasser jetzt in armdickem Strahl herausschoß. Die bis über die Hüften gestiegene Flut, die ihn umbrauste, machte ihn schon schnmn- kend. Da tat er noch einen letzter:, schmetternden Hieb', dairu kletterte auch er hinauf zu den Seinen. Unter eilig zllpackeudeu Händen schloß sich um: das Loch in der Wasser- maucr. Der Staudamm loar fertig, das Werk getan. Nuu würde alles weiter seinen Lauf nehmen, wie er es lürechnet hatte. Da hinter der Ma::er würden die Wasser steigen und steigen, bis sie die Kluft erreichen und sich dann mit Gier stürzen würder: in dieser: Abzugskanal, der sie hinüberleitete ins feindliche Erbiet. Da konnten sie nun ungehindert ihr Zerstörnngswerk tun, Strecken uno Oerter erfüllen mit ihren: Schwall, daß an kein Arbeiten mehr zu denken toar. Jetzt mochten sie ihn doch answeiden, den neuen 6wng, den sie ihn: hatten abjagen wollen! Mit grimmiger Freude dachte es Bertsch. Sie iMtien den Kampf haben wollen, wohlan — da hatten sie ihn. Kan: nur daraus an, wer den kürzeren z-og! Und tief holte er Atem. Darn: sah er hinab an den triefenden Kleidern, die ihm klatschend urn der: Leib Hingerl. Jhin lvie den ander,:. Mer er lachte nur taut. Und dann griff er in die Tasche. „Hier, Leute, macht Schicht! Fahrt aus und tvärmt errch. Von inner: und außem Habt's ehrlich verdient. —i Glückauf zusammen!" Damit wandte er sich selber zun: Gehen. Doch ich: verlangte rlicht riach Ruhe. Droben nur rasch die Kleider gewechselt und darn: ans feinen Posten. Der Gegner würde sich Wohl bald melden. * Es waren heiße Sommertage jetzt in: Rauher: Grund. Eke entfloh da gern: der Schwüle in den: dumpfen Zin:n:er. So hatte sie es auch heute morgen getan: denn früh schon fing die Sonne an, Herr:iederznstecher:. Sie lmchte, ioo sie Kühlung finden würde. Den kleinen Bach, den Mühlsiefen giug sie hinails, noch über die Grundmühle hinaus. jFn lnstrgem Zickzack lies dort das Wässerlein durchs Wiesen- grün wie eiu spielendes Kind und versteckte sich unter schattige::: Hasel- und Erleuaebüsch. Hier war's wunderbar frisch, auch heute. Eke juchte sich ein besonders verschwiegenes Plätzchen a,:s, ioo kein Auge Tie gewahren konnte. Da ließ sie sich nieder und streckte sich im Schatten des tief üb ergangenen Blätterdachs im weichen Grase aus. Die Arme unterm Kops verschränkt, lauschte sie auf das leise Gluckern des Wassers und die Stimmen des Waldes drüben am Berghang. Das dunkle Gurren der Holztauben und den miauenden Iagdsä-rei eines kreisenden Bussards. Dazu wehte der verlorene Duft eines reifen Kornfeldes herirber, von weit drunten im Talgrund. Non fernher kamen ihr auch, Erinnerungen und spannen sie traumhaft ein. Wie oft hatte sie hier auch als Kind gelegen oder ausgelassen ihr Wesen getrieben. Der Siefen barg, so klein er war, reichlich Forellen. Drum hatten die Kinder manchmal heimlich gefischt. Die behenden Tiere standen mit Vorliebe unter den unterwaschenen Raieimfern. Ein behutsamer Griff mit kundiger Hand, und oie zappelnde Beute war erwischt. Gar manchmal ivar's auch ihr geglückt, und kein köstlicheres Gefühl, als die Wonne solch verbotener Jagd. Gerade das heimliche Grauen vor dem Erwischt-, werden hatte solch wundervollen Reiz! Und man hatte ja auch immer Glück. Nur einmal nicht. Mit einem Lächeln mußte sie heut' daran denken. Ganz hier in der Nähe war es gewesen, in den Sommerferien, und der Bertsch-Gerhard bei ihr als getreuer Kumpan, um die erbeuteten Fische nachher rasch abzutun mit blitzschnell knickendem Griff im Nacken. Ein Geschäft, das ihren Mädchenhänden doch widerstrebte. Aber den Fang besorgte sie selber in Heller Leidenschaft. Doch mitten im besten Gange — schon drei gefangene Forellen hingen am Sperrholz an der schmiegsamen Haselrute im Wasser — hatte es plötzlich hinter ihnen im Buschwerk gerauscht. Des Oheims Hühnerhund! Und nun stand er selber vor den beiden ertappten Sündern, denen das Herz laut an die Nippen pochte. Denn Henner von Grunds Jähzorn war gefürchtet weithin im Rauhen Grund. Erst unlängst hatte er einen Mann, den er in seinem Revier beim Wildern mit der Nehschlinge ertappt, in blinder Wut zu Boden geschlagen, daß er wochenlang darniedergelegen hatte. Schreckensstarr blickten daher die betbeit auf den Gefürchteten, dessen scharfes Auge sofort die gefangenen Tiere im Wasser entdeckt hatte. Mit einem Rucke hatte er die Haselrute herausgerissen. „Wer von euch war's?" Noch heute erschauerte sie, wie ihm dabei die Schläfenader dick angelaufen war, und seine Rechte nach dem Gürtel fuhr, nach der schweren Dressurpeitsche. Wie eine Ohnmacht hatte es über sie kommen wollen. Im selben Augenblicke war's an ihr Ohr geklungen: „Ich!" Der neue Schreck riß ihr die Augen wieder auf. Da sah sie den Gerhard vor dem Rasenden stehen, totenblaß, aber mit zusammengebissenen Zähnen, und die furchtbare Peitsche schon über seinem Kopse. Doch im nächsten Moment hlng sie dein Oheim an dem erhobenen Arm. „Es ist nicht wahr — ich war's!" Eine schreckliche Ewigkeit war's ihr gewesen, bis dann endlich dröhnend die Antwort gekommen war: „So scher' dich weg, du Lümmel. Aber daß ich dich nie wieder hier am Siefen sehe! Und du? Na, wir sprechen uns nachher. Jetzt marsch — nach Haus!" Vierundzwanzig Stunden hatte sie damals dann eingesperrt gesessen drunten im tiefsten Keller des Adligen Hauses, mit seinen feuchten Mauern, an denen die Natten entlang huschten. Fast gestorben war sie vor Ekel. Aber sie hätte sich lieber die Zunge abgebissen, als dem Oheim em gutes Wort gegeben mit Bitten und Betteln, trotzdem die alte Marthe ein paarmal sich heimlich zu ihr geschlichen und sie dazu flehentlich gemahnt hatte. — Ja, so war sie damals gewesen. Lächeln mußte Eke von Grund, wie sie heute an all das dachte. Jugendwüdheiten und Torheiten, ohne Bedeutung für die Gegenwart. Nur das eine — mit dem Gerhard Bertsch! Es kam ihr jetzt, nach rund fünfzehn Jahren, erst eigentlich recht zum Bewußtsein, wie leicht sie sein ritterliches Einspringen damals hingenommen hatte. Nicht einmal ein Wort des Dankes hernach, als sie sich dann wiedersahen. Nur ein Lachen, ein Gedenken an das gemeinsame böse Abenteuer. W:e eben Kinder sind. Heute dagegen erst seinem wahren Werte. §r, schätzte sie sein Verhalten nach der Fünfzehnjährige, Sekundaner damals schon, hatte ein hochentwickeltes Ehrgefühl gehabt'. Wäre es zu der Züchtigung gekommen, es hätte ihn vielleicht ins Wasser getrieben — bet seiner Leidenschaftlichkeit. An einen: seidenen Faden hatte es so a:n Ende gehangen, daß aus der Kindertorheit nicht eine Tragödie geworden war. Ernster wurde da Eke von Grunds Sinnen. Ihre Gedanken weilten weiter bei Gerhard Bertsch, aber bei dem Mattne, der er heute war, und suchten an dessen Bild vertraute Züge aus der Jugendzeit. Doch fanden sie nicht. Seltsatn, wie ein ganz Fremder erschien er ihr. Woran das wohl lag? War er ihr nur durch die Jahre so fern gerückt, oder war er wirklich ein aitderer geworden? Endlich kam sie zu dem Schlüsse: Es lag doch wohl an ihm. An der Beherrschtheit, um nicht zu sagen, Verschlossenheit seines Wesens, die jedes Näherkommen abwehrtg wie ein stählerner Schild. Aber wie mochte es dahinter ans- sehen? Lange gingen diese Gedankeit in Eke von Grund nm. Doch als sie sich dessen endlich bewußt wurde, kau: es ihr fast wie ein Unwille über sich selber. Gerhard Bertschs Person war denn doch nicht von solchem Gewicht für sie. Und sie erhob sich aus ihrem stillen Winkel. Es war ja auch Zeit, daß sie nach Hause ging. Bald würde der Oheim zunr Frühstück heimkommen; da durfte sie nicht auf sich warten lassen. — Henner von Grund war vom Piirschgang zurück. Nun saß er behaglich bei Tisch und ließ sich von Eke versorgen. Es war das ein gewichtiges Geschäft für ihn, diese Stärkung nach dem Weidwerke, und sie fiel nach guter Westfalenart nicht zu gering ans. Die Tafel war besetzt mit allem, was Keller, Küche und Räucherkammer des Adligen Hauses beherbergten, und es war nicht wohlgetan, den Hausherrit bei dieser Beschäftigung zu stören. So zogen sich denn die buschigen, grauen Brauen Henners sofort bedenklich hoch, als Anne-Marie, das Hausmädchen, jetzt eintrat mit der Meldung, Steiger Hattnschmidt sei da. Und kurz ward ihr Bescheid: „Soll warten." „Aber es wäre eilig — meint er." „Hab' ich nach seiner Meinung gefragt? Raus!" Schnell zog sich das Mädchen zurück. Doch nach einer Weile erschien es wieder in der Tür. Es wagte indessen nicht, näherzutreten, sondern blickte hilfesucheitd zu dem Fräulein hin. Eke perstand, und ruhig wandte sie sich an den Oheint, der so saß, daß er dem Mädchen den breiten Rücken zukehrte. „Hannschmidt scheint doch eine recht dringliche Mitteilung für dich zu haben." Ihrem Blick folgend, fuhr der Hausherr herum. „Bist du schon wieder da?" „Entschuldigen der gttädige Herr nur vielmals — dock) Herr Hannschmidt wollte absolut —" „So soll er reinkommen, in Dreideubels Namen! Mer daß man nicht mal diese halbe Stunde seine Ruhe haben kann!" Sein Zornblick schoß jetzt zu der Nichte hinüber, als machte er sie verantwortlich dafür. Eke aber sah ihnr fest ins Gesicht, und als das Mädchen eilends wieder zur Tür hinaus war, sagte sie mit ihrer ruhigen Bestimmtheit: „Du wirst mir die Anne-Marie auch bald wieder hinausgegrault haben, Onkel; das arme Ding zittert ja vor dir." „Dumme Gans! So soll sie sich eben scheren." „Und ich kann sehen, wie ich ein neues Mädchen bekomme. Hier im Dorf doch wirklich nicht so einfach. Außerdem will schon gar keine mehr erst her zu uns. Das Adlige Haus ist verschrien im ganzett Rauhen Grund." „Weiberkram! Laß mich in Ruh' damit. Ist deine Sache." Das Eintreten Hannschmidts enthob Eke der Antwort. Stirnrunzelnd empfing Herr von Grund den Steiger. „Na, wo brennl's denn?" (Fortsetzung folgt.) Da; jüngste Stieffinö der Armee. Ein Aufflärungsversuch vom Fcldtoebel d. L. M. Häser, . z. Zt. in: Felde. Wir Deicksche wissen am besten, daß der Weg zu holM Zielen nicht von Ruhmestat zu Ruhmestat führt. NnendlickM au stiller Arbeit muß bewältigt werden, Verdienste, die im Schalten stehen, die öfter unbedingte und unerläßliche Voraussetzung jedes Enderfolges sind. Wir haben geleimt, auch gerade diese Art twu Arbeit als einen Faktor zu schätzen, deni unser Volk seine Größe und seine Machtstellung im Kreise der Nationen zu verdanken hat. Wie kommt es, daß jetzt in der Stunde härtester Prüfung eine Gruppe braver Mitarbeiter an der guten Sache des Vaterlandes noch immer nicht bei den Daheimgebliebenen, ja selbst bei den Kameraden in: Felde derjenigen Achtung begegnet, auf die sie in stiller Arbeit und stillem Heldentume längst einen gerechten Anspruch erworben hat? , Es sind jene Truppen, die mit unermüdlichem Fleiße die meilenweit durch das Land gestreckten Schutz- und Trutzwerke mit Spaten, Hammer, Axt und Säge erschaffen, um die Leiber der Kameraden vor dem eisernen Hagel der feindlichen Geschosse zu decken. . Mit möglichst geringen Menschenopfern den größtmöglichen Erfolg zu erzielen, wird stets der oberste Grundsatz aller Kriegskunst bleiben. Zehn Mann, gut eingedeckt, bieten heute unter Umständen einer ganzen Kompagnie die Spitze. Schon aus dieser Erwägung heraus ergibt sich die außerordentliche militärische Bedeutung einer Truppengattung, die es bewaffneten Verbänden jeder Art und Grüße ermöglicht, sogleich bei der Ankunft am Verwendungsorte fertige und meist (selbst im einzelnen) mit hervorragendem Geschick gearbeitete Stellungen zu beziehen. Man sollte meinen, der Wert der Arnnerungs-Bataillone könne gar nicht verkannt werden, läge so klar auf der Hand, daß der Armierungs-Soldat der allgemeinen Hochachtung gewiß sein müßte. Aber wie steht es in Wirklichkeit? Lange Kämpfe hat eS gekostet, um den mit jener wichtigen Pionierarbeit de.rauten Truppenverbänden den Ehrerttitel von „Soldaten" zu erwerbe::. „Arbeitskolonnen". „Armierungs-Arbeiter" hieß es amtlich. Erst neueren Datums Uno die Bezeichnungen „Armierungs-Bataillon", „Armierungs-Soldat". Noch schlimmer ist es mit dem Urteil des Publikums bestellt. Hier lebt noch immer das Bild des „Schippers", des mit einer bunt zusammengewürfelten Uniform bekleideten und mit Axt und Spaten bewaffneten Gehcimrats, die bekannte Witzblattfigur. Man tut den Armierungssoldateu bitter Unrecht. Es ist hohe Zeit, daß die trotz zahlreicher Bemühungen bisher nicht behobene Unkenntnis weiter Kreise über die Leistungen und Dienstverhältnisse der Armierungssoldaten ein Ende nimmt! An dieser Stelle kann unmöglich eine umfassende und systematische Darstellung alles dessen gegeben werden, was zu einer wirklichen und gründlichen Aufklärung erforderlich wäre, aber einige der erwähnten Punkte können vielleicht dazu beitragen, den: erstrebten Ziele um eineir Schritt näher zu kommen. Und finden sich Leser, denen diese Zeilen nichts Neues bringen, — um so besser! Bekanntlich setzen sich die Armierungs-Bataillone durchweg aus Mannschaften zusammen, die infolge irgendivelcher körperlicher Fehler vour sogenannten „Frontdienste" zurlickgestellt sind. Da sind Kurzsichtige, Leute mit Ohrenleiden oder solche, die wegen eines Herzfehlers den Anforderungen des Frontdienstes von vornherein nicht gewachsen erschienen, aber auch eine Reihe von denen, die bereits mit der Waffe in der Hand im Schützengraben gelegen, den Mörser bedient oder auf dem Pferde gesessen und un Kampfe durch Verwundung oder Krankheit die Felddienst^- tauglichkeit eingebüßt haben. Diese „Uuterwertigkeit" in körperlicher Hinsicht ist es, die dem Armierungs-Soldaten den Spott eingetragen hat. Welche Ungerechtigkeit! Gerade der Mangel körperlicher Vollkraft muß bei der Bewertung kriegerischer Leistungen in allererster Linie berücksichtigt werden. Wer dies in sachlicher Weise tut, gelangt zweifellos zu dem Ergebnis, daß der Arinierungs-Dienst an seine Mannschaften Anfordenmpen von einer nicht nur relativ erstaunlichen Höhe stellt. Dies gilt in seelischer Hinsicht so gut lvie in körperlicher. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, daß der Armierungs- Soldat sein Werk fern von jeder persönlichen Gefahr verrichtet. Richtig ist: Nicht immer befindet er sich in der Reichweite feindlicher Kanonenrohre, nicht ständig und nicht so viel wie andere Trucppen ist er dem Jnfanteriefeuer ausgesetzt. Mer davon abgesehen, daß auch diese nicht fortgesetzt unter Feuer liegen, dürfte gerade maircher der Daheimgebliebenen, der auch nur einen Tag Im Osten, besonders aber in Frankreich Armierimgs-Dienst zu leisten hätte, sein geringschätziges Urteil über den „Schipper" sogleich einer gründttchen Revision unterziehen. Zur Erläuterung ein Beispiel aus dem Dienste eines z. Zt. in Frankreich ftehcndeul Armierungs-Bataillons: Tienstbeginn des Abends. Ein mehrstündiger Marsch nach der „Arbeitsstelle", d. h. nach der Front. Das schwere Schanzzeug drückt auf der Schulter. Je näher es an den Feind geht, desto mehr Sicherheitsmaßnahmen werdet erforderlich. Da schleichen die Kompagnrell ism Schutze der Dunkelheit lautlos in langausgezogeuen Linien, Mann Hutter Mann, in gebückter Haltung durch das hohe Gras. Bald zwängen sie sich durch einen lehmigen, mit Wasser gefüllten Laufgraben: hier springen sie über den Reservearaben hinweg, in welchem die Kameraden von der Infanterie ihre Nachtruhe halten. Ein Mann stürzt über einen Stein, ein anderer übersieht ein Granatloch, schlägt hin und verletzt sich. Endlich, wenige hundert Meter vour Jeiirde entfernt, beginnt die eigens liche Arbeit. Ein Verbindungsgraben zivischen erster und zweiter Stellung toird mit fieberhafter Tätigkeit ausgehobcn Es ist keine leichte Aufgabe, besonders für Leute, die durch ihrer: Zivilberuf nicht an körperlick)e Arbett gewöhnt sind — und es sind deren viele! — das zugeteilte Stück Boden, das oft aus dem hartnäckigsten Material (Gestein, Lehm, Kreide) besteht, auf die befohlene Breite und Tieshe zu bringen; für manchen eine Unmöglichkeit, wenn nicht der kräftigere Kamerad zur rechten oder linken Seite helfend eingrifte! Das ganze aber muß geschafft sein, ehe das Morgengrauen den: Feinde die Anwesenheit der lästtgen deutschen Armierungs-Truppen verrät. Bei jedem Aufleuchten einer Rakete platt auf den Boden geworfen und Deckung gesucht, und wenn das Licht erloschen ist, weiter ge-? schanzt! Werden in: nächsten Augniblich platzende Granaten und schwirrende Jnfanteriegeschofte für die Wachsainkeit des Feindes ihr lautes Zeugnis oblegen? „Arbeitsstörungfn" dieser Art sind dem Armierer ia nichts Neues. Er bleibt aus seinem Platze. Tie Ziffer:: der Statisttk ergeben leicht den Beweis, daß Armierungstruppen in vielen Fällen eine absolut oder relativ größere Zahl von Toten oder Verlvuudeten aufzuweisen haben, als etwa die Artillerieeinheft, zu deren Unterstützung sie kom- mandiert sind. Von den unvermeidlichen Abgängen durch Gefangennahme der wehrlosen Verbände soll schon gar nicht die Rede sein. Auch die Fliegergefahr, die den Armierungssoldaten selbst verständlich in gleichem Maße wie jeden anderen Kameraden bedroht, mag unerwähnt bleiben.' Zieht man aber in Betracht, daß es sich um Mannschaften handelt, die weder im Vollbesitze körperlicher Gesundheit sind, noch irgend eine Waffe in der Haird tragen, uud zum größten Teil keinerlei militärische Ausbildung genossen haben, so darf man den Wert ihrer täglichen Arbeit einer recht erheblichen Leistung regulärer, ausgebildeter Truppen unbedenklich gleichsetzen, nota bene wenn nicht die Leistung ihren: objektiven Be- staifte nach, sondern der subjektive Verbrauch an sittlicher und körperlicher Energie zum Maßstabe genonunen wird. Nun noch ein kurzes Wort von den übrigen Verhältnissen der in Feindesland stehenden Arnnerungs-Bataillone. Um auch hier rein sachlich zu bleiben, sei keinen Augenblick verkannt, daß die Verpflegung zweifellos regelmäßiger ist und sein kann, als die der Fronttruppen. Das völlige Arcsbleiben von Zufuhr und Proviant ist den hinter der Frortt quartierten ArmierungÄ- verbäuden nach Kenntnis des Verfassers überkMupt noch nicht begegnet. Auch das Haufen in: Schützengraben bleibt dem Armierer erspart. Keineswegs aber tarn: davon die Rede sein, daß seine Quartternngsverhältuisse durchschnittlich besser sind als die anderer Truppen. Es gibt so manchen sicheren Unterstand, besonders in den Stellungen der Artillerie, der sich im' Laufe dev Monate des langwierigen Stellungskrieges zu einem behaglichen .Heime gestaltet hat. Jedes illustrierte Blatt bringt Photographien solcher Wohnstätten. Ter Armieruugssoldat aber, dessen Bataillon innerhalb weniger Wochen wiederholt den Standort rvechselt, ist oft gezwungen, mit den schlechtesten der noch bewohnbaren Räume einer völlig zerschossenen Ortschaft vorlieb zu nehmen. So fügt es sich denn, daß ein Mann, der tvegen eines leichter: Lungere leidens zum Frontdienste nicht eingestellt worden ist, tu einer Scheune mit halber Wand und durchsiebtem Dache im! Stroh liegt. Wo bleiben da' die angeblich leichteren Dienstverhältnisse des Armierungssoldaten? Im Gegenteil! Unreinlichkeit, Mangel an Trinkwasser und so viele genugsam bekannte Entbehrungen des Kriegslebens treffen ihn womöglich härter als den völlig gesunden Kameraden der Front truppe. Ein Kapitel für sich, das hier nur gestreift werden kann, ist die Frage nach Beförderung und Auszeichnung. Diese beiden Momente, die bei anderen Truppengattungen erfahrungsgemäß in bedeutendem Maße die Leistungsfteudigkeit und bannt auch die physische .Leistungsfähigkeit zu steigern vermögen, fallen für den Armierungssoldateu fast gänzlich fort. Hierbei ist nicht eimnal daran gedacht, daß infolge der Organisation der Lltrmierungs- Bataillone die Erwerbung des Offiziersranges auch filr den feiner Vorbildung nach qualifizierten Mann ausgeschlossen ist: selbst die niederen Chargen sind schwerer zu erlangen, da sie eben weniger benötigt werden, als bei anderen Truppen. Ehrgeiz mrd Tatenluft aber, die dem deutschen Armierungssoldateu wahrhaftig nicht weniger in den Gliedern stecken, als seinen Kanleraden, — Man frage nur einmal die Führer von Annierungskoulpägnien, wieviel Meldungen zum Frontdienste bei ihnen täglich eingehen! — finden nur selten die ersehnte Gelegenheit, sich hervorzutun. Tie Fälle, in denen es dem Armierer vergönnt >oar, sich ein Ehrenzeichen, womöglich das Eiserne Kreuz zu verdienen, sind zu zählen. Daher noch einnral die ernste Mahnung: Der Spott über den „Schipper" muß endlich aufhören! Auch der Armierungssoldat leidet Mühen und Fährnisse. Er ist militärischer Disziplin unterworfen, hat seinen Fahneneid geleistet und muß anshttten, wie ihm fern wechselvolles Schicksal auch begegnen mag. Darum darf er nicht mehr als minderivertige Aushilfskraft in denk großen Betriebe unserer Heeresorganisation betrackstet lverden, nicht „Arbeiter", nein Soldat ist er, wie jeder andere! Er lvill und braucht sich nicht zu schämen, daß er kein Gelvehr über der Schulter trägt und nicht zu Pferde sitzt, tvenn er am TüA deD Sieckes frnmtteu öitkctfer Kameraden in die Heintat einzieht. Auch er frat seinen Mann gestanden, und wenn unser Volk seine braven Krieger mit Lorbeeren begrüben wird, so soll es auch für den Armnerungssoldatcn den rvohwerdienten Zweig nicht vergessen. (Genehmigt vorn stellv. GenevalkonrNrando des V. 9lrrneekorps.) sie so spät zu ihm gekommen wären.* Auch heute stehen die Bot* schaster und Gesandten Englands aus „schwankem Grunde", aber etwa« bester werden sie doch behandelt. Und da- ist wenigsten- ein Trost für sie. vermischtes. *DerHoch>heimcrDomde ch a n t Hochheims kostbarstes Weingelände ist die Domdechanei, ein Weinberg, der seltsamerweise zu den jüngsten der Hochheimer Wingerte gehört. Einst war die Deckmnci eine sumpfige Wiesenfläche von 6 Morgen Umfang und denr Hochheimer Amtsschultheißen als Besoldungsgut zugewiesen. Als 1685 der Mainzer Domdechant Rudolf von Stadion die Gemarkung besuchte, sah er mit Kennerblick die vortreffliche, am Südhange sich ausbreitende Wiese. Schon im folgenden Jahre ließ er unter Aufwendung vor: 1000 Reichstalern das Sumpfgelände zu einem Weinberge umwandeln. Der Weinberg erhielt nach seinen! Entdecker den Nanien „Domdechant"; er lieferte ein Gewächs, das an erster Stelle unter Hvchhcims Erzeugnissen stand und heute noch steht. Des Domdechants Feuer, das auch in diesem Kriegsjahr ganz besonders heiß und „glutig" zu werden sich anschickt, begeisterte den Poeten zu folgendem Hymnus (im Bremer Ratskeller als Wandspruch): „Willst kvic ein Kind du fröhlich sein, So saug' Liebfrauenmilch brav ein. Quält dich des Durstes Höllendrand, Such Hilf' und Trost beim Domdcchant!" Erst neuere Forschungen haben den weinkundigen Rudolf von Stadion als Schöpfer dex Hochheimer Domdechanei festgestellt. Aber auch als geistlicher Würdenträger erreichte er eine hohe Stufe. Er starb 1700 als dreifacher Probst vom Dom- und St. Albaus- stift zu Mainz und vom St. Bartholomäusstift zu Frankfurt a. M. Als 1802 das Mainzer Kurbistum aufgehoben wurde, ging der Domdechanei-Weinberg in den Besitz der Fürsten zu Nassau- Usingen über, um dann 1866 preußisches Domänengut zu tverden. Unter seinen verschiedenen Besitzern und Schützlingen hat der Weinberg eine Größe von 10 Morgen erreicht. * Kriegspioniere Im Altertum. Wie in allen modernen Kriegen, so hat auch schon im Altertum das Uebcr- schreiten von Flüssen beim Bekämpfen eines Landes eine wichtige Rolle gespielt. Daher kam es. daß sich große Feldherren schon früh mtt der Lösung dieses Problems beschäftigten. Die „Cultnra Moderna" ern'.nert daran, daß Alexander der Große der erste war. der mit einem groben Heere kunstgerecht einen Strom, den Indus, überschrltt. Er bediente sich dazu kleiner Kähne, bte in zwei Teile oder mehr zerlegt »verden konnten und von Saunnieren getragen wurden. Auch war er es, der als erster statt der schweren Boote Flöße von Fellen, die mtt Stroh oder trockenen Blättern gefüllt waren, benutzte. Julius Cäsar war der erste römische Feldherr, der den Brücken einen verunnftgeknäßen Ziveck gab. Er verwendete Brückengerüste aus Baumstämmen oder Weidenruten, die »nt Fellen überspannt waren. Das Gewicht und die Widerstandssäbigkelt der Bohlen war dem des GerüsteL-angepaßt. Diese Brücken ermöglichten den Legionen Eäsars den Uebergang über die Donau. * Die englische Gesandtschaft i m M a st k o r b e. König Georg und der Zar sind heute bekanntlich große Freunde und der heißumworbene Geldgeber England darf beim ossiziellen Rnß- laud stets Respekt erwarten. Einst aber ist der größte der Romanows, der bei aller Brutalität der russischen Halbkultur den deutschen Lehrmeistern dankbar blieb, mit dem „stolzen Albion" ganz anders umgefprnngen. Eine wenig bekannte, vom Herzog v. St. St,non erzählte Episode ans PeterS dcS Großen holländischem Schiffbauerleben sei hier als interessanter Beweis wiedergegeben. Der Zar Beter lebte damals zwar inkognito, beanspruchte aber alle ihin zukommenden Ehren, freilich aus seine oft originelle Manier, imb war höchlichst entrüstet, daß ihn die Engländer, die doch nur einen Katzensprung weit überm Kanal wohnten, liicht alsbald in Holland durch eine Soudergefandtschaft begrüßen ließen. Endlich tr-asen die britischen Königsboten des Oraniers Wilhelm III. etm Peter ließ sie erst peinlich lange aus den Empfang lvarten und de« stimmte dann als Andienzlokal einen etwas ungewöhnlichen Platz: ein großes holländisches Schiff, das er gerade besichtigen wollte. Tre beiden Gesandten mußten sich darein fügen, protestierten aber energisch, als sie den Zaren hoch oben im Mastkorb schaukelnd fanden und den Befehl erhielten, stch gleichfalls in die luftige Höhe hinanfzubemühen. Sie suchten dem Tyrannen klarzumachen, daß sie. obgleich Söhne des schon da,„als flotlengewaltigen Albion, keine „Seebeme hätten und den Strickleitern nicht recht trauten, und was die Rot des Augenblicks ihnen sonst für Ausflüchte eingab. Als aber Peter unerbittlich blieb und schließlich mordsmäßig grob wurde, was ihm nicht schwer fiel, mußt-en die beiden englischen Herren schon nach seiner Pfeife tanzen imö „krabbelten hinaus- in die Mars. „Ans diesem so beschränkten und lustigen Terrain empfing sie der Zar mit ebenso viel Majestät, als wenn er ans dem Throne geseffen hätte. Er hörte die Ansprache an. äußerte sich in verbindlichen Worten über den König und die Nation, „rächte sich dann über die Furcht lustig, die sich aus ihren Gesichtern inalte, und gab ihnen lachend zu erkennen, das sei die Strafe dafür, daß vuqerttsq. — Cap Trafalgar. Eines deutschen Hilfskreuzers Glück und Ende. Bon Fedor von Zobeltitz. Mrt zahlreichen Abbildungen imcf) Photographien. Stuttgart, I. Engc-lhorns Nachs. Schon geheftet Preis 2 Mark. Vor ungefähr Jahresfrist ging die Nachricht durch die Blätter, daß der Hilfskreuzer „Eap Trafalgar* m sudalnerikanischen Gewässern im Kampfe mit einem englischen Kriegsschiffe irach heldenhafter Gegenwehr seiner Besatzung der Uebc-r,nacht erlegen sei. „Eap Trafalgar" war erst bei Beginn des Krieges als Hilfskreuzer arniiert ivorden. Er war der letzte '* a fltobampfrr, der für die Hambnrg-Südamerikanische Dampf« Im j r erbaut worden war, und halte Anfang März 1914 seine erste Reise nach den: La Plata angetreten. Diese Fahrt gewann dadurch an Bedeutmig, daß Prinz und Prinzessin Heinrich von Preuße»: mit einem kleinen Gefolge an Bord waren; eS handelte sich freilich auch für das fürstliche Paar nur um eine Vergnügungsreise — immerhin ivurde die Tatsache, daß der Briider rmseres Kaisers die panamerikanischen Staaten besllchen wollte, von der englischen, sraiizösischeri »nid amerikanischen Presse sofort in tendenziöser Weise ansgcbeutet. „Cap Trafalgar" hat nur noch eine zweite Ansfahrt ilnteriiehmen könne,!. Bei der dritten ereilte das schöne, mit raffinierter Technik erbaute Schiff das Verhängnis : ba§ ganze letzte Kapitel ist dem Kainps und Untergang des „Eap Trafalgar" gewidmet und bildet ein ehrendes Zetlgnis für unsere Atarlne. Sehr hübsch sind auch die eingestreuten „Erzählungen am Rauchtisch", meist Geschichten exotischen EharakterS, in denen neben dem Roinandlchter auch der Weltreiscnde zu Wort konnnt. Das Buch ist mit zahlreichen Abbildungen nach Photographien geschmückt. ® °,m »V L l ke r kr i e g" (Verlag Julius Hoffmann in Stuttgart, Preis deS HesteS 3) Pfg.) sind Nimmehr die Heste 45 und 46 erschienen, in denen die Behandlung der Ereigniffe an der Westfront von Mitte Januar b-.S Mitte Mai 1915 fortgesetzt wird, -wie bedeutendsten der dargestellten Kampfhandlungen sind der Verlust und die Wiedererobernng des vielgenailnten Hartman,isweiler Kopse« und die deutsche Offensive bei Ypern von Ende April bis Mitte Mai. Die Oertlichkeiten ,verden dl.rch Pläne und Schilderungen, die Dinge durch Bilder anschaulich gemacht; dann stellen sich die jeweils besonders Sachkundigen mit ihren Vorträgen ein, die nicht nur die Kämpfe selbst, sondern auch wichtige tecbuische und taktische Einzelheiten betreffen; es werden im Anschluß hieran spannende und stiminnngsvolle Episoden erzählt, Besuche in den Schützengräben, den Quartieren und an Orten, ,vo der Krieg besonders enrdrllcksvolle Spuren hinterlassen hat, ge>nacht. Von solcher Art sind die Aussätze von Hermann Klirz über die zweite Erstürmung des Hartmaiinsiveiler Kopfs, von Eugen Kalkschmidt über die Vogesenwacht der deutschen Schneeschuhtruppe; die zahlreichen trefflich ausgewählten Einzelschildernngen ans den erbitterten Kämpfen um Ypern, von denen wir die Erzählimg eines Teilnehmers am Uebergang über den Ypern-Kanal als herzerfrischendes Bild einer deutschen Soldatenstlinmunq in Kampf und Drang besonders hervorheben; ferner die düsteren Bilder ans dem zerstörten Flandern und die interessanten Ausschlüsse über die weit hinter die setndliche Front reichende Tätigkeit unserer Flieger und der immer noch in rätselhaftem Dunkel stehenden Geschütze, die nach Dünklrchen schießen. ttönigspromenade. men sch rz ein ein en he ist vom him feh fe« et ner mal fern ab niel nen nach tle hei die ih,n ge her Herz ein fühlt ter funk ner das stern d'ruin lich Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Arithmogriphs in voriger NuntMLrl L^oge - Orgel — »eine — Lger — «sonne — Oeologtr — ILHetn — Lgel — «irl; Loh eng rin. kchrlstleitung: Aug. Woch. - RolalwnSdruck und Verlag der Brühl',chcn UiilverMlS-Vuch- und Etelndruckcrel. R> Lang«,