Moniaa. den N. Gitober Die vom Rauhen Grund. Roman von Paul Grabein. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Im Hans und -auf dein Hof trieb indessen ihr Vater sein Wesen. Er ließ noch anspannen, trotz der späten Stunde, um auch nach Siegeil zu fahren, zu dem Kriegerfest, wo der Sohn bereits seit dein Nachmittag tveilte. Hannes Reusch wollte seinen Aerger dort vergessen bei einer guten Flasche und im Kreise seiner Freunde. Daß er die ganze Weiberwirtschaft hier mal gründlich quitt wurde! Als der Wagen fort war, wurde es endlich still im Hanse. Marga Reusch erhob sich und trat ans offene Fenster. Gedankenvoll sah sie in das abendliche Dunkel hinaus. Undurchdringlich war es, wie der Schleier vor ihrer Zukunft. Wer doch klar sähe über kommende Dinge und über sich selber! Ein leises Tasten an ihrer Zimmertür ließ sie dann aufhorchen. Sie kannte den Lallt. So ging die alte, blinde Frau durchs Haus. Wollte sie etwa zu ihr? Es war so. Nun trat die Blinde ein. Ungewiß hob sie den Kopf. „Magri — bu bist doch hier?" „Gewiß, Großmutter." Da kani die alte Frau langsam näher. „Ich hörte den.Vater vorhin — er hat einen Zorn auf dich." „Ja, weil ich den Steinsiesen fortgeschickt, ehe er noch seinen Antrag anbringen konnte." Die Reusch Mutter fühlte sich zu einem Stuhle hin.' 7,Komm einmal her, Kind." Ihre Hand streckte sich nach der Richtung, von wo die Stimme der Enkelin gekommen war. Langsam näherte sich diese und überließ ihre Rechte den suchenden Fingern. „Du liebst den Karl Steinsiesen nicht?" „Wie sollt' ich? Er ist doch kein Mann." Still nickte die Blinde vor sich hin. Doch dann sagte sie: „Aber es sind schon ihrer viele hier gewesen, und nie war einer der Rechte." „Kann ich dafür.? Du weißt ja doch, Großmutter, was an allem schuld ist." „Gewiß, ich weiß. Aber trotz allem — Magri, ich fürchte: der Rechte wird nie kommen. Du wirft nie einen Manu lieb haben — so wirklich von Herzen." „Lieb? Ja — so wie du meinst, allerdings wohl kaum. Das war früher einmal. Zu deiner Zeit, Großmutter. v Wir empfinden eben anders heute. Wir sind sehend geworden und wissend. Ueber beit Mann wie über die Ehe. Das ist ein Kampf, wer der Sieger bleiben wird. Entweder der Mann ist wie der Steinsiesen oder der Doktor Herling, dann siegelt wir und können unser Leben nach "nsereiü Wünschen gestalten. Mer es fehlt der Reiz. Es ist langweilig, bloß immer einen Sklaven um sich zu haben." „Magri, Magri!" „ _ „Oder aber der Mann ist anders. Etwa wie — sprach den Namen nicht aus, der ihr mit einem Male, sre wußte selbst nicht warum, auf die Lippen kommen wollte. Mer Gerhard Bertsch stand ihr plötzlich vor Augen; auch als sie nun weiter sprach: „Ja '— dann ist eben er dev Sieger ilnd beherrscht lrns. Das kam: ja wohl eine Zeitlang nral ganz nett sein; aber doch eben nur, solange man verliebt ist. Nachher wird's doch recht unbequem." „Wie redest du schrecklich, Magri! Wer so deitkt, der wird ja niemals glücklich werden." „Gibt's denn das überhaupt, Großmutter?" Mit eurem leeren Blick sah Marga Reusch vor sich hin. „Glück — ist das am Ende nicht auch bloß Illusion, wie alles andere, woran wir als Kinder einmal geglaubt haben?" Die alte Frau schüttelte ünr mit schmerzlichem Ausdruck ihr graues .Haupt. Wie arm war doch diese Jugendi einer neuen Zeit! Aber die Enkelin, deren Hand ihre welken Finger noch inrmer hielten, machte sich jetzt mit einer entschlossenen Bewegung los. „Man muß lernen, auch damit fertig zu werden. Und je eher, je besser. Sein Leben genießen, mit gutem Geschmack und Klugheit — das 'ist das Erreichbare!" „Genießen, das also Jväre das Höchste, Magri, ist das denn dein Ernst?" „Vollkommen, Großmutter. Was hätr' ich auch davon, wollt' ich anders denken? Etwa wie dn oder die Mutter. Siehst du, die kannte nichts, als sich opfern für Mann und Kinder. Und die Folge? Sie liegt auf dem Kirchhof. Nun, und du, Großmutter? Dn hast es mir ja selber oft genug erzählt, wie schwer dn es gehabt tmst mit dem Großvater, der ein solcher Starrkopf war, und dann mit deinen Kindern, Jute sie groß wurden. Sorgen — nichts als Sorgen, Arbeit und Plage. War denn das etwa nun ein Glück?" „Gewiß umr es das." (Sin verklärender Schimmer flog über die welken Züge der Greisin. „Das Beste lvar es an meinem ganzen Leben." „Ja, dann freilich —mit einem Achselzucken wandte sich Marga Reusch ab und trat langsam wieder znni offenen Fenster. „Aber ich sagte es dir ja schon vorhin: Die Welt ist anders geworden. Ihr und wir — wir verstehen einander nicht mefyi\" • „Das mag wohl sein." Still sagte es die Blinde-und dachte schweigend inerter. Wozu war sie eigentlich hier in: Hause? Wo sie doch nie-' mandem mehr nutz.en konnte. Weder mit ihrer Hände Arbeit, noch mit ihrer altgewordenen Weisheit. In dieser Stunde kam zum ersten Male über die ReusckpMntter das Gefühl, daß sie überflüssig und ihr Leben nur eine Bürde war. Da erhob sie sich und tastete sich leise aus dem Zimmer. Marga Reu sch ober sah weiter hinaus in das undurchdringliche Dunkel. Sich nicht aushalten mit Gefühlsseligkeiten — klar sein und klug! Wohl war ihr über ihr Ziel kein Zweifel, aber den richtigen Weg zu finden — das war das Schwere. Nnd von neuen, versank sie in ihre Gedanken. * Stundenlang hatte Gerhard Bertsch beim Schein der ^ampe droben über seiner, Grubenbildern gesessen. Gr hatte sich zu ungestörter Arbeit alles Nötige von, Zechenbureau hier n, seine Privatwohuung im Hirschen bringen lassen Doch nun sprang er auf. Ein letzter Blick flog zu den Zeich nungen. Ausslanunende Kampflust — Siegesahnung! Jetzt ivnßte er's, wo er den Gegner treffen mußte. Und oer Angriff sollte nicht auf sich warten lassen. Noch heute nacht sollte er erfolgen. Die Gelegenheit war günstig wie nie: Fast alle die Leute vom Erbstollen, Hannschmidt mit dabei, lvaren ja als alte Soldaten drunten zum Fest und kameii erst am Morgen wieder zur Frühschicht. Bis dahin konnte alles schon geschehen sein. So stand Bertsch noch einen Augenblick. Ganz hochgespannter Wille. Dann aber folgte langsam die Entspannung. Er spürte nach dem stundenlangen Berechnen und Kombinieren nun doch ein Verlangen nach Ablenkung Zudem — sern Auge suchte die Uhr - es aalt auch noch liver e,ne Stunde hinwegrukommen, ehe er sein Vorhaben ausfuhren konnte. Der Schichtwechsel auf dein Erbstollen mußte sich erst vollzogen haben, die Grube drüber, leer bw auf die paar Neparaturhauer der Nachtschicht. Es war denn wohl das beste, er ging nvlch nach unten ins Gastzimmer. Bei einer Flasche Wein würde er über diese Zelt des notgedrungenen Wartens am ehesten MNvegkommen. ' 1 Aber wie Bertsch durch das schon stille Haus nach unten kam, ins Honoratiorenzinimer, war zr, seiner Ueber- raschnng hier alles dunkel. Doch sah er noch einen Licht- schein im Nebenraum. Sv klopfte er denn dort an. Es war das Fa,tt,s,enz,mn,er der Reuschs. w Ei auf, das Licht fiel zu ihm heraus, und a!,f Bertfth^b ^ Marga. Ein wenig erstaunt sah sie .Sie? Ich glaubte, Sie ^wären schon oben. Ich habe { V a > Ülauvle, Sie waren schon vbe daher eben hier überall das Licht ausgemacht? . ^".^schuldiger. Sie, wenn ich störe. Es ist im übrigen ja auch so spat noch nicht — ich dachte noch eine Flasche mand melMda" WimTWT ' ® od} ' id > sehe, ist wohl nie- „Allerdings — der Vater und Hermann sind beide nach Siegen, und die Mamsell ist schon zu Bett." ständen^-" wußte ich freilich nicht, llnter dieseir Um- "Deswegen können Sie Ihre Flasche Wein aber doch haben — wenn -Ihnen eben daran gelegen ist." ; fl nic ^ gerade sehr dienstbereit heraus kam, trat sie doch schon an chm vorbei in das Herrenstübchen, langsam bl * 9T ° 6e '^"gelampe anzusdeckeii. Er folgte ihr ® te ber Nicht bemühe». Sie erwiderte Nickis. Nun aber fertig, zog sie das seine Spchentuchlein aus den, Gürtel und sanbcrte sich sorg- ,Mnb wünschen Sie zu haben?" Er überlegte einen Angendlick. Sie haben Sekt im Haiise?" Ein Nicken. v 1 „Wenn ich Sie also um eine Flasche bitten darf? Mir ^nte gerade einmal danach zumute." Schweigend ging^ie und trug deir Wein herzw Reichte leisen N^chdÄck " d°ktb°cher hin. sagte dann aber Stt muß ich freilich imn Ihnen überlassei,." trif^^ 0e ^ 11 lüül schon dabei, den Kork zu lüsen. „Sie müssen mrr nun noch gestatten, Ihnen meinen Dankzutragen für diese besondere Liebenswürdia keit Ktzr Wohl^?" h] tteil/ ei ' tC ltlU mlr SU leeren - auf 2L b 5 sEMihr bereits den schäumenden Kelch dar. ^ ku^es Slchbesumen, dann ncchni sie das Älas enU 0 *öe„, mit einem leichten Neigen des Hauptes, und stieß au mit ihm. Sie nippte auch von dem Wein, aber eben nur so viel, daß der prickelnde Schaum ihr die Lippenj netzte. Daun setzte sie den Kelch auf den Tisch und wollte sich wieder zurückziehen. Aber da bat er: °"A"^n Sie mir nicht noch ein paar Minuten wenig- steirs Gesellschaft leisten?" Sie trat unwillkürlich etwas zurück; doch er fügte hinzu! „Ich habe heute einmal ein Bedürfnis, noch ein Wort mit jemandem zu sprechen." „Wirklich — haben Sie das bisweilen ddch?" „Warum zweifeln Sie daran?" „Es war Ihnen bisher nichts« dävon anzunierken, und Sie leben doch nun schon Wochen hier im HauS." „Wochen voll harter Arbeit, Fräulein Rensch, dä mutz alles andere zurücktreten." „Das scheint in der Tat so." Er hatte inzwischen ihr Glas neu ausgefüllt, nun rückte er ihr mit einer einladenden Bewegung einen Stuhl heran.^ „Bitte — lassen Sie mich heute wenigstens gutmachen/ was ,ch tu diesen Wochen fehlte." Seine Augen suchten sie dabei. Es war das ersteinal, .fl? f° an sah. Wirklich, er konnte auch liebens^ wurcng fern. Da ließ sie sich schweigend nieder. Nur ein wenig rlickte sie mit dem Stuhle doch von ihm ab. Er lächelte leise bo&u und hob dann das Glas M ihr hin. „Das ist nett, daß Sie mir über diese Stunde hinweg-, Helsen." ^ ^ „Hat sie denn eine so besorrdere Bedeutung für Sie?" hoffe es." Und er trank mit einem starken Zuge den Kelch leer. ö In Marga Reuschs Augen stand ein verwundertes Fragen, aber er schüttelte den Kops. „Ich will einmal an etwas anderes denken. Herrgott mau iffc doch auch nicht bloß ein Arbeitstiers" _ JJ n r b r er 6riff mit einer lebhaften Bewegung nach der Eektslasche. ' Sie sah ihm zu, wie er den perlenden Schaum langsam in das schräg geneigte Glas rinnen ließ. Dabei sprach er werter zu ihr. J y "dolle zehn Jahre Hab' ich ja nichts weiter gekannt,- als Arbeit » nichts als M'bcit. Dä kriegt man mich bfr von Einmal genug." Ihr Blick richte aus seinen Häirden; ein paar starken- großen Händen Er gewahrte es und streckte sie ihr lächelnd über den Tisch hm. ' Fräulein Rensch, die wissen, !vas zirpacken heißt." Sie nickte, aber mußte dabei denken: Trotz chrer Größe ^.^Oebaute yande — richtige Manneshände. Und etwas Lndenscha^tliches lag in dem stark hervortretenden Geäder, „Nun — Sie sind ja so still," mahnte er. „'Ach — ich muß eben nur deuken, wie Sie es so haben aushalteu können da dn'iben. Zehn volle Jahre in solcher Ernsamkeit." ^ ' „Ja, es war nicht immer leicht." „Was singen Sie denn nur mit Ihrer freien Zeit au?" ',~ t * e L 9 n o uEch^ viel. Und wenn es Feierabend war wurde es auch gleich Nacht. Noch ein paar Zi.garette>i draußen vorm Hauv bann war der Tag lvieder einmal um." > „Aber die langen Sonntage?" .. "Undings. Nun-- da gab's eben auch zu tun. Ml die notwendigen Schreibereien, zu denen man in der Wockw nicht kam. Na, und blieb wirklich iwch so viel Zeit am ^achnlittag, so hing man sich die Flinte um und kletterte in den Bergeil umher. Daß man vielleicht mal ein Muriiiel- tier schoß oder einen Geier." vf , ein ®ott — was für ein entsetzliches Leben! Und das so tagaus, tagein." ^ vnitßfÄ' r in dergnstgen war's freilich nicht. Aber ich wußte doch auch, warmn ich's tat: Diese zehn Jahre soll- spätere? Leben."unabhängig machen für mein ganzes „llnd sie haben es getan?" /,-Fa " Nur das kurze Wort kam znr Antwort, aber (ein aou«r fÄ n “i" 0 ba ^' auS - Mn harter Manuesstolz, dessen hvch^ stes Genügen es war, einen Willen durchgesetzt M hübeü mit »och so großen Opfern. ^ ^ ^ ' (Fortsetzung folgt.) — 631 — Das Medaillon. Won Max Krell. & - . Welch merfmürbitf Manen Don diese MmiÄur hat, Mte die Gräfin und wies mit dem Fächer nach einem kleiner Bildoval, das inseleinsam an der Wand hing. Doktor Werner nahnr es für sich herab. „Wirklich seltsam, und je näher man eS betrachtet, desto intensiver wrrkt dre blaue Farbe. Selbst die Wimpern und dre Mhen dieses männlichen Porträtkopfes sind von stählerner Bläue überschminkt. 'Ich habe das Gefühl, diese Farbe saugt sich in vlichhrnem. Spürten Sie es ähnlich?" . Werner lächelte. „Gewiß, Frau Gräfin, vdy würde das Medaillon sonst Nicht besitzen." _ _ “ßß ist Ihnen also gewisserinaßen suggeriert worden?" Sie betrachtete den Besitzer des Bildnisses aufmerksam durchs Lorgnon. „Lassen Sie hören, Doktor, die Geschichte scheint amüsant zu sein." „Amüsant," versetzte er müde und ernst. „Das wohl nicht, aber ein Rätsel, unlösbar und unerklärlich und von einen: Zauber/ der bis heute nicht erloschen ist... Das Medaillon stammt ckns dem Besitz des preußische Grafen Randers. Ich hatte als junger Arzt Gelegenheit gehabt, seinen: Sohn einen Gefallen zu erweisen. W:r befreundeten uns, und die Folge war, daß ich viel im Hause Randers verkehrte. Schon bein: ersten Besuch war mir die seltsame blaue Miniatur ausgefallen. Als ich den: General hinreiäiend vertraut war, daß ich ungescheut> eine Frage wagen zu können glaubte, forschte ich nach ihrem Ursprung. Graf Randers, der Noch unter Friedrich Wilhelm III. Vortänzer bei Hofe gewesen und in einer ehrenvollen militärischen Laufbahn znm General avanciert war, faßte mich mit seinen hellen, weisumbuschten Angen scharf in seinen Blick, gleich als wolle er prüfen, ob ich einer Mitteilung wert sei. Rach einer kurzen Stille sagte er: „Es ist eine Elfenbeinnnniatur^aus dem niedergehenden Ro- habe sie curs der Hinterlassenschaft meines Oheims, WapUste Marie de Vinreur, erhalten, obwohl er sie einem' Dritten tzjugedacht hatte..." Er wollte noch ettvas hinKusügen, besann sich aber und schwieg. „ _,?1.u:ge Woche,: nach diesem kurzen Gespräch übersiedelte die gräfliche Familie zum Sommeraufenthalt nach den bayerischen Bergen, wo jte ein entzückerst) gelegenes Gut besaß. Unaufhörlich verfolgte Mich während diel er Zeit der Gedanke an die sonderbare Mruratur: alles bei mir drehte sich einzig um das Bild, das einen geradezu dämonischen Zauber auf mich auszuüben schien. Mir war die er Einfluß unerklärlich. Daß es die intensive blaue orrrH ^ wohl, obschon ich auch darrit eine Absoriderlichkett fand. Aber» der Profilschnitt konnte es sein: L"-^anz merkwürdig gezeichneter Nasenrücken. Sehen Sie, — Doktor Werner deutete auf das ovale Porträt •— was für ein Merkwürdig gezeichneter Nasenrücken! Der Typus scheint der der wealen griechischen Form zu sein. Aber dann diese abnorm vertieften Wurzelansätze, die der hohen Stirn etwas ungemein Steiles geben. Und weiter: dieses eigenartige Auge, das da zu sprechen scheint, nur weiß man nicht, spricht es mit Ernst, mit Spott, mit Ironie oder Bescheidenheit. Es ist ein Bündel von Ansdrncks- formen. Also dieses Gesicht verfolgte mich Tag mrd Nacht, ohne daß ich Rat oder gar Befreiung von ihn:' gesunden hätte. Ich sann schließlich aus einen Vorwand, unter dem ich die gräfliche Wohnung, wahrend tue Randers im Süden weilten, betreten könnte.' U,st> ich fand hundert für einen. Doch sie wirren wertlos. Ich vermochte wich nur *u überzeugen, daß das Medaillon nicht an seinem Platz hing.. Ans eine unverfänglich hingeworfene Frage sagte mir der Diener: der Herr Graf pflegte das Bild stets mit aus Reisen zu nehn:en. In Mir lebte jetzt nur der eine Wunsch: ich mußte das Porträt unter allen Umstanden Wiedersehen. Tie Zeit k>is zur Rückkehr des Grafen dünkte mir viel zu lang — ich forcierte eine Einladiing Und richtig das blaugetönte Medaillon hing über dem Schreib- M des allen Herrn Ich glaubte jetzt nur noch Hohn in den Zügen des ftertfert Kopf^ zu leien. Mer nach kurzen Augenblicken wechselte auch dieser Elndrnck tvieder. Ich verwirrte mich im Anblick. Oft traf mich der General vor dem Bild, und ein halb vulleidiger, halb besorgter Blick streifte inich. Eidlich rref nnch meine Praxis wieder nach Berlin, und auch der Anstand gebot, den Aufenthalt abzubrechen. Ich sollte Übrigens den alten Grasen nicht Wiedersehen. Ec starb in den ersten Herbsttagen und wurde auf dem Schlosse zu R. beiaesetzt. Eine schwere Erkrankung ließ mich nicht an der Bestattung teil- nehmen. Er|t nach Monate,:,. als ich notdürftig genesen war, imi ^ W en r m Berlin meinen Kondolenzbesuch erste Wah^iehmüng im Hause war: daß das Wild nicht an strneiiiPlatz hing. Ich fragte unverhohlen danach, ^^"^^edaülonbild?^ mernte Edgar Randers. „Ich kann Ä ÄfiELu Toch halt, ja TN hast recht/ Es hmg über Papas SchrMtlsch. Ich konnte bas Ding nicht ansstehen blau getönt Jetzt fällt mir auch ein, daß ich! d^lls Tode bereits veriNißte. Ich legte den: % Brelleicht hat er es selbst zerstört. Er hatte zuletzt dergleichen VernickstungsaiNvandlungen." ^.?"and her mir fest, das Bild existiere noch irgendivo. Ich kalkulierte. wenn Gras Randers die Miniatur so hoch schätzt, Ctt so hat et es auch nM üdrrs Her; gebracht, fte Ku zerstSreii, lediglich aus Furcht, sic könnt« in andere Hände fallen. Mas n,a» liebt, sucht man bis in den Tod KN' behalten. Mit Ungeduld erwartete ich den komMendeii SomMer. Und Mld es schicklich war, besuchte ich den juiigen Grafei: in R. Ich stöberte mit fteberhafter Unruhe. Demi der Zauber des Por- trats nahnr mich Stunde um Stunde mehr gefangen. Vergebens, das blaue Medaillon blieb verschwUiiden. . Eines Monds trat Graf Edgar bei mir ein und überreichte mir erneu mäßig großen Holzkasten, mit der Bemerkung, es sei eine Erinnerung mf seinen Vater. Ich öffnete und fand die Totenmaske des alten Generals, die weißleuchtend auf schwarz- samtnem Futteral lag. Ich hob sie heraus und betrachtete sie amrnerkiam von allen Seiten, hier uiid da einen besonderen Ge- Ahtszug. konstatierend, der niir aus irgend einem' Grunde ins Gedächtnis gearaben war. Plötzlich stutzte ich... Ich hielt die .ocasre gegen das gelbe Mendlicht und verfolgte urit Wachsendem Entsetzen die Profillinien: es War das Profil der Miniatur —* oec Miniatur, von der mir Randers selbst gesagt hatte, sie stamine gns dem späten Rokoko. Tie Nase in der idealen "Form antiker Bildwerke — die Wurzelansätze tief, so daß die Sttrn sehr steil! ßbftel, nur me Augen waren tot. Aber was kümmerten mich jetzt die Angen. Ich war beiioniMen vor Schrecken über die Entdeckung, we mir umso bedeutungsvoNer wurde, als ich an: nächsten Tage zufällig dre versckiwundene Miniatur wittierfand. Meine Ahnung batte nicht getrogen: er hatte sie Misbewahrt, sehr sorgfältig sehr geheimnisvoll ,md geraden, als wünsche er, daß sie nie aufgefunden würde. Eine unabsichtliche Berührung ließ mich an ein verborgenes Fach jenes alten Scl-reibtisch-es stoßen, den Gras Edgar mir hatte ins Zimmer stellen lassen. Ein Deckel schlug herab: ich fand einen in Seide gehüllten Gegeristand, und als ich die Umhüllung abgestreift hatte, lag mir die blaue Miniatur :n der Hand. Zitternd vor Aufregung verinochte ich zunächst nach keiner Richtung hin einen klaren Gedanken zu fassen oder gar ettvas zu tun. Mechanisch betrachtete ich das elfenbeinerne Kunst-' Werk, bis mir einfiel, es doch einer näheren Untersuchung KU Witter!Versen. Die Rückendecke löste sich leicht. Ich fand ein schmales vergilbtes Blättchen, aus den: von wenig gelenker Hand geschrieben stand: „Alexandre Cagliostro, 27. 9. 1785." Ich betrachtete das Bild aufmerksam von neuem. Mso den alten verfehmten Giftniischer Balsamo hatte ich vor mir! Und einen merkwürdigen Gesichtszügen war der Schlaf meiner Nächte, )ie Ruhe vieler Monate zum Opfer gefallen. Wie sonderbar, daß uefer Mann mit den: rätselhaften Leber: noch durch eia Abbild ; ugg’cftfben Einfluß anszuüben vermochte. Ich mußte daran denken, daß die Sage geht, er sei nicht gestorben, und der Gefangene! in San Leone, der im August 1795 starb, sei jeder andere, nur nicht Giuseppe Balsamo alias Alexander Cagliostro gewesen... Mer ich las noch Mehr ans dein gelben Blättchen. Bon anderer Hand war hinter dem Namen Cagliostro ein Fragezeichen gesetzt; und darunter stand geschrieben: „Baptiste Marie de Vimeur, f 11. 11. 1829." De Vimeur? Hatte der alte General nicht gesagt: de Vimeur sei feilt Oheim gewesen?... .Ich Mußte kaum, was ich lat, als ich auch nebei: diesen: Namen ein Fragezeichen stellte und darunter schrieb: „Ferdinand Graf Raiiders, f 19. 9. 1873." Und wie ich diese drei Datei: überlas, fiel cs niir auf, daß sie einen auf ein Jahr genauei: Mstand von einander lullten. Eine furchtbare Ahnung dämmerte in mir auf. Lebte der Dämon Cagliostro wirklich in diesem Bilde weiter und löschte er seinem Besitzer, wie so oft in seinem Leben, durch! Suggestion die Daseins- flamme ans? Oder war Cagliostro überhaupt nur der Begriff absurder Ketzereien, der in genau gemessenen Zeitabständen Gestalt annahm? Ich wollte das Bild voi: mir werfen — ich konnte es einfach Nicht. Ja, ich bat hen Freund, dem ich die Auffindung Mitteilte, es mir ganz zu überlassen. Er war es herzlich zufrieden. Und riun, Frau Gräfin, beobachte ich sell vierzig Jahren, wie mein Gesicht sich! allinählich 'umformt. Ich beobachte, daß ineiu Nasenrücken schlank und schmal wie die griechische Idealform wird, daß Nieine Stirn: steiler sich ins Gesicht hineingräbt und eine tiefere Grube der Nasenwurzel sich bildet. Und ich bemerke, daß der Ausdruck meiner Angen von Tag zu Tag iiidiffd- renter wird. Ich wehre mich nicht. Ich köniite das Bild wohl vernichten, wenn ich es vermöchte. Mer die Sache Lnteresserk mich. Und mit Spannung ettvarte ich das Jahr 1917, wenn die Metamorphose von Viktor Werner zu Mexander Cagliostro vollzogen sein wird. Oder zweifeln Sie noch, daß ich 1917 sterbsr: werde? vermischtes. * T a m i t e r seine Feinde a n f e s s e. Die „Daily Mail" veröffentlicht den nachstehendeii Brief eines Kamernii-Fürsten an beit Stellvertreter des Königs voi: England, der aut ein herzliches Einvernehmen der beiden Poteiitaten schließen läßt: „Im Namen Gottes des Bann herzigen, des Gütigen. Lob sei Gott/ Friede seinem Prophetn:. Dieser Brief ist gesandt durch den Skla- 632 — neu Gottes. Mubnkr Shehu von Bvriru, Sohn des Shelm Jdra- hii'l. Sohn des Sl>el)U Umar, Sohn des Shehu Mohaman tano Kmremi. Ich. Shehn von Bonru, ciMesetzt durch d,e Macht des Königs von England, schreibe an den Vertreter des KönrgS von E'nal-and. den GonvernQir Lngard, die ergebensten Grütze. iBtc haben die yc'achricht erhalten, datz Gott dein König von England Sieg geschenkt lyat Mer die deutsche Kraft. wrsere Herzen sind rnit Freude gefüllt, Drei Tage haben wir deir öfscntlrchen Lustbarkeiten aeloidinet. MS imscre Freuden beendigt »oaren, riet rch meine Ratgeber Musammen. Wir sagten, datz die Summe von 8500 Pftind, die wir durch den Miund von Zulkaadah spendeten, nicht tt-emm war, lim den König von England, unseren Herrn, zu kräftigen, damit er seine Feinde Misessen möge. Ter Kanzler Lrmarc Mnsami suche Ul mir: „Oh, Shehu, wenn du auch Geld' und Vieh gesandt hast, bedenke, dies ist nicht genuq." Ter Lchatzmeist^ Mallanr Muktar sagte m mir: „Es ist kern Mangel rn unserer heimatlichen Kasse. Bald werden auch dre Steuern bezahlt werden " Aus diesem Grunde haben ich und Imeine Ratgeber deschloisen, 1000 Pfund zu senden. Mr bitten Gott, daß er dem König von England ein laiiges Leben schenke. Grütze! Geschrieben am Mittwock» dem 17. Tag von Shaaban, im Jahre der Hura lööö. • Bei den französischen Verwundeten der E h a m p a g n e s ch l a ch t. Ter Berichterstatter des .Journal schildert irn Folgenden daS Einbringen der Verwundeten aus der Champagneschlacht hinter der Feuerlinie: „In langen Rethen Und die Tragbahren aufgestellt. Ti« Männer, die hier liegen, bleich und blutig, kommen soeben aus dem mörderischen Feuer. Es smd die ersten Schwerverwundeten aus dein tödlichen Gewühl der großen Offensive. Unser SanitätSwesen hat sich gebessert, den Grad der wünschenswerten Vollendung hat es allerdings noch immer nicht erreicht. In den meisten Abschnitten unfern AngriffS- front in der Champagne — einzelne Ortsbezeichnungen zu nennen ist mir nicht gestattet — werden die Verwundeten des Tages ein» gesammelt, so datz sw bis Mitte,macht in den Lazarettstationen ein» geliefert sind. Eine Kette von Pflegeposten verbindet den Verbandplatz mit dem Bahnhof. Die Bahnhöfe sind eilig zur Ausnahme der Schwerverletzten eingerichtet. Bet Tag und Nacht muffe», Aerzte und Pfleger bereit sein. In einem Wartesaal liegen vierzig Schwerverwundete, einige scheinen zu schlummern. Ein großer Junge von 20 Jahren diktiert einer neben ihm knienden Schwester röchelnd einen Brief. Einige Verwundete unterhalten sich mit - schwacher Stimme. »Wa« hast Du? 1 „Ich bin am Bein getroste»». - »Ich im Rücken — durch eine Granatexplosion. - Leise raunt, ein Murmeln des Schmerzes durch den Raum. »Tut'S weh?" »ES gebt. - Zwei Soldaten derselben Kompagnie hat der Zufall nebeneinander gebettet. »Wo bist Du gestürzt? - „Bei den Drahtverhauen. - „Der Leutnant ist gefallen. - »Und unser Unterleutnant auch.- »Ach ja. . ." Und wieder senkt eine dumpfe Stille sich über den Raum herab. Die beiden Kameraden schweigen. Der eine läßt müde die Augenlider zusallen, der andere starrt schmerzhaft ins Weite. .. - * D e r s ch l au e R u s s e. Tie folgende Episode ist dem demnächst im Verlage Georg Mütter erscheinenden Buche eines polinsche», Legionärs, „Mit den polnischen Legionen in den Karpathen", entnommen: »Eine Patrouille von zwei Legionären schleicht durch den Wald nach Molotkow. — Plötzlich sehen sie: vor ihnen tm Walde schim- inert es graubraun . .. Ein Russe sitzt da und verbindet sich mit der größten Seelenruhe das Bein. Der Karabiner lehnt an einen: Bauinstamnr. Unsere Jungend schleichen sich von zwei Seilen an ihn heran und erklären ihm feierlich, er sei gelangen Ter Russe nimmt diese Erklärung mit Gebühren entgegen, das aus Trauer über die Gefangennahme nicht schließen läßt. Sie gehen also zusammen weiter durch den Wald ... Ja, jetzt haben sie sich verirrt! Sie wissen nicht mehr, wo die Ihrigen, wo die feindlicher, Positionen stehen. Eine unangenehme Lage! Stolz und glücklich über ihren Gefangener,, wissen sie jedoch nicht, wohin sie ihn absühren sollen ... Sie schließen also mit ihm einen Vertrag: alle drei geher, mit den, Gewehr in der Hand; wenn sie aufs russische Lager stoßen, darrn soll der Russe sagen, er hätte die Legionäre gefangen genommen; wenn sie auf polnische Vorposten stoßen, dann sei eben er gefangen und sie frei. Der Vertrag wurde feierlich abgeschlossen und — der Russe soll die Führung übernehmen. Nach krrrzer Zert erblicken sie in der Ferne die Vorposten der Legionen ... Ten, Russen ist ein Stein vom Herzen gefallen .. . - ' Ein Engländer über die modernen Londoner Frauen. Die neuen Steuern, die sämtliche Luxus» und Haushalt,»»,gsgege»,stände in Großbritannien außerordentlich im Preise steigern, sowie das unpatriotische, verschivendungSsüchlige Benehmen der meisten Londoner Frauen veranlassen einen Engländer zu folgender, in der „Daily Mail" abgedrnckten temperamentvollen Auslassung: »Die außerordentliche Teuerung des Zuckers, die unseren Frauen als Vorwand für die phantastischste», HaushnltnngS- geld-Forderunge», die»»t, könnte durch größere Sparsamkeit in, Ver- bra»»ch von Kakao und Schokolat e veriuindert »verden. Aber nichts Ist meiner Meinung »,ach scha»,dbarer als die lächerliche Weise, in der die modernen Londoner Jraue», der Mittelklassen sich ihrer Schokoladenliebhaberei hingebe»,. Unmrterbrochen trinken oder kauen sie Schokolade, und es ist nachgerade ein verderbliches Laster gervorden. Tausende englischer Frauen scheine», keine», höhere», Begriff von Pflicht »ind Berg»»ügen zu haben, als mit schokoladen- gefülltem Munde und starre», Auge», in irgend einem Kino einen blödsinnig-sentimentalen Film zu be,vundern. Dann, wenn daS letzte Filmbild verfluumert und das letzte Scbokoladenbonbon verschluckt ist, gehen sie nach Hause und verlangen von de», Männern mehr Haushaltungsgeld. Da» ist nicht der Geist, mit dem Krieg, gewonnen »verden." • D t e sentimentale Periode 'der englischen Krtegspo st karten. Tie englischen Kriegspostkarten haben eine für die Stimmung in der Bevölker»,ng vielleicht bezeichnende Wandlung durchgemacht. Wie die »Ta»ly News - feststellei», sind die Karten lange nicht inehr so haßerssilll und siegeStr»»'iken »vie in den ersten Kriegsmonalei», Bor einem Jahre waren Karikaturen schärfster Art auf Deutschland besonders begehrt, jetzt aber ist eine etwas bescheidene Sentimentalität in der Kartenindustrie vorherrschend. Zwar gibt eS noch in,mer verschiede»,e „Habkartei, - , doch sind sie durch die schnell beliebt gewordenen neuen Drucke ganz in den Hintergr»n,d gedrängt. Das englische P»»blikun, hat, wie das Londoner Blatt meint, sein Interesse am Haß ei»»gebüßt. Dafür »vächst dir Zahl der sentuuentalen und lyrischen Bllder von Tag zu Tag. In jedem Schaufenster erblickt man den „Abschied des Soldaten" und die „Heimkehr des Kriegers - . Tie »»,eisten Karten sind auf die sogen. Kino-Rührseligkeit zngeschnitten. So sieht man einen jungen Soldaten, der als Silhouette vor einem Zelt auf Wache steht, und über ihm, z,vischen den z»ehe»»den Wolken des Himmels, erscheint geisterhaft daS Gesicht eines jungen Mädchens. Taru»»tcr steht: »Denkst bu auch manchmal an mich?" . . . Sehr beliebt sind auch pathetische Serien n,tl schluchze»,den Sch»vestern, »veine»,de», Müttern und den Schmerz verbeißenden jungen Leute», in Khaki»»»,isorii,. vüchertisch. — Zeugnisse zum Deutschen Ausstieg 1750 bis 1914. Ei», Lesebuch für den Deutsche»,. Nach Karl L a m p r echtS gleichnamiger Schritt herausgegeben von Dr. Al'red Hönger. Preis gebunde», 2 Mark. Verlag Friedrich A»,drea3 Perl b es, A.-G. Gotha 1915. Vor seinem Tode hatte der nimmermüde Historiker Karl L a n, p r e ch t in seiner Schrift »Deutscher Ausitieg - zum deutschen Volke und desse», bewegter Gegenwart noch einmal seine weitgehörte Stiinme erhoben, dem Jetzt seine Fundamente und Tragevseiler in der Vergangenheit ausiveisend und helle und freudige Ausblicke in die Zukunft gewährend. J»,dem er so die Quintessenz von mehr als eineinhalb Jahrhunderten auf we»ckge Seiten z»»sam»nengedrängt hatte, schien es ihm nützlich und sörder»,d kür das geschichtliche Verständnis- — und die Wünsche der Leser seines »Ausstiegs - begegnete», sich darin mit de»,, seinen — die Gedanke»,gänge seines AncbeS durch Quellen, bnrcf) U rkunde n und Dokumente der Zeit selbst belegen zu lasten, sozusagen de», BeiveiS und konkreten historischen Hintergrund gegenüberzustellen. Tie Arbeit wurde noch vor, ihm selbst vorbereitet und ihre Ans- sührrmg von ihn, in die Hände seine« früheren Schülers Al'red Hönger in Dresden gelegt, der, von Lan»precht aufs eingehendste unterrichtet, daS Auch jetzt vorlege», kann. Das B»»ch bietet Schriftstücke von zum Teil ehrwürdigem Ansehen, allen Zetten deutscher Kulturgestaltung entnonnnen, welche die Wandlungen des geistigen und materiellen Lebens und sein Höher,verden a»»szcigen und damit eitlen Bruchteil des unergründlichen Reichtums deutschen De»»ke»»S und Wollens voriühren. Eine ganz besondere Bedeutung besitzt es jedoch für den Schulunterricht zur Belebung und Ergänzu,»g des Unterrichts in der neuere», Geschichte, die ja nach dein neuen Erlaß des preilßtschen U„terrichlsmi»»isterS endlich eine höhere Ae,vcrt»»ng i», der Schule finbe», »vtrd. Möge das Buch als rechtes Volksbuch erkannt, bewertet und verbreitet »verden l Kreiurcitfel. I», die Felder »iebenstehe»»der Figur sind die Buchstaben & a ft a, b b b b, c c, d d d d, o e e, ! f, h h, iiiiiiiii, li n, rirr, ssss, ttt, uu derart einzutragen, daß die senkrechte», und »vagerechten Reihe», gleichlaute»,d folgendes ergeben: 1. Männlichen VoriMmen. 2 . Uebersetzer von Shakespeare- scheu u. Moliöre'schen Stücke»» 3. Eine», Landschaftsmaler. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des BnchstabenvätselS in voriger Nummer: fiiriseldi» — «lstei- — 4-stend« — Naal» — Kernse»; Georg EberS. Kchristleltung: Aua. Goetz. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Cteindruckerei. R. Longe, Gießen