Samstag, den 2. Oktober u. Ci t ELLL Die vom Rauhen Grund. Roman von Paul Grabein. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „O nein! Das nicht. Wenn man erst anfängt, so nach- Zudenken über sich — und ich Hab' ja nun Zeit genug dazu —, so merkt man erst, wie es wirklich mit einem steht. Ich war von heißem Mut früher, manchmal hart und ungerecht zu den Menschen. So Lst's denn wohl nur gut, daß es so gekommen ist. Jetzt mühe ich mich, diese Fehler abzulegen und meine Schuld gutz-umachen." Gerhard Bert sch griff noch einmal nach ihren Händen, mit festem Truck. „Nein, Mutter Reusch, nicht so henken! Nicht immer suchen nach einer Schuld bei jedem Unglück, das uns befällt durch blinden Zufall." Doch da wandten sich ihm die lichtlosen Augen zu, und ernst klangen ihre Worte: „Wäre cs wirtlich nur blinder Zufall — glauben Sie, mein Los wäre leichter zu .ertragen? Müßte sich da nicht der Trotz auflehnen und murren: Warum gerade mir solch Unglück — nein, lassen Sie mir lieber meinen Glauben!" Gerhard Bertsch verstummte. Die Greisin aber hielt noch immer seine Hand. Jetzt fühlte jie leise darüber hin. „Sie sind groß geworden und stark, Herr Bertsch. Und Glück haben Sie gehabt in der Fremde." Ein Verwundern überkam ihn. „Wie wollen Sie mir das anmerken, Mutter Reusch?" Sie lächelte mit dem geheimen Stolz der Blinden. „Oh, das lernt unsereins. Aber es ist keine Hexerei dabei. So aufrecht und fest wie Sie kehrt keiner heim, den das Glück draußen trog. Und nun wollen Sie wieder bei uns bleiben?" „Ja, ich übernehme die Leitung von Zeche Christiansglück." „Dann Glück aus, föcrr Bertsch! Aber vergessen Sie nie: Wer Bergwerk will bauen, muß Gott vertrauen." „Und auf sich selber," fügte er hinzu, während er ihr fest die Hand drückte. Doch dann gab er sie wieder frei. „Aber Sie müssen mich schon entschuldigen, mein Magen knurrt nämlich ungemütlich. Hoffentlich hat die junge Frau drinnen was Gut's für mich im Topf." „Meine Schwiegertochter finden Sie dort im Hause nicht mehr vor. Die ruht schon lauge unterm grünen Rasen." Er schwieg betroffen. Tann sagte er wieder: „Ja, ja — wenn man zehn Jahre in der Fremde ist! — Da steht jetzt wohl Ihre Enkelin dem Hauswesen vor, die kleine Magri?" „Die werden Sie auch nicht mehr wiedererkennen. Aus der kleinen Magri ist eine große Dame geworden." Sie sagte es in eigenem Ton. „Nun, Sie werden ja sehen. Aber um Ihr Essen will ich mich doch lieber selber kümmern bei der Mamsell." Und die alte Fron erhob sich. „Die Magri läßt sich nämlich nicht allzuviel in der Küche blicken. — Danke, es braucht keiner Hilfe. Ich kenne ja jeden Schritt hier im Hause." Noch in Gedanken trat Bertsch in das Herrenftübchen des Gasthauses ein. Einen anheimelnden Raum, überall Jagdtrophäen über den Holzpanelen. In der Ecke, hinterm grünen Kachelofen am Stammtisch, saßen zwei Herren. Ein kurzes, gegenseitiges Sichanblicken, dann sprang der eine drüben vom Sofa aus. „Gerhard — also wirklich!" Und freudig kam er ihm entgegen. „Hannjörg, alter Kerl!" Froh drückte Bertsch Doktor Herling die Hand. „Wußte es ja zwar, baß ich dich hier antressen würde, hörte es schon unten in der Stadt, daß du dich hier niedergelassen — aber nun freut's mich doch? Aber der da? —" Und Bertsch toanote jetzt den Blick dem sitzengevliebenen Herrn auf dem Sofa zu. „Kennen tu' ich das Gesicht natürlich auch. Aber wer nur gleich? „Na, doch der Steinsiefen! Wer sonst wohl?" „Richtig — der Karl Steinsicfen! Aber wie sollte ich den auch wiedererkennen!" Und Bertsch lachte, wie er jetzt u dem andern Jugendgesährten herantrat. .„Wie kommst u denn zu diesem' Husarenbart? Siehst ja geradezu ge* jährlich unternehmend aus!" In dem Gesicht Steinfiefens zeigte sich trotz des mar- tialisck-en Schnurrbarts etwas Verlegenes, Unbehagliches. Bertsch hatte dock) noch immer genau dieselbe unangenehme Art wie früher. Dieses lachend Ueberlegene. Und mit einem geheimen Widerstreben nur überlies; er seine Rechte dem andern, der ihn ungeniert musterte, wie mit einer geheimen Belustigung. Zum Donnerwetter, er war aber nicht mehr der dumme Junge wie früher, der sich von so etwas ein* schüchtern ließ! Und so sagte er denn jetzt unwillig: „Na, hast du mich nun lange genug angestarrt?" „Holla — so energisch geworben?" Uno aus Bertschs Lachen klang wieder der Ton, der ihn nicht rec!>t ernst nahm. Steinsiefen lvoUte ärgerlich erwidern, doch der Eintritt des Wirts ließ ihn nicht dazu kommen. Schnell kam der bewegliche, kleine Mann heran. „Sieh da — der Herr Bertsch! Also haben die Leute doch recht gehabt, die Sie schon heute morgen in aller Frühe bemerkt haben wollen." „Scheint wohl so, ReuschHannes! Mr, wie geht's uns denn?" „Danke, könnt' zehn Prozent besser sein!" Doch die lustigen, klugen Augen des Graukopfes straften seine Worte Lügen. „Aber sagen Sie: Jft's wirklich tvahr, Sie wollen wieder hierbleiben?" Ein Nicken. „Und ganz im Großen soll's nun hergehen auf Ehri- stiansglück? Di werden Sie wohl tüchtig ausränmen hier, mit all den kleinen Pütts — so einen nach dem andern langsam überschlucken." Er sagte es scherzend, doch dahinter verbarg sich die leise Furcht für die eigene Grube, den Erbstollen, an dem er einer der Hauptbeteiligten war. Sein Blick spähte dann auch heimlich in Bertschs Mienen. Die aber blieben undurchdringlich. Da forschte er noch weiter: „Und ist's denn richtig — die Landesbank ist interessiert an Christiansglück?" „Fragen Sie sie doch selbst." Bertschs ablehnender Ton beugte jeder weiteren Vertraulichkeit für die Zukunft vor. Dvch dann sagte er leichter: „Aber, was ich Sie fragen wollte — ich suche ein Unterkommen hier im Ort, Wohn- und Schlafzimmer —, hätten Sie im Hirschen Platz für mich?" „Das wohl, wenn's dem Herrn Direktor nur fein genug sein wird bei uns." „Ich habe droben in den Kordilleren jahrelang im Zelt gehaust. Also — wie ist's?" „Dann will ich mit meiner Tochter reden." Hannes Reusch ging zur Tür und rief über den Flur hinüber: „Magri, komm doch als gleich mal her!" Aber die Gerufene erschien trotzdem fürs erste noch nicht. Statt ihrer trat von drüben, aus dem Familienzimmer, jetzt nn junger Mensch herein, mit städtischer, etwas auffallender Eleganz gekleidet. Verwundert blickte Bertsch auf. Hannes Reusch bemerkte den fragenden Blick. Da legte er seine Rechte auf die Schulter des jungen Menschen, der jetzt zu ihm trat. „Sie kennen wohl meinen Sohn Hermann gar nicht mehr?" „Was? Das ist der Mannes? Der kleine Mannes!" „Ja, der Jung hat sich geröstert — was?^ Mit Vaterstolz sagte es Reusch, doch ungeduldig entzog sich der Lohn seiner Hand, die ihm die Schulter klopfte. „Ra, da lassen Sie sich mal näher beaugenscheinigen, Herr Reusch junior." Bertschs Blick streifte mit leisem Lächeln den ausfallend hellen Anzug bis hinab zu den farbigen Strümpfen und gelben Halbschuheu. „Aufmachung - tadellos! Gratuliere. Ra, und sonst? Wir sind wohl am Eirde gar Student?" „Warum nicht? Wenn ich gewollt hätte! Glauben Sie, dast Sie das allein könnten in Rödig?" Hochmütig blickte er Bertsch aus dein hübschen Gesicht an. Hannes Reusch aber erklärte: „Wenn auch nicht studiert — ich wollt's nicht, her Mannes soll doch mal den Hirschen übernehmen —, so hat er s doch bis zur Prima gebracht auf dem Gymnasium' und nachher sein Jahr abgedient — in Kassel, bei den Husaren." „So, so — na, das ist ja schön." Bertsch*" ma,t ^ ann ^ ÖU( ^ v* er 8 U was bringen, Herr „Gewiß, ohne Zweifel." ^ Bertschs Blick streifte noch einmal ironisch die Erscheinung des aufgeputzten Wirtssohnes. Doch da ging hinter ihm die Tür. Er sah herum. * H Ein junges Mädchen trat ein, einfach, aber sehr gut angezogen Der knappe, sandfarbene Kostümrock und die weiße Batistbluse brachten ihre seine Biegsamkeit aufs vor- teilhasteste zur Geltung. Also das war die Magri! Wahr- haftig, die Reusch-Mutter hatte recht gehabt vorhin:.Eine Blick^an^^E^ einc ~ öme! betroffen hing Bertschs . Die Eintretende gewahrte unter den halbqesenkten dunkeln Wimpern mit unmerklichem Seitenblick dies Verwundern. Aber sie nahm anscheinend von dem neiien Gast keine Kenntnis, jondern trat auf den alten Reusch zu „Tu riefst mich, Vater?" Kf . Hier — der neue Grubeudirettor von Cyrtsttansgluck will bei uns wohnen. Aber du kennst ibu ia wohl von früher? Herr Gerhard Bertsch - weißt du der Sohn vom toten Bergverwalter." „Ja, ich besinne mich." . Und Margarete Reusch sah jetzt zu dem Gast hinüber, der sich unwillkürlich erhob. Mit einem kleinen Kopfnicken dankte sie. Reserviert — herablassend. ■U es sich bei Bertsch. Damit hatte sie bei ihm kein Gluck! Und er lachte. , - ^Wcis soll diese feierliche Vorstellung? Die Magri und ich rennen uns doch ganz genau. Alte Spielkameraden, wenn ich freilich auch ein halb Dutzend Jahre älter bin. Nicht? Mso guten Tag, Fräulein Magri." Und er streckte ihr die Rechte hin. Sie überließ ihm ihre Fingerspitzen, aber eben nur einen Augenblick, und ging auf seine Worte nicht ein. Immer noch ganz kühle Zurückhaltung. Im Antlitz Karl Steinsiejens, der aus der Ecke her gespannt diese erste Begegnung der beiden beobachtet hatte, glänzte es auf, in geheimer Genugtuung. „Prost, Hermann!" trank er vertraulich ihrem Bruder zu. Herausfordernd klang es zu Bertsch hin. Er wollte ihm zeigen, gleich von Anfang an, wie hier der Wind wehte, „Also der Herr Bertsch will bei uns Wohnung nehmen, Magri. Welche Zimmer würden wir ihm denn am -besten geben?" Die feineil Schultern, die mit mattem Elsenbeinton durch beit duftigen Batist der Bluse schimmerten, hoben sich. Eine nachlässige Bewegung. „Würdest du das nicht besser mit Mamsell besprechen, Vater?" ' „Freilich wobl —!" Der alte Reusch fühlte sich ordentlich verlegen vor der vornehmen Art seiner Tochter. Dennoch strahlte sein Auge auf, wie er sie so dastehen sah. Ja, seine Kinder! Doch nun fuhr er fort: „Ra, wo du nun grad' als mal hier bist —, und Mamse'll hat ja auch in der Mich zu schaffen — möchtest du da nicht doch die Sach' selbst in die Hand nehmen?" Es war ein Bitten. Da ließ sie sich herab. „Wenn ich. dir damit einen Gefallen tun kann, gewiß, Vater." „Also, Herr Bertsch — wenn Sie denn gleich mal hinaufgehen wollten mit der Magri und sich die Zimmer aussuchen?" Bertschsyickte und trat um den Tisch herum zu ihr. Karl Steinsiefeu sah es mit Unbehagen, und er beschloß, einen Trumpf auszuspielen. Auch er erhob sich und kam nun zu dem Mädchen, in der Hand einen Strauß Rosen, den er neben sich auf dem Sofa kiegen gehabt hatte, seine übliche Sonntagsaufmerksamkeit. Er hatte ihr die Blumen freilich bei passender Gelegenheit unter vier Augen geben wollen, aber nun war's doch besser so! Und er reichte ihr die Rosen hin: „Darf ich mir erlauben, Fräulein Marga? Für Ihren Gürtel!" ' Mit einem heimlichen Triumphgefühl gegen den Gegner, der halb hinter ihnr stand, sah er Margarete erwartungsvoll ins Gesicht. Leicht nickend nahm sie die Blumen. Ihr erster Gedanke war, sie in der Tat im Gürtel zu befestigen. Gerade Bertschs wegen. Doch da gewahrte sie über Steinsiefens Schulter hinweg sein leises Lächeln. Mit einer schnellen Bewegung legte sie die Rosen aus der Hand, neben sich auf den Tisch, nur mit einem flüchtigen „Vielen Dank" zu dem Geber hin. Kurz: kehrte sie sich dann zur Tür, es Bertsch überlassend, ob er ihr folgen wollte. Enttäuscht blickte Steinsiesen ihr nach und dem andern, der sich ihr mit ruhigem Schritt anschloß. Dann hob er den vernachlässigten Strauß auf und tat ihn in die Vase, die auf dem Klavier am Fenster stand. Da würde sie ihn nach^ her schon finden und noch an sich nehmeu. Die beiden stiegen inzwischen die Treppe empor, ohne etwas zu sprechen. Run öffnete das Mädchen droben in dem langen Gang eine der Türen. Schweigend wies sie hinein in das Zimmer und den angrenzenden Nebenraum. Er warf einen flüchtigen Blick über die beiden Stuben hin. „Gut — ich nehme die Zimmer. Ich möchte Sie nicht noch weiter bemühen." „O bitte - ," aber es klang kühl. Sie ging ein paar Türen weiter und schloß auch dort zwei irteiuandergehende Räurne auf. (Fortsetzung folgt.) — 611 Der Amokläufer. Bon Alfred B r a t t. Suddhoo war indischer Soldat, dreißig "Jahre alt und Flügelmann in der elften Spahidivision, die in Bombay stationiert ist. Da Suddhoo kein Opium oder ähnliches Giftzeug rauchte, da er weder Bethel kaute oder sonst etwas Schmutziges ans dem Exer- ^ierplatz vor die Füße spie, noch nachts darauf ausging, einem' Weißen anszulauern, der sich in die labyrinthischen Gassen der Emgeborenenviertel verirrt hat, da er mit einem Wort das Muster eines indischere Soldaten war, wurde ihm des Aftern die Ehre zuteil, vor der großer: Kaserne im Westen der Stadt Wache zu stehen. Hochaufgerichtet stand er da, gravctätisch wie eine Pagode, in der prunkvollen Uniform, die Se. Erzellenz- der Bizekönig' den indischen Truppen zu verleihen geruht. Der Laus von Suddhoo s Gewehr blitzte in der Sonne, und um Bauch und Hüften hatte er den Ledergürtel.mit -zwei Reihen schöner Patronen geschnallt. Suddhoo war besonders stolz auf diesen Gürtel: denn er wußte nicht, daß der Vizekonig, der ein großer .Herr, zugleich aber ein schlauer Mann ist, durch einen Geheimbefehl dafür gesorgt hat, daß die Patronenhülsen der indischen Soldaten leer sind — leer wie taube Nüsse. Nicht, daß Man jemals einen indi- ichen Aufstand befürchtete, keineswegs; nur — Vorsicht ist die Mutter der Weisheit, wie ein altes, auch in Indien bekanntes Sprichwort sagt. Einmal aber kam der Tag, an dem Suddhoo sich mit Recht seines Gürtels freuen durfte. Das war im Herbst des vorigen Jahres, als die elfte Spa hidi Vision mit vielen anderen indischen Truppen iiach Europa eingeschifft wurde, um an dem großen Krieg teilzunehmen. Von diesem Tage ab waren die Patronen der Inder gut gefüllt, und nlan sorgte dafür, daß sie es auch blieben. Es war ein gewaltiger Transportdampfer, ans dem Suddhoo reiste, und die Offiziere warm sehr freundlich während der Ueber- fahrt. Tie Musik spielte jeden Tag, das Essen war gut, es war wirklich eine angenehme Zeit. Trotzdem m'an ja das alte indische Land weit hinter sich ließ und nicht so recht wußte, wohin nran ging und was nun kommen sollte. Nach vielen, vielen Tagen legte der Dampfer in Port Said an, und Suddhoo ging an Laud. Er staunte sehr, als er Port Said näher in Augenschein nahm. Ein Mann, der die Welt kennt, hat einmal gesagt: Wenn es auf Erden eine Hölle gibt, so ist Port Said das Eingangstor. Vielleicht hat dies seinen Grund darin, daß Port Said an der Schwelle zwischen zwei Erdteilen liegt und den Leidenschasten beider Erdhälften Durchgang bietet: vielleicht weil... Doch was immer der Grund sein mag: Port Said ist eine Stadt von Schmutz, Schwindlern und Halsabschneidern, und cs war kein besonders guter Eindruck für Siiddhoo, daß dies sozusagen die Schwelle war, über die er in Europa ein treten sollte. Suddhoo bezog im Hinterland Quartier und blieb dort drei Wochen. So hatte er genügend Zeit zum Nachdenken, und er kam zu dem Ergebnis, daß dies.ja nicht Europa war, daß Europa doch nu Norden lag mrd kalt war, aber voll weißer Menschen, die gut und gerecht genug sind, um ausnahmslos selbst vor dem Höchsten iit Reinheit zu bestehen. Nach Ablauf von drei Wochen führte man Suddhoo und seine Kameraden wieder auf ein Schiff; und als ein Stück Zeit vergangen war, wurdem sie in Boulogne gelandet. * Ter Abend dämmerte, als die Inder über den Landungssteg nackn dem Bowlogner Hafenkai hinabstiegen. Der große Schwall des englisch-französischen Truppenlagers nahm sie auf. Sie kamen in ein Gewühl von Automobilen, die ratterten und fauchten: alle Wagen waren grau gestrichen, und aus vielen war ein rotes Kreuz gemalt. Schwere Batterien waren im Karree aufgefahren: große, ungeheuerliche Geschütze, mit denen die Kanonen daheim in den indischen Garnisonen garnicht zu vergleichen waren. Und dazwischen wimmelte es von. weißen Soldaten, Engländern und Frauzo,eu. Und zahllose Oftiziere waren da, die das Alisschiffen übernachten. Weit rückwärts dehnte sich das feste Lager. Die Zelte leuchteten weißlich-grau in der cinbrechenden Dämmerung Die indischen Truppen ließen die Stadt hinter sich — mit ihren gedampften, im Nessel glasenden Lichtern — die Stille nahm sie auf, ^jie marscküerten in die Nacht hinaus. Suddhoo blickte zum Him'mel empor, in dessen schiveigendeM Gewölbe die Sterne kalt strahlteil, wie kleine, glänzende Eis- knstalle. Eine seltsame Beklemmung befiel ihn, und er senkte den Blick wieder zur Erde. . ^oann ein Mann in tanggezogenen Tönen ein Uidisches Lied; em zweiter iiahm die Melodie auf, ein dritter folgte, und büld sangen alle int Takt ihrer schleifenden Schritte. Ganz seltsam fremd tönte das Lied auf europäischem Böden, ergreifend und unsagbar traurig. .. frwn, wie kann, ach, wie kanil der Mond der Lotosblume 0*6 gesteheii, wenn das Tor des Himmels verschlossen ist, und die Wolken zum Regen sich sammeln? . . ." . w'.'r e We- unter die ich mein Herz gelegt, sind schwer rn Eisen gekettet ..." , „Rufe den Schützen, daß er den Bogen bereit hält — . " SV’S tausendfältige Klage war es, von taufenb. Seelen in btc Nacht gesandt. Manchmal blitzte längs des Weges ein Scheinwerfer auf: ein Automobil sprang schnaubend aus dem Duiikel, wie ein Blitz flog es vorbei und mar eine Sekunde später wieder knatternd in der Finsternis verschwuiiden. Der Mond verkroch sich hinter den Wolken, die Sterne erloschen hinter Schleiern, und ein kalter Regenschauer fiel auf die Erde herab. Einmal brauste und surrte etwas gespenstisch in der Lust; die indischen ' Loldaten duckten sich im Schritt vor dem dämonischen Vogel, der über ihnen dahinstrich. Aber et» Offizier erklärte ihnen, daß dies nur eine Luftmaschine sei; weder eine böse Gottheit, noch sonst etwas Uebernatürliches. Spät nachts hielt der lange Zug einmal an, um eine Saniräts- kolonne vorbeizulassen: Planwagen hinter Planwagen, aus denen die Beine der Verletzten im wandernden Licht der Laternen herabbaumelten. Weiter ging der Marsch. Ein kühler Wind hatte sich ausgemacht und zerrte an den Turbanen. Der Regen nahm zu. Ter Gesang war längst verstummt. Schweigend schritten die Inder oahln, mit fröstelnd einporgezogenen Schultern und gesenkten Köpfen. D-as war also Europa . . , * — — — Nachts. Auf lehmigem Grund zwischen verkümmerten Büschen, hinter der Feuerlinie im flandrischen Gebiet. Hier war das Feldlager aufgeschlagen, in dem Suddhoo und und seine Genossen rasteten, in den kurzen Pausen, die man ihnen zwischen den Kämpfen gönnte. Die Jiider fochten mit Mut. Auch sonst ging alles so ziemlich in Ordnung. Doch nachts, wenn die indischen Mannschaften, nach wochenlangem zäheni Ausharren in der Feuchtigkeit der Schützeiigräben, um die Feuer zwischen den Zelten kauerten, ging es manchmal wie ein Raunen in den Lunten der Heimatsprache von Mund zu Mund. Die älteren Männer wiegten unruhig die Köpfe, und die Jüngeren starrten verdrossen in die Flammen. Unb mancher Fluch wurde unterdriickt, in manchem Auge glomm ein Funke, Manche Stirn neigte sich düster dem Erdboden zu. Das war das von Mann zu Mann gernurmelte Urteil, das die Inder über die Weißen sprachen; das war die Aufwallung gegen das Mutterland, gegen große ferne Mutter", wie man in Indien sagt, — gegen me Regierung, die, während sie selbst auf ihrer Insel saß, sie hierher geschleppt hatte, unl zu kämpfen. Wofür?... warum?... Die Inder empörten sich nicht; die Müdigkeit ihrer alten Rasse war noch gedrückter, noch dumpfer gelvorden unter dem heulenden Dröhnen der Geschosse, unter dem Entsetzen der modernen Schlach- ten, unter dem strengen Kommando der englischen Offiziere. Doch ein heißes Gefühl stieg langsam in ihwen auf; und dieses Gefühl wächst und breitet sich aus in der Brust der indischen Loldaten, bis es eines Tages — an einem Tage, den niemand * ain t — vielleicht zur Flamme ausschlagen Mag. Düster saß auch Suddhoo am Lagerfeuer, die Augen glanzlos aus me knisternden, sprühenden Ajeste gerichtet. Auch er gehorchte \— Ae seine Kameraden; doch eine tiefe Bitterkeit, die sich wie ein Gift in ihm gesammelt hatte, machte ihn sich selbst fremd, umnebelte ihn in eine unheimliche Verschlossenheit. Plötzlich kam Unruhe in das stille Lager; ein Gewirr von Geräuschen — Räderknarren, Klappern von Pferdehufen, laute Muuweu. Es war ein Transport aus der Feuer'linie, der in- discke Verwundete einbrachte. Die Tragbahren wurderi abaesetzt, in langeil Reihen standen sie zwischen den Feuern, die hoch aufloderten, wie OpferflamMen. Und im zuckenden Spiel der roten Lichter und tiefen, schwankenden Schatten, die der Wind aus dem er !ti über den Platz tteiben ließ, erschienen die gelblichen Gesichtszüge der Schwerverwundeten doppelt eingefallen, doppelt knochig und bleich. Frisches Blut sickerte aus den eilig aufgelegten Notverbänden, mancher Turban war rot von schweren Blutstropfen, die über schweißige, ohnmächtige Stirnen herab- traufelten. Suddhoo hockte an seinem Feuer, die Knie emporgezogen, den Kopf gestreckt. Er blickte in die von Qualen und Bildeni des Schrecks gezeichneten Gesichter seiner Brüder, in weit anfgerissene oder matt verschleierter Augen. Und in der nngeivissen, beweg- »uastung des nächtlichen Lagers schien alles — Erde und Gewänder, Gebüsche und Uniformen, Blut und entblößte, zerlchmetterte Glieder — mit aufgelösten Farben ineinander zu wogen. Ein Bild von roten, braunen, Weißen und schwarzen: Tönen glühte vor Suddhoo's Blick empor. Er sah den ganzen Summen Jammer seiner stummen Brüder, er hörte Tritte, Stöhnen und Ae halblauten Stimmen der Sanitätssoldaten, er sah einen englischen Arzt zwischen den Bahren umhergehen, und einen Leutnant der etwas abseits stand, eine brennende Zigarette im Munde. Suddhoo streckte den Kopf noch weiter vor, aus dem Bild vor seinen Augen fachte eine schwelende, kreisende Hitze, die sich ihm lodernd m Herz und Hirn einfraß. Er reckte die Anne, stieß ein gedehntes „A—t" aus — und sprang empor. Ja — und in diesem Augenblick, der aus dem stillen, schwermütigen Inder ein Wesen der Hölle machte, begann Suddhoo» Amok zu laufen. > Jedermann lveiß, was der Amoklauf bedeutet: ein plötzlich ausbrechendes Fieber, eine Art temporären Wahnsinn, der den Befallenen so elementar und mit solck>er Muckst ergriff, daß man glauben könnte, das Fegefeuer selbst l)abe einen verhexten Glut strahl m ihn geschlendert. Diese seltsame Ersckwinnng. oie man nur in tropische Gegenden und unter einheimischen Rafte« kennt, vnlvandelt den Erkrankten in ein gefährliches, wildes Tier. Bon diesem Taumel l>efallen. rast der Amokläufer dahin, Mensch und Tier, Freund und Feind. — kurz. Alles und Jeden um sich her anfallend: er rast wie der Tod in leibhaftiger Person, bis er dumpf niederfallt. Schaum vor dem Munde. Das — lawotzl — das ist ein Amokläufer. i Und Suddhoo, der urplötzlich mit einem scharfen, schrillen Schrei von seinem Platz am Feuer emporgesprungen war. begann Amok zu laufen! — — Wie ein Sturmwind fuhr er zwischen den Zelten umher, und heisere, gellende Schreie entrangen sich seiner Kehle. Mit der rechten Faust sckMang er das kurze krumme Messer, das sich blitzschnell in die Brust des Leutnants senkte. Der Engländer fiel nieder wie ein Stein, die Zigarette rollte auf den Lehmboden, um abseits zu verglimmen. Weiter raste Suddhoo: tttm englische Unteroffiziere, zwei meiste Sanitätssoldaten sielen unter seiner Waffe. Das ganze Lager tobte in einen! traumhaften Paroxismus des Entsetzens. Und Suddhoo lief Anrok, lief Amok.bis der englische Arzt ihn Mit einem Revolver zu Boden streckte. * Drei Stunden später fasten der tzauptmann, ein Ordonnanzoffizier ilnd der Arzt in einem Zelt. Sie tranken Tee und rauchten kurze Pfeifen. Und zwisck>endurch sprachen sie von dem verdammten Sudhoo, der Amvk gelaufen war. „Ich habe schon oft von Amokläufern gelesen," sagte der L>auptmann. Er gehörte der Territorialarmee an und »v-ar noch niemals in den Kolonien gewesen. „Aber das. nein — es tvar fürchterlich! . . . Und ich dnchte, daß der Anfall nur in tropischem Klima zum Ausbruch kommt." „Hm," sagte der Arzt, „ich habe „drüben" selbst Amokläufer geseheu, mehr als einmal. Daß der Anfall bei Eingeborenen auch in Europa ausbricht, habe ich zlvar auch noch nie gehört, aber immerhin ist es nicht außer dem Bereich des Möglichen. Ettvas anderes ist's, was -den vorliegenden Fall so seltsam, so erschreckend macht. Der Amokläufer gleicht dem Tollwütigen: er bringt jeden um, der ihm Ln den Weg kommt. Jeden, meine Herren! Ist es Ihnen nicht ausgefallen, das; dieser Suddhoo nur Weiße erstochen hat, nur weiße Mitglieder der englischen Armee? Daß kein einziger Inder von ihm angefallen wurde?!" Sie schwiegen alle drei. Dann sagte der Ordonnanzoffizier — er war bleich geworden, als er sprach: — „Wollen Sie damit sagen, daß . . Und der Hauptmann fügte mit gedämpfter Summe hinzu: „Was — lwas wollen wir in den Bericht schreiben? . . Der Arzt lachte, es war unheimlich anzuhörem dieses rauhe, gewaltsame Lachen. Dann sagte er: „Schreiben Sie: Suddhoo. Flügelmann der elften Spahidivision . . . Fall von Amokläufen. — — Denn, nicht wahr, meine Herren, es gibt keine Empörung in der englischen Armee! ..." . Dann lachte er wreder, der Arzt aus den Kolonien: ein rauhes, gewaltsames Lachen, das unheimlich anzuhören lvar. gebracht, manchmal aud) von den Soldaten selbst durch die Feldpost gesandt. Doch die letzteren Falle sind seltener, da behauptet wird, dast die Berührung des Gegenstandes durch die Hand des Zensors den sog. inagischen Kontakt verletze oder gar vernichte. Auch kann man stch sstr verhältnismäßig billiges Geld das Schicksal aus den Teeblättern im Bodensatz einer auSgetrunkenen Tcetasse deuten lassen. Da? alles ist zweifellos zienckich unsinnig, aber eS lst begreiflich durch die tluruhe und Nervosität einer solchen Zeit. Die Seher und Seherinnen fahre,; dabei natürlich weitans am besten. Vielleicht hat diese Mode auch den Vorteil, daß sie viel Sorge und Kummer ablenkt, die, besonders in den l reiteren Volksschichten, sonst in, Alkohol Tröstung suchen mußten. Ans jeden Fall können die KriegSprovhcten sich «licht stirer Mangel an Kriegsgcwinuen beklagen. . ' T i e Di l, t t e r Viktor E n» a n u e l S wirdpoetisch. Der „Figaro" ist in der „glücklichen' Lage, einen Kriegshymnns Margaretas von Savonen, der Mutter tcs italienischen Königs, zu veröffentlichen. D,e edle savoyische KriegSporte , ist eitrig bestrebt, Stinnnllng zu lnachcn. Jüngst wurde der 11j ihrige Thronerbe mit Pauken und Troinpcten an die Front (lies letzte Etavpc) gesandt, und jetzt »neidet sich mid» die Großmut! r zu Worte, die hinter ihren» Enkel nicht an patriotischen» Eller zurücknehen w ll. Der Wortlaut des Poen S steht an Phrasenreichtu,»» nickst hinter der Kriegsreklame d'Annunzios zurück. Hier eine Kostprobe: „Italien, »viderslrahlend von der Sonne, die dei»»e herrlichen Flure»» mit ihren goldenen Strahlen beglänzt, hast du jemals etwas Herrlicheres gesehen, als den wundersame»» Heroismus deiner Kinder?* — .Möge jeder sich zutiefst vor diesen Tapferen verbeugen.' — „Gesegnet seien die Soldaten, deren Heroismus den Trann» der Jahrlninderte zur Wirklichkeit gen»acht hat . . .' — »Jeder »nöge sagen: Dank, ihr Brüder, ihr Helden. Dank euch bedecken !»ch die Farben unserer Fahnen mit »reuen», unvergänglichen» Ruhm.' — Dieser «ngesähr z»va»»zign»al so lange königliche Hymnus ist zu Tausende», gedr»»ckt und eingerahmt in de», italienischen Spitälern zu sehen, dan»it er, wie die iranzösischen Zeitlingen betonen, .a!» poetische und patriotische Ctärku»»g die Auge»» der Ver»vu»»deten ersre»»e . . * St. Bureaukratins in Frankreich. Folgende» bezelckn,e,»deS Gefchichtcheu findet sich »m „l'Oeuvre" : Ein Parller Kaßechausbesitzer »vurde zu achttägiger Schließung seine» Lokales verurteilt, »veil die Polrzei gesehen hatte, »vie — entgegen den» herrschende»» Verbot — ein Soldat nach 10 Uhr abe»»ds in einen» Hinte»-raun» des Lokals bei,,» Essen saß. Vergebens schwor der Wirt alle heiligen Eide, daß kein militärischer Gast sich »»ach 10 Uhr bei ih»>» befunden habe. Die Behörde blieb mrerbittlich. Ver- zlvetfelt »nieder z»» Hause angelangt, stürzte der Wirt sich auf feine,» Kellner mit bei» Worten: „vast Du »»ach l0 Uhr abends einen Soldaten bedient?" „Geivis»,' erwiderte der Kellner. „Wen?" .Sie selbst, Herr." Der Wirt ist nämlich mobüificit und trägt lluifoinu Und er beging das Verbrechen, i»r seinem eigenen Lokal nach 10 Uhr zu Abend zu essen! Die Strafe aber »vurde nicht erlassen. .... vermischter. 'Hellseher u»»d Kriegspropheten in London. »Niemals " schreibt dl« Times, „untren Männer und Frauen bet un» so sehr darauf erpicht, in die Zukunft zu schauen, »vie heute. Selbst die Leute, die in normalen Zeiten nicht die geheimnisvollen Salons der Hellseher in Bondnrcet und Edgevare besuchten, fragen sich jetzt, ob .nicht doch vielleicht etivas daran ist.' KriegS- prophetie, Magnetismus, bpiritism»»s und Hellseherei 'eiern m London wahre Feste, und die KriegSgewinne der zahlreichen Medien sind mehr als beträchtlich. Man glaubt, daß die Sterne m dieser Zeit verpflichtet seie»», ihre »vrmderbaren Zeichen z», geben, daß die geheimnisvollen Kräfte jetzt, wenn überhaupt, kund tu»» müssen, »vaS verborge»» ist: die Dauer und de»» AuSgang des Krieges. Keß» Wu»»der, daß die Hellseher u»»d -seherinnen »nit Eifer u»»d Geschäftigkeit ait der Arbeit sind. Aber der Krieg, der alles de- einflnßt, hat selbst diesen Zweig »neirschlicher Tätigkeit geä»»dert. Tie Handlesekunst hat all ihre Beliebtheit eingebüßt: sie »st sozu« sagen völlig aus der Mode gekommen. Ihre allgemeinen Phrasen — „Sie »verden Eriolg habe»»: Sie »verdei» eine 'Reise unternehme»»: Hüten Sie sich vor der blonde»» Dame, die sich »nr Ihren Gatten interessier' — waren ganz angenehn» und prickelnd in de»» stille»» Tagen des Friedens. Doch hellte verlangt das Publikum ganz entschiedene, eindeutige Ant»vorte»»: .Werde ich teil durch- koin'nen ?' „Werden »vir siegen?' „Mein Bruder ist vermißt, >vo und »v»e befindet er sich?' Und die Seher haben sich auch tu diese neue»» Bedingungen ihres Geiverbes gefunden. Die gegen- ivärttg in London belicbtefteu Arten der Hellseherei si,»d Hypnose und Kontakt durch Berührung eines der i>» Frage kon»»»»enden Person gehörige»» Gegenstandes. Alle diese Hexenmeister »nänn- lichen und »veibliche,» Geschlechts sind en»sig damit beschäftigt, alte Handschuhe oder Zigaretteirdosen an ihre Stirn zu drücke»», die Augen zu schließe»» und ii» geheiinnisvotlen RedeivendnNge»» dag Schicksal der Besitzer ebet» jener Handschuhe und Zigarettcndosei» z»» offenbaren. Die Gegenstände »verden oft von Verwandten mit- vüchertlsch. — Dow Kriege gegen die d e »»t s ch e K u l t u r. Ein Beitrag zur, Selbsterkenntnis des deutschen Volkes vo»» Dr. Oskar Fleischer, Professor an der Becli»»ec Universität. «Verlag von Heinr. Keller, Franftstrt a Ai.). In» jetzigen Weltkriege geht neben dem Kampfe der Heere ein ebenso furchtbarer Krieg der Geister einher. Ihn schildert der Verfasser »nit lebendigen Farben lind »veist nach, daß es sich jetzt un» den Austraq eines mehrtal,sendjährige,» Gegensatzes zwischen der römi'chen und der germanischen Weltanschauung handelt. Mit gründlichcr geschichtlicher Beherrschung des Stoßes, aber in stets anziehender Form »mb in stetigem Hinweis auf den Weltkrieg gibt der Verfasser, abivechselnd zwischen Pathos, wissenschaftlicher Kühle'und Humor, Anregungen von bleibendem Werte. _ versteckrätsel. • Beilage — Vertagung — Stemmeisen — Schivindler — Meister — Leichtsinn — Hasen — Preiskegel»». Es ist ein Sprtchlvort zu slichen, dessen einzelne Silben der Reihe nach versteckt sind in vorstehenden Wörter»» ohne Rücksicht aus bereu Silbentcilung. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Kreuzrätsels in voriger Nummerr Me ta Na de! Meta, Nadel, Tadel, Delta, Name. Kchriftleitnng: Aug. Goetz. - Ro1atio»»Sdr»»ck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- »md Stemdrnckere», N. Longe, Sicher