Mittwoch, den 29. September [Pt Die vom Rauhen Grund. Roman von Paul Grabein. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Es traf den Bergverwalter nicht leicht. Er war eine Persönlichkeit hier int Ort, dank seiner Stellung. Und er erfreute sich angesehener Verwandtschaft. Seine älteste Schwester war die Mutter vom Reusch-H armes, vom Hirschenwirt drüben im Oberdorf, einem der vermögendsten Männer im Rauhen Grunde. Und nun kam dieser Grünschnabel, der „Amerikaner", den die Herren Gewerken ihm vor die Nase gesetzt, und wollte hier regieren! Dies Jüngelchen, das noch nicht hatte über den Tisch sehen können, als er schon altbewährter Steiger war hier auf der Grube. Na — mochte er nur kommen. Noch war man ja auch noch da! „Da ist er!" Der Heizer stieß den Verwalter an und deutete auf einen Mann, der jetzt quer über den Hang heraufkam. „Na, da mach' dein' Sach', Engelbert." Die beiden standen aus Du und Du, trotzdem Manskopf der Vorgesetzte war — wie das so Brauch im Rauhen Grund seit alters her. Alles, was Bergbau trieb, war Kamerad. Auch der Bergverwalter gewahrte jetzt den Herannahenden, aber er blieb stehen, wo er sich befand. Mit verschränkten Armen sah er nur unter finster herabgezogenen Brauen zu dem Ankömmling hin, der jetzt den Zechenplatz betrat. Bertsch kümmerte sich nicht um die beiden. Mit prüfendem Blick musterte er die Anlagen, trat hier- und dorthin, um genauer zu sehen. Dann kam er auf das Kesselhaus zu, doch sein Auge hatte nur Interesse für das Gebäude. Er schüttelte den Kopf. „Ja, der reine Stall. Bruch — die ganze Geschichte hier! Na, soll bald anders werden." Laut sagte er es, und nun erst richtete sich fein Blicks auf die beiden Männer. Ein festes Zugreisen. „Glück auf zusammen!" An oen Hutrand tippend, trat er zu ihnen. „Sie sind wohl der Verwalter," wandte er sich an Manskopf. In dessen Mienen hatte es ausgezuckt bei den abfälligen Morten über den Zustand der Anlagen. Jetzt neigte er kaum merklich den Kopf. Die Pfeife blieb im Mundwinkel. Bertsch stahlgraue, helle Augen weiteten sich ein wenig. „Direktor Bertsch," gab er sich zu erkennen. „Sie haben meinen Brief erhalten?" Wieder ein Nicken. „So führen Sie mich ins Betriebsbureau. Sie haben sich doch aus eine lcklrgere Besprechung eingerichtet?" „Es ist Sonntag heute." „Das weiß ich. Aber Sie müssen diesen Bormittag schon einmal für mich zur Verfügung sein." Die Stimme blieb ganz ruhig, doch der helle Strahl seines Blickes drang dem anderen scharf in die Augen. Da machte sich der störrische Alte von seinem Pfosten los und schritt hinüber zum Zechenhaus, ins Bureau. Bertsch folgte ihm schweigend. Aber wie sie drinnen standen und er seinen Hut abgelegt hatte, wandte er sich zu dem Bergverwalter, der mit mürrischer Miene den Schrank mit den Grubenbildern aufschloß. „Noch ein Wort vorher." Der Alte drehte sich langsam um. „Hier —." Bertsch zog ein Schriftstück aus der Brieftasche und reichte es Manskopf hin. „Nehmen Sie doch das erst einmal zur Kenntnis. Widerwillig nur beugte sich der Verwalter darüber und studierte den Inhalt. Eine Erklärung des Grubenvorstandes, die den neiren Direktor ermächtigte, alte Beamten und Arbeiter der Zeche selbständig anzustellen und zu entlassen. Da konnte Manskopf ein Erschrecken in seinen Zügen nicht verbergen. Bestürzt reichte er Bertsch das Schreiben zurück. Der legte ruhig das Papier wieder zusammen. „Nun die Grubenbilder, bitte." Stumm ging Manskopf zu dem Wandschrank. Aber wie er dann die Mappen mit den Zeichnungen auf den Tisch vor den neuen Herrn legte, da zitterten ihm die alten Hände. Das ihm, der vierzig Jahre der Zeche treu und ehrlich gedient hatte! Bertsch schien es nicht zu beachten. Er hatte sich bereits auf einem Stuhl niedergelassen und schlug die Mappen mit den Grundrissen auf. Daun wandte er den Kopf itodf) einmal über die Schulter zurück. „Setzen Sie sich doch, Herr Manskopf — wir haben viel vor uns." * Breit und massig lag das Adlige Haus drunten im Rauhen Grund. Noch heute wehrhaft mit dem Viereck seiner Quadermauern und umschlossen rings vom Wassergraben, den jetzt hochwivflige Kastanien beschatteten. Den Wanderer, der, Einlaß suchend, über die einstige Zu-gbriuke in die tiefe Torwölbung trat, schreckte am schweren Eichentor eine Itn» zahl Wildschweinsfüße, die dort festgenagelt waren. Ein rauher Gruß, aber er paßte ganz 31t dem brühigen Gemäuer wie zu seinem Herrn. Man sah henner, den edlen Herrn von und zu Grund, kaum anders als in der Weid man nsjoppe. Auch heute, am Sonntag vormittag, trug er sie, wie er auf dem Hofe der Besitzung saß, unter der uralten Linde, wo sein Lieblingsplatz war, weilte er nicht draußen im grünen Revier, heute hatte er den Weg dorthin schon hinter sich Die Flinte hing noch neben ihm am Lindensbammr an dem! schweren haken, der alljährlich znr Schlachtzeit das Schwein trug zum Ansnehmen. Behaglich rauchte henner von Grund vor sich hin mt$ der' kurzen Jagdpfeife, von der er unzertrennlich ioar. Die Hünengestalt des grau bärtigen Nimrod wuchtete schlver er sonst war, hat er's znm Leiter eines Ehrle, oder wo ...... .™, cult ^ großen Bergwerks und zu einem guten Stück Geld gebracht, und nun hat er Großes vor, hier bei nns." ,Da bin ich in der Tat begierig!' (Fortsetzung folgt.) Herbstzeitlosen. Bon Franz Pflüger. Herbstlich kühl wird es draußen in Feld und Flur, kürze« v bie Sonnenstrahlen. Blatt um Blatt, /olütc fällt vom Baum und Strauch, .und immer eifriger webt Mutter Natur du bunten Farben des Herbstes in des scheidenden Sommers grünes Kleid. Georginen und Dahlien, Astern und Sonnenblumen schinücken die Gärten, den: grünen Teppich Fast fruhlrngshast muten sie nns an, die lilafarbenen SMdtt auf rhrein mattweißen Stengel, die der Landschaft einen so eigei^ « 603 fthgert Zauber verleihen, und nicht mit Unrecht hat man sie durch den Namen „Wiesensafran" mit dem kleinen Krokus oder Safran verglichen. Freilich, die Herbstzeitlose erscheint ohne den Schmuck der grünen Blätter. „Sie verschlief das gute Wetter, Und nun kommt sie ohne Blätter . ^ Sich beizeit' noch auszublühn," mernt Heinrich Seidel entschuldigend, Johannes Trojan aber fabuliert : > „Blattlos in Herbstes Sonnenstrahl Schmückt sie Anger uiid Wiesental. Der Himmel weiß, sie ist geduldig, . Bleibt ihr das grüne Röcklein schuldig." Weniger mild urteilte das Volk über die Pflanz-e, die so frei, ofme jedweden htlllenden Blätterschutz ihre Blütenschönheit zur tragt. Manch harten Namen mußte sie sich gefallen Lassen, nackte Jungfer, nackte Kathl sind unter diesen noch die mildesten. Zeitlose oder Herbstzeitlose nannte man die Pflanze, weil sie sich weder in der Entwicklung ihrer Blüten noch im Reifen ihrer Ueinen Früchte an die Zeit bindet, die dafür sonst von den Kindern Floras einyehalteu wird. Wenn fast alle Blumen verblüht sind und überall die Samen und Früchte reifen, erscheinen ihre Blüten auf grünem Wiesen plan, int Frühling aber, wenn Tau- serrde und Abertausende von Blüten Feld und Flur, Hain und Garten schmücken, reifen ihre Samen. Die alten Kräuterkundigen konnten sich diese Erscheinung nicht erklären, waren der Meinung, die Frucht erscheine vor der sich im Herbst zeigenden Blüte und nannten die Pflanze deshalb Filjus ante vatrems der Sohn vor deni Vater, und der alte Vater Bock meutt: „Wer gesteht nit abermals hie ein treffenlich mivackel der natur an diesem gewechS. Dann im Glentzen (Lem) wechst das kraut, im sommer die frucht oder sauren, inr herbst die nackete blume." Selbstverständlich ist diese Ansicht von der Wissenschaft längst richtig gestellt worden. Die Blüte entspringt aus einer Mollenzwiebel, in der sich bereits im Herbst sowohl chie Blätter als auch die Samenknospen befinden, allerdings nur keimhaft vorgebildet. Sie entwickeln sich jetzt noch nicht, Überdauern, geschützt gegen Kalte und Frost, den Winter, und erst im* Frühling erscheinen me drer kräftigen, lanzettförmigen Blätter und in deren Mitte der Stengel mit der Samenkapsel. Das ist ein in unserer heimischen Flora allerdings einzig dastehender Fall, keine andere Pflanze verrnag sich derart über die zeitlichen Vorschriften hinwegzusetzen, die die Natur ihnen gegeben, als nur diese eine. Kein Wunder/ daß sie die Aufmerksamkeit der Naturforscher in ganz besonderem Maße auf sich lenkte und auch die Poeten. So singt Friedrich Rückert von ihr: , Welch' eine Pflanze trägt im Frühling ihren Samen, Da ihre Blüten erst hervor im Herbste kamen? Die Zeitlos' ist hierin der Blumen Widerspiel, Daß sie am Anfang ist, wo jene sind am Ziel,' Daß sie am Ziel ist, wo am Anfang jene stehn. Drum hat sie die Natur zum Sinnbild ausersehn, Das aus deni Herbste, wo der Sturm das Feld erbeutet, Den kahlen Winter durch zum Lenz hinüberdeutet, Da sie im Sommer nicht zu reifen Zeit gewann Und nur die Blütenspitz' im Herbste zeigen kann. Jenseits des Frostes tritt, geweckt von Frühlingsduft, Tie Samenkapsel samt den Blättern aus der Gruft. Zeitlose heißt sie, weil sie vom Gesetz der Zeit Ist gleichsam losgesagt, der Ewigkeit getveiht." Die Samenkapsel der Herbstzeitlose springt im Sommer auf, Knd herausfallen drei rundliche brairne Samen, die mit einer klebrigen Warze versehen sind. Diese dienen jedenfalls der Verbreitung der Pflanze. Die Samen fallen alle in der Nähe der Mutterpflanze meber, das ist aber für ihre Entwicklung selbstvcr- ständlich von Nachteil. Infolge der klebrigen Warze bleiben sie aber leicht an den Füßen der Menschen und Weidetiere, an den Zechen der dre Wiese nach Insekten, Würmern und Schnecken absuche,wen Vögel und werden so weitergetragen. Die Zwiebel der Herbstzeitlose hat übrigens die wunderbare Eigenschaft, sich genau nach den klimatischen Verhältnissen ihres Standortes zu .richten. An windgeschützten, zicnckich frostfreien StÄlen finden wir sie schon in einer Tiefe von 20—30 Zentimetern, während sie auf den den rauhen Windstürmen preisgegebenent Wiesen fast drei- bis viermal so tief im Erdboden liegt. AuS der Ti^enlape der Zwiebeln der Herbstzeitlose läßt sich also mit großer Sicherheit die Frostarenze einer Gegeiid seststellen. Die Wissenschaft hat wiederhalt diese Tatsache nachgeprüft imd immer bcstättgt gesiliweii, eine Erklärung dieser sonderbaren Erscheinung vermochte sie freilich noch nicht zu geben. Die zarte Schönbeit der Herbstzeitlosen veranlaßtc die Gärtner, '«Lu kultivieren und mancherlei Spielarten zu züchten, weißgelbe, röllichbunte, rosenrote Abarten kamen ans den Markt, ebenso ge- Mlte großblimnge. Seit einigen Jahren bringt inan auch die Zwiebeln der Herbstzeitlosen in den Handel und zwar unter dein hochtönenden Namen Zauberblninen oder Wunderknollen. Sie haben nämlich die Eigcntüinlichkeü, ohne die geringste Pflege, ohne daß man sie m die Erde oder in Wasser legt, ihre Blüte»« -u enümckeln. Mlzn „zauberhaft" ist die Sache nun freilich nicht, an unseren Kartoffeln inr Keller mit ifjrot Keimen beobachten mx die gleiche Erscheinung, der einzige Unterscksied besteht darin. daß die Kartoffeln Stengel und Blätter, die Knollen der Herbste zeitlose aber Blüten treiben. So hübsch diese botanische Spielerei ist und so schon der herbstliche Schmuck der Blüten in unfern Gärten unrkt, eine Warnung dürfte nicht unangebracht sein, namentlich dort, wo Kruder im Hause sind. Sowohl die Blüten als auch die übrigen Teile der Herbstzeitlose enthalten ein starkes Gift. Das war schon im Altertum bekannt, nannte man dock) deshalb das Kraut Ephemeron, das heißt, das an einem Tag den Tod herbeiführende. In späterer Zeit, namentlich im achtzehnten Jahrhundert, wurde der Saft der Pflanze zu Heilzwecken verwendet, namentlich gegen Gicht und Rheumatismus, und noch heute wird er in Amerika zu allerlei Tinkturen, die Blüten urid Knollen zu Pulvern und Tees verarbeitet. Es freilich nicht eindringlich geling vor all diesen Mitteln, den Kolchilumpräparaten, gewarnt werden, stellen sich dock) oft nach ihrer Anwendung recht unliebsame Nebenwirkungen auf den Magen und die Verdauungsorgane ein. * Auch in der Volksmedizin fand und findet die Herbstzeitlose hier und da Verwendung, allerdings mehr in der weniger gefährlichen Form des Sympathiemittels. So lfllft die um die Mitter- nachtsstnnde des Theklatages gegrabene Znnebel der „Giftblume" nach bayerisch-schwähisü-em Volksglauben gegen Kopfschmerzen, wenn man sie immer als Amulett bei sich trägt. In der Gegend von Gotha zerreiben die Frauen und Mädchen die ersten Blüten der „Spinnblume", die sie im Herbste finden, zwischen den Fingern, „damit die Hände beim Spinnen nicht wund werden", und im Züricher Oberlande bestreichen die Leute mit der ersten „Liecht- blueme" die Augenlider, dadurch hoffen sie, bei der Arbeit während der langen Wkstterabende nicht so leicht rnüde zu worden. Auch gegen Schmarotzer von Mensch und Tier gebraucht man sie, indem man die Blüten auf dem Kopse zerreibt oder mit einem Abguß der Blätter den Kopf wäscht. Aus dieser Verwendungssorm erklärt sich der nicht ganz wohllautende Name Lausblume, den die Herbstzeitlose in Schwaben trägt, imd der etwas euphemistisckiere „Heylheubt" (Hell für das Haupt), den die heilige Hildegard (gestorben 1179 als Acbtissin des Klosters auf deni St. Ruprechtsberge bei Bingen) in ihrer Schrift „Physica" der Pflanze beilegt. Der wissenschaftliche Name der Herbstzeitlose lautet Colchicum autumnale, er erinnert an ihre Heimat, die Landschaft Kolchis am Schwarzen Meer, und an die griechische Sage von ihrer Entstehung. Nach der Rückkehr der Argonauten bereitete Mebea aus allerlei Kräutern, die sie in neuil Nächten im Gebirge gesammelt hotte, erneu Zaubertrank, um durch ihn den alten Jason, König von Jolkus, zu verjüngen. Von diesem Zaubertrank sielen einige Tropfen zur Erde und erzeugten hier urplötzlich das Giftkraut. Freundlicher klingt die folgende Sage über die Entstehung der Herbstzeitlose. Nach ihr traten die vier Jahreszellen vor den Schöpfer, um ihren Anteil ani Werden und Vergehn der Natur in Enipsang zu nehmen. Jede erhielt für die Dauer ihrer Regierung einen eigenen Blumenschmuck zugeteilt, selbst der Winter bekam eine Blüte, die unter dem Schnee emporsprießende Christrose. Der Herbst sollte aus eigenen Blumenschmuck verzichten, denn der auf ihn erboste Winter drohte jede Blnnre des Herbstes zu töten, noch ehe sie zur Fruchtbildung und damit zur Fortpflanzung komme. Der Herbst war tief betrübt; da trat der mitleidige Frühling an eine seiner eigenert Blumen heran und überredete sie, deni Herbste zu folgen. Er riet ihr. sich vor dem Grimm des Winters in die schützende Erde zu verstecken und versprach ihr, sie zuerst wieder zu erwecken. Das Blümchen ließ sich überreden, umsomehr, als -guck) der Sommer versprach, seine Frucht so zu schützen, daß ihr Geschlecht nicht ans sterbe. Der Herbst war hock) erfreut; er gab seiner Gcnossllr zum Schuß einen scharfen Saft, damit die Menschen die Blume nicht pflücken, die Tiere sie nicht fressen sollten. Der Winter drohte dein Schützling der drei Jahreszeiten mit seiner Rache, doch als die ersten Vorboten desselben über die Ebene brausten, da zog sich das Blümchen, tief in das Reich der Erde zurück und spottete Ms Winters Zorn. Sobald aber der Frühling nahte, steckte das Pflänzchen sinne grünen Keime heraus, der Sommer reifte feine Frucht, im Herbste aber erschien wieder seine kleine, zarte Blüte. Zur Geschichte -es Papiergeldes. Kulturgeschichtliche Plauderei von Hans H. Gi es ecke. In überrascheiid sckmeller Weise haben wir Deutsche uns an d Alt auf beit Bergen Michaelsfener angezündet. vermischte». * Bismarcks Trunk arcs der Feldflasche. Eine hübsche Bismarck-Geschichte aus dem Deutsch-Französischen Kriege, die wenig bekannt ift, erzählt der amerikanische General Chendan in seinen Erinnerungen. Der genannte General hielt sich eine Zeitlang in: prettßischett Hauptquartier auf. Am Atzend der Schlacht von Sedan, so berichtet der General, traf ich bet Dunkelwerden auf der Suche nach einer Unterkunft für die Nacht in der Nähe des von Verwundeten überfüllten Donchöry auf Bismarck. Während unierer Unterredung trat seilt Oieffe, Graf Bismarck-Bohlen, mit eitter irgendtvo glücklich attsgetriebenen Feldsiasche, die einen ausgezeichneten Kognak enthielt, heran und wandte sich an BiSmarck mit den Worten: „Du hast heule einen schweren Tag hinter dir, willst du dich nickt ettvas erfrischen?* Mit dem Ausruf: „Aus die Einigung Dentschlattds \ n setzte BiSmarck die Flasche an bcn Mund und schien durch einen besonders langet: Schluck beit Trink- sprnch bekräftigen zu wollen. Dann gab er seinen: Neffen die Flasche zurück, der sie schüttelte und dann bemerkte: „Schade, daß tvir dir daraus ttickt Bescheid tun können, aber es ist nichts mehr darinl* Die schalkhafte Antwort Bismarcks lautete: »Verzeihung, es war aber so dunkel, ich konnte ja ttichls sehen I" Büchertisch. — Daß Rote Krettz, seilte Organisation und seine Tätigkeit in Krieg und Frieden. Sonderheft der „Zeit im Bild" Moderne illttslrierle Wochenschrift, Berlin W 57, Preis 30 Pfg. Welche Taten auf dem Gebiete der KriegSfürforge geleistet werden, zeigt das vornehnt ausgestattete Sonderheit voit »Zeit im Bild", daß ausschließlich dem Roten Kreuz" und seinen barmherzigen Bestrebtntgett geividtttet ist. Es gibt in Wort und Bild eilte überaus anschauliche tutd interessante Darstelltmg des großen Liebesiverkes dieser weltumspannenden Wohlfahrtsorgani- salion. Das reich mit Bildern geschntückte Heft zeigt nicht nur die führenden Pertönlichkeiten der Organisation, sondert: es gewährt uns an der Hand trefflicher Illustrationen auch einen tiefen Ein^ blick in das Getriebe dieser vorbildlich organisierten deutscheit Kriegs- Wohlfahrtspflege. — Deutsche Kriegs klang? 1914/15. AuSgewählt von Johann Albre ht Herzog 511 Mecklenburg. 3. Heit. Verlag K. F. Köhler, Leipzig. Preis 40 Pfennig. Alls dettt unversieglichen Borne detttschcr KrieqSdichlungen hat der fürstliche Herausgeber mit literarisch fein entwickeltem Geschmack tvicder geschöpft. Wie bei bcn zwei ersten Heiken kann auch diese ausgesprochen volkstütnlicheu Charakter tragettde Ansivahl als eine besonders glückliche bezcichttet tverdeit. Tie Heldentaten, vom Führer angefangen, bis herab zum einfachen Manne aller Waffen zu Lande, zu Wasser rntd in der Lust werden besungen. Der eilten, der Jungen, derer daheim rntd der lieben Toleit tvird gedacht. Die großen mtb kleinen Freuden und Nöte des Kriegslebens finden im Liede einen Widerhall. So mögen auch diese „K r t e g s k l ä n q e" als Zeuge der großen, gewaltigen Zeit viele Verehrer fiitbeii. ttöirigrzug. Die Silbett sind so ztt verbinden, wie der König auf dettt Schachbrett zieht, näinlich von einem Feld auf ein beliebiges Nachbarfeld.___ wirkst du liegt fei der glück fen dir Heu kräf lich min ge of kannst te tig nicht und stern auch frei gen das klar auf ein mor fen Hof I Auflösung in nächster Nummer. Auflösung deS Homogramms in voriger Nuntmer« BBS Bert» B r i e I Stern »tu Hchristleltung: Actg. Goetz. - RotationSdrrtck und Verlag der Brühl'schen UniversitätS-Buch- und Cteindruckerei, N. Lgnge, Gießet