uns— mitten im Grauen des Krie Truppen füdöstlich von Albert war e sollte ich euch geben in eines Höher rege. Ein feindliches Geschwader griff die Orte Werwiceg Nr. 308 Der Sießener An erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Sießener Familienblätter; weunal wöchentl. Kreis⸗ latt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche zeitfragen Ferusprech-Anschlüsse: E Verlag, Geschäftsstelleb1 Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger sießen. Annahme ven Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Abend vorher. Gener vergebliche Massenopfer der Russen an der be Oesterreich und die„Ancona“⸗Frage. Silvester. Gießen, 31. Dez. Wie in Tränenschleier gehüllt, sinkt leise das alte Jahr hinab in den Schoß der Vergangenheit, und bei Tausenden und Abertausenden, denen es bitteres Leid gebracht, ent⸗ spricht diese Abschiedsstimmung nur zu sehr dem Grund⸗ ton der eigenen Seele. Aber ehe das scheidende Jahr uns völlig entschwindet, richtet es sich noch einmal kraftvoll empor, schlägt seine dunkle Hülle zurück und mit vorwurfs⸗ vollem Blick stellt es uns die ernste Frage:„Brachte ich euch denn nichts als Kummer und Tränen, gab ich euch denn gar keinen Grund zum Danken?“ 5 Und durch diese Frage zwingt es uns, nicht nur der teuren Opfer zu gedenken, die der grausame Krieg im Laufe des vergangenen Jahres von uns forderte, sondern auch der Erfolge, welche unsere Helden mit ihrem Opfertode erkauften. Und diese Erfolge sind wahrlich nicht gering: Unser geliebtes Vaterland frei von Feinden, im Westen und Osten nur Fortschritte und feste, unbesiegbare Schutzwehr allüberall— unsere österreichischen Bundesgenossen sieg⸗ reich gegen die leidenschaftlich anstürmenden Italiener; die uns verbündeten Türken glänzend bewährt in schwierigen, erfolgreichen n— unsere Unterseeboote auf treuer Wacht, trutzig und wehrhaft den Feind stellend und be⸗ siegend rings auf den weiten Meeren—, Galizien mit Hilfe unserer treuen Verbündeten befreit,— in den tapferen Bulgaren neue Freunde gewonnen und mit ihrer energi⸗ schen Hilfe Serbien, das Land erobert, in dem zue r st ruchloser Mordgeist die Fackel des Krieges entzündete,— Franzosen und Engländer auch auf diesen neuen Kriegs⸗ schauplätzen aufs Haupt geschlagen und in die Enge getrie⸗ ben,— ja, da gibt es freilich Ursache genug, aus tiefstem Herzen zu danken! Immer noch steht mahnend mit ernster Frage das alte Jahr vor uns:„Wie sah es denn im Lande selber aus, während alle Grenzen Deutschlands vom Donner der Ge⸗ schütze widerhallten?“ und wir müssen gestehen— wir sind schwer heimgesucht, aber Not haben wir nicht gelitten. Danken müssen wir auch hier, daß in dieser harten Zeit sich die richtigen Führer fanden, die mit kluger, energischer Organisation dafür sorgten, daß unsere Lebensmittel reich⸗ ten und weiter reichen werden, daß wir vor Entbehrung behütet blieben, daß wir unsere Kinder kräftig und gesund erhalten, unsere Gefangenen ernähren, unser Feld bestellen, Unsere Ernte einbringen und vor allen Dingen unsere Truppen genügend mit Lebensmitteln versorgen konnten. „Und weiter gab ich euch nichts?“ fragt das alte Jahr mit eindringlichem Blick. Da schwingt unsere Seele und ant⸗ wortet aus tiefstem Erleben:„Ja, du gabst uns mehr, du strenger Freund. Fragen wecktest du in uns, die über die Zeit hinausdringen in die Ewigkeiten, Erkenntnis schenktest du uns über Menschen und Dinge, wie sie uns bis dahin verschlossen war, Verständnis gabst du uns für alle Menschennot und alles Menschengeschick. Du verschärftest unsere Empfindlichkeit 1 alles Halbe und Unechte, du ließest unser Herz aufsubeln vor Freude, wenn wir auf Opfermut, auf echte Hingebung und Größe stießen, du ließest uns im geringsten oft höchstes erkennen, du ließest ges— den tiefsten Sinn aufgehen von dem Worte unseres Meisters:„Du sollst deinen Nächsten lieben als dich selbst.“— Da neigt das alte Jahr sein königliches Haupt und sagt leise:„Das alles en Pflicht. Nahmt ihr, was ich bot, mit verstehender Seele, so erwächst euch die Kraft, weiter alles Schwere zu meistern und das Ziel zu erreichen Scheidend verweise ich euch auf eine bessere 1 in der ihr in Frieden wirken und Segen verbreiten sollt.“ 5 Und als es so spricht, ist es, als läge ein goldener Schim⸗ mer auf seinem Haupte. Es hüllt sich in seinen dunklen Schleier und deutet mit der Hand gen Osten, und während wir noch sinnend stehen, ist das alte Jahr verschwunden, ringsherum läuten die Glocken und unter Sternenglanz in zartem Dämmern steigt das neue Jahr herauf— mit neuen Rätseln, mit neuen Sorgen und— mit einer großen, herrlichen Verheißung!. ot (TB.) Großes Hauptquartier, 30. Dezember. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. „In der Nacht zum 29. Dezember mißglückten eng⸗ lische Versuche, nordwestlich von Lille durch Ueber⸗ raschung in unsere Stellungen einzudringen. Eine kleine nächtliche Unternehmung unserer r folgreich und utzend Engländern. wurden gestern die abenstücke zurück⸗ führte zur Gefangennahme von einigen D Am Hartmannsweilerkopf in französischer Hand gebliebenen Gr erobert. Im übrigen fanden an vielen günstigen Beobachtungsverhältnisf 7 5 12 ünstigen Be nissen zeitweise lebhaft Feuerkämpfe statt. i h 4 165. Jahrgang al⸗Anzeiger für G und Menin un tärischer S sind sieben E englisch Luftka d die dortigen Bahnanlagen an. Mili⸗ chaden ist nicht angerichtet, dagegen inwohner verletzt und ein Kind getötet.— Ein es Flugzeug wurde nordwestlich von Cambrai im mpf ahgeschossen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Südlich von Schlock, sowie an mehreren Stellen der Heeresgruppe des Generals v. Linsingen wurden Vor⸗ stöße russischer Jagd⸗Kommandos ab gewiesen. Bei der Armee des Generals Grafen von Bothmer wiesen österreichisch⸗ungarische Truppen den Angriff star⸗ ker russischer Kräfte gegen den Brückenkopf von Burkanom an der Strypa ab. Neben starken blutigen Verlusten büßte der Feind etwa neunhundert Gefangene ein. Balkan⸗Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Oberste Heeres leitung. * 5* Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 30. Dez.(TB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 30. Dezember 1915. 5 n Russischer Kriegsschauplatz. Die Kämpfe in Ostgalizien nahmen an Umfang und an Heftigkeit zu. Der Feind richtete gestern seine An⸗ griffe nicht nur gegen die bessarabische Front, sondern auch gegen unsere Stellungen östlich der unteren und mittleren Strypa. Sein Vordringen scheiterte meist schon unter dem Feuer unserer Batterien, wo dies nicht geschah, brachen die russischen Sturmkolonnen in unserem Infanterfe⸗ und Ma⸗ schinengewehrfeuer zusammen. Im närdlichsten Teile seines gestrigen Angriffsfeldes vor dem Brückenkopf von Burkanop ließ der Gegner 900 Tote und Sch w erver⸗ wundete zurück. Es ergaben sich hier drei Fähnriche und 870 Mann. Die Gesamtzahl der gestern in Ostgalizien ein⸗ gebrachten Gefangenen übersteigt 1200. An der Ikwa und an der Putilowka kam es stellenweise zu Geschützkämp⸗ fen, am Kormynbach und am Styr wiesen österreichisch⸗ ungarische und deutsche Truppen mehrere russische Vor⸗ stö ße ab. 8 Italienischer Kriegsschauplatz. An der Tiroler Front wurden feindliche Angriffs⸗ versuche auf Torbole und gegen den Monte Carbonile durch unser Feuer zum Stehen gebracht. Auf den Hängen nördlich des Tonale⸗Passes versuchten die Italiener unter Mißbrauch der Genfer Flagge ihre Drahthinder⸗ nisse auszubauen. Sie wurden beschossen. Auf der Hochfläche von Dober do fanden lebhafte Minenwerferkämpfe statt, die bis in die Nacht hinein anhielten. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs ö v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Ereignisse zur See. g Am 29. früh hat eine Flottille von fünf Zerstörern und Kreuzer„Helgoland“ das französischeunterseeboot „Monce“ vernichtet; zweiter Offizier und 15 Mann gefangen genommen. Darauf im Hafen von Durazzo einen Dampfer und einen Segler durch Geschützfeuer ver⸗ senkt und das Feuer mehrerer Landbatterien zum Schweigen gebracht. Dabei stießen zwei Zerstörer auf Minen,„Lika“ gesunken,„Triglav“ schwer beschädigt. Größter Teil der Mannschaft gerettet.„Triglav“ wurde ins Schlepp⸗ tau genommen, mußte jedoch nach einigen Stunden ver⸗ senkt werden, da mehrere überlegene feindliche Kreuzer und Zerstörer den Rückzug der ganzen Flottille bedrohten. Unsere Flottille ist in den Basishafen zurückgekehrt. Unter den feindlichen Schiffen wurden nur englische Kreuzer Typ „Briftol, und„Falmouth“, sowie französische Zerstörer Typ „Bouclier“ deutlich erkannt. Flottenkommando. ** * Türkische Berichte. f Konstantinopel, 30. Dez.(WTS. Nichtamtlich) Das Hauptquartier meldet: An der Jrak⸗Front dauert die Schlacht bei Kut⸗el⸗ Amara mit längeren Pausen fort. Bei der Einnahme von Schaik Said erbeuteten wir 450 Kannen Petroleum und Benzin, die den Engländern gehörten. An der Kaukasusfront ereignete sich außer Pa⸗ trouillengefechten nichts. In der Nacht vom 27. zum 28. Dezember und am 28. Dezember brachte unsere Artillerie in Erwiderung des Feuers eines feindlichen Kreuzers und eines Torpedobootes die Geschütze dieser beiden Kriegsschiffe, die ein wirkungs⸗ loses Feuer gegen Anäforta und Ari Burnu richteten, zum Schteigen und zwang sie, sich zu entfernen. Bei Sedd⸗ ül⸗Bahr fand in der Nacht vom 27. zum 28. und am 28. De⸗ zember ein heftiger Kampf mit Bomben und Luft⸗ torpedos auf dem rechten und linken Flügel statt. Im Zentrum Artilleriekampf. Nachmittags beschossen zwei Kreu⸗ Auch die Fliegertätigkeit war beiderseits sehr * zer kurze Zeit den rechten Flügel, stellten aber infolge der Gegenwirkung unserer Artillerie das Feuer ein und ent⸗ berhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle und druckerei: Schulstr. 7. Sreitag, 51. dezember 1915 Bezugsprei monatl. 85 Pf., viertel⸗ jährl. Mk. 2.50; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 75 Pf.; durch die Post Mk. 2.30 viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf. ausw. 20 Pi.— Haupt⸗ schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Fr. R. Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. 9 Aer * tolischen Küsten batterien. beschossen dungsstellen von Tekle Burun und Seddan Bahr gebung. Am 27. Dezember unternahm eines unserer Wasser⸗ flugzeuge Erkundungsflüge über Lemnos und Mavro und 3 warf erfolgreich Bomben auf einen Hafenspeicher von M 1 s ab, wo ein Brand hervorgerufen wurde. Sonst nichts Neues. 5 5 und Um⸗ nommen. 0 f An der Dardanellenfront warfen am 29. De zember ein Panzerschiff und ein Torpedoboot einige Gra⸗ naten auf Anaforta und zogen sich zurück. Unsere Artilleris jagte ein Torpedoboot, das sich Ari Burnu nähern wolltet in die Flucht. Bei Sedd⸗ül⸗Bahr in der Nacht zum 29. De⸗ zember und am 29. Dezember sehr lebhaftes Bombenwerfen auf dem rechten und dem linken Flügel. Gegen mittag be⸗ schossen während einiger Zeit zwei feindliche Schiffe unsere Stellungen am Zentrum, nachdem einige ihrer Flugzeuge sie beobachtet hatten. Der Feind brachte sodann drei Minen zur Explosion, darunter eine, die bei uns keinen Schaden anrichtete, sondern nur bei dem Feinde felbst. Die zwei anderen Minen zerstörten ein Grabenstück von 10. Meter Breite, dessen Trümmer in den Ha unserer Feinde blieben. Am 28. Dezember eröffnete das westlich von Denichehier verankerte Panzerschiff„Su freu“ das Feuer auf eine Batterie an der anatolischen Küste der Meerengen. Unsere Batterien erwiderten und trafen durch zwei Gra⸗ naten den französischen Panzer, der, von Flam men und Rauch umhüllt, sich entfernte. Am 28. Dezember, in der Nacht zum 29. Dezember und am 29. D be⸗ schossen unsere Batterien an den Meerengen erfolgreich die Umgegend von Sedd⸗ül⸗Bahr und Schuppen. Am 29. De⸗ zember warf eines unserer Wasserflugzeuge Bomben auf das feindliche Lager bei Sedd⸗ül⸗Bahr ab, wo sie einen Brand hervorriefen. t 7 Auf den übrigen Fronten keine Veränderung.— Die Zählung der bei Anaforta und Ari Burun gemachten Beute ist noch nicht abgeschlossen. 5 * S 1354 ssarabien. Die russische Massenopfer in Be Czernowitz, 30. Dez. Die Wirkungen der letzten mißlungenen russischen Angriffe sind jetzt übersehbar. Vor den österreichischen Drahtverhauen sind Häufen uff, scher Leichen bis zur Höhe der Drahtverhaue. Eine Unzahl Leichen sind in den Stacheldrähten hängen ge⸗ blieben. Soeben werden mehrere 100 Gefangene abgeführt, welche in das Sperrfeuer der österreichischen Geschütze ge⸗ langt sind und die Uebergabe dem sicheren Tode vorzogen. Stellenweise sind sogar 20 Reihenangriffe gemacht. Die russische Mannschaft ist förmlich niedergemäht. Die österreichischen Maschinengewehrabteilungen hatten beson⸗ ders hervorragend zu den Erfolgen beigetragen. Bei der Vorbereitung zum Sturm hatten die Russen ein so heftiges Trommelfeuer veranstaltet, daß in einer Stunde an einer Stelle 400 Schüsse kamen. Zum Angriff angesetzt waren auf russischer Seite die Mannschaften mehrerer Reichswehr⸗ Regimenter, Tscherkessen⸗Regimenter, blutjunge russische Mannschaften neben Greisen.(Berl. Lokalanz.) * 8 2 * N„ j Das Ergebnis des französischen Sozialistenkongresses. Paris, 30. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Der Natio⸗ nalkongreß der französischen sozialistischen Par⸗ tei schloß mit der Annahene eines Beschlußantrages, in dem festgestellt wird, daß die sozialistische Partei mit ganz Frankreich unter dem brutalen Stoß des Angriffes z. Werke der nationalen Verteidigung mit Ausschluß jeder Eroberungs⸗ oder Annexionsabsicht in den Krieg eintrak Die Partei werde solange im Kriege verharren, bis das Gebiet des Landes befreit und die Bedingungen eines dauerhaften Friedens sichergestellt seien. Unter den Bedingungen eines dauerhaften Friedens verstehe die Partei, daß die kleinen Märtyrernationen, Belgien und Ser⸗ bien, aus ihren Trümmern wieder erstehen müßten, in ihrer wirtschaftlichen und politischen Unabhängigkeit wieder hergestellt würden. Die unterdrückten Völkerschaften Euro⸗ pas müßten das freie Verfügungsrecht über sich selbs! wieder erhalten, und das Band zwischen Frankreich und Elsaß⸗Lothringen müsse wieder hergestellt werden. Frankreich werde sich dabei vorausschauend und gerecht zu erweisen verstehen, indem. es Elsaß⸗Lothringen auffordere, selbst von neuem feierlich seinen Willen, der französischen Gemeinschaft anzugehören, kundzutun. Die Kundgebung for⸗ dert die Regierungen der Alliierten auf, alle Erobe⸗ rungs politik zurückzuweisen und sich genau an den Nationalitätsgrundsatz zu halten. Ein fester Ausbau des Völkerrechtes erscheine der sozialisti⸗ schen Partei als die sicherste Gewähr für einen dauernden Frieden. Indem die Alliierten Schiedsgerichtsverträge für dalle Streitigkeiten schaffen würden, würden sie der Nlo⸗ 55 für die einzige Gewähr eines dauerhaften Friedens er⸗ schließen. Die sozialistische Partei lehnt die politische und wirtschaftliche Vernichtung Deutschlands ab, hält aber die Vernichtung des preußis Militarismus für not⸗ endig, da er für die Sicherheit Welt und für Deutsch⸗ land selbst gefährlich sei. Die Wiederaufnahme der Beziehun⸗ en mit den deutschen Sozialisten wird erst dann ins Auge gefaßt werden können, wenn diese den Grundsätzen der Internationalität wieder Kraft und Leben gegeben wird.— Der Kongreß beauftragte die sozialistischen Ab⸗ geordneten, weiter durch Bewilligung der Kredite das Mit⸗ tel zu sichern, den Sieg zu erreichen und an der natio⸗ alen Verteidigung teilzunehmen, und stimmte im Hinblick darauf, daß kein Sonderfriede geschlossen werden solle, dem von Asquith im Unterhause gesprochenen Worte zu. Der Kongreß erinnert schließlich alle militanten Sozialisten daran, daß die Einigkeit der Partei mehr denn je ge⸗ bieterische Notwendigkeit sei.— Dem„Matin“ zufolge hat der Sozialistenkongreß den Beschlußantrag mit der er⸗ drückenden Mehrheit von 2736 Stimmen gegen 76 Stimmen bei 102 Stimmenthaltungen angenommen. 5 i„„ 3 1 Desterreichs Antwort auf die zweite Ancona⸗Note. 5 Wien, 30 Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Die österreichische Regierung hat unterm 29. Dezember dem amerikanischen Botschafter in Wien die Antwort auf die zweite Note Amerikas in Sachen der Versenkung der„An⸗ cona“ überreichen lassen. Die Antwortnote stellt zunächst gendes Grundsätzliche fest: „In Beantwortung der sehr geschätzten Note Nr. 4307 vom 21. ds. hat der Unterzeichnete die Ehre, Ew. Exzellenz dem Herrn. Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika, Frederik Court⸗ land Penfield, Nachstehendes ganz ergebenst zu eröffnen: Die kaiserliche und königliche Regierung stimmt mit dem Washingtoner Kabinett durchaus darin überein, daß den geheiligten geboten der Menschlichkeit auch imKriege Rechnung getragen werden muß. Wie sie schon bisher niemals und niemandem Anlaß gegeben hat, an ihrer Achtung vor diesen Geboten zu zweifeln, hat sie auch im ganzen Verlauf dieses Krieges, der sehr erschütternde Bilder sittlicher Begriffsverwirrung darbietet, dem Feinde sowohl als den Neutralen zahlreiche Beweise menschenfreundlichster Gesinnung gegeben, und es lag nicht an ihr, wenn sie mit dem Washingtoner Kabinett vor nicht langer Zeit gerade in dieser Frage nicht einig wurde, die sie im Einklang mit der ganzen öffentlichen Meinung in Oesterreich⸗Ungarn hauptsächlich als eine Frage der Menschlich⸗ keit betrachtete. Auch dem in der sehr geschätzten Note zum Aus⸗ druck gebrachten Grundsatz, daß feindliche Privatschiffe, soweit 3 nicht fliehen, oder Widerstand leisten, nicht vernichtet werden dürfen, ohne daß die an Bord befindlichen Personen in Sicherheit gebracht werden, kann die kaiserliche und königliche Regierung im wesentlichen beipflichten. Für die BVersicherung, daß die Bundesregierung Wert darauf legt, die guten Beziehungen, die glücklicherweise zwischen Oesterreich⸗Ungarn und den Vereinigten Staaten von Amerika bestehen, aufrechterhalten zu sehen, ist die kaiserliche und königliche Regierung sehr empfüng⸗ lich. Sie erwidert diese Versicherung auf das wärmste and ist nach wie vor bestrebt, diese Beziehungen, soweit es an ihr liegt, noch zlicher zu gestalten. 8 f 17775 Von dem gleichen Geiste der Offenheit geleitet, wie die Re⸗ gierung der Union, ist die kaiserliche und königliche Regierung, viewohl sie in der mehrerwähnten Note nicht die Antwort auf alle von ihr aufgeworfenen Fragen findet, be⸗ ö regierung das 25 F 9 mitzuteilen, welches auf Grun henden ernen Vor⸗ schriften sofort nach Einlangen des Flottenberichts über die Ver⸗ 8 5 9. 1 80 war und in der aller⸗ jüngsten Zeit zum Abschluß gediehen ist.“ 3 Die österreichische Regierung teilt dann ausführlich ihre kung Ermittelungen über den Hergang des Schiffes mit. Es geht daraus unzweideutig hervor, daß der Kapitän trotz der Warnung des U-Bootes zu entkommen versuchte 5 den U-Bootskommandanten zur Verfolgung und zum Lösen scharfer Schüsse zwang, von denen drei das verfolgte Schiff trafen. Das wurde sofort eingestellt, als daraufhin die„Ancona“ stoppte. Auf dem Schiffe herrschte große Panik, das U-Boot ließ deshalb den Insassen des Dampfers mehr als die erforderliche Zeit, um das Schiff auf den Rettungsbooten zu ver lassen. An Bord waren noch mindestens 10 Rettungsboote, die zu der Rettung der noch an Bord befindlichen Personen mehr als genügten. Einige von diesen Booten hingen vollbesetzt und halb an⸗ gedreht an den Bootskrahnen. Da aber im übrigen keine 1 weiteren 5 15 5 85 getroffen wurden, die Boote auszu⸗ setzen, beschloß der Kommandant nach Ablauf von 5 Minuten, das Schiff derart zu torpedieren, daß es noch längere Zeit über Wasser bleiben mußte, damit inerseits die Ausbootung beschleunigt würde und anderer⸗ seits hinreichend Gelegenheit bliebe, um die noch an Bord befindlichen Menschen zu retten. IJIgn der Note heißt es dann weiter: Kurz darauf wurde ein Dampfersichtbar der mit großer twicklung auf die„Ancona“ zuhielt und anscheinend durch pruch der„Ancona“ herbeigerufen worden war. Da der Un⸗ eebootskommandant mit einem Angriff des Dampfers, den er ür einen feindlichen Kreuzer hielt, rechnen mußte, tauchte er, nachdem er um 12 Uhr 35 Minuten nachmittags aus 800 Meter Entfernung einen Torpedoschuß in den vorderen Laderaum au 2 dabei wurde versucht, das halb ausgedrehte Rettungsboot vollends 5 fiel ins Wasser⸗ Das Boot andant, auf den ersten Booten die eigene Rettung bewerkstelligte und die hrem Schutz anvertrauten Passagiere sich selbst überlassen hatte. das Wetter war zur Zeit des Vorfalles gut und die See ruhi⸗ 9, o daß die Rettungsboote ohne Gefahr die nächste Küste hätten reichen können, wie denn auch tatsächlich die Rettungsboote nur ei dem unsachgemäßen Aussetzen, nicht aber erst nach 15 Streichen im Wasser zu Schaden gekommen sind. Der Ver⸗ lust von Menschenleben ist keineswegs in erster Linje auf das Sinken des Schiffes zurückzuführen, sondern, und aller Wahrschein⸗ ichkeit nach in viel höherem Maße, auf das Hin unterwerfen der ersten Bvote in voller Fahrt, sowie darauf, daß die Besatzung, nur auf sich bedacht, gie Passagiere der gekenterten Boote nicht rettete, wohl auch auf die Geschosse die das fliehende Schiff trafen, aber auch der Tod der Personen, die mit dem Dampfer verfanlen, ist vor allem dempflicht widrigen Ver⸗ halten der Mannschaft zuzuschreiben. 0 5 Wie aus dem vorangeführten Sachverhalt erhellt, geht die sehr geschätzte Note vom 9, ds. in mehreren Punkten von un z u⸗ treffenden Voraussetzungen aus. Unrichtig ist die dei boot den Dampfer wü der Verfolgung sberholte(over⸗ hauled); unrichtig ist, daß zur Ausbobtung den Personen nur eine kurze Frist(Brief period) gewährt wurde. Vielmehr ist ge⸗ e der„Ancona“ ungewöhnlich lange Zeit zur Aus⸗ schiffung der Pafsagiere gelassen worden. Unrichtig ist endlich, daß auf den„nachdem er gestoppt hatte, noch mehrere Schüsse(number of Shells) abgegeben wurden. Der Sachverhalt läßt des weiteren erkennen, daß der Kommandant des Unterseebvotes dem Dampfer volle 45 Minuten, also mehr als hinreichend Zeit gelassen hat, um den an Bord befindlichen Per⸗ sonen Gelegenheit zur Ausbootung zu geben. Sodann bewerk⸗ stelligte er, als die Leute noch immer nicht geborgen waren, die Torpedierung auf eine solche Art, daß das Schiff möglichst lange Zeit über Wasser bleiben konnte, dies in der Absicht, die Ausschiffung auf den noch vorhandenen Booten zu ermöglichen. Er hätte, da der Dampfer noch weitere 45 Minuten über Wasser blieb, diesen Zweck auch erreicht, wenn die Besatzung der„Ancona“ die Passagiere nicht in pflichtwidriger Weise im Stich gelassen hätte. Bei aller Würdigung dieses auf die Rettung der Besatzung und der Passagiere hinzielenden Vorgehens des Kom⸗ mandanten ist die kaiferliche und königliche Marinebehörde aber zu dem Schluß gekommen, daß er es ünterlassen habe, auf die unter den Passagieren entstandene, das Ausbooten erschwerende Panik, auf den Geist der Vorschrift, daß die kaiserlich und könig⸗ lichen Seeoffiziere in Not niemandem, auch dem Feinde nicht, Hilfe versagen sollen, hinreichend Bedacht zu nehmen. Sohin ist der Offizier wegen der Ueberschreitung seiner In⸗ struktionen gemäß den hierfür geltenden Normen bestraft worden. 5 Die kaiserliche und königliche Regierung steht bei dieser Sach⸗ lage nicht an, bezüglich der Schadlos haltung der durch die Versenkung der Prise betroffenen amerikanischen Bürger die entsprechenden Folgerungen zu ziehen, muß jedoch in dieser Hinsicht folgendes bemerken: Die Unter⸗ suchung über die Versenkung der„Ancona“ konnte selbstverständ⸗ lich keinen Anhaltspunkt dafür liefern, inwieweit den amerikanischen Bürgern ein Anspruch auf Ersatz zuzusprechen ist. Für die Schäden, die durch die zweifellos gerechtfertigte Beschießung des fliehenden Schiffes entstanden sind, kann die kaiserliche und könig⸗ liche Regierung wohl auch nach Ansicht des Washingtoner Kabinetts nicht haftbar gemacht werden; ebenso dürfte sie für die Schäden einzustehen haben, welche sich vor der Torpedierung durch fehler⸗ haftes Ausbooten oder durch Kentern der ausgesetzten Boote er⸗ gaben. Die kaiserliche und königliche Regierung muß annehmen, daß das Washingtoner Kabinett in der Lage und gewillt ist, ihr die in dieser Hinsicht erforderlichen, gewiß nicht unwesent⸗ lichen Informationen zukommen zu lassen. Sollten der Re⸗ gierung der Union jedoch bei etwaigem Fehlen des entsprechen⸗ den Beweismaterials die näheren Umstände nicht bekannt geworden sein, unter denen die amerikanischen Angehörigen zu Schaden gekommen sind, wäre die kaiserliche und königliche Regierung in Berücksichtigung des menschlich tief bedauerlichen Vorfalls und von dem Wunsche geleitet, der Bundesregierung neuerlich ihre freundschaftliche Gesinnung zu bekunden, gerne bereit, über diese Lücke der Beweisführung hinweg zugehen und den Ersatz auch auf jene Schäden zu erstrecken, deren unmittelbare Ursache nicht festgestellt werden konnte. a t Indem die kaiserliche und königliche Regierung mit den vorstehenden Ausführungen die Angelegenheit der„Ancona“ wohl als bereinigt ansehen darf, behält sie sich gleichzeitig vor, die scchwierigen völker rechtlichen Fragen, die mit dem Unterseebootkrieg zusammenhängen, in einem späteren Zeitpunkt zur Erörterung zu bringen.„ Der Unterzeichnete hat die Ehre, die Gefälligkeit Seiner Ex⸗ zellenz des Botschafters der Vereinigten Staaten von Amerika Brit der ganz ergensten Bitte in Anspruch zu nehmen, das Vor⸗ stehende zur Kenntnis der Bundesregierung bringen zu wollen, und benützt zugleich auch diesen Anlaß, Ew. Exzellenz den Ausdruck seiner ausgezeichneten Hochachtung zu erneuern“ Burian m. p. 5 ö F Die Wehrpflichtfrage in England. London, 30. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reuter⸗ sche Bureau meldet: Wie zu erwarten gewesen, sei die Ent⸗ scheidung der Regierung zugunsten der Einführung der Dienstpflicht Un verheirateter im ganzen Lande vorzüglich aufgenommen worden. Die allgemeine Aufmerk⸗ samkeit richte sich nunmehr auf Me Kenna und Run⸗ ciman, deren Haltung noch ungewiß sei. Einige Blätter glauben, daß die beiden Minister im Kabinett bleiben, an⸗ dere, wie die„Times“, daß sie unweigerlich gegen die Dienst⸗ pflicht opponieren.„Daily Chronicle“ hofft, daß sie bleiben, da es dann der Regierung möglich sei, dem Parlament einig gegenüberzutreten. Wenn die Minister zurücktreten, wäre es aus rein persönlichen Gründen, was keinesfalls bedeuten würde, daß sie gegen die Dienstpflicht als solche sind. Ihr Rücktritt würde daher den Regierungsbeschluß nicht schwächen. Jetzt frage es sich, welche Form der Dienst⸗ pflicht einzuführen sei. Es könne natürlich von allgemeiner Dienstpflicht wie auf dem Kontinent keine Rede sein. Wahr⸗ scheinlich würden die Un verheirateten zwischen 19 und 40 Jahren aufgefordert, sich zu melden. Sie würden das⸗ selbe Recht haben, wie die freiwillig Angeworbenen, ihre Enthebung vom Militärdienst zu verlangen. Man könne die Lage dahin zusammenfassen, daß die grundsätzliche Oppo⸗ sition gegen die Dienstpflicht vollständig geschwunden sei, außer bei einer unbedeutenden Anzahl von Gegnern, die kein Kompromiß wollten, aber im politischen Leben keine Rolle spielen würden. London, 30.(WTB. Nichtamtlich) In einem Artikel über ben Beschluß der Regierung, die Dienst⸗ p pflicht einzuführen, schreibt die„Westminster Ga⸗ zette“: Wir betrachten es als einen besonbers großen Vor⸗ teil und als etwas, auf das das Land stolz sein kann, daß Der wir Dreiviertel unserer großen Armeen, das größte Frei⸗ willigenheer, das jemals existierte, ohne Zwang haben. Es ist gut, daß wir keine Minute früher zum Zwang übergehen, als es notwendig ift. Aber kein Anwalt des Freiwüligen⸗ Systems, als des normalen für dieses Land, kann die Augen vor der Tatsache verschließen, daß ein Krieg, in dem wir gezwungen sind, uns mit den Konskriptionsarmeen der größten militärischen Staaten zu messen, uns zwingen kann, auch ihre Rekrutierungsmethode anzunehmen, ehe der Krieg be⸗ endet ist. Das Uebergreifen des Kriegs auf den Balkan und die Notwendigkeit, unser Reich im fernen und nahen Osten zut verteidigen, ohne aue treitkräfte an der westlichen Front zu schwächen, eröffnete für uns ein neues Kapi⸗ 1 machte die Aufstellung neuer Streitkräfte not⸗ wendig. Paris, 30. Dez.(WTB Nichtamtlich.) Die Pariser Blätter würdigen fast sämtlich das große Dilemma, in dem sich Asquith befindet.— Das„Journal“ meint, es wäre fast ein Wunder, wenn es dem Geschick des Premiers gelänge, die Einheit des Kabinetts aufrechtzuer⸗ halten, was die Durchbringung der Vorlage sehr erleich⸗ tern würde.—„La Presse“ schreibt verwundert: Wer hätte vor sechs Monaten, selbst vor einem Kriegsjahr sagen wollen, daß das liberale Kabinett Asquith eine solche Vor⸗ lage würde einbringen müssen? Den Kennern der engli⸗ schen Sitten und Gewohnheiten des Volkscharakters muß der Regierung der Union zugekommene Information, daß auf den Dampfer sogleich ein scharfer Schuß(solid Shot toward the Sleams hip) abgegeben wurde; unrichtig ist, daß das Untersee⸗ die gestrige Ministerentscheidung einfach ungeheuer⸗ lich vorkommen. f K g 0 f. 1 Das einige ZSulgarten. 1 Sofa, 30. Mit der E des Gesetzentwurfes uber einen außerordentlichen it von 500 Millionen Leve für militärische Zwecke durch die So⸗ branje ist die Einigkeit aller Parteien verwirk⸗ licht. Genadiew, der bekannte Ruffenfreund, erklärte: Mit Bedauern muß ich feststellen, daß ich als Minister den Bukarester Vertrag unterschrieben habe, wodurch. donten für Bulgarien verloren ging. Der Weltkrieg hat dies 3 Er D die e e des ganzen Volkes. Die Armee, die Gr arien schuf, muß die nötigen Mittel haben. 5 1 5 1 0* 1* Besetzung einer griechischen Jusel Athen, 30 Le, 8 b en, 30. Dez. Ni ich) Von dem Vertreter des WTB: Die Franzosen haben die. Castellorizo Behörden ei was von der Insel mit 500 Mann besetzt und französische hier unangenehm auffällt. Die nzosen hoffen, aus die Sicherheit an der türkischen Küste bedrohen zu können. Der Landung dürfte keine Be i n werden, so⸗ lange Saloniki nicht aufgegeben wird, da es dem Vierverband für gleichzeitige Unternehmungen auf fünf Fronten im Orient an Truppen fehlt. Die griechische Regierung hat gegen die Besetzung prokestiert. 8 f 5 5 1 Sonderbare englische Leimruten (WTB) Berlin, 31. Dez.(Nichtamtlich.) 5 3 Ein Offern zu der fleißig Deutscher Soldaten from Das Officier Commandeering der Eng⸗ ee e 9 i sleibig. Wir 5 Ich weiß sie sind Soldaten ind sehr fleißig. kunnen mutig soldaten sehr leiden aber sie Mane jetzt wissen das der seig ist unsere. Sie sind sehr mutig mein komeraden aber wollen sie krieg machten wenn sie kann der Friede haben. aufpassen. Sechs uhr(abend) 6 th Dezember 1915 zu Sechr (morgen) 7 th Dezember 1915. Jeden Deutscher soldat(order daten) das kommen zu unsere zitte uber das rechts oder links, Boutillerie Weg, wo das fluß geht wollen haben en recht gut Eng⸗ lishe Gruße. Sie wollen nach England Fahrn und haben da viel zu essen. Wenn das krieg ist fertig, sie kannen nach Deutschland zurick fahrn ganz frie, order zu einen anderen Lande ob sie wollen. Wenn die in England sind wir wollen jaden solda 125 marks geben. Ein Englishe soldat, er kann et wass Deutch sprechen, will on das Boutillerie Weg watton. Ich guaranteer si ealle das ich haben hier geschrieben. Zu leben ist gut— Danken sie ob ihr hause— Machten sie kein 1 krieg, aber kommen und leben sie wohl. Das zeit ist blos from Montag sechs uhr(abend) 6 th De⸗ 77755 1915 zu Deainstag sechs uhr(morgen) 7 1915. Durch diese zeit mein officiers und soldaten will kein krieg En das Bontillerie Weg machten. Sie mussen vn das zitte der Weg laufen und es muß ganz dunkel sein. Sie kannen suf mir sechnen Kommen Sie, jetzt ist der zeit, Die Verlesung dieses verlockenden englischen Schützengra⸗ benaufrufs in der Berliner Presseversammlung vom 29. De⸗ zember hat große Heiterkeit erregt, genau wie in den mit diesem Sprachverbrechen heimgesuchten Schützengräben. 0** * Deutsche Kulturarbeit in Belgien. Büffel, 30. Dez(WTB. Nichtamtlich.) Von zustän⸗ diger Seite erhalten wir eine Bestätigung der Nachricht, daß die Frage der Errichtung einer vlämischen Hochschule; die sich nach den in der belgischen Kammer gestellten Anträgen auf die Forderung der Umwandlung der Universität Gent in eine vlämische verdichtet hat, nunmehr dank der Initiative des Generalgouverneurs einen entscheidenden Schritt vor⸗ gerückt ist. Der Generalgouverneur hat nämlich angeordnet, daß in den Etat 1916 Summen eingestellt werden, die zunächst erfor⸗ derlich sind, um die Umwandlung der Universität Gent in die Wege zu leiten. Weiter sollen die für die Neugestaltung des Unterrichtes notwendigen organisatorischen Maßnahmen von fach⸗ kundiger Seite vorbereitet und in Angriff genommen werden. Da⸗ mit geht einer der wesentlichsten Wünsche der vlämischen Be⸗ 0 wegung seiner Erfüllung entgegen, ein Wunsch, der je länger je 1 mehr auch von den Wallonen als berechtigt anerkannt wurde. Gerade vor 75 Jahren, 1840, wurde der erste Anfang auf Einrichtung eines höheren Unterrichts in vlämischer Sprache in den Kammern eingebracht, im Jahre 1912 der letzte, derjenige der Abgeordneten Franck, Cauwelaert und Huysmans. Möchten nunmehr alle beteiligten Kretse in ruhigen Erwägungen abwägen und die Maßnahmen vorbereiten helfen, die zu der Lösung führen und der hundertjährigen Alma Mater die wissenschaftliche Bedeu⸗ tung und innere Tüchtigkeit erhalten, die ihren Ruhm bilden, l sie zugleich aber auch, und zwar in höherem Maße als bisher, be⸗ fähigen, die Trägerin späterer vlämischer Kultur und der För⸗ 1 des Wissens und Könnens in den vlämischen Landen zu erden. 1 0 ee 7%„ Kälte und Hungersnot in Petersburg. Stockholm, 30. Dez. Ganz Petersburg friert. Die sonst üblichen„ewigen Feuer“, die das winterliche Straßen⸗ bild so eigenartig belebten und an denen sich die Passanten zu wärmen pflegten, gibt es dieses Jahr infolge Holz⸗ mangels nicht. Wo sich nur ein Schlitten mit Holz zeigt, wird er sofort im Sturm von den Wohlhab' 1 während der Arme ohne Holz bleibt. Er flüchtet ei den herrschenden Frösten von Minus 24 in die berüch⸗ tigten Teehäuser, die nun auf Befehl der Polizeibehörden, wie„Rjetsch“ meldet, deshalb die ganze Nacht offen ge⸗ halten werden. Die Rettungsgesellschaften und die Polizei atrouilltieren das Newaufer entlang und finden immer sehr viele Halberfrorene, sogar Tote. In 1 und der Umgebung wurden viele Tote gefunden. In vielen Häusern sind die-Wasserleitungen erfroren und Peter steht vor einer Wassernot, da die Hauptbehälter teil⸗ weise durch Eis verstopft sind. Infolge des Frostes sind auch die unterirdischen Telephondrähte beschädigt worden. Der Seekrieg. Ein schwedischer Irrtum. Berlin, 30. Dez.(We Nichtanttlich) In der schwebe⸗ schen Presse wird die Behauptung aufgestellt, daß am Dienstag, den 28. Dezember vormittags, unter der schwedischen Küste, nahe innerhalb schwe⸗ * Karlskrona nur zwei Seemeilen vom Lande, also i 1 discher Hoheitsgewäffer, ein schwedischer Dampfer von zwei deut⸗ schen Torpedobooten angehalten worden sei. Das zur Festung Karlskrona gehörige Fort auf der Insel Haesthom habe durch blinde Schüsse die Torpedoboote an der Aufbringung des Dampfers und der damit verbundenen Neutralitätsverletzung gehindert und die Torpedoboote zum Rückzug veranlaßt. Die Zei⸗ tungen melden übereinstimmend, daß wührend der ganzen Zeit nebliges Wetter unter der Küste herrschte.— Wie wir hierzu von zuständiger Stelle erfahren, sind obige Behauptungen un zu ⸗ treffend. In der Zeit von Montag den 27. Dezember abends bis e 28. Dezember nachmittags war überhaupt 1 8 Kriegsfahrzeug unter der schwedischen Küste ber ona. 5 5 Aus dem Reiche. Der Stand der Reichsbank. Berlin, 30. Dez.(WTB. Nichtamtlich des Zentralausschusses der Reichs b 0 1 5 Klage, daß bei diesen Arbeiten, die im voraus schwierig zu berech⸗ in im Anschluß weise auf die gün⸗ 2 Einklang stehe mit der ganzen Wirtschaftsentwickelung un⸗ seres Vaterlandes. 0 Aus Stadt und Cand. Gießen, 31. Dezember 1915. Neujahrsgedanken. Das alte Jahr hat uns zwar noch nicht das glückliche Ende des Krieges gebracht. Aber das Kriegsglück ist doch auf unserer Seite gewesen, und immer mehr sieht sich auch unser Hauptgegner, England, in wichtigen Punkten seiner Macht bedroht. Schon ohnedies gehen unsere Gedanken ja in dieser Zeit außer in die Vergangenheit in die Zukunft. Der Jahres- wechsel veranlaßt uns aufs neue dazu, daß wir fragen: was wird die Zukunft bringen? Schon viele Prophezeiungen aus dem Kaffeesatz und vor allem auch solche von verschiedenen großrednerischen Staatsmännern sind ja schon in diesem Kriege zuschanden geworden. Ein verständiger Mensch wird sich also mit solchen Dingen nicht abgeben, sondern sie Men⸗ schen überlassen, die eben infolge ihrer mißbildeten Natur die Allgemeinheit mit ihrem Unrat zu belästigen pflegen. Was die Zukunft bringen wird, können wir gleich⸗ wohl wissen. Nicht einzelne Geschehnisse, aber den notwendi⸗ gen Gang. Es ist nicht unsere Aufgabe, uns über einzelne Geschehnisse und Schicksalsfälle im voraus Gedanken zu machen oder aber tatenlos zu warten, bis uns das große Los in den Schoß fällt. Aber über den notwendigen Gang der Dinge müssen wir uns klar sein. Ein guter Baum bringt gute Früchte, ein schlechter Baum bringt schlechte Früchte. Sofern in unserem olke der Geist des Guten sich lebendig zeigt, find wir zum voraus gewiß, daß das zu etwas Gutem auch hinführen muß. Andererseits ist klar, daß z. B. allein der Fehler, über andere Berufsstände gedankenlos zu ur⸗ teilen und abzuurteilen— dies ist ja nur ein in unserem Volke weitverbreiteter Fehler—, uns notwendig Schwierig⸗ keiten und schlechte Früchte eintragen muß. Wir haben also Grund, zumal in einer entscheidungsvollen Zeit wie der jetzigen, uns nicht Vorahnungen und unsicheren Ge⸗ fühlen zu überlassen, wir dürfen die Zukunft nicht taten⸗ los über uns kommen lassen, sondern wir selbst müssen die Zukunft entscheiden nach reinen Grundsätzen. Wer sich dann nichts vorzuwerfen hat, der trägt es auch am leich⸗ testen, wenn irgendwelche besonderen Vorfälle sich einstellen. Glück oder Unglück bringen ihn nicht aus dem Gleichgewicht, sondern stetig ist ihm das Ziel unverrückbar vor Augen. * Juventur 1915. Das bürgerliche Jahr neigt sich seinem Ende zu. Der Industrielle, der 1 und der Handwerker halten 3 und Arbeiten zahlenmäßig festzustellen. Es ist dies im Kriege wie im Frieden für jeden ordentlichen Geschäftsmann in Stadt und Land eine Notwendigkeit. Die Industrie in unserer . 1 man uns 3 8 1015 e . sen hat im allgemeinen im Kriegsja ni e 8 Man hat auch bei uns, wie überall im deutschen 0„es verstanden, sich für den Kriegsbedarf einzurichten, und wenn auch ein Mangel geübter Arbeitskräfte sich zur Aus⸗ nutzung der Kri ktur störend geltend machte, so hat man auch hiergegen mit der Zeit sich zu helfen gewußt. Der nicht unbedeutende Bergbau in Oberhessen war infolge des Krie⸗ stark N und konnte seine Produkte zu recht hohen Preisen an den bringen. Das Baugewerbe in unserer Stadt, das in Friedenszeiten einen dent ger Faktor unseres Erwerbs⸗ lebens bildet, war f. vor dem Kriege nur schwach beschäftigt. Ungünstige Verhältnisse sowie eine 92 ße Schwierigkeit, Baugelder aufzutreiben, hatten dazu geführt, daß in unserer Stadt in den Jahren 1912 bis Anfang 1914 der Zusammenbruch schwach fun⸗ dierter Bauunternehmer sich vollzog und das Bauen von privater Seite sehr eingeschränkt wurde. In der ersten Zeit des Krieges gab es noch angefangene Bauten, die fertig gestellt werden mußten. Im abgelaufenen Jahre hat dagegen das Baugewerbe so gut wie ganz geruht. Selbst die Ausbesserungs⸗ und Unterhaltungsarbeiten an Gebäuden stark eingeschränkt. Unsere Bauunternehmer und die von ihnen beschäftigten Handwerker konnten sich zwar bei den verschiedenen Barackenbauten der Militärbehörde betätigen, doch hört man von den beteiligten Geschäftsleuten allgemein die nen find, der ing ausgefallen sei. Ein kleiner Teil unserer Bauge Nutzen oft gering 1 5 chäfte fand lohnenden Verdienst außerhalb unserer Stadt bei Eisenbahnbauten usw., deren Fertigstellung erst im kommenden Jahre in Aussicht genommen ist. Unfere heimische . und Tabakindustrie war im abgelaufenen J schäftigt. Zwar sind auch für diese Industriellen die Materialien, Rohtabak, sowie die Arbeitslöhne gestiegen, doch war es trotz der Knappheit und der sehr starken Nachfrage nach fertigen Fabrikaten bei der Eigenart des Zigarrengeschäfts nicht möglich, die Erhöhung der Preise im vollem Umfange vom Verbraucher mittragen zu lassen. Das Kleingewerbe hat im allgemeinen im letzten Kriegsjahr durchhalten können, es gab zwar überall eine verminderte Tätigleit, bei einem Steigen der Ma⸗ terialien und auch der Arbeitslöhne, es war aber verhältnismäßig nicht schwer, auch von der Kundschaft höhere Preise zu erzielen. Man war zwar im der Bevölkerung ungehalten darüber, daß eben alles teurer wurde, aber man bezahlte dem Handwerker die Preise, die er verlangen mußte. Auch der Handel in unsferer Stadt klagt im allgemeinen nicht, daß er im Kriegsjahr 1915 besonders schlecht abgeschnitten hat. Unser so sehr bedeutender Kolonialwaren⸗ großhandel hatte zwar mit der Beschaffung von Ware im einzelnen große Sch eiten, mußte auch manche Waren zu b vorgeschriebenen Höchstpreisen mit kaum lohnendem Nutzen an den Zwischenhandel abgeben, durch anhaltende Preissteigerung anderer Artikel während der ersten Monate des Krieges wurde jedoch ein geeigneter Gewinnausgleich geschaffen. Mit den⸗ selben Schwierigkeiten kämpfte der Kleinhandel in Nahrungs⸗ mitteln. Das Geschäft in Kurzwaren und Frauenbeklei⸗ dung war, soweit unsere Geschäfte mit der Landkundschaft zu kun haben, im abgelaufenen Jahre besser, als unsere Kauf⸗ leute in Rücksicht auf die Verhältnisse erwartet haben, und das Steigen der Preise hatte keinen allzu großen Einfluß auf die Höhe der Umsätze. Dagegen litten die Herrenbekleidungsgeschäfte stark was erllärlich ist, weil Millionen Männer draußen im Felde stehen, die des Kaisers Rock tragen. Die Bedürfnisse der einzelnen 1 3 38 geschickt wurden, konnten den Ausfall gegen den Umsatz 5 1 Der Feldzugsteilnehmer in praltischen und Luxusbekleidungsstücken, für welche die Herrenmodegeschäfte sich eingerichtet haben und die von den Angehörigen unserer Soldaten diesen als Liebesgaben nach⸗ 0 0 5 in Friedenszeiten nicht entfernt decken. Unseren Ladengeschäften, die für die bessere Stadtkundschaft zugeschnitten sind, hat das Jahr 1915 unzweifelhaft einen mehr oder weniger großen Ausfall in dem Umsatz und in der Einnahme gebracht. Aber auch hier haben die Verhältnisse des Krieges einen geringen Ausgleich an⸗ Fremdenverkehr, soweit es sich um kaufkräftige Kundschaft handelt, hat sich in unserer Stadt gehoben. Unsere Stadt mit ihter rührigen Kaufmannschaft, die in hellen modernen Läden auf allen Gebieten eine große Auswahl von Waren vor⸗ teilhaft zur Schau stellt, ist mehr und mehr Einkaufsmittelpunkt für weitere Kreise in der Provinz Oberhessen und in den an⸗ grenzenden preußischen Gebietsteilen geworden. Es ist Tatsache, daß nur durch diese Kundschaft von. eine große Anzahl Gießener Geschäftsleute in die Lage versetzt worden ist, ihren Betrieb er bisherigen Weise aufrecht zu erhalten und dabei chtungen nachkommen zu können. Einen ungünstigen Jahresabschluß werden zweifellos unsere Möbelindustriel⸗ len und was mit diesem Erwerbszweig zusammenhängt, sowie alle Geschäfte, welche mit Luxuswaren Handel treiben, machen. Zwar hat das Weihnachtsgeschäft manche Scharte ausgewetzt, es war aber in den verschiedenen Geschäftsbetrieben dieser Art un⸗ möglich, den Ausfall des Jahres in wenigen Wochen auszu⸗ gleichen. Im allgemeinen kann man wohl sagen, daß Industrie, Handel und Gewerbe in Rücksicht auf die Kriegslage besser ab⸗ geschnitten haben als im ersten Kriegsjahr, und daß man mit den Ergebnissen von 1915 durchschnittlich zufrieden ist, wenn auch Ausfälle hier und da unvermeidlich sind. 0 * » Auszeichnungen. Das Eiserne Kreuz erhielten 2 Vizefeldwebel Arnold aus Gießen und Vizewachtmeister Sehrt aus Grünberg.— Kriegsfreiw. Gefreiter Siegfried Bockstiegel, akt. Infanterie-Regiment 116, erhielt am 24. Dez. das Eiserne Kreuz. * Amtliche Personalnachrichten. Der Groß⸗ herzog hat am 29. Dezember den Landgerichtsrat bei dem Land⸗ gericht der Provinz Oberhessen Geh. Justizrat Wilhelm Wehner auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, in den Ruhestand versetzt.— Der Großherzog hat am 29., Dezember dem Landgerichtsrat bei dem Landgericht der Pro- vinz Oberhessen Geheimen Justizrat Wilhelm Wehner das Ehren- kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. t Kriegskinderspende deutscher Frauen. Wie die Frauen unserer deutschen Fürsten sich eins fühlen mit den Frauen unseres Volkes, welch feines Empfinden sie haben für deren Freude und Leid, zeigt sich uns wieder in der neuesten Schöpfung der deutschen Kronprinzessin, der Kriegskinderspende. Das Glücksgefühl, welches das Herz der hohen Frau nach der Ge⸗ burt ihres Töchterchens erfüllte, fand seinen Ausdruck in dem Auf⸗ rufe zu einer Sammlung für bedürftige Mütter deutscher Kriegskinder. Sie hatte den Wunsch auch denen, bei welchen die Freude an dem neugeschenkten Kinde durch die Sorge um die ver⸗ größerte Familie getrübt wurde, diese Sorge zu erleichtern, so⸗ weit es in ihren Kräften stehe. Keine kleine Aufgabe ist es, die sich die edle Frau gestellt— groß ist bie Zahl der Frauen, die sich ge⸗ meldet— und täglich— wer weiß wie lange noch— vergrößert sich ihre Zahl. Durch Festsetzung des 20. September 1915, als Tag, an dem die danach geborenen Kinder als Kriegskinder bei der Spende berücksichtigt werden, 3 eine gewisse Beschränkung erfolgt. Daß dadurch manche Enttäuschung hervorgerufen wird, ist be⸗ greiflich. Hier versöhnend und ausgleichend einzugreifen, hat sich der Alice⸗Frauen⸗Verein Gießen zur Aufgabe gestellt. Er will von seinen Mitteln allen bedürftigen Müttern der Stadt Gießen, denen in der Zeit vom 1. Januar 1915 bis 20. Sep⸗ tember 1915 ein Kind geboren wurde, durch Gewährung einer Gabe eine Freude zu bereiten suchen. Möge es ihm gelingen, ein Stückchen onnenschein in bekümmerte, traurige Herzen zu tragen. * Bestands aufnahme von Kaffee, Tee und Ka⸗ kao am 3. Jan. 1916. Eine Bekanntmachung des Oberbürger⸗ meisters Keller, die wir in unserem heutigen Blatte veröffent⸗ lichen, verpflichtet zur Anzeige obengenannter Vorräte, sofern sie zum Verbrauch im eigenen Haushalt bestimmt, ber Kaffee 10 Klg., bei Tek 2½ Klg. überschreiten. Vorräte im Gewahrsam von Ge⸗ meinden und sonstigen öffentlich⸗rechtlichen Körperschaften und Verbänden sind gleichfalls anzuzeigen. Näheres siehe Anzeige. * Der Dank für die Gaben an die Marine. Pro⸗ fessor Völzing teilt uns einen Brief des Großadmirals von Koester mit. in dem der Großadmiral für die Spende seinen Dank ausspricht. * Verkehr mit Butter. Wir machen auf die im Kreisblatt veröffentlichten Bekanntmachungen über den Ver⸗ kehr mit Butter besonders aufmerksam. * Die Anmeldungen zur höheren und er⸗ weiterten Mädchenschule werden am 20. und 21. Ja⸗ nuar entgegengenommen. Näheres ist aus dem Anzeigen⸗ Zu. teil dieses Blattes ersichtlich. * Tierische und pflanzliche Spinnstoffe. der Bekaantmachung betreffend Bestandserhebung von tie⸗ rischen und pflanzlichen Spinnstoffen und daraus hergestellten Web⸗, Wirk⸗ und Strickgarnen(W. M. 58/9. 15. K. R. A) ist ein Nachtrag erschienen, dessen Anord⸗ nungen am 31. Dezember 1915 in Kraft treten. Durch diesen Nachtrag wird der§ 3 der vorgenannten Bekanntmachung da⸗ hin erweitert, daß allmonatlich meldepflichtig sind auch sämtliche Vorräte forlgender tierischer Spinnstoffe: Mohair, Kamelhaare, Alpaka, Kaschmir, Zickelhaare, Ziegenhaare, Kälberharre, Rinder⸗ ö haare, Fohlenhaare, Pferdehaare, mit Ausnahme von Schweif⸗ und Mähnenhaaren und die aus den Stoffen zu 1—IV hergestellten Web⸗, Wirk⸗ und Strickgarne. N Vorräte einer jeden Gruppe, die mindestens 100 Kilogramm betragen. Der Wortlaut der Nachtragsbekanntmachung ist in unserm Blatte veröffentlicht und am Bürgermeistereigebäude an⸗ geschlagen. „** Oberhessischer Kunstverein. Die Kunst⸗ werke zur Ausstellung der Berliner Künstler⸗Gilde sind heute eingetroffen und die Eröffnung der Ausstellung kann, wie e am 9. Januar erfolgen. Außer den Berlinern werden auch Düsseldorfer, Dresdener, Karlsruher, Mün⸗ und Wiener Künstler mit Kunstwerken vertreten sein. u Die hessische Lazarettzeitung Nr. 10 enthält folgende Beiträge: Der Herzog von Alba bei einem Frühstück auf dem Schlosse, zu Rudolfstadt im Jahre 1547 von Schiller; einen Aufsatz Wissen ist Freude; eine Abhandlung über Lazarett⸗Unter⸗ richt; zwei Aufsätze: Deutsche Kolonien in Ungarn und Waffen⸗ segen und Schutzbriefe; die Fortsetzung des Aufsatzes Kaiser Karl der Große; einen Beitrag zur Berufswahl und zum Berufswechsel von Kriegsinvaliden; außerdem verschiedene Mitteilungen, den Ar⸗ beitsmarkt und einen Unterhaltungsteil. f ** Silberne Hochzeit feiern morgen(1. Januar) Glaser⸗ meister H. Arnold und Frau, geb. Welker. Landkreis Gießen. tt. Langsdorf, 31. Dez. Der in einer Fußartillerie⸗Batterie in den Vogesen stehende Sanitäts-Unteroffizier Otto Bausch er⸗ hielt das Hessische Sanitätskreuz, Unteroffizier Sally Oppen⸗ heimer und Kanonier Ph. Bender die Hessische Tapferkeits⸗ mnedaille, unter gleichzeitiger Beförderung zum Gefreiten. Ferner erhielten die Hessische Tapferkeitsmedaille Gefreiter Georg Rühl aus Langsdorf und Unteroffizier Hans Jungmann aus Glauberg, die bei einem Fliegerabwehrzug stehen. e. Bettenhausen, 31. Dez. Dem Gefreiten der Reserve Steul, der schon seit Beginn des Krieges im Felde steht, wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. Er ist der dritte, der in umserem kleinen Orte ausgezeichnet wurde. Kreis Friedberg. g Friedberg, 31. Dez. Die Stadtverordnetensitzung lehnte den Antrag auf Errichtung einer Hausbesitzerkammer mit der Begründung ab, daß eine derartige Anstalt vorerst für Friedberg kein Bedürfnis sei.. Starkenburg und Rheinhessen. fl. Darmstadt, 31. Dez. Das Gewerbemuseum zu Darmstadt veranstaltet in seiner Mittelhalle eine um⸗ fassende Ausstellung der bekannten Vereinigung Mün⸗ chener Plakat⸗Künstler:„Die Sechs“(F. P. Glaß, F. Heubner, C. Moos, Emil Preetorius, M. Schwarzer, W. Zietara). Die Ausstellung dauert vom 30. Dezember bis 15. Januar 1916. Heffen⸗Nassan. Wm. Aus dem Kreife Kirchhain, 31. Dez. Bei einer gestern in der Amöneburger Gemarkung abgehaltenen Treibjagd, bei der 19 Schützen beteiligt waren, wurden 53 Hasen zur Strecke gebracht.— Unter den Kindern der Gemeinde Langenstein tritt Diphtheritis auf; zwei Kinder find ihr schon zum Opfer gefallen.— Die am 27. d. Mts. abgehaltene Stadtverordneten⸗Versammlung verhandelte über einen Einspruch gegen die am 15. Novem⸗ ber erfolgte Stadtverordnetenwahl der 3. Klasse der Stadt Kirchhain. Es wurde mit Stimmenmehrheit beschlossen, die Meldepflichtig sind jedoch nur] Waßl ftr zu erffnven. Weiter gelangten in der Sitzung zur Nenntnig nahme. e. Frankfurt a. M., 31. Zahlmeister Stellvertreter Schwarz der Kaiserlichen Er anitätskompagnie„Brüssel“, der bereits als Feldwebel im Reserve-Insanterief Regiment 240 mit dem Eisernen Kreuz, der Hefsischen Tapferkeitsmedhille und Badischen Verdienstmedaille ausgezeichnet worden ist, wurde das Hessische Sanitätskreuz neuerdings verliehen. Hessen⸗Nassau.. = Frankfurt a. M., 31. Dez. In der von Wiesche& Scharffe brach heute vormittag ein umfangreicher Dachst uhlbrand aus, der sehr N Schaden anrichtete. ur Bewältigung des Feuers hatte die Feuerwehr mehrere Stunden zu tun.— 1 gleicher Zeit geriet im Staatsgüterbahnhos ein mit chemischen Rohstoffen gefüllter G ppen in Brand. Der Schuppen brannte völlig aus. Die Feuerwehren konnten nur eine Weiterverbreitung des Brandes auf andere Gebäude ver⸗ hindern. Frankfurt a. M., 30. Dez. Wie die Frankfurter Kriegsfürsorge heute bekannt gibt, hat sie vom Beginn des Krieges bis Ende November 1915 für kriegsfürsorgliche Zwecke mancherlei Art 8981394 Mk. verausgabt. Sie wendete u. a. auf für Lazarette 500 000 Mk. für laufende Unterstützungen an Angehörige der Kriegsteilnehmer 3 642 147 Mk., für Mietzuschüsse 2 174 417 Mk., für das Rote Kreuz 345 232 Mk., für Krankenkassenbeiträge 362 929 Mk., für Arbeitslose 409 404 Mk., für die Wollsammlung 127177 Mk., für Volksbildungszwecke 52000 Mk., für Sanitäts⸗ hunde 6000 Mk., für von einzelnen Gebern bestimmte Zwecke 113 436 Mk. und für Liebesgaben an die Front 200 000 Mk. Zu den Einnahmen in Höhe von 9 381832 Mk. gewährte die Stad einen Zuschuß von 2 960 525 Mk. 5 Vermischtes. » Seehunde im Süßwasser. Wie die„Fischerei⸗ Zeitung“ mitteilt, haben sich an der deutschen Küste in den letzten Jahren die Seehunde zum Schrecken der Fischer stark vermehrt Sie scheinen neuerdings besonders zudringlich zu werden und haben sich sogar in die Haffs verirrt. Vor kurzem wurde im Frischen Haff an der Pregelmündung ein Seehund geschossen. Im vorigen Jahre war sogar in der Weichsel bei Dirschau ein Seehund durch das Brückenwachtkommando getötet worden. Märkte. fe. Wiesbaden, 30. Dez. Heu⸗ und Strohmarkt. Man notierte: Heu 7,00 0,00 Mark. Alles per 50 Kilo. Stroh fehlte.— Am Fruchtmarkt war nichts angefahren. . Der en urisbsendet ner Galem Golo Zigareisen Willkonimensie ILiebesgabe! Preis Ne 3 4A 5 6 8 10 ö 1 5 6 8 10 Pfd. ck. 20 8 4881 28 Sir db dende Bf Pore 101 N e 7 Trustffrei! Zur Eithebung von Nenjahrs⸗Glüßkwünschen sind von folgenden Gebern Gaben für die Kleinkinder⸗ Bewahranustalt, Diezstraße 15, eingegangen: 110031 1. Geb. Kommerzienrat Heichelheim, 2. J. W. 3. Pfarrer Ausseld, 4. Frau Melchior Schäfer Witwe, 5. Oberaktuar Bühner, 6. Rechnungsrat Merten, 7. Schlossermeister Stohr, 5 8. Weinhändler Küchel, 9. Frau Hermine Puth, 10. Weiß. bindermeister Nauheimer, 11. Lehrer Wörner. 12. Jabri⸗ kant Nattmann sen. und jun., 13. Gerichtsvollzieher Born, 14. Oberlehrer Fuhr, 15. Fabrikant Eugen Wallenfels, 16. Lehrer Valentin Müller, 17. Lehrer Hermann Schmidt, 18. Reallehrer Jann, 19. Direktor Albert Heichelheim, 20. Julius Schulhof, 21. Prokurist Wilhelm Köser und Frau, 29. Notax Römheld, 23. Frau Architekt Stein, 24. Familie Aug. Schwan, 5. Pfarrer Schwabe und Familie, 26. Karl Klaus, Hammstr. 24, 27. Frau Karl Plank U., Moltkestr., . Straßenwart K. Weller, 29. Familie Adolf und Karl Möhl, 30. Frau J. Boeck und Tochter, 31. Verlags⸗Buch⸗ händler Otlo Roth und Frau, 32. Rentner G. Schneider und Familie, 33. Architekt Hans Meyer und Frau, 34. Fried.. Leonbard Bender, B. Wilhelm Rudolph sen. und Frau, 36. Mentamtmann Weimer, 37. Bauumternehmer Gg. Becker und Frau, 38. Pfarrer Scriba, 39. Frau Johanna Georgi und Tochter, 40. Schreinermeister Karl Hahn und Frau, 41. W, 42. Frau Dora Nassauer, 43. Hallenmeister Karl Malkomesius und Frau, 4. Reallehrer Appel und Frau, 45. Stadtverordneter C. A. Faber, 46. Heinr. Eichenauer und Frau, 47. Kommerzienrat Adolf Noll und Frau, 48. Apotheker Dornberger und Frau, 49. Kommerzienrat L. Emmelius, 50. Architekt Gustav Hamann und Frau, 51. Benner und Krumm, 52. Oberingenieur Müller und Frau, 53. Wilhelm Selpp III. und Frau, 54. Weißbinder⸗ meister Christoyh Schmidt, 55 Mesgermeister Schreiner, 56. Karl Lynker und Frau, 57. Bäckermeister Sommer und Frau, 58. Guftav Sack und Familie, 59. Prokurist Heinr. Kuhl, 60. Metzger Henkel, 61. Max Jaskowsky und Frau. 7 5 Elisabeth⸗Kleinkinderschule. Es sind unserer Anstalt zum Zweck der Enthebung von Neujahrswünschen von nachstehenden Gebern Beträge zugegangen:. 3 Pfarrer i. R. Seribg und Frau, Prosessor Dr Kraus⸗ müller und Familte, Bergwerksbeamter Heinrich Horst und Frau, Stadtverordneter Heinrich Winn und Frau, Rentamtmann i. R. Weimer und Frau. Ludwig Uhl und Frau. Oberlehrerin L. Moeser. Karl Noll und Frau. Den Spendern besten Dank! Für die Elisabeth⸗Kleinkinderschule: 10063] Bechtols heimer, Pfarrer. Galem Aleifum 5 5 Meiner werten Kundschaft, sowie allen J dn en und Bekannten a die besten Glückw/ünsche Zum neuen Jahre! Martin Krug Zigarrenhändler, e 5 — f W e e Zum Jahreswechsel wünsche ich meiner verehrl. Kundschaft ein gesegnetes, glückliches neues Jahr 5 25 Edgar Borrmann 1 1. 15 1 e. 5 1 ö Kaffeehaus„Hstoriq“ f rr 8 . Sin frohes neues Jalir Unseren werten Kunden, Nachbarschaft, Freun and Bekannten die besten Glückwünsche zum neuen Jahre! J. 1220 Bäckermeister, und Fran, 06895 Eisenhandlung. den* N 8 8 Unseren werten Kunden, Gästen, Freunden 8 und Bekannten 5 die herzlichsten Glückwünsche sum Jahreswechsel. 5 7. Unseren werten Kunden, Sönnern „ und Freunden wünschen ein:: 8 Slasermellter 12 870 u. n * 3 Konrad Moos u. Familie Lollar. 7 biessen allen verehrten Sdsten, Bekannten und Freunden Julius Komer und Frau. * Ioüüns chen Inseren werten Cdsten, souie Hreunden end Begannten ie feiglicsslen Sluetibunscle Z Um neuen qahre sowie Freunden und Bekannten Berzlichen Slückwunsch zum neuen Jahre! Menger und Wirt. Unserer 7 8 5 775 werten 8 Fritz Wenzel und Frau Hamilie Nagner ir Ludwigstr. G , Totel-Restaurant Kobel. 4 4 1 Direktion: W We Ges. m. b. H. 5 Lb morgen Spannend! Mit einem Nickel um die Welt Große humoristische Reisephantasie in Akten 5 Die Handlung spielt in 5 Erdteilen) 10024 a Kinematograph. Kriegs- Berichte b aus Ost und West und diverse Film- Einlagen Sensationell! 0 Unseren lieben Gästen, Freunden und Gönnern 8 V z die herzlichen Glügwünsche! O Kundschafk, Nachbarschaft Freunden en Bekannten 915 zum Jabreswechsel; 5 1 5 e G Oarl Kobel und Familie. 4 J l Herdicdsten ölkekinsee! S SS EER f 1— Custav Laichinger u. Familie. 3 Unseren werten Gästen, Freunden und Bekannten 9 Dogg ο die hesten Glückwünsche Unseren werten Gästen, Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahr! Familie Römer Restauration„Germania. zum Jahreswechsel Familie Deibel, Gasthaus 2. Schwanen D* ee e unserer e een wünschen wir ein glückliches Neujahr! Bäckerei und Konditorei 3 Neuen 8 9. Wir wünschen allen v er wandten, Freunden und Bekannten und unserer werten Kundschaft ein glückseliges neues Jahr. 1 und Frau, Wieseck. Hermann Kuhn und Frau Seinen verehrten Gasten und Kunden die herzlichsten Glückwünsche z. neuen Jahr Heinrich Ruckstuhl, Dachdeckermstr. Restaurant zum„Nordpol“ 10051 Unseren werten Gästen, Freunden und Bekannten ein friedliches neues Jahr!! Emil Funke und Frau Viktoria-Bierkeller 06879 1 3 Kundschaft werten. sowie Freunden und Bekannten sum Jahreswechsel die herzlichsten Glückwünsche. Bäckermstr. B. Seomber nebst 3 zum Jahreswechsel sendet e 8 88 ll. Trau. und Bekannten 2 2 5 5 die herzlichften Glicvinsche 5 zum neuen Jahre! Antonie Hopfeid Wwe. 15 Meinen werten Gästen, sowie Freunden 25 755 21 92 Seibel und Frau, lugödd 38 5 i i . i i i i i i i i i Militäar-Konzert D Militär vom Feldwebel abwärts zahlt werktags die Hälfte. rn e 7 Herzlichen Glückwunsch; Unserer werten Kundschaft, allen zum neuen Jahre Freunden und Bekannten N wünscht seinen Kunden zum Jahreswechsel Duc berzlichste Glückwünsche. W ate Obft⸗ u. Trauben⸗ Weine? Im Reformhaus Kreuzplatz 5. 9065] Bringe meine vorzügl. Rhein-, Mosel- und Rotweine in empfehlende Erinnerung. Weinstube Seibel. Ein Ouantum(752 Rhein-, Mosel⸗ und Pfälzer Weine in versch. Preislagen empf. Aug. Roll, Krenz⸗ Dog. Bahnhosstr. 25 FJernr. 2082 Georg Hebstreit u. Frau Silvester⸗Abend und Neujahr 00015 Restaurant Rappen. Cate Amend Heute Silvesterabend von 8 Uhr ab RON LERT Unseren werten Kunden, Freunden und Restauration„Zur Linde“, Lollar 92 2 3 7 Unseren werten Gästen v. Gießen u. Umgegend 58 5 84 2. ; herzlichen Glückwunsch; 2 zum neuen jahre! 3 8 81 84 1 8 1 Fleinrseh Seer and Frau 2 2 Restauration 5 5 9 Seooοοοοοττινιεοοοοοοοοοοοοοο 8 Militär- Konzert —Eibueine— Spiritnosen N We 2 8. ftömischer W 5— 4 la Kaiser:: Hauldhealer bisher Olr.: Hermann Stelngoetter. Samstag, 1. Januar 1916, (Neujabr) abends 7½ Uhr! Außer Abonnement! Neujahr: 2 5 T Ni ein kräftiges F. i l ROSIT NEUIAH S afé E Lud 8 I f 1 ö e ernst Ludwis e A buen Heinrich ne Frau Freitag Silvesterabend), Samstag u. Sonntag does Lustspiel in Z Akten v. Rudolf i. Felde Presberu. Leo Walter Stein. Ende 10%¼ Uhr. 50080 Sonntag, 2. Januar 1916, nachmittags 3½ Uhr.: KUNSTLERKONZERT enen, 5 5 kn nckühes neues Jahr- wünschen wir unseren werten Gästen, Freunden u. allen lieben Bekannten im Felde Val. Lotz u. Frau ·„Zum Auhesiner EDHiiumumuwmnmmwnn mmm nt gesogen f i 8 8 80 Unseren werten Kunden, Nachbarn, verehrlichen Güsten, Freunden und Bekannten 8 e Jer l. 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