3 5 0. Der Sleßener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Gießener amilienblätter; zweimal wöchentl. Kreis⸗ blatt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Seitfragen Fernsprech- Anschlasse: für die Schriftleitung 112 Verlag, Geschäftsstelledl Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Abend vorher. Seneral⸗Anzeiger für O zeig berhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ. Buch- und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle und druckerei: Schulstr. 7. Dienstag, 28. Dezember 1015 Bezugsprei monatl. 85 Pf., viertel⸗ jährl. Mk. 2.50; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 75 Pf.; durch die Post Mk. 2.30 viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; sür Stadt und Land, Vermischtes und Ge—⸗ richtssaal: Fr. R. Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. die Bedrohung Englands in Aegypten und Indien. (WTB.) Großes Hauptquartier, 27. Dezember. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Ein von den Franzosen nordöstlich von Neuville vor unserer Stellung gesprengter Trichter ist von uns besetzt. Eine feindliche Sprengung auf der Combres⸗Höhe vichtete nur geringe Beschädigungen an. Sonst keine Ereignisse von Bedeutung. Oestlicher und Balkankriegsschauplatz. Nichts Neues. 25 e Oberste Heeresleitung. 5 Vf. . Die englische Niederlage in Aegypten, die von der türki⸗ schen Heeresleitung amtlich bekanntgegeben worden ist, ist als ein außerordentlich bedeutsamer Erfolg der Araber zu werten, die unter dem Befehl des Obersenussen stehen. Der türkische Bericht in seiner Kürze und Nüchternheit überläßt es dem Urteil von Freund und Feind, die Wichtigkeit des Sieges der Wüstenkrieger abzuschätzen. Die Engländer sind denn auch mit einer solchen„Würdigung“ ihrer Schlappe bereits bei der Hand gewesen. Man weiß, daß es die Praxis der Entente ist, stets, wenn sie ein vernichtender Schlag ge— troffen hat, den Schaden als kaum nennenswert, jedenfalls aber als leicht reparabel darzustellen. So liest man in den englischen Berichten über die letzten Ereignisse in West⸗ ägypten wohl davon, daß Verstärkungen unterwegs sind, und daß Solum vor arabischen Aufständischen einstweilen von der Garnison geräumt worden sei. Vergebens sucht man aber nach dem Eingeständnis der mörderischen Kämpfe bei Ma⸗ truh, wo der englische Kommandant zusammen mit 300 wei⸗ teren Toten das Schlachtfeld deckte; verschwiegen wird weiter, daß den muselmanischen Kriegern eine ganz beträchtliche Beute in die Hände fiel, und daß die Gegend von Sina, südlich von Solum, aufgegeben werden mußte. Allein das genügt nicht, um die volle Bedeutung der englischen Schlappe in ihrem ganzen Umfang zu verstehen. Es handelt sich nicht schlechthin darum, daß auch von Westen her mit starker Faust an die Tore Aegyptens geschlagen worden ist, es geht mehr als um einen„Raubzug“, wie die Engländer glauben machen möchten— es geht um den Besitz von Aegypten. Der Ver⸗ lust Solums ist ein großer Schritt auf dem Wege zu diesem Ziele; er hat nicht nur eine strategische, sondern mehr noch eine politische Bedeutung. Als sich Italien mit der Türkei in Tripolis schlug, legte der britische Löwe die gierige Tatze auf den Golf von Solum. Der Golf sollte mit Alexandrien durch eine Bahnlinie ver⸗ bunden werden, von der bereits ein Stück von mehr als 200 Kilometer fertiggestellt war. Matruh, wo den englischen Obersten Gordon mit den Seinen die Niederlage traf, liegt ungefähr in der Mitte der Bahnstrecke; bis zu ihm führte die neue Bahn bereits. Weiter werden die Engländer ihre Verstärkungen also schwerlich werfen können. Es ist demnach anzunehmen, daß Solum im Besitze der Araber bleiben wird. Damit stürzt aber wie ein Kartenhaus einer der wich⸗ tigsten, aber auch geheimsten Pläne Albions einstweilen zusammen, nämlich die Schaffung eines großen nordafrika⸗ nischen Kulturgebietes, das als wogendes Kornfeld an die Stelle der Wüste zu treten berufen sein sollte. Die genannte Bahn sollte das Nildelta mit Tripolis verbinden. Sie bildet den westlichen Fortsatz der Kap⸗Kairobahn und sollte nach dem Traume der Ententepolitiker einst als Nord⸗ afrikanische Küstenbahn durch Tunis, Algerien und Marokko bis zu den Säulen des Herkules führen. Aber keine Landkarte zeigt eine Spur davon, kein englischer Prospekt, keine der sonst so beliebten Bilanzveröffentlichungen verriet bisher den gewaltigen Plan. Die Engländer haben hier in aller Stille gearbeitet. Wurde man neugierig, so erklärten sie mit geheuchelter Verdrießlichleit, daß da doch alles„Wüste“ und nichts zu machen sei. Diesen Plänen, soweit sie von England ausgeführt werden sollten, ist einstweilen ein Rie⸗ gel vorgeschoben, und hier dürfte die Bedeutung der Schlacht von Matruh liegen. Das Vorgehen des neuen Vierbundes auf dem Balkan,“ das Bevorstehen des Angriffs auf den Suezkanal auch von Osten her und nebenbei die wankenden Fundamente Indiens leiten für England eine Götterdämmerung im Orient ein, über die keine Täuschung mehr hinweghilft. Man dürfte sich in London nachgerade klar darüber sein, daß der große Kampf der Zentralmächte und ihrer Verbündeten in der Hauptsache England gilt. Darum die fast vollständige Auf⸗ gabe des Dardanellenunternehmens und die Bemühung, bei Saloniki den Franzosen den Vortritt zu lassen, um die eng⸗ lischen Truppen in der Hauptsache für den Schutz Aegyptens zur Verfügung zu haben. Nur zu gut weiß man, was von dem Besitze des Suezkanals für England abhängt, daß Aegypten und der Suezkanal für England und seine Ver— bündeten bedeutend wichtiger sind als die Balkan⸗ staaten oder die Dardanellen. Ist man nicht im⸗ stande, ihn zu halten, dann würde man Unruhen in Indien, Bestürzung in ganz Australien und unmittelbar darauf den Zusammenbruch des englischen Ansehens im fer⸗ nen Osten erleben. Es ist echt englische Art, wenn die Expedi⸗ tion der Senussi als nur von geringer Bedeutung hingestellt wird mit der Behauptung, daß es sich nur um Plünderungs⸗ zwecke handele. Gewiß geht es auf Raub aus— aber, wie schon gesagt, den Engländern den Besitz Aegypten zu entreißen! 5 Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 27. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautet: 27. Dezember 1915. Russischer Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Italienischer Messschaup lat. Die Tätigkeit der italienischen Artillerie gegen die Tiroler Südfront war gestern wieder lebhafter. Bei einem Gefechte, das auf den östlichen Begleithöhen des Etsch⸗ Tales südlich Rovereto stattfand, verlor der Gegner 200 Mann an Toten und Verwundeten. An der Isonzo⸗ Front vereinzeltes Geschützfeuer. 5 Südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. In Bjelopolje wurden bisher an Beute 5400 Handfeuerwaffen eingebracht. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. * 1* Erfolgreiche Angriffe der Senussi gegen Aegypten. Konstantinopel, 27. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: Die Krieger des Scheiks der Senussi setzen in mehreren Kolonnen ihre Angriffe gegen die Engländer in Aegypten mit Erfolg fort. Die Gegend von Siva ist vollständig von den Engländern gesäubert. Die Kolonne, die an der Küste vorrückt, griff die Ortschaft Matruh(240 Kilometer östlich von Solum) an. Im Kampfe wurden-der Kommandant von Matruh und 300 englische Soldaten getötet, der Rest der Feinde. floh gegen Osten. Die muselmanischen Krieger erbeu⸗ teten bei Solum und Matruh von den Engländern zwei Feldkanonen und eine Menge Artilleriemunition, sowie zehn Automobile, wovon drei gepanzert sind, und eine Menge Kriegsmaterial. Die Lage in Aegypten. Lugano,, 28. Dez. In einem in der„Stampa“ ver⸗ öffentlichten Brief aus Kairo wird bestätigt, daß die Lage an der ägyptischen Westgrenze bedrohlich sei, da der Groß ⸗Senusse sich offenbar jetzt gegen Aegypten kehre. Allein bei Solum seien 8000 mohammedanische Krieger konzentriert. Wie es an anderen Punkten der äghptischen Grenze stünde, sei nicht bekannt. Ueber den Aufstand der Araber an der ägyptischen Grenze erfährt das„Journal“, daß die Engländer So⸗ lum, an der Bucht des gleichen Namens, 500 Kilometer westlich von Kairo gelegen, vor einigen Tagen nach einem sehr ernsten Treffen räumen mußten. Außer der Küsten⸗ bewachung stand in Solum eine kleine Jufanteriegarnison unter dem Befehl eines englischen Offiziers. 2 Kilometer von Solum befindet sich ein großes Araberlager, von wo der Angriff gegen die englische Garnison ausging. Bereits am 15. Dezember fanden Kämpfe bei Matruh, 220 Kilometer östlich der Grenze, statt. Arabische Streitkräfte, die von Gaafra Pascha befehligt wurden, 1200 Gewehre stark, griffen mit Kanonen und Maschinengewehren die englischen Trup⸗ pen, die unter dem Befehl des Generals Gordon standen, heftig an. Obwohl der Angriff abgewiesen wurde, mußten die Engländer sich nachts in ihr Lager zurückziehen. Kitchener Vizekönig von Indien? Berlin, 28. Dez.(WTB Nichtamtlich.) Wie laut„Voss. Ztg.“ der„Secolo“ aus London meldet, sei Lord Kitche⸗ ner zum Vizekönig von Indien ausersehen. Die „Voss. Ztg.“ schreibt dazu: Geht Kitchener wirklich nach Indien, dann wäre diese Tatsache an sich für uns nur hocherfreulich, denn sie zeigt nicht nur, wie sehr die eng⸗ lische Herrschaft dort schon zu wanken begonnen hat, sondern auch die offenbare Angst der Engländer vor einem Angriff von außen her auf ihr indisches Reich. Kämpfe in Mesopotamien. Delhi, 27. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. General Townshend, der die briti⸗ schen Truppen in Mesopotamien befehligt, berichtet, daß das heftige feindliche Gewehrfeuer gestern durch Artilleriefeuer unterstützt wurde, aber der Feind keinen Versuch unternahm, die britischen Linien anzugreifen. 5 ö* r* Der türkische Bericht. Konstantinopel, 27. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) An der Dardanellenfront zwang in der Nacht vom 24. zum 25. Dezember unsere Artillerie ein Torpedoboot, das die Landesstelle bei Ari Burun beschoß, sich zu ent⸗ fernen. Bei Sedd⸗ül⸗Bahr warf der Feind eine ziemlich große Menge von Bomben und Lufttorpedos. Unsere Ar- tillerie zerstörte feindliche Minenwerfer und verursachte bedeutenden Schaden in der ersten und zweiten Linie der feindlichen Schützengräben. Unsere Artillerie traf vier- mal einen feindlichen Kreuzer, der verschiedene Male Altschi Tepe und Umgebung beschoß. Unsere Meer- engenbatterien beschossen wirksam die Landesstellen von Sedd⸗ül⸗Bahr und die Versammlungsplätze der Truppen bei Morto Liman, sowie die feindlichen Schützengräben in der Umgebung von Kere Visodere, die Reservetruppen westlich von Eski und Hissarlik und eine Haubitzenbatterie. Sie nichteten merkbaren Schaden an und versenkten zwei ge— panzerte Boote bei Morto Liman. Am 25. Dezember führte eines unserer Wasserflugzeuge erfolgreiche Erkundungs⸗ flüge über Tenedos, die Iusel Navro und die feindlichen Stellungen bei Sedd⸗ül⸗Bahr aus und traf ein Tor⸗ pedoboot südlich von Sedd-ül⸗Bahr mit einer Bombe. Sonst nichts von Bedeutung. *** Der Eutscheidungskampf auf dem Balkan. Budapest, 28. Dez.„Az Est“ berichtet aus Saloniki: Von kompetenter Seite erfahre ich, daß die Entente⸗ truppen mit den Deutschen, Oesterreichern und Ungarn auf den Höhen von Kilkisch einen Entscheidungskam pf schlagen wollen. Auf der Grenze herrscht Ruhe. Die Eng⸗ länder arbeiten fieberhaft an der Verstärkung der Befest i⸗ gungen von Saloniki und Umgebung. Sie konzentrie⸗ ren bedeutende Truppenmassen auf den Höhen von Kilkisch, Langada und Hotjadan. Kilkisch wird auch eine Basis für Luftschiffaktionen werden und es werden hier mehrere Luft⸗ schiffe der Alliierten stationiert werden. Mit dem Bau der Luftschiffhallen ist bereits begonnen worden. Ausfuhrverbot nach Saloniki. Budapest, 28. Dez. Der Athener Spezialkorrespondenc des„Petit Journal“ meldet, die griechische Regierung habe die Ausfuhr von Lebensmitteln nach Saloniki unt er⸗ sagt. Die französische Presse ist darob sehr verstimmt und er⸗ klärt, das Aussuhrverbot sei eine bedauernswerte Maßnahme, die die Zivilbevölkerung und die Soldaten belästige und beweise, daß die Unannehmlichkeiten, denen die Soldaten andauernd von der griechischen Verwaltung ausgesetzt seien, noch nicht beende sind. 175„„ e Bulgarien hält mit durch. 1 Sofia, 27. Dez.(WTB. Nichtamtlich.)„Woeni Izwestia“ schreibt: Dieser heilige Krieg wird nicht eher beendet sein, als bis unsere nationale Einigung gegen jede mögliche Gefahr gesichert sein wird. Erst dann können wir uns der kulturellen Entwicklung mit der jungfräulichen Kraft unseres so nüchternen Volkes widmen. Der Krieg endet erst, wenn wir die Freunde Serbiens überzeugt haben, daß ihre Sache endgültig ver⸗ loren und daß Serbien, das den Krieg angezettelt hat, wirk⸗ lich tot ist. Wird die Entente dies bald erkennen? Nein! Die⸗ jenigen, die glauben, das Aufgeben der Dardanellenaktion sei ein Schritt zum Friedensschlusse, irren. Die Entente wird vielmehr bei Kawalla und Salonik versuchen, die Scharte von den Darda⸗ nellen auszuwetzen. Der Kampf wird hart und lang sein. Wir und unsere mächtigen Verbündeten werden sre⸗ gen; doch wird dies weder schnell noch leicht bewerkstelligt werden. Jeder von uns muß sich klar sein, daß der Krieg für uns erst dann endet, wenn er für unsere Verbündeten endet. Bis dahin müssen wir Geduld in dem Bewußtsein haben, daß wir in der größten Zeit leben, seitdem Bulgarien besteht. . Eröffnung der Sobranje. 5 Sofia, 27. Dez.(WTB. Nichtamtlich!) Meldung de Bulgarischen Telegraphen⸗Agentur. In besonders feier⸗ licher Weise ist heute die Sobranje vom König er⸗ öffnet worden. Die Prinzen Boris und Kyrill wohnten der Feier bei. Ein überaus zahlreiches Publikum füllte die Galerien und Gänge. Die vom König verlesene Thron⸗ rede wurde mit langanhaltendem Beifall auf⸗ genommen. 5 1 55* * Die Beschießung des Görzer Spitals. In der vierten Isonzoschlacht scheuten sich die Italiener nicht, neben der zwecklosen Zerstörung der Stadt Görz auch das dortige Spital unter Artilleriefeuer zu nehmen, obwohl es, wie der österreichische Heeresbericht wiederholt feststellte, auch den Italienern als Einrichtung des Roten Kreuzes unbedingt kenntlich war. Cadorna hat versucht, die Vorwürfe der Italiener als ungerechtfertigt hin⸗ zustellen, indem er die Beschädigungen des Spitals als un⸗ vermeidliche und unbeabsichtigte Zufallserscheinungen be⸗ zeichnete. Die österreichische Heeresleitung stellt diesem Doppelspiel heute die Sprache der Tatsachen gegenüber, die jeder Kommentar nur in ihrer Eindringlichkeit beeinträch⸗ tigen kann: 5 Wien, 26. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Kriegs⸗ pressequartier wird gemeldet: Bübische Zerstörung des Görzer Spitals und au⸗ thentische Feststellungen über die barbari italienische Kriegführung. Ueber das italienische Heldenstück der Beschießung des Roten Kreuz⸗Spitales in Görz wird amtlich folgendes festgestellt: Protokoll, aufgenommen auf Befehl des k. u. k. Korps⸗Sanitäts⸗ chefs, über die Beschießung des Vereins⸗Reserve⸗Spitals in Görz durch schweres Artilleriefeuer am gestrigen Tage: Von 8½ bis 11½ Uhr vormittags schlugen schwere Granaten, abwech⸗ selnd mit Schrappnells, hinter dem Spitale gegen die Via Rovese zu ein. Kurz vor 11 Uhr 30 Minuten krepierte eine Granate etwa siebzig Schritte hinter dem Spitale. Punkt 11 Uhr 30 Minu⸗ ten vormittags schlug eine Granate schweren Kalibers(15 Zenti⸗ meter wie die später aufgefundene Geschoßspitze erwies) als Vol l⸗ treffer durch das Dach in den Operationssaal und platzte hier. Die Splitter gingen durch den Fußboden in das Offizierskranken⸗ zimmer im zweiten Stock, töteten im Operationszimmer einen dort beschäftigten Zugsführer und einen Infanteristen sofort und verwundeten einen Infanteristen schwer und einen anderen leicht. Bis 12 Uhr mittags schlugen mehrere Granaten rings un das Spital in Entfernungen von 10 bis 100 Schritten ein. Um 12 Uhr erfolgte ein Volltreffer in den Turm der das Wasser⸗ reservoir durchschlug, so daß ein knöcheltiefer Bach vom dritten Stocke ins Souterrain floß. Um 12 Uhr 15 Minuten erfolgte ein Treffer neben dem Turm ins dritte Stockwerk und durch ein bereits geleertes Krantenzimmer ins zweite Stockwerk. Um ½1 Uhr war bereits die Abtraaung der Verwundeter und Kralle 1 5 5 1 N 5 1 ö 1 2 1 2 5 r . sche ins Parterre und Souterrain erledigt. Punßt 1 Uhr erfolgte ein weiterer Volltreffer in den Turm des Spitals, dem noch drei weitere— einer in die Aufnahmekanzlei, einer in ein Mannschafts⸗ zimer und einer in die Küchenanlagen— folgten. Im ganzen erfolgten sieben Volltreffer. In die Gebäude im Hofe und Garten und in unmittelbarer Nähe schlugen in Intervallen von fünf zu zehn Minuten schwere Granaten ein. Vorstehendes Proto⸗ koll nach nochmaliger Verlesung geschlossen und gefertigt, Görz, den 14. Dezember 1915. Dr. Adolf Schwarz, Spitalskomman⸗ dant. Dr. Wolfgang Weinlechner, Abteilungschefarzt, Dr. Alois Kolarz, Abteilung schefarzt, Dusan Medakovic, Waldeck Marin Tommaseo, Sanitäts⸗Fähnrich. g Ich habe am 14. Dezember 4 Uhr das Vereins⸗Reserve Spital vom Roten Kreuze besichtigt. Es war von der Genfer Konvention gekennzeichnet und war bis zum 14. De⸗ zember in Uebereinstimmung mit den Aussagen gefangener italie⸗ ü Offiziere vom feindlichen Feuer verschont geblieben. Es unterliegt keinem Zweifel, daß die Beschießung der unter dem der Genfer Konvention stehenden Heilanstalt mit voll⸗ ster Absicht von italienischer Seite erfolgte.—, Dr. Gustav Weil, k. u. k. Generalstabsarzt und Korps-Sanitätschef. * Die franzöfischen Sozialisten und der Krieg. Paris, 27. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Dem Pariser Sozialistenkongreß wohnten, wie der„Temps“ meldet, außer den Ministern Guesde, Sem Har, A bert Thomas auch Hervs und der belgische Minister Vandervelde bei. Der Deputierte Bracke forderte die Wiederernennung eines einzigen politischen Leiters als Er⸗ satz für Jaurss. Die Generaldiskussion drehte sich um die Partei in ihrer Stellung zum Kriege. Der De⸗ putierte Compere⸗Morel besprach die Frage unter dem Gesichtspunkt, daß die Partei wie unter Jaures und Vaillant die Teilnahme an der nationalen Verteidigung immer als ihre Pflicht ansehen müsse. Er verwies auf die Scheidung der Partei in Leute, die den Frieden durch den Sieg wollen, und solche, die nicht mehr glauben, daß der Sieg errungen werden könne. Zum Schluß rief er aus: Sie, Beschleunigte Einberufung der 18⸗jährigen in Rußland. Kopenhagen, 28. Dez. Die durch Ukas des Zaren ver⸗ fügte Einberufung des Jahrgangs 1918 wird in kürzester Zeit erfolgen.(B. T.) 1 ö ** Eine deutsch⸗amerikanische Kinderspende. (WT B.) Berlin, 27. Dez. fische Durch Radio⸗ telegramm erhielt die„Vossische Zeitung“ folgende Mitteilung aus New Pork: Eintausend Dollars sind Ihnen durch das hiesige Bankhaus Knauth, Nachod u. Kühne überwiesen worden. Dieser Betrag stellt die Spende der deutsch-ameri⸗ kaniscklen Kinder dar, die vom Abendblatt der„New Por⸗ ker Staatszeitung“ gesammelt wurde. Ich bitte Sie, diese Gabe an die Kriegswaisen in Deutschland und Oesterreich⸗Un⸗ garn in Form von Ein:[⸗Dollar⸗Spenden zu verteilen Viktor Ridder.— Die„Vossische Zeitung“ bemerkt dazu: Viktor Rid⸗ der, ein Sohn des kürzlich verstorbenen Herausgebers der„New Horker Staatszeitung“, Hermann Ridder, ist seinem Vater in der Leitung des Besitzes nachgefolgt. Der Inhalt des Funkspruchs zeigt, daß auch bei dem Sohne der Gesinnung die Tat folgt. In welcher Weise die hochherzige Spende verteilt werden soll, werden wir demnächst bekannt geben. Deutsches Theater in Lille. Berlin, 28. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Ueber die Eröff⸗ nung des deutschen Theaters in Lille wird dem„Berliner Lokalanzeiger“ geschrieben: In Lille ist der noch nicht ganz be⸗ endete Neubau des französischen Theaters durch unsere Truppen fertig gestellt worden und am ersten Weihnachtsfeiertage wurde das Theater mit der Aufführung von Goethes„Iphigenie“ eröffnet. Eine große Anzahl von Generälen war im ersten Rang sichtbar, unter ihnen ihr Oberbefehlshaber Kronprinz Rup⸗ precht von Bayern. Es war das Deutsche Theater in Hannover, welches mit seinen beiden Direktoren und einem Teil des Perso⸗ nals zum Gastspiel gewonnen war. Der Seekrieg. 1 Ein Volltreffer. Republit Andernfa 5 Verteidigung, die Entsendung parlamentarischer für das öffentliche Wohl. Bourderon reklamierte das die Deputierten Renaudel und Longuet mit Bernstein und tive für diese Zusammenkünfte zu wissen, sowie wer der rung, daß unter Billigung oder nicht er und seine Freunde ihr Werk fortsetzen würden.— Dem„Petit Parisien“ zufolge formulierte Compere⸗Morel die Frage betreffend den Frie⸗ en folgendermaßen: Wenn die Alliierten über militärische, finanzielle und wirtschaftliche Hilfsquellen verfügen, um die nationale Verteidigung zu einem guten Ende zu führen, nichts von Frieden oder von Friedensverhandlun⸗ gen; wenn nicht, sofort Frieden oder wenigstens nicht die Ohren verschließen vor Friedensgerüchten. 05 Frankreichs Wirtschaftsnot. Bern, 27. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Die Mißstände im Transportwesen Frankreichs schildert das nenne unter dem Titel:„Vox einer drohenden Kata⸗ strophe“: Die Krise ist schärfer als jemals. Wir stehen am Vorabend schrecklicher Katastrophen, nämlich der Schließung von Tausenden von Handelshäusern aus Man- gelan Dransportmitteln, die Hunderttausenden Ar⸗ beit und Unterhalt gaben. Der Kriegsminister muß unver⸗ züglich allen Bezirkskommandauten den Befehl geben, die gesamten Arbeitsmannschaften sofort zur Verfügung des Bahnhofsvorstehers zu stellen, um die Bahnhöfe frei zu machen, wobei Gefangene, Depotmannschaften und zum Hilfsdienst kurz jeder Entbehrliche brauchbar sei. Das muß sofort geschehen, sonst verlieren wir die größte Schlacht des Krieges, die Schlacht gegen uns selbst. Die französische„Siegesanleihe“. Berlin, 27. Dez. Unter der Ueberschrift„Geld und Papier in der französischen„Siegesanleihe“ schreibt die„Nord⸗ deutsche Allgemeine Zeitung“:„Der französische Finanzminister Ribot hat das Zeichnungsergebnis anleihe“ mit 14½ Milliarden Franken angegeben. Man darf ohne weiteres annehmen, daß diese Summe den Nennwert der gezeichneten Anleihestücke darstellt. Da nun aber die Anleihe trotz der Hprozentigen Verzinsung nicht zu pari oder annähernd zu pari aufgebracht wurde, sondern zu einem Zeichnungskurs von Prozent, der sich in Wirklichkeit bei Anrechnung aller der leinen Vergünstigungen, die den Zeichnern gewährt wurden, auf etwas weniger als 87 Prozent stellt, so bedeuten die 14½ Mil- jarden Franken nominell in Wirklichkeit nur etwa 12 600 Mil⸗ ionen Franken effektiv. Dies sind rund 10 200 Millionen Mark gegenüber einem Ergebnis von 25¼ Milliarden Mark bei den deutschen Kriegsanleihen. Die deutschen Kriegsanleihen wurden ausschließlich gegen Barzahlung aufgelegt, während für die fran⸗ zösische„Siegesanleihe“ die 10jährigen obligations de la defense nationale und die kurzfristigen bons de la defense nationale an⸗ genommen wurden und daneben die Zprozentige französische Rente zu einem Kurs von 66 Prozent(bei einem Marktpreis von 63,75 Prozent) zum Umtausch in die„Siegesanleihe“ zugelassen wurde. Während also die deutschen Zeichnungen aus⸗ schließlich Barzeichnungen sind, war bei der französischen „Siegesanleihe“ von vornherein damit zu, rechnen, daß ein er⸗ heblicher Teil der Zeichnsngen der französischen Republik kein eues Geld, sondern nur altes Papier bringen würde. Diese Erwartung hat sich gerechtfertigt. Herr Rübot selbst hat etzt im Senat mitgeteilt, daß von den 14½ Milliarden Franken des Zeichnungsergebnisses 57¼ Milliarden Franken auf Bar⸗ zeichnungen und 2½ Milliarden Franken in bons de la defense nationale entfallen. Auf den Umtausch von Zprozentiger fran⸗ zösischer Rente und von obligations de la defense nationale ent⸗ allen also nicht weniger als 6¼ Milliarden Franken. Neues Geld stellen nur die 5¼ Milliarden Franken Barzeichnungen dar, die zum Kurs von 87 Prozent einen wirklichen Bar⸗ rlös von nur 4785 Millionen Franken(3876 Mil⸗ 3 Mark) ausmachen. Das Barergebnis der nach 161½ Kriegs⸗ maten mit so großem Aufand und Getöse an den Markt ge⸗ brachten französischen„Siegesanleihe“ bleibt also nicht unerheblich hinter dem Extrag der im zweiten Kriegsmonat aufgelegten 5 3 deutschen Friegsanleihe zurück und beträgt noch nicht einmal ¼ des Erträgnisses der bisher in Deutschland auf dem Anleiheweg für den Krieg aufgebrachten Mittel. ** 1 1 5 * — Ein neuer russischer Generalissimus? Stockholm, 28. Dez. In Petersburg verlautet, daß die ennung eines Oberbefehlshabers für sämtliche Heere der Westfront unmittelbar bevorstehe. Der Zar bleibe nur formell höchster Kriegsherr. Als künftiger Generalissimus wird Kriegs⸗ minister Poliwanow genannt.(Berliner Lokalanzeiger.) „ 1 die Sie von Frieden sprechen, werden der Reaktion vor⸗ arbeiten. Sie würden den schrecklichsten Schlag gegen die 1 1 und gegen die nationale Verteidigung. 995 8 werden Sie für den Sieg der Alliierten streiten. HLämpfen Sie für die soziale Revolution. Der folgende Redner forderte eine bessere Organisation der 3 Kom⸗ missätre zu den Heeresteilen und die Bildung eines Komitees N Recht für Zusammenkünfte mit deutschen Sozialisten unter dem Hinweis, daß schon vor der Zimmerwalder Konferenz Kautsky zusammengekommen seien. Er verlangte die Mo⸗ Urheber davon war. Redner schließt unter der Versiche⸗ der französischen„Sieges. i. Höln, 27. Dez. Zum Untergang des Dampfers „Nasaka Maru“ wird der„Köln. Ztg.“ mitgeteilt: Für die englische Geldpolitik ist die Versenkung des Postdampfers„Hasaka Maru“ im Mittelländischen Meere ein schwerer 1 Die japanische Finanzkonferenz im Dezember hatte beschlossen, von den großen Regierungs⸗ guthaben zunächst 40 Millionen Gold aus London zurückzuziehen trotz Transportwagnisses und Bundes- genossenschaft, weil das Gold in Japan für den amerika⸗ nischen Verkehr dringlich gebraucht würde. Mit Rücksicht auf die Unterseeboote wurde die Sendung auf mehrere Post⸗ dampfer verteilt. Einer davon ist jetzt also untergegan⸗ gen. Nicht nur, daß die britischen Versicherer für den Verlust aufzukommen haben. Die Bank von England muß diese Millionen an Gold zum zweiten Male hergeben. Vor allem aber wird der ältere Beschluß der japanischen Regierung, wegen der gefährlichen Verbindung mit London bei allen Lieferungen für den Dreiverband die Zahlungen in New. York oder Tokio statt wie früher selbstverständlich in London zu verlangen, von jetzt an um so strenger durch⸗ geführt werden. Unser Torpedoschuß D hat das Londoner Wirtschaftsleben an der verwundbarsten Stelle ge⸗ troffen. Die Verluste der englischen Handelsflotte. London, 27. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reutersche Bureau meldet, aus den Schiffahrtsstatistiken gehe hervor, daß die Verluste der britischen Handelsflotte, die man auf 10 Millionen Pfund eingeschätzt habe, während der letzten 16 Mo⸗ nate nur 2 732 000 Pfund oder 6 Prozent des Wertes der britischen Handelsflotte betragen hätten. Englische Uebergriffe zur See. Amsterdam, 28. Dez.(WTB. berlanhe bf Die Blätter melden, daß die ganze für die Niederlande bestimmte des Dampfers„Tubantia“ geholt wurde. Haag, 27. Dez.(WTB. Nichtamtlich) Im Haag ist ein Bericht eingetroffen, in Falmouth sei am Donnerstag von einem aus Amerika nach Rotterdam zurückkehrenden hollän⸗ dischen Dampfer die aus etwa 600 Säcken bestehende Post von Bord geholt worden. Auch von dem heute in sen“ seien bei Downe 40 Säcke holländischer Post von Bord geholt worden. Versenkte Schiffe. London, 27. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Der Dampfer „Hadley“ aus London ist versenkt worden. Die Besatzung wurde gerettet. Paris, 27. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Das Marine⸗ ministerium teilt mit, daß ein deutsches Unterseeboot das Paketboot„Ville de la Ciotat“(„Messageries Maritimes“, 6738 Tonnen) am 24. d. Mts. früh im östlichen Mittelmeer tor⸗ pediert und versenkt hat. Die Passagiere und die Mannschaft wurden zum größten Teil durch das englische Paketboot„Mor do“ aufgenommen und am 26. d. Mts. in Malta gelandet. Aus dem Reiche. 60. Geburtstag des preußischen Kultusministers. Hk. Berlin, 28. Dez. Der preußische Kultusminister Dr. von Trott zu Solz vollendet am 29. Dezember das 60. Lebensjahr. Geboren zu 8 in Hessen, trat er 1879 in den preußischen Staatsdienst ein, war Regierungs⸗ assessor in Oppeln, Landrat in Höchst a. M. und in Marburg, vertrat den Kreis Marburg im Abgeordnetenhaus, wirkle später als vortragender Rat im Ministerium des Innern, wurde 1898 Regierungspräsident in Koblenz und kam ein Jahr später in gleicher Stellung nach Kassel. 1905 erfolgte seine Berufung zum Oberpräsidenten der Provinz Branden⸗ burg als Nachfolger Bethmann Hollwegs, 1910 zum Kultus⸗ minister als Nachfolger Holles. — Aus Stadt und Land. Gießen, 28. Dezember 1915. Süßigkeiten und Gebäck. Vom Bundesrat ist in diesen Tagen eine Verordnung erlassen worden, wonach für die Herstellung von Süßigkeiten vom Beginn des neuen Jahres an nur die Hälfte jener Zuckermengen verarbeitet werden darf, die durchschnittlich in der Zeit vom 1. Oktober 1914 bis Ende September 1915 in den einzelnen Fabriken dafür verwendet worden waren. In verschiedenen großen Zeitungen ist auf die weittragenden Folgen hingewiesen worden, welche diese Verordnung für eine Reihe von Gewerbebetrioben, namentlich für die großen Schokoladefabriken, im Gefolge haben wird, und die sich aller Wahrscheinlichkeit nach auch in einer nicht geringen Störung des Arbeitsmarktes geltend machen werden. Eine Erörterung der Frage, in welcher Weise unsere Zuckerindustrie diesem ein⸗ schneidenden Eingriffe in ihren Gewerbebetrieb gegenüber am besten sich einrichten wird, liegt uns hier serne. Daß sulche Po st aus Südamerika von den Engländern von Bord f Rotterdam angekommenen Dampfer„Christian Michel⸗ 27 tiefgreifenden Maßnahmen vom Bundesrat überhaupt in Erwägung gezogen werden mußten, ist aber jedenfalls Be⸗ weis genug dafür, daß unsere gewaltigen Zuckervorräte doch 0 nicht unerschöpflich sind, und daß leider auch auf diesem Ge⸗ biete unsere Volkskreise es nicht verstanden haben, der durch unsere wirtschaftliche Isolierung geschaffenen Lage aus eige⸗ ner Entschließung sich anzupassen. Nicht nur durch eine wohl recht oft das Maß des Erlaubten übersteigende Verwendung von Süßigkeiten, namentlich Schokoladewaren, als Liebes⸗ 5 gaben an unsere Truppen hat sich der Zuckerverbrauch ganz erheblich gesteigert, sondern auch im Inlande hat sich die Bevölkerung an den Genuß von Süßigkeiten in einem das rechte Maß, wie sich jetzt zeigt, weit überschreitenden Um⸗ fange gewöhnt. Haben doch in den letzten Monaten aller Orten neue Konditoreien, Feinbäckereien und Schokoladegeschäfte sich aufgetan und starken Zulaufs aus allen Kreisen sich erfreuen dürfen. Gewiß hat man mit Recht unter die„zehn Kriegsgebote“ die Mahnung aufgenommen:„Genieße viel Zucker in den Speisen, denn Zucker ist ein vorzügliches Nahrungsmittel!“ Aber damit war doch nicht gesagt, daß das Erzeugnis unserer Zuckerrüben über das Bedürfnis un⸗ serer Ernährung hinaus als Schleckerei verbraucht werden sollte! So kommt auch die Kunde von den getroffenen ernsten Maßnahmen des Bundesrats gerade zur rechten Stunde, um unsere Hausfrauen bei der Bereitung des Neujahrsgebäcks davon abzuhalten, die gedankenlose ungeheure Verschwendung von Mehl, Zucker und Fett vom vorigen Jahre zu wieder⸗ holen, und ihnen zum Bewußtsein zu bringen, daß die durch ihre Hand gehenden Vorräte ein ihnen an vertrautes vaterländisches Gut sind, über dessen spar⸗ same Verwendung sie, ob arm, ob reich, Rechen⸗ schaft abzulegen haben(ogl. die neue Flugschrift 13 der Zentral-Einkaufsgesellschaft„Kriegs⸗Weihnachtsgebäck“, kostenlos zu beziehen durch den Verlag, Berlin W. 8, Behren⸗ straße 21). Solche Gewissensschärfung und der Gedanke an unsere tapferen Feldgrauen, die im Schützengraben und auf der Kampfheide unter unerhörten Entbehrungen Leben und Gesundheit für uns aufs Spiel setzen, wird, darauf dürfen wir doch wohl vertrauen, bei fortgesetzter Belehrung auch die weiteren Volkskreise und unsere Jugend dazu führen, Zucker, Schokolade und Süßigkeiten nicht als ein zu jeder Stunde erlaubtes Naschwerk zu betrachten, sondern wi e jedes andere Nahrungsmittel nur im Rahmen einer gewissenhaft aufgestellten Kostord⸗ mung zu verbrauchen. Selbstverständlich müßten aber auch mit der gewonnenen Einsicht in den gesteigerten Bedarf an zuckerhaltiger Nahrung, namentlich auch für die Erhal⸗ tung unserer Viehbestände, alle den Anbau von Zuckerrüben einschränkenden. Bestimmungen baldigst aufgehoben und statt dessen der für die Erzeugung von Stärkemehl und Eiweiß so ertragreiche Zuckerrübenbau mit allen Mitteln ge⸗ fördert werden. * ** Der Tag der unschuldigen Kinder(28. De⸗ zember.) In manchen Gegenden unseres Vaterlandes spricht man der Welt erblickt hat. 4 Auszeichnungen. Dem Vizefeldwebel Heinrich Wolf, früher Schutzmann in Gießen, im Landwehr⸗Inf.⸗Rgt. 85 wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. Dem Fahnenjunker Alex Möckel aus Gießen wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Gleichzeitig erfolgte seine Beförderung zum Leutnant.— Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der 55 der Landwehr Willi Hexamer im Inf.⸗Rgt. 116 aus keßen. N Amtliche Personalnachrichten. Der Groß⸗ herzog hat am 24. Dezember dem Staatsminister, Minister des Großherzoglichen Hauses und des Aeußeren und Minister der Justiz Dr. Karl von Ewald das Großkreuz des Ludewigsordens ver⸗ liehen.— Der Großherzog hat am 24. Dezember dem Mit⸗ glied der Künstlerkolonie, Maler Fritz Oßwald in Darmstadt, den Charakter als Prosessor erteilt.— In den Ruhestand wurde versetzt am 18. Dezember die Lehrerin an der Volksschule zu Mainz Marie Eleonore Kötting auf ihr Nachsuchen, unter Anerkennung ihrer langjährigen treuen Dienste, vom 1. Januar 1916 an.. * Per sonalnachrichten der Haiserlichen Ober⸗Postdirektion in Darmstadt. Der Kai ser hat dem Oberpostdirektor Mil kau in Darmstadt den Cha⸗ rakter als Geheimer Ober⸗Postrat mit dem Rang eines Rats zweiter Klasse, den Posträten Pormann und Scherpe in Darmstadt den Charakter als Geheimer Post⸗ rat und dem Ober⸗Postsekretär Bellaire in Darmstadt den Charakter als Rechnungsrat verliehen. 0 8915 Die Zusammensetzung der Preisprüfungs⸗ stelle für die Provinz Oberhessen wird im heutigen Kreisblatt bekanntgegeben. Den Vorsitz hat der Großherzogliche Provinzial direktor Dr. Usinger, stellvertretende Vorsitzende ind 1 CGG Dr. Kleberger⸗Gießen und Regi Sassessor Tedberg, gierung sess VVVVVVVVVVTVTVT 0* Oberhessischer Wunstverein. Bei der heutigen Verkofung von Anrechtscheinen auf Kunstwerke fielen folgende auf nachbenannte Mitglieder des Kunstvereins, Ge⸗ winn Nr. 1 im Werte von 150 Mk. auf Dr. Reif zu Lang⸗ „ Gewinn Nr. 2 im Werte von 100 Mk. auf Frau Dr. loch ⸗Gießen, Gewinn Nr. 3 im Werte von 75 Mk. auf chla direktor Dr. Modde, Gewinn Nr. 4 im Werte von 50 Mk. auf Professor Dr. Leutert, Gewinn Nr. 5 im Werte von 50 Mk. auf Professor Stork, Gewinn Nr. 6 im Werte don 25 Mk auf Generalleutnant Klingelhöffer, Gewinn Nr. 7 im Werte von 25 Mk. auf Geheimerat Dr. Usinger, Vewinn Nr. 8 im Werte von 25 Mk. auf Bildhauer Ködding. * Postanweisungen an Kriegsgefangene in Frankreich. Die französische Regierung hat angeordnet, daß vom 1. Januar 1916 ab bis auf weiteres von einem Absender an einem Tage nicht mehr als 180 Franken auf Kriegsgefangenen⸗ Postanweisungen nach Frankreich abgesandt werden dürfen. Die bekannte Kartenschläger in Frau Dorothea Moritz 9 gestern in der medizinischen Klinik im 80. Le⸗ bensjahre. Sie wurde als Stadtarme in die Klinik eingeliefert, ihr treuer Begleiter war ein gut verschlossenes Handkörbchen, das sie sorglich behütete. Heute wurde nun der Schleier der über diesem Körbchen schwebte, gelüftet, und siehe da, man fand über 1000 Mk. bares Geld, davon 920 Mk. in 20 Mark⸗Goldstückchen, ein seltener Anblick! 7 4 Landkreis Gießen. f. „ Großen⸗Buseck, 28. Dez. Dem Reservisten Friedrich Fuhr und dem Gefreiten Gustav Keil von hier, beide bei dem be wen 217, wurde die Hessische Tapferkeits⸗ medaille verliehen. 1 e. Londorf, 28. Dez. Ein seiner alten Heimat auch überm roßen Teich Treugebliebener ist der in seiner Jugend von hier nach merika ausgewanderte Justus Laub. Er hat es verstanden sich durch Fleiß und Ausdauer zu einem reichen Manne empor⸗ zuschwingen der auch die Achtung und das Zutrauen seiner Mit⸗ bürger genießt. Dies beweist wohl die Wahl seines Sohnes zum Bürgermeister der Stadt Akron im Staate Ohio, einer Stadt mit über 100 000 Einwohnern, in der dieser mit über 1000 Stimmen Mehrheit als Kandidat der Republikaner den Sieg davontrug. Justus Laub besuchte kurz vor Ausbruch des Krieges seine alte eimat und ließ zu Weihnachten an die Witwen Gefallener von ier namhafte Geldbeträge durch Verwandte verteilen. Er hat ver⸗ prochen bei Kriegsende diese Spenden zu wiederholen. Kreis Alsfeld. e. Homberg, 28. Dez. Dem Finanzamtsbureauvorsteher Karl Born, Homberg, z. Zt. Kompagnieseldwebel im Landwehr— Inf.-Regt. 116, wurde am 24. Dezember das Eiserne Kreuz verliehen. s Kreis Lauterbach. M. Lauterbach, 27. Dez. Seit Weihnachtsabend wird der tm 70. Lebensjahr stehende Weber Kolb von hier vermißt. Sehr wahrscheinlich ist er beim Verlassen seiner Wohnung infolge des starken Sturmes in den vor dem Hause vorbeifließenden, zurzeit stark angeschwollenen Seitenarm der Lauter— sogen. Kanal— gestürzt und ertrunken. Die starke Strömung dürfte die Leiche weit fortgeführt haben, da ein mehrfaches Absuchen der Lauter bis Salzschlirf keinen Erfolg hatte. Kreis Schotten. [UI Laubach, 28. Tez. Im hiesigen Lazarette fand am Vor⸗ abend vom Weihnachtsfest eine schöne Feier für die Verwunde⸗ ten statt. Pfarrer Nebel hielt die Andacht ab. Daran schloß sich die reiche Bescherung, wobei warme Kleidungsstücke, Zigarrenetuis und Brieftaschen zur Verteilung kamen. Einer der Verwundeten prach im Namen der Kameraden herzliche Dankesworte für all s Empfangene aus. Die Pflegerinnen wurden durch eine Photo⸗ graphie von der Gräfin⸗Mutter und den gräflichen Kindern sehr erfreut. Fast alle verwundeten Soldaten konnten andern Tags einen Heimurlaub antreten.— An die Ostpreußen ging vor Weihnachten eine größere Weihnachtskiste mit warmen Kleidungs⸗ stücken und Spielsachen von der hiesigen Handarbeitslehrerin Fräu⸗ 06843] 2 fein möbl. Zimmer (Wohn⸗ und Schlafzimmer) zu verm. Goethestr. 23 II. Wefmistungen HA IS Wider. straße 7 3. lein Scriba ab. Die Kleidungsstücke waren mit großem Fleiß von den Schülerinnen der Volksschule unter Leitung von Fräulein Scriba angefertigt worden; durch freiwillige Gaben konnten Spiel⸗ sachen beigesteuert werden. Sicher haben die schönen Liebesgaben den von Haus und Hof Vertriebenen viel Freude gebracht. Starkenburg und Rheinhessen. ch. Bingen, 28. Dez. Der Rheinwasserstand hat seit vorgestern noch eine Erhöhung von 35 Zentimeter erfahren und steht heute nachmittag auf 3.15 Meter am hiesigen Pegel. Am Oberrhein befindet er sich noch im Steigen und sicher wird er noch eine weitere Erhöhung erfahren, da es anscheinend mit der regnerischen Witterung noch nicht zu Ende gekommen ist. Die Nahe ist noch weiter gestiegen. Sie fließt jetzt im unteren Laufe langsamer, da sich ihr Wasser gegen die Fluten des hochgehenden Rheins stemmt und sich staut. Da es vorgestern nicht so stark ge⸗ regnet hat, läßt das Steigen der Fluten etwas nach. Auch gestern herrschte kein Regen, wenigstens nicht sehr viel, immerhin sieht es nach weiterem Regen aus. Damit aber dürfte auch der Wasser⸗ stand sich fernerhin erhöhen. ch. Bingen, 28. Dez. Der Leiter des hiesigen Wasserwerkes, Schöckler, konnte im Laufe dieses Jahres drei Feiern begehen. Er stand 25 Jahre im Dienste der Stadt Bingen, hatte Silberne Hochzeit und wurde 50 Jahre alt. 5 = Rüsselsheim, 28. Dez. Auf der hiesigen Station geriet ein Bremser unter einen Güterzug. Er wurde über⸗ fahren und getötet. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 28. Dez. Das Ergebnis der Sammlung zur Beschaffung von Weihnachtsgaben für unsere Feld- grauen liegt jetzt vor. Danach entfallen auf die Bürgermeisterei Aßlar 1015,95 Mk., auf Bürgermeisterei Krofdorf 1930,60 Mk., auf Bürgermeisterei Braunfels 790,60 Mk., auf Bürgermeisterei Greifen⸗ stein 416,15 Mk., auf Bürgermeisterei Hohensolms 417,05 Mk., auf Bürgermeisterei Rechtenbach 1526,75 Mk., auf Bürgermeisterei Schwalbach 1644,75 Mk. und auf die Stadt Wetzlar 14 803,05 Mk., mithin insgesamt 22 544,90 Mark. ra. Aus dem Kreise Wetzlar, 28. Dez. Landversteige⸗ rungen und Verpachtungen, die bekanntlich während der Herbst⸗ und Winterzeit stattfinden, sind infolge des Krieges überall im Preise gesunken, es fehlen vielfach die Arbeitskräfte. Ju der jüngsten Zeit wurde der Morgen Ackerland(25 Ar), je nach der Lage und der Fruchtbarkeit des Bodens, mit 1200 bis 1500 Mk. bezahlt. Wiesen stehen bedeutend höher im Preise, da die Rute durchschnittlich(25 Quadratmeter) 35—45 Mark gilt, also der Morgen 3500 4500 Mark. Bei Verpachtungen verzinst sich das Kapital auf 3 bis 3½ Prozent. Die Zusammenlegung der Felder macht im hiesigen Kreise erfreuliche Fortschritte. Hessen⸗Nassau. — Frankfurt a. M., 28. Dez. An den Folgen eines Schlaganfalls verschied im Alter von 70 Jahren der hiesige Senatspräsident Geh. Oberjustizrat Adolf Losse n. Der Ver⸗ storbene war während seiner juristischen Laufbahn zunächst am Niederrhein tätig und wirkte seit 1890 am hiesigen Oberlandesgericht.— Der verheiratete Rangierer Hermann Steyer wurde heute mittag im Westhafengelände beim Ueberschreiten der Hafenbahn von einem een e erfaßt und auf der Stelle getötet.— In einem nsarden⸗ immer der Bockenheimer Landstraße vergiftete sich das 28jährige Dienstmädchen Marie Striber mit Leucht⸗ gas.— Während der Feiertage brachen Diebe in eine Metzgerei am Bäckerweg ein und raubten aus der Woh⸗ nung etwa 900 Mk. bares Geld. Frankfurt a. M., 28. Dez. Die Polizei verhaftete in der Fahrgasse einen langgesuchten Falschmünzer und Schwindler, der unter verschiedenen Namen bekannt war. Unter dem Namen Sordmann verübte er in Ober⸗ hessen, im Odenwald, an der Bergstraße und in der Pfalz eine große Anzahl Betrügereien, bei denen ihm erhebliche Geldsummen in die Hände fielen. l ul. Westerburg, 27. Dez. Landrat Abicht ist erkrankt und wird voraussichtlich einige Wochen dienstunfähig sein. ——.....—— meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 3 2 23 2 22 Dez. 28 3 85 3 8 3 3 38 S SS Wetter 35 3 23 S S s SS 1915 f 83 5 S S„ 2 S D= 8 2— 7 6 888 8 88 27 25— 8,2 7,5 92— 10 Bed. Himmel 27.9— 8,4 7,2 87—— 10 5 1 28. 14— 72 5, 71—— 8 5 Himmel Höchste Temperatur am 26. bis 27. Dez. 1915= + 9,6“ Niedrigste„„ 25.„ 27.„ 191— 5/6 Niederschlag: 3,7 mm. C. C. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch, den 29. Dez. 1915; Wechselnd bewölkt, zeitweise Niederschläge, etwas kälter. Letzte Nachrichten. Griechenlands Haltung. Athen, 28. Dez.„Krithia“ meldet, daß zwischen den Regierungen der Mittelmächte und Griechenland ein Abkommen getroffen worden sei, das für den Fall der Verfolgung der fran⸗ zösischen Truppen auf Saloniki die Unverletzlichkeit des griechischen Gebietes sicherstelle.(Köln. Ztg.) Budapest, 28. Dez.„Az Est“ läßt sich aus Sofia folgende sonst noch nicht bestätigte Meldung drahten: Dem bulgarischen Regierungsorgan„Narodni Prav a“ zufolge teilte der griechi⸗ sche Gesandte in Sofia im Namen der griechischen Regierung mit, Griechenland erhebe keine Einwendungen mehr dagegen, daß bulgarische Truppen auf griechisches Gebiet vordringen, wenn dies im Interesse einer Zusammenwirkung mit den Verbündeten unumgänglich notwendig sei. Ministerpräsident Radoslawow nahm diese Mitteilung mit Anerkennung zur Kenntnis und betonte wiederholt, das Erscheinen bulgarischer Truppen auf griechischem Boden widerstrebe keineswegs den griechischen Interessen, sondern diene in erster Linie den gemeinsamen Zielen beider Länder. Katzenjammer in Italien. Lugano, 28. Dez. Ein Leitartikel des„Popolo d' Ita⸗ lia“ geißelt mit scharfen Worten die Zunahme der italientschen Friedenspropaganda. Das Hetzblatt erklärt dann, es sei töricht, wenn viele Leute sich beschweren, daß die Italiener nicht einmal Görz genommen haben. Diese Leute werden nicht einmal zufrieden sein, wenn wir Triest haben. Wo sind denn die großen Eroberungen unserer Verbündeten. Das einzige Heer, das 1915 in feindliches Gebiet eindrang und Hindernisse überwand, die kein 1 anderes Heer der Welt überwinden konnte, war das italienische.— Salandra sandte an die Präfekten ein Rundschreiben, in dem er sie auffordert, strengste Maßnahmen zur Unterdrückung 1 der Drückebergerei zu treffen. Beachtung, einmal, weil die Kalisalze in mehr als genügender Menge zur Verfügung stehen, und dann deshalb, weil durch eine reichliche Kalidüngung der Mangel an den übrigen Düngemitteln in etwa behoben werden kann. Zudem ist⸗ die Kalidüngung billig, 5 und es gebrauchen alle Kulturpflanzen zu ihrem Aufbau große Mengen Kali.— Forderungen an den wegen Geisteskrank⸗ heit entmündigten Kaufmann Heinrich Karl Theodor Keil i. Gießen sind binnen 14Tagen — Die Kalidüngung verdient in der Kriegszeit besondere a 5 Alleinbewohnen eingerichtet, zu vermieten. 97⁴⁵ Näheres Wilhelmstr. 5. Alicestraße 11 ch schöne Wohnung zu verm. 8570 „Näheres daselbst 1. Stock 7 Zimmer Ji Elegante 7 Zimmer⸗ Wohnung mit all. Zubehör per 1. April billig zu ver⸗ mieten. Bleichstraße 26. [DDr 85091 Wilbelmstraße 81II. 6-Zimmerw. mit Bad, Loggia und allem Zubeh. zu verm. Näheres Frankfurter Str. 29. Stephaunstraße 15 II schöne 6⸗Zimmerwobnung mit Zubehör, groß. Veranda und Gartenanteil zu verm. 9950 D] Näheres im 3. Stock. von 6 Zimmern Wohnung ur J deb, Ol Aulage 38 I. Stock, vom 1. April 1916 ab zu vermiet. 9048] Näheres parterre. 5 Zimmer Schöneß⸗Zimmer⸗Wohng. 1. April zu verm. Goethe⸗ straße 68. Näh. 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Wilhelm Bergauer Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Mutter sagen wir allen unseren innigsten Dank. 9955 Sofie Rinn am 19. Mai, Wilhelm Schneider am 11. September 1915. Die Helden in Ehren allezeit. Der Vorstand des Gesangvereins„Germania“, Großen⸗Buseck. 9961 Die Hinterbliebenen: Familie Hermann Bender Familie Karl Bender. Gießen, Hungen, den 27. Dez. 1915. — Statt Karten Ihre an Weihnachten stattgefundene Verlobung zeigen an 9074 August Haffner Gießen, Nord-Anlage 15 2. Zt. Friedberg Ich habe meine Praxis wieder aufgenommen Sprechstunden: Wochentags 11—12 Uhr vormittags 3—5 Uhr nachmittags Sahnarzt Metz 955 Elisabeth⸗Kleinkinderschule. Zwecks Entbebung von Nenjahrsbesuchen und Glückmünschen nehmen die unterzeichneten Vorstands⸗ mitglieder auch in diesem Jahre Gaben für diese Schule entgegen. a Die Namen der Geber we Jahres im Gießener Anzeiger Gießen, am 28. Dezember 19 8 9968 Jür den Vorstand der Elisabeth⸗Kleinkinderschule: Bechtolsheimer, Pfarrer. Haas, Sparkassenkontrolleur. rden noch vor Schluß des 88 gegeben. 5. Gelberüben für Futter⸗ u. Speisezwecke sehr preiswert abzugeben.(% Goldenberg Lose 15 10 . 5.— U. 10.— N. 20. J. D sind zu beziehen durch die Königlich Preuß. Lotterie- Buchacker Neuen Baue Ii Fernsprecher 877. Fernsprecher 237. (233. Königl. P am ll. Januar. 1 2 J. Hcuhsch-Hacdeutsehe reußische) Klassen- Lotterie Die Ziehung der ersten Klasse dieser Lotterie beginnt wieder 9912 1 Einnehmer in Gießen: Flimm Walltorstr. 63 0 40.— Klasse Legler Süd-Anlage 5 06840 Statt jeder besonderen Anzeige. Freunden und Bekannten hiermit zur Nachricht, dass meine liebe Gattin, unsere treusorgende Mutter, mutter und Grossmutter fal Jobauna Margera gehneider gh. Maler nach langjährigem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden im 58. Lebensjahre sanft im Herrn entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Johannes Schneider, Rudolf Schneider Anna Schneider, geb. Hecker Wibert Schneider Konrad Schneider Elisabeth Schneider Giessen(Schiffenberger Weg 61), den 26. Dezember 1915. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 30. d. M., nachm. 2 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Schwieger- Gärtnereibesitzer und 2 Enkelkinder. Danksagung. Für die vielen Beweise innigster Teilnahme bei dem schweren Verluste, der uns betroffen, sagen wir herzlichsten Dank. Familie Andreas Wagner Ernst Nicolai. Giessen, den 28. Dezember 1915. 9973 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Vaters, Schwieger- vaters, Grossvaters, Bruders, Schwagers und Onkels Andreas Becker II. sagen wir hiermit unseren verbindlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Londorf und Bellersheim, 28. Dezember 1915. Gute weiße Faßseife 23⸗Pfd.⸗Eimer od. Kübel 9.50 60⸗Pfd.⸗Kübel 21.00 Zentner⸗ Faß 37.00 Nachn. Bahnstat. angeb. 9815 Fernsprecher 82. F. Fehling, Düsseldorft17. & Marcus, Gießen. Wohne j etat 06796 II. 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Dezeinber 1915. p) Städtische Unterstützung(Mietszuschus). Al Montag, den 3. Januar 1916 JA—h Dienstag, den 4. Januar 1016 8-4 Mittwoch, den 5. Janugx 1916. e) An Vermieter, die Mielbeträge abholen. Donnerstag, den 6. Januar 1016. ., Die Auszahlungen sinden von 8—1 Uhr vormittags im Stadthaus, Zimmer Nr. 7, statt. R Die Unterstützungen dürfen nur genannten Tagen abgeholt werden. 2 Sberrste nur bade relle * den por. 1 10