Sweites Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die„Sletzeuer Famisienblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den reis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirlschaftlichen Seit⸗ fragen“ erscheinen monatlich zweimal. Gießener General⸗Anzeig Praktische winke für den Ariegshaushalt des Aleinkonsumenten. Der Familienvorstand einer kleineren Beamten- oder Arbeiter⸗ familie hat seinen Haushalt unter dem Kriegs zustand nach zwei en zu ordnen und auf die Kriegsverhältnisse einzu⸗ tellen: ö Diese find? 6 1. Wie passe ich Küche und Haushalt der durch den Kriegs⸗ zustand geschaffenen Lage des Nahrungsmittelmarktes an? 2. Auf welchem Wege erschließe ich mir Verbilligungs⸗ oder erhöhte Einnahmequellen? 5 5 5 Die Vorbedingung für einen Erfolg auf diesem Gebiete ist der eiserne Wille, zum Ziel kommen zu wollen; praktische Winke für Ersparnisse im Haushalt werden dabei nicht ohne Interesse sein. beraten. Feststehender Verdienst eingeteilt werden, schwankender niedrig, als zu hoch angenom⸗ und Frau müssen muß auf das Allersorgfältigste Verdienst eher durchschnittlich zu men werden.. 1 Zuerst werden die festen Haushaltungslasten aufgesteelt. Miete, Beleuchtung, Feuerung, notwendige Fahrgelder, dann Wirtschafts⸗ geld, al eine Haushaltungsausgaben, und dann erst kommen die Summen für Bier und Zigarren. Schon die Aufstellung eines solchen Haushaltsplanes wird für manchen Haus haltung vorstand nicht ohne Ueberraschung enden und die Erfahrung bestätigen, daß strenge Einteilung und Ordnung das Ziel, sich den Kriegs⸗ verhältnissen anzupassen, wesentlich erleichtert. 5 ichts spart mehr, als die sich selbst auferlegte Pflicht, sich über alle Ausgaben schwarz auf weiß Rechenschaft zu geben. Die Ausgaben für Micte stehen fest. Aber schon der Gas⸗ automat oder die Gasuhr! Stets ist der Haupthahn voll auf⸗ gedreht. Der volle Druck der Gasometer ruht auf der Leitung. Das Gas strömt verbrennend aus, ein Kubikmeter nach dem an⸗ deren muß bezahlt werden. Der Gasdruck kann dagegen ohne die geringste Beeinträchtigung für die Flamme oder den Kocher wesentlich gemindert werden. Ein Versuch lohnt. Der Haupthan, nur wenig mehr als halb geöffnet, läßt genügend Gas durch, und gestattet trotzdem die größte Helligkeit der Flammen oder die größte Heizkraft des Kochers. In der Küchen⸗ und Stubenfeuerung lasss Ersparnisse erzielen. Wenn das 1 en sich mannigfache 1 Wasser kocht oder das Esten ge⸗ kocht ist, darf das Herdfeuer nicht gerade den höchsten Hitzegrad erreicht haben. Der wird zum Ankochen benötigt. Zum Weiter⸗ kochen genügt ein sparsames Feuer, das eigentlich in dem Augen⸗ blick abgestorben sein muß, in dem das Kochen beendet ist. Bedingt der Haushalt ein Nurchhalten des Feuers, so spare man mit den Zugaben von Brennmaterial. Es wird in dieser Hinsicht Hielfach nicht sparsam genug umgegangen. Bei der Stubenfeuerung werfe man die Kohlen(Preßkohlen) nicht acht⸗ und wahllos in den Ofen hinein, sondern schichte sie 8 5 in abwechselnder Richtung übereinander, damit die dem Ofen die Wärme spendende Glut so geschlossen und damit so lange wie möglich erhalten bleibt. Ist man gezwungen, wäh⸗ rend der Nacht Glut zu erhalten und gewöhnt oder genötigt (bei. Oefen) mehrmals anzulegen, so wickele man die auf Glut, nicht auf brennende Flamme, nachzulegenden Kohlen fest in Zeitungspapier. Das Papier verkohlt zwar, schließt aber die Luft von der langsam glühenden Kohle ab. Die Glut hält sich mehrere Stunden länger, als ohne Umhüllung. fündete Streichhölzer, deren Flamme ihren Dienst ge⸗ tan hat, deren Holz aber noch nicht verbrannt ist, werfe man nicht achtlos weg, sondern hebe sie auf. Sie sind für das Feuer⸗ anmachen sehr wichtig. Ebenso leere Streichholzschachteln. Den Kehrricht der Wohnung, ehe er weggetan wird, unter⸗ ziehe man sorgfältiger Durchsicht und erinnere sich dabei, daß frühere Generationen jedes Stückchen Holz, Woll⸗, Baumwoll⸗ oder Leinenlumpen, jeden Knochensplitter, die Gräten der Fische und Glasscherben sammelten und verwendeten. Wer Koks brennt, prüfe stets die Schlacke. Es sind immer Koksstückchen vorhanden, die noch nicht voll ausgebrannt, nachdem sie naß gemacht sind, noch einmal mit Verwertung finden können. 5 fen. Interesse der gehen ein Gef freudig stimmt und das Recht verleiht, sich selbst zu sagen, auch ich habe dem Vaterlande in 0 5 frohe Stunden nach dem Kriege eine glückliche und stolze Erin⸗ nerung. Es sind täglich und in jedem einzelnen Falle Pfennige, die erspart werden, Man spart 105. Jahrgang E nzeiger Dienstag,. Dezembei 1015 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts Buch⸗ und Steindruckerei, R. Lange, Gießen. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul⸗ straße 7. Geschäftsstelle u. Verlag: 51, Schrist⸗ leitung: S112. Adresse für Drahtnachrichtem Anzeiger Gießen. en die aber sich zu Groschen und Markstücken häu⸗ dabei nicht nur für sich selbst, sondern auch im Allgemeinheit. Und man wird bei diesem Vor⸗ ühl der Befriedigung empfinden, das erleichtert und seiner schweren Zeit beigestanden. Für Weihe des Ehrenfriedhofs zu Dalenciennes Die letzten Wochen vor dem Weihnachtsfest waren der Welt hindurch eine Zeit frommfröhlicher Erwartung oder lange Jahre treusorgenden scheint Freude licher Ernst und zielbewußte Entschlossenheit beseelen vor allem jene nach Millionen zählenden ihre Leiber als Wall für Heim der Front in fördernd in da Feiertage, die d. tragen entsprechenden Charakter und werden unauslöschlich Trübes G von Regen und Schnee peitschen über das mord 6 land und in die Gesichter der Feldgrauuen, die sich auf dem Fri Toren der Stadt Valenciennes hofe vor der sammengefund abkömmlichen herbergt, steht Ehrung, sich selbst z wanken und zu weichen, bis das Sicherheit der erreicht ist: haftem Ueberf gattungen, all treten. Vor bildenden sandsteinfarbenen Den gebauten Alta Exzellenz bis deutsche und französische Krankenschwestern und Pflegerinnen, die Stadlvertrelu ständigen die der Luft trotz Es gilt die Weihe des neu angelegten Ehrenfried an ihren Wu feindlicher Länder. Die Musilta Bataillons G gebet an:„Wir treten fallen rauhe Seele!“ Seldgraues Weihnachtsspielzeug. Uns wird geschrieben: 5 Neben dem großen, wirklichen, bitterernsten Krieg, den die Erwachsenen auskämpfen, gibt es noch einen anderen, einen sym⸗ bolischen Miniaturkrieg sozusagen, den Krieg in der Kinderstube. Wie alle die Allgemeinheit beeinflussenden Ereignisse, sofern sie auf breit⸗öffentlicher und leicht verständlicher Grundlage ruhen, sich auf ihre Weise in den Spielen der Kinder widerspiegeln, so ist auch das umfassendste und umwälzendste aller Ereignisse, der Weltkrieg, zum glühend lebendigen Interesse, zum Hauptgegen⸗ stand in Gedanken, Büchern und Spiel der Kinder geworden. Und diese Beschäftigung, in deren leichter, oft Anbeabsichtigt humo⸗ ristisch wirkenden äußeren Form ein tieferer Sinn verborgen liegt, ist umso intensiver, bedeutsamer und verständlicher, als ja dies⸗ mal die Kinder selbst an dem Vorbild der Wirklichkeit beteiligt sind, in oft weittragenderer Weise, als ihnen selbst zum Bewußtsein kommen kann. Vater, Bruder und Onkel sind dem Hause fern, und auf jede Frage wird die gleiche Antwort zuteil, aus der das Wort „Krieg“ herausklingt, geheimnisvoll wie eine ferne, rauschende Welt von wilden Märchen und bunten Abenteuern. Der Krieg beschästigt die Phantasie und das Begriffsvermögen nicht minder, als dies bei den Erwachsenen der Fall ist, in mancher Beziehung sogar viel eingehender und unausgesetzter, weil er fü die Jugend eine Reihe von Rätseln birgt, die dem reifen Alter längst gelöst sind. Darum hat der Kriegsbegriff als Gesamtheit nicht nur die rein praktischen Industrien für seinen Zwech dienstbar gemacht, er hat auch die Spielzeugindustrie von Grund aus umgewandelt und er⸗ neuert Nicht nur die Menge der waffenfähigen Männer, auch das Kinderspielzeug ist feldgrau e und i aue zeit bietet die beste Gelegenheit, Generalmusterung zu unterziehen. i 5 Es gibt wohl kaum eine Spielzeugart, mag es sich nun um Knaben oder um Mädchen handeln, die nicht im sichtbarsten Sinne des Wortes kriegerisch geworden lind. Welcher noch so bescheidene Dreikäsehoch würde sich heute damit zufrieden geben, einen ein⸗ fachen Bauern⸗ oder schön lackierten Kutschierwagen spazieren zu führen. Die zahllosen kleinen hölzernen Gefährte, die Lastwagen, die Postwagen, die Omnibusse, Straßenbahnen, Droschken und Auto⸗ mobile aller Art, die früher in allen Variationen den Spielzeug⸗ markt bevölkerten, sind heute so gut wie aus der Welt geschafft. Sie sind im Kurse des kindlichen Interesses gesunken, wie manche iedenswertpapiere der Erwachsenen. Dafür gibt es sorgfültig seldgrau gestrichene Kriegsautomobile mit Blendlaternen und Scheinwerfern, Proviantkolonnen, Lazarettgefährte mit dem Zeichen des Roten Kreuzes, Feldpost⸗ und Munitionswagen. Der begehrteste und verbreitetste Artikel, der heißeste Wunsch aller Kinder in dieser Kriegsweihnachtszeit sind natürlich die Soldaten aller Waffen 55 Länder. Soldaten aus Zinn, Soldaten aus Blei und Holz, aus Wolle und Pappe. Wer seine Kenntnis der Uniformen aufbessern, seinem strategischen Blick Nahrung bieten will, der besichtige die Spielzeugabteilungen unserer Weihnachtsläden. In den großen Kaufhäusern sind Hunderte, ja Tausende vom Soldaten aller Waffen z 15 75 Schlachtdarstellungen gruppiert. Da gibt es die Schlacht an der Deer, die Schlacht am Narew, die Schlacht bei Neuve Cha⸗ Schlacht bei Loos Interessant ist es zu beobachten, wie r Spielzeugsoldatenmaterial auf die erstaunlichste * und der W Soldaten begn Verbündeten und unserer sich ja nicht mehr um sondern um den tatsächlichen, leibhaftigen Krieg. Unter der Spiel⸗ zeugtruppen, die das f. die farbigen Sold. merkenswerte sehr genau in müssen alle diese Soldaten peinlich genan ausgerüstet sein. Andern⸗ Fl. falls kann es Abnehmer die nicht nur das Landheer, auch die Rolle. In diesem Punkte eilt die Wirklichkeit voraus: f gemeinen abwartend verhalten mußten, dulden die kindlichen Stra⸗ tegen in ihrer artige Zurückhaltung. f 10 fabrikanten ein Flottenprogramm abwickeln, das die Mächte un⸗ weigerlich in den hoffnungslosesten finanziellen Ruin gebracht hätte. Auch die Mädchen beschäftigen sich fast ausschließlich mit dem Kriege. Es ist Weiblichkeit der mütterliche Drang der Fürsorge, der Samariter⸗ und Liebestäti Die Zeit der Seidenkleidern, der Wiegen, Puppenhäuser kleidete Krankenschwestern, soldaten, Tragbahren, 5 g 0 1 Und auch hier legt die in allen kleinsten Einzelheiten der Wirk⸗ lichkeit peinlich entsprechende Genauigkeit in der piychologisch interessanten Rückschluß auf die scharfe Beobachtungs⸗ gabe der Kinder nahe. 5 8. 5 übrigen gibt es natürlich tausenderlei meihnachtliches Kriegsspielzeug, das beide Geschlechter in gleicher Weise interessiert. Dabei kann man auch mit und Persönlichkeiten in den Köpfen der Kinder die größte Auf⸗ merksamkeit erweclen und die verbreitetste Popntlarität genießen. So gibt es unendliche Arten und Grö 5 die bildlichen Darstellungen Hindenburgs in den Ausschnittbogen, Zusammensetzspielen und Bilderbüchern am häufigsten wiederkehren, kein bloßer Zufall sein. Spieldosen, dürfte auch nachtskarten, alles Rein men schau am erfreulichsten die Tatsache, daß auch in diesen Erzeugnissen deutscher Industrie der gute Geschmack siegreich geblieben ist. Nir⸗ gends ist eine grobe Verhöhnung de 5 dem Spielzeug in den feindlichen Ländern nur allzuhäufig anhaftet. Auch dies ist schütterten Festigkeit deut — Wie Lu den. Daß unsere Flugzeuge und Luftschiffe die feldgraue Mode nicht mitmachen iufi zendem Gelb ihren gefährlichen Dieust * 5 irklichkeit aufs Allergenaueste entf reichert hat. Während unsere Kinderwelt sich früher mit deutschen am 12. Dezember 1915. Eifers. Seit dieser Weltenbrand das All durchloht, und Jubel aus Hütte und Palast verbannt. Männ⸗ Scharen, die fern in Feindesland und Herd darbieten, oder die hinter stetem Fluß und Drang, in ruhelosem Hin und Her s Rad der Weltgeschichte greifen. Auch die spärlichen en Lauf des großen Geschehens unterbrechen, sich so dem Gedächtnis einprägen. ewölk jagt am Dezemberhimmel, und riesige Schauer nordfranzösische Flach⸗ zu würdiger Feier zu⸗ en haben. Was der Etappen⸗Hauptort an dienstlich Mannschaften der hier liegenden Truppenteile be⸗ heute da draußen, den gefallenen Kameraden zur ur Erbauung und zum Gelöbuis, niemals zu herrliche Ziel dieses Riesenkampfes geliebten Heimat vor ähnlich frevel⸗ all wie im August vorigen Jahres. Alle Truppen⸗ e Stämme Deutschlands, alle Altersstufen sind ver⸗ dem den Mittelpunkt der neugeschaffenen Anlage kmal und dem dicht daneben auf⸗ die Offiziere, von der graubärtigen, n Leutnant, Geistliche beider Bekenntnisse, r sammeln sich zum flotte ig mit dem Bürgermeister an der Spitze vervoll⸗ Versammlung. Ein deutscher Flieger kreuzt hoch in Wind und Wetter. hofes für die zen gestorbenen Krieger dreier elle des Landsturm⸗Infanterie⸗ ießen stimmt das altniederländische fromme Dank⸗ nden oder Krankh Selig sind, die da Leid tragen, de prechende Weise be⸗ ügte, müssen jetzt auch die Miniaturtruppen unserer Feinde aufmarschieren. Denn es handelt Manöver, Uebungen und Scheingefechte, feindliche Lager darstellen, sind besonders aten, die Neger, Inder und Japaner eine be⸗ Neuerung. Und daß es ernst ist, und die Kinder allen Aeußerlichkeiten des Krieges Bescheid wissen, einem Spielwarenhändler begegnen, daß die kleinen Waren als unvorschriftsmäßig zurückweisen. Aber Seemacht spielt eine große ungeduldige Kinderstube der während die Flotten sich bisher im all⸗ Ungeduld und ihrem Betättgungsdrang keine der⸗ Daher müssen die Werften der Spielwaren⸗ hübsch, festzustellen, wie schon bei der jugendlichen gleit sich in eindringlicher Weise bemerkbar macht. elegant gekleideten Püppchen mit Federhüten und Kinderbettchen, Kinderwagen und Dafür gibt es in schmuckloses Grau ge⸗ Aerzte in weißen Kitteln, Sanitäts⸗ Krankenbetten und ganze Lazarettgebäude. ist vorüber. Ausführung einen Leichtigkeit feststellen, welche Waffen ßen von Unterseebooten, und daß Baumschmuck, Weih⸗ ist kriegerisch geworden, sogar das Konfekt. schlich berührt bei dieser weihnachtlichen Spielzeug⸗ s Gegners zu bemerken, wie sie ein nicht übersehendes Merkzeichen der uner⸗ cher Kultur. * ftfahrzeugeunsichtbar gemacht wer⸗ und vorläufig noch zum größten Teil in glän⸗ mit einem Hornruf auf der Heide, mit den vorüberziehenden Schatten an der Wand. Aber auch er findet in dem„Jesus lebt und ich in ihm!“ den Trost über die Vergänglichkeit alles Ir⸗ dischen. Möchte doch all das vergossene Blut, das nach großen Erben der großen Toten schreit, nicht umsonst dahingegeben sein! Erinnerung, der goldene Zauberring, und ihre Fassung in die Perlenschnur des Gebetes möge bleiben für und für. Vaterlands⸗ liebe hat keine Stufen. Wer nicht alles tut, hat nichts getan. Und wer nicht alles gibt, hat alles verweigert. Möge die Selbst⸗ sucht an der Brüderlichkeit zerschellen und jeder wie diese hier bereit sein, in Liebe zu Heimat und Volk zu leben und zu sterben! Herr Oberstleutnant Prieß als Etappen⸗ommandant er⸗ innert an die Zeit, als in Valenciennes die Etappe eingerichtet wurde, an die beiden vorgefundenen größeren Gräber. Bald habe sich der vorhandene Platz als nicht ausreichend erwiesen, doch habe die Stadt bereitwillig den nötigen Raum zur Verfügung gestellt. Er dankt allen, die zum Gelingen der monatelangen Arbeit beigetragen, insbesondere Herrn Oberleutnant Töpel⸗ mann vom Landsturm⸗Bataillon, der das ganze Werk angeregt und in Verbindung mit den beiden Pfarrern und dem Gefreiten 5 Architekten) Beudt zur Ausführung gebracht habe, Sr. Durch⸗ laucht, dem Fürsten Castell, Kommerzienrat Wildhagen, auch allen, die durch Spendung von Pflanzen aller Art, von großen Mengen an Bäumen und Ziersträuchern geholfen, so daß nun Freund und Feind im Tode vereint, unter demselben Stein und Blumenschmuck ruhen können. Die Form des Denkmals wolle den Gedanken zum Ausdruck bringen, daß die Gefallenen treu bis in den Tod gewesen seien und ihr Bestes, ihr Herzblut dem Vaterlande zum Opfer dargebracht hätten. Zum Schlusse übergibt Herr Oberstleutnant Prieß Stätte und Denkmal dem anwesenden Bürgermeister Herrn Dr. med Tauchon und drückt die sichere Erwartung aus, daß die Schläser auch in alle Zukunft hier in Ehren ruhen könnten. Die Angehörigen der Gefallenen aber möchten in dem Gedanken Trost und Beruhigung finden, daß die Gräber ihrer Lieben wohlgepflegt erhalten würden. Unter präsentiertem Gewehr des vom hessischen Landsturm gestellten Ehrentrupps legt er darauf im Namen der Komman⸗ dantur am Denkmal einen mit der deutschen Schleife geschmückten Kranz nieder, welchem sich andere anreihten. Auch Dr. Tauchon widmet im Namen der Stadt einen großen Blumenkranz, in den Farben der Trikolore und mit fran⸗ zösischen und englischen Fähnchen geschmückt, und nahm vom Orte Besitz, würdige Pflege und Instandhaltung desselben auch in Zukunft zusichernd. Die letzte Strophe des gemeinsamen Liedes: „Harre, meine Seele!“ beendet die allgemeine Feier, und die angetretenen Mannschaften rücken unter klingendem Spiel in die 1 Quartiere ab. Dafür findet sich rasch ein zahlreiches Publikum in Zivil ein, das mit Teilnahme wie Neugierde die neue Schöpfung betrachtet, bis erneute heftige Schauer auch den letzten vertreiben und dem Ort des Todes würdige Ruhe und Einsamkeit wieder⸗ geben. a So betrachtet, wirken Friedhof und Denkmal wahrhaft schyn. Schlicht und einfach, das ist Soldatenart, auch nach dem Tode.. und angemessene Das Denk⸗ Heldenverehrung ist wie hier in sinnige f Form zu kleiden, die allen„Grabmalkitsch“ ausschließt. mal bildet einen wuchtigen, altarähnlichen Aufbau und wird von einer Opferschale gekrönt. Das Material ist gegossener Zement mit eingefügten farbigen Marmorplatten an den 4 Seitenflächen. Die Tafel der Vorderseite zeigt ein Eisernes Kreuz und die Fahre⸗ zahl 1914/1915, darunter die Widmung:„Zum Gedächtnis der 95 tapferen Krieger, die auf diesem Ehrenfriedhof ruhen.— S getreu bis in den Tod. Off. Joh. 2. 10.“ Weiter nach unten zu trägt die Vorderseite die Namen der Soldaten, die im Massen⸗ grab auf dem sranzösischen Zivilfriedhof ruhen. Auf der rechten 2 Seite liest man die Namen der auf dem Ehrenfriedhofe begrabenen Deutschen, links die der Franzosen und Engländer. Die An⸗ 95 ordnung der Namen ist derartig, daß sie die Lage jedes einzelnen Grabes angeben. Jedenfalls haben Meister und Steinmetzen, auch diese-Landsturmleute, ein gediegenes Stück Arbeit geleistet, das sich als ein Stück Vaterland der„deutschen Barbaren“ im fremden Land wohl sehen lassen darf. Die gleiche schlichte Schönheit wie das Hauptdenkmal weisen die niedrigen Kopftafeln der Einzelgräber auf und so auch die Grund; die gelbe Farbe ermöglicht nämlich, die zerstörend wir⸗ kenden, haupksächlich ultravioletten Lichtstrahsen von dem unter der Hülle liegenden Gummi abzuhalten, während ein einfacher blaugrüner oder grauer Anstrich nur bei ganz bestimmten Be⸗ leuchtungs⸗ und Witterungsverhältnissen diesem Zweck entspricht und außerdem die Lichtstrahlen nicht abhält. Trotzdem ist es der 5 modernsten Technik gelungen, brauchbare Mittel zur Unsichtbar⸗ machung unserer Luftfahrzeuge zu erfinden. Allerdings gelten für das Luftschiff andere Gesetze wie für das Flugzeug. Ein Luft⸗ schiff ist nämlich, da es rundlängliche Körperform hat, beim Auge von unten wie von der Seite sichtbar. Während ein Flugzeug bei der Arbeit eigentlich nur von unten gesehen werden ann. Beim Luftschiff muß daher, wie Alexander Büttner in 3 einem Aufsatze der bei Theodor Thomas in Leipzig erscheinenden Halbmonatsschrift„Natur“ ausführt, ein alle Farben möglichst stark reflektierender Stoff als Ueberzug gewählt werden, während bei der Flugmaschine eine äußerst durchsichtige Bespannung der Tragflächen und des Rumpfes in Betracht kommt. Die ideale Luftschiffbespannung ist nun schon erfunden; sie nimmt den 1897 von dem Oesterreicher David Schwarz verwendeten Gedanken eines Aluminiumblechmantels wieder auf, der nicht nur licht⸗ und luftundurchlässig ist, sondern auch wie ein matter Spiegel alle Farben in genau demselben Maße, wie er sie auffängt, zurück⸗ wirft; sie vermeidet aber die Belastung des Luftschiffes durch das Metall, indem sie auf den gewöhnlichen gummierten Ballon⸗ stoff feines Aluminiummetallpulver aufträgt. Das erste Luft⸗ schiff, das mit einem derartigen Alumininmstoff überzogen wurde, war der P. L. 17, der 1912 in Bitterfeld gebaut und schon in einer Höhe von 1200 Metern fast völlig unsichtbar wurde. Ihm folgten mehrere Zeppeline und heute sind schon verschiedene deutsche Luftschiffe mit dem von einer Münchener Firma hergestellten Aluminiumballonstoff bekleidet, zumal da dieser neben dem großen Reflexionsvermögen die wertvolle Eigenschaft besitzt, den Regen glatt ablaufen zu lassen, und dadurch eine Voschwerung der Hülle bei schlechtem Wetter zu verhüten. Was die Flugzeuge anbelangt, so empfiehlt sich zu ihrer Bespannung ein Ersatz des bisher ver⸗ wendeten gelblichen Ueberzuges aus imprägnierter Leinewand durch eine durchsichtige, biegsame Masse, die soge nannlen, Emaillit⸗ platten. Sie wurden zuerst von dem k. k. Oberleutnant v. Blaschke auf dem Militärflugfeld zu Wiener⸗Neustadt verwendet und dabei stellte es sich heraus, daß der Apparat schon in einer Höhe von 400-500 Metern für eine Beschießung ein schlechtes Ziel bieten würde; außerdem sprangen bei einer Untersuchung alle kleineren Defekte, wie Rippenbrüche, beschädigte Spanndrähte usw. sofort leicht ins Auge. Ein Idealstoff für Flugzeuge scheint vor etwa anderthalb Jahren von dem Jugenieur Knubel aus Münster gefunden zu sein. Der Stoff nennt sich Cellon, ist durchsichtig wie Glas, biegsam wie Celluloid, ohne deffen Brennbarkeit zu besitzen, und ähnelt hinsichtlich seiner Zähigkeit dem Gummi, wird aber nicht wie dieser von Benzin, Benzol oder Wasser angegriffen. Der Eindecker, den Knubel mit Hilfe seines Cellons hergestellt hat, sieht wie alle gewöhnlichen Maschinen aus, seine sämtlichen Holzteile sind aber blaugrau gestrichen, so daß ein unbewaffnetes Auge den Apparat schon in 2000 Metern Höhe nicht mehr zu entdecken vermag. 0 8 8 5 1 5 0 tun, hat seinen guten 5 . . von der Nordsee bis an den Rhein ertönt. Einfriedigung des Ganzen, kurze, mit dem Eisernen Kreuz als Sinnbild versehene Steinpfeiler, die freundliches, weißgestrichenes Holzwerk aneinanderreiht. Jedem unbefangenen Auge wird der Unterschied zwischen alter und neuer Friedhofskunst sofort in die Augen fallen, wenn man nach dem Turchschreiten des Haupt⸗ ganges im französischen Teil die Stufen zum Ehrenfriedhof emporsteigt. Dort eine unwillkürliches Frösteln verursachende Flut vou hoch und höher getürmten Erinnerungszeichen ohne einen auderen Schmuck als geschmacklose Kränze aus künstlichen Blumen. Hier harmonisch⸗charakteristische Ausgestaltung des Ganzen, so daß keine einzelne Gruppe als gesonderter Fremdkörper in die Erscheinung tritt. Möge dies Fleckchen Erde gesegnet sein! Möge auf es das Wort Heines gelten: Vor des Friedhofs dunkler Pforte Bleiben Leid und Sorgen steh'n, Dringen nicht zum heil'gen Orte, Wo die sel'gen Geister geh'n, 1 5 And Tage 5 0 92 ser Freund in Frieden ru R. Grünrowsky. Deutsche Weihnachtsfeier vom französischen Schützengraben aus gesehen. Zum zweiten Male werden unsere wackeren Krieger das Weih⸗ nachtsfest in Feindesland, im Schützengraben begehen, zum zweiten Male werden unsere schönen Lieder von Weihnachtsfreude und Weihnachtsglück im Angesichte des Feindes ertönen. So war es bereits vor Jahresfrist, und auf manchen unserer Gegner im Schützengraben hat damals, was er in der Christnacht von der deutschen Seite hörte und, wenn nicht sah, so doch ahnte, einen tiefen Eindruck gemacht. Ein geradezu ergreifendes Zeugnis hier⸗ für besitzen wir in einem Briefe des Kavallerieoffiziers Marcel Dupont, der im„Correspondant“ erschienen und von Eduard Behrens in seinem interessanten Buche„Das kriegerische Frank⸗ reich“(Rosenlaui⸗Verlag in München) mitgeteilt worden ist. Die heilige Nacht ist angebrochen. Die Schützengrabenwacht der Fran⸗ zosen hat den Alarm gegeben. „Ich springe auf die Erdstufe. Wirklich, an drei verschiedenen rten, weit weg von uns, scheinen Lichter. Während ich aufmerk⸗ sam hinsehe, errate ich den Grund dieser ungewöhnlichen Beleuch⸗ kung. Es sind enorme Tannen, die man im Schutz der Nacht dorkhin geschafft hat und die wunderbar erleuchtet sind. Mit dem Feldstecher kann ich sie genau unterscheiden, ich sehe sogar die Schatten, die darum tanzen. Ein Murmeln und ferne Freuden⸗ rufe dringen bis zu uns. Wie das alles gut vorbereitet ist! Sie haben sogar elektrisches Licht in den Zweigen der Weihnachts⸗ bäume, um zu vermeiden, daß unsere Artillerie sie als bequemen Zielpunkt benütze. Wirklich verlöschen auch von Zeit zu Zeit alle Lichter derselben Tanne unvermutet und entzünden sich erst wie⸗ der nach einigen Minuten. Aber wir erzittern, als plötzlich über der gewaltigen Ebene ein ernster und melodischer Gesang ertönt. Unsere Erinnerung an ähnliche Chöre, die wir in Bixschoote in tragischen Momenten gehört haben, sind noch ganz neu. Das sind dieselben reinen und harmonischen Stimmen, die jetzt einen Choral singen und im Norden, vor dem Hurra des Sturmangriffes, in Vaterlandslieder ausbrachen. Aber hier fürchten wir nichts der⸗ gleichen. Man hat den Eindruck, daß das Gebet nicht nur hier, unserem Graben gegenüber, pfalmodiert wird, sondern daß es sich unendlich weit über unsere besetzten Provinzen ausdehnt, über unsere Champagne, unser Lothringen, unsere Picardie und daß es Der Schützengraben hat sich geräuschlos belebt. Die Mann⸗ schaften sind wortlos aus ihren Deckungen aufgetaucht und jetzt stehen sie alle auf der erhöhten Erdbank. Was für ein Schweigen bei uns, wie jeder verlegen ist, ja fast eifersüchtig auf den Vor⸗ gang da drüben! Und jetzt erklingen, wie auf Befehl, auf der Linte der deutschen Schützengräben neue Choräle, die einander zu antworten scheinen. Ganz nahe bei uns, in den Gräben, fern, bei den Weihnachtsbäumen, rechts, links, ertönen Gesänge, durch die Entfernung gedämpft. Wie großartig, ergreifend sind diese Hym⸗ „ nen, deren tiese Ablorde über die weite Totenebene schweben Was wären in andere Zeiten für derbe Witze, für Anrempelungen den Sängern zuteil geworden! Aber das ist alles anders geworden. Ich fühle bei unseren Braven eine Art Bedauern, daß sie nicht an einem ähnlichen Fest teilnehmen können. Haben wir nicht Veihnachtsabend? Sie sprechen nicht, unsere Mannschaften, aber ihre Gedanken vereinen sich hier über dem Schützengraben zu einer gemeinsamen Melancholie. Nach und nach sind die Gesänge verstummt und das lautlose Schweigen sinkt wieder auf die Ebene. Diese Nacht scheint mir alle möglichen Ueberraschungen bringen zit wollen, doch diese letzte übertrifft alles, was ich er⸗ warten lonnte. Ich möchte den ganz ungewöhnlichen Eindruck mit⸗ teilen können, den ich empfand, aber man mußte diese Nacht da⸗ bei gewesen sein, um ihn nachfühlen zu lönnen. Ueber dieser weiten stillen Ebene, wo jetzt alles zu schlafen scheint, wo bein anderes Geräusch zu vernehmen ist, ertönen plötzlich von weither Laute, welche trotz der Entfernung bis zu uns hinzittern. Welch unver⸗ gleichlicher Augenblick! Dieser Gesang, der durch die Unendlichkeit der Nacht hinzieht, macht unser Herz klopfen und ergreift uns 15 als das beste, von den berühmtesten Künstlern gegebene Konzert. Es ist wieder ein unbekannter Choral, der von links, von den entferntesten deutschen Schützengräben zu uns dringt. Der Sänger muß auf den Feldern am Ende der Linie stehen; er muß gegen uns zu marschieren, während er langsam den feindlichen Stellungen entlang geht; denn seine Stimme nähert sich unmerklich und wird stärker. Von Zeit zu Zeit hält sie an, und dann antworten hunderte von Stimmen im Chor einige Sätze, welche den Refrain der Hymne bilden. Dann nimmt der Solist seinen Gesang wieder auf und kommt näher. Woher kommt er? Jedenfalls aus weiter Ferne, denn unsere Jäger haben ihn schon während einiger Zeit gehört, bevor sie sich entschlossen haben, mich zu rufen. Wer ist wohl dieser Mann, der die Mission haben muß, die ganze Front betend abzuschreiten, und den jede deutsche Kompagnie zu erwarten scheint, um mit ihm zu beten? Ein Pfarrer jedenfalls, der den Kämpfenden die Heiligkeit dieser Nacht und den Ernst der Stunde ins Gedächtnis rufen will. Jetzt dringt die Stimme aus den uns direkt gegenüberliegenden Gräben. Trotz der Helle der Nacht können wir den Sänger nicht unterscheiden; denn die beiden Linien sind hier wenigstens 400 Meter weit entfernt. Aber er versteckt sich sicher nicht, denn seine Stimme käme nicht so deutlich zu uns, wenn er in den Tiefen der Gräben sänge. Sie verstummt wieder. Und nun nehmen unsere unmittelbaren Gegner ruhig den Refrain des Chorals mit den ge⸗ heimnisvollen und sanften Worten auf, die Soldaten, die den uns gegenüberliegenden Graben verteidigen, diese Männer, die wir morden müssen, wenn sie erscheinen, und die uns erschießen müssen, sobald wir uns zeigen. Sie auch sind über den Rand des Grabens emporgekrochen und stimmen dort, uns gegenüber, ihre Hymne an; denn ihr Gesang tönt klar und deutlich zu uns herüber. Ich sehe nach unserer Seite. Alle Mannschaften sind wach und aufgestanden. Alle sind auf die Erdstufe gestiegen, einige haben den Graben verlassen und sind auf dem Feld, das Ohr dem unerwarteten Konzert hingeneigt. Keiner ärgert sich und leiner spottet. Es ist eher ein Gefühl des Bedauerns, das sich im Gesicht und in der Haltung der mir zunächst stehenden ausdrückt. Und doch wäre es so einfach, dieser Szene ein Ende zu machen: eine Salve von der Abteilung hier, und alles wäre still, alles würde in die Ruhe der anderen Nächte versinken. Aber niemand denkt daran. Nicht ein einziger unserer Jäger würde das Feuern auf diese betenden Soldaten nicht als Entweihung empfinden. Wir fühlen, daß es Stunden gibt, in denen man vergessen kann, daß man hier ist, um zu töten. Das würde ums nicht verhindern, im nächsten Augenblick unsere Pflicht zu tun. Die Stimme entfernt sich; sie nähert sich ruhig— majestätisch möchte*. sagen— den Gräben, wo sich die beiden Linien auf 50 Meter Distanz gegenüberliegen. Wieviel ergreifender mag dieses Schauspiel dort unten sein! Päng! Ein Schuß ist gefallen. „Oh, die unvernünftige Kugel, dir die Luft zerschnitten und vielleicht ihr Ziel erreicht hat! Sofort ist alles verstummt. Kein Schrei, kein Fluch, keine Klage. Jemand da unten glaubte ein gutes Werk zu tun, indem er auf diesen Mann zielte. Wie schade! Wir werden nichts dadurch gewinnen, daß wir sie verhindert ha Veipnagter unf f at n eker an unsere Schüsse zu sparen.“ ö N Märkte. 5 Gießen, 21. Dez. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Pfd. 1,90 0,00, Hühnereier das Stück 24— 26 Pfg., Käse das Stück 8—10 Pfg., Käsematte 1 Stück 3—0 Pfg., Kartoffeln der Zentner 3,75 bis 0,00 Mark, Milch das Liter 26 Pig. Aepfel der Zentner 6 bis 8 Mk., Spinat 20—22 Pig. das Psund, Wirsing 10-15 Pfg. das Stück, Gelbe⸗ rüben 10—12 Pfennig das Pfund, Rotkraut 15—25 Pfennig das Stück, Rosenkohl 20—25 Pfg. das Pfund, Kohlrabi 6 bis 8 Pig. das Stück, Weißkraut 1525 Pfg. das Stück, Birnen 7 bis 15 Pfg., bessere 00 00 Pfg. das Pfund, rote Rüben 7—8 Pig. römisch Kohl 6—8 Pfennig, Zwiebeln der Zentner 25—00 Mk., Nüsse 100 Stück 50—60 Pfg., Blumenkohl 20—50 Pfg., Sellerie 610 Pfg. das Stück, Endivien 1012 Pfg.— Marktzeit von 8 bis 2 uhr. le. Fraukfurt a. M. Viehhofmarktbericht vom 20. Dez. Auftrieb: Rinder 3342(darunter Ochsen 381, Bullen 51, Kühe und Färsen 2910), Kälber 527, Schafe 128, Schweine 430. Marktverlauf; Rinder anfangs lebhaft, flaute später ab, bleibt Ueberstand; Kleinvieh und Schweine flott, geräumt. ——— Preise für 100 Pfd. Lebend⸗ Schlacht- Ochsen. gewicht Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht⸗ 5 Mk. wertes, 47 Jahre alt 1 Junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemäste te Bullen. Vollfleischige, ausgewachsene höchsten Schlachtw. 70—75 124-130 Vollfleischige, jüngere... 36569 118—124 Färsen, Kühe. Vollfleischige ausgem. Färsen höchst. Schlachtw. 68-73 128135 Vollfleischige ausgem. Kühe höchsten Schlacht- wertes bis zu 7 Jahren 64-69 118128 Wenig gut entwickelte Färsen. 6065 120130 Aeltere ausgemästete Kühe 5257 104—114 Mäßg genährte Kühe und Färsen. 44-50 88—100 Gering genährte Kühe und Färsen..„ 38-43 8798 Kälber. 5 lite Mastkealbe r 83590 142150 Mittlere Mast- und beste Saugkälbern. 8084 123140 Geringere Mast⸗ und gute Saugkälber... 75-80 127-135 Geringe Saugkälber. 70-74 119127 Schafe. Weidemastschafe. 5 Mastlämmer und jüngere Masthammel... 64-00 14000 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendge wicht 108.00 00.00 138.— Vollfleischige Schweine unter 80 kg , 93.00 00.00 119.— Vollfleischige Schweine von 100 bis 120 kg Lebendgewicht... 118.0011850 148.— Vollfleischige Schweine von 120 bis f 150 kg Lebendge wicht. 129.00- 129.50 161.— fe. Frankfurt a. M., 20. Dez. Frucht⸗ und Futter⸗ mittelmarkt. Die Preise sind gegen die Vorwoche vollkommen unverändert. Das geringe im freien Verkehr befindliche Angebot begegnet schwacher Nachfrage. Das Geschäft ist im allgemeinen sehrestill. Man notierte: Leinkuchen 7577 Mk., Biertreber 18 Mk., Malzkeime 18 Mk., Futtermehl 45—47 Mk., Spelzspreu 1813,50 Mk., gemahlene Spelzspreu 23—24 Mk. Alles für 100 Kilo. 5 fe. Frankfurt a. M., 20. Dez. Kartosfelmarkt. Kar⸗ toffeln ab Station 6,10 Mk. für 100 Kilo. slefert in seder gewünschten Ausstattung stilrein u. preiswert die Brühl'sche Univ.-Druckerel Drucksachen aller Art Durch frühzeitige Einkäufe sind wir in der Lage, unsere meisten Artikel heute noch zu verhältnismässig niedrigen Preisen verkaufen zu können. Wir empfehlen als N Asele Weisse Halbleinen Weisse Piqués Weisse Hemdentuche Schürzenzeuge Baumwoll-Flanelle Fertige Bettwäsche Handtücher Tischtücher Servietten Damen-Hemden von Cretonne Damen-Hemden von Croisé Damen-Nachthemden Damen-Beinkleider Damen-Nachtjacken Farbige Flanell-Hemden Farbige Beinkleider Farbige Nachijacken Kinder-Hemden Servier-Kleider 5 * schenke Kolter in Wolle und Baumwolle Kamelhaar-Decken Biber-Beitücher Waffel- und Piqué-Decken Tüll-Belidecken Tischdecken Steppdecken Puppen-Steppdecken Herren-Wäsche Unterzeuge Schürzen jeglicher Art in schwarz, farbig und weiss Taschentücher in grosser Auswahl, weiss und farbig Haltestelle der elektrisch. 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Die Erde sei dir leicht Schlaf wohl in fernen Gründen Du bast das schöne Ziel erreicht, Wo wir dich wiederfinden. 5 Den Heldentod flürs Vaterland starb plötzlich und unerwartet am 30. Oktober bei einem Sturm⸗ angriff unser hoffnungsvoller Sohn und Bruder Heinrich Heßler Musketier im Inf.⸗Regt. Nr. 49, 2. Komp. In tiefer Trauer: Die Eltern und Geschwister Familie Hillgärtner Familie Bötz. Lumda, Allertshausen, Göbelnrod,den 21. Dez. 1915. dort begraben, blond umgaben. Adler- Nähmaschinen) Geldkassetten Geldkörbe Karbidlampen zu Weihnachtsgeschenken geeignet empfiehlt Fr. Krogmann 5 Bahnhofstrasse 30. 9420 Kinderl. Frau s. p. 1. Jan. Iod. 2 kl. Zimmer mit Küche. Schriftl. Angebote unt. 00705 an d. Gießener Anzeiger erb. 7 5 Wir such.;. sof. Eintr. tücht. militärfr. Zimmerleute für unfere Kriegsbrückenbauten 1. Russ.⸗Polen. D. Stund.⸗Lohn 13 5 1 Mk b. fr. Verpfleg. u. . Schlasst Außerd. Vergütg. d. Heizer gleich Sch I 5 5 dei sucht. 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