Der Hleßener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: blermal wöcbentlich Gießener Familienblätter; zwermal wöchentl.Kreis⸗ blatt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112 Verlag, Geschäftsstelleö1 Adresse für Drahtnach- richten: Anzeiger Hleßen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnuminer bis zum Abend vorher. General⸗Anzeiger für Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstr. 7. 165. Jahrgang 2. Dienstag, 7. Dezember 1915 Bezugspreis monatl. 85 Pf., viertel ⸗ jährl. Mk. 2.50; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 75 Pf.; durch die Post Mk. 2.30 viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge— richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil; H. Beck, sämtlich in Gießen. Erfolge der österreichishungarischen Marine an der albanischen Nüste. (WTB.) Großes Hauptquartier, 6. Dezember. (Amtlich.) 9 Westlicher Kriegsschauplaß. An verschiedenen Stellen der Front fanden Artillerie-, Minen⸗ und Handgranatenkämpfe statt.. 5 In der Gegend von Bapaume wurden zwei englische Flugzeuge im Luftkampf abgeschossen. Die Insassen sind tot. Oestlicher Kriegsschauplaßz. In der Morgendämmerung brach gestern ein russischer Angriff südwestlich des Babit⸗Sees(westlich von Riga) verlustreich vor unseren Linien zusammen. Ein durch russi⸗ sches Artilleriefeuer vom See her getroffenes deutsches Flug⸗ zeug wurde bei Markgrafen(an der kurländischen Küste) mit seiner Bemannung geborgen. Balkan⸗Kriegsschauplatz. Südlich von Sjenica, nordöstlich von Ipek wurden montenegrinische und serbische Abteilungen zurückgeworfen. Oberste Heeresleitung. E* E Den großsprecherischen Ergüssen der italienischen Mi⸗ nister sind Ereignisse gefolgt, die eine Ernüchterung im italie⸗ nischen Volke hervorzurufen geeignet sind. Gegen die mehr fach angekündigten Truppenlandungsversuche an der albani⸗ schen Küste sind unsere österreichisch-ungarischen Verbündeten gut auf der Wacht gewesen. Ihre Flotte, die schon so häufig Proben der Ueberlegenheit über die Seehelden Italiens ab⸗ gelegt hat, versetzte dem„fremden Geschlecht“, das„von der Sonne rötlichem Untergang“ zur Eroberung auszog, einige empfindliche Schläge. Es war klar, daß den Italienern die Landungen nur unter genügendem Schutze ihrer Kampfschiffe gelingen konnte. Diese haben jedoch versagt, und unsere Bundesgenossen haben ihren frisch-fröhlichen Offensivgeist zur See wieder gezeigt. Der Kreuzer„Novara“, der in San Giovanni di Medua den Italienern 5 Dampfer und viele Segelschiffe versenkte, ist von etwa 20 Geschützen heftig, aber erfolglos beschossen worden. Man sieht, die italienische Marineartillerie schießt zum Erbarmen schlecht. Einige Tage vorher ist es den Oesterreichern gelungen, auch einen feind⸗ lichen Transportzug, der auf voller Fahrt von Brindisi nach Durazzo unterwegs war, zu versenken. Nach der vorliegenden Meldung ist anzunehmen, daß diese italienischen Transport- schiffe überhaupt keine Schutzbegleitung hatten. Auch den eitlen Franzosen, die in fremden Meeren für die Interessen Anderer den Kampf führen wollen, ist ein herber Schlag ver⸗ setzt worden. Sie verloren durch den Angriff eines öster⸗ reichischen Schiffes das Unterseeboot„Fresnel“. Mit Schlappen ist die italienische Expedition in der Adria angekommen, mit neuen Schlappen wird sie wieder abziehen müssen. Denn nach dem österreichisch-ungarischen Bericht sind unsere Bundesgenossen nun auch westlich und südwestlich von Novipazar und an der von Mitrovica nach Ipek führenden Straße auf montenegrinisches Gebiet vor⸗ gedrungen. Der Fall von Ipek steht bevor. Dann werden die Italiener von der Angriffswucht der Zentralmächte und der Bulgaren ebenso getroffen werden wie die englisch⸗fran⸗ zösische Front im Süden. Die Operationen auf dem ser⸗ N Kriegsschauplatz münden, so bemerkt der Berner Bund“ in seiner neuesten Beleuchtung der Kriegslage, in Operationen auf montenegrinischem und albanischem Boden und in einem konzentrischen Angriff auf die englisch⸗fran⸗ zösische Expedition. Noch klammert sich diese an die Win⸗ kelstellung zwischen Cerna und Wardar, auf die Ge⸗f 1„von drei Seiten angegriffen zu werden, nach⸗ em bulgarische Kräfte aus dem Strumatal, an der Wardarfront und über die obere Cerna im Vor- rücken sind. Will Sarrail um jeden Preis die Engen von Demirkapu halten und in Gefahr geraten, in der linken Flanke vollends umfaßt zu werben? Selbst wenn Griechen⸗ land seine Hoheitsrechte endgültig an die Entente abtreten und der Expedition Griechisch⸗Mazedonien überlassen sollte, wäre die Lage der englisch⸗französischen Streitkräfte— be⸗ sonders der französischen, die Engländer stehen rechts rück⸗ wärts gestaffelt— sehr gefährdet. 3 2 Der K cterreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 6. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird ver⸗ lautbart: 6. Dezember 1915. 9 1 9 Russischer Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz. An der Isonzofront hielt das feindliche Geschütz⸗ feuer au. Es war an einzelnen Stellen, insbesondere gegen den Görzer Brückenkopf, zeitweise ziemlich lebhaft. Auch die Stadt Görz und der anschließende Ort St. Peter wurden aus allen Kalibern beschossen. Im Abschnitte der Hochfläche von Doberdo setzte die italienische Infanterie unter Tage bei Redipuglia und Polazzo, abends bei San Mar⸗ tino zum Augriff an; sie wurde überall abgewiesen. An der Tiroler Front dehnte sich die gegen den be⸗ festigten Raum von Lardaro gerichtete Tätigkeit der feind⸗ V lichen Artillerie nun auch auf die anschließenden Stellungen nördlich des Ledro-Tales aus. Südöstlicher Kriegsschauplaß. Unsere Truppen sind nun auch westlich und fü. etlich von Novipazar und an der von Mitrovica nach Ipek führenden Straße auf montenegrinisches Ge⸗ biet vorgedrungen. Im Karstgelände der Pestera wurden montenegrinische Vortruppen auf ihre Haupistellun— gen zurückgeworfen. Oestlich von Ipek schlugen wir eine serbische Nachhut; unsere Spitzen nähern sich der Stadt. Die Zahl der in den gestrigen Kämpfen eingebrachten Gefangenen übersteigt 2100 Mann. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Ereignisse zur See. Am 5. laufenden Monats früh hat unser Kreuzer „Novara“ mit einigen Zerstörern in San Giovanni di Medug drei große und zwei kleine Dampfer, fünfgroße und viele kleine Segelschiffe, wäh⸗ rend sie Kriegsvorräte landeten, durch Geschützfeuer ver⸗ senkt. Einer der Damyfer flog in die Luft. Die Flottille wurde dabei von etwa 20 Geschützen vom Land sehr heftig, aber erfolglos beschossen. Nahe davon hat S. M. S.„Warasdiner“ das fran⸗ zösische Unterseeboot„Fresnel“ vernichtet und den Kommandanten, den zweiten Offizier und 26 Mann ge⸗ fangen genommen. Eine andere Flottille hat in der Nacht auf den 23. No⸗ vember einen mit drei Geschütßen armierten Dampfer und einen großen Motorsegler beide italienisch, voll beladen, auf der Fahrt von Brindisi nach Durazzo ver⸗ senkt, die Ueberlebenden des Dampfers, darunter bier von Kriegsmarine, gefangen genommen, die Bemannung des Motorseglers in Booten freigelassen. Flottenkommando. Die feindliche Front auf dem Balkan. Athen, 6. Dez.(WTB Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus: Aus französischer Quelle wird be— richtet, daß die ganze Frontlinie von der Tscherna. bis Krivolak regelmäßig verstärkt wird. Auch die Stellung östlich des Flusses Wardar wird allmählich verstärkt, um die 15 5 auszubreiten, die zum Schutze der Eisenbahn dient. ondon, 6. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reutersche Bureau veröffentlicht folgenden amtlichen Bericht über die Sal o⸗ niki⸗ Expedition: Die örtlichen Gefechte am 3. Dezember waren sehr heftig, besonders in der Richtung auf Kostorin o, wo ein bulgarischer Angriff abgewiesen wurde. Zwei Versuche der Bul⸗ garen, über die Cerna zu setzen, wurden durch das Feuer un⸗ serer Artillerie und Infanterie verhindert. Die Behandlung der Gefangenen durch die Bulgaren Sofia, 5. Dez. Die Bulgarische Telegraphen-Agentur mel⸗ det: Nach einer an die Heeresleitung gerichteten Zuschrift aus Strumitza erklären die französischen Gefangenen, daß ihnen vor dem Kampfe, in dem sie gefangen genommen wurden, ihre Führer sagten, die Bulgaren seien grausam und quälten und massakrierten alle, die ihnen in die Hände fielen. Die Gefangenen zitterten vor Furcht. Als sie jedoch sahen, daß sie mit allen durch die Gefühle der Menschlichkeit gebotenen Rücksichten behandelt wur⸗ den, schlug ihre Stimmung in Freude um. Sie bezeigten tiefe Dankbarkeit. Mehrere baten um die Erlaubnis, ihren Verwandten chreiben zu dürfen, daß sie sich voller Gesundheit erfreuen und vor Kälte und Regengüssen, unter denen die leicht gekleideten fran⸗ zösischen Soldaten sonst viel leiden, geschützt seien. Bulgariens Freude über die Gewinnung N von Monastir. Sofia, 7 Dez.(WTB. 1 Die Bulgarische Telegraphen⸗Agentur meldet: Durch feierliches Glocken ⸗ geläute wurde heute früh der Stadt die in der Nacht einge⸗ troffene freudige Nachricht von der Einnahme Monastirs verkündet und die Bevölkerung aufgefordert, dem Allmächtigen für die so sehnlich erwartete Verwirklichung des durch Jahrhunderte gehegten nationalen Traumes zu danken und für den Ausgang der blutigen Kämpfe welche das bulgarische Volk seit langen Jahren zu bestehen hatte. Das nationale Gewissen Bulgariens ist nunmehr be⸗ ruhigt. Sämtliche Häuser der Stadt legten Flaggenschmuck an. Es herrscht freudige Stimmung; überall finden Kundgebungen statt. Die neuen Balkau-Eisenbahnlinien. München, 6. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Auf der in Temes var vom 2. bis 4. er abgehaltenen Hon⸗ ferenz wurde eine Einigung darüber erzielt, daß vom 5 Januar 1916 an 5 wöchentlich zweimal Extra⸗ züge zwischen Berlin und Konstantinopel, sowie München und Konstantinopel verkehren sollen. Die neuen Züge sollen die Namen„Balkanzüge“ führen. Die Züge von und nach Berlin werden an den gleichen Tagen sowohl über Oderberg Budapest als über Dresden Tetschen Wien geführt. Die Züge von und nach Berlin werden im Wiener Ostbahnhof an die Berlin Wiener Züge anschließen. Die Verbindung und Trennung der Züge, die einerseits über Oderberg, andererseits über Wien N findet in der Station Galanta(auf der Strecke Wien— Marchegg Budapest) statt. In den Zügen sollen auch Schlafwagen verkehren und zwar zwischen Berlin—Oder⸗ berg Konstantinopel, Berlin—Dresden— Wien—Konstanti⸗ nopel und München—Wien—Konstantinopel, sowie ein Wagen erster und zweiter Klasse Berlin über Oderberg nach Konstantinopel.— Der Fahrplan der Züge soll annähernd folgende Verkehrszeiten haben: Berlin⸗Friedrichstraße ab 8.16 Uhr über Oderberg, Budapest an 11.40 Uhr; Berlin⸗An⸗ halter Bahnhof ab 7 Uhr, Dresden an 9.30 Uhr, Wien an 7 Uhr, Budapest 11.40 Uhr; München ab 9.30 Uhr, Wien an 6.45 Uhr, Budapest an 11.40 85 Ankunft an Konstantinopel 2 Uhr. Konstantinopel Abfahrtszeit 1 Uhr, Budapest ab 6.53 Uhr über Oderberg, Berlin-Friedrichstraße an 9.52 Uhr; Budapest ab 6.50 Uhr, Wien ab 11.35 Uhr, Dresden ab 9.20 Uhr, Berlin-Anhalter Bahnhof 11.49 Uhr; Budapest ab 6.50 Uhr, Wien ab 11,25 Uhr, München Ankunft 9.10 Uhr.— Die Schlafwagen werden mur gegen Lösung von Fahrkarten erster Klasse mit Schlafwagenzuschlag benutzbar sein, dagegen wird ein besonderer Expreßzuschlag nicht erhoben. Die Zu⸗ stimmung der beteiligten Regierungen und obersten Militär⸗ stellen zu diesem großen Projekt wird voraussichtlich bald erfolgen. Aus Griechenland. London, 6. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Wie die „Times“ aus Athen vom 5. Dezember erfährt, besuchten der britische und französische Gesandte gestern Skuludis. Die Unterredung dauerte über eine Stunde. Der Zweck des Besuches war, die bevorstehende Ueberreichung der Antwort des Vierverbandes, die in versöhnlichem Sinne abgefaßt sein soll, anzukündigen. Köln, 6. Dez.(B Nichtamtlich.) Die„Köln. Ztg.“ meldet aus Athen vom 4. Dezember, daß die gestern über⸗ reichte Note der Verbandsmächte den Schwebe⸗ zustand beendet habe. Die Note erkenne die Neutralität Griechenlands auch fernerhin zu und fordere nur die Rege⸗ lung verschiedener für die Sicherung und Bewegungsfreiheit der Verbandstruppen in Mazedonien mec fi Maß⸗ nahmen. Das Versprechen der unverkürzten Rück⸗ abe des für die Operationen benutzten griechischen Ge⸗ hietes und des Schadenersatzes ist besonders unter⸗ strichen worden. Soweit die Regierung sich mit dem Inhalt der Note einverstanden erklärt, soll 1 die Aufhebung der bisherigen Zwangsmaßregeln erfolgen. Ueber die Einzel⸗ heiten der notwendigen militärischen Maßnahmen, die die Verbandsmächte verlangen, werden Verhandlungen be⸗ ginnen. Die Antwort der Regierung wird heute erfolgen. Die rumänische Ausfuhr. Bukarest, 6. Dez.(WTB Nichtamtlich.) Gegen 500 rumänische Landwirte waren gestern im Saale der Lieder⸗ tafel versammelt, um über die Forderung einer gründlichen Erleichterung der rumänischen Aus fuhr zu be⸗ raten. Sie faßten folgenden Beschluß: Abschaffung der Aus⸗ fuhrtaxe, bessere Ausfuhrgelegenheit zu Wasser und Gu Lande, Regelung der Ausfuhr lebender Schweine und Ge⸗ flügel, Ergänzung der rumänischen Zentralkommission für den Verkauf und die Ausfuhr durch sechs von landwirtschaft⸗ lichen Syndikaten zu bezeichnende Mitglieder, Aenderung des Reglements der Zentralkommission und Feststellung der⸗ jenigen Warenmenge, welche der Landwirt mit Rücksicht auf den inneren Bedarf zurückbehalten muß; wenn Höchstpreise für den Inlandsverbrauch aufrechterhalten wür⸗ den, sollten auch Höchstpreise für die Bedürfnisse des Land⸗ wirts eingeführt werden. 5 Bukarest, 6. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Wiener K. K. Telegr⸗Korr.⸗Bur. Die zwischen den Ver⸗ tretern der Einkaufsgesellschaft der Mittel⸗ mächte unter deutscher Führung und der rumäni schen Kommission für den Verkauf und die Ausfuhr begonne, nen Verhandlungen über den Ankauf größerer Mengen rumänischen Getreides dauern an. Bisher hat man sich darauf geeinigt, daß 50000 Waggons Getreide gekauft werden, wobei das auf Schleppern verladene, bereits be⸗ zahlte Getreide eingerechnet wird. Die Bezahlung erfolgt an der Grenze. Die Art der Bezahlung ist noch nicht fest⸗ gesetzt. :* Der türkische Bericht. Konstantinopel, 6. Dez.(WTB. Nichtamtlich) Amt⸗ licher Bericht vom 5. Dezember: An der Irak⸗Front sammelt sich der geschlagene Feind bei Kut el Amara in den vorher befestigten Stellungen. Unsere Truppen näherten sich am 3. Dezember Kut el Amara auf eine Entfernung von zwei Wegstunden; indem sie den Feind von Norden und von Westen her bedrängen, zwingen sie die feindlichen Truppen, die sich auf dem Kut el Amara gegenüberliegenden feindlichen Ufer befinden, sich auf ihre Schiffe zu flüchten. Zwischen Kut el Amara und Bagh Kale erbeuteten wir ein unversehrtes, mit Munition beladenes feindliches Schiff und machten einige Gefangene. Wir finden im Flusse viele Leichen des Feindes. An der Dardanellenfront nahm unsere Artillerie, indem sie die vom Feinde zu Wasfer und zu Lande ausgeführte Beschießung energisch erwiderte, die Stellungen der feindlichen In⸗ fanterie und Artillerie mit Erfolg unter Feuer. Bei Ar r B ur nu richtete ein feindliches Torpedoboot am 4. Dezember sein Feuer nach verschiedenen Punkten. Am gleichen Tage zeitweilig Artil⸗ lerie⸗ und Bombenkampf. Zwenr feindliche Transport⸗ N 3 schiffe auf der Höhe von Ari Burnu wurden durch unser Feuer gezwungen, sich zu entfernen. Bei Sedd⸗ül⸗ Bahr zerstörten am 4. Dezember zwei Minen, die wir vor unserem rechten Flügel zur Entzündung brachten, eine feindliche Gegenmine. Der Feind eröffnete darauf ein heftiges Infanteriefeuer gegen diesen Flügel, warf mehrere Bomben und beschoß sodann zwei Stunden lang un⸗ unterbrochen unsere Stellungen. An der Beschießung nahm auch ein Monitor teil und ein Panzerkreuzer. Auf dem linken Flügel schwaches Infanteriefeuer. Der Feind warf dorthin eine große An⸗ zahl Torpedos. Unsere Flugzeuge setzten die Erkundungsflüge und die Angriffe mit Erfolg fort. Der Kriegsflugzeugführer Leut⸗ nant v. Hansen und der Beobachter von Schiltmigen warfen Bomben auf einen feindlichen Monitor und zwangen ihn, das Feuer einzustellen und sich zurückzuziehen. Im übrigen ist nichts zu melden. Russische Einberufungen⸗ Petersburg, 6. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Mel⸗ dung der Petersburger Telegraphen-Agentur. Durch kaiser— lichen Ukas wird die Einberufung des Jahrganges 1917 für 19156 befohlen. * 1* Der eiserne Emmich in Lüttich. Lüttich, 6. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Gestern fand im großen Ehrenhof des Gouvernements(Palais de Justice) in Gegenwart des gesamten Offizierkorps und von Vertretern der Zivilbehörden die feierliche Einweihung des „Eisernen Emmich“ statt, einer kunstvoll ausgeführten Relieftafel mit dem Bildnis des Eroberers Lüttichs. Der Ertrag der Nagelung ist für die Nationalstiftung zugunsten der Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen bestimmt. Der Gouverneur von Lüttich, Graf von Schulenburg, forderte in warm empfundenen Worten zu reger Beteiligung an diesem Werke des Friedens auf und schlug den ersten Nagel ein. Ihm folgten der Präsident der Zivilverwaltung, Geheimrat Hor⸗ ning, der Kommandant der Festung Lüttich und Flügel⸗ adjutant des Kaisers Oberst Graf von Soden und andere Sa Offiziere und Angehörige der deutschen Kolonie üttichs. Das schweizerische Bundesparlament. Berlin, 7. Dez. Aus Zürich wird dem„Berliner Tage⸗ blatt“ gemeldet: Das schweizerische Bundes parlament tritt heute zusammen, um den Präsidenten der Republik für 1916 zu wählen. Präsident wird der französische Schweizer Decoppet, bisher Leiter des militärischen Departements im Bundesrat, zum Vizepräsidenten wird Schultheß, oll lichen Departements ernannt. Der zurücktretende Präsident Motta bleibt weiter Chef des Departements für Zoll und Finanzen. Der Seekrieg. Marseille, 6. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Neuterschen Bureaus: Der Dampfer„Ville d Alger“ von Tunis hat elf gerettete Matrosen eines englischen Damp⸗ fers gebracht, der torpediert worden ist. Mit dem italie⸗ nischen Dampfer„Bologna“ sind sechzehn Mann der Besatzung des torpedierten italienischen Dampfers„Dren⸗ tino“ angekommen. Briefe vom serbischen Kriegsschauplatz. Telegramm unseres zum serbischen Kriegsschauplatz entsandten Berichterstatters. Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Eine Unterredung g mit dem Ex⸗Ministeryräsidenten M. J. Petrovice. . Der Hotelwirt des Kragujevacer Hotels Takowo schloß mich sehr ins Herz. Er titulierte mich Bratjemoj,„meinen Bruder“, und schilderte in lebendigen Farben all das elend, das sie in den letzten vier Jahren mitmachen mußten:„ ma, mein Bruder, was mit uns geschehen wäre, wenn nicht der Gosbodinminister unsere Sache in die Hand genommen hätte. Gewiß nur ihm können wir die Rettung der Stadt und unser Leben verdanken.“„Wer ist dieser Minister, von dem du sprichst?“ fragte ich ihn, worauf ich erfuhr, daß Minister⸗Präsident Petrovic, der einstige Intimus des Königs Milan, in der Stadt weilt. Selbstredend war mein erstes Tun, den einstigen Lenker der Geschichte Serbiens aus der guten, alten Zeit gufzusuchen. Der Wirt begleitete mich hin, und nach etwa vierkelstündigem Marsche öffnete sich die Tür eines eben⸗ erdigen, kleinen Landhauses, sauber, weiß getüncht, mit grünen, heimlichen Jalousien vor mir. Ich stand inmitten des geräumigen, reinlichen Hofes und wurde von einer hochgewachsenen Dame nach meinem Begehren gefragt. Die Dame spra 125 deutsch, sogar mit Wiener Ak, auf mein Befragen erzählte sie mir, daß sie zent, und selbst Wienerin sei und erst bei ihrer Verehelichung nach Serbien gergten ist. Dann lief sie in das Haus hinein, und bald darauf erschien ein älterer, rüstiger Herr beim Treppenaufgang und hieß 1 2 willkommen.„Was wollen Sie. mir hören?“ erkundigte er sich, als wir in seinem Besuchszimmer uns gegen⸗ über saßen. Natütrlicherweise interessierte es mich am meisten, wie Nees in den letzten Tagen der Serbenherrschaft in Kragujevac aus⸗ gesehen hat, und so erfuhr ich im Laufe des Gespräches folgendes: „Anfangs September hatte noch niemand eine Ahnung davon, daß der Krieg, der seit so langen Monaten 8 hatte, auch hier wieder neu aufflammen wird. Seit vielen Monaten ruhte ja der Kampf zwischen Oesterreich und Serbien vollständig. Beiderseits schien man wenig angriffslustig zu sein, und so zog ein Teil der Truppen herunter nach Albanien, um den Weg zur See zu öffnen. Selbst Ende September lebte man in dieser Ahnungslosigkeit, und es wurden Anordnungen getroffen, daß der Schulunterricht in ganz Serbien anfangs Oktober zu beginnen hat. Plötzlich kam der Ueberfall. Bei dem damaligen Stand der Dinge konnte Serbien wenig Aussicht haben, dem gleichzeitigen Angriff Oesterreichs, Deutschlands und Bulgariens mit Erfolg Widerstand leisten zu können. Die serbische Armee flutete zurück, und bald stand der Feind vor Kragujevac. Bekanntgegehen wurde natürlicherweise seitens des Militkrs nicht, daß die Stadt aufgegeben werden sollte. Aber alle Anzeichen sprachen dafür, Alles Abschaffbare wurde aus der Stadt geführt, und alls den Allgemeinbewegungen der Armee konnte man erkennen, daß es bald zum Räumen der Stadt kom⸗ men würde Der Kommandierende der hiesigen Armee war Ge⸗ neral Schifkowito, derselbe, der Belgrad perteidigt hat. Doch ob⸗ zwar der Rückzug augenscheinlich war, konnte man weder am Mili⸗ tär, noch an den Offizieren irgendwelche Zeichen der Verzagtheit wahrnehmen. Die 5 der Armee erfolgten in der größten Ordnung und ungebrochenen Mutes. Man sprach zwar davon, daß derzeit die Sachen nicht gut stehen, doch wurde dios als etwas nur Vorübergehendes betrachtet, und zuversichtlich baute man dar⸗ auf, daß mit Hilfe der Entente 1105 alles zum Bessern wenden würde. Nachdem die Spitze der Zivilverwaltung die Stadt ver⸗ llassen hatte, trat die zurü⸗ ebene 1 7 355 und ütbertrug mir einstimmig die Leitung aller Geschäfte. 4 Der Weg, den ich einzuschlagen hatte, war mir klar. Ich forderte die grsamte Bevölkerung auf, ruhig an der Scholle zu bleiben und verbürgte mich dafür, daß, wenn wir die Stadt den beutschen Truppen ordnungsgemäß übergeben, Leben und Ver⸗ mögen der Bevöllerung t werden wird. Auf mein An⸗ raten verließ auch der größere Teil der Bevölkerung die Stadt icht, sondern erwartete ruhig, meinen Versicherungen pertrauend, den Einzug der Sieger. Ich ien in Begleitung mehrerer vor⸗ nehmer Burger, ging den deutschen Truppen entgegen, um ihnen die Stadt zu Übergeben, wie auch ihren Schutz für die Bevölkerung der Leiter des volkswirtschaft⸗⸗ Stadt ein. Eine große Sorge hatte ich. In der Stadt trieben sich, seit dem Abzug der serb schen Truppen, fünfzehn Komitatschis herum, die ere Bevölkerung arg bedrängten und frei ihr Un⸗ wesen in der Stadt trieben. Demzufolge bat ich das deutsche Kom⸗ mando, zur e dieser Bande Vorsorge zu treffen, da ich nur für die Bevölkerung, aber nicht für die Räuber garantieren konnte. Zum Glück geschah nichts. Es gelang, diese Bande aus der Stadt zu vertreiben, bevor sie irgend eine völkerrechtswidrige Handlung gegen die Armee unternommen hatte. Nun warte ich und mit mir ganz Serbien die weitere Entwicklung der Dinge ah. Daß es so kommen mußte, wie es kam, wußte ich schon da⸗ mals, als es der russischen Diplomatie gelungen war, den un⸗ lücklichen König Mexander in die Ehe mit Draga hineinzur iten ch sprach mit Ranig Milan dama s üzer dle Ehe und sag e: „Majestät, Ihr Sohn ist verloren. Nuß and märd ihn jetzt 5 len lassen, nachdem sie es erreicht haben, daß Oesterreich ihr fallen ließ. Und jetzt nach der Heirat wird er weder in Wien nog in Petersburg empfangen werden.“ Meine Voraus age traf ein. Mit dre vollendeten Tatsache der Heirat kannte der Zar den Fönig von Serbien nicht mehr, und nun rollte der in Schwung eratene Felsen immer tiefer in ben Abgrund. Das Ende wissen ie! Da begann in Serbien diese terroristische Wirtschaft der radi⸗ lalen Partei, die uns Lüberalen, die das Heil des Landes in der Freundschast mit den Zentralmächten suchten, von der Leitung der Geschicke dieses unglücklichen Landes verdrängte und bei den panslawistischen Apostolen Rußlands eine energische Unterstützung fand. Es wäre aber verfehlt, zu glauben, daß in Serbien die liberale Partei jeden Boden ganz verloren hat. Nein! Sie hatte immer einen starken Rückhalt beim Volke, nur konnte sie wäh⸗ rend der Gewaltherrschaft, in der jede Freiheit und freie Willens⸗ äußerung verboten war, nicht zur Geltung kommen. Auch bei dem Volke war und blieb die Achtung für die große Nachbarmonarchie immer lebendig, die Liebe ür den Kaiser von sterr ih immer aufrichtig und warm So können Sie es auch verstehen, daß der N deutsch⸗österreichischen Armeen im Innern des Landes ein herzlicher war. Man emrfing sie nicht as e un) jetzt hat das Volf nur einen Wunsch: nach vier gräßlichen Kriegsjahren zur Ruhe zu kommen, um das einzuholen, was in den Krieg ⸗ jahren verfäumt wurde. Was in der Zukunft geschieht, weiß niemand. Wenn es zur Regelung der inneren Verhi tnbse Ser⸗ biens kommen wird, so kann dies nur mit Zuhilfenahme der alten liberalen Partei geschehen, deren ganze Vergangenheit verbürgt, daß das zukünftige Serbien so eine Gestaltung nehmen wird, wie dies den Interessen der Zentralmäch'e entspricht, da ja auch die wahren Interessen Serbiens die gleichen sind“ Der Mann, der mir das sagte, hatte durch 35 Jahre die trad tionell» Freund⸗ schaft mit Oesterreich gepflegt. und darum sind seine Worte die einen Teil seines politischen Programms bi den, wichtig u: d ese Zeit, wenn die Kanonen verstummen und wieder die kühle er⸗ wägende Vernunft mit den Mitteln der Kultur zum Aufbau der Zukunft schreitet. Dr. Stephan Steine. Kriegsberichterstatter. Aus dem Reiche. Die Lebeusmittelfragen. Berlin, 6. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Bei der weiteren Beratung der Lebensmittelfragen in der heutigen Sit⸗ zung des Hauptausschusses des Reichstages behielt sich der Staatssekretär des Innern Dr. Delbrück die Besprechung verschiedener Fragen für die Einzelberatung über die eingebrachten Anträge vor Er wandte sich gegen die Behauptung, daß die Land⸗ räte bei der Durchführung der Kartoffelverordnungen versagt hätten, sie seien vielmehr manchmal darüber hinausgegangen. Die Frage der Versorgung mit Fetten sei schwierig; er halte eine Rege⸗ lung der Verteilung für notwendig. Die aus beschlagnahmten Rohstofsen erzeugte Margarine im Preise von 1 Mark 40 Pfennig für das Pfund sei noch nicht auf den kt gekommen; sie werde den Gemeinden zur Versorgung von Minderbemittelten überwiesen werden. Eine Verordnung, durch welche die Ueberschüsse großer Molkereien entsprechend verteilt werden, werde demnächst erlassen werden; eine dauernde Regelung des Buttermarktes könne, da seine Verhältnisse sich matische Verordnung nicht erreicht werden. Der Staatssekretär des Reichsschatzamtes Dr. Helfferich wies an einem reichen Zahlen⸗ material nach, daß die Kosten des Lebensunterhaltes im feind⸗ lichen Auslande viel stärker gestiegen seien als bei uns, besonders diejenigen für Kartoffeln. Den Bemühungen der verbündeten Regierungen um die Erleichterung der Lebensunterhaltung im Reiche zögen die Verhältnisse gewisse Grenzen, welche man bei der Beurteilung dieser schwierigen Fragen nicht unbeachtet lassen dürfe. In der weiteren e erklärte der Staatssekre⸗ tär des Innern, es 1 der Durchführung der Verordnungen über die Lebensmittelversorgung nicht zuträglich, wenn sie so⸗ gleich nach ihrem Erscheinen mit ätzender Kritik über⸗ schüttet worden. Die Reichsgetreidestelle habe auf das Mahl⸗ ut der selbstwirtsckaftenden Kommunalverbände keinen Ein⸗ luß und könne angesichts des verhältnismäßig geringen Quan⸗ tums, welches ihr zur Verteilung an die Mühlen zur Verfügung stehe, nicht 3000 Mühlen beschästigen. Wegen des Heeresbedarfes sei es unmöglich, die Nachtarbeit unbedingt zu verbieten.— Die allgemeine Aussprache über Ernährungsfragen ist damit beendet. Morgen werden die einzelnen Anträge dazu behandelt. Berlin, 6. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Auf Grund einer Verordnung des Bundesrats wird über die Regelung der Preise für Gemüse, Zwiebeln und Sauerkraut bestimmt, daß im Grofthandel für 50 Kilogramm frei nächste Verladestelle einschließlich Verpackung folgende Preise nicht überschritten werden dürfen: Für Weißkohl(Weißkraut) 2,50 Mk., Rotkohl(Blaukohl) und Wirsingkohl Savoherkohl) 4,50 Mk., Grünkohl(Braun- oder Krauskohl) 3 Mk., Kohlrüben(Steckrüben und Wrucken) 2,50 Mk., Mohrrüben(rote und gelbe Speisemöhren, auch gelbe Rüben genannt) 5 Mk., Zwiebeln 6 Mk., Sauerkraut b 5 12 Mk. nsoweit für Gemüse, Zwiebeln und Sauerkraut Höchstpreise im Fleinhandel estgesetzt werden, dürfen sie folgende Sätze für das Pfund beste re nicht e Für 5p 5 Pfennige, Rotkohl 7 Pfg., 1 und Grünkohl 6 Pfg., Kohlrüben 5, Pfg., Mohrrüben 8 Pfg., Zwiebeln 15 Pfg., Sauerkraut 16 Pfg. Diese Bestimmungen treten mit dem 13. Dezember in Kraft.— Auf Grund einer Verordnung des Bundesrats wird über die Regelung der Preise für Süßwassersische bestimmt, daß beim Verkauf im Großhandel am Berliner Markte für 50 Kilo⸗ gramm Reingewicht einschließlich der Verpackung folgende Preise nicht überschritten werden dürfen; Bei Karpfen 105 Mark, Schleien 125 Mk., Hechten 110 Mk., Bleien oder Bracksen von 1 Kilo⸗ 1 55 und darüber 80 Mk., dieselben unter 1 Kilogramm 60 Mk., lözen und Rotaugen von einem pfünd und darüber 60 Mk., dieselben unter einem Pfund 50 Mk. Die be im Klein⸗ handel dürfen für das Pfund nicht übersteigen bei Karpfen 1,30 Mk., Schleien 4.50, Hechten 1,25, Bleien von einem Kilogramm und darüber 1 Mk., dieselben unter einem sdilogramm 0,75 Mf., Plötzen und Rotaugen von 1 Pfd. und darüber 0,75 Mk., dieselben unter einem Pfund 0,35 Mk, Die vorstehenden Sätze ermäßigen sich 18 8 121 19 1 W 1 ene treten am 8. 4 in Kraft.(Notiz: Die Gemüsepreise ge i weiteres für Elsaß⸗Lolhringen ee Berlin, 6. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Durch Be—⸗ kanntmachung des Stellvertreters des Reichskanzlers wird bestimmt: Wer von der Zentraleinkaufsgesell⸗ schaft m. b. H., Berlin, ausländissche Butter zu einem hö Preise als dem Höchstpreis bezieht, darf beim Weiterverkauf den Höchstpreis entsprechen Die Landes Vertrieb u erlassen. tralbehörden können Bestimmungen über den die Preisstellung dieser Butter im Kleinhandel * Die Vieheinfuhr nach Deutschland. Köln, 6. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Kölnische Zeitung“ meldet aus Konstantinopel: Die türkische Regierung hat dem deutschen Verlangen betreffend die 8 erbitten. Die Kapitulation wurde angenommen, und so zogen ie Sieger, von der ganzen Bevölkerung freudig begrüßt, in die Vieheinfuhr nach Deutschland zugestimmt. ortwährend änderten, durch eine syste⸗ überschreiten.] Pf Aus Bessen. 5 rb. Darmstadt, 6. Dez. Der Landtagsabgeordnete Oberamtsrichter beim hiesigen Landgericht II Rud olf Wünzer ist mit Wirkung vom 1. Februar 1916 ab zum Oberstaatsanwalt der Provinz Starkenburg ernannt worden. Oberstaatsanwalt Wünzer war lange Jahre im Odenwald als Richter tätig und bat sich während dieser Zeit 5 all⸗ gemein das Vertrauen seiner Mitbürger erworben, aß er im Herbst 1913 nach dem Ableben des Landtagsabg. Dr. Heidenreich als Kandidat der nationalliberalen Partei für den vierten Starkenburgischen Wahlkreis(Wald⸗Michelbach) mit großer Mehrheit zum Mitglied des Landtags gewählt wurde. Durch seine Beförderung in ein höheres Amt erlischt am 1. Februar n. J. sein Mandat, doch ist wohl kaum ein h Zweifel, daß er bei den Neuwahlen im Herbst 1916 wieder kandidieren und wiedergewählt werden wird, da er sich in der zweijährigen Tätigkeit bereits als ein ebenso rühriges, wie kenntnisreiches und sachkundiges Mitglied der Zweiten Kammer erwiesen hat. r Aus Stadt und Land. 79 Gießen, 7. Dezember 1915. Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) 5 * Heldentod. Kriegsfreiw Ernst Stein, Res.⸗Inf.⸗ Regt. 116 aus Hungen.— Musk. Heinr. Hreck, Inf.⸗Regt. 838 aus Straßebersbach.— Landsturmmann Wilh. Schäfer, Landst.⸗ Battl. Gießen aus Schlitz.— Musk. Adolf Frank, Inf⸗Regt. 64 aus Beienheim.— Ers.⸗Res. Gg. Becker, Inf.⸗Regt. 251 aus Appenrod.— Unteroff.(Landst.⸗Pionier) Gust. Kleinjung, aus Marburg.. * Auszeichnung. Der Sanitätsunteroffizier stud, med. Heinrich Spitznagel, Inf.⸗Regt. 116, wurde mit dem Eiser⸗ nen Kreuz ausgezeichnet. 1 I. U. Von der Landesuniversität. Der außer⸗ ordentliche 61 an der thevlogischen Fakultät zu Göt⸗ tingen Dr. Bousset ist an Stelle des am J. Dezember 1915 in Ruhestand getretenen Geh. Kirchenrats Professor Dr. Baldensperger zum ordentlichen Professor an unserer theologischen Fakultät mit Wirkung vom 1. April 1916 ernannt worden. : Paul Rohrbach in Gießen. Lic. Dr. Paul Rohrbach, der bekannte vaterländische Schriftsteller und Politiker, wird, wie wir hören, auf e des Vereins der Fortschrittlichen Volkspartei am 13. Dezember hier einen Vortrag halten über das aktuelle Thema „Die Brücke zum Orient“.— Näheres wird dem⸗ nächst bekanntgegeben. Siehe auch Anzeige in heutiger Nummer. Amtliche Personalnachrichten. Der Groß- herzog hat am 1. Dezember d. Is. dem Pfarrer Georg Lan d⸗ mann zu Burkhards die evangelische Pfarrstelle zu Alsheim übertragen.— Der Großherzog hat am 6. Dezember d. Is. den Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Darmstadt II. Rudolf Wünzer zum Oberstaatsanwalt am Landgericht der Provinz Starkenburg, mit Wirkung vom 1. Februar 1916, ernannt. * Der städtische Kolonialwarenhandel im alten Schulhause an der Neustadt hatte gestern nicht nur einen großen, sondern einen Riesenerfolg. Der Zu⸗ drang zu der Einkaufsstelle, die nachmittags um 2 1 e Pforten für den Verkehr öffnete, war derartig, daß bei ginn der e nicht nur der Verkaufsraum, son⸗ dern auch der 185 ich große Hausgang, der lange Vorplatz bis zur Fahrbahn der Neustadt, derartig gedrängt von Menschen war, daß ein Wiederhinauskommen aus dem Raum des Hauses c fe pa unmöglich war. Doch unsere i ich nach Prüfung der Situation bald zu helfen. Wer abgefertigt war, stieg einfach zum Fenster hinaus auf die Straße, obschon dies auch seine Schwierig⸗ leiten bot und bei vielen der mit Korb und Tasche beladenen Frauen nicht gerade sehr hübsch aussah. Da man zu dem Verkaufsraum doch nicht hinein konnte, stellte sich die später immer noch zuströmende Kundschaft auf die Straße und vergnügte 1 über die Bilder der unfreiwilligen Ko⸗ mik, welche die Geschichte unbeabsichtigter Weise bot. Da⸗ bei wurde denn auch von den erörtert, wie man 8 geschäftlichen Andrang bei dem städtischen Waren⸗ verkauf verhindern kann, bis endlich eine vernünftige Frau mit dem Brustton der Ueberzeugung erklärte, alle Organi⸗ sation sei Quatsch, wer solch Gedränge nicht mitmachen wolle, der solle in den Laden gehen und einkaufen. Das Drücken und Gedrücktwerden gehöre nun einmal dazu. Die ale Mühe Drünund im Verkaufsraum gab sich zwar alle Mühe, Ordnung in das Gedrück der Küuferinnen zu bringen. Ein Schutzmann als Ordner 5 den inneren Verkehr war bald 120 Stelle, ein zweiter Schutzmann bildete den Ordner im Aeußern und ein städtischer Arbeiter ließ schließlich zur Tür nur soviel Personen vom Hausflur in den Verkaufsraum eintreten, daß dieser immer nur soweit efüllt blieb, daß der Rückweg der bedienten Kunden durchs Fee auf die Straße vermieden werden konnte. Gegen Uhr erschien der Chef des städtischen Kaufhauses, Stadt⸗ baurat Braubach, und verstand es mit wenigen Worten, den Knäul von Menschen vor dem Verkaufsraum zu ent⸗ wirren. Er erklärte, es sei ja 3 1 10 eute noch alle zu bedienen, oder man müsse bis 10 Uhr a 8 ver kaufen. Es sei ja von jeder Warengattung ein gewal⸗ tiger Vorrat vorhanden, so daß er vorläufig nicht ausverkauft würde. Er verspreche, am nächsten Tage soll den ganzen Tag hindurch die a der Ware vor sich gehen. Wer vernünftig sei, omme daher am anderen Tage wieder. Die Worte schlugen durch. Mindestens 300 Frauen gaben Raum und zogen ab, aber ebenso schnell sammelten sich neue Kauflustige. Der Handel selbst wickelte sich flott ab, so daß innerhalb 4 Stunden etwas mehr als 450 Posten umgesetzt werden honnten. Dabei half allerdings Stadtbau⸗ rat Braubach tapfer mit. Es war bei der Vielseitigkeit der Artikel, in denen die Käufer sich nach allen Regeln der Kunst hübsch sortierten, gar nicht etwa eine einfache Ab⸗ fertigung. Dabei hatten zwei Personen nur damit zu tun, die einzelnen Waren auf Vorrat abzupfunden. Seife wurde nur immer in 5⸗Pfund⸗Posten gefordert. Käse, der übri⸗ gens pikfein ist, von/ Pfund⸗ bis zu 2⸗Pfund⸗Posten. Beim Reis, der nur in 2 Pfund an einen Käufer gegeben wer⸗ den sollte, halfen sich die Flac e damit, je 2 Pfund 1. Sorte und 2. Sorte zu kaufen, bis der Chef des Hauses die Absicht merkte, verstimmt wurde, und einfach erklärte: „Reis ist Reis, es geht nicht, wir dürfen nur immer zwei und davon abgeben.“ Interessant ist, daß tatsächlich fest⸗ N wurde, daß bei dem gestrigen Andrang Frauen von Uhr bis nach 5 Uhr ge en haben, ehe sie sich mit städtischer Ware versehen nten. Der Umsatz im ganzen soll gestern nahe an 3000 Mark betragen haben. — Familien von Friegsteilnehmern und Hinterbliebenen sind schon einmal darauf hingewiesen worden, daß einige Hundert Schweizerfamilien sich bereit erklärt haben, zunächst während des Krieges resp. bis zur Beendigung von Notlagen deutsche Kinder unentgeltlich auf⸗ GWWWWWWWWWWWWW Feier hoch erfreut u zunehmen. Bis jetzt sind nur größere Knaben angemeldet. Gerne werden aber auch kleinere Kinder und besonders Mäd⸗ chen a Die Pflegeeltern verteilen sich auf Stadt und Land und gehören den verschiedensten Berufskreisen e Landwirte, Beamte, Fabrikanten usw.) an. ielfach sind es kinderlose Familien. Die Verhältnisse sind genau geprüft. Anmeldungen können noch bis Mitte De⸗ zember, von auswärts zunächst schriftlich, erfolgen nach Darmstadt, Stadthaus, Zimmer Nr. 1. n Der Auszug der Landstürmer aus den Bürgerquartieren in das Barackenlager am Trieb ist in den letzten Tagen der vorigen Woche vor sich gegangen. In recht vielen Fällen hat man die alten Soldaten, auf die man sich eingerichtet hatte, ungern scheiden sehen und mancher der Mannschaften ist auch ungern aus seinem Quartier ge⸗ fangen, in dem er monatelang sich wohl und behaglich ge⸗ fühlt hatte. Vielfach war das Verhältnis des Landstürmers zu den Quartierwirten ein Freundschaftsverhältnis ge⸗ worden, bei dem beide Parteien manche Unbequemlichkeit, die der Dienst mit sich brachte, mit in den Kauf nahmen. Vielfach wurde von Quartierwirten, besonders in den letzten Tagen vor der r der Militärbehörde der Versuch gemacht, die lieben Gäste bis am Ende des Krieges behalten zu dürfen, selbst wenn das Quartiergeld auch verringert würde. Alle 1 Anträge mußten aber abgelehnt werden. Selbst ein Versuch, im Stadthaus im Zimmer der Einquartierungsbehörde etwas zu erreichen, blieb zwar ohne greifbaren Erfolg, jedoch versprach man hier wenigstens gegebenenfalls, wenn Einquartierung wiederum zu vergeben sei, die Freunde unserer Landsturmmänner in erster Linie dabei zu berücksichtigen. Mit einer Bitte wendet sich der Vorstand der Her⸗ berge zur Heimat, Professor Schian, im Anzeigenteile an unsere Leser, getragene Sachen an Herrn Hausvater Loh, Hinter der West⸗ Anlage 11, senden zu wollen. Für zweckentsprechende Verwendung für frierende Wanderer wird becher Auch Gaben an Geld zur Ausrichtung einer Weihnachtsbescherung werden mit Dank ent⸗ gegengenommen. Die Sachen werden auf, Wunsch, auf telephonische oder schriftliche Mitteilung hin, abgeholt. * Musikalischer Abend. Im eee der Johanneskirche veranstaltete gestern abend Elisabeth Felchner mit ihren Schülern und Schülerinnen, unter Mitwirkung hiesi⸗ ger Gesangskräfte, einen musikalischen Abend zum besten erblin⸗ deter Soldaten. Zum Vortrag gelangte erst ein, mit großem leiß gespieltes, Trio G⸗Dur von Haydn, in der Besetzung: Hugo ander(Klavier), Ludwig Engisch(Violine), Fritz Schlie p⸗ ake(Cello). Fritz Schliephake trug außerdem noch recht an⸗ prechend die einschmeichelnde Berceuse von Godard und als Bra⸗ vourstückchen die Gavotte von D. Popper vor. Brav und tapfer waren die vierhändigen Klaviervorträge: Marche heroique, Es⸗ Moll von Schubert, zu Gehör gebracht von Gertrud Schuck und Gertrud Schlesinger, sowie drei Fantasiestücke von Armand durch Thekla Schudt und Anneliese Hermann wiedergegeben. Mit einer, für seine Jugend ungewöhnlichen Kraft und Leicht⸗ flüssigkeit spielte Karl Engisch das Es⸗Dur Präludium von Chopin und das perlende As⸗Dur Impromptu von Schubert. Frau Emma Schudt sang mit weicher, warm getönter Stimm⸗ gebung die Kirchenarie:„Meine Seele ist stille zu Gott“ von R. Emmerich, eine Arie aus dem Paulusoratorium von Mendels⸗ sohn⸗Bartholdy und die eindrucksvolle Litanei von Schubert. Ein Kinderchor sang drei Kriegslieder von Martin Frey und J. Fuhr⸗ meister und den Beschluß bildete„Eine Weihnachtsmusik“ für Singstimme(Elisabeth Vel ke), Geige(Kurt Frey) und Klavier (Elisabeth Felchner). Diese Weihnachtsmusik, die eine Anzahl von Weihnachtsliedern miteinander Vorsliche fand besonders leb⸗ haften Beifall. g ** KFonstantinopel und die Dardanellen. Ueber dieses Thema von allgemeinem Interesse hält am Samstag abend 8½ Uhr in der neuen Aula Geh. Hofrat Dr. Georg Steindorff⸗ Leipzig auf Einladung des Kaufmännischen Vereins und des Orts⸗ gewerbevereins einen Lichtbilder vortrag. Der vierte Vor⸗ trag dieser Reihe: Dr. Herwarth von Bittenfeld⸗ Wiesbaden, Belgien leine Darstellung und Beurteilung 60 iner Geschichte bis zur Gegenwart) findet am 20. Januar 1916 statt. Näheres ist im Anzeigenteile unseres Blattes zu ersehen. * Kellerbrand. Heute kurz vor 12 Uhr wurde die Feuerwehr zu Hilfe gerufen um einen Kellerbrand, der Schulstraße 9 ausgebrochen war, tu löschen. Die Wehr konnte des Feuers bald Herr werden. * Anmeldung von Hunden. Diejenigen hiesigen Ein⸗ 1 welche im Laufe Refs Jahres Hunde abgeschafft, aber nicht abgemeldet haben, 1 55 dies spätestens bis zum 31. Dezember zu melden, da sonst die Steuerverpflichtung weiter⸗ läuft. Wir verweisen auf den Anzeigenteil unseres Blattes. Landkreis Gießen. d. Beuern, 6. Dez. Dem seit Beginn des Krieges im Felde 1 Gefreiten Otto Sommerlad, Jufanterie-Regiment r. 116, wurde an Großherzogs Geburtstag die Hessische Tapfer⸗ keitsmedaille verliehen. Kreis Büdingen. e. Büdingen, 7. Dez. Der Kriegsfreiwillige Willi Hansel bei der Feld-Artillerie-Abteilung 183 wurde mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. a Büdingen, 6. Dez. Der Musketier Philipp Schmück im Inf.⸗Regt. 168 erhielt das Eiserne Kreuz. ab Bleichenbach, 6. Dez. Das Eiserne Kreuz er⸗ hielt der Kriegsfreiwillige Kraft, Musketier im Inf.⸗Regt. 99. z Ober⸗Mockstadt, 6. Dez. Die Hessische Tapfer⸗ keitsmedaille erhielt der Gefreite Meub im Feld⸗Art.- Regt. 25. 3 Kreis Schotten. — Schotten, 7. Dez. Der Weltkrieg hat dem einst weit⸗ berühmten Vogelsberger Flachs bau wieder die ihm ge⸗ bührende Geltung verschafft. Die aus früheren Zeiten noch vor⸗ handenen Vorräte an zubereitetem Flachs wurden im Vorjahre bereits mit 25 Mark den Zentner verkauft, das dreifache gegen 1 In diesem Sommer bezahlten die massenhaft das Gebirge rchstreifenden Aufkäufer schan 25 Mark für den Zentner rohen Flachses. Da mit Sicherheit in den nächsten Jahren, auch nach dem riege, die Flachspreise sich auf erheblicher Höhe bewegen werden, trifft man vielerorten schon jetzt die Vorarbeiten für die Wiederaufnahme des seit Jahren so sehr vernachlässigten Flachsbaues. N 5* Kreis Friedberg. ib Assengeim, 6. Dez. Die i T keits⸗ medaille elt der Gesreite F 5 r 9a Feld- Alt. Regt 25. Starkenburg und Rheinhessen. rb. Darmstadt 7. Dez. Großherzogin Elevo⸗ nore überraschte gestern nachmittag gegen 5 Uhr die de Kinder in der neu errichteten Kinderlesehalle in der Bezirksschule der Lagerhausstraße mit einem Besuch. Die Großherzogin erschien in Begleitung der Frau Staats⸗ minister Dr. v. Ewald, und da Nikolaustag war, so über⸗ brachte ein Hoflakei einen großen Sack mit Aepfeln, Nüssen und Lebkuchen, die unter die freudestrahlenden Kinder ver⸗ teilt wurden. Einer der kleinen Knaben trug ein hübsches 5 und darnach sangen die Kinder, etwa 80 Buben und Mädchen bis zu 14 Jahren,„Stille Nacht, heilige Nacht“. Die e über die kleine sinnige überreichte den Damen Photo⸗ aphien der Großh. Familie mit eigenhändiger Untere rift. N gr. m. Offenbach a. M., 7. Dez. Eine schwere Bluttat, der ein Menschenleben zum Opfer gefallen ist, spielte sich gegen Mitternacht in der Waldstraßse ab Den Anlaß bildeten geringe Streitigkeiten, die in einer Wirtschaft zwischen einigen Zivilslen und einem Sanitätsunteroffizier entstanden waren. Als die Fa⸗ brikarbeiter Georg Hörr und Johann Schäfer die Wirtschast verlassen hatten, begab sich auch der Unteroffizier auf den Heim⸗ weg. Auf der Straße lief ihm Schäfer nach und versetzte ihm einige Schläge auf den Kopf, so daß die Mütze herunterfiel. Während die beiden im Handgemenge waren, sprang Hörr hinzu, entriß dem Unteroffizier das Seitengewehr, schlug ihm damit zunächst auf den Kopf und brachte ihm dann noch einen Stich in die Magengegend und den linken Oberschenkel bei. Der Unter⸗ offizier schleopte sich noch ein Stück Wegs weiter, bis er schließlich W und verstarb. Der Erstochene ist der Unteroffizier zilhelßm Nistrath aus Oldingshausen bei Erfurt, Vater zweier Kinder, und wollte heute auf Urlaub nach Hause fahren. Die beiden Rohlinge Hörr und Schäfer wurden verhaftet. ch. Aus Rheinhessen, 7. Dez. Eine seltsame, kaum glaubliche Kunde kommt aus Huntersblum: In der Gegend dieser Gemarkung sollen Wölfe, die sich dorthin verirrt haben, hausen und in den Hof des August Ebeling(Wahlheimer Hoß) ein- gedrungen sein. Die Raubtiere sollen ein Schwein zerrissen, ein zweites bös zugerichtet und den Hoshund schwer gebissen haben. (Die Kunde scheint auch uns mehr seltsam als glaublich zu sein.) Kreis Wetzlar. Wetzlar, 5. Dez Im„Römischen Kaiser“ fand heute eine sehr 925 besuchte Versammlung statt, in der Reichstagsabge⸗ ordneter Behrens einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über das Thema:„Das Deutsche Reich und seine Zukunft“ hielt. Hessen⸗Nassau. Frankfurt a M. 7. Dez Der Friegsaus⸗ schuß für KHonsumenten⸗Interessen Frank⸗ furt a. M. hat seit seiner Gründung am 16. Juli d. J. bereits eine solche Ausdehnung erfahren, daß er gegen⸗ wärtig die stärkste Körperschaft dieser Art bildet. Ihm ge⸗ hören heute 38 Verbände und Vereine mit etwa 106 000 Mit⸗ gliedern an. Wenn hierzu die Familienangehörigen gezählt werden, ergibt sich eine organisierte Verbraucher⸗ zahl von rund 320000 Köpfen, das sind zwei Drittel der Frankfurter Gesamtbevölkerung. e. Frankfurt a. M., 7. Dez. Hier tagte die Landesgruppe Großherzogtum Hessen des Bundes Deutscher Architekten zur Behandlung der Tagesordnung: Neuwahlen des Vorstandes, Besprechung der Frage des Zusammenschlusses mit dem Verbande Deutscher Architekten und Jugenieurvereins, Entsendung von Ver⸗ tretern zum Bundestag in Karlsruhe am 13. und 14. Dezember. — Zum 1. Vorsitzenden der Landesgruppe wurde Professor Hugo Eberhardt⸗Offenbach, zum Schristsührer Alois Beck-Offenbach a. M., zum Kassenwart Architekt Bachem-Darmstadt gewählt. ra. Aus dem Hinterlandskreis, 6. Dez. Die Na ch⸗ frage nach Dienstboten ist in den Wochen vor Weihnachten sortgesetzt sehr rege. Trotzdem die Löhne von Jahr zu Jahr steigen, sind aber Dienstboten immer seltener zu haben. einem Gewand und ein Paar Schuhen 300 bis 360 Mk., und ein tüchtiger Ackerknecht 400 bis 450 Mk. Jahreslohn. Dazu wird überall auf dem Lande völlig freie Station gewährt, die bei den jetzigen Verhältnissen gleichfalls nicht gering zu schätzen ist. Die vielen Zigarrenfabriken unserer Gegend, dazu die ausblühende In— dustrie der Städte, nehmen immer mehr Leute auf, so daß die Dienstbotenfrage auch in der Kriegszeit schwierig zu lösen ist. Gießener Strafkammer. th. Gießen 6. Dezember. Am letzten Freitag verhandelte die Strafkammer in nur drei Anklagesachen. Wegen einfachen Bankerottes wurde der Viehhändler Salomon Str. von Alsfeld zu 100 Mark Geldstrafe, hilfsweise 20 Tage Gefängnis, verurteilt. Der Mann war in Konkurs geraten, hatte leine ordnungsmäßigen Bücher ge⸗ führt und keine Abschlüsse gemacht. 5 Zwei ruffische Landarbeiter, die auf dem Dauernheimer Hof bei Friedberg beschäftigt waren, haben ihre Arbeitsstelle ohne Erlaubnis der zuständigen Behörde verlassen, um sich in die Heimat nach Russisch⸗Polen durchzuschla⸗ 55 Beide Angeklagte, mit denen nur mittels Dolmetscher zu ver⸗ deln war, haben sich durch ihr eigenmächtiges Handeln gegen die Bestimmungen des Belagerungszustandes vergangen und wurden zu je einem Monat Gefängnis verurteilt. Die beiden wurden sofort in Haft genommen. 5 Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde gegen den 17 Jahre alten Eisenbahner Georg E. von Groß⸗ Karben wegen Vergehens Menen§ 171 Str.⸗G.⸗B. verhandelt. Der Angeklagte wurde wegen Mangels an Beweisen freigesprochen. Gerichtssaal. Ein Armeelieferungsbetrug vor Gericht. Berlin, 6. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) In dem drei Wochen währenden Betrugsprozeß gegen Arthur Jacoby und Ge⸗ mossen wegen Armeelieferungsbetrug vor der vierten Strafkammer des Landgerichts Berlin I erkannte das Gericht in später Nachmittagsstunde auf folgende Urteile: 1. gegen Kauf⸗ mann Arthur Jacoby, Inhaber der Schuhwarenfirma Emil Jacoby. 5 Jahre 2 Monate Gefängnis; 5 Jahre Ehrverlust, vier Monate werden auf die erlittene Untersuchungshaft angerechnet; 2. gegen Kaufmann Karl Kohn, Inhaber der Firma Julius Mandelbaum u. Co., München, 4 Jahre 6 Monate Gefängnis, 5 Jahre Ehrverlust, 4 Monate werden auf die erlittene Unter⸗ suchungshaft angerechnet; 3. gegen den Kaufmann Ernst Schmidt (Mariendorf) 1 Jahr 6 Monate Gefängnis, 2 Monate werden auf die erlittene Untersuchungshaft angerechnet; 4. gegen den Lageristen Wolfgang Urban(München) auf 4 Monate Gefängnis; 5. gegen den Lageristen Franz Epple Hen auf 3 Monate Gefäng⸗ nis; 6. gegen den Reisenden Joseph Kohn(München) auf Frei⸗ sprechung. In der Urteilsbegründung wird besonders folgendes hervorgehoben: Der W erachtet das Vorliegen des Landes⸗ verrates nach 8 89 des Sttafgesetzbuches für nicht gegeben, auch nicht die Verletzung des§ 329 des Strafgesetzbuches wegen Nicht⸗ erfüllung behördlicher Aufträge für Armeelieferungen, da sich das Gesetz nur auf deutsche Behörden bezieht. Dagegen machten sich die Angeklagten des Betruges gegen den österreichisch⸗ ungarischen Staat im Sinne des§ 263 des Strafgesetzbuches schuldig. Bei der Strafzumessung wird erwogen, daß sich Deutsch⸗ land mit seinem Bundesgenossen Oesterreich⸗Ungarn in hartem Ringen um Selbständigkeit und Freiheit befinde. * rb. Darmstadt, 6. Dez. Das Schwurgericht für die Provinz Starkenburg begann heute unter Vorsitz von Landgerichts⸗ rat Dr. Lehr seine letzten diesjährigen Verhandlungen mit einer Anklage gegen den 1885 zu Kimbach geborenen, verheirateten Lokomotivheizer Johann Philipp Wassum von hier wegen ver⸗ suchten und vollendeten Verbrechens nach 8 177 Str. G. B. und r unbefugten Anmaßung eines Amtes(8 132 Str. G. B.). Wassum ist bisher unbestraft. Der Angeklagte wurde von Rechts⸗ anwalt Neuschäffer verteidigt. In der unter Ausschluß der Oeffent⸗ lichkeit geführten Verhandlung erkannten die Geschworenen auf Nichtschuldig des vollendeten, aber auf Schuldig des versuchten Verbrechens gegen§ 177, billigten ihm auch mildernde Umstände zu. Er wurde darnach zu 1 Jahr Gefängnis, abzüglich 2 Monate für erlittene Untersuchungshaft verurteilt. taats⸗ anwalt Gauf hatte 1 Jahr 4 Monate beantragt. 8 Vermischtes. »Ein Fallschirmaus 3000 m Höhe. Die Knnstruktion eines neuen Fallschirms ist, wie die Londoner Blätter melden, Eine in der Bauernwirtschaft erfahrene Dienstnagd verlangt heute neben] schtrm, über dessen Einrichtung nichts Genaues gesagt wird, hat 0 bei einem versuchsweise angestellten Sturz aus 3000 m Höhe als tragfähig erwiesen. Der Erfinder, ein Oberst Maitland, stieg in einem Ballon 3000 m hoch und sprang dann mit dem Fall⸗ schirm, dessen Griff er mit den Händen festhielt, aus der Gondel. Er fiel ungehemmt wie ein Stein durch 2000 m Luftraum; dann be⸗ gann der Fallschirm zu wirken, und nach einem langsamen Herab⸗ gleiten langte der Erfinder unversehrt auf dem Boden an. Die praklische Bedeutung des Fallschirms für abstürzende Flieger ist allerdings in ihren technischen Einzelheiten noch nicht erwiesen. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Mitwoch, den 8. Dez. 1915; Wechselnd beswölkt, zeitweise Niederschläge, Temperatur wenig geändert.. — Letzte Nachrichten. Die Balkanpläne des Vierverbandes. Kopenhagen, 7. Dez.„Bexlingske Tidende“ gibt eine Meldung l Parisien“ aus Turin wieder, wonach Ita⸗ lien gegenwärtig 50000, Mann in Albanien zu dem be⸗ sonderen Zwecke landet, die versprengten Teile des serbischen Heeres zu sammeln, mit Lebensmitteln zu versehen und nach dem anstrengenden Rückzug wieder kriegsfähig herzustellen. Die Ita⸗ liener halten die erste Partie im Balkanfeldzuge längst für ver⸗ loren, aber man wil eine neue Ausladungshasis schaffen, um die Landungen zu erweitern, die Russen zum Vormarsch bestimmen und das serbische Heer durch italienische Truppen verstärken. Joffre und Joche. Kopenhagen, 7. Dez. Nach dem„Matin“ bestätigt sich die Nachricht von der Uebernahme des Oberbefehls an der französischen Front durch General Foche. Joffre wird als Oberstkommandserender in enger Zusammenarbeit mit seinem Nachfolger auch weiterhin die Operationen leiten. Das Zusammengehen der skandinavischen Reiche. Kopenhagen, 7. Dez.„Politiken“ erfährt, daß der schwe⸗ dische Minister des Aeußern, Wallenberg, der gestern nach Kristiania fuhr, Schritte unternehmen wird, um ein engeres po⸗ lilisches Zusammengehen der skandinavischen Staaten, wie es die Dreikönigszusammenkunft in Malmö anstrebte, praktisch zu er⸗ möglichen.. 8 Nordische Kälte. Kopenhagen, 7. Dez. In Dalarne herrscht die strengste gener Menschengedenken. Von einzelnen Orten wurden Ende der Woche 38 Grad Kälte gemeldet. Auch Haparanda hatte über 30 Grad, Stockholm gestern 23 Grad Kälte. In Norwegen haben Lawinen großen Schaden angerichtet, u. a. in der Gegend von Jetumheimen große Renntierherden vernichtet. XVIII. Armeekorps Stellvertretendes Generalkommando Abt. IIc /B. Tgb.⸗Nr. 5289. Frankfurt(Main), den 30. November 1915. Bekanntmachung. Mit dem Ankauf von Altgummi gemäß Nachtragsverord⸗ nung vom 17. September 1915 V. I. 1612/8. 15. K. R. A. zu der Bekanntmachung betreffend Bestandserhebung und Beschlag⸗ nahme von Kautschuk(Gummi) usw. Nr. V. I. 633,/6. 15. K. R. A. sind von der Inspektion des Kraftfahrwesens nachgenannte Fir⸗ men für folgende Gebiete beauftragt. 5 Hermann Herzheimer in Flörsheim(Main) für: Großherzogtum: Hessen 5 5 N(soweit nicht Okkupations⸗ gebiet). 45 Feist Strauß in Frankfurt a. M., Mainzer Landstr. 181 (Querbau) 1 für: Königreich: Württemberg Provinz: Hessen⸗Nassau Großherzogtum: Baden 5 Fürstentum: Hohenzollern, Waldeck(Arolsen). Martin Jacobson in Berlin NW. 21, Alt⸗Moabit 95/96 für: Provinzen: Brandenburg, Sachsen erzogtum: Anhalt ürstentum: Schwarzburg-Sondershausen. Fritz Walther Müller G. m. b. H., Dresden⸗N., Leipziger Straße 8 für: Königreich: Sachsen 1 Großherzogtum: Sachsen-Weimar⸗Eisenach. 5 Herzogtümer: Sachsen⸗Altenburg, Sachsen⸗Koburg⸗ Gotha, Sachsen⸗Meiningen 3 Fürstentümer: Reuß— ältere und jüngere Linie, Schwarzburg⸗Rudolstadt. 1 H. Meyer und Komp. in Lübeck für: Provinzen: Schleswig⸗Holstein, Pommern, Wes preußen, 187 1(soweit nicht Okkupationsgebiet), Posen 2 5 ee Mecklenburg⸗Schwerin, Mecklenburg⸗ rel! fürstentum: Lübeck(zu Oldenburg) J reie Stadt: Lübeck. Gebr. Salomon in Hannover für: Provinzen: Hannover, Westfalen Großherzogtum: Oldenburg Herzogtum: Braunschweig hene Waldeck(Pyrmont), Schnumburg⸗Lippe. Freie Städte: Hamburg und Bremen. S. Salomon in Minden(Westfalen) für: Rheinprovinz Fürstentum: Birkenfeld(zu Oldenburg). Eugen Perle in Breslau VI für: Provinz Schlesien. 9 Alle Besitzer von dem in Frage kommenden Altgummi und an eee de ifen mit Nieten und ohne solche, Luftsch 5 Alten Autoreifen mit Nieten und ohne solche, Luftschläuchen, dunkel, schwimmend, Luftschläuchen, rot, Gunmen ten 9 . schwimmend(gleichgültig, ob im ganzen oder zerschnitten), sind verpflichtet, ihren Vorrat sofort der Firma unter genauer Angabe von Art und Menge zum Kauf anzubieten. Ebenso haben alle Personen usw., welche solchen Altgummi in Verwahrung haben, der Firma dies sofort mitzuteilen. Die Bestände sind frei Abgangs⸗ Bahnstation verpackt vom Eigentümer abzuliefern. Verpackung wird auf Wunsch zurückgegeben. Die Bezahlung der aufgekauf⸗ ten Altgummi⸗Bestände erfolgt in bar durch die oben⸗ erwähnten Firmen nach Empfang und Richtigbefund am eee ee Den Kraftwagenbesitzern, welche noch zugelassene Wagen habe wird nur das zur Reparatur der eigenen Bereifung Wige alt 5 belassen und zwar für jeden zugelassenen Wagen 8. Der anderweitige Verkauf von dem hier in Frage kommenden Altmaterial ist verboten und wird strafrechtlich Lippe⸗Detmold, einem Offizier der englischen Marineflieger gelungen. Der Fall- verfolgt. Der kommandierende General: 8 Freiherr von Gall, General der Infanterie. ä AI eee eee ee zen EAI eee eee eee eee eee earn ear eee eee Kaufmännischer Verein. Ortsgewerbeverein. geben 28 Vortrag Nr. 3 Für den Weihnachtstisc 5 Samstag, den 11. Dezember 1915, abends 8½ Uhr pünktlich, jedem Löser. 7, e, 0 7 8 1— — 2 4 8 a b 1 8 5 2 5 8 3 2 5 f b 5 Schutz-Kleidung gegen Masse und Kälte: Uniformen, terug und nach Hag:.. Aermel-Weste„ Eaauoh trocken“, 500 b schFne r 11.50 Waffenröcke sgeioarau, Tuch oder Trio. 65.— 75.— 65.— 5 Aermel-Weste warn better..„„ Hosen riot.. 2.50 15.50 20.— bis 32.— Aermel-Weste Gloria, Halbseide und Seide 9.— 16.50 21.50 Stiefelhosen feldgrau, Trikot oder Cord 30.— bis 35.— 2 8 Aermel-Weste vsserdiehter Bezug mit Lamatutter 21.50 Reithosen at stet. oder Lederbes at: 42.— bis 49.— 9 8 Aermel-Weste e saaeck-Leddf ere 33.— Mäntel warm gefüttert. 88.— 95.— usw. 5 4 Aermel-Weste mit Pelz gesũtt ert.„„ 33.— Umhänge aus lmprägn. Stoff, mit blauem Kragen 62.— 9 4 Ueberzieh- Hose esdler vosken. best ben, oog och. G. 50 12.50 Litew)ken un leder dustlbrns.... 42.— 5ʃ.— usw. 8 Ueberzieh-Jacke über dem Waffenrock zu tragen 17.50 Säbel mit Klapp-Scharnie rr 25.— 8 4 9 Schutz-Mantel„ aueh trocken“, L rein. u. 2· rein. 27.50 32.— Helme mr hessische Intanterie-Offzierr e 29.— 8 J 8 Gummi-Umhang 6 n... 30.— 44.— 48.— Helmbezuge Pn. 8 f 8 Regenhaul- ante und Umhang, 500 9 schwer 22.50 23.50 Achselstücke teldgrau und silber. 4 2.— 2 Gestrickte Jacken tes.... 0.— 12.50 5.— Unterschnall-Koppe l... 7.50 12.50 5 Pulswärmer, Ohrenschützer, Leibbinden, Kopfschützer Portep bes CV 4.50 1 4 Unterziehpelze Schaaeenegefbü, um d Mane z lag. 115.—130... Halsbinden Zanella und Seide 0.90 1.25 bis 2.50 1 — Diese Pelze sind ganz leicht und wegen ihren vielen Vorzugen sehr beliebs bie Anferügung nach Maß eriolgt Innerhalb 3—4 Tagen. 8 — 0 1 5 4 f— 5 9 80 in der neuen Aula: JJ Herr Geh. Hofrat Dr. Georg Steindorff, Leipzig umsonst zeitgemäße, in Jg Konstantinopel und die Dardanellen a de packende Bild Des Kriegers Abschied“. 5 b Mehr als 3000 la. Anerkennungsschreiben uber diess Bild Wurden ung ber mit Licht bildern. 5 f eh mi,,„„ Mk. 1.— eingesandt. Eintritt für Soldaten vom Feldwebel abwärts Mk.—.20 5 Das Bild ist in Kupfertiefdruck ausgeführt, hat eine Blattgrölle von ca. 50460 em und stellt einen sehr schönen Wandschmuck für jedes Heim dar. Dieses Bild erhalten unter Ersatz der Vortrag Nr. 4 von Herrn Dr. E. Herwarth von Bittenfeld, Wiesbaden, über Belgien leine Darstellung und Beurteilung seiner Geschichte bis zur .— geringen Versandkosten nur die Löser des Rebns umsonst. 5. Sie können ohne jede Verpflichtung Ihre Lösung an uns einschicken; dieselbe muß uns sofort in genügend franslertem Kuvert unter Angabe Ihrer vollständigen Adresse zugesand worden. Es wird Ihnen alsdann unter Drucksache im riefumschlag injtgeteilt, cb Ihre, Lösung richtig ist. Rückporto für diese Auskunft ist der Lösung beizufügen. Schreiben Sie an den 14521 Verlag für Wort und Bild, Dortmund Nr. 251, Industriehaus. Gegenwart) findet am 20. Januar 19156 statt. 9510 4 f 5 g S Dοοοοοοοοο N cler besddg- eren. 1 3 den- und enstag, den 7. Dezember, Allgemeiner Deutscher Frauen-Verein Die Brücke zum Orient uppendächen-Arllel 5 Alge un. Ortsgruppe Gießen Vortrag von Dr. Paul Rohrbach 1 im Frankarter Hl. am 13. Dezember 1915 im Klubsaal. Marzipan- und Scho- gp ber Vorstang. Der 57 6b„ Fortschrittllene Volkspartei. kolade nee Peganstande Clodishaasap Pian Buchführungskursus Bitte. Spekulatius 1 22 0 In diesen Wintertagen kebren wieder so viele frierende 1 3 b 8: 5805 für Handwerkerfrauen U. Töchter Wanderer in der Herberge zur Heimat ein, denen Kleider, soeben frisch eingetroffen z. Die ee j desgente werden werden, gesungene e e,, beginnt am Mittwoch, den 8. Dezember, abends 8/ Uhr an an nander einer Scl Die Großstadtluft tragene Sachen an unseren Hausvater, Herrn Loh, Hinter Schwank in 4 Akten E 2 7 von Oskar Blumenthal und in der J. Klasse der höheren Mädchenschule. ergebende Wereendung fer zen mie e e 5 Geld zur Ausrichtung einer Weihnachtsbescherung werden Gustav Kadelburg. Anmeldungen werden Dienstag abend daselbst 8 Uhr entgegen⸗ anch a ele pbon che oder score dice Mee auf nn en 1 2 unsch, auf te i i 7 genommen, ebenso am Mittwoch abend.— Der Unterricht erfolgt abgeholte ben eee e ne aber ablen Jes alen unentgeltlich. Der Porstand Der Vorstand der Herberge zur Heimat. Vorstellungen auf 2. und 5 5.. Prosessor Schia n. Sooo. Sperrsib nur balbe Preise. . r D 5 eee n Fritz lowack, Ausstelongsgaschalt 0 Waschekebll . Bis Weihnachten gewähre ich prozent Weihnachtsrabatt In allen Abteilungen besondere Gelegenbeits- Angebote weit unter heutigen Preisen o5bse 991 20 5 5 3 e e,, e eee, J 0 5 5 2 3