60 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die„Sießener Familienblätter“ werden dem i„Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblatt für den Kreis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen Seit⸗ fragen“ erscheinen monatlich zweimal. ieß 05. Jahrgang ener Anzeiger General⸗Anzeiger für Gberhessen ** R* e 7 Dienstag, 30. november 10¹⁵ Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schriftleitung, Geschästsstelle u. Druckerei: Schul straße 7. Geschäftsstelle u. Verlag: 51, Schrist⸗ leitung: S112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Staatliche Maßnahmen zur Regelung f der Lebensmistelversorgung. III. Fleisch⸗ und Fettversorgung. Die Fleischversorgung des deutschen Volkes mögen einige Zah⸗ len veranschaulichen Rindoiehbestand 1913: 21,8 Millionen. Sckweinebestand 25,3 Millionen, Schafe 5,5 Millionen, Ziegen 3,5 Millionen. Vergleicht man diese Ziffern mit Auslandsziffern, so fällt ihre im Verhältnis zur Bodenfläche gewaltige Ueberlegen⸗ 25 auf. In der Tat liegt die Sache so, daß die deutsche, auf be⸗ swänktem Raume dicht zusammengedrängte Bevölkerung rund 95 Prozent ihres Fleischlonsums selbst erzeugt. Das ist möglich einmal auf Grund der riesigen Kartoffelernte; rund 600 Millionen Zentner Kartoffeln werden jährlich verfüttert, und dann auf 8 ind unserer sehr bedeutenden Futtermitteleinfuhr, Gerste rund Millionen Zentner, Mais⸗ u. a. Kraftfuttermittelß, Indi⸗ rekt war unser Viehbestand, unsere Fleischversorgung also doch zu großem Bruchteil aufs Ausland aufgebaut, das ist das er ste Kennzeichen der durch den Krieg geschaffenen Lage. Und der zweite bezeichnende Zug ist der: unsere Fleischproduklion basierte auf der Kartoffelproduktiun— aber diese muß im Kriege weit stärker als im Frieden den menschlichen Konsum decken, insbesondere bei dem mittelmäßigen Ausfall der Kartoffelernte von 1914. Die Sachlage wurde verschärft dadurch, daß die sehr gute Ernte von 1913 den Viehbestand stark gesteigert hatte. In diesen Daten lie, die Schwierigkeiten unserer Fleisch⸗ versorgung beschlossen. Betrachten wir die Wirtschafts politik der Regierung der Gesamtlage gegenüber. Die besten Maßnahmen waren natürlich solche der Sicherung unserer Bestände gegen die Ausfuhr. Durchfuhr,(Bekanntmachung vom 31. Juli 1914), dann der Steigerung unserer Bestände durch möglichste Er⸗ leichterung der Einfuhr(Belanntmachung vom 2. und 4. August und vom 17. Dezember 1914, vom 21. Januar 1915), dann durch Maßnahmen der sicheren und schnelleren Dis posr⸗ tion über die Bestände im Innern(Tarifverordnungen, Exleich⸗ terungen in der Fleischbeschaffung, Gebührenminderungen). Diesen Maßnahmen parallel liefen Anordnungen für die Sicherung der Futtermittel. Bei der Tatsache, daß wir mit ungewöhn⸗ lich reichem Viehbestand in den Krieg hineingingen, waren Schwie⸗ rigkeiten in der Futtermittelbeschaffung und Fleischversorgung un⸗ vermeidlich. Die Wirkung trat sofort zutage; ein überaus starkes Angebot von schlachtreifem und nicht schlachtreifem Vieh. Das überstürzte Angebot senkte die Preise auf einen bedenklichen Tief⸗ stand und reizte den Konsum. Beide Tatsachen eröffneten bedroh⸗ liche Aussichten für die Zukunft, überstark verminderte Bestände und fehlender Anreiz für die Fleischproduktion. Vom Reichsamt des Innern wurde die Anregung gegeben, das vermehrte Angebot zu benutzen für die Versorgung mit Dauerfleischwaren. Am 11. September erfolgte dann ein radikaler Versuch zur Behebung der Zustände, ein Verbot des vorzeitigen Schlachtens für 3 Mo⸗ nate, geltend unter bestimmten Bedingungen für Rindvieh und Kälber. Den Landes zentralbehörden wurde freigestellt, auch das Abschlachten der Schweine einzuschränken. Von diesem Verbot machte die bayerische, die württembergische und die badische Regierung Gebrauch, während Preußen ein Verbot mur androhte für den Fall, daß das Abschlachten nicht mastreifer Schweine zu⸗ nehmen sollte. Diese Maßregel half, wie die Viehzählung vom 1. Dezember 1914 auswies.— Die Bestände waren wieder au normale Höhe gebracht. Bis Ende Januar nahmen die Schlachtun⸗ gen der Schweine wieder zu, und der Bestand sank auf rund 21 Millionen, eine immer noch sehr hohe Zahl. Die gefährliche Verminderung dieser Produkte veranlaßte den Bundesrat zu einer Schwenkung in der Fleischversorgungspolitik: er verpflichtete die Gemeinden mit mehr als 5000 Einwohnern zum stärkeren Ankauf von Schweinen und zur Sicherstellung eines Vorrats von Dauer⸗ mare an Fleisch. Diese Maßnahme genügte, den Fleischpreis in wenigen Tagen von einem ziemlichen Tiefstand auf einen unge⸗ wöhnlichen Hochstand zu bringen bei gleichzeitiger Quglitätsver⸗ ringerung.— Entsprechend der Unsicherheit der Preise hielten die Viehbesitzer zurück, und die Verordnung konnte nur in mäßi⸗ gem Umfange befolgt werden. Gerade die Planlosigkeit des Fleischankaufs der Gemeinden hatte die Unzu⸗ träglickkeiten im wesentlichen mitverschuldet. Diese Erkenntnis führte zu Vereinbarungen der Zentral⸗Einkaufsgesellschaft mit dem Gründe s Deutschen Städtetag: die Z. E. G. übernimmt für die der Verein⸗ barung angeschlossenen Gemeinden den Ankauf, ihr zur Seite steht eine Preiskommission, die wöchentlich die Ankaufspreise feststellt. — Beim Ankauf werden die Gewichtsklassen bevorzugt, die am meisten die Getreide⸗ und Kartoffelbestände vermindern. 5 Der Erfolg dieser Maßnahmen war sehr bescheiden; die Preise stiegen weiter, die Märkte wurden schlecht beschickt. Gewiß, man konnte mit Enteignung drohen, aber es half darum nichts, weil ja der Enteignungspreis nach dem laufenden Marktpreis festzu⸗ setzen war. Dieser Tatbestand lähmte die Tätigkeit der Z. E. G., gefährdete die Beschaffung einer Dauerwarenreserve, verteuerte das frische Fleisch. Dem allgemeinen Verlangen nach Festsetzung von Höchstpreisen konnte nicht stattgegeben werden. Nur indirekt suchte man die Preise zu drücken und den Markt zu beleben durch die Bekanntmachung vom 25. Februar 1915, daß bei Enteignungen feste Marktpreise als Richtpreise genommen werden sollten, Preise, die das Interesse der Verbraucher wahrten, ohne die berechtigten Interessen der Produzenten zu schädigen. Die neue Zählung vom 15. April erwies eine beträchtliche Senkung des Schweinebestandes, die Gefahr, die der Viehbestand für die menschliche Ernährung bot, war damit wesentlich vermindert. Am 8. Mai verfügte denn auch der Bundesrat die Aufhebung der Bestimmung vom 25. Februar (Verpflichtung der Gemeinden zur Anlegung von Dauervorräten) und die Bestimmung vom 25. Februar(Festsetzung von laufenden Marktpreisen als Richtpreise). Der Preisstand blieb bei alledem für die nächsten Monate sehr hoch, stieg sogar noch. Der Grund dafür war das beschränkte Angebot von Schlachtvieh, das zum Teil sich aus der stärkeren Verminderung der Schweinehestände im Winter ergab. Mehr und mehr verlangte die Oeffentlichkeit im Interesse der Fleischversorgung der großen Masse ein gesetzliches Eingreifen, im besonderen Höchstpreise. Den Höchstpreisen stand das Bedenken entgegen, daß sie bei der Knappheit und den gestiegenen Preisen der Futtermittel zu einer Verminderung der Viehbestände führen, und so die Fleischknappheit steigern könnten. Einheitliche Höchst⸗ preise für Fleisch sestzusetzen schien darum bedenklich, weil abgesehen von anderen Nachteilen die große Verschiedenheit in der Fleisch⸗ qualität und den Gefamtunkosten der Fleischer zu unerträglichen Härten geführt hätte. Bei dem Mangel an Schlachtvieh und Speck kamen die im Winter eingelegten Dauervorräte der Gemeinden allmählich zum Verkauf, und vermochten wenigstens lokal die Ver⸗ hältnisse günstiger zu gestalten. Um den Weiterverkauf und den Zwischenhandel in diesen Dauervorräten zu verhindern oder we⸗ nigstens Preistreibereien dabei unmöglich zu machen, wurden die Gemeinden ermächtigt, den Weiterverkauf oder die Abgabe der von ihnen in Verkehr gesetzten Fleisch⸗ und Fettwaren zu verbieten oder zu beschränken, bez. Preise festzusetzen. Hohe Preise, Fleischknappheit: damit war die Lage unserer leischversorgung auch den Sommer über gekennzeichnet. Nach age der Dinge mußte Beseitigung der Knappheit als unerfüll⸗ barer Programmpunkt angesehen werden. Gibt man das zu, so kommt man an der Folgerung nicht vorbei: bei freiem Verkehr und bisherigem Fleischkonsum müssen die Preise notwendig ungeheuer steigen, bis die ökonomisch schwä⸗ cheren Konsumenten ausgeschaltet sind und jene Grenzklasse der Verbraucher erreicht ist, deren Nachfrage der Absatz noch nötig hat. Diese Grenzklasse, bez. die Dringlichkeit ihrer Fleischn age würde den Preis bestimmen. Diese Regelung im freien Verkehr, so sicher sie funktioniert, ist unter den obwaltenden Umständen sehr bedenklich. Viele 5 gegen die Ausschaltung des Konsums der minder⸗ bemittelten Klassen, wie der freie Verkehr sie notwendig mit⸗ bringen muß, ganz abgesehen von den weiteren Wirkungen, die sich für den Zusammenhang des Preisniveaus aus einer überstarken Steigerung der Fleischpreise ergeben. Der Bundesrat hat in Würdigung dieser Sachlage zwei be⸗ deutsame Eingriffe in den freien Verkehr vorge⸗ nommen: zunächst hat er eine allgemeine Verbrauchs be⸗ schränkung aller Konsumenten angeordnet. Die Bekannt⸗ machung vom 28. Oktober mit Wirkung vom 1. November be⸗ zielt Minderung des Fleisch⸗ und Fettkonsums An zwei Wochen⸗ tagen darf Fleisch nicht gewerbsmäßig an Verbraucher abgege⸗ ben werden, an zwei weiteren Tagen dürfen in Wirtschaften Speisen, die mit Fett oder Speck angerichtet sind, nicht dargeboten werden. Samstags darf kein Schweinefleisch verabreicht werden. Es wurde Abstand davon genommen, die Beachtung der fleisch⸗ und fettlosen Tage auch für den privaten Haushalt zwingend * nee Frau Karoline Björnson. Zu ihrem 80. Geburtstage, 1. Dezember. 5 Die Greisin, die in der Bergeinsamkeit von Aulestad im Gudbrandsdal in diesen Tagen ihren 80. Geburtstag feiert, darf wohl als Norwegens bekannteste Frau bezeichnet werden. Weiß doch ein jeder Norweger, wer gemeint ist, wenn man schlechtweg von„Frau Karoline“ spricht! Ueber 50 Jahre hat sie den großen nordischen Dichter auf seinem Lebenswege begleitet, und als die beiden 1906 die goldene Hochzeit feierten, da nahm gleichsam das ganze norwegische Volk an diesem Familienfeste teil. Was aber für Frau Karolinens Persönlichkeit kennzeichnend ist, das ist, daß sie selber hinter der überaus stark ausgeprägten und mächtigen be ihres Gatten nie in den Schatten getreten ist. elbst neben ihm ist sie stets„auch Eine“, ist sie stets sie selbst gewesen; und wer das Björnsonsche Haus betrat, der wußte und empfand es sogleich, daß in diesem Hause nicht ein großer Mann lebte, der eine Frau hatte, sondern ein wirkliches Ehepaar— ja, im Hause führte eigentlich Frau Karoline stets das Szepter, dem sich auch der unbändige Björnstjerne beugen mußte und willig ge⸗ beugt hat. Beinahe 60 Jahre ist es ja nun her, daß auf einem Balle zu Bergen der junge blonde Leiter der dortigen Bühne auf eine Gruppe von jungen Mädchen zutrat, und eines von ihnen. das er noch nicht kannte, fragte:„Gefällt Ihnen der Name Björn?“ Auf die erstaunte Bejahung setzte er hinzu:„Wenn, ich einen Sohn bekomme, wird er Björn heißen.“ Das Mädchen, mit dem der damals noch gar nicht etwa berühmte Bförnson diese wunderliche Unterhaltung führte, hieß Karoline Reimers und hatte von der Seite ihrer Mutter her, die eine Verwandte des Turnvaters Jahn war, deutsches Blut in den Adern. Nicht lange darauf, so waren Karoline Reimers und Björnstjerne Björnson eein Paar, und von diesem Zeitpunkte an ist Frau Karoline jahr⸗ bei zehntelang im kühnsten Sinne des Wortes der gute Geist ihres Gatten gewesen. Nicht etwa, daß sie zu allem, was er tat und sagte, immer nur Ja und Amen gesagt hätte— o, im Gegenteil: oft behauptete sie ihre Meinung sehr entschieden gegen die seinige, und so konnte es selbst an Zusammenstößen nicht fehlen. Den⸗ noch hat Björnson nirgends ein so tiefes Verständnis gefunden, wie bei seiner Frau, und sie ist es gewesen, die ihn immer vor⸗ wärts gedrängt, immer zum Höchsten augespornt hat. So veran⸗ laßte sie ihn, sich aus der Enge der Bergenser Verhältnisse zu befreien; so hielt sie bei ihm und mit ihm durch, als die Kämpfe kamen und in der allmählich anwachsenden Familie Schmalhans Küchenmeister war. So steifte sie ihm den Nacken, wenn er für Recht und Wahrheit kämpfte. Von ihrer Charakterstärke hat sie kurz nach dem Kriege 1870/71 einen Beweis gegeben dessen wir Deutschen uns gerade jetzt wohl erinnern dürfen. Damals trat der Dichter für eine neue Richtung der Politik seines Landes, für die Freundschaft mit dem neuen Deutschland ein. Da kam er einen Landsleuten aber übel an; man„schnitt“ ihn und seine Werke, man schlug ihm die Fenster ein, aber dies tapfere Frauenherz bebte keinen Augenblick: treu und fest hielt sie an dem, was lie für recht erkannt hatte. Unschätzbare Dienste leistete sie 1 5 22 Idem Dichter auch als seine Sekretärin. Sie und sie allein durfte seine Werke abschreiben;: den Roman„Auf Gottes Wegen“ hat sie nicht weniger als sechsmal abgeschrieben, und jedes Wort, jeder Satz, jedes Lied, das Björnson gedacht und geschaffen hat, hat seinen Weg durch diese Frauenhand genommen. Noch heut ist Frau Karoline eine schöne und stattliche Frau, und wenn sie spricht, so glaubt man die Stimme eines jungen Mädchens zu hören. Aus klugen, scharfen Augen beobachtet sie Welt und Menschen, und Kraft und Güte vereinigen sich in dem Ausdrucke ihrer be⸗ deutenden Züge. 4 — Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen in München 1870.„Zwei alles überragende Erinnerungen aus meiner langen Bühnenlaufbahn gibt es: den Hoftheaterabend beim Abschied von unsern todesmutigen Truppen(1870) und dann die Festvorstellung zu Ehren der heimgekehrten Sieger.“ (1871). Ueber diese beiden Abende, die uns heute, da unsere Sol⸗ daten wiederum gegen den Erbfeind im Felde stehen, besonders interessieren, plaudert Ernst von Possart in den fesselnden Erinnerungen aus seiner Bühnentätigleit, die soehen bei E S. Mittler und Sohn in Berlin unter dem Titel„Erstrebtes und Er⸗ lebtes“ erschienen sind. Lebhaft erinnert uns die Begeisterung, die am 17. Juli 1870 im Münchener Hoftheater zu dem bayrischen Könige und dem zum Führer der süddeutschen Truppen bestimm⸗ ten Kronprinzen Friedrich Wilhelm von Preußen emporstieg, an die Tage der Mobilmachung und des Beginns des Weltkrieges im vorigen Jahre. Possart hatte im letzten Augenblick der Ab⸗ fassung eines Prologs übernommen, den er selbst vortrug. Er er⸗ zählt davon:„Das zum Erdrücken besetzte Hoftheater, 2000 Men⸗ schen, im Parkett und Balkon nur Uniformen, unter der großen Königsloge General von Blumenthal mit dem Stabe des Kron⸗ prinzen, im Hofrange das gesamte diplomatische Korps und der Adel des Königreichs und oben alles, was noch Platz fand, von den Angehörigen unserer schon ins Feld gerückten Truppen,— und diese Tausende in schwirrender Erregung, erfüllt von Hoff⸗ nung auf den Sieg der guten Sache und brennend vor Begierde, dem jungen König und seinem fürstlichen Feldherrn zu hul⸗ digen...“ Possart beginnt seinen Prolog zu sprechen, immer wieder wird er von stürmischem, sich stets steigerndem Jubel unter⸗ brochen. Der König erhebt sich und zieht den Kronprinzen an seine Brust. Die Zuschauer stehen auf, das Beifallsrasen, das Tücherschwenken will nicht enden. Possart fährt fort: „Das Land ist einig! Wer will uns bezwingen? Entrollet mutig das Panier zum Krieg! Denn eh' am Rhein noch die Fanfaren klingen, N Schlug Deutschland schon in sich den größten Sieg Denn was im Drange der Gefahr aufs neue Ein edles Fürstenpaar zum Kampf vereint, Das Königswort, es heißet: Treu um Treue! Mit diesem Feldgeschrei verjagt den Feind! Heil! Dreifach Heil dem jungen Fürstenpaar, Dem Deutschlands alte Treue heilig war.“ zu gestalten, hier wird der Einsicht der Bevölkerung und ihrem sozialen Gefühl Selbstbeschränkung überlassen bleiben müssen. Der Grundgedanke dieser Anordnung ist Einschränkung des Verbrauchs, aber nicht durch Ausschaltung der schwächeren Kreise, sondern durch Verbrauchsminderung des gesamten Volkes. Die Verteilung der Fleischvorräte soll möglichst auch nach sozialen Ge⸗ sichtspunkten erfolgen. Aber mit der Verbrauchsbeschränkung allein war die Sachlage nur teilweise gebessert, es mußte auch Vorsorge getroffen werden, daß die minderbemittelten Klassen Fleisch zu erschwinglichen Preisen erhalten. Diesem Zwecke diente die Aufstellung von Höchstpreisen für Schlachtschweine und für Schweinefleisch vom 4. November 1915. Es wurde kein ein⸗ heitlicher Preis festgesetzt, sondern nach einer Reihe von Reichsbezir⸗ ken differenzierte Grundpreise als Höchstpreise. Diese Preise gelten für den Verkauf von Schlachtvieh im Lebendgewicht. Für den Klein⸗ handel werden ebenfalls Höchstpreise festgesetzt und zwar darf der Preis für frisches Schweinefleisch 140 Prozent, der für frisches Fett 180 Prozent des in der nächstgelegenen Schlachthausgemeinde gel⸗ tenden Höchstpreises nicht überschreiten. Die Landeszentralbehörden können die Sätze niedriger stellen, die Gemeinden können ebenfalls Höchstpreise für die einzelnen Fleischsorten festsetzen, mit der Ober⸗ grenze an den reichsgesetzlichen Höchstpreisen. Neben dieser Regelung der Fleischversorgung läuft eine Re⸗ gelung der Oel- und Fettversorgung parallel, da auch hier bei be⸗ schränktem Vorrat ein Eingreifen unter Berücksichtigung sozialer Gesichtspunkte unerläßlich schien. Anordnungen zur Steigerung der Vorräte und zur Erleichterung des Verkehrs in Fett und Oel, eine durchgreifende Organisation zur Erfassung und Verteilung der vor⸗ handenen Vorräte(Kriegsausschuß G. m. b. H.), Festsetzung von Höchstpreisen sind die hier getroffenen Maßnahmen. Das ist der heutige Stand der Dinge in der Regelung der Fleisch⸗ und Fettversorgung. Es hieße überspannte Erwartungen hegen, wollte man annehmen, daß die Verhältnisse damit eine endgültige und alle Teile vollauf befriedigende Lösung gefunden hätten. Das sind Ziele, die andere Voraussetzungen haben als die⸗ jenigen sind, unter denen die Wirtschaft des Reiches jetzt steht. Es kann rebus sic stantibus sich immer nur um Kompromisse und enger gesteckte Zielpunkte handeln. Büchertisch. — Lic. E. Moering, Mit verschleppten Osst⸗ preußen an der Wolga. Berlm W. 35, Verlag des Evan- gelischen Bundes. 88 S. mit zwei Bildern. 1 Mk., gbd. 1,50 Mk.— Der Verfasser, Pfarrer in Breslau, war bei Kriegsausbruch in Riga. Was er dann dort und in monatelangem Aufenthalt bei Frost und Hitze in Krasny Jar bei Astrachan erlebt hat und wie er es schildert, das ist erschütternd. Wir haben wenig so 1 anschauliche und lehrreiche Schilderungen aus diesem Krieg. 3 Märkte. Marktbericht. 1 Gießen, 30. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Pfd. 1,90— 0,00, Hühnereier das Stück 20 00 Pfg., Käse das Stück 7—9 Pfg., Käsematte 1 Stück 3—0 Pfg., Kartoffeln der Zentner 3,75 bis 0,00 Mark, Milch das Liter 26 Pig., Aepfel der Zentner 6 bis 8 Mk., Spinat 2022 Pig. das Pfund, Wirsing 10—15 Pfg. das Stück, Gelbe⸗ rüben 10—12 Pfennig das Pfund, Rotkraut 15—25 Pfennig das Stück, Rosenkohl 20—25 Pfg. das Pfund, Kohlrabi 6 bis 8 Pig. das Stück, Weißkraut 15-25 Pig. 15 Pfg., bessere 00—00 Pfg. das Pfund, römisch Kohl 6—8 Pfeonig, Zwiebeln der Zentner 27—28 Nüsse 100 Stück 5060 Pfg., Blumenkohl 20—50 Pfg., 10 12 Pfg. Marltzeit von 8 bis 2 uhr. OTN Auch as Liebesgabe im Feide hegehrt! im Fesdpostbriet portotrel) 5 im schwingen sie jubelnd der Königsloge zu. Niemand schaut mehr auf die Bühne: wie ein stürmisches Meer wälzen sich die über⸗ schäumenden Wogen der Begeisterung dem Fürstenpaare zu. Der Vorhang fällt, aber nicht eher endete dieses Beifallsrasen, unten dem das königliche Paar sich wieder und wieder dankend verneigen muß, bis die Trompetenfanfaren aus dem Wallensteinschen Lager durch das Haus tönen.“ Der König sandte dem Künstler am andern Tage sein lebensgroßes Bildnis. Noch ein hübsches Nachspiel hatte der Abend für Possart. Darüber berichtet er:„Wenige Ta nachher erhielt ich aus Speyer einen Brief meines Bruders. Er hatte schon, da er noch Assessor war, den 60er Krieg als Inten⸗ danturrat mitgemacht, und jetzt stand er als Intendant der vierten Kavallerie⸗Division„Prinz Albrecht Vater“ im Feld. In Speyer meldete sich der Stab beim Kronprinzen. Auch mein Bruder war darunter. Als der hohe Herr seinen Namen hörte, war er auf ihn zugetreten:„Sind Sie verwandt mit dem Possart, der gestern abend in München den Prolog zum Auszug der Truppen verfaßt hat?“„Mein Bruder, Königliche Hoheit, ist am Hoftheater en⸗ gagiert“„Sehen Sie mal, ich habe gefürchtet, der junge Mann könne Dummheiten machen, aber er hat sich sehr anständig heraus⸗ das Stück, Birnen 7 bis rete Rüben 7—8 5 5 t Tomaten das Pfund 25—30 Pfg., Sellerie 6-10 Pfg. das Stück, Endwien deen Sefittfe n Hier läßt sich der Jubel nicht mehr zurückdämmen, die Offtzieren Parkett springen auf die Sitze, sie ziehen die Degen und gebissen.“ Es war die erste Nachricht, die ich aus dem Felde 2 erhielt.“ — Volkstümliche Vorlesungen in Hamburg. Aus Hamburg wird uns geschrieben: Hamburg macht sich jetzt daran, indem es den Forderungen der Zeit folgt, volkstüm⸗ liche Vorlesungen einzuführen. Man geht dabei von dem Gedanken aus, daß einem durch die neuen Probleme des Krieges verstärkt entwickelten Drange der Allgemeinheit nach Wissen Ge⸗ nüge getan werden muß. Die Zeitfragen häufen sich. Täglich wird das Interesse neu angeregt: hier für bisher unben, Landgebiete, Völkerschaften, Berge, Flüsse, Städte, dort für un⸗ vermutet in den Weltverkehr eingreifende Sachen der Technik, des Handels, der allgemeinen Wirtschaft. Tausende wollen dar⸗ über unterrichtet sein. Es ist also mit diesen Vorlesungen die Aufgabe gestellt, der großen Menge nach allen Richtungen hin Aufschlüsse zu geben, durch die sie klare Einblicke in die vielen Wandlungen der Welt und Zeit gewinnt. Das volkstümliche Vor⸗ lesungswesen wird auf breiter organisatorischer Grundlage ein⸗ gerichtet, nach einem einheitlichen, von akademischen Grundsätzen getragenen System Die Leitung des neuen Unternehmens liegt in den Händen der Patriotischen Gesellschaft. Damit ist bereits die Gewähr gegeben, daß es im sozialen Sinne, zum Nutzen und zur geistigen Förderung der Gesamtheit gepflegt und weiter ausgebaut wird. Der Arbeitsausschuß wird gebildet von den Prof. Dr. Voller, Dr. Borchling, Dr. Debelius, Oberschuldirektor Dr. Gerstenberg, Pastor Kirstling, Lehrer von Borstel und Redakteur Emil Krause. In Aussicht genommen sind zunächst, beginnend in diesem Winter, Vortragskurse zu je sechs Stunden in Ge⸗ schichte, Literaturgeschichte, Kunst, Naturwissenschaften und Technik. 19. Behung 5. RI. 6. Preuss.-Süddeutsche (22. Königlich Preuss.) Klassen- Lotterie Dehnung vem 29. November 1015 vormittags. A jede gesogene Nummer zind zwel glelch hehe Ge- ane gefallen, and war Je elner anf die Lose geteher Nummer in den belden Abteilungen I und II Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. Ohne Gewähr.) Nachdruck verboten.) 20[SO 27 67 64 522 83 828 33 97[10001 1077 283 384 6 692 741 880 927 2218 813 400 504 900 0 3011 122 47 76 828 580 778 643 4038 18000] 101 Loe] 62 es 844 402 88 523 771 5084 264 304 50%% 72 4 86 8000 250[1000 330 49 1000] 2 902 5 88 7018[1000] 83[1000] 880 616 707 52 58 880 8010 128 619 92[1000] 87 78 748 91 927 9280 486 L500] 682 897 302 10048 101 L500] 98 683[soo] 78 987 11001 280 88 4 62 8/7 344 494 592 778 826 12134 83 277[soo] 328 419 508 684 880 13030 42 64 318 1500] 61 778 Ls000] 807 os 14029 38 68 400 e 70 520 24 29 636 57 802 982 15082 69 208 389 501 783 88 819 965 10020 22 153 60 308 681 740 882 94 51 17184 440 671 844 18002 134 49 204 59 883 0 678 897 906 18037 76 110 11000] 224 53 56 416 513 686 719 49 60 823 959 20172 88 880 649[1000] 788 811 63 981 18000] 21154 315 420 830 31 22212 89 985 23024 127 480 241862 2086(100 65 415[1000 512 90 710 Lsooo] 980 908 20(1000 28183 88 L500] 262 70 609 25 748 26510 27[1000] 824 78 27031 2068 Ls00] 83 468 5381 82 886 70 97(1000] 927 23080 141 73 274 90 92 bsoo] 828[1000] 88[1000] 572 718[1000 804 s 924 29089 62 96 141 206 41 90 389 98 653 80 710 837 30018 2TT 90[Soο⁰ο 328 88 811 28 728 16001 916 31050(So 112 221 882 544 00 621 44 6001 82 808 41 48 800 32010 48 78 210 827[1000] 818 883 62[S0 682 33148 315 44 73 77 812 986 93 3407 127 8 388 484 08 021 840 987 85034 216 341 452 507 685 806 98s 36081 106 280 820 35 920 997 37108 28 7 82 286 481 523 671 977 95 38082 143 288 630 39019(500 64 140 814 286 424 56 558 89 11000 80 868 40108 247 822 56 99 628 813 20 927 41088 174 898 412 688 788 830 283 71(3000 42018 82 182 81 205 47 707 28 42 43072 147 88 80 423 604 L10001 4 16(300% 44002 86 L500 279 833 833 38 907 24 20 98 45131 11000 309 94 428 40 530 832 71 L800] 27 46084 105[1000] 9 18 238 815 445 508[1000] 688[3000] 707 828 984 47824 88 48020 57 156 218 42 67s L600] 700 828[10001 61 89 49071 283 417 65 817(8000 64 624 738 50892 760 5 10786 Leo 201 310 91 478[i000 541 80 77 81 604 59 52134 60(s00] 271 458[1000 508 641 78 92 738 72 929 67 72 53018 49 140 73 97 217 688 640 727 80 54012 398 658 871[1000] 58048 90 112 440 614 58088 140 59 304 98 482 49 87 606 858 61 80 57048 65 140 96[1000 608 10 643 798 58058 14 210 82 00 883 59050 105 11 21 300 908 9a 80024 L501 107 20 480 85 691 68[500] 864 993 10% 175 8½% 441 L000 86 58 827 787 62094 300 446 844 9 762 81 883 79 63441 803 38 67 777 64110 L000] 33 605 18 734 878[8000] 88 927 91 68070 97 204 550 781 72 812 51 817 6 68056 64 178 293 441 528 800 901 Lso⁰ο 57078 189 289 478 5588 667 91 852 88150 l. 222 386 602 702 818 987 62 69274 450 381 708 L 881 700⁵8ë 60 141 828 48 780 71083 230[1000] 818 488 681 925 67 72208 26 334[500] 653 80 663 702 L10001 78 868 940 7302 149 54 390 428 49 80% 60 7 271 7418 307 405 501 647 61 L500] 769 806 Ig00⁰ 13 52 83(1000 8 7514 243 78 847 880 604 724 888 211 768226 861 438 587 716 77021 Ls00] 38 864 1800 2e 84 564 60 860 52 78032 1070 78 429 892 97 949 79144 203 84[1000 420 676 84 787 906 47 30320 L500 54 428 7% 819 81017 27 LeO0] 68 P07 08 214 380 fs 1800] 886 88 97 70 822 82084 880 87 Leo] 6356 661 67[500] 784 97 83003 13 296 611 dee Aoι 14 Laoοον 110 228 319 7686(6000 70 Lao 9s 31 57 62 88036 323 78 470 600 66 784 72 I1000] e 88128 0 Le 87228 381 478 600 38 21 ess 83108 401 740 41 841 903 93 89040 288 884 872 77s 571 91 687 856 91180 206[3000 84 809(10001 92102 289 509 82 847% 70 84 488 589 670 744 820 391 41(5001 552 72 620 727 952 889 60 L500] 702 78 848 908 96386 97 148 277 661 60 8e 956 13000] 89 40 508 84 99040 349 523 639 74 52[60⁰ 10014 ½ 7e 20 4% co 824 860 640 L500 88 10105 178 208 14 10 310 34 61 78 707 62 921 102014 b 210 15000] 437 808 18 66 681 11000] 193201 2 8 7 505 L85001 68 668 700 832 981 104121 8 281 610 404 21 646 66 94 808 103093 226 800 L500 981 108270 322 48 575 89 682 L500] 59 107007 soo 118 22 31 63 89 233. 362 424 68 524 772 892 108201 77 478 869 738[1000] 108084 34 207 L83000] 432 L800] 508 91 801 100] 110186 27e 868 608 328 943[3000] 111048 181 258 407 868 910 12 23 112008 126[8000] 849 402 55 77 828 4/7 58 1 95[10001 198 860 94 429 519 878 949 64 1141(3000 330 461 561 768 ioo! 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930 23307 132 338 91 L5O010 438 608 21 38 1 80 827 84 902 62[1000] 70 Im Gewinnrade verblleben: 2 Pramten zu 200000 M, 2 Gewinne zu 150000 10 u 15000 20 u 10000 40 618 722 918 49. 11607 204 878 4% 80 804 35 500 482 zu 8000 848 1000 1582 500 M 19. Ziehm 5. Kl. 6. Preuss.-Suddeutsche (2d z. Königfien Preuss.) Rlassen · Lotterie Ziehung vom m. November 1015 nachmittags. Auf jede gerogene Nummer aind zwel gleich hohe Ge- winne gefalten, and zwar Je elner auf die Lose stelcher Nammer in den beiden Abteflangen I vnd I Nur dle Gevtune über 240 Mark sind den betreffenden Nummers in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.) Nachdruck verboten.) 83 177[1000] 248 387 678 624 78 928 1019 867 963 2154[3000] 68 304 I1000] 75 601 40 784 818 34 75 023 3163 85 220 27 64 328 62 89 471 84 532 81 4081 207 99 351 425 582 687 61 744 966 5013 L30001 18 80 353 58 63 784[1000] 874 989 L600] 6086 872 76 440 67 70 94 7280 883 97 441 666 94 688 812 64 71 8006 22 60(1000] 143 488[1000] 617 28 65 699 720 37 8051 76 287 307 10271 426 728 1101 169 202 827 38 47 612 847 923 12108 27 2260 49 326 634 62 702 848 72 13088 71 120 64 214(1000 356 5860 930 14232 67 368 115000] 405 604 37 743(500 867 943 15180 48 671 787 902 16048 138 347 775 926[1000] 17087 363 743 L500] 801 64 81 96 901 18128 288 97 343 74 449 804 28 848 19074 228 352 92 99 443 668 70 886 86 76 82 20072 221 619 eas 900 21084 448 94 13000] 625 623 70 22278 846 63 71 608 74 L38000] 781 966 23189[3000] 207 99 486 599 605 700 878 939 45 52 2420 306 00 13000 70 86 567 11000] 65a 924 72 80 25055 161 499 603 14 64 808 991 26049 67 130 48 286 96 362 522 89 723 27074 187 306 49 640 87 883[1000] 88 888 901 80 1500] 28014 183 239 342 509 53 636 29197 389 378 639 44 4% 898 dos 30 30053 200 361[soo] 99 81 488 81 988 31123 237 568(L500 627 40 48 817 979 32363 682 907 (3000) 27 33030 188(6000 888 456 66 84 679 34084 1000] 188 230 61 292 426 87/7 600 10 20 35077 182 73 220 30 336 428 48 682 6186 63 90 38008 104 586 829 717 800 958 37261 811 479 628 728 86 866 921 48002 557 68 728 32 810 39224 482 61 602 85 815 45 1000] 40030 17/2 246 820 418 65 538 80 642 780 980 41138 214 359 499 64/ 710 69 318 962 42010 106 11 276 318 72 780 843 71 919 43023[1000] 368 688 11000] 44182 770 894 45178 810 17 66 548[1000] 78 692(1000 70 69 998(500 48072 248 499 688 6802 703 940 27319 494 632 33 97 964 438086 181 82 425 174 829 99 610 777 49083 274 834 46 50 985 50083 251 492 662 653 947 66 81010 296 812 13000 98 676 662 52019 16 114 17 88 321 442(8001 538(3000] 847 924 57 66 53094 136 74 387 76 429 53 624 38 792 99 54027 247 384 66 487 518 48 739 827 83 858084 243 517 613 778 907 14 36168 364 88 464 571 57002 804 444 566 L500] 97 669 76 713 893 979 53260 363[5000] 471 L500] 631(S001 700 35 15001 42 801 76 59285 388 414 L800] 668 941 46 58 60016 616 45 78 834 74 61012 120 284 307 663 886 82014 50 90 431 98 684 767 838 928 40 10001 63068 136 263 301 660 635[500] 744 899 64121 64 270 817 605 984 44 46 74 65173 200 82 448 98 542 os 607 741 Ls 50 858[1000] 98s 66003 100 84 218[1000] 92 408 38 682 11000 782 987 67166 307 20 423 53 557 6086 48 782 L500] 57 L600 875 936 54 68158 230 98 543 621 31 80001 7286 69076 100 1000] 39 220 620 63 746 88 973 7021 27 81 323 47. 74 446 590 818 71016 164 204 39 40[500] 302 Ls00] 11 66 403 638 95 500] 718 35[500] 828 66 72038 127 239[800] 82 324 601 32 69[sog] 78 7486 73178 308[1000] 98 547 63 69 635 soo] 74029 Jg] 348 54 463 65886 637 812 62 70 905 84 90 75085 189 236 868 777 9 76202 86 517 22 605 88 712 88 828 47 981 11000] 77085 9s 229 52 534[500] 56 11000] 636 787 819 78087 L600 142 45 68 568 623 62 704 87[600] 70 821 61 839 79061 121 271 400 62 619 26 84 728 988 30178 86(1000 323 416 60 88 881 688 816[8000] 4⁰ 2 1 83 279 356 531 807 12 974 82000 18 184 200 82 419 98 828 31 76 646 4/ 730 89 83088 458 878 762 824 84089 330 614 28 956 781 97/7 35067 310 676 L500] 23 761 99 88160[3000] 298 789 91 847 68[1000] 835 87104 562 82 892 940 88180 421 11000] 33 67 780 87 890% 104 330 897 770 830 90280 521 910(3000 91120 543 48 60 24 80 761 852[so] 903 92111 68 3812 60 562 63 15001 635 56 840 93078 117 L800] 69 84 269 78 434 612 15 32 719 936 68 94020 76 148 68 386 648 780 848 3000] 72 904 81 43 95002 272 77 446 810 98010 48 77 194 201 L1000] 20 88 400 30 664 826 68 940 97 11000] 80 244 L500] 887 Ls00] 50e 13 44 682 92(1000 714 88 8016(L500 186 880 20s 99080 181 894 723 801 20 100000 74 91 108 208 387 814 101087 812[800 982 37 looo] 30 102288 81 307 44e 1800] 637 65 Lsooo] 628 96 97 829 83 934 38 103149 70 241 389 559 80 683 330 30 958 104157 339 548 723 826 910 105022 103 227 680 718 830 106099 218 622 712 812 01 107084 264 246 339[1000] 686 78 617 106182 466 80 598 788 612 109210 46 64 3824 48 400 711 99 987 98 110029 103 200 844 4/78 64s 780 00 111032 Lsdo]! 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Werden halbe Häute, Kernstücke, Flanken oder Hälse nicht als G 5 en Preis ebenfalls nicht übersteigen. der Preistafel genannten 888/10. 15, LN U den, sofern nicht nach den allgemeinen Strafgesetzen here Straßen anntmachung Von der e betroffene Gegenstände. betreffend Höchstpreise und Beschlag⸗ Von dieser Bekanntmachung betroffen wird Leder jeder Her⸗ i nahme von Leder. kunft, jeder Gerbart und jeder 3 Die nachstehende Bekanntmachung wird auf Grund des Gesetzes 5 ef Seng ee e e en bonn 6 Ker Berbboelz 25 Ae, oder der Gerberverein: eri eg and vom e Herbervereini⸗ 5. November 1912 in Verbindung mit der Allerhöchsten Verord⸗ gung darf den im 8 3 angegebenen Grundpreis nicht über⸗ nung vom 31. Juli 1914, des 5 betreffend Höchstpreise vom schreiten.. 4. August 1914(Reichs⸗Gesetzbl. S. 339) in der Fassun, une b) Der Verkaufspreis im handel darf den im 8 3 ange⸗ 17. Dezbr. 1914(Reichs⸗Gesetzbl. S. 516), der Bekanntme en gebenen Grundpreis um nicht mehr als drei vom Hundert stber die 3 dieses Gesetzes vom 21. Januar 1915 Reis 98⸗ Aberschreiten bibande 9 5 5 . 1 und vom 23. September 1915(Reichs⸗Gesetzbl. c) Der Verkaufspreis im Kleinhandel darf den im 8 3 änge⸗ S. 603), der B über die Sicherstellung von Kriegs⸗ gebenen Grundpreis um nicht mehr als zehn vom Hundert 3.. 8— 4 1* ee eee im Sinne dieser Bestimmung gelten er ntmachun m i 9. Oktober 1915(Reuhe⸗Gesetzbl. S. 645 zur allgemeinen——.— Lederhändler, deren einzelne Verkäufe an einen Kunden nis gebracht, mit dem Bemerken, daß Zuwiderhandlungen gemäß Mengen von 10 Hälften oder 1% Kernstücken bei Bodenleder den in der Anmerkung“) abgedruckten Bestimmungen bestraft wer⸗ e e 2 3 e Aer e Abfäl⸗ Gefängnis bis zu 85 mit Geldstrafe 55 zu ce Mark wird westest: 85 5. In den Fällen der Nummer 1 und 2 kann neben der Strafe 5 angeordnet werden, daß die Verurteilung auf Kosten des Schuldi⸗ 1. wer die festgesetzten Höchstpreise Abenschreter. gen öffentlich bekanntzumachen ist, auch kann neben Gefängnisstrafe 2. wer einen anderen zum Abschluß eines Vertrages auffordert, auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden. 5 Ne. chritten werden oder sich zu 8 3 118 25 ae Jahr oder mit Geldstrafe bis zu em erbi zehntause ark wird bestraft: 3. wer einen Gegenstand, der von einer Aufforderung(8 2,3 1. wer der Verpflichtung, die enteigneten Gegenstände heraus⸗ e„ cee betroffen ist, beiseite⸗ 5— auf* 1 8 zu überbrin⸗ schädigt r senden, f 4. wer der Aufforderung 0 zustindigen Behörde zum Verkauf 2. wer unbefugt einen beschlagnahmten Gegenstand beiseite⸗ von Gegenständen, f für die Höchstpreise sestgesetzt sind, nicht schafft, beschüdigt oder zerstört, verwendet, verkauft oder nachlommt; 5 5 5— 3 Veräußerungs⸗ oder Erwerbsgeschäft 1 ihn abschließt; 5. wer 1 an Gegenständen, für die Höchstpreise festgesetzt 3. wer der Verpflichtung die beschlagnahmten Gegenstände zu sind, den zuständigen Beamten gegenüber verheimlicht; verwahren und pfleglich zu behandeln, zuwiderhandelt; 6. wer den nach 8 5 des Gesetzes, betreffend Höchstpreise, er⸗ 4. wer den erlassenen Ausführungsbestimmungen zuwider⸗ lassenen Ausführungsbestimmungen zuwiderhandelt. handelt. 8 3. Preistafel für Leder. 2 U a. b. 0. d. 2 ö Sorte Bedeutung der 8 128 8 1 I E i Lien unter d. J ¾ ↄ A ĩ'm ,,/ minde- ganze oder halbe Häute] 9,00 8,50 8,00 P stens Kernstücke 12,00 11,50 11,00 Mark für 1 kg %%( ĩ ĩ 8 45 mn Hälse 7,00 6,00 5500 Nettogewicht ,.„ Flanken 5,00 4.50 4,00 5 Sohlleden 0 5. ganze oder halbe Häute] 9,00 8,50 8,00 CVVT unter Kernstücke 12,00 11,50 11,00 Mark für 1 kg e 4,5 mm Hälse 7,00 6,00 5,00 Nettogewicht 8 Sohlleder Flanken 5,00 4,590 4,00 9. Vacheleder, Brandsohlleder. ganze oder halbe Häute 8,50 38,00 7,50 100 Vacheleder, n) 5 Kernstücke 11,50 11.00 10,50[1 Mark für 1 kg 111 Vacheleder, Brandsohll Hälse 6,50 5,50 4,50 Nettogewicht 12 Vacheleder, Brandsohl Flanken 4,50 4,00 3,50 13. Fahlleder 5 14,000 13,50 13,00 11,0 14 Mastkalbselle 14,000 13,50 13,00— 5 15 Ebrom-⸗Rindleder(Oberleder) schwarz, stark gesettet 13,00 12,50 12,00— I Mark für 1 kg 160 Chrom-Rindl.(Oberl.) schw., m. höchst. 10 v. H. Fettgehalt 14,50 14,00 13,50— Nettogewicht 12 Chrom-Rindl.(Sberl) braun, m. höchst. 10 v. H. e 8 ganze oder 15,500 15,00 14,50— 180 Rindborxleder, schwarz oder seldgran halbe Häute 20,00 18,50 17,00 15,00 19 Rindboxleder, braun oder in anderen Farben 22,00 20,50 19,00 17,00[ Mark für 1 qm Boxkalbleder, schwarz oder seldgran 19,00 1,50 16,00 14,00 Maschinenmaß Boxkalbleder, braun oder in anderen Barben 5 21,000 19,50 18,00 16,00 Ehebmeifdberleidungsleder. 20,00 19,50—— 23 Treibriemenleder, kalt geschmiert F 11,500 10,50 9,00 24 Treibriemenleder, Lie eben fkfk— Kernstücke 10,50% 9,50 8,00— 1285 für 1 kg 25 Treibriemenleder, stark eingebrannt 5 9,50 8,50— ettogewicht 4 über ganze oder halbe Häute] 9,00 8,50 8,00 26 Blankleder, schwarz, mit höchstens 10 v. H. Fettgehalt 4 0 ere 1895 12,00 11.50 11.00 it b 2 anze oder halbe Häute 10,00 9,50 9,00 27/Blankleder, schwarz, mit höchstens 10 v. H. Fettgehalt. 3 1255 9 5 10 155 959% it Bt unter ganze oder halbe Häute 11,000 10,50 10,00 280 Blankleder, schwarz, mit höchstens 10 v. H. Fettgehalt 11 1 5 ec 5 1400 13.50 13.00 über ganze oder halbe Häute 8,00 7.50 7,00 29] Blankleder, schwarz, mit mehr als 10 v. H. Fettgehalt] 4 mm 1 50 ae 85 11,00 10,50 10 00 ; 9,000 850 8.00 90 Blankleder, schwarz, mit mehr als 10 v. H. Fettgehalt 5 ane ele 1255 1 12.00 151 1100 8 unter ganze oder halbe Häute 10,00 9,50 9,00 910 Blankleder, schwarz, mit mehr als 10 v. H. Feltgehalt 9 0 gaßte 0 8 300 1250 12.00 32 b. oder ungefärbt, mit 5 0 ganze 85 1155 Häute 11,50 11,00 10,50 höchstens v. settgehalt.„ mm ernstücke 15,50 15,00 14,00 330 T 5 oder ungefärbt, mit 9 n ganze 5 155 Häute 12,50 71055 130 85 75 für ich öchstens 10 v ettgeha 5 ernstücke 16,500 16,„ 7 ettogewicht 34 e 2 1 5 oder ungefärbt, mit 858 ganze 7 55. 13,50 151 80 a öchstens v. ettgehalt. mm ernstücke 17,50 17,00 16,00 3509. 4 9 899 oder ungesärbt, mit 1 ö ganze 7755 1 9,00 13 50 15 3 mehr als 1 ettgehalt mm ernstücke 12,00 11,50 0 36. 1 5 0 5 oder ungesärbt, mit 3 4mm ganze 705 12 75 Häute 10,00 250 1100 4 mehr als. ettgehalt ernstücke 13,00 12,5 2,00 37 5 N 5 oder ungefärbt, mit 57 0 ganze 5 8 11,00 188 1900 mehr als 10 v ettgeha 8 mm ernstücke 14,00 13, 13,00 380 Aasbraunes Leder! Mantel-„Kochgeschirr⸗, Tragriemen⸗ über ganze oder halbe Häute 12,50 12,00 11,50 Leibriemenleder, auf der Fleischseite glatt abgezogen)] 4 mm Kernstücke 16,50 16,00 15,00 39 Aasbraunes Leder(Mantel-Kochgeschirr⸗„Tragriemen⸗, 8. mm ganze oder halbe Häute 13,500 13,00 12,50 Leibriemenleder, auf der Fleischsste glatt abgezogen) Kernstücke 17,50 17,00 16,00 400 Aasbraunes Leder(Mantel-KochgeschirrTragriemen-,] unter ganze oder halbe Häute 14,500 14,00 13,50 Leibriemenleder, auf der Fleischseite glatt abgezogen)! 3 mm Kernstücke 18,50 18,00 17,00 6 5 18255 f 0 „82,5/ ganze oder halbe Häute[28,00 26,00 Mark für 1 qm e aschered em 835 12835 er 15 0 3 110 2 5 e 5 8— anze oder halbe Häute[24,50 23,0 Mark für 1 qm 42 Patronentaschenleder. 1 5 0 9 Kernstücke 1 2 1 CVCCCCVVVCV 2 an ange eden 0 5 unter ganze oder halbe Häute 17,00 JJCVCVCVVVVJJVVVJJ%JVJJVĩĩ ĩ An Kernstücke.. % ei 0 We ted 2 9 5 4 unter anze oder halbe Häute[13,50 888 Mark für 1 kg % VT 5 1 5 9 ene 2 0 Nettogewicht 5 2,5 4,5 /] ganze oder halbe Häute] 9,00 8, 47 Jettgarlede⁊ĩ mm Kernstücfßfe 11/00 10,50 10,00 e Spalte, für Oberleder oder Gamaschen bone der eon 700 60% 500 ganze oder halbe Häute] 5,00— Ae geballsl 5— 1 Kernstücke 570 50 Sumachgares Helmsutterleder(Schafleder)).. 8,00 6,50% 2 5 510 Lohgares Schafleder(ncht zugerichtet) 25 ganze Felle 6,50 450 Mark für 1 am 520 Schafleder(f. Schuhe od. Lederwar gigenchtet u gefbrbs 9,00 8,00 6,50 4,00 Maschinenmaß 53 Chevrauxleder f 18,00 15,00 13,00 8,00 Aumerkung. Die 1 8 für Leder gelten nur für Leder bester Beschaffenheit. Für Leder geringerer Güte ist demnach nur ein entsprechend niedrigerer Preis angebracht. Wird das Leder in anderer Form als der in Spalte zeliefert, so 5 der berechnete Preis zu dem in der Preistafel für ganze oder halbe Häute festgelegten Preis nur in demselben Verhältnis stehen wie der Wert der 4. Mengenfeststellung u Zahlungsbedingungen. a) Bei denjenigen Sorten, für welche im 8 3 Grundpreise für 8 Kilogramm angegeben sind, muß die Preisberechnung nach dem Gewicht erfolgen. Bei denjenigen Sorten, für welche im 8 3 Grundpreise nach Maß festgesetzt sind, nruß der Preisberechnung die im 8 3 für die betreffende Sorte angegebene Maßeinheit zu⸗ grunde gelegt werden. b) Bei Käufen der amtlichen Beschaffungsstellen der Heeres⸗ und arineverwaltung ist für die Mengenfeststellung die amtliche Feststellung in der Verbrauchsstelle, erforderlichenfalls nach vor⸗ heriger Nachtrocknung bei 10 bis 15% C, maßgebend. c) Die Höchstpreise schließen die Kosten W Lage⸗ rung, der Beförderung bis zum nächsten Güterbahnhof oder bis zur nächsten Anlegestelle des Schiffes oder Kahnes sowie die Kosten r Verpackung und der Verladung ein. Sie gelten für Barzahlung bei Empfang. Wird der Kaufpreis gestundet, so dürfen bis zu zwei — 55 Hundert Jahreszinsen über Reichsbankdiskont hinzugeschlagen we 8 5 1 Ausnahmen. 6 Die Beschaffungsstellen der Heeres⸗ und Marineverwaltung sind ermächtigt, im Rahmen ihrer besonderen dienstlichen Anweisun⸗ gen für solches Leder, das nach den Friedensvorschriften herge⸗ stellt ist, bis zu denn vom Hundert höhere Preise als die im 9 3 angegebenen zu bewilligen. 8 6. Beschlagnahme. a) Die unter 8 3 unter Nr. 1 bis 15 einschließlich, 22 bis 47 . sowie unter Nr. 50 angegebenen Lederarten sind, soweit sie sich im Eigentum, Besitz oder Gewahrsam einer Gerberei, 1 oder Gerbervereinigung befinden, beschlagnahmt. b) Die Veräußerung und Ablieferung des nach 8 a dieses Paragraphen beschlagnahmten Leders ist trotz der Beschlag⸗ nahme erlaubt, wenn die Veräußerung oder Ablieferung entweder auf unmittelbaren schriftlichen Auftrag einer amtlichen Be⸗ schaffungsstelle der Heeres- oder Marineverwaltung oder auf Grund eines von der Meldestelle der Kriegs⸗Rohstoff⸗Abteilung für Leder und Lederrohstofse ausgestellten Freigabescheines und zu höchstens den durch die§ 2 bis 5 festgesetzten Preisen erfolgt. Anträge um Freigabe sind vom Eigentümer oder Besitzer des beschlagn— Leders an die Meldestelle der Kriegs⸗Rohstoff⸗Abteilung für 525 und Leder⸗ rohstoffe, Berlin W. 8, Behrenstr. 4 zu richten. c) Alle nicht im 8 3 unter Nr. 1 bis 15 einschließlich, 22 bis 47 einschließlich sowie unter Nr. 50 genannten Lederarten unter⸗ liegen keiner Verfügungsbeschränkung. Bei den im 8 3 unter Nr. 1 bis 15 einschließlich, 22 bis 47 einschließlich sowie unter Nr. 50 genannten Lederarten ist die Be⸗ scklagnahme mit der Ablieferung an die amtliche Beschaffungs⸗ stelle der Heeres⸗ oder Marineverwaltung, oder mit dem Empfang des Freigabescheines, für die betreffende Ledermenge erloschen. 8 7. Zurückhalten von Vorräten. Bei Zurückhaltung von Vorräten ist die Enteignung sofort zu gewärtigen. 8 8. Inkrafttreten. 2 1 Bekanntmachung tritt mit dem 1. Dezember 1915 in raft. 1 Frankfurt a. M., den 22. November 1915. Stellv. Generalkommando 18. Armeekorps. Nr. Ch. II. 700/10. 15. K. R. A. Bekanntmachung, betr. Höchstpreise von Großpiehhäuten und Kalbfellen. Die nachstehende Bekanntmachung wird auf Grund des Ge⸗ setzes über den Belagerungszustand vom 4. Juni 1851 bezw. auf Grund des Bayerischen Gesetzes über den Kriegszustand vom 5. November 1912 in N mit der Allerhöchsten Verord⸗ nung vom 31. Juli 1914 und des 7 betreffend Höchst⸗ preise vom 4. August 1914(Reichs⸗Gesetzbl. S. 339) in der Faf⸗ sung vom 17. Dezember 1914(Reichs⸗Gesetzbl. S. 516), der Be⸗ kanntmachung über Aenderung dieses Gesetzes vom 21. Januar 1915(Reichs⸗Gesetzbl. S. 25), der Bekanntmachung vom 23. Sep⸗ tember 1915(Reichs⸗Gesetzbl. S. 603)“) sowie auf Grund der Be⸗ kanntmachung gegen übermäßige Preissteigerung vom 23. Juli 1915(Reichs⸗Gesetzbl. S. 467) 40 zur allgemeinen Kenntnis ge⸗ bracht mit dem Bemerken, daß Zuwiderhandlungen gegen diese Bekanntmachung gemäß den in der Anmerkung abgedruckten Be⸗ stimmungen bestraft werden, sofern nicht nach den allgemeinen Strafgesetzen höhere Strafen 1 1 sind. Von der Beannemachne betroffene Gegenstände. Von dieser Bekanntmachung betroffen werden alle Großvieh⸗ äute und Kalbfelle, die(als vollständige Haut oder vollständiges ll) mindestens folgendes 8 5 18 B ie sal 1 F%„ 9 5. trocken 2333 ) Mit Gefängnis bis zu einem Jahre oder mit Geldstrafe bis zu zehntausend Mark wird bestraft: 1. wer die festgesetzten Höchstpreise überschreitet; 2. wer einen an zum Abschluß eines ertrages auffordert, 3 des Gesetzes, betreffend Höchstpreiseh betroffen ist, beiseite⸗ schafft, N r zerstört; 4. wer der Auffor ung der zuständigen Behörde zum Verkauf von Gegenständen, für die Höchstpreise festgesetzt sind(S 4 des Gesetzes, betreffend Höchstpreise), nicht nachkommt; 5. wer Vorräte an Gegenständen, für die Höchstpreise festgesetzt sind, N zuständigen Beamten verheimlicht; 6. wer den nach 8 5 des Gesetzes, betreffend Höchstpreise er⸗ lassenen Ausführungsbestimmungen zuwiderhandelt. In den Fällen Nr. 1 und 2 kann neben der Strafe angeordnet werden, daß die Verurteilung auf Kosten des 5 öffent⸗ lich bekanntzumachen ist; auch kann neben Gefängnisstrafe auf Ver⸗ lust der e hrenrechte erkannt werden. Mit Gefängnis bis zu einem Jahre und mit Geldstrafe 1— ft. zehntausend Mark oder mit einer dieser Strafen wird be⸗ 1. wer für Gegenstände des täglichen Bedarfs, insbesondera für Nahrungs⸗ und Futtermittel aller Art, für rohe Natur⸗ 5 Heiz⸗ und Leuchtstoffe, sowie für Gegenstände iegsbedarfs Preise fordert, die unter Berückst chtigung der gesamten Verhältnisse, insbesondere der Marktlage, einen übermäßigen Gewinn enthalten oder solche Preise sich oder einem anderen gewähren oder versprechen läßt; 2. wer Gegenstände der unter Nr. 1 bezeichneten Art, die von ihm zur Veräußerung erzeugt oder erworben sind, zurückhält, um 14 ihre Veräußerung einen übermäßigen Gewinn zu erzielen; 3. wer, um den Preis für Gegenstände der unter Nr. 1 bezeich⸗ 851 Art zu steigern, Vorräte vernichtet, ihre Erzeugung oder den Handel mit ihnen einschränkt oder andere unlautere Machenschaften vornimmt; 4. wer an einer Verabredung oder Verbindung teilnimmt, die 1 8 der in Nr. 1 bis 3 bezeichneten Art zum e Neben der Strafe kann auf Einziehung der Vorräte erkannt werden, auf die sich die strafbare Handlung bezieht, ohne Unter⸗ schied, ob sie dem Verurteilten gehören oder nicht. Ferner kann an⸗ geordnet werden, daß die Verurteilung auf Kosten des Schuldigen öffentlich bekanntzumachen sei. Neben Sn kann auf Verlust der bürgerlichen gelieferten Teile zu dem Werte der ganzen oder halben Haut. Ehrenrechte erkannt werden durch den Höchstpreise überschritten werden, oder sich zu einem solchen trag erbietet; 3. wer einen Gegenstand, der von einer Aufforderung(8 2 und 5 E . . VVV Die Be zerwendung und Melde⸗ aus rzogtümern Mecklen⸗ 8 25 pflicht dieser Gre le ist durch die Bekannt⸗ burg, J und Sachsen sowie Zahlungsbedingungen. machung Nr. Ch geregelt aus 1 g se schließen die Kosten der Salzung und ein⸗ 2 1 0 III ört 0 us den winzen West g, ferner die Kosten der Beförderung bis zum Höchstpreis reußen, Posen und von Schlesien aus dem Regier 0 zur nächsten Anlegestelle von d Verteilungsstelle(Kriegsleder Aktiengesellschaft n 5 Kosten der Verladung ein und gelten fü i 0 0 lbfelle zu zah 1 ugehöri ist ö 8 8 6 1— le 4 x n im eben r 8 abzüglich der Gef on n t h 0 t det, so dürfen bis zu zwei vom Hun⸗ in 6 1 a fa das Land 1 betreffende Rasse] dert Jahreszinsen ü inkdiskont hinzugeschlagen werden, int ten 1 1 8 4 i ta kunft, C tsklasse Gattung, heim ist 8 8 Sch und Beschaf t verschieden 8„ Zurückhalten von Vorräten. — is und A iss de 1 Verteilung 2 Beschaffenheit d Befälles 5. f Bei Zurückhaltung von Vorräten ist sofortige Enteignung stel 5 ktier ö 8d igen er 5 ie Grundpreis J gelten r für Gefälle, das den nac f den gemäß 5 2, fünfter Absatz, für die bet nde 4 ch sein stehenden utspricht 1 in Betracht kommenden Preisen zu gewärtigen. 1 9 907 17 8 1 n, daß der fest Y das if 9 9 *. 1 11 1 1 1 8 . f erteil unge, en Gre 0 Ausnahmen 2285 0 N Hieber n 1 41121 1b Die Kriegs⸗Rohstoff⸗ Abteilung des Königlich Preußischen n 8 0 10 e Hornteil 1 aba U Aachie Kriegsministeriums, Berlin SW. 4 Verlängerte Hedemann⸗ 0 l 1d Felle müsser 5 5. 5. straße 10, kann Ausnahmen von n Bestimmungen dieser Be De ief 05 in n 1 1 lachthaus unter! 4— 5 747 488 5 1 pr le nach der Liefe b 5 it. 1 Rn 8 185 kanntmachung gestatten. e Entscheidung muß schriftlich erfolg 1 U 0 ingesetzt werden 5 im 5 1 er Häutever 1 9 1 igunc Innung) ab etinniten 2 sind in allen Lieferungsstufen voll zu jeschlachtet und von einer solchen übernommen worden 8 10 en ‚ 0 5 Inkrafttreten. Bei Zw teignungen ist zu gewärtigen, daß als Ueber 0 U Biegen ern Gewicht muß in unverlösch Diese Bekanntmachung tritt mit dem 1. Dezember 1915 in n 1 1 rieni Preis bewilligt wir n der En 8 B. auf t der Haut befestigten Blech-] Kraft. ignet iß der kanntmachung Ch. II. 111/10. 15 me 0 h Stempele vermerkt sein Frankfurt a. M., den 27. November 1915 K. 9 0 1 Uße ng erzielt habe vürd 2 nerast 7 K t n würde 0 Stellv. Generalkommando 18. Armeekorps. Grundpreis Der 8 der nach den fol Nr. Ch. II 588/10. 15. K. R. A. 1 stens betragen: ü niedriger als de 57 3 18 Detrace 1* 5 3 8 0 Bekanntmachung, für Gefälle vas nicht nem öffentlichen Schlachthaus! 41ER 3 N glasse 1 Rae n. 0 efälle icht in einem offentlichen e 1 In betreffend Verbot künstlicher Beschwerung von Leder 15 dae 1 Ale unt troll einer Le wertungsve 11 un 5 8 1 1 5 2 5 l für 1 kg für 1 kg nung) geschlachtet und von einer solchen übernommen wor Nachstehende Bekanntmachung wird auf Grund des Gesetz 8 need den ist den Belagerungszustand vom 4. Juni 1851 bzw. auf Grund 5 haherischen Gesetzes über den Kriegszustand vom 5. November 152 für das Kilogramm; ung mit der Allerhöchsten Verordnung 1912 in Ve ark b) f n Gew nt 1 5 12 15 Juli 1914 hiermit zur allgemeinen Kenntnis gebracht mit 1 gramm merken, daß jede Zuwiderhandlung, soweit nicht nach den all 1,80 1,60 Fehler rafgesetzen höhere Strafen verwirkt sind, mit Ge⸗ 1,65 1,40 5 fängnis bis zu einem Jahre bestraft wird. 1,40 1,20 5 8 1 Herstellung künstlich beschwerten Leders, sowie 60 künstlich)werung von der, insbesondere unter Benutzung 00 1.80 2 er von Ma znesium 5 Blei„Zinn⸗ und anderen mine 1.90 170 unter 3 Kalbfell; ralisch alzen, von Glukose, Dextrin, Melasse und ähnlichen 1,70 150 schädi zusammen um zuckerartigen Stoffen, von zuckerhaltigen Appreturen und ähn⸗ 5 von 25 kg und darüber lichen Mitteln ist verboten 1 15 nter 25 kg und das Kalbfell; 2. Zur Fertigste g von Leder, mit dessen Beschwerung „ 15 1,95 für Engerli 5 555 1 am 5 des Inkrafttretens dieser Bekanntmachung bereits be⸗ 2.05 1,85 100 Mk i Salt und darüber, gonnen ist, wird eine Frist bis zum 31. Dezember 1915 ge⸗ 80 1,60 ut 1 Kg und das Kalbfell; währt 2 g N 1 Narbengeschwüren, Warzen oder 3. Die Kriegs⸗Rohstoff-Abteilung des Königlich Preußischen 2.30 10 tiefen Kerben oder mehr als sministeriums in Berlin SW. 48, Verl. H demannstr. 9/10, 2,15 1,90 0 ngen) um 30 Pf. für das 6 kann Ausnahmen gestatten. Die Entscheidung muß schriftlich erfolgt 1,80 1,60 im Grün sein. 1 5 5 0 2 8 c) bei abweichender Schlach sart vermindern sich die Grund⸗§ 4. Die Bekanntmachung tritt mit dem 1. Dezember 1915 1,60 1,60 preise um folgende in Kraft 2,40 ö 2,20 Frankfurt(Main), den 22. November 1915. 3 4 bei Hänen bei Fresser Stello. Generalkommando 18. Armeekorps. Klasseneinteilung des Gefälles. Für Schlachtung über 30 kg 1 1 85 1— sse J Das Gefälle aus sämtlichen Ländern i für 1 kg 5 00 Stell e e e er e e een 1 8 für kg 1 ellvertretendes zeneral zmmando. und Trier, aus dem Fürstentum Laa Via Abt. Va IIIb Tab. Nr. 23 342/10 801 8 5 Flsaß⸗Lothrine mit Ausnahme Frankfurt a. M„den 5. November 1915. winz sen⸗Passa em] mit Maul und mit Horn.. 10 6 4 agengestellungsverbot hüringischen Staaten, dem mit Maul und ohne Horn 4 2 2 a eziehung auf den Erlaß vom 1. 11. 15 IIIb IVa Althartl und von Pin- nit Klauen J 7 6 5 Nr. 22 797 betr die Aufhebung des Heuausfuhrverbots vom bezirken Liegnitz und Breslau g 5 e 21. 8. 15 IIIb Nr. 18 1179/7935 wird zur Vermeidung etwaiger fälle aus dem heinland mit ohne Schweifhaare 1 1 1 Mißverständnisse erläuternd mitgeteilt, daß hierdurch auch die Koblenz und Trier Zestfalen, d) unter e genannten Abzüge sind vom 1. Januar 1916 an] Wagengestellungsverbote vom 24. 2. 15 IVa Nr. 3967 und vom roß zu verdoppeln 1. 8. 18 IId IVa 16 566 als aufgehoben zu betrachten sind her;. Hannover, Herzogtum 124 2 n des Generalkommand R dten Bremen, Hamburg, Lübeck,) Schnitt, Kerbe oder Loch, Geschwür, Faulstelle. d de Graaff, Generalleutn