8 Sießener Familienblätter; Ur. 281 Der Sießener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich weimal wöchentl. Kreis⸗ latt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech- Anschlusse: für die Schriftleitung 112 Verlag, Geschäftsstelleöß! Adresse für Drahtmnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Abend vorher. Gießene General⸗Anzeiger für Gberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstr. 7. Beck, sämtlich in Gießen. 5 1 108. Jahrgang 33 lizei Montag, 20. November 1015 Bezugspvrei? monatl. 85 Pf., viertel⸗ jährl. Mk. 2.50: durch Aobole- u. Zweigstellen monatl 75 Pf.: durch die Post Mk. 2.30 viertel⸗ jährl. ausschl. ellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Die großen Operationen des serbischen Feldzuges beendet. (Amtlich.) Auf dem westlichen und östlichen Kriegsschauplatz (WTB. Großes Hauptquartier, 27. November. keine wesentlichen Ereignisse. Balkan⸗Kriegsschauplatz. HOesterreichisch ungarische Truppen haben das Gelände südwestlich von Mitrovica bis zum Klina ⸗Abschnitt vom Feinde gesäubert. Die Zahl der bei und in Mitrovice gemachten Gefangenen erhöht sich um siebzehn hundert. Westlich von Pristina sind die Höhen auf dem linke⸗ Sitnica⸗Ufer von deutschen Truppen besetzt. Weitere achthundert Gefangene fielen in unsere Hand. Südlich von Drenica haben bulgarische Truppen die allgemeine eine Goles—Stimlja—Jezerce—Lju botin überschritten. Oberste Heeresleitung. (WB.) Großes Hauptquartier, 28 November. Westlicher Kriegsschauplatz. Nach erfolgreichen Sprengungen in Gegend von Neuville Gwischen Arras und Lens) besetzten unsere Truppen den Spreng richter und machten einige Gefangene. An verschiedenen S el en der Front fanden Handgrana⸗ ten⸗ und Wurfminenkämpfe statt. l In der Champagne und in den Argonnen zeigte die feindliche Artillerie lebhafte Tätigleit. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Hindenburg. Ein feindliches Flugzeug wurde bei Busch⸗ hof(füdwestlich von Jakobstadt) durch Maschinengewehrfeuer heruntergeschossen. Es stürzte zwischen den beider⸗ seitigen Stellungen ab und wurde in der Nacht von unseren (Amtlich.) Patrouillen geborgen. Vorstoß abgewiesen. N 2 Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls N Prinzen Leopold von Bayern. Nordöstlich von Baranowitschi wurde ein russischer Heeresgruppe des Generals v. Linsingen. Nichts Neues. Balkan⸗Kriegsschauplatz. Die en wird fortgesetzt. Südwestlich von Mitrovica wurde Rudnik beietzt. Ueber zweitausendsiebenhundert Gefan⸗ gene fielen in die Hand der verbündeten Truppen. Zahl⸗ reiches Kriegsgerät wurde erbeutet. Mit der Flucht der kärglichen Reste des serbischen Heeres in die albanischen Gebirge sind die großen Ope⸗ rationen gegen dasselbe abgeschlossen. Ihr nächster Zweck, die Oeffnung freier Verbindung mit Bulgarien und dem türkischen Reich, ist erreicht. Die Bewegungen der unter der Oberleitung des Gene⸗ ralfeldmarschalls von Mackensen stehenden Heeresteile wurden begonnen von der österreichisch-ungarischen Armee des Generals v. Köveß, die durch deutsche Truppen ver⸗ stärkt war, gegen die Drina und Save, und von der Armee des Generals v Gallwitz gegen die Donau bei Semen⸗ dria und Ram⸗Bazias am 6. Oktober, von der bulgarischen Armee des Generals Bojadjieff gegen die Linie Nego⸗ tin⸗Pirot am 14. Oktober. An diesem Tage setzte auch die Operation der zweiten bulgarischen Armee unter General Todorow in Richtung auf Sloplje⸗Veles ein. Seitdem haben die verbündeten Truppen nicht nur das gewaltige Unternehmen eines Donau⸗Ueberganges angesichts des Feindes, das überdies durch das unzeitige Auftreten des gefürchteten Kossowa⸗Sturmes gehindert wurde, schnell und glatt durchgeführt, und die feindlichen Grenzbefestigungen Belgrad bei dessen Einnahme sich neben dem brandenburgi⸗ schen Reservekorps das österreich sch⸗ungarische 8. Armeelorps befonders auszeichnete, Zasecar, Knjazevac, Pirot, die in die Hände unserer tapferen bulgarischen Verbündeten fielen, bald überwunden, sondern auch den durch das Ge⸗ lände unterstützten zähen Widerstand des kriegsgewohnten und sich brav schlagenden Gegners völlig gebrochen. Weder unergründliche Wege, noch unwegsame tief verschneite Gebirge, weder Mangel an Nachschub, noch an Unterkunft haben ihr Vordringen irgendwie zu hemmen vermocht. Mehr als hunderttausend Mann, d. h. fast die Hälfte der ganzen serbischen Wehrmacht, sind gefangen, ihre Verluste im Kampf und durch Verlassen der Fahnen nicht zu schätzen, Geschütze, darunter schwere, und vorläufig unübersehnares Kriegsmaterial aller Art wurden erbeutet. Die deutschen Verluste dürfen recht mäßig genannt werden, so bedauerlich sie an sich auch sind. Unter Krank⸗ heiten hat die Truppe überhaupt nicht zu leiden gehabt. f Oberste Heeresleitung. 5„ Unsere deutsche Heeresleitung teilte uns gestern eine 0 otschaft mit: Die großen Operationen gegen das che Heer, von dem nur noch„kärgliche Reste in die albenischen Gebirge flüchten“, sind abgeschlossen. Es geht aus der Mitteilung auch hervor, daß die bulgarische Gruppe unter Bojadjieff ebenfalls unter der Oberleitung des Feld⸗ schen von Mackensen gestanden hat. Das Ende des hen ldzuges wird auch dadurch gekennzeichnet, daß der Kaiser den obersten deutschen Befehlshabern, vor allem auch dem Feldmarschall selbst, hohe Auszeichnungen hat zuteil werden lassen. Was wird nun begonnen? Diese Frage werden die Truppen der Entente beklemmten Herzens erheben. England und Frankreich haben Griechenland nach dessen letzten Zugeständnissen noch eine weitere Note gesandt, in der anscheinend ein weiteres Entgegenkommen auf dem Gebiete des Eisenbahnwesens verlangt worden ist. Es ist ein kümmerliches Herumwursteln an einer von allem Anfang an ür den Vierverband verlorenen Stellung. Ob nach dem erbischen Feldzug noch ein anderer großer Balkan⸗ ieg zu erwarten ist, läßt sich schlecht sagen. Vielleicht wird die Entente im letzten Augenblick, wenn sie hriechenland und Rumänien in die leeren Töpfe er Kriegshilfe geschaut hat, einpacken und den Bal⸗ an überhaupt aufgeben, wie es einige Kritiler in hrem eigenen Lager bereits angeraten haben. Man kust sich jedoch auch auf weitere Schläge gefaßt machen. In sehr bewegter Zeit ist gestern das rumänische Parlament mit einer königlichen Botschaft eröffnet worden, aus der wir über die Absichten und das letzte Ziel Rumäniens so gut wie nichts erfahren, da nur allgemeine Andeutungen gemacht worden sind. Rumänien will, nach dem Muster eines erfolgreichen Vorgehens in den früheren Balkan⸗ kriegen, abwarten und für die endgültige Verteilung sein Messer schleifen. Uns Deutschen ist diese Haltung will— kommen. Es hat vielleicht eine kritische Zeit gegeben, in der Rumänien sich ernsthaft vor die guälende Frage gestellt sah, ob es den Vierverband für die stärkere Gruppe halten und demgemäß gegen die Zentralmächte vorgehen solle. Heute ist diese Ungewißheit überwunden. Das rumänische Regie⸗ rungsblatt erklärt:„Wir sahen, daß nur große Staaten den Krieg lange aushalten können. Da er allem Anscheine nach lange dauert, wäre es da nicht Wahnsinn, sich hineinzustürzen?“ Gewiß wäre dies ein Wahnsinn, auch von dem Standpunkte aus, daß der Krieg um so schneller wird abgeschlossen werden können, wenn sich nicht noch neue Kräfte einmischen. Bis das Wort Friede mit Aussicht auf Verwirk⸗ lichung ausgesprochen werden kann, wird noch einige Zeit vergehen. Dieser Ansicht scheint auch der Papst zu sein, der nach der„B. Z. am Mittag“ auf die Frage, ob er nicht glaube, den Frieden herbeiführen zu können, gesagt haben soll:„Leider nicht. Man will ja nicht auf uns hören. Aber dennoch: ein Fortschritt ist zu vermerken. Vor vier oder fünf Monaten durfte man das Wort Frieden über⸗ haupt nicht nennen, während man jetzt getrost davon sprechen darf. Immerhin ein Fortschritt. Aber ob sich daraus mehr ergeben wird, wissen wir nicht. Man muß von beiden Seiten Schritte aufeinander zu tun und sich halbwegs begegnen. Jeder muß seine Forderungen kürzen. Aber nun wird jetzt wieder gesagt, der Krieg solle bis zur völligen Erschöpfung weitergeführt werden. Enkin, nous verrons...“ Bisher sind jedesmal, wenn eine Zeitung Aeußerungen des Papstes über den Krieg zu melden wußte, amtliche Er⸗ klärungen der Kurie erfolgt, die jene Aeußerungen be⸗ stritten oder einschränkten. Wir geben daher die genannte Mitteilung nur mit allem Vorbehalt wieder und verzichten darauf, die übrigen angeblichen Aeußerungen des Kirchen⸗ fürsten wiederzugeben, in denen er u. a. die Stellung des heiligen Stuhles, die angeblichen deutschen Gräuel in Bel⸗ gien, die russischen Schandtaten in Ostpreußen u. a. m. be⸗ sprochen haben soll. *** Die österreichisch⸗ungarischen Tagesberichte. Wien, 27. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 27. November 1915. Russischer Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Artillerie- und Angriffstätigkeit der Italiener er⸗ streckte sich gestern auf die ganze küstenländische Front. Vorstäße gegen unsere Stellungen auf den Mrzli Vrh und südlich dieses Berges wurden teils im Handgemenge, teils vor den Hindernissen unter schweren Verlusten des Fein⸗ des abgewiesen. Vor dem Tolmeiner Brückenkopf hielt unsere Artillerie jeden Angriffsversuch nieder. Auch bei Plavg griffen die Italiener vergebens an. Am heftigsten waren die Kämpfe am Görzer Brückenkopf. Bei Oslavia schlugen Abteilungen des dalmatinischen Inf.⸗Regts. Nr. 22 sechs feindliche Stürme blutig ab. Das gleiche Schicksal hatten starke Angriffe gegen Pevma und die Podgora⸗Höhe. Die Stadt Görz steht unter andauerndem Feuer schwerer Ka⸗ liber. Einer unserer Flieger brachte im Luftkampf einen feindlichen Doppeldecker zum Absturz nach San Lorenzo di Mosso, wo das italienische Flugzeug durch unsere Artillerie zusammengeschossen wurde. Im Abschnitt der Hochfläche von Doberdo endete das Gefecht am Nordhang des Monte San Michele mit der vollen Behauptung unserer Kamyffront. Am Südhang des Berges gerieten die feindlichen Angriffs- bewegungen schon in unserem Geschützfeuer ins Stocken. An der Tiroler Front wurden vereinzelte Angriffsversuche in den Dolomiten vereitelt. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Im Raume von Cajnica und im Sandschak Novi⸗ pazar ist die Lage unveründert. Auf der Suha Planina westlich von Mitrovica warfen unfere Truppen die Ser⸗ ben gegen die montenegrinische Grenze zurück. Die Zahl der Gefangenen erhöht sich stündlich. In Mitrovica wurden seit Einnahme der Stadt 11000 serbische Soldaten und 3500 wehrpflichtige Zivilisten eingebracht. Bei Pristina wurden neuerlich 800 Mann gefangen genommen. Auch weit hinter den Armeefronten wurden viele Ver sprengte au'gegriffen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Wien, 28. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 28. November 1915. Russischer Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Italiener setzten ihre Angriffstätigkeit an der gan⸗ zen küstenländischen Front fort. Ihre nach wie vor vergeb⸗ lichen Anstrengungen des gestrigen Tages kosteten sie be⸗ sonders große Blutopfer. Am schwersten war der Kampf am Görzer Brückenkopf, wo der Gegner durch unausgesetzte Angriffe mit immer wieder frischen starken Kräften, namentlich bei Oslavija, längs der Straße durch⸗ zubrechen versuchte. Kurze Zeit war die Kuppe nordöstlich des Ortes in Feindeshand. Nach heftigem Feuer unserer Ar⸗ tillerse gewannen unsere Truppen ulle ursprünglichen Grä⸗ ben stürmend zurück. Auch im Südteil der Podgora⸗Stellung drangen die Italiener ein, wurden aber wieder hinaus⸗ geworfen und durch wirksames Feuer verfolgt. Das Gelünde vor dem Brückenkopf ist mit Feindesleichen bedeckt; be! Os⸗ lavija allein liegen über tausend. Am Rande der Hochfläche von Doberdo beschränkten sich die Italiener auf einen Vor⸗ stoß südwestlich San Martino, der abgewiesen wurde. Eben⸗ so fruchtlos waren alle Angriffe Isonzo⸗Abschnitt, so bei Zagora, Plava, gegen meh⸗ rere Stellen des Tolmeiner Brückenkopfes, des Mrzli Vry, wo 400 Tote vor unserer Front liegen, und auf die Prsic⸗ Stellung. Die Lage ist somit unverändert, die Isonzofront fest in der Hand unserer Truppen. An der Ti⸗ im nördlichen roler Grenze wurde ein Angriff auf unsere Stellungen am Westhange des Monte Piano und bei der Schluderbacher Grenzbrücke blutig abgeschlagen. a Südöstlicher Kriegsschauplatz. Die an der Nordgrenze von Montenegro kämpfenden k. u. k. Truppen haben gestern den Feind über den Metalla⸗Sattel zurückgeworfen. Auch das Grenzgebiet von Celebic wurde gesäubert. Eine von Mitrovica vordringende österreichisch⸗ungarische Kolonne gewann an der nach Ipek führenden Straße die montenegrinische Grenze. Es wurden in diesem Raume abermals 1300 ge⸗ fangene Serben eingebracht. Die Bulgaren besetzten den 5 Goles⸗Brdo südwestlich von Pristina und die Höhen west⸗ lich von Ferizovic. 5 Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. . Auszeichuungen Deutscher Heerführer. Berlin, 28. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Auszeichnun⸗ gen deutscher Heerführer auf dem serbischen Kriegs⸗ schauplatz. S. Maj. hat folgende Auszeichnungen verliehen: Gene⸗ ralfeldmarschall v. Mackensen ist zum Chef des 3. west⸗ preußischen Infanterie-Regiments Nr. 129 ernannt worden. General der Artillerie v. Gallwitz ist à la suite des 5. ba⸗ dischen Feldartillerie-Regiments Nr. 76 gestellt, dessen Kom⸗ mandeur er gewesen ist. Das Eichenlaub zum Orden Pour le merite ist verliehen worden an: General Kosch, Kommandierenden General eines Reserve⸗Korps, an General v. Seckt, Chef des Gene⸗ ralstabes der Heeresgruppe Mackensen. Der Orden Pour le mérite wurde verliehen an Generalleutnant v. Winckler, Kommandeur einer Di⸗ 1 vision. Vom serbischen Kriegsschauplatz. Saloniki, 28. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Infolge des schlechten Wetters und des Schnees keinerlei Tätigkeit an der französisch⸗englischen Front. Die Serben verließen Kätschanik vollständig und zogen sich in der Richtung auf Albanien auf den Straßen, die nach Skutari, Durazzo, Santi Quaranta führen, zurück. Die Eisenbahnlinie von Uesküb nach Mitrowica ist vollständig von den Oesterreichern Deutschen und Bulgaren besetzt. Abteilungen, die von Katschanik herkamen, griffen gestern die Serben an. n Rom, 27. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Aus Monastir wird gemeldet: Die Serben, die gestern in Brod und in Kruschewo nördlich Monastir waren, besetzten heute No⸗ vak, 10 Kilometer östlich der Stadt. Die Angriffe der bul⸗ garischen Streitkräfte, die man auf zwei Divisionen schätzt, gegen die serbischen Truppen dieses Abschnittes, die sich auf 10000 Mann belaufen, werden immer lebhafter. Man glaubt, daß die Verzögerung des Vorgehens der Bul⸗ garen gegen Monastir durch die Erwartung auf Verstärkun⸗ gen verursacht worden ist. Die Lage der Serben wird als verzweifelt betrachtet. Die in den Militärspitälern ver⸗ pflegten Verwundeten wurden gestern in der Richtung nach Albanien weggeführt. Die Räumung der Stadt wird ver⸗ multich morgen stattfinden. Die Zivilbeamten sowohl als die eee Rußlands und Frankreichs sind ebenfalls ab⸗ gereist. Eine neue Note an Griechenland. London, 28. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Ein Korre- spondent des Reuterschen Bureaus in Athen berichtet über die neue Note der Entente, daß der anfängliche Optimismus starker Skepsis Platz gemacht habe. Den„Lloyds News“ wird aus Athen gemeldet, die Entente habe verlangt, so rasch als möglich Antwort auf ihre letzte Note zu erhalten. Der Zustand wird als ernst betrachtet. Die Bulgaren, verstärkt durch 5 4 %; lassen, so hoffen wir, daß es die Mehrheit verstehen wird, ihren Die Eröffnung des rumänischen Parlaments. Bukarest, 28. Nov.(WTB. Nichtamtlich) Meldung der Agence Roumaine. Die ordentliche Session des Parlaments ist heute vom König im Beisein des Kronprinzen und der Minister eröffnet worden. Dem König wurden Huldigungen dargebracht. Er verlas folgende Botschaft: Die gegenwärtige Ta⸗ gung wird unter denselben Sorgen eröffnet, wie die vorjährige. Der Krieg, der die Welt um uns mit Blut bedeckt, dauert mit steigender Erbitterung fort. Neue Staaten sind in den Kampf ein⸗ getreten und haben dem europäischen Konflikt eine stets wach⸗ sende Ausdehnung gegeben. Diese Lage legt uns noch mehr die Pflicht auf, unsere ühungen für die Verteidigung der großen Interessen Rumäniens zu vereinigen und uns alle mit Herz und Geist über jede andere Sorge zu erheben. In der heute eröffneten Session werden Sie sich über verschiedene Gesetzentwürfe und Kre⸗ ditvorlagen auszusprechen haben, um den gegenwärtigen schwierigen Umständen die Spitze zu bieten. Ich zweifle weder an der Weisheit, mit der Sie sie prüfen werden, noch an dem erleuchteten Patriotis⸗ mus, der Sie bestimmen wird, die Regierung zu unterstützen. Ich bin namentlich überzeugt, daß Sie nach wie vor die Bedürfnisse unseres teuren Heeres erfüllen werden, das sich stets der Liebe und des Vertrauens des Landes würdig zu zeigen wußte und auf das mehr als je die Stellung gegründet ist, die Rumänien gebührt. Von dem Vertrauen in die Zukunft unseres teuren Rumänien er⸗ füllt, bitte ich Gott, Ihre Arbeiten zu segnen. Bukarest, 28. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Das Regierungs⸗ blatt begrüßt das heute zusammentretende Parlament mit einem Rückblick auf die bisherige Politik der Regierung und der Feststel⸗ lung. daß die Mehrheit des Parlaments wie bisher die Regierung unterstützen werde. Unsere heutige Lage, sagt das Blatt, ist gewiß schwer und heikel. Es wäre indessen ohne Zweifel der Zusammen⸗ bruch gefolgt, wenn gewisse Ratschläge zu Abenteuern befolgt worden wären. Insbesondere ist nicht zu vergessen, daß sich einen Monat nach Ausbruch des Krieges, bevor sich noch allgemeine Richtlinien gezeigt hatten, sich bei uns sogenannte Staats⸗ männer gefunden haben, die verlangten, daß wir uns ins Feuer stürzten, ohne vorher die Umstände zu prüfen, ohne Bürg⸗ schaften zu verlangen und zu erhalten und besonders ohne zu un⸗ tersuchen, welchen Wert 5 Eingreifen hätte. Es war das Glück des Landes, daß seine Führer zu widerstehen i haben uns selbst gut vorzubereiten gewußt. Wir daß nur große Staaten den ieg lange aushalten können. Da er allem Anscheine nach lange dauert, wäre es da nicht Wahnsinn, sich hineinzustürzen? Wir haben die Hoffnung, daß sich die Vertreter einer anderen Auffassung eines anderen besinnen werden. Wenn fie mit ihrer Forderung vor das Parlament kom⸗ men wollen, mögen sie bedenken, daß alle parlamentarischen Staa⸗ ten in diesem Kriege die ausübende Macht ganz der Regierung überlassen haben. Wenn die Gegner der Regierung heftige De⸗ batten im Parlament eröffnen wollen, mögen sie nicht vergessen, daß ebenso heftige Antworten von der anderen Seite die Folge sein dürften. Gewiß wird der Eindruck hiervon im Auslande nicht gut sein. Sollte sich dennoch die Minderheit nicht abhalten wußten. Willen durchzusetzen. Ein ungarisch⸗rumänisches Eisenbahnabkommen. Berlin, 29. Nov. Wie nach verschiedenen Morgen⸗ blättern die Wiener„Zeit“ sich aus Budapest melden läßt, wurden zwischen den ungarischen und den rumäni⸗ schen Staatsbahnen Verhandlungen eröffnet, um die Wiederaufnahme des Personen⸗ und Frachtenverkehrs über Orsowa zu ermöglichen. Die Verhandlungen hätten zu einem teilnahmen. Am Nachmittag erschten der Generalstabes, Pomro, in der englischen t verblieb mit Kitchener in langem Gespräch. Später stattete Lord Kitchener der franzöfischen Botschaft einen Besuch ab. Eine russische Militärmission in London. London, 27. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reuter⸗ sche Bureau erfährt, daß eine wichtige russische Mili⸗ tärmisssion unter Fü g des Chefs des russischen Admiralstabes in London angekommen ist. Die ssion ist dem Wunsch Kitchen Unterchef des der russischen Kriegsleitung zuzuschreiben. Das Hilfskomitee der Zarin. Petersburg, 28. Nov.(WTB Nichtamtlich.) Die „Nowoje Wremja“ meldet: Das Hilfskomitee der Zarin entwickelte bei Beginn des Krieges eine ungeheure Tätigkeit. Jetzt sind die Säle, in denen früher tausende Damen beschäftigt waren, leer, da die ganze Bevölkerung eine große Müdigkeit er riffen hat. Jede Familie hat bereits Blutopfer gebracht. Alle sind durch die große Teue⸗ rung bedrückt. Der türkische Sieg in Mesopotamien. Konstantinopel, 28. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Nach ergänzenden Meldungen über die Kämpfe im Irak haben die Engländer auf ihrer regellosen Flucht eine große . Verwundeter, eine Menge Waffen und Bomben zurückgelassen. Englische Gefangene erzählen, daß in der englischen Armee eine große Panik herrscht. Die Ver⸗ luste der englischen Truppen werden auf mehrere tausend Mann geschätzt. Die türtische Anleihe. Konstantinopel, 28. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Die Kammer hat einen Gesetzentwurf genehmigt, durch den die Re⸗ gierung ermächtigt wird, von der deutschen Regierung einen Vorschuß im Betrage von zwei Millionen Pfund zu über⸗ nehmen. Die holländische Butterausfuhr. 92 0 27. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) 7 vom 28. November bis 5. Dezember dürfen 50 Prozent der Butterproduktion ausgeführt werden. Der Seekrieg. unsere U⸗Booterfolge im Mittelmeer. Berlin, 27. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) In der En⸗ tentepresse ist in der letzten Zeit viel über die Erfolge des englischen U⸗Bootkrieges in der Ostsee gesprochen worden, demgegenüber der U⸗Bootkrieg der Mittelmächte im Mittel⸗ ländischen Meer nicht der Erwähnung wert sei. Eine Zu⸗ sammenstellung ergibt für die Zeit vom 1. bis 15. November folgendes Bild: 1. In der Ostsee ist nur der Dampfer „Suomi“ mit 1016 Tonnen versenkt worden. 2. Demgegen⸗ über sind im Mittelmeer nach den bis jetzt vorliegenden Pressenachrichten in derselben Zeit 27 Schiffe mit 112082 Tonnen vernichtet worden. Liste der im Mittelmeer in der Zeit vom 1. bis 15. November durch U⸗Boote der Mittel⸗ mächte versenkten feindlichen Handelsschiffe(nach Presse⸗ meldungen): Name:„Woolwich“(Nationalität nen 1 5 3000 Tonnen),„Woodfield“(englisch, 3584 Tonnen), befriedigenden Ergebnis geführt. Der Eisenbahnverkehr„Jafukumi Maru“(japanisch, 5118 Tonnen),„Dahra“(fran⸗ werde in den en Tagen wieder aufgenommen werden. en 2127 Tonnen),„Calvados“(französisch, 6000 on- ö„ nen),„Jonio“ e 1447 Tonnen),„Tara“(eng⸗ lischer Hilfskreuzer, 6322 Tonnen),„Sidi d(fran⸗ 2054 Tonnen), 12 (8französisch, 8600 Ton. nen),„Franca“(französisch, 4508 Tonnen),„Ancona“(ita⸗ lienisch, 8210 Tonnen),„Sir R. Awdry“ lenglisch, 2070 Tonnen),„Californian“(englisch, 6200 Tonnen),„Fi (italienisch, 396 nen). Ferner vier unbekannte feindliche Truppentrans⸗ portdampfer von etwa 20000 Tonnen, zusammen 112 082 Tonnen. aus Rotterdam der englische see bei Noordhinderfeuerschiff von drei deutschen Flug⸗ feinen angegriffen, mit Bomben be 20 Minuten verschwunden. Der englische Dampfer ist in Rotterdam angekommen. zösisch, 1619 Tonnen),„Burresk“(englisch, 4350 Tonnen), „Lumina“(englisch, 6200 Tonnen),„Clan Macalister“(eng⸗ K 5000 Tonnen),„Caria“(englisch, 3230 Tonnen), „Elisa“ litalienisch, 208 Tonnen),„Dechino“(italienisch, er“(französisch, 3500 Tonnen),„Dagla“ Tonnen),„Liecina“(englisch, 5000 Ton⸗ 6200 Tonnen),„Firenze“ Tonnen),„Bosnia“(italienisch, 3000 Ton⸗ * Berlin, 29. Nov. Wie verschiedenen Morgenblättern eldet wird, wurde am Freitag mittag ampfer„Balgownie“ in der Nord⸗ worfen, sowie mit Ma⸗ chinengewehren und Gewehren beschossen. Der Angriff habe gedauert. Darauf seien die Flugzeuge südwärts e, 3 Aus dem Reiche. Die dänische Politik. Botschaft und l der Woche f an — Zur, Vobfkölch 155 Nenn, c 2 ee 9 3 ¹ 4 970 77 e eee. e 6 62 2. N . n, an o e ie front am unteren Kitchener in Rom. 7 8 bewies N nicht di Bern, 2 Nod(Wem Nichtumtlich) wärbänder Plöt- rr; ier Dentfalans unt U ter melden aus Rom: Kitchener hat fh heute früh in Vertreter der Dürfen und Pufgarken g, alf ber gesamte Nen Braschi begeben, wo er von dem Ministerpräsid dra empfangen wurde. Darauf spra⸗ vor und hatte dort eine lange Unterredung mit dem Mi⸗ nister des Aeußern Sonnino. Mittags wurde in der eng⸗ lischen Botschaft zu Ehren Kitcheners ein Frühstück gegeben, dem auch der Kriegsminister Zupelli, der Unterstaats⸗ sekretär des Krieges Elia, der Kolonialminister Martini u. a. 0 Begleitung des englischen Botschafters nach dem Pa enten Salan⸗ er auf der Konsulta Kiel, 27. Nov.(WTB. 11 Der Oberprä⸗ sident der Provinz Schleswig⸗Holstein hat folgende Bekanntmachung erlassen: In verschiedenen Kreisen der Provinz ist neuerdings das Gerücht verbreitet, Nord⸗ schleswig würde nach dem Kriege an Dänemark zurück⸗ gegeben werden, und zwar en von unseren Feinden als Geschenk oder aber von der deutschen Regierung als Lohn für die von Dänemark beobachtete Neutralität. Der unterzeichnete Oberpräsident sieht sich veranlaßt, in aller Form zu erklären, daß derartige Ausstreuungen jeder Unter⸗ lage entbehren. Wenn die Urheber dieses Gerüchts auf den Sieg unserer Feinde spekulieren, genügt es, auf den Stand der militärischen Operationen 55 verweisen. Was aber die Beziehungen Kaiserlichen Regierung zu Dänemark an⸗ gehen, so heißt es die Würde und politische Voraussicht der dänischen Regierung verkennen, wenn man glaubt, diese lasse sich bei ihrer strikten Neutralitätspolitik von der Hoff⸗ nung auf fremden Lohn leiten, anstatt ausschließlich von den wohlerwogenen durch die tatsächlichen Verhältnisse gegebe⸗ nen Interessen Dänemarks. Schleswig, 26. November 1915. Der Oberpräsident der Provinz Schleswig⸗Holstein. Moltke, Staatsminister. 5 a Berlin, 29. Nov. Der deusch⸗österreichische Wirt⸗ b über ein engeres Verhältnis zwischen wid Oesterreich⸗Ungarn beraten soll, 1 in Dresden mit einer Ansprache des Oberbärgermeister her er⸗ lazzo Vierbund erschienen sei, um über gemeinsame Interessen zu beraten. Berlin, 29. Nov. Ter Aus schuß der Deutschen e i. e J stelkte verschiedene ien auf, di iegsministerium übermittelt werden sollen. f Die„Deutsche Berlin, 28. Nov(WTB. 1 Gesellschaft 1914“, deren Zweck es ist, W Männern ans allen Berufen und Ständen ohne Unterschied 1 ers nach engerer Fühlungnahme mit Weiherede rektor Dr. Ri Wermuth, Wirklicher Geheim Aus Hessen. Deutschlands innere Aufgaben nach dem Weltkriege. 2— err Aus Stadt und Cand. Gießen, 29. November 1915. * Auszeichnungen. Am Geburtstag des Großherzogs wurde Feldw⸗Leutnant Kimpel und Vizeseldwebel Wanger in der 6, Komp. Inf.⸗Regt. 116 das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen.— Unteroffizier d. L. Wilh. Luch von Gießen, beim Landw.⸗Inf.⸗Regt. 116, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse, 8 er bereits früher die hessische Tapferkeitsmedaille erhalten atte. Amtliche Personalnachrichten. Der Groß herzog hat zum 25. November d. J. die Hofmusiker Otto Bern⸗ hardt, Georg Gims, Albert Klinger, Wilhelm Manecke zu Kammermusikern ernannt. 1 * Gießener Universitätsangehörige im Kriege. Wie man uns mitteilt, sind die von der Uni⸗ versität Gießen zusammengestellten statistischen Aufzeich⸗ nungen über die Teilnahme von An gehörigen der Universität am Kriege jetzt im Druck erschienen. Das umfangreiche Heft kann von Interessenten, in erster Linie 27 von Eltern und Verwandten der Studierenden, 1 5 os durch das Sekretariat der Universität bezogen werden. * gum Ableben des Grafen Hermann zu Solms⸗Laubach(siehe Nr. 279 des„Gieß. Anz.“) schreibt uns ein ehemaliger Schüler des verstor Ge⸗ lehrten:„In Professor Graf Hermann zu Solms⸗Lau⸗ bach, der im Alter von nahezu 74 Jahren in Straßbur⸗ verschieden ist, hat die botanische Wissenschaft den Verlust eines ihrer hervorragendsten Vertreter zu beklagen. Nach Vollendung seiner Studien in Berlin, Gießen und 7 burg, habilitierte sich Graf Solms an der Hallenser Hoch⸗ schule, wurde im Alter von 30 Jahren a. o. Professor in Straßburg und 7 Jahre später o. Professor in Göttingen. Von dort erhielt er 1888 einen ehrenvollen Ruf als Ordi⸗ narius nach Straßburg, wo er bis zu seiner im Jahre 1908 erfolgten Emeritierung verblieb Fast unübersehbar sind die produktiven Arbeiten des großen botanischen chers. Seine e,, blieb bis zuletzt das Gebiet der Palaeophytologie, auf dem er vorzügliches geleistet hat. Aber auch a Gebieten, wie dem der Pflanzengeo⸗ graphie, widmete er seine unermüdliche Arbeitskraft. Eine Biffen Forschungsreise nach Java hat die botanische issenschaft um wertvolle Untersuͤchungen bereichert. Seit 1889 redigierte Solms, zuletzt gemeinsam mit Oltmanns, die botanische Zeitung. Groß als Forscher war Graf Solms ein Ken en Lehrer. Wer je, wie der asser dieser Zeilen, das Glück gehabt hat, Schüler von ihm zu sein, wird niemals seine wundervollen Vorlesungen und Uebungen, in denen sein enormes Wissen, sein großartiger desee in allen botanischen Gebieten zur Geltung kamen, verges 11— * Ein Dank der Kaiserin. Aus Lich wird uns geschrieben: Aus Anlaß des Geburtstages der Kaiserin wurde in Lich eine Sammlung von eingemachten Früchten, gedörrtem Ob st usw. veranstaltet, die sehr reichlich ausfiel. Die Kaiserin dankte der Veranstalterin der Sammlung, der Fürstin zu Solms⸗Hohensolms⸗Lich zu Lich in folgendem Telegramm: Neues Palais, den 15. 11. 15 um 6 Uhr 3 Min. nachm. Sehr gerührt danke ich Ihnen und den Frauenvereinen, die mir eine so große Sendung Mus, Saft, Honig und Back⸗ obst geschickt haben. Viele werden damit erfrischt werden, auch in der Etappe. Einiges habe ich selbst heute nachmittag in meinem Orangerie⸗Lazarett verteilt. 1000 Dank allen! Viktoria. Außerdem hat die Hofstaatsdame der Kaiserin, Exzellenz äulein v. Gersdorff den Dank in einem Brief wieder⸗ lt, aus dem folgendes noch mitgeteilt sei: „Sie hätten nur sehen sollen, wie die Kaiserin Ihrer schönen Sendung e und die de weiter— nach Potsdam— Berlin— bis nach bien. Ich denke, Sie haben schon einen direkten Dank von Ihrer Majestät erhalten. Für den Fall er sich verzögert— die Kasserin hat ja immer so viel zu tun— so darf ich ihm Ausdruck geben und Sie bitten, ihn der Frau des Provinzialdirektors und allen Geberinnen aus dem Frauenverein auszusprechen. Die Kaiserin freute sich sehr, daß aus den Bundesstaaten Obstgaben für die Verwundeten kamen— es ist fabelhaft viel zusammen gekommen — wir erleben in dieser schweren, schweren Zeit überhaupt so viel Großes und Schönes Ich kann noch berichten, daß die schönen Marmeladen, Säfte, Gelees und Honig sehr gut e angekommen sind, ein einziges Gläschen war entzwei. Es te die Kaiserin, die Namen der Geberinnen auf den Decken zu lesen un 1 zu vermieten. e Das Backobst S gut und praktisch und kann so gut weit verschickt wer⸗ * Vortragsabend. In der dichtbesetzten Neuen Aula hielt am stag abend Schriftsteller Faelsch⸗ Rogewi aus Stuttgart den zweiten Vortrag in der Vor⸗ ihe, die Kaufmännischer und Ortsgewerbe⸗Verein in iesem Winter veranstalten. Die Zuhörerschaft brachte den 5 selnden Schilderungen von den lachtfeldern in den arpathen, in Galizien und der Bukowina wäh⸗ rend der 9 475 über zweistündigen Vortragsdauer ein äußerst starkes Interesse entgegen. Aus Raummangel müssen wir den Bericht über den Abend für morgen zurückstellen. * Die Eisbahn an der Moltkestraße wird heute eröffnet. * Einen musikalischen Abend zum Besten erblin⸗ deter Soldaten veranstaltet am Montag, 6. Dezember, Elisabeth elchner mit ihren Schülerinnen und Schülern. Die Veran⸗ staltung, bei der auch eine Anzahl weiterer musikalischer Kräfte n findet im Konfirmandensaal der Johannes⸗ ir 5 *Der deutsche Militarismus war der Gegenstand der Predigt, die Pfarrer Gustav Mahr am Geburtstage des Großherzogs beim Festgottesdienst in der Stadtkirche gehalten hat. Die Predigt ist inzwischen im Druck erschienen und in den r zu haben. 5 N * Die Auszahlung der Familienunterstützung für die Zeit vom 1.—15. Dezember 1815 an die Angehörigen der zum Heeresdienst Einberusenen findet statt: Reichs und Kreisunterstützung. An diejenigen, deren Namen beginnen mit A—H Dienstag, den 30. November 1915, IR Mittwoch, den 1. Dezember 1915, 8— 2 Donnerstag, den 2. Dezember 1915. Städtische Unterstützung(Mietszuschuß) A— Freitag, den 3. Dezember 1915, Ik Samstag, den 4. Dezember 1915, 8—2 Montag, den 6. Dezember 1915. An Ver m ieter, die Miefbeträge abholen: Dienstag, den 7. Dezember 1915. Die Auszahlungen finden von 8—1 Uhr vormittags im Stadt⸗ haus, Zimmer Nr. 17, statt. Die Unterstützungen dürfen nur an den vorgenannten Tagen abgeholt werden. Die Unterstützungs⸗ gesuche haben sich in der letzten Zeit derart vermehrt, daß eine Meueinteilung der Auszahlungen vorgenommen werden mußte. Es wird zur Vermeidung von Störungen hierauf besonders auf⸗ merksam gemacht. 755 Höchstyreise für Leder und Lederbe⸗ schlagnahme. Gleichzeitig mit der Bekann ng, die die Hüchstpreise für Großviehhäute und Kalbfelle regelt, tritt am 1. ember 1915 eine weitere Bekanntmachung in Kraft, die Höchstpreise für Leder festsetzt und eine . bestimmter für Militärzwecke zu ver⸗ er Ledersorten ausspricht. Die Höchstpreise be⸗ Herkunft, j Gerbart und jeder Zu⸗ ine Preistafel verzeichnet die Preise 19 die und Sorten von Leder. Der Verkaufspreis darf den festgesetzten Grundpreis um 115 mehr als 3 v. H., der Verkaufspreis im Kleinhandel um nicht mehr als 10 v. H. überschreiten. Die festgesetzten Preise sind für Leder bester Beschaffenheit angenommen. Beschlag⸗ nahmt sind bestimmte Lederarten, soweit sie sich im Eigen⸗ tum, Besitz oder Gewahrsam einer Gerberei, Zurichterei oder h be 5 Die 1 und 5 ieferung derarti n 8 ist nur au An delberen schriftlichen Antrag einer amtlichen Be⸗ schaffungsstelle der Heeres⸗ oder Marineverwaltung oder auf Grund eines von der telle der Kriegs⸗Rohstoff⸗ Abteilung für Leder und Ledervohstoffe ausgestellten Frei⸗ cheines erlaubt. Alle übrigen orten unterliegen i Berfügungsbeschränkung. Die Bekanntm„die eine ganze Reihe von Einzelbestimmungen enthält, 15 am 2 ee e ausgehängt und wird im Gießener Anzeiger vom 30. d. Mis. veröffentlicht. Landkreis Gießen. K. Reiskirchen, 28. Nov. Mit dem 1. nächsten Monats 2 1 Keilbach unsern Ort, um nach Lich über⸗ wurde verursacht durch die plötzliche, 1 8 5 Erkrnakung eines seiner Kollegen in seinem zukünftigen irkungskreise. Wachtmeister Keilbach hat 85 in seiner 14 jährigen 9 5 Tätigkeit durch seine Pflichttreue, juvorkommenheit und esonnenheit große Sympathien bei der hiesigen Bevölkerung er⸗ worben. Möge dieselbe ihm auch im neuen Wirkungskreise be⸗ schieden sei bier, ein. Lich, 28. Nov. Landwehrmann Christian Menges von welcher seit Kriegsbeginn beim Landwehr⸗Infanterie⸗Regi⸗ ment Nr. 116, 11. Kompagnie steht, wurde mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse ausgezeichnet. b. Großen⸗Buseck, 25. Nov Den Geburtstag des Groß⸗ herzogs beging die hiesige Jungwehr durch eine schlichte, der Zeit entsprechende Feier. Um 8 Uhr abends versammelte sich die esamte Jungmannschaft zu einem Fackelzug. Mit klingendem piel marschierte sie unter Führung des 9 tmeisters Glaub auf den Anger. Hier fand eine kleine Besichtigung statt. Wacht⸗ meister Glaub brachte ein Hoch auf den Großherzog aus. Nach Beendigung des Fackelzuges begab sich die Jungwehr zurück in ihr Uebungslokal. Hier wurde die Feier durch batriotische An⸗ sprachen und Gesänge fortgesetzt. Zu derselben hatten sich sämt⸗ liche Ausschußmitglieder, der Ortsvorstand, sowie die Verwundeten des hiesigen Lazaretts eingefunden. O Grünberg, 28. Nov. Die Sammlung am Hessischen Opfertag fürs Rote Kreuz ergab hier einschließlich des Erlöses für Postkarten und Abzeichen 768.86 Mk. Die voraus⸗ gegangene Sammlung am 7. November zur Beschaffung von Weih⸗ nachts⸗Liebesgaben für die im Felde stehenden Grünberger Krieger erbrachte den Betrag von 1138.05 Mk.— Der 17jährige Sohn des Landwirtes August Frank von hier war beim Treschen mit dem Hinaufschaffen des Strohes beschäftigt. Dabei fiel er von dem Dach⸗ gerüst herunter in die blanke Tenne. Außer einigen Quetschungen scheint er keinen weiteren Schaden davongetragen zu haben. Kreis Büdingen. * Hirzenhain, 28 Nov. Dr. A. Hensel(39. Landw.⸗ Infanterie⸗Regiment, 3. Bataillon), früher ordin. Arzt im Garnison⸗ lazarett in Hanau, erhielt für seine Tätigkeit in den vordersten . bei den letzten großen Kämpfen das Eiserne reuz. A Wolf, 28. Nov. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Musketier Kuhl im Infanterie-Regiment 168. Kreis Lauterbach. Lauterbach, 27. Nov. Kanonier Karl Dom m von hier, Freiwilliger beim Feld⸗Artillerie⸗Regiment Nr. 47, 2. Batterie, in Fulda, wurde zum Gefreiten befördert und erhielt die Hessi⸗ sche Tapferkeitsmedaille⸗ 5 rr. Schlitz, 26. Nov. Der Weltkrieg hat aus unserem Städt⸗ chen bisher 30 Opfer gefordert. Außerdem gelten 13 Krieger als vermißt, darunter solche, von denen man seit vorigem Jahre nichts mehr gehört hat. In rürssischer Gefangenschaft befinden sich Unter⸗ offtzier Köhler und Musketier Hofmann, in französischer Reservist Habicht. Gelegentlich des Gefangenenaustausches konnte der sch⸗ e Reservist Reiber aus Frankreich hierher 3 4777775 2 5 illofs, 27. Nov. Seit nunmehr 100 Jahren ist all⸗“ jährlich der 2 4. November für unsere ein Feier⸗ tag, an dem jede Arbeit ruht und Gottesdienst stattfindet. Es ist dies der sog.„Gelobte Tag“. Die Chronik berichtet, daß 1813 bei der Perfolgung der Franzosen russische Regimenter auch durchs Schlitzerland kamen und darin, trotzdem sie als Befreier erschienen, bös hausten. Das Schlimmste aber war, daß von ihnen eine Viehseuche eingeschleppt wurde, die namentlich in Willofs arge Verheerungen anrichtete. Als die Seuche endlich erlosch, hielt man einen Dankgottesdienst ab und gelobte für sich, für Kinder und Kindeskinder diesen Tag alljährlich als Feiertag zu begehen. Dies Gelöbnis ist treulich gehalten worden. Kreis Schotten. 8 Sichenhausen, 27 Nov. Pionier Schultheis in der 4. Kompagnie des Pionier-Bataillons 21 wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und Musketier Fischer in der 9. Kompagn e des Infanterie⸗Regiments 168 mit der Hessischen Tapferkeits- medaille ausgezeichnet. Kreis Friedberg. Friedberg, 27. Nov. Infolge Achsenbruchs ent⸗ leisten gestern früh bei der Haltestelle Assenheim an 8 e Friedberg—Hanau mehrere Wagen eines Güter ⸗ zuges. Der Verkehr konnte bis heute früh nur eingleisig aufrecht erhalten werden. Menschenleben kamen bei dem Unfall nicht zu dem. if. One in 5. Bube 27. Nov. Leutnant und ie⸗ führer Richard Görlach, stud agr. et rer nat., Sohn des Lehrers Görlach von hier, erhielt das Eiserne Kreuz.— An sämtliche Kriegsteilnehmer von hier wurden durch die Oberklasse der Volks⸗ b gesandt. Die Empfänger wurden Hessen⸗Nassau. Frankfurt a. M., 28. Nov. Im Stadtteil Seckbach feierte 1 2755 der Privatmann Georg Vetter mit seiner Ehefrau das Fest der diamantenen Hochzeit. Frankfurt a. M., 27. Nov. Am Osthafen sprang Im Kampfe fürs Vaterland erlitten den Heldentod unsere lieben Mitglieder: Heinrich Nuhn Garde-Grenadier⸗Regt.„Elisabethe“ Nr. 5, 5. Kompagnie. Ludwig Michel Reserve⸗Inf-⸗Regt. 116, 2. Kompagnie. philipp Michel Reserve⸗Inf. Regt. 118, 5. Kompagnie. In treuer Pflichterfüllung für sein Vater⸗ 8 land starb am 14. Oktober den Heldentod unser liebes Mitglied . gestern mittag ein 25jähriger Kaufmann aus der Gr. Eschen⸗ Nachruf! per sofort gesucht. Ebenso werden aße in den Main und ertrank, ehe ihm Hilfe F werden konnte. Die Leiche wurde nach kurzer Zeit geborgen. Aniversitäts⸗ Nachrichten. Frankfurt a. M., 27. Nov. Pfarrer Karl Fritzler aus Kassel wurde zum Lektor für russische Sprache an der Universität Frankfurt ernannt. Herr Fritzler, der ein in Ruß⸗ land geborener Deutscher ist, wird im laufenden Winterhalbjahr drei je zweistündige Lehrgänge für Studenten, Gasthörer und Be— ucher abhalten. Briefkasten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberüasichtiat.) G. i. V. zu 1. Das Geschoß gehört Ihnen; der Arzt kann es nur mit Ihrer Einwilligung für sich behalten. Allerdings wäre zu erwägen, ob das Geschoß nicht einer chirurgischen Sammlung einverleibt werden soll und ob Sie in diesem Falle nicht im In⸗ teresse der Wissenschaft auf das Geschoß verzichten wollen.— Zu 2. Sie haben Anspruch auf Invalidenrente, sobald Sie invalide im Sinne der Reichsversicherungsordnung sind. Voraussetzung ist allerdings, daß Sie die nötige Anzahl Marken geklebt und die Anwartschast auf Rente aufrecht erhalten haben. Inwieweit Sie einen. auf Militärrente geltend machen können, läßt sich e enntnis der in Frage kommenden Verhältnisse nicht eurteilen. Amtlicher Wetterbericht. Deffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 30. Nov. 1915 Ziemlich wolkig, doch meist trocken, wärmer. Letzte Nachrichten. Die Serben in Albanien. Lugano, 29. Nov. Nach italienischen Berichten soll ein Teil der serbischen Südarmee bereits die alba⸗ 0 Grenze überschritten haben und nach Süden ziehen, um sich womöglich mit den dort stehenden serbischen Truppen zu vereinigen. Die Niederlage der Entente auf dem Balkan. Rotterdam, 29. Nov. Reuter meldet aus Saloniki: Die Heerführer der französisch⸗englischen Truppen haben die Mittei⸗ lung erhalten, daß Griechenland den französisch⸗englischen Trup⸗ pen Aktions freiheit gewährt habe. Dies habe die Spannung gemildert und Befriedigung hervorgerufen. Der Winter sei auf dem Balkan sehr früh eingetreten und werde wahrscheinlich auf beiden Seiten die Fortsetzung der Operationen hindern.— Die „Vossische Zeitung“ bemerkt hierzu: Die Meldung ist sehr geschickt abgefaßt. Sie kündigt die Einstellung der englisch⸗französischen Unternehmungen an, läßt sie aber nicht als Folge der diplomati⸗ schen Niederlage erscheinen, die man sich offenbar in Athen geholt hat, sondern meldet sogar einen diplomatischen Erfolg, den nur der Winter nicht gestatten wird auszunutzen. ö Die russische Balkanexpedition. Kristiania, 29. Nov. Aus Petersburg wird berichtet: Das russische Heer für den Balkan, das an der rumänischen Grenze und in Odessa konzentiert wird, ist 350 000 Mann stark. Davon stehen 70000 Mann in Ismail, 80 000 Mann in Reni und der Rest in Odessa. Die Truppen sind mit ungefähr 1000 Kanonen japanischen Fabrikats versehen. Zar Nikolaus weilt jetzt in Reni. Der Zar und der Thronfolger besuchten vom 18. bis 25. Novem⸗ ber die ganze Südfront bis zur Grenze. Cochin gegen die Fortsetzung des Balkanabenteuers. Bern, 29. Nov. Der Sonderberichterstatter des„Corriere della Sera“ hatte in Athen mit Cochin eine Unterredung, die in ihm den Eindruck zurückließ, daß Cochin zwar optimistische An⸗ schaurungen über die Beziehungen zwischen Griechenland und den Verbündeten nach Frankreich bringen werde, daß er aber nicht überzeugt sei von der Zuträglichkeit, in dem Salonikier Balkan⸗ unternehmen zu beharren. Immelmann in Leipzig. Leipzig, 29. Nov. Die Leipziger Luftschiffahrts⸗ gesellschaft veranstaltete am Sonntag ein Wettfliegen, dessen Erträgnis wohltätigen Zwecken zugute kommen soll, und man hatte den bekannten Leutnant Immelmann ausgebeten.(7) Dieser war in Anbetracht des wohltätigen Zweckes auch beurlaubt worden. Er 9 Ein durchaus tüchtiger Eisendreher 1. Werkzeugmacher demselben die Stelle eines Vorarbeiters 5 den mehrere Dreher eschssen genes. be Heinrich Amend G. m. b. h., hanau am Main. wurde auf dem Flugplatze sehr gefeiert. Ein Schlitten ein⸗ u. zweispännig, zu verk. 9239] Leihgesterner Weg 9. 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November 1815 vormittags. r Jede genegene lenner end wel gleieh hoke Ge- 15 3 und wer je einer zuf de Lose lelcher Nammer m den beiden Abteflengen I and 11 Nur die Gewinne Über 240 Mark eind den betreffenden Nummern m Klammern beigeftgt. (Ohne Gewähr.) Nachdruck verboten.) 9 148(10001 220 444 79 742 808 11 6 88 409 7 50% 613 78 840 998 2318 42 83 479 63 30001 es 532 954 3086 218 ls 392 438 64% 620 780 4297 98 871 705 83 514% 4086 23(ao 504 1500] 920 885 956 6388 87 458 511 632 848 50 7041 118 892 458 73 503 8786 719 859 906 21 8185 221 98 L10001 440 68[1000] 826 1 978 9005 70 168 7 632 1000] 88 714 929(30 2 10005 3 196 99 13000] 273 336 L500] 79 816 L500] 819 130001 11378 440 12263 86 388 L500] 433 512 881 13088 241 86 328 426 730 14036 252 420 ses[a0] 786 1000 846 15021 84 72 J 112 1b 26% sos 3e L500] o 7e 78 888 903 88 1828 892 410 es 564 634 00 17070 212 23% L500] 381 492 18007 1286 299 426 574 Ls] 80 787 18028 L10000] 82 302& 50 98 521 70 72 680 752 55 20229 310 424 708 25 60 838 76 21175 302 4 87 530 78 91 22040 80 234 87/7 1800] 85 410[1000] 64 773 23140 60 478[ioo 500 17 382 878 723 834 L600] 37 67 240859 L10001 ss 804 54 484 509 9 645 64 69 840 2504/% 70 124 81 489 9 59 867 77 63 26091 107 88(so 306 449 559 643 53 61 807 68 965 79 838 97 27252 367 80 408 30 28105 234 52 f5O0 8s 13000 451 554 758 11000] 853 29088 43 250 498 920 200 1086 219 22 390 488 649 608 751 839 87 3104 64 81 914 45 5% 32023 26 66 74 217 204 461 5790 832 758 808 911 33039 285 818 es Leco 433 546 728 3418 8% 76 470 936 38026 408 543 80 984 88140 90 292 810 33 501 608 7000] 83 80 78 3741[1000 530 49 578(S500 38054 240 77[3000 86 6286 L800] 391% 880 92 406 774 288 L500 40s soo 137 540 615[1000] 801 61 948 72 4100 101 459 68 549 616 738 81 42005 215 1 500] 717 850[soi] 930 46 43212 318 34 540 602 92 738 83 77 94 96 905 800] 4414 78 9 206 419 31 80 421 876 611 702 18 31 45014 30 121 88 450 513 713 926 48092 108 88 464 504 65 2784 71 8d Loe 904 68 47068 1000] 338 71 427 927 66(5000 78 711 57 43012 22 82 98 484 801 2 17 80 999 49034 103 230 6 800 1600] 381 407 os 90 9% L001 , 50008 18 110 206 40 36 520 67 1000 884» 81111 445 619 b 41 800 77 52109 48 473 526 21 oꝛs gas 7s 53088 434 44 552 63 927 60 1000] 5400 5 800 8 68. 405 42 92 98 829 642 47 4800] 8 951 88027 82 181 1009] 298 314[6001 24 407 554[1000] 684 701 903 58008 79 11000] 289 89 817 58 858 920 87218 300 44 89 657 61 89 745 2 58227 470 Lao 811 88 22 567 18001 817 048 59150 8/8 288 477 899 710 248 978 83 Sooo 171 452 80 534 48 84 L100] 898 61066 120 es 0001 80 841 82 404 898 768 988 78 62121 276 816 58 835 46[1000] 72 808 17 41 928 40 63024 36 110 20 830 45 87 430 82 814 46 84028 39 330 834 7 7s 35058 58 105 378 471 857 688 880 988 68039 22 81 284 906 420 78 96(5000 02 744 67123 889 520 lsa] 787 43 887 68018 107 289 428 84 38 89 500 Lsoog] 874 89081 12[8001 393 467 587 601 823 982 70008 226 40 611[1000] 708 89 9s 937 87 96 71217 26 46(6000 380 487 800 820 Soo 40 72044 204 4s 220 434 848 711 çs 890[3000 73153 64 241 g07 646 50 758[1000] 816 44 500] 932 74312 39 69 8042 90 643 764 75164 263 88 380 406 7388 44 8000 130 408 503[500] 61 89 1500) 864 77047 52 80 Lsgo! 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Uovember: Lesförie Plikenochen oder: Teddy unterm Pantoffel Eine lustige Ehegeschichte in 2 Akten mit Teddy, dem beliebten Berliner Charakter- komiker in der Hauptrolle. Der lebende Tode Tragödie in 2 Akten. Authentische Kriegsaufnahme der Schlachtenvorg nge von samtlichen Kampffronten. 19285 Die Wirkung eines Extrablattes Zeitgemüsses Lustspiel. Einlage Einlage Bse Hölle Dante Aliphieri's„Göttliche Komsdie““ 50 644 zu 8000 13810 u 1000 778 zu 500 M Herren-Reithosen Fernsprecher 774 Alice⸗Schule. Am 6. Dezember 1 775 77 5 ee 1 l Schneidern, Weißzeugnähen, Sticken, Bügeln. 3 Dezember im Sch Letzter Anmeldetermin am 4. Steinstraße 10. Prospekte gratis. 18. Ziehung 5. Kl. 6. Preuss.-Süddeutsche (232. Königlich Preuss.) Klassen- Lotterie Zlehung vom 27. November 1915 nachmittags. Aof jede gerogene Nammer sind zwel glelen hohe Ge- tune gefallen, and zwar je einer anf die Lose rtelcher Nummer ln den belden Abtehlangen I and II Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.) Nachdruck verboten.) 221 26 3820 465 98 5558 98 727[1000] 826 81 1016 158(3000 489 700 931 2026 81 127 36 46[1000 80 80 87 229[sooo] 9 494 601 10[5000] 61 79 752 802 91 3038 344 80 481 541 1800] 840 4834 788 62 5109 75 11000] 211 98 390 418 519 53 795 6188 44 420 66 891 954 7156 340 400 68 733 46 86 870 923 87 8145 215 48 63 403 618 728 812 940 60 69 9025 81 87 86 99 114 298(10001 401 8168 10107 32 289 287 62 689[1000] 1100 20 C8001 74 500] 104 18000] 44 60 738 66 912 12111 19 759 805 55 841 87 130886 1086 428 L500 569 688 986 14001 100 88 ls00] 207 871 861 88 651 909 15028 34 458 612 54 722 837 930[1000] 40 52 16000 258 44 782 948 17000 56 67 186 404 88 727 138099 340 29 94 42 9s 560 642 708 12 19276 403 L500] 5 506 71 728 982 29134 271 388 683 828 82 998 21100 11 790 881 22047 114[800] 252 62 516 64 612 11000] 868 23026 200 382 815 58 84 81 24207 L500] 311 888 681 15001 708 boo] 78 28127 422 588 641 68 741 819 3000] 17 83 91 920 26213 418 20 669 629 742 869 27134 79 285 340[1000] 473 76 90 541 629 28045 120 77 L500] 324 62 727 61 600] 803 908 72 29004 67 137 212 74 315 67 524 97 680 864 97(1000 917 82 30178 270 828 9s 643 887 934 46 89 31148 231 770 566 86 98 74 32105 361 687 68 914 48 33026 L000] 184 85 238 55 361 820 42 709 92 958 34084 27 554 870 778[1000] 35109 226 527 88 686 908 36081 238 373 489 530 641 721 821 49 37800 864 4416 752 908 38089 220 80 344 670 702 948 73 39073 528 625 40084 187 4% 888 67 Pso0] 788 L500] 4117 94 229 42 86(500) 420 30 61[1000] 876 846 99 42183 8 208 94 381 568 988 89 43086 116 400 6 89 524 60 765 69 818 44080 ls00 130 63 880 802 48021 49 74 308 520 45 600 1 74 793 833 919 71 1000 97 46028 147 289 308 20 468[3000] 529 93 787 Lsool o 47080 ls] 177 266 500] 98 381 414 512 das 880 48084 455 94 612 84 764 847 49218 337 39 523 48 648 711 72 840 1 50077 94 106 300 868 1600] 978 11000] 51048 173(3000] 97 242 418 98[L800] 677 11000] 713 864 52088 209 804 687 780 891 918 83037 Loo! 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Julius Schulze Kreuzplatz 56318 413 518 98 622 86 87 748 801 942 61 570⁰⁰ 20, 257 519 488 805 715 9/1 538025[30001 33 131 309 404(1000 812 822 63 59042 107 234 326 ls00 72 438 81 537 86 657 7138 61 5 Goss eo 80 182 76 852 1 80 788 814 977 61090 27 888 819 76 911 34 62279 316 20 502 20 30 35 218 27 74 404 547 809[1000] 768 72 905 97 967 18308 400 234(500) 383 588 58 875 786(500j 87 1500] 88 oe 184001 1000] 93 428 L500] 80 1000] 681 41 688 979 185182 239(500 834 fs 482 43 84 L500 507[i000] 621 905 51 186019 288 322 849 813 84 740 7% geo 18714 4% 582 721 43 54 895 18841¹ 62s 71 as 700 88 83121 269 819 87 402 87 1000] 957 9 15051 90(10001 8 199074 832 482 108 659 516 41 693 95 863 65 78 912 64144 99 487 789 N 115 242 92 99 810 694 816 2 53 107 1 1205 1 15 10 556222 8 87e 418 ge, ois 28s 31520 5580 J rs 904 87017 35 164 90 855 695(Soo! 805 14 191063 6e 135 347 418 1000] 639 809 69036 10% Boro e 161 238 des 517 88 706 883 963000) 13 40 192048 8s 238 891 68 500] 889 713 88035 107 Lsoo] 375 64 630 703 858 915 fa 44 78 837 928 193088 96 133 47 L800] 301 78 478 70056 bs 86 89 700 4% 815 6s 888 71120 282 5 838 55 86 72 90 611 717 884 948 184021 108 507 45, 828 61 987(soo) gs deo 72081 200 888 12 34 20 830 407 811 90 808 998 138294 401 899 40122 243 100 740 vos a8 220 52 e 74040 loc] 806 541 7e 198252 322 544 928 197076 43000) 40 122 243[1000] 68 309 651 980 75075(10000 849 315 494 582 896 L500] 741 887 954 L600 198068 94 97 770502 700 80(rooo] bes 32 57 880 78820 868107 878(10001 811 13 48 88 688 712 48 98 199205 948 97 77072 188[a0] 507 80 848(30001 981 78001 452 71 224 Joa 13 570 97 746 628 78 790538 251 1500] 347 82 428 650 930 Sooo 32 112 216 38 216 40 80 588 828 928 81197 318 6s 428 11000] 51 é[1000] 88 soo 9 82 702 948 98 82476 743% 962 83041 297 212 4e 648 908 11 34082 121 226 57 987 85280 905 90 532(Lso0) 89 687 70 78 928 86102 63 286 27 73(500 98(500 516 46 L600 91 87247 304 496 80 834 58 903[500 56 883 8811 68 88 210 7 824 47 1000] e 772 987 89004 260[10001 314 23 39 429 646 96 621 99084 361 524 13000] 621 69 69 764 862 76 923 94 9110 209 22 33 309 99 1000] 402 688 718 94 906 89 88 8s 92037 142 369 77 64/7 608 786 93127 71 441 682 604 94172 886 680 829 681 95101 47 79 291 94 880 409 5001 674 938 87 96092 380 421 559 802 11000] 88 708 818 98 972 97213 67 72 319 416 86 548 L38000] 664 98066[1000] 156[3000] 401 24 309 10 37 506 7 608 71 711 920 200035 41 136 630(S500) 700 88 949 99 20 1038 2491 250 fe] 439 680 626 78 717 34 908 79 81 202004 60 66 180 70 el 813 768 621 618 15 92 739 898 130000 939 80 203028 18% 388 47 780 204066 70 189 92 L000 l 379 L500] 458 582 886 758 852[500] 982 205220 308 12 410 2061286 788 90 887 88 207059 208 250 475[1000] 688 89 67 744 208058 128 249 664 757 72 209000 268 L600 72 489 886 802 919 18000] 78 210008 Leo] 64 181 817 11000] 894 211287 866 597 862 878 998 212021 48 98 172 286 444 77 800] 555 824 91 213106 2984 362 18000] 98 478 860 1800] 922772 702 808 68 214069 288 474 527 779 928[10001 215002 218 828 840 3000 74 218007 210 887 70 484 838 707 21705 188 220 20 81 870 478 8086 43 762[500] 888 70 218057 128 83 280 09 380 41 514 80 40 89 9s 97s 219548 7e 92 829[1000 22000 8 264 88 897 486 618(L38000 6 720 509 s 766 832 99188 63 888 18000 99 507 1500] 828 951 lsOoJ 85 221085 194 208 342 506 11(5001 623 739 699 737 22200 Lso0] 66 88 140 328 1000] 421 190010 251[1000] 317 428 58 668 71 764 996 555 667 69 723 L500] 27 223011 48 72 186 221 496 101062(10 0 842 547 78 787 102088 150 11000 565 69 600 L500] 12 84[so 763 985 224070 228 44 80 411 568 721 836 77 980 103021 20 500] 519 623 98 714 808 L500] 225060 301 47% 529 746 90 138) 340 64 90 417 66 89 630 500] 70 686 831 1500] 847 226179 358 88 110000] 466 61 598 680 10407 68(S500 87. 120 89 829 474 110001 819 64 90 652 924 227135 L10000 221 874 77 428 724 610[500] 83 758 63 01 878 943 43 105140 421 80 30 61 996 228067[1000] 108 14 287 383 82 746 512 17 88 L10001 64 89 914 108498 602 3000] 801 sooo] 66 818 78 229067 1800] 181 87 263 94 889 90 107256(8000! és 808 20 L600) 4286 842 1500] 686[1000] 419 5083 793 502 103011 236 350 407 514 96 780 69 901 26 230067 400 99 518 Iso] e 98[1000] 674 109084(sol 88 98 L500) 405 93 682 89 602 808 231033 381 474 540 844 940 fso0] 98s 232003 548 110000 50 126 285[500] 456 678 76 707 58 61 11000] 826 82 111001 36 436 78 606 e 87 899 956 Musikalischer Abend zum Besten erblindeter Soldaten Montag, den 6. Dezember, abends 6 Uhr im Konfirmandensaale der Johanneskirche Veranstaltet von Elisabeth Felehner mit ihren Schülern und Schülerinnen, unter freund- licher Mitwirkung geschätzter hiesiger Kräfte. 4500] 702 o 36[500] 89 80 1800 233019 18000] 351 60 458 58 89 788 882 900 Programme und Eintrittskarten zu 1 Mk. bei Herrn Challi er. 9153 Versteigerung. Dienstag, den 30. ds. Mts., nachmittags ½2 uhr, Reine Wolle, Halb- wolle und Macco 92733 versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: ca. 90 Mille Zigaretten, ca. 18 Mille Zigarren, ca. 50 Pfund Tabak, Tabakspfeifen, Jigarren⸗ spiten, Streichbölzer usw. ussw.. Die Bersteigexung findet bestimmt statt. 9249 Born, Gerichtsvollzieber in Gießen. füt e Olr.: Hermann Steingoetter. Dienstag, 30. Novbr. 1915 abends 8 Uhr: 0 Volks- und Garnison- Allerbeste Taschenlampen⸗ SBafferlens ür unsere Krieger.— Bei ebernahme der regelmäßig. Zusendung ins Feld 10 Pig. für Porto. Carl Schunck Küchenlampen E. 5. 8948 Carl Schunck, Bahnhofstr. 54. 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