5 7 nr. und nehmen nicht an, daß 5 Wieder lächelte er eigenartig, als sei er darüber besser unterrichtet. 8 a 5 g N Zweites Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die„Gießener Familienblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwlrtschaftlichen Zeit⸗ fragen“ erscheinen monatlich zweimal. cr 165. Jahrgang jeßener Anzeiger General⸗Anzeiger für Oberhessen Mittwoch, 24. November 1015 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul⸗ straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: 51, Schrift- leitung: S112. Adresse für Drahtnachrichtem Anzeiger Gießen. Englands entlarotes Falschspiel. Eine interessante Unterredung aus dem Jahre 1912. Aus Darmstadt wird uns geschrieben: Anläßlich der jüngsten hessischen Kammerverhandlungen, zu denen auch der Abgeordnete Finger ⸗Pfeddersheim aus der Front nach Darmstadt beurlaubt war, erzählte dieser in Abgeord⸗ netenkreisen folgendes Erlebnis, das die, frühzeitigen Vorherei⸗ tungen der Engländer zu dem jetzigen Weltkrieg in grellster Weise beleuchtet: 5 5 5 Im Sommer 1912 befand ich mich mit meiner Familie in Ostende. Im dortigen Hotel wohnte auch ein sehr reservierter Herr im Alter von etwa 35 Jahren, dem Ansehen nach ein. Deutscher, der mit niemandem verkehrte. Mit dem Portier hörte ich ihn englisch sprechen. Man sah ihn nicht im Bade, nicht am Strande, noch in den Dünen, nur am Hafen habe ich ihn häufiger getroffen. Er schien einer bestimmten Tätigkeis nachzu⸗ gehen. Ins Hotel kam er nur zu den Mahlzeiten. 5 Eines Tages blieb der Fremde nach Tische im Lesezimmer, wo ich meine Zeitungen zu lesen pflegte. Er redete mich an, indem er sich vorstellte und sagte, er hätte gehört, daß ich deutscher Landwirt wäre; er interessiere sich sehr für die deutsche Land⸗ wirtschaft und bitte mich, mit ihm über einige Fragen, die ihn beschäftigten, zu reden, da ihm an einem sachmännischen Urteil gelegen sei. Ich stellte mich ihm zur Verfügung, und da er in reinem Deutsch gesprochen hatte, sagte ich, der Sprache nach scheine er Deutscher zu sein und zwar Norddeutscher. Er sagte, er sei Engländer, beherrsche aber das Deutsche vollkommen; er habe längere Zeit in Deutschland gelebt und in Berlin studiert, 1. a. Nationalökonomie. Da ich das Interesse, das er an der deutschen Landwirtschaft nahm, kennen zu lernen suchte, kam er mir mit verbindlicher Offenheit entgegen und sagte, er beschäftige sich mit Volkswirtschaft und Volksernährung; er sei Beamter und arbeite im englischen Ministerium. Er fragte nun, ob ich glaube, daß die deutsche Landwirtschaft bei einem Kriege mit Frankreich und Rußland, der ja, wie ich wohl wisse, nicht ausbleiben werde, imstande sei, das Volk zu ernähren. Ich erwiderte:„Ja, voll⸗ kommen“, und er fragte weiter:„Und wenn auch Italien gegen Sie geht?“ Ich antwortete:„Das schadet uns nicht viel. Auf Reis und Orangen können wir verzichten. Volk und Heer werden wir ernähren und das italienische Heer fürchten wir nicht, das halten die Oesterreicher im Schach. Uebrigens ist ja daran gar nicht zu denken, denn die Italiener sind seit Jahrzehnten unsere Bundesgenossen und werden nicht gegen uns gehen.“ Er lächelte mit einer Sicherheit, als wisse er das anders. Dann fragte er: „Und wieists, wenn auch England gegen Sie geht?“ Ein lauernder Blick folgte dieser Frage, die mir allerdings über⸗ raschend kam, als wolle er den Eindruck beobachten, den diese Frage auf mich machen sollte. Jetzt kannte ich das Interesse, das er als englischer Ministerialbeamter für die Leistungsfähig⸗ keit der deutschen Landwirtschaft hatte; die Tage von Algeciras waren noch in frischer Erinnerung und vor genau einem Jahre hatten die Belgier stark gerüstet. Gelassen sagte ich:„Mit England haben wir nichts zu tun; immer haben wir Freundschaft mit England gehalten und oft nachgegeben, wo wir im Rechte waren. Unsere Interessen berühren sich wenig Wir stehen gut mit England wir Krieg mit ihm bekommen.“ Er schien anzunehmen, daß ich einer bestimmten Antwort aus⸗ weichen wolle. Darum sagte er drängend:„Nehmen wir einmal an, Sie bekommen gleichzeitig auch mit England Krieg, was werden Sie da tun?“ Ich antwortete:„Sie werden unsere Häfen blockieren, unsern Handel aufheben.„Und dann müssen Sie verhungern!“ fiel er mir ins Wort. Mit aller Ruhe sagte ich, indem ich ihn scharf ansah:„Nein, Herr, dann werden wir nicht verhungern! Da irren Sie sich in unserer Landwirtschaft gewaltig!“ Der Engländer schien ob dieses Bescheides verblüfft und sagte, da wäre er doch sehr neugierig, zu hören, wie wir uns dann noch helfen könnten, worauf ich erwiderte:„Wir find imstande, unser Volk zu ernähren; bei uns verkauft jeder Landwirt, auch der klei⸗ nere, Getreide. Auf die Weizenzufuhren aus Argentinien müssen wir dann perzichten, aber wir werden Schwarzbrot essen, denn Korn dazu produzieren wir genug, so daß es reicht von einer Ernte zur anderen.“ Nun wollte er wissen, wieso wir genügend Roggen hervorbringen könnten, worauf ich ihm erklärte:„Ebenschon jetzt reicht in einem mittelguten Jahre unser Korn aus. Aber wir sind imstande, den Ertrag noch zu erhöhen. Wir werden im Kriegsfall auf Bier und Zucker verzichten und dafür Brotfrucht bauen. Das brauchen wir aber nicht einmal. Wir werden den Gerstenbau nur einschränken und dafür mehr Korn bauen, und statt der großen Mengen Zuckerrüben, die teils roh, teils als Zucker ins Aus⸗ land gehen, wieder Korn und Kartoffeln pflanzen. Und dann reicht es sicher von einer Ernte bis zur andern! Wir allein haben Kali in der Welt, unsere Stickstoffabriken sind heute schon lei⸗ stungsfähig und werden es täglich mehr. An Phosphorsäure fehlt es nicht in Deutschland, wir sind also mit Düngemitteln versehen und die können Sie uns nicht abschneiden. Im übrigen sind wir nicht allein, wir haben starke Bundesgenossen in Oesterreich-Un⸗ garn, und vielleicht auch in der Türkei. Glauben Sie nur nicht, daß Sie uns aushungern werden, und wenn das kommt, worauf Sie hindeuten, was gewiß furchtbar wäre, dann werden, Sie un⸗ sere landwirtschaftliche Kraft kennen lernen und sehen, daß Ihre Rechnung falsch war.“ ö Nun warf er ein:„Und wenn Sie eine Mißernte haben, dann sind Sie verloren!“„Rechnen Sie darauf nicht,“ sagte ich, „Mißernten, wie Sie sie meinen, gibt es bei uns nicht. Brotfrucht wächst bei uns immer; wenn auch mal eine Art nicht voll liefert, so gedeiht das übrige. Bei unserer Bewirtschaftungsweise und un⸗ serer Fruchtfolge, unserer Düngung und unserem Klima kommen wirkliche Mißernten nicht vor. In meiner 40jährigen Praxis habe ich eine solche nicht erlebt; warum sollte sie kommen ausgerechnet in dem Jahre, in dem Sie uns mit Krieg überziehen?“ Der Engländer wurde ernst und nachdenklich, er lachte wenig⸗ stens nicht mehr. Aber er vermachte es anscheinend nicht, sich von seiner Meinung, daß wir einer solchen Abschließung nicht gewach⸗ sen wären, sondern verloren seien, zu trennen, weshalb ich die Unterredung kurz abbrach. Ich redete nicht mehr mit ihm und nach einigen Tagen war er abgereist. Heute wird der Herr an diese Unterredung denken und seine Meinung geändert haben; er wird haben einsehen müssen, daß seine Rechnung fal sch war. Man muß aus der ganzen Unter⸗ redung die Ueberzeugung gewinnen: Der Plan war schon damals fix und fertig und war offenbar so sehr von seinem Erfolge überzeugt und infolge der Einseitigkeit und mangelnden Kenntnis über die wirkliche Lage der ganzen wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland so in den Gedanken verrannt, daß man sich nicht einmal mehr die Mühe gab, ihn geheim zu halten. Hindenburg in französischer Beleuchtung. Während man in Deutschland den Persönlichkeiten der gegne⸗ rischen Heerführer in ruhiger Unbefangenheit gerecht zu werden strebt, gefällt man sich in Frankreich darin, die deutschen Feld⸗ herrn in einer Weise herabzusetzen, die an Blödsinn grenzt. Und so wird eine Charakteristik Hindenburgs, die Paul Louis Hervier in der als Organ der Ultrachauvinisten noch aus der Bismarckzeit her berüchtigten„Nouvelle Revue“ entwirft, in Deutschland ungeteilte Heiterkeit erregen. Der gewaltige Russen⸗ schreck erscheint darin nämlich als halbverrücktes Original, das ganze Nachmittage stumm die Pfeife rauchend hinter einer Zeitung im Lindenkaffee zu Hannover saß und allenfalls mit einem gleich⸗ falls zur Disposition gestellten alten Kameraden wortlos eine nie partie spielte. Wie Hervier verrät, war in Hannover allglemein bekannt, daß es nur ein Mittel gebe, den alten Militär„mit den bösartigen Blicken, den die Gassenbuben für schrecklich erklärten“, milder zu stimmen: ihm einen Hund zu schenken oder ihm eine gute Zigarre zu spenden;„denn Hinden⸗ burg hat immer sehr stark geraucht, und das tut er noch jetzt und besonders nachts, wenn er keinen Schlaf finden kann, was häufig vorkommt.“ In Deutschland war diese Eigenheit des Feldmar⸗ schalls bisher unbekannt, aber Hervier schöpft„aus den besten Quellen“ und diese setzen ihn auch in den Stand, seinen Lesern mitzuteilen, daß Hindenburg vor dem Kriege und auch jetzt noch eigentlich ausschließlich unter dem Namen„der Mann von den Seen“ oder„General Dreck“ bekannt ist; der letztere Ausdruck wird besonders in Königsberg gebraucht, wo man den Feldmarschall ganz genau kennen gelernt hat und zwar auch hier als Original. Hindenburg brachte es nämlich fertig, eine Kanone aus den Be⸗ ständen der Garnison Königsberg zu entnehmen und mit dieser an die Masurischen Seen zu kutschieren; er ließ dort ganze Tage Im deutschen Wilna. Stolz weht vom Türme des hochaufragenden Schloßberges die Flagge schwarz⸗weiß⸗rot über der alten, blut⸗ und 118 5 etränkten Polenstadt, und auf den 30 Kirchtürmen und Kuppeln, 5 glänzend über die halbkreisförmig umfassenden Berge und Höhen ragen, liegt heller Herbstsonnenschein. In den Straßen aber, sowohl den modernen, gerade angelegten, wie in dem Ge⸗ wirre der altstädtischen Gassen tummelt sich der deutsche Soldat, und er ist scheinbar ein nicht ungern gesehener Gast zwischen den einheimischen Polen und Juden. Denn die Einwohner anderer Nationalitäten sind geflohen. Dafür sind aber viele jüdisch⸗pol⸗ 1 8 Jon an bn Rußlands eingetroffen, ie„die sonst an Einwohner zählt, soll augen⸗ blicklich 200 000 zählen.. Jedenfalls pulsiert das Leben hier augenblicklich so mächtig, wie in jeder Großstadt Westeuropas. Lange Züge von Proviant⸗ kolonnen, häufig aus 50, 100 kleinen Russenwägelchen, das zottige Pferd unter das hohe Nackenjoch gespannt, ziehen aus und ein und sperren die schmalen Gassen, Reitertrupps traben über das schlechte, holperige Pflaster, und regelrechter Marschtritt klingt zu deut⸗ schem Soldatensange. Autos tuten, und russische Kutscher, im durch Riemen gehaltenen Kaftan, den niedrigen Lackzylinder auf dem, Haupte, schreien und schlagen auf ihre Rosse ein. Anm tollsten entwickelt sich das Leben abends, wenn die Bogen⸗ lampen ihr Licht ausstrahlen. Das ist, als wenn die Erde leib⸗ Menschen ausspeit. Das wimmelt Sonst aber ist alles Notwendige teuer hier. Die Flasche Bier, allerdings fast ¼ Liter enthaltend, kostet 40—50 Pfg., die Tasse Kaffee ebensoviel, Zigarren sind kaum unter 15 Pfg. zu haben, Obst kostet das Pfund 60—80 Pfg., Wurst ist fast gar micht zu haben. Alkoholische Getränke— auch das Bier ist fast alkoholfrei — werden nicht geschänkt. Dafür wird sehr viel Tee, das Glas zu 10—20 Pfg., getrunken.. Die„Chargen“ aber und Offiziere suchen abends nach dem Essen in einem der Hotels, wo man für 2 Mk. ein Stück Fleisch mit Gemüse erhält, das„Caffée Parisienne“, den Treffpunkt der eleganten Wilnager Welt, vergleichbar in bescheidenem Maße mit einem der großen Charlottenburger Kaffees, auf, wo man bei nicht übler slawischer Künstlermusik, bei Bier. Tee und Kuchen in enggedrängter Fülle kameradschaftliche Erinnerungen in Ernst und Frohsinn austauscht. 5 Um 9 Ühr ist für die Mannschaften Zapfenstreich, gegen 10 leert sich der Raum. Um Mitternacht ist überall Schluß. Und wenn man dann, den Kragen hochgeschlagen, in sein Hotel oder das angewiesene Privatquartier durch die engen, eine lange, blut⸗ gefüllte Geschichte umfassenden Straßen schreitet, begegnet einem ab und zu eine marschierende Kolonne, eine Abteilung Geschütze oder lange, schleppende Wagenreihen, die hinausziehen, gen Osten, vielleicht 100 und mehr Kilometer weit in das Land, das jetzt deutsche Heere mit starker Faust halten. * Angedrucktes aus Schopenhauers Erstlingswerken. In der Deußenschen Schopenhauer⸗Ausgabe wird nach dem Kriege der handschriftliche Nacklaß des Philosophen veröffent⸗ licht werden. Eine interessante Probe von dem, was von dieser Ver⸗ öffentlichung zu erwarten steht, bietet eine Reihe bisher unver⸗ öffentlicher Aufzeichnungen aus Schopenhauers Erstlingsmanufkrip⸗ ten, die wir den Aus hängebogen des Almanachs der Münchener Verleger„Deutsche Bücher 1915“ entnehmen, der nach seiner Ausgabe den Bücherfveunden kostenlos zur Verfügung stehen wird. Sie zeigen, in welchem Maße er schon früh die Kunstform des Aphorismus beherrschte. Schopenhauer notiert sich: l Wie die schönsten Tonstücke am schwersten zu fassen sind und mur für Geübte, weil sie aus langen Sätzen bestehen und erst nach lan, Irrgängen den Grundton wiederfinden, so kommen große Geister erst nach großem Zwiespalt, schweren Zweifeln, großen Irrtümern, langen Besinnen und Schwanken ins Gleichgewicht: wie lange Pervendikel große Halbkeeise beschreiben. Kleine Geister sind bald mit sich und der Welt im Reinen und versteinern: jene aber grünen, leben, 0 78 sich ewig. Was ist zu wünschen?— Ein Blick, der die Sonne untergehen sieht aus dem Kerker wie aus dem Palast: der ist zu wünschen, und sonst nichts.— Wer möchte ihn?— Alle.— Wer will ihn?— Der Hunderttausendste. Die Menschen, welche nach einem glücklichen, glänzenden und langen Leben, statt nach einem tugendhaften Leben zu streben, gleichen den törichten Schauspielern, die immer brillante, siegreiche und lange Rollen haben wollen, weil sie nicht einsehen, daß es lang in das Wasser hineinschießen, um die verschiedenen Grauab kaliber auf ihre Wirkung hin zu prüfen. Damit nicht genug, ließ er das Geschütz mit seiner Bespannung die furchtbarsten Wege machen, um die„Widerstandsfähigkeit des Bodens“ zu er⸗ gründen.„Wenn die Kanone stecken blieb, trieb er die Artilleristen an, sie frei zu machen, während er seine Uhr zog, um über die Zeit unterrichtet zu sein, die ein Geschütz braucht, um eine Panne zu überwinden.“ All diese Versuche wurden angestellt, um„die Festigkeit des Drecks in allen Gegenden der Provinz zu erkunden“ — daher der oben erwähnte Name. Natürlich vereinigen sich in einem solchen Manne wahrhaft molochartige Eigenschaften: er ist grausam, rücksichtslos, dickfellig und habgierig, dabei liebt er die asche. Diese Charakterzüge spiegeln sich in bezeichnenden Anekdoten ab, die Hervier seinen griselnden Lesern nicht vorenthält. In Insterburg hatten die Russen gewaltige Brotvorräte zurück⸗ lassen müssen, und da sie, wie sich der Franzose als echter Kultur⸗ mensch ausdrückt,„leider nicht alles zerstören konnten“, hatten sie diese durch Uebergießen mit Petroleum unbrauchbar gemacht. Hindenburg bestimmte, daß sie zur Ernährung der gefangenen Russen dienen sollten. Ein Adjutant machte ihn darauf auf⸗ merksam, daß das geschmacklos sei.„Geschmacklos,“ erwiderte der Marschall grimmig,„das Brot schmeckt ja nach Petroleum!“ Seine pedantische Rücks ichtslosigkeit wird durch einen Zug aus der Schlacht von Tannenberg erläutert. Hindenburg erwartete da— wieder einmal mit der Uhr in der Hand— die Ankunft eines Fliegers, der ihm über die russischen Stellungen berichten sollte. Der Flieger traf mit zwei Minuten Verspätung ein und der Marschall schickte ihn deshalb in Arrest. Für seine Dickfelligkeit soll eine Anekdote sprechen, die Hervier„einem Offizier“ verdankt. Eines Tages unterhielt man sich an der Tafel des Oberkommandierenden davon, was man alles tue, wenn man nervös sei. Dies und das wurde erwähnt und endlich wurde auch Hindenburg gefragt, was er in derartigen Fällen zu tun pflege.„Ich pfeife!“ gab er zurück. „Ich habe aber Exzellenz noch nie pfeifen hören,“ warf einer der Anwesenden ein, worauf der Feldherr schmunzelnd zurückgab: „Seit Kriegsausbruch bin ich eben nicht mehr nervös!“„Vor dem Ende des Krieges wird Hindenburg wohl noch pfeifen,“ setzt Hervier prophezeiend hinzu. Selbst in Hindenburgs„Habgier“ scheint sich nach den Franzosen seine Originalität nicht zu ver⸗ leugnen. Er läßt nämlich die Schlösser, die er bewohnt hat, nicht eher verbrennen, als bis er sämtliche Hunde daraus zusammen⸗ getrieben und für sich requiriert hat. Er wählt daraus diejenigen, die ihm gefallen,„und so ist vor einigen Monaten ein ganzer Transport polnischer Doggen vom Hauptquartier Ost nach Hanno⸗ ver abgesandt worden. Ein vertrauter Ordonnanzoffizier beglei⸗ tete die Tiere und war zu der Reise durch einen besonderen, Paß tete die Tiere und war zu der Reise durch einen besonderenr hatte. Das alte Original aus dem Lindenkaffee legt sich auf diese Weise billig eine prächtige Meute an.“ Daß Hindenburg den Alko⸗ hol wie ein Russe liebt, ist für Hervier eine ausgemachte Sache; der alte Herr ist aber schon zu 1 8 um Trinkgelage gut zu 8 vertragen, er leidet daher an häufigen Gichtanfällen, die ihn dazu zwingen, seine Schlachten„von einem höchst prosaischen Rollstuhl aus“ zu leiten. In Deutschland sei man darüber unterrichtet und f sende ihm ganze Wagenladungen mit Heilmitteln zu. Ueberhaupt zeige Deutschland eine unbegreifliche Verehrung für den Marschall; immerhin gesteht Hervier zum Schlusse zu, daß Hindenburg, wenn auch kein Napoleon, so doch ein fähiger Truppensührer und ein geschickter Stratege sei. 5 Die widerspenstigen Tommys. Die folgenden, für die„Disziplin“ in der englischen Armee bezeichnenden Geschichten aus dem 118 stammen aus dem Kriegs⸗ tagebuch eines englischen Stabsoffiziers, das auszugsweise von der„Daily Mail“ wiedergegeben wird: l arbeitend in meinem Zelt an der Bahnstrecke vor Armentieres. Ungefähr um 2 Uhr morgens wurde das Zelttuch am Zugang beiseite geschoben, und herein trat ein Soldat, der nach dem wachthabenden Offizier fragte. Da ich diese Stelle versah, fragte ich ihn nach seinem Begehren.„Ich möchte nach Rouen, Herr Hauptmann,“ sagte er.„Schön, aber woher kommst Du?“„Ir⸗ gendwoher. Ich bin nämlich Gefangener.“„Gefangener? ist Deine Wachtmannschaft?“„Sie haben sich in Givenchy betrunken und sind dort stecken geblieben. Außerdem haben sie mein Eisen⸗ bahnbillett verloren. Darum, Herr Hauptmann, möchte ich Sie um ein neues Billett bitten. Ich wurde zum Tode verurteilt. Aber hier nicht darauf ankommt, was vder wie viel sie spielen, sondern wie sie spielen. Wie wir von einem Orchester, das sich vorbereitet, eine große schöne Musik zu erheben, nur verworrene Töne, vorübereilende Anklänge, hin und wieder anhebende Tonstücke, die aber nicht vollendet werden, kurz Stückwerk aller Art hören, so im Leben scheinen nur Bruchstücke, schwache Anklänge, unvollendete Anfänge und Probestücke von Glückseligkeit von einem befriedigten, genesenen, in sich reichen Zustande durch, aus dem Gewirre des Ganzen. Wel⸗ ches Stück auch einer im Orchester anhebt, er muß es fallen lassen, es gehört nicht her, es ist das rechte nicht, nicht das große und schöne, das kommen soll. 5 Lesen und Lernen ist das Betreten und Untersuchen der Ober⸗ fläche einer Kugel. Denken das senkrechte Eindringen in ihr Inne⸗ res. Ersteres ist bloß Mittel zu Letzterem. Man reist au Oberfläche der Kugel hin und her, um die Stellen zu suchen, wo man sich einsenken könne. Toren, Pedanten, Schulfüchse meinen, das Herumlaufen auf der Oberfläche sei die Sache, der Zweck:— und in diesem Irrtum ist auch jeder, sobald er zu sich sagt: „Ach, da habe ich, statt weiter zu lesen, in Gedanken gesessen“: „Ach, da habe ich, statt weiter zu lesen, in Gedanken gesessen“:— oder, wenn er sich freut, recht viel gelesen zu haben: denn da hat er sicherlich am wenigsten gedacht. Jedes Gut will auf seinem eigenen Gebiet errungen sein und Besitzungen auf einem fremden Gebiet geben keine gültigen An⸗ sprüche. Liebe, Schönheit und Jugend werden nur von Liebe, Schönheit und Jugend erworben; durch Geld oder Macht kann man sie nur scheinbar, nicht wirklich, besitzen. Würden und Aemter im Staat sind mur durch Tauglichkeit für den Staat zu erwerben: durch hohe Geburt und Gunst kann man sie nur scheinbar, nicht wirklich besitzen. Freundschaft, Liebe und Anhänglichkeit der Men⸗ schen erwirbt man nur durch Freundschaft, Liebe und Anhängichkeit an sie; nicht nur nicht Geld, sondern sogar andere Verdienste, selbs die größten z. B. um Staat, Wissenschaft und Kunst, können hie nicht gelten, selbst wenn die andern sich alle Mühe geben, sie gelten zu lassen: nur scheinbar können sie alsdann, nicht aber wirklich uns jene Güter schenken. So sind Kunstwerke nur für den künst⸗ lerischen Sinn, Bücher nur für Verständige da— und so überall Um zu wissen, wie viel Glück einer im Leben emofangen kann, darf man nur wissen, wie viel er geben kann. Schöne Menschen werden ihren Körper am liebsten gar nicht oder so wenig und so leicht als möglich verhüllen: häßliche hin⸗ gegen durch die Kleidung und Schmuck sich aufhelfen wollen. Ebenso wird ein großer und vorzüglicher Geist streben, sich auf die einfachste, faßlichste, deutlichste Weise mitzuteilen. Schrift⸗ steller hingegen, die sich keines sonderlichen Werts und Gehalts ihrer Gedanken bewußt sind, bedienen sich eines schwierigen, krausen und verwickelten Periodenbaus, schleppen lange, ungewöhnliche Worte zusammen, kleiden triviale Gedanken in dunkle Phrasen: wenn man es liest, ist es, als sähe man einen ganz jämmerlichen winzigen, schwindsüchtigen, mißgeschaffenen Menschen in einem prächtigen, barbarischen, reichen, bunten Ornat daherschreiten. „Eines Nachts saß ich der ist mein Begnadigungsakt. Ich soll ins Militärgefängnis n. Rouen Bitte können Sie mir sagen wie und wo ich den Zug 5 reiche?“ Ich starrte ihn entgeistert an. Das war wirklich die seltsamste Erscheinung, der ich je in meinem Leben begegnet bin. Ich fragte ihn nach Einzelheiten. Und so erfuhr ich, daß er vor das Feldgericht gestellt worden war, weil er auf Wachtposten vor dem Feind geschlafen hatte. Er war zum Tode verurteilt und dann zu Militärgefängnis begnadigt worden. Da er in Frankreich nirgends durchlommen konnte, da seine Identität überall festgestellt worden wäre, meldete er sich— nachdem seine Bewachung sich am Wege betrunken hatte, freiwillig zum Transport, um nicht als Flüchtling seiner Begnadigung verlustig zu gehen Ein anderes Erlebnis: Ich saß in einem Bauernhaus, dessen Wohnstube für mich hergerichtet worden war. Da klopfte es. Auf mein„Her⸗ ein“ erschienen drei unrasierte, wilde, verlotterte Gestalten, halb in Khaki, halb in Zivilkleidung.„Was wollt Ihr?“ fragte ich. „Wir wollen uns melden, Herr Hauptmann,“ sagte der eine.„Wer seid Ihr denn?“„Deserteure!“„Wißt Ihr, was das bedeutet?“ Jawohl, Herr Hauptmann. Wir haben uns schon tagelang ver⸗ steckt, aber wir können nicht mehr weiter, wenn wir nicht ver⸗ hungern und erfrieren sollen.“ Und so nach und nach kam die ganze Sache zutage. Sie waren im Schützengraben gewesen und wurden zur Erholung für sechs Tage nach der Etappe zurückgeschickt. Doch bereits nach drei Tagen erhielten sie Befehl, wieder in die Feuerlinie zu gehen. Da sie nach dem ersten Befehl noch drei Tage Urlaub gehabt hätten, wollten sie sich ihr„Recht“ verschaffen, indem sie schlankweg auskniffen. Sie hielten sich in Lastzügen, versteckt und streiften bei Nacht durch die Felder. Dann, als sie vor Entbehrungen halbtot waren, blieb ihnen nichts übrig, als sich zu stellen,.„Ihr wißt, daß Ihr erschossen werdet?“ fragte ich. „Ach ja,“ erwiderte der Wortführer,„das wird wohl so sein. damit beauftragt, die aus dem Großen Hauptquartier einlangenden Chiffredepeschen zu entziffern. Und es interessierte mich jedesmal sehr, zu erfahren, was der Inhalt dieser wichtigen Telegramme war. Jedesmal, wenn ein solches Telegramm in meinem Bureau ankam, war alles in Aufregung und Erwartung. Eines Tages öffnete ich wieder eine solche Depesche und entzifferte die Zeichen, der im Kriege Gefallenen 1200 000 Mk. 0 die Kriegsbeschädigten in Elsaß-Lothringen 300 000 Mk. während 100 000 Mk. zur Verfügung des Vorstandes daraus Ruhegehälter an Angestellte und Beiträge zur Erziehu der Kinder im Kriege gefallener Betriebsangehöriger zu bestene und die er, bleiben, um t BTB 5 während alles in höchster Spannung um mich herum stand. In dem Chiffretelegramm aus dem Hauptquartier aber stand Folgendes: „Warum, zum Teufel, bekommen wir fortwährend Pflaumen⸗ marmelade? Gibt es denn keine Birnen und Kirschen?..“ Einmal saß unser Regimentsstab mit einer Etappenabteilung viele Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch⸗ und Brotpreise am 22. November 1915. Wochen lang in einem verlassenen Dorf, in dem es nicht einmal ein ordentliches Wirthaus, geschweige irgendeine einigermaßen mögliche Zerstreuung gab. Darum suchte jeder— Offizier und in Frankfurt a. M. Schlachtviehpreise Fleischpreise in 6 ießen Soldat— unter irgend einem Vorwand die Gelegenheit, aus dem öden Dorf abkommandiert zu werden. Ein junger Offizier, der schon als Zensor, Proviantaufseher, Telegraphist usw. vergebliche Versuche gemacht hatte, meldete sich schließlich für ein anderes Ochsen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 122- 140 Mk. ½ Kg Schlachtgew. 102-140 Pf. ½ Kg.Schlachtgew. 78.129 Pf. ½ Kg. 120— 124 Pf. ½ Kg. 120124 Pf. 1 dg 15 00 Pf. Regiment als— Aushilfs⸗Feldgeistlicher. Doch das einzige, was er erreichte, war, daß er vor eine militärärztliche Kommission zur Getreidepreise in Mannheim: Brotpreise in Gießen: Untersuchung seines Geisteszustandes gestellt wurde.“ Weizen 100 Kg. 27.00 Mk. Roggen 100 Kg. 23.00 Mk. Weißbrot 2 Kg.— Pf. Schwarzbrot 2 Kg. 68 5. Handel. Berlin, 23. Nov.(W. T. B. Nichtamtlich) Bei Adler u. Oppenheimer, Lederfabrik, A.⸗G. Straßburg, beträgt für 1914/15 der Reingewinn 8454 246 Mk., von dem 2 400 000 Mk. als 20prozentige Dividende, 2 000 000 Mk. als Kriegsvorsorge sür An forderungen und Schäden, 300 000 Mk. für die Talonsteuer, Aussichtsrat und Beamte und 2 590 000 Mk. für die verschiedenen Zwecke der Kriegsfürsorge verwendet werden, so daß 1254 246 Mk. 7 Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. In der Stadtkirche. Donnerstag, den 25. November, vormiitags 10 Uhr: Ver- Nn Aber lieber lassen wir uns erschießen, als daß wir wieder in den Schützengraben gehen..“ 14. Ziehung 5. Kl. 6. Preuss.-Sũddeutsche (232. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterle Ziehung vom 23. November 1915 vormittags. Auf jede geaogene Nummer zind zwei gleich hohe Ge- Winne gefallen, und zwar je elner aaf die Loss sielcher Nummer in den beiden Abtellungen I und II Nur die Gewmne über 240 Mark zind den betreffenden 8 Nummern m Klammern beigefügt (obne Gewähr.)(Nachdruck verboten) 109 247 486 769 L500] 90 1120 227 830 616 607 720 849 2108 93 286 767 00 568 634 9/4 3008 72 87 115 30% 449 625 713 51 999[1000] 4124 226 71 833 o es(1000] 882 94 L600] 5112 88 66 239 833 846 88 8201 17 880 898 828 7108 97 439 515 626 46 700 21 502 908 44 e 500] 9 8018 180 22 740 979 98 8054 8 813 16 L500] 29 L800] 736 805 40 88 10318 401 888 981 1107(1000 78 121 42 78 20 452 88 74 678 80 Ls 12000 L10001 28 L800 46 851 79 13043 924 684 768 97/7 14186 284 825 Isoo] 401 688 713 39 808[3000] 15181 218 27 646 708[so 318(000 904 18081 11000 130 884 402 385 812 788 844 40 840 17263 407 700 887 lSO001 810 180886 166 19200 64 360 60 44s 567 701 51 880 905 20080 102 480 784 98 21242 820 27 414 18 S740 és 885 06 22018 119 72 L500 288 1500] i 176 7158 23051 L600 141 280 805 41 70 480 64d 2200 262 220 571 641 74 706 54 884 87 18000] 25104 438 563 97 604[1000] 224 944 26288 467 884 52 L500] s so] 711 985 27080 60 111[1000] 86. 821 41[1000] 64 11000] 71 442 71 654 1800] 709 28170 869[500] 688 721 50 878 907 25 29161 1500] 93 282 488 94 564 649 71 718 1800] „30126 48 49 208 36 808 458 1600) 70 847 987 oo] 70 31012 14(8001 168 239 498 99 558 870 22018 144 1000] 284 888 444 584 747 600 33114 20 80 88 881 888 704 20 21 91 988 34033 47 134 205 96 824 405 531 67 879 861 35007 287 L800] 48 851[L300] 628 728 801 1001 36087 439 678 25 817 80% 24 370% 220 89 467 923 6s 38087 3 18% 325 88 468 500 39050 51 112 444 1500] 4018 278 L100% 360 440 es 524 48 600 63 714 44 827 78 917 41088[1000] 107 228 76 84 68[soo 862 42081 202 890 480 90 895 661 771 8 75 4309 138 407 LS 71 843 48 857 58 947 24⁰⁰ 124 47 210 1000] 14 880 31 442 048 821 e 4024 128 214 21[1000] 615 L500] 701 38 50 288 4804 40 178 d 284 822 518 84 77 647 901 1 290 62 00 981 74 43456 589 f 011 20 214 7 . 872 647 59 734 838 1 59101 406 28 0% 74% 74 882 80 1108 22% 33 200 48 40 503 40 778 888 L800] 52143 82 212 82 3809 557 674 728 804 929 53124 205 388 47 58 447 80 18000] 712 29 48 54064 86 110 244 411 602 739 807 44 55126 340 479 5/9 671 732 8004 70 483 11000] 827 383 719 684 70 984 57071 112 42 60 I1000 303 L500! 532 823 901 9[800] 68 58184 263 321 419 882 59028 132 230 812 32 85 481 510 92 8¹² 1 57 1 80001 86 0 158[sooo] 92 338 44 78 93[1000] 433 617 802 Lsoo] 987 81028 77 30001 840 880 ee 82075 271 21 98 830 400 610 67 717 en 883[500] 004 66 63070 es 209 29 73 418 20 33 41 622 89 48 97 606 754 81 900 77 90 o 64061 318 604 698[500] 820 72 916 78[so 68043 104 80 268 71 678 94 70 13 844 87 84 9380 70 10001 88015 142 202 6 828 63 1500] 42 625 689 L500 764 78 867 15(800) 67278 32 485623 781 804 L500 So8O 105 30 542 48 L80000] 283 69176 79 97 851 88 664 767 877 68 70071 70 201 402 1 830 614[1000] 24 760 908 721144[S500 251 6 383 409 702[1000] 64 67 807 16 7215s 519 13000] 628 778 872 971 73032 78 182 432 507 88[so] 728 98 74107 87 287 337 450 C8001 80 11000] 728 951 81 75010 84 450 64% 813 62 78 76083 133 329 404 79 622 702 862 7701¹ 230 302 8 535 81 L000 840 54 L500] 77 7804 62 77 106 442 70 640 962 1500] 79118 375 683 928 78 77 80108 8 256 420% 90 94 ds 609 700 81010 210 71 400 50 621 84 918 77 82143 212 88 480 805 858 80 L500] 943 33038[3000] 144 70 430 48 91 638 83 792[100 873 84832 664 986 85350 547 57 672 36015 48 65 66 154[500] 219 307% 62 427 34 91 501 45 48 717[so 87110 19 626 883 81 908[500] 88227 81 1500] 468 566 L800] 694 746 69 844 83 726[500 389022(500 77 116 228 fo 78 418 552 760 1000 67 69 800 24 99180 730 932 47 73 911% 280 680 77s 92079 132 81 471 503 48 74 27 864 93017 66 132 L83000 243 371 680 914 28 56 94033 38 49 128 98[500] 282 622 700 876 910 558006[1000] 149[500] 816 29 70 471 536 634[800] 88222 98 498 574 886 97039 08 167 364 97 LS; 436 4 54 82 719 90 80 L100 33 95 900 98037 268 72 480 61 588 76 630 71 882 924 99051[1000] 214 44 854 512 67 654 703. 26 945 85 89 100038 263[500] 484 555 740 L500] 101091 151 337 457 66 778 982 96 1023835 459 12 514 19 20[1000] 705 868 72 85 103045 56 1000] es 302 405 23 804 104023[5001 33 138 226 343 583 679 717 L500] 28 822 105295 321 47 880 106096[1000] 129 494 501 45 67 976 107057 167 210 845 402 568(6001 108123 203 383 54 412 691 L10000 817 41 947 409163 74 331 440 86 512 22 92 727[1000] 6 Eine Qualitätsmarke ersten Ranges! Hltbe währt, sberall besiebt und unisbertrossen] 75 2 Eine Zeitlang war ich beim Stab] Kr als Vortrag verbleiben. 110078 142 Leo 53 407 40 882 10001 37 111015 186 441 821 112113 60 i 277 113100 458 520 L500] 804 16 11412 812 44 88 496. 81e 25 40 808 912 115177 808 58 499 502 746 98 416016 24 80 163 240 450 500 88 628 832 981 87 15020 7 127 577 684 748 869 118012 110 86 764 08 955 12055 8 119010 156 208 82 646 061 389 579 823 940 121057 286 378 70. 78 816 17 ei 122046 146 L800] 61(1000 8 Loo] 880 499 861 6 123081 166 79 288 863 3000 4a 51(5o0] 570 727 87 929 902 1240a5 113 75 446 597 707 861 125296 486 637 780 800 11 120448 24798 41000] 809 11 127118[so] 70 02 298 7386 954 128124 375 80 470 76 538(800 671 110000 744 82 870 des 129108 833 656 089 784 96 928[10001 05 130058 122 282 484 98 866 67 702 876 908 23 131020 41 14a[500] 232 408 51 881 86 993 132155 289 483 504 74 681 928 133269 410(1000 581 89 607 841 oo! 134000 204 451 62 806 656 88 848 74 962 18507 L10000 254 878 460 649 703 58 896 965 138010 124 78 214 802 9186 137187 203 586 47 soo] 82[500] 00 51 71 80 757[800] 654 97 138079 157 78. 8 820 504 8 36 85 671 717 54 69 363 947 [1000] 129087 Ls 192 200 906 78 472 511 603 140% 100 90 30% 838 020 44 141088 77 80 418 202 842 454 72 800 4 12 142088 6% 234 42 24 L000] 148088 343 408 76 144000 42 192 2386 87. 887 487 42 600] 614 23 644 940 78 148009 218 971 11000] 494 L80000 61 Tsoο 30 721 74 940(500 146018 7e 90[10001 611 68 810 84 32 147032 72 5 5 1 572 91 611 24 782 148386 2 100 9 149108 14 84 4% 728 630 078 85 212 40 64 800 81 444 628 693 151087 288 414 16 60 69[10001 88 L600] 883 3 100 227 30 68 320 61e 46[800 688 96 797 1532839 ers(1000 788 888 L800 864 036 18407 82 86 111 Loo] 89 86 284 421 71 880 68 948 68 110001 158042 60 282 8138 487 591 740 819 31 80 158012[8000 201 22 sooo]! 684 741 165204 32[L000 668 Kso0] 718 86 918 80 163076 1680⁰⁰ 20% 846 92 11000] 611 786 168056 e 267 87 S5 10 622 24 1000] 881„ n 130118 261 335 420 71 34 527 001 07 70 700 848 2811 b 347 417 57e 676 821 28 64 Lasooo! 970 13200[1000] 105[1000 48 817 400 12 625 889 L500) 183067 99 128 86 292 97 710 21 00 919 28 47 59 184200 39 38 73 333 41 98 404 626 43 48 861 97 (500) 907 188071 321 82 36 L500] 400 28 703 834 186148[800 278 361 427 610 80 044 750 806 187008 5 0 185 1 886 8 112 57 183030 248 66 66 1 90⁰ 174 20 119001 878 8 c 1500] 802 82 474 1908s 100 15 82 800 488 818 921 191108 0 24 840 55 435 851 610 31 86[1000] 812 24 84[g000] 90 044 s 192032 408 720 802 90 193048 222 54 427 58 194081 64 04 232 438 42 658 80 707 64 98 195220 87 48 762[1000 j 83 198068 84 224 66 1000] 308 480 62 43 668 98 197157 218 367 487 840 83 919 94 198007 4 140(5000 72 74 82d 432 541 62 199017 66 69 71 188 69 L10001 898[1000] 046 912 86 209007 os 196 349 89 421 81 838 201022 2938 880 567(1000 877 92 948 202005[690] 127 810 488 91 305 927 283078 205 49 514 92 423 81 07 78[3000] 873 2% 70 204042 240 51 302 18 90 441 784[80001 38 65 70 71 92 894 910 20501 332[ioo 418[1000] 600 222 976 2068001[50%] 225 88 717 Ls 19 86 98 836 207017 14 128 77 L500] 478 581 35 70% 01 208420 733 878 948% 209038[1000] 187 61 214 6 89 306 Lao 408 91 609(5001 58 788 972 88 210379 405 502 91 6/76 749 211178 8 281 848 720 Ls 57 Loo 913 886 212040[500] 197 889 1000] e 62 729 806 919 213084 221 817[1000] 67 788 89 950 214033 160 304[1000] 88 628 98 636 798 215208 88 451 601 60 734 880 981 L600] 216086 163 1000] 330 92 492 502 612 811500] 96 088 217058 59 120 230 33 425 518 60 708 803 946[1000] 90 218098 474 80 676 964 219156 1000] 870 867 94 737 838 923 86 220127 234 82 528 26 641 789 889 221018 48 228 54 460 626[500] 87 6 728 64 84 222022 98 152 390 484[1000] 786 90 7 s 223144 263 2240 176 239 375 7e 497 879 700 L500] 60 818 42 961 225192 08 248 410 748 76[500] 992 226177 81 277 592 820 82 739 79 91 883 227084 101 220 88 356[1000] 98 481 87 912 lsof 15 228100 298 326 91 639 82 64 70 714 Ltooo] 869 L500] 906 229042 70 125 68 243 304 L500] 681 820 87 98 99 936 43 2307 788 2311386 378[10000] 457 98 663 781 23207 15 22 87 L500] 10 224 79 3878 601 6 715 9485 233248 686 88 650 78(6001 774 977 Von den vorstehenden 2 500 000 Mk. für ürsorge sollen die Nationalstiftung für die Hinterbliebenen einigter Zivil- und Militärgottesdienst zur Feier des Geburtstags Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs. Pfarrer Mahr. —— 14. Ziehung 5. Kl. 6. Preuss.-Süddeutsche (232. Königlich Preuss.) Klassen- Lotterie Ziehung vom 23. November 1915 nachmittags. Auf jede gezogene Nammer sind zwel gleleh hohe Ge- minne gefallen, und zwar je einer auf die Lose glelcher Nummer in den belden Abteflungen I und II Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. (Oune Gewähr.)(Nachdruck verboten.) 132 219 310 88 420 528 64 1116[500 29 90 347 88 584 781 888 62 936[3000] 2070 442 45 558 689 743 97 3140 238 803 435 583 57 716 58 872 4087 64 ls oO s 389 808 770 981(10001 8102 60 272 75 374 759 69 72 880 82 986 6081 248 378 572 78 93 697 Ls] 788 942 64 98 7060 128[3000] 88 72 450 519 606 722 49[3000] 939 69 8138 52 298 399 542 98 691 975 9198 521 78 667[10001 61 90 747 968 10064 78 808 431 805 86 94[3000] 883 11089 140 51 204 90 421 41 L500] 514 62 625 67 12094 111 L800] 16 13341 443 82 604[500] 727 52 64 84 934 14181 439 98 630 99 709 811 64 15179 L500] 326(100 551 78 620 743 60 987[1000] 10045 251 370 692 74 502 88 93 1708 406 81 514 74 16006 298(6001 397 421 738 40 812 62 76[500] 19072 100 216 390 480 542 657 62 717 922 38 83 20144 48 640 59 727 894 904 21007 143 678 864 942 22147 478 509[3000] 20 824 760 233823 47/4 90 [sooo] 92 90[1000 528 707 L10000] 70 LSo0] gos L500 27 24046 406 19[500] 688 744 46 67 903 25068 133 406 30 50 86 599 644 86 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September 1915 erlittenen schweren Verwundung im Feldlazarett mein innigstgeliebter Mann, mein guter Vater, unser lieber Bruder und Schwager Philipp Müller Wehrmann im Infanterie Regiment 14, 6. Kompagnie im 39. Lebensjahre. 19 1515 Die trauernden Hinterbliebenen: Elisabeth Müller, geb. Heuser Georg Müller Peter Hahn und Frau, geb. Müller. In tiefer Trauer: Kath. Weißenstein Ww. und Minder. Gießen, den 23. November 1915. 9149 Ruhe sanft in fremder Erde. Giessen(Landgrafenstrasse 5), den 23. November 1915. — Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns schwer be— troffenen Verluste sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. 9146 Familie Heinrich Ruth. Todes-Anzeige. Am 31. Oktober 1915 starb infolge schwerer Ver- wundung den Heldentod fürs Vaterland unser guter Sohn und heissgeliebtes, einziges Kind, unser vielgeliebter Pate Karl Arnold Kriegsfreiwilliger Musketier im Int.-Regt. Nr. 49, 10. Kompagnie fag Gießen, 22. November 1915. im Alter von 20 Jahren. Der Verewigte ruht inmitten seiner tapferen Kameraden. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir unseren innigsten Dank. 915 Familie Müssing. Gießen, den 22. November 1915. Verwandten, Freunden und Bekannten zeigen dies an die tieftrauernd Hinterbliebenen: Karl Arnold und Frau Wilhelm Müller und Frau. Steinbach, 21. November 1915. schützen davor, denn sie lde den ichelsluß und beugen e so, auf natürliche Weise desinfizlerend, den Folgen einer Erkältung vor. Sie enthalten keine Minera⸗ lien und wirken daher nicht störend, sondern eher günstig auf die Verdauung. Schachtel mit 400 Tabletten in allen Apotheken und Orogersen Ml. 1.—. Warnung vor Nachahmungen! 7 Verlangen Sse stets„Wybert“. 9134 Regenschirme in größter Auswahl 2 Narklaeabe 9) Heinrich Sack Tuna 2 Danksagung. All den vielen, die uns ihre Anteilnahme am Heimgang unserer lieben Schwester, Schwä⸗ gerin und Tante Fräulein Dorchen Buch 5 so wohltuend bezeugt haben, sage ich im Namen der trauernden Hinterbliebenen unseren hberz⸗ li 2 1 1 1 . Louis Hirsch. a Friedberg(Hessen), Kaiserstraße 20. 19135 Fritz Nowa Ausnahme- Angebote in förtigen weissen Beftbezügen Größe 130/180 em extra schwerer gestreifter Satin“ e 5.50 extra prima Damast, der Bezug Mk. 6.50 Weit unter heutigem Preise 91643 Donnerstag frisch eintreffend: ch. enn Für die Weihnachts⸗ pakete ins Feld empfehlen wir: 105 Speise⸗Schokoladen Leberpastete Tafel 25, 30,35, 40.50 Pf. ca. ½Pfd.⸗Dose 90 Pf. Zanille Schokolade W ase 22, 25 Pfg.] Ochsenzunge 8 Kakaowürfel i. Scheib., Dose 95 Pf. mit Milch und Zucker, Brandenburg 7 Eesanglehrerin, Mollfestrasse Na, Gartenhaus E 3 5 8 5 * N 2. ö Hygien-usthetische Jurugurse nach 8 Sgslem Aallmegen ur Kinder, junge Mddchen und kEruachsene. Heilseurse fur Kinder u. 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