* Der Gleßener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Familienblätter; e latt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Feitfragen Fernsprech⸗Anschlüsse: für die Schriftleitung 112 Verlag, Geschäftsstelleß 1 Adresse sür Drahtnach- richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Abend vorher. 105. Jahrgang 2 2 jährl. Mk. 2.50; durch f Abhole- u. Zweigstellen monatl. 75 Pf.; durch die Post Mk. 2.30 viertel jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. General⸗Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei n. Lange. Schriftleitung, Seschäftsstelle und Druckerei: Schulstr. 7. Bezugspreis: monatl. 85 Pf., viertel⸗ Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz: für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Die bisherigen Verluste der Italiener: eine halbe Million! Die Kämpfe auf der Linie Mitrowitza und pristina. (WTB.) Großes Hauptquartier, 23. November. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. f Auf verschiedenen Stellen der Front hielt, durch das klare Wetter begünstigt, die lebhafte Feuertätigkeit an. Im Priesterwalde blieben zwei feindliche Spren⸗ gungen erfolglos. 5 a. Ein französischer Doppeldecker stürzte bei Aure(in der Champagne) nach Luftkampf ab. DOiestlicher Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse. Balkan⸗Kriegsschauplatz. Nördlich von Mitrovica, sowie nördlich und nord⸗ östlich von Pristina wurde der Feind in Nachhutkämpfen geworfen. Ueber fünfzehnhundert Gefangene, sechs Geschütze wurden eingebracht. Auch die südöstlich von Pristina kämpfenden bul⸗ garischen Kräfte drangen erfolgreich vorwärts. Es wird von dort die Gefangennahme von achttausend Serben und eine Beute von zweiundzwanzig Maschinen⸗ gewehren und vierundvierzig Geschützen ge⸗ meldet. Oberste Heeresleitung. ö„ Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht schreibt den Italienern zur richtigen Zeit eine gewichtige Feststellung ins Buch ihrer Kriegsgeschichte, denn in den nächsten Tagen. soll das römische Parlament Ausschau in die Welt halten. Eine halbe Million Tote und Verwundete wurden dem „nationalen Krieg“ der Herren Salandra, Sonnino und D' Annunzio zum Opfer gebracht, aber die Grenzmauer gegen den Feind konnte nicht überstiegen werden. Wir dür⸗ fen die österreichisch-ungarische Heeresleitung zu ihrer stol⸗ Erklärung von Herzen beglückwünschen, denn es ver⸗ Rindet sich damit die Zuversicht, daß auch bei den noch au⸗ haltenden schweren Kämpfen an der Isonzo⸗Front von unseren Verbündeten alle Stellungen siegreich gehalten werden können. Der strahlende Himmel Italiens wird sich sehr verdüstern, wenn die Stunde der wirklichen Abrechnung schlägt, denn die Lage wird sich vielleicht vor Friedens⸗ schluß noch einmal derart ändern, daß das österreichisch⸗ ungarische Heer zu kräftigen Schlägen nach Süden die Hände frei bekommt. f Vorläufig nimmt das Schicksal gegen Serbien seinen Lauf. Während dessen aus dem Raume von Nova Varos und Novibasar verdrängten Streitkräfte schon in Montenegro Zu- flucht gesucht haben dürften, wird um die Linie Mitro⸗ witza⸗Pristina noch hartnäckig gekämpft. Der deutsche Tages⸗ bericht vom 23. November bezeichnet diese Kämpfe aller⸗ dings als Nachhutkämpfe, aber man darf wohl annehmen, daß es noch verhältnismäßig starke Kräfte sind, die be— sonders in der Umgebung von Pristina, an den Eingängen des Amselfeldes, Widerstand leisten. Dafür spricht die beträchtliche Beute an Gefangenen und namentlich auch an Geschützen und Maschinengewehren, die besonders von den südöstlich von Pristina vordringenden bulgarischen Heeresteilen gemeldet wird. Wenn hier allein 44 Geschütze erbeutet wurden, so spricht dies, meint ein Beurteiler in der Köln. Volksztg., für die Ansicht der feindlichen Heeresleitung, das Amselfeld solange als irgend möglich zu halten, sonst hätte sie schwerlich das nach den schweren Ge⸗ schützverlusten von Kragujevac, Krusevac, Nisch usw. doppelt und dreifach kostbare Material ihrer Artillerie solange aufs 1 115 2 85 sondern nach russischem Vorbild in Sicherheit gebracht. Alles in allem mag sich bereits beinahe ein Drittel des serbischen Heeres in Gefangenschaft befinden. Laut amt⸗ lichen Ausweisen der deutschen, der österreichisch-ungari⸗ schen und der bulgarischen Heeresleitung beträgt die Ziffer der bisher seit der Offensive gefangenen Serben rund 91000, wobei Ueberläufer für gewöhnlich nicht mit⸗ gezählt sind. Nach optimistischen Schätzungen der Entente⸗ presse konnten die Serben bei Beginn der Offensive aller⸗ höchstens eine Armee in der Gesamtstärke von knapp 300 000 Mann auf die Beine bringen. Man wird in der An⸗ nahme nicht fehlgehen, daß in Anbetracht des schwierigen und oft panikartigen Rückzuges der serbischen Truppen, die nur äußerst mangelhaft verpflegt werden konnten, ferner in Anbetracht der häufig überaus blutigen Kämpfe, die Verluste der Serben an Toten und Verwundeten ebenfalls kaum weniger als 90000 Mann betragen dürften. Die Serben werden vor dieselbe Frage gestellt wie die Belgier. Es ist gerade jetzt von großem Interesse zu er⸗ fahren, daß die„Evening Mail“ gegenwärtig den Wortlaut einer Flugschrift veröffentlicht, die schon vor längerer Zeit allen englischen Parlamentariern in verschlossenem Briefe zugegangen war und die Ueberschrift trug:„Warum hat keine englische Armee Belgien geholfen?“ Der Verfasser mußte eine sehr genaue Kenntnis der englisch-belgischen Ab⸗ machungen und Verhandlungen haben und obgleich er ein verwundeten belgischen Soldaten,„der alles verloren hat, die immer wiederkehrende Frage erheben läßt, so vermutete man als Urheber doch einen Politiker oder Staatsmann, der dem englischen Kabinett nahe gestanden haben mußte. Trotz aller Unterdrückungsversuche, die gegen die Schrift unternommen wurden, ist sie nun doch ans hellere Tageslicht gekommen. Es heißt darin u. q.: . nterhauses, hielten meine tapferen Kameraden die 5 ange Monate, meine Herren Mitglieder des d deutschen Massen zurück. Während dieser zwei Monate war Ank⸗ werpen die Zitadelle der belgischen Neutralität, zu deren gemeinsamer Verteidigung mit uns England sich ver⸗ pflichtet hatte. Während dieser zwei Monate stand die breite Wasserstraße Antwerpens englischen Schiffen offen. Aber es kam keine Hilfe aus England. Meine Kameraden und mein Vaterland wurden zu Boden geschlagen, ohne daß während jener heldenhaften Zeit des Untergangs auch nur die geringste Hilfe geleistet wurde.. „Wir wissen, daß das britische Expeditionsheer innerhalb we⸗ niger als einer Woche seit Kriegsausbruch in Antwerpen hätte ein⸗ treffen können. Diese Armee hätte bloß in die Transportschiffe eingeschifft zu werden und nach unserer großen Seefestung zu fah⸗ ren brauchen. Dort war alles bereit: Unterkunft, Verpflegung, Verproviantierung, ausgezeichnete befestigte Stellungen, kurz alles, was für ein aktives Eingreifen der Truppen in den Kampf notwen⸗ dig war. Als die englischen Truppen anstatt dessen nach Boulogne und Havre geschickt wurden, mußte alles erst vorbereitet und be⸗ schafft werden: Eisenbahnzüge und sonstige Landtransportmittel, um ferne Schlachtfelder an einer unbekannten Grenze zu erreichen. Diese Stimmungen und quälenden Vorhaltungen haben zweifellos die Belgier selbst in das Inselreich hinübergetra⸗ gen. Sie gehören zum Kapitel der Beohrfeigungen, die das englische Kabinett und die verantwortlichen Führer täglich über sich ergehen lassen müssen. In Saloniki sind die Eng⸗ länder ebenfalls zu spät gekommen, und Churchills Be⸗ schuldigungen in Sachen des Dardanellenangriffs sind noch unvergessen. Wenn ein Belgier und ein Serbe erst einmal zusammen und gemeinschaftlich die britische Politik durchdenken, werden Herr Asquith und seine Kollegen viel⸗ leicht im Hafen des Privatlebens angekommen sein. * 179* Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 23. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 23. No 17 1 R Rüffffger riegsschauplätz. Keine besonderen Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. Die großen Kämpfe an dem Görzer Brückenkopf und am Rande der Hochfläche von Doberdo dauern fort. Mehrere Angriffe starker feindlicher Kräfte auf die Pod⸗ gora wurden blutig abgeschlagen. Auch bei Pevma und Oslavija hielten sich unsere Truppen gegen alle Stürme. Hier fand der Kampf auch nachts kein Ende. Die Be⸗ schießung der Stadt Görz in der Zeit vom 18. bis 21. Novem⸗ ber hat wieder erhebliche Verluste an Menschenleben und be⸗ deutende Schäden verursacht; 20 Zivilpersonen wurden ge⸗ tötet, 30 verwundet, 46 Gebäude vollkommen zerstört, 250 stark, 600 leicht beschädigt. Gestern warfen die Italiener abermals einige hundert schwere Bomben in die Stadt. Auf der Hochfläche von Dober do gelang es dem Feind, unsere Front südwestlich des Monte San Michele vorüber⸗ gehend bis an den Westrand von San Martino zurückzudrän⸗ gen. Ein Nachtangriff ungarischer und kärntnerischer Trup⸗ pen brachte die ursprüngliche Stellung wieder vollständig in unseren Besitz. Mehrere Stürme der Italiener östlich Selz stießen auf das Steierische Infanterie-Regiment Graf Beck Nr. 47, das seine Stellungen zweimal durch Feuer, ein drittel Mal im Handgemenge fest behauptete. Nördlich des Görzer Brückenkopfes wiederholten sich die üb⸗ lichen Vorstöße des Feindes mit dem gewohnten Mißerfolge. Zwei unserer Flieger warfen auf Arsiero Bomben ab. In letzter Zeit suchen die— allgemein zugänglichen— Presseberichte der italienischen obersten Heeresleitung auf⸗ fallend viel über Erfolge zu sagen. Demgegenüber sei heute ein halbes Jahr nach der Kriegserklärung unseres einstigen Bundesgenossen mit aller Deutlichkeit festgestellt, daß wir die zu Beginn des Krieges gewählte Verteidi⸗ gungsfront allenthalben, am Isonzo nun schon in der vierten Schlacht, siegreich be⸗ haupten. Seit Beginn der Kämpfe im Südwesten ver⸗ mochte der Feind sich nicht einmal jenen Zielen zu nähern. die er im ersten Anlauf zu erreichen hoffte; wohl aber hat ihm der Krieg an Toten und Verwundeten bereits eine halbe Million Männer gekostet. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Die an der oberen Drina kämpfenden k. und k. Truppen greifen die montenegrinischen Stellungen auf dem Kozora⸗Sattel und nordöstlich davon an. Eine öster⸗ reichisch⸗ungarische Kolonne ist in Prijepolje eingerückt. Die Kämpfe im Amselfeld nehmen einen günst' gen Fort⸗ gang. Unsere im Ibar⸗Tal vordringenden Streitkräfte stehen 6 Kilometer nördlich von Pristina im Kampf. Dit Bulgaren dringen über die Zego var Planina vor. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. *** Die Bitte an Italien. Paris, 23. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Das„Echo de Paris“, der„Temps“ und„Figaro“ weisen Italien darauf hin, daß seine Interessen auf dem Balkan durch ein weiteres Vordringen der Oesterreicher, Deutschen und Bulgaren gegen Saloniki und Albanien auf das schwerste gefährdet seien. Es handle sich für Italien nicht nur darum, den Serben zu helfen, son⸗ ern vor allem darum, seine eigensten Interessen zu wahren. Aller⸗ dings seien hierzu mehr als 75000 Mann nötig. Hoffentlich 2—** abe der italienische Generalstab dies eingesehen. Italien dürfe 1 5 meint der„Temps“, in den Fehler der paletweisen Truppen⸗ sendungen verfallen, der auf Gallipoli und Saloniki so ernste solgen gehabt hätte. 5 0 en Nov. Zum Wiederzusammentrittdes italienischen Parlaments nach sechsmonatiger Pause schreibt Hans Barth im„Berliner Tageblatt“: Ein von Hause aus so erregbar und entflammtes Volk läßt sich nicht auf die Dauer mit glänzenden Verheißungen abspeisen. Wiederum soll nicht ge⸗ leugnet werden, daß man in Italien mißgestimmt ist. Wird diese Stimmung auch im Parlament sich äußern? Das ist sehr fraglich. Keiner will den höchst gefährlichen Vorwurf auf sich laden, ein schlechter Italiener und Patriot zu sein. Trotz des Protestes der Sozialisten dürfte auch diesmal die heroische Geste und die schönen Phrasen triumphieren. Die Beschießung von Görz Wien, 22. Nov. Aus dem k. u. k. Kriegspressequartier wird gemeldet: Die Beschießung von Görz durch die Ita⸗ liener ist und bleibt trotz aller ihrer Entschuldigung ein Akt bar⸗ barischer Zerstörungswut. Das sind nicht zufällige Be⸗ schädigungen von Fresken, das sind völkerrechtswidrige Alte rohesten Gewaltmißbrauchs gegen wehrlose Zivilpersonen und ehr⸗ presse bemüht, diese Vergänge als ganz selbstverständlich und notwendig hinzustellen, regt sich doch eine Protestströmung im Emp⸗ findung aller ruhig und objektiv denkenden Neutralen. Dieses soll nun durch amtliche läppische Rechtfertigungsversuche im Keime er⸗ stickt werden. Die Lüge vom Wehen der italienisch. Trikolore am Col müssen, damit die schlecht berichtete italienische Heeresleitung die falsche Meldung ihrer lobsüchtigen Unterführer nicht weiter ver⸗ breitet. Eben wird die Lüge von der berechtigten und notwendigen Beschießung von Görz noch fortwährend in den amtlichen neralstabsberichten wiederholt, um dadurch die Basis der Berech⸗ tigung für weitere Brutalitäten zu schaffen. Der Generalstabs⸗ bericht vom 18. November lautet: Es wurde festgestellt, daß aus der Nähe der Stadt und sogar aus ihr selbst zahlreiche Schüsse aller Kaliber gegen unsere Stellungen abgegeben wurden. Am 19. er heißt es: Unsere Artillerie bomb die Görzer Kasernen und bekämpfte die zahlreiche feindliche Ar⸗ tillerie auf den Höhen westlich der Stadt und in den Obstkulturen und Gärten, welche an die Stadt grenzen. Diese Angaben der italienischen amtlichen Presseberichte sind eine absichtliche Fäl⸗ schung der Tatsachen. i Stadt placiert. Dies ist dem Feinde wohlbekannt. Die Kasernen von Görz wurden schon Ende Mai und Anfang Juni zum größten 72 70 zusammengeschossen und sind von Truppen seither nicht elegt. 1 Die am 18. begonnene und am 19. November für einzelne Stunden fortgesetzte Beschießung der Stadt Görz hat mit der bisher gewohnten Bekämpfung der eigenen Batterien und mili⸗ tärischen Objekte, bei der nur einzelne Stadtteile in Mitleidenschaft gezogen wurden, nichts gemeinsam. Diesmal wurde die ganze Stadt, namentlich das Zentrum, planmäßig, und zwar wie nach der Wirkung an den betroffenen Häusern und an den vielen auf⸗ „ Geschossen festgestellt, auch mit 30,5-Kalibern be⸗ schossen. 5 Die von Cadorna gemeldete Beschießung von Truppen, die einmal vom Isonzo zu den Höhen am Westufer hinaufstiegen, das andere Mal wieder eilig sich nach Görz zurückzogen, ist voll⸗ anheimgestellt werden, ob die italienische Artillerie bei der Be⸗ schießung der Höhen„die Stadt selbst mit mehreren Tausend Geschossen treffen kann“. ** Der bulgarische Bericht. Sofia, 23. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Be⸗ richt vom 21. November. f fort. In der Gegend von Giliani haben wir bis jetzt 7000 Geschütze erbeutet. An den übrigen Fronten keine Veränderung. Die Haltung Griechenlands. London, 23. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der„Daily Telegraph“ meldet aus Saloniki vom 21. November: Die Erklärung der friedlichen Blockierung Griechenlands hat eine sehr kritische Lage geschaffen, die möglicherweise zu ernsten Komplikationen führen kann. Denys Cochin, der mit Gene⸗ ral Sarrail nach der Front abzureisen gedachte, fährt nach Athen zurück. London, 23. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die„Pall Mall Gazette“ schreibt: Die informelle Blockade Griechenlands sei die erste Dosis des einzigen Heilmittels, das die Krankheit, an der König Kon⸗ stantin und seine Untertanen leiden, zu heilen vermöge. Welches die Haltung des Königs sei, gehe aus dem Verrat hervor, den er an seinem Bundesgenossen geübt habe und aus der Mißachtung, die er für die Verfassung des Landes an den Tag gelegt haben Das einzige Argument, dem er zugänglich sein werde, werde der Beweis sein, daß die Verbündeten noch über ganz andere Waffen verfügen, als über Liebenswürdigkeit und daß sie sowohl imstande als auch bereit sind, diejenigen, die ihnen Possen spielen, zu bestrafen. Rotterdam, 23. Nov.(WTB Nichtamtlich.) Der„Nieuwe Rotterdamsche Courant“ meldet aus London: Fast alle Blätter le⸗ gen die Erklärung der britischen Gesandtschaft in Athen dahin aus, daß sie die Ankündigung der Handelsblockade gegen Griechenland bedeute. Sie heißen diesen Schritt gut und hoffen, daß er dem Zögern der griechischen Regierung ein Ende mache. Die Blätter legen Nachdruck darauf, daß die Alliierten Griechenland nicht mit in den Krieg hineinziehen, sondern lediglich, sich selbst schützen wollen. Beschießung der Straße und Bahn Dedeagatsch⸗ Badoma. a Berlin, 23. Nov.(Priv.⸗Tel.) Wie die„B. Z. am Mit⸗ tag“ über Budapest aus Sofia meldet, bombardierten englische Mittwoch, 24. November 1015 würdige Kunstdenkmäler. Wie sehr sich auch die italienische Tages⸗ di Lana erhielt sich bis heute, wo selbst neutrale Schriftsteller den Berg bestiegen und das Gesehene weiter verbreiten und schildern . Die eigenen Batterien sind nicht in de ständig frei erfunden.— Ter Beurteilung jedes Lesers muß es Die Kämpfe um Pristina dauern Mann gefangen genommen, zwei Maschinengewehre und vier l S — 0 Aeroplane und Hydropflane Bahnlinie Dedeagatsch— Badoma, besonders nach Se⸗ res, die von den Türken vor Ausbruch des ersten Balkankrieges als wichtige N 8 1 8 N 2. be ben Fabi Bombardeme jeb erfolglos, wur ädigt, konnte jedoch ee 1 7 Das rumänische Parlament. Bukarest, 23. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Das Amtsblatt veröffentlicht einen königlichen Erlaß, durch den das Parlament für den 28. November zur ordentlichen Tagung einberufen wird. „„ Ein türkischer Erfolg. Konstantinopel, 23. Nov.(WTB. Nichtamklich.) Nach einem Telegramm aus Bagdad hat die türkische Artillerie an der Jrak⸗ Front ein drittes englisches Flugzeug zum Niedergehen gezwungen. Aus Persien. Petersburg, 23. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Die Petersburger Telegraphen⸗Agentur meldet aus Teheran: Unsere Feinde haben bei Kum von der 1 n= linie von Teheran nach Südpersien und In⸗ dien Besitz ergriffen. Aus Buschir wird telegraphisch gemeldet, daß der eng⸗ lische Konsul und die Mitglieder der englischen Kolonie in Schiras verhaftet worden sind. Teheran, 23. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telegraphen⸗Agentur. Die telegra⸗ phische Verbindung mit Indien ist wiederher⸗ gestellt. Aus dem Reiche. Zur bevorstehenden Reichstagstagung. Berlin, 24. Nov. Zur bevorstehenden Reichstags⸗ tagung bringen die Blätter aus der„Köln. Ztg.“ die Mit⸗ teilung, daß der Reichstag bei seinem Zusammentritt die Vorlage des Reichsschatzamtes über die Vorbereitung des Kriegsgewinnsteuergesetzes vorfinden werde. Nach der Vorlage würden die Handelsgesellschaften verpflichtet werden, 50 Prozent ihres Kriegsgewinnes in Reserve zu stellen. Eine längere Rede des Reichskanzlers über die Lage der auswärtigen und inneren Politik wird erwartet. Es wird jedoch angenommen, daß sie erst nach dem Abschluß der Ausschußverhandlungen gehalten werden dürfte, die manches neue Moment zutage fördern möchten. Die Verhandlungen der sozialdemokratischen Fraktion des Reichs⸗ tages, die heute beginnen und weitere Tage in Anspruch nehmen werden, gewinnen ein besonderes Interesse dadurch, daß sich der Reichstagsabgeordnete David gegen den„Vor⸗ wärts“ wendet, in dem er in der Internationalen Korre- spondenz über die mehrfach erwähnten Aeußerungen des Sprechers der sozialdemokratischen Kammerfraktion in Paris, Renaudel, schreibt: Diese Sprache ist wahrhaftig klar und deutlich genug für jeden, der sich der Verpflichtung unserm eigenen Lande gegenüber bewußt ist, und es kann nur eine Antwort darauf geben: Solange die Franzosen an ihrem Zerschmetterungswillen festhalten und solange sie die Rückgewinnung Elsaß⸗Lothringens zur Vorbedingung ihres s vi machen, können sie auf ein Entgegenkommen unser⸗ seits nicht rechnen. Die„Voss. Ztg.“ meint, die Mehrheit der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion werde sicherlich mit David einverstanden sein. 5 5 Der der fortschrittlichen Volkspartei bhörige e Pachnicke tritt in der„Voss. Ztg.“ dafür ein, daß unsere politischen Verbindungen wirtschaftlich verankert werden. Der Wille zur Erlangung dieses Zieles sei erwacht, das Gefühl der Zusammengehörigkeit durch die gemeinsamen Blutopfer verstärkt. Wir drängen uns den Oesterrei und Ungarn nicht auf, aber wir weisen die Hand nicht zurück, die sich uns von der Donau her ent⸗ 15 5 Es ist bedeutungsvoll, daß sich bereits vier große österreichische Handelskammern für den Gedanken einer wirtschaftlichen Einheit ausgesprochen haben. Die Stunde sei günstig und es gelte, diese Gunst noch während des Krieges auszunützen. Die Lebensmittelversorgung. Berlin, 23. Nov.(WTB Nichtamtlich.) Der Beirat der Reichsprüfungsstelle für Lebensmittelpreise trat am Diens⸗ tag vormittag in seinem Ausschuß für Vieh, Fleisch, Wurst⸗ waren und Fische unter dem Vorsitz seines Präsidenten Dr. Kautz wieder zu einer zusammen.— Die Ergebnisse der Viehzühlung vom 1. Oktober 1915 sind, wie mitgeteilt wurde, Durchaus befriedigend Hinsichtlich Rindvieh und Rindfleischpreise wurde der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß eine wesentliche Ster⸗ gerung nicht eintreten werde. Die Möglichbeit, die Preise für Rindvieh durch eine Verordnung zu regeln, wurde eingehend er⸗ örtert. Die Frage wurde indes als noch nicht geklärt betrachtet und weiterer Erörterung vorbehalten. Die Einführung von Höchstpreisen für Rindfleisch wurde als durchführ⸗ bar und zweckmäßig bezeichnet. Bei Besprechung der Schweine⸗ preise zeigte sich eine allgemeine Uebereinstimmung dahin, daß an den jetzigen Höchstpreisen festzuhalten sei Festgestellt wurde, daß der Höchstpreis für Schweinefleisch auch für die besten Sorten gilt. Die Erfahrungen mit der Einführung der fleisch⸗ und fett⸗ freien Tage wurde als erfreulich bezeichnet. Weiter wurde be⸗ kannt gegeben, daß die Festsetzung von Höchstpreisen für Wild un⸗ mittelbar bevorsteht. Für Süßwasserfische ser die Regelung in 5 während 3 Einführung von Höchstpreisen für efische Erwägungen schweben. Berlin, 23. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Nachdem die Ver⸗ handlungen mit den Sachverständigen abgeschlossen sind, hat der Reichskanzler Höchstpreise für Wild festgesetzt. Diese be⸗ tragen für den Verkauf vom Jäger an den Händler mit Decke, Balg oder Federn für das Pfund bei Rot⸗ und Dammwild 9,60 Ml., Rehwild 0,70 M., Wildschweinen 0,55 M.; für das Stück bei Hasen 3,75 M., Kaninchen 1,00 M., Fasanenhähnen 2,50 M., Fasanenhennen 1,75 M. Die Kleinhandelspreise sind danach von den Gemeinden festzusetzen. Ihre oberen Grenzen hat der Reichs⸗ kanzler folgendermaßen bestimmt: Für das Pfund ber Rot⸗ und Damwild 1,40 M., Rehwild 1,80 M., Wildschweinen 1,10 M.; für das Stück bei Hasen mit Fell 5,00 M., ohne Fell 4,50 M.; Kaninchen mit Fell 1,60 M., ohne Fell 1,30 M.; Fasanenhähnen 3,50 M., Fasanenhennen 2,50 M. Ein großes Werk der Eleltrizitätsversorgung für Bayern. 5 München, 23. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Das Staats⸗ ministerium des Innern hat dem Finanzausschuß der Kammer der Abgeordneten heute einen ausführlichen Bericht über den Stand der Arbeiten zur Durchführung des Walchen⸗See⸗ beständig die Straße und 1 uge⸗ 5 vorgelegt. Der Bericht stützt sich im wesentlichen auf Erhebungen und 5 über die rationellste und billigste Art der Clektrizitätsversorgung für Bayern, die von dem Reichsrat Herrn v. Miller, dem Gründer des Deutschen Museums vorgenommen worden find. Danach erachtet das Ministerium eine Wehranlage bei Krünn als die zweckmäßigere. Zur Verwertung der Walchensee⸗ kraft soll eine eigene Gesellschaft, das„Bayernwerk“, er⸗ richtet werden, das zugleich auch einen Zusammenschluß der großen Kraftwerke im rechts rheinischen Bayern vorsieht. Als Strom⸗ * werkes zur Versorgung von ganz Bayern mit Elektrizität kenpfl und gemeindliche Versorgungsgebiete in Betracht. Die Gesellschaft „Bayernwerk' hätte für ein 100 000 Voltnetz mit Zubehör den Be⸗ trag von rund 31 Mill. M. aufzubringen. Die Hälfte davon könnte in festverzinslichen Anleihen begeben werden, während etwa 15 Mill. als Gesellschaftskapital verblieben. Die Teilhaber der Gesellschaft würden bilden: Der Staat, die Ueberlandwerke und die Städte, welche sich mindestens mit Kapitalien beteiligen können, welche sie für eine Erweiterung ihrer eigenen Kraftwerke ersparen, und die an der Ausführung des 100 000 Voltnetzes beteiligten Firmen mit einem Teil der ihnen zufallenden Baukosten. Bei einem jährlichen Gesamtverbrauch von 630 Millionen Kilowatt⸗ st„der in den nächsten 10 Jahren sicherlich erwartet werden könne, werde durch den Zusammenschluß in ein„Bapernwerk“ gegenüber der Einzelversorgung durch getrennte Stromerzeugungs⸗ anlagen eine jährliche Ersparnis von 4,2 Millionen Mark erzielt werden. Der Bericht der Regierung schließt, daß das Ministerium des Innern in Uebereinstimmung mit dem Finanz⸗ und Verkehrs⸗ ministerium mit diesen Grundzügen des Vorschlages des Reichs⸗ rates von Miller einverstanden ist. Das Hauptinteresse des Staa⸗ tes an dieser Gründung bestehe darin, daß durch das„Bayern⸗ werk“ die Stromerzeugung des ganzen rechtsrheinischen Bayern Maße dazu beitrage, der nach dem Kriege aufstrebenden Industrie und Landwirtschaft bedeutungsvolle Vorteile zu sichern. Der Finanzausschuß der Kammer der Abgeordneten begann in seiner heutigen Sitzung bei der Beratung des Etats der Staats⸗ bauverwaltung bereits mit der Beratung des ganzen Projektes. * Karlsruhe, 23. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Der Badische Landtag ist heute vormittag 912 Uhr von dem Präsidenten des Staatsministeriums, Staatsminister v. Busch, im Auftrage des Großherzogs mit einer Ansprache eröffnet worden. Aus dieser geht hervor, daß die Regierung in einer zweiten Denkschrift über die durch den Krieg bedingten Maßnahmen Rechenschaft geben wird. Ferner werden dem Landtag einige kleinere Gesetzesvor⸗ lagen, darunter eine solche über Niederschlagung von Straf⸗ verfahren gegen Kriegsteilnehmer, zugehen. Dank der guten Ordnung der Finanzen und der reichlich vorhandenen Rück⸗ lagen zur Zeit des Ausbruchs des Krieges ist es gelungen, bis jetzt allen Anforderungen ohne wesentliche Schädigung gerecht zu werden. Der Voranschlag nimmt auf die beson⸗ deren Kriegslasten keine Rücksicht. Ihre Behandlung soll vielmehr außerhalb des Etats mit Hilfe eines besonderen Kriegskredits erfolgen. Es ist nicht gelungen, im gegen⸗ wärtigen Voranschlag Einnahmen und Ausgaben auszu⸗ gleichen. Zur teilweisen Deckung des Fehlbetrages schlägt die Regierung nach dem Vorgang anderer Staaten eine Ver⸗ mehrung der Einnahmen durch eine angemessene Er⸗ höhung des bisherigen Erhebungssatzes der Einkom⸗ mensteuer unter Freilassung der untersten Steuerstufen vor. Nach Beeidigung der neueingetretenen Mitglieder beider Kammern erklärte der Staatsminister den Landtag für eröffnet, worauf die Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf den Großherzog auseinanderging. Im felde erwarten unsert Angehörigen den regelmäßigen Eingang des heimat- blattes. um cine unterbrechung in der zustellung zu vermeiden, wolle man len feldpost⸗Beæaug des bießener Anzeigers fur nlonat dez. schon jetzt erneuern Alle Postamter nehmen die Bestellung entgegen. der monatliche Bezug be⸗ trägt Mk. 1.17 einschließlich der Um⸗ schlag⸗ Gebühr. Außerdem vermittelt dic Bestellungen wie bisher auch die Ceschaftsstelle des Gießener Anzeigers Aus Stadt und Cand. Gießen, 24. November 1915. Zweiter Tätigkeitsbericht des Hessischen Landes vereins vom Roten Kreuz. 5 Der Hessische Landesverein vom Roten Kreuz veröffentlicht in diesen Tagen den zweiten Bericht über seine Tätigkeit im Krieg, umfassend im wesentlichen die Arbeiten der Monate März bis Oktober dieses Jahres. Aus dem umfangreichen Bericht entneh⸗ men wir die folgenden wesentlichsten Angaben: Die hauptsächlichste Sorge in den Berichtsmonaten war wieder⸗ um die Bereitstellung und Bereithaltung von Pflegepersonal jeder Art für Etappen⸗ und Heimatgebiet, sowie die Vermehrung der Zahl der Lazarette und der Betten in ihnen. Die Zahl der ausgebildeten Helferinnen hat sich um 184 vermehrt. 360 Hel⸗ ferinnen konnten im ganzen zu Hilfsschwestern ernannt werden, so daß am 1. Oktober 833 Helferinnen und 537 Hilfsschwestern vom Roten Kreuz, zusammen also 1370 ausgebildete Personen, zur Verfügung standen. Krankenpfleger und Krankenträger wurden zusammen 183 neu ausgebildet. Von dem gesamten ausgebildeten Personal wurden 132 Kranfenpfleger, 32 Krankenpflegerinnen in das Etappengebiet geschickt. Zurzeit sind 395 Krankenpfleger und 186 Krankenpflegerinnen, zusammen also 581 Personen, im Etap⸗ pengebiet verwendet. In dieser Zahl sind enthalten 10 Schwestern, die in ein deutsches Lazarett nach Konstanttnopel entsandt worden sind. Im Heimatgebiet waren am 1. September d. J. 174 Kran⸗ eger, 1110 Krankenpflegerinnen, 17 Laborantinnen, 192 Köche und Köchinnen, 807 Krankenträger, 121 Leute des Depot⸗ personals, einschließlich Schreiber, 16 Desinfektoren und 474 son⸗ stige Personen, im ganzen rund 3000 Personen tätig. Die Zahl der Vereinslatzarette ist auf 63 mit 3785 Betten gestiegen. Die Zahl der verpflegten Personen betrug rund 25 000 mit weit über 1 Million Verpflegungstagen. An Lazarettkosten, die zum größten Teil von der Militärverwaltung wieder ersetzt werden, sind seit Kriegsbeginn mehr als 2 600000 Mark ausbezahlt. An Liebesgaben wurden seit Beginn des Krieges Gegen⸗ 10 kommen München, die bereits in Bayern bestehenden Abellunb⸗ und Groß kraftwerke, sowie sonstige Elektrizitätswerke 3 stände im Werte von über 2 Millionen ins Feld und in die Laza⸗ rette geschickt. Auch die Flotte wurde daber nicht vergessen; kriegs⸗ * wesentlich verbilligt wird und daß hierdurch der Staat in hohem 9 und zivilgefangene Hessen in Frankreich sowie in England en beschenkt und Spenden im Werte von 60 000 Mark wurden an die in Rußland Gefangenen geschickt. Auch die notleidenden Ostpreußen und Elsässer wurden bedacht. Den im Osten stehenden Divisionen gingen 5 Krankenkraftwagen zu, von denen jeder vier liegende Kranke oder Verwundete oder auch eine größere Anzahl Leicht⸗ verwundeter befördern kann. Ebenfalls für die im Osten kämpfen⸗ den Tivisionen wurden Bade⸗ und Desinfektionswagen beschafft, die den Divisionen im Laufe des Sommers zugingen.. 5 Auch auf dem Gebiete des Unterstützungswesens hat der Landesverein wohltätige Arbeit geleistet. N Der Vereinslazarettzug 1 1 hat bis 1. Oktober d. J. 32 Reisen mit insgesamt 32 310 Kilometern befahrener Strecke zurückgelegt und auf diesen Fahrten an Verwundeten und Kranken 279 Offiziere, 7431 Mannschaften, zusammen also 7710 Personen in die Lazarette der Heimat zurückverbracht, während der Vereins⸗ lazarettzug O0 3„Großherzogin von Hessen“, zu dem die g durch die von der evangelischen Landeskirche veranstalteten Samm⸗ lungen aufgebracht worden waren, in 16 Fahrten ungeführ die Hälfte der vorangegangenen Mannschaften beförderte. Zur Nach⸗ forschung nach Vermißten und zur Fürsorge für Gefangene hat der andesverein eine neue, besondere Abteilung für Vermißten⸗ ermittlung und Gefangenenfürssor ge eingerichtet, unter der die 7 Bezirksgusschüsse im Lande ersprießlich arbeiten. Ein be⸗ sonderer Ausschuß für Unterricht und berufliche Fortbildung von Kriegsbeschädigten nahm sich der Sorge für diese durch Veranstaltung von belehrenden und unterhaltenden Vorträgen, praktische Unterweisungen, Führungen durch Museen, gewerbliche Betriebe usw. an. 5. Die Aufwendungen, die der Landesverein für alle voran⸗ geführten Aufgaben gemacht hat, belaufen 1 bis jetzt auf nahezu 500 000 Mark. Insgesamt wurden der Kasse des vereins 1283000 Mark zugeführt. Der Bericht macht aber auf die ernste Tatsache aufmerksam, daß die Spenden an Na⸗ turalien zurzeit, im Gegensatz zu den ersten Kriegsmonaten, weit hinter dem Bedarf an Liebesgaben für das Feld und die Lazarette zurückbleiben, und daß für Anschaffung solcher Liebes⸗ gaben deshalb demnächst viele Hunderttausende von Mark wer⸗ den ausgegeben werden müssen, daß ferner ein großes Betriebs⸗ kapital für die vorschußweise Zahlung der Lazarettpflegekosten an die Vereinslazarette notwendig sei, und daß die Aufgaben ins⸗ besondere nach Beendigung des Krieges ebenfalls erhebliche Sum⸗ men notwendig machten. Interessant ist auch die Feststellung, daß im rrege 18 70 bis Ende Mai, also in rund 11 Monaten, vom Hilfsverein(früherer Name des Landesvereins) und vom Alice-Frauenverein zusammen rund 1800 000 Mark gesammelt worden waren, also nahezu anderthalbmal so viel wie in den 14 Monaten des diesmaligen Krieges, über die der Landesverein berichtet. Der Geschäftsbericht schließt mit einem warmherzigen Aufruf an die Bevölberung, sich rege an den kommenden Opfertagen zu beteiligen. 9 8 1 8 — Ausbau gemeinsamer Arbeitsübernahme durch das Handwerk. Es ist bekannt, daß das fortgesetzte Bestreben der Hand⸗ werksvertretungen bereits zahlreiche Verbesserungen in den behördlichen Vergebungsvorschriften gebracht hat. Auch die Versuche, durch gemeinsame Uebernahme größerer Aufträge dem Handwerk Arbeitsgelegenheit zu bringen, zeitigten recht gute Ergebnisse, wie vor allem in den größeren Städten beobachtet werden kann, in denen die durch langjährige Er⸗ fahrungen geschulten Innungen und Vereinigungen sich seit langem in dieser Weise betätigten. Hieraus ergaben sich die eee g zu örtlichem fachlichem Zusammenschluß e und wäre es besser um das n bei Kriegsbeginn bestellt gewesen, hätten die Ermahnungen größeres Verständnis gefunden. Sah sich doch auch das Handwerk plötzlich vor neue, große Aufgaben gestellt, be⸗ sonders als die Heeresverwaltung dazu überging, bei Be⸗ schaffung, von Ausrüstungsgegenständen nach Möglichkeit Selbsthersteller heranzuziehen, wobei möglichst weite Kveise des werktätigen Volkes berücksichtigt werden sollten. Um dies verwirklichen zu können, ohne eine allzu starke Ar⸗ beitsbelastung der militärischen Stellen herbeizu 1 mußte die Heeresverwaltung bei Vergebung handwerklicher Erzeugnisse die korporative Betätigung des Handwerks als Voraussetzung der Auftragserteilung fordern. Wie im ganzen Deutschen Reich, war es auch in Hessen die Handwerkskammer, die sich bemühte, die vielfach mangelnde Organisation zu ersetzen. Sie übernahm die Auf⸗ träge und brachte sie gemeinsam mit der Hessischen Hand⸗ e ee e A.⸗G. in zweckmäßiger Weise durch das Handwerk zufriedenstellend zur Erledigung. Die hierbei allgemein gesammelten Erfahrungen haben erneut gezeigt, daß das Handwerk befähigt ist, Lieferungen großen Umfangs zu übernehmen, wenn es ihm nur gelingt, sich in eine zweckmäßige Organisationsform esche eee beschästigt daher 55 ie Organisationsfrage beschäftig zurzeit 5 alle die Stellen, denen die Hebung des e 8 Berufs⸗ oder freiwillige Aufgabe zusteht. Der deutsche Hand⸗ werks⸗ und Gewerbekammertag Hannover hat gemeinsam mit verschiedenen wirtschaftlichen Verbänden ätze hierüber aufgestellt und empfiehlt, innerhalb der Handwerkszweige die Gründung von örtlichen Lieferungs⸗ vereinigungen, Landes⸗Lieferungsverbänden auf genossen⸗ schaftlicher Grundlage, die wieder in besonderen Zentralen für das Deutsche Reich zusammengefaßt werden sollen. Die Bearbeitung der Organisation innerhalb der Hand⸗ werkskammerbezirke soll an Hand dieser Richtlinien unter Berücksichtigung der besonderen örtlichen Verhältnisse erfolgen. Die hessische Handwerkskammer steht nach ein⸗ gehender Beratung auf dem Standpunkt, daß es zurzeit gilt, die wirtschaftlichen Fragen gemeinsam mit den zur Hebung des Handwerks unerläßlichen Bestrebungen ideeller Natur zu behandeln. Auf Grund gesammelter Erfahrungen soll auf dem seither befolgten Wege weiter gearbeitet, d. h. vor allem der örtliche fachliche Zusammenschluß der einzelnen Handwerkszweige weiter empfohlen werden. Diese örtlichen Korporationen haben die Tätigkeit der Liefe⸗ rungsvereinigungen auszuüben. Die Handwerker⸗Zentral⸗ genossenschaft als Verbindungsstelle der Handwerkskammer übernimmt die Funktionen der Lieferungsverbände. Den Korporationen wird empfohlen, als Aktionär in die Hand⸗ werker⸗Zentralgenossenschaft einzutreten. Den für die ein⸗ zelnen Handwerkszweige für das Reich zu errichtenden zen⸗ tralen Stellen soll beigetreten werden. Durch Verbindung der bestehenden und sich bildenden handwerklichen Korpo⸗ rationen und der genossenschaftlichen Einrich läßt sich dieser Organisationsplan in erfolgversprechender Weise für das hessische Handwerk regeln. Bei dem 6 dig größerer Heschäftsgewandtheit und n erbringt diese Organi⸗ sation dem Handwerk größere Vorteile, ohne ihm nennens⸗ werte finanzielle Belastungen aufzuerlegen. 5 Diesen unter Berücksichtigung der hessischen Verhältnisse aufgestellten Vorschlägen ist der Aufsichtsrat der Hessischen Handwerker⸗Zentralgenossenschaft- und Großh. Zentralstelle für die Gewerbe beigetreten. Hoffentlich 5 1 7 33 Best bungen Beachtung und Verständnis in H 4 *Der Geburtstag des Großherzogs wird nuch in diesem Jahre ohne alles äußere Gepränge vorüber⸗ gehen, wie es dem Geiste der Zeit eutspricht. Im Stadt⸗ theater wird man des Tages mit einer Festvorstel⸗ lung gedenken, die Laubes„Karlsschüler“ bringt. Eingeleitet wird die Vorstellung durch Beethovens Egmont⸗ Ouvertüre, die die Kapelle des Ersatzbataillons Infanterie⸗ Regiments 116, unter Leitung von Musikmeister Bruno Herrmann zum Vortrag bringen wird. Oberbürger⸗ meister Keller wird eine kurze Ansprache an die Bürger⸗ schaft richten, die hoffentlich recht zahlreich erscheinen wird, E um dem doppelten Zweck des Abends Rechnung zu tragen: Er gilt einmal der er des Großherzogs, und ferner ist sein Reinertrag zu einer Weihnachtsgabe für unsere Krieger bestimmt. Die Geburtstagsparade des Regiments muß in diesem Jahre natürlich wieder unterbleiben. Das Ersatz⸗ Bataillon wird gemeinsamen Kirchgang halten. ** An den bevorstehenden Opfertagen, am 25. und 26. November, wird auch die Kapelle des Land⸗ sturm⸗Ersatzbataillons von 3 Uhr nachmittags an auf dem Lindenplatz konzertieren. ** Geldspenden des Roten Kreuzes für Ge⸗ fangene in Rußland. Vom hessischen Landesverein vom Roten Kreuz geht uns folgendes Schreiben zu:„Die unlängst auf Veranlassung des Hessischen Landesvereins vom Roten Kreuz veranstaltete Sammlung von Geld- mitteln zugunsten derdeutschen Gefangenen in Rußland hat, wie schon mitgeteilt, ein recht erfreuliches Ergebnis gehabt, über das demnächst genauerer Bericht erstattet werden soll. Nach lien en von 1650 Liebesgabenpaketen im durch⸗ schnittlichen Werte von etwa 35 Mark wird ein nicht un⸗ erheblicher Geldbetra 21 85 bleiben, der in der Haupt⸗ sache dazu verwendet herben soll, notleidende Gefangene in Rußland noch besonders durch Zusendung barer Geld⸗ mittel(durchschnittlich etwa 20 Mark) zu unterstützen. Zu diesem Zwecke fordern wir die bedürftigen An⸗ ehörigen von deutschen Gefangenen in Rußland auf, pätestens bis zum 5. Dezember d. J. bei dem zuständigen Vezirksausschuß für vermißte und kriegsgefangene Deutsche die für eine Unterstützung in Betracht kommenden Gefan⸗ genen in Rußland genau nach Vor⸗ und Familiennamen, Regimentszugehörigkeit, militärischem Dienstgrad und Auf⸗ enthaltsort(Gefangenenlager) in Rußland anzuzeigen. Zuständig ist der Bezirksausschuß für vermißte und kriegs⸗ gefangene Deutsche in Darmstadt für die Kreise Darmstadt, Dieburg, Erbach und Groß⸗Gerau, derjenige in Offenbach für den Kreis Offenbach, derjenige in Heppenheim für die Kreise Heppenheim und Bensheim, derjenige in Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld, Lauterbach und Schotten, derjenige in Friedberg für die Kreise Friedberg und Büdingen, derjenige in Mainz für die Kreise Mainz, Bingen und 19 5 5 885 und derjenige in Worms für die Kreise Worms und Alzey.“ 9 * Vortragsabend. In der kleinen Aula wird morgen abend 8½ Uhr Sahriftsteller Faelsch-Rogewi über die Kar⸗ pathen, Galizien und die Bukowina sprechen. Auf diesen vom Kaufmännischen und vom Ortsgewerbe⸗Verein veranstalteten Vor⸗ trag machen wir noch einmal besonders aufmerksam. 5 8 oder Militär gemeinde? Ein Frankfurter mter, der zu Kriegsbeginn als Offizier einberufen wurde, verlangte vom Tage seiner Einberufung ab seine Befreiung von der Kirchensteuer weil er nach der Verordnung vom 19. Oktober 1904 zur Militär⸗ gemeinde gehöre und während des Krieges aus der Kirchen⸗ gemeinde ausgeschieden ei. Die Kirchengemeinde vertrat jedoch den Standpunkt, daß der Beamte trotz seiner Zu⸗ ee un m Militär noch Mitglied der Kirchengemeinde leibe und 1 auch die Kirchensteuer zu entrichten habe. Das Oberverwaltungsgericht, bei dem die Entschei⸗ dung der interessanten Frage anhängig gemacht wurde, gab der Kirchengemeinde recht. * Ein aufregender Vorfall trug sich gestern nachmittag auf der Ludwigstraße zu. Die Pferde eines Rollfuhrwerkes waren scheu geworden und rasten mit dem Wagen die Straße hinunter gerade auf eine Gruppe Kanal⸗ arbeiter zu, die an einer Kanalöffnung beschäftigt waren. Diese taten geistes gegenwärtig Nächstliegende; Sie warfen den Gäulen kurzerhand die Drahtleine, mit der sie arbeiteten, über die e. Der eine Durchgänger kam dabei zu Fall, und die wilde Jagd fand ein Ende, glück⸗ licherweise ohne zu weiterem Schaden geführt zu haben. n Winterschutz im Ziergarten. Je nach dem Wetter, jedenfalls nicht zu früh, muß man im Ziergarten für Eindecken der empfindlichen Pflanzen sorgen Für Rosen ist der 1 Frostschutz das Bedecken mit Erde. Wenn 25 s Frostes die Rosen das Laub abgeworfen haben, so ckt man die Buschrosen etwa 25 bis 30 Zentimeter je nach der Größe der Büsche, mit Erde. Die herausragen⸗ den Aeste und Zweige können erfrieren, da sie ohnedies im Frühjahr zurückgeschnitten werden. Die Hochstämme biegt man vorher vorsichtig auf den Boden und hakt sie fest, um sie gleichfalls mit Erde zu bedecken. Auch Rhododendren, een und Kirschlorbeer bedürfen eines Schutzes; weniger wegen der Kälte als wegen des Glatteises und Rauhreifes. Man baut ein leichtes gen⸗ oder Lattengerüst um und über die Gruppen, worauf Tannenreisig gedeckt und mit Weiden befestigt wird. Auch Sackleinen und Matten erfüllen diesen Zweck, wirken aber unschön. Empfindliche Stauden oder Gräser werden leicht mit frischem Laub bedeckt, über welche noch einige Tannenzweige gelegt werden. Auch die eineren Ziergehölze werden mit Tannenreisig umhüllt.— ei günstigem Wetter 9 sich ein leichtes Umgraben der Blumen⸗ und Erdbeerrabatten, wodurch dem Unkraut sehr gestenert wird. * Forellen billiger. Wohl wird noch immer Geld für Austern, Steinbutt und andere feine Gerichte, die aus dem Auslande stammen, ausgegeben, den Genuß von Forellen aber scheint der größte Teil des bemittelteren Publikums für einen un⸗ verzeihlichen Luxus zu halten. Infolgedessen sind unsere Forellen⸗ züchter, die schon durch die Unterbindung der Ausfuhr nach Frank⸗ reich und dem Mangel an Futtermitteln empfindlich zu leiden haben, in eine Notlage gekommen. Um den Absatz wieder zu be⸗ leben und nicht dauernd große Bestände weiter füttern zu müssen, hat sich eine große Zahl von Forellenzüchtern bereit erklärt, so⸗ wohl kleine Post⸗ wie Bahnpakete frisch geschlachteter, fertig aus⸗ genommener Forellen zum Preise von 2 bis 3 Mark für das Pfund— gegen 3 bis 5 Mark früher— direkt an eine Haus⸗ haltung für eine oder mehrere Familien, die gemeinschaftlich be⸗ ziehen wollen, zu versenden. So ist es den Hausfrauen möglich, ein vorzügliches, äußerst gesundes Gericht von 3 bis 4 Fischen zu diesem verhältnismäßig sehr billigen Preise zu bereiten. Auch erden Warenproben von 2 Fischen in wasserdichten Rollen ver⸗ sandt. Die Adressen der liefernden Fischzuchtanstalten weisen die. Landes⸗ und Provinzialfischereivereine nach.. 5 Landkreis Gießen. a„ Reiskirchen, 24. Nov. Die goldene Hochzeit feiert morgen(25. Nov.) unser Mitbürger Heinrich Schomber und seine Frau Marie, geb. Peter. Der Ehejubilar steht seit der im Jahre 1891 erfolgten Gründung der hiesigen Spar⸗ und rlehnskasse dieser als Direktor vor; die besten Wünsche Mitglieder der Kasse, sowie der übrigen Einwohnerschaft be- belpaar auf seinem ferneren Lebenswege. 5 Ju Du Kreis Schotten.. —Schokten, 23. Nov. Die Eisenbahndirektion, zu Frankfurt a. M. hat gegen vier hiesige und zwei Besitzer, die sich weigern, das für die Bahnhofserweiterung Schotten erforderliche Gelände zu Verfügung zu stellen, das Ente i g⸗ nungs verfahren eingeleitet. Es handelt sich um etwa 3200 Quadratmeter. Starkenburg und Rheinhessen. + Darmstadt, 24. Nov. Eines der ältesten Mit lieder der Stadtverordneten-Versammlung, Stadtverordneter Philipp Wittmann, ist Sonntag nach längerem Leiden gestorben. Er war u. a. Ehrenvorsitzender des Verbandes hessischer Zimmerer und des Verbandes Darmstädter Zimmermeister. Offenbach a. M., 24. Nov. Ein tödlicher Unglücks⸗ fall trug sich hier in der Karlstraße zu. Dort stieß ein Kohlen- fuhrwerk mit einem Straßenbahnwagen zusammen. Der Anprall war so heftig, daß der Kohlenwagen zur Seite fiel und einen Laternenpfahl eindrückte. Infolge des Anpralles wurden der Wagen; besitzer und sein 12jähriger Sohn herabgeschleudert. Der Junge wurde im gleichen Augenblick von der Straßenbahn erfaßt und auf der Stelle getötet. Sein Vater kam mit dem Schrecken davon. Hessen⸗Nassau. f Marburg, 23. Nov. Vergangene Nacht stellte sich so starker Frost eins daß heute früh die Lahn eine Eisdecke zeigte.— Der kürzlich hier ins Leben gerufene Oausfrauenverein hat schon nahe an 1800 Mitglieder.— Die Stadtverordneten be⸗ willigten zum Ankauf von Zigarren und Tabak für Weih⸗ nachtsliebesgaben für die in Marburg aufgestellten Ba⸗ taillone 1000 Mark.— Die Stadt Marburg kaufte 65 Tonnen Hochsee⸗Vollheringe, die bei 12 Kaufleuten zum Preise von 16 Pfg. das Stück, mit Verpackung 18 Pfg., abgegeben werden. Ferner verkauft die Stadt Zwiebeln, das Pfund 18 Pfg. Usingen, 23. Nov. König Ferdinand von Bulgarien hat der hiesigen Stadtverwaltung auf ein ihm zugesandtes Huldigungsschreiben folgendes Tele⸗ gramm zugehen lassen: Sofia, Palais, 20. Nov. Der treue Gruß der meinem Herzen nahestehenden Bür⸗ ger von Usingen langte heute an mich. Wie oft seit nun⸗ mehr 10 Jahren 8 meine Gedanken an den lieblichen Ufern der Usa, bei den alten Tannen, die Walrads Denk⸗ mal umgeben, bei Euch, die Ihr einst dem Wanderer mit deutscher Gastlichkeit begegnet. Von Herzen sage ich allen Bürgern Usingens wärmsten Dank, unserer gemein⸗ samen heiligen Sache so innigen Anteil zu widmen. Der Geist des großen Walrad hilft weiter. Ferdinand, R. vermischtes. Schweres Unwetter in Sizilien. Rom, 23. Nov.(WTB. Nichtamtl.) Der„Messagero“ meldet aus Palermo: Sintflutartige Regengüsse verursachten in ganz Sizilien schweren Schaden, beson⸗ ders in den Provinzen Trapani, Girgenti und Catania. Wirbelstürme entwurzelten starke Bäume, stürzten Mauern um und beschädigten die Häuser. In Mazzara und den umliegenden Feldern wurden bedeutende Verheerungen angerichtet. Girgenti steht unter Wasser. Die Bevölkerung ist geflohen, mehrere Menschen sind umgekommen. Die Bahn⸗ linie Syrakus—Canicatti ist unterbrochen. Die hochgehende See und das anhaltend schlechte Wetter erschweren die Hilfs— arbeiten, die die bürgerlichen und militärischen Behörden an Ort und Stelle sofort eingeleitet haben. ö Die„Agenzia Stefani“ berichtet: Der Wirbelsturm, der Sizilien verheerte, hat auch in Burgio großen Scha⸗ den angerichtet. Zwei bedeutende Weinlager und eine benach⸗ barte Kaserne sind eingestürzt. Opfer an Menschenleben sind nicht bekannt geworden. Bern, 23. Nov.(WTB. Nichtamtl.) Ueber den Wirbel⸗ sturm auf Sizilien wird gemeldet: In Licota wurden Neugierige, die von einer Brücke aus den angeschwollenen Fluß Solso beobachteten, mit der Brücke in die Fluten ge⸗ rissen. Etwa 100 Personen sind ertrunken. In Trapani ist eine Landsturmkaserne eingestürzt.. * »Italienische Columbus⸗Feier in Amerika. Die Italiener in New Pork, die in anderen Jahren den Tag der Entdeckung Amerikas mit einem großen Fest begingen, mußten sich jetzt im Kriege mit einer kleineren Feierlichkeit begnügen. Wie die „Perseveranza“ berichtet, versammelten sich die italienischen Gesell⸗ schaften in den Parks und ehrten den großen Italiener durch Wett- spiele. Die Hauptversammlung fand im Centralpark statt, wo sich mehr als eine halbe Million Zuschauer eingefunden hatten. Die Hauptattraktion war eine Vorstellung mit dem vielversprechenden Titel„Die Eroberung Amerikas“. Der Darsteller des Columbus, der außerordentlich naturgetreu aussah, hatte ein Gefolge von Kindern in Kostümen der Zeit. Dann kamen Indianer und hinter diesen wieder 40 fahnentragende Kinder. Das Programm bestand in einem Tanz der Indianer vor Columbus, der gerade ans Land steigt, worauf der Treuschwur auf die Fahne und ein Tanz der Kinder folgten. Büchertisch. —„Welcherlei Versorgungsansprüche dem r seinen Familienangehö⸗ rigen und Hinterbliebenen zu!“(Alber Buchverlag, Stuttgart, geh. 40 Pfg.) Es ist ein ge⸗ meinverständliches Auskunftsbüchlein, ein wichtiger Bestandteil der „Tornisterbücherei“. In aller Kürze, aber auch in aller Klarheit gibt der sachmännische Verfasser(Kanzleirat Ströhmfeld, Ab⸗ teilungsvorstand bei der Versicherungsanstalt) unter Anfügung von Tabellen und zahlreichen Beispie en Anleitung über das Wesen und die Erlangung von Familienunterstützung Einberufener, Auf⸗ wandsentschädigung söhnereicher Familien, Kriegsbeihilse für Wöchnerinnen, Militärrenten, Verstümmelungszulagen, Kriegs- witwen⸗ und Waisengelder, einmalige Zuwendungen an Kriegs⸗ witwen und Waisen, Kriegselterngeld, außerordentliche Fürsorge⸗ maßnahmen, Rente und Zivileinkommen, Renten und Ansprüche auf Grund der Reichsver de i und der Angestellten⸗ versicherung. Wertvoll sind die Winke über die Anmeldung der Ansprüche und den Rechtsweg, auch sind bie neuesten, auf die letzten Reichstagsverhandlungen im August d. Is. ergangenen Ver⸗ fügungen und Maßnahmen darin aufgenommen. Ein Sachregister erleichtert das Nachschlagen. 5 Märkte. te. Frankfurt a. M., 24. Nov. Schweinemarkt. Auf⸗ getrieben waren 135 Schweine. Es kosteten: Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 Kiiogramm Lebendgewicht 108,00—00,00 Mk., Voll⸗ fleischige Schweine unter 80 Kg. Lebendgewicht 78,00- 93,00 Mk., Vollfleischige Schweine von 100 bis 120 Kg. Lebendgewicht 118 bis 118,50 Mk., Vollfleischige Schweine von 120 bis 150 Kg. Lebend⸗ gewicht 129,00— 00,00. Geschäft flott, geräumt. fe. Frankfurt a. M., 22. Nov. rucht⸗ und Futter⸗ mittelmarkt. Schwacher Besuch, kleines Angebot. Tendenz sest. Nur Leinkuchen zu 7879 Mk. und Kleie zu 5153 Mk. für 100 Kilo waren angeboten. In Getreide ketn Angebot.— Da das Angebot aus Hessen und Oberhessen durch die Ausfuhrverbote noch fehlt und nach anderer Ware nur geringe Nachfrage herrschte, war das Geschäft ruhig. * Monatl. Uebersicht der Todesfälle in der Stadt Gießen. Monat Oktober 1915. 18 Einwohnerzahl: angenommen zu 32 900(inkl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitszisfer; 24,97% Nach Abzug von 39 Ortsfremden: 11,12 ½ Er⸗ Kinder Es starb us. 5. bis starben an Zul. wachsene en v ges. 48a. Angeborener Lebensschwäche 2 0— 20 0— Altersschwäche 7(5) 7(5)—— Folgen des Kindbetts 1(¹ 100—— Diphtherie 6(5)—— 6() Rose 1() 1(‚)—— Lungentuberkulose 6(3) 5(3)— 1 Lungenentzündung 6(I) 2 2 2(I) anderen Krankheiten der Atmungsorgane 1() 1(ö)—— Krankheiten des Herzens usw. 7(3) 7(3)—— Gehirnschlag 4 4—— anderen Krankheiten des Nervensystems 3(2) 3(2)—— Magen⸗Darmkatarrh 1— 1— anderen Krankheiten der Verdauungsorgane 5(4) 4(3)— 100 Krankheiten der Harnorgane 3(1) 3(1)—— Krebs und anderen Neu- bildungen 11(68 11(08)—— Verunglückung 4(2) 2(2)— 2 anderen Todesursachen 2(I)— 2(I)— Summa; 70(39) 5 r 7 Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 25. Nov. 1915: Wechselnd bewölkt, nur leichte Niederschläge, keine Temperatur- Letzte Nachrichten. Die Flucht der serbischen Regierung. Berlin, 24. Nov. Zur Flucht der serbischen Regie⸗ rung nach Saloniki heißt es im„Berliner Tageblatt“: Aehnlich wie die belgische Regierung sucht nun auch die ser⸗ bische Regierung ein schützendes Exil auf. Der Unter⸗ schied besteht aber darin, daß die belgische Regierung bei ihrem Bundesgenossen in Havre ein Asyl gefunden hat, wäh⸗ rend die serbische Regierung, einstweilen wenigstens, in dem neutralen Griechenland sich niederlassen will. Sollte sie nicht die Absicht haben, sich in Saloniki nach einem anderen Zu⸗ fluchtsort einzuschiffen, so würde ihre Anwesenheit dort für die Griechen eine neue Unbequemlichkeit bedeuten. In Monaftir. Lugano, 24. Nov. Magrini berick 155 vember aus Kraljewo dem„Secvlo“: Die französischen Marinefoldaten aus Belgrad sind gestern nach Marsch von Nisch über Kraljewo, Mitrovitza und Albanien und trotz der schwersten Strapazen in Monastir eingetroffen. Von den englischen Marinesoldaten fehlen noch alle Nachrichten. In Monastir ist eine Panik ausgebrochen. Manerwartet jeden Augenblick das Einrücken der Bulgaren. Die Ser⸗ ben scheinen sich von Babuna südöstlich auf Morilovo zurück⸗ gezogen zu haben, um den Versuch zu machen, sich mit den west⸗ 5 des Varbar stehenden Franzosen zu vereinigen. Man glaubt, daß die Bulgaren nach der Besetzung von Monastir sich nach Resno wenden werden. Nachrichten aus Albanien besagen, daß im Lande vollständige Ruhe herrsche. Der Zar bei den Truppen in Bessarabien. Bukarest, 24. Nov. Blättermeldungen zufolge trug der gestrige Empfang des Zaren in Reni einen volkstüm⸗ lichen Charakter. Man ließ die Volksmenge in aller Freiheit an dem Empfange teilnehmen. Aus Reni begab sich der Zar nach Ismail. Reni ist in ein großes Militärlager umgewandelt. Im Hafen sind 200 Schlepper voll vorzüglich ausgerüsteter Soldaten. Im Laufe des gestrigen Tages war der Dampferverkehr zwischen Galatz und Reni unterbrochen. Rückberufung der griechischen Offiziere. Rotterdam, 24. Nov. Dr. Dillon meldet dem„Daily Telegraph“ aus Rom, daß die dortige öffentliche Meinung die Haltung Griechenlands als beunruhigendansieht. Die kürzlich erfolgte Zurückberufung sämtlicher griechischen Offiziere aus dem Auslande, die Verstärkung des griechischen Generalstabes in Sa⸗ loniki und anderes seien als ominöse Zeichen zu deuten. Ein englisch⸗russischer Geheimvertrag gegen Rumänien und Bulgarien. Budapest, 24. Nov. Die Bukarester Blätter veröffent⸗ lichen einen bisher unbekannt gebliebenen Geheimvertrag zuungunsten Rumäniens und Bulgariens. Der angeblich dieses Jahr geschlossene Geheimvertrag verspricht Rußland außer Kon⸗ stantinopel Burgas und Constanza am Schwarzen Meere. Die Blätter nageln die Tatsache fest, daß sowohl Rußland wie Eng⸗ land zu derselben Zeit den Regierungen von Rumämien und Bul⸗ garien große Versprechungen gemacht haben. ö Die Marseiller Handelsflotte für den Balkanfeldzug. Genf, 24. Nov. Eine Abordnung der parlamentarischen Marinekommission ist in Marseille angekommen. Es wurde unter Hinzuziehung der Marseiller Reeder eine Konferenz abgehalten, an der auch Admiral Bienaimé teilnahm. Diese be⸗ schäftigte sich mit der Frage der Requirierung sämtlicher Schiffe der Marseiller Handelsflotte für die Bedürfnisse der Balkan⸗ expedition. 8 Die indischen Meuterer. Konstantinopel, 24. Nov. Es wurde authentisch be⸗ stätigt, daß indische Regimenter, die den gegen Bagdad vorrückenden englis. Streitkräften angehörten, sich weigerten, gegen die Türken zu kämpfen. Als dann der Befehl gegeben wurde, jeden zehnten Mann von ihnen zu erschießen, ging ihr passiver Widerstand in offene Meuterei über. Die Meuterei gab den Anlaß, daß die englischen Befehlshaber ihre gegen Bagdad an⸗ b Streitkräfte mangels Verstärkungen wieder zurücknehmen mußten. —— — Liebesgaben sind allen unsern im Felde stehenden Sol⸗ daten willkommen. Darum möchten wir unsere Leser darauf hinweisen, daß Wybert⸗Tabletten, die in allen Apotheken und Drogerien in versandfertigen Feldpostbriefen erhältlich sind, sich ganz besonders zu Liebesgaben eignen. Bei den ungeheuren Stra⸗ pazen, denen unsere Soldaten im Winterfeldzug ausgesetzt sind, spielen Erkältungskrankheiten der Stimmorgane und der Lungen eine große Rolle. Vor solchen Erkältungen schützen Wybert⸗ Tabletten wie kein anderes Mittel. Dazu bommen ihre durst⸗ löschenden Eigenschaften, durch welche den Truppen mit Wybert⸗ Tabletten eine große Wohltat erwiesen wird. Wer wollte da nicht seinen Lieben im Felde einen praktischen Feldpostbrief mit einer oder zwei Woh, and! Nac det unterm 17. No- etmem 3 C 3 * . 3 7 1* 9 8 5 R 1 8 N N 7 in vollem Maße sicherzustellen. SS SSS cl SS SSS SSS ooo 2222222225822 9 f 5„— 5* 0 be 1915 i 5 Weihnachtsgabe N 1 * Aeeeeeeeeeeeeeeeeeecdeeeeeeeegdadadddaadaad 8a dgdö8dadadeaddadadgddoCdcabmadakcdubddddd ul 7 95. 9 Zum zweiten Male in diesem Kriege naht sich das Weihnachtsfest unseren Tapferen draußen 7 97 im Feld und in den Lazaretten, fern vom Kreise ihrer Lieben. Und wiederum erwächst uns die N 85 Aufgabe, ihnen allen eine Freude zu bereiten. Darum wenden wir uns heute wieder an die Opfer⸗„ 7 willigkeit unserer Mitbürger mit der Bitte: N * v0. * 8 2 N Offnet Herz und Hand zu einer Weihnachtsgabe * 70 0 für unsere Feldgrauen und Verwundeten. 5 f 9 1 Der allgemeine Hessische Opfertag zum Geburtstag Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs wird jedem 9 1 Gelegenheit geben, zu diesem Zweck etwas beizusteuern und zugleich damit auch seine Anhänglichkeit. 9 an unser angestammtes Fürstenhaus zu bekunden. f g 1 7 5. N 85 Der Oberbürgermeister.. * Keller. ö N 0 Die Vorsitzende des Alicefrauenvereins Der Vorsitzende des Zweigvereins 1 9 Zweigverein Gießen. Gießen vom Roten Kreuz. 0 8 8 Frau Gebhardt. Wiener. 55 5 0 9 Naturalspenden werden jederzeit an der Liebesgabensammelstelle des Roten Kreuzes in der Alten Klinik, Liebigstraße, 9 97 ebenso auch Geldspenden an der Kasse daselbst und bei den hiesigen Banken und der Bezirkssparkasse entgegengenommen. 9 . Am 25. und 26. November, dem allgemeinen Hessischen Opfertag, wird eine Büchsensammlung in den Häusern und auf N77 9 den Straßen, verbunden mit Postkartenverkauf, stattfinden. 9 1 5 1 —r..—.—— Aufruf! Am Donnerstag, den 25. November 1915, abends 7½ Uhr findet im Stadttheater eine Festvorstellung sur Feier des Geburtstages Seiner Königlich. Hoheit des Großherzogs Donnerstag, den 25. November 1915 abends 8 Uhr pünktlich in der neuen Aula: Vortrag Nr. 12 Herr Schriftsteller W. Faelsch⸗Rogewi, Stuttgart: Kürpathen, Galizien und Süluuing statt. 2 5 f N g mit Lichtbildern. 1. Vorspiel zu„Egmont“ von Ludwig van Beethoven, ausgeführt von ch K der Kapelle des Ersatz⸗Bataillons des Infanterie⸗Regiments„Kaiser[Eintritt für Nicht⸗Mitgliedee ee 11 155 Wilhelm“ Nr. 116 unter Leitung des Mufikleiters Bruno Herrmaun. Eintritt für Soldaten vom Feldwebel abwärts. k.—.20 2. Die Karlsschüler Schauspiel in 5 Akten von Heinrich Laube. Der Rrinertrag wird zu einer Weihnachtsspende für unsere Krieger verwendet. 9 Ich ersuche die Bürgerschaft, durch zahlreichen Besuch den vaterländischen Zweck 5 Halte stets ein größeres Lager von 8516 S Särgen in allen Preislagen Bahnhofstraße 34 GIESSEN Bahnhofstragße 34 Im U. Müller, dechiderstrabe 26. N U 81 Kal Isch. Ib 9 U 0 5 5 Spielplan vom 20 bis N 5 Maura len zum Besten erblindeter Soldaten Cafe Amend e Sarg-Lager Der Oberbürgermeister. Keller. 9138 8 F Achtung! Heute Mittwoch, 8 Uhr: abends 7½ Uhr: Montag, den 6. Dezember, abends 6 Uhr im Konfirmandensaale der Johanneskirche Veranstaltet von Elisabeth Felchner mit ihren Schülern und Schülerinnen, unter freund- licher Mitwirkung geschätzter hiesiger Kräfte. Programme und Eintrittskarten zu 1 Mk.. bei Herrn Challi er. 9153 Eafé Ernst Ludwis Heute Mittwoch zur Vorfeier des Geburtstages Sr. Königlichen Hoheit des Grossherzogs v. Hessen F SJ-KONZERT= Empfehle für die 3 2 leischlosen Tage ff. Norweg. Hischklo e [gebraten in delik. Sauce, per 2⸗Pfund⸗Dose Mk. 2.00 Dieselben m Fleischbrühe per 1⸗Pfund⸗Dose Mk. 1.20 Familien Konzert 5515 Netto⸗Inhalt) A. Koch Uflgr., Schulstr. 10. Bekanntmachung. erloschen. Gießen, den 20. November 1915. Großherzogliches Amtsgericht. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute 5 wen gehört der Hut? ist Prokura erteilt, die Prokura des Karl Becker 111. 91678 bezüglich der Firma Arnold Mueller, Gießen, ein⸗ getragen: Dem Kaufmann Carl Lyncker zu Gießen zu Gießen ist erloschen. ie Heine Helin bine ergreifende Episode aus dem gegen- Die neuesten Kriegs- In unser Handelsregister Abt. A wurde heute 5 aufnahmen aus l. Fr ont 8 bezüglich der Firma J. Happel, Gießen, eingetragen: 978 Die Prokura des Hermann Happel zu Gießen ist 91688 nie Tigerkralle Gießen, den 20. November 1915. Großherzogliches Amtsgericht. Außer Abonnement! Gutschetne haben keine Gültigkeit. 1680 Gewöbnl. Preise(ermäßigt) Fest⸗Vorstellung aur Feier des Geburtstages Sr. ber gude Hoheit des Großberzoͤgs von Hessen und bei Rhein. Der Reinertrag wird zu lein. Weibnachtsspende für unsere Krieger verwendet. ouverture zu„Egmont“ von Ludwig van Beethoven ausgeführt von der Kapelle des Ers.⸗Bat des Insantexie⸗ Regiments„Kaiser Wilhelm“ würtigen Weltkrieg in 3 Teilen Originalfilm Amor im Quartier Entzückende, zeitgemässe Komödie in 3 Akten Nr. 116, unter Direktion des Musikleit. Brund Herrmann Hierauf: Die Karlsschüler f Schauspiel in 5 Akten von Heinrich Laube. Ende gegen 10% Uhr. Drama Humoreske 9170a 5 5