275 . Mer Sießener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Familienblätter; weimal wöchentl. Kreis⸗ latt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche zeitfragen Fernsprech Anschlüsse: für die Schriftleitung 112 Verlag, Geschäftsstelleßl Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gleßen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnunmmer bis zum Abend vorher. Montag, 22. November 1015 Bezuasvrei;: monatl. 85 Pf., viertel⸗ jährl. Mk. 2.50: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 75 Pf.; durch die Post Mk. 2.30 viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 17 ausw. 20 Pf.— Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; sür Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und steindruckerei N. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle und druckerei: Schulstr. 7. eee Novpipazar besetzt. Ein neuer Balkanbund? (WB.) Großes Hauptquartier, 20. Nov. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplaßtz. Feindliche Monitore, die Westende beschossen, zogen sich vor dem Feuer unserer Küstenbatterien wieder]! zurück. An der Front stellenweise lebhafte Artillerie-, Minen⸗ und Handgranatenkämpfe. Oestlicher Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse. Balkan⸗Kriegsschauplatz. Nova Varos, Sjenica und Raska sind besetzt, im Ibartale ist Dren, östlich des Kopgonik ist Prepolac erreicht. Zweitausendachthundert Serben wurden gefangen genommen, vier Geschütze wurden erbeutet. Oberste Heeres leitung. (WTB.) Großes Hauptquartier, 21. November. (Amtlich.) 5. ö Westlicher Kriegsschauplatz. An der Bahn Npern— Zonnebeke gelang eine größere Sprengung unserer Truppen in der feindlichen Stel⸗ lung. Französische Sprengungen südüstlich von Souchez und bei Combres hatten keinen Erfolg. Bei Souchez kamen wir den Franzosen in der Besetzung des Sprengtrichters zuvor und behaupteten ihn gegen einen Angriffsversuch. Auf der übrigen Front an verschiedenen Stellen lebhafte Feuerkämpfe. 5 Unsere Flugzeuge warfen auf die Bahnanlagen von Poperinghe und Furnes eine größere Zahl Bomben ab; es wurden Treffer beobachtet. * Derenglische Oberbefehlshaber sagt in seinem Bericht vom 15. Oktober über unseren Angriff südwestlich von Loos am 8. Oktober, daß nach zuverlüssigen Schätzungen Jachttausend bis neuntausend gefallene Deutsche vor der eng⸗ lisch⸗französischen Stellung gelegen hätten. Diese Behaup⸗ tung istfreie Erfindung. Unser Gesamtverlust an Ge⸗ fallenen, Vermißten und an ihrer Verwundung Erlegenen betrug siebenhundertdreiundsechzig Mann. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist im allgemeinen unverändert. Balkan⸗Kriegsschauplatz. Deutsche Truppen der Armee des Generals v. Kö veß haben Nobibazar besetzt. Die Armee des Generals v. Gallwitz und der rechte Flügel der Armee des Generals Bojadjieff kämpfen um den Austritt in das Lab⸗Tal nördlich von Pristina. Die Zahl der am 19. November gefangen genommenen Serben erhöht sich auf dreitausendachthundert, gestern wurden über viertausend vierhundert Mann gefangen genommen. Oberste Heeresleitung. . Der feindliche Vierverband muß zusehen, wie das letzte Stück Altserbiens von den Zentralmächten und Bulgarien erobert worden ist und wie dem König Peter das Wasser bis an den Hals steigt. Aber auch diplomatisch haben die Feinde das letzte Pulber verschossen. Es haben so viele Konferenzen in London und Paris stattgefunden, und auch Italien soll, nach einer Pressemeldung, künftig ständig zu den Beratungen herangezogen werden, obgleich es von den gemeinsamen Zielen und Schritten nicht viel wissen will und in großen orgen sich lediglich bemüht, das Nächstliegende zu voll⸗ bringen, den Habsburger Feind unterzukriegen. Es ist aber zu vermuten, daß es mit der Einigkeit auch zwischen Franzosen und Engländern nicht weit her ist. Von Albion wird zuviel Komödie gespielt, und man weiß nie recht, ob es bei einem in Angriff genommenen Unternehmen auch mit dem rechten Ernste dabei ist. Jedenfalls waren in Saloniki die e zuerst an der Front und ihre Führer haben sich als die Antreiber der vorsichtigen britischen Truppen erwie⸗ sen. Heute freilich scheint sich in Frankreich ein Umschlag zu vollziehen. Es heißt, in der letzten französischen Senatssitzung seien Meinungen laut geworden, das Abenteuer in Saloniki ganz aufzugeben. In London hat man noch einmal die diplo⸗ matischen Backen voll genommen. Kitchener war in Athen und hat dort wohl auch militärische Ueberzeugungsgründe geltend gemacht. Dann ist er in Saloniki gewesen, aber— nicht dort geblieben! Man darf seine Mission in Griechen⸗ land als gescheitert betrachten. Es mehren sich die Gerüchte, daß Griechenland mit dem Herzen auf der Seite der Zentral⸗ mächte steht. Denn nur so erklärt sich die Nachricht, es solle von England fortan wirtschaftlich blockiert werden. Es heißt aber auch ferner, daß zwischen Bulgarien, Griechenland und Rumänien in kürzester Zeit ein neues Balkanbündnis zu⸗ stande kommen werde. Zu diesem Bündnis habe Rumänien die Initiative gegeben, und Bulgarien und Griechenland hätten gerne eingewilligt. Die Verhandlungen dauerten zur⸗ zeit in Sofia noch fort. Diese Mitteilung der„Voss. Ztg.“ steht in Uebereinstimmung mit einer Meldung der„Frankf. Ztg.“ aus Sofia, wonach einer der bulgarischen Minister folgende Erklärung abgegeben haben soll: „Wir stehen vor der Vernichtung Serbiens. Eine wichtige 5 wird die Einmischung Griechenlands an der Scite der entralmächte sein. Zur Verwirklichung der griechischen nationalen Ansprüche ist diese ie bedeutungsvoll, da eine teilweise Besetzung der albanischen Küste durch griechische Truppen die Pläne des Vierverbandes auf dem Balkan unmöglich macht. Alle Hoffnungen auf eine Besserung der Lage des Vierverbandes sind gescheitert. Nach der erneuten Neutralitätserklärung tumäniens gegenüber Bulgarien unter der Berücksichtigung, daß Rußland über keine Truppen für den Balkan verfügt, und daß ein neues Kabinett mit dem Freunde der Zentralmächte, Carp, gebildet wird, werden die Beziehungen zwischen beiden Staaten keine Verschlechterungen erfahren.“ Jedenfalls hat sich die militärische Lage auf dem serbischen Kriegsschauplatz für die„Entente“ so ungünstig als möglich gestaltet. Die Festung Novipazar, die Haupt⸗ stadt des ehemaligen Sandschak, ist in die Hände unserer siegreichen Truppen gefallen. Das serbische Heer im Nord⸗ westen wird in die Berge Montenegros gedrückt und von jeg⸗ licher Verbindung mit den englischen und französischen Hel⸗ fern und seinen eigenen Streikkräften im Süden des Landes abgeschnitten. Während die Armee Koeveß schon dicht bis an den größeren Teil der montenegrinischen Grenze heran⸗ geschoben worden ist, hat sich die Armee Gallwitz bei ihrem Vormarsch von Kursumlje her bereits Pristina soweit ge⸗ nähert, daß sie in Fühlung mit dem rechten Flügel der Armee Bojadjieff um den Austritt aus dem Gebirge in das Labtal nördlich jener Stadt kämpft. Ueber die bisherigen Kriegserfolge, die völlige Eroberung Serbiens, stellt einer unserer Mitarbeiter folgende Betrachtungen an: Unter Altserbien versteht man ein Gebiet von 48 303 Quadrat-⸗ kilometern mit rund 3 Millionen Einwohnern. der Rest, der noch zu besetzen wäre, ist nicht etwa„ganz Neuserbien“, sondern nur ein Streifen jener Gebiete, die Serbien in den letzten Balkankriegen er⸗ raffte. Will man sich wirklich auf dieser letzten, abgebröckelten Scholle halten? Will man es im serbischen Hauptquartier auf den alleräußersten Vernichtungskrieg ankommen lassen? Die Gefangenen der Deutschen und Bulgaren, die Ueberläufer, die nach Montenegro entkommen, erzählen schaudernd, in welchem Zustand sich das„stolze“, von Mütterchen Rußland einst so reich ausgestattete Serbenheer befindet, wie der Hunger wütet, wie die Witterungsverhältnisse einen geordneten Rückmarsch un⸗ möglich machen, wie diese Armee sich in verirrte Kolonnen und die Kolonnen sich in kopflose Haufen auflösen. Man hat die Bevöl⸗ kerung Altserbiens überall bis zum letzten Augenblick in der sicheren Hoffnung gelassen, daß die Gegner nicht über Nisch und Uesküb hinauskommen werden, daß Boden und Wetter Halt ge⸗ bieten und daß— Hunderttausende von Ententetruppen aus Saloniki den kühnen Angreifern rechtzeitig in die Flanke fallen und Serbien wieder rasch befreien werden. Aus den Hundert⸗ tausenden von Engländern und Franzosen, die angeblich zu Hilfe eilen, sind rund und richtig achtzigtausend geworden. Mehr sind auf keinen Fall bis heute in Saloniki gelandet und wieviel sind bis vor die bulgarische Front ge⸗ kommen? Eine Hoffnung nach der andern bricht zusammen. Noch lockt der Vierverband zu einem letzten Totentanz in Mon⸗ tenegro und Albanien. Ein Winterfeldzug großen Stils auf dem Balkan wird in großsprecherischer Weise angekündigt. Man solle nur noch ein wenig warten, bis die nötigen Kräfte vollständig konzentriert seien. Der serbischen Armee werde die Rolle zufallen, die künftige Offensive von Skutari und Durazzo aus zu unterstützen. Ist es menschenmöglich, daß man mit sol⸗ chen Versprechungen noch krebsen geht? Ist es denkbar, daß mit solcher Windbeutelei ein ernster, furchtbarer Kampf hinausgezogen wird, der notwendigerweise nur zu immer neuen größeren Vor⸗ teilen des Gegners führen muß? Daß Kitchener und Denys⸗ Cochin in Athen ihre letzten Minen— voraussichtlich ganz ver⸗ geblich— springen lassen, ist noch verständlich. Aber eine mili⸗ tärische Entscheidung auf montenegrinischem oder albanischem Bo⸗ den herbeiführen zu wollen, erscheint als Gipfel jenes törichten Dilettantismus, der die Kriegführung Churchills und seiner Nach⸗ solger so ehrend auszeichnet. * 1* Die österreichisch⸗ungarischen Tagesberichte. Wien, 20. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 20. November 1915.. Russischer Kriegsschauplatz. Bei der Armee des Erzherzogs Josef Ferdinand wurde nordwestlich von Oly ka ein russischer Angriff abgeschlagen. Sonst nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Kämpfe im Görzischen dauern fort. Der Brückenkopf von Görz wurde wieder an mehreren Stellen vergeblich angegriffen, die Stadt eine Stunde lebhaft, dann müßig beschossen. Im Nordteil der Hochflüche von Doberdo erneuerte der Feind seine Vorstöße mit starken Kräften sowohl gegen unsere Stellungen am Nordhang des Monte San Michele, als auch gegen den Abschnitt von San Martino. Mehrfach kam es zum Handgemenge. Die Italiener wurden überall zurückgeschlagen; unsere Kampflinie ist nach wie vor in unseren Händen. Dasselbe gilt auch von unseren Stellun⸗ gen bei Zagora, wo der Gegner nächst der Straßensperre eindrang, in erbittertem Nahkampf aber wieder vollständig vertrieben wurde. Unsere Flieger bedachten Verona, Vicenza, Tricesimo, Udine und Cervignano mit Bomben. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Die Armee des Generals der Infanterie v. Kö veß hat Nova Varos besetzt und die Linie Sjenica— Dugapol⸗ jano—Raska überschritten. Südöstlich von Raska nahm eine k. und k. Brigade zweitausend Serben gefangen. Die deutschen Truppen des Generals v. Gallwitz kämpften südlich des Prepolac⸗Sattels, die Armee des Ge⸗ nerals v. Bojadjieff im Gebiete von Goljak Planina. Der Feind wurde fonst gestern durch die Waffen der drei verbündeten Heere vom letzten Stück altserbischen Bodens vertrieben. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Wien, 21. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 21. November 1915. Russischer Kriegsschauplatz. Im Wolhhnischen und am Styr stellenweise Ge⸗ schützfeuer, wobei die Russen Gasbomben verwenden. Sonst keine besonderen Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Italiener haben neuerdings Streitkräfte von der Tiroler Front ins Görzische gebracht. Unter Einsatz solcher Verstärkungen greift der Feind den ganzen Görzer Brückenkopf neuerlich an. Vor dem Monte Sabotino brachen mehrere Vorstöße in unserem Feuer zusammen. Im Abschnitte von Oslavija gelang es dem Gegner, in unsere Verteidigungslinie einzudringen. Ein Gegenangriff brachte jedoch diese Stellung mit Ausnahme einer Kuppe nordöstlich des Ortes, um die noch gekämpft wird, wieder in unseren Besitz. Drei feindliche Vorstöße gegen Pevma mißlangen unter schweren Verlusten. Besonders heftige Angriffe waren auch diesmal gegen die Podgora gerichtet. Auch hier wurden die Italiener blutig abgewiesen. Der Raum beider⸗ seits des Monte San Michele stand unter starkem Ar⸗ tilleriefeuer. Nachmittags gingen am Nordhange des Berges bedeutende feindliche Kräfte vor. Der Angriff scheiterte in unserem Kreuzfeuer. Das gleiche Schicksal hatten mehrere Vorstöße gegen den Abschnitt von San Martino und— nördlich des Görzer Brückenkopfes— gegen die Straßen⸗ sperre bei Zagora. In Tirol schlugen die Verteidiger des Col di Lana zwei italienische Angriffe auf die Spitze dieses Berges ab.. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Eine österreichisch⸗ungarische Kraftgruppe erzwang sich 1 von Cajnica eingenisteten Monte⸗ gegenüber den nördlich negrinern den Uebergang über die obere Drina. Novi⸗ bazar wurde von deutschen Truppen besetzt. Oestlich davon warf im Ibar⸗Tal eine österreichisch⸗ungarische Kolonne den Feind zurück. Die Zahl der in diesem Raum gestern ein⸗ gebrachten Gefangenen übersteigt 2000. An den Eingäugen des Amselfeldes wird heftig gekämpft. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. *** Lord Kitchener in Athen und Saloniki. Athen, 20. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Lord Kitchener ist hier angekom⸗ men und besuchte in Begleitung des britischen Gesandten den König. Die Audienz dauerte über eine Stunde. Später besuchte Kitchener den Ministerpräsidenten Skuludis. Heute abend reiste Kitchener wieder von Athen ab. Lyon, 20. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Wie„Progrés“ aus Saloniki meldet, ist Kitchener am Freitag vor⸗ mittag aus Mudros in Saloniki eingetroffen. Er hatte eine Besprechung mit den englischen Generalen. Kitchener reiste wieder ab, ohne ans Land gegangen zu sein. London, 21. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Das Bureau Reuter meldet aus Athen: Die Unterredung Kitche⸗ ners mit dem Ministerpräsidenten Skuludis dauerte 1½ Stunden. Der englische Gesandte wohnte der Unterredung bei. Hierauf wurde ein längerer Minister⸗ rat abgehalten. Kitchener reist am Abend ab, sein Reiseziel ist unbekannt. Die wirtschaftliche Blockade von Griechenland. London, 21. Nov. TB. Nichtamtlich.) Den Blättern wird aus Athen gemeldet: Die britische Gesandtschaft teilt mit, daß die Ententemächte die wirtschaftlich und kommerzielle Blockade von Griechenland beschlossen haben. Alexandria, 21. Nov.(WTB Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die ägyptischen Versicherer weigern sich, griechische Schiffe zu versichern. Die Bankiers verweigern die Ausstellung von Frachtbriefen für griechische Schiffe. Die ägyptische Post nimmt keine Postanweisungen für Griechenland mehr an. Der serbische Generalstab. Berlin, 22. Nov. Der serbische Generalstab soll sich nach Genfer Blättermeldungen auf dem Rückzug durch die Berge in Prizrend befinden, wo bereits die Regierung eingetroffen ist. Zusammenbruch der serbischen Bevölkerung. Mit dem Fortschreiten des Angriffs der Truppen der Bulgaren und der Zentralmächte beginnt die moralische Widerstandskraft des serbischen Volkes völlig niederzubrechen. Im Morava⸗Tale zeigte sich die Bevölkerung demütig und arbeitswillig, keine Spur mehr von Haß und Widerspenstig⸗ keit. Die zahlreichen Gefangenen bedürfen nur weniger Be⸗ gleitmannschaften; so wurden z. B. 500 gefangene Serben von 6 Dragonern geleitet. Mit der Witterung, Unterkunft und Verpflegung sind unsere deutschen Truppen zufrieden. Die größten Schwierigkeiten bereiten die grundlosen Wege, die namentlich an die Gespanne außerordentliche Anforde⸗ rungen stellen.(Aus einem Feldpostbrief vom 11. November aus der Gegend von Jagodina.) 3b. Die bulgarische und die türkische Bevölkerung 5 in Mazedonien. e— e Aang Ae der Buß 7 elegraphen⸗Agentur. 2 geßwesene russi eneral⸗ nl les fil, Strebutajew und dessen Galen, ie sich gegenwärtig in Sofia befinden, wo sie gut untergebracht sind und eine gute Behandlung erfahren, heben die rührende Solidarität her⸗ vor, die in Mazedonien zwischen der bulgarischen und der türkischen . Bevölkerung herrscht. Sie leisten einander in allem gegenseitige Hilfe gegen den gemeinsamen Feind. Diese Solidarität geht oft 10 weit. 805 Bulgaren und Türken gemeinsam bewaffnete Aktionen unternehmen, da die Türken gleichfalls durch das tyrannische Re⸗ gime der serbischen Unterdrücker in Verzweiflung gebracht worden find Die Beobachtungen Strebutajews werden durch Nachrichten 5 90 Mazedonien bestätigt, wo in der Tat die Bevölkerung häufig Gelegenheit hatte, mit der bulgarischen Armee zusammenzuwirken. Die Blätter heben diese Tatsache mit lebhafter Befriedigung hervor. ö 0* 8 5 5 f ö 8 5 Der türkische Bericht. Konstantinopel, 20. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier meldet: 0 An r Dardanellenfront beiderseits Geschützfeuer, an dem sich einige feindliche Panzerkreuzer beteiligten. Gelegentlich eines Wolkenbruches in der Nacht des 18. November wurden zwei feindliche Landungsbrücken zerstört. Ein Schlepper und neun große Barken des Feindes strandeten. Bei Ari Bur uu dauerte beiderseits das Gewehr⸗ und Geschützfeuer, sowie der Kampf mit Bomben an. Unsere Artillerie zerstörte dabei eine Bombenwerfer⸗ stellung und eine Maschinengewehrstellung des Feindes bei Kanli⸗ siert. Die Beschießung von Kapa Tepe durch den Feind von Land und von See aus richtete keinen Schaden an. Bei Sedd⸗ ül⸗ Bahr beiderseits Gewehrseuer und Bombenwerfen. Der Feind bewarf besonders unsere Schützengräben im Zentrum an⸗ haltend mit Bomben.— Sonst nichts von Bedeutung. 5 Konstantinopel, 21. Nov.(WTB. Nichtamtlich) Nach einem Telegramm aus Erzerum hat eine türkische teilung auf wussischem Gebiet bei Kasa Kesim auf der Tornasee⸗ ebene einer russischen Offizierspatrouille einen Hinterhalt gelegt; sie tötete einen großen Teil der Patrouille und nahm den Rest ge⸗ fangen Eine türkische Offizierspatrouille stieß auf russischem Gebiet westlich Artwin guf eine starke russische Abteilung und töfete 60 Soldaten und Offiziere. Der Rest entfloh und ließ zahlreiche Verwundete zurück. 5** Aus dem englischen Oberhause. London, 20. Nov.(W 7B. Nichtamtlich.) Oberhaus. Lord Portsmouth sagte: Eine tiefe Kluft besteht zwischen der offiziellen Auffasfung der Koalitionsregierung und 5 der mächtigen Ueberzeugung des Volkes. Die unionistischen 5 Parteiorganisationen empfanden eine wachsende Mißstimmung, daß die unionistischen Führer der Koalition beigetreten sind, ohne eine Bedingung zu stellen, und daß sie die Parter mit der Erbschzst der Fehlschläge und der schlechben Wirtschaft der Aera ben Regie⸗ rung belasteten. Im Lande herrschte starkes Mißtrauen gegen die Kombination beider Frontbänke. Die Rede Churchills hat ge⸗ zeigt, daß ein beklagenswerter Mangel an Kontrolle bei dem Haupt der Regierung vorhanden ist. e Lord Rioblesdale sagte, er wolle sich nur dem Saume des Grenzgebictes nähern, das Lord Courtney neulich überschrit⸗ ten habe, und lehne durchaus den Gedanken ab, daß England der Friede auferlegt werde, oder daß die Engländer sich in einen Frieden hineinreden lassen könnten. Aber er halte es möglich, einen Mittelweg zu finden, so daß Europa einen Frieden erlebe, der nicht von irgend jemanden i direkt aufgezwungen würde. Der Redner schloß: Wenn wir auf dem Grunde der Vernunft, Würde und Ehre Frieden b schließen können, wäre es gut für uns, aber es scheint, daß es uns N jetzt so gut geht, daß es unratsam wäre, von Friedensbedin⸗ gungen zu reden. Die Lage in Indien. WNanubon, 20. Nov.(WTB. N klich.) Das In⸗ Ddische Amt teilt mit Die Berichte der deutschen Presse über Unruhen in Britisch⸗Indien, die auch in anderen Ländern abgedruckt wurden, haben den Zweck, glauben zu machen, daß sich die Brahmanen, Buddhisten und 2 7 med aner vereinigt haben, dem verhaßten England soviel wie möglich zu schaden. Die Berichte, daß der Radscha von Bhägalpur an der Spitze der Bewegung stehe, daß ernste Unrühen in Bombay, Madras, Wagpur, Allahabad und 8 5 e e — 5 et I N l 2 A 9 1 truppen abgezogen und die englischen Truppen zurück⸗ gegangen seien und die Rebellen hierauf die Kasernen und Arsenale besetzt hätten, sind von Anfang bis zu Ende un⸗ wahr. Der Staatssekretär für Indien lann ferner wer⸗ sichern, daß kein Radscha von Bhagalpur existiert. Vielleicht ist der Nabob von Bhagalpur gemeint. Dieser ist jedoch erst elf Jahre alt. Auch die Meldung, daß der Nizam vom Haiderabad von dem Volke entthront worden ist, wird entschieden in Abrede gestellt.(Soweit Meldungen der deut⸗ schen Presse über Indien überhaupt vorliegen, waren sie im wesentlichen Wiedergaben von Nachrichten der Aus⸗ landspresse, der englischen nicht gusgeschlossen. Wir können es der beteiligten Auslandspresse überlassen, sich mit der Mitteilung des Londoner zusetzen. D. Red.) Kämpfe in Ostafrika. London, 20. Nov.. Nichtamtlich.) Das Bureau Reuter erfährt aus amtlichen Quellen aus e 1 daß eine starke deutsche Patrouille am 15. Oktober die Briten bei Bsambwenti angriff und sich später zurückzog. Die Briten überfielen eine feindliche Patrouille am Kagerafluß in Uganda. Ein feindliches Luft⸗ schiff wurde über der südlichen Massaireservation ge⸗ meldet. Fünf Explosionen fanden vom 16. bis 19. Sk⸗ tober an verschiedenen Punkten der Ugandabahn statt. gesehen von Gefangenen früherer Kriegsstadien sind 22 deutsche und österreichische gefangene Offiziere, 167 Mann — 19 Frauen und 21 Kinder nach Indien geschickt wor⸗ en.(Ueber ein Luftschiff verfügen wir in Ostafrila nun doch noch nicht. Anscheinend litt dersenige, der es gesehen haben will, an Halluzinationen. Die Angaben über bie Zahl der nach Indien gebrachten Paene guen müsse als irreführend bezeichnet werden. Soviel Kriegsgefangene, wie hier angegeben, haben die Engländer seit döriegsbeginn bei sämtlichen 77 5 in Ostafrika überhaupt noch nicht ge⸗ macht. Die Zahl der bei diesen Gelegenheiten in Gefangen⸗ schaft geratenen Deutschen ist ganz gering. Die von Reuter angegebenen Zahlen umfassen daher höchst wahrscheinlich sämtliche aus Britisch⸗Ostafrika seit Kriegsbeginn nach In⸗ dien gebrachten Deutschen und Oesterreicher, die vor Kriegs⸗ ausbruch dort ansässig waren, also auch Zivilpersonen. Anmerkung des WTB.) f Aus Südafrika. Hapstadt, 20. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Das Parlament ist eröffnet worden. Der Generalgouverneur hielt eine Rede, worin er durchblicken ließ, daß Aussicht auf Begnadigung der Rebellen bestehe, sobald Einzelprozesse erledigt seien. General Hertzog teilte mit, daß er beantragen werde, De⸗ wet auf freien Fuß zu setzen und eine allgemeine Amnestie zu erlassen. N Kabinettswechsel in Portugal. Paris, 21. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Wie der„Temps“ des Kabinetts Castro angenommen. Die Blätter melden, daß das neue demokratische Kabinett folgendermaßen zu⸗ Wande wird: Vorsitz Affonso Costa, Inneres und Finanzen llendro Braga, Justiz Catanho de Menzes, Krieg Norton de Anattos, Marine Leotte Derego, Aeußeres Antonio Anocieira, 202% 1 ned 1 1 een c Joao de Barros. Pax, wird vor dem 2. mber zu einer außerordent⸗ lichen Sitzung zusammenberufen 9 5 55 Der Seekrieg. Zur Versenkung der„Ancona“. Washington, 20. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Mel⸗ dung des Reuterschen Bureaus. Die 5 Re⸗ gierung teilte dem amerikanischen Votschafter in Rom mit, es bestehe kein Grund, anzunehmen, daß das U⸗ Boot, das den Dampfer„Ancona“ versenkte, anderer 12 österreichisch-ungarischer Natlonalität bar. 5 Imapur stattgefunden hätten und zuletzt in den genannten Orten die Rebellen gesiegt hätten, 8 daß die Ehngeborenen, * 45 des Bela Alberti Indischen Amts auseinander⸗ 1 Die Bahnlinie ist leicht beschädigt, ein Zug entgleiste. Ab⸗ aus Lissabon meldet, hat der Präsident das Rücktrittsgesuch[ we Aus dem Reiche. f Verbrauchsregelung für Butter und Fette. f Berlin, 22. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ schreibt unter der Ueberschrift N regelung für Butter und Fette“: In den letzten Tagen sind mehr⸗ sach in der Presse Notizen darüber erschienen, daß von einer Ver⸗ brauchsregelung der Fette ganz und gar abgesehen werden sollte. Demgegenüber ist festzustellen, daß die ma enden Regierungs⸗ stellen nach wie vor die Verbrauchsregelung der Butter und Fette nicht aufgegeben haben. Die Reichsleitung ist im Einvernehmen mit den Bundesregierungen z. Zt. damit beschäftigt, 0 lagen für den Umfang der Produktion, die Höhe der usetzen⸗ den Quanten und die Art der Verteilung zu beschaffen. Eine Re⸗ gelung der Angelegenheit ist daher demnächst zu erwarten. Zu⸗ näckst ist ein Entwurf in Arbeit genommen, der einen Ausgleich der vorhandenen Buttermengen zwischen den Produktionsgebieten und den unzureichend versorgten Konsumtionsgebieten herbeiführen soll. Deshalb ist vorläufig die obligatorische Einführung der Butterkarte in denjenigen zirken in Aussicht genommen, in denen mit besonders mangel hafter Butterversorgung zu rechnen ist. * Berlin, 19. Nov.(Zens. Blu.) Der„Vorwärts“ schreibt: Gegen die Genossin Dr. Rosa Luxemburg und Klara Zetkin und die Genossen Dr. Franz Meh⸗ ring, Peter Berten und Hei 551 ist wegen Herausgabe und Drucklegung des es 1 der Zeitschrift „Die Internationale“ Anklage erhoben worden. Die An⸗ klage erblickt in den Aufsätzen„Der Wiederaufbau der Internationale“ von Rosa Luxemburg und„Für den Frieden“ von Klarg Zetkin Vergehen gegen die 88 130, 110 und 111 des Strafgesetzbuches(Aufreizung zum Klassen⸗ haß, Aufforderung zum Ungehorsam gegen diese und zur Begehung strafbarer Handlungen) und gegen 8 9e und 9d setzes(Anreizung zum Verbrechen der tätlichen Widersetzlichkeit und Verleitung von Militärper⸗ sonen zu Verbrechen gegen die Subordination). Leipzig, 21. Nov.(WTB. Nichtamtlich) Nachdem der Reichskanzler bereits im Juni 1915 dem Ausschuß für die hilfsbedürftigen Deutschen Galiziens und der Bulo⸗ wina in Leipzig 20000 Kronen gespendet hat, bewilligte er ihm jetzt wiederum 10000 Kronen für die Hilfsexpe⸗ ditionen in dem befreiten Galizien. Im ganzen hat der Ausschuß damit über 165000 Mk. gesammelt. Aus Hessen. Darmstadt, 21. Nov. Das Ministerium hat angeordnet, daß die Entlassungsprüfunge 1 2 den Lehrer⸗ und Lehrerinnenbildungsanstalten gl„ stattfinden, und die Prüflinge dann möglichst bald dienstliche Ver⸗ wendung finden sollen.. „! Aus Stadt und Cand. 5 Gießen, 22. November 1915. ** Amtliche Personalnachrichten. herzog hat am 23. Oktober ds. Is. den Bahnhofsvorstehern August Bender zu Bottrop, Wilhelm Ecker zu Dortm Hauptbahnhof, Jakob Rück zu Dortmunderfeld und Philipp See⸗ inger zu Langendreer; dem Werkmeister Karl Wes zu Wies⸗ baden, den Oberbahnassistenten Heinrich Geck und Anton Guk⸗ mann zu Wiesbaden; den Een da enen Ernst Böd icker zu Biebrich⸗West, Jakob Raiß zu Worms und Wilhelm Ruppel zu Bad⸗Münster a. St., sämtlsch in der Hessisch⸗Preußischen Eisen⸗ bahngemeinschaft, die unkündbare Anstellung verliehen; am 16. Ok⸗ tober ds. Is. wurde den Lokomotivführern Johann Alt und Karl Bender zu Frankfurt a. M., Nikolaus Bonacker zu Kranichstein, Heinrich Dauth zu Osthosen, Johann Ebert, Jakob Groh, Jakob Lameli, Johann Ockstadt, Philipp Schäfer und Peter Schnitzspahn zu Worms, Ludwig Fi⸗ scher zu Darmstadt, David Kirch, Peter Kraft und Ernst Valentin zu Mainz, Oswald Kleisinger zu ainz⸗Kastel, Johann Lehr und Wilhelm Mayer zu Alzey und Mathias einer zu Bingerbrück; den Zugführern 5 1 Kunz zu Bingerbrück, Adam Schmidt II. m ohann Weinel zu Mainz: den Werkführern Philipp Dunkel zu Bischofsheim, Friedrich Hummel, Adam Ihbrig, Christof Leicher und Jakob Löhr zu Darmstadt und Phllop Stiehl zu Worms; dem Wagenmeister Adam Bechtold zu Bischofsheim; den Ran⸗ giermeistern Wilhelm Bischel und Jakob Seckler zu Mainz, Rudolf L 310 zu Bingerbrück und Georg Lust zu Kranichstein; den Eisenbahn⸗Unterassistenten Jakob Ber wind zu Gensingen⸗Horr⸗ weiler, Jakob Eckert zu Weisenau, J rob Friedrich zu Als⸗ heim, Heinrich Geißler zu Eppelsheim, Wilhelm Hessel zu Bad⸗ Kreuznach, Johann Kesberg und Peter Schmitt zu Mainz, Johannes Krämer zu Walldorf, Paul Miktne zu Nackenheim Leonhard Mühlfeld zu Hofheim i. R., Jofef Ru m p zu Mainz⸗Mombach, Josef Steinborn zu Worms und Johann widersky zu Kelsterbach; sowie den Wei te 5 Wilhelm Bäckel Peter Ruhl und Wilhelm Weidmann zu Mainz, Johann Bott und Friedrich Lauster zu Worms, An⸗ dreas Hedrich zu Lampertheim und Peter Sch a0 er zu Bischofs⸗ heim, sämtlich in der Hessisch⸗Preußischen Eisenbahngemeinschaft, die unkündbare Anstellung verliehen. 5 8 Der Weihnachts paketvberkehr, Die.. verwaltung richtet auch in diesem Jahr an das Publ das suchen, mit den Weihnachtssendungen bald zu begin⸗ men, damjt die Paketmassen sich nicht in den 11 85 Tagen vor dem Bei dem außerorder Feste zu 55 W itlichen An⸗ schwellen des Verkehrs ist es nicht tunlich, die gewöhnlichen Beför⸗ derungsfristen einzuhalten und namentlich auf sweite Entfern eine Gewähr für rechtzeitige Zustellung vor dem Welhnachtsfeste zu übernehmen, wenn die Pakete erst am 22. Dezember oder noch später eingeliefert werden. Die Pabete sind dauerhaft zu verpacken. Etwaige auf dem Verpackungsstoff vorhandene ältere Aufschriften und Beklebezettel müssen eitigt oder un⸗ kenntlich gemacht werden. Die Benutzung von diinnen Pappkasten, chwachen Schachteln, Zigarrenkisten usw. ist zu vermeiden. Die Aufschrift der Pakete muß deutlich, vollständig und haltbar hergestellt sein. Kann die 1 nicht in deutlicher Weise auf das Paket selbst gesetzt werden, so empfiehlt sich die Verwen⸗ dung eines Blattes weißen Papiers, das der ganzen Fläche nach sest aufgeklebt werden muß. Am zweckmäßigsten find gedruckte Aufschriften auf weißem Papier, dagegen sind Vordrucke zu Paket⸗ karten ungeeignet für Paketaufschriften. Bei in Leinwand ver⸗ Fu Sendungen mit Fleisch und anderen Gegenständen, die euchtigkeit, Fett, Blut usw, absetzen, darf die Aufschrift nicht auf die Umhüllung geklebt werden.. Name des W orts muß recht groß und kräftig gedruckt oder geschrieben sein. Die Palkektaufschrift muß sämtliche Angaben der Paketkarte enz halten, also auch den Freipermerk, bei Paketen mit Postnachnahme den Betrag der Nachnahme sowie den Namen und die Wohnung des Absenders, bei Eilpaleten den Vermerk„durch Eilbofen“ usw., damit bei einem Verluste der Paletfarte das Paket doch dent Pale dr in gepünschter Weise ausgehändigt werden kann. Auf 75 11 1 9 Orten ist die Wohnung des Empfän⸗ gers, au e eren e ie 12 esche 10 sschrift innerha r Verpackung. Zur Beschleunigun 8 triebs trägt es in ei, wenn 1 Absend e Paket karte Verf die erforderlichen Marken auf gleich nach Neujahr Der Groß⸗ mmungs⸗ keten nach Verlsu auch der Gee(C, W, SO usw.). 2 einer zweiten 9 F g mehrerer Pakete mit einer Paketkarte ist für die Beit 558 h bis einschließlich 24. 1 weder im Ae deut Verkehr noch im Verkehr mit dem Auslande gestattet. abe liche Einlieferungsbescheinigungen über mehrere ge⸗ wöhnli kete werden in der bezeichneten Zeit nicht ausgestellt. * Totensonntag. Nie 15 dem Bestehen des Tages, der dem Gedächtnis unserer Toten geweiht ist, sind der Zweck und der Gedanke des Totensonntags überwältigender und für jeden Einzelnen ie pen, gewesen, als am 21. November 1915. Als ob der Himmel das angehäufte Leid verklären wollte, strahlte vom Morgen bis zum Abend eine milde Wintersonne und geleitete Tausende zu den beiden Friedhöfen hinaus. Die Wanderung dorthin begann schon in den Vormittagsstunden. Bei den Morgengottes⸗ diensten waren die Kinthen überfüllt; die Worte der Geist⸗ lichen fielen in empfängliche Herzen, und auch viele von denen, denen der Krieg bisher noch kein Totenopfer abge- nommen hat, konnten den Tränen nicht gebieten, als die Gotteshäuser bei den Predigten vor Schluchzen widerhallten. Nachmittags strömte dann die Menge wieder zu den Fried⸗ höfen hinaus. In der Kapelle des alten Friedhofs sprach um 2½ Uhr Pfarrer Schwabe, in der des neuen Friedhofs eine Stunde 15 N Bechtolsheimer. Am Rod⸗ berg sammelten sich die Friedhofsbesucher namentlich um den Ehrenfriedhof, wo schon weit über hundert deutsche und feindliche Krieger den letzten Schlaf tun. Die Grab⸗ stätten boten unter grüner Rasendecke, versehen mit ein⸗ fachen einheitlichen Namenskreuzen, die bei den deutschen Toten die Form des eisernen Vorbilds haben, ein würdiges und ergreifendes Bild. Bis in die späten Tagesstunden. drängte sich die große Zahl der Besucher auf den stillen Wegen; sie wird kaum jemals so groß und so zu andächtiger Trauer gestimmt gewesen sein, wie in diesem Jahre. * Der Männerturnverein beging am Sams⸗ tag die Feier seines 30jährigen Bestehens in ein⸗ facher und erhebender Weise durch eine gemütliche Zusam⸗ di menkunft im Vereinsraum Hotel Höhler. Turner aller Altersstufen, darunter drei Mitbegründer, sowie Mitglieder der Damenriege waren zahlreich erschienen, um ihrer An⸗ hänglichleit und Treue zur Vereinssache an diesem bedeu⸗ tungsvollen Tag besonderen Ausdruck zu geben. Der erste 5 Lang sowie Turnwart Weiß u. a. begrüßten die Mitglieder unter Hinweis auf die außergewöhnlichen Zeitumstände der diesmaligen Festestagung, deren Freude gedämpft werde durch die en Verluste, die gerade der Verein durch den Heldentod seines Führers Kauf⸗ mann sowie so vieler wackerer Turngenossen erlitten habe. Diese seien in Verwirklichung der turnerischen Ideale für die heilige Sache des Vaterlandes gestorben, die auch wie⸗ derum an den in neue Anforderungen stelle, durch die Einberufung der beiden Redner zur Fahne. Ehrenmitglied Turner A. Bindewald, in dessen Hände nunmehr die Leitung des Vereins übergeht, spann den Faden weiter, indem er in zündender Rede, gewürzt mit Rückblicken in die Vergangenheit und Ausblicken in die Zukunft, zum Gelöb⸗ nis de Selce opferfreudiger Mitarbeit auch im 4. Jahr⸗ zehnt des nnertürnvereins aufforderte. Alte Turner⸗ kieder sowie schließlich eine Blitzlichtaufnahme der Teil⸗ nehmer bildeten den en der würdigen Feier. nee Leil Jugendpflege, der alle auf vaterländischem Boden stehenden und Jugendpflege treibenden Organisationen umfaßt, veranstaltet in Berlin in der Zeit vom 22. November bis 8. Dezember abends 810 Uhr in der Aula der Gemeindeschule, Albrechtstraße 20, einen Lehrgang zur Einführung in die Jugendpflege, bei dem Vorträge aus den verschiedensten Gebieten der Jugend⸗ puede e und auch die militärische Jugendvorbereitung be⸗ handelt werden soll. jeden Vortrag schließt sich eine Aus⸗ sprache an. Anmeldungen zur Teilnahme sind zu richten an die Geschäftsstelle des Hauptausschusses für Leibesübungen und Jugendpflege, Berlin W. 62, Bayreuther Straße 13, dort ist auch die N olge erhältlich. 5 0 und Frau geb. Baer feierte, wie schon kurz matgeteilt/ am gestrigen Sonntag der Goldene Hochzeit. Der Großherzog hat dem Jubelpaar aus diesem Anlaß seine schrüftlichen Glückwünsche ausgedrückt und ihm sein Bild mit eigenhändiger Namensunterschrift überreichen en. Oberbürgermeister Keller nahm ebenfalls Veran⸗ lassung, den Jubilaren seinen Glückwunsch auszusprechen. Die israelitische Gemeinde, der das Ehepaar fe 30 Jahren angehört, ließ demselben einen prächtigen Blumenkorb als Angebinde überreichen. Aus dem Leben der beiden alten Leute wird uns noch mitgeteilt, daß der Jubelbräutigam, der in jungen Jahren nach Amerika gegangen ist, nach siebenjähriger Abwesenheit in sein Heimatland zurückkehrte, um sich mit seiner 7 7 7 zu verheiraten; das junge Paar machte dann die Reise über den großen Teich gemein⸗ acht Jahre in der neuen Welt und kam dann nach Gießen, wo es sich endgültig niederließ. Von seiner 3 geschäftlichen Tätigkeit erzählt die Entwicklung belpaares kennen lernen durfte, wird seiner gestern ebenfalls herzlich gedacht haben. tem Futter im Werte von 85 Mk. Mitteilung erbittet die hiesige Kri⸗ he daß Gedeutung chuß für Leibesübungen und dene Hochzeit. Das Ehepaar Rentner Süß fk usw. hin, wofür sie eine von deen Koch⸗ 2 gibt. Auch hier in Gießen ist der Bezug von Seemuscheln durch eine Fischhandlung ermöglicht, von dem zum Besten unserer Volksernährung, wie wir hoffen dürfen, in der jetzigen Zeit der Fleischknappheit ein recht ausgiebiger Gebrauch gemacht werden wird. Landkreis Gießen. „ Watzenborn, 22. Nop. Dem Unteroffizier Heinrich Philipp von hier wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Lollar, 21. Nov. In der in vergangener Woche abgehal⸗ tenen Sitzung des„Ortsausschusses vom Roten Kreuz Lol⸗ lar“ wurde deschlalten, die vom„Kreisausschuß des Roten freu⸗ zes“ für unsere Gemeinde überwiesenen 1200 Mi. Ersparnisse der Getreideeinkaufs⸗Gesellschaft, sowie weitere vom Gemeinderat bewil⸗ ligte 1000 Mk. 114 bedürftigen und kinderreichen Familien zugute kommen zu lassen. Es werden zu diesem Zwecke Kartoffeln, Erb⸗ sen, Granpen, Nudeln, Reis und Seife eingekauft und zum Ein⸗ kaufspreise an die 114 Familien gegen bar verkauft. Außerdem. erhalten die Familien noch 25 Prozent Nachlaß so lange, bis der Ausschlag— er betrügt aus 1200 Ml. auf den Kopf der Fa⸗ milie 2,50 Mk.— aufgebraucht ist. Die von der Gemeinde gespen⸗ deten 1000 Mk, werden anschließend geradeso verwendet. Um we⸗ entlich mehr als 25 Prozent wird hierdurch die Lebenshaltung er bedachten Familien verbilligt. Die Liste der vom Ortsausschuß als unterstützungsbebürftig ausgewählten Familien wird auf hie⸗ iger Bürgermeisterei zur Einsicht offen gelegt. Der Ortsausschuß, r bisher aus den Herren: Direktor Weber, Bürgermeister Schmidt, Lehrer Daab, Bauunternehmer Deibel, Fabrikant Schiemangk, Schlossermeister Mattern, Metzgermeister Moos und Bauunternehmer Nuhn bestand, ist durch Beigeord⸗ neten Gerlach und Gemeinderat Vorbach erweitert worde D In dem heutigen Gottes dienste zum Gedächtnis gor Toten, insbesondere der im Felde Gefallenen, wurden die Na⸗ men der im Kirchspiel Kirchberg, dazu gehören die Gemeinden Stau⸗ fenberg, Lollar, Mainzlar, Daubringen, Ruttershgusen, auf dem Felde der Ehre gefallenen 75 Helden, wovon nahezu die Hälfte Familienväter waren, unter feierlichem Glockengeläute pom Altar aus verlesen. Hierbei fehlten noch die schon lange Vermißten, ie noch kein Lebenszeichen von sich gegeben haben. Es blieb kaum ein Auge tränenleer. O Grünberg, 21. Nov. Bei den Kämpfen in Serbien starb den Tod fürs Vaterland Musketier Georg Hoffmann, Sohn von Bäckermeister Karl Hoffmann III. Die Zahl der Opfer aus unserer Gemeinde beträgt nunmehr 21. Außerdem werden noch vier Krieger vermißt. Kreis Schotten. * Gedern, 19. Nov. Wieder hat der Krieg drei Opfer aus unserer Gemeinde gefordert. Den Tod fürs Vaterland starben der Rekrut Wilhelm Stöhr, der Wehrmann Heinrich Ruhl, der eine Witwe mit zwei Kindern hinterläßt, und der Schulberwalter Karl Philippi. Letzterer war gebürtig aus Utphe, Kr. Gießen, und wirkte an hiesiger Schule von Ostern 1914 bis zum 1. Juni 1915, dem Tage seines Eintritts in das Heer. Wegen seines freundlichen Wesens und seiner Pflichttreue in seinem Beruse ersreute er sich ier und in dem benachbarten Orte Steinberg, wo er bis zum lai d. J. aushilfsweise tätig war, größter Beliebtheit. Die beiden Gemeinden werden dem tüchtigen Lehrer ein ehrendes Andenken bewahren.— Wie im vorigen Jahre, so ist auch in diesem Jahre von der Ortsfürsorge und dem Zweigverein des Roten Kreuzes ge— plant, für die im Felde stehenden Gederner Krieger Weihnachts- sendungen hinausgehen zu lassen. an Ober⸗Lais, 20 Nov. Am letzten Sonntag fand in unserer sirche für den gefallenen Krieger Adolf Kirchhof eine Gedächtnisfeier statt. Das Gotteshaus war überfüllt. Der Dottesdienst wurde verschönert durch den Gesang verschiedener Lieder der Schulkinder, und vor allem durch den eindrucksvollen Choral„Näher mein Gott zu Dir“. Der Ortsgeistliche gedachte in ehrenden Worten des Gefallenen im Ansctluß an das Schriftwort „Sei getreu bis in den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben“, Kirchhof ist das siebente Opfer, das der Krieg in unserer Gemeinde gefordert hat. Er fiel am 25. September bei dem französischen Angriff im Westen. Starkenburg und Rheinhessen. m. aten ach a. M., 22. Nov. Hier wurde eine Treuhand⸗ und Hypothekenvermittlungs⸗ e e e. G. m. b. H. begründet, deren Zweck aer(Hypothekennachweis), der Uebernahme der Aus⸗ eber uche für die vermittelten Hypotheken und der ebernahme von Verwaltungen zu treuen Händen zum Zwecke der Verhütung von Zwangsvollstreckungen. Der Ge⸗ schäftsanteil beträgt 100 Mark, der sofort ganz oder in bierteljährlichen Raten von 10 Mark bezahlt werden kann. essen⸗Nassau. IJ Marburg, 21. Nov. An der heute nachmittag auf dem Friedhose bei den Kriegergräbern abgehaltenen Gedächtnis⸗ sejer für die Gefallenen nahmen außer den Angehörigen der Garnison, der Studentenschast, den Krieger- und Gesangvereinen noch zahlreiche Bewohner aus Stadt und Land leil. Die Ansprache 9155 er derzeitige Garnisonpfarrer Professor Dr. Bornhä 0 2 lußer der Jägerkapelle wirkte bei der Feier auch der aus Mit- gliedern der verschiedenen Gesangvereine gebildete Marburger Sängerchor mit. Frankfurt a, M., 21. Nov. Das Polizeipräsi⸗ dium 115 in sämtlichen hiesigen Lebensmittel- geschäften, die Kleinhandel betreiben, ange Er⸗ hebungen über die Einkaufs⸗ und Verlaufspreise an⸗ stellen lassen. Wo sich erhebliche Unterschiede feststellen ließen, würde das Strafverfahren wegen Lebensmittel⸗ wuchers eingeleitet.— Einem eee Kartoffelhändler, der kranke 1 feln zum Preise von 3,90 Mark den Zentner verkauft hatte, wurde das Geschäft geschlos⸗ en. Den noch vorhandenen Vorrat überwies man zur Vieh⸗ ütterung einem Landwirt. X. Schlüchtern, 21. Nov. In der Samstags⸗Ausgabe des„Gieß, Anz“ wurde berichtet, daß jetzt als verantwortlich für die Schlüchterner Zeitung eine Dame zeichne. Dieser Vorgang hängt jedoch, wie man uns schreibt, mit dem Kriege nicht zu⸗ sammen, da bereits seit 4 Wochen für die Redaktion der Schlüchterner Zeitung die Besitzerin des Blattes, Frau Lina 8 o h⸗ meister, verantwortlich zeichnet. X Hanau, 21. Nov. Die Landwirtschafts⸗ kammer für den Reg.⸗Bezirk Kassel teilt mit, daß dem Vernehmen nach der Bedarf der größeren Städte Kassel und Hanau an Speise kartoffeln bisher wegen man⸗ gelnden Angebots im freien Verkehr nicht voll befriedigt werden bonnte. Die Reichskartoffelstelle habe daher an die Stadtkreise auf deren Antrag Kartoffelbezugsscheine aus⸗ gegeben, nach welchen von den benachbarten Landkreisen bestimmte Mengen von Kartoffeln an die Städte geliefert werden sollen. Die Landwirtschaftskammer fordert die Land⸗ wirte ihres Bezirks auf, möglichst viel Eß kartoffeln un⸗ mittelbar oder durch den Handel oder durch die Kommunal⸗ verbände den größeren Städten zuzuführen.— In der gestrigen Sitzung des landwirtschaftlichen Kreisvereins Hanau wurde die Kartoffelfvage ebenfalls erörtert und von vielen Landwirten die Versicherung abgegeben, daß sie be⸗ deutend mehr Kartoffeln als früher ihrer städtischen Kund⸗ schaft zugeführt hätten. Als Tatsache könne aber sestgestellt werden, daß viele Abnehmer weit größere Mengen 5 sals in früheren Jahren sich zugelegt hätten, auch der eigene Bedarf der Landspirte jetzt weit größer 15 als früher. — Rüdesheim, 22. Noy. Die 13⸗ und 15jährigen Töchter der hiesigen Einwohner Kraß und Weber stürzten Freitag abend in den Rhein. Auf ihre Hilferufe sprang ihnen der Brfckenwärter Möslerx nach. Ihm gelang es, die sich fest umklammert haltenden Mädchen dem Strome zu entreißen und mit Hilfe des Matrosen Trapp aus * esteht in der Vermittlung und Beschaffung von Hypotheken⸗ fe Bingerbrück ans Land du bringen. Die schon bewußtlosen Mädchen wurden ins Leben zurückgerufen. 5 KFassel, 21. Nov. Der Beweis für die unvergleich⸗ liche Stärke des deutschen Wirtschaftslebens ist zweifellos auch durch eine Darlegung der Landesversicherungs⸗ anstalt Hessen⸗Nassau erbracht worden. Bei dieser Anstalt mußten am 1. Okt. 1914 vertragsmäßig 1259 217,08 Mark an Zinsen und Abträgen 5 Hiervon waren nach nur 14 Tagen am 15. Oktober 1914 bereits 1116 163,30 Mark eingezahlt. Bis zum 15. November 1914 waren weiter eingelaufen 134 223,88 Mk. und der Rest von 8829,90 Mk. war am 15. Dezember 1914 eingegangen. Die Gesamtsumme aller Zinsen und Abträge mit 1¼ Millionen Mark war also bis zum 15. Dezember 1914 bis aufden letzten Pfen⸗ nig eingegangen. Das Ergebnis im Januar 1915 war noch besser. Am 1. Januar 1915 waren fällig 696 566,35 Mk. Davon waren nach 14 Tagen bis zum 15. Januar 1915 be⸗ reits eingezahlt 686 203,52 Mk. Es waren also nur noch rund 10 000 Mk. rückständig, die aber auch bis Mitte März restlos eingezahlt sind, und die Erfahrungen im Laufe des Jahres 1915 sind erfreulicherweise die gleichen geblieben. Hiernach kann man wohl keinen besseren Nachweis dafür er⸗ bringen, daß das Wirtschaftsleben des Deutschen Reiches durch den Krieg in keiner Weise erschüttert ist. Gießener Straftammer.. th. Gießen, 20. November 1915. Die Strafkammer verhandeilte gestern fünf Anklagefälle. Einer Ueberschreitung des Züchtigungsrechts hatte sich der Lehrer L. von Ober⸗Wöllstadt gegen einen Knaben schuldig gemacht. Er hatte denselben, weil er ihn belogen, derartig gestraft, daß von den Schlägen schwere Striemen am Körper sichtbar blieben. Eine Geldstrae von 50 Mark und Kostentragung wurde als ausreichende Sühne angesehen. Wegen Diebstahls eines geringen Geldbetrages, zu dessen Erlangung er sich eines falschen Schlüssels bediente, wurde der Installateur Heinr. Sch. von Bad⸗Nauheim zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt. Die Beleidigung eines Landstürmers hat den Bürmermeister M. von Zeilhach in Ungelegenheiten gebracht. Der Valerlandsverteidiger war von seinem Bataillon zur Vor⸗ nahme angeblich wichtiger häuslicher Arbeiten in die Heimat beurlaubt. Tas Dorfoberhaupt war aber der Ansicht, daß die Arbeiten nicht wichtig genug feien, um den Mann vom Dienst zu dispensieren. Er äußerte sich in diesem Sinne und übte Kritik, indem er erklärte: des Landstürmers Tätigkeit sei nicht so viel wert wie der Rock, den er auf dem Leibe trage, Der Gerichtshof nahm den Fall nicht so tragisch, wie der sich schwer gekränkt fühlende Landstürmer, mußte aber wegen Beleidigung auf eine Strafe erkennen und bemaß diese auf 3 Mark, hilfsweise 1 Tag Ge⸗ fängnis. Eine Unterschlagung brachte die russische Untertanin Frau Rosa F. auf die Anklage⸗ bank. Die in Warschau geborene Frau, deren Mann in Deutsch⸗ land interniert ist, ernährt sich in Bad⸗Nauheim vorübergehend während des Kriegs durch Nähen. Sie fand eines Tages ein wert⸗ volles Geschmeide. Sie behielt den Fund vorläufig, ohne ihn, wie es das Gesetz will, beim Polizeiamt anzumelden. Die Russin hütete das Fundobjekt längere Zeit, kam dann in Not und brach aus dem Schmuck eine Perle, mit der sie zu einem Juwelier ging, um dieselbe in Geld umzusetzen. Es kam aber zwischen den Parteien nicht zu einem Handl; doch diee Sache kam jetzt ans Tageslicht. Die Straffammer war der Ansicht, es handle sich um Unterschlagung, erkannse auf einen Monat Eisen gegen die Angeklagte, rechnete aber bie Strafe gegen die erlittene Untersuchungshaft auf, so daß die Frau F. auf freien Fuß gesetzt wurde. Das her wilder Radler ist der 70 Jahre alte Lehrer Strack von Orleshausen geworden. 2 legraphenarbeiter W. von Büdingen und R. und B. von Lingheim waren in angetrunkenem Zustande in einer November⸗ nacht vorigen Jahres hinter dem alten Manne hergefahren, und W. und R. hatten ihn mit ihren Rädern zu Fall gebracht. Der leberfahrene hatte ein Bein gebrochen und sich auch andere hafte Verletzungen zugezogen. Gleichwohl ließen ihn die 0 11 geklagten, die vom Büdinger Schöffengericht der hie⸗ gen Str hilflos liegen. Dem Angeklagten B. wurde eine Schuld nicht nackgewiesen; er wurde freigesprochen. W. und R. erhielten 14 Tage Gefängnis. Universitäts⸗ Nachrichten. [1 Marburg, 21. Nov. Die theologische Fakultät der hie⸗ sigen Unwersität ernannte den Psarrer Karl Deismann in Weilburg zum Ehrendoktor. Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichten in Hessen am Djenstag, den 23. Nov. 1915: Keine wesentliche Aenderung der bestehenden Witterung. LLeetzte Nachrichten. Die deutsch⸗bulgarischen Verhandlungen. Berlin, 22. Nov. Der bulgarische Finanz⸗ minister Tontschew hat die Verhandlungen, die ihn nach Berlin führten, zu einem glücklichen Ende geführt. Es ist mit der deutschen Regierung vereinbart worden, daß deutsche Banken, an deren Spiße die Diskontogesellschaft steht, dem bulgarischen Staat zur Begleichung der Kriegs⸗ kosten einen Vorschuß Fe der später in eine Anleihe verwandelt werden soll. Kriegsvorträgeverbot in Dänemark. Kopenhagen, 22. Nov. Nach einer Meldung von „Fünnes Socialdemokraten“ steht ein Verbot des Ju⸗ stizministers gegen Vorträge von Ausländern über den Krieg oder damit zusammenhängende Themen in Aussichk. Spaltung der schweizerischen Sozialdemokratie. Ag vau, 22. Nov. Auf dem in Aarau am Samstag abge⸗ an Parteitag der sozialdemokratischen Partei haben die Meinungsverschiedenheiten zwischen Revisionisten und Ra⸗ dikalen zu einem offenen Bruch geführt. Die gemäßigten Elemente der schweizerischen Sozialdemokratie haben sich in dem Gartliverein zusammengefunden. Mit 393 gegen 37 Stimmen wurde die Auflösung der Organisation des Gartlivereins sowie die Aufhebung des Rechtes der Gurklier, fünf Mitglieder in den Par⸗ teivorstand zu wählen, beschlossen. Mit 330 gegen 51 Stimmen wurde die Zimmerwalder Konferenz begrüßt und ihre Beschlüsse gut geheißen und gegen eine etwas größere Minderheit wurde allen ossen in den kriegführenden Ländern,„die den Grund⸗ sätzen der Internationale und des Klassenkampfes treu geblieben sind,“ herzliche Sympathie ausgesprochen. Kriegstotensonntag in Berlin. Berlin, 22. Nov. Im Zirkus Busch fand am Toten⸗ sonntag eine von der Soldatenfürsorge des ostdeutschen Jünglings⸗ bundes veranstaltete Gedächtnisfeier für unsere Gefallenen statt. Der Zirkusraum war reich besucht. Auch die Kronprinzesfin war erschienen. Professor Döhring in Feldpredigeruniform hielt die Gedächtnisrede. Alle Anwesenden sprachen unter dem Gelftute der Domglocken gemeinsam das Vaterunser. Auch der Berliner Verein für Feuerbestattung hatte eine Gedächtnis für die Ge⸗ fallenen veranstaltet. Alse Friedhöfe und Kirchen waren von Fejernden überfüllt. 0 Odol Das Beste zur Zahnpflege afkammer überwiesen worden waren, bei 10 Grad Kälte C Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die a traurige Mitteilung, dass unsere innigstgeliebte Mutter, Grossmutter und Schwiegermutter Frau Elisabethe Burk WW. gestern vormittag 8½ Uhr nach kurzem Leiden im Alter von 77 Jahren sanft entschlafen ist. Am 20. November entschlief sanft nach schwerem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden unsere liebe, gute Mutter, Tochter, Schwester, Schwägerin, Schwiegermutter, Grossmutter und Tante Frau Adam Kehr Ww. geb. Dapper Die trauernden Hinterbliebenen. im Alter von 56 Jahren. Garbenteich, Steinbach, Treis- Münzenberg, 23. Nov. 1915. In tiefer Trauer: 212 Die Beerdigung findet Dienstag, den 22. November Familie Kehr. a nachmittags 3½ Uhr, in Garbenteich statt. 9114 Treis i. Hessen, den 22. November 1915. 06277 1 0 Die Beerdigung findet Dienstag, den 23. Novbr., nachm. 3¼ Uhr, statt. Forigesetzte Ersparnisse im Haushalt! Meine Nass- und Pfund-Wäsche ist zirka 50% billiger als jede im Haus gereinigte photographische Apparate Für die vielen Beweise berslicher Teil f Wäsche!: Ohne Anwendung scharfer atme derben Bensceben mnferer kleben dacdekr E aas aneg getr., Bereggg ag Hedegetgek. itte zu jeder dahreszeit blendend weiss Else e d Cieferzeit zrka 2 Tage. sagen wir unseren herzlichen Dank. Theodor Judt und Frau. 5 Gießen, den 22. November 1915. 9123 Feldkameras! Sämtliche Bedarfs-Artikel HRoll- sowie Planfilm. Med.-Drogerie zum Kreuzplatz Spezial- Photo-Haus. Mein Pflanzen-Fleisch ist ein brauchbarer und gediegener Ersatz für Fleisch! 6ROSSWASCIIE RE EDELWkIss Schüteenstresse 2 GIESSEN ferasprscher 487 SSO PP Vergebung. Die Füllung des Eiskellers in der medizinischen Klinik, Frauenklinik und Klinik für Hautkranke in Gießen soll im Wege des öffentlichen Angebots ver geben werden. Die Lieferungsbedingungen können Empfangsbestätigung. Für unsere Marine(Weibnachtsgaben) spendeten:! Prof. Dr. Erb 5 Mk, Werner Brück 2 Mk., Frl. Schneider nd. Frau Ramge 5 Mt. Geh. Lofrat Prof. Dr. Pasch 20 Mk, Hans Todt, II. Reg, 3 Mk., Heinr. Schmidt und B Frau, Bahnhofstr. 37, 5 Mk. Schwester Hanna Schmidt 10 Mk. Geh. Hofrat Prof Dr. Naumann 20 Mk., Freiin Mathilde von Froben 10 Mk. Telegrapbist Becker 3 Mk., Ungenannt 1 Mik. Frau Kommerzienrat Johanna Georgi und Tochter, Stephanstr. 6, 20 Mk., Frau Prof. Boström Empfehlunger drehhanneeh fürs Feld obe 5 75 f. 5 0 ittags von 3 bis Ik, Frau Carl Gail, Gartenstr. 22, 5 Mk., Geschw. i it ei ie 1 e e F) TT 1 Mk., Schornstei' Kell 5 Mk.,. 1 iftli i f i 5 2 Mk., Geh. Lanner dene Ceidelbem 10 e Fabrikat auch gern Ihren Freunden empfehlen.„Schriftliche Angebote sind verschlossen bis zum Röder von Diersburg 15 Mk, Ludwig Rinn, Heuchelheim, Die Masse eignet sich auch als Zusatz zu Fleisch. Eröffnungstermin 400 Mk., Frl. Meyer, Wilhelmstr. 3 Mk., Frl. C. und ½ Pfund 50 Pfennig reichend für 4-6 Personen. Montag, den 29. Noobr. 1915, vormittags 11 Uhr einzusenden. Zuschlag erfolgt bis zum 2. Dezember 1915. Gießen, den 19. November 1915. Großh. Verwaltungs⸗Direktion der medizinischen Klinik und Klinik für Hautkranke. Voit. M. Enmelius, Wilhelmistr. 26, 20 Mk., zusammen: 381 Mk. Für diese hochberzigen Spenden sowie für die anderen Weihnachtsggben, besonders für die reiche Gabenspende der Höheren Mäidchenschule, aufrichtigen Dank. Um weitere Gaben bittet Prof. Völzing, Goethestr. 19. 9109 O hh 7 e cn Aut litt seit 3 Jahren an gelbl. usschlag mit furchtbarem 8955 fteformhaus, Kreuzplatz 5. Die mir gütigst zugedachten 500 Sigel L Zimmer 1 i 3⸗Zimm.⸗Wohng. Hth. zu nerm. Marktplas 18 l. 6 l3⸗Zimmerwohn. 3. Stock, Zubehör und Gartenanteil, ver sofort zu vermieten. J. Happel, Rodheim. Str. 42. Weihnachts-Aufträge auf anzufertigende Wäsche, Honogramm- Stickerei etc. bitte ich treundl. im Interesse der sorgfältigen Ausführung mir möglichst bald zukommen au lassen. Vermöge meiner 6köpfigen Stickmaschine liefere ich 2 gestickte Buchstaben zu 5 Pfg. Buchhalter oder Buchhalterin per sofort gesucht. Schrift⸗ liche Angebote mit Gehalts⸗ ansprüchen unter 9108 an den Gießener Anzeiger erbeten. Lemmer! Schöne L⸗Zimmerwohug. ver sogle ich od. spät. zu verm. 820 Ludwigstraße 57. [Verschiedene ö Parterre und II. Stock Frankfurter Straße 25, für sofort oder später beziehbar, zn verm. Schöne Wohnungen m. allem Zubehör. Näher. im Hause und durch L. Althoff, Walltorstr. 10 Tel. 20. 5085 18 zu vermiet. 1 Logis Eöwengasge 17. Kl. Wohnung zu vermieten. 6 Leihgesterner Weg 9. i Schön. leeres Zimmer zu vermieten. Baknkofstr. 62. [ebl Zimmer Pension Brandl auszz Gellevne). Mod. Haus, gut möbl Zim. f. jede Zeitdauer, empfohl. für Familien. Beste Verpflegung, elektr. Licht, Bad. Zentralheiz. Tel. 1085. 25 Zolihn möbl. Zimmer 31 vermieten. Kalser-Allee 58 II. hllexrtes Zimmer auf Wunsch m. voll. Pen sion). 0000 Weserstraße 9. Binkassierer gesucht. Schriftl. Angebote unter 06270 a. d. Gieß. Anz. B ATühtige Schreiner 11 Wager militärfrei, für dauernde Beschäftigung gegen hohen Lohn sofort gesucht. 9030 D Propeller Werke, Frank⸗ jurt a. M., Günderrode Str. 5 Dreher und Hilfsarbeiter bei gutem Lohn für dauernde Beschäftigung gesucht. 19089 Georg Karl Reit Werkzeugmaschinenfabrik. Wärter gefucht Tächt. solider Fuhrmann zum baldigen Eintritt gesucht. 66272 Chr. Juderthal. Billigste Preisstellung wird zugesichert. Fertige Monogramm-Stickerei-Muster liegen in verschiedenen Ausführungen zur gefl. Besichtigung auf. Darl H. Hartmann Sperial-Wäsche-, Aus- stattungs- u. Bettengeschäft Rohrieger und 9116 a Installateure für Gas, Kanal und Wasser sofort 8 R. Derlich, ee e e 1 55 Arbeiter gesucht nach Belgien! Auf unseren verschledenen Baustellen werden militärfreie Leute bei gutem Lohn jede mit Angabe des Alters und Hüser 4 it eingestellt. Meldungen rze l Berus erbeten, worgufhin edingungen zugesandt werden. Cie., Obercassel 91¹²D (Ciegkreis) Unternebmung für Beton- und Eisenbetoubau. Suche p. sof. einen tüchtigen Metzgergesellen und einen sauberen 06271 Hausburschen E. Sack, Walltorstraße 1. Fahrbursche sofort gesucht. 9119 Sonnenstraße 6. Die Obergässer e gesellschaft zu Alten⸗ sucht einen Schäfer. Zu melden bei 9015 Salzmeister Opper. Suche für sofort ein ein⸗ faches, braves Mudehen flir ein Pfarrhaus aufs Land. Frau Hfttenberger, gewerbs- mäßige Stellenvermittlerin, Seltersweg 67. useckssch 0281 S Laufmädchen gesucht 06273 Süd⸗Anlage 7 p. Kräftiger Arheiter Slellengesbeste Jungeres Fräulein mit schöner Handschrist, in Stenographie u. 1 reiben gut bew. sucht per 1. Dezor. Stelle auf Kontor. Schriftl. Angebote unt. 66269 an d. Gießener Anzeiger erb. Verkaufe ein Pferd, Stute, 7jährig (Freuzung) oder ein Fohlen, Wallach, 1 läbr.(kräftiger Normäner. August Theiß, tockbausen b. Mücke. Prima Kanarienhähne billig zu verkaufen. 66198 Löwengasse 18 J. 10⁰⁴⁸ f 6124] Verkaufe verhältnishalb. 1 Jahr u. 10 Monate alten braunen Wallach Joh. Jak. Seibert, Weilzelts- hausen, Post Fronhausen a. L. Fiuhrige braune Stute schwerer Belgier, sofort zu verkaufen. 66267 [Heinrich Maul, Hattenrod. Simmentaler Rind, 20 J. alt(trächtig, 10. Jan. kalbend, Lebendgew. 12. tr., steht zum Verkauf bei Aug. Heinrich Neuer, Beilstein. Milch eltrifugen mehrere gebrauchte, wie neu bergerichtete, billigst zu verk. Aug. Weber, Lich Mech. Werkstätte. 9 77 Täglich frisch ge⸗ Günse schlachtet abzu⸗ » geben. 6³³2 Schmall, Marburg. Str. 60. Gut erhalt weiß. Tibetpelz u. Winterjacke billig z. verk. 06279 vethestraße 40. Zwei Wormser Oefen billig zu verkaufen. Näheres West⸗Anlage 29 v. 06275 Spreu verkauft Halnr. Noll VII., Neustadt 57. 5 e Bekanntmachung. Sechs Handziehwagen zu kaufen gesucht. Angebote an die Landsturm⸗Infauterie⸗ Ersatz⸗ Bataillon 1 Wetzlar (XVIII 28) Kassenverwal⸗ tung, Wetzlar, Frantsuxter⸗ straße, Barackenlager. 9098 D Reingehaltene Num⸗ mern des„Gießener Anzeigers“ vom 2. Fe⸗ bruar 1915 werden in der Geschäftsstelle des „Gießener Anzeigers“ zurückgekauft. Ein größerer Posten Wirkschaftsäpfel gute Qualität gesucht. 9118 9072 Gr. Bund Schitiasel am Mittwoch verloren gegen Be⸗ lohn. abzugeb. Polizeiamt. 06278 J. Kaufm., 27 J. ev., Mk. 2000 Ersparn., militärfret, Einj.⸗ Zeugn. sprachenk.,gr.,sumpat. Aeußere, dunkelbr. w. Helrat m. hlibsch. Blond. Schr. Ang., mögl. m. Bild, Diskr. Ehrens., u. 06288 an d. Gieß. Anzeiger. Ag. Deutsch. Frauenverein Ortsgruppe Gießen. Auskuuftstelle für Frauenberufe. Frauen u. Mädchen er⸗ balten unentgeltlich Rat und Auskunft für alle Berufe imalten Rathaus, Marktplatz 14 Dienstag abends von 7 bis 8 Uhr. Rechtsschutzstelle. Frauen u. Mädchen erhalten unentgeltlich Rat und Auskunft in Rechtsaugelegenheiten im alten Rathaus Markt⸗ platz 14 Mittwoch abends von 7—9 Uhr. Pianist und 21 Harmoniumspieler verh., militärfrei, empfiehlt sich für Restaurant o. Kino. Christ. Häuser, Friedberg (Hessen, Usagasse. Tel. 422. Vertretungen in ver⸗ schiedenen Artikeln werden angenommen.(06276 Näheres West-Anlage 29 p. Am Samst verl. KInderbrille v, Schulw. Dammst. Lindenpl. Abg. Licher Str.33, b. A. Palran. e Versteigerung. Dienstag, d. 23. Nopem⸗ ber l. J. vormittags 9 Ubr, sollen i. Darmstädter Haus, Walltorstraße 6, öffentlich zwangsweise gegen bar per⸗ steigert werden: 10²³⁰ eine große Partie Anzug ⸗ Hosen⸗ u. Ueberzieherstoffe, ferner Krimmersiosse für Palerots, Trikot für Mili⸗ tärhosen am Stücku. Resten u. dgl. mehr. Versteigexung voraussicht⸗ lich sicher. Saintonges, stellvertr. Gerichts vollzieher in Gießen. Hautjucken Durch ein halb. St. Zuckers Patent Hedlzinalselfe babe ich das Uebel völlig be⸗ seitigt. H. S, Poliz.⸗Serg.“ n drei Stärken, à 60 Pf., . 1.— und M. 1.50.) Dazu Zuckooh-Creme(00 und 80 Pf.) In der Unipersitäts⸗ Avotbeke, Hirsch⸗Apotheke, 20 Nit 5 5 „Kilbinger, O. gaf, Emil Karn, Ernst Noll. W. Schrader, Otto Winter⸗ hoff u. Ed. Guth, Drogerien. Meinen werten Kunden zur Nachricht, daß 1912² „Jlilas- ral wieder eingetroffen ist. Reformhaus Kreuzplaß 5. Mein veraltetes Hautleiden konnte ich rasch durch nächt⸗ liche Schaumauflage mit Obermeyer's Medizinal⸗ Herba ⸗Seise in kurzer Zeit beseitigen. M. Gründllug, Augsburg.— Herba ⸗Seise 2 Stck. 50 Pfg., um eg. 30% der wirksamen Stoffe per⸗ stärkt Mk. 1.— Zur Nach⸗ behandlung Herba⸗Creme 3, Tube 79 Pfg., Glasdose Mk. 1.50. 5 b. i. d. Engel⸗ u. Hirsch⸗Apotbeke u in den drog. O. Schaaf, W. Kil⸗ binger, E. Karn, A. Noll, W. Schrader, K. Seibel, E. Noll, O. Winterhoff u. i. d. Parfümersen. 557 öhy . Haulbeater bieden Olr.: Hermann Steingostter. Dienstag, 23. Novbr. 1915 abends 8 Uhr: eme 6. Dienstag⸗Abonn.⸗Vorstell. Gewöhnl. Preise(ermäßigt) Neuheit Neubeit Herrschaftlicher Diener gesucht. Schwank ing Akten v. Eugen Burg und Louis Taufstein. Ende gegen 10 Uhr. Soldaten vom Feldwebel abwärts zahlen bei allen Vorstellungen auf 2. und 3. Sperrsitz nur halbe Preise.