Der blaue Unber. Roman von E l f r i'e d e. Schulz-. (Nachdruck verboten.) .(Fortsetzung.) „Sieh mich nickt so eindringlich an!" wehrte Lotte ihn ab. Aber er tonnte ebenso erwidern: „Du tust das, Lotte. Aber was ist heute an mir zu sehen? Fa — ich bin ein recht schlappet Mensch geworden. Hier —- hier sitzt es mir immer noch." Er zeigte auf das Herz und die Lungen uub atmete schwer. „Armes, armes Kerlchen!" Sie legte den Kopf an seine schmal gewordene Brust und starrte vor sich hin. ’ Dann gingen sie ins Tal. Wie sie so dahin w ände rt en, waren sie plötzlich hoch oben, den Zickzack der Schnrre hinauf, auf der wilden Roßtrappe. „Himmel — hier habe ich mich noch niemals hin- getraut. Ich bin ia stärker, als ich dachte." Seine Augen leuchteten auf, als ec in das romantische Tal sah, das tief unten mit der silbernen Bode entlang zog und seinesgleichen iu deutschen Landen nicht hat. Es war totenstill hier oben. Sie waren ganz allein. „Nun sitzen wir hier im Frieden, im Sonnenschein, hoch über aller Welt. Und unsere Brüder draußen im Feld, die Braven, bluten und opfern sich für das Vaterland. Das ftttb doch nur." Er erzählte, wo die alle waren, die sie kannten, Gerhard Ladenbnrg und Saar, der alte Rothkirch und Dietrich. Er hatte ihre Hand in der feilten und fühlte, wie sie zuckte, als er den letzten Namen nannte. „Du denkst an Dietrich?" Sie preßte beide Hände vor das Gesicht. Die Schultern sanken herab. Erich faßte sie leise um und drückte sie an sich. „Vögelchen-, kleines — " Dann richtete er sich hoch und nahm sie fest an der Hand. „Hat er dir etwas angetan?" Jedes Wort klang schwer lvie Metall.' Lotte wußte, daß diese Frage einmal falten mußte. Sie hatte sich tausendmal diesen Fall vorgelegt und nie klar beantwortet. Sie bedeckte mit ihrer freien Hand die Au-gen und blieb stumm. Plötzlich wandte sie sich um, lvie aus einer Vergessenheit erwachend. „Mein Schweigen soll keine Antwort sein, Erich. Du sollst mich nicht mißverstehen. Aber jetzt nicht, Erich." Sie sagte das einfach und gefaßt. Da ging ein Zug der Befriedignna über Wölflins Gesicht. „Nein, Kind. Ich lvill nichts lvissen. Ich werde warte», bis du —" Da fiel ihm Lotte ins Worck. „Doch, das eine sollst du lvissen. Erich ich habe unrecht an dir gehandelt, vor dem ich nie ein Geheimnis hatte. Ich habe dir unser Glück verschwiegen. Ich habe dich lange hintergangen. Ich konnte nicht von ihm lassen. Bis das —" „Und jetzt, Lotte — du bist jetzt ruhig darüber? — Es ist ausgelöscht?" Langsam, zuerst zaudernd, dann mit einer offenen Bestimmtheit flüsterte sie: „Es ist — ausgelöscht!" „Ich danke dir für dieses Wort, Lotte. Mir fällt ein Stein vom Herzen. Dil bist ein vernünftiges Mädchen. Es ginge auch nicht. Es wäre unmöglich." Lotte sprang auf und sah den Bruder verständnislos an. Man sah es rhr an, lvie seine Worte ihr Blut in Wallung brachten. „Es wäre unmöglich? — Erich, warum sagst du das?" Sein Gesicht verfinsterte sich. „Es entfuhr mir so, dies Wort, dies.Unmöglich. Es — wenn man — ich sehe —" Er kam in eine Verwirrung hinein, weit er etwas ungeschehen machen wollte, was nun doch geschehen war. Daint sagte er- kurz: „Sieh, all die Unterschiede — es sind doch vermiedene Welten, und das gibt immer» Unglück." Ihre Hand wieder erfassend-, sagte er mild : „Ich werde nie mehr daran rühren." Nach einer Pause hob er noch einmal an: „Doch — noch ein einziges Mal — das darf ich dir doch nicht vorenthalten. Dietrich hat gebüßt. Er hat den Tod gesucht auf dem blutigen Felde. Beide Eiserne Kreuze sind sein. Er muß furchtbar dranflosgegangen sein» Auf meine Bitte hat mir Frau v. Rothkirch die Feldpostkarte geschenkt, auf der ein Kamerad schrieb: „Der Tod ist ihm nichts!" m W illst bii sie haben?" Sie nickte still. Ihre Wangen waren bseich geworden. „Wollen wir- gehen?" Si etanmelte förmlich den steilen Pfad hinab, daß Erich sie halten mußte. „Du bist doch sehr müde." Als Lotte zur Ruhe gegangen war, hielt es ihn nicht im Hause. Er nahm den Mantel und ging in die Dämmerung hinaus. Unter ihm schäumte und rannte die Bode. Gespenstisch stiegen 51t beiden Seiten, die steilen Felswände zum dunkelblauen Himmel hoch. Wüste Gedanken gingen Erich durch den Kopf. An der Teufelsbrücke setzte er sich auf das Geländer und stierte in den schwarzen Strudel. Schlver stöhnte er ans. „Lotte — das Hans Rothkirch hat nun zweimal Unglück über uns gebracht. Und ist es das letzte? — Der Himmel sei uns allen gnädig." Dann irrten seine Gedanken zu Dietrich. Wäre er im *Lande, würde Erich von ihm Rechenschaft für seine Schwester 586 — fordern. Jetzt nahm ihm die KriegSsurie dies traurige Amt ab. „Was haben sie dir getan, Lotte?" In dieser Nacht machte er kein Auge zu. Erst als über den Bergen das Frührot des Morgens aufschimmerte, schliß er mit fernem wunden Herzen ein. . 31. Kapitel. „Darf ich an Susanne ein paar Zeilen schreiben?" Es lag eure große Zaghaftigkeit in Lottes Frage. Hun dertmal schon hatte es auf ihren Lippen gelegen: „Was has du mit Bronin?" Aber sie hatte es immer wieder unterdrückt. In ihrem Mädchenherzen flammten Ahnungen auf, d e sic beunruhigten. Erich hatte jedes Wort der Aufklärung bisher vermieden. Das schreckte sie ab. Sie sah, wie sein Blick weltverloren in die Ferne ging. Sie wiederholte leise ihre Frage. Da wachte er aus seinen Traumen auf. „Ich kann es dir nicht verbieten." ES klang schroff und sollte eine Mtehnung sein. Ai-er es lag ein Ton darin, der Lotte ergriff. „Ich danke dir. Ich werde schreiben." .Am nächsten Tage kam Erich vom Rathaus. „Ich habe einen Schreiber angestellt, schön neulich, der mir die Verlustlisten auf unsere bekannten Namen nach- sieht. Von selbst schreibt keiner. Den Schmerz will jeder dernleiden. Es ist bitter. Gerhard liegt in Aachen, verwundet. Und — Dietrich —" Da schrie Lotte auf. Mit weit geöffneten Augen sah sie den Bruder an. Das kam so unvermittelt, daß Erich sich erst fassen mußte. 1 ' 7 „Er wird vermißt." Erich mußte die Schwester halten. Sie wäre zu Boden gesunken. Kopfschüttelnd führte er sie auf das Sofa. „Lotte — faß dich!" Sie saß regungslos, den Kopf an die Lehne gedrückt, die Augen geschlossen, die Hände, starr von sich gestreckt. . Ä * nb L“" bedeutet ja noch lange nicht etwas ^chlumnes. Er kann sogar gesund und guter Dinge sein. Vermißt, das soll nur heißen verirrt oder gefangen Er tft ein verwegener Soldat, er wird sich schon durchschlagen." Tür — 6 '^"elte kaum merklich den Kops und ging zur „Laß mich, bitte, allein, Erich! Verzeih!" In tränenlosem Schmerz saß sie auf ihrem Zimmer, die Seele zerrissen. „Der Tod ist ihm nichts!" Immer wieder sagte sie das vor sich hin. Sie fand reinen klaren Gedanken. Nur das eine fühlte sie zwischen allem hindurch: sie glaubte Dietrich veraessen zu haben, und das war nu Trug:. Vergebens wehrte sie sich dagegen. * an . Bwmn kam in diesen Tagen ein Brief. Aber kurze Zeilen" ^ n,,b ' Frau Nataly schrieb ein paar , -Mein liebes Kind, liebe Lotte! Nach so langer Seit ^ber ein Lebenszeichen. Es war uns allen eine Freude. Zu .EEi Schmelz kann Ihnen Susanne nicht selber aut- S.?it i r l t 'E recht schwer erkrankt und liegt oft in U ! n: H?i et 'st leer geworden, totenstill. Da wünschen wir Ihnen' alles Gute'. SeleH'ie"be»lich r Nataly v. Rothkirch." gegrüßt von Ihrer _ ^ .SchrM aeseht: in il^cr steilen, eigensinnigen lein Lotte?'Eva " """" &rui >' liebes Frön- * »«»«• 5« «f &ie dachte zuerst an Dietrich und sein Schicksal, das aus ffiwTVsT mi . ,r v Dan» lief ihr Gedankenfaden zu .«iSä: 8S«ä »tÄg te noch einmal um, nahm den Brief von Bronin und leate chn Erich aus den Tisch. Dann rannte sie in das Städtchen Sic mußte Menschen sehen. Es war ihr zum Sterben jumutc! w llb den Brief mit der wohlbekannten Lenste? * fnl}/ wanbte er sich kurz ab und trat an das Warum legte Lotte das Papier dorthin? War nicht Bronin für ihn tot? Mußte nicht der Schleier ewigen Bergessens über das alles gebreitet werden? Das Entsetzen, daH ihn damals fort getrieben harte, faßte lhn von neuem. Gab es denn kein Vergessen? Er wußte nicht, wie ihm war. Mit einem Male hatte er den Brief doch in der Hand und faltete das Blättchen auseinander. Ihm verschwommen die Buchstaben vor den Augen. Es klopfte. Lotte kam zurück. „Du hast das gelesen?" Erich sah seine Schwester ernst an und nickte. . „Ich möchte einen Tag nach Bronin und komme gleich wieder. Darf ich, Erich? Geht es?" Der Bruder nahm ihre Hand. „Setz' dich, Lotte." „Erich — was hast du mit Bronin?" Er sah sie ruhig an und rieb sich die Stirn, als wollte er die Gedanken bort verscheuchen. c obste Lotte — es ist so, ich bin mit den Broninerii zerfallen Mem Fuß betritt die Rothkirchsche Schwelle nie mehr m diesem Leben. Ich kaiin es dir nicht sagen. Erspare mir uunütze Worte. Kurz — ich kann dich nicht zwingen. Du c.!? P en berner Entschlüsse. Wenn du nicht nach Bronin fährst — so schwer es dir fällt, es wäre doch das Richtige. Du vermagst dort nichts zu änderii." a sagte das alles mir einer finsteren Bestimmtheit, stand auf und ging unruhig hin und her. Er blieb wieder vor Lotte stehen. „Noch eiiis — gegen die Damen habe ich nichts. Es geht um den Freiberrn. Darum laß das, was zwischen uns Män- nern ist, auch zwischen uns bleiben unb ruhen." „Mein Gott —i das kann nüfjit so etwas' Ungeheures! sein, etwas, lvas so schwer aus allen liegen must! Ser nicht hartt, Erich, und eigensinnig. Laß mich." Aber er trat noch einmal dicht an sie heran und sah ihr merkwürdig und verbittert in die Augen. „Es kommt vielleicht einmal die Zeit — nein, nein — sie wird me kommen — halte mich nicht für ein Kind oder einen Menschen mit Schrullen, Lotte. Laß es sein — tu mir die Liebe, bleibe!" Sie blieb. Es war ganz gegen ihren Willen. Und sie hatte sich gegen den Bruder gewehrt, wenn sie ihn nicht so bcbnd an Leib und Seele vor sich gesehen hätte. Aber |te fühlte babci das Beste ihres Wesens zerbröckeln, mu’ ern kurzes Wort schrieb sie nach Bronin ilud goß ihren ganzen Schmerz um Susanne hinein. Von diesem Tage an war etwas Fremdes zwischen sie und ihren Bruder getreten. Sie bezwang sich. Mit der vollen weiblichen Treue tat sie ihre Pflicht und führte ihn auf den langsamen Weg der Genesung mit fester Hand vorwärts. Eine leise Hofsilung glühte in ihr sort. Neber die Zukunft sprachen sie nie miteinander. Sie lebten nur den Ausgaben des Augenblicks und sahen nickt den nächsten Tag. Es war alles anders geworden als früher, gemessen, still, als waren sie über die erste Jugend längst hinaus. (Fortsetzung folgt.) Dis vier Eidgenossen. Von HansLaßbiegler. - ^ Gradllikosf verstand es ausgezeichnet mit dem Feld- d«M «tmuifwiifo. Er ivar bereits m seinem zweiten Diensl? ahr Kompagmeschreiber. Ein unerhörter Fall in der (beschichte des Regiments. In tzotor Gradnifaff mußte etivas besonderes stecken. Sein Gesicht verriet es schon. Die kleinen Schlitzaugeil standen eng. & m Ä r - f 1 \ n \VV a ^' kein Merkmal besonderer Schlauheit ^.^^radmkoff hatte sehr verschnntzte.Lippeu. Der gL Murg, ein M enschenfreund, ohne es zu wolle!!. Die Buchstaben S'cmK* 1 ** l ,ub ^^uche malte er aus den verschoMn au deii i_cken ningebogenen dlttcnbogen mit Schwung, dazu nrit Ge- tauigfeit und Bedäckstigkeit. JDie beide,: letztgenannten Eigcn- Maften wußte der Feldwebel Stowüagenko besonders zu schätzen Sie ließen ihm Zeit für seine Geflügel- und KaninchenzuM- er war ein Liebhaber erlesener Braten. Darum hätte er den ^'^osNzieren seiner Kopagnie, ivenn sie sich bei ihm ungeduldig nach dem Erfolg ihrer Eingaben erkundigten ebensogut sagen können: „Ihr müßt lvarterr. bis Potor GraduKoss soweit — 68 ? W/ wie: „Ich muß nach meinen Kaninchen sehen," oder: „Ich rnutz mich um meine Hühner kümmern."" Um bei den Schreibarbeiten selbst zu helfen, dazu war der Herr Feldwebel Stowi- lagcnko des Schreibens und Lesens nicht kundig. Im Krieg aber war ihm Potor Gradnikosf geradezu unersetzlich. Denn der verstand sich wie keiner darauf, selbst da, wo russische Truppen Land und Ete ausgefressen hatten, ein Huhn, einen Hahn oder ein Kaniw- chen aufzutun und diese lecker -uzubereiten. Dabei war er von nun, das ist eine besondere Geschichte, der wir noch mn den Busch klopfen werden. In Potor Gradnikoff steckte eben etwas besonderes. Kompagnie, in der er stand, gehörte zu den Armeen, me den Besetzungskrieg in Galizien führten. Seit gerade zwei Tagen lag daö Regiment in einer vorgeschobenen, sehr gefährdeten Stellung. Potor Gradnikoff hätte es lieber gesehen, wenn ^ flro|er Mühe besetzte Dorf ganz aufgegeben und M} yinter die in seinem Rücken gelegenen Höhen zurückgezogen vätte, zumal die österreichischen Haubitzen niit beunruhigender Sicherheit schossen. Und wenn Potor Gradnikoff dieser Ansicht war, so kam das nicht allein daher, daß der Feldwebel Stowila- ^enko sich für ihre Nichtigkeit chm gegenüber tnS Zeug gelegt In einein kleinen Haus am östlichen Ausgang des Dorfes hatte der Feldwebel mit seinem Stab, das heißt, mit Potor Grlwnrkoff, Unterschlupf gefunden. Eben war dieser damit be- sch^'Ugt, tn der Küche ein Huhn, das er in: SchweinestE anfgestöbert hatte, in einem leidlich gereinigten Kohleneimer mit einigen erfrorenen Steckrübe:: unter Zusatz von Nelkenpfeffer und etwas Zimmt abzubrühen, als er sich von seinem Feldwebel, der gestiefelt und gespornt quer auf den beiden Betten der vertriebenen Hausbewohner in der kleinen Schlafftube lag, gerufen hörte. iföotox Gradnikoff, Du hast vorgestern einen Brief bekommen. Ich habe memarch gefunden, der ihn mir vorlesen konnte, die Schweine! Lies Du ihn mir vor, Söhnchen!" Potor Gradnikoff nahm den Brief. Seine kleinen Augen glänzten. Das heißt, eigentlich glänzte wohl nur seine Seele; denn die Augen waren ganz hinnntergeschlnpft unter die zu- sammengekmffenen Lider, die ihrerseits von einen: Kranz von Falten umgeben waren. Tann aber hielten wehmütige Züge Mukehr in fern Gesicht, und seine Augen glänzten nun wirNich. "Nun, was steht in dem Briefe? Lies, Du .Hundesohn!" „Das ist ein sehr trauriger Brief," sagte Potor Gradnikoff und weinte dabei, so gut ein Mann weinen kann, zunial, wein: er keinen Grund dazu hat. „Das ist eine sehr traurige Geschichte! M habe es erwartet! Ich habe es bestimmt erwartet! Nun bin Ich allein. Jetzt ist auch Iwan gefallen. Der arme Iwan! Er vmr der zweitjüngste und wäre jetzt schon ein halbes Jahr in der Reserve. Die österreichischen Schtveine! Samfir, sein Freund und Nebenmann ini Glied, schreibt mir. Er hofft, das ich noch lebe, der gute Samfir. Mer nun will ich auch den Heldentod suchen!" „Potor Gradnikoff, Du bist ein Ochsenschädel! Laß andere Leute den Heldentod suchen, Söbnchen, die kein Amt haben wie Du! — Ist das alles, was in dem Brief steht?" „Ja, Herr Feldtvebel!" . „Wenn Du mich belogen hast, Du Hundesohn, dann schlage ich Dir d:e Augen aus dem Kopf!" „Bei der heiligen Jungfrau!" Damit war der Feldivebel Stolvilagenko zufrieden. Er spuckte in die Sttlbe, zum Zeichen, daß er genug hatte und, daß Potor Gradnikoff gehen konnte. Potor Gradnikoff trat wieder vor seinen Eimer, in dem die Steckrüben um das Huhn herumstolverten wie Ameisen um einen strotzen Fliegenkadaver, den sie nicht fortschleppen können, Noch einmal las er 'den Brief. Seine Aeuglein schlüpften wieder unter die Lider, , aber sein Gesicht legte sich nicht mchr in iveh- müttge Züge, Vielmetz ward es eine einzige grinsende Falte. Dann steckte er den Briet m die Brusttasche, knöpfte den Rock sorgfälttg zu und rrihrte, ohne zu verschnaufen, heftig mit seinem Seitengewehr in der bruzzelnden Hühnerbrühe herum. - Gott, die Oesterreicher kämen!" bimmmte er dabei iorlwahrend vor sich hin. Jeder, der das gesehen imd gehört "litte es unzweifelhaft als ungestümen Heldenmut ausgelegt Als er genug gerührt hatte, setzte er sich auf einen Stuhl. Uun wäre es an der Zeit gewesen, daß er dem Herrn Fellvebel vtoivilagenko die fertige Suppe in dem Einier hätte darbieten Müssen. Da setzte das Schicksal zu dem Strich an, der die Brühe und dem Herrn Feldwebel die Rechnung verdarb. Ein unbeschreiblich heftiges Gelvehrfeuer, das wie das Rasseln eines Weckers klang, prasfelte mit einem Mal in die Straßen des Dorfes auf das armselige Häuschen, riß aus den Aüßeumauern Staub und Steuibrockeu fchlüpfte dumpf gurgelnd in die Rieddach, klirrte durch tze splitternden Fensterscheiben, klatschte querschlagend auf dre getünchten Zimmerwände mW spritzte dlatteird auf dem Holz- Esther. Potor Gradnikoff witterte, worauf das hinaus sollte^ Wie eme erschreckte Katze fpraug er in die Zimmerecke an S der Fcnsterwaud, rollte sich zu einem einzigen Häuslein zusammen ier war cr cm sichersten vor den österreichisck-en Springflöhen, o hatte er gute Weile. Da sing es aus einmal im Nebenzimmer au, zu ächzen und zu J me . V,V l! cmander sich reibenden Bettplanken, dumpfe ^>tteft'lhiebe dröhnten auf dem Estrich, wie wenn ein Schlafe trnn.cner aus dem Himmel der Träume mit den Füßen auf den Boden der Wirklichkeit.fällt, brummige Laute knurrten zn ihm herüber. Dam: quälten sich überstürzende Worte heiser und trocken durch die geschlossene Zimmertür: o> 11 .Hundesohn, die österreichischen Schurken kommen! Lack Dich her zu nur, letzt können wir noch fort! Vergiß das Huhn nicht und beeile Dich!" Potor Gradnikoff buckelte sich fester in die Zimmereckc. Was ging ihn der Feldwebel Stowilagenko an. Er hatte ihm ja gesagt, er wolle nun auch den Heldentod suchen. Mochte der denken, und tun, was er wollte. Dann hörte er, wie er aus dem Hans« polterte und wie seine heiser alarmbrnltende Stimme von der Lust und von der Entfernung verschluckt wurde. m yj 1 c - llrur £ e ks still. Das Gewehrfeuer hörte auf. Potor Gradnikoff wußte, was es galt: Leben oder Tod. Er rührte sich mcht -Dem Herz tuckerte ivie ein Telegraphenapparat. Das Berchängms mußte kommen. Und das Verhängnis kam. Kam gröhlend und^trmnpelnd vor die Tür des Hanfes, stapfte durch das weiland Dchlafzimmer des fürsorglichen Feldwebels Stowila- genko und polterte, Gewehrspieße vor sich herstoßend, in das Zimmer. Da ivickelten sich aus dem znsammengebnckelten Häuflein m der Ecke der Zimmerwand z>vei lauge Arme heraus, zwei schmutzige Handteller mit ausgespreizten Fingern flatterten hin und her wie zwei Papierdracksen im Winde. Gespensterhafte Arme eines Ermordeten, die aus den: Grabe den Rachegeistern winken. Aber Potor Gradnikof, war noch nicht tot, er atmete auf: tze Gewchrspieße senken sich bei Fuß und staken in dem dick.m Brodenr der verdunstenden Hühnerbrühe und in dem qualmigen Stunk des verschwelenden Holzfeuers. Potor Gradnikoffs Mundwinkel grinsten von einem Ohr zum andern: seine stumme Sprache war verstand er: worden. Als er, von viele,: Muökelhebeln empor- gerisfen, auf den breiten Füßen stand, mußte er sich die bitzeluden Kniekehlen reiben, sonst wäre er zusammengesnnken. Dann packte ihii einer unter den Arm, schob ihn vor sich hin, hinaus aus dem Haiis, hinters Dorf, über Felder, bis er vor einem Offizier stand. . bist Du? In welchem Regiment stehst Du? Wie heißt der Führer Deines Regiments?" Ei, das traf sich gilt! Ein österreichischer Offizier, der russisch fprach. Potor Gradnikoff gab Rede und Antivort, wie es sich euKiu Gemeinen einem Offizier gegenüber gebührt. Als er zu Ende berichtet hatte, küßte er denl fremden Offizier die Hand. Der wischte sich die Hand an der Hose uiü) sprach: „Warum hast Du Dich ergeben und Dich nicht gelvehrt, »vie es fick» für einen Soldaten gehört?" „Das ging nicht nkehr, Herr Offizier/" antwortete Potor Grad- mkosf, „nachdem Aleksejeff, Sergejeff und Jivan sich ergeben hatten. Ich war nun als der letzte an der Reihe. Wären sie gefallen, hatte ich den Heldentod sterben müssen. Aber Nur sind vier Brüder und hatten es uns geschworen, uns wiederzusehen."" „Und das warum?"" „Sehen Sie, Herr Offizier, wäre mir einer voii uns gefallen, so wären die anderen nach dein Kriege ins Unglück geiommc^ Wir haben zusammen in Odessa ein Geschäft, das uns und eine alte Tante ernähren muß."" „Und was für ein Geschäft ist das?" „Es ist eine wahre Hundearbeit und man muß die Hände dabei rühren. Jeder von uns hat ein schiveres Teil davon zic tragen. Unsere Tante verkauft ans der Puschkinskaja in Odessa silberne Hülfen ftir Streichholzschachteln, das Stück zu fünfzig Kopeken auf die ich mit dem Stichel das Wort „Vergißmeinnicht" gegraben habe. Aleksejeff hat ihnen die schmucke Form gegeben und sie poliert, bis sie echt geworden sind. Sergejeff hat sie iir einer Maschiiie gegossen. Und die alten Blechdosen und Die weggeworfenen Metallreste, die Iwan in dem Schmelzkessel schmilzt, habe ich in den Kehrichthaufen und in dem Straßen mit vieler Mühe gesinnmelt." „Und das Geschäft ernährt Euch alle?" „9hm, .Herr Offizier, man mutz sich manchmal höllisch nach der Decke strecken."" . „Wäre nun einer von Euch vier Brüdern wirklich gefallen, hätte da kein Fremder für ihn in den Handel einfprinKen können?" 0 „Nein, Herr Offizier, es sind da noch andere Sächelchen dabei. Es gibt Zeiten, wo das Geschäft sehr schlecht geht. Da muß man sich zu helfen wissen. Eine Maschine, in der silberne Streichholz- schachtelhülsen zu fünfzig Kopeken das Stück gegossen werden, ist wohl auch gtz für Silberstücke zu fünfundzwanzig und fünfzig Kopeken das Stück. Dabei kann man sich ga:^ auf sie verlassen. Mau weiß aber nie, ob man in einem Fremden einen ehrlichen: Menschen vor sich hat."" „Nun begreife ich allerdings,"" sagte der Offizier, „daß keiner \ von Euch vier Brüdern fallen durste."" pflaume und Zwetschge. Der wackere schwäbische Bvlksschullehrer und Dichter Samuel Friedrich Sanier, der als das Urbild des Biedermeiertnms in Deutschland zu besonderer Berühmtheit aelaugt ist, und dem wir anher anderen schönen Gedachten das „Lied vom braven Torfschul- meistcrleiu" imd das l>ekannde Karwfselllied: „He;chei, herbei zu meinem Sang. Hans, Jörael, Michel, Stoffel usw." verdanken, hat uns auch ein 'hübsches „Lied im ZlvetschgenherbsZ' beschert, daH folgend crmahcn anhebt: „Herunter, ihr Zwetschgen^ Herunter vom Baum, Tie Birben und Mädchm Erwarten es kamn, Ihr l)abt nun sckwn lange Die Zweige beschämrt, Klipp klapp nnt der Stange Die Aeste geleert." Im weiteren Verlauf seines Gedichtes begibt sick der gut« Piedernreier Sanier mif das etymologische Gebiet. Er singt! „Was wie ein Magnet wirkt. Das nennt man magnet'sch Was leicht sich entz-wei machte Ist Zweitsch oder Hwetsch, Von Zwei entsteht Zwilling, Zwirn, Zwiesel und Zwist, Wahrscheinlich, daß Zwetschge 'Ein Schwcsterwort ist..." Die Etymologie war nicht die stärkste Seite nnsers guten Dichters; e-r befand sich bezüglich der Erklärung des Wortes „Zwetschge" vollkommen aus dem Holzwege. Zu seiner Zeit war allerdings noch nicht die richtige Erklärung des Wortes bekannt, die unseren Sprachforschern erst in neuerer Zeit gelungen ist. Manchem wird es freilich nicht recht einleuchten, daß das Wort „Zwetschge" oder „Zwetsche" von äamn 866 nnm (zu ergänzen ist prunum-Damaszener Pflaume) abzuleiten ist. Nach den Forschungen von Kluge und Weigand entstand ans Damaskus (diese Bezeick>- mmg ivcn- um 1600 bei uns üblich) Dmaskin, daraus Dwaskin und schließlich Zwaskin. Nebrigens nennen auch die Engländer eine bestimrnte Pflaumensorte damase plum oder damson. Dem Worte Pflamne (althochdeutsch pfrüma) liegt das lateinische Wort prunum zu Grunde; bei Plinncs ist von einem piuunm 6 ama- Leenum die Nede; diese Benennung weist also die beiden Grundworte der norddentsrhcn Bezeichnung „Pflaume" oder der siid- deutscheu Benennung ;,Zwetschge" auf. Der Norddeutsche spricht von Pflamnenkuchen, der Süddeutsche von Zwetschgeukuchen oder Zwetschenkuchen. Unsere Ponrolögen sind bemüht, die länglichen Pslanmensorten als Zwetschgen von den runden als Pflaumen KU unterscheiden,' und diese Unterscheidung bürgert sich bei uns immer mehr ein. Im Elsaß sagt man für Zwetschge gewöhnlich Quetsche: dieselbe Bezeichnung führt dort ein Stück Kautabak, das im übrigen Deutschland Priem oder Prieme genannt wird. Das Wort „Priem" ist ebenso wie die Sitte des Tabakkauens niederländischen Ursprungs; pruim heißt im Holländischen die Pflaume (nach dem lateinischen prunnm): mit derselben Bezeick>- nung belegten aber auch die Holländer die Stückchen Kautabak, die znm Kauen in den Mund genommen iverdeu, weil sie kleinen getrockneten Pflaumen ähnlich sehen. Als die Sitte des Tabak- kauens von den Holländern zu uns gelangte, entstanden so unsere Worte „Priem" und „priemen". Wer würde es diesen ohne weiteres ansehen, daß sie nnt der Pflaume etwas zu tun haben und also ans deren niederländische Bezeichnung pruim zurück- znfübren sind? Nur so aber kann man es sich auch erklären, wie das Wort „Quetsche" im Elsässischen sowohl die Pflaume al^ auch ein Stück Kau- oder Priemtabak bedeuten kann. vermischte». * Englisches Musikleben in 91M)leben. Ab und 0 it entschlüpfen der englischen Presse Bekenntnlsse und Mitteilungen, ouS denen hervorgeht, wie gröblich sie ihre Leser belogen hat, indem sie behauptete, das; die Behaudlnng der Engländer in den deutschen Gefangenenlagern 311 wünschen übrig lasse. Co bringt der „Musical Standard" einiges über das Musikleben im Zivilgesangenenlager Ruhleben, woraus jedenfalls sich ergibt, daß die Insassen dieses Lagers völlige Freiheit genießen, wenn sie sich durch geistige und künstlerische Anregung die Zeit ihrer unfrei,rilligen Gefangenschaft vertreiben wollen.» So hat der in Nuhleben gefangene Mr. Edgar Bainton eine Nelhe von Vorlesungen über Musik gehalten, die so viel Zuspruch gesunden habe,», daß er jetzt eine neue Vorlejnngs- reihe zu beginnen gedenkt, worin er einzelne Meister der Tonkunst besprechen will. Er sieht ans diesem Gebiete in lrenndschastlichem Wettbewerb mit Mr. Leigh Henry, der Vorlesungen über Musiker der Gegemvart, darunter Schönberg, Frederick Delins und Igor Strawinski, hält. Ern anderer der englischen Gefangenen, Pro- srssor Aryeeson Treharne anS 'Adelaide, hat 31 , einer im Lager von Nuhleben jüngst gegebene«; Vorstellung von Shakespeares „Was Ihr wollt" eine Musik geschrieben, die anS 60 Elnzelstücken, teilS Liedern, teils instrumentalen Stücken, besieht und die nach dem Urteile des erwähnten Mr. Henry sehr originell sein soll. Professor Treharne arbeitet gegemvärtig ai« einem dreiteilige«« Musikdrama. ^Wieder eine Tierart auSgestorben. Die Zahl der völlig auSgestorbenen Tierarten ist wieder um eine vermehrt worden, was um so beda«,erlicher ist, als ed sich um eine be- so««ders schöne und merkwürdige Art handelt. Wir meinen die amerikanische Wandertanbe (Ectopistos migratorius). Dabet war diese Tierart vor einigen Jahrzehnten noch so zahlreich, daß niemand auf deu Gedanken ihres so baldigen AussterbenS gekommen wäre. Die Schilderungen ihrer Wanderzüge lesen sich wie Märchen, und ihre Menge ließ sich o't nicht einmal schätzen. Ein einziger Schwarm soll bis zu zrvet Billionen Stück enthalten haben. Ihre Züge verdunkelten oft tagelang die So»«ne, und der dabei entstehende Lärm war meilenweit zu hören. Die Schnelligkeit dieser Tauben «var derartig groß, daß sie in weniger als drei Tagen von Amerika nach Eurova stiegen lonnten; einzelne Exemplare sollen diese Strecke gelegentlich anch durchflogen haben. Ttesen lieblichen Geschöpfen wurde die Gewinnsucht und die Schießlvut des Herrn der Schöpfung selbst zum Verderben, der ihnen an ihren Brnt- plätzei« auflauerte und sie dort in Masse«; niederknallte. Man trieb auch ganze Schweineherden hinzu, die an Ort und Stelle mit dem Ueberfluß der erlegten Tauben gemästet wurden« Die Folge war, daß n;an schon 1888 keinen einzigen Brntplatz «r;ehr entdecken konnte, doch wäre«; damals wenigstens in den meisten Ziergärten noch Exemplare vorhanden. Doch auch hier in der Gefangenschaft starben sie allmählich aus, so daß ,na«; ii; den letzten Jahren ohne allen Erfolg hohe Preise ausgeletzt hat, «mr wenigstens noch ein einziges lebendes Pärchen zu entdecken. Nun kommt aus Amerika die Kunde, daß am 1. September auch das letzte auf Erden noch lebende Einzelexemplar dort gestorbe«; ist. ES handelt sich u«n ein weibliches Tier, das 29 Jahre lang im Zoologischen Garten in Cincinnati gehegt worden ist. Wir wollen hoffen, daß eine so schonungslose Ansrottu««g einer Tierart in Zukunft keine Wiederholung finden möge. Sücherttsch. — Der Heldeltkamps der Türkei an den Dardanellen und auf Gallipoli hält die ganze Welt i«; Spannuna, da die Erkenntnis allgen;ein ist, daß die Entscheidung im Weltkriege durch die Bezwingung der Meereitgen zun; mindesten mit beeinflußt würde. De«n lebhaftesten Interesse werde«; dar««m die Zeichnungen begegne«;, die die L e i p z; g e r „I l l u fl'i: i c r te Zeitung" (Verlag I. I. Weber) tu ihrer neuesten Nummer 3766 (Kriegsnummer b9) vo«; ihrem aus den türkischer; KriegSichauvlatz entsandten Sonderzeichner Georg Lebreckrt bringt und die u«;s sowohl von de«; Kämpfen an den Darda««ellen wie aus der Halbinsel Gallipoli eine wirklichkeitSgetrerre Anschauung vermitteln. Auch an; Bospor«,s halte«« unsere türkischen Bundesgerrossei; tapfere Wacht. Die Landschaft ar«; Kastell Numeli Hissar zeigt ein vterfcnbig wieder- gegebe««es Bild nach einem Gemälde von Georg Macco. Interessante Motive von« westliche«; Kriegsschauplatz führen n««s Zeichnungen vor; Max RabeS, Marlin Frost «md Berthold Adolph vor, solche vo«n östlichen Kriegsschauplätze M. Gause, Hrigo Ungeioitler, Karl Storch, Richard 9lßmam; und Viktor Schramm. Die Wiedergabe photographischer Aufnahme«; fehlt nicht. Von de«; in der Nnmmer eiithaltene«; Llrlikeln fesselt insbesondere „Die Be- deutn«;g der Neligio«; im Völkerleben" von Professor Dr. Karl Dunkmann in Greifs,vald. Einen warmherzige«; Appell an daS deritsche Volk richtet Bankdirektor Tr. Weber in seine;;; Aufsatz „Tie dritte Kriegsanleihe". lieber „Handgranaten u,;d Minen- «verier", die in de«; Tagesberichten der Obersten HeereSle«t«ing so häusig erivähnt werde«;, orientiert Generalle«>ti«ant z. D. v, Rphne. Eine ergreifende Lazarettgeschichte erzählt die Schivesler Ilse Heye. Charade. Tie Erste ze««gt vor; Wohlbehagen, Ist auch als Nahrung sehr begehrt. Tie Dritte und die Zweite trage»; Geschwinde dich zum hciin'fchen Herd. Doch wenn die Dritte «;ebst der Zweite«; Nicht aus Ein-zwei der Meister schuf, Gibt's «vohl arich Schisfbruch und e»;lgleile«; Wird dir die Drei als Schnierzensrus. Aus allen Dreien sollst du bilden De«; Nan;e«; der uralte«; Stadt, Die in Thnringias Gefilde«; Ein Sagenkra«;z umflochten hat. Auflösung in nächster Nummer. A;:flösnug des Telegraphenrätsels in voriger Nummer: Tie Leidenschaft flieht, Die Liebe «miß bleiben; Die Blnn«e verblüht, Die Frucht n;utz treiben. Schiller. Schrlstleltung: Aug. Goetz. - Rotatio,;»druck und Verlag der Brühl'schen UistversttätS-Buch- und Eteindruckersi, R Lange. Gießen