1 g 8 0 Nr. 274 Erstes Blatt Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Familienblätter; weimal wöchentl. Kreis⸗ latt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Feitfragen JFernsprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112 Verlag, Geschäftsstelleß1 Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Abend vorher. 165. Jahrgang 2 2 jährl. Mk. 2.50; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 75 Pf.; durch die Post Mk. 2.30 viertel⸗ ö jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- 5 schriftleiter: Aug. Goetz. General⸗Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle und druckerei: Schulstr. 7. Samstag, 20. November 1915 Bezugspreis: monatl. 85 Pf., viertel⸗ Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Die österreichisch⸗ ungarischen Truppen im Sandschat eingerückt. Die Bulgaren vor Albanien. An die Hinterbliebenen der Gefallenen. Gießen, 20. November. Herrlich und ans Wunderbare grenzend sind die Taten unserer Heere, aber in diesen zurückliegenden 15 Monaten blutigen Ringens hat kein Siegestaumel je das deutsche Volk gepackt. Denn vor uns liegt zwar, im Schleier unseres Träumens und Sehnens, ein Reich voll Glanz und Macht, aus dem Lärm der Waffen hoheitsvoll sich aufrichtend, aber rückwärts schauen unsere Augen noch zu nah und deutlich den unnennbaren Jammer dieser Zeit. Wildes Vernichten, rauchende Trümmer, weithin auf den Feldern und Straßen, die der Krieg durchschritt— und es war, als wollte er den Erdenrund sich unterwerfen— ein großes Sterben, ein hoff⸗ nungsloses Abwelken blühender Gärten, das die Natur selber erschreckte. Milde Gefühle und Triebe sind abgelöst von rauher Gewalt, hartem Willen, und die Zurückgebliebenen sind nur stille und traurige Hüter der Lebensquellen von Kultur und Trost, denn die schwarzen Schleier lassen die Hochgesänge verstummen; auch in die freien Tempel der Muse begleitet uns mehr Schatten als Licht. Würde nach sanfter Christensitte es läuten beim Einbetten der vom Tode Heimgeholten, der Glocken eßerner Mund würde unablässig die Tage und die Nächte zu uns sprechen. In einem deut⸗ schen Märchen heißt es, ein Riese habe einmal den Tod im Kampfe niedergerungen, aber er sei wieder aufgerichtet wor⸗ den, weil anders die Welt so mit Menschen angefüllt würde, daß sie nicht mehr Platz hätten nebeneinander zu stehen. Der nötige und milde Erlöser ist heute selber zu einem ungebän⸗ digten Riesen geworden, der mit wildem Zorn die Gräber säet in alle Winde. N Aber heute sollen wir nicht ihm ins verzerrte Angesicht chauen, dem Tode, n seiner blutigen 5 ickten,„nem Schreckensbannkreis von Vaterhand Ent⸗ a, cen lieben Brüdern und Abgeschiedenen ohne Zahl, d raußen in der Fremde eingebettet sind und doch aus fernen Sphären zu uns herniederschauen und sich zu uns herablassen. Nicht klagend und weinend wollen wir mit ihnen Zwiesprache halten, sondern, wie sie uns verließen, liebend, händedrückend und sie schmückend. Und es ist eine all⸗ gemeine, große Feier, die wir für sie rüsten wollen, die da heute aufsteigen aus ihren Gräbern, sich sammeln zu einem großen Heere, in ihrem feldgrauen Soldatenrocke, mit man⸗ chen Wunden und Gebrechen, auf uns zuwandeln, wie wir sie so oft gesehen beim Durchmarsch oder auf den Bahnhöfen. Wir wollen ihnen das Wiedersehen in der Heimat bereiten, von dem sie sangen, als sie hinauszogen. Anders als sonst ist diesmal dieser Sonntag den Toten geweiht. Ihre Gräber sind weit, aber ihre Liebe kehrt zu uns zurück, und wenn sie in den Hütten und Häusern ihrer Lieben Einkehr gehalten haben, dann weist ihnen das Vaterland die gastlichen und unvergäng⸗ lichen Ehrenquartiere an, an denen Dankbarkeit für alle Zeiten treue Wacht hält. Ihr Hinterbliebenen habt nicht nur Kränze zu winden. mit Tränen eines geliebten Sohnes, Bruders oder Gatten zu gedenken. Der Tote steht noch unter den Fahnen. Eure Andacht und Liebe gehört auch jenem Ziele, um das mit schweren Opfern gerungen worden ist. Wäre es denkbar, daß, je länger der Krieg dauert, desto mehr um gefallene Helden Trauernde mit dem Schicksal hadern, das die Ab⸗ geschiedenen erlöste, uns aber noch prüft und aneiferte Dann würden sie dem Andenken der Braven die hohe Weihe re Es ist wohl schwer, die Liebe zum Vaterlande mit der Zuneigung zur Familie oder zum Freunde zu ver⸗ gleichen. Obwohl sie seltener ist oder seltener zum Bewußt⸗ sein kommt, so ist sie doch nicht von geringerer Art als diese. Sie nährt sich am wenigsten von selbstsüchtigen Trieben. Sie saßt nicht nach lockend ausgestreckten Händen, lebt auch nicht nur von der Gegenwart. Der vaterländische Gedanke ist echte, treue Liebe, und wie man sie schuldig ist, das haben nicht nur Sänger und Dichter unserer Helden⸗ zeiten uns gesagt, sondern auch so feinsinnige und zart⸗ fühlende Männer wie etwa Hölderlin. Er hat das Vater⸗ land oft voll Inbrunst das„Heilig Duldende“ genannt und einen in der Schlacht gefallenen Jüngling die herrlichen Worte sprechen lassen: Wie oft im Lichte dürstet' ich euch zu sehn, Ihr Helden und ihr Dichter aus alter Zeit! Nun grüßt ihr freundlich den geringen i f Fremdling, und brüderlich ist's hier unten. N Und Siegesboten kommen herab: die Schlacht 4 Ist unser. Lebe droben, o Vaterland, Und zähle nicht die Toten! Dir ist, Liebes! nicht einer zu viel gefallen. Ist unser Land und Volk nicht der Schatz, zu dem wir alle sammeln, der uns überdauert und wie kaum etwas anderes unser Leben und Wirken ermuntert? Unser Land war zu oft ein„heilig duldendes“, in dem Sinne wie auch Hölderlin es meint, wenn er auf die Fremden, die von ihm zehren und es doch höhnen, weist und es anruft: „Ost zürnt! ich weinend, daß du immer blöde die eigne Seele leugnest.“ Wüster Schlachtenlärm, grause Verwüstun⸗ gen haben gar oft auf seinen Fluren gelegen. Und doch, wie winnen wir, zurückblickend, in seiner von Sturm und! etter durchbrausten Geschichte die erhebenden Bilder von euem H und Kämpfen! Die Zeit mildert und adelt ecklich Erlebte. Heute liegen noch die sondern den seiner blutigen Sichel Ent⸗ Schauer des Mordens und Brennens wie lähmend auf uns, und manche Gemüter mögen dabei schwankend werden im Glauben an die Notwendigkeit all dieser Härten. Spätere Zeiten erst werden die ganze Größe dieser Epoche fühlen und ermessen, und deutsches Heldentum wird das Sinnen und Lernen neuer Geschlechter erfüllen. Vielleicht wird dann in den Büchern auch jener englische Lord genannt werden, der im Unterhause uns die„Vergötterung des Staates“ vorgeworfen hat, den wir an die Stelle von Religion und Moral gesetzt hätten! Es gibt auch unsterbliche Lächerlichkeiten. 5 Um die Toten, die ihr Leben für's Vaterland hin⸗ gegeben haben— der„Staat“ fordert andere Pflichten, wie Steuerzahlen, Befolgung der Gesetze— ist uns nicht bange. Ihnen„spinnt das Schicksal keine Tücke mehr“ und weg sind sie über Wunsch und Furcht. Die Klagenden mögen sich mit dem Troste des großen Gesetzes wappnen, das über uns allen waltet. Unsere osmanischen Verbündeten mit ihrer Lehre Muhameds von der Vorherbestimmung gehen darin noch weiter: Todestag und Todesart sind jedem Sterblichen schriftlich vorausbestimmt. Darum gehen sie todverachtend in den Kampf und trösten sich in jeder Lage von Not und Tod mit Gottes Willen. Wir könnten manches von ihnen lernen. Der Tod ist unerbittlich. Nur im altindischen Traumland ist es einmal möglich gewesen, daß ein liebendes Weib sich den Gatten von den Toten zurückholte. Sawitri, die himmlisch schöne und reine Königs⸗ tochter, vermochte durch weise Tugendworte den Tod zu bestimmen, ihren Gatten wieder zum Leben zu erwecken. Die Ruhe der Toten soll uns heilig sein, und wir dürfen durch Klagen und Hadern sie nicht aufstören. Es sollte keine deutschen Frauen von der Art Lenorens geben, die„ohn' ihn nicht selig werden“ zu können meinen. Und wenn wir nicht wissen, wo die Gräber der Teuren liegen, so beunruhigt uns dies nicht; sie wohnen unserem Herzen desto näher, und lebendiger ist das Geleite, das sie uns geben, ihr Andenken, das im Vaterlande unauslöschlich fortbesteht. Die amtlichen Tagesberichte. (WTB.) Großes Hauptquartier, 19. November. (Amtlich.) 5 Westlicher Kriegsschauplatz. Artillerie- und Minenkämpfe in und bei den Ar⸗ gonnen, sowie in den Vogesen. 5 Ein deutsches Flugzeuggeschwader griff englische Trup⸗ penlager westlich von Poperinghe an. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Balkan⸗Kriegsschauplatz. Bei den gestrigen erfolgreichen Verfolgungskämpfen wurden rund fünftausend Serben gefangen ge⸗ nommen. Oberste Heeresleitung. * Wien, 19. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 19. November 1915. Russischer Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. Die italienischen Angriffe an der Isonzofront ha⸗ ben wieder begonnen. Wie bei den letzten großen Angriffen richteten sie sich auch diesmal hauptsächlich gegen den Raum von Görz. Der Brückenkopf steht unausgesetzt unter schwe⸗ rem Geschützfeuer. Angriffsversuche gegen Os lavija und ein starker Vorstoß gegen die Podgora⸗ Höhe wurden ab⸗ geschlagen. Die planmäßige Beschießung der Stadt Görz dauerte vormittags vier, nachmittags über zwei Stunden an. Dreitausend Geschosse aller Kaliber waren diesem Zer⸗ störungswerk gewidmet. Sie verursachten große Brände. Der militärische Schaden ist gering; dagegen ist die Ein⸗ wohnerschaft durch Verluste an Menschenleben und Eigentum schwer getroffen. Im Nordabschnitt der Hochfläche von Do— berdo griff der Feind abermals heftig an. Am Nordhang des Monte San Michele drang er mehrmals in unsere Stellung ein; die erbitterten Nahkämpfe endeten jedoch für unsere Truppen mit der vollständigen Behaup⸗ tung ihrer ursprünglichen Kampflinie. Alle Vorstöße gegen den Abschnitt von San Martino scheiter⸗ ten unter den schwersten Verlusten für die Italiener. Ebenso mißlangen an der Front nördlich des Görzer Brückenkopfes zwei starke Angriffe des Feindes bei Zagora, mehrere schwächere im Vrsic⸗Gebiete und im Raume von Flitsch. Einer unserer Flieger bewarf die Tuchfabrik von Schio mit Bomben. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Die Montenegriner wurden bei Priboj erneut ge⸗ schlagen. Unsere Truppen rückten unter dem Jubel der mohammedanischen Bevölkerung im Sandschak ein. Die Vorhuten unserer in Westserbien operierenden Streitkräfte stehen vor Nova Varos und in Sienica. Eine Kolonne hat den 1931 Meter hohen Jankow⸗Kamen überquert. Die deutschen Divisionen des Generals v. Köveß gewannen die Gegend von Raska; südöstlich von ihnen kämpfen am Fuße der Kopaonik⸗Planina österreichisch-ungarische Truppen. Die Vorrückung deutscher und bulgarischer Divi⸗ sionen gegen das Becken von Pristina macht Fortschritte. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. 25 Die Entscheidung in Serbien. Der bulgarische Bericht. Sofia, 19. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht vom 16. November. Die Operationen auf allen Fronten entwickeln sich mit großem Erfolg für uns weiter fort. Unsere Armeen, die überall vordringen, haben heute folgende Ergebnisse erzielt: Nach dem französi⸗ schen Rückzug von der Front Gradsko—Nikodim südlich Veles und jenseits der Cerna, einem Rückzug, bei dem die französischen Soldaten ihre Gewehre und Ausrüstungen wegwarfen, nahmen unsere Truppen heute durch einen kühnen Frontalangriff Soͤ⸗ nicka— Glava, einen wichtigen strategischen Punkt, ein, den Paß der Babuna— Planina an der Straße Veles— Prilep.* Die Besitznahme dieses Passes öffnet unseren Truppen die Tore von Prilep und Monastir. heute Prilep. Unsere Truppen, die in der Gegend von Tetowo(Kalkan⸗ delen) operierten, sind heute gegen Süden vorgedrungen; sie schlugen die Serben und besetzten Gostiwar, von wo aus sie den Feind in Richtung Kischewo verfolgen. Die bulgarischen Kolonnen, die auf der Front Katschanik— Unsere Abteilungen besetzten Gilani—Kopiliak⸗Berg mit allgemeiner Richtung Gilani—Pristinn operierten, durchbrachen die Rückzugsbewegung des serbischen Zentrums und eroberten Gilani. Unsere Abteilungen befinden sich heute westlich dieser Stadt in einer Ent⸗ fernung von 15—18 Klm. von Pristina. Wir machten 2000 Ge—⸗ fangene und erbeuteten 18 Geschütze, 20 Munitions⸗ wagen, 2000 Gewehre und zahlreiches sonstiges Kriegsmaterial. Unsere Armee, die im Abschnitt zwischen der früheren türkisch⸗ serbischen Grenze in der Gegend von Lescovac operiert, ist den Serben auf den Fersen und bedrängt sie in nächster Nähe. Sie erreichte die Linie Arhanes ka— Plan ina, Höhe 1128, Dorf Radiwolac, Kopiliak⸗Berg, machte 300 Gefangene und erbeutete eine Batterie von vier Geschützen mit Bespan⸗ nung, sowie zahlreiches Pionier material. Unter der Brücke von Alexandrovac entdeckten wir 13 Geschütze, die die Serben in die Morava geworfen hatten. Die bulgarischen Kriegsziele. Konstantinopel, 19. Nov.(WTB. Nichtamtlich)) „Tasvir⸗i⸗Efkiar“ veröffentlicht eine Unterredung mit dem bulgarischen Gesandten Koluschew, der u. a. ausführte: Bulgarien wird Wert darauf legen, infolge des Krieges auch in der bulgarisch⸗serbischen Konvention von 1912 nicht ein⸗ begriffene Gebiete, in denen jedoch der bulgarische National⸗ gedanke seit jeher eingepflanzt war, wie das Morava⸗ Tal und die Landstriche von Nisch und Vranja ein⸗ zuverleiben, um dadurch seine nationale Einheit zu sichern. Koluschew hob hervor, daß viele Volksteile in Serbien Bul⸗ garen seien, und erinnerte daran, daß selbst Pasitsch bul⸗ garischer Abstammung sei, was ihm seinerzeit in Belgrader Hofkreisen zum Vorwurf gemacht wurde. Die französisch⸗ englische Expedition in Mazedonien erklärte Koluschew für eine Komödie. Anstatt die Serben retten oder Sofia oder ger Konstantinopel erobern zu wollen, hätten die Franzosen lieber trachten sollen, ihr eigenes von den Deutschen besetztes Land zu retten. Der Gesandte brandmarkte in den schärfsten Aus⸗ drücken die Beschießung von Dedeagatsch und betonte zum Schluß, daß die türkisch⸗bulgarischen Beziehungen nach dem Kriege sich auf wirtschaftlichem Gebiete entwickeln würden. * Berlin, 20. Nov. Alle Blätter betrachten die Ent⸗ scheidung in Serbien als bevorstehend. Der„Berliner Lokal⸗ anzeiger“ berichtet: Die Schleier von den militärischen Vorgängen in Serbien fallen. Vor uns entrollt sich das Bild eines groß angelegten und seit Tagen unter den schwierigsten Verhältnissen in der Durchführung begriffenen Angriffes auf die noch im Felde befindlichen feindlichen Streitkräfte. Die Ereignisse steigern sich mit unheimlicher Wucht in dem Maße, als sie von der bosnischen. Grenze durch den Sandschak über die Grenzwälle des Amselfeldes nach dem Kosovopolje übergehen. Priboj, dt e 1 DN AN 5 5 4. 1 N 2 T 9 N g 2 8 8 e e rm 8 V 2 an. 2 25— 2* e e 1 2. 9 2 N 3. 5 2 5 8 3 2 3 V 7* 1 2 2 c* 5 25 D 22 — Zinn.,— 87 2 8 e e geg 9 2 1 b 00 2— Serbe en + Sage. 2. 2 e E e % o Aenses* 9 2 8 2 8 e N 9 g J ere 3 E cb.* 25 1 C 2 e 1 5 5 2 Same c D ee e, e e, Nee,, Sof 75 77 2 2 7— 22 929 O. Simo 7 72 5 3 e 4 Z 2 W. 71 5 25 Hefe 2 D 1 5. 1 5 a. . 755 8 80 Se * 5 N 5 7 urge 20 Lie From aufdem ban 1 am. e Im d fon n. Aorember a „„„ 21 1 f . . 8 8 0 5 * 15 . 5 angekommen. 5 Lyon, 19. Nov.(WTB. Nichtamtlich.)„Nouvelliste de Lyon“ meldet aus Saloniki: Das diplomatische Korps in Ser⸗ bien zieht sich nach Skutari zurück, da ihm der Weg nach Monastir abgeschnitten ist. Ein montenegrinischer Bericht. f Cetinje, 19. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher montenegrinischer Bericht vom 16. November: Un⸗ sere Sandschak⸗Armee, die von sehr überlegenen Streitkräften angegriffen wurde, mußte sich auf ihre Haupt⸗ stellungen an der Drina zurückziehen. Ein schrecklicher Schneesturm machte überall die Operationen sehr schwierig. Lebhafte Artilleriekämpfe auf allen Fronten. Griechenland besteht auf seiner Neutralität. Athen, 19. Nov.(Zens. Frkft.) Zuverlässig erfährt ein Berichterstatter der„Frkft. Ztg.“, daß die griechische Regierung angesichts der Gefahr des Uebertritts ser⸗ bischer Truppenver bände auf griechisches Territo⸗ rium zu einer entscheidenden Stellungnahme een ist. Der Minister des Aeußern erklärte gestern den Chefs der fremden Missionen, daß, wenn dieser Fall eintrete, Griechenland in Wahrung seiner Neutralität die übertretenden serbischen Truppen sofort ent⸗ waffnen und bis zur Beendigung des Krieges in einem Konzentrationslager unterbringen würde. Griechenland müsse vermeiden, daß der Krieg auf sein Gebiet hinüber⸗ etragen wird. Die gesamten Ententemächte waren von diefer entschiedenen Erklärung des griechischen Kabinetts denkbar unangenehm berührt. Paris, 19. Nov.(WDB Nichtamtlich.) Die griechische Gesandtschaft ist von ihrer Regierung beauftragt worden, die aus Rom stammenden phantastischen Nachrich⸗ ten über die Ankunft einer Mission von deutschen Offizieren in Athen zu dementieren. Die einzigen deutschen Offiziere, die nach Athen gekommen sind, sind der militärische Attachs der deutschen Gesandtschaft, von Falkenhausen, der von seinem Urlaub zurückgekehrt ist, der Gehilfe des Attachss, von Bülow und der zweite Militär⸗ attach Bruber. Diese Offiziere waren nicht Gegenstand anderer Aufmerksamkeiten, als die ihrer diplomatischen Eigenschaft zukommen. Es ist nicht richtig, daß die Be⸗ sichtigung des Lagers der Alliierten ihnen erleichtert wurde, noch daß sie in einem besonders intimen Verhältnis mit dem griechischen Generalstab ständen und funkentelegraphi⸗ sche Stationen in Griechenland eingerichtet hätten. Besorgnisse über die Kriegslage im englischen Parlament. London, 19. Nov(WTB Nichtamtlich.) Im Oberhaus stellte Lord Ribblesdale die Anfrage, ob die Regierung im⸗ stande sei, Mitteilungen über merkliche Fortschritte der . Operationen und politischen Pläne im nahen Osten zu machen. Er fragte, ob es richtig sei, daß Sir Charles Monro geraten habe, sich von den Dardanellen zurückzuziehen. Lord Landsdowne k weigerte sich, in diesem Augenblicke darauf zu antworten; eine derartige Antwort müßte auch eine Erklärung über den Zustand in Serbien umfassen, der sich täglich verändere, und über die Lage in Grie chenland, die sehr verwickelt und, wie der Sprecher hinzufügen könne, beun⸗ ruhigend sei. Ebenso müßte man dabei Gallipoli und die ägyptische Frage berühren. Es sei nicht möglich, über diese Fragen getrennt von den anderen Kriegsschauplätzen zu sprechen. Die dem Bericht Monros e Ratschläge seien nicht ge⸗ nügend gewesen, um eine Entscheidung in dieser großen poli⸗ tischen Frage zu treffen. Darum sei Kitchener ersucht worden, nach dem Mittelmeer zu gehen. Lord Landsdowne k wies noch mit Nachdruck auf die Wichtigkeit des Kriegsrats in Paris hin und erinnerte an die Erklärung Asquiths über die Unabhängigkeit Serbiens. Zu Lord Co urtneys Friedensrede sagte er, daß der Augenblick nicht geeignet sei, über den Frieden zu sprechen.(Bei⸗ fall.) Das Land sei zu diesem gewaltigen Ringen gezwungen wor⸗ den, und es werde weder der materiellen Hilfsmittel, noch der moralischen Eigenschaften ermangeln, die es in den Stand fetzen zu führen. b London, 19. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus: Im Unterhause antwortete Bonar Law auf verschiedene Anfragen, er hege mehr Hoffnung, als seit Monaten. Trotz der Ereignisse im nahen Osten ständen die Sachen, wenn man den Krieg als Ganzes betrachte, nicht so schlecht, wie es auf den ersten Blickscheine. Ueber die ar da⸗ nellen sagte er, niemand fühle mehr als er den Ernst des Zustandes. Das Haus könne versichert sein, daß die Regierung bei dem, was sie getan hat und zu tun gedenke, sich nicht durch die Auffassung beeinflussen lasse, daß, wenn ein Fehler be⸗ gangen worden sei, bis zum Ende an ihm festgehalten werden müsse. Die Regierung werde sich ausschließlich daram halten, was die besten militärischen Sachversländigen für den verständigsten Weg erklären. Lord Kitchener auf Gallipoli? Bern, 19. Nov.(Zens. Frkft.) Die„Neue Zürcher Zeitung“ meldet aus Athen, daß Lord Kitchener na zweitägigem Aufenthalt in Mudros nach Gallipoli ab⸗ gereist 12 5 Eine Verdächtigung der spanischen Neutralität. Paris, 19. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Mel⸗ dung des„Temps“ aus Madrid ist die äenglische Gefandt⸗ schaft davon überzeugt, daß die deutschen Unterseeboote in Pres Forcas verproviantiert werden. Die Meerenge von Gibraltar wird jetzt Tag und Nacht von Kriegsschiffen und Scheinwerfern äußerst scharf überwacht.* 0 * 2 Die Kriegsanleihe in Oesterreich⸗ungarn. Budapest, 19. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Sämtliche Blätter stellen mit freudiger Genugtuung fest, daß das Zeichnungsergebnis der dritten Kriegsanleihe zwei Milliarden beträgt und um 900 Millionen das Er⸗ gebnis der zweiten Kriegsanleihe übersteigt. Die Beteili⸗ gung Oesterreichs und Deutschlands, die auf 200 Millionen geschätzt wird, wird als ein Zeichen des Vertrauens und der Sympathie rühmend hervorgehoben. Der russische Landsturm zweiten Aufgebots. Petersburg, 19. Nov.(WB. Nichtamtlich.) Hier wurde der gesamte Landsturm zweiten Aufgebots ein⸗ . Freiwillige sind aufgefordert worden, sich g melden. Max Reinhardts deutsches Theater in Kristiania. Kristiania, 19. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Max Rein⸗ 3 Deutsches Theater gab gestern als erste Vor⸗ stellung Strindbergs„Totentanz“ im Krrstianiaer Nationaltheater vor ausverkauftem Hause in Anwesenheit eines glänzenden Publikums, unter welchem die hervorragendsten literarischen und gesellschaftlichen Persönlichkeiten Norwegens ver⸗ treten waren. Obwohl im letzten Augenblick infolge der Erkran⸗ kung Hartmanns die angekündigte„Jedermann“ ⸗Vorstellung, der man mit größter Erwartung entgegensah, abgesagt werden mußte, war der Erfolg vom ersten Akt an durchschlagend. Das norwegif che Publikum, das mit Rein hardts Namen völlig andere Vorstellungen verband, war offensichtlich überrascht von der meisterlichen inner⸗ lichen Darstellung des Strindberg⸗Dramas. Paul Wegener, Rosa Bertens und vor allem Reinhardt felbst mußten nach jedem Auf⸗ tritt, besonders am Schluß, immer wieder erscheinen. Sigurd Ibsen war aufs tiefste von der Vorstellung erfüllt: sie war einer der stärksten Eindrücke seines Lebens. Norwegens hervorragend⸗ ster Theaterkritiker, Nils Kjaer, äußerte am Schluß, niemals im norwegischen Nationaltheater einen so großen und so verdienten würden, den Kampf zu einem ehrenvollen, erfolgreichen Ausgange 5 ch Die Hoboisten Heinig, Erfolg erlebt zu haben, der um so bemerkenswerter sei, als l bade e ee ee, e ee et.— 1 3 In Arschlutze an de Bees alngg auh der kgerluhe Ges den E„an dem der des Aeußern mit Ge⸗ 2 e Sigurd Ibsen mit seiner Gemahlin, m + ber Tochter Biörnsong, der Hoftmerschalf des fg der der Universität, die Chefredakteure der großen Blätter, zahlreiche Vertreter von Kunst und Wissenschaft sowie Mitglieder der deut⸗ schen Kolonie teilnahmen. 5— Der Seekrieg. Bewaffnung französischer Mittelmeerdampfer? aris, 19. Nov.(WDB.. Wie das Juni aus Marseille meldet, ha die! der Uebersee-Dampfer des Hafens Marseille in einer Sonder⸗ situng Maßnahmen erörtert, die zur Verteidigung gegen Unterseeboots⸗ Angriffe gnet scheinen. Die Kapitäne sind zu der Ansicht gelangt, daß im Mittel⸗ meer dieselben Abwehrmaßnahmen ergriffen werden soll⸗ ten, die in der Nordsee so gute e zeitigten. Die Kapitäne haben ferner den Marineminister um die Er⸗ mächtigung ersucht, Geschütze mit Bedienungs⸗ mannschaften zur Bekämpfung der Unterseeboote an Bord ihrer Schiffe nehmen zu dürfen. Aus Stadt und Cand. Gießen, 20. November 1915. Totensonntagsgedanken. Durch den Krieg ist der Gedanke an den Tod bei den Menschen häufiger geworden als zu gewöhnlichen Zeiten. Dieser Gedanke ist für viele Menschen das Grauenhafteste, was es für sie geben kann. Denn der Tod ist eine Tatsache, die ganz und gar erbarmungslos selbst den Widerspenstigsten zu der Erkenntnis zwingt, wie wertlos die Maßstäbe sind, womit viele das Menschenleben messen, Reichtum, Macht, Ehre usw. Wer nur solche Maßstäbe kennt, für den kann es freilich nichts Abschreckenderes geben als den Gedanken an den Tod, als Angehörige verlieren zu müssen im Kampf für das Vaterland, oder als selbst auf dem Schlachtfelde zu sterben. Was diesen Menschen das Wirklichste, Sicherste und Beste zu sein scheint, kann ja zerstört werden und wird zerstört. Wer aber das Leben mit anderen als solchen äußerlichen Maßstäben mißt, für den ist der Tod gar nichts so Schreckendes, sondern der Gedanke daxan ist ihm etwas Erhebendes. Da wird ihm ver⸗ sichert und bestätigt, daß er mit Recht nicht glaubt an die Seligkeit durch Genuß, durch Reichtum, Ehre oder der⸗ gleichen. Willst du den Menschen sagen: Genießet; seid reich; habt Glück; sterbet nicht!? Das wäre Hohn, und erst recht in unserer Zeit wäre es Hohn. Etwas Dauerndes viel⸗ mehr braucht der Mensch, wenn er an einem Grabe steht, wenn er täglich bangt vor schlimmer Nachricht aus dem Felde, wenn ex in der Schlacht tausendfachen Tod um sich sieht. Dies bleibt ewig: Fürchte Gott! Tue Recht! Und das ist eben das Große in unserer Zeit, daß sie viele Men⸗ schen fester und entschiedener gemacht hat in dieser Lebens⸗ anschauung: Gottesfurcht und Rechttun. Und diese innere Festigung vieler wird bewiesen durch ihre Taten. Mögen andere immer noch in ihren Irrtümern verharren. Diese aber feiern, im Geiste vereint mit einen rechten Totensonntag. 8 e e e 5 Auszeichnung. Dem Feldunterarzt Franz Huzeng im Inf⸗Regt 905 352 wurde das Großh. Hel. Nele sanitätskreuz am Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen. ** Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt bei der Offen⸗ 0 15 n am 25. September der Landsturmmann Georg AR eßen. 5 *r Die Rote„ 3. Hlafse erhielt Sckwester Irma Ra pp⸗ Gi 5 ** Von unserer Regimentskapelle im Felde. Obermusikmeister Löber sendet uns von der Front = 8 die Vortragsfolge eines in der Kirche zu M.. veranstal⸗ teten Konzerts ein, an dem die Regimentskapelle der 116er hervorragenden Anteil hatte und bei dem ein aus Ange⸗ hörigen 575 1. und 7. Kompagnie gebildeter rerchor sowie als Solist Musketier Goldschmidt 1/116 mitwirk⸗ ten. Die Kapelle spielte das„Großer Gott, wir loben dich“ in der Bearbeitung von Voigt; dann sang der Männerchor unter der Leitung des Hoboisten Müller zwei Volkslieder. Cellarius und Dietz brachten Einzelvorträge für Violine, Klavier und Oboe Das Konzert schloß mit dem Niederländischen Dankgebet, dessen dritter Vers von der Versammlung gemeinsam gesungen wurde. Am Kirchenausgang wurde eine Tellersammlung für freiwillige Gaben veranstaltet. Wie uns Obermusik⸗ meister Löber schreibt, soll deren ansehnlicher Betra dem Generalkommando des 18. Armeekorps 12 schlte tigen Zwecken überwiesen werden. Der Briefschreiber schließt mit dem Wunsche, daß es ihm und den 116ern vergönnt sein möge, bald siegreich in die liebe Garnison zurückzukehren. e Oberhessischer Verein für Innere Mission. Das Thema des Vortrags, den Herr Pfarrer Bechtols heimer bei der Jahresverfammlung des Oberhessischen Vereins für Innere Fefe am künftigen Mittwoch halten wird, lautet in genauerer Fassung:„Hat die evangellsche Kirche in 39 Kriege versagt?“ Der Redner wird dabei die namentlich durch tes Müller mit Bezug auf das Thema angeregten ernsten Bei dem am Abend des gleichen Tages folgenden Gottesdienst für Innere Mission(Predigt Herr Pfarrer Groth aus Rödgen) wird der Evangelische Kirchengesangverein mitwirken. * Stadttheater. Morgen, Sonn Totenfestes keine Vorstellung statt, au Anlaß Theaterkasse und Bureau den ganzen Als Festvorstellung zu Großherzogs den 25. November, bleiben aus diesem Tag geschlossen.— Geburtstag am Donnerstag, wird zu einer Weihnachtsspende für unsere Krieger verwendet. Im Ober Anregung des Vorstandes morgen Sonntag ein Volks tag eingelegt. Der Eintritt beträgt nur 10 Gelegenheit geboten, die Gemälde, wel zum Teil nur noch morgen Sonntag ausgestellt und die der Stadt Gießen 1 Geschenk gemachte Sammlung der Dr.⸗Hans⸗Bock⸗Ge⸗ chtnis⸗Stiftung zu besichtigen. Die Ausstellung wird von 11 bis 4 Uhr nachmittags ununterbrochen geöffnet sein. Von Montag ab bleibt die Ausstellung wegen teilweiser drei Tage geschlossen. Seit Beginn der Ausstellung wurden verkauft sechs Aquarelle von Otto Jung und Franz und sechs Ra⸗ dte G Ob dorff zu Ehren Reinhardts einen glän⸗ sandte Graf erndo hr J allen Gleichgesinnten, beleuchten.— 4 findet wegen des ist Heinrich Laubes Schauspiel„Die Karls⸗ schüler“ gewählt worden. Der Reinertrag dieser Vorstellung hessischen Kunstverein ist auf N Pfg. somit it jedem jFFͤͤC(( e 1 gesammert urnd an die hiesige Reichsbank abge⸗ rt worden; bei der verhältnismäßig geringen Schitler⸗ ein sehr schöner Erfolg. Jedem der beteiligten Schüler wird ein von der Reichsbank ausgestelltes Diplom ein⸗ ndigt, worin ihm jedesmal über den abgelieserten Be⸗ eine amtliche Quittung erteilt wird. Hoffentlich spornt der seitherige gute Erfolg die Schüler an, auch weiterhin Ne i ing der finanziellen Wehrkraft des Reiches auf esem Gebiete Ersprießliches zu leisten und mit der Wün⸗ schelrute echter Vaterlandsliebe noch manche versteckte Gold⸗ quelle zu erschließen. f * Konsumverein. Anstelle des ausgeschiedenen Geschästsfüghrers M. Heßler wurde zum 1. W Heinrich Röpke aus Mittweida in Sachsen verpflichtet. * Weihnachtspaketverkehr. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß in diesem Jahre keine be⸗ stimmte Woche für die Annahme von Weihnachtspaketen mit genauer Adresse des e im Felde festgesetzt wird. Die Pakete nach dem Osten können bereits jetzt beim zuständigen Militärpaketdepot abgegeben werden; die Pakete für den Westen sollen ebenfalls möglichst vor dem 1. De zember zur Auflieferung gelangen, damit eine recht⸗ zeitige Absendung ins Feld gewährleistet ist. Eine besondere Kenntli 1 der Pakete als„Weihnachtspakete“ ist nicht erforderlich. * Buchführungskurse für Handwerker⸗ frauen und ⸗Töchter. Die Gießener Ortsgruppe des Allg. deutschen Frauenvereins beabsichtigt, dem⸗ nächst für Handswerkerfrauen und Töchter Kurse in Buch⸗ führung abhalten zu lassen. Alles nähere wird noch 8 WI Palisaden und Drahtverhau 95 seit einiger Zeit der Weg, der zwischen den Häusern der. Drogerie und des Sattlermeisters Kilbi den Seltersweg verläßt und. Süd-⸗Aulage führt, gesperr t. Der Weg besteht, soviel wir wissen, fast fünfundzwanzig Jahre und ist eine von vielen gern benutzte Verbin Verkehr erleichterung gewesen. Freilich waren der kleine wacklige und löcherige Steg, der über den Schoorgraben führt, und die kurze Strecke von der Süd⸗Anlage bis zu diesem Steg hin⸗ unter stets nur mit einiger Vorsicht zu nehmen, namentlich wenn es dunkel wurde. In dieser Unzulänglichkeit hat wohl Grund„weshalb man kurzerhand zu beiden einen wie für die Ewigkeit gebauten Zaun auf⸗ und den gefährlichen Steg gesperrt hat doch muß mau sich fagen, 9 eigentlich das Kind mit dem Bade ausschütten heißt, eine solide des Steges wäre vielleicht eine ebenso einfache, aber manchem willkom⸗ menere Lösung des deri Verkehrsproblems gewesen. Ob sich in dem Umstande, daß der Steg Privateigentum soll, Hindernisse fanden, ist uns nicht bekannt. Auf alle Fälle wäre es aber zweckdienlich gewesen und wäre es 15 1 mancher wird acht haben, daß man ihm diesen Umweg auf eine der vorgeschlagenen Arten doch recht gut hätte ersparen i f Landkreis Gießen. o. Leihgestern, 19. Nov. Der Zugführer Wilhelm Häuser von hier wurde in der Nacht zum Mittwoch in N ähe von Großen⸗Linden tot am Bahndamm auf⸗ nden. Er auf dem Heimwege von einem Zuge erfaßt und getötet worden.. 5 55 Kreis Alsfeld. 1 E. Mücke, 19. Nov. Den Tod für das Vaterland star b am 18 Oktober der Landsturmmann Wilhelm Reitz in Rußland bei dem Dorfe Passenka, wo er am 17. Oktober schwer verwundet wurde und am Tage darauf seiner Verwundung erlag. Obgr-Nenstabk, 19 35 dz, bewele ir Ober⸗Mockstadt, 19.. imat Erde Landsturmmann Mickel bestatket, der 22 Osten E Babgened farh 1 Lorbach, 19. Non Das Eiserne Kreuz erhielt der Unteroffizier Lanz. f a * Bleichenbach, 19. Nov. Die be che Dapferkeits⸗ mebaille erhielt der Kanonier Dönges. 5 1 Kreis Schotten. 3 A Eichelfachsen, 19. Nov. Den Heldentod starb der Musketier 8 im Inf.⸗Regt 116. Schotten, 19. Nov. Auf dem Felde der Ehre fiel der Landsturmmann Hirth im Res.⸗Inf.⸗Regt. 80.— Das Eiserne Kreuz erhielt der Unteroffizier Weber. F Eschenrod, 19. Nov. Das Eiserne Kreuz erhielt der Feldwebel Hofmann im Inf ⸗Regt. 168. Kreis Friedberg. Y. Butzbach, 20. Nov. Der Steuerbote des Großherzog ⸗ lichen Steueramts Butzbach, Herr Boustadt, seiert heute sein n Dienstjub läum als Steuerbote in voller üstigkeit. 8 r. Buh bach; 19. Nov. Heute fand auf dem hiesigen Rat⸗ hause im Beisein des Kreisrats Frhr. v. Schenck die General⸗ versammlung der Bezirkssparkasse(Mathildenstift) Butzbach statt. Der bisherige Vorsitzende der Kasse, Wagenbauer Georg Müller II. von hier hat infolge seines vorgerückten Al⸗ ters sein Amt niedergelegt, und es wurde an dessen Stelle Aktuar Rühl von hier gewählt. Wilhelm Weickhardt, der bisherige Reckner der Kasse, wird infolge seines vorgerückten Alters eben⸗ falls sein Amt niederlegen. Bei der heutigen Wahl wurde der bis⸗ herige Kontrolleur der Kasse Steinhäuser als Rechner ge⸗ wählt. Starkenburg und Rheinhessen. m. Offenbach a. M., 20. Nov. Die Höchstpreise für den Kleinhandel mit Kartoffeln wurden vom Vorstand des Verbandsausschusses des Kommunalverbandes Offen⸗ bach, in dem die Kreise Büdingen, Friedberg und Offenbach ver⸗ einigt sind, wie folgt festgesetzt: beim Verkauf durch den Kartoffel⸗ erzeuger außerhalb des Wochenmarktverkehrs 7 Mark für den Doppelzeutner frei Aufbewahrungsraum des Käufers. Beim Ver⸗ kauf durch den Kartoffelerzeuger auf dem Wochenmarkt oder durch den Händler in⸗ und außerhalb des Wochenmarktverkehrs frei Ver⸗ laufsstelle bei Mengen über 20 Kilogramm 7,80 Mark für den Doppelzentner und bei Mengen unter 10 Kilogramm 8,10 Mark für den Doppelzentner oder 41 Pfennig für 10 Pfund. Kreis Wetzlar. a. Kinzenbach, 18. Nov. Ersatzeeservist Anton Schäfer geboren zu Oppenrod), fand am 10. November bei Ralasandowka (Galizien) durch einen Unglücksfall den To d. Ein von einer Gruppe bewohnter Unterstand brach infolge Erdrutschs zusammen und begrub mehrere Leute unter sich. Trotz sofortiger Hilfe konnten sie nur als Leichen geborgen werden. Sie wurden ge— meinsam auf dem Friedhof zu Taurow bestattet. Schäfer hinter⸗ läßt Frau und Kind und ist das 15. Opfer unserer Gemeinde. „Hessen⸗Nassau. 5 il Marburg, 19. Nov. Am Totensonnkag, nach⸗ mittags 3 Uhr, wird bei den Kriegergräbern auf dem Friedhofe ein Gedächtnisgottesdienst für die Gefallenen abgehalten. 3 werden daran teilnehmen die Angehörigen des Jägerbataillons, ie Studentenschaft und hiesige Krieger- und Gesangvereine usw. ache wird Prof. D. Born häuser halten.— Trotz die so viele junge Leute unter die Waffen gerufen, 1 1 * wird die hiesige Landwirtschaftliche Winkerschule von 38 Schülern besucht.— Wie das Landratsamt bekannt macht, er⸗ streckt sich die Verpflichtung, 20 Proz. des Kartoffelertrags abzuliefern, auch auf Kartoffelerzeuger unter einem Hektar. — 1 a. M., 19. Nov. Auf dem Rückwege von einer wissenschaftlichen Forschungsreise nach Kamerun ist Dr. Johannes Elbert in Spanien den Folgen der Malaria erlegen. Dr. Elbert wurde in Deutschland durch drer große Reifen in die austral⸗asiatische Inselwelt bekannt. Auf der letz⸗ ten Reise 1909—1910, der Sunda⸗ Expedition des Frank⸗ furter Vereins für Geographie und Statistik, löste er die vielum⸗ strittene Frage nach der Entstehung des malaiischen Archipels. Ferner gelang es ihm, auf geologischem Wege den Nachweis eines Festlandes Australien, das einst Asien und Australien verband zu erbringen. Für diese Reise wurde ihm die goldene Rüppell⸗Me⸗ daille verliehen. zwei Jahren trat er im Auftrage des Reichskolonialamtes eine geologisch-geographische For⸗ schungsreise nach Neu⸗Kamerun an, ber der er von seiner Gattin und dem Geologen Dr. Lange begleitet wurde. Seine Hauptaufgabe bestand in der Untersuchung Kameruns auf Mineralschätze und in der Erlundung guter Erdböden für den Pflanzenbau. Geographisch sollte er die Wasserscheiden der großen Flußläufe feststellen.— Wieweit der Forscher die Aufgaben gelöst hat, konnte noch nicht ermittelt werden, da der Krieg die Expedition unterbrach. Dr. Elbert hat ein Alter von 37 Jahren erreicht. Schlüchtern, 18. Nop. Bürgermeister Otto 9 ist als Oberleutnant an der Spitze seiner Kompagnie auf dem öst⸗ lichen Kriegsschauplatz gefallen. Die Stadt verliert in ihm einen tüchtigen Beamten, der in nahezu zehnjähriger Dienstzeit ihr wertvolle Dienste geleistet hat.— Der seltene Fall, daß eine Dame für eine Tageszeitung„verantwortlich“ zeichnet, ist jetzt hier bei der Schlüchtener Zeitung zu beobachten. Hier leitet mit Geschick und zeichnet verantwortlich das Blatt ein Fräu⸗ lein Lina H. K Cronberg, 19. Nov. Prinz Adolf zu Schaum⸗ burg⸗Lippe feierte heute mit seiner Gemahlin Viktoria, geborene Prinzessin von Preußen im hiesigen Schloß Friedrichshof das Fest der silbernen Hochzeit. Zu der Feier, die im engsten Familienkreise beim Prinzenpaar Friedrich Karl von Hessen stattfand, waren erschienen Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen, das Großherzogs paar von Hessen und die Herzogin Charlotte von Sachsen⸗ Meiningen. Die Herr⸗ schaften trafen heute früh auf dem Frankfurter Hauptbahnhof ein, mo ste vom Prinzenpaar Friedrich Karl begrüßt wurden. Die Fahrt nach hier wurde in Kraftwagen zurückgelegt. Im Laufe des Tages gingen bei dem Silberhochzeitspaar zahlreiche Glückwünsche von seinen fürstlichen Verwandten und Standesgenossen ein. Die Festteilnehmer reisten am späten Abend wieder vom hiesigen Schlosse ab. Prinzessin Viktoria von Schaumburg⸗Lippe ist be⸗ kanntlich eine Schwester des Kaisers; sie wurde am 12. April 1866 geboren, ihr Gemahl steht im 57. Lebensjahre. N i Herborn, 18. Nov. Vor 36 Jahren wurde einem hie⸗ sigen Kaufmann von einem unbekannten Diebe ein Schlips im Werte von 30 Psennigen gestohlen. Dieser Tage erhielt er nun einen Fünfmarkschein zugesandt. In dem Begleitschreiben bat der Absender, das Geld für den vor 36 Jahren gestohlenen Schlivs annehmen zu wollen. Der Bestohlene überwies das Geld dem Roten Kreuz. ul. Limburg, 19. Nov. Wegen Uebertretung der gesetzlichen Vorschriften sind im Kreise Limburg drei Mühlen und in der Stadt Limburg eine Bäckerei geschlossen worden. — Spielplan des Gießener Stadttheaters. Direktion: Hermann Steingoetter. Sonntag, den 21. November, keine Vorstellung. Dienstag, den 23. November, abends 8 Uhr, bei gewöhnlichen Preisen(ermäßigt), 6. Dienstags⸗Abonnement⸗Vorstellung:„Herrschaftlicher Diener ge⸗ sucht.“ Ende gegen 10 Uhr. Donnerstag, den 25. November, abends 7¼ Uhr, bei gewöhnlichen Preisen(ermäßigt), außer Abonne— ment, Gutscheine haben keine Gültigkeit: Fest⸗Vorstellung zur Feier des Geburtstages Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs: Ouvertüre, ausgeführt von der Kapelle des Ersatz⸗Bataillons des Infanterie⸗ Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116, unter Direktion des Musileiters Bruno Hermann. Hierauf:„Die Karlsschüler.“ Schauspiel in 5 Akten von Heinrich Laube. Ende gegen 10% Uhr. Sonntag, den 28. November, nachmittags 3½ Uhr, bei kleinen Preisen:„Wie einst im Mai.“ Ende nach 6 Uhr. Abends 7½ Uhr, bei kleinen Preisen:„Ein Fallissement.“ Ende 10⅜ Uhr. Ipielplan der vereinigten Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Sonntag, den 21. November, abends 7 Uhr:„Carmen“ Mon⸗ tag, den 22. November, abends 774 Uhr:„Der Bettelstudent.“ Dienstag, den 23. November, abends 7 Uhr:„Margarethe.“ Mitt⸗ woch, den 24. November, geschlossen. Donnerstag, den 25. Nov., abends 7 Uhr:„Nanon, die Wirtin vom goldenen Lamm.“ Frei⸗ tag, den 26. November, geschlossen(6. Museums⸗ Konzert). Sams⸗ tag, den 27. November, abends 7 Uhr:„Die luftigen Weiber von Windsor.“ Sonntag, den 28. November, abends 7 Uhr:„Der fliegende Holländer.“ Montag, den 29. Nov., abends 7½ Uhr: Der Zigermerbaron.“ Dienstag, den 30. Novbr., abends 7 Uhr: um ersten Male(Uraufführung):„Die Geschwister.“ Ein Schau⸗ spiel in 1 Akt von J. W. v. Goethe. Musik von Lud. Rottenberg. 8 zum ersten Male:„Rahab.“ Oper in 1 Akt. Dichtung von scar F. Mayer. Musik von Clemens von Franckenstein. Zum Schluß, zum ersten Male: Bachusfest. Griech. Tanzbild von Heinr. Kröller. Musik zusammengestellt aus„Die Geschöpfe des Pro⸗ metheus.“ Mittwoch, den 1. Dezember, geschlossen. Donnerstag, den 2. Dezember, abends 7 Uhr:„Don Juan.“ Schauspielhaus. Sonntag, den 21. November, nachmittags 3½ Uhr: Hierauf:„Die Zeit der Freiheitskriege.“ um Schluß:„Joses Heyderich oder Deutsche Treue.“ Abends 7% Uhr:„Liliom.“ Montag, den 22. November, abends 7½ Uhr:„Ein glücklicher Un⸗ fall.“ Dienstag, den 23. November, abends 7 Uhr:„Hochzeits- morgen.“ Hierauf:„Das Versöhnungsfest.“ Zum Schluß:„Der Brandstifter.“ Mittwoch, den 24. November, abends 7½ Uhr: „Liliom.“ Donnerstag, den 25. November, abends 7½ Uhr: Erstes Gastspiel des Hosschauspielers Herrn Konr. Dreher mit Gesellschaft: „Jägerblut.“ Freitag, den 26. November, abends 7 Uhr: Zweites und letztes Gastspiel des Kgl. Bayer. Hosschauspielers Herrn Konr. Dreher mit Gesellschaft:„Mathias Gollinger.“ Samstag, den 27. November, abends 7 Uhr:„Liliom.“ Sonntag, den 28. Nov., nachmittags 3½ Uhr:„Die Schöne vom Strande.“ Abends 7s½ Uhr: Zum ersten Male:„Bürger Schippel.“ Komödie in 5 Aufzügen von Karl Sternheim. ontag, den 29. November, abends 7½ Uhr:„Hochzeitsmorgen.“ Hierauf:„Das Versöhnungs⸗ fest.“ Zum Schluß:„Der Brandstifter.“ Dienstag, den 30. Nov., abends 7½ Uhr:„Der Strom.“ Mittwoch, den 1. Dezember, abends 7½ Uhr:„Bürger Schippel.“ Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. „1914.“ 1 f Nov. 28. 8 8 S 2 325 S a S Wetter 0s 5 E. 8 5 N S—— 2. B 8 3 8 88 19.22— 2,3 4,3 81—— 10 Bed. Himmel 19.9— 1.3 4,4 88—— 10. 20, 72—— 2,55 4,175——. 1 85 Höchste Temperatur am 18.— 19. Nov. 1915= + 2,6 C. Niedrigste„„ 18.—19.„ 1915= 3,5 C. Niederschlag: 1,9 mm, 3555 — Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 21. Nov. 1915: Wolkig bis heiter, trocken, Nachtfrost. Märkte. le. Fraukfurt a. M., 19. Nov. Heu⸗ und Stroh⸗ markt. Auf dem heutigen Heu- und Strohmarkt war nichts augefahren. Wöchentl. Uebersicht der Todesfälle i. d. Stadt Sießen. 44. Woche. Vom 24. bis 30. Oktober 1915. 02 Einwohnerzahl: angenommen zu 32 900(inkl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 28,44%, Nach Abzug von 9 Ortsfremden: 14,22% Er⸗ Kinder Es st 5 5. 5 starben an Zuf wachsene im raden 2 Lebensschwäche 1 5 1— Altersschwäche 1 1—— Diphtherie 1()—— 1(˖) Lungentuberkulose 2(1) 1(— 1 Lungenentzündung 1 1—— Sonstige Krankheiten der Atmungsorgane 1(ö) 1(˖)—— Herzkrankheiten 2(1) 2(1)—— Gehlrnschlag 1 1—— Sonstige Gehirnkrankheiten 2(1) 2(1)—— Krankheiten der Ver- dauungsorgane 1(˖¹) 1(05—— Krankheiten der Nieren 1 1—— Krebs 3.029 3(2)—— anderen bösartigen Neu- bildungen 10 1(1)—— Summa: 18(9) 15(8) 1 2(1) Anm.: Die in Klammern gesetzken Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Letzte Nachrichten. Der Druck der Entente auf Griechenland. Athen, 20. Nov. Die Gesandten der Vierverbandsmächte haben der griechischen Regierung eine Erklärung überreicht und betont, daß der Vierverband sich außerstande sehe, den Serben Hilfe zu bringen und genügend Truppen zu landen, bevor die griechische Frage geklärt sei und Garantien Griechen⸗ lands vorliegen, daß dies nicht beabsichtige, den Vierverbands⸗ truppen Schwierigkeiten zu bereiten. Eine derartige Garantie gebe nur die Abrüstung Griechenlands. Lugano, 20. Nov. Wie die„Stampa“ berichtet, verlangt der Vierverband von Griechenland, daß es nicht nur die Sicher⸗ heit der schon gelandeten Truppen, sondern aller noch zu landenden verbürge, sowie, daß es nie zu einer Entwaffnung, sei es der Vierverbandstruppen, sei es der auf griechischen Boden flüchtenden Serben, schreiten werde. Dies soll Herr Denys Cochin zu⸗ nächst in Güte erreichen. Sollte es ihm jedoch nicht gelingen, so werde man wahrscheinlich zu einer Besetzung der griechi⸗ schen Inseln schreiten, um ein Pfand für das Verhalten Griechenlands in Händen zu haben. Was Italien betreffe, so denke man in Regierungskreisen nicht an eine Expedition durch Albanien, sondern werde in anderer Weise teilnehmen, wie, könne noch nicht mitgeteilt werden. Jedenfalls ist der italienische Gesandte in Athen bereits angewiesen worden, sich den Schritten der Ver⸗ treter der anderen Vierverbandsmächte durchaus anzuschließen. Im Gegensatz zu den Meldungen des„Corriere della Sera“ wird behauptet, dieser Schritt sei seiner Form nach ein Ultimatum. Die bevorstehende Besetzung von Mongstir. Lugano, 20. Nov. Der italienische Korrespondent des „Corriere della Sera“ in Monastir meldet die bevorstehende Besetzung der Stadt durch die Bulgaren, deren Uebermacht die Serben zwang, die Höhen von Babuna zu räumen und eine Anzahl Geschütze preiszugeben. Die Serben hätten keine Munition mehr und könnten auch von den Franzosen keine erhalten. Auf endlosen Wagenkarawanen werden die in Monastir lagernden staat⸗ lichen Tabaksvorräte weggeschafft. Man fürchtet jeden Augenblick den Angriff bulgarischer Komitatschis und regulärer Truppen. Die Konsuln der Entente wollten durchaus in Monastir bleiben, aber der serbische Kommandant forderte sie zur sofortigen Abreise auf, da Gefahr im Verzuge sei. — Die albanische Gefahr für die Serben. Budapest, 20. Nov.„A Vilag“ berichtet aus Saloniki: Nach zuverlässigen Berichten haben die albanischen Truppen, die den sich zurückziehenden Serben den Weg nach Albanien ab⸗ schneiden, die Zahl von 20000 Mann erreicht. Die Albanier sind gut ausgerüstet und verfügen über eine vortreffliche Artillerie. Diese albanischen Truppen sind bereits auf dem Wege nach Serbien. Für Rheumatiker und Neuralgieleidende, Kann seit langen Jabren zum ersten Male 9 85 wieder gehen. Herr Heinrich, München, schreibt: Jahren fürchterliche Schmerzen in meinem Knie hatte undalle ärztliche Hilfe, die ich bis jetzt gebrauchte, vergebens war, wandte ich mich noch in meiner Verzweiflung an Togal⸗Tabletten. Nach dem Gebrauch von ea. 3 Tagen waren die Schmerzen vollständig weg und seit 4Wochen empfinde ich nicht den geringsten Schmerz und kann jetzt wieder laufen, während ich früher nicht mehr wußte, wie ich vom Platze kommen sollte.“ Aehnliche Erfahrungen und noch überraschendere Erfolge erzielten viele andere, welche Togal nicht nur beihtheumatis⸗ mus, sondern auch bei Kopfschmerzen, Hexenschuß, Ischias, Schmerzen in den Gelenken, sowie bei Influenza gebrauchten. Togal löst die Harnsäure, das verheerende Selbstgift, wodurch ebenso rasche wie anhaltende Erfolge erzielt werden. Alle Apotheken führen Togal⸗ Tabletten. Best.: Acid. acet. salic. Chinin Mg. 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Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Frau Elisabetb Strauch und Kinder Familie H. K. Strauch Jamilie Daniel Born. F Gießen, Frankfurter Straße 62, Dauernheim, Wallenrod, den 20. November 1915. 9074 Am 4. September starb den Heldentod fürs Vaterland unser treues, pflichteifriges Mit⸗ glied, unser lieber Freund und Sangesbruder Wilhelm Lepper 5 Musketier im Res.⸗Jnf.⸗Regt. Nr. 222. 3 Am 14. Oktober starb infolge schwerer Verwundung sein einziger Bruder, gleichfalls ein treues Mitglied und edler Förderer unseres Vereins, Heinrich Lepper Musketier im Res.⸗Inf.⸗Regt. Nr. 81. Wir werden den beiden tapferen, so jäh aus unserer Mitte gerissenen Streitern ein ehrendes Andenken bewahren. Gesangperein Eintracht Alten⸗Buseck. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir unseren innigsten Dank. 9094 Familie Noll. Gießen, den 20. November 1915. 8 Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein innigstgeliebter, berzensguter Mann, der treusorgende Pater unserer beiden Jungen, unser lieber Sohn, Nachruf. Den Heldentod fürs Vaterland starb in⸗ folge einer schweren Verwundung im Lazarett am 24. Oktober unser lieber Sangesbruder, der ErsatzreservistRarl Gerth im Reserve⸗Infant.⸗Regt. 83, 11. Komp. Wir verlieren in ihm ein treues Mitglied, dem wir stets ein ehrendes Andenken be⸗ wahren werden. Frankenbach, den 20. November 1915. 9099 Gesangverein„Teutonia“. Für die vielen Beweise herz⸗ licher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir unseren innigsten Dank. Familie Wilh. Becker l. Kesselbach, den 20. Nov. 1915. ewissenhale Ausbüdung von Nrattahrerm übernimmt jederzeit 18695 D Erste Deutsche Automobil-Fachschule Telephon 940 Mainz-Zahlbach Telephon 940 Fhotographische Apparate der Firmen Iea, Akt.-Ges. Dresden, Heinr. Erne- mann, Akt.- Ges., Dresden, G. 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Wiedersehn war seine und unsere Hoffnung. Dies zeigt tiefbetrübt an Am 15. Oktober 1915, dem zweiten Tag im Kampf in der Front, starb mein einziger Sohn, meine einzige Freude, meine einzige Stütze Karl Burk Musketier im Reserve-Inf.-Regt. 253, 11. Kompagnie im kaum vollendeten 20. Lebensjahre den Heldentod fürs Vaterland. In seinem letzten Brief schrieb er noch aus dem Felde: Auf ein baldiges Wiedersehn oder nim mermehr. Hinterbliebenen: Hausen, Steinberg, Grüningen, Steinbach, den 20. November 1915. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung! Den Heldentod fürs Vaterland starb am 2. Nov. 1915 im Alter von 30 Jahren mein lieber Mann, meines Kindes treusorgender Vater, unser lieber Bruder, Schwager und Aab. Triedriah dehmal, Inmermaun Landsturmmann im Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 221 * A Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Maria Schmidt WW., geb. Nordmeier Lich, den 19. November 1915. 9078 9100 la. Speisekartoffeln sind wieder eingetrossen W. Hankel, Neuen Bäue 7 Telephon 612. 8005 r eee cant Sücaufn Danksagung. Allen, die unserem treuen Entschlasenen das letzte Geleite gaben, sowie für die Kranz⸗ spenden und für die Grabrede des Herrn Pfarrer Dörr sagen wir herzlichen Dank. Im Namen der Hinterbliebenen: Jacob Hildebrand. Heuchelheim, den 19. November 1915. 9091 Haltestelle der Elektrischen(grüne Linie) 5 F Mö SEI. DEKORHATIOMEM. TEppICHE. GARD IMEN Merkstätten für geschmackvolle Wohnungs- einrichtungen in jeder Preislage nach eigenen sowie gegebenen Entwürfenbei mäßigen Preisen Permanente Ausstellung von über 100 Zimmereinrichtungen Streng reell fachmännische Bedienung Feinste fteferenzen · Langj. Garantie · Franko-Lieferung F Mus rEf- AUSSTELLUNG: KIRCHEN PLATZ Nr. 9 Huang iir eifffrH bIESS EN Aster weg 47. Telefon 2005. Steinstr. 56,58, 60 Asterweg 8893 110 Titania- Milch- zentrifugen Butter- maschinen Butter- formen empfiehlt 0 J. B. Häuser Neustadt 56 Eisen- u. 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