Der gleßener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Familienblätter; zweimal wöchentl. Kreis⸗ blatt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech-Anschlüsse: sür die Schriftleitung 112 Verlag, Geschäftsstelleß 1 Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Abend vorher. zeig General-Anzeiger ür Oberhe en Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Seschã Freitag, 10. November 1015 Bezugsvreis: monatl. 85 Pf., viertel⸗ sährl. Mk. 2.50; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 75 Pf.; durch die Post Mk. 2.30 viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pi.— Haupt⸗ schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. stsstelle und Druckerei: Schulstr. 7. der Druck auf Griechenland. Die Bulgaren zwei Stunden von Monastir. Neue heftige Rämpfe an den Dardanellen. GTB.) Großes Hauptquartier, 18. November. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die Engländer versuchten gestern früh einen Hand⸗ streich gegen unsere Stellung an der Straße Messines— Armentibres. Sie wurden abgewiesen. In den Argonnen wurde die Absicht einer französi⸗ schen Sprengung erkannt und der bedrohte Graben rechtzeitig gerüumt. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist im allgemeinen unverändert. Balkan⸗Kriegsschauplatz. Die verbündeten Armeen haben in der Verfolgung die allgemeine Linie Javor— nördlich Raska—Kursumlija— Radan—ruglica erreicht. Unsere Truppen fanden Kur⸗ sumlija von den Serben verlassen und ausgeplündert vor. Es wurden mehrere hundert Gefangene und einige Geschütze eingebracht. 155„ Oberste Heeres leitung. 0 5„ a Die Engländer scheinen ihren Balkanfeldzug in der Weise ausführen zu wollen, wie Asquith vor einiger Zeit in einer längeren Programmrede vor dem Unterhaus aus⸗ geführt hat. Zur Rettung Serbiens ist es zu spät, und selbst Lord Kitchener, wenn er in Saloniki eintreffen sollte, dürfte nicht von großen Siegen träumen, sondern hätte nur die Aufgabe, dafür zu sorgen, daß für die Entente die Tür zum Balkan wenigstens noch halbwegs geöffnet bleibt. Noch gibt man Griechenland nicht ganz verloren, das heißt man rechnet noch auf seine Hilfe. Die halsabschneiderische Art jedoch, wie Frankreich und England dem König Konstantin als drängende Gläubiger gegenübertreten, birgt allerlei Gefahren. Der „Druck“ auf Griechenland, wie ihn besonders die französische Presse sehr offenherzig empfohlen hat, nimmt in der Tat zu. Dabei bestehen jedoch keine Aussichten, daß die Absichten der Entente gelingen. Diese setzt ihre Hoffnungen auf den un⸗ gewissen, schwankenden Faktor der Volksstimmung in Grie⸗ chisch⸗Mazedonien, die angeblich für die Politik Venizelos“ erglühe. Jedenfalls steht es fest, daß die Verhandlungen der Regierung König Konstantins mit Bulgarien weiter ge⸗ diehen sind als diejenigen mit dem uns feindlichen Vierver⸗ band, der fortdauernd Klagelaute von sich gibt und zum Wutgebell gegen das Hellenentum übergeht. Die Zentral⸗ mächte und Bulgarien aber schreiten unaufhaltsam mit Taten weiter. Wie kläglich die französisch-englischen Truppen bei dem Versuche, das bulgarische Vorgehen aufzuhalten, ab⸗ schneiden, wird im Berner„Bund“ mit folgenden Worten dargetan: Sie haben die größte Mühe, die Norbostfront des südlichen serbischen Kampfraumes gegen bulgarische Angriffe zu behaupten und stehen zwischen Krivolac und Rabrowo in klebenden Kämpfen. Der Versuch, den linken Flügel über die Crna hin⸗ auszuschieben und die Offensive der Bulgaren auf die Babuna⸗ pässe nördlich von Prilep durch Umfassung zu unterbinden, scheint nux zeitweiligen Erfolg gehabt zu haben. Offenbar sind bei Nisch bulgarische Kräfte frei geworden und wirken jetzt im südlichen Kampfraum. Die Armee Todorow hat den starken Querriegel, den sie von Uesküb nach Kacanik in der Richtung Pristina und nach Kalkandelen(Tetowo) vorgetrieben hat, so verankert, daß alle Versuche, ihn zu sprengen und die Verbindung zwischen den beiden Räumen zu sichern, gescheitert sind. Es ist anzunehmen, daß Todorow von Kalkandelen im Wardartal aufwärts(der War⸗ dar fließt hier von Südwesten nach Nordosten) auf Gostivar vordringt, um über den Bukowikpaß ins Zajaskatal nach Kreova zu gelangen und von dort den Raum Prilep⸗Monastir zu flankieren, während der Frontalangriff auf die Babunapässe fortgesetzt wird. Gelingt das, so sind die Babunastellungen unhaltbar geworden und nicht nur die Serben, sondern auch ihre Verbündeten zur Verkehrung der Front und zum Rückzug auf Monastir und Gjevgjeli genötigt. Es hängt also alles von der Stärke des eng⸗ lisch⸗französischen Expeditionskorps ab, das in strategischer Defensive kämpft, und die Frage, ob die Serben und Alliier⸗ ten über die griechische Grenze gedrückt werden, gewinnt täglich an Bedeutung. Hieraus erklären sich auch die enormen Anstrengun⸗ gen der Entente, Griechenland mitzureißen, freilich ein gewagtes Spiel, da die Griechen, wie wir bereits bei Beginn des Feldzuges dargelegt haben, im Rücken des Expeditionskorps stehen und da⸗ mit einen militärischen Trumpf in der Hand haben, der auch gegenüber den gewichtigsten diplomatischen Vorstellungen und ma⸗ e des Drei⸗ oder Vierverbandes ins Ge⸗ wicht f. 0 . ** . Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 18. Nov.(WT. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 18. November 1915. Russischer Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Beim Aufräumen des Schlachtfeldes von Czartorysk ist erst die volle Größe des jüngst errungenen Erfolges zutage getreten. Der Feind hatte schwere Verluste. Bisher wurden 2500 Russen be⸗ graben und 400 frische Gräber gezählt. Mehrere Tausend ehre und große Mengen Munition sind die Beute, die noch steigen dürfte. Der Gegner besaß am westlichen Styr⸗ ufer vier hintereinander liegende starke Stellungen mit Drahthindernissen, Stützvunkten und Flankierungsanlagen. Ausgedehnte Hüttenlager mit Blockhäusern und großen Stal⸗ lungen beweisen, daß er sich schon für den Winter eingerichtet hatte. Italienischer Kriegsschauplatz. Auch im Laufe des gestrigen Tages nahmen die Italie⸗ ner ihre Angriffstätigkeit nicht wieder auf. Nachts versuchten sie schwache Vorstöße gegen Zagora, am Nordhange des Monte San Michele und gegen den Abschnitt südwestlich San Martino; alle wurden abgewiesen. Seit heute zeitlich früh steht Görz wieder unter heftigem Geschützfeuer. In der ersten Stunde fielen etwa 400 Geschosse in die Stadt. Der alte Stadtteil von Riva war gestern vom Altissimo her unter Feuer. Unsere Flieger warfen Bomben auf die Ka⸗ sernen von Belluno ab. 8 Südöstlicher Kriegsschauplatz. Die Verfolgung macht trotz schwerer Unbilden der Witterung gute Fortschritte. Nördlich von Nova Varos nähern sich unsere Truppen dem Abschnitte des Uvac. Der Ort Ja vor ist in Besitz genommen. Südlich von Ivanjica schoben wir uns im Raume um die Höhe Jankov Kamien nahe an die Paßhöhen der Golija Planina heran. Deutsche Truppen sind bis etwa halben Wegs Usce⸗Raska vorgedrungen; während österreichisch⸗ungarische Kräfte von Ost gegen den Ibar vorg die Kopaonik⸗Planina am Weg nach Karadekg üperschrikten haben. Die Truppen der Armee v. Gallwitz sind über das von den Serben geplün⸗ derte Kursumlje südwärts vorgerückt. 8 Bulgarische Kräfte gewannen kämpfend die Höhen des Rablan und den Raum südöstlich davon. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Wien, 18. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Nachtrag zum amtlichen Communiqué vom 18. November. Ereignisse zur See Heute nachmittag belegte eins unserer Seeflugzeug⸗ geschwader die Forts San Nicolo und Alberoni, das Arsenal, die Flugstation, den Gasometer, den Bahnhof und mehrere Kasernen von Venedig erfolgreich mit Bomben. Trotz des heftigen Abwehrfeuers und des Angriffes von drei feindlichen Flugzeugen ist unser Geschwader vollzählig und wohlbehalten eingerückt. Flottenkommando. * Monastir bedroht. Athen, 18. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Offizielle Nachrichten von der Front fehlen noch, aber in Zeitungstelegrammen wird die Lage der Serben sehr ernst geschildert. Prilep soll von den Bulgaren besetzt worden sein, die zwei Stunden von Monastir stehen und eine umzingelnde Bewegung ausführen. Die Lage von Monastir ist kritisch. Die Kon⸗ suln, außer dem französischen, sind nach Saloniki gegangen; dorthin sind auch die Archive gebracht worden. Die Behandlung Griechenlands. Marseille, 18. Nov.(WTB Nichtamtlich.) Auf höhe⸗ ren Besehl nimmt der Hafen von Marseille keine Güter⸗ verfrachtungen für Griechenland mehr an. Berlin, 19. Nov. Wie das„Berliner Tageblatt“ erfährt, werden alle in Italien in den Häfen ankernden griechischen Schiffe von der griechischen Regierung plötzlich heim⸗ berufen. 0 E 8 Der amtliche französische Bericht. Paris, 18. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht von gestern abend: Bei Loos, Angres und Souchez sehr heftiges gegenseitiges Geschützfeuer. Wir richteten gegen den Wald südlich von Fay(südwestlich Peronne) ein konzentrisches Feuer, dessen Wirksamkeit festgestellt wurde. In der Champagne, bei dem Navarin⸗Gehöft und bei Tahure dauert der Artilleriekampf un⸗ verändert fort. In den Argonnen brachten wir zwei Minen zur Explosion, die die deutschen Schützengräben in einer ziemlich großen Ausdehnung zerstörten. Belgischer Bericht: Es herrscht fast vollständige Ruhe an der Front. Orient⸗Armee: Im Laufe des 15. November unter⸗ nahmen die Bulgaren keine weiteren Angriffe gegen unsere Front auf dem linken Cerna⸗Ufer. Westlih Krivolac zogen sie sich auf die Höhen von Arkangel und nördlich des Dorfes Cicevo zurück und ließen zahlreiche Tote am Platze. In drei Kampftagen ver⸗ loren die Bulgaren 4000 Mann. Unsere Verluste sind gering. Nördlich Rabrowo beschossen wir eine feindliche Pro⸗ viantkolonne, die auf dem Wege nach der bulgarischen Stadt Strumitza in der Nähe des gleichnamigen Flusses war. Die englischen Minister in Paris. Paris, 18. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Die englischen Minister Asquith, Grey, Lloyd George und Balfour hatten im Laufe des Vor⸗ mittags eine Besprechung mit den französischen Mi⸗ nistern Briand, General Gallieni und Admiral Lacaze, sowie dem Generalissimus Joffre. Dieser erste gemeinsame Mi⸗ nisterrat wird dazu dienen, erweiterte Zusammen⸗ künfte vorzubereiten, bei denen Rußland und Ita⸗ lien vertreten sein werden. So beginnt die Einheit in der Leitung und Aktion sich zu verwirklichen, die Briand und Asquith der Politik der Alliierten geben zu wollen er⸗ klärten, um die militärischen Operationen schneller durch⸗ zuführen. Die Unterredung dauerte bis 1 Uhr nachmittags. Nachmittags besuchten die Minister den Präsidenten Poin⸗ caré im Elysée, wo sie die Abendmahlzeit einnahmen. Abends reisten die englischen Minister wieder nach England, Die Verwendung erstickender Gase. Paris, 18. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Der Heeres⸗ ausschuß des Senats hat unter dem Vorsitz von Clemenceau einstimmig eine Tagesordnung angenommen, die entschieden dafür eintritt, daß die französischen Trupper ohne Einschränkung erstickende Gase anwenden. Der tapfere Immelmann. Berlin, 18. Nov.(Privattelegramm.) Das„Berliner Tageblatt“ meldet aus Dresden: Der Fliegerleutnant Immelmann, welcher bereits sechs feindliche Flugzeuge zum Absturz gebracht und sich das Eiserne Kreuz erster Klasse erworben hat, wurde durch die Verleihung des Militär⸗St. 1 des Hohenzollernschen Hausordens aus⸗ gezeichnet. Der Belagerungszustand über die westfriesischen f Inseln. Haag, 18. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) ueber den größten Teil der westfriesischen Inseln und des dahinter 5 Küstengebietes ist ab heute der Belage⸗ rungszustand verhängt worden. ** Die Wehrfrage im englischen Unterhause. London, 18. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Unterhaus. Auf eine Anzahl von Fragen, die wegen der Wehrpflicht ge⸗ stellt wurden, antwortete Asquith schließlich, der Dienstzwang werde nur mit Zustimmung des Parlaments eingeführt werden. Das Haus trat sodann in die Verhandlungen über die Wehr⸗ pflichtfrage ein. Whitehouse(liberal) wies auf den Widerspruch zwischen den Erklärungen Asgquiths und dem Com⸗ muniqué von Lord Derby hin, nach welchem die Unverheirateten zwangsweise ausgehoben würden. Das sei eine Beleidigung des Parlaments und ein Bruch seiner Privilegien. Die jetzigen Arten der Anwerbung seien praktisch bereits ein ungesetzlicher Dienst⸗ zwang. Alfred Mond sprach für die Wehrpflicht. Outh⸗ waite erklärte in einem Zwischenrufe: Die Leute wollen nicht in die Armee eintreten und wollen keinen Krieg! Sherwell (liberal) sagte, Asquith habe erklärt, daß die Wehrpflicht nur mit allgemeiner Zustimmung der Nation eingeführt werden solle. Gegenwärtig bestehe nicht die entfernteste Möglichkeit einer nationa⸗ len Einstimmigkeit über den Dienstzwang in irgend welcher Form. Die Regierung müsse mit einer großen Opposition der Arbeiter⸗ schaft in vielen Landesteilen rechnen. Die Opposition würde noch durch viele nicht dem Arbeiterstande Angehörige verstärkt werden. Auch viele Parlamentsmitglieder hielten an ihrer alten Ueber⸗ zeugung fest. Die Regierung könnte in die Lage kommen, die Reichsverteidigungsakte gegen Abgeordnete anzumenden. Tho⸗ mas(Arbeiterpartei) kritisierte die Erklärung Lord Derbys und ferner die Rede Churchills, die notwendig andere Erklärun⸗ gen herausfordere. Die Arbeiter seien des elenden Streites zwi⸗ schen den Männern, die die Kriegführung leiten, überdrüssig. Der Redner schloß: Ich. nicht, daß irgend eine Re⸗ gierung im Unterhause die Wehrpflicht durchbringen kann.(Bei⸗ fall bei den Radikalen.) Es würden Neuwahlen notwendig sein, aber selbst dann würde die Opposition jeden Absatz und jede Zeile des Wehrpflichtgesetzes bekämpfen. Gewisse Mitglieder des Hauses und Kabinetts würden sich über die Stärke der im Lande legen die Wehrpflicht herrschenden Strömung irren. Bonar aw bestritt, daß ein Widerspruch zwischen den Erklärungen As⸗ quiths und Lord Derbys bestände. Er legte die bekannten Schwie⸗ rigkeiten der Regierung dar und sagte: Asquith haßt den Gedanken eines Systemwechsels in der Rekrutierung, wird aber vielleicht zu dem Entschluß kommen, daß eine Aenderung notwendig ist. Es ist ein großer Irrtum, zu glauben, daß wir unsere Finanzen so ein⸗ richten können, daß wir den Krieg unbegrenzt fortsetzen. Der ein⸗ zige Weg ist, die finanziellen Hilfsmittel in die Wagschale zu wer⸗ fen, um eine schnelle Entscheidung zu erzielen. Es verhält sich ebenso, wie mit den großen Armeen des Kontinents. Frankreich weiß genau, daß die Armee sich nicht für eine beträchtliche Zahl der Jahre auf ihrem jetzigen Stande erhalten kann. Es hofft aber, ihren Stand solange zu erhalten, bis der Feind geschlagen ist. Ebenso ist es mit den Finanzen. Wir können nicht ewig aushalten, müssen jedoch länger aushalten als der Feind. Die beste Finanz⸗ politik ist, eine möglichst große Armee aufzubringen, um den Krieg möglichst schnell zu beendigen. Je eher der Krieg zu Ende ist, desto besser ist es für die Finanzen und für alles Uebrige. London, 18. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) In der Albert⸗ halle sollte am Donnerstag eine große Protestversamm⸗ lung stattfinden. Frau Pankhurst sollte präsidieren. Unter den Rednern sollten sich Lord Willoughby de Broke und der liberale Abgeordnete Brycs, sowie der Anhänger des Frauenstimmrechts, Kenney, befinden. Die Anzeige sagte: Der Verrat an Serbien in 1 . 8 4 95 ungeei Unter den sie wohl verhindern. Kritik im Oberhause. 80 8 Sitzung ex hau Berich 1 Generalstabs end Kommandostellen auf blieben seien. Der Willen des Feldmarschalls F Das H der in 5 vormittags niemand im Bureau Nacht hinein Bridge gespielt hätten. lässigkeit führte der Redner an, daß letzten Juni i 1 bis vierhundert Nards and. deutsche Verteidigungslinien, haben würde, wenn der nnicht fortgesetzt werden konnte. wiederholt vorgekommen. Art Kritik übe, wie sie in jedem Ranges, und es sei ungerecht, die eine genügende Anzahl vollkommen ausgebildet fehlte, zu verallgemeinern. 25. September erklärte Haldane, Ref reit fel 5 sei eine Sache, die nur diese 5 gewesen. . ord Sydenham sagte, die der Nachricht erlaubt, daß im September bei Sieg beinahe errungen worden wäre. Dann mii stehen, weshalb er nicht ven war sicher nicht bisher nicht im Feuer gewesen waren, 5 8 5 0 hungrig scheinlic ein Fehler des Gerebalstebg Joos ähnelt dem Vorgehen bei Neuve⸗Chapelle wurde. Lord C der Untersuchung über die Angriffe bei Loos „ London, 18. Novbr. gungsamt des K ohlenrebier gang des Außenhandels verursachte, 5 5 5 und Arbeitgeber verurteilen K hause sagte Sir John Simon: Die Regierung ve i die Versammlung nicht, aber die Eigentümer der Alberthalle wür⸗ ein endgürtiger Beweis, daß die Ehre und die Interessen Eng⸗ lands in den Händen der Regierung nicht sicher und daß nament⸗ lich Asguith und Grey für ihre verantwortungsvollen Posten gnet sind. Die Versammlung ist abgesagt. ie (WTB Nichtamtlich.) In der gestrigen es erklärte Lord St. Davids, in den der Presse seien viele Klagen über das Verhalten des — 4 der letzten Kämpfe in Frankreich enthalten. Der Generalstab sei übermäßig groß und die Offiziere erhielten Grund ihrer Familienbeziehungen. Die Ar⸗ beit des Generalstabs sei schlecht, weshalb mehrfach Siege ausge⸗ b britische Generalstab sei fünf⸗ oder sechsmal so geuß wie der französische. Viele Offiziere wurden angeblich gegen n Freuch in den Generalstab berufen. aupt quartier erhielt Damenbesuch. Ein Zivilist. Geschäften in das Hauptquartier kam, traf vor 10½%½ Uhr an, da die Offiziere bis spät in die Als einen Fall grober Nach⸗ t die britische Armee erst im die zweite Verteidigungslinie anlegte, die sich dreihun⸗ von der deutschen Front entfernt be⸗ Am 25. September durchbrachen englische Truppen drei was zu einem großen Siege geführt Generalstab besser gearbeitet hätte. Aber es seien keine Verstärkungen zur Stelle gewesen, so daß der Angriff Derartiges sei nicht einmal, sondern Haldane bedauerte den Angriff seines Vorredners, der eine Art 1 Kriege vorkäme. England habe ssich inbetreff des Generalstabs in einem großen Nachteile 759 TDeutschland befunden, aber jetzt besitze es einen Generalst ersten Fehler, die gemacht wurden, weil er Generalstäbler Mit Bezug auf die Offensive am erven seien vorhanden und be⸗ gewesen, in den Kampf einzugreifen. Daß dies nicht erfolgt Divisionen selbst betreffe. Jeden⸗ falls sei eine Nachlässigkeit Marschall Frenchs nicht schuld daran Zensur habe die Veröffentlichung Loos ßten ein 2 gewonnen wurde. Die Tapferkeit der Trup⸗ der Grund. Es hieß, daß zwei Divisionen die und müde nach einem langen Marsche in die Schlacht geführt wurden, was augen⸗ war. Das Vorgehen bei 1 l und an der Suvla⸗ — ebenfalls aus gewissen Gründen kein Sieg errungen xeve erklärte, daß sich die N Stellen mit eschäftigten. Rückgang der Löhne in England. (WTB. Nichtamtlich.) Das Ein i⸗ s von Südwales hat eine fünfprozentige Herabsetzung der Arbeiterlöhne beschlossen. Der Rück⸗ 0 daß anfangs der Woche ein Dutzend Gruben stillstanden und 10 000 Arbeiter feierten. Arbeiter bleichmäßig die Bes. chränkung der Kaohlenausfuhr durch die Regierung; die amerikanische Kohle erobere die britischen Absatzmärkte. London, 18. Nov.(WTB. Fat ein neues Stück Bernard Sh a ws Ein neues Stück Bernard Shaws durch die englische Zensur unterdrückt. Nichtamtlich.) Die Zensur 9 unterdrückt, das die Rekrutierung satirisierte und in Dublin auf⸗ geführt werden sollte. Sperrung der Baumwollzufuhr für die Berlin, 18. Nov. Schweiz wird gemeldet, erischen Spinnereien die Baum 8 b mit der Begründung, Deutschland weiter ginge, wo Sprengstoffen benutzt werde. Frankreich zeugung, daß, wenn die 5 Deutschland in aller Kürze wegen des wolle zur Sprengstoff⸗Fabrikation den Krieg e e ist festzustellen, daß wir in Deutschland vorhandener Baumwolle auf Jahre hinaus genug haben, und daß den neuen Donauweg Baumwolle aus der werden, und daß, mehr in Deutschland wäre, wir doch immer sehbare Zeit Zellstoff gemig hätten. Der müßten wegen des Mangels an Baumwolle stoff⸗Fabrikation den Krieg einstellen, ist so Schweiz. (WD. Nichtamtlich.) Aus der daß die Entente en schwei⸗ wollzufuhr von daß die Baumwolle sie zur Herstellung 1 05 die feste Ueber⸗ ufuhren wegfielen, Mangels an Baum einstellen muß. allein an jetzt für diesen Zweck wir ferner über Türkei erhalten selbst wenn kein Kilogramm Baumwolle noch für Gedanke, wir zur eng⸗ aß er absurd, 15 als ein bewußt unrichtiger Vorwand W werden fann, um die 9 5 zu zwingen, haupt en uns zu sperren. 5 0 3 18. Nb. 8. Nichtamtlich) Di dee Survellance Economique eröffnet heute ihre Hauptaufgabe ist die Förderung der Einfuhr a te und diese Länder nach der Schweiz für —— Gedarf 18 7 f— Kontrolle über die Ve nen einzuführenden Waren für den schweizerischen Ve ihre Grenzen über⸗ e Societe Suisse Tätigkeit. Ihre us den Ländern den eige⸗ rwendung der rbrauch, für In⸗ enüber unab⸗ dustrie und Gewerbe und für besonders festgesetzten Bedingungen aus. Sie erhält die Er⸗ mächtigung, Waren an die Adresse der S. S S. einzuführen und durch Importeure nachzusuchen. Die Ermächtigung wird erteilt über deren Ausfuhr im Rahmen der da⸗ nach Erfüllung von besonderen Bedingungen nach Angabe über den Charakter der gefuchstellenden Firma sowie über ihre Betei⸗ ligung an der Ausfuhr aus den Ländern der Alliierten vor dem 1. Juli 1914, und wird an die Leistung der für richtige Er⸗ füllung und Innehaltung der vertraglichen Bedingungen gefor⸗ derten Sicherheit geknüpft. Diese kann bestehen im Hinterlegen von Wertpapieren oder in einer Bankgarantie. Die S. S. S. ver⸗ kehrt mit Syndikaten, die durch Vereinigung von Interessenten⸗ gruppen oder Firmen gebildet find. Soweit ein Zusammenschluß in einem Syndikat von ganzen Gewerbegruppen nicht gelingt, wer⸗ den auch bereits nde Verbände industriellen, landwirt⸗ schaftlichen und kommerziellen Charakters als Syndikate anerkannt. Chinesische Arbeiter in Rußland. Berlin, 19. Nov. Die russische Regierung macht, wie das„Berliner Tageblatt“ aus Kopenhagen meldet, die größten eee chinesische Arbeiter ins Land zu ziehen. Alle Einwanderungsverbote seien auf⸗ gehoben und die Einwanderungsbureaus mit den größten Vollmachten und Staatsunterstützung ausgestattet. Im Ok⸗ tober seien 80 000 chinesische Arbeiter nach Charbin ge⸗ bracht worden und auf die Bergwerke verteilt worden. neue kämpfe auf den Dardanellen. Der türkische Bericht. Konstantinopel, 18. Nov.(WTB. Ne Das Hauptguartier meldet von der Dardanellenfront vom 14. November: 5 g Bei Anaforta und Ari Bur nu beiderseitiges 1 5 5 Unsere Artillerie zwang ein feindliches Torpedoboot bei ik⸗ liliman, das Material bei Ari Burnu zu landen versuchte, sich vom Ufer zu entfernen. Bei Sedd⸗ül⸗Bahr konnte die feindliche Artillerie am 14. Nupemer, trotzdem sie 8000 Granaten, Minen und Bomben gegen unseren linken Flügel abfeuerte, keinen bedeutenden Schaden anrichten. Am 15. November schoß der Feind 3000 Bomben gegen unseren rechten Flügel ab. Er beschoß am Nachmittag heftig unsere vorgeschobenen Stellungen im Zentrum mit Hand⸗ und Marineartillerie. Sie brachte zwei Minen zur Entzündung und nahm die Beschießung bis 5 Uhr wieder auf. In der Zwischenzeit griff der Feind den linken Flügel eines unserer Regimenter im Zentrum an; er wurde leicht zurück⸗ geworfen. Als der Feind einen Angriff auf die Front eines anderen unserer Regimenter versuchte, kam er bis an unsere vor⸗ geschobenen Schützengräben, wurde jedoch durch Flankenfeuer aus unseren benachbarten Gräben und durch einen Gegenangriff voll⸗ kommen von diesen vorgeschobenen Linien bis zu den früheren Stellungen zurückgeworsen. Er erlitt schwere Verluste. An der Irakfront beschossen wir ein zweites feindliches Flugzeug und erbeuteten es unversehrt. Auf dem Tigris ver⸗ senkten wir einen feindlichen Kriegsmonitor mitsamt seiner Be⸗ satzung. Arabische Freiwillige zerstörten durch überraschende, ge⸗ lungene Angriffe auf das feindliche Lager seine Telegraphen⸗ leitungen und machten große Beute Nach unseren Informationen war das erbeutete Flugzeug ein Farmanapparat Modell 1911 mit einem 100 PS Motor und einer Geschwindigkeit von 90 Kilo⸗ metern. Sonst nichts von Bedeutung. Konstantinopel, 18. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: Auf der Anaforta und Ari Burnu, sand zeitweise Bombenwerfen statt. November seine heftigen Infanterieangriffe gegen die Front zweier unferer Regimenter. Er wurde, ohne Erfolg erzielt zu haben, zurückgeschla⸗ en. Auf der Trakfront zwangen unsere Vorposten am 16. No⸗ vember vormittags den Feind zum Rückzuge, der vom rechten Tigrisufer aus, unterstützt durch ein Motorboot, vorzudringen versuchte. Der Kommandant des Motorbootes wurde getötet. der Seekrieg. Zur Bersenkung der„Ancona“. London, 18. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Die meldet: Der italienische Dampfer„Ancona“ führte vier Millionen Lire Gold 0 an Bord, die für San Franzisko be⸗ stimmt waren. Lon don, 18. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Times“ mel⸗ den aus Wasbington unter dem 17. Nobember: Si Kreise in Washington beabsichtigen nicht, 49755 ng 11 österreichisch⸗ungarischen Regierung wegen der ersenkun Der ameritanische Votschaster in Wien hat den Auftrag erhalten, auf informellem ragen zu verlangen: „Ancona“ torpedierte, es mit österreichisch⸗un Vorschriften haben österreichisch⸗ ungarischen Unterseeboote über die Behandlung von Passa⸗ e 3. Wie in Angriff auf i assagierdampfer, der sich auf der A i ea i werden? 4. Hat das Unterseeboot einen ckurß gelöst? 5, Hat das Unterserboot das Feuer eingestellt, als die„Ancona“ beidrehte? 6. Wie viel Zeit wurde den Passa⸗ gieren und der Besatzung gegeben, um sich 42 retten? 7. Was hat „Times“ bemannt? 2. Welche ungs⸗ das a e während sich die begaben? 8. W̃ das Torpedo abgefeuert, als noch Passagiere an Bord waren?— Der amerikanische Botschafter in Rom 0 assagiere in die Boote B hat den Auftrag erhalten, eine eingehende Untersuchung stellen. Die Beamten des amerikanischen Konsulats in Tunis tigen einen dritten Bericht über die Aussagen von Augenzeu Ein englisches Hospitalschiff gesunken. London, 18. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Das Bureau Reuter meldet amtlich: Das Hospitalschiff„Anglia“ ist heute im britischen Kanal auf eine Mine gelaufen und gesunken. Es hatte 385 Mann an Bord; ungefähr 300 Mann sind durch Patrouillenboote ge⸗ rettet worden. Ein anderes Schiff, das helfen wollte, ist ebenfalls auf eine Mine Rieber und gesunken. Ein spä⸗ teres Telegramm besagt: Als die„Anglia“ auf eine ine lief, setzte das Kohlenschiff„Lusitania“, das sich in der Nähe befand, sofort zwei Boote aus. Während die Leute nach der„Anglia“ ruderten, sahen sie, wie ihr eigenes Schiff in die Luft flog. Sie waren jedoch enstand, den Rest der Besatzung zu retten. Torpedoboote retteten zahlreiche Ueberlebende der„Anglia“. Die„Lusi⸗ tania“ hatte 1834 Brutto⸗Tonnengehalt. * London, 18. Nov.(WTB. Nichtamtlich) Das Bureau m p 15 r„Tre⸗ n Reuterschen Bureaus. aus verläß Quelle sind in den letzten Tagen außer der„Ancona“ noch vier italienische Dampfer durch Unterseeboote versenkt worden. Keine Zeitung hat darüber berichtet. * Kristiania, 18. Nov.(WT. Nichtamtlich.) Meldung des Norwegischen Telegraphenbureaus. Bezüglich der „Arendal“, die auf der Fahrt ohne von Ellis⸗ more Port nach Gaspe von einem deutschen ntersee⸗ boot am 4. September aufgebracht und n„ teilte das deutsche Auswärtige Amt der ischen Ge⸗ sandtschaft in Berlin mit, daß die deutsche 1 Bedauern über die Versenkung ausspreche und sich it erkläre, den Schaden zu ersetzen, der den norwegi⸗ 5 e erwachsen iN 5 b del schlägt gleichzeitig vor, zur 5e ung der Hi Scha⸗ dens einen norwegischen und einen deutschen Sachverstän⸗ digen zu ernennen. Aus dem Reiche. Preisregelung für 1 Zufolge der im Reiche allgeme durchgeführten Organisierung, betreffend die Sicherstell der Volks⸗ ernährung und die Kontrolle über die wi tigsten Nah⸗ rungsmittel, mußte sich auch die Keks⸗J strie mit ihren mannigfachen Artikeln dieser Forderung anpassen. Des⸗ halb ist zwischen der Reichs⸗Getreidestelle in Berlin und dem Vorstand des Verbandes deutscher Keksfabrikanten ein Vertrag abgeschlossen worden, laut welchem allen Keks⸗, Zwieback⸗, Waffel⸗, Honig⸗, Leb⸗ und Pfeffe en⸗Betrie⸗ ben unter gewissen Bedingungen durch die Vermittlung des Vorstandes des Keksfabrikanten⸗Verbandes, d. h. das von diesem dafür eingerichtete Mehlkontor in Celle, das Mehl geliefert wird unter der Verpflichtung, für i Er⸗ zeugnisse, soweit deren Herstellung zugelassen ist, bestimmte Höchstpreise einzuhalten. Als solche Metricbe sind von der Reichs⸗Getreidestelle diejenigen anerkannt, die ihre Erzeug⸗ 1 überwiegend zum Weiterverkauf an 2 herstellen und einen vorwiegend über den Ort ihres Betriebes hinaus⸗ gehenden Absatz haben, nicht aber solche, die wie die kleimeren Bäcker ausschließlich Waren zum unmittelbaren Verkauf an die Verbraucher anfertigen. Durch das Mehl kontor liefert die Reichs⸗Getreidestelle allen diesen Betrieben o! An⸗ sehung ihres umfanges oder ihrer Verbandszugehörigkeit das erforderliche Mehl nach Maßgabe 1 85 früheren Leistungsfähigkeit in Friedenszeiten. Es ist selbstverständlich, daß mit der Lieferung des Mehles an die Betriebe diese die Verpflichtung übernehmen mußten, das Mehl zu keinem anderen Zwecke als zur Herstellung ihrer Erzeugnisse zu verwenden. Zum Zwecke der einheitlichen Preisgestaltung sind die Keks in drei Gruppen qualitativ unterschieden worden, in eine Konsum⸗Gruppe, in eine Haus⸗ dee ee d betete Jaberg Für diese drei Gruppen sin stimmte La öchstpreise nordnung der Reichs⸗ festgesetzt, die die Händler si auf An Getreidestelle schriftlich verpflichten müssen, nicht zu über⸗ schreiten. Ebenfalls ist durch Festsetzung der Auf ag des reife ft b fir d e e genau. Die Laden⸗ preise sind für die bi ig ruppe, die um⸗Grup pro Pfund 1 Mk., die Haushaltungs⸗Gruppe pro Phu 1.20 Mk., die e pro Pfund 1.40 Mk. Den Ladenpreisen für Original⸗Rollen⸗ und Pake sind obige Pfundpreise zugrunde gelegt. Die Waffeln, Leb⸗ und Honigkuchen unterliegen keinen Preisfestsetzungen, dagegen ist ihre Herstellung auf die Hälfte des Umfanges in den letzten Friedensjahren herab esetzt worden. Für die Schokoladen ⸗ Keks, die aus Keks der drei Gruppen hergestellt sind, gelten die von den Fabriken jeweils dafür festgelegten Preise. Alle diese Erzeugnisse sind ohne Brotmarken käuflich, ebenso Zwieback, soweit er ik⸗ mäßig hergestellt und in Originalpackungen der von dem Verbande mit Mehl belieferten Betriebe gehandelt wird. Die von der Reichs⸗Getreidestelle mit Mehl belieferten Be⸗ triebe dürfen außer den unter diese Bestimmungen re Fabrikaten andere im Preise nicht gebundene nur insoweit herstellen, als in ihnen nicht als 10 Weizenmehl enthalten ist. In allen dem Verkauf dienenden Räumen haben die Händler auf Anordnung der Reichs⸗ Getreidestelle eine dem Käufer leicht sichtbare Preisliste auszuhängen, auf welcher die Preise der Gruppen und die dazu gehörigen Sorten Keks verzeichnet sind. Üebertretun⸗ 15 gegen diese Vorschriften sowohl seitens der Keksfabri⸗ anten als auch des Zwischenhandels, sowie der träge von der Reichs⸗Getreidestelle über die Keks abrikanten und ihre Abnehmer bis 2 5 durchgeführt worden. und bat, mit Rücksicht auf die b l 1 78 auf den für diese in Aussicht genommenen Sgegenstand, d. h. i esprechung folgender Frage zu bese hränken: W̃. 95 a 95 nahmen sind geeignet, die Beschaffung des krebits, insbesondere für den Kleinwohmung, 7 Der Verbandslester hob ausdrücklich hervor, daß a de ber diekenigen al, die n ing der augenblicklichen Notlage der besitzer geeignet er⸗ 0„also von einer Erörterung sogenannter Kriegsnotstands⸗ maßnahmen möglichst abzusehen sei, da die Beratungen der Kom⸗ mission dazu beitragen sollen, eine Grundlage für eine dauernde Gefundung des Bodenkredits zu finden.— Die Beratungen am ersten Tage waren in erster Linie auf die Prüfung der Frage ge⸗ richtet, ob die Gründung von Pfandbriefanstalten nach Art der Landschaften geeignet int, die auf dem Gebiete des städtischen Immobiliarkredits bestehenden bezw. zu erwartenden 9 zu mildern. Die Beratungen werden am nächsten Tage *„ Berlin, 18. Nov(WTB. Nichtamtlich) In der heu⸗ tigen Sitzung des Bundesrats wurde 905 Nachtrag zu den Bestimmungen über die de von* mitteln für die Kriegswohlfahrtspflege die Zu⸗ stimmung erteilt. 2 a Berlin, 18. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Reichs⸗ anzeiger“ veröffentlicht die Bekanntmachung über die Vor⸗ na der Viehzählung vom 1. Dezember 1915, die Bekanntmachung über die Wiederholung der. der Bestände von Verbrauchszucker und die Ano nung zur Ausführung der Verordnung über den Verkehr mit 8 roh und Häcksel, sowie die Verordnung betreffend Einfuhr und Durchfuhr von Rindvieh und Zie⸗ gen aus der iz. Aus Stadt und Cand. Gießen, 19. November 1915. „ Auszeichnung. Dem Unteroffizier Georg Kret schmer im Infanterie⸗Regiment 340, früher 116, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Amtliche Personalnachrichten. Der Groß herzog hat Ka Entschließung vom 17. November d. Is. das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Groß · mütigen dem Leutnant a. D. Petri verliehen.— Das Ehren⸗ zeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen an Heinrich Christ, Peter Kern VII., Andreas Nepputh, Heinrich Sattig, sämtlich zu Dieburg, * Süßrahmbutter im Sinne der Höchst⸗ preisverordnungen. Nach Festsetzung der Hö st⸗ preise für Butter haben sich hinsichtlich der Landbutter, die durch Zentrifugieren der Milch in ländlichen Betrieben wird, zwischen Käufer und Verkäufer wiederholt i chiedenheiten ergeben. Es sei hierzu bemerkt, daß lediglich die in den Molkereibetrieben herge⸗ stellte Butter als Süßrahmbutter und die im länd⸗ lichen Betrieb hergestellte Butter, ganz einerlei, auf Weise der Rahm der Milch entnommen wurde, als Landbut ter zu betrachten ist. * Abermalige Aenderung der Butter⸗ 4 Durch Bekanntmachung des Großh. Ministeriums Innern vom 17. d. Mts.(vgl. das heutige Kreisblatt) sind die landesrechtlichen Anordnungen vom 30. Oktober und 2. November aufgehoben worden. Hiernach ist der mit Zustimmung des Reichskanzlers angeordnete Ab⸗ schlag don 15 Prozent gegen die Berliner Buttergrund⸗ preise beseitigt, und es bleibt für die Folge bei den pom Reichskanzler durch Bekanntmachung vom 24. Oktober festgesetzten Grundpreisen. » Vom Frankfurter Viehmarkt wird uns ge⸗ schrieben: Die Leere des Schweinemarktes hält an. Am heutigen Markt(18. Nov.) waren nur 129 Schweine an⸗ getrieben, die glatt abgesetzt wurden. Die Preise hielten den Stand wie am Montagsmarkt. Von berufener Seite wird dazu berichtet, daß eine dauernde Zurückhaltung der Schweine vom Markte schwerlich stattfinden kann, schon im Hinblick auf den Futtermittelmangel. Man rechnet deshalb in Kürze bereits mit einer Aenderung der Lage, also mit einer nor⸗ malen Beschickung des Schweinemarktes. Kartoffeln für die Familien von Kriegs⸗ teilnehmern. Die Stadt verteilt gegenwärtig an die sind. Familien von Kriegsteilnehmern, soweit sie Unterstützung erhalten, etwa 600 Zentner Speisekaptoffeln. Fa⸗ milien mit einer Kinderzahl bis zu 4 erhalten einen, solche mit einer Kinderzahl bis zu vieren erhalten einen, solche mit 5 und mehr Kindern zwei Zentner Kartoffeln. Die Kartoffelzuweisung soll nach Bedarf wiederholt werden. In Aussicht genommen ist, wie wir hören, auch eine Verteilung von Kohlen. 1„ e. ihren g nehmen. Wi mitgeteilt wurde, sind zur Vereinfachung des Verkaufs verschiedene Bestim⸗ — 4— 45 deuter; Das Geld ist abgezählt mitzubringen, und die Abgabe der Ware erfolgt nur gegen die Vorlegung der Bezugsscheine und Barzahlung. In einer Bekannt⸗ machung in der heutigen Nummer werden die Aus gabe⸗ termine, die sich über fünf Tage erstrecken, bekannt⸗ gegeben. * Der Landesverein vom Roten Kreus teilt uns mit:„Es wird in der Oeffentlichkeit, wie wir hoffen, allgemeine Zustimmung finden, daß wir dem Bulgari⸗ schen Roten Kreuz 2000 Mark und dem Türkischen Roten Halbmond 3000 Mark gestiftet haben.— Wir berichteten kürzlich, in welcher Weise dafür gesorgt werden wird, daß alle unsere hessischen Truppen zum Weih⸗ nachts fest rechtzeitig Liebesgaben erhalten. Es ge⸗s he schieht dies bekanntlich mittels sogenannter Einheitskisten für je 100 Mann. Heute können wir weiterhin mitteilen, daß der Landesverein— ohne dieserhalb die Zweigvereine noch⸗ mals in Anspruch zu nehmen— der Verwundeten und Kranken im Feindesland noch besonders gedenken wird durch Absendung von etwa 12 500 Einzelpaketchen. Jeder Kranke und Verwundete soll erhalten eine Dose Konserven(Wurst, Fleisch usw.), ferner Weihnachtsgebäck oder Schokolade, Nüsse Usw. und endlich einen Gegenstand, z. B. Messer, Pfeife, ein Unterhaltungsspiel, eine Mundharmonika oder Aehnliches. Die großen Geldsummen, welche für 1 Zweck und für die zahlreichen anderen Leistungen des Landesvereins vom Roten Kreuz nötig sind, verdanken wir der Opferfreu⸗ digkeit unseres Hessenvolkes.“ Freiwillige Metallablieferung. Die bis jetzt noch nicht abgeholten Anerkenntnis⸗Bescheinigungen über freiwillig abgeliefertes Tupfer, Messing und Reinnickel sind unter Vorlage der Wiegezettel innerhalb 8 Tagen auf dem Stadthaus, Zimmer Nr. 7, in Empfang zu nehmen.„ n Schneefall und Frost haben gestern und in der vergangenen Nacht in die trübe e des November zum erstenmal die herbe Note des kommenden Winters göbracht. Während des ganzen gestrigen Vormit⸗ 7 flockte der Schnee bald stärker, bald schwächer hernieder, und der sinkende Thermometerstand bereitete ien einen verhältnismäßig günstigen Empfang: Weiße Dächer und verschneite Bäume und Rasenflächen zeigten heute früh, daß es ernst werden will mit der Ankunft des Winterß. Stellenweise hatte der Frost schon Glatteis gebracht, so „die zur Besei⸗ de zum erstenmal„gestreut“ werden mußte. Auch aus nã und weiteren Umgebung wird reichlicher Schneefall gemeldet, so aus der Marbür r Gegend, dem Westerwald, dem Vogelsberg und der ön. Auf dem Kreuzberg hat die Schneedecke schon 10 Zentimeter Höhe erreicht. Der graue Himmel und die Temperatur von minus 2½ Gr. C, die in den Morgenstunden herrschte, lassen vermuten, daß es mit diesem ersten Wintertag noch nicht sein Bewenden haben wird. Von der Jagd. Bei den in den letzten Wochen abgehaltenen Waldtreibjagden in der Provinz Oberhessen hat sich leider ergeben, daß das Ergebnis der Beute an Hasen erheblich gegen die Erwartungen zurück geblieben ist. Man schätzt dieselbe durchschnittlich heuer auf die Hälfte eines guten Jahres. Die Jagd auf Rehwild ist in geschonten Revieren ziemlich gut, im übrigen aber nur mittelmäßig ausgefallen. Die geringere Ergiebigkeit der Jagd während der Kriegszeit mag wohl auch darin einen Grund haben, daß viele ausdauernde Nimrode als Krieger in Feindes⸗ land stehen, und meistens Jäger älteren Semesters dem fröhlichen Jagen obliegen. In Jägerkreisen wird darüber geklagt, daß die Munition knapp und die von der Land⸗ wirtschaftskammer in Aussicht gestellte Abhilfe hier der ausgeblieben ist. Viele Jäger geben auch offen zu, daß er ihnen in diesem Jahre für Wild vom Handel sowohl gvie von den Städten gebotene Preis gegen frühere Jahre reich⸗ lich hoch ist. Dagegen wird darauf hingewiesen, daß die Preise für 5 und Fuchsfelle gegen früher erheblich gesunken sind. Entfernung von Blitzableitern. Wie uns mitgeteilt wird, soll eine Reihe von Einwohnern in den an die Ueberland⸗Anlage der Provinz Oberhessen angeschlosse⸗ nen Gemeinden die Blitzableiter von ihren Häusern haben entfernen 1 um das Kupfer der Erdplatten und der Verbindungsleitungen zu verkaufen. Die be⸗ treffenden Einwohner begründen ihre Maßnahme damit, daß die auf den Häusern angebrachten elektrischen Leitungen daß 222 mit dem geerdeten neutralen Leiter einen genügenden Blitzschuzz darstellen. Da der neutrale HR vielen Punkten des Ortsnetzes an Erde gelegt wird, bietet die Leitung allerdings einen erheblichen Blitzschutz für die Häuser. Wir möchten jedoch darauf auf⸗ merksam machen, daß die elekrtischen Anlagen nicht zum Zwecke des Blitzschutzes angelegt worden sind und auch nicht- als vollkommener Blitzschutz angesprochen werden können, weshalb die Ueberlandanlage selbstverständ⸗ lich irgend eine Verantwortung für Blitzschäden nach Ent⸗ fernung der Blitzableiter nicht treffen kann. Landkreis Gießen. „Oppenrod, 18. Nov. Dem Wehrmann Heinr. Scheld von hier, der mit dem Landwehr⸗Infantecie-Regiment 116 ins Feld zog, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Infolge schwerer Verwundung wurde Scheld aus dem Heeresdienste entlassen. Kreis Friedberg. F. C. Friedberg, 18. Nov. Der hessische Bauern⸗ verein hielt hier eine gut besuchte Versammlung ab. In der⸗ selben kam u. a. die städtische Kartoffelversorgung zur Sprache. Es wurde allgemein bedauert, dal manche Kreise ber vorübergehender Knappheit auf dem Kartoffelmarkt die Anklage gegen den dwirt erheben, als wolle dieser mit den Kartoffeln zurückhalten, bis höhere Preise erzielt werden könnten. Außer Betracht werde hierbei gelassen, daß bisher durch das Bestellen der Felder mit Brotfrucht für das nächste Jahr Arbeiten dringlich waren, die keinen Aufschub vertrugen, da sonst die Ernte für das nächste Jahr in Frage gestellt worden wäre. Hätten die Städte Gespanne aufs Land ges„so wären bedeutende Kartoffelmengen her auf den Markt gebracht worden. Das volle Verständnis für die Ursachen mancher bäuerlichen Kriegssorgen fehle leider in städtischen Kreisen, die den Landwirt in seinem Wirkungskreise nur von Hörensagen her kennen. Die Versammlung betonte ein⸗ stimmig, daß die hessischen Landwirte angesichts der jetzigen Zeit⸗ lage sich mit den anderen deutschen Berufskollegen und Berufs⸗ ständen solidarisch fühlen in dem Bestreben, alles zu tun und freudig die Opfer zu bringen, die zum Wohle des Vaterlandes notwendig 7. Butzbach, 18. Nov. In der gestrigen Gemeinderats⸗ sitzung wurden zunächst städtische Obligationen ausgelost deren Verzinsung mit dem 1. Januar 1916 aushört.— Die städtischen Grundstücke auf dem Schrenzer— alte Baum- anlage— sollen umgegraben und wieder mit Gras eingesät werden. Alle alten, nicht mehr tragfähigen Obstbäume sollen ent⸗ fernt und durch junge Bäume ersetzt werden.— Die Fasel⸗ haltung wurde dem Gastwirt F. W. Müller dahier auf die Dauer von 9 Jahren verpachtet.— Bei der zuständigen Behörde soll um Ueberläaffung von zwei eroberten Geschützen nachgesucht werden. 5 Starkenburg und Rheinhessen. ch. Aus Rheinhessen, 19. Non Die Lese der Trau⸗ ben hat wohl ziemlich überall in den rheinhessischen Gemarkungen, mit Ausnahme vielleicht von ganz vereinzelten Lagen ihr Ende er⸗ reicht. Der neue Wein befindet sich im Keller und macht seine Gärung durch, die einen ganz normalen Verlauf nimmt. In den Weinbergen ist das Rebholz vorzüglich ausgereift und erweckt so die besten 8 für das nächste Jahr. Die Winzer richten ich auf die terarbeiten und auf die Winterbekämpfung des raubenwicklers. Das Weingeschäft erstreckt sich vor allem auf Rotweine, die sehr gesucht sind. Aber auch Weißweine werden ge⸗ . und umgesetzt. In der letzten Zeit erbrachte das Stück 1915er wein in der mittleren Provinz, so in der Alzeyer Gegend 500—550 Mk., in der von Sprendlingen, Frer⸗Laubers⸗ heim, Siefersheim und Hilbersheim 530—550 Mk., während 1915er Rotwein sich in dieser Gegend auf 575600 Mk., in Becht⸗ im, Heßloch und Dittelsheim auf 650—760 Mk. stellte. Tür das Stück 1913er wurden in Nieder⸗Hilbersheim 540 Mk., in Siefers⸗ heim 570 Mk., für das Stück 1914er in Mettenheim 420 Mk., in Oppenheim 850 Mk., in Alsheim 750 Mk. bezahlt. Kreis Wetzlar. ra. Garbenheim, 18. Nov. In diesen Tagen waren es fünszig Jahre, daß durch eine große Fenersbrunst 41 Wohnhäuser, 40 Scheunen und die Kirche eingeäschert und 216 Personen obdachlos wurden. Am folgenden Honntag fand der Gottesdienst auf der Brandstätte statt. Am 16. Mai 1882 erfolgte die Grundsteinlegung zur neuen Dorfkirche und am 31. Oktober 1883 konnte dieselbe eingeweiht werden. ra. Aus dem Kreise Wetzlar, 18. Nov. In der ernsten Kriegszeit wird eine altgewohnte Hausindustrie, das Spinnen, wieder fleißig betrieben. Mit Recht halten unsere Bauern noch vielsach am Flachsbau und der Schafzucht sest und spinnen oder weben an den Wintertagen ihr Linnen und Garn. In der Gemeinde Schwalbach waren noch regelmäßig zur Winterszeit über 100 Spinnräder im Gebrauch. Auch im Aon eimer Land und auf der Lemp kommen Spinnrad und Webstuhl nach wie vor zur Geltung; dort hat fast jede Gemeinde noch eine Schafherde. Hessen⸗Nassau. ] Marburg, 18. Nov. Im Anschluß an scharfen Frost trat heute früh hier und im ganzen kurhessischen Oberhessen den ganzen Tag anhaltender Schneefall ein, infolgedessen Feld und Wald ein Gepräge wie im tiefsten Winter tragen. Biedenkopf, 18. Nov. Der Höchstpreis für Nar⸗ toffeln im Kleinhandel ist im hiesigen Kreise auf 4 Pfg. das Pfund und bei Abgabe von mehr als 20 Pfund bis zu 10 Zentner auf 3.50 Mk. der Zentner frei Keller festgesetzt. Im Großhandel beträgt der Kaufpreis für den Erzeuger frei Bahn 3.05 Mk. und für den Zwischenhändler 3.25 Mk. der Zenkner. In der betreffenden amtlichen Bekanntmachung schreibt der Königliche Landrat Daniels am Schlusse:„Wer entbehrliche Kartoffeln behält, hat kein Herz für die Not unseres Volkes. Unsere Kartoffelernte ist über⸗ reich, es braucht niemand zu darben. Deshalb heraus mit den Kartoffeln.“ — Frankfurt a. M., 18. Nov. Der Magistrat hat heute mit Wirkung vom 22. bezw. 29. November Höch st⸗ preise für Fleisch⸗ und Wurstwaren festgesetzt. Gegen die bisherigen Preise stellen die heutigen Festsetzun⸗ gen eine erhebliche Herabsetzung dar. Es kostet fortan das Pfund Schweinefleisch mit eingewachsenen Knochen 1.52 Mk. sonst 2 Mk.), frisches Schweinefett 1.90 Mk.(2.40 Mk.), gekochtes Solberfleisch 2 Mk.(2.60 Mk.), geräucherten Knochenschinken 1.75 Mk.(2.20 Mk.), gekochter Schinken 2.90 Mk.(4 Mk.), Gelb⸗, Hausmacherleberwurst und Preß⸗ kopf 1.70 Mk.(2.20 Mk.), Fleischwurst 1.50 Mk.(2 Mk.), Leber⸗ und Blutwurst 1.20 Mk.(1.60 Mk.), Frankfurter Würstchen 1.75 Mk.(2.40 Mk.) und Wurstfett 1.40 Mk. (2 Mk.). Auch für den Verkauf der Fleischwaren nach aus⸗ wärts gelten die Höchstpreise.— Für die Zufuhr von Kar ⸗ toffeln durch die Landwirte nach hier bestimmte die Preisprüfungsstelle, daß die Landwirte bei direkter Anliefe⸗ rung an die Verbraucher für den Zentner nicht mehr als 3.05 Mk. nehmen dürfen, wozu noch 25 Pfg.. Fuhrlohn auf den Zentner kommen.— Am hellichten Tage räumten drei verwegene Burschen eine Wohnung in der Moselstraße aus, luden die Sachen auf einen bereit gehaltenen Wagen und verkauften sie an einen Trödler. Als Täter ermittelte man noch am gleichen Tage einen ehemaligen Mieter der Wohnung und zwei Freunde. Das Trio kam in Haft. W. Kassel, 18. Nov. Wie der Jahresbericht der Landesversicherungsanstalt Hessen⸗Nassau ergibt, hat sich trotz des Krieges das Vermögen um 5 200 073,65 Mark vermehrt. Es betrug am Schlusse des Rechnungsjahres 1914 78 973 736,49 Mark. Von der frei⸗ willigen Ehrengabe an die Hinterbliebenen der infolge des Krieges gestorbenen Mitglieder im Betrage von 250000 Mark waren bis Ende August 179 755 Mark ausbezahlt. ——— Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 20. Nov. 1915: Wolkig bis heiter, trocken, etwas kälter. Letzte Nachrichten. Siegeszug eines deutschen Unterseeboots. (WTB.) Berlin, 19. Nov. Amtlich. Eines unserer Unterseeboote hat am 5. November an der nordafrikanischen Küste den englischen Hilfskreuzer„Para“(6322 To.) durch Torpedoschuß versenkt und am 6. November im Hafen von Sollum die beiden mit je zwei Geschützen bewaff⸗ neten englisch⸗ägyptischen Kanonenboote„Prince Abbas(300 To.) und„Abdul Menem“(450 To.) über⸗ raschend angegriffen und durch Geschützfeuer ver⸗ nichtet. Dasselbe Unterfeeboot hat das Feuer eines be⸗ waffneten englischen Handelsdampfers zum Schweigen ge⸗ bracht und dessen Kanone als Beute heimgebracht. Der Chef des Admiralstabes der Marine. * Die verzweifelten Anstrengungen der Entente an den Dardanellen. von Gallipoli zu unternehmen. ö „ Joffre in Belfort. Basel, 19. Nov. Joffre besuchte, wie die„Basler Nach⸗ richten“ melden, am Sonntag vormittag Belfort. Er hielt dort eine Truppenschau ab und teilte Dekorationen aus. Die Zukunftssorge Englands. Amsterdam, 19. Nov.„Roschery“ betonte in seiner Universitätsrede in London, er kenne nichts Entmu⸗ tigenderes als die Tatsache, daß Amerika eine Flotte bauen. wollte von der Größe derjenigen Englands Er könne nicht ver⸗ stehen, warum Amerika sich freiwillig eine Last auferlegen wolle, die, wie sich nach dem Kriege zeigen werde, fast das Rückgrat Eng⸗ lands gebrochen habe. Schwedischer Besuch in Berlin. Berlin, 19. Nov. Das Stockholmer Intime Theater beabsichtigt, einen Strindberg⸗Zyklus in Berlin bei Reinhardt aufzuführen, wobei, wie das„Berliner Tage⸗ blatt“ erfährt, die besten schwedischen Kräfte vertreten sein werden. 8 Die Dentschen in Indien. Berlin, 18. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Laut Mittei⸗ lung des evangelischen Presseverbandes für Deutschland erhielt die deutsche evangelische Missionshilfe(Berlin- Steg⸗ litz) soeben folgendes Telegramm von der„Basler en an e cart„Basel, 18. Nov. Mit Sehn⸗ sucht wartete man auf Nachricht, wann die seit längerer Zeit angekündigte Ausweisung der Deutschen in Indien erfolgen würde. Bereits im September hatten die Deutschen zum größten Teil ihre Sachen verkauft, sich reisefertig machen und den Weg ins Gefangenenlager antreten müssen. Nach⸗ dem Anfang Oktober eine Verschiebung der Abreise tele⸗ graphisch gemeldet worden war, hat die Basler Mission aus Bellary eine Nachricht vom 18. Oktober erhalten, derzufolge die 5 der dort gefangenen Deutschen um drei Monate aufgeschoben worden ist. Bestätigt wir 15 Nachricht durch eine Meldung vom 20. Oktober aus Belgaum. Den dort internierten deutschen Frauen aus der Präsidentschaft Bom⸗ bay hat der mit der Aufsicht betraute Oberst ebenfalls mit⸗ eteilt, daß ihre Versendung bis Ende des Jahres oder nfang des nächsten Jahres verschoben worden ist.“ 42 eegen Felilitklzfett Auch ais Lsebesgabe jm Fejde begehrt! im Feidpostbrlef portofrei.) Unsere lieben Bundesbrüder Hermann Barth stud. theol., und Kriegsfreiwilliger i. Inf.-Regt. 116 Hans Renker stud. theol., sind gefallen. Unteroffizier i. Inf.-Regt. 21, 2. Komp. 9045 Der Akad. Theol. Verein. Giessen, 18. Novbr. 1915. J. A.: Karl Rheinfurth, Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerz- liche Mitteilung, dass gestern abend 8 Uhr unser innigst- geliebter Sohn und Bruder Willy Ruth nach kurzem, schwerem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden im 19. Lebensjahre sanft verschieden ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Ruth. Giessen(Asterweg 56), den 18. November 1915. Die Beerdigung findet Sonntag, den 21. November, nachmittags 2½ Uhr, von der Kapelle des neuen Fried- hofes aus statt. 9059 Astrachan Krimmer Plüsch zur Selbstanfertisuns von Garnl- turen, Muffs, Kragen, für Jacketts. Kindermäntel. 1 10 12% 1000 5 85 Lamon d bie als Besatz; Guelltäten in 1 Für den Winterbedarf dauerhafte Strapazierstiefel a, Age Tnaben, Hadchen Halbschuhe Filz- u. Kamelhaarschuhe in allen Preislagen Gummischuhe saft mit Holzsohlen 9044 a Militär- Stiefel und Gamaschen Schuhhaus M, Herbert Marktplatz 2 neben der Engel- Apotheke. Allein-Verkaufvon Engelhardt's Chasalla-Normal-Stiefel,sowie Chasalla-Gelenkstützen. Sestriekt 2 Militär-Westen zur Auswahl am Eager 250 Stück in den Preislagen 12.00, 10.00, 7.50, 6.00 bis 350 Nx. Salomon& Cie., Schulstr. n 2 2 8950 A. Konkursverfahren. d In dem Konkursverfahren über das Vermögen O 8 t- Wei i ne des Kaufmanns Georg Hildebrand in Gießen in Firma C. F. Schwarz Söhne daselbst ist zur Prüfung der nachträglich angemeldeten Forderungen Termin auf Montag, den 13. Dezember 1915, vormittags 10 Uhr, vor dem Großherzoglichen Amtsgericht in Gießen, Zimmer Nr. 11 anberaumt. Gießen, den 17. November 1915. 9050 6 des ieee Amtsgerichts 985 0 af OE 507 In NOE REA E Det g2ofe von neuer Ernte sind einge- troffen! Apfel-, Heidelbeer-, Johannisbeer“ und Birne die Flasche 90 Pf. u. Mk. 1 S. Alkcheltreien Punschextrakt für heisse Getränke. Hergestellt aus reinen Obstsäften ohne Farbe. Erfrischend und anre- Zend für Gesunde und Kranke, Flasche 50 und 90 Pfg.— Fürs Feld. Reformhaus Hreuzplatz 5. 922 liebes Mitglied Für die Teilnahme vielen Beweise Auf dem Felde der Ehre starb unser Kaspar Vogel Musketier im Inf.⸗Regiment Nr. 129. Ehre seinem Andenken. Gesangverein Germania Mainzlar. herzlicher bei dem uns schwer be⸗ troffenen Verluste sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. K. Seidter Ww. Gießen, 19. November 1915. Für die Beweise an unserem schweren herzlicher Teilnahme F Verluste sprechen wir hierdurch unseren innigsten Dank aus. Familie Heinrich Schneider. 5 Gießen, 18. November 1915. 06228) 671 Firma Dr. Wilh. Schermuly. der Tag für Tag der Unbill rauher Witterung trotzen muß, 99 es dringend notwendig, sich vor seine Arbeitskraft behindern. rtältungen zu schützen, d sind ein selt 70 Jahren bewährtes Hausmittel für Heiserkelt und Husten. Bei größter Wirkfamkeit sind sie völlig 3 und zugleich von angenehm lösendem, erfrischendem Geschm Original S 885 in allen Apotheken und Drogersen Du. 1.—, Die Dr. P. Geiger in St. Ludwig i. E. versendet gratis und portofrei eine 55 Bonbonnsere von Alpaka-Silber gegen 20 Gut⸗ scheine aus Wybert⸗Schachteln. 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Nov. 1915, nachm. 3½ Übr: Schüler- Vorstellung Volkspreise! FVolksprelse! engt Herd If. Jehwaben Dramatische Dichtung in fünf Aufzügen v. Ludwig Uhland. Ende nach 6 Uhr. Sonutag, 21. Novbr. 1915 Des Toten⸗Sonntags wegen findet keine Vorstellung statt Soldaten vom Feldwebel abwärts zahlen bei allen Vorstellungen auf 2 und 3. Sperrsitz nur halbe Preise. Seele