nr. 200 Sweites vlatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die„Sießener Famlllenblätter“ werden dem 0„Anzeiger“ biermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Ureis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen Zelt⸗ tagen“ erschemen monatlich zwennal. 5 105. Jahrgang General⸗Anzeiger für Oberhesse Donnerstag, U. November 1915 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul · straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: e 51, Schrist⸗ leitung: 12. Adresse für Drahtnachrichtem Anzeiger Gießen. Onkel Sam an John Bull. Die neue amerikanische Note an England ist die dritte ihrer allgemeinen Art. Alle übrigen waren kleinere Aus⸗ einandersetzungen über Einzelvorgänge. Die erste all⸗ gemeine Note zu Beginn des November 1914 enthielt einen einfachen und noch recht zaghaften Protest gegen die Be⸗ handlung neutraler Schisse, die nach neutralen Häfen be⸗ stimmt find. Es wurde darin erklärt, daß England solche Schiffe nur aufbringen dürfe, wenn Beweise dafür gefunden würden, daß für den Feind bestimmte Bannware verfrachtet sei. Die zweite Note im Januar dieses Jahres— man beachte die Steigerung— wies die britische Regierung ernstlich auf die schon sehr große Mißstimmung in den Ver⸗ einigten Staaten hin über das, man als unstatthafte Einmischung in den rechtmäßigen Handel betrachte. In der Note hieß es:„Die Regierung der Vereinigten Staaten war ansangs geduldig, da sie 7 15 daß die britische Regierung die Hände voll hatte. Aber fünf Monate sind nun vergangen, und es ist keine wesentliche Verbesserung gekommen.“ Man vergleiche nun damit Ton und Stil der neuesten vor⸗ liegenden Note. Sie erklärt nicht nur rund heraus, die Erfahrung von weiteren sechs Monaten habe gelehrt, daß man keinen Schritt weiter gekommen sei, sondern sie neunt Englands schändliche Seeräuberei endlich beim rich⸗ tigen Namen: Schikanöse. Ungerechtigkeit, ungesetzliche Seerechtspoli⸗ tik und unvornehme Behandlung. Das sind Aus⸗ drücke und Bezeichnungen, wie sie Wilsons Regierung Deutschland Neue trotz aller Verstimmung nicht ge⸗ wagt hat und wie wir sie uns wohl nicht hätten gefallen lassen. England muß sie sich gefallen lassen, denn sie treffen den Nagel auf den Kopf Lansings Note gipfelt in der Er⸗ klärung, daß Englands Blockade-Anordnung vom 11. März 1915 null und nichtig sei; es sei eine„angebliche“ Blockade! Kann ein Peitschenhieb schärfer treffen? Kann die Ueber⸗ ebung, die Lüge und der Bluff John Bulls deutlicher ge⸗ sandmarkt werden? Und doch, soll auch diese neue Note keine Komödie der Worte sein, wird Herr Wilson Sicherheiten geben müssen, daß es ihm wirklich ernst ist, den hier bekundeten Willen in die Tat umzusetzen. Er muß also alle Schiffsfrachten nach Deutschland, die keine Bannware enthalten, gleich- gültig ob sie direkt gehen oder über neutrale Häfen, als uUnantastbar erklären. Die Times ließ sich bereits eine solche Andeutung aus Washington drahten. Es wäre wirk⸗ lich nur die logische Folge der Erklärung, daß Englands Blockade eine„angebliche“ ist. Wilson muß ferner dafür sorgen, daß die englischen Kriegsschiffe, die sich vor dem New Yorker Hafen herumtreiben und keine Dampferchen unkontrolliert durchlassen, das weite Weltmeer suchen. muß die britische Kuratel aufheben, unter die Onkel in diesem Weltkriege geraten ist. e die Wilson besonders gut zu kennen vermeinen, bezeichnen die neue Note nur als ein Schaugericht, womit Präsident die schwierig werdenden Wählermassen zu beruhigen versucht. Mag sein, daß Wilson hier nur einem Druck der Exporteure und einer wachsenden Bewegung in der inneren Politik der Vereinigten Staaten folgt, nicht seiner stets so besonders betonten philosophischen Ueberzeugung. Es würde das mit dem übereinstimmen, was wir von einem in Berlin weilenden Deutsch⸗ Amerikaner hören: Darnach haben sich hegen die e der Vereinigten Staaten als englischer Gefolgstaat kürzlich Amerikaner deutscher, österreichischer, skandinavischer und irischer Abstammung zu einem methodischen und organisierten Vor⸗ gehen entschlossen. Unter dem Vorsitz einiger Kongreß⸗ mitglieder hat eine vorbereitende Beratung in Washington stattgefunden, und es ist wahrscheinlich, daß die Beschlüsse dieser Versammlung im politischen Leben der Vereinigten Staaten doch noch eine größere Rolle spielen werden, als von mancher Seite heute zugegeben werden möchte. Einstweilen haben natürlich einige amerikanische Zeitungen, allen voran die unentwegt englische Interessen vertretende „New York Times“, diese Bewegung, die durchaus nicht nur Deutschamerikaner in sich begreift, als eine„anti⸗ ameritauische“ Bewegung hinzustellen versucht, obwohl die Beschlüsse jener Versammlung nichts anderes verlangen, als die Befreiung der Vereinigten Staaten von eng⸗ lischer Grm. Mag sein, daß der KFon⸗ greß, der sich im Dezember versammelt, in seiner Mehr⸗ heit ganz energisch gegen England Stellung nimmt und daß dann die Regierung zu Wafhington gar nicht anders kann, als das Papier ihrer neuesten Note in Machtpolitik zu ver⸗ wandeln. Das wäre aber, was wir und mit uns alle Freunde der Freiheit des Meeres wünschen. Die persönlichen Mei⸗ nungen und Neigungen Wodrow Wilsons könnten dann bleiben, welche sie wollten. Wenn das amerikanische Volk aus dem Nebel und Dunst englischer Lüge erwacht ist, ist es aus mit Albions Piraterei. England hat seine Rücken⸗ deckung verloren und es beginnt die letzte große Abrech— nung. Hoffen wir, daß Wilson mit seiner neuen Note— wahrscheinlich ohne es zu wollen— diesen ersten Schritt zur Erlösung der Welt von Englands Gewaltherrschaft getan hat! London, 10. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Der Washing⸗ toner Korrespondent der„Morning Post“ meldet: Die unmittel⸗ bare Wirkung der amerikanischen Note wird sein, die bei den amerikanischen Geschäftsleuten bestehende Erregung gegen England zuverschärfen. Alle Exporteure werden den Druck auf die Regierung erneuern und fordern, daß sie das in der Note enthaltene Programm aus führe. Wil son beab⸗ sichtige nicht, einen Druck auf England auszuüben; er hat in der Note nur die Grundlage für die Forderung eines hohen Schaden⸗ ersatzes nach Schluß des 1 5 festgelegt. Aber man erwarte und fürchte, daß, wenn sich der Kongreß im Dezember versammelt, England angegrifsen und vielstimmig gefordert wird, daß die Regierung ihren Worten gemäß handele, da sonst der Kongreß die Sache selbst in die Hand nehmen werde. Der Korrespondent glaubt nicht, daß England ein Ausfuhrverbot für Munition zu befürchten brauche, aber die Agitation, die Englands Interessen nicht entspreche, könne fortgesetzt werden. Amsterdam, 10. Nov,(WTB Nichtamtlich.) Ein hiesi⸗ des Blatt meldet: Die„Times“ erfährt aus Washington, daß die ereinigten Staaten, wie in Washington verlautet, zukünftig alle Schiffsfrachten nach Deutschland, die keine Kontrebande ent⸗ halten, gleichgültig, ob direkt gegen oder über neutrale Häfen, für unantastbar erklären werden. Die amerikanische Regierung würde auf diese Weise die Reeder ermuntern, die Blockade der Ver⸗ bündeten zu genieren. Alle Blätter begrüßen die letzte amerika⸗ nische Note mit Beifall, betrachten sie aber als eine mehr ju⸗ ristische Beweisführung denn eine zweckentsprechende di⸗ plomatische Waffe. Niemand erwarle, daß England nachgiot, nie⸗ mand, außer antienglische Kreise, erwarten ernste Verwicklungen. Manchester, 10. Nov.(WDB. Nichtamtlich.)„Manchester Guardian“ schreibt über die amerikanische Note: Wir dürfen nicht vergessen, daß, wenn der Krieg vorbei ist, eine herzliche 5 mit den Vereinigten Staaten nicht uxus, sondern eine Notwendigkeit für die britische Politik sein wird. Wir haben nicht nur zu berücksichtigen, was seute 1 Betracht kommt, sondern auch was nachher in Betracht mmt. Uriegsbriefe aus dem Osten. Telegramm unseres zum Ostheer entsandten Kriegsberichterstatters. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Vergebliche russische Angriffe an der Misze und bei Kekkau. N„den 9. November. Seit vier Tagen haben die Russen an der. und Kekkaufront nach lebhafter Artillerievorbereitung Angriffe angesetzt, die gestern ihren Höhepunkt überschritken haben. Heute, am 9. November, ist in der Front Kekkau—Olai— Schlock nur an einzelnen Punkten schwächeres und schwäche⸗ res Artilleriefeuer, so daß diese Offensive als zusammen⸗ ebrochen betrachtet werden darf. Die russische Infanterie hat sich infolge der schweren Verluste auf dem durchweichten Gelände zum Angriff nicht mehr vorgewagt. Nach stunden⸗ langem Trommelfeuer, das die Russen jetzt gelernt haben, ing gestern die Infanterie noch zum Sturmangriff vor, 15 aber nur bei Kekkau selbst bis an unsere Linie. Dort urde sie in blutigem Basonettkampf unter starken Vͤr⸗ lusten geworfen. Zu welchen Mitteln die Russen wiederum reifen mußten, um hier den Angriff zu erzwingen, zeigt bie einwandsfrei festgestellte Tatsache, daß bei Budne Nunst und wissenschakt. — Heidelberger Brief. Aus Heidelberg wird uns seschrieben: Durch den Tod des Nachfolgers auf dem Lehrstuhle 2 85 Fischers, Wilhelm Windelbands, wurde innerhalb kur⸗ zer Zeit auch der zweite Hauptlehrstuhl der Philosophie unserer Uni⸗ versität verwaist. Nach Emil Lask, dem Systematiker, auch der Hispriker unter den Philosophen. Die Besetzung der beiden Lehr⸗ f stühle, mit denen auch die Leitung des philosophischen Seminars der Ruperto Carola verbunden ist, wird in der Oeffentlichkeit be⸗ reits cingelhend erör ert, und es wurden aus der Kandidatenliste auch scholl die Nansen Simmel(Straßburg) und Cassirer Berlin) und Troeltsck(Berlin) genannt. Windelband ist tot, Lask ist tot, Ehrem⸗ berg steh im Felde; die Philosophie wird hier gegenwärtig also nur noch durch die Professoren Driesch, Schmid und den Dozenten Ruge vertreben. Windelbands philosophie⸗ historische Vorlesungen hat Driesch übernommen; Driesch ist aber reiner Naturphilvsoph und Biologe. Eine baldige entgültige Besetzung der Lehrstühle Windel⸗ bands und Lasks ist also dringend notwendig. Die Universität selbst hat mit 2000 eingeschriebenen Studenten das Wintersemester eröffnet; eine stattliche Zahl, von denen freilich der größte Teil im Felde steht. Das künstlerische Leben hat gleichfalls seinen Tribut an den Krieg zahlen müssen. Die Austellungen des Kunstvereins sind aus ihrem alten Heim in der Stadthalle vertrieben und nach einem kleinen Gebäude in der Anlage übergesiedelt. Unter den Ausstellungen im neuen Hause gehört zu den erfreulichsten Er⸗ ebnissen dieses Kriegsherbstes in Heldelberg die Kollektiv⸗Aus⸗ tellung des sonst in Frankfurt lebenden Malers Johannes Marx. Seine Gelehrten⸗Porträts und kleine Landschaftsstudien verraten das reiche und vielseitige technische Vermögen des Frank⸗ furter Malers. Das theaterlose Heidelberg hat in diesem Kriege einen erfreulichen künstlerischen Ersatz bekommen. Von auswärts kommen jede Woche einmal Gäste, die an einem Abend reichlich entschädigen, was in sechs Tagen entbehrt werden muß. Bisber führte das Mannheimer Hoftheater u. a. Björn⸗ son und Strindberg, das Frankfurter Neue Theater Nathansens„Hinter Mauern“, die Darmstädter Hof⸗ bühne den neuesten„Schnitzler“ hier vor, und demnächst werden wir aus Mainz Mozarts Jugendoper„Die Gärtnerin aus Liebe“ hören. Auf die se Weise bekommen die Heidelberger das Beste was ßen Bühnen bieten können. Von jeher nahm die Musik im eben der Neckarstadt eine n Stelle ein. ichard Strauß, Schillings und Reger hier diri⸗ handere, wirr durcheinander, drängte sich mir wieder auf, und eine gieren höpen. Diesen Winter wird der Bachverein unter General⸗ musikdirektor Wolfrum u. a. Bachs Weihnacusoratorium und Beet⸗ hovens„Neunte“ spielen, und aus Be lin, München und Wien und dem neutralen Ausland sind wieder die bedeutendsten Solisten ver⸗ pflichtet worden. — Pierre Loti bei einem deutschen General⸗ feldmarschall. Pierre Loti, der soeben von der n ront zurückgekehrt ist, schildert in französischen Blättern die Ein⸗ drücke, die er dabei vom Wesen der Feinde erlangt hat. Es ist nicht zum erstenmal, daß der Dichter, der bekanntlich Sceoffizier ist, mit deutschen Soldaten in Berührung kam. Schon 1901, als er die internationale Chingexpedition mitmachte, nahm er Veranlas⸗ sung, sich über deutsche Soldaten und Offiziere zu äußern. Die Gelegenheit dazu bot ihm eine Einladung beim Generalfeldmarschall Grafen Waldersee, von der er im„Figaro“ berichtete:„Ich hatte die Ehre, heute bei unserem Nachbar in der gelben Stadt, dem Grafen Waldersee, zum Frühstück geladen zu sein. Zum ersten Male in meinem Leben sollte ich bei Tisch inmitten deutscher Offiziere Platz nehmen, und ich hatte zunächst nicht geahnt, welche Beklemmungen, welche Seelenpein der Gedanke, als Geladener unter ihnen zu weilen, mir verursachen würde. Um mehr als dreißig Jahre zurückliegende Erinnerungen tauchten plötzlich vor meinem geistigen Auge auf: das furchtbare Jahr stand wieder zum Greifen klar vor mir. O, dieser lange Winter von 1870/71, während dessen ich auf einem elenden kleinen Schiffe zum zweck⸗ losen Blockadedienst an der preußischen Küste verurteilt war! Ich sah mich im Geiste zurückversetzt auf den Wachtposten, den ich, dem Knabenalter kaum entwachsen, an Bord einzunehmen hatte. Wieder erblicke ich, wie damals in den kalten Winternächten, beim blassen Mondschein die mächtige dunkle Silhouette des„König Wilhelm“, des preußischen Panzers, der uns jagte, und vor dem wir— zu schwach, um Widerstand zu leisten— immer fliehen mußten, während hinter uns die Granaten, die er uns nachsandte, über das glitzernde Wasser tanzten. Das alles und manches Fülle schmerzlicher Erinnerungen stieg in mir empor, als ich den Vorraum des Speisesaals betrat und dort an den Haltern die Pickelhauben der deutschen Offiziere hängen sah. Einen Augenblick überkam mich der Gedanke, auf der Schwelle wieder umzukehren, den Saal und die Gäste zu fetehen. Aber ich bezwinge mich und trete ein, und sohald ich im Kreist der deutschen Kameraden bin, sinkt der ganze Traum aus der Vergangenheit in sich zusammen. Die Art, wie sie mich willkommen heißen, mir die Hand schütteln Kosaken hinter der Infanterie aufgestellt waren, um sie mit Nahaiken vorzukreiben. Die erneute Tätigkeit der zwölften russischen anner hängt vielleicht mit einem Wechsel im Oberbefehl zusammen, den Radko Dimitrieff übernom⸗ men haben soll. Auf jeden Fall hat dieser erneute Offensiv⸗ versuch trotz sehr ernster Verluste nichts erreicht. Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. — Kirche und Schule. Tagung der 7. ordentlichen Generalsynode. 1. Sitzung tag. Berlin, 10. Nov. In ernster Stunde, da unser deutsches Volk vor gewaltige Zukunftsentscheidungen gestellt ist und Erinnerungen an gesegnete Frühlingstage der evangelischen Kirche wach werden, an Luthers eburtstag, eröffnete die Generalsynode der älteren preußischen Provinzen ihre 7. 1 im Herrenhause zu Berlin. Die Synode beschränkt sich auf die Erledigung unauf⸗ 5 Geschäfte, um den geordneten Fortgang der kirchlichen ugelegenheiten auch während des Krieges zu sichern. An Gesetz⸗ entwürfen des Kirchenregimentes liegen nur zwei vor: 1. die Zahl der von den theologischen Fakultäten zu wählenden Mit⸗ glieder der Generalsynode soll von 6 auf 7 erhöht werden, damit auch die inzwischen begründete Universität bezw. theologische Fakul⸗ tät Münster einen Vertreter entsenden kann; 2. in das allge⸗ meine Kirchengebet ist eine Fürbitte für die Luftfahrzeuge, die auf der Fahrt sind, einzufügen.— An Mitteilungen des Ober⸗ Kirchenrats liegen vor: Bericht über Auslandsaxbeit und Kriegs⸗ maßnahmen des Ober⸗Kirchenrats; letztere lassen greifbar er⸗ kennen, daß die Kirche in der Zeit des Krieges nicht versagt und dem Vaterlande die Treue gewahrt hat. Es folgen verschiedene Wahlen. Eine Verfassungskommission (Vorsitzender Dr. Frhr. von Maltzahn⸗Gültz) von 15 und eine Finanzkommission(Vorsitzender Generaldirektor Winckler⸗Merse⸗ 2 700 von 21 Mitgliedern haben entsprechende Vorlagen vorzu⸗ eraten. Ein Antrag des Vorsitzenden betr. Adresse an den Kaiser wird in folgendem Wortlaut angenommen: Berlin. den 10. November 1915. Allerdurchlauchtigster, Groß⸗ mächtigster Kaiser und König! Allergnädigster Kaiser, König und Herr! Euere Kaiserliche und Königliche Majestät bittet die zur Kriegstagung versammelte siebente ordentliche Generalsynode der evangelischen Landeskirche der älteren preußischen Provinzen, ehr⸗ furchtsvollsten Gruß und treuen Segenswunsch alleruntertänigst zum Ausdruck bringen zu dürfen. Gottes 1 5 5 Euere Mafestät on Sieg zu Sieg geführt. Mit der Tapferkeit des Heeres hat die Opferwilligkeit des Volkes gewetteifert Unter der Not der Zeit ist mit wunderbarer Kraft eine sittliche Erhebung und ein Erwachen des Glaubens in unserem Vaterlande hervorgetreten, wie unser Volk es selten erlebt hat Mit unerschütterlicher Treue hat unser Volk bisher in Kampf und Hingabe ausgeharrt. Wir sind der freu⸗ digen Zuversicht, daß auch der endliche Sieg durch Gottes Gnade uns zufallen werde. Mit Euerer Majestät teilen wir die Zuversicht, daß die ungeheuren Opfer des frevelhaft uns aufgezwungenen Krieges nicht umsonst gebracht sein werden, und den Wunsch, daß aus ihnen für unser sches Vaterland ein in Not und Tod . Volk erwachsen möchte, das stark in sich selbst, 1 ieden zu gebieten und, in Treue und Gottesfurcht geeint am Reiche Gottes auf Erden zu bauen vermag. Hierzu auch in der uns befohlenen Arbeit beizutragen durch Sammlung der Gemeinden, durch treue Verkündung des ewigen Evangeliums von Christo und durch Werke der Liebe, ist unser ernstes Gebet und das Gelöbnis, das wir in die Hände des obersten Schirm⸗ herrn unserer evangelischen Kirche niederlegen. Die aller Orten mit hoher Begeisterung begangene Erinnerungsfeier der fünfhun⸗ dertjährigen Herrschaft der Hohenzollern hat uns das Walten des lebendigen Gottes in der Geschichte Preußens vor die Augen geführt. So umringen wir jetzt in alter angestammter Preußen⸗ treue Euer Majestät Thron mit unserer Fürbitte. Gott, der all⸗ mächtige Herr der Heerscharen, rüste Euere Majestät mit Weisheit und Kraft zu glorreichem Siege. Er kröne die Liebesaussaat un⸗ lern Kaiserin mit einer Ernte, deren Segen auf lange hinaus ortwirkt. Er bewahre die ritterliche Schar der Königssöhne in den Gefahren des Krieges und führe Euere Majestät in die Mitte eines treuen Volkes zurück, geschmückt nicht nur mit dem Lorbeer des Sleges, sondern auch mit der Palme des Friedens. In tiefster Ehrfurcht werharrend Euerer Kaiserlichen und Königlichen Maje⸗ stät alleruntertänigste Generalsynode. Mit einigen geschäftlichen Mitteilungen, u. a. auch dem Wunsche. daß Fre örter in den Vorlagen der Generalsynode möglichst vermieden werden, schloß der Vorsitzende die 1. Sitzung gegen 11½ Uhr. und mir freundlich zulächeln, läßt mich vergessen— für den Augenblick wenigstens—, was einst geschehen war. Es gibt z wischen ihnen, den Deutschen, und uns offenbar nicht diese Rassen⸗Antipathien, die schwerer zu überwinden sind als die Leidenschaften, die der Krieg erzeugt. Ich habe die Ehre, an der Seite des silber⸗ haarigen Marschalls Platz nehmen zu dürfen, und wie es jedem von uns ergangen ist, so ergeht es auch mir: ich stehe vollständig unter dem bezaubernden Eindruck seiner Vornehmheit, seines Wohl⸗ wollens und seiner Güte.“ — Minute und Sekunde. Daß unsere berechtigten Bemühungen, die deutsche Sprache allmählich von allen Fremd⸗ wörtern zu säubern, keinen vollen Erfolg haben werden, das lehrt uns nicht der Tag und die Stunde, wohl aber— die Minute und Sekunde. Besitzen wir in Tag und Stunde doch zwei echt deutsche Worte, von denen„Stunde“ sogar die Urbedeutung aus der Ety⸗ mologie erkennen läßt: Stunde ist ursprünglich ein zeitlicher Halte⸗ punkt, Zeitpunkt und wird in dieser Bedeutung noch heute ge⸗ braucht, z. B.„die Stunde der Entscheidung“; daher ist die Ab⸗ leitung von dem althochdeutschen stantan= stehen gegeben. Da⸗ egen haben wir für die kleineren Zeitteile Anleihen beim Lateini⸗ 15 55 gemacht. In einem fesselnden Aufsatz„Das deutsche Jahr“ bemerkt darüber Gustav Schürmann in der Zeitschrift für den deutschen Unterricht:„Im Lateinischen wurde minutum der zehnte Teil einer Sekunde genannt, der Ausdruck aber nach Einführung der großen mechanischen Uhrwerke für den 60. Teil der Stunde gebraucht. Im Deutschen wurde minutum zu„Mi⸗ nute“ und weiblich wie Stunde und Zeit.“ Die Bezeichnung für unser kleinstes Zeitmaß, für den 60. Teil der Minute, ist mit Sekunde recht farblos gewählt. Es entstand aus„pars se- cunda“„Unterteil“, Trotzdem also die Begriffe, die diese beiden entlehnten Worte in unserer Sprache decken sollen, keines⸗ wegs ihrer ursprünglichen Bedeutung entsprechen und wir gern deutsche Worte dafür einsetzten, wird diese„Forderung des Tages“ von der Minute und Sekunde nicht erfüllt werden. — Stockholm, 10. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Das Gast⸗ spiel des Deutschen Theaters begann am Dienstag mit der Aufführung Fang Do„Räuber“. Das Stück erzielte einen bedeutenden Erfolg. Das stark besetzte Haus, in dem auch der 1 85„Prinz Karl und Gemahlin und andere Mitglieder der önigli und Reinhardt begeisterte Ovationen dar. Familie sich befanden, brachte besonders Wegener * 8 c Aus Stadt und Cand. Gießen, 11. November 1915. * Auszeichnung Dem Leutnant der Landwehr Karl Gilbert aus Gießen, Sohn des Schuh nachermeisters Jakob Gilbert zu Gießen, wurde das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen. * Stadtheater. Es sei darauf aufmerksam gemacht, daß die Aufführung der Lothar Schmidt'schen Komödie„Die Venus mit dem Papagei“ in der morgigen Freitagabonne⸗ mentsvorstellung voraussichtlich die letzte des Werkes sein wird. Die Erstaufführung des eigenartigen Werkes war bekanntlich mit lebhaftem Interesse aufgenommen worden. * Der Alice⸗Schul⸗Verein läßt seiner Hrupt⸗ versammlung am Samstag, den 13. d. M., um 4 Uhr, im botanischen Auditorium am Brandplatz zwei Vorträge vor⸗ hergehen, die auch Nichtmitgliedern zugänglich sind und unsere Frauenwelt sicherlich interessieren werden. Es spre⸗ chen die Haus wirtschaftslehrerin Frl. Hof über die all⸗ gemeinen Grundlagen unserer Ernährung und die Ueber⸗ windung der augenblicklichen Fleisch⸗ und Fettknappheit, und die Leiterin des Handarbeitsseminars der Aliceschule, Irl. Schmidt, über die vom Verein für neue Frauen⸗ Heidung in Köln veranstaltete Ausstellung. In der jetzigen Zeit, in der die Ernährungsfrage unsere Hausfrauen so voll⸗ ständig in Anspruch nimmt, kommt der erste der beiden Vor⸗ träge einem wirklichen Bedürfnis entgegen. M. Verwertung gefallenen Viehs. Aus dem Vogelsberg wird uns von fachmännischer Seite geschrieben: Bei dem jetzigen Mangel an Fettstoffen für technische Zwecke möge darauf hingewiesen werden, daß in manchen Gegenden, so auch im Vogelsberg, wo sich keine Anstalten für Verwer⸗ tung 15 tierischen Abfälle der gefallenen Haustiere be⸗ finden ein sehr großer Prozentsatz des jetzt so sehr gesuchten FJettstoffes verloren geht. Bei der vorherrschenden Viehzucht im Vogelsberg ist es leicht erklärlich, daß auch alljährlich eine nicht geringe Zahl von Tieren eingehen. Die Schweine, die bei dem hier üblichen Mastgewicht von 2—3 Zentnern einen sehr hohen Fettgehalt haben, und gerade unter diesen die Sterblichkeit durch die sehr häufig auftretende Rotlaufseuche ganz erheblich ist, werden ohne weiteres auf dem Gemeindewasenplatz verscharrt. Eben⸗ so verhält es sich mit dem eingegangenen Großvieh, von dem nur die Haut zur Verwertung kommt, falls es nicht an einer Seuche zugrunde gegangen ist. Bei Errichtung von vorgenannten Anstalten in diesen Gegenden, sogenannten Sammelwasenmeistereien, wie sie in vielen 55 55 schon bestehen, könnte bei sorgfältiger Ausnutzung der Tierkadaver ß wonnen werden. Auch die Haut des an Mils⸗ oder Rausch⸗ brand gefallenen Rindviehs ist nach eingehender Des⸗ infizierung unter sachkundiger Leitung noch zu verwerten. Sie wird meistens wegen Gefahr der Uebertragung vernichtet. Landkreis Gießen. Wa. Oden hausen, Rabenau, 10. Nov. In unserer kleinen Gemeinde hat der Tod auch wieder im Kriege ein Ovfer gesordert. Der älteste Sohn des Kaufmanns Nachtigall, welcher im Res.-Regt. 116 diente, starb den Heldentod fürs Vaterland in Serbien. Ein jüngerer Vruder kämoft ebenfalls dort.—, Lehrer Wallenfels von hier, welcher am 7. Juni von Galizien aus als vermißt gemeldet wurde, hat gestern aus Rutland ge⸗ schrieben. Er liegt verwundet im Lazarett in Tula, südlich von Moskau. e * Hungen, 10. Nov. Von den Einwolnern der kleinen Gemelnde Langd wurden heute 200 Zentner Speise ⸗ kartoffeln für die Ostpreußen gestiftet und verladen Kreis Alsfeld. 0 Als seld, 10. Nov. Der Bahnbau Alsfeld—-Hers⸗ feld nähert sich seiner Vollendung. Damit wird der schon seit Jahren gehegte Wunsch der Stadt, auf karzerem Wege als bisher nach Norddeutschland zu kommen, verwirklicht. Zu dem durch die neue Eisenbahn bedingten Umbau des Bahnhofs trug die Stadt 23 000 Mk. det. 11 up Ruppertenrod, 10. Nov. Der hiesige Landwirt und Schuhmacher Tröller hat jetzt den vierten Sohn als Rekrut ziehen lassen. Es stehen von ihm jetzt alle vier Söhne und zwei Schwiegersöhne, von denen der eine als vermißt gilt, unter den Waffen. 5 5 up Aus dem Ohm tal, 10. Nov. Ein sehr begehrter Artikel sind zurzeit die Tarbidlampen bei den Landbewohnern. Diese Tatsache machte sich dieser Tage ein„Reisender“ zunutze. Er bot Karbidlampen zu allen Zwecken und zu einem recht billigen Preise an. Er führte aber die Lampen nicht bei sich, sondern ver⸗ kaufte nur auf Bestellung. Dabei mußte jeder Käufer— das war die Hauptsache— eine Vorausbezahlung machen. Manche leisteten die Anzahlung, manche auch nicht. Letztere waren die klügeren. Die Besteller warten, nachdem der Reisende versprochen, die Lampen nach drei Tagen zu liefern, schon seit 14 Tagen 255 die Erledigung ihrer Bestellung. Der Herr Reisende ist ver⸗ duftet. up Vom vorderen Vogelsberg, 10. Nov. Nun ist in diesem zweiten Kriegsjahre die Herbstbestellung der Felder glücklich und recht gut zu Ende geführt worden. Die Stucdäcker sind nicht nux einmal, sondern zweimal 4 wor⸗ den. Das geschah in Friedensjahren gar oft nicht in solchem Maße. Unseren Landwirten hat der Weltkrieg gezeigt: Je besser die Kulturen im Herbste, umso leichter und rascher die Frühjahrs⸗ bestellung. Die Wintersaat geht vortrefflich auf. Die erste Korn⸗ saat hat sich so reich bestockt, daß die Akerfelder einem grünen Kreis Friedberg. f = SLangenhain, 10. Nov. Die Rentnerin Fran Mortau aus Homburg-Dornholzhausen hat ihrer hiesigen Heimatgemeinde ein beträchtliches Legat vermacht. a ssen⸗Nassau. Wm Kirchhain, 9255 In der heute abgehaltenen Sitzung der Stadtverordneten wurde dem Magisiratsantrag, sämt⸗ lihen Krieasteilnebmern, deren Einkommen durch den Kriegsdienst sortgesallen ist, auch für das Steuerjahr 1915 die Gemeindesteuern zu erlassen, zugestimmt. Ter Nachtrags⸗ voranschlag für 1915 wurde in Einnahme und Ausgabe auf je 8000 Mk. festaesetzt. Frankfurt a. M., 10. Nov. Die Marmeladen⸗ sammlung zum Geburtstage der Kaiserm brachte ein überaus reiches Ergebuts: 1239 Liter Fruchtsaft. 18 862 kg Marmelade, 1176 kg Dörrobst und Dörrgemüse, 2239 ke eingekochtes Obst, 144 kg Obst und zablreiche Körbe mit Obst und Gemüse. X. Kassel, 9. Nov. Der Pfarrerverein des Konsistorial⸗ bezirks Kassel hat in seiner dahier abgehaltenen Hauptver⸗ sammlung u. a. auch zwei allgemein interessserende Beschlüsse ge⸗ faßt. von denen der eine in der Frage des Militärdienstes der Geistlichen jede Ausnahmestellung der Geistlichen besei⸗ tigt wissen will und der andere durch Bereitstellung von Kirchen⸗ und Pfarrei⸗ die Kirche zur Mitarbeit bei der Schaffung von Kriegerheimstätten aufzurufen erstrebt. 5 Märkte. FC. Wiesbaden. Viehbof⸗ Marktbericht vom 10. Nov. Auftrieb: Rinder 231(darunter 21 Ochsen, 21 Bellen, 186 Kühe), Kälber 197, Schafe 28 und Schweine 91. Der Auftrieb wurde bei lebbatem Handel und gleichen Preisen wie am Montag, den 8. November, abgesetzt. — Vriefkasten der Redaktion An ounme Aufragen bleiben unberüasichtigt.) Schweinepreise. Frühere Abmachungen sind durch die neuen Nestietzungen hinfällig. eine große Menge tierischer Fette zu technischen Zwecken ge⸗ Moosteppich gleichen. Wintersamen und Klee stehen üppig. n. PPP ³˙ AA 4. Ziehung 5. Kl. 6. Preuss.-Süddeutsche (232. Königlich Preuss.) Klassen- Lotterie chung ven 10. November 1013 vermstiags. Auf Jede gererene Numtrer sind wol gleich hok 0 mine geipllen, und zwrr 30 n dle 1— 61 N in den beiden Abtellangen I und II Nor dle Gewinne uber 240 Mark stod den detreffenden Nummern n Klammern delgetugt. (Ohne de wahr.) Nachdruck verboten.) 5 52 22 60 47 886 1291 824 8 406 612 282 50 83 Nod 6s 180 220 414 662[1000] 878 3341 Loo] 43 76 688 LC 71 080 4004 88 81 449 11000] 578 S0 10 768 832 986 71 3381 424 682 03 59 68 81 741 933 3113 81 309 80 97 441 830 703 817 910 76 7013 138 102 918 70 84 8278 82 371 10001 43. 4 783 838 81 1600] 9132 80 15001 86 880 822 90¹ Toose Lede] 103 318 46 436 888 688 689 11018 s 251 307 83 489 88 800 8 887 921 82 54 12028 27 71 221 4% 98[So 9 331 447 L80000 6s 682 768 817 13070 128 85 51 96 237 314 86 814 14046 420 92 à36 a8 477[1000] 584 sos 330 074 18116 18 256 97 801 411 28 64. 0388[1000] 886 16004 87 28g 813 37 49 8a 61 90 535 710[1000] 882 954 17061 23 5 332 77 800 84 937 62 ls 18336 485 99 511 16 47 680 43 19228 84 46 71 618 I10000 59 23 821 L1000] 20013 164 61 84 689 698 721 64 88 916 21048 110 83 201 12 428 74 862[C001 738 886 962 22324 78 409 74 77 88 7e 84e 76 76 84 23520 25 88 64 772 307 84 24014 180 227% 63 LSO0] 387 833 894 28192 401 647 L600] 62(L19001 724 85 820 86 680 28044 1000] 21 808 580 1500 844 27054 302 513 61 65 824 121 384 824 ois ls: 28122 492 610 80 809 29287 87 482% 7½/ 10001 5 Sodoa 426 524 946 31076 101 L500 418 7 624 809 64[1000] so 62 68 87 998 32100 62 449 84 544 238387 75 742 61 840[500] 921 33082 111 287 311 82 515 871 111 44 810 20 25[5001 88 998 34060 208 LsO0] 552 752 77 13 185 297 888 408 581 802 798 883[Soo] 84 940 38228[500] 318 582 610 19 818 64 Zoo 83 37044 182 20 933 71 38081 86 141 218 380 885 72 79 830 79 39011 246 867 423 99 565 Lsooo] 886 55 404⁴ soo] 624 272 85 680 4114 20 88 484 8008 Lgooo] 1s 20 983 8 42150 362(1000 089 018 L100] 43001 121 252 301 70(500) 5860 612 14 78 780 40 899 241 44048 58 1/% 201 L300] 385 691 724 45122 261 L500] 788 378 985 48008 10 18 209 89 834[sooo] 786 867 47188 321 888 919 48086 o 4 es 845 85 L500 825 88 6% 49010 118 1600] 255 85 82 842 44% 84 688 78 740 920 230051 141 84 808 9 81 590] 448 701 51202 814 48 438 77 941(1000 70 52208 486 69 581(500 786 999 53008 18 41 98 228 321 478 84 578 689(600 920% 100% 540586(500 448 76 82 648 879 S510 452 677 58048 74 210 422 Js 588 738 88 88 5700 170 lego] 231 L800] 94 616 91 617 20 79 831 58039 82 167 10001 499 618 777 59108 67 6000 208 L10001 383 641 748 61001 112 48 88 22 409 612 10 74 88 620(10001 719 22 co 922 1000] 81 62004[so] 247 332 36 59 130001 417 671 641 778 918 86 L10001 88000 1 20 56 115 67 1000] S886 99 714 90 552 80 98 986 71 64088 241 500 Ii ooo] 28 616 24 720 838 803 65005 291 382 62 44 61 8620 lsooo 52 729 824 68089 422 80 410 Ts] sos 800] 727 844 67121 381[1000] 402 43 4 78 528 80 788 834 68080 173 81 218 29 72 73 482 85 618 78 84 944 64 69203 327 4/78 583 607 7389 81 839 910 62 00 5 7014(600 52 6 214 28 800 480 512 834 58 7107 Isg] 102 18 71 88 441 824 728 661 921 42 72008 1086 218 laoοο 6 61 580 76 822 73259 322 400 ge 840 L500 97 74007 110 402 810 726 822 40 75068 284 417 26 97 718 92 942 78240 72 889 636 727 29 770086 74 111 61 84 268 308 674 724 sos 974 738043 128 53 808 23 41 57 762 368 027 71 79265 209 7[100 43 516 ee 703 867 986[1000] Boss es 23 300 898 70 81038 228 328(8001 63 84 soon 572 794 875 82218 439 621 808 L500 97 83184 228 811 427 683(600(4 77 888 8411 88 78[500] 116 218 363 813 621 816 85022 380[500] 478 80 821 82 82 93 46 8022 31 230 600] 88 389 419 544 80 68 643 76[3000] 89 783 87086 8366 61 Lsooo! 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Ziehung 5. Kl. 6. Preuss.-Süddeutsche (232. Königlich Preuss.) Klassen- Lotterie Zlebung vom 10. November 1018 nachmittags. def jede gerorene Nummer sind zwel gleich hehe de- winne gotallen, und zwar je elner auf die 1e glelcher Nummer in den helden Abtellungen I and 11 Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefugt. (Ohne Gewähr.)(Nachdruck verboten.) 192 382 804(8001 881 906 9 78 1181 421(10001 606 82 627 78 781 886 89 91 824 986 2011 356 89 91 769 800 3010(500! 78 L500] es 8958 493 638 41 785 871 010 4127 8000] 30 78 368 642 817 704 8 91 801 65 68 948 5052 156 71 lLe000! 289 308 433 69 618 27 68 76 8403 33 58 356 427 52 71 25 984 7031 283 509 6/7 85 90 627 66 711(1000) 68 832 82(1000 3040 287 3786 516 888 984 9002 32 es 42 160 272 486 551 1600] 792 1020 386 910(1000 11168 200 485 554 61 609 26 12219(500 84 508 1500] 610 986 L600] 13002 51 136 309 19 450 90 628 682 14202 5 28 606 762 72 908 17 15042 580 /s 778 90 87e 94 Lso0! 800 18000] 10 61 16031 200 79 436 43 639 74 11000] 17116 868 410 98 698(1000] 97 771 210 180 92 180 219 e 649 650 52 716 2 16138 240 82 632 44 789 20067 124 81 857 94 95 474 626 78 88 dos 89 21166 216 664% 67 720(500! 621 8 22116 220 40[100 86 804 88 409 660 689 8390 23069 297 842 551 860 868 24188 260 78 812 491 687 [1000] 6786 88 819 1500] 252866 396 686 727 914 26659 886 L500] 27103 6 268 864 664 725 180001 40 28154 60 94 386 406 01(500 l 71 64(5001 798 11000] 818 843 28169 234 46 380 599 719 30131 81 281 401 82 602 629 750 L800 78 889 70 964[1000] 31298 461 560 678 882 980 32156 864 leoo! 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