richten: Anzeiger Gießen. Kräfte zurückgeschlagen; — Nr. 260 Der Sseßener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Familsenblätter; wenmnal wöchentl. Kreis⸗ latt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Zeitfragen Ferusprech Anschlusse: für die Schristlentung“12 Verlag, Geschäftsstellesl Adresse für Drahtnach⸗ Erstes Blatt Annahme bon Anzeigen für die Tages nummer bis zum Abend vorher. General⸗Anzeiger Rotaffonsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstr. 7. N * 105. Jahtgang r Oberhessen Donnerstag, l. November 1015 Bezugspreis: monatl. 85 Pf., viertel⸗ jährl. Mk. 2.50; durch 9 Abhole- u. Zpeigstellen monatl 75 Pf.; durch die Post Mk. 2.30 viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: loka 15 Pf, ausw. 20 Pf.— Haupt⸗ schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuille ton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; flir dden Anzeigenteil: H. Beck, sänmtlich in Gießen. 1 Stimmen der Vernunft im engli (WTc.) Großes Hauptquartier, 10. November. Westlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Hindenburg. Oestlich von Riga wurde ein russischer Vorstoß gegen Kemmern zum Stehen gebracht. Westlich von Jakob⸗ stadet wurden stärkere, zum Angriff vorgehende feindliche ein Offizier, einhundertsiebzehn Mann sind in unserer Hand geblieben. Vor Dünaburg be⸗ e sich die Russen gestern auf lebhafte Tätigkeit ihrer rtillerie. g 5 Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Nichts Neues. Heeresgruppe des Generals v. Linsingen. Ein russischer Durchbruchsversuch hei und nördlich von Budka(westlich von Czartoryst) km vor ostprentzicchen, kurhessischen und österreichischen Regimentern zum Stehen. Ein Gegenstoß warf den Feind in seine Stellungen zurück. Balkan⸗Kriegsschauplatz. Die Verfolgung ist überall in rüftigem Fortschreiten. Die Beute von Krusevac beträgt nach den nun⸗ mehrigen Feststellungen: Einhunderkunddrei, fast durchweg moderne Geschüße, große Mengen Munition und Kriegs material. Die Armee des Generals Bojadjieff meldet drei⸗ tausendsechshundertsechzig serbische Gefan⸗ gene; als Beute von Nisch hundert, von Les⸗ ko vac zwölf Geschütze. 5 Oberste Heeres leitung. ** Die Entwicklung des serbischen Feldzuges treibt in immer schnellerem Zeitmaß ihrem Höhepunkt und damit der Amtlich.) 0 8 Katastrophe für Serbien zu. Ein Blick auf die Karte läßt erkennen, daß die serbische Armee zu ihrem überwiegen⸗ den Teil in die Gebirge Westserbiens hineingeworfen wor⸗⸗ den ist, das bei seinem alpinen Charakter und seinem Mangel an Straßen und Hilfsmitteln den Rückzug immer schwieriger gestalten dürfke. Dieser Rückzug nimmt ein wachsendes Tempo an und artet allmählich in die Regellosigkeit der Flucht aus. Erklärt sich damit einerseits die für die ser⸗ bische Armee ungeheuer zu nennende Höhe der Verluste an Geschützen und Material, so ist die Eile des Rückzugs vor allem auch darin begründet, daß den weichenden serbischen Kolonnen die Abschneidung durch die Verbündeten von Nor⸗ den immer greifbarer droht, wenn sie sich nicht beeilen, aus dem Gebirge nach Westen hinauszukommen. Wu ist durch die Einnahme von Tetowo durch die Bulgaren die Trennung Altserbiens von Mazedonien erfolgt und der 22 nach Südalbanien verlegt worden. Die Entfernung zwischen den beiden Endpunkten der Zange, mit der die drei Verbündeten operieren, beträgt heute noch etwa 150 Kilo⸗ meter. Die nächsten Tage müssen lehren, wohin und wie weit der serbische Rückzug gedeihen kann. Angesichts der strategi⸗ schen Lage wird man aber, ohne in Optimismus zu verfallen, unterschreiben können, was der gewesene Oberkommandant Sarafow einem Mitarbeiter des„Utro“ sagte, daß es näm⸗ lich mit allen Hilfeleistungen für Serbien zu spät sei. Sein Schicksal sei besiegelt. Vergleicht man die Berichte aus dem englischen Ober⸗ haus mit den Tischreden, die man in Guildhall zu halten sich bemüßigt sah, so möchte man letztere in die Manege verweisen. Sie wirken gegenüber der Einsicht und der Rück⸗ sichtslosigkeit, mit der im Parlament den Tatsachen ins Auge gesehen wurde, wie eine Herausforderung der eng⸗ lischen Geduld. Bewußte Irreführung der Volksmeinung, Unfähigkeit, Ratlosigkleit waren die mindesten Vorwürfe, die die englische Regierung im Oberhause zu hören belam, und tags darauf sprachen ihre Vertreter beim Bankett da⸗ von, dem Siege näher zu sein als jemals; aus den Reden der Parlamentsmitglieder klingt die Erwägung von Grund⸗ lagen und Voraussetzungen für den Frieden, dessen Aus⸗ bleiben sie für das schrecklichste Unglück halten— und in der Guildhall spricht man davon, an den unsinnigen Funda⸗ menten, die man im Rausch der ersten Kriegsmonate wahl⸗ los aufeinanderschichtete, nicht rütteln lassen zu wollen. Nun— man weiß, wo in diesem Falle das klingende Erz und wo die tönerne Schelle zu suchen ist. Mit Genugtuung darf man feststellen, daß gleiche Deutlichkeit und gleicher Pessimismus im Hause der Lords noch nicht oft zu ver⸗ nehmen gewesen ist. 5 Mit stolzer Freude erinnert man sich— darauf sei kurz eee— heute des Tages, da vor einem Jahr im Tagesbericht die Worte standen:„Westlich Langemarck brachen junge Regimenter unter dem Gesang„Deutschland, Deutschland über alles“ gegen die erste Linie der feindlichen Stellungen vor und nahmen sie; etwa 2000 Mann französi⸗ scher Linien⸗Infanterie wurden gefangen und sechs Ma⸗ schinengewehre erbeutet.“ Den Jungen und Tapferen, die si damals wie die Alten schlugen, sei heute ein Blick des Ge⸗ denkens geweiht. — zurück. Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 10. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart; 10. November 1915. 8 Russischer Kriegsschauplatz In Ostgalizien herrscht seit dem Mißlingen der Nahe russischen Angriffe gegen unsere Strypa⸗Front wieder uhe. Ein russischer Durchbruchsversuch weftlich von Czar⸗ torysk wurde unter heftigen Kämpfen durch deutsche und österreichisch⸗ungarische Truppen vereitelt. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Tätigkeit der italienischen Artillerie war gestern im allgemeinen wieder lebhafter. Feindliche Angriffe auf den Südteil der Podgora⸗Stellung, gegen Zagora, bei Pla va und auf den Col di Lana wurden abgewiesen. Auf Nabresina abgeworfene Fliegerbomben töt ten meh⸗ rere Zivilpersonen, darunter eine Frau und drei Kinder. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Oesterreichisch⸗ungarische Trupven der Armee des Ge⸗ nerals v. Köveß haben südwestlich von Joanjica die stark besetzte Höhe Okolista genommen und auf Eldo⸗ viste, dem Südausläufer der Jelica planina, eine aus mehreren hintereinander liegenden Schützengräben be⸗ stehende Stellung gestürmt. Südwestlich non Kraljewo dringen deutsche Streit⸗ kräfte beiderseits der Ibar vor; südwestlich von Kruse⸗ vac gewannen sie den Raum von Alexandrovac. 5* Die Bulgaren werfen den Feind bei Nisch und Aleksina auf das linke Ufer der südlichen Morawa Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. * 1* Die verzweifelte Lage der serbischen Armee. Die Serben gestellt. Berlin, 11. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Der Sonderbericht erstatter des„Berliner Lokalanzeigers“, Kirchlehner, mel⸗ det aus dem k. k. Kriegspresseguartier: Es wird bekannt ge⸗ geben, daß die Verbündeten die serbische Hauptfront erreicht und sie zum Kampf gezwungen haben. Noch ist indessen nicht klar, ob nicht doch beträchtliche Teile des serbi⸗ schen Heeres gegen Süden abzuströmen versuchen, während die von dem Gegner erreichten Heeresteile, die infolge schwieriger Rück⸗ zugsverhältnisse nur langsam fliehen konnten, zum Kampfe ge⸗ nötig sind. Der rechte Flügel der Armee Koeveß hat den Roten Berg südwestlich Ivanjica überschritten und steht einen ganzen Tagesmarsch von der Grenze des Sandschaks. Oesterreichische Truppen des Zentrums Kocveß kämpfen im Raume südlich von Kaona mit abziehenden feindlichen Truppen. Nachdem durch das Mitwirken der Bulgaren auf dem östlichen Flügel der größte Teil der Armee Gallwitz überschüssig wurde, konzentrieren sich die Kolonnen dieser Armee mehr gegen Südwesten, was auch mit dem Verlauf des Bahnnetzes besser übereinstimmt. Die letzte Zuflucht. Sofia, 11. Nov. General Sarrail hat, wie der Vertreter der „Vossischen Zeitung“ erfährt, den serbischen Konsul in Salonkki beauftragt, dem serbischen Hauptquartier anheimzustellen, den allgemeinen Rückzug nach Montenegro anzutreten, da offenbar sonst keine Hoffnung mehr bestehe. Die englischen und französischen Truppen selbst würden aber den griechischen Boden nicht verlassen(gemeint ist wohl, sich nicht wieder einschiffen), fo lange noch eine Hoffnung bestehe, die Operationen in Serbien, wenn auch nur mittelbar, zu beeinflussen. 5 Panikartiger Rückzug. Sofia, 11. Nov. Der Rückzug der serbischen Armee erfolgt panikartig. Die schmalen Saumpfade, die über das Felsen⸗ gebirge führen, sind von Trains und von der serbischen Zivil⸗ bevölkerung besetzt, die mit ihrem Hausrat sich auf planloser Flucht befinden. Hiesige militärische Fachleute glauben nicht. daß die in der Auflösung begriffene serbische Armee auf dem Amsel⸗ felde sich zur letzten Schlacht wird zu stellen vermögen. Von der russischen Grenze erhält die„Nat.⸗ZJtg.“ eine Meldung nach Mitteilungen der russischen Kriegsberichterstatter in Saloniki, aus der 5 soll, daß ein Teil der. u lären Armee sich bereits in Auflösung befindet. Die Lage des Heeres sei äußerst kritisch. Seine Hauptgruppe ist bereits auf dem Rückzug zur letzten Verteidigungslinie begriffen, die sich von Novibazar bis Pristina hinzieht. Man rechnet damtt, daß dieser roße Rückzug verhältnismäßig ungeheuer viel Artillerie unk Tragmaterial kosten wird. Wegen der Geländeschwierigkeiten im Gebirge mußten sich bereits verschiedene Regimenter auf ⸗ lösen. Sie sollen nunmehr den Kleinkcieg weiterführen. Die Verproviantierungs⸗Schwierigkeiten der serbischen Armee von Tag zu e so daß die Auflösung immer größer wird. Der Halbkreis um die serbische Armee ist vom Feind bereits lüickenlas geschlossen. Man hofft nur mehr auf einen franzöfischen Vorstoß von Wardar her in die bulgarische Flanke. Diese Art von Hilfe ist aber unwahrscheinlich. Pristina, der Stüßzpunkt des Der serbische Susammenbruch. en Gberhaus. rechten serbischen Flügels, ist bereits heute von den Bulgaren bdedroht. Der Saloniki⸗Bluff der Entente. Wien, 10. Nov(WTB. Nichtamtlich) Die Südslavische Korrespondenz veröffentlicht folgende Mitteilung: Entgegen den in Blättern der Entente enthaltenen Angaben über die gahl der auf dem Balkan gelandeten Truppen, ins⸗ befondere entgegen der Behauptung des Mailänder„Se⸗ colo“, daß ein englisch⸗französisches Expeditionskorps von 70000 Mann bereits an die serbische Front abgegangen sei, ist auf Grund verläßlicher Informationen festzustellen, daß bis zum 7. November überhaupt erstet wa 89 000 Mann in Saloniki gelandet wurden, von denen nur ein Teil, fast ausschließlich Franzosen, den Vormarsch nach dem Norden angetreten hat. Gleichzeitig ist festzustellen, daß die Entente namentlich in Griechenland fortgesetzt das Ein⸗ treffen eines nach Hunderttausenden zählenden Expedi⸗ tionsheeres ankündigen läßt. Der Grund dieser Ver⸗ breitungen ist klar und es ist begreiflich, daß der General⸗ stab der Entente in Saloniki die größten den Tn macht, um eine Kontrolle über die Zahl der lar 0 Truppen möglichst zu verhindern. Kitcheners Mission. Mailand, 10. Nov.(WTB. Nichtamtlich) Der„Se⸗ colo“ teilt mit, Kitchener werde nach Rom kommen und sich darauf in Brindisi nach dem Orient einschiffen. Die „Idea Nazionale“ versichert, Kitchener werde in Rom mit italienischen Staatsmännern Besprechungen über die not⸗ wendigen Vereinbarungen für die Orientoperatio⸗ nen haben. 5 f Serbische Meutereien. Sofia, 10. Nov. Wie der Piroter Bürgermeister Kollem 7. 50 haben die serbischen Infanterie⸗Regimenter Nr. 20 und Nr. Zihre Offizieresermordet, weil sie diesen die Schuld gaben, daß sie fast aufgerieben wurden. „ Scharfe Worte im englischen Oberhaus. London, 10. Nov.(WTB. Nichtamtlich) Die Debatte über die Zensur wurde am 8. November im Oberhaus fortgesetzt. Lord Lore burn agte: Wenn man klagt, daß das Publikum den Ernst der age verkennt, so ist die Ursache die, daß die legitimen Nachrichtenquellen verstopft sind. Man 1 sagt, daß wir durch die Erörterung dieser Dinge den Feind ermutigen; aber der Feind weiß über unsere Angelegen⸗ heiten erheblich besser Bescheid als wir selbst. Was ihn er⸗ mutigt, ist unsere Unfähigkeit und Verschwen⸗ dung. Der Redner kritisierte die Kriegsleitung an den Bei⸗ spielen des Untergangs des Geschwaders des Admirals Cra⸗ dock und der Unternehmungen in Antwerpen und an den Dardanellen. Er sagte, diese, Fehler, wie auch der Muni⸗ tionsmangel sind keine gewöhnlichen Wechselfälle des Krie⸗ es, sondern deuten darauf hin, daß irgendwo wirkliche Hug higkeit herrscht; aber wir erfahren nicht, wo. Der Redner bedauerte die Bildung des Koalitionskabinetts. „Wir stehen vor ernsten Schwierigkeiten auf dem Balkan. Ein neuer Wechsel hat stattgefunden durch Kitcheners zeitweilige Abwesenheit, die hoffentlich kurz sein wird.“ Der Redner fragte, ob für die Truppen in Mesopotamien, Ostafrika und Aegypten entsprechende Maßnahmen ge⸗ troffen worden seien und schloß: Die Lage ist in der ganzen Geschichte ohne Beispiel. Jede große Nation glaubt, da der Krieg ihr aufgezwungen ist, alle glauben, daß sie im Recht sind und nur durchhalten müssen, um zu siegen. Die Verluste an Menschen, die bereits auf fünfzehn Mil⸗ lionen an Toten und Beschädigten geschäßt werden, und viele tausend Millionen Kriegsschulden werden die gesamte Zivilisation verändern. Wenn der Krieg endlos fortgeht, so werden Revolutionen und die Anarchie folgen und große Teile des Kontinents werden eine Wildnis sein mit einer Bevölkerung von Greisen, Frauen und Kindern. Die Men⸗ schen müßten seltsam konstruiert sein, die nicht jede ehren⸗ volle Gelegenheit ergreifen würden, um den Auf⸗ reibungskrieg zu verhindern, der das schrecklichste Unglück wäre, das die Menschheit treffen könnte. Lord Milner kritisierte die Zensur, namentlich die Verstümmelung der deutschen Funkenberichte. Die Zensur habe die deutsche Meldung unterdrückt, daß die Bemannung eines deutschen Unterseebootes von britischen Matrosen er⸗ mor det worden sei. Diese Unterdrückung wurde vielfach als ein Eingeständnis der Schuld angesehen. Dazu kommt die beständige Irreführung des Publikums durch optimistisch zurechtgemachte Kriegsberichte. Lord Milner kritisierte sodann die Balkanpolitik und sagte: Ich weiß nicht, weshalb die griechische Krise uns überrascht hat; sie überraschte uns nicht nur, sondern sie hat uns völlig zu Boden geworfen. Künftig werden die Nationen unsere Er⸗ klärungen und besonders unsere Versprechungen und Ver⸗ pflichtungen zur Unterstützung sehr genau prüfen; sie werden sie nicht zum Nennwerte nehmen, sondern von allen Seiten betrachten und nachsehen, wo eine Falle steckt. Man muß daher auch die letzten Versicherungen Asquiths sehr genau prüfen. Er sagte, wir können nicht zulassen, daß Serbien eine Beute der Zentralmächte und Bulgariens wird. Aber beute ist es ihre Beute. Milner schloß: Was mich 7VVCFCCCCFCTsffTTudß0ßdß0dß0ßß ̃ ⁵.. F urszzo Die Front aufdem beben N qm, Mm. En Lb Niuurr. Im; d. lain Ae Gel- SGN e enger 9 Sunleso een, e 2—— 5 8 7 2 78 Sni A Sofis Nan 5 r über das Kabinett beunruhigt, ist, daß die Elemente der Kraft ausscheiden. Es verlor Carson, und es verliert, mindestens zeitweilig, Kitchener. Ich wage vorauszusagen, daß Kit⸗ cheners Abwesenheit sich sehr beträchtlich hinziehen wird. 5 Lord Court ny sagte: Die Lage an der Westfront ist, daß wir nicht siegten und nicht besiegt worden find. Die Hage an den Dardanellen ist die eines u unmöglichen Abenteuers. Wir beherrschen die Meere, können aber die deutsche Flotte nicht zur Schlacht zwingen. Die alte von vielen Generationen aufgebaute Zivilisation ist fast zerstört. Der Krieg hat das Niveau der Zivilisation herab esetzt und große soziale Rückschritte herbeigeführt, sowie die Bürg⸗ ber der persönlichen Freiheit weggenommen. Es ist daher nicht überraschend, daß man zu fragen beginnt, ob kein Ausweg aus dieser Lage möglich ist. Wenn die ein⸗ zige Alternative die wäre, daß wir unter Fremdherrschaft gerieten, so dürften wir in unseren Anstrengungen nicht nachlassen; wir müssen frei sein oder untergehen. Ich glaube jedoch, daß es eine andere Möglichkeit gibt. Die Leidenschaft für nationale Unabhängigkeit ist ruhmvoll, aber sie muß mit der Möglichkeit internationaler Freund⸗ 5 45 versshnt werden, wenn die Zivilisation bestehen kleiben soll. Der Gipfel der Tragödie ist, daß genau das⸗ selbe, was wir sagen und glauben, in Deutschland mit erselben ehrlichen Ueberzeugung gesagt und geglaubt wird. Dies führt jedenfalls zu dem Schlusse, daß es einen Ausweg aus der Sackgasse gibt. Ich fordere die Regierung nicht auf, jetzt den Ausweg zu zeigen, ich will nicht selbst die Bedingungen der Werfel ming aufzustellen versuchen, ich will aber einige Punkte erörtern, die für die Möglichkeit eines künftigen Ausgleichs wesentlich wären. Die unentbehrliche Grundlage des Ausgleichs ist die Be⸗ freiung Belgiens und Nordfr ankreichs; sonst müssen wir weiterkämpfen. In Deutschland ist der Gedanke weit verbreitet, daß England eine Kriegsentschädigung ahlen müsse. Es gibt keinen Engländer, der jemals zu⸗ 8 würde, daß England eine Kriegsentschädi⸗ 8 1 auferlegt wird. Endlich ist die Frage der Freiheit er Meere ein geeigneter Gegenstand für Friedensver⸗ handlungen. Londoner Trinksprüche. London, 10. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Bei dem Festmahle in der Guildhall an⸗ läßlich der Einführung des neuen Lordmayors brachte der Staats⸗ sekretär des Amtes des Innern Sir John Simon einen Trink⸗ spruch auf die Alliierten aus. Er sagte, die Erfahrungen in diesem Kriege hätten nur die Ansicht bestärkt, daß jetzt die Aaivilisation um ihren Bestand gegenüber der Herrschaft der ittelmächte kämpfe, und da jetzt der wahre Zweck der un⸗ menschlichen Methoden Deutschlands ans Licht trat, i das Bündnis so sehr gestärkt, daß es nicht mehr eine bloße Vereinigung militärischer und maritimer Art sei, sondern eine Vereinigung des Geistes freier Völler. Ueber den Beitritt Ja⸗ vans zu dem Abkommen, keinen Sonderfrieden zu schließen, sagte Simon, die Zeit, über die Friedensbedingungen zu sprechen, sei noch nicht gekommen.()) Balfour antwortete mit einem Trinkspruch auf Heer und Flotte. Er sagte, die ganze Strate⸗ gie der Alliierten beruhe auf ihrem Uebergewicht zur See. Ohne dieses würde ihr Los jetzt ein ganz anderes sein, als es war und werde. Der Verrat des Königs der Bulgaren sei ein diplo⸗ taatischer Sieg Deutschlands, den er nicht unterschätze. Die bulgarische Regierung werde von einfachen Motiven beseelt, nämlich von Gier und Angst. Bulgarien werde später zu der Ein⸗ sicht kommen, daß es einen großen Fehler begangen habe. Balfour sagte, er wolle weiter nichts über die Operationen und die Dauer des Krieges prophe zien, sondern nur sagen, daß er dem Ausgange kuhig entgegensehe. Asguith, der mit warmem Beifall empfangen murde, sagte, daß es in England jetzt nach 15 Kriegsmonaten nur eine Partei gebe Die Uneinigbeit sei verstummt, das Leben der Nation fließe in dem tiefen Bette der Eintracht und einstimmigen Entschlossenheit fort. Bezüglich Kitcheners Sendung erklärte Asguith: Kitchener wolle aus der Nähe und in enger Zusammen⸗ arbeit mit den britischen Vertretern und denen der Alliierten den sanzen Zustand auf dem Balkan untersuchen, und seine a— werde von den Alliierten mit ungeteilter Einstimmigkeit und warmer Sympathie begrüßt. Die Alliierten sind ent⸗ schlossen, zusammen zu stehen und zu fallen. Alle vom inde verbreiteten Gerüchte über Einzelbestrebungen und einen e sind ein eitles und wertloses Geschwätz. Ich habe welches die Ziele sind, die erreicht werden müssen, ehe die Alliierten die Waffen niederlegen. Sie sind dieselben geblieben, wie damals.(Beifall.) Wir glauben, daß wir unserem Ziele ein gutes Ende näher sind. Der Weg mag lang oder kurz sein, wir werden nicht stehen bleiben oder zögern, ehe wir den kleineren Staaten Europas die Unabhängigkeit, Europa selbst und der ganzen Welt die Befreiung von einer Gewaltherrschaft gesichert haben.“(Lauter Beifall.) 8* Rußlands Sozialdemokratie gegen den Krieg. Berlin, 11. Nov. Die Korrespondenz Piper ist in der Lage, einen Aufruf der sozialdemokratischen Arbeiter⸗ schaft Rußlands zu veröffentlichen. Wir entnehmen diesem Aufruf folgende Sätze: f. Bis heute hört man nicht auf, uns zu belügen. Vor der Nation wird geheim gehalten, daß der Rückzug mit den allergrößten Schwierigkeiten verbunden ist, daß die Armee jeder⸗ zeit in der Gefahr ist, abgeschnitten und zur Uebergabe gezwungen zu werden, daß die Deutschen in Kowno 800 Kanonen genom⸗ men, daß in Nowo⸗Georgiewsk eine ganze Garnison sich ergeben mußte, die aus 90000 Mann und 1200 Kanonen bestand, daß gegenwärtig sich in Deutschland und Oesterreich etwa 2 Millionen Mann und 10000 Offiziere kriegsgefangen befinden, daß die Deutschen im Besitze von etwa 10 000 russischen Kanonen sind. Die Blüte der russischen Nation quält sich ab in der deutschen Gefangenschaft oder ist auf den Kampffeldern begraben. Viele Leute sind selbstverständlich noch in Rußland geblieben. Aber diejenigen lügen oder irren sich unverzeihlicherweise, die sich vorstellen, daß man aus dieser Masse möglichst schnell für den modernen Krieg geeignete Armeen schaffen könnte. Der Aufruf ist von dem ausländischen Sekretariat des Organi⸗ sationskomitees der russischen sozialdemokratischen Arbeiterpartei an die Parteigenossen in Rußland erlassen und von folgenden hervorragenden Führern der russischen Sozialdemokratie unter⸗ zeichnet: P. Akselrod, Astrow, L. Nortow, A. Martynow, S. Senkowsky. * Der Seelrieg. Deutsche u⸗Bootstaten. Berlin, 10. Nov.(WTB. Amtlich.) Am 5. November wurde am Eingang des Finnischen Meerhusens das Füh⸗ rerfahrzeug einer russischen Minensuchabteilung und am 9. November nördlich Dünkirchen ein französi⸗ sches Torpedoboot durch unsere Unterseeboote ver⸗ senkt. Der Chef des Admiralstabes der Marine. * Ein englischer Zerstörer gestrander. London, 10. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Die Admiralität berichtet: Der Zerstörer„Louis“ ist im östlichen Mittelmeer . er ist nur noch ein Wrack. Die Besatzung ist gerettet. Fünf englische Schisfe verloren. Kopenhagen, 10 Nov.(WTB. Nichtamtlich.)„Na⸗ tionaltidende“ schreibt: Kürzli 121172 wir gemeldet, daß der Dampfer„CEidsiva“ aus Bergen in der Nähe von Dover auf eine Mine gestoßen sei. Der Kapitän und die Be⸗ satzung sind in Bergen angekommen. Sie berichten, daß nicht weniger als fünfenglische Schiffe, darunter drei Patrouillenschiffe, gleichzeitig in der Straße zwischen Dover und Calais auf Minen gestoßen und versunken seien. Das erste Schiff, das in die Luft log, war ein Dampfer aus Glasgow mit Stückgut; das Schiff geriet in Brand, ehe es versank. Hierauf lief ein Patrouillenboot auf eine Mine. Es wurde in zwei Teile gesprengt; 16 Mann kamen um. Darauf wurde ein zweites Patrouillenboot in die Luft gesprengt, von dessen Besatzung nur zwei Mann ettet wurden. Dann liefen noch ein Fisch⸗ und ein Fracht⸗ ampfer auf Minen. Was mit deren Besatzung geschehen ist, im vergangenen Jahre in demselben Saale auseinandergefetzt wußte der norwegische Kapitän nicht. Erfolg eines errechnen l„% Rom, 10. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Agencia Stefani“ meldet aus Ferry v 9 1 7 10 Nen 11 2 mittag wurde bei Kap Carbonara der nach New Vork fah⸗ rende Dampfer„A Nen na“ von der S. s „Italia“ durch ein großes Unterseebobt mit öster⸗ reichischer 75 agge versenkt. Laut„Giornale d'Italia waren 422 Passagiere an Bord. Die Besatzung betrug 60 Mann. Bisher steht fest, daß 270 Mann gerettet sind. Sie sind in Biserta eingetroffen. 1 (Notiz: Nach zuverlässigen Nachrichten versuchte der Dampfer zufliehen. Das Unterseeboot war daher gezwun⸗ gen, von seinen Geschützen Gebrauch zu machen.) * 135* Eine Abfuhr des englischen Cant. Berlin, 10. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Gegen die englische Cavell⸗Hysterie schreibt der„Limburger Kurier“ vom 4. November: Uns mißfällt das Geheul sehr, das die englische Presse über die Hinrichtung von Miß Cavell schon 12 über einer Woche angehoben hat. Ihr Tod wird gebraucht, um das Volk gegen das deutsche Monstrum aufzupeitschen. Mit dieser Toten spielt man, um Re⸗ kruten anzuwerben. Das ekelt uns gewaltig an. Miß Cavell hat eine Missetat begangen, das steht sest. Ihre Tat mag Sympathie erwecken statt Abscheu, aber sie beging eine Missetat. Die Deutschen bestraften sie schwer, das ist wahr; aber sie bestraften sie, weil sie die Missetat begangen hat. Die 1 Generäle haben in Südafrika 26 000 Frauen und Kinder in Konzentrationslagern ermordet, die de mindeste verbrochen hatten. Ein Volk mit derartig schwarzen Taten in seiner jüngsten Ge⸗ schichte lönnte etwas weniger entrüstet sein über die Fehler anderer. 8 Wien—Konstautinopel. Sofia, 11. Nov. Die Brücke zwischen Pirot und Nisch bei Sackovac ist hergestellt. In zehn Tagen dürfte die Bahn von Wien nach Budapest über Belgrad und Sofia nach Konstan⸗ tinopel in Betrieb sein. N ** 5 * Griechenlands Ententebeziehungen Paris, 10. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Agence Havas“ berichtet: Der griechische Gesandte überreichte gestern vormittag am Quai d'Orsay ein Telegramm des griechischen Ministerpräsidenten, welches ver⸗ sichert, daß Griechenland sest entschlossen sei, die Neutralität mit dem Charakter des aufrichtigen Wohlwollens gegenüber den et ne fortzusetzen. Das neue griechische Kabinett macht die Erklärungen von Zaimis bezüglich der freundschaftlichen Haltung er griechischen Regierung gegenüber den Alliierten in Salonik der eigenen. Die griechische Regierung hoffe, daß übelwollende Nachrich⸗ ten die guten Beziehungen zwischen der Entente und Grie⸗ chenland nicht trüben werden. Oesterreichische Staatsmänner in Berlin. Berlin, 10. Nov.(WTB. Nichtamtlich) Der öster⸗ reichisch-ungarische Minister des Aeußern, Baron Burian, der in Begleitung des Kabinettssekretärs Grafen Wal⸗ terskirchen eingetroffen ist, hat vormittags dem Reichs⸗ kanzler einen längeren Besuch abgestattet. Das Frühstück nahm der Minister beim Reichskanzler ein. An dem f. stück haben auch der österreichisch⸗ungarische Botschafter Prinz Hohenlohe, der Legationsrat Graf Larisch und der Unterstaatssekretär Zimmermann teilgenommen. Nachmittags wurden die Besprechungen mit dem Reichs⸗ lanzler sortgesetzt. Auch der morgige Tag dürfte dem gleichen Zwecke dienen. Der Besuch gilt ebenso wie die früheren der Erörterung laufender Angelegenheiten. Englische Seeräuberei. Berlin, 10. Nov.(Priv.⸗Tel.) Auf der Fahrt nach Libau wurde am 7. November der deutsche Kohlendampfer „John Sauber“, der die deutsche Handelsflagge führte, von einem Unterseebobot ohne vorherige Warnung mit zwei Torpedos beschossen. Ein Torpedo soll getroffen haben, Schiff zu explodieren, das andere Torpedo ging vorbei. Schiff ist wohlbehalten weitergefahren. 5 5 Die Duma. Petersburg, 10. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Ueber Kopenhagen.„Rietsch“ schreibt über die Einberufung der Duma, daß der Zeitpunkt hierfür noch nicht feststehe, vor⸗ aussichtlich aber Ende November alten Stils sein werde. Eine kurze Tagung sei nicht zu erwarten, da das Programm sehr groß und die Mehrzahl der Minister für eine längere Tagung sei. a Abberufung Dr. Dumbas. Wien, 10. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Wie die„Pol. Korresp.“ erfährt, ist der österreichisch⸗ungarische Botschafter Dumba nunmehr auf Grund einer allerhöchsten Entschlie⸗ zung vom 4. November von seinem Posten in Washington abberufen worden. 1 Der Zeppelinbesuch in Sosia. Sofia, 10. Nov. Zum Zeppelinbesuch schreibt„Cambanal, dieser stehe nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit den Krie operationen, sondern sei ein Symbol, daß nichts, weder Wasser, noch Land, noch Luft die direkte Verbindung Bulgariens mit den Zentralmächten hindere. Der Zeppelinbesuch sei eine Ehrung für Bulgarien, ein wohlverdientes Achtungstribut gegenüber der bulgarischen Nation. W ————— Aus Stadt und Cand. Gießen, 11. November 1915. * Herabsetzung der Schweinefleisch⸗ und Wurstpreise. Wir können unseren Lesern die erfreuliche Mitteilung machen, daß von morgen(Freitag) ab die Preise für Schweinefleisch und frische Wurst um 20—30 Pfg. für das Pfund ermäßigt werden. Nach den neuen Höchst⸗ preisfestsetzungen für lebende Schweine war der Rückgang der Fleisch⸗ und Wurstpreise zu erwarten. e Kartoffelerträge. Es ist festgestellt, daß auch im Kreise Gießen eine Anzahl Landwirte ihre Kartoffel⸗ bestände, wie im vergangenen Frühjahr, falsch angeben. Wir nehmen an, daß sich die Leute der Tragweite ihrer une nicht bewußt sind. Die Kreisbehörden haben wiederholt unter Androhung harter Strafen auf die Wich⸗ tigkeit dieser Angaben aufmerksam gemacht. Die Gendar⸗ merie und die Sachverständigen haben Nachprüfungen vor⸗ enommen, und die Schuldi n werden sich vor dem taatsanwalt zu verantworten haben. Wir richten daher an alle Landwirte die dringende Mahnung, ihre Kartoffel- bestände nach bestem Wissen anzumelden und unrichtige . sofort richtig zu stellen. Kartoffelmehl. Die Preise für Kartoffel⸗ stärkemehl sind ab 1. November 1915 um 8 Mk. für 1 1 100 Kilogramm herabgesetzt worben. Wie die Erfahrung 5 hat, eignet sich ieses Hartoffelmehl vorzüglich zu ck⸗ und Kochzwecken. * Einmalige Mehlausgabe. Wie aus der in vorliegender Nummer enthaltenen Bekanntmachung des Oberbürgermeisters ersichtlich ist, kann jeder Brotmarken⸗ empfänger demnächst gegen eine besondere Bezugsmarke 500 Gramm Weizenmehl erhalten. Die Karten wer⸗ den am Samstag von 8—12 und von 2—6 Uhr bei den Brotmarkenausgabestellen verabfolgt. Die Zeit der Mehl⸗ ausgabe wird noch besonders bekannt gegeben. Verteilung von br rot). Die Landesverteilungsstelle für Futtermittel hat mit Ausschreiben vom 6. November sämtlichen örtlichen Verteilungsstellen mitgeteilt, daß so bald wie möglich den Milchwirtschaften, die Frischmilch nach der Stadt liefern, Getreideschrot(hauptsächlich e e werden soll. Zwischen ländlichen und städtischen Micchwirt⸗ schaften wird hierbei kein Unterschied gemacht. Es kommt vielmehr darauf an, daß durch die Lieferung von Getreide⸗ schrot eine möglichst große e zu angemessenen Preisen gesichert wird. In erster Linie werden die ausschließ⸗ lich auf Kraftfutter angewiesenen Abmelkwirtschaf⸗ ten, die durch die Entziehung von Naßtrebern, Trocken⸗ trebern, nassen Schnitzeln usw. in eine Notlage kommen, Berücksichtigung finden. Weiter sind 1 5 5 Milchwirt⸗ schaften, die für Abgabe von Säuglings milch ein⸗ gerichtet und einer sanitären Aufsicht unterstellt sind, be⸗ sondere Beachtung zu schenken. In einem Fragebogen, der sämtlichen örtlichen Verteilungsstellen des Landes zugeht, ist längstens bis 20. November zu berichten: 1. Welche Milchviehhalter liefern Milch nach der Stadt? 2. Wohin wird die Milch geliefert, welche tägliche Menge wird abgeliefert und welche Menge Getreideschrot wird verlangt? Von einer raschen Erledigung der gestellten Fragen ist die Ablieferung des Getreideschrotes abhängig. n Städtischer Wildbretverkauf. Der Verkauf von Wildfleisch im Laden des Hoflieferanten S Feine x am Seltersweg hatte einen so starken Zuspruch, daß heute morgen zwischen 6 und 8 Uhr der ganze Bestand, 15 Rehe, ausverkauft war. 1 * KHabale und Liebe. Einem ausverkauften Hause bot das Stadttheater gestern abend eine gang a usgezeich⸗ nete Aufführung von Schillers„Kabale und Liebe“. Wir werden in der morgigen Nummer ausführlich darauf zu sprechen kommen. * Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuer⸗ wehren wurde verliehen an Franz Dresie, Franz Hellbauer II., Johann Wahl II., sämtlich zu Mainz- Weisenau. e Sammelt Zeitungs⸗ Romane! Die Zei⸗ tungsabteilung des Zentralkomitees der Deutschen Vereine vom Roten Kreuz, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die im Felde stehenden Truppen und die Verwundeten in den Lazaretten des Etappen⸗ und Operationsgebietes mit Zei⸗ tungen, Zeitschriften, kleinen Schriften und Broschüren aller Art zu versorgen, befördert seit einem Jahr regelmäßig zweimal wöchentlich Sendungen von je 50000 bis 60 000 Stück des obengenannten Lesestoffs nach sämtlichen Etap⸗ pen des östlichen und westlichen Kriegsschauplatzes. Bisher sind auf diesem Wege über 8 Millionen Exemplare ins Feld geschickt worden. Wie die Zeitungsabteilung nun aus zahl⸗ reichen Zuschriften und Danksagungen aus dem Felde und den Lazaretten entnimmt, werden gute Romane und Novellen aus den Tageszeitungen mit besonderem Interesse von unseren Truppen gelesen, weil sie die »Kämpfer auf kurze Zeit die Anstrengungen und Gefahren vergessen lassen. Die Zeitungsabteilung richtet deshalb an alle Zeitungsleser die herzliche Bitte, die Unterhaltungs⸗ blätter und die einzelnen Romanteile aus den Zeitschriften auszuschneiden, zu sammeln und, möglichst in biegsamen. Karton geheftet, an die Adresse der Zeitungsabteilung des Zentral⸗Komitee vom Roten Kreuz, Berlin SW. 11, Ab⸗ geordnetenhaus, Prinz⸗Albrecht⸗Straße, gelangen zu lassen. Es wird jedoch gebeten, um der Zeitungsabteilung, die nicht über zahlreiches Personal verfügt, die Arbeit zu erleichtern, nur vollständige, gut zusammengeheftete Romane(Angabe der Zeitung erwünscht) einzusenden. Auch ältere gesammelte Romane, sowie die illustrierten und humoristischen Beilagen der Tageszeitungen werden dankbar angenommen. n Unberechtigte Klagen über Na rungsmit⸗ tel. Es ist höchste Zeit, daß die unberechtigten Klagen über die Beschaffenheit der vom Kommunalverband, von der Stadt und an⸗ deren Stellen bezogenen Waren aufhören. Es ist diesen Stellen nur mit großer Mühe und mit vielen Opfern gelungen, die Waren der Bevölkerung, besonders den ärmeren Familien zu annehm⸗ baren Preisen zuzuführen. 105 Interesse der Allgemeinheit ist es daher zu wün 1 5 daß der Mund der„Feinschmecker“ endlich verstummt. In vielen Fällen urteilen die Leute, ohne vorher die Beschaffenheit überhaupt geprüft zu haben, in der Annahme, „ Lunbkreis Gießen. u. Heuchelheim, 11. Nov. Morgen, Freitag, abends 8 Uhr, wird Herr Hofrezitͤtor Neander im Auftrag des Flotten vereins in der Wirtschaft zum Treppchen einen Vortrag über „Deutschlands Feinde und Siege zur See“, mil Licht⸗ bildern halten. Nachmittags 5 Uhr findet eine Schülervorstellung liber dasselbe Thema statt. . Obbornhofen, 10. Nov. Dem Maurermeister und Landwirt Joh. Weil wurde mitgeteilt, daß sein Sohn Hermann den Tod füns Vaterland in Serbien gestorben ist. Der Tote war erst seit diesem Herbst verheiratet.— Der Witwe Hahn ging ein Brief an ihren Sohn mit dem Vermerk„Vermißt“ zu. Ihre beiden Söhne sind nun als vermißt gemeldet. Kreis Friedberg. F. C. Butzbach, 10. Nov. Von den hlesigen Realschülern wurden wiederum 1120 Mart Gold gegen Papiergeld um- getauscht. Kreis Wetzlar. F. C. Wetzlar, 10. Nov. In der letzten Stadt⸗ verordnetensitzung wurde beschlossen, sich an der Lebens- mittel⸗Cinkaufsgesellschaft, Sitz Limburg, mit 3500 Mk. zu beteiligen. Hessen⸗Nassau. ra. Rodheim a. d. Bieber, 10 ov. Der Katasterkontrolleur, Steuerinspeltor König Wetzlar(früher hier in Rodheim ist durch Verügung der Königl. Regierung zu Koblenz mit der Ver- waltung des Katasteramts zu Braunfels beaustragt worden. l! Marburg, 10. Nov. Ten Cheleuten Koppel Strauß und Frau, geb. Saun, welche heute ihre diamantene Hochzeit seiern konnten, wurde die goldene Ehejubiläums⸗ Medaille wit der Zahl 60 verliehen. Ueber das Vermögen der Gesellschat mit beschränkter Haftung„Kaiser⸗-Automat und Licht spiele“ ist das Konkursverfahren eingeleitet worden. Da- mit hat das einzlae Unternehmen dieser Art am hiesigen Platze, trotzdem es seine Räume in der verkehrsreichen Bahnhofstraße hatte, den Betrieb eingestellt. J Biedenkopf, 10. Nov. Die in letzter Zelt in den Hinter- länder Jagdgründen abgehaltenen Treibjagden bringen reiche Jagdbeute. So wurden bei eier Treibjagd in der wemarkung Gönnern 49 Rehe, 81 Hasen, 8 Füchse. 1 Dachs und eine Anzahl Haselhübhner und Schnepfen zur Strecke gebracht. Biedenkopf, 9. Nov. Diebe haben in einer hiesigen Metzgerei für ca. 60 Mark Fleisch und Wurst gestohlen. Gestern früh wurde das Schlachthaus eines Metzgers in Eckelshausen erbrochen und eine große Menge Wurst, Fleisch und Speck gestohlen. — Aus dem Dillkreis, 10. Nov. Die Erschließung der reichen Kalksteinlager des Dillkreises wird fortan im Großen betrieben werden. Die Nassauische Bergbau⸗Aktien⸗ gesellschaft verlegte ihren Sitz kürzlich von Köln nach Haiger. Sie läßt augenblicklich von Haiger nach Medenbach eine Draht⸗ seilbahn bauen, um die Medenbacher Kalksteinlager ausbeuten zu können. An die Endstation der Drahtseilbahn. in Haiger wird ein Eisenbahnanschlußgleis gebaut. Ferner sollen i leistung von mindestens 100 Doppelwaggons aufgenommen wer⸗ den kann. Vermischtes. Dampferunglück. Aalesund, 10. Nov.(W. T. B. Nichtamtlich.) Der Stock⸗ holmer Erzdampfer„Skandia“ ist nach einem Zusammenstoß mit dem Kristiansunder Dampfer„Freikoll“, der mit Holz von Archangelsk nach Enaland unterwegs war, vor Haugsbolmen, fünf bis sechs Seemeilen von Nalesund, gesunken.„Freikoll“ glaubie bei dem großen Abstand zwischen den Laternen des„Skandia“ zwei Schiffe zu sehen und wollte mitten durch. Beim Kamof um die Rettungsboote sind drei Mann, eine Frau, und der Kapitän ertrunken. Dreißig Mann sind mit dem„Freikoll' in Aale— sund eingetroffen. Die Erzlast der„Skandig“ im Werte von 3 bis 4 Millionen Kronen war von Larvik nach Deutschland unterwegs. * * Eine seltsame Gesandtenresidenz! Zeitungs⸗ meldungen zufolge haben sich die Gesandten der Verbündeten aus dem inzwischen von uns eroberten Kraljewo das also bisher der Sitz der serbischen Regierung gewesen zu sein scheint) nach Mitro⸗ witza begeben. Diese Nachricht muß dem, der einmal in Mitro⸗ witza war, stille Heiterkeit erregen. Denn diese keine 4000 Seelen (1300 christliche, 2400 mohammedanische Serben, 200 Alhanesen und Zigeuner) zählende Stadt hatte zur Türkenzeit nur den Gast⸗ hof„Han von Jovo“ als Absteigequartier, und dieser war zwar rein, aber doch nur eine Herberge, in der es wenig zu essen gab. Wo da die Gesandten wohnen sollen, erscheint rätselhaft. Die Lage der Stadt ist allerdings ungemein reizend. Malerisch in einer von Bergen umschlossenen Mulde liegend, ist die Stadt im Osten von der anmutig bewaldeten Sokolska Planina(„Falkengebirge“) bezw. der Tsrnuscha(„Schwarzviper“) begrenzt, im Nordwesten von einem dem Hohenasperg gleichenden pyramidenförmigen Hügel, der eine Schloßruine trägt: Swetschan, in der serbischen Ge⸗ schichte berühmt und vormals Residenz serbischer Könige. Das Schloß war einst der Schlüssel des Ibar⸗Sitnitza⸗Tales und starke Fefkung. Denn Mitrowitza liegt am Zusammenflusse des Ibar mit der Sitnitza, welch letzterer Name sowohl„Waldkirsche“ wie„Kler⸗ nigkeit“ bedeuten kann. Der Name„Mitrowitza“ bedeutet„De⸗ meterstadt“. Jedenfalls werden die fremden Gesandten große daß durch die billigeren Preise der Waren auch die Güte der Waren beeinträchtigt werden müßte. [ Lerschiedene Herrschastl. 6⸗ od. 7⸗Zim.⸗ Augen machen, wenn sie ihrer neuen Residenzstadt ansichtig wer⸗ den, in der sie übrigens sich auf lange kaum einrichten dürften. * ra n f 8 12 n in Haiger mehrere Kalköfen errichtet werden. Die Arbeiten sind bereits so weit gediehen, daß der Betrieb in kürzester Zeit mit einer Tages⸗ ersten Tagen der deutsch⸗österreichischen Offensive gegen Serbien Wiederverkäufer und Vertreter 5 für ein beschlagnabmefreies Futtermittel(holländische Zuckerrübenschnitzel) sofort gesucht. Deulsche Zuckerrüben⸗ Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde. 8 Gottesdienst in der Synagoge(Süd⸗Anlage). Samstag. den 193. November 1945: Vorabend: 4.30 Uhr. Morgens: 9.00 Uhr. Nachmittags: 3.30 Uhr. Sabbaftausgang: 5.30 Uhr. Israelitische Religionsgesellschast. Gottesdienst. Sabbatseier an 13. November 1915: Freitag abend 4.15 Uhr. Samstag vormittag 8.30 Uhr. Samstag nachmittag 3.30 Uhr. Sabbatausgang 5.30 Uhr Wochen ottesdienst: morgens 7.90, abends 4.00 Uhr. Amtlicher Wetterbericht. g Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 12. Nov. 1915: Borwiegend trüb, zeitweise Niederschläge, etwas kälter. Leetzte Nachrichten. Der„Sitz“ der serbischen Regierung. Wien, 11. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Südslaw. Kor⸗ respondenz“ meldet aus Saloniki vom 9. Nov: Die serbische Re⸗ gierung hat ihren Sitz in Mitrowitza aufgeschlagen, wo sich der Ministerpräsident mit allen Mitgliedern, dem Kabinett und den Beamten der einzelnen Ministerien befindet. Schwere Niederlagen der Italiener in Libhen. Konstantinopel, 11. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Die Blätter exfahren aus sicherer Quelle: Die arabischen Stämme in Libyen haben das Fezzan⸗Gebiet, sowie die Ortschaften Dschafra, Hun, Raddah und im Syrtegebiet die Ortschaften Zaletein, Urfele, Mysrata und Turgha, Tarhung zurückerobert. Die Italiener erlitten große Ver⸗ lu ste an Leuten und Materfal und ließen eine Anzahl Ge⸗ fangene, Geschütze und Munition in den Händen der musel⸗ manischen Krieger. Diese nahmen dem Feinde bei Fezzan 5 Kanonen und Maschinengewehre, im Syrte⸗Gebiet. 12 Kanonen und 3 Maschinengewehre und in Mysrata 3 Ka⸗ nonen ab. Die von Tripolis nach Tarhuna entsandten italie⸗ nischen Verstärkungen erlitten eine große Niederlage und mußten unter Zurücklassung einer Anzahl von toten und gefangenen Offizieren und Soldaten nach Tripolis zurückgehen. Die Aufgabe Kitcheners. N i Amsterdam, 11. Nov. Wie aus Kreisen erklärt wird, die dem Kriegsministerium nahestehen, soll Fitchener hauptsäch⸗ lich die Rettung Serbiens versuchen. Als man in den telegraphierte Pasitsch an mit then. in Nisch die Lage richtig erkannte, t f Greh um Hilfe. Grey hatte darauf eine längere Beratung dem serbischen Vertreter in London. Gleichzeitig fanden in A Besprechungen zwischen den Gesandten Serbiens und Englands und dem Ministerpräsidenten Zaimis statt. In Griechenland hatte 5 man, wie bekannt, keinen Erfolg. Nachdem dann mit Joffre in Lon⸗ don diese Frage und die Hilfeleistung Frankreichs besprochen worden war, ist Kitchener mit der Leitung der Operatio⸗ nen in Serbien betraut worden. Kitcheners Hauptaufgabe ist, zunächst wieder einen starken Druck auf die Türkei auf Gallipoli zu organisieren und den ägyptischen Kriegsschau⸗ platz lebhafter zu gestalten. Dadurch, daß Griechenland nicht an die Seite der Entente trat, welche die türkische Macht nach jener Seite abgelenkt hätte, soll jetzt verhindert werden, daß die Türken den Bulgaren Hilfe leisten. Die Bulgaxen werden so von den Truppen der Verbündeten bedroht und seien in ihrer Kraft auf dem serbischen Kriegsschauplatz gehemmt. Ein französischer General verwundet. 5 Paris, 11. Nov. WTB. Nichtamtlich.) Der ehemalige Lei⸗ ter des militärischen Luftschiffahrwesens, General Hirschauer, ist durch einen Granatsplitter verwundet worden. Bekanntmachung. Betr.: Höchstpreise für Butter. In der Bekanntmachung in obigem Betreff vom 8. Novemi⸗ ber 1915(Kr.⸗Bl. Nr. 99 vom 9. Nov. l. J.) ist unter I Süß⸗ rahmbutter(Handelsware I) bei dem für Händler fest⸗ gesetzten Verkaufspreise statt „nicht abgeformt 217 Mark für den Zentner“ zu lesen: „nicht abgeformt 219 Mark für den Zentner“. Gießen, den 10. Nobember 1915. 5 a Großherzogliches Kreisamt Gießen. Ar finger Betreffend: Wie oben. 5 5 An die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden sowie die Großh. Gendarmerie des Kreises. Wir lenken Ihre Aufmerksamkeit auf die vorstehend erfolgte Berichtigung. Gießen, den 10. November 1915. 5 Mos here u Kreisamt Gießen. E. Hinder Gut erhalt. Wäscheschrank zu kaufen gesucht. Schriftl. Angebote unter 0617 an den frau sucht Lauf⸗ r. Neustadt 10 J. DD mmer- Schöne herrschaftl. Part. Wohn.; 5 Zimmer m. 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November, nachmittags 2 Uhr statt. 88340 Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mit- teilung, dass meine innigstgeliebte Frau, meine liebe Fochter, unsere liebe Schwiegertochter und Schwägerin Frau Elisabeih Volk geb. Heck 9 5 früh 8 Uhr nach wöchentlichem Kranksein im Alter von Jahren sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: August Volk Frau Katharine Heek Familie Johannes Volk Frohnhausen, Klein-Linden, den 11. November 1915. 061²³ Die Beerdigung findet Samstag, den 13. November, nach- mittags 1½ Uhr, in Frohnhausen statt. Rneumatismus-, Ischias- und Gichtleidende nehmen die glänzend bewährten Petrin- Tabletten Name gesetzlich geschiitzt 8631 f. facht Sen empfiehlt billigst anerkannt bestes Mittel, da vollstndig unschäd- Pappschachteln lich, obne jegliche Nebenerscheinungen und sicher wirkend.— Zu haben in allen Apotheken. Edgar Porrmaan IB. Rat und Hilse wird noch erteilt Moltkestr. 7. Eisenbandlung. n * Lichtspielhaus Bahnhofstrasse 34 Mum bis einschl. 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Platz M. 2.— Studen- Ein tritiskarten: enkaxten II. I.), 3.]“ at z M. 1. 4. Platz M. O50, samt. numeriert, für Schüler u. Mi itärpersonen, die nich im Offziersrang stehen, 0 leg. sind in der Musikalienhaudlung von Erust Challier,. 717 Aliceschul⸗Verein. Samstag, den 13. November, 4 Uhr, im bota⸗ nischen Auditorium(Eingang vom botan Garten): Vortrag von Frl. Hof: Ueber die Grundlagen 880 unserxer Exnährung und die Ueberwindung der jetzigen Fleisch- u Feltknappheit. 1 jöt⸗ Ueber die vom Ver⸗ Bericht von Frl. Schmidt: ein für neue, Frauen⸗ kleidung und dem Kölner Zweigverein des lechnischen Lehrerinnenvereins in Köln veranstaltete Ausstellung „Die technische Lehrerin“. Die Vorträge sind für jedermann zugänglich. Im Anschluß daran finder um 5 Ubr die jäprliche Generalversammlung Tagesordnung: Rechnungsablage, Vorstandswabl. 8823 D Versanddosen und statt mi der Der Vorstand: Dr. Fromme. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wude heute bezüglich der Firma Heinrich Sachser zu Gießen eingetragen: Die Firma und die Prokura des Kaufmanns Heinrich Barsch zu Gießen ist erloschen. Gießen, 10. November 1915 8520 B Großherzogliches Amtsgericht. Weit unter dem Werte Posten schwere 135 2.75 140,100 2.4 2.60 Ka uf haus Katz 14 Bahnhofstrasse 14 2 7 7 7 Einmalige Mehlzuweisung. Jeder Brotmarkenempfänger kann demnächst gegen eine besondere Bezugsmarke 500 Gramm Weizenmehl erhalten* 2 Die Bezugskarten werden bei der Brotmarkenaus- gabe am Samstag, den 13. d. Mts., von 8 bis 12 und 2 bis 6 Uhr, auf Wunsch in den zuständigen Brot⸗ markenausgabestellen verabsolgt.„ Die Verteilung des Mehls erfolgt gegen Rückgabe der Bezugskarten lediglich in der städtischen Verlaufs. stelle, Neustadt 61(Schule) und zwar zum Preise von 23 Pfennig pro Pfund. 5 0 Wann die Mehlausgabe beginnt, wird noch besonders bekannt gegeben. 5 5 Gießen, den 10. November 1915. 8825 B Der Oberbürgermeister. elle Kriegsmittagstisch Der Allgemeine Deutsche Frauenverein eröffnet am Montag, den 15. November, einen nahrhaften, ausreichenden Mittagstisch für Frauen, Mädchen und Kinder im„Hessischen Hof“, Eingang Alitesraße. Anmeldungen werden am 12. und 13. Novemben daselbst angenommen. Der Preis beträgt: Tageskarte 60 Pfennig, Wochenkarte 3 Mt. 50 Pfg. Speisezeit von 12 bis 2 Uhr. 88 D Das Essen wird auch über die Straße abgegeben. S 4. 1 N anmaadaheacgeacpeeah gegen 607 Auf den Schulweg sollten Ole Ihren Kindern einsge Wybert⸗ Tabletten mitgeben, 0 um sie 9555 Folgen rauher Wiiterung zu bewahren. kind wilt feinster Lakritze und edler N bergestellt und bewirken durch erhößten Speichelfluß Desinsektion auf natürliche Wesse, ein wichtiges Erfordernis bel Ansteckungs und Erkälfungsgesahr. 5 Orsginal⸗Schachtel in allen Apotheten und Orogerten Mu. 1.—. Ole Firma Dr. H.& Dr. P. 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