Ur. 205 Der Sießener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: Heere viermal wöchentlich Sießener Familienblätter; weitmal wöchentl. Kreis⸗ latt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech-Anschlüsse: 5 für die ede! G Verlag, Geschäfts stelleß 1 Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Abend vorher. eral⸗Anzeiger Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ. Buch⸗ und steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle und druckerei: Schulstr. 7. Mittwoch, 10. November 1015 Bezugsvrei;: monatl. 85 Pf., viertel⸗ A ährl. Mk. 2.50; durch Aohole- u. Zweigstellen 5 monatl. 75 Pf.; durch 5 1 die Post Mk. 2.30 viertel⸗. 75 jährl. ausschl. Bestellg. 0 Zeilenpreis: lokal 15 Pf., 955 ausw. 20 Pf.— Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge— richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. die Einnahme von Leskopac. Ein Seppelinschiff über Sofia. (WTB.) Großes Hauptquartier, 9. November. Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Es sind keine Ereignisse von Bedeutung zu melden. Versuche der Franzosen, das ihnen am Hilsenfirst ent⸗ rissene Grabenstück zurückzugewinnen, wurden vereitelt. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Hindenburg. Die russischen Angriffe wurden auch gestern westlich und südlich von Riga, westlich von Jakobstadt und vor Dünaburg ohne jeden Erfolg fortgesetzt. 5 In der Nacht vom 7. zum 8. November waren feindliche Abteilungen westlich von Dünaburg in einen schmalen Teil unserer vorderen Stellung eingedrungen. Unsere Trup⸗ pen warfen sie im Gegenangriff wieder zurück und machten fange Offizier, dreihundertzweiundsiebzig Mann zu Ge⸗ angenen. sgruhpe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Im Laufe der Nacht fanden an verschiedenen Stellen Patrouillenkämpfe statt. Heeresgruppe des Generals v. Linsingen. Bei einem erfolgreichen Gefecht nördlich von Koma— row(am Styr) wurden dreihundertsechsundsechzig Russen gefangen genommen. Balkan⸗Kriegsschauplatz. Südlich von Kralje vo und südlich von Krusevac ist der Feind aus seinen Nachhutstellungen geworfen. Unsere Truppen sind im weiteren Vordringen. Die Höhen bei Gjunis auf dem linken Ufer der Süd⸗ lichen Morava sind erstürmt. „Die Beute von Krusevac erhöht sich auf fünfzig Geschütze darunter zehn schwere, die Gefan⸗ genenzahl auf über siebentausend. Die Armee des Generals Bojadjieff hatte am 7. 11. abends nordwestlich von Aleksinac, sowie westlich und besteigen soll? Ein Züricher Mitarbeiter der südwestlich von Nisch die Südliche Moraya erreicht und hat im Verein mit anderen, von Süden vorgehenden bulgarischen Heeresteilen Leskovac genommen. Oberste Heeres leitung. 1** * Der letzte Lebenspunkt der serbischen Nordarmee im westlichen Moravatal, Leskovac, ist von den Bulgaren genommen worden; die österreichisch-ungarischen Truppen saben im Tal der oberen Morava das hochgelegene Ivanjica erstürmt. Die Serben müssen in die Richtung nach Mitro⸗ witza zurück. 5 Dagegen versteifen sich, so schreibt der Berner„Bund“, an der Südfront die Kämpfe immer mehr. Paketweise treffen englisch⸗französische Verstärkungen von Saloniki am Wardar ein. Auf der Linie Rabrowo—Krilovac tobt eine Reihe von Gefechten, die den Charakter einer großen Schlacht an⸗ genommen haben. Die Allierten suchen den Serben bis zur Bregalnitzamündung Luft zu machen und Prilep von Osten sicherzustellen, Am Babunapaß, südwestlich von Veles, kämpfen die Serben verzweifelt, um den Durchbruch der Bulgaren von Nordosten zu verhüten. In welchem Maße die Bedeutung der Balkanoffensive der Zentralmächte und Bulgariens jetzt von den Vierverbandsmächten anerkannt wird, geht aus den Absichten und Reisen ihrer leitenden Militärs hervor. Lord Kitchener hat London verlassen, um sich nach dem Orient zu begeben und hält neuerdings Besprechungen mit französischen und italienischen Generälen ab. Es ist nicht ausgeschlossen, daß der Lord, der als Kriegs⸗ minister gewaltige organisatorische Arbeit geleistet hat, den Oberb efehl übernimmt, da jetzt britische Interessen von e bis Malta und Khartum bis Cypern auf dem Spiele ehen. Ob die angeblichen Pläne Lord Kitcheners wirklich so ernst zu nehmen sind, das haben die neuesten Enthüllungen über die Ursachen der Maßregelung eines Londoner Blattes, des„Globe“, recht zweifelhaft gemacht. Wir verweisen auf die nachste benden Meldungen, die das weitere enthalten. Danach scheint es festzustehen, daß Lord Kitchener auf das Ernsteste mit Asquith und den übrigen Größen des jetzigen Ministeriums zerfallen ist. Es gibt bekanntlich jetzt eine ganze Menge Zankäpfel auf dem Inselreich; einzelne gehen schon in Fäulnis über, so daß auch mancher Streit um die Schuldfragen entbrannt sein mag. Hat man nun den Rekru⸗ tierungsgeneral unsanft abgeschoben oder hat ihn selbst das Bedürfnis angewandelt, einen Luftwechsel vorzunehmen, wo⸗ bei er selber noch nicht weiß, welches neue Schlachtroß er 0„Köln. Ztg.“ ver⸗ mutet, daß er zum Oberbefehlshaber in Aegypten aus⸗ ersehen seiß und überrascht uns dabei mit der in Lon⸗ don stark verbreiteten Annahme, deutsche Truppen seien bereits nach Konstantinopel geschafft worden, um die türkische Armee in Syrien zu verstärken. Was man Deutschland und seiner Stärke nicht alles zutraut! Noch bei den letzten Beratungen des englischen Unterhauses erklärte Asquith, in Saloniki würden Truppen gelandet, um den Deutschen, wenn sie nach Konstantinopel durchmarschiert wären, in den Rücken zu fallen. Und jetzt soll, bevor man sich erst gründlich hat beraten lönnen, der deutsche Feind schon sein Ziel erreicht haben? Da bliebe freilich den Eng⸗ n nichts übrig, als im Lande der Mumien noch ein, zum Widerstande zu rüsten. ö Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 9. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 9. November 1915. 2 Russischer Kriegsschauplatz. Nördlich von Jasloviec an der unteren Strypa und westlich von Czartorysk am Styr wurden russische Angriffe abgeschlagen. Sonst nichts Neues. 1 Italienischer Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Mehrere feindliche Angriffe an der Jsonzo⸗Front auf Zagora in den Dolomiten, auf den Col di Lana und den Siefsattel wurden abgewiesen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. An der montenegrinischen Grenze ist die Lage unverändert. Von den in Serbien kämpfenden k. und k. Truppen hat eine Gruppe JIvanijicabesetzt, eine andere den Feind aus seinen, an der Straße Ivanijica—Kraljewo an⸗ gelegten Höhenstellungen geworfen. Deutsche Kräfte vertrieben den Gegner aus seinen Verschanzungen südlich von Kraljewo. Südlich von Trstnik stehen unsere Ba⸗ taillone im Kampf. Die im Raume von Krusevac ope⸗ rierenden deutschen Divisionen dringen südwärts vor. Die Bulgaren haben Leskovac in Besitz genommen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. * 8* Der bulgarische Bericht Sofia, 9. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Heeresbericht vom 7. Nov. Unsere Truppen, welche die geschlagene serbische Armee zu verfolgen fortfuhren, sind am 7. November auf der ganzen Front bis zur Morawa gelangt und bereiten sich vor, auf ihr linkes Ufer überzusetzen. Besetzt wurden. die Städte Aleksinac, Wlasotince, Iltowar in Mazedonien und die Stadt Tetowoo. Auf den anderen Fronten keine Aen⸗ derung. Unsere Truppen wurden in Nisch von der Be⸗ K völkerung mit Blumen, Freudenrufen, Hurras und den Rufen:„Willkommen die Befreier!“ empfangen. Die Stadt war von den abziehenden serbischen Soldaten geplün⸗ 0 dert. Als Kriegsbeute wurden in Nisch und Umgebung bis jetzt gezählt: 42 Festungsgeschütze, Tausende von Ge— wehren und Kisten mit Munition, 700 Eisenbahnwaggons, die Mehrzahl beladen mit Lebensmitteln, viele Automobile, viel Sanitätsmaterial u. a., 12 Desinfektionsmaschinen, 500 Wasserpumpen, 500 neue Fahnen und Hunderttausende von Soldatenwäschestücken und Uniformen. Es befinden sich noch viele Pulverdepots in der Stadt und Umgebung. Weiter haben die Serben bei ihrem Rückzuge zahlreiche Geschütze, Maschinengewehre und Gewehre, die noch nicht gezählt sind, zurückgelassen. Bis jetzt wurden bei Nisch 5000 Gefangene gezählt. Neue Angriffe der Entente auf die bulgarischen Truppen zurückgeschlagen. Berlin, 9. Nov.(Privattelegramm.) Die„B. Z. a. M.“ meldet aus Budapest: Aus Sofia wird gemeldet: Zwi⸗ schen Krivolac und Prilep, wo die Bulgaren in der Defensive sind, richteten die Truppen der Entente gestern heftige Angriffe gegen die bulgarischen Stel⸗ lungen, die aber von den Bulgaren unter riesigen Verlusten für den Gegner zurückgeschlagen wurden. Zahlreiche Gefangene wurden gemacht. Ein Zeppelin⸗Luftschiff in Sosia. Sofia, 9. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Bulgarischen Telegraphen-Agentur. Ein Zeppelin luft⸗ schiff, das mit dem Herzog von Mecklenburg in Temesvar aufgestiegen war, landete in Sofia. Der Hönig wohnte mit Gefolge der Landung auf dem Flugplatze bei. Das Erscheinen des Zeppelinluftschiffes, das über der Stadt Schleifen beschrieb, rief großes Aufsehen hervor. Berlin, 10. Nov. Ueber den Zeppelinbesuch in Sofia und die Begrüßung des ersten deutschen Luftschiffes in Bul⸗ gariens Hauptstadt durch König Ferdinand heißt es in einem Bericht von Kurt Aram an den„Berliner Lokalanzeiger“: Sofia, 9. Nov. Punkt ½11 Uhr erschien heute morgen bei prachtvollstem Herbstwetter, nachdem er von Temesvar mehr als acht Stunden gegen den Wind geflogen war, ein Zeppelin über Sofia, zog in majestätischem Bogen über die Stadt und senkte sich dann langsam auf das für ihn bestimmte Feld, wo bulgarische Soldaten alles für die Landung vorbereitet hatten. Hier wartete der König schon eine ganze Weile und folgte mit dem Fernglase voll regsten Interesses der Fahrt des Riesen, der im Sonnen⸗ licht durch die windstille, klare Luft seine Bahn zog. Auch der Ministerpräsident und der Kriegsminister, viele hohe bulgarische Beamte und Abgeorduete, der deutsche Gesandte mit seinem ersten Sekretär und der Militärattachs von Massow, Damen der Gesell⸗ schaft. die deutsche Kolonie und hinter dem Militärkordon halb Sofia, harrten des imposanten Schauspiels. Immer wieder zog der König Herrn von Massow ins Gespräch und der Ministerpräsident meinte lächelnd, es freue ihn ganz besonders das Luftschiff und damit wieder einmal deutschen Boden zu be⸗ treten, das erste Mal seit seiner Heidelberger Studentenzeit Als die bulgarischen Soldaten die Seile des Luftschiffes ergriffen und es sich immer tiefer senkte, brachen die Menschenmassen in begeisterte Hurrarufe aus, während der König schnellen Schrit⸗ tes auf die vordere Gondel zueilte und den Herzog von Meck⸗ lenburg und die Offiziere begrüßte, die der Gondel entstiegen. Der König ließ sich auf das genaueste mit Radoslawow, dem Kriegsminister und anderen Würdenträgern alle Einzelheiten zeigen und erklären. Bis 2 Uhr lag der Zeppelin für die Besichtigung da. Die Bevölkerung kam in immer größeren Scharen herbei und be⸗ munderte das Ungetüm, das in seine vordere Gondel immer lvieder neue Besucher aufnahm, denen die deutsche Mannschaft, so gut es gehen wollte, alles zu erklären suchte. Nach 2 Uhr erhob sich der Zeppelin in sein natürliches Element und segelte stolz mit dem Winde von dannen, Der König blieb bis zur Abfahrt und winkte dem sich majestätisch erhebenden Fahrzeug nach. 5**. Rücktritt Kitcheners? Rotterdam, 9. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Nieuwe Rotterdamsche Courant“ meldet aus London: Im Ober hause beschuldigte Lord Milner die Regierung, daß sie alle Berichte optimistisch färbe, so daß die britischen Offiziere die deutschen Be⸗ richte für verläßlicher hielten als die englischen. 0 um Suezkanal. n i. Köln, 10. an es Züricher Korrespondent der „Köln. Ztg.“ drahtet seinem Blatte auf Grund von Mel⸗ dungen aus Londoner Citykreisen, Kitcheners Reise werde dahin gedeutet, daß er zum Oberbefehlshaber über die englischen Streitkräfte in Aegypten ausersehen sei. Man erfährt, daß England gewaltige Anstrengungen macht, um den Suezkanal zu verteidigen. Seit Wochen gehen zahlreiche Transporte von Menschen und Munition nach Aegypten ab. Die englischen Geschäftsleute glauben zu wissen, daß auf dem Donauwege Massentrans⸗ porte deutscher Soldaten nach Konstantinopel geschafft werden, um die türkische Armee in Syrien zu⸗ verstärken. Man hegt in London allgemein die Ansicht, daß der Suezkanal zum Angelpunkt des Weltkrie⸗ ges werden und daß dort der Krieg entschieden würde. Die ganze Linie des Kanals ist in eine riesige Festung umge⸗ wandelt worden. Tausende von Eingeborenen sind an den Befestigungsarbeiten beschäftigt. Man verhehlt sich nicht, daß zur Verteidigung der ungeheuren Linie riesige Mengen von Geschützen und Munition erforderlich sind. Die Sühne für englische Mordtaten. Berlin, 9. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Nordd. Allgem. Ztg.“ schreibt: Wir haben heute nach amerikani⸗ schen Blättern den Wortlaut der Vernehmung amerika⸗ nischer Bürger über die Tötung deutscher Mannschaften eines Unterseebootes durch die Besatzung eines englischen Kriegsschiffes veröffentlicht. Der von dem kaiserlichen Botschafter in Washington eingefor⸗ derte Bericht steht, wie wir hören, noch aus. Sobald dieser Bericht und das ihm zugrunde liegende eidliche Material eingegangen sein wird, werden, wie bereits früher mit⸗ geteilt, die danach erforderlichen Schritte unter⸗ nommen werden. Ministerkrise in Rußland. Petersburg, 9. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Kriwo⸗ schein ist auf seinen Wunsch aus Gesundheitsrücksichten von dem Posten des Dirigenten der Hauptverwaltung für Landwirtschaft enthoben worden. Der Kaiser hat an ihn ein Handschreiben gerichtet und verlieh ihm den St. Alexander⸗ Newsky⸗Orden. Ein kaiserlicher Erlaß hat die Umwandlung der Hauptverwaltung der Lanbwirtschaft wegen Ausdeh⸗ nung der Geschäfte in ein Landwirtschaftsministe⸗ rium angeordnet. Heriugsausfuhrverbot in Norwegen. Christiania, 9. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Mel⸗ dung des Ritzauschen Bureaus. Durch Königlichen Erlaß ist die Ausfuhr von gesalzenen Heringen, also nicht nur von Fettheringen, bis auf weikeres verboten worden. Die Ausfuhr ist jedoch zu gestatten, wenn der Aus⸗ führende beim Zollamt eine Abgabe entrichtet, die vier Kronen für die Tonne bei einem Gewicht bis zu hundert Tonnen netto beträgt. Der Landwirtschaftsminister ist er⸗ mächtigt, diese Beträge dafür zu verwenden, daß die Be⸗ völkerung Heringe zu annehmbaren Preisen erhält. Zu 7 Zwecke sollen verschiedene Verkaufsstellen eingerichtet werden. Die amerikanische Ausfuhr. London 9. Nov.(WTB. Nichtamtlich) Die„Times“ berichtet aus New Pork vom 7. November: Es sei wichtig, anläß⸗ lich der amerikanischen Note an Großbritannien darauf zu verweisen, daß während der ersten acht Monate des Jahres 1914 die Vereinigten Staaten Güter im Werte von 31 200 000 Pfund Sterling nach Deutschland ausführten. Während derselben Monate des Jahres 1915 haben die Vereinigten Staaten Gitter im Betrage von 232 000 Pfund Sterling verschickt. Im selben Zeitabschnitte nahm die Einfuhr nach Schweden, Norwegen und Holland um 24 960 000 Pfund Sterling zu. Nach den Sta⸗ tistiken der Abteilung für den Außenhandel der National Citybank wäre in der am 30. Oktober endigenden Woche eine riesige Zu⸗ nahme der Schiffsfrachten nach skandinavischen Ländern zu ver⸗ zeichnen gewesen. Eine Erklärung der freien Organifation der Alliance Israelite universelle. Berlin, 9. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Die freie Or⸗ vanisation der Alliance Israelite Universelle hat auf ihrer Tagung vom 7. November folgende Entschließung ge⸗ faßt:„Die heute versammelten Mitglieder des Zentral⸗Komitees der freien Organisationen A. J. U. stellten mit Entrüstung fest, daß der Sekretär der A. J. U. unter Mißbrauch ihres Na⸗ mens einen Aufruf verbreitet hat, den das Zentralkonsistorium der Israeliten Frankreichs an die Juden der neutralen Länder versandte, und der von schwersten Angriffen gegen unser Vater⸗ land erfüllt ist. Wir erheben den schärfsten Widerspruch dagegen, daß der Sekretär der A. J. U. entgegen ihrer Satzung unter völliger Verkennung ihrer Aufgabe als reine Wohltätigkeits⸗ organisation die ihr als solcher obliegende Neutralität verletzt hat. Wir werden die maßgebende Stelle zux Rechenschaft ziehen und erwarten, daß das Zentralkomitee das Verfahren seines Sekretärs mißbilligen und uns volle ee gewähren wird. Solange das nicht geschehen ist, sind unsere Beziehungen zur A. J. U. gelöst.“* 5 Der türkische Bericht. WTB. Konstantinopel, 9. Nov. Nichtamtlich. Das Hauptquartier teilt mit: An der Dardanellenfront dauerten die üblichen Feuergefechte an. Bei Anaforta zerstörte unsere Artillerie ein schweres Geschütz des Feindes an der Mündung des Azmakdere und eine Minen werferstellung nördlich von Mestantape. Bei Ari Burnu und Sunghubair Infanterie⸗ kämpfe mit heftigem gegenseitigem Handgranatenkampf. Unsere Artillerie beschoß dort wirksam die feindlichen Schützengräben. Ber Sedd⸗ül⸗Bahr verursachte das feindliche Artilleriefeuer in unseren Schützengräben leichten Schaden. Unsere Artillerie eröffnete ein wirksames Feuer auf arbeitende feindliche Soldaten. An dieser Front war langes gegenseitiges Infanterie⸗ und lebhaftes Artilleriefeuer und Kampf mit Bomben. Zwer feindliche Moni⸗ tore und ein Torpedoboot nahmen an diesem Feuer teil, ohne jedoch Wirkungen zu erzielen. ö U —— Der Seekrieg. Genf, 9. Nov.(WTB. Nichtamtl.) Die Agence Havas meldet amtlich aus Algier: Der französische Dampfer„Yser“, der auf der Fahrt nach Bizerta den italienischen Dampfer „Elisa Francesca“(nicht„Luisa“, wie ursprünglich gemel⸗ det) gerettet hatte, wurde seinerzeit torpediert. Besatzung und Fahrgäste konnten die Küste erreichen.(Hier ist bisher nichts von dem Dampfer„Elisa Francesca“ bezw.„Luisa“ bekannt geworden. 5 London, 9. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der britische Dampfer„Buresk“ und der japanische Dampfer„asikuni⸗Kumi⸗Maru“ (5100 Tonnen) sind versenkt. Die Besatzungen wurden gerettet. Ein weiterer britischer Dampfer soll ebenfalls versenkt und seine Besatzung gerettet sein. Aus dem Reiche. Zur Regelung des Lebensmittelmarktes. Um die Fleischversorgung gleichmäßig durchführen zu können, beabsichtigt, nach der„Frankf. Ztg.“, die Regierung, ähnlich den Brotkarten auch Fleisch- und Fettkarten aauszugeben. Die entsprechende Verordnung wird in der nuächsten Zeit ergehen. Auch der Erlaß einer Verordnung über Höchstpreise für Fische sei in den allernächsten Tagen zu erwarten. Kirche und Schule. Dekanatssynode des evangel. Dekanats Gießen. . 8„. Die 8 evang. 5 Gießen wurde gestern na mittag in— Gemeindesaal der Johanneskirche abgehalten. Die Eröffnungsansprache hielt im Anschluß an Ev. Johannis Kap. 11, Vers 40 Pfarrer Bernbeck⸗ Wieseck. Er wies in ein ooller Rede darauf hin, daß der Segen des Krieges für unser Volk in der Hauptsache von unserem Glauben abhänge. Sodann begrüßte der Vorsitzende, Dekan Gußmann, die Anwesenden. Na dem der im letzten Jahre verstorbenen Mitglieder in der üblichen Weise gedacht worden war, wurden die zur Prüfung vorliegenden Wahlen ein⸗ stimmig genehmigt. Der Bescheid Großh. Oberkonsistortums auf die Beschlüsse der vorigen Synode lautet zustimmend. Den Bericht des Dekanatsausschusses über feine Tätigkeit im Jahre 1914 über den lirchlichen und religibs⸗sitt⸗ lichen Zustand der Dekanatsgemeinden, sowie die Berichte der Ver⸗ trauensmänner für äußere und innere Mission, die Deka⸗ natskrankenpflege, den Gustav⸗Adolf⸗Verein und den Evangelischen Bund lagen der Synode gedruckt vor. Demselben ist folgendes zu entnehmen: Im Personalbestand der Geistlichen und Kirchenvorsteher kamen durch Pensionierungen, Stellenwechsel und Todesfall einige Aenderungen vor; erwähnt sei der Heldentod des Pfarrassistenten Barth⸗Lollar. In allen HbSeemeinden wurden Kriegsbetstunden gehalten, in einigen auch 5 Gedächtnisgottesdienste für gefallene Krieger. Kürchenvisitattonen. f durch den Dekan fanden in Beuern und Lang⸗Göns statt. Die ö Feier der üblichen kirchlichen Feste fiel infolge des Krieges meist aus, ebenso mußten die Kirchengesangvereine und Posaunenchöre 15 aus Mangel an münnlichen Kräften ihre Tätigkeit meist ein⸗ stellen. Dagegen fanden die bestehenden Frauenvereine in der Mit⸗ hilfe bei der Kriegsfürsorge ein reiches Feld der Betätigung. Die Seelenzahl des Dekanats betrug 60 935 pon denen 340 nicht der Landeskirche angehören. Ausgetreten sind 4, eingetreten 2 Perfonen. Taufverweigerungen sind nicht vorgekommen, dagegen blieben 49 rein evangelische Ehen(meist Kriegsehen) leider ohne kirchliche Trauung. Der Kirchen⸗ und Abendmahlsbesuch hat um N e den Gottesdiensten und durch die notgedrungene Stillegung des Wirtshauslärms gehoben. Nur die Jugenb in noch nicht wehr⸗ fähigem Alter hat den Exnst der Zeit vielfach noch nicht begriffen. Für die 5 7 evangelisch⸗kirchlicher Liebestätig⸗ leit gingen ein 68 490 Mk., oder auf den Kopf der Bevölkerung 1.12 Mk. In einigen Orten fanden durch Missionare Vorträge statt, die überall gut besucht waren. Der Verein für Innere Mission ließ in den oberhessischen Lazaretten und bei hessischen Regimentern Schriften erbaulichen und unterhaltenden Inhalts verbreiten, viele Pfarrer senden ihren Gemeindeangehöri regel⸗ mäßig religiöse Schriften ins Feld, die mit großem Dank empfan⸗ gen werden. Auch in die Arbeit der Erziehung und Unter⸗ bringung von gefährdeten Kindern hat der Krieg eine ver⸗ mehrte Tätigkeit gebracht. Die Dekanatskrankenpflege hat zurzeit? Stationen, von denen eine unbesetzt, 2 durch den Krieg verwaist sind, da die beiden Schwestern zur Pflege in Reservelazaretten nötig sind. Die Leitung der Dekanatskranlen⸗ pflege ist von Pfarrer Schwabe⸗Gießen auf Dekan Gußmann übergegangen infolge Arbeitsüberlastung des ersteren. Die Leistun⸗ en für den Gustav⸗Adolf⸗Verein haben den seitherigen Durchschnitt um ein Beträchtliches überschritten, was bei der durch die Kriegsschäden im Osten und Westen unseres Vaterlandes in vielen evangelischen Gemeinden entstandenen Notlage sehr zu begrüßen ist. Die Tätigkeit der Zweigvereine des Evangeli⸗ schen Bundes wurde durch den Krieg etwas gehemmt, indem die üblichen Familienabende ausfallen mußten, doch wurde viel Aufklärungsarbeit in deutsch⸗evangelischem Geiste durch Flug⸗ schriften und Kalender geleistet. Nach einer kurzen Aussprache über die Berichte folgte der Vortrag des Pfarrers Dörr⸗ Heuchelheim über„Kriegsaufgaben in der Seelsorge mit besonderer Berücksichtigung der Zukunft der Kirche“. Der Vortrag stellte eine Berichterstattung über die gleich⸗ namige Schrift des Generalsuperintendenten Blau dar. Er führte aus, daß die Zahl der wirklich Gläubigen nach dem Krieg aus ver⸗ schiedenen Gründen größer werden würde. Darum hat die Kirche eine große Aufgabe in Predigt, Seelsorge, Jugendpflege, Liebes⸗ arbeit u. a. zu erfüllen, damit die im Krieg erlangten Eindrücke zu bleibenden werden. Dazu bedarf das Pfarramt der Hilfe der freien Vereinstätigkeit. Außerdem wird die Kirche gut tun, sich in finanzieller Hinsicht auf eigene Füße zu stellen. Besondeve Energie wird der Kampf gegen die zwei Hauptschäden unserer Zeit, Alkoholismus und Unzucht, bedürfen. In der sich an den Vortrag anschließenden Aussprache betonte Pfarrer Schwabe die Pflicht der Kirchenvorsteher, rechte Gehilfen der Pfarrer zu sein. Pfarrer Adolph beklagte die sittliche Verrohung mancher Volkskreise. Pfarrer Köhler wies auf die Zuchtlosigkeit der Jugend hin und brachte eine diesbezügliche Kundgebung an das stellvertretende General⸗ k o mmando ein, die einstimmig angenommen wurde. Mit dem Gesang von„Ach bleib mit deiner Gnade“ wurde die Synode gegen 4½ Uhr geschlossen. f — f Aus Stadt und Cand. Gießen, 10. November 1915. Das deutsche Christentum im Kriege. Unter diesem Titel hat Professor D. Dr. Martin Schian seine neulich in der Stadtkirche zu Gießen gehalte⸗ nen Vorträge(im Verlage der J. C. Hinrichsschen Buch⸗ handlung zu Leipzig) soeben in Buchform herausgegeben. Vielen, die diese Vorträge gehört haben, wird es erwünscht sein, die darin ausgesprochenen Gedanken noch einmal in der Stille auf sich wirken zu lassen, und zweifellos wird das Buch durch seine gehaltvollen, geistreichen Ausführungen sich einen großen Leserkreis erwerben. Schian zeigt sich uns hier zunächst als 1 der religiösen Be⸗ wegung, die sich durch den Krieg in Deutschland ausgewirkt hat. Aus vielen Zeitungsnotizen, Feldbriefen und einer Fülle von Kriegsliteratur hat er seinen Stoff 1 getragen, diesen kritisch gesichtet und geprüft und uns eine interessante Schilderung des religiösen Lebens in Deutsch⸗ land seit dem 1. August 1914 gegeben. Ein Stück Zeit⸗ geschichte tritt in seinen Ausführungen uns entgegen, aber seine Schrift ist doch mehr als bloße Zeitgeschichte, namentlich im zweiten und dritten Teile finden wir tief⸗ ründige Auseinandersetzungen, die der deut⸗ schen Frömmigkeit für die Zukunft die Wege weisen.. Schian ist in seinem ersten Vortrage der gewissen⸗ hafte Beobachter, der lieber zu wenig als zu viel sagt und in seinem Urteile vorsichtig itt. Er stellt fest, daß unzweifel⸗ haft mit dem Ausbruche des Krieges eine neue reli⸗ e Bewegung einsetzte. Daß diese sich nicht ohne usnahme auf alle deutsche Volksgenossen erstreckte, ist sicher. Der Chemiker Ost wald, der in einem in Schweden gehaltenen Vortrage die deutsche religiöse Bewegung auf atavistische Instinkte zurückführte, der wunderliche Ham⸗ burger Pastor neh Uruk der das Beten als ein Zeichen der Schwäche ansieht, Ernst von Wolzogen, der erzählt, daß er im Felde Andachten unter Ausschaltung alles Christ⸗ lichen gehalten habe, sind hierfür Beweise. Andererseits steht fest, daß in Kreisen, die seither der ⸗Volksfrömmigkeit fremd gegenüberstanden, wie in den Kreisen der Gebildeten und der Arbeiter, eine andere Wertung Platz ergriffen hat. Der Sozialdemokrat Anton Fendrich stellt das ausdrück⸗ lich für Hunderttausende von Arbeitern fest. Besonders ge⸗ wissenhaft und in pfychologischer Zergliederung prüft Schian, ob nicht auch ein e Rausch⸗ oder Erregungs⸗ zustand in dem religiösen Erleben der ersten Kriegsmonate mitgewirkt habe, und kommt dem Resultate, daß diese Frage zu verneinen sei, daß es sich vielmehr um eine ernste und große Bewegung gel lt habe. Dagegen ist er— und nach unserer Meinung mit vollem Rechte— der Ansicht, daß die l eigentliche Bewegung nicht von Bestand sei, daß sie vielmehr schon jetzt im langsamem Abebben begriffen sei, daß sie aber reiche Früchte getragen habe. Im übrigen werde es auch hier wieder Alltag werden, man dürfe weder auf eine Wiedergeburt des ganzen Volkes rechnen, noch darauf, daß nun aller kirchlicher Parteistreit zur Ruhe kommen werde, aber, so führt der Verfasser aus,„wir werden das religiöse Erleb⸗ nis in die kommende Zeit mit hineinnehmen“. Die rung der Nähe Gottes sei ein Erlebnis, das nicht zu schnell vergessen werden könne. Sehr geistvoll in diesem Zusammen⸗ hange ist die Bemerkung:„Es ist dun icher, daß kein Sol⸗ dat im Dreißigjährigen Kriege so vie ieg erlebt hat, wie die Mehrzahl unserer Soldaten. Nach jenem Maßstab ge⸗ messen, führen wir schon ein Jalhrhundert Krieg.“ Der zweite Vortrag behandelt die enge Verbin⸗ dung des deutsch⸗ nationalen und des reli⸗ giösen Empfindens in der großen Bewegung des dichten, Predigten, Andachten, Reden und Aufsätzen zutage. Sie fußt auf der Erkenntnis, daß die Deutschen r Pee Kriege für eine gerechte Sache kämpfen und auf der anderen, daß Deutschland in der Welt eine besondere 5 zu er⸗ füllen habe. Eine zweite Gedankenreihe handelt von der religiösen und sittlichen Unvollkommenheit unseres Volkes und stellt fest, daß die Erkenntnis von dieser Unvollkommen⸗ heit weniger in der Frömmigkeit der breiten Masse als in der Predigt zutage getreten sei, daß aber die allgemeine Ueberzeugung die sei, daß unser Volk an diesem Kriege un⸗ schuldig ist. Die Frage nach der Berechtigung der nationalen 5020 Crwoch 1587 Kinder gegen das orjahr „ sch durch bessere keilnahme an! Einschränkungen bejaht. Vor dreierlei mwisse unser Bolt in Auch die Sonntags heiligung hat Frömmigkeit wird eingehend erörtert und unter gewissen ersten Kriegsjahres Diese Verbindung tritt in vielen Ge⸗ nom dieser Hinsicht sich hüten: vor dem Zurückfinken in die alk testamentliche Vorstellung, das auserwählte Volk zu sein, vor der Gefahr 995 en. und von der Meinung, als habe es das Weltgericht zu 1 Ob es berechtigt sei, von einem„deutschen Chri⸗ stentum“ zu reden, erörtert der dritte und letzte Vortrag. 1 4 Arthur dun di Burg⸗ graf, au iedrich Lange sind die Perkündiger einer deutschen Religion“. Schian ist der Ansicht, daß es grund⸗ falsch sei, wenn unser Volk das Christentum für sich allein in Anspruch nehmen wolle, seine Ansicht gipfelt in dem Satze:„Das Christentum muß Weltreligion sein, oder es wird gar nicht sein.“ Das hindert daß überzeugte Katholiken in diesem Kriege durchaus deutsch empfinden, und daß die evangelischen Landeskirchen von ihrem Ursprung an sich den nationalen Grenzen angepaßt haben. Deutsches Christentum wollen wir pflegen, aber um der Volksart willen darf unser Christentum seinen Ewigkeitsgehalt nicht verlieren.— Der Verfasser macht in seiner Schrift darauf aufmerk⸗ sam, daß man angesichts des Umstandes, daß religions⸗ seindliche oder kirchengegnerische Aeußerungen jetzt von der Zensur nicht gestattet werden, mit Urteilen über die religiöse Bewegung unserer Zeit vorsichtig sein müsse Damit hat er recht. Die eigentliche Geschichte der religiösen Bewegung während dieses Krieges kann erst nach dem Kriege geschrie⸗ ben werden, wenn jeder wieder rückhaltlos seine Melnung sagen kann und wenn die Bewegung, in der wir jetzt noch stehen, ganz zum Abschluß gekommen ist. Aber ian wird dann der rechte Mann sein, diese Geschichte zu schreiben, sie so zu schreiben wie die Ausführungen seiner Vorträge: nüchtern prüfend, allseitig Umschau h. und in gro Gedankengängen das Gewonnene zusammenfassend. H. B. Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Ers.⸗Res. Christ. Pracht, Inf.⸗Regt. 116, aus Grünberg. Chfefr. Otto Spehr, Kurhess. Jägerbatl. 11, aus Aßlar.— Musk. Wilh. Glatthaar, Inf.⸗Regt. 186, aus Bernsfeld.— Musk, Louis Reitz, Inf.⸗Regt. 88, aus Eleeberg.— Pioni Ludwig Schmidt, Straßenbaukompagnie 18, aus Dor— Res. Otto Möser, Res.⸗Inf.⸗Regt. 116, aus Eichelsdorf.— Musk. Wilh. Reichard, Inf.⸗Regt. 88, aus i— Einj.⸗Gefr. Karl Wes p aus Fehlheim.— Musk. Karl Valen⸗ tin, Inf.⸗Regt. 166, aus Oberlemp.— Grenadier Wilh Engel, Kafser⸗Alexander⸗Gärde⸗Regt. 1, aus Groß⸗Rechtenbach.— Ge⸗ freiter Heinr. Wienold aus Rimbach.— Musk. Ernst Reuter, Inf.⸗Regt. 71, aus Dautphe.— Musketier Christian Ban gard, Inf.⸗Regt. 251, aus Bottenhorn.— Ct. Rud. Stei⸗ ber, Res.⸗Inf.⸗Regt. 116, aus Bad⸗Nauheim.— Tambour Karl Schmirmun d, Res.⸗Inf.⸗Regt. 116, aus Rainrod.— Ar⸗ mierungssoldat Ferd. Nahrgang, Armierungsbatl. 77, aus Alsfeld.— Kreisstraßenwart Heinr. Schmidt aus Nieder⸗ Breidenbach.— Ers.⸗Res. Wilh. Hainz, Landw.⸗Inf.⸗Regt. 118, aus Burkhards.— Musk. Hugo Kraft, Inf.⸗Regt. 118, aus Wohnbach.— Musk. Otto Altvatter aus Heegheim.— Landsturmm. Heinr. Mais aus Ranstadt.— Schütze Georg Raab, Inf.⸗Regt. 118, aus Ossenheim.— Wehrmann Friedr. Walker, Inf⸗Regt. 80, aus Leun. sturmm. Heinr. Schweitzer, Res.⸗Inf.⸗Regt. 88, aus Hochelheim.— Grena⸗ dier Johs. Albach, Grenad.⸗Regt. 261, aus Hochelheim— Ers.⸗Res. Konr. Wirth aus Sickendorf.— Unteroff stud. phil. el. Walther Denn aus Laubach.— Jäger Ernst Drey⸗ ling, Jägerbatl. 8, aus Grünberg.— Vize mann Gaub, Inf.⸗Regt. 186, aus Alsfeld.— Gefreiter Friedrich Schäfer Res.⸗Inf.⸗Regt. 234, aus Naunheim.— Musk. Wilh Ziegle r, Inf.⸗Regt. 365, aus Dillenburg.— Musk. Mar⸗ tin Müller, Inf.⸗Regt. 83, aus Dillenburg.— Musk. Petrus Dandl, Bayr. Inf.⸗Regt. 2, aus Butzbach.— Musk. Phil. Hahn, Inf.⸗Regt. 186, aus Kirtorf.— Wehrmann Ferd. Lei ß aus Bindsachsen. 4 ** Weihnachtsgaben für das Feld. In allen deut⸗ schen Herzen regt sich beim Nahen des Weihnachtsfestes der Wunsch, unserer Helden draußen im Felde in greifbarer Form zu gedenken, ihnen zu zeigen, wie ihrer in der Heimat gedacht wird und zu ber⸗ 0 ihnen auch auf diese Weise einen kleinen Teil der Dankes⸗ chuld abzutragen, die sie in heldenmütigem Aus harren und in über⸗ menschlichem Rin, Bei keinem Anlaß tritt der Wunsch, bestimmte Personen, bestimmte Truppenteile, mit denen man durch heimatliche Bande und Bezie⸗ hungen verknüpft ist, durch Liebesgaben zu erfreuen, so in den Vor⸗ dergrund, wie zu Weihnachten. Diesem Wunsche Rechnung tragend, hat die Heeresverwaltung verfügt, daß allein einem Kor ps⸗ bezirk gesammelten Liebesgaben auch den Truppen⸗ teilen und Formationen, die in diesem Korpsbezirk ihren Ersatz⸗ truppenteil haben, zugeführt werden sollen. Zu diesem Zweck ist die Versorgung sämtlicher Truppenteile und Formationen eines Korpsbezirk dem betreffenden Territorialdelegierten der freiwilligen Krankenpflege in engster Fühlungnahme mit dem zuständigen stell⸗ vertretenden Generalkommando übertragen worden. Die Versor⸗ gung aller Verbände mit Weihnachts gaben aus der Heimat ist aber eine gewaltige Aufgabe und nur dann durchzuführen, wenn alle Sonderbestrebungen unterbleiben, wenn alle sam⸗ melnden Vereine, Zeitungen usw. die eing Spenden den Stellen zuführen, die zu ihrer Verteilung berufen sind. Dabei sollen die von den Spendern geäußerten Wünsche nach Berückft ö bestimmter Truppenteile und Formationen weitgehend beachtet und erfüllt werden. Besonders erwünscht sind Einzel⸗ pakete in ungefährem Umfang einer Zigarrenkiste. Der Wert der⸗ selben je nach den Verhältnissen des sammelnden Heimatsbezirks; keinesfalls soll der auf den einzelnen Empfänger entfallene Be⸗ trag 5 Mark übersteigen. Es bleibt dem Spender unbenv 5 die Weihnachtspakete durch Aufkleben von Vereinsadressen, Ein⸗ legen von Name und Adresse der Geber oder dergleichen kenntlich zu machen, damit der Empfänger sieht, von wem er bedacht worden ist.— Transporte für Feldtruppen in ganzen Wagenladungen müssen, um eine gesicherte Zufü zu gewährleisten, von der Anfangs⸗ station bis zum Etappenhauptort, und wenn es die zeitige Kriegs⸗ lage gestattet, auch über den Etappenhauptort hinaus von zuver⸗ lässigen Leuten begleitet werden. Personen, die sich hierfür zur Verfügung stellen wollen, haben sich bei dem zuständigen Terri⸗ Erfah⸗ torialdelegierten zu melden, der seinerseits im Einvernehmen mit dem stellvertretenden Generalkommando die Auswahl derartig trifft, daß aus allen Berufen und Kreisen in erster Linie diejeni⸗ gen berücksichtigt werden, die sich auf dem Gebiete der freiwilligen Liebestätigkeit besondere Verdienste erworben haben. Die Be⸗ dingungen, unter denen die Begleitung gestattet ist, sind demnächst von dem Territorialdelegierten oder dem stellvertretenden General⸗ kommando zu beziehen.— Die Versorgung der in den Lazaret⸗ ten des Kriegsschauplatzes befindlichen Verwundeten und Kranken mit Weihnachtsliebesgabenpaketen hat in dankenswerter Weise das Zentralkomitee der Deutschen Vereine vom Roten Kreuz über⸗ men. 1 * Oberhessischer Verein für innere Mis⸗ sion Der Verein hat im Jahre 1914 aus Anlaß des Krieges auf Abhaltung der üblichen Jahresversammlung verzichtet, hält es aber nun doch für richtig, nach zwei Jahren wenig⸗ stens eine kurze Kriegstagung zu Bericht und Beratung abzuhalten. Er ladet daher Mitglieder und Freunde auf Mittwoch, 24. November d. J., nachmittags 3 Uhr, in den oberen Gemeindesaal Kirchstr. 9 zu Gießen ein. Den Jahres⸗ bericht wird der neue Vorsitzende, Prof. D. Schian, er⸗ statten, den Kassenbericht Fabrikant Kauffmann. Pfarrer Bechtolsheimer von hier wird die in der Oeffentlichkeit aufgeworfene Frage:„Hat die Kirche versagt?“ krit leuchten: an seinen Vortrag schließt sich eine A Ssp sich bei den Daheimgebliebenen erworben haben. isch be⸗ ö Am selben Tag, abends 8 Uhr, wird in der Stadtkirche ein Gottesdienst für innere Mission gehalten werden, bei dem Pfarrer Groth(Rödgen) die Predigt zu halten über⸗ nommen hat. * Konzert⸗Verein. Das zweite dieswinterliche Konzert i am Sonntag, 14. November, in der Neuen Aula, wunktlich 5d½ Uhr nachmittags, statt. Es ist dem Liebling aller Musi 1275 Kammer musik, gewidmet. Der Konzert⸗ Verein hat sich die Pflege dieser Kunstgattung von jeher angelegen ein 1 die beliebten e— 5 ie vielen Ja hindurch bezeugen. Die önlichkeiten der Aus⸗ fühvenden verleihen dem neuesten Konzert einen befonderen Anreiz. Meister Reger führt zwei seiner neuesten Werke unter Mitwirkung des Leipziger Gewandhausquartetts vor; der Kom⸗ ponist selber am Flügel und als seine Partner die mit seinen Ab⸗ sichten durch wiederholte gemeinsame Aufführungen vertrauten Künstler des Streichquartetts: Konzertmeister Edgar Woll⸗ gandt, Karl Wolschke, Carl Herrmann und Professor J. Klengel, die übrigens zum erstenmal nach Gießen kommen, nachdem sie in Frankfurt mehrmals mit großem Erfolg konzertier⸗ ten. Das Programm bringt am Anfang und am Schluß die er⸗ wähnten beiden Kompositionen Regers und als Mittelstück das herrliche unter dem Namen„Harfenquartett“ bekannte und beliebte Op. 74 Beethovens, das vor vielen Jahren durch das Berliner Halierquartett hier gespielt wurde.. ** Im Lichtspielhaus gibt es auch während des Krieges angenehme und einwandfreie Unterhaltung. Der neue Spielplan, der bis einschließlich Freitag sich abwickelt, enthält Bilder von hohem künstlerischem Wert. Das Drama„Märtyrerin der Liebe“ scheint auf den ersten Blick zu jener Kunstware 25 ge⸗ hören, die dem Geschmack der breiten Masse zu dienen berufen ist, aber es wird uns dabei in drei Akten keineswegs eine sen⸗ sationelle Häufung von Banalität vorgeführt, sondern ein Vorgang, der eines zartsinnigen, psychologischen Romans würdig wäre. Eine junge Aristokratin, mit ganzer Seele der Bildhauerkunst er⸗ geben, richtet ihr Talent im Atelier eines berühmten Meisters zu größten Leistungen auf, die sie auch nach der Vermählung mit diesem fortsetzt, bis in ihrem Gatten die peinigende⸗ Gewißheit aufkommt, daß sie ihm in seiner Kunst überlegen ist. Als ihr diese Eifersucht ihres Mannes allmählich offenbar wird, zerschlägt sie die Ursache des Unheils, das Werk, das ihr den ersten Preis, ihrem Gatten nur den zweiten eingebracht hat. Henny Porten überwindet in der Titelrolle alle Klippen, die in diesem Kinostück stören könnten. Ihre Darstellung, ihr Ausdruck verlieren sich nie ins Allgemeine und in berechnete Aeußerlichkeiten, sondern sie bietet Seelenstimmung, soweit sich diese ins Bildhafte übersetzen läßt. Wir bewundern bei der Darstellerin ein sicheres Stilgefühl und vornehmes Maßhalten. Auch ihr Partner legte Proben feiner Darstellungskunst ab, und er würde darin nicht mit einem nachgeordneten Preise bedacht werden. Lobend sind auch die übrigen darstellenden Personen sowie die geschmackvollen Lei⸗ stungen der Regie zu erwähnen, die u. a. flotte, lebensvolle Gruppenbilde Künstlerkneipe, Gartenfest) zusammenzustellen wußte. Daß 0 0 Spielplan des Nichte heuses auch der Humor zur vollen Geltung kommt, wird ebenfalls die Besucher anlocken, denn befreiende Heiterkeit zu lösen ist auch eine dankbare Aufgabe der Licht⸗ und Schattenspiele. * Metalle anmelden! Es wird wiederholt darauf hingewiesen, daß die Anmeldung der beschlagnahmten Gegenstände aus Kupfer, Messing und Reinnickel unter Verwendung des Meldevordrucks bis zum 16. No⸗ vember 1915 auf dem Stadthaus, Zimmer Nr.“ zu er⸗ folgen hat. Die vorgeschriebenen Meldevordrucke sind im Stadthaus, Zimmer Nr. 7, sowie in den Brotmarkenaus⸗ gabestellen zu erhalten. Letztere sind täglich von 8—9 Uhr vormittags geöffnet. Wer die Anmeldung unterläßt und wer ige oder unvollständige Angaben macht, wird mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 10 000 Mk. bestraft. 5 5 Häute und Felle. Mit dem 10. November 1915 treten anstelle der bisherigen Bestimmungen über die Beschlagnahme von Großviehhäuten die Anordnungen einer Bekanntmachung betreffend Beschlagnahme, Behandlung, Verwendung und Meldepflicht von rohen Häuten und Fellen in Kraft, die den Handel mit Häuten und Fellen in einschneidender Weise regeln Durch diese Bekauntm g werden alle im Inland gefallenen Großviehhäute und Kalbfelle, die ein bestimmtes Gewicht erreichen, beschlagnahmt. Trotz der Beschlagnahme ist jedoch ihre Veräußerung und Lieferung an bestimmte Abnehmer zugelassen. Die Regelung des zugelassenen Handels mit Häuten und Fellen lehnt sich an diejenige an, die bis⸗ her auf Grund der Bekanntmachung dom 22. November 1914 be⸗ slanden hat. Die endgültige Sammelstelle des beschlagnahmten Ge⸗ fälles ist die Deutsche Rohhaut⸗Aktiengesellschaft in Berlin, während die Kriegsleder⸗Aktiengesellschaft in Berlin seine Verteilung an die Gerbereien vorzunehmen hat. Als Aenderung in dem bisherigen nde kommt insbesondere in Betracht, daß ein Schlächter, der nicht Mitglied einer Häuteverwertungs⸗Vereinigung ist, an einen Händler ohne Rücksicht darauf liefern darf, ob er an diesen Händler bereits vor dem 1. August 1914 geliefert hat; daß Händler, deren monatlicher Umsatz eine bestimmte Höhe nicht über⸗ steigt, außer an einen zugelassenen Großhändler auch an einen an⸗ deren Händler verkaufen dürfen; daß der unmittelbare Ankauf von Häuten durch eine tei von einem Schlächter, der bisher in 8 Umfang zulässig war, in keinem Falle mehr statthaft ist. ie Veräußerungserlaubnis der beschlagnahmten Häute und Felle ist aber an die Beachtung bestimmter Vorschriften geknüpft, die für die Behandlung der Häute und Felle aufgestellt sind und ins⸗ die schnelle Weiterleitung des beschlagnahmten Gefälles durch die am Hä beteiligten Kreise bezwecken. Eine bemerkenswerte Neuerung der Bekanntmachung gegenüber dem bisherigen Zustand besteht auch darin, daß von der Ver⸗ äußerungserlaubnis innerhalb einer bestimmten Frist Ge⸗ brauch gemacht werden muß. Wer diese Veräußerung innerhalb der gestellten ist unterläßt, unterliegt einer Meldepflicht über die in seinem itze befindlichen Häute und Felle an die Melde⸗ stelle der Kriegs⸗Rohstoff⸗ Abteilung für Leder und Leder⸗ rohstoffe in Berlin. Es darf angenommen werden, daß gegenüber der unberechtigten Ansammlung von Häuten oder Fellen von dem Rechte der Enteignung Gebrauch gemacht wird. Die Ablieferung und Verwendung des aus militärischen Schlach⸗ tungen sowie aus den besetzten feindlichen Gebieten, aus den Etappen⸗ und Operationsgebieten stammenden Gefälles ist durch besondere Vorschriften geregelt. Ein Bezug derartigen Gefälles ist jedenfalls nur von der Kriegsleder⸗Aktiengesellschaft erlaubt. Besondere Bestimmungen gelten für die aus dem neutralen Ausland eingeführten Häute und Felle. Sie sind nicht beschlag⸗ nahmt; ihre Besitzer unterliegen aber einer Pflicht zur Meldung und Lagerbuchführung. Ueber Ausnahmen von den Anordnungen der Bekanntmachung, halten ist, hat nur die Kriegs⸗Rohstoff⸗Abteilung des Königlich Preußischen Kriegsministeriums, Berlin W., Verlängerte Hede⸗ mannstraße 9—10, zu befinden.. ** In französischer KHriegsgefangenschaft. Wir kommen gerne einer uns gege Anregung nach, auf ein Schriftchen unseres Mitbürgers Hans Horst auf⸗ merksam zu machen, der als Wehrmann im Landwehr⸗In⸗ fanterie⸗Regiment 116 die große Marneschlacht im vorigen Jahre mitgemacht hat, dabei schwer verwundet wurde und in französische Gefangenschaft geriet. In lebens⸗ voller und sympathischer Art schildert der im Wege des Austauschs vor einigen Monaten in die Heimat Zurück⸗ gekehrte seine Erlebnisse und Erfahrungen vom Augenblick seiner Verwundung bis zum Wiedereintreffen in seiner Vaterstadt. Obwohl ihm sein Schicksal manche Bitterkeit gegenüber dem Feind verzeihen müßte, hält sich seine Schil⸗ derung frei von allen Ausfällen gegen denselben; und wenn man noch gegenüber manchen Einzelheiten die Faust ballen möchte, so ist immer die objektiv dargestellte Tatsache und nie eine künstliche Aufpeitschung der Gefühle schuld 7 n. Es wird manchen interessieren, aus erster Quelle deren Wortlaut im heutigen Kreisblatt ent⸗ soviel Persönliches über französische Kriegskultur zu er⸗ fahren, und wir ektüre des im 5 ni t, daß die Selbstverlag des fassers, Mittelweg 13, erscheinenden Büchleins dazu beitragen wird, die blinde Ueberschätzung machen Wesens mehr und mehr verschwinden zu machen. * Post nachrichten. Der Postanweisungs⸗ und Nachnahmedienst mit der Türkei wird wieder auf⸗ genommen. Der Meistbetrag einer Postanweisung ist von 500 Fr. auf 1000 Fr. erhöht worden. Der Meistbetrag der Nachnahmen(500 Fr. bz. 400 Mk.) bleibt vorläufig unver⸗ ändert.— Im Reichspostgebiet ist die Zahl der Kontoinhaber im Postscheckverkehr Ende Oktober 1915 auf 110 233 gestie⸗ gen(Zugang im Monat Oktober 641). Auf diesen Postscheckkonten wurden im Oktober gebucht 2146 Millionen Mark Gutschriften und 2162 Millionen Mark Lastschriften. Bargeldlos wurden 2292 Millionen Mark des Umsatzes beglichen. Das Gesamtgut⸗ haben der Kontoinhaber betrug im Oktober durchschnittlich 278 Millionen Mark. Im Postüberweisungsverkehr mit dem Aus⸗ lande wurden 5,2 Millionen Mark umgesetzt. * Pfserdeversteigerung. Samstag, den 13. Nov., vormittags 9 Uhr, kommen auf dem Hofe des Pferde⸗ lazaretts zu Babenhausen 15 Stück Beutesohlen im Alter von 4 Monaten bis zu 2 Jahren zur Versteige⸗ rung. An der Versteigerung können nur hessische Landwirte teilnehmen. Die Versteigerung erfolgt gegen Barzahlung. Eine Rückvergütung auf die Steigpreise wird für diese Fohlen nicht gewährt. Landkreis Gießen. ü. Lollar, 9. Nov. Eisenbahn⸗Assistent Brettnich ist seit 8. d. Mts. zur Militär⸗Eisenbahn⸗Direktion 6 Brest⸗ Litowsk abkommandiert. Es sind zur Dienstleistung nach Feindesland bis jetzt vom hiesigen Bahnhof abkommandiert: 2 Eisenbahn-Assistenten, 2 Rangierer und 1 Wetchensteller. ü. Mainzlar, 9. Nov. Hier traf die Nachricht ein, daß Musketier Heinrich Hörmann, Sohn vom Schuhmachermeister Hormann und Musketier Kaspar Vogel, Sohn vom Landwirt Ludwig Vogel II., beide im selben Regiment, im Krieglazarett in Serbien an ihren schweren Verwundungen den Tod fürs Vater— land gestorben sind.— Der seit der letzten französischen Offen— sive in der Champagne vermißte Landwehrmann Klingelhöfer, Sohn vom Kreisstraßenwart Klingelhöfer von hier, hat nunmehr baus französischer Gefangenschaft geschrieben. H. Hungen, 10. Nov. Das am verflossenen Freitag im hiesigen Schlosse veranstaltete Konzert hat einen glänzenden Verlauf genommen. Das Quartett in A-Dur von Beethoven und das Klavier⸗Quintett von Dvorak wurden von Frankfurter Künst⸗ lern in vollendeter Weise vorgetragen, und Konzertmeister F. Kaufmann zeigte sich in dem Violin⸗Konzert Nr. 3 in C⸗Dur von Aulin als ein hervorragender Meister auf seinem Instrument. Die von Kammersänger Hermann Gura aus Berlin vorgetrage⸗ nen 7 Lieder rissen das Publikum zu wahren Beifallsstürmen hin, welche den Vortragenden zur Zugabe von 2 weiteren Liedern ver⸗ anlaßten. Ohne die Veranstalterin des Konzertes, Frau Prinzessin Hermann zu Solms⸗ Braunfels, wäre wohl das Zusam⸗ menwirken so vieler Künstler für unsere Stadt nicht zu erreichen gewresen. Mit der ganzen Veranstaltung hat sich dieselbe den er⸗ neuten Dank der Bewohner unserer Stadt und ihrer Umgebung, sowie auch der verwundeten Soldaten im hiesigen Vereinslazarett erworben. Infolge des außerordentlich zahlreichen Besuches des Konzertes fließt dem Roten Kreuz, welchem die gesamte Ein⸗ nahme zugute kommt, bei äußerst billigem Preis der Plätze eine nicht unbeträchtliche Einnahme zu. Kreis Lauterbach. rr. Augersbach, 9. Nov. Pfarrer Hechler hat uns nach noch nicht einjähriger Wirksamkeit dahier wieder verlassen, um die Stellung eines Vereinsgeistlichen im Hessischen Diakonieverein zu übernehmen. Kreis Schotten. F. C. Schotten, 9. Nov. Im Alter von 69 Jahren ver- starb der Fürstlich Stollbergische Revierförster Reimann, der 31 Jahre lang dem weit ausgedehnten Revier Seemen vorstand. Starkenburg und Rheinhessen. 0 . Mainz, 9. Nov. In der Rheinallee fuhr ein Straßenbahnzug in die Musikkapelle der 21er Pio⸗ niere und schleifte eine Anzahl Musiker mit. Mehrere . erlitten erhebliche Verletzungen; die Mehrzahl der Leute kam mit leichten Quetschungen und Hautabschürfungen davon. Kreis Wetzlar. ib Ehringshausen, 9. Nov. Heute in der Frühe gingen zwei englische Kriegsgefangene flüchtig, und zwar 1. Georg Mae Donald, 21 Jahre alt, 1,70 Meter groß, hat runde Kopfform, blaue Augen, glattrasiertes Gesicht, kräftige Statur, kleine Nase, blonde Haare und schlechte Zähne. Der Flüchtling ist bekleidet mit englischem Uniformrock, Manchesterhose und schottischer Militärmütze, sämtlich mit rotem Oelfarbanstrich gezeichnet.— 2. Frederick Smitt, 24 Jahre alt, 1,68 Meter groß, hat läng⸗ liche Kopfform, braune Augen, krästige Gestalt. spize Nase, dunkel⸗ blonde Haare und schlechte Zähne. Der Flüchtling ist glatt rasiert, trägt englischen Uniformrock, blaue Hose, graugrüne Mütze. Die Kleidungsstücke sind mit roten Oelsarbenstrichen gezeichnet. Beide Gefangene sprechen nur englisch; sie tragen Wickelgamaschen und Schnürschuhe. Es wird gebeten, die Flüchtigen sestzunehmen und dem Lagerkommando Gießen telegraphisch Nachricht zu geben. Hessen⸗Nassau. 1 Marburg, 10. Nod. Die Eheleute Rentier Koppel Strauß und 8 geb. Kann, feiern heute ihre diamantene Hochzeit. Herr Strauß steht im 85. und seine Gattin im 82. Lebensjahre. Beide Jubilare erfreuen sich noch einer für ihr hohes Alter be⸗ merkenswerten Rüstigkeit und Gesundheit. fo. Fron hausen, 9. Nov. Dem inzwischen an einer Ver⸗ wundung verstorbenen Pionier Joh. Jakob Felden von hier wurde das Eiserne Kreuz J. und 2. Klasse verliehen. — n 9. Nov. Am letzten Tage seines Urlaubs ist der Soldat Schmidt aus Alpenrod hier zu Tode gekommen. Auf einer Radfahrt nach hier stürzte der junge Mann auf der steil abfallenden Straße vom Rade. Er erlitt einen Schädelbruch, dem er am nächsten Tage erlag. a ul. Limburg, 9. Nov. Heute vormittag entwich hier, als er zusammen mit fünf anderen Gefangenen zum Bahnhof ge⸗ bracht werden sollte, der auf dem Transport von Bruchsal nach Dortmund befindliche Strafgesangene Markus Morsch. Der Ausreißer trug Sträflingskleidung. .—— Vermischtes. * Der„Tag der Toten“ in Frankreich. Der Aller⸗ 2 der auch in Frankreich seit vielen Jahrhunderten als 8 Weihefest der Toten des Jahres gilt, hat diesmal besonders reiche Trauerversammlungen auf den Friedhöfen der gallischen Erde gesehen. Auf alle Gräber an der Front und hinter der Front waren Blumen gelegt von zahlreichen Trauernden, und in Paris fanden Wallfahrten zu diesen feierlich 5 letzten Ruhe⸗ plätzen statt. Auf den Gräbern der im Kriege Gefallenen ist nach einem neuen Gesetz jetzt überall die Inschrift angebracht:„Ge⸗ storben für Frankreich“. Außerdem zeigten in Paris auf den großen Kirchhöfen alle Gräber der Gefallenen besondere Zeichen in Gestalt von kleinen Fähnchen in den Nationalfarben. Auch von den Soldaten 15 wurde der Tag der Toten, wie wir den Schilderungen französischer Blätter entnehmen, in Geden⸗ ken an die dahingegangenen Kameraden gefeiert. Die Gräber, die sich so zahlreich an der weiten Schlachtfront entlangziehen, zeigten nicht nur Blumenschmuck, sondern man legte auch irgend welche Gaben auf den Erdhügel, wie Granatsplitter, Kugeln oder bunte Steine. Ueber die in den einzelnen Gräbern Ruhenden werden genaue Listen geführt, von denen eine der Befehlshaber des in der Nähe des Soldatenfriedhofs liegenden Korps hat, während die andere im Hauptquartier aufbewahrt wird. Es soll dadurch nach dem Kriege den Angehörigen jedes Gefallenen die Möglichkeit gegeben werden, die letzte Ruhestätte ihrer teuren Toten aufzufsuchen. Handel. — Essen, 9. Nov. Die heutige Hauptversammlung der Friedr. Krupp, A.-G. Essen genehmigte den Abschluß für das Geschästsjahr 1914/15 und beschloß den Anträgen gemäß. Es ergibt sich aus dem Geschästsjahr 1914/15 ein Reingewinn von Mk. 86 465 611(im Vorjahre 38 904 224); hierzu tritt der Ueber⸗ trag aus dem Vorjahr mit Mk. 9 385 347(86 926 334), so daß die Hauptversammlung über den Betrag von zusammen Mk. 95 850 958(40 830 558) Beschluß zu sassen hatte. Zu diesem Ergebnis bemerkt der Geschästsbericht, daß es wesentlich beeinflußt ist durch die großen Ansorderungen unserer Heeres- und Marine⸗ Verwaltung, die derart gesteigert worden sind, daß die Ablieserungen für deutsche Rechnung im abgelaufenen Geschäftsjahre fast den 2½ fachen Betrag des entsprechenden Gesamtumsatzes(In- und Aus- land) im Vorjahre erreicht haben. Demgemäß ist auch der Gewinn ge⸗ stiegen. Auf der anderen Seite bedingten die sortgesetzt steigenden An⸗ sprüche an die Leistungsfähigkeit der Firma umfangreiche Neubauten und Erweiterungen der Werksanlagen, deren Kosten zum größeren Teil dem folgenden Jahre 1915/16 zur Last fallen. Aus diesem Grunde ist eine weitere Erhöhung des Geschäfts kapitals notwendig; daher soll die noch nicht eingezahlte Hälfte der im Vorjahre be⸗ schlossenen Erhöhung des Aktienkapitals mit 35 Millionen Mark zur Einzahlung, eingefordert werden. Nach Abzug der Abschreihun⸗ gen, Kriegsbeihilfen usw. verbleibt ein Gewinnbetrag von 47,4 Mill. Mark, der nach den bisherigen geschäftlichen Gepflogenheiten die Verte hung einer Dividende in Höhe von 24 Prozent gestatten würde. Da aber die Familie die Absicht hat, in diesem Kriegs⸗ jahre keine höhere Dividende als vor dem Kriege zu beziehen und den die vorjährige Dividende übersteigenden Betrag der Kriegs⸗ fürsorge für die Allgemeinheit zuzuführen, so ist die Dividende auf 12 Proz. wie im Vorjahre festgefetzt worden. 8 Märkte. Schweinemarktbericht vom 10. Nov. 1 Je. Frankfurt a. M. Au ssgetrieben waren 1489 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 112.00— 125.00 Mk., Schlachtgewicht 140.00- 155.00 Mk., vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 110.00 120.90 Mk., Schlachtgewicht 130.00— 140.00 Ml. vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 110.00— 125.00 Mk, Schlachtgewicht 140.00—155 Mk. vollfleischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 110.00— 125.00 Mt., Schlachtgewicht 140. 0015.00 Mk. Geschäft rege. fe. Frankfurt a. M., 10. Nov. Frucht- und Futtermittel⸗ markt. Getreide geschäftslos, Stimmung zurückhaltend. Das Angebot in Futtermitteln ist etwas belebter, die Nachfrage groß, der Umsatz gering. Man notierte: Spelzspreu 12—13 Mk., Raps⸗ kuchen 60—62 M., Kokoskuchen 72 bis 75 Mk., Leinkuchen 80 bis 84 Mk., Sesamkuchen 7074 Mk. Alles für 100 Kg. fe. Frankfurt a. M., 10. Nov. Kartoffelmarkt. Es fehlte an Angebot von Speisekartoffeln, sür die große Nachfrage berrscht. Nur Futterkartoffeln sind angeboten. Meteorologssche Beobachtungen der Ssalson Gleßen. .%„ Nov. 2 8. 88 S 252 5 5 S e e Wette 2016 E 88 2 8 2 2 5 5 s 8 88 S2 S2 5 16 a S 9. 2— 7,9 66 83—— 10 9.%— 7 5 7— 0 10. 7— 6,7 6,3 85—— 10 Höchste Temperatur am 8. bis 9. Nov. 1915 + 8,5 0. Niedrigste„ d,„ eie. e Niederschlag: 0,0 mm. —— 5— 5 2 8— Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 11. Nov. 1915: Meist bedeckt, Niederschläge, Temperatur wenig geändert. Lege Nachrichten. Die bulgarische Stoßkraft gegenüber Engländern und Franzosen. Sofia, 10. Nov. Die Bulgaren traten den etwa 80 000 Mann starken Truppen der Engländer und Franzosen auf der Front Prilep—Krivolac—Strumitza in einer Frontlänge von mehr als 50 Kilometer entgegen. Der Kampf währte zwei Tage. Als die Bajonettan⸗ griffe begannen, ergaben sich die Ententetruppen in Haufen oder ergriffen die Flucht. Die Verluste der Feinde sind ungeheuer, während die der Bulgaren verhältnis⸗ mäßig gering sind.(Berl. Tagebl.) Die russische Politik. Hamburg, 10. Nov. Das„Hamburger Fremdenblatt“ meldet aus Stockholm: Der russische Ministerrat hält nach dem„Rjetsch“ täglich Sitzungen ab. Einen Haupt⸗ gegenstand der Beratungen bildet die Frage einer gründlichen Reform der auswärtigen Politik. Ein großer Teil der Minister besteht auf einer vollständigen Neugestaltung des bisheri⸗ gen Systems und Entfernung seiner Träger. Diese Forderungen finden die Unterstützung des Zaren. N Friedensstimmen im englischen Oberhaus. Rotterdam, 10. Nov. Der„Nieuwe Rotterdamsche Cou⸗ rant“ meldet aus London: Im englischen Oberhause warf Lord Milner der g vor, daß sie die amtlichen Kriegsmel⸗ dungen zu optimistisch färbe und daß daher die englischen Offiziere die deutschen Meldungen für zuverlässiger ansähen als die eng⸗ lischen. Lord Curzon versprach namens der Regierung Ne- formen. Der betagte Lord Courtney erklärte, daß Vater⸗ landsliebe nicht das einzig N in diesem Augenblick fei. Er sehe den europüischen Kultur voraus, wenn dem Krieg nicht bald ein Ende ge⸗ macht würde. Er warf die Frage auf, ob nicht durch Vermittlung neutraler Mächte handlungen angebahnt werden könnten. Niemand antwortete ihm darauf. Einleitend hatte Courtney ausgeführt, daß Eng⸗ land eine freie Nation sei und bleibe oder untergehen müßte. Die Engländer sollten weiter kämpfen, bis Belgien und Franh⸗ reich vom Feinde geräumt seien. Man müsse in Deutschland die tiefeingewurzelte Ueberzeugung, daß es einen Schadenersatz er⸗ halten würde, aufgeben Dennoch wünsche er, daß Bespvechungen unter den neutralen Staaten stattfinden sollten und er wolle Greys Anregung, daß über das freie Meer ein Gedankenaustausch stattfinde, in diesem Zusammenhange zur Sprache bringen, um diesen Gedanken zu befürworten. Die Frage sollte jedoch zwischen den Staaten nicht erst nach dem geregelt werden. (Berl. Lokalanz.) England und die amerikanische Note. Haag, 10. Nov. Eine halbamtliche Meldung aus London besagt, daß England die letzte Note Wilsons gegen die eng⸗ lische Blockadepolitik ablehnen und nichts an seinem bisherigen Standpunkt ändern werde. Ein deutscher Fesselballon abgetrieben. Amsterdam, 10. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Hiesige Blätter melden, daß bei Biggekarka ein deutscher Fesselballon niedergegangen ist. Er wurde pon den Militärbehörden beschlagnahmt. Od ol Das Beste zur Zahnpflege Friedensver⸗ schweren Verwundung. und bedauere das allzufrühe unvergesslichen Freundes. Heute erhielten wir die traurige Onkel und Neffe fürs Vaterland gestorben ist. Am 25. v. Mts. starb mein langjähriger Mitarbeiter Herr Max Fuld Musketier im Infanterie-Regiment 116 den Heldentod an seiner am gleichen Tage erlittenen Ich verliere an dem Verblichenen einen treuen, gewissenhaften Mitarbeiter von vornehmem Charakter Hinscheiden Sein Andenken wird bei mir fortleben. J. Schmücker Nachfolger. Auf Feindesboden schwer und müde, Sank bin dein Haupt zur letzten Rub', Fürs Vaterland gabst du dein Leben, Schlaf wohl, du wack'rer Streiter, du. Warst noch 80 jung, starbst viel zu früh, Wer dich gekannt, vergisst dich nie. Doch liegt es in des Höchsten Plan, Was Gott tut, das ist wohlgetan. unser innigstgeliebter, braver Sohn, Bruder, Schwager, Karl Becker Musketier im Reserve-Infanterie-Regt. 116, 8. Kompagnie am 19. Oktober im Alter von 21 Jahren den Heldentod In tiefer Trauer: Wilhelm Becker I. und Familie Friedrich Kronenberg und Familie. Kesselbach(Neumühle), Londorf, den 8. eines 8798 Nachricht, dass 8794 D November 1915. Danksagung. Wieseck, 8. November 1915. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Anteil: nahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste sagen wir hiermit unseren tiefgefühltesten Dank. Familie Braunewell. 8801 D Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die überaus zahlreichen Blumenspenden bei dem Hin- scheiden meiner lieben, unvergesslichen Frau und Mutter sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. 8806 Peter Wagner, Lohnkutscher, und Kinder. Die beste Kriegskarte! 80 Stent jetzt der Krieg mit Karte v. Balkan- Kriegsschauplatz Movember-Ausgabe(Freis 50 Pf.) eingetroffen Oberhessische Volkszeitung 2 Prima feinste holländische Schellfische u. K abliau in tadellos frischester Ware soeben eingetroffen u. billigst bei August Wallenfels 5316 nn Delikatessen und Weinhandlung Telephon 262 Gießen Marktplatz 17. Bestellungen erbitte nur frühzeitig. 8805 ö AI KEN r N 28 507 i aher 3000 bewährte Rezepte und Vorschriften, 6.40, bei Voreinsendung des Betrages, 6. 20. Herren und Damen, welche ihr Einkommen erhöhen. sparsam wirtschaften oder sich selbständig machen wollen, bietet sich die günstigste Gelegenheit. Folgend ein kleiner Auszug von denvielen Rezepten: An- strichfarben, Bohnermassen Backpulver, Backware, Honigpulver, Limonaden, Kosmetische Artikel, Seifen auch-Pulver und Toilette-, Schuhputzmittel, Likör⸗ essenzen, Bouillons' Ippen- taf, Früchte- Kaffee, Früch- te- Weine, Tinten, Farb- mittel, Polituren, Punsch- Extrakte, Zahnpulver, Tropfen, Wasser etc. ete. Versand durch: 8537 Ernst Sander Wernigerode a. H. 87880 Den Heldentod starb am 25 September auf Jeindes Erde unser lieber Sangesbruder Ludwig Schäfer im Reserve⸗Inf.⸗Regt. 87, 1. Kompagnie Inhaber d. Hesfischen Tapferkeitsmedaille. Wir verlieren ein treues Mitglied, welchem wir ein ewiges Andenken bewahren werden. Gesangverein Harmonie. Reiskirchen(Kreis Gießen), den 9. Novbr. 1915. 00⁰ Nachr 1. Am 28. August unser tre Ludwig 2. Am 8. Oktober unser Wilhelm Ersatz⸗Reservist im bewahren. Den Heldentod fürs Vaterland starb: Weber 1 im Inf.⸗Regt. 254 Wir werden ihnen stets ein ehrendes Andenken Gesaugverein„Frobsinn“, Londorf. uf. eues Mitglied treuer Sangesbruder Fabel Inf.⸗Regt. 116. Fritz Großer Posten E Winter-Unterzeuge Wie Normalhemden, Normalhosen, Normaljacken, géstrickte Westen Durch frühzeitige Einkäufe sehr billige Preise! 45 Praktische Liebesgaben fürs Feld! 92 8 85 Geseslschafts⸗Verein./ Die jährliche Generalversammlung der ordentlichen Mitglieder findet Mittwoch, den 17. November 1915, 7 Uhr pünktlich im Gartensaal statt. Tagesordnung: 1. Bericht über die Prüfung der Rechnung von 1913 und Rechenschaftsbericht. 2. Voranschlag für 1915 und 1916. 3. Wahl zweier Revisoren. 4. Antrag auf Hinausschieben der Neuwahlen. 5. Entgegennahme von Anträgen der Mitglieder. Gemäß 8 38 der Statuten lade ich die ordent— lichen Mitglieder zu der Versammlung ergebenst ein. Der 1. Direktor: Emmelius. Safe Familien- Heute Mittwoch, 8 Uhr: mend N sfabereodan„arafat fen r Chemische Reinigung Färben V. Uniformen, Herren- und Damenkleidern, Pelzen, Handschuhen, Federn Obsthochstämme Zwergobst 7D! Beerenobst empfiehlt in erstklassiger starker Ware Fürstliche Obstbaumschule Lich. Donnerstag frisch vom Seeplatz eintreffend: ral-Jebelteche, 40, siel-Aabeau 0, Große Schellsische vw. 65 p. Kabeljau o. Kopf pp. 60 f a Neue Bismarckheringe 28a 3 7 p d Schellfische i. Gelee vnd 6 2 f 8 i 7 Blechdosen, z. e b versand geeignet.... Dose 65 m1 ur Berei⸗ Magnet⸗ Speisemehl b 19 Flammeris, Aufläufen u. dergl. 5 Voller Ersatz für das ausländische 38 Mondamin und Maizena. Palet Pf. Obne Brotkarten erhältlich: OH- wieback re chlagnahme⸗ Mehl 92 990 Paket 18. 8803 Neu ehngiezzeised: G Kraftfleisch! d. Deen 1.50 3 Mk. Zum Brotaufstrich empfehlen wir: Gemischte Versch. Sorten feine Zwolschen- Marmelade] Marmeladen u. Gelees Pfund 48 Pf. in groß. 5 e Gomischte Marmelade Glas 65 Pfg. 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