e Nr. 204 Der Gleßener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Familienblätter; zwermal wöchentl. eis⸗ blatt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche öeitfragen Jerusprech Anschlusse: jür die Schristleitung 12 Verlag, Geschäftsstelleß 1 Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Abend vorher. General⸗Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und steindruckerei n. ange. Schriftleitung, Geschäftsstelle und druckerei: Schulstr. 7. Dienstag, 9. November 1015 Beznasvreis: monatl. 85 Pf., viertel ⸗ jährl. Mk. 2.50; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl 75 Pf.; durch die Post Mk. 2.30 viertel; jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt⸗ schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. die besetzung von Urusevac. (WT B.) Großes Hauptquartier, 8. Nov. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. In den Vogesen schlossen sich nordöstlich von Celles an die Besctzung eines feindlichen Minentrichters durch unsere Truppen lebhafte Nahlämpfe mit Handgranaten und Minen an. Am Hilsenfirst wurde dem Gegner ein vorgeschobenes Grabenstück entrissen. Leutu ent Immelmann schoß gestern westlich von Douai das sechste feindliche Flugzeug ab, einen mit drei Maschinengewehren ausgerüsteten euglischen Bristol⸗Doppeldeckee. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Hindenburg. Südlich und südöstlich von Riga, ferner westlich von Jakobstadt beiderselts der Eisenbahn Mitau—akobstadt und vor Dünaburg griffen die Russen nach starker Fenuer⸗ vorbereitung mit erheblichen Kräften an. Ihre Angriffe sind teilweise unter schweren Verlusten für sie abgeschlagen. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Keine weseutlichen Ereignisse. Heeresgruppe des Generals u. Linsingen. Russische Angriffe nordwestlich von Czartoryst blieben erfolglos. Drei Offiziere, 271 Mann fielen gefangen in unsere Hand. . Balkan⸗Kriegsschauplatz. e Truppen haben Iwanjica und den Vijmae(896 Meter), 7 Kilometer nordöst— lich davon, erreicht. Deuische Truppen sind im Angriff auf die Höhen füdlich von Kraljewo. Zwischen Kraljewo und Krusevat ist die westliche Morava an mehreren Stellen überschritten. Krusevac wurde bereits in der Nacht vom 6. zum 7. November besetzt. Ueber dreitansend Serben sind unverwundet ge⸗ fangen genommen, über fünfzehnhundert Ver⸗ wunde te wurden in Lazaretten gefunden. Die Beute besteht, soweit bisher festst⸗ht, in zehn Ge⸗ schützen, viel Munition und Material, sowie erheblichen Verpflegungsvorräten. Im Tal der südlichen(Binacka⸗) Morava wurde Pra⸗ skopce durchschritten. i 0 Oberste deereslettun gg „ auch das gestern schon genannte Frusevac, die letzte Fergie im Tal der Golijska Morawa, der Armee Gallwitz in die Hände gefallen, und auch die Bul⸗ aren stehen nach ihrem Vordringen in das Becken von eskovae vor ihrem Endziel, wenn die Entente nicht noch eine Expedition großen Stiles nach der bulgarischen Front richtet, was wenig 1 1 erscheint. Es ist immer noch dunkel, mit welcher Aufgabe Lord Kitchener betraut worden ist. Zunächst hat er wieder einige Tage in Paris versäumt, und daß bei diesem Besuche die französische Presse aufs neue von einer glücklich erreichten Uebereinstimmung spricht, wirkt auf frische und unbefangene Gemüter nur erheiternd Nun ist — soweit sich diese Gemüter zu den Zentralmächten rechnen, denn sonst müßten sie Stimmungen unterliegen, wie jener französische Abgeordnete Delafosse, der in einem offenen Brief an den Ministerpräsidenten Briand ein festes Auf⸗ treten Frankreichs auch gegenüber seinen Verbündeten, Eng⸗ land, Rußland und Italien, verlangt und die Ueber eugung ausspricht, man müsse die Säumigen zu kühnen Entschlüssen zwingen und deren Ausführung überwachen. Die endgültige Ueberwindung Serbiens ist nur noch eine 1 von Tagen. Aus der zusammenfassenden amtli chen arstellung über die von deutschen und österreichisch⸗ ungarischen Truppen Un den alten Widersacher eingelei⸗ tete Offensive(siehe 2. Blatt!) ist zu ersehen, wie plan⸗ mäßig unsere Heere vorgegangen sind und wie wenig man sich dabei um die großen Gebärden unserer Hauptfeinde be⸗ kümmert hat. Der Berner„Bund“ stellt folgendes Urteil zusammen, das wie eine Ergänzung zu der genannten deut⸗ schen amtlichen Darstellung zu lesen ist; er schreibt: Mit der Eroberung von Nisch, Kragujevac und Kral⸗ je wo sind die lebendigen Widerstandszentren Serbiens gefallen, der weitere Feldzug wird sich, sobald der Mündungswinkel der beiden Morawen ausgeräumt und der letzte Lebenspunkt an der bulgarischen Morawa, Stadt und Landschaft Leskovac, genommen ist, abseits der Hauptschlagader des Landes im Sand⸗ schak Novibazar und in der Landschaft Kossowo abspielen. Nur noch wenige Tage und die Orientlinie Belgrad⸗Nisch⸗Sofia⸗Kon⸗ stantinopel ist vollständig in den Händen der Zentralmächte und Bulgarien und wird mit ihrem vollen Puls die Offensiv⸗ und Defensivkraft Deutschlands und Oesterreichs sowie Bulgariens und der Türkei zur höchsten Entfaltung bringen. In Anpassung an die Verhältnisse ist der Feldzug, der am 5. Oltober an der Donau begann und in der Kombination des . Vor marsches von drei Seiten mustergültig bleibt, ohne eberstürzung, aber mit unbezwinglicher 3 N 5 Energie geführt worden. Bis an die Knie im Schlamm der Karrenwege, die Wagenkolonnen mit Ochsen bespannt, haben sich die 0 durch das verkarstete Gebirge gerungen. Ihre schwere Artillerie zerbrach alle Sperrstellungen, die zudem durch die Ueberflügelung unhaltbar wrden. Das serbische Heer hat dieses aussichtslose Ringen im Vertrauen auf die Hilfe des Vierverbandes bis auf den heutigen Tag heroisch durchgehalten und ist auch jetzt noch, nach einem Verlust von 20—25 Prozent seiner Feldstärke und eines großen Artillerieparkes, ein beachtens⸗ werter Faktor, aber zum Exodus in der Richtung der albanisch⸗ montenegrinischen Grenze genötigt, was die völlige Preisgabe des strategisch wichtigen Gebietes bedeutet. Der Korridor von Belgrad nach Sofia ist gestoßen; ob die strategischen Verhältnisse auf dem Balkan durch die Entente redressiert werden können, ist mehr als zweifelhaft. In Griechenland haben die in englischem Solde stehenden Hetzer einige antidynastische Kundgebungen an⸗ gezettelt, was indessen nicht viel besagen will, da dem König der Generalstab und das Heer treu zur Seite stehen. Das neue Kabinett, in dem Zaimis aus taktischen Gründen keinen Sitz mehr eingenommen hat, ist zweifellos auf dem Wege. die Politik der bisherigen Regierung fortzuführen. Noch immer paßt auf die 1055 jenes hübsche Bild, das eines un⸗ serer lustigen Blätter dieser Tage gebracht hat: Odysseus (König Konstantin) hält seinen ehernen Bogen in den Hän⸗ den, indem er die Freier Penelopes, die freilich heute kein sehr stolzes Gebaren zeigen, abwartend beobachtet. Wird die Stunde kommen, wo er seine Waffe hellauf erklingen läßt und sein Haus von übermütigen Eindringlingen säubert? Und hat er nicht schon den dreisten Bettler und Umschmeichler der Freier, Venizelos, mit starken Armen auf den Hof gesetzt? *** Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 8. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 8. November 1915. Russischer Kriegsschauplatz. Bei Sapanomw an der Ikwa, am Kormin⸗Bach und west⸗ lich von Chartorysk wurden russische Angriffe abgeschlagen. Sonst nichts Neues. g. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Ruhe an der Südwestfront hielt im allgemeinen auch gestern an. Im Nordabschnitte, an der Hochfläche von Doberdo hatten unsere Truppen wieder einzelne Vorstöße des Feindes abzuweisen. Um den Col di Lana wurde heftig gekämpft. Nachmittags fiel die Spitze dieses Berges in die Hände der Italiener; abends wurde sie von unseren Truppen durch einen Gegenangriff zurückgewonnen. Die feindliche Artillerie hat das Feuer auf die Südwestfront von Riva eröffnet. Südöstlicher Kriegsschauplatz. „Die beiderseits des Moravica⸗Tales vordringenden öster⸗ reichisch⸗ungarischen Kolonnen warfen den Feind aus seinen Höhenstellungen nördlich von Ivanjica. Die deutschen Truppen der Armee des Generals der nfanterie v. Köpeß kämpfen auf den Höhen südlich von aljevo. Flußabwärts, bei Trstenik, haben sich unsere Streitkräfte den Uebergang über die hochgehende Morava er⸗ kämpft. Krusevacr und die Höhen östlich davon sind in der Hand des Generals v. Gallwitz. 5 Die bulgarische Armee gewinnt im erfolgreichen Fort⸗ schreiten die Ausgünge in das Becken von Leskovac. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. 5„„ f Zum Falle von Nisch. Sofia, 8. Nov.(WTB Nichtamtlich) Meldung der „Agence Bulgare“. Anläßlich des Falles von Nisch telegraphierte der Geueralissimus Schekow an den Kö⸗ nig:„Ich bin überaus glücklich, Eurer Majestät berichten zu können, daß heute 3 Uhr nachmittags die Festung Nisch, ein befestigter Platz erster Ordnung, unter den Schlägen der siegreichen, Eurer Majestät unerschütterlich ergebenen Truppen unserer ersten Armee gefallen ist. Nach dreitägigen, hartnäckigen Kämpfen gehört nun die Stadt Nisch für immer zum bulgarischen Königreiche und wird die Krone unseres verehrten obersten Führers schmücken. Schekow.“— Der König erwiderte:„Ich beglückwünsche Sie auf das Wärmste zu dem Falle von Nisch, der Hochburg von Treulosigkeit und Lüge. Gott segne die Truppen.“ König Peter. Berlin, 9. Nov. Ueber den König von Serbien wird verschiedenen Morgenblättern aus dem k. k. Kriegs⸗ pressequartier unter dem 7. November gemeldet: König Peter hat am 1. November noch in Jagodina geweilt, wo er eine Parade der Schumadia⸗Division ersten Aufgebots abhielt. Die Division ist von vier Regimentern auf ein ein⸗ ziges zusammengeschmolzen. Am 5. November passierte König Peter Krusevac und setzte von dort die Flucht in südwestlicher Richtung nach Kurschumlija fort. vyr, Nee seue Cfensife In Hon tencgro 0 um** 25 C. rg 1 F.cch, c.& 3 Die Engländer Paris, 8. Nov.(WTB. Nichtamtlich.)„Petit Parisien“ berichtet aus Athen: Der englische Gesandte in Athen meldet, daß zwei englische Divisionen nach der bulgarischen Front unterwegs sind; andere Kon⸗ tingente sollen folgen. Ferner wird gemeldet, da die Alliier⸗ ten täglich 15 bis 18 Eisenbahnzüge mit Truppen von Salbo⸗ niki an die Front abgehen lassen können. Paris, 8. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Blättermeldun⸗ gen aus Saloniki zufolge sind die Bewegungen des Ex⸗ peditionskorps in Südmazedonien wegen des Mangels an Eisenbahnen und Straßen äußerst W Die Hilfsquellen des Landes sind außerdem durch die Balkan⸗ kriege erschöpft. Man begegnet immer wieder unerwarteten Schwierigkeiten. Kürzlich mußten die Franzosen, da keine Pferde vorhanden waren, ihre Batterien mit Büffeln in Stellung bringen. Ferner ist die Witterung äußerst un⸗ günstig. Alle Straßen und Wege sind von den letzten Regengüssen aufgeweicht und grundlos. Antidynastische Kundgebungen in Griechenland. Lyon, 9. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Wie der„Repu⸗ blicain“ aus Saloniki meldet, wurde durch die letzten Ereignisse in Griechenland eine antidynastische Bewe⸗ gung wachgerufen, welche an die Bewegung des Jahres 1907 erinnert. Die Agitationsherde befinden sich auf Kreta (der Heimat Venizelos'), Korfu und Mytilene. In Kandia sagt man offen, der König müsse abdanken und in Verbannung gehen, da er der nationalen Politik Veni⸗ zelos' abhold sei. Auf Korfu zerstörte die Menge einen Teil des Achilleions. Sie beendete die Zerstörung nicht dank dem Eingreifen einiger Notabeln, welchen es gelang, die Gemüter zu beruhigen. In Larissa und Korinth fanden öffentliche Versamm lungen statt, in denen Tagesordnungen angenommen wurden, in denen die Ab- setzung des Herrscherhauses und die Einsetzung eines wirklich nationalen Regimes gefordert wurde. Berlin, 8. Nov.(Priv.⸗Tel.) Die 5 Ztg.“ meldet aus Bukarest: Venizelos erklärte sich bereit, das Ka⸗ binett Skuludis zu unterstützen, um einer Auflösung der Kammer vorzubeugen. Athen, 8. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Ministerpräsi⸗ dent Skudulis hatte eine Unterredung mit dem Athener Berichterstatter der„Times“, in welcher er sagte, er beab⸗ sichtige, gegenüber den Mächten des Vierverbandes die Haltung ehr wohlwollender Neutralität einzu⸗ nehmen. *** Die Ermordung einer deutschen Unter feebootsbesatzung. Es liegt nunmehr der Wortlaut der eidlichen Zeugenaussagen amerikanischen Bürger Curran, Clark, Hightower und Crosby durch die der bereits gemeldete Mord einer dautschen Untere der 5 Frendelgung bestätigt wird. Nachdem sie den voraufgegangenen Angriff des Unterseebootes auf die„Nicosian“ und das Verlassen 5 955 Schiffes beschrieben haben, sagen sie in ihrer eidlichen Er⸗ rung: Das Schiff, daß die amerikanische Flagge führte und das sich nachher als H. M. S.„Baralong“ erwies, unter Füh⸗ rung des Kapitäns William Me Bride, kam hinter der„Ni⸗ cosian“ auf und hielt sich querab von ihr. Um diese Zeit fielen die Bretter unterhalb der Kommandobrücke, die amerikanische Flagge am Mast wurde niedergeholt und die eng⸗ lische statt ihrer gesetzt. Sofort wurde mit Handwaffen auf das Unterseeboot Feuer eröffnet, und der Geschützführer an Bord des Unterseebootes warf die Arme hoch und fiel rückwärts ins Wasser. Die deutschen See⸗ leute an Bord des Unterseebootes drängten nun alle nach dem Kommandoturm hin, und etlichen von ihnen gelang es, hinunter⸗ zukommen. Um diese Zeit eröffnete eines der schweren Geschütze der„Bavalong“ das Wale Der erste Schuß schien zu kurz zu gehen, muß a ein Prellschuß gewesen sein, da man bemerken bonnte, daß sich das Unterseeboot leicht nach Backbord überlegte. Die Deutschen, die unten waren, begannen wieder an zu steigen. Ein zweiter Schuß der„Baralong“ riß dem deutschen AUnterseeboot das Sehrohr und die Flagge weg. Diesmal verur⸗ sachte er schwere Schlagseite nach backbord. Der dritte Schuß der 0„Baralong“ traf den Boden des Kommandoturms, riß ihn hin⸗ weg und mehrere Deutsche mit ihm. Der Rest der Deutschen, der oben war, stürzte nach dem Heck des Unterscebootes, das ungefähr 90 Meter lang war, und begann, die Kleider abzulegen. Das Unterseeboot sank jetzt langsam und die Leute standen bis zu den Hüften im Wasser. Elf von den deutschen Seeleuten, darunter der Kommandant, sprangen ins Wasser und schwammen zur„Nico⸗ sian“. Fünfen gelang es, das Seefallreepy zu erreichen und an Bord zu klettern. Die andern sechs schwammen herum nach den Manntauen, die für die Rettungsboote benutzt“ herunterhingen, und ergriffen die Enden. Das konnte man ganz deutlich sehen. Inzwischen gingen alle umsere Boote längsseits der„Baralong“, und wir stiegen über das Fallreey an Deck. Der Kommandant der „Baralong“ ging händeschüttelnd herum und schien hocherfreut über das Ergebnis der Begegnung, da er nach seiner Behauptung zwei Monate lang herumgelreuzt war, um dieses Unterseeboot zu 5 5 Er befahl nun seinen Leuten, sich in einer Reihe an der Reeling aufzustellen. Sie begannen das Feuer und alle sechs Leute wurden kalten Blutes erschossen. Es fiel die Bemerkung, daß fünf Leute gesehen worden waren, wie sie an Bord der„Nicosian“ kletterten, und der Kommandant der„Baralong“ ließ sein Schiff längsseit der„Nicosian“ gehen. Als es sie erreicht hatte, wurde es festgemacht, und die englischen Matrosen, begleitet von 1 1 Schiffsoffizieren der„Nicosian“, suchten die fünf Deutschen. Kapitän Me Bride befahl, als er die Seesoldaten unter Führung eines Unteroffiziers abschickte: „Kriegt sie alle, macht keine Gefangenen!!! Der Schiffszimmermann war einer der ersten an Bord der „Nicpsian“ und voraus, die englischen Seesoldaten zu führen, während der erste Maschinist folgte. Einige von den Seesoldaten stürzten nach der Maschinenraumluke, während der Schiffszimmer⸗ mant und der Rest den Niedergang nach den Heizräumen hina ging. Der Zimmermann und die Scesoldaten, die den Niedergang zum Heizraum hinuntergegangen waren, kamen unten auseinander, bevor sie einen der Deutschen getroffen hatten. Der Zimmermann war ber erste, der die Deutschen anfiel. Er zielte mit dem Revolver auf einen von ihnen, befahl ihnen, die Hände hoch zu heben und zu ihm heranzukommen. Als der deutsche Matrose herankam, erschoß ihn der Zimmermann kalten Blutes. Er meldete dies dann Kapitän Manning mit dem Ruf:„Einem von ihnen habe ich!“ und beschrieb das Schießen; später er⸗ zählte er jedem an Bord die Geschichte. 5 Der erste Maschinist rühmte sich, einen der drei übrigen erschossen zu haben, und die Seesoldaten taten den Rest ab um iche sie ihre Tat ordentlich vollbracht hatten, schossen Kopf. Die letzten drei Leute, darunter der Kommandant des Anterseebootes, wurden folgendermaßen getötet Zwei der Leute tten den Gang zum Maschinenraum erreicht, während der Miaschinist ihnen auf den Fersen folgte. Sie liefen in einen der Bunker, und der Maschinist schloß die Tür hinter ihnen und rief die Seesoldaten mit den Worten herbei:„Kommt, Jungens, ich habe zwei von ihnen hier drin!“ Der Maschinist öffnete die Tür und schoß selbst; der andere Mann wurde durch die Seesoldaten getötet. Der deutsche Kommandant lief nun nach der Reeling und sprang über Bord. Einer rief:„Da ist einer von ihnen.“ Die Seesoldaten und Kapitän Manning gingen auf die Back des Schiffes. Der deutsche FTommandant schwamm auf die„Baralong“ Zu. Die Seesoldaten eröffneten das Jeuer von der Back der„Nico⸗ 93 ab die Kommandant sah herauf zur„Baralong“ und hob die Hi. Mund gekkoffen und das Blut rann ihm das Kinn her⸗ er, Er biß die Zähne zusammen und wartete auf das Ende. Ein Schuß aus der nächsten Salbe traf ihn ins Genick. Er rollte tot auf dem Rücken, trieb eine Weile und versank. 125 Nachdem der Kommandant erschossen war, kehrten die Ma⸗ trosen auf ihr eigenes Schiff zurück und es herrschte großer Jubel unter ihnen. Der Steward unseres Schiffes öffnete eine Flasche Whisky und bot sie dem Geschützführer und seinen Freun⸗ den dar. Der Kommandant der„Baralong“ schickte einen Brief an Kapitän Manning, den der Kapitän unserm Tierarzt zeigte, der ihn wiederum uns zu lesen gab. Der Brief ersuchte den Kapitän, den Leuten, besonders den Amerikanern an Bord, ein⸗ Zu schärfen, sie sollten nichts von der Geschichte, we⸗ der bei ihrer Ankunft in Liverpool, noch bei ihrer Rückkehr nach Amerika erzählen. Der Brief war unterzeichnet: Kapitän William Me Bride, H. M. „„ Baralong“. Die Auswanderung von Engländern im militärpflichtigen Alter. London, 8. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die Cunard Line hat gestern mit⸗ geteilt, daß sie keine englischen Reisenden an⸗ nehmen könne, die im militärpflichtigen Alter 1 5 Diese Verfügung gab Anlaß zu aufgeregten Szenen in Liverpool, als irische Auswanderer, die im Begriffe waren, abzureisen, an Bord des Dampfers„Saxonia“ 125 wollten. Die An⸗ werbungsagenten begannen ihre Arbeit, die Volksmenge pfiff die Irländer aus. Die Heizer der„Saxonia“ kamen an Land und erklärten den Beamten der Cunard⸗Line, daß sie 175 weigerten, zu fahren, wenn die Irländer die Er⸗ laubnis bekämen, an Bord zu gehen. Die Gesellschaft wei⸗ gerte sich schließlich, die Irländer mitzunehmen. 0 Die Note Amerikas an England. 5 London, 8. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reuter⸗ .— Bureau verbreitet solgende ausführlichere Meldung über die ameribanische Note an England: Die Note erklärt, die Behauptung Englands, es bestehe Gefahr, daß einige i 5 militärische Zwecke brauchbare Waren aus neutralen Ländern zum Feinde gelangen, könne nicht als gerechte geseßliche Grundlage für Gegenmaßregeln betrachtet wer⸗ 45 da sie zu viel Gelegenheit zu Mißbräuchen der Krieg⸗ hrenden gäbe. Bei der Anlegung eines solchen Maßstabes nten die Kriegsführenden das Recht der Neutralen auf die freie See ganz hinfällig m Die Vereinigten Staaten knnten sich mit einer solchen Bestimmung nicht zu⸗ frieden geben und verlangten das Recht, alle Güter, die neu⸗ trale Alder benötigten, zu ver aufen. Wenn die Güter, die bedingte Bannware sind, über ein neutrales Land nach dem e Lande bestimmt seien, so sei diese Tatsache allein nicht ausreichend, um die Beschlagnahme zu rechtfertigen. 8 18 b= meldet: Das englische Dampfschiff„Lady Plymouth“ ist hier . ehen, daß 8 U eebaen jedem toten Deutschen noch einen Schuß durch den ze 78 zum Zeichen der Uebergabe. Er wurde in den nete die Versammlung namens der einladenden Vereine, a e f ie⸗ S Die Vereinigten Staaten müßten deshalb gegen die Be⸗ schlagnahme von Schiffen auf bloßen Verdacht hin Be⸗ schwerde erheben. 0 die Blockade effektiv sei. Es wird aaf die bekannte Tatsache hingewiesen, daß die deutschen Häfen für den Ver⸗ kehr mit Skandinavien offenstehen. Die Note erklärt ferner, daß es keinen genauer umschriebenen Grundsatz des Völker⸗ rechts gebe, als den, der die Blockade neutraler Häfen in Kriegszeiten verbiete. Dann wird in der Note auseinander- geseht, daß die Prisengerichte für den Schaden, der den amerikanischen Kaufleuten zugefügt wird, keine genügende Vergütung zuerkennen. Die Regierung der Vereinigten Staaten macht die englische Regierung mit dem größten Nachdruck darauf aufmerksam, daß sie dabei beharren muß, daß die Beziehungen zwischen den beiden Regierungen nicht durch Zweckmäßigkeitsgründe, sondern durch die bestehenden Regeln des internationalen Verkehrs geordnet werden. Die Vereinigten Staaten nähmen ohne 3 die Aufgabe auf sich, für die Unverletzlichkeit der Rechte der Neutralen gegen die Ungesetzlichkeiten der Kriegführenden einzutreten, die durch den großen Kampf, der jetzt die Länder Europas ver⸗ wüstet, erbittert sind. 5 . 1 Die neue Regierung in Luxemburg. Luxemburg, 8. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Die zurückgetretenen Generaldirektoren Thorn und Mon⸗ enast sind zum Präsidenten bezw. Vizepräsidenten des Staatsrates ernannt worden. Mongenast hat ein huldvolles Handschreiben der Großherzogin ere in dem diese ihm ftr seine 33jährigen aufopferungsvollen Dienste dankt. Die Großherzogin hat Mongenast die Brillanten zum Großkreuz des Adolfordens verliehen. Das Präsidium der neuen Regierung übernimmt der gestern zum Staatsminister er⸗ nannte Rechtsanwalt Loutsch. Dise Kammer wurde auf den 9. November einberufen. — Der Seekrieg. Grimsby, 8. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus Das britische Fischerfahrzeug„Ting Wil⸗ liam“ ist versenkt worden. Sieben Mann der Besatzung sind gerettet; der Kapitän und ein Matrose werden vermißt. London, 8. Nov.(WTB. Nichtamtlich) Wie die Admirali⸗ tät mitteilt, ist am 5. November der bewaffnete Verpfle⸗ gungsdampfer„Tara“ von zwei feindlichen Unterserbooten im Ilten Mittelmeer angegriffen und versenkt wor⸗ den; 34 Mann der Besatzung werden vermißt. 3 London, 8. Nov.(WTB. e Lloyds meldet: Der Dampfer„Woolwich“ aus London ist ve worden; die Besatzung wurde gerettet. London, 8. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Lloyds Agentur Agentur rsenkt mit 55 Mann von der Besatzung des französischen Dampfers „Calvados“ an Bord eingelaufen. 5 Der englische Postdampfer„Alastair“ ist versenkt worden. Drei Mann von der Besatzung wurden gerettet. Die Leiche eines Steuermannes wurde geborgen. Aus Hessen. Der Landesausschuß der Fortschrittlichen Volkspartei im Großherzogtum Hessen war am gestrigen Sonntag in Frankfurt a. M. zu einer Tagung versammelt, der im Auftrage der Berliner Partei⸗ ntrale der Reichstagsabgeordnete Kop ch beiwohnte. Nach Erledigung des geschäftlichen Teiles der agesordnung hielt Herr Kopsch einen Vortrag über die wee Lage. J einer angeregten Aussprache, an der sich eine große Anzahl Herren aus allen Teilen des Landes beteiligte, kam die einmütige ustimmung zu den von dem Referenten dargelegten Auf⸗ assungen der n Ausdruck. Der feste Ent⸗ schluß, die Organisationen der Partei durchzuhalten bis zu einer. nicht allzu fernen Zeit, wo sie wieder in volle Tätigkeit treten können, wurde bekräftigt durch den einstimmig gefaßten Beschluß, das Landesparteisekretariat auch fernerhin aufrecht zu erhalten. 0 ——:. Aus Stadt und Cand. Gießen, 9. November 1915. Kriegerheimstätten. Im Großen Hörsaal der Universität 9 1 fun abend Generalsekretär Rüppel⸗ Berlin über die Schaffung von Kriegerheimstätten. Oberbibliolhekar Dr. Häuser eröff⸗ Evangelischen Arbeitervereins, der Ortsgruppe 85 des Verbandes der unteren Post⸗ und Telegraphen⸗ eamten sowie der Ortsgruppe des Deutschen Vortruppz⸗ vereins, welche sich als Mitglieder dem Hauptausschuß für Kriegerheimstätten angeschlossen haben.. 5 Generalsekretär Rüppel entwarf zunächst in großen 80 die historische Entwicklung des Wohnwesens und kam zu dem. luß, daß lange vor dem ege die en e bei uns in Deutschland einen Hohn auf unsere kulturelle Entwicklung gebildet habe. Die fortschreitende Erkenntnis dieser Tatsache hat dazu Eine die Förderung der Wohnungsfrage von einer anderen ite her schon jetzt in die Hand zu nehmen, um den heimkehrenden Kriegern, welche Haus und Hof, welche die vaterländische Scholle gegen die andringenden Feinde mit ihrem Blute verteidigt haben, ein eigenes Heim zu verschaffen. Es soll nicht wieder so gehen. wie nach dem glorreichen Kriege 1870/71, wo die Volksgenossen, die draußen den Feind bekämpft hatten, bei ihrer Heimkehr für sich und die Ihrigen kein Obdach finden konnten; wo die Wohnungs⸗ not in Berlin dazu zwang, für Zehntausende ein Unterkommen in Baracken zu schaffen. Damals schnellten die Preise für Bau⸗ stellen und für Häuser rapid in die Höhe, und damit ging Hand in Hand eine erschreckende Erhöhung der Mieten. Manchem Fa⸗ milienvater, der sieggekrönt aus dem Felde heimkehrte, wurde damals der Lohn zuteil, daß er die Wohnung gekündigt bekam, weil man seine 4 oder 5 Kinder im Hause nicht haben wollte. Das alles hat damals verhetzender gewirkt, als viele andere Widrigkeiten der Zeit. Schon heute zeigen sich wieder die Zeichen die bartun, daß sich die Spekulgtion rüstet, um hei Eintritt des Friedens an der verstärkten Nachfrage nach Wohngelegenheit sich zu bereichern. Würde man diesen Dingen nicht rechtzeiti begegnen, so würden wir wieder Verhältnisse bekommen, wie na dem 70er Kriege. Auf der einen Seite würde es große Not und großes Elend geben, und zwar besonders bei vielen der Tausende, die draußen im Felde für das Vaterland gekämpft und geblutet haben, auf der andern Seite würden sich breit machen Spekulation und die Profitwut, die später an der eigenen Fäulnis wieder zusamemenbreochen müßte. 8 So dürfen sich die 5 e nach dem Kriege, in dem unser Volk gezeigt hat, was es leisten kann, nicht wieder werden. Wir müssen Männern, denen die Daheimgebliebenen ihre Existenz und unendlichen Tank schulden, Stätten gewähren, pie ihnen das Leben und das von Frau und Kindern behaglich gestalten. Die Nstwendigkeit, daß nach dieser Richtung ener⸗ gisch Hand angelegt werden mu hat dahin geführt, der Be⸗ gründung von Krieger heimstätten näher zu treten, und es ist hscherfreulich, daß die Verwirklichung dieses Gedankens in allen Gauen und in allen Kreisen. Volkes Wurzel geschlagen hat. Es ist ein großer Gedanke, dessen Verwirklichung Die Note wirft ferner die Frage auf, ob ha Obdach und Erwerb zu Die Heimsläktenfrage ist schon vor dem Kriege behandelt wor⸗ den; Amerika, England, die Schweiz und Serbien ben eine Heimstättengeseggebung. Ende März d. J. wurde bei uns in Deutschland der Hauptausschuß für Krieger ⸗ r mit 28 Verrinen gegründet, und ein Beweis, wis ehr der Gedanke gezündet hat, ist es, daß heute schon über 2000 Organssationen dem Hauptausschuß angehören, der Einzel ⸗ personen als Mitglieder nicht annimmt. Der Reichsverband der deutschen Städte, zahlreiche Landgemeinden, Gewerkschaften, Ver⸗ eine aller Berufsklassen sind Mitglieder geworden. Tie Gründung von Heimftätten soll keine reine Wohlfahrtseinrichtung für die damit bedachten Kriegsteilnehmer ein, sondern die ganze Organi⸗ sation foll einen geschäftlichen Anstrich belommen; dabei wird aber vermieden werden jede Spekulation, die auf Gewinn abzielt. Jedem heimkehrenden Krioger, der von einer Heimstätte Gebrauch machen will, soll ein wohlbegründeter Rechtsanspruch darauf zugesichert werden. Zu dem Zweck ist in Aussicht genommen, ein Heimstätten⸗Gesetz zu verlangen, wonach die Möglichkeit bestetzt, dem Krieger eine Stätte im Deutschen Reich oder in den deutschen Kolonien zu überweisen, in der er gegen eine, mäßige Rente sein Leben verbringen kann. Geplant sind vorerst Heim⸗ slätten zur Betätigung als Landwirt, umsafsend 10 Hektar Fläche, solche für den gärtnerischen Betrieb, umfassend 2 Hektar Gelände, und Wohnstätten für Industriearbeiter in den Außenbezirken der Städte und für landwirtschaftliche Arbeiter auf dem Lande mit ca. 1000 Om. Flächengehalt. Beim Erwerb eines solchen Wohn⸗ sitzes ist eine Tapitalanzahlung natürlich von vornherein ausgeschlossen; es werden in allen Fällen nur gleichblei⸗ bende Renten verlangt Auch wird beim Tode des Familienhauptes der Witwe und den Kindern die Weiterbenutzung der Heimstätte überlassen. Dabei soll die Freizügigkeit des Benußers einer Heim⸗ stätte und die seiner Erben nicht beschränkt werden. Es ist Vorsorge zu treffen, daß bei einem Nee e niemand zu kurz kommt; ausgeschlossen ist natürlich bei einem solchen Wechsel die Zahlung jedes Konjunkturgewinnes. Es handelt ieh also bei dieser Heim⸗ stättengesetzgebung um die von der Bodenreform an estrebte„Er b⸗ pacht“, die allerdings durch ein Reichsgesetz mur für Kriegs⸗ teilnehmer festgelegt werden soll. 1 Der Redner erörterte weiter die Möglichkeit der Ausfüh⸗ rung des Gedankens, widerlegte die Einwendungen, die dagegen erhoben werden könnten, bekämpfte den Einwand, daß durch die Friegerheimstättenbewegung dem soliden Hausbesitz Schaden zugefügt werden könne, erörterte die Geldbeschaffung und wies darauf hin, daß in unserem Vaterland mehr als gemug Boden vorhanden fei, um Millionen von Menschen in der geplanten Weise 8 ewähren. Er schloß mit der Bitte, daß jeder der Anwesenden sich als Offizier betrachten möge, um Truppen sa werben, die dafür eintreten, ein Stück Heimat denen zu schaffen, die uns allen den vaterländischen Boden durch Einsatz ihres Lebens gesichert haben.“ * Die Hessische Ta pferkeitsmedaille erhielt Re⸗ gierungsbaumeister und Vorstand des Großh. Eisenbahnbetriebs⸗ 91 1 in Gießen Dr. Walloth, der als Rittmeister im Osten n Dekanatssynode. Die diesjährige Synode des evangelischen Dekanats Gießen findet heute Dienstag, den 9. d. Mts., nachm. 1 Uhr im Gemeindesaal der Johannes⸗ kirche statt. Die Eröffnungsansprache hält Pfarrer Bern⸗ beck⸗Wieseck. Den Hauptgegenstand der Verhandlungen bildet ein Vortrag von Pfarrer Dörr⸗ Heuchelheim über „Kriegsaufgaben in der Seelsorge, mit besonderer Berück⸗ sichtigung der Zukunft der Kirche“. Die Verhandlungen sind öffentlich, und es sind alle evangelischen Bewohner des Dekanats willkommen.. * Kriegsfreiwilligen⸗Einstellung. Bei der III, Matrosen⸗Artillerie-Abteilung werden am 1. 1 1915 Kriegsfreiwillige eingestellt. Es kommen nur kräftig gebaute Leute in Frage, die noch keine Entscheidung über ihr Militärverhältnis erhalten haben und sich noch nicht zur Rekruten⸗Stammrolle anmelden mußten. Mindestmaß: 1,64 m. Gesuche mit ausführlichem Lebenslaufe, poliz. Füh⸗ rungszeugnisse und Einwilligungserklärung des Vaters oder Vormundes sind sofort an das Kommando der III. Matrosen⸗ Artillerie⸗Abteilung in Lehe a. d. Weser zu richten. Die ärztliche Untersuchung wird alsdann beim zuständigen Be⸗ zirkskommando veranlaßt. 5 * Liebesgaben für a deutsche Akademiker. Um kriegsgefangenen deutschen Studieren⸗ den Bücher, namentlich auch ihres Studienfaches, zuzuführen, 15 sich in Berlin ein besonderer Ausschuß gebildet, der durch ichere Vertrauensmänner in der Lage ist, Büchersendungen in die Gefangenenlager zu befördern. Da unter den in 1 schaft befindlichen deutschen Studenten nach nichts mehr Verlangen herrscht, als nach geistiger Kost, und gleichzeitig durch entsprechende Fachliteratur die Zeit des tatenlosen Harrens für das Studiung n r gemacht werden kann, ist eine Unterstützung des Ausschusses d e von Büchern oder Geld dringend er⸗ wünscht. Auch solche, die ihre akademischen Studien bereits vollendet haben, wie z. B. Oberlehrer, Referendare, Diplomingenieure sollen entsprechend bedacht werden. Spenden bittet man an den Aus⸗ chuß zu Versendung von Liebesgaben an kriegsgefangene deutsche Akademiker(Geschäftsführer Dr. Gerhard Niedermeyer, Berlin C2, Kleine Museumstraße 5 b, Bankkonto bei der Königlichen Seehand⸗ N fen. Staatsbank, unter Nummer B 17 164) gelangen zu lassen. l Die Sammlung für die kriegsgefange⸗ nen Deutschen in Rußland in unserer Stadt hatte ein gutes Ergebnis. Die Büchsensammlung in den Häusern und auf den Straßen brachte, wie wir seinerzeit schon mit⸗ teilten, 8931.12 Mk. ein, bei den Sammelstellen wurden 1099.80 Mk. eingezahlt. Gemeinsam mit dem Kreis⸗ komitee für Rotes Kreuz und Kriegshilfe, das die Hälfte der Kosten trägt, wurde die Ausstattung 300 Kriegs⸗ e Feschafft und abgeschickt. Verausgabt wurden afür 9982.37 Mk., so daß der Wert eines einzelnen Paketes sich auf 33.28 Mk. stellt. Die Verbringung in die einzelnen Gefangenlager besorgen Angehörige des schwedischen Roten Kreuzes und zwar wird jeder einzelne Eisenbahnwagen von zwei Herren begleitet, die die Geschenke in den Lagern direkt an unsere Angehöri verteilen. Die erübrigten Geld⸗ beträge werden zu Barunterstützungen von Kriegs⸗ be e de i den-Spesialoeschat Liebesgaben. ie Fi Zigarr pezia 2 „Zum Alten Rathaus“(Inhaber 5 P. Petersen) hier, Marktplatz 15, stiftete für die in hiesigen Lazavetten befindlichen Verwundeten aus Anlaß ihres dreijährigen Bestehens 1100 Beutel Zigaretten zu je 10 Stück. Sinkende Viehpreise. Vom Frankfurter Vieh⸗ markt wird uns geschrieben: Der heute abgehaltene Vieh⸗ markt hatte einen„großen Tag“: in jeder Viehgattung außer den Schweinen einen ganz bedeutenden Auf⸗ trieb und überall einen cb Preisrückgang. Vor einer Woche hatten die a te ae eine kaum gekannte 505 erklettert, heute sanken sie rasch um 4—16 Mk. den entner. Auch bei den Kälbern machte sich der allgemeine Rückgang bemerkbar. Am aa aber zeigte er sich bei den Schweinen. Die in einer oche in Kraft tretenden Höchstpreise bewirkten einen Preissturz beim 1 bis zu 15 Mk. und beim e bis zu 25 Mk., verschiedentlich gar bis 30 Mk. Die Händler versuchten ihre Ware um jeden Preis loszuschlagen, weil sie nach Ein⸗ tritt der Höchstpreise an den zu hohen Preisen eingekauften Tieren noch mehr einbüßten als 995 Die Metzger hielten i angestrebt wird, aber große Ideen können, wie die Erfahrung lehrt, am besten in großer Zeit in die Tat umgesetzt werden. mit ihren Einkäufen zurück, w e hoffen, am nächsten Fabi noch billiger einkaufen zu können. Wer nicht un⸗ edingt Schweine brauchte, kaufte nicht. 5 5 nächsten Ta mehls abzugeben, das aus Ersparni der seit dem 25. September vermißte Wehrmann Ludwig » Der Kommunalverband ist in der Lage, in den en an die versorgungsberechtigten Personen Menge besten Weizen⸗ en zurückgelegt wer⸗ den konnte, Es werden 500 Gramm an jeden Fange berechtigten verteilt werden. Ferner ist es dem Kommunal- verband gelungen, etwa 600 Zentner Reis zu beschaffen, der in etwa 14 Tagen zu wesenklich billigerem als dem ge⸗ genwärtigen Preise— etwa zu 55 Pfennig für das Pfund— zum Verkauf gebracht werden wird. Auch 400 Zentner Seife werden demnächst durch Vermittlung des zerbandes zur Ausgabe kommen. Das Nähere über den Seifenverkauf enthält eine Bekanntmachung in heutiger Nummer. Einzel⸗ heiten über die Mehlabgabe und den Reisverkauf werden noch mitgeteilt werden. Neue 1 9 9. gemeinden des Kreises lichen Bekanntmachung in festgesetzt. Wildbretverkauf. Am kommenden Donners⸗ tag kommen im Auftrag der Stadt im Laden des Hofliefe⸗ ranten Schreiner fünfzehn Stück Rehwild zum Verkauf. . Muste rungen und Kontrollbersamm⸗ lungen. Im heutigen Kreisblatt befindet sich eine Be⸗ kannlmachung betreffend die Mu sterung und Aus⸗ hebung der beim Ersatzgeschäft im Mai d. J. zurückgestell⸗ ten, in den Jahren 1895, 1891 und früher geborenen Mili⸗ tärpflichtigen, sowie der im seines Bezirks eine bestimmte öchstpreise für die Land⸗ ießen werden in einer kreisamt⸗ heutiger Nummer des Kreisblatts sturmpflichtigen. Ferner macht das Bezirkskommando die Termine der Herbstkontrollversammlungen 1915 bekannt. Landkreis Gießen. w. Lich, 8. Nov. Heute wurde hier der neue Winterkurs der Landwirtschaftlichen Winterschule eröff⸗ net. Es haben sich 29 Schüler eingefunden, von denen 12 die obere und 17 die untere Abteilung besuchen. Angesichts des Kriegszustandes ist der Neueintritt von 17 Schülern recht erfreulich. „ Queckborn, 7. Nov. Hier traf die Nachricht 1 0 daß eT z berger vom Landwehr⸗Inf.⸗Regt. 87, 10. Komp., sich in Ge⸗ fangenschaft in Barcelonnette(Frankreich) befindet. 5 Starkenburg und Rheinhessen. m. Offenbach a, M., 9. Nov. Der Stadtälteste der Stadt Offenbach, Rentner Georg Haus, begeht am heutigen Dienstag in körperlicher und geistiger Frische seinen 93. Ge⸗ burtstag. Hessen⸗Nassau.- Frankfurt a. M., 8. Nov. Auf Grund des Pro⸗ testes hiesiger Bürger gegen die Aufführung von Schönherrs „Weibsteufel“ hat die zuständige Behörde die Auf⸗ führung dieses Stückes am n verboten.— In Gegenwart der staatlichen und städtischen Behörden wurde heute mittag in der„Alten Post“ eine neue roße Volksspeisehalle der 1 Gesell⸗ schaft für Wohlfahrtseinrichtungen eröffnet. Dadurch ist es möglich, nunmehr täglich 6—7000 Personen zu speisen. Den Besuchern der Speifeanstalt wird ein schmackhaftes und reiches Mittagessen für 40 Pisz verabfolgt. Gegen Lösung eines Gutscheins erhalten die Besucher ein Besteck und an der Anrichte das Essen, so daß also vollkommene Selbstbedienung eingeführt ist. Vermischtes. 9. Nov. Bei dem Schaffhausenschen Bankverein in Köln sind nach Blättermeldungen größere Un⸗ regelmäßigkeiten aufgedeckt worden, die durch das Zu⸗ sammenarbeiten eines Vorstehers, des Kassierers einer Depositen⸗ kasse und mehrerer anderen dort beschäftigt gewesenen Ange⸗ stellten verübt worden sein sollen. 5 Hamborn, 8. Nov.(W. T. B. Nichtamtlich.) Auf Zeche 3—7 der Gewerkschaft Deutscher Kaiser ereignete sich heute nachmittag gegen 5 Uhr eine lokale Schlag wetterexplosron in Flöz 1“ auf der fünsten Sohle, bei der 19 Bergleute zu Berlin, Ein Preisausschreiben ist nicht mehr nötig, nachdem Namantine mit Sparsieb, als bestes und sparsamstes Schuhputzmittel anerkannt ist. Fabrikant: Rud. Starcke, Melle i. H. N ahre 1897 geborenen Land- um 29 Millionen Mark in das Handelsregister ist erfolgt, besitzt, um all' den Tayferen, Grenzwacht im Oste Niederlassung der Johannesstraße, für das Konto deren Filiale Mainz. Vorräte und Munition in großen Mengen. R Tode gekommen sind; zwei Bergleute wurden schwer und fünf leicht verleiht. Die Verunglückten und die Verletzten sind sämt⸗ lich geborgen. Jede weitere Ge ahr it beseitigt. Die übrigen Grubenbauten sind durch die Exploston nicht in Mitleidenschaft gezogen.. 5—— a Handel. BDerzin e(WT B.) In der heutigen Aufsichts⸗ ratssitung der Allgemeinen Elektrizitäts⸗Ge⸗ sellschaft wurde über das verflossene Geschäftsjahr Be⸗ richt erstattet. Die 23 der zu den Fahnen einberufenen Angestellten beträgt 28 908. Mit dem Eisernen Kreuz erster Klasse wurden neun ausgezeichnet. 816 Angestellte starben den Heldentod. Die Kriegsunterstützung an die Familien der Einberufenen belief sich für das erste Jahr auf 4612 414 Mark, die aus dem Betriebe gedeckt sind. Die Werkstätten waren mit Friedensarbeit zureichend beschäftigt und standen in weitem Umfange der Landesverteidigung zur Verfügung. Das Bankguthaben beträgt 103,3 Millionen Mark. Der Buchwert einer Reihe von Industriebeteiligungen ist durch Absetzung von rund 2 Millionen Mark auf den Nennwert gebracht. Nach Abzug der Unkosten, Steuern, Obligations⸗ zinsen und Abschreibungen wird ein Reingewinn von 21 296 115 Mk.(Vorjahr 18 892 641 Mk.) ausgewiesen. Der auf den 10. Dezember einzuberufenden ordentlichen General⸗ versammlung wird die Verteilung einer Dividende von 11 Proz.(Vorjahr 10 Proz.) auf 155 Millionen Mark Aktien vorgeschlagen. Die Eintragung der Kapitalserhöhung — wonach 34 767000 Mark Stammaktien der Berliner Elek⸗ trizitätswerke zum Umtausch in 26 075000 Mark junge A. C. G.⸗Aktien angemeldet werden. Die verbleibenden 2 925 000 Mark werden von einem Bankkonsortium über⸗ nommen. Märkte. o. Frankfurt a. M.,. Nov. Kartoffelmarkt In⸗ folge der Bundesratlichen Verordnung, betressend Verlehr mit Kar- tosseln, seblte am beutigen Markt jedes Angebot von Speisekartoffeln. Nur Fulterkartoffeln wurden angeboten. Notierung unmöglich. Ge- schälste kamen nicht zustande.. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 2—— 2 8 7 S 5 3 Nov. 8 8 8 32 2 8„„ 8 2 5 2 3 S3 Welli 1115[8 8 8 8 S2 8 2 58329 e 8— 5 4 E 5 352 f 7 8.%%— 4 57 o—— 10 Bed. Himmel 8.„— 5.0 5,9 90—— 10 1 1 9.— 5,1 60 91—— 10 5 1 ö ö N Höchste Temperatur am 7. bis 8. Nov. 1915= 5,0 0 Niedrigste„„„ 10150 + 0,3“„ Miederschlag: 0,0 mn. 7 Amtlicher Wetterbericht. Deffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Miltwoch, den 10. Nov. 1915: Bedect, zeilweise Niederschläge, mild. 38 Letzte Nachrichten. Die Kriegsbeute in Serbien. Berlin, 9. Nov. Der Kriegsberichterstatter des„Berliner Tageblattes“, Adelt, meldet aus dem K. K. Kriegspressequartier: Die Gesamtzahl der Gefangenen in Serbien während der letzten Offensive erhöht sich auf rund 40 000 Mann. An Geschützen wurden außer 80 gesprengten Geschützrohren 340 erbeutet, nämlich 260 von der Heeresgruppe Mackensen 80 von den Bulgaren. Hierzu kommen über 100 000 Gewehre, zahlreiche Maschinengewehre, 15 Minenwerfer, Scheinwerfer, Schanzzeug, Bahnmaterial, Trainparks, Sanitätseinrichtungen, Weihnaoftsbifte. armes 8. 85 Wie im vorigen Jahre, so komme ich auch diesmal mit 88 einer recht herzlichen Weihnachtsbilte für das Reserve⸗In⸗ 8 5 santerie⸗Regiment 222 das keinen heimatlichen Standort 887 die in Eis und Schnee die balten, eine bescheidene Weihnachts⸗ — freude machen zu können. 8 185 Um die Sendung möglichst einheitlich zu gestalten, ist 10 8. 3 9 70 15 bares Geld zur Beschaffung der erforderlichen Sachen am 88 5* ane e 9 15 erwünschtesten. Jede, auch die kleinste Gabe wird mit 28 eig biegen ande 12 herzlichstem Dank entgegen genommen. 725 1 Feruspr. 201 Zahlungen nimmt an bis zum 28. Novbr. die Gießener 8³⁰ Zeparatur-Annahme. Bank für Handel und Industrie, 8 es Regiments 22 bei 8769 Frau Oberst Rott. Gelegenheitskauf Restnestand elze Für eldposssendungen Medir.-Drogerie z. 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Er wird überall die Verhältnisse stubieren— Die An⸗ 4 5 der Alliierten dürften zu einem überraschenden Ergeb⸗ nis führen.(7) J Venizelos. Paris, 9. Nov. Dem Pariser„Journal“ wird aus Athen emeldet: Es geht das Gerücht, daß Venizelos infolge seiner rmüdung und des aufreibenden Kampfes gegen seine politischen Gegner sich zurückziehen wolle und daß er seine Freunde gebeten habe, sich bei den nächsten Wahlen der Stimme zu enthalten. Diese Meldung des Pariser„Journal“ wird von der Agence Havas verbreitet. Ein russisches Reichsmonopol für Steinkohlenverkauf. Stockholm 9, Nov. Der russische Handelsminister hat ein Projekt eines Reichsmonopols für Steinkohlenverkauf ausgearbeitet, das in einer der nächsten Sitzungen des Ministerrates zur Beschlußfassung vorgelegt werden wird. — 5— Steckenpferd-Seife die beste Lilienmilch Seife g far zarte. weiße Faul. St Ho pfg. Dada NRrem. Amtlicher Teil. Betr.: Erhebung der Vorräte von Brotgetreide, Hafer und Mehl am 16. November 1915. An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Wir machen darauf aufmerksam, daß bei der am 16. No⸗ vember l. Is. stattfindenden Vorratserhebung alle Mehlmengen, die Ihnen vom Kommunalverband Gießen, Mehlverteilungsstelle, überwiesen wurden, nicht anzugeben sind. Die Bestandsaufnahme dieser Mehlmengen erfolgt direkt durch den Kommunalverband Gießen, Mehlverteilungsstelle. 5 Gießen, den 8. November 1915. eee Kreisamt Gießen. finger. Betr.: Abgabe von Seife. 5 An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Wir machen darauf ausmerksam, daß der Kommunalverband Gießen, Mehlverteilungsstelle, 400 Zentner weiße Kernseife be⸗ sen hat. Die Abgabe erfolgt in Kisten von ca. 2 Zentner. Die denen an die Gemeinden erfolgt zu 6 9 Pfg. für das Pfund ab Gießen. Der Kleinverkaufspreis an die Verbraucher darf 76 Pfg. für das Pfund nicht übersteigen. Bestellungen sind sofort an den Kommunalverband Gießen, Mehlverteilungsstelle, zu richten, von wo ab die Zuteilung im 15 Einwohnerzahl und der verfügbaren Menge er⸗ olgt. 5 Gießen, den 8. November 1915. Großherzogliches Kreisamt Gießen. finger Les Für Damen, Herren und inder ]. Taschenlampen mit und ohne Blende mit drehbarem Scheinwerfer eue lasehenlampe, Perl, als besondere Signallampe auch as Tisch⸗ oder Wand⸗ lampe zu gebrauchen. 85728 g. Dalterien, Clähbirnen gie. empfiehlt in großer Auswahl Edgar Borrmann Eisenwaren⸗, 8 und Küch ugert 1—4pfündig, bpiuelnännslen. FJernsprecher 231. N 1 empfehlt dilligst Tipar Mrrnant Eisenhandlung. 8822 Taschenlampen 9 Ul. Gewandhaus-Ouarlelt Konzertmeister Edgar Wollgandt(I. Violine), Karl Wolschke(2. Violine), Carl Herrmann (Bratsche), Professor Julius Klengel(Oello). Reger, Sonate für Violine und Klavier, op 139, O-moll.— Beethoven, Quartett op. 74(Harfen- Reger, Quartett für Violine, Bratsche, Cello und Klavier, op. 133, A-moll. Konzertslägel Ibach aus dem Magazin von A. Förster in Gleßen. imteitts! 1. Platz M. 3.—, 2. Platz M. 2.(Studen- Eintrittskarten ten karten J 1. l. Pfg. T. A Plan 50 Sämkl. Aumsriert, für Schüler u. Militärpersonen, die nicht im Offiziersrange stehen, 30 Pfg. sind in der usikalienhandlung von Ernst Challier, Tel 671. tau 0 . Hebung 5. NI. 6. Prenss.-Süddeutsche (2. RömfD, Preuss.) Klassen- Lotterie Debeng vom November 1015 vormittagu. der he. weg 5 brei glelch bohe Ge- n N l N ae Gewtane Res 240 Mark sind den betreffenden Nemnmern Ia Elammern beigefugt. One Sewibr) Nachdruck verboten.) 170 882 81 2 845 84 88 gas i 20 ꝗa⁰ 5 7 575 15 906(5001 2 es 88 8s 184 285 35 487 558 78 305 4058 150 8 8 329 419 812 918 5188 212 22 82 78 781 605. 1500] 83 8 7047 8 179 2382 8 27 82 8288 380 6382 572 7 E 40 2 85 18 11 1 1 1 813 82 8s[E00] 617 704 1500] 857 67 7 88 118 4 68 520 41 48 636 747 82 887 13883 161 803 18 728 45 02 889 140 1. 428 es 71 830 848 18138(800 80 ö 2 171 87 878 413 828 00 6e 732 888 87 48845 88 717 84 17142 48 211 86 434 605 81 883 18077 2 97 160 683 85 842 68 19101 40 283 348 4 84 8 1 4 112 1 83 92 21088 131 258 2 s s 51 836 7 2200 18 885 204 6 66 819 62 u 800 185 78 4 f* 6882 620 33034[Ao 140 428 8 800 9 129 82 58 94 364 626 919 88 202 340 a8 809 39 4108 85 8 529 92 14202 200 247 86 508 202 86 460. 620 L600 1 440 77 334[1000] 408 681 80 80 68 70 68 115 417 20 68[1000] 621 68 soo]! 91 48140 366 458 603 6 879 825 654 728 71 88 91 940 88 48099 404 48 40 688 90 eo 49128 1000] 278 888 2 5 8 8 48505 35 enn askes, 288 2 2. 349 385 8 2 2 8 88 Soo 207 40 01 88 81137 44 91 228 ooo 38s 682 52067 187 281 757 527 84 64 870 918 66 54009 48 124 82 dr 1000 6 58078 204 88 490 847[3000] as 418(Soo 676 613 803 98 928 87032 81 FS 31 90 943 58009[S0] 189 488 602 90[1000] 785 203 58089 168 4 L000 642 Js 788 808 84 96 926 64 1. 2 2 388 610 1500] 38 64 73 1011 184 211 14 36 44 897 788 865 L600 761 110001 881(600 83208 64 72 800 14 64221 80 639 884 916 94 20 68087 102 2086 84 584 610 2 74(1000 e 928 47 672839 48 70 Tao] as 90[600] 410 88 648 890 0 880 78 leo ss 69074(10000 1 202[1000] gr 41 ese 72 768 71109 27 44 688 80 Sof 720% 18 L⁰ονο”e 2 dene 74 e 78072 818 27 828 721 48 1000] 91 65 7408 Lao 108 518 23 44 L500] 608 4 72 74 87 714 817 68 98 1500 75083 272 350. 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Ziehung 5. Kl. 6. Preuss.- Süddeutsche (232. Königlich Preuss.) Klassen- Lotterie Zlehung vom 8. November 1915 nachmittags. Auf sede genagene Nammer sind zwei glelen hohe fe- Winne gctallea, and zwar je eiser saf dle Lose rleleher dummer ln den beiden Abteflunzen 1 and 11 Nur dle Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern belgefugt. (Ohne Gewehr.) Nachdruck verboten.) 17 Lsoo] 78 128 50 239 3086 40 780 1138 59 275 679 77/0 2002 125 55 200 lsdo] es 839 ei(10001 544 60 84 707 67 1600] 841 982 3004 40 138 280 452 lso0] 88 861 744 4122 400 78 601 18 885 68 918 41 5118 393 417 84 585 958 8014 124 8/7 231 95 587 80 818 7229 324 480 98 843 883 L800] 889 8232 83 302 43 670(1000 88 700 10 8859(3000 803 77 9218 404 48 811 25 80 008 9 718 58 983 1009 876 94 454 648 7886 64 899 J3000! 938 44[3000] 1108 87 263 97 868 450 542 868 640 712 37 874 904 36 12108 288 68 78 492 98 741 800 33 13172 77 Ls 554 709 14 Lsoo 866 14131 292 40s 40 99 839 82(1000] 799 221 15024 62 314 448 524 784 36 848(800) 870 11000 18222 28 71 510 745 880 853 7988 17085 172 5886 18191 228 56 428 os 610 80 84 843 80 19188 378 416 662 76 709 840 80 975 2903 19 281 328[L10001 78 88 681 680 748 70 88 855 60 62 905 21280 351 411 671 767 858 998 22048 02 431 84 86 721 871 98 23028 810 88 99 844 606 54 2219 11000] 24 448 854 722 35 818 70 25322 627 L500] 80 717 47 87 83[5001 84 26082 87 124 702 41 66 843(500 2700(80000 49 220 30 110001 88 404 100] 5 663(500 781 28029 70 88 221 87 378 L500] 98 414 54 29255 819 62 54 87 417 58 30117 58 60 287 601 871 91 31110 46 68 898 416 L10001 887 80 626 81 788 78 804 992 32020 51 342 70 590 630[soo] 839 33060 68 86 348 88 461 96 818 60 34038 305 439 641 784 35002 3833[800] 83 542 55 721 48 882(1000] 88 927 75 36068 181 68 638[500] 649 L500] 37087 382 428(1000] 85 68 871 38001 10 95 184 302 24 859 784 lsoc! 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November 1915 — 5½ Uhr, in der neuen Aula Generalmusikdirektor M REüER mit dem Leipziger quartett).— und abends an der Kasse zu haben. Der Ueberschuss kommt Krlegswohlfabrtszwecken zugute! rrrr eee. Bekanntmachung Unsere neue diebes- und feuersichere Schranklächer anlage ist fertig gestellt und stehen noch Aufbewahrung von Wertgegenständen, insbesondere aber auch der Kriegsanseinlepapiere Auskunft über die Bedingungen U der Zahlstunden erteilt, auch werden Anmeldungen innerhalb derselben Zeit erbeten. * Giessen, im November 1915. Bezirkssparkasse Giessen — 8550 Pf Afar Tac Aue Ludwig Berger Gerichtsassessor, Leutnant d. R. Gretel Berger, geb. Geil kriegsgetraut 6. November 1915 o jetfãcher zur Verfügung. d wãhrend hochzeit und Geschäftsjubiläum in so Statt Karten Allen denen, die uns bei unserer Süber- relchem Maße bedacht haben, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dauk August Deibel und Frau Sophie, geb. Henkel 050 8717 Mferde⸗ Verkauf. Der Futterersparnis barmerie⸗Kaserne stehendes, als Reit⸗ iches Dienstpferd 1 verkauft. ngebote nimmt entgegen dle wegen wird ein in der Gen⸗ und Zugpferd endarmerie⸗Sektion Gießen. ysteme gewissenhaft aus Aepareturen an Schreibmaschinen aller fülren in eigner pezlal- Werkstätte Frapz Vogt& Co,, Glessen Goethestr. 32. Fernruf 1054. Ausnahme- Angebote in feltigen weissen Beftbezügen Größe 130/180 em extra schwerer gestreifter Salin“ 8 5.50 der Bezug Mk. 6.50 Weit unter heutigem Preise extra prima Damast, Wasserdichte Westen mit Wollfutter Mk. 12 außerordentlich bewährt u. viel verlangt ( Pfd.-Paket per Post). Westen in Leder, Pelz,] Lustspiel in 3 Akten v Franz Wolle usw. Anfertgung In etgner Werkstatt Aug. Kilbinger Seltersweg 79. 5 Felldeabr dere Olr.: Hermann Steingoetter. Dienstag, 9. Nopbr. 1915, abends 8 Uhr: J. Dienstag⸗Abonn.⸗Vorstell. Gewöhnl. Preise(exmäßigt) Nein alter Herr. Arnold und Victor Arnold. Ende 1525 10 Uhr. ee Gummi- und Regen- hautmüntel 18130 ieee 2 95 5 1915, Ausrlistungsgegen- aben 5 u Zu Schillers Geburtstag Aaunzeb anten u. Por Volks- und Schiller⸗Borstel. Volksprelse! Volkspreisel Kabale und Liche. Ein bürgerliches Trauerspiel in 5 Akten von Frledrich non Schiller. Ende nach 11 Uhr 8755 Ei- Pulver frisch eingetr. tersweg 90, Otte Schaaf. a8 Soldaten vom Feldwebel Adler.: Drogerie, Sel⸗ Varstellungen auf und 6 3. Sperrsitz nur halbe ö abwärts zahlen 1 allen