* ur. 258 Der Gleßener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags.— Bedlagen: viermal wöchentlich Siehener Familienblätter; nvweunal wöchentl. Kreis⸗ latl für den Kreis Gießen (Dienstag und Freilag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Zeitfragen FNerusprech Anschlusse: für die Schriftleitung 12 Verlag, Geschäftsstelleö 1 Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Sießen. Annahme von Anzelgen für die Tagesnummer bis zum Abend vorher. General⸗Anzeiger für Hotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Fange. Schriftleitung, Oderhessen Geschäftsstelle und druckerei: Schulstr. 7. Dienstag, 2. November 1015 Beings preis: monatl. 85 Pj., viertel N jährl. Pik. 2.5); durch Abosole- u. Zweigstellen monatl 75 Pi. durch die Post Mk. 2.30 viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenprets: lokal 15 Pf., ausw. 20 Ff.— Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den polftischen Teil und das Feuitleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; füc den Anzeigenteil: H. Beck, sämilich in Gießen. — 2 1—— (WTB.) Großes Hauptquartier, 1. November. Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. In der Champagne schritten die Franzosen bei Ta⸗ hure nachmittags zum Gegenangriff. Sie wurden ab⸗ grwiesen. Die von unseren Truppen am 30. 10. gestürmte Butte de Tahure ist fest in unserer Hand geblieben. Die Zahl der in den letzten beiden Tagen gemachten Gefangenen ist auf 31 Offiziere, 1277 Mann gestiegen. 5 Bei Combres kam es zu lebhaften Kämpfen mit Nahkampfmitteln. Leutnant Boelcke hat am 30. 10. südlich von Tahure einen französischen Doppeldecker zum Absturz gebracht und damit das sechste feindliche Flugzeug außer Gefecht gesetzt. In der Gegend von Belfort fanden mehrere für die deut⸗ schen Flieger erfolgreiche Luftgefechte statt. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Hindenburg. Beiderseits der Eisenbahn Tuckum— Riga gewan⸗ nen unsere Truppen im Angriff die allgemeine Linie Rag⸗ gasem—Kemmeern(westlich von Schlok)— Aunsem. Feind⸗ liche Gegenstöße wurden zurückgeschlagen. Westlich und südwestlich von Dünaburg wurden starke russische Angriffe abgewiesen. Zwischen dem Swen⸗ ten⸗ und Ilsensee war der Kampf besonders heftig. Er dauert dort an einzelnen Stellen noch an. Vereinzelte feind⸗ liche Vorftöße nördlich des Dryswjaty⸗Sees scheiterten ebenfalls. Der Gegner hatte große Verluste. Bei Olai(südwestlich von Riga) wurde ein russisches Flugzeug zur Landung gezwungen. Führer und Beobachter sind gefangen genommen. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Oestlich bon Baranowitschi wurde ein russischer] Auch Nachtangriff nach Nahkampf abgeschlagen. Heeresgruppe des Generals v. Linsingen. Die Lage ift im allgemeinen unverändert. Ein feindlicher Gegenstoß nördlich von Komarow hatte keinen Erfolg.. Deutsche Truppen der Armee des Generals Grafen b. Bothmer wurden bei Siemkuwee(an der Strypa 1 von Burkansw) angegriffen und stehen dort noch Balkan⸗Kriegsschauplaß. In Fortsetzung des Angriffs wurde die Höhe südlich Ern. Milano vac in Besitz genommen. In Nichtung auf Kragujevac ist der Feind über den Petrovackar⸗ und Lepenica⸗Abschnitt zurückgeworfen; Kragulevac ist in deutscher Hand. Oestlich der Morawa ist gegen zähen Widerftand der Serben der Trivunovo⸗Berg genommen. Es wurden einige hundert Gefangene gemacht. Die Armee des Generals Bojadfjieff war am 30. 10. unter Nachhutkämpfen dem Feind bis in die allgemeine Sinie Höhen von Planinicg(südwestlich von Zajecar)— Sla⸗ tyn(nordwestlich von Knjazevac— östlich von Sorlsig— westlich von Bela⸗Palanka, östlich von Vlasotince gefolgt. 5* Die Zahl der im Oktober von deutschen Truppen im Often eingebrachten Gefangenen und die von ihnen gemachte Beute beträgt: Gefangen: Erbentet: Bei der Heeresgruppe 98 Offiziere 40 Maschinen⸗ von Hindenburg: 14 482 Mann gewehre Bei der Heeresgruppe 32 Ossiziere 2 Maschinen⸗ Prinz Leopold: 4134 Mann gewehre Bei der Heeresgruppe 56 Offiziere 21 Maschinen⸗ von Linsingen: 8 871 Mann gewehre Bei der Armee des 3 Offiziere 1 Maschinen⸗ Grafen v. Bothmer: 1525 Mann gewehr Bei der Heeresgruppe 55 Offiziere 23 Geschütze“ von laben: 11937 Mann u. 16 Maschinen⸗ gewehre. 23 Geschütze 80 Maschinen⸗ 5 gewehre. *) Abgesehen von einer großen Zahl aufgefundener Ge⸗ schütze älterer Fertigung. Oberste Heeresleitung. ** 2 Am heutigen Dienstag wird der erste englische Minister, Asguith, im Unterhause den Mut haben, die Lage von allen Seiten aus zu beleuchten. So kündigt man wenigstens in London an, indem man hinzufügt, es handle sich um einen Tag der Entscheidung erster Ordnung. Uns freilich scheint die Stellung des Kabinetts Asquith einem großen Straf⸗ prozeß ähnlich, in dem die Zeugenvernehmungen nichts mehr Ueberraschendes versprechen und das Urteil eigentlich schon 1115 ist, während nur über den Zeitpunkt noch Ungewiß⸗ Zusammen: 21 Ossizierc, 40 949 Mann, eit herrscht, zu welchem der Spruch vollstreckt wird. Was önnte Asquith Neues vorbringen? Eine interessante rhe⸗ sichten. Denn aus dem Besuch des französischen Generalissi⸗ mus in der englischen Hauptstadt läßt sich nicht mehr Tröstung herauspressen, als die Zeitungen diesfeits und jeweits des Kanals schon vollbracht haben: die Hoffnung auf einen ge⸗ meinsamen Plan, der die Unternehmung der Zentralmächte im Orient aufzuhalten berechnet ist. Will Asquith diesen Plan noch näher erläutern und uns sagen, bei welchem zipfel man die Sache anpacken will? Selbst der zuversicht⸗ ichste englische Kriegsenthusiast würde sagen, daß dies unstrategisch wäre, daß man den Feind nicht in seine Karte blicken lassen soll. Nein, Asquith wird in der Haupt⸗ ache die Abrechnung des Vergangenen vorlegen müssen, wobei er nicht umhin kann, darauf Rücksicht zu nehmen, daß es nach dem Sturz des Kabinetts Viviani auch im ussischen Gebälk bedrohlich gekracht hat. Die Mit chuldigen, Delcassé, Sasonow und andere ru sische Kriegsanstifter sind gegangen; will Sir Edward Grey allein bleiben? Die Gerüchte von einer neuen französfisch-englischen Offensive an unserer Westfront lönnen uns nicht ängstigen. Gerade in den 1 Tagen hat sich wieder gezeigt, daß Joffres bester Wille gegen die deutsche Tatkraft nicht auf⸗ lommen kann. Die Rückeroberung der„Butte de Tahure“ durch die Deutschen würd in der französischen Meldung vom 31. Oktober zugegeben. Es geht, so urteilt der„Berner Bund“, daraus hervor, daß es ich um einen breit vorgetragenen, durch Trommelfeuer eingeleiteten Angriff handelt, der an der Hauptstelle eindrang. Die deutsche Berteidigung muß auf die Rückeroberung der Stellungen ber Tahure großen Wert legen, da das Fortbestehen dieser schwachen Stelle in der Champagnefront auf die Dauer den ganzen Abschnitt gegen Ripont zu gefährden würde. Die hin⸗ und herwogenden Grabenkämpfe lassen noch kein Ende absehen und werden auf beiden iten immer wieder zu Teilerfolgen und Teil⸗ rückschlägen führen. Wir glauben nicht, daß die Fron⸗ ten im Westen geschwächt worden sind, sondern sind auf Grund der allgemeinen Lage und besonderer Nachrichten der An⸗ sicht, daß sowohl Deutsche als Franzosen ihre Linien verstärken. die Engländer schaffen forigesetzt Reserven herüber. Ein Teil derselben eee um sich in Marseille nach dem Owent einz U— a 85 Die Russen haben es ebenfalls nicht vermocht, vurch eigene Anstrengungen die Bemühungen der Zentralmächte an der serbischen Front aufzuhalten. Gerade eben hat, wie der deutsche Tagesbericht meldet, Generalfeldmarschall von Hindenburg ihnen wieder einige Verse ins Album geschrie⸗ ben. Die deutschen Truppen stehen vor Riga so fest wie vor Dünaburg, und die Beuteziffern für den Oktober beweisen, daß unsere Heere tätig gewesen sind wie in den besten Zeiten. Ihre neuesten Hoffnungen haben die Russen auf die Strypa⸗ front, in Ostgalizien, gesetzt, wo die Armee Bothmer und die benachbarten österreichisch-ungarischen Streitkräfte in heißem Kampfe stehen. 5 Die Serben ziehen sich unter Nachhutkämpfen gegen Pristina und die albanisch⸗montenegrinische Grenze zurück. Das Hauptereignis des Tages ist die Einnahme von Kra⸗ gujevac im Herzen Altsebiens. Diese Stadt, die Hauptstcht des gleichnamigen Krrises, ist, so schreibt ein militärischer Burteiler in der„Köln. Volksztg. zwar nach deutschen Begriffen nit ihren ungefähr 12 000 Einwoh⸗ nern nur eine Kleinstadt, sie istaber mit ihrer staatl Kanonen⸗ und Waffenfabrik und mit ihren Arsenalen der Hauptwaffen⸗ platz des Königreichs und var darum stark ausgebaut. Daher wurde allgemein damit gerchnet, daß die Serben Kragujavec mit aller Macht halten und in diesen Teil des Landes ihren Hauptwiderstand verlegen wirden. Allerdings mußte schon nach den letzten Erfolgen der detschen und österreichisch⸗ungarischen Truppen damit gerechnet weden, daß die Serben diese Absicht, die ja wohl zweifellos ihr irsprünglicher Plan war, aufgeben mußten, und erst hinter der Golifsfka Morava, also etwa in der Linie Kraljevo⸗Pristing, die Hauptentscheidung suchen würden. Die Eroberung der Höhen sölich von Grn, Milanovac, das un⸗ gefähr auf demselben Breitengade wie Kragujevac, und zwar west⸗ lich von diesem zu suchen if und die siegreiche Ueberschreitung des Lepenica⸗Abschnittes, q dessen Südseite Kragujevac liegt, haben den Ausschlag gegebenund die Serben zur Preisgabe ihrer bisherigen Hauptstellung gepungen. Von dem strategischen Er⸗ folg unserer Truppen abgeseen, trifft natürlich der Verlust ihrer Waffenfabriken und Arsena] allein schon die Serben überaus schwer. Mögen sie auch nocho gut von ihren großen Verbündeten mit Kriegsgerät versorgt widen sein, ohne eigene Hilfsquellen und abgeschnitten von weiter unmittelbarer Zufuhr, stehen sie den entscheidenden Kämpfen hne Hoffnung gegenüber. Oestlich der Morawasaben die Armee Gallwitz und die bulgarische Armee Boa djieff weitere Fortschritte ge⸗ macht. Gallwitz nahm de Trivunovo⸗Berg, Bojadjieff ist bis auf die Höhen von Mninica(etwa 18 Kilometer süd⸗ westlich von Zajecar), weit südlich bis Slatina nordwestlich von Knjazevac, dann bis rr Sorljig an der Straße Knjaze⸗ vac—Nisch, endlich südösth von Pirot bis in die Gegend östlich von Vlasotince vordrungen. Damit rückt auch die Bedrohung von Niscin greifbare Nähe, denn Syrljig ist von Nisch nur ungesck 20 Kilometer in der Luftlinie entfernt. ** * Der österreichischngarische Tagesbericht. Wien, 1. Nov.(8B. Nichtamtlich.) Amtlich wi verlautbart: 1. November 15. 0 ich wird Russischer riegsschauplatz. An der Szezara ben kaiserliche und königliche Truppen einen Nachtanoff nach heftigem 1 abgewiesen. An der Koninfront haben wir mehrere starke Nachtangriffe abgesagen. Nördlich Blenlawa an der torische Leistung, gewiß, aber nichts, was den hungrigen bri⸗ ischen Volks löwen füttern könnte: neue Erfolge und gute Aus⸗ Strypa entwickeln sich ch einem abgewiesenen Angriff Der serbische Hauptwaffenplatz Kragujevac erobert! trägt die Oktoberbeute der dem kaiserlichen und königlichen Oberksmmando unterstetenden Armeen 142 Offiziere, 26 000 Mann, 44 Maschinengewehre, ein Geschütz, drei Flugzeuge und sonstiges Kriegsmaterial. Italienischer Kriegsschauplaß. Der am 18. Oktober eingeleitete, am 28. mit frischen Truppen erneute dritte Ansturm der Italiener gegen unsere küstenländische Front beginnt zuerlahmen. Gestern stieß der Feind zwar noch gegen den Nordrand der Hochfläche von Doberdo mit starken, an mehreren anderen Stellen mit schwächeren Kräften vergeblich vor. Sein An⸗ griff ist jedoch nicht mehr allgemein, mag der Kampf auch nochmals aufflammen. Die von der italienischen Heeres⸗ leitung mit großen Worten angekündigte, an der Haupt⸗ front mit wenigstens 25 Infanterie⸗Divisionen versuchte Offensive ift an der unerschütterlichen Mauer unserer sieges⸗ sicheren Truppen zusammengebrochen, die zweiwöchige Isonzoschlacht für unsere Waffen gewonnen, unsere Kamuyffront durchweg unverändert. Ebenso behielten die Verteidiger von Tirol und Kärnten ihre seit Kriegs⸗ beginn heldenmütig behaupteten Stellungen fest in Händen. Durch diese Erfolge hat unsere bewaffnete Macht neuerdings Verbündeten auf die südwestlichen Grenzgebiete sind, die er durch hinterhältigen Rückenangriff leichthin erobern zu können vermeinte. In den Kämpfen der zweiten Oktober⸗ hälfte verlor der Feind mindestens 150 000 Mann. Südöstlicher Kriegsschauplaßz. Im Raume westlich der großen Morava haben die verbündeten Streitkräfte unter stellenweise heftigen Nachhut⸗ kämpfen die Höhen südlich und südöstlich Grn. Milanovac und Kragujevac erreicht. Zwischen 7 und 8 Uhr vormittags wurden heute auf dem Arsenal und der Kaserne von Kra⸗ gujevac die österreichisch⸗ungarische und kurz nachher die deutsche Fahne gehißt. Im Flußwinkel zwischen der Morava und Resava haben deutsche Truppen nach heftigen Kämpfen die beherrschende Höhe Trivunovo⸗Brdo genommen. Bulgarische Kräfte haben auf der Straße nach Parazin die Höhen westlich Palanka und im Nisava⸗Tal die Höhen westlich Bela⸗Palanka erkämpft. Die bisherige Gesamtbeute der deutschen und öster⸗ reichisch⸗ungarischen Truppen des Gencrals von Köveß be⸗ trägt: 20 Offiziere 6600 Mann, 32 Geschütze, 9 Maschinen⸗ gewehre über 30 Munitions⸗Fuhrwerke, einen Scheinwerfer, viele Gewehre und Artilleriemunition und sehr viel Infan⸗ teriemunition. Ueberdies wurden 45 alte oder gesprengte Geschützrohre erbeutet. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. *** Zum Besuch Joffres in London. London, 1. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Times“ schreiben: Der Besuch Joffres in London hat zu einer voll⸗ kommenen Uebereinstimmung über die einzuschlagenden militärischen Maßnahmen am Balkan geführt.— Das Reu⸗ tersche Bureau meldet hierzu: Joffres Besuch hat hier einen vorzüglichen Eindruck gemacht. Er stand zweifellos hauptsächlich im Zusammenhang mit der e außerdem sind noch verschiedene andere Fragen, die der Exledigung harrten, der Lösung zugeführt worden.— Der politische Korrespondent des „Daily Chronicle“ glaubt, daß jetzt schnell gehandelt werden wird und neue Armeen für den Osten gebildet werden sollen. Lyon, 1. Nov.(WTB. Nichtamtlich.)„Lyon Rspublicain“ meldet aus Paris: General Joffre, der zwei Tage in London weilte, wo er Gast Lord Kitcheners war, hat mehreren Bera⸗ tungen des Kriegsrates beigewohnt. Er hat mit dem englischen Kriegsminister eine gemeinsame Aktion der fran⸗ zösischen und englischen Armee festgesetzt, die die Wir⸗ kung der großen deutschen Unternehmung im Orient aufheben soll. Grey und Briand. Reuterschen Bureaus. Der neue französische Ministerpräsi⸗ dent Briand und Sir Edward Grey haben bei dem Ministerwechsel die üblichen Telegramme sausgetauscht, in welchen sie versichern, daß ihre Regierungen fest ent⸗ 580 seien, bis zum Ende energisch zusammen zu ar⸗ n. Die spannende parlamentarische Lage in England. London, 1. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Meldun ö Reuterschen Bureaus. Man erwartet, daß die morgige ee sitzung die wichtigste in den lezten Jahren sein wird. Der Premier⸗ minister wird den 3 den die Verbündeten zu lösen haben, von allen ten betrachten und zweifellos nicht davor zurückschrecken, das Haus genau über alles zu unterrichten. Dis Debatte verspricht sehr belangreich zu werden, da es den Mit⸗ gliedern des Hauses vollständig freistehen wird, ihre Meinung ohne Rücksicht auf N auszusprechen. Inzwischen eut⸗ halten die Blätter sich der Kommentare, da sie stillschweigend ee sind, 55 1 5 Meinungsäußerung und die Hauses abzuwarten, ehe sie auf die Fragen, die das Parl 5 zu behandeln hat, eingehen. g r Die„Schildwache im fernen Osten“. neuerlich heftige Kämpfe. Tokio, 1. Nov.(WTB Nichtgmtlich.) Meldung der Agenze Havas. i ournalisten Der japanische Ministerpräsident bat einem J Auf dem nordöstlichen Kriegsschauplatz be⸗ bewiesen, wie eitel und haltlos alle Ansprüche des einstigen London, 1. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des 0 zwei Abschnitten zurück.— Sonst nichts Neues. während hinter Wilna an der ausgedehnten Seenkette die Ope⸗ CCC ĩ ͤ ertlärt, daß Japan den Verbündeten leine Truppen schicken tonne, da es nicht über die notwendigen Transporte verfüge. Dagegen gewähre Japan durch die Mobilmachung seiner Arse⸗ nale militärische und maritime Hilfe. Japan nehme die Rolle einer Schildwache im äußersten Osten ein, um die Feinde zu verhindern, die muselmanischen Völker zum Aufstand aufzureizen. Es wache darüber, 1 77 transsibirische Eisenbahn⸗ linie, die zur Verproviantierung ußlands dient, nicht zerstört werde. Der Ministerpräsident fügte hinzu, Japan freue sich, daß sein Mitwirken vielleicht das Ende des Krieges beschleunigen würde. * 1* Dom serbischen Kriegsschauplatz. Athen, 1. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Die Operationen in Serbien dauern an. Der bulgarisch⸗deutsche Plan ist, den Rückzug der Hauptmacht des nordserbischen Heeres gegen Süden abzu⸗ schneiden, das Bestreben des serbischen Generalstabes ist es, den Rückzug in guter Ordnung auf eine neue Verteidigungs⸗ linie zu sichern. Griechische Militärkreise halten die Lage des serbischen Heeres für schwierig, aber nicht für ver⸗ zweifelt. Die Wiedereinnahme von Veles durch die Bul⸗ garen bestätigt sich. Aus Rumänien. Bukarest, 1. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Gestern fand die von der unionistischen Foederation veranstaltete öffent⸗ liche Versammlung in fünf Städten statt, in denen die Führer Reden hielten, wie sie es vor einer Woche in Bukarest taten. Es kemtzeichnet die Beurteilung, welche die Foederation an der ganzen Moldau erfährt, daß keine der Städte, wo die Versammlungen abgehalten wurden, in der Moldau liegt. Die Versammlungen verliefen ohne Zwischenfall. Bukarest, 1. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Die Liga der nationalen Einheit hat gestern eine öffentliche Versamm⸗ 5 1 die sich für die Politik der Regierung aussprach. Ein englischer Oberst diese Stellung un Aufcrag bestch⸗ tigt und ärt, daß sie nach seiner Meinung uneinnehmbar wäre. Es scheint, daß die Engländer den diefer Zeit von der Mög⸗ lichkeit eines russischen Widerstan überhaupt noch überzeugen wollten und sich mehr auf die Beriche ihrer„Kontrollöre“ als auf die russischen Angaben verlassen wollten. Ich weiß nicht, ob russische Offiziere die englischen Stellungen in Flandern kon⸗ trolliert haben, auf jeden Fall scheint mir der englische Besuch in dieser Form auch wieder einmal ein Streiflicht auf die eigen⸗ artige Lage der Russen England gegenüber zu werfen Selbst die Meinung der englischen Autorität— die uns be⸗ kannt wurde— hielt die deutsche Leitung aber nicht ab, die Stel⸗ lung, die allerdings durch die vorgelagerten Sümpfe außerordent⸗ lich stark war, am 17. September zu nehmen. Während an der Stelle, da die Linie die Chaussee bei Sckhamelki schnitt, demon⸗ striert wurde, 1 man alle verfügbaren Kräfte gegen die Seen⸗ enge zwischen Tschitschkry⸗ und Owile⸗See versammelt. Die Russen meldeten mit Stolz den Zusammenbruch der(Schein⸗An⸗ griffe auf Schunelki. Der mit Wucht vorgetragene Angriff auf die Seenenge überraschte sie völlig, er gelang nach dreistündiger Artillerie-Vorbereitung vollkommen, die Durchbruchslücke wurde erweitert und nach Sulden die ganze Stellung aufgerollt, in der Verfolgung wurde Nowo⸗Alexandrowsk erreicht. g Die neue russische Stellung, die sich vom Gut Lauzensee bis Bahnhof Turmont vor die Straße legte, wurde sofort am nächsten Tage trotz der Anstrengung der Truppen angegriffen, um den Russen keine Zeit zu lassen, Verstärkungen heranzubringen. Die Wirkung der schweren Artillerie in dem Waldgelände war hier besonders stark, so daß die Infanterie schon eine Stunde vor der festgesetzten Angriffszeit stürmte, weil ste die Stellungen für erschüttert hielt. Die Stämme, die ich heute im winterlichen Wald hinter Alexandrowsk sah, waren in ihrer Zersplitterung eher Palmen als Kiefern ähnlich, ganze Grabenstücke waren bei Lauzensee von den niederschlagenden Baumriesen zerfetzt worden. Bei Lauzensee trat der seltene Fall, daß ein einzelner Musketier entschei⸗ dend den Kampf beeinflußte, ein. Die vielen kleinen Seen bringen es mit sich, daß eine ganze Stellung unhaltbar wird, wenn der südliche oder nördliche Seerand beherrscht wird, weil dann flankiert werden kann. Der Musketier Weiß durchschwamm in der Nacht den See bei Gut Lauzensee an seinem Nordrand, durch⸗ schnitt das russische Drahthindernis, holte sich zwölf Kameraden und nahm mit ihnen die Besatzung der Hügelkuppe, die gegen Flankie⸗ rung schützen sollte, samt Artilleriebeobachtern gefangen. Der kommandierende General belobte das Bataillon, das daraufhin die Stellungen im Sturmlauf nahm, auf dem Marktplatz von Nowo⸗Alexandrowsk und überreichte dem Musketier das Eiserne Von der Zarenfamilie. Petersburg, 1. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Der Kaiser und der. sind heute früh von der Front des Feldheeres nach Zarskoje Sselo zurückge⸗ kehrt. Die Kaiserin Alexandra Feodorowna und ihre Söcht 5 f 1 Erster. WWW Auf der südlichen Seite der Chaussee setzten die Russen, die in 8 größter Eile mit Fraftwagenkolonnen inzwischen neue Verstär⸗ Der türkische Bericht. Konstantinopel, 1. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: Auf der Dardanellenfront nichts von Bedeutung, abgesehen von örtlichen, teilweise heftigen, teil⸗ weise schwachen Feuergefechten. Bei Sedd⸗ül⸗Bahr nahmen zwei feindliche Kreirzer an dem Feuer teil, indem sie verschiedene Stellen wirkungslos beschossen. Bei Sedd⸗ ül⸗ Bahr und bei Ari Burnu zerstörte unsere Artillerie drei Minenwerferstel⸗ lungen des Feindes. Unsere Batterien an den Meerengen zer⸗ streuten feindliche Truppenansammlungen, die bei Monoliman und Elias Burnu gesichtet wurden.— Auf der Kaukasusfront schlugen wir mit Erfolg zwei Ueberfallversuche des Feindes in kungen herangebracht hatten, zu heftigen Gegenstößen au. Sie drangen in der Nacht bis auf die Höhe von Nowasa vor. Es war eine dunkle, sternlose Nacht, die Landwehr war dabei, sich ein⸗ zugraben, als die Russen kamen. Man hatte die Schippe zur Hand und nahm sie als furchtbare Waffe Die Höhe von Nowaja war am Morgen mit Toten übersät, mit Toten, deren Schädel die klaffen⸗ den Wunden der Schippenblätter zeigten. In den nächsten Tagen folgten sich Angriff und Gegenangriff. Am 23. wurde Kurzem in heftigem Stoß genommen und die da⸗ hinter liegende Stellung im Anschluß an den Angriff durchbrochen. Die Russen wurden bis Meddum, etwa 15 Kilometer vor Düna⸗ burg, zurückgeworfen. Gegen diese Stellung haben die Russen im Oktober bis auf den heutigen Tag Angriff auf Angriff eingesetzt, mit einem Aufgebot von Artillerie, wie sie im Osten bisher äußerst selten war. Die Angriffe fingen am 10. Oktober in größerem Maßstab an und steigerten sich bis zum 17. Oktober. Hier erreichten sie einen Höhepunkt. Gegen ganz schmale Frontabschnitte wurden gegen sieben russische Divissonen(2 Divisionen vom 4. Korps, 2 Di⸗ visionen vom 14. Korps, die finnische Schützenbrigade, Teile des 5. sibirischen Korps und Reserven), vorgeworfen. Am 15. griffen die Russen in Zugkolonnen, vierundzwanzig Glieder tief, südlich der Chaussee an Es war einsach. nicht möglich, selbst mit Naschtnen gewebe bie der Meurgeugrauel angreifenden dicken Massen abzumähen. Ein Teil drang in die Gräbelle in benen sich ein wütender Kampf, Mann gegen Mann, entspann. Bei auf⸗ kommendem Licht rückten unsere Bataillone wieder vor und nahmen die verlorenen Stücke, die inzwischen unter unserem Artillerie⸗ feuer lagen, wieder. Was von den Russen übrig blieb— 300 Mann— wurde gefangen genommen. Ostpreußen, schlefische Land⸗ wehr. Rheinländer zeichneten sich hierbei besonders aus. Am nächsten Tage wurden sechs russische Angriffe gegen die Stel⸗ lungen geführt. Am Morgen stürmten vier russische Regimenter, um 2.30 Uhr folgte der zweite Angriff, weitere um 5.45 Uhr, 7 Uhr, 9.30 Uhr. Die Leichen lagen schichtweise vor den deutschen Stellungen. g 5 5 8 Ganz unzweifelhaft hatten die Russen die Absicht, um jeden Der Seekrieg. London, 1. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Lloyds mel⸗ det: Der britische Dampfer„Toward“ ist ver⸗ senkt worden; die Besatzung wurde gerettet. Kriegsbriefe aus dem Osten. Von unserem zum Ostheere entsandten Kriegsberichterstatter (Unberechtigter Nachdruck, auch aushurgsweise, verboten.) Die Kämpfe an der Dünafront. 1 5 5. 5 ichzeiti it den hefti, Kü n um Wilna ging im e e erer 8 5 die Düna. Aber ration einen vorläufigen Abschluß gefunden hatte, und wir dort die erreichten Erfolge in einer starken Stellung festgelegt hatten, gehen die Kämpfe an der Dünafront weiter. Es kam bei der Festlegung der Stellung in Litauen darauf an, daß nicht die im Kampf erstarrte Linie, sondern eine leicht verteidigungs⸗ fähige und günstige Grabenführung den Truppen jede mögliche Erleichterung gab. Zu dem Zweck wurde an manchen Stellen erheblich über die beabsichtigte Stellung vorgestoßen, um dann ungestört ausbauen zu können. Unser Zurückgehen auf diese vor⸗ bereitete Linie, in dem Augenblick, da sie fertig war, haben die Russen dann regelmäßig als Erfolg ihrer Angriffe ausgegeben. Das vorläufige Ziel ist jetzt, wie gesagt, in Litauen überall erreicht, wie weit das Ziel an der Tünafront gesteckt ist oder gesteckt wird, ist selbstwerständlich nicht zu erörtern, in dem Augen⸗ blick, da ich hier an der Front weile, ist jedenfalls die Offensive gegen den Brückenkopf von Dünaburg und die 9 11 Dünalinie 5 da 6 0 0 5 im Fortschreiten trotz der heftigen russischen Gegenangriffe und nischen Munitionsmengen und jaanischer Geschütze die russische der starken Anhäufung von Truppen auf der russischen Seite. Artillerie wieder aktionsfähig gemcht. Es wurden diese Angriffe 4. ja auch nur angesetzt, weil man ihnn mehrstündiges Trommelfeuer icken konnte in einer Stäße, wie es von russis. Seite n Sebhnber waren un der Straße Wiltomir⸗Diuab urg, Pri inen ane 0 9 15 wurde. Man wollte offenbar auch auf russischer Seite den großen September⸗Oktober⸗Druck unterstützen, um uns zum Aufgeben an⸗ derer Pläne zu zwingen.. Die Truppen hielten in den Hräben, die noch ohne Hindernis waren, selbst dem schwersten rusischen Ansturm bewunderungs⸗ würdig stand. In den ja schließich ganz anderen östlichen Ver⸗ hältnissen ist diese Leistung ein Gegenstück zu den großen Kampf⸗ tagen im Westen. Der Erfolg var ein Ermatten der Russen. Gefangene sagten aus, daß in da Dörfern hinter der russischen Front kein Platz mehr für die* war, sodaß man sie im Freien unterbringen mußte. Banze Kompagnien, die unser Artilleriefeuer nicht mehr ertragn lonnten, liefen über. Die polnischen Regimenter, die seit de Besetzung Polens überhaupt nicht mehr recht bei der Sache ware, fingen an zu versagen. Dagegen hat unzweifelhaft da Eintreffen der großen japa⸗ Preis durchzubrechen, eine Absicht, die mit aller Energie verfolgt[i 19, bi kaum angesetzt wurde. Di dabei verwendete Munition. die von Kawnp gerade auf den Düna⸗Brückenkopf führt, noch keine aher 97 0 starken russischen Kräfte versammelt, weil die Russen alle verfüg⸗ baren Reserven einsetzten, um die gegen Wilna marschierende Armee Eichhorn bei Troki⸗Nowe zu durchbrechen. 5 Willomir war erreicht. Während sich Teile der Armee Eichhorn genau nach Osten schoben und das große Spiel um Wilna begann, flankierte der rechte Flügel der Niemen⸗Armee die Straße Wil⸗ komir—Dünaburg von Kowarsk⸗Andronischki aus, so daß die Russen auf ihre starken Stellungen südlich und nördlich von Autalogi zurückgehen mußten. Vom 10. September an vollzogen sich dann die Operationen der hier in Betracht kommenden deut⸗ schen Kräfte in nordöstlicher Richtung längs der Straße nach Dünaburg. In sehr schweren, fast täglichen Kämpfen mußte der Boden fast schrittweise gewonnen werden, je mehr man sich dem Brückenkopf Düna näherte, umso enger war das Netz der russischen Stellungen, und zuletzt suchten die Russen, vermutlich auf strengen Befehl des Zaren, mit Einsatz aller Kraft und ziemlich bedeutender Artillerie den immer enger Kreis gegen die Brückenkopf⸗ Stellung zu e e 55 Zunächst ging unser Angriff in ziemlich regelmäßigem Tempo vorwärts. Die Antalogi⸗Stellung wurde südlich und nördlich bei Tirmney und Norhjany umfaßt— ein Jägerbataillon, das bei Stobalunki ein russisches Regiment warf und 800 Gefangene machte, zeichnete sich hierbei besonders aus— so daß die frontal kaum zu nehmende Linie am 10. abends in unserem Besitz war. Andere deutsche Kräfte hatten inzwischen von Norden her Druck ausgeübt In den Gefechten bei Dusjaty und Wileiki konnte sich das 3. russische Korps nur durch größte Marschanstrengung vor der Urklammerung retten. Es wurde hinter die Swientaja urückgeworsen, der Fluß wurde fast gleichzeitig von den deutschen ruppen 1 itten. Am Abend des Schlachttages fand man bei einem russsschen Stabsoffizier den russischen Rückzugsbefehl, ber den sofortigen, eiligen Rückzug in die vorher ausgebaute Stellung zwischen Owile⸗See über die Chaussee nach dem Samawa⸗ See führend, anordnete. Am 13. September wurde festgestellt, war ausschließlich japanischer Herkuft, ich habe selbst die Geschoß⸗ boden und Sprengstücke mit japaischen Zeichen gesehen. Auch das kleinkalibrige japanische Gewehrhat sich an der Beute und an den Verwundungen überall gezeigt. 77 Mit Hilfe dieser herangebrachtt Munitionsmenge sollte, das sei noch einmal betont, ein Durbruch großen Stils versucht werden. Ein sehr beträchtlicher Teil er russischen Armee ist an der Dünafront geworfen worden, sodafdie bisher erreichten Ersolge: Einengung des Kreises gegen Dünalrg, Erreichung der Düna und Beherrschung der Bahnlinie Dünarrg—Riga, Näherschieben an Riga in ausgezeichneter Stellung ir das schützende Sumpfgebiet, umso höher zu werten sind. ö 5 5 Rolf Brand) Kriegsberichterstatter. Aus dem deiche. Berlin, 1. Nov. Der Vatand der sozialdemo⸗ kratischen Fraktion de Reichstags hat die so⸗ fortige Einberufung des Richstages beim Reichs⸗ kanzler beantragt, weil die Lebhismittelfrage und der Be⸗ lagerungszustand eine schleune Erörterung erheischten. Berlin; J. Nov.(WTB Nichtamtlich.) Die Einzah⸗ lungen auf die dritte Hriesanleihe in der Woche vom 23. bis 30. Oktober sind u 225,5 auf 9008 Millionen Mark, gleich 74,4 Prozent der ßesamtzeichnung, gestiegen. Zur 4 Zeit haben sich digon den Darlehnskassen für w der dritten Kriegsanlei hergegebenen Gelder nur Um 24,4 auf 590,2 Millionen öht. Carranza mordet? London, 1. Nov.(WTB. chtamtlich.) Exchange Tele⸗ daß bieser Befehl befolgt war. graph Company meldet aus N York: Nach aus San An⸗ tonio eingelaufenen telephonsen Meldungen ist Car⸗ L d lu g 0 5 von den Vereinigten Staaten als Präsident von Mexiko anerkannt worden. Aus Stadt und Cand. 5 Gießen, 2. November 1915. Per sonalnachricht. Zum bayerischen Kriegs mini. sterium kommandiert 2 Pb Boeckner(Gießen), bis⸗ her Kompagnieführer im Bayer. Feld⸗Inf.⸗Batl. Nr. 2. 0 * Auszeichnung. Ernst Schwabe, Sanitäts⸗ Unteroffizier z. Zt. in der Landwehr⸗Sanitäts⸗Kompagnie 24, der vor kurzem das Eiserne Kreuz erhalten, wurde mit dem Hess. Sanitätskreuz ausgezeichnet. ** Amtliche Personalnachrichten. Der Groß⸗ herzog hat durch Entschließung vom 23. Oktober 1 den Charakter als Leutnant vom 1. November d. J. ab dem seitherigen Kreisoberwachtmeister Johannes Roth im Großherzoglichen Gen⸗ darmeriekorps verliehen.— Durch Entschließung Großh. Mini⸗ steriums des Innern wurde der Lehramtsreferendar Dr. Hans Medert zu Darmstadt zum Lehramtsassessor ernannt.— Der Großherzog hat am 30. Oktober d. J. den Vorstand des Finanzamts Alzey, Finanzrat Georg Tag zu Alzey unter An⸗ erkennung seiner treuen Dienste vom 1. November 1915 ab bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in den Ruhestand versetzt. ** Die Rote⸗Kreuz⸗Medaille zweiter Klasse haben erhalten: Korwan, Hans, Generalleutnant 8 D. in Darmstadt, D. Nebel, Ludwig, Präsident des Sber⸗ konsistoriums in Darmstadt, Schaefer, Hermann, Ober⸗ bürgermeister a. D., Hauptmann a. D., in Darmstadt, Frau Oberstallmeister Freifrau Auguste von Nordeck zur Ra⸗ benau, geborene Freiin von Riese⸗Stallburg, in Darm⸗ stadt, Frau Geheime Kommerzienrat Elisabeth Strecker, geb. Merck, in Mainz; die Rote⸗Kreuz⸗Medaille dritter Klasse haben erhalten: von Hombergk zu Vach, Mi⸗ nister des Innern in Darmstadt, Harth, Joseph, Kom⸗ merzienrat in Mainz, Dr. Usinger, Karl, Geheimerat, Provinzialdirektor in Gießen, Frau Staats minister Marie von Ewald, geborene Valckenberg, in Darmstadt. — Militärische Ausbildung der Jugend. Am Samstag abend der vorletzten Woche führte eine Nacht⸗ ü bung 1 Jungmannschaften nach dem Gelände vor dem Bergwerkswald. Die n begann um 8 ¼ Uhr und war gegen 10 Uhr beendet. Die Aufgabe der Nachtübungen ist, die jungen Leute an die Dunkelheit zu. ins⸗ besondere das Patrouillengehen zu üben, also Auge und Ohr zu schärfen. Andererseits verschafft die Beibehaltung dieser Uebungen, solange die Witterung einigermaßen günstig ist, nicht nur den Jungmannschaften, sondern vor allem auch den sehr stark in Anspruch genommenen Füh⸗ rern alle 14 Tage einen freien Sonntag⸗Nachmittag für ihre Familien.— Am Mittwoch abend wurde nach den allgemeinen Uebungen die Bedeutung der Vereini⸗ gung der verbündeten Heere mit dem bulgari⸗ schen, die der Tagesbericht mitgeteilt hatte, dargetan. Am letzten Sonntag nachmittag fanden zwei kleinere Ge⸗ fechtsübungen auf dem Trieb statt. Die Mittwoch⸗ Uebungen fallen in dieser Woche aus. Die Preisprüfungsstelle für die Stadt Gießen, die in der vorigen Woche ihre Tätigkeit begonnen hat, hielt am Samstag ihre erste Sprechstunde ab, die, wie an dieser Stelle in der letzten Freitagsnummer ausgeführt wurde, in erster Linie der engen Fühlungnahme zwischen der Prüfungsstelle und dem Publikum dienen soll. Der Erfolg war überraschend: Weder am Samstag noch in der gestrigen Sprechstunde ist jemand erschienen. Wenn man daraus den Schluß ziehen dürfte, daß nun in Gießen auf bon Ocbeusmittelmarkte ZJustänbe herrschen, die über jede Beschwerde und jeden Tadel erhaben sind, so wäre das ja hocherfreulich. Leider erscheint diese Schlußfolgerung aber nicht sehr berechtigt; denn der Hausfrauen, die auch jetzt noch ohne langes Nachdenken ein Dutzend Fälle aufzählen können, wo„die Polizei einschreiten müßte“, oder wo sie sich übervorteilt glauben, sind immer noch mehr als 9 vorhanden. und wenn am Wirtshaustisch das a „Wucher und Teuerung“ aufs Tapet kommt, ist schwerlich jemand da, der nicht Einzelheiten zu berichten weiß. Auf⸗ sallenderweise versagt diese Wissenschaft sofort, wenn es 0. handelt, sie der Allgemeinheit nutzbar zu machen, indem man sie der isprüfungsstelle unterbreitet. Es kann immer nur noch einmal gesagt werden, daß alles Reden und Lamentieren nicht den geringsten Wert hat; an der Straßenecke und hinterm Glase verpuffen die Beschwer⸗ den, und wenn sie noch so berechtigt sind, wirkungslos. Sie fend en vor die zuständigen Organe, und das ind in den meisten Fällen die Preisprüfungsstellen. Auf alle Fälle sollten diejenigen, die ihnen ihre Wahrnehmun⸗ 25 nicht vortragen wollen, bedenken, daß sie sich damit es Rechtes auf jede andere Kritik begeben: Wer die Waffe, die ihm das Reich zu seinem persönlichen Schutz an die Hand gegeben hat, ni Behle will, beklage sich nicht, wenn ein anderer sich seine Wehrlosigkeit zunutze macht. Es sei noch⸗ mals darauf e daß die Preisprüfungsstelle tg lich und zwar Montags bis eitags von 11½ bis 12¼ und Samstags von 16—12 Uhr in Zimmer Nr. 11 des Stadthauses zu sprechen ist. Mitteilungen nehmen auch alle Mitglieder der Prüfungsstelle, deren Namen in Nr. 251 des„Gieß. Anz.“ bekanntgegeben wurden, entgegen. Es sei nochmals ausdrücklich betont, daß die Sprechstunden einem wohlerwogenen Zwecke dienen und jeder berechtigten Klage ein offenes Ohr leihen wollen; und daß sie anderseits ihre Pflichten schwerlich erfüllen können, wenn sie nicht vom Vertrauen der Bevölkerung getragen werden. * Vortrag. Kaufm. Kere und Ortsgewerbe⸗ verein veranstalten morgen abend pünktlich 8½ Uhr, in der neuen Aula der Univeristät einen Vortra gsabend. Redak⸗ teur Adrian Mayer, Straßburg wird über:„Die Vogesen 1 Kampfstätten“ sprechen. Lichtbilder werden den Vortrag Gemüseverkauf durch die Stadt. Die Stadt hat einen größeren Posten Weißkraut beschafft, der im Spital am Seltersweg und im ehemaligen Gewerbeschulhaus Asterweg eingekellert wurde. An Verbraucher soll das Weiß⸗ kraut der Zentner mit 5,50 Mk. zum Verkauf kommen. * Rumänische Gerste ist in ziemlich erheblicher Menge vom Kommunalverband beschafft worden. Sie soll Fe end e, dan für 21 8 e der Geflügel⸗ 0. n auch für die besse i tungsbedingungen N VVV Kupfer Messing, Nickel. Die Frist zur An⸗ meldung der beschlagnahmten Gegenstände 5 Kupfer, Messing und Reinnickel dauert nur noch bis zum 16. l. Mts. Wer bisher nicht freiwillig abgeltefert hat und auch seiner Anmeldepflicht noch nicht nachgekommen ist, sei auf die neuen im Kreisblatt Nr. 96 vom Meengtag ben 2. es zur Veröffentlichung kommenden Strafbestimmungen, die wesentlich verschärft worden find, hingewiesen. Nachtragsbekanntmachung des Stellvertretenden General⸗ kommandos des 18. Armeekorps vom 29. v. Mts liegt in den Geschäftsräumen des Kreisamts zur Einsicht ein Die d ermorber worben.— Qurkunga wall vor kurzem Beschlagnahme und 8 und Fertig fabrikaten, Durch die Bekannt 1 1/7. 15. K. R. A.(in Kraft getreten am 20. Juli 1915) ist eine Bestandsmeldung von Fertigfabrikaten, Nachmeldung von Kup⸗ ie ganz oder teilweise aus reinem Kupfer bestehen, angeordnet worden. Die Verfügung über Kupfer aus Ferti fabrikaten wurde darin gewissen Beschränkurczen unterworfen, doch enthielt die damalige Anord⸗ nung noch die„Bekanntmachung, betreffend Beschlagnahme und Nachmeldung von Kupfer in Fertigfabrikaten“ vom 2. 5 Reihe der in Bekanntmachung M. 1/7. 15. F. R. A. aufgezählten Gegenstände der Beschlagnahme unterworfen. Es han⸗ delt sich nach 8 2 der Bekanntmachung hauptsächlich um gewerb⸗ liche Anlagen und Apparate, so daß unter normalen Umständen Privatpersonen und Haushaltungen von der Beschlagnahme nicht betroffen werden Den Kreis der betroffenen Perfonen usw. legt 8 3 der Bekanntmachung fest. Die von der Bekanntmachung be⸗ troffenen Gegenstände dürfen an die Metall⸗Mobilmach⸗ un 15 stel le des Königlich Preußischen Kriegsministeriums, Ber⸗ lin W. g, Potsdamterstraße 10/11 verkauft werden. Anderweitige Verfügung(auch zur Ausführung von Krie slieferungen!) ist nur mit Zustimmung der Metallmobilmachungsstelle zulässig. Für alle Personen, die ihre Meldepflicht nach Verfügung M. 1//. 15. K. R. A. bisher nicht genügt haben, wird eine neue Meldefrist bis zum 30. November 1915 gesetzt. Es wird dringend da⸗ vor gewarnt, diese Nachfrist ungenutzt verstreichen zu lassen, da ein Unterlassen der Meldung strafrechtliche Verfolgung nach sich zieht. Die Bekanntgabe der neuen Verordnung II. 5395/9. 15. K. R. A erfolgt in der üblichen Weise durch die zuständigen Mili⸗ tärbefehlshaber mittels Anschlages und Abdrucks in amtlichen Zeitungen. Sie ist u. a in der heutigen Ausgabe des„Gießener Anzeigers“ enthalten. Die Beschlagnahme von fertigen, gebrauch⸗ ten und ungebrauchten Gegenständen aus Kupfer, Messing und Reinnickel, mit deren Durchführung die Kommunalverbände be⸗ auftragt sind, hat mit der neuen Verordnung nichts zu tun. r Von dem Hausarbeitsgeset vom 20. Dezember 1911 sind die 88 3, 4 noch nicht in Traft gekreten. Sie behandeln im wesentlichen die Bekanntgebung der Löhne an die Hausarbeiter durch offene Auslage von Lohn verzeichnissen oder Aus⸗ d hängen von Lohntafeln(s 3) sowie die Aushändigung von Lohnbüchern oder Arbeitszetteln an die Haus⸗ arbeiter(8 4). Ausnahmen von diesen Vorschriften können von dem Bundesrat bewilligt werden; sie haben jedoch den Antrag K Beteiligter zur Voraussetzung. Eine möglichst baldige Inkraft⸗ b ne der Vorschriften der 88 3, 4 ist im Hinblick auf die ständig zunehmende Bedeutung der Heimarbeit während des Krieges eboten. Zu diesem Zwecke sind Erhebungen zur Vorhereitung 5 Bundesratsbeschlüsse über etwaige Anträge auf Befreiung von den Pflichten aus den genannten Paragraphen des Haus⸗ arbeitsgesetzes erforderlich. Den Arbeitgebern von Hausarbeitern muß hiernach empfohlen werden, etwaige Anträge möglichst um⸗ hend bei dem zuständigen Kreisamt unter eingehender Begrün⸗ 2 75 zu stellen. Es darf die Erwartung ausgesprochen werden, daß nur wirklich begründete Anträge gestellt werden, umal, soweit die seither gemachten Beobachtungen schon jetzt einen luß zulassen, in zahlreichen Fällen, in denen Befreiung vom 5 3 Abf. 1 des Hausarbeitsges etwa begehrt werden sollte, ie Durchführung nicht unmöglich, sondern nur mit mehr oder weniger erheblichen, bei gutem Willen aber wohl zu überwinden⸗ den Schwierigkeiten für die Gewerbetreibenden oder ihre Vertreter verbunden ist. Auch der Ausführung der in§ 4 vorgesehenen Be⸗ stimmungen über die Aushändigung von Lohnhüchern oder Ar⸗ beitszetteln werden sich beachtliche Schwierigkeiten, wenn über⸗ haupt, so doch nur für einen sehr beschränkten Kreis von Hausarbeitern entgegenstellen. Nach 94 Abs. 3 bleibt bei Ausnahmen gemäß 8 4 Abf. 2 des Hausarbeitsgesetzes die Kleider⸗ und Wäschekonfektion überhaupt außer Betracht. a ** Aus dem Reichs⸗Gesetzblatt. Das Reichsgesetz⸗ blatt Nr. 151 enthält eine Bekanntmachung über die Festsetzung der Höchstpreise für Kartoffeln und die Preisstellung für den Weiterverkauf vom 28. Oktober 1915 und eine Bekanntmachung über die Abänderung der Bekanntmachung über die Kartoffelver⸗ sorgung vom 9. Oktober 1915 vom 28. Oktober 1915.— Das Reichsgesetzblatt Nr. 152 enthält Bekanntmachungen über die Regelung der Kartoffelpreise, zur Einschränkung des Fleisch⸗ und Fettverbrauchs, über die Regelung der Fisch⸗ und Wildpreise, wegen Aenderung der Bekanntmachung, betr. Einschränkung der Trin inerzeugung, vom 31. März 1915, alle vom 28.Ok⸗ tober 1915.— Diese höchst wichtigen Verordnungen werden vor⸗ aussichtlich in einem be onderen, dem Gießener Anzeiger bei⸗ liegen Kreisblatt veröffentlicht werden.* 5 ** Personalnachrichten der Kaiserlichen Ober⸗ Postdirektion in Darmstadt. Das Eiferne Kreuz 9 5 Klasse wurde dem Postsekretär Jöckel aus Mainz, dem ber⸗Telegraphenassistenten Vetter aus Gießen und dem Postgehilfen Völsing aus Darmstadt; das Herzoglich Sachsen⸗ Meiningensche Ehrenkreuz für Verdienst im Kriege dem Ober⸗ Postassistenten Schlen vogt aus Mainz verliehen. 5 er wurde verliehen beim Scheiden aus dem Amte das Ritterkreuz weiter Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen 2 Postsekretär Mees in Darmstadt.— Zu Postgehilfen wurden Realgymnasiast Stoll aus Budenheim, die Oberrealschüler Fi⸗ cher und Wölfel aus Mainz und Flick aus Bechtolsheim, die Realschüler Diefenthäler aus Armheim und Schäfer aus Michelstadt; zu. e ne bai die Oberrealschüler Hechler aus Worms und Rössing aus Oppenheim; zu Telegraphen⸗ gehülfinnen: Auguste Alt in Darmstadt und Katharine Zikesch in Mainz; als Postagentin: Marie Seeger in Lützel⸗Wiebels⸗ ich angenommen.— e wurden Postsekretär August Schmidt von Friedberg nach Wittenberg(Bez. Halle) als Ober⸗Postsekretär, Ober⸗Postassistent Jockel von Lich nach Gießen, Postassistent Jacoby von Mainz nach Darmstadt; die Tele⸗ aphengehilfinnen Ben 3 von Darmstadt nach Berlin⸗Wilmers⸗ 3 Schöttler von Berlin⸗Wilmersdorf nach Darmstadt und Christine Walther von Offenbach nach Gießen.— Vor dem Feinde sind gefallen: Telegraphenassistent Schäfer aus Offen⸗ bach und Postgehilfe Bernet aus Rüsselsheim.— Ge orben sind: Postsekretär Borchhardt in Mainz und die ostgehil⸗ fin a. D. Heil aus Obermörlen. i Gefangenentrans port. Gestern gegen 11 Uhr abends langten hier ca. 1300 Franzosen, die bei den Kämpfen vor Tahure gefangen genommen wurden, an. Die Leute waren sämtlich mit den neuen blau⸗grünen Uniformen und mit Stahlhelmen ausgerüstet, schienen mit gutem Schuhwerk versehen und trugen fast durchweg Wickelgamaschen. In dem Transport waren auffällig viel jugendliche Soldaten in der Größe von Knaben. 5 * Gefaßt. Der Dieb, welcher im Schützenhaus und in der Kaserne verschiedentlich Waffen entwendet hat, ist in dem 19jährigen K., wohnhaft am Schiffenberger Weg, ermittelt und dingfest gemacht worden. Der junge Mensch soll, nachdem er erst im Besitz von Munition und Gewehr war, um die Stadt herum auch gewildert haben. Landkreis Gießen. u. Heuchelheim, 1. Nov. Vizefeldwebel K. Rinn von hier, der sich augenblicklich infolge einer in den Champagnekämpfen empfangenen Wunde im evangelischen Schwesternhaus zu Gießen befindet, erhielt dieser Tage das Eiserne Kreuz. 2. Klasse. Klein⸗Linden, 1. Nov. Der Turnverein hielt gestern seine Hauptversammlung bei Gastwirt Rinn ab. Nach dem vorliegenden Jahres⸗Kassenbericht bewilligte der Verein bei Kriegs⸗ beginn dem Roten Kreuz 100 Mk. und verausgabte bis jetzt für Unterstützungen und Liebesgaben an seine Mitglieder 524.90 Mk. Der Verein 25 41. Mitglieder im Felde stehen und bis jetzt den Turner Unteroffizier H. Klein durch den Tod auf dem Schlachtfelde verloren; außerdem werden das Mitglied A. Knapp und dere zweite Turnwart W. Ander mann vermißt. Von einer Vorstandswahl wurde Abstand genommen und es bleiben die fol⸗ . Mitglieder bis zum Friedensschlusse in ihren Aemtern: 1 5. f Weinandt Schriftf.; K. Klein, Rechner, neu⸗ F uscheing, 1. Turnwart: J. Frey, O. Lang und Gr. Weigel, Beisitzer.— Bei qgünstiger Wikterung unternimmt N 5„ 8 1 0 3 * eine Beschlagnahme. Neuerdings werden nun burchs da November 1915 eine d der Verein am 14. November seinen Herbstturngang nach Wetzlar.. i —Burkhardsfelden, 1. Nov. Der Krieg hat auch hier wieder ein neues Opfer dert. Der Landwirt Karl Haas erhielt die amtliche Nachricht, daß sein Sohn in Rußland den Heldentod gestorben sei. Terselbe kämpfte zuerst in Frankreich, überstand dort glücklich eine schwere Typhuserkrankung und rückte un nach Rußland aus, wo er jetzt fürs Vaterland gefallen ist.— Von dem seit den Kämpfen in der Champagne als vermißt gelten⸗ en Ersatz⸗Res. Ludwig Mohr traf heute Nachricht ein, daß er 510 verwundet worden sei und sich in einem Lazarett in Vichy(Allier) befinde. 5 [watzenborn⸗Steinberg, 1. Nov. Die seit den letzten schweren Kämpfen im Westen vermißten Krieger unserer Gemeinde haben sich bis auf einen wieder gefu nden Von Lehrer Bender, Georg Schäfer vl. und Konrad Bu 8 traf die Nachricht ein, daß sie sich in französischer Gefangen— schaft befinden, im übrigen ginge es ihnen gut. Adolf Nunen- hal, der einzige Sohn und das emzige Kind seiner Eltern, ist leider gefallen.— Eine weitere offizielle Trauernachricht vom Regiment aus dem Felde erwies sich glücklicherweise als Irrtum. Vor einigen Tagen wurde dem Jakob Schmandt XII. in Watzen- born, in Diensien des Braunsteinbergwerkes, vom Komvpagnie— seldwebel gemeldet daß sein Sohn Heinrich in der Nacht vom J. zum 2 October d. J. bei einem Patrouillengang den Heldentod gestorben sei, und es wurde der beirü ten Familie die Anteilnahme der Offiziere, Unteroffiziere und Manuschaften der Kompagnie aus- gesprochen, auch zum Schluß bemerkt, daß die Wertsachen des Ge— jallenen schon an die Eltern abgesandt seien. Am vorigen Freitag traf nun eine Posikarte des Totgemeldeten aus Smolensk(Ruß land) ein, daß er wohl und munter sei und daß man sich wegen seiner keine Sorgen machen solle. Er ist also in russischer Ge— sangenschaft. W. Lich, 2. Nov. Am vergangenen Sonntag veranstalteten die beiden Jugend⸗Kompagnien Lich und Umoebung unter Leitung des Gend.⸗Wachtmeisters W eber und des Herrn Roth eine Marschübung, verbunden mit Gefecht bei Bad⸗Salz⸗ hausen und Nidda. Vorher wurde bei Borsdorf abgekocht, wozu ie Gemeinde Borsdorf den Jungmannen bereitwilligst Holz und Wasser zur Verfügung stellte. Hierauf hielt Pfarrer Freitag⸗ Lich Feldgottesdienst ab. Punkt 3 Uhr begann das Ge⸗ fecht bei Nidda mit der dortigen Jugendwehr, unker Leitung des ompagnieführers Vetzberger. Das Gefecht war gegen 5 Uhr eendet. Feind wie Freund hatten ihre Aufgaben tadellos er⸗ füllt. Dann zogen sämtliche Führer und Jungmannen unter Vorantritt der Spielleute in Nidda ein, wo im Hotel„Gambrinus“ kurze Rast gehalten wurde. Hier hielt Kompagnieführer Vetzberger die Begrüßungsansprache, worauf Wachtmeister Weder im Namen der Licher Jugendwehr dankte. Darauf wurde ein Hurra auf Kaiser, Großherzog und Armee ausgebracht. Gegen 6 Uhr fuhren beide KFompagnien vergnügt von Nidda per Eisenbahn wieder nach ihrer Heimat zurück. s. In heiden, 1. Nov. auf dem westlichen Kriegsschauplatze steht und bereits mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet ist, wurde zum Vize⸗ feldwebel befördert. Kreis Büdingen. * Bleichenbach, 1. Nov. Das Eiserne Kreuz erhielt der seit August v. Is. im Felde stehende Dragoner⸗Gefreite Heß im Drag.⸗Regt. 24. i Calbach, 1. Nov. Die hessische Tapferkeits⸗ 1 erhielt der Unteroffizier Krömmelbein im Drag.⸗ egt. 23. Stockheim, 1. Nov. Das Eiserne Kreuz erhielt der Oberjäger Schmidt. 5 8 „ Heegheim, 1. Nov. Fürs Vaterland starb im Osten der Reservist Alt vatter. 0 „ Echzell, 1. Nov. Das Eiserne Kreuz erhielt der Unteroffizier Schmidt. Kreis Lauterbach. 5 M. Lauterbach, 1. Nov. Generalmafor von Heyl⸗ Darmstadt, der von Samstag auf Sonntag bei der Freiherrlich Riedeselschen Familie zu Gaste war und am Sonntag morgen zur Besichtigung der Alsfelder Jugendwehr weiter reiste, begrüßte vor seiner Abfahrt die gerade im Burghof zum Kirchgang au⸗ tretende Lauterbacher Ju endwehr. In einer Ansprache bedauerte er, daß er wegen des Todesfalles seiner Schwägerin ver⸗ 1 5 war, der am vergangenen Sonntag vorgenommenen Be⸗ ichtigung der Jugendkompagnien des Kreises terbach beizu⸗ bauten N freue ihn aber, mitteilen zu können, daß die Lauter⸗ ba⸗ pagnie, wie ihm berichtet wurde, bei der Besichtigung besonders gut abgeschnitten hätte. rr. Schlitz, 1. Nov. Von herrlichem Sonnenschein be⸗ günstigt, hielt gestern nachmittag die hiesige Jugendwehr einen von Hunderten besuchten Feldaotkes dienst in der „Musterslinde“ ab. Unter Begleitung einer Musikkapelle sang man zunächst:„Ein feste Burg ist unser Gott“. Sodann predigte Stadtpfarrer Boeckner auf Grund des Schristwortes:„Fürchte dich nicht, liebes Land, sondern sei fröhlich und getrost, denn der Herr kann auch große Dinge tun.“ Mit dem Gesang des Liedes: „Lobe den Herrn“ schloß die religiöse Feier. In längerer Aus- sührung verherrlichte Lehrer Gompf sodann den Kaiser und das Heer und brachte auf beide ein begeistert aufgenommenes Hoch aus. Es folgte ein Exerzieren der Jugendwehr, und mit einem Parade⸗ marsch, den einige Offiziere aus Bad Salzschlirf abnahmen, schloß die wohlgelungene Veranstaltung. Kreis Wetzlar. Wetzlar, 1. Nov. Unsere Unterofsizierschule, die mit Beainn des Krieges geräumt wurde, weil die gesamte Mann- schaft ins Heer eintrat, ist seit 14 Tagen wieder mit Unteroffizier⸗ schülern voll belegt. Die Räume der Schule waren bisher als Lazarett oder auch als Unterkunst für den Landsturm benutzt worden. „ra. Kinzenbach, 31. Ott. Die beiden Ersatz⸗Reservisten Wilhelm Viehmann und Karl Hofmann, die seit den Kämpfen am 25. und 26. September als vermißt galten, haben lich jetzt beide aus französischer Gesan genschaft(Limoges und Marseille) gemeldet. 5 Hessen⸗Nassau. Wm. Kirchhain, J. Nov. Die Preisprüfungs⸗ kommission für den Kreis Kirchhain hat die Höchstpreise für Butter und Milch, von heute ab, wie folgt festgesetzt: Für Molkerei⸗Süßrahmbutter 2,10 k., für Landbutter 1,70 Mk. für das Pfund, für Vollmilch 22 Pfg. für den Liter. Frankfurt a. M., 1. Nov. Jeden Mittag um 12 Uhr verließ der 35jährige Kaufmann Philipp Herr seine Wohnung in der Bergerstraße, um als Vertreter auswärtiger Geschäfts⸗ 1 zu wirken. Unter dem Arm trug er die dicke Mappe, ge⸗ üllt mit„Briefen“, Aufträgen“ u. dgl. Herr besuchte zwar hiesige Kaufleute die Menge, aber er wählte für seine Besuche stets die Zeit, wenn die Geschäftsräume geschlossen waren. Er half sich aber und entnahm der Mappe Dietriche, Hammer, Brech⸗ eisen und anderes Handwerkszeug, erbrach die Räume, plünderte und stahl nach Herzenslust. Dann steckte er das Gerät samt der Beute in die Mappe und machte anderwärts ähnliche Besuche, bis man den Herrn Herr ertappte und festnahm. Man ent⸗ deckte in ihm einen länast gesuchten Einbrecher, der gestand, in jüngster Zeit nicht 1 als 83 Einbrüche in Frankfurt ber⸗ übt zu haben, alle nach dem geschilderten Verfahren. Herr hat sich nun am Samstag als die Flut von Anzeigen wider ihn noch immer nicht nachließ und er sich von einem Geständnis zum andern bequemen mußte, im Geri Sgefängnis erhängt. ul. Limburg, 1. Nov. Im Kreise Limburg sind im ganzen 10959 Mk. für die deutschen Kriegsgefangenen in Ruß ⸗ land gesammelt worden. Auf die Stadt Limburg entfallen dabon 3482.72 Mk. An der Sammlung sind auch Limburger Eisenbahner in Lüttich beteiligt. Aniversitäts⸗Nachrichten. Marburg, 1. Nov. Die theologische Fakultät der hiesigen Universität verlieh dem bekannten Kirchenhistortker Konsistorialrat Hermann Dechent, Pfarrer an der Weißfrauenkirche in Frank⸗ Unteroffizier W. Gerhardt, der M furt a..., die Würde eines Ehrendoktors. Das Diplom wurde dem Gelehrten, der sich besonders um die Geschichte der Reformatton verdient gemacht hat, am Resormatlonssest überreicht. Vermischtes. Berlin, 2. Nov. Der Schöneberger Polizei gelang es, einem seit langer Zeit betriebenen Mehlschwindel auf die Spur zu kommen. Die Firma Kosterlitz war vom Magistrat mit Mehllieferungen für die Kleinhändler betraut. Durch minder⸗ wertiges Mehl, das sie in Verkehr brachte, wurden die Verbraucher geschädigt. Dabei brachte es die Firma fertig, unter der Hand sich einen größeren Vorrat an Mehl zu beschaffen, als ihr nach der Zahl ihrer Abnehmer zustand, wodurch die Allgemeinheit be⸗ nachteiligt wurde. Der stellvertretende Inhaber der Firma wurde 55 festgenommen, da die Polizei die Schließung des Geschäfts erfügte. Giessen, 2. Nov. Märkte. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Vid 2,00— 2, 10, Hühnereier das Stück 172—21 Pfg., Käse das Stück 7—9 Pig. Käsematte 1. Stück 3—0 Pig. Tauben das Paar 1,40—0,00 Mk., Hühner das Stück 2,00— 2,50 Mk., Hahnen 1,50— 2,50 Mk., Gänse d. Pid.„201,30 Mk., Ochsenfleisch das Piund Mk. 1,20—1,24, Kuhfleisch 110—00 Vfg. das Pfund, Rindfleisch das Pfund 1,20— 1,24 Mk., Schweine fleisch das Pfund 1,90—0,o0 Mk, Kalbfleisch das Pid. 1,20 1,24 Mk., Hammkelfleisch das Pfund 100—116 Pfg. Kartoffeln 1 Ztr. 3.5) bis 4,00 Mark, Milch das Liter 26 Pfg.: Aepfel der Zentner 6 bis 8 Mk., bessere 00—40 Pfg. Spinat 2025 Pfg. das Pfund; Wirsing 10-15 Pfg. das Stück, Gelberuͤben 10—12 Pfennig das Pfund, Rotkraut 15—25 Pfennig das Stück, Kohlrabi 6—8 Pfennig das Stück, Weißtraut 15—25 Pfennig das Stück, Birnen 7 bis 15 Pfg., bessere 00-00 Pfennig das Pfund, rote Rüben 7—8 Pfg., römisch Kohl 6—8 Pfennig. Zwiebeln der Zentner 23-00 Mt. Zlüsse 100 Stück 40—50 Pig, Blumenkohl 2050 bfg Tomaten d. Pfd. 25—3 Pfg. Sellerie 6— 10 Pig. d. St. Endivien 10—12 Pig. Marktzeit von 8 bis 2 Uhr.— Fleischpreise auf dem Markte von auswärtigen Händlern: Rindfleisch das Pfund 1,10 1,15 Mk., Rindfleisch- Bratenstück das Pfund 1,101.15 Mk., Schweinefleisch das Pfund 1,70 Mk., Nierenfett das Pfund 1 Mk. Leberpreßklopf Mk. 1,40 das Pfund, Fleischwurst Mk. 1,40 das Pfund. se. Frankfurt a. M. Viehhofmarktbericht vom J. Nov. Auftrieb: Rinder 2289(Ochsen 247, Bullen 48, Kühe und Färsen 1994) Kälber 326, Schafe 118, Schweine 1032. Marktverlauf: Rin zer- und Kalbermarkt flott, Schafe ruhig, geräumt, Schweine gedrückt, bleibt Ueberstand. Preise für 100 Pfd. Lebend⸗ Schlacht- Ochsen. gewicht Vollfleischige, ausgemästele, höchsten Schlacht- Mk. Mk. Wertes, 1 Jahre alt: 1 Junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere aug t äßig genährte junge 3 gut genährte ältere 665-68 118-124 Bullen. Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtw. 69—72 120—125 Vollfleischige, jüngree 5 6366 115—120 Färsen, Kühe. Vollfleischige ausgem. Färsen höchst. Schlachtw. 64—70 126134 Vollfleischige ausgem. Kühe höchsten Schlacht- wertes bis zu;? Jahren 869.99 129 130 Wenig gut entwickelte Färsen.. 3 57—62 114—124 Aeltere ausgemästete Kühe 4855 96-110 Mäßig genährte Kühe und Färsen. 40—47 80-94 Gering genährte Kübe und Färsen.. 3239 7889 Kälber. Mittlere Mast⸗ und beste Saugkälber„„ 128 Geringere Mast⸗ und gute Saugkälber... 75—78 127133 Geringe Sauigkälbensns 8 Schafe. Mastl's mmer und Masthammel.. 60-00 130-00 Aeltere Masthammel, gut genährte junge Schase und geringere Mastlämmer. 50-00 120-00 Sch weine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht... 135.00. 140.00 170.00 172.00 Vollfleischige Schweine unter 80 kg Hebenla wicht dd d 0 166 178.00 Vollfleischige Schweine von 100 bis 120 kg Lebend gewicht... 135.009.140. 00 170.00 172.00 Vollfleischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 135.00-140.00 170.00- 172.00 le. Frankfurt a. M., 1. Nov. Frucht- mittelmarkt. Tie Haltung der Käufer am Fruchtmarkt ist noch zurückhaltender geworden. Futtermittel liegen nach wie vor sest. Umsätze bescheiden, Angebot ist sehr spärlich, Nachfrage groß. So weit Preise bekannt wurden, sind dieselben gegen die Vorwoche unverändert sest. Getreide vollständig geschästslos se. Frankfurt a. M., 1. Nov. Kartoffelmarkt. Man notierte Sorte Industrie 808,00 Mk. ab oberhessischen und nassautschen Stationen; Sorte Hassia 6.50—7.75 Mk. ab Stationen der Wetterau. Alles per 100 Kg. 2 8—. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. — 55.— rs o 1 2382 Roo. 8 8 8 8 8 8 8 8525 1 S 2— 2 S828 10 E58 Z S S 8 15 e— 8 2 100= 8 S8 f 5 9 75— 8,8 70 83—— 8 Bew. Himmel V% 2. 42— 8,1] 7,6 94——] 9 Bew. 5 ö 0 Höchste Temperatur am 31. Okt. bis 1. Nov. 1915= Niedrigste„ 5. Niederschlag: 3,0 mu. 9.6 0. 1915 1 8,7„ Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch,! den 3. Nov. 1015 Fortdauer der bestehenden Witterung: Trüb und regnerisch; Tempe ratur wenig geändert. Die bulgarische Verteidigung von Warna. Budapest, 2. Nov. Wie das Bukarester Blatt„Uni versul“ zu melden weiß, wurden in Warna 60000 Bul⸗ garen konzentriert. Daß auch türkische Truppen ein⸗ getroffen seien, erklärt das Blatt für unrichtig. Englands Furcht vor Sonderfriedensverhandlungen. Genf, 2. Nov. Nach dem„Figaro“ beabsichtigt England. auch mit Italien in Verhandlungen einzutreten, um es zu bewegen, ebenfalls dem Londoner Vertrage beizutreten, durch den es verpflichtet sein soll, keinen Se paratfrieden zu schließen. Die Bekanntgabe, daß Japan diesem Vertrage auch zugestimmt habe, wird von der französischen Presse als ver⸗ früßht bezeichnet. f 9 Die Haltung Dänemarks. Kopenhagen, 2. Nov. Der Ministerpräsident Zahle erklärte in einer Rede: Die Regierung hat die Aufgabe, Dänemark vor einem Krieg zu schützen, und h ft, dieser Aufgabe gewachsen zu sein. Es lebe Dänemark! Na ihm sprach der Minister des Innern. Er hob hervor, daß Dänemarks Stellung im Kriege durch die 2 pen e Lage des Landes sehr schwierig war. Es sei aber der 9 egierung gelungen, nach beiden Seiten sich die Wege offen zu halten. Zur Volkswirtschaft übergehend, sagte er: Teuere Zeiten stehen vor der Tür. Alle Staaten kämpfen dagegen leider vergebens. Die Spekulation aber muß bekämpft werden. Trotzdem man nicht jedermanns Rat folgen kann, müssen Produzenten und Konfumenten geschützt werden. und Futter⸗ Den Heldentod fürs Vaterland starb in Feindesland unser innigst- geliebter Sohn, Bruder und Schwager Lehramtsassessor Wilhelm Braunewell Oberlehrer am Zemke'schen Lyzeum in Berlin Leutnant der Res. im Reserve-Infauterie-Regiment Nr. 11 Inhaber des Eisernen Kreuzes. Familie Lehrer Braunewell. Wieseck(Giessener Strasse 15). Die Beerdigung findet Mittwoch, den 3. November, nachmittags 5 00 75 in Wieseck statt. In tiefer Trauer: 8588 D . Reparaturen 76 211 Regenschirme Grosse Auswahl bekannt billige Preise Casseler Schirmfabrik 6 Giessen Seltersweg 52 Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur Kenntnis, daß das Register zur Erhebung der in unserer Gemeinde Jausgeschlagenen Bedürfnisse für das Rechnungs⸗ jahr 1915 zur Einsicht eines jeden Interessenten acht Tage lang in der Wohnung des Unterzeichneten offen liegt, mit dem Bemerken, daß Beschwerden gegen die in dem Register enthaltenen Ansätze binnen der ersten vier Wochen nach Ablauf der Offenlegungs⸗ frist entweder schriftlich oder mündlich bei Großh besonders geeignet, empfehlen wir unsere grossen Vorräte in: Normal-Hemden Flanell-Hemden 8069 Wollenen Unterjacken Wollenen Beinkleidern Baumwollenen Beinkleidern Gefütterten Beinkleidern zu verhältnismässig niedrigen Preisen! b. Röhr& C0. Kreisamt Gießen vorgebracht werden müssen und daß später vorgebrachte Beschwerden keine Berück— sichtigung mehr finden können. Gießen, den 30 Oktober 1915. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde Gießen. J. V.: M. Strauß 8 Achtung! Achtung! Heute trifft ein Sroßer Waggon(200 Sack) kleine und mittelgroße 5 G g 8 Wiebeln 655 haltbare Winterware, ein. 8 4 8 Zentner 23 bis 25 Mark. Spanischer Garten, Bahnhofstr. 48 Telephon 932 R. Masé Telephon 932 Ss. Aeparaluren an Schreibmaschinen aller Systeine fül ren in eigner Spezial- Werkstätte gewissenhaft aus Franz Vogt& Co., Giessen Goethestr. 32. Fernruf 1054. 8 S. SSS. — „ CREME DEHNE RES TE 50% in e Extra billige ut bei Riesen-Auswahl in hervorragend sch önen und kleidsamen Garnituren. = Cd. 600 Stück Plüme-, Velour-, Samt-, Plüsch- L. 8 Damen-, Mädchen-, Kinder-Hüte Hauptpreislagen: Mk. 4.50, 5.75, 6.95, 7.75, 8.50, 9.75, 10.50, 12.75, 14.50, 18.75, 21.—, 24.50. Moderne Pelzhüte ganz besonders billig Grosse Posten la. Filz-, Wetter-, Regen- Hüte Mk. 4.50, 5.75, 6,50, 7. 25. Wuühelm 1 1 Mutzen. 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November 1915 abends pünktlich 8 ¼ Uhr, in der neutn Aula der Uiverstit: f des Herrn Redakteur Adrian Mayer, Straßburg: Vortrag 2 „Die Vogesen und Eintritt für ihre Kampfstatten“. Mit Lichtbildern. Nichtmitglieder Mk. 1.—, für Soldaten vom Feldwebel abwärts Mk. 0.20. Der Vortrag 1 muß wegen militärischer Verhinderung des Herrn Vor⸗ tragenden leider vorläufig verschoben werden. geschäfts- Uebernahme Vom 1. November 1915 ab übernehme ich das von meinem verstorbenen Vater Herrn Louis Petri III. seither betriebene Maler- und Weissbinder-Geschäft und bitte, das meinem Vater entgegengebrachte Vertrauen auch auf mich übertragen zuwollen. Indem ich mich in allen ein- schlägigen vorkommenden Arbeiten bestens empfehle, zeichne Hochachtungsvoll Ernst Petri, Maler- u. Weissbindermeister Giessen, Asterweg 31, 1. November 1915. 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