Ur. 253 Zweites Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die„Eießener Famillenblätter“ werden dem 8„Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Areis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen Zeit⸗ fragen“ erscheinen monatlich zweimal. 105. Jahrgang bießener Anzeige Mittwoch, 27. Oktober 1015 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul ⸗ straße 7. Geschäftsstelle u. Verlag: 51, Schrift leitung: S912. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Der Umschwung in Athen. Aus Berlin wird uns geschrieben: Die letzte Antwort Griechenlands an den Vierverband ist in zwei Lesarten durch die Welt gegangen, in einer schwächeren, schwächlichen und in einer überraschend energi⸗ schen. In der schwächeren wird bedauert, daß der Vierver⸗ band die griechische Politik nicht verstehen wolle. In der energischen Form wird dem Vierverband rundweg der Stuhl vor die Türe gesetzt. Die zweite Lesart, die energische, ist höchstwahrscheinlich die Aichlige In der ersten waren nur einige einleitende Höflichkeiten der griechischen Note zu⸗ sammengestellt. Griechenland wartet nun, daß die Vierverbandstruppen, auch jene, die bereits nach dem Kriegsschauplatz abgegangen sind, über Saloniki zur See wieder abtransportiert werden. Die Athener Regie⸗ 55 ist entschlossen, soweit die griechische Militärmacht reicht, die gelandeten Truppen entwaffnen und in Ge⸗ fangenenlager internieren zu lassen. Reicht nun Grie⸗ chenlands militärische Stärke zu einem solchen heroischen. Entschluß aus? Die Antwort der militärischen Fachleute, von denen sich König Konstantin beraten ließ, soll Ja ge⸗ lautet haben. Während in den früheren Kriegen Griechen⸗ lands die Stärke des Heeres zehn Divisionen betrug, ist sie durch die Reformen der letzten Jahre auf vierundzwanzig Divisionen gebracht worden. 15 diesen Reformen gehörte auch die Aufstellung von zwölf Artillerieregimentern und vier Abteilungen Gebirgsartillerie. Die Erfahrungen des letzten Balkankrieges haben ferner dazu geführt, daß die Luftschiff⸗ und Verkehrstruppen jetzt im griechischen Heere durch eine neue Luftschifferkom⸗ pagnie, ein neues Telegraphenbataillon und ein Bataillon Verkehrstruppen vermehrt worden sind. Endlich hat die Kavallerie, eine Vergrößerung um zwei neue Regimenter erfahren. Man rechnet insgesamt eine Kriegsstärke von 450 000 Mann aus, wahrlich eine Macht, die den in Saloniki eingedrungenen Vierverbandstruppen die Spitze bieten kann, zumal in den letzten Tagen das griechische Korps bei Saloniki um zwei Divisionen verstärkt worden ist und weitere Ergänzungen dem Prinzen Nikolaus, dem Kommandanten der Salonikier Streitkräfte, schleunigst zu⸗ hen sollen. Für die Durchsetzung seines Hausrechts zu ande braucht Griechenland nicht zu bangen. Was man in Athen wohl heimlich immer noch fürchtet, ist ja nur Eng⸗ lands Seemacht, die Bedrohung der griechischen Küsten durch die britischen Schiffe. Die materiell schwache griechische Flotte ist einem Angriff stärkerer Seestreitkräfte auf offe⸗ nem Meere nicht gewachsen. Die zahllosen Hafenstädte liegen für das Feuer feindlicher Kriegsschiffe offen und ungeschültzt da, und mam hat es ja soeben in Dedeagatsch erlebt, wie heldenhaft sich Albion dünkt, wenn es gegen alles Völker⸗ recht unverteidigte Kütstenstädte zusammenschießen läßt. Aber es ist nicht alles militärischer Erfolg, was knallt. Solche Beschießungen sind ein üblicher britischer Bluff. Sollte man ihn 881 an griechischen Küsten versuchen, so hat die hellenische Flotte doch soviel kleine Seekriegsmittel, wie und Unterseeboote, daß den englischen, fran⸗ zösischen oder gar italienischen Schiffen bald die Lust zur Annäherung vergehen dürfte. Die insel⸗ und buchtenreichen Gewässer bieten ein vorzügliches Betätigungsfeld für den Verteidiger. Das Personal der griechischen Flotte besitzt große Erfahrung in moderner Kampfführung zur See. Im letzten Kriege haben sich die Besatzungen griechischer Schiffe mehrfach ausgezeichnet, und die erfolgreiche Tätigkeit des Panzerkreuzers„Georgios Averoff“ bildet ein Ruhmes⸗ blatt in der Seekriegsgeschichte Griechenlands. Somit er⸗ scheinen auch die Aussichten, daß Griechenland zur See allen Drohungen und Augriffen des Vierverbandes standhalten kann, durchaus günstig. Große Seeschlachten braucht es dem General⸗Anzeiger für Oberhessen Gegner nicht zu liefern, und im übrigen wird, ganz wie im großen Weltkriege, die Entscheidung zu Lande fallen. Griechenland hat in seiner Absage an Serbien darauf hin⸗ gewiesen, daß die„griechischen Streitkräfte in Reserve ge— halten werden im Hinblick auf eine spätere bessere Verwen⸗ dung“. Der Augenblick dieser Verwendung rückt heran. Der Vierverband hat es nachgerade mit allen auf dem Balkan verdorben. Wenn auch Griechenland offiziell Verhandlungen mit Bulgarien in Abrede stellt, so beweist doch sein friedlicher und freundschaftlicher Ankauf gewaltiger Mengen bulgari⸗ schen Getreides, daß Athen und Sofia sich verstehen, sich ver— tragen. Man lacht über den Vorschlag der englischen Ge⸗ sandten, die Frage der Beteiligung Griechenlands gegen Bulgarien dem Haager Schiedsgericht zu unterbreiten, und man fürchtet in Athen für Saloniki weniger von seiten der noch weit nördlich kämpfenden Bulgaren als von seiten des eingedrungenen Vierverbandes. Gegen diesen bäumt sich der griechische Unwille auf, und wenn nicht alle Zeichen trügen, ist es keine diplomatische Pose, keine leere Demonstration mehr, sondern die starke Geste eines Volkswillens, der sich durchsetzen wird. 5 Athen, 26. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence d' Athenes. Eine halbamtliche Note, die in den Blättern veröffentlicht wird, erklärt die Gerüchte über eine beabsichtigte Verletzung serbischen Gebietes durch Griechenland für unrichtig. Die Note fügt hinzu: Die griechische Re⸗ gierung hat niemals daran gedacht und kann niemals daran denken, irgend einen Teil des einem verbündeten Staate gehören⸗ den Gebietes zu besetzen. Ebenso entschieden werden die Erklärun⸗ gen abgeleugnet, die nach der Behauptung des Budapester Blattes „A Villag“ der griechische Gesandte in Sofia dem Ministerpräsi⸗ denten Radoslawow gegeben haben soll. Diese Erklärungen, die von der Wiener Presse wiedergegeben sind, beziehen sich auf die Besetzung von Doiran und Sengheli durch Griechen⸗ land zum Schutze Salonikis und auf die Beweggründe der griechi⸗ schen Mobilmachung. Ebenso entbehren die Mitteilungen des Blat⸗ tes über Verhandlungen Griechenlands mit Bulgarien jeder Begründung. Sofia, 26. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der bul⸗ garischen Telegraphenagentur. Die griechische Regierung beauftragte einen Ausschuß, bestehend aus dem Sektionschef im Verkehrsministerium, Bujucas, dem Abteilungsvizechef der Na⸗ tionalbank Sotrorius Vanakopulos und dem Sekretär im Mi⸗ nisterium des Aeußern, Delusos, sich nach Sofia zu begeben, um für Rechnung der Regierung in Bulgarien Getreide an⸗ zukaufen und die Frage der Verfrachtung zu regeln. Die Mit⸗ glieder des Ausschusses sind bereits in Sofia eingetroffen. Als ich in Aesküb war. Eine Reiseerinnerung. Von Paul Zschorlich(Berlin). Den reißenden Ibar entlang, durchs wilde Kopaonikgebirge⸗ hindurch war ich in der Stadt Novipasar angelangt, in einer Märchenstadt, reich an weißen Minaretts, in saftiges Grün ge⸗ bettet und von hohen Gebirgen* Von hier bis Mitro⸗ witza waren es noch zehn Stunden genfahrt. Unvergeßlich ist mir der hohe Paß, über den der steinige Weg führte. Volle fünf Stunden ging es bergan. Man schämte sich fast vor den beiden) Pferden, denen Unglaubliches zugemutet wurde. Dann sausten wir holter die polter an Bergabhängen entlang und durch Gebirgs⸗ bäche hindurch nach Mitrowitza hinunter, wo der langentbehrte Pfiff einer Eisenbahn fast vertraulich anmutete. Mitrowitza ist Endstation der von Saloniki heraufkommenden, in Uesküb sich gabelnden Bahn, deren anderer Strang nach Nisch führt. Damals— die Serben waren gerade Herren des Landes geworden— ging nicht alle Tage ein Zug und wenn er fuhr, brauchte er für die 120 Kilometer anstatt der fahrplanmäßigen sechs Stunden beinahe das Doppelte. 8 Am Schalter in Mitrowitza verlangte ich eine Fahrkarte nach Uesküb. Der serbische Beamte sah mich groß an und ließ das Fenster wieder herunter. Ich trommelte an die Scheiben, denn ich dachte; eine Ungehörigkeit ist der andern wert, und verlangte, als er öffnete, abermals eine Karte nach Uesküb. Da brüllte er: „Es gibt kein Uesküb mehr. Die Stadt heißt jetzt Skoplje!“ Diese kurze, aber gründliche Lektion am Fahrkartenschalter belehrte mich also darüber, daß der türkische Name„Uesküb“ unter dem neuen Regiment verpönt und daß es bedenklich war, ihn noch zu gebrauchen.. 5 Die Fahrt ging durch das historisch berühmte Amselfeld, eine von Gebirgszügen eingeschlossene Ebene, die in alter Zeit von Fruchtbarkeit strotzte, heute aber kaum noch als Viehweide gut ist. Hier ist die Völkerschlacht von 1389 geschlagen worden, deren glücklicher Ausgang die türkische Herrschaft in Südost⸗Europa auf Jahrhunderte befestigte. In der dortigen Gegend werden be⸗ sonders viel die alten serbischen Volkslieder gesungen, die vom Ruhm vergangener Tage erzählen. Das Kossowo polje(so heißt im Serbischen das Amselfeld) spielt eine große Rolle in ihnen. Ja, wenn es nur aufs Singen ankäme, dann stünde die serbische Herrschaft auf anderen Füßen! Es scheint, daß die Serben auf genau demselben Weg auf dem sie vor zwei Jahren nach Süden von Krajewo über Raschka und Mitrowitza bis nach Uesküb vorgedrungen sind, nun nach der Eroberung von Uesküb ins Innere zurückfliehen. Das Ibartal besitzt eine schöne breite Straße, auf der es sich gut fliehen, aber auch gut verfolgen läßt. Nur oberhalb Uesküb, wo die Gebirgsmasse der Schar Planina durchschritten wird, ist infolge des dort befind⸗ lichen Engpasses Vorsicht für ein nachrückendes Heer geboten, da sich die Serben vermutlich an dieser Stelle in den Hinterhalt legen werden. Dann aber ist die Straße bis Mitrowitza und darüber hinaus frei. Schwerlich wird freilich das Amselfeld, wenn es die Bulgaren passieren, zu einem Schlachtfeld werden. Denn sich zu einer größeren Schlacht zu stellen, ist den Serben schon aus Gründen der Zahl nicht mehr möglich. Die Fahrt hinunter nach Uesküb ist malerisch. Ein mächtiger Gebirgsstock erhebt sich zur Rechten; der fast 3000 Meter hohe Ljubotin, die höchste Erhebung der Schar Planina, in deren Schluchten selbst im Hochsommer dicker Schnee liegt. Dieser Berg ist es, der Uesküb einen so imposanten Hintergrund verleiht. Man befindet sich doch hier auf der Höhe von Rom! Und die Hitze gibt im Sommer der mittelitalienischen Temperatur wahrlich nichts nach. Und doch blinken die Spitzen der Schar Planina wie des nur 1850 Meter hohen Karaschitza weiß ins Tal hinunter. Gern hätte ich einen Abstecher in das wilde Gebirge gemacht, das von der Bahnstation Orhanie in wenigen Stunden zu erreichen ist, aber von allen Seiten wurde mir abgeraten, denn die albanischen Stämme, die dort drinsitzen, üben Raub und Erpressung heute noch so unbefangen, wie es ihre Väter taten. Ohne militärischen Schutz ist ein solcher Ausflug nicht möglich. Der Ljobotin ist übrigens eines der dankbarsten Gemsenreviere, die es heute noch gibt. Nach der Durchquerung eines großartigen Felsdefilés fährt der Zug, der auf jeder kleinen Bahnstation mindestens zehn Minuten gehalten hat, im Bahnhof von Uesküb ein. Diese Hauptstadt der Provinz Kossowo zählt etwa 60 000 Einwohner, ein buntes Ge⸗ misch von Türken, mohammedanischen Albanesen(Arnauten), Bul⸗ garen, Serben, Griechen, Juden und Zigeunern. Die Türken bilden mit den Albanesen, zu denen auch(katholische) Miriditen kommen, etwa die Hälfte der Bevölkerung, ein Viertel machen die Bulgaren aus, die unter der serbischen Eroberung natürlich be⸗ sonders schlimm daran waren, da sie sich hassen, wo immer sie sich begegnen. Malerisch am Wardarfluß gelegen verkörpert Uesküb trotz des starken slawischen Einschlags das Türkentum der alten 1 Will man den echten, alten Türken sehen, der von moderner tur noch völlig unberührt geblieben ist, so muß man ihn hier suchen. Der Orient drängt sich dem Reisenden hier viel mehr auf als selbst in Konstantinopel, das von Jahr zu Jahr mehr west⸗ europäischen Einfluß verrät. In Uesküb aber, dessen Eisenbahn⸗ verbindung von Westeuropäern so gut wie gar nicht benutzt wird und das außerhalb des großen Verkehrs liegt, ist alles beim Alten geblieben. Nur im Innern Kleinasiens sieht man heute noch einen so primitiven, altertümlichen Bazar. In Uesküb grüßen sich die alten Türken noch mit der ganzen Feierlichkeit und liebens⸗ würdigen Umständlichkeit, die sie ihrem Salem aleikum zu ver⸗ leihen wissen, hier werden die religiösen Vorschriften peinlich genau genommen. Wenn der Muezzin zum Gebet ruft, breitet sich eine plötzliche Ruhe über die ganze Straße und jeder Gläu⸗ bige widmet sich unbekümmert um das, was um ihn herum vorgeht, für eine bis zwei Mimtten seiner Andacht. Das Händlertum auf der Straße könnte einen preußischen Polizeipräsidenten zur Ver⸗ zweiflung bringen und das Ausschreien der Waren nicht minder. Da kommt der Mann mit den Honigkuchen, ein andrer bietet Kunst und Wissenschalt. — Uraufführung von Lienhards„Münch⸗ hausen“ in Weimar. Man schreibt uns aus Weimar: Als Nachfeier zum fünfzigsten Geburtstage des Dichters brachte unser Hoftheater das vieraktige Lustspiel„Münchhausen“ in liebevoller Einstudierung heraus und erzielte vor dem fast aus⸗ verkauften Hause einen warmen, herzlichen Erfolg, der sich nach jedem Akte in mehrfachem Herausrufen kundgab. Der Erfolg ist um so höher zu werten, als er nicht durch derbe Situationskomik, son⸗ dern durch feinen Humor und sinnige Symbolik erzielt ist. Wie schon in seinem„Till Eulenspiegel“, hat der Dichter hier eine volkstümliche Figur in den Mittelpunkt einer anmutig be⸗ wegten Handlung gestellt und zur Trägerin tieferer Ideen gemacht. Aus dem Lügenbaron, der nur aus Pralhanserei ausschneidet, ist der bewußte Vertreter einer Weltanschauung geworden, die über die Nüchternheit des Alltagslebens sich erhebt und auf den. Flügeln der Phantasie die Grenzen von Raum und Zeit über⸗ springt. Ein Feind jeder gemeinen Lüge, sieht der gütige Schloß⸗ herr sich von einer diebischen Dienerschaft umgeben, und selbst seine Wirtschafterin, die er zur Baronin erheben wollte, hat ihn getäuscht. So findet der Vereinsamte Zuflucht aus einer ver⸗ logenen Wirklichkeit bei seinem Neffen Hans, der ihn versteht und seine Phantasien nicht verspottet. In trefflicher Maske gab Hans ritz Gerhard den Titelhelden und verkörperte in Haltung, ort⸗ und Mienenspiel so feinfühlend die Absichten des Dichters, daß diese Figur in ihrer inneren Größe glaubhaft emporwuchs: ihm galt unter den Darstellern mit Recht der Löwenanteil des Beifalls. Johannes Riemann gab den jugendlichen Hans mit verhaltener Innerlichkeit. Märchenhaft war die Sommer⸗ F der phantastischen Wildnis von Münchhausens Park. Die fführung ist ein Zeichen für das ernste künst⸗ lerische Streben des Weimarer Hoftheaters. Dr. A. St. — Ein Besuch bei Wieland und Goethe im Jahre 1783. In außerordentlich anschaulicher Weise erzählt das Tagebuch eines Züricher Studenten über eine Reise von Halle nach Weimar im Frühjahr 1783. Der Studiosus hieß Johann Heinrich Landvet und war ein Better jenes Salomon Landvet, den Gottfried Keller in dem„Landvogt von Greifensee“ in den „Züricher Novellen“ unsterblich machte und dessen freundlicher Biograph, David Heß, sich Goethes Wertschätzung erfreuen durfte. Aus dem zweiten Bande der zwölf Bände umfassenden, in Privat⸗ besitz befindlichen Tagebücher wird nun im letzten Heft der „Schweiz“ der besonders interessante Abschnitt wiedergegeben, in dem der junge Student den Abstecher nach Weimar und den Aufenthalt daselbst erzählt. Ausgezeichnete Empfehlungsbriefe Züricher Freunde, auch Lavaters, öffneten dem jungen Landvet dem i begleitenden Landsmann, Hartmann Friedrich 6 von Escher, alle Türen. In den Mittelpunkt des Tagebuch⸗ Berichtes fallen die Erzählungen über die Besuche bei den„großen Gelehrten“. Zuerst kam Wieland dran.„Abends konnten wir noch Herrn Wieland sprechen; er empfing uns mit vieler Höflich⸗ keit. Da er eben vom Hofe kam, so mar er sehr geputzt. Allein ich fand den Mann gar nicht an ihm, den ich erwartet hatte. In seiner Physiognomie konnte ich nie den Verfasser des Oberon und so vieler schlüpfriger Gedichte erkennen. Seine hohe Stirn kündet Verstand und Witz an, sein Mund ist ziemlich breit und die Nase etwas habichtsartig. Sein Auge scheint etwas wollüstig. Hie und da haben zwar die allmählich herannahenden mehreren Jahre in seinem Gesicht Furchen zu graben angefangen. Indessen blickt noch ein Schimmer von sanfter Röte auf seinen Wangen durch. In Gesellschaft scheint er recht gern das große Wort zu führen. Wir blieben wohl eine halbe Stunde bei ihm.“ Wieland erzählt ihnen von seinem Züricher Aufenthalt, von der Freund⸗ schaft mit Bodmer und wie er allgemach hinter die Art seiner dichterischen Produktion, die mehr Imitation gewesen, gekommen sei. Den Bericht über den Besuch bei Wieland schließt das Tagebuch mit folgender ergötzlicher Bemerkung:„Sehr unangenehm ist für einen Fremden die fatale Gewohnheit, daß, wenn man mit Wieland im Gespräch ist, alle Augenblicke eines seiner vielen Kinder (denn er wird deren nun in wenigen Wochen neun haben), bis⸗ weilen auch erwachsene Leute, die Türe halb aufmachen, um die Fremden zu besehen, und dann wieder schnell zuschließen; man weiß nicht, ob man sitzen bleiben oder aufstehen soll. Er entschul⸗ digte sich, seine Kinder, die kleinen Affen wären immer so neu⸗ gierig, die Fremden zu sehen, die zu ihnr kämen. Indessen sollte ein solcher Mann dergleichen Unanständigkeiten nicht dulden“ Der Besuch bei Goethe fiel kürzer aus.„Er empfing uns sehr höflich. Seine Physiognomie ist stark und eben nicht einn.„ die Nase ziemlich groß. Seine schwarzen Augen sind lebhaft und verraten einen feurigen Geist. Jetzt schreibt er nicht mehr viel, weil er, wie er sagt, so sehr mit Geschäften überhäuft ist. Unser Gespräch betraf ganz gleichgültige Dinge. Man merkt es ihm an, daß er sich Mühe gibt, seine Würde zu behaupten und immer zu repräsentieren.“ — Fabre und der ahnungslose Pasteur. Der kürzlich verstorbene berühmte Entomvloge Jean Henri Fabre, den Victor Hugo einmal begeistert den„Homer der Insekten“ ge⸗ nannt hat, war nicht mir ein hervorragender Gelehrter, sondern auch ein Mann von einer seltenen Herzensgitte und frei von jedem nationalen Vorurteil, so daß ihn auch die deutsche Wissen⸗ schaft und die zahllosen Freunde, die er sich auch bei uns durch seine Forschungen erworben hat, aufrichtig betrauern. In einer seiner unterhaltenden Plaudereien erzählt der greise Einsiedler von Seévignan leinem provinzalischem Dörfchen, in dem er sich in 40 Jahren endlich ein kleines Besitztum„zusammengedarbt“ hatte), mit dem ihm eigenen Humor, wie auch die Unwissanheit ihr Gutes haben kann. Er hat diese Weisheit des Lebens an dem berühmten L. Pasteur erfahren, der damals zur Untersuchung der sogen, Kalksucht der Seidenraupen, die die ganze südfranzö⸗ sische Seiden hucht zu ruinieren drohte, die Provence bereiste un eines schönen Tages bei Fabre vorsprach. Man muß ihn das nun Folgende selbst mit seinem leichten freundlichen Humor er⸗ zählen lassen.„Ich möchte gern Kokons sehen,“ erklärte der For⸗ scher mit dem Weltruf,„ich habe sie noch nie zu Gesicht bekommen und kenne sie nur dem Namen, nach. Können Sie mir nicht einige verschaffen!“ Fabre eilte zu seinem Nachbar und schaffte sofort eine ganze Kollektion Kokons zur Stelle. Pasteur nimmt eines von den Gespenstern, dreht es zwischen den Fingern hin und her und untersucht es neugierig wie einen merkwürdigen, vom anderen Ende der Welt gekommenen Gegenstand. Nachdem er es vor dem Ohr hin und her geschüttelt hat, sagt er ganz über⸗ rascht:„Das gibt ja einen Laut von sich, es muß etwas darin sein!“„Gewiß, die Puppe, eine Art Mumie, in die sich die Raupe verwandelt, bevor ein Schmetterling daraus wird,“ erklärt Fabre nicht ohne Erstaunen über die Ahnungslosigkeit des Gelehrten. Der forscht weiter:„Und in jedem Kokon steckt ein solches Ding?“ „Freilich, zum Schutze der Puppe hat die Raupe den Kokon ge⸗ sponnen.“„Ah!“ und ohne weiteres wanderten die Kokons in die Tasche des Gelehrten, der sich mit Muße über diese große Neuigkeit, die Puppe, unterrichten wollte.. Jean Henri Fabre war ein Mann von unbedingter Wahrheitsliebe, und so darf diese kleine Geschichte, die im dritten Teil der von der Kosmos⸗ Gesellschaft für Naturfreunde herausgegebenen Fabreschen„Bil⸗ der aus der Insektenwelt“ enthalten ist, als völlig authentisch angesprochen werden. Pasteur wußte nichts von Kokons und rettete doch die Seidenzucht durch Entdeckung ihres Schädlings. Fabre zog daraus die Nutzanwendung, mit voraussetzungslosen Nichts⸗ wissen auch an seine Forschung gehen zu sollen, und er verdankt diesem Entschluß seine prächtigen Beobachtungserfolge. Die Kriegsverluste der Orford⸗Universität. Die Orford⸗Universität, die berühmteste Hochschule Englands, hat, wie die„Times“ in einer sentimentalen Betrachtung ausführt, schwer unter dem Kriege zu leiden. Nach den bisherigen Nennun⸗ gen werden zum neuen Semester nur 300 neue Hörer erscheinen, während die Zahl der Neuankömmlinge sonst 1000 betrug. Alles in allem wird die Universität in diesem Jahre nur 600 Hörer versammeln statt der sonst üblichen 3000. Eine große Zahl der Orford⸗Studenten steht im Felde oder im Dienste der Kriegs⸗ verwaltung; und auch die Zahl der Universitätsangestellten wird durch den Krieg ständig verringert. So geht, wie die„Times“ bemerkt, die Oxford⸗Universität einem„völligen Mangel an Men⸗ schen und Geld entgegen. Das Defizit des Jahres 1915 bringt die Anstalt in eine mehr als schwierige Lage. Die Erhaltungs- kosten müssen auf das Notwendigste beschränkt werden. Die freien Lehrstellen sind noch nicht neu besetzt, eine Anzahl davon soll auf⸗ gegeben werden. Ebenso werden mehrere Kollegien geschlossen. Bisher sind 540 Angehörige der Universität gefallen, 60 werden vermißt. Auch die anderen Universitäten und Hochschulen Eng⸗ lands sind infolge des Krieges in eine Lage gebracht, die ihr d unverändertes Fortbestehen zum Teil in Zweifel stellt. —— * frisches Gebäck feil, ein dritter balanziert eine lange Stange, an der rohe Fleischstücke baumeln, ein vierter breitet Gebets⸗ teppiche und Stickereien vor dir aus, ein fünfter hält dir eine türkische Zeitung unter die Nase und ein sechster will dich mit dem unvermeidlichen Sorbet laben. Dazwischen wandeln voll patri⸗ archalischer Ruhe die Juden in langem Kaftan und schwarzäugige Zigeunerinnen säugen inmitten des Staubes und des Lärms kleine Kinder, die bereits gehen können. Auch eine Festung besitzt Uesküb. Sie fällt zum Wardar hin steil ab, der hier so breit ist wie etwa der Main bei Frankfurt. Sie sieht drohend aus und hat in früheren Zeiten manchen Sturm bestanden. Heut hat sie dem Ansturm der Bulgaren keinen nennenswerten Widerstand leisten können. 5 Als ich in Uesküb war, wohnte ich ber einem Bulgaren, der mit einem Fluch gegen die Serben aufstand und zu Bette ging. Wann und wo er mich traf, machte er sich Luft über den neuen Herrn und nie tat er es, ohne hinzuzufügen:„Keine drei Jahre, mein Herr, werden die Serben hier bleiben, dar⸗ auf verlassen Sie sich!“ Heute, da diese Prophezeiung so glän⸗ gend in Erfüllung gegangen ist, werden die Bulgaren in Uesküb, die sich nur widerwillig den serbischen Herren gefügt haben, die Sieger jubelnd empfangen haben. Auch die Arnauten haben im Grunde nie mit den Serben sympathisiert, deren Steuerein⸗ treibung ihnen nicht in den Kopf wollte, denn unter der türkischen Herrschaft war in dieser Beziehung manches möglich, was an⸗ gesichts der großen Zahl serbischer Beamter, die sofort nach der Besetzung Ueskübs in diese Stadt kamen, zur Unmöglichkeit wurde. Nur etwa 40 Kilometer nordöstlich von Uesküb liegt Ku⸗ manowo, ein Städtchen von etwa 10 000 Einwohnern, in dedssen Nähe die serbisch⸗bulgarische Endschlacht im zweiten Balkan⸗ . krieg getobt hat. Auch jetzt wird der Ort wieder genannt, der be⸗ reits im Besitz der Bulgaren ist. Die Gegend ist öde und wenig mit Wald bestanden. Kahler Fels und schlecht bestellte Felder, untermischt von ausgetrockneten Wiesen, geben dem Landschafts⸗ bild ihr Gepräge. Ohne Eile und an jedem Bauerndorf längere Zeit anhaltend, pustet die Eisenbahn nach Nisch hinauf, dem oberen Morawatal entgegen. Aber gerade weil man überall so viel Zeit hat, lassen sich gut Studien machen. Was sind das für Leute, die malerisch gekleidet, auf den Stationen herumstehen. Unmöglich, sie ethnologisch zu entziffern. Im eigentlichen Ser⸗ bien unterscheidet sich der Serbe deutlich vom Bulgaren, dort, wo in Bulgarien Griechen wohnen, wird sie auch ein ungeübtes N Auge schnell von jenen unterscheiden lernen. Aber hier gehen alle Nassenbegriffe durcheinander. Früher behauptete man, es seien fast durchweg Bulgaren, dann gab es eine Zeit, da man das Serbentum bis bald nach Saloniki glaubte verfolgen zu können. Ende der achtziger Jahre stellte der Gelehrte Gopcevic durch eingehende Volksstudien und auf Grund persönlicher statistischer Aufnahmen fest, daß zahlreiche Bulgaren einen Dialekt des Ser⸗ bischen sprechen. Er fand, daß die Slawa, der volkstümlichste serbische Brauch, überall und vielfach heimlich gefeiert wurde. Aber Copeevie war ein Serbe! Die wissenschaftlichen Meinungen stehen sich noch heute diametral gegenüber. Jedenfalls ist nicht dem dem Toten von einer Jäger⸗Abteilung die übliche Ehrensalve nachgesandt worden war, legten u. a. für den Mittelrheinkreis dessen Geschäftsführer Roth ⸗Frankfurt, für den Gau Hessen Gauschriftführer Bürgermeister Grü n⸗ hain, für den Turnverein Marburg Gauturnwart Magistratssekretär Günther und eine große Anzahl Ver⸗ einsvertreter unter herzlichen Worten 1 79 nieder. Auf dem Friedhof wohnte eine tausendköpfige der erhebenden Trauerfeier bei. enschenmenge . l Im feldle crwarten unsere Angehörigen den regelmäßigen eingang des peimat⸗ blattes. Um eine Unterbrechung in der Zustellung zu vermeiden, wolle man len feldpost⸗Be⁊ug des Gießener Anzeigers für onat nov. schon jetzt erneuern Alle Postamter nehmen die Bestellung entgegen. der monatliche Bezug be⸗ trägt Mk. 1.17 einschließlich der Um⸗ schlag⸗ebühr. Außerdem vermittelt tlie Bestellungen wie bisher auch die Geschäftsstelle des Gichener Anzeigers mit Sicherheit zu sagen, wo das Serbentum aufhört und das Vulgarentum beginnt. Alles ist durcheinander gemischt und im Lauf der Jahrhunderte sind völkische wie kirchliche Anschauungen und Gebräuche so ineinander geflossen, daß es vielfach gar nicht mehr möglich ist, zu entscheiden, was einmal ursprünglich war. Schon die völkische Politik bereitet dem, der in sie einzudringen versucht, Kopfzerbrechen. Hier aber tappt man völlig im Dunkeln, 2 r N 1— Landkreis Gießen. — Leihgestern, 5. Okt. Auf Veranlassung des Vorsitzenden des Ortsausschusses vom Roten Kreuz ging in unserer Gemeinde der sehr ansehnliche Betrag von 517,15 Mk. für die kriegsgesangenen Deutschen in Rußland ein, ein neuer Beweis opferfreudiger trotz Statistik und peinlich genauer Auszählung von Häusern und Liebe, die gerne nach Kräften hilst, die Notlage unserer Brüder zu Steuerköpfen. selbe Schicksal. Hier entscheidet jetzt das Schwert. Und in der Tat: es bleibt l 5 0 ne e Große hieb den gordischen] aus unserer Gemeinde gefordert; es sind dies die Musketiere Heinr. Knoten, an den die Herrschaft über Asien geknüpft sein sollte, mit Menz und Heinr. Loth; für letzteren wurde am vergangenen den Sehwert durch. Der mazedonische Knoten erfährt heute das⸗ Sonntag eine Gedächtnisseier gehalten.— Die Sammlung für lindern. mr Saasen, 26. Okt. Wiederum hat der Krieg zwei Opfer die deutschen Kriegsgefangenen in Rußland ergab hier 184,50 Mk. Trais⸗Horloff, 25. Okt. Ein trauriger Unglücks ⸗ Aus Stadt und Cand. Gießen, 27. Oktober 1915. wurde von einer Maschine überfahren und verstarb nach Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) i Landsturmm. Karl Roth, Inf,⸗Regt. 149, aus Wohnfeld. Komp.⸗Führer Tobias Seipp von hier im Res.-Inf.⸗Regt. 59 fall ereignete sich heute auf der Grube„Friedrich“. Der im 18. Lebensjahre stehende Bremser Wilhelm Stauf von Utphe einigen Stunden im Krankenhaus zu Hungen. Der Verstorbene war die einzige Stütze seiner Eltern; der Vater ist Juvalide. * Ober⸗Hörgern, 26. Okt. Dem Leutnant d. L. und Karl Heinr. Lincker, Inf ⸗Regt. 144, aus Breungeshain Wehrm. Wilh. Müller, Res.⸗Inf.⸗Regt. 88, aus Ober⸗Mock⸗ stadt.— Erfs.⸗Res. Heinr. nickel aus Alt⸗Wiedermus.— Musk. 2 Eisenbahn⸗Regt., aus Düdelsheim.— Gefr. Martin Reuß aus stegt. 88, aus Stumpertenrod.— Wehrm. Karl Voltz, Res.⸗ egt. 204, aus Offenbach.— Gefr.(Lehrer) Hermann ler aus Herborn.— Landsturmm. Wilh. Stein, Landst.⸗ — Ers.⸗Res. Adolf Emmerich, Inf.⸗Regt. 70, aus Edelsberg. — Res. Otto Schaaf, Inf.⸗Regt. 116, aus Heimertshausen.— Landwehrm. Friedr. Eckhardt, Inf.⸗Regt. 87, aus Wetzlar. — Res. Val. Schlitt aus Rimbach.— Musk. Friedrich Heinr. Schweitzer, Inf.⸗Regt. 88, aus Hochelheim— Wehrm. Jak. Hardt, Inf.⸗Regt. 224, aus Oberbiel.— Res. Ludwig Bill II., Inf⸗Regt. 167, aus Naunheim.— Wehrm. Wilh. Hahn, Res.⸗Inf.⸗Regt. 81, aus Dutenhofen.— Grenadier W §Herchenhain, 26. Okt. Musk. Alb. Müller, Res.⸗Inf.⸗Regt. 221, aus Ulfa.— Musk. wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. Kreis Alsfeld. 5 1 e 1 5 8 5 Kaufmann ist 2 0 118 3— ein Verfahren wegen Wuchers eingeleitet, weil er für Weiß⸗ Karl Schmück aus Büdingen. Landwehrm. Karl Adam, rübensamen, von dem das Pfund 1 Mark kostete, 1 Mark 1105 hat zahlen lassen. Im Anschluß an diesen Fall ersucht das Kreis⸗ Friedberg.— Leutn. d. Res. Gerichtsreferendar Paul Heep, 29 i n eis Nes⸗Higer⸗Batl. 29, aus Wetzlar.— Musk Wilh. Günther, eee eee Kreis Lauterbach. E. Stockhausen, 25. Okt. Die Sammlung für die kriegs⸗ Friedberg, aus Selters.— Res. Wilh. Stürtz aus Lorbach. gefangenen deutschen Soldaten in Rußland ergab — Fahrer Heinr. Weitzel, 60. Fuhrpark⸗Kolonne, aus Gettenau. hier die Summe von 74,80 Mark. Kreis Schotten. Reservist Ernst Linker beim Insanterie⸗Regiment Nr. 116, welcher im Juli die Hessische 0 1 0 Tapferkeitsmedatlle erhielt, wurde vor kurzem zum Ge⸗ Arabin, Inf.⸗Regt. 253, aus Ulm bei Wetzlar.— Landsturmm. 8705 befördert. Er stebt noch von Anfang des Krieges im elde. n Laubach, 26. Okt. erzielte im Rechnungsjahre 1914 5196,14 Mark. Die hiesige Bezirkssparkasse einen Reingewinn von Friedr. Sch verliehen. 9 50 er, Kaiser⸗Franz⸗Garde⸗Regiment, aus Wetzlar. — Unteroff. Hermann Oppelt, Res.⸗Inf.⸗Regt 81, aus Wetzlar, einen Kopsschuß der Landsturmmann Karl Roth vom Infanterie- — Grenadier Fritz Bellersheim, Res.⸗Inf.⸗Regt. 261, aus] Regiment 149 von hier im 23. Lebensjahre. Ehringshausen(Dill).— Leutn. Paul Möbus, Füs.⸗Regt. 122, aus Oberscheld.— Musk. Wilh. Becker aus Herborn.— Karl Günther, Landw.⸗Inf. Regt. 118, aus Merlau. medaille verliehen.— Dem Reservist Mohrmann von der 1. Komp. Infanterie⸗Regiment 116 wurde das Eiserne Kreuz Müller im Reserve⸗Insanterie-Regiment 221. 5 8 e uf die nachstehenden allgemeinverständlichensab sind die Höchstpreise im Kreise Marburg für Süß Vorlesungen wird zu Beginn des Semesters besonders eee eee 240 Mk. 5 für alle hingewiesen: Krüger, Das Papsttum; Gmelin, Ver⸗ andere Butter auf 1.90 Mk. festgesetzt. Beim Verkauf an fassungsgeschichte der wichtigsten Staaten Europas seit 1815, Händler ist für Süßrahmbutter 2.10 Mk. und für andere und Grundlagen des Arbeiterversicherungsrechts: Garten, Butter 1.75 Mk. zu berechnen. Der An⸗ und Verkauf von Einführung in die Physiologie; Siebeck, Einleitung in die Ge enständen des Wochenmarktverkehrs, die von außerhalb Philosophie; Messer, Grundzüge einer Welt⸗ und Lebens⸗ nach Marburg eingeführt werden, wird an den Wochentagen anschauung; Kinkel, Kants Leben und Werke; Meyer, auch außerhalb des Marktplatzes bis 12 Uhr mittags ver⸗ Entwicklungsgeschichte der fossilen Tierwelt, Sievers, boten. Ausgenommen sind nur fest bestellte Lie ingen.— Geschichte der großen Entdeckungen; Rauch(oder Vertreter), Der amtlichen Preisprüfungsstelle für Lebensmittel Die Kunst der Gotik in Frankreich und Deutschland; Be⸗ gehören 16 Herren aus Stadt und 9 Jahrhundert; Univ.⸗Kurator Geh. Ober⸗Reg.⸗Rat Hassenpflug.— Hundert; Trautmann, Entwicklung der e 155 1 e ee 5 wñß2:! Deutschland bis zur Gegenwart. fe e e 87 Trauerfeier für Wilhelm Metzler. Am Sonntag sand in Marburg, wie schon kurz gemeldet, die fen, abeltanten Wilhelm Mepler feat. Als durch 1 Hessen, Fabrikanten Wilhelm Metzler, statt. Als I. solger Fr. Helms hatte er diesen Posten leider nur un⸗ 5 oft geschildert worden und wohl allgemein geläufig sind gesähr! Jahre inne, aber was er während dieser Zeit als ist es wenig bekannt, daß schon Jahrhunderte zuvor Kaiser Friebrich chtiger, unermüdlicher Vorsitzender getan hat, wird ihn] Barbarossa einen Feldzug in Serbien zu führen gehabt hat. Das en Turnern des Gaues Hessen unvergeßlich machen. Als war, als er im Jahre 1189 zum heiligen Lande zog. Am Abend andsturmmann zog Metzler ins Feld, und in Belgien ist] des 28 Juni setzte er an fast genau derselben Stelle, an der er im besten Mannesalter stehende Mann innerhalb einiger Mackensens Feldgraue die Save überschritten haben, über die age einer Lungenentzündung erlegen. Die Gauvereine serbische Grenze und zog in Belgrad ein, wo er am folgen⸗ waren mit 28 Vereinsfahnen und unzähligen Vertretern er⸗[ den Tage, von einer glänzenden Schar geistlicher und weltlicher * Vorlesungen an haghel, Die deutsche Literatur Collin, Geschichte der deutschen Lyrik im 18. Beerdigung des Gauvertreters n Wohnfeld, 26. Okt. Bei einem Sturmangriff fiel durch n Breungeshain, 26. Okt. Der Musketier Karl Hch. hrm.[Lincker vom 144. Jufanterie-Regiment fand den Tod fürs Vaterland. b Ulrichstein, 26. Okt. Der Veterinär Meisk erhielt Auszeichnungen. Dem Obermatrosen Leo Kann von das Eiserne Kreuz. Gießen, der bereits im November v. Is mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichmet wurde, wurde die Hessische Tapferkeits 3 Landwehrmann Eifert im Insanterie⸗Regiment 87. a Götzen, 26. Okt. Das Eiserne Kreuz erhielt der . Ul fa, 26. Okt. Den Heldentod starb der Musketier Hessen⸗Nassau. J Marburg, 26. Okt. Mit Wirkung vom 30. Oktober and an. Vorsitzender ist seinen 70. Geburtstag. 1 Friedrich Parbarossa in Serbien. ährend Kämpfe, die deutsche[daten in den 1 der Tür erkempfe auf serbischem Boden geführt Fürsten ben, das Apostelfest feierte und eine große Heerschau schienen, um ihre Anhänglichkeit und Verehrung dem lieben z ines Str 5 105 0 0 Vorsitzenden und treuen Turnbruder auch im Tode noch 2 0 Fre die e Srl bete d. Sh da zu bezeugen. Bei der Trauerfeier und am offenen Grab] zu Pferde die dichten Wä sangen die vereinigten Sänger Marburgs je ein Lied. Nach⸗ 3 li id oder Bran 1 5 . ö end, am 1 drei Meilen von der Donau abwärts am rechten Uf Mlawa zu sehen sind. Es gehörte damals den Bysantinern, mit Barbarossa offiziell verbündet waren, ihm aber im geheimen Abbruch zu tun suchten, wo sie nur konnten. Das Kreuzheer fühlte sich denn auch in Branitschewo keineswegs sicher, und schon am 15. Juli brach der Kaiser auf, nachdem er vom König Bela von Ungarn Wagen und Lebensmittel erhalten und durch Zuzug des Erzbischofs von Tarantaise verstärkt worden war Die Kämpfe, die nun ihren Anfang nahmen, sind von den Chronisten des dritten doch hat deutsches Heldentum nirgends heller geleuchtet als in auf Anstiften des byzantinischen Statthalters in Branitschewo gegen die Kreuzfahrer entfesselte. Jede Sicherheit, jedes Vertrauen wurde da erschüttert, die einheimischen Führer lockten die schwer gewaffneten Ritter in den Hinterhalt und brachten ihnen furchtbare Verluste bei, Serben und Wallachen schossen aus feigem Versteck vergiftete Pfeile auf die Gottesstreiter ab, und um die Mißlich⸗ leit der Lage voll zu machen, erschien, als der Kaiser in Ravan an der oberen Mlava kurze Rast hielt, ein Abgesandter des byzan⸗ tinischen Kanzlers, der den schlechten Empfang des Kreuzheeres dadurch zu entschuldigen suchte, daß Friedrich den oströmischen Kaiser von seinem Erscheinen auf byzantinischem Gebiete nicht benachrichtigt habe— eine üble Finte; wußte doch der byzantinische Kanzler am besten, daß Barbarossa Boten nach Konstantinopel gesandt hatte, da er sie selber in der Nähe der Hauptstadt sest⸗ halten ließ! Unter beständigen Kämpfen gelangte das Heer endlich nach Nisch, wo Barbarossa erneut Rast hielt. 7 N 5 Hund sein machen, das ganze Land von Nisch bis Sofig hin aus seinen Händen zu Lehen zu nehmen. Der Kaiser durchschaute jedoch die Falle; er erkannte, daß ihn ein Eingehen auf Nemanjas Ansennen dauernd mit dem byzantinischen Kaiser entzweien würde, und wies ihn daher ab. Die Anwesenheit der beiden Fürsten mit ihrem Gefolge vermehrte nichtsdestoweniger den Glanz der kaiserlichen Hofhaltung; Barbarossa schien nur die Hand ausstrecken zu brauchen, um das Land dauernd am das deutsche Reich anzuglie⸗ dern und seine Kolonisation vor bedeutsame Aufgaben von welt⸗ geschichtlicher Größe zu stellen. Barbarossa drängte aber vorwärts, und so brach er nach viertägigem Aufenthalt in Nisch von neuem auf und setzte durch die endlosen Wälder und Schluchten des heutigen serbisch-bulgarischen Grenzgebietes seinen Marsch fort. Sein Zug folgte der Nischa wa, die sich durch immer schroffer ansteigende Felswände, durch immer dichter werdendes Dickicht hindurchwindet; der Kleinkrieg lebte von neuem auf und führte zu den entschiedensten Abwehrmaßregeln. Als der Herzog Berthold von Dalmatien, nur von zwölf Rittern begleitet, eines Abends von ungefähr 100 Mann angegriffen wurde, sprengte er die Ueber⸗ macht auseinander und band je zwei Gefangene wie Wölfe mit den Köpfen an den Schweifen seiner Pferde fest. Der Vogt Frie⸗ drich von Berg sah einen Freischärler auf einem Baum sitzen, der fortwährend die Vorüberziehenden beschoß; er schoß ihn herunter und hing ihn an demselben Baum auf; ähnlich erging es noch sechs anderen. Ein perwundeter Ritter, der getragen n mußte, sprang von seinem Lager auf, als sich bewaffnete Banden in seiner Nähe zeigten; er schlug einzn Angreifer zu Boden, verjagte dre an⸗ deren und legte sich dan wieder nieder, als wäre nichts ge⸗ schehen. Am 13. August endlich langte das Kreuzheer in Sofia an, am 20. wurde die Trajanspforte erstürmt und die blühende Maritzaebene erreicht, in der Barbarossa Winterquartiere bezog. Wöchentl. Uebersicht der Todesfälle i. d. Stadt Gießen. 42. Woche. Vom 10. bis 16. Oktober 1915. Einwohnerzahl: angenommen zu 32900(inkl. 1600 Mann Militäx). — Sterblichkeitsziffer: 14,22%.. Nach Abzug von 4 Ortsfremden:„90%% 125 N r Kinder. Es starben an us. 1. Lebens⸗. bis 0 Zus. wachsene n„ Eileiter-Schwangerschaft 1 0) 1(1)—— Diphtherie 10)—— 10 Lungentuberkulose 1 1—— Herztod 1(0) 1— Gehirnschlag 1 1—— Verschluß der Gallenwege 1 1— 2 Krebs 1(˖) 10)—— Verunglückung durch die g Straßenbahn 2—— 2 Summa: 9(4) 6(3)— 8(1) Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. 5 Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 28. Oktober 1915: Meist heiter, trocken, Nachtfrost. 8 1 i Ein serbischer Separatfriede? Genf, 27. Okt. Nach Privatmeldungen aus Saloniki werden dort mehrere serbische Notabeln erwartet, um dem griechi⸗ schen Thronfolger die furchtbare Lage Serbiens vorzustellen. Auf Pariser Redaktionen traf gestern die Meldung ein, daß bei Griechen⸗ land vertraulich angefragt worden sei, ob es den Frieden zwischen Serbien und den Zentralmächten vermitteln wolle. Abtransport der Dardanellenarmee nach Saloniki? Budapest, 27. Okt.„Magiar Orzasg“ meldet aus Lugano, daß Nachrichten aus Neapel zufolge der Vierverband 80 große Dampfer von Gallipoli nach Saloniki abgehen lasse, um vorwiegend australische und kanadische Soldaten zu befördern. Hamilton vor 1 Kriegsgericht gestellt? Köln, 27. Okt. Nachsder„Kölnischen Zeitung“ wird Schwei⸗ zer Blättern aus London berichtet, General Hamilton werde wegen der mangelhaften Organisation des Angriffes in der Suvla⸗ bay, der einen schweren Fehl chlag der ganzen Dardanellenexpedition bedeute, vor einen Kriegsrat gestellt werden.(2) Sturz des Ministeriums Asquith? Haag, 27. Okt. In den Wandelgängen von Westminster gilt der Sturz des Ministeritums Asquit h als beschlossene Sache, ebenso die Bildung eines rein konservativen Ministeriums durch Balfour. Man denkt auch daran, dann die Kammer aufzulösen. Gegen die Dienstpflicht in England. 5 Kopenhagen, 27. Okt. Der„Labour Leader“ richtet an die l englischen Arbeiterorganisationen die Auf⸗ forderung, gegen den Militarismus lung zu nehmen. 1 Mitglieder des Kabinetts Asquith hätten mit ihrem Rücktri gedroht, weil Asquith sich ihren Anschauungen widersetze. Sie nahmen im letzten Augenblick ihr Rücktrittsgesuch zurück, jedoch unter Bedingungen, die in Wirklichkeit einen Sieg ihrer eigenen Anschauung bedeuten. Die Regierung bereite gegenwärtig angeb⸗ lich einen Gesetzentwurf vor, der sofort nach Beendigung der Re⸗ krutierungscampagne dem Unterhause vorgelegt werden soll. Er bedeutet die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht aller Män⸗ ner wehrpflichtigen Alters mit Ausnahme der Bergleute und Trans portarbeiter, darunter der Eisenbahnbediensteten sowie der Arbeiter in der Stahl- und Maschinenindustrie. 8 5 Eine neue englische Staatsanleihe in Amerika. Haag, 27. Okt. Unter dem Deckmantel einer Bankanleihe versucht 1 ee sich abermals eine Anleihe von mehreren 1000 Pfund in Amerika zu verschaffen. Es handelt sich diesmal um eine Bae entern, Yorke onsortium. Die en w aus⸗ schließlich durch die Londoner Union and Smith Bank geführt werden. Daß es sich aber um eine regelrechte englische Staats⸗ anleihe handelt, erscheint ganz zweifellos. s — 8——————— dei bre e e Kreise setr.: Au der Maul- und Klauenseuche im Krei i 0 In der Gemeinde Nieder⸗Mörlen ist die Wal Klauenseuche ausgebrochen. 5„ Gießen, den 25. Oktober 1915. 5 Kreuzzuges in den schwärzesten Farben geschildert worden; und dem grausigen Freischärlerkriege, den die tückische Bevölkerung Ae % uu, ge 8 1 N 4 5 7 A 7. e 5 8 f 1 1 Eintritt 8409 8 Fel t engerict, Zinner,„ 4 f d e een Fleniutterdämpfer]J Beksorgung der Bevölkerung mit Kartoßel!. e A Me einzeln oder zusammen, so⸗ 1 U Diejenigen Einwohner, die sich selbst mit Speise⸗ eee ermeten 05841 Kesselöfen kartoffeln noch nicht versorgt haben und ihren Bedarf 2 8 I Steiustraße 53[l. 1 1 durch Vermittelung der Stadtverwaltung decken wollen, e. Rübenschneider R e e 1 1 5 F f f f f z g artoffeln bis späßestens Freitag, den 20. 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J., vormittags 11 Uhr, in verschlossenem Umschlag mit Aufschrift„Kar⸗ toffellieferung“ einzureichen an die 8435 D Kommandantur des Kriegsgefangenenlagers Limburg a. L. Bilanz vom 31. Januar 1915. 84¹6 Soll Haben Ausgeliehene% Aufgenommene 2 Kapitalien: Kapitalien: a) gegen gericht⸗ a) Einlagen 70601592 liche Obliga⸗ b) Hypotheken 73703.— tionen 208483.83] Rücklage 2564.51 b) geg. Schuld⸗ scheine 232317.94 e) geg. Güter⸗ kaufgelder 20058922 Grundbesitz 67838.— Wertpapiere 15068.— Vorlagen 317.17 Kassebestand 17912.— Bankguthaben 21720.— Ausstände an Zinsen u. Miete 10132.27 Mobilien 52.47 Rückständige Miitgliederbei⸗ träge 1064.07 Rückständige Nachzah⸗ lung 6788.46 7852.53 782288 43 782283. Gewinn⸗ und Verlustrechnung. Zinsen von au-% c Zinsen von aus- 2 genommenen geliehenen Ka⸗ Kapitalien 33539.08 pitalien 34279. 76 Verwaltungs- Nachlaß auf kosten 1543.30] Güterkaufgelder 255.68 Sonstige Aus⸗ Sonstige Ein⸗ gaben 3654.25 nahmen 2437.85 Abschreibung Verlust 1841.14 auf Mobilien, 2.90 Kursverlust auf Wertpapiere 74.90 38814.43 3881443 Mitgliederbestand am 1. Februar 1914. 57 Zugang 58 Abgang Bestand am 1. Februar 1915. Lang⸗Göns, 31. Januar 1915. . 8427 Lang⸗Göns. Der Vorstand. Joh. Wagner VIII., W. Leun, Direktor. Kontrolleur. Vorsitzender des Aufsichtsrates: Kr d. Ant. Müller. Augeurirr Penlt fr ftuucmriti 2 b Ortsgruppe N 55 f üge f Ei in l a d un 9 Tiehlattersehnelldänpfer zu einem öffentlichen Vortrag des Herrn il Sehlanmänger Professor G. Roloff über: e e Mittwoch den 27. Okt., abends 8. Uhr S in der Neuen Aula. Laglam 00 Eintritt für Mitglieder gegen Vorzeigung der Mitgliedskarten frei. Nichtmitglieder 30 Pfg. Der Vorstand. . 19 5 0 Pf 0 nandarbeiten große Auswahl und viele neuheiten in gezeichneten und angefangenen Arbeiten enthaltend die Fahrzelten der auf den Statlonen Gleßen, Frankfurt am Main, Kassel, Marburg, Friedberg, Lollar, Londorf, Fronhausen, Wetzlar, Koblenz, Köln, Fulda, Als- feld, Grünberg, Gelnhausen, Nidda, Schotten, Hungen, Lich, Laubach, Butzbach, Stockheim und Gedern ankommenden und abgehenden Eisenbahnzüge, sowie die Fahrzeiten der Biebertalbahn, ist in der Geschäfts- erschienen und zu 20 Pfg. stelle d. Gießener dem Preise von Anzelgers vor- rätig und kann auch durch die Austräger bezogen werden. So οοο οοο ο n Glühkörper:: Zylinder sowie alle Ersatz- teile stets vorrätig Gg. Dahmer Spenglerei und Installation Hochmoderne 7612 Damen- Kinderhuüte SS bohren Stoffe und Materialien—— zu äusserst billigen Preisen 7 85 ee kuttormen Barter 3.25. 4.75 f . fuhr ee Schick garn. 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J 00 Nad 10 i bei 7640 gebeten. e Kystprobe der„Vollkost“. 50 Emil Fischbach. 8421 r be rind gebeten, Felerchen aud gage ang. aan Sittendrama 755 Frisch eingetroffen: in 3 Abteilungen. zubringen. 18425 Der Vorstand. Feinster 84000 Speise-Nougat / Pfund 46 Pfg. „ 2 Faulhaber diebe Olr.: Hermann Stelngoetter. Freitag, 29. Oktbr. 1915, abends 8 Übr:„e 32 Kreitag⸗Abonn.⸗ Borstellg Gewöhnl. Preise(ermäßigt). Gandarbeitsschuse und Penssonal von] Herrschaftlicher Frl. Landmann, Giessen] ener fesucht, Holzfällen im Schwarzwald Originalaufnahme. in Pibaräspiel nit Hademissen 5 Lustige Burleske. rngeekrel auge Café Amend Heute Mittwoch, 8 Uhr: Familien- Konzert Sämtliche Nähr- u. Kräftigungsmittel kr Ender, Zranke und denesende Kreuz- Drogerie August Noll Bahnholgtr. 1— Perxahr. 2082 Fritz Nowack, Wäschefabrik Größere Restbestände und einzelne Damenwäsche wie Taghemden, Nachthemden, Beinkleider, Nachtjacken Kriminalistische Studie in 3 Abschnitten. 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